Nach Mandelas Tod – Südafrikas Zukunft ungewiss
Für den Regensburger Politikwissenschaftler Prof. Stephan Bierling ist Mandelas politisches Erbe nicht gesichert. Gegenüber dem Radiosender Bayern 1 nennt Bierling als Begründung unter anderem die Korruption innerhalb der südafrikanischen Regierungspartei ANC.
Bierling zufolge hat der ANC nach Mandelas Präsidentschaft einen Schwenk vollzogen, hat stärker auf die Interessen der Schwarzen gesetzt, nicht auf die von Mandela vorangetriebene Versöhnungspolitik.
Der Südafrika-Experte wörtlich: „Der ANC bleibt eigentlich nur eine typisch afrikanische, korrupte, von Misswirtschaft gebeutelte Partei. Ohne den Übervater fehlt ihm das Flair, das den ANC jetzt fast 20 Jahre an der Macht gehalten hat.“
Bierling nennt Nelson Mandela „Befreier, Gründer und Sinnstifter einer Nation“ und stellt ihn hinsichtlich der weltgeschichtlichen Bedeutung in eine Reihe neben George Washington und Mahatma Gandhi.
Der weiße südafrikanische Bürgerrechtler und langjährige Weggefährte des Verstorbenen, Denis Goldberg, sagt im Bayern 1-Interview, Mandela habe ihm durch seine klaren Gedanken, seine Entschlossenheit und sein Mitgefühl imponiert.
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