,,Gesund und aktiv älter werden“

Berlin (pressrelations) –

,,Gesund und aktiv älter werden“

Dritte Bundeskonferenz unter dem Motto: GestALTungsräume: informiert – beteiligt – mittendrin

Heute findet in Berlin die dritte Bundeskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema ,,Gesund und aktiv älter werden“ statt. Angesichts der demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen lautet das diesjährige Motto ,,GestALTungsräume – informiert- beteiligt- mittendrin“. Die BZgA stellt auf der Konferenz die Themen Arbeitswelt, Gestaltung öffentlicher Räume und medizinische Versorgung in den Mittelpunkt der Expertendiskussion.

In deutschen Unternehmen steigen sowohl Anzahl als auch Bedarf an älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontinuierlich an. Auch im Ruhestand engagieren sich ältere Menschen zunehmend in vielfältigen Lebensbereichen – derzeit sind es rund 45 Prozent. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung geht es auf der heutigen Konferenz unter anderem um folgende Fragen: Wie können Menschen möglichst lange gesund und aktiv bleiben, sich beteiligen und ihr Leben gestalten? Welche Voraussetzungen braucht es dafür? An konkreten Praxisbeispielen werden Unternehmensstrategien, Konzepte medizinischer Versorgung, stadtplanerische Ideen und Möglichkeiten alter(n)sgerechter Quartiersentwicklung aufgezeigt.

Anlässlich der Eröffnung der Konferenz betont Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit: ,,Gesundheitsförderung auch für die älteren Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Präventionspolitik. Mit dem Präventionsgesetz, das das Bundesministerium für Gesundheit derzeit vorbereitet, wollen wir auch die Lebensbereiche der Älteren erreichen, etwa Kommunen, Einrichtungen der Altenhilfe und auch die Betriebe. Unser Augenmerk gilt daneben ebenfalls den Risiken des Alters, eines heißt Missbrauch von Alkohol und Medikamenten bei über 60-Jährigen. Das BMG hat dazu seit 2010 verschiedene Modellprojekte zu den Themen ,,Sucht im Alter – Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachkräften in der Alten- und Suchthilfe“ gefördert. Eines der Projekte wollen wir auf der Konferenz vorstellen.“

Neben den positiven Facetten des Alter(n)s muss allerdings auch das Krankheitsrisiko berücksichtigt werden, das sich jenseits des 60. Lebensjahres deutlich erhöht. Wie Studien zeigen, können viele chronische Erkrankungen durch moderaten Einsatz körperlicher Aktivität hinausgezögert oder sogar verhindert werden. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung wird allerdings noch viel zu selten erreicht. Aktuellen Daten zufolge bewegen sich derzeit etwa 80 Prozent der 60- bis 79-Jährigen nicht ausreichend. Deswegen startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in diesem Jahr ihr neues Programm ,,Altern in Balance“, gefördert durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Ziel des Programms ist es, Mobilität, Selbstbestimmung
und Lebensqualität von Frauen und Männern in der Altersgruppe über 65 Jahren zu unterstützen.

,,Ich freue mich sehr, dass sich die PKV in diesem wichtigen Gesundheitsbereich engagiert“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. ,,Mit ?Altern in Balance wollen wir gemeinsam dazu beitragen, die Anzahl gesunder Lebensjahre von älteren Menschen zu erhöhen und Pflegebedürftigkeit hinauszuschieben. Dabei spielen Bewegungs- und Mobilitätsförderung und der Erhalt von Selbstständigkeit eine besonders große Rolle. Das beginnt bereits mit der Bewegung im Alltag, wie beispielsweise Treppensteigen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Wer mobil ist kann sich selbst versorgen und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.“

Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes, erklärt: ,,Pflege ist das Megathema der Zukunft. Deshalb engagiert sich die Private Krankenversicherung auch für die Gesunderhaltung im Alter, damit die Menschen in Deutschland möglichst gar nicht oder zumindest erst später pflegebedürftig werden. Aufgrund ihrer Expertise und der bewährten Zusammenarbeit setzen wir erneut auf die BZgA als Partner.“

Für den gesundheitsfördernden Einfluss von körperlicher Aktivität gibt es zahlreiche Belege. So können bereits wöchentlich 150 Minuten moderater Bewegungsaktivität den Blutzuckerwert entscheidend senken. Auch haben körperlich aktive Menschen gegenüber inaktiven Personen ein um 25 Prozent niedrigeres Risiko, einen Verlust der Selbstständigkeit im Alter zu erfahren.

Das Programm der heutigen Tagung steht im Internet unter:
www.gesund-und-aktiv-aelter-werden.de

Hintergrundinformationen zu Demografie und Lebenslagen, zu Gesundheit und Krankheit und zu Gesundheitsverhalten und Bewegung stehen zum Download unter

http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/

Kontakt:

Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln

Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201

E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de

http://pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=566820&aktion=jour_pm

Gesund und aktiv älter werden

Berlin (pressrelations) –

Gesund und aktiv älter werden

Bundeskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die Lebenserwartung steigt. Derzeit leben fast 17 Millionen 65-Jährige und ältere Menschen in Deutschland, 2060 werden es fast 22 Millionen sein. Ein heute 65-jähriger Mann kann damit rechnen, noch weitere 17 Jahre zu leben, eine 65-jährige Frau hat durchschnittlich noch weitere 20 Jahre vor sich. Ziel ist es, die gewonnenen Jahre in möglichst hoher Lebensqualität zu erleben. Angesichts dieser Herausforderungen richtet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) heute die zweite Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ unter dem Titel „Es ist nie zu spät und selten zu früh – körperliche Aktivität, psychische Gesundheit und Teilhabe im höheren Alter fördern“ aus. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren in Berlin über Strategien, mit denen Menschen gesund, aktiv und selbstbestimmt älter werden und somit im Alter eine hohe Lebensqualität genießen können.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eröffnet die Tagung und unterstreicht die Bedeutung des Themas. „Gesundheit ist die vielleicht wichtigste Voraussetzung, um das Älterwerden eigenverantwortlich gestalten zu können. Ältere Menschen sind dabei nicht weniger leistungsfähig als jüngere. Sie sind anders leistungsfähig. Dies müssen wir bedenken, wenn wir die älteren Menschen motivieren wollen, länger gesund und aktiv an unserem gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Und genau hier setzen wir mit unseren Maßnahmen und auch mit unserem Präventionsförderungsgesetz an.“

„Frühzeitig beginnende Gesundheitsförderung und Prävention sind unverzichtbar“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „In einer älter werdenden Bevölkerung ist Gesundheit auch im höheren Alter die Voraussetzung für Selbständigkeit und aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wenn wir mit unseren Maßnahmen erfolgreich sein wollen, müssen wir“, so Prof. Pott weiter, „den Alltag, die Lebenswelten und Lebenslagen der Menschen berücksichtigen und möglichst konkrete Hilfen anbieten.“

Auch Präventionsangebote, die erst im Alter einsetzen, wirken sich noch auf die Gesundheit und Selbständigkeit positiv aus. Ein gelungenes Beispiel dafür sind Programme zur Vermeidung von Stürzen. Durch Training von Kraft, Ausdauer und Bewegung kann bei älteren Menschen ein Leistungszuwachs von bis zu 40 Prozent erzielt werden. Solche Maßnahmen führen zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität von älteren Menschen und zum Erhalt von Selbständigkeit.

Auch die psychische Gesundheit spielt gerade im Alter eine wichtige Rolle für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. So belegt eine im Auftrag der BZgA durchgeführte Studie, dass ein Teil der älteren Menschen das Älterwerden in unsicheren, ungesunden und auch einsamen Lebenssituationen meistern muss. Es ist davon auszugehen, dass rund ein Viertel der Menschen im Alter von psychischen Störungen und Erkrankungen betroffen ist.

Ebenfalls nimmt das Thema Demenz mit zunehmendem Alter zu. Deutschlandweit sind etwa 1,4 Millionen Menschen davon betroffen. Eine eigenständige Lebensführung ist in vielen Fällen nicht mehr möglich. Bis zum Jahr 2050 werden drei Millionen Demenzerkrankte prognostiziert, sofern kein Durchbruch in der Forschung zur Therapie gelingt. Vor diesem Hintergrund ist die Gestaltung des Lebens mit Demenz ein wichtiges Diskussionsthema bei der Konferenz.

Die Beiträge des Kongresses zeigen alltagsnahe Möglichkeiten und Strategien der Gesundheitsförderung auf. Es geht beispielsweise um Wechselwirkungen und Synergieeffekte zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit. Vorgestellt werden aktuelle Daten zum Stand der medizinischen Forschung, regionale Angebote und Praxisbeispiele. Präsentiert wird beispielsweise das Bewegungsnetzwerk 50+ des Deutschen Olympischen Sportbunds. Hier geht es darum, differenzierte Sport- und Bewegungsangebote für die Generation 50+ in den Kommunen zu fördern.

Tagungsbegleitend erfolgt eine Einführung in Tai Chi, eine Fitness- und Gesundheitssportart, die auf schonende Art auch bei älteren Menschen Gleichgewicht, Koordination und Muskelaufbau fördert, ohne zu überfordern.

Weitere Informationen:

http://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de

Alte Menschen – Expertise zur Lebenslage von Menschen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren. Band 44 der Reihe „Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Das Fachheft ist kostenlos zu beziehen unter: BZgA, 51101 Köln,
Fax: 0221-8992257,
E-Mail: order@bzga.de,
www.bzga.de

Das Fachheft steht zum Download unter http://www.bzga.de/infomaterialien/forschung-und-praxis-der-gesundheitsfoerderung/

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin

Telefon: +49 (1888) 441-0
Telefax: +49 (1888) 441-1830

Mail: info@bmg.bund.de
URL: http://www.bmg.bund.de

http://pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=534884&aktion=jour_pm