Die Niederlande betrachten die Autonomie unter marokkanischer Souveränität als „die realistischste Lösung“ für den Sahara-Konflikt

Der Außenminister des Königreichs der Niederlande, Tom Berendsen, erklärte am Dienstag, dem 7. April, in Rabat, sein Land betrachte „eine echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität als die realistischste Lösung“ für den regionalen Konflikt um die Sahara.
Diese entschiedene und unmissverständliche Erklärung wurde im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz nach einem Gespräch mit seinem marokkanischen Amtskollegen, Herrn Nasser Bourita, Minister für auswärtige Angelegenheiten, afrikanische Zusammenarbeit und im Ausland lebende Marokkaner, abgegeben.
Die niederländische Position wurde zudem in einer gemeinsamen Erklärung offiziell bekräftigt, die anlässlich des Arbeitsbesuchs von Herrn Berendsen in Marokko am 7. und 8. April veröffentlicht wurde. Dieses Dokument von erheblicher politischer Tragweite markiert eine deutliche Weiterentwicklung der Unterstützung Den Haags für den von Marokko 2007 vorgelegten Autonomieplan, der nun als die glaubwürdigste Grundlage für einen Ausweg aus der Sackgasse dargestellt wird.

Bekräftigte Unterstützung für den UN-Prozess:
Über die Anerkennung des Autonomieplans hinaus bekräftigte Herr Berendsen die unerschütterliche Unterstützung der Niederlande für die Resolution 2797 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, die den ernsthaften und glaubwürdigen Charakter der marokkanischen Initiative unterstreicht. Er würdigte zudem die Bemühungen des persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs, Herrn Staffan de Mistura, der damit beauftragt ist, „Verhandlungen auf der Grundlage des von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplans zu erleichtern und zu führen, um eine gerechte, dauerhafte und für alle Seiten akzeptable politische Lösung zu erreichen“.
Diese Formulierung greift die Sprache der Vereinten Nationen wörtlich auf und verstärkt sie gleichzeitig durch eine ausdrückliche bilaterale Zustimmung.

Eine konkrete Umsetzung auf diplomatischer und wirtschaftlicher Ebene:
Die gemeinsame Erklärung präzisiert zudem, dass die Niederlande „im Einklang mit ihrer Position handeln werden“, auch auf diplomatischer und wirtschaftlicher Ebene, und zwar „unter Achtung des Völkerrechts“. Diese operative Klausel findet besondere Beachtung: Sie lässt vermuten, dass Den Haag beabsichtigt, seine politische Position in konkrete Maßnahmen umzusetzen, sei es in multilateralen Gremien, in seinen bilateralen Beziehungen zu anderen Staaten oder auch im Bereich der Investitionen und des wirtschaftlichen Austauschs mit den südlichen Provinzen Marokkos.
Eine wachsende internationale Dynamik:
Die Stellungnahme der Niederlande fügt sich in eine internationale Dynamik ein, die der marokkanischen Zugehörigkeit der Sahara zunehmend positiv gegenübersteht. Seit mehreren Jahren haben eine Reihe europäischer, afrikanischer, arabischer und amerikanischer Länder Generalkonsulate in Layoune oder Dakhla eröffnet oder den Autonomieplan ausdrücklich als „seriös und glaubwürdig“ bezeichnet. Die Niederlande, Gründungsmitglied der Europäischen Union und historischer diplomatischer Akteur, schließen sich dieser Bewegung an, heben sich jedoch durch ihre Betonung des Begriffs „echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität“ hervor.
Am Rande des Treffens tauschten sich Bourita und Berendsen zudem über Möglichkeiten zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen sowie über regionale und internationale Fragen von gemeinsamem Interesse aus.

Dieser Arbeitsbesuch, der noch bis zum 8. April dauert, bestätigt den Willen der beiden Königreiche – Marokko und die Niederlande -, eine politische Partnerschaft zu festigen, die auf gegenseitigem Respekt und einer gemeinsamen Vision von regionaler Stabilität beruht.

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