Giftige Schönheiten: Diese Pflanzen im Garten sollte man meiden

ARAG Experten über heimische Pflanzen, die nicht nur schön, sondern tückisch sind

Als leidenschaftlicher Hobby-Gärtner hat man seinen Garten Anfang April schon voll im Griff oder zumindest im Blick. Das vorgezogene Saatgut ist in der Erde und Frühblüher grüßen mit ersten Knospen und die Büsche sind frisch gestutzt. Doch bei Pflanzen sollten Sie wählerisch sein, denn einige unserer beliebtesten Blumen, Stauden und Gehölze haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Welchen heimischen Pflanzen man mit Vorsicht begegnen sollte, sagen ARAG Experten.

Welche Gartenpflanzen sind giftig?
So prachtvoll er auch sein mag: Im Garten lauern zahlreiche teils hochtoxische Substanzen. Dabei sind vor allem Kinder gefährdet. Erstens, weil schon geringere Dosen von Giftstoffen den kleinen Körpern gefährlich werden können und zweitens, weil Kinder von Natur aus neugierig sind und gerne mal etwas in den Mund stecken oder probieren.

Zu den giftigsten Pflanzen, die Gartenbesitzer kennen sollten, gehört laut ARAG Experten der Eisenhut (Aconitum napellus). Er ist wegen seiner auffälligen tiefblauen Blüten sehr beliebt, aber schon kleinste Mengen sind tödlich – für Kinder wie für Erwachsene. Auch der Rizinus (Ricinus communis) hat es in sich. Diese Staude ist wegen ihrer beeindruckenden Laubfärbung und der knallroten Blüten und Fruchtstände ein Blickfang in vielen Gärten. Doch der Schein trügt. Schon ein einziges Samenkorn kann eine tödliche Dosis von 0,25 Milligramm des Eiweißes Ricin enthalten. Besonders gefährlich: Die hübschen Beeren, die die tödlichen Samen umschließen, schmecken sogar gut. Schmackhaft sind auch die Früchte der Tollkirsche (Atropa belladonna). Doch schon drei bis vier ihrer Beeren sind für Kinder lebensbedrohlich.

Der Gewöhnliche Goldregen (Laburnum anagyroides) ist eine seit langem beliebte, anspruchslose Zierpflanze. Doch die ARAG Experten warnen: Sämtliche Goldregen-Arten enthalten in allen Pflanzenteilen das stark giftige Alkaloid Cytisin. Schon zehn bis fünfzehn Samen können für Kinder tödlich sein. Dabei ist besonders tückisch, dass die Samen Hülsen ausbilden, die Kinder leicht mit Erbsen oder Bohnen verwechseln. Ebenso gefährlich ist die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Sie blüht von August bis Oktober in verführerischem Rosa oder Lila. Die Blätter erscheinen aber schon im Frühjahr und sind dann dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich. Ihr Gift, das Colchicin, ähnelt Arsen und wirkt bereits in kleinen Mengen von fünf Gramm tödlich.

Gibt es auch gefährliche Heckenpflanzen?
Ja, die Eibe (Taxus baccata) gehört dazu. Sie lässt sich besonders gut in Form schneiden und wird daher in unseren Gärten als Hecke geschätzt. Doch auch sie ist giftig. Das Gift konzentriert sich hauptsächlich in den Nadeln der Pflanze, weshalb seltener Menschen als vielmehr Haus- und Nutztiere betroffen sind. Der Verzehr von 50 bis 100 Gramm Eibennadeln gilt als lebensbedrohlich.

Gibt es noch weitere Pflanzenarten, die gefährlich sind?
Neben diesen gibt es noch zahlreiche andere Pflanzen, die nicht selten in deutschen Gärten zu finden sind und die eine bedrohliche Konzentration an Giftstoffen aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Bilsenkraut, Gefleckter Schierling, Stechapfel, Engelstrompete, Wunderbaum, Maiglöckchen und Fingerhut. Daher raten die ARAG Experten dringend, sich zu informieren, was im eigenen Garten wächst oder was man anpflanzen möchte. Unter Umständen ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Apps wie z. B. PlantNet, Flora Incognita oder PictureThis können ebenfalls helfen, Pflanzen zu identifizieren. Insbesondere, wenn Kinder im Garten spielen oder Haustiere sich dort aufhalten, sollte die Pflanze nach Möglichkeit entfernt werden. Geht das nicht, sollten Hobby-Gärtner den Bereich unzugänglich machen.

Was tun bei Vergiftung?
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Vergiftung, sollte man keine Zeit verlieren und sich sofort an eine Giftinformationszentrale und an einen Arzt wenden. Es hilft, Wasser oder Tee in kleinen Schlucken zu trinken, aber auf keinen Fall Milch. Sie beschleunigt in vielen Fällen die Giftaufnahme durch den Darm.

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