Entgeltdiskriminierung: OECD stellt Deutschland schlechte Noten aus
Anlaesslich aktueller Aeusserungen der Organisation fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Entgeltdiskriminierung von Frauen erklaeren die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks und die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gleichstellungspolitik Christel
Humme:
Es ist ein Armutszeugnis und beschaemend fuer Deutschland und die schwarz-gelbe Gleichstellungspolitik: In keinem anderen Land der europaeischen OECD-Laender klafft die Lohnluecke zwischen Maennern und Frauen weiter auseinander als bei uns. Frauen verdienen bei gleicher und gleichwertiger Arbeit in Vollzeit laut OECD bis zu 21,6 Prozent weniger als ihre maennlichen Kollegen. Der Durchschnitt liegt bei 16 Prozent.
Einen wesentlichen Grund fuer die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt sieht auch die OECD in dem mangelnden Angebot an Kinderbetreuungsmoeglichkeiten, insbesondere auch fuer Schuelerinnen und Schueler. Viele Frauen sind dadurch in unfreiwilliger Teilzeit gefangen. Die Entgeltdiskriminierung von Frauen in Deutschland ist jedoch nicht nur auf Teilzeitbeschaeftigung und Erwerbsunterbrechungen zurueckzufuehren. Neben diesen strukturellen Benachteiligungen gibt es nach wie vor mittelbare Diskriminierung. Die Bundesregierung muss endlich handeln und die Lohnluecke zwischen Maennern und Frauen schliessen. Damit Entgeltdiskriminierung nachhaltig beseitigt werden kann, bedarf es deshalb gesetzlicher Regelungen.
Die SPD-Bundestagsfraktion wird noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzesentwurf in den Deutschen Bundestag einbringen. Wir sind entschlossen, die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu beseitigen.
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