Umweltministerium will Gewässerqualität im Bergsee Ratscher verbessern Zusätzliche Unterstützung für Kleinkläranlagenbetreiber

Erfurt (pressrelations) –

Umweltministerium will Gewässerqualität im Bergsee Ratscher verbessern – Zusätzliche Unterstützung für Kleinkläranlagenbetreiber

Das Thüringer Umweltministerium will die Gewässerqualität des Bergsees Ratscher verbessern. Um das zu erreichen, sollen u.a. Kleinkläranlagen, die im Einzugsgebiet des Bergsees gebaut werden, mit einer zusätzlichen Phosphorelimination ausgestattet werden. Die Mehrkosten können vom Umweltministerium gefördert werden.

Der Bergsee Ratscher ist ein in Südthüringen beliebtes Ziel für Veranstaltungen, Camping und Baden. Bis zu 65.000 Badegäste kommen jährlich zum Erholen hierher. Ende der 1970er Jahre wurde das Rückhaltebecken für den Zweck des Hochwasserschutzes errichtet. Das Fließgewässer Schleuse wurde angestaut und es entstand die Talsperre Ratscher, auch Bergsee genannt. Die Talsperre Ratscher dient weiterhin dem Hochwasserschutz und ist zugleich eines der bedeutendsten Badegewässer Thüringens.

Inzwischen ist zu erkennen, dass insbesondere die Phosphoreinträge aus dem Einzugsgebiet des Bergsees dazu beitragen, dass sich die Gewässerqualität verschlechtert. Ursache hierfür sind unzureichend gereinigte Abwässer. Geringe Sichttiefen aufgrund von Algenentwicklungen und hohe pH-Werte sind die Folge.

Eine Verbesserung der Gewässerqualität kann nur erreicht werden, wenn die Phosphoreinträge über die Zuflüsse (Schleuse, Biber, Wiedersbach, Langenbach) im Einzugsgebiet des Bergsees weitgehend reduziert werden. Als Möglichkeiten stehen hierfür die Herausleitung der Abwässer aus dem Einzugsgebiet oder eine weitergehende Elimination von Phosphor in den Kläranlagen im Einzugsgebiet des Bergsees zur Verfügung. Aufgrund der Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie muss die Sanierung des Bergsees bis spätestens 2027 abgeschlossen sein. Der Umfang der Gesamtinvestitionen von mehr als 20 Millionen Euro macht einen kontinuierlichen und schrittweisen Bau der Abwasseranlagen erforderlich. Nur so können die finanziellen Belastungen über die Jahre verteilt und tragfähig gestaltet werden. Es liegt in der Verantwortung des Wasser- und Abwasserverbandes Hildburghausen (WAVH) und der Gemeinde Masserberg, die Abwasserentsorgung im Einzugsgebiet des Bergsees als kommunale Aufgabe der Selbstverwaltung zu organisieren und die Bürger vor Ort zu unterstützen und zu beraten.

Sofern biologische Kleinkläranlagen mit weitergehender Phosphorelimination zum Einsatz kommen, besteht die Möglichkeit, die zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von mindestens 300 Euro pro Kleinkläranlage zu fördern. Damit können die Mehrkosten für die Phosphorelimination vollständig gedeckt und die zusätzlichen Belastungen der Bürger im Einzugsgebiet weitestgehend kompensiert werden.

Hintergrund:

Über die Sanierung des Bergsees Ratscher wurden heute im TMLFUN auch Abgeordnete des Thüringer Landtags informiert. Externe Fachleute und Mitarbeiter der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie haben zu den Ursachen der Gewässerbelastung und zu den Möglichkeiten der Sanierung des Bergsees vorgetragen und standen für die Fragen der Abgeordneten aller Fraktionen zur Verfügung.

Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN)
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