DJV für Erfassung der Arbeitszeit in Redaktionen

Berlin (pressrelations) –

DJV für Erfassung der Arbeitszeit in Redaktionen

Fulda, 13.01.2014 – Der Deutsche Journalisten-Verband setzt sich für eine flächendeckende Erfassung der Arbeitszeit von Journalistinnen und Journalisten, insbesondere in den Redaktionen der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage ein. Das beschloss der DJV-Gesamtvorstand auf seiner heutigen Sitzung in Fulda. Hintergrund ist die in vielen Verlagen seit langem praktizierte rigide Sparpolitik, die auch vor den Stellenplänen in den Redaktionen nicht Halt macht. „Aus Leidenschaft für ihren Beruf und Verantwortungsgefühl für ihr Blatt arbeiten die meisten Journalistinnen und Journalisten deutlich länger, als es die Tarifverträge vorsehen“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.
„An Überstundenausgleich in Form von Freizeit oder zusätzlicher Bezahlung ist in den meisten Medienunternehmen nicht zu denken. Damit muss Schluss sein.“ Wenn die Journalisten ihre Ansprüche mit Unterstützung des DJV einfordern wollten, müssten technische Zeiterfassungssysteme installiert werden. Konken: „Was für die Verlagsangestellten schon lange Standard ist, darf für die Redaktionen nicht als Stechuhrjournalismus verunglimpft werden.“

Auch mit tariflich geregelter Arbeitszeit sei der Journalistenberuf keine Tätigkeit, die pünktlich nach acht Stunden beendet werden könne, stellte der DJV-Vorsitzende fest. Aber Überstunden müssten ausgeglichen werden. „Die Kolleginnen und Kollegen haben keine Veranlassung, den Verlegern Jahr für Jahr den Gegenwert eines Kleinwagens zu schenken.“

Dem DJV-Gesamtvorstand, der zugleich Große Tarifkommission des Deutschen Journalisten-Verbands ist, gehören neben dem siebenköpfigen Bundesvorstand die Vorsitzenden der Landesverbände an. Mit beratender Stimme nehmen die Vorsitzenden der DJV-Fachausschüsse, die Landesgeschäftsführer, der Hauptgeschäftsführer und die Referenten der Bundesgeschäftsstelle an den Sitzungen teil.

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Hendrik Zörner

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