Tag Archives: OVID

Wissenschaft Technik Umwelt

Weltbevölkerung wächst rasant

Palmöl unverzichtbar für globale Ernährungsversorgung

Weltbevölkerung wächst rasant

Grafik: Supress (No. 5914)

sup.- Rund zehn Milliarden Menschen werden voraussichtlich im Jahr 2050 auf der Welt leben. Berechnungen des französischen Instituts für demographische Studien INED zufolge wird die Weltbevölkerung von gegenwärtig 7,5 Milliarden Menschen bis zu diesem Zeitpunkt um etwa ein Drittel ansteigen. „Die Geburtenrate ist zwar fast überall gesunken, aber die Unterschiede bleiben groß“, erläutert Gilles Pison, Autor der Studie. In fast ganz Afrika, einigen Ländern auf der arabischen Halbinsel und Teilen Afghanistans, Indiens und Pakistans würden Frauen durchschnittlich drei oder mehr Kinder gebären – der weltweite Durchschnitt liegt bei zweieinhalb Sprösslingen.

Angesichts des anhaltenden globalen Bevölkerungswachstums sind landwirtschaftliche Rohstoffe mit hoher Ertrag-pro-Fläche-Bilanz unverzichtbar zur Sicherung der weltweiten Ernährungsversorgung. Dies trifft in besonderem Maße auch auf das in Deutschland teilweise sehr umstrittene Palmöl zu – eine Erkenntnis, die bei Umweltdiskussionen allerdings oft kaum Erwähnung findet. Ölpalmen sind die wichtigsten fettliefernden Nutzpflanzen. Der Weltmarktanteil von Palmöl an allen pflanzlichen Ölen beträgt mit etwa 65,8 Mio. t pro Jahr rund 36 Prozent.

Palmöl gehört in vielen Ländern mit dem höchsten Konsum wie Indien, Indonesien, China und Malaysia zu den wesentlichen Grundnahrungsmitteln. Der Verbrauch von Palmöl beträgt laut Zahlen von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) im Jahr 2015 in der Europäischen Union rund acht Mio. t, davon knapp eine Mio. t in Deutschland.

Die hierzulande immer wieder erhobene Forderung von einigen Umweltaktivisten, zum Schutz der Tropischen Regenwälder bevorzugt Produkte ohne Palmöl zu kaufen, greift auch nach Ansicht von anerkannten Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace oder dem WWF viel zu kurz: „Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das 5-fache an Fläche benötigen“, heißt es in der Analyse „Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“ des WWF Deutschland.

Hinzu kommt: Europäische Länder und hier insbesondere Deutschland sind seit Jahren die maßgeblichen Impulsgeber, um ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitskriterien beim Anbau und der Bewirtschaftung von Plantagen zu etablieren. Ein Boykott von Palmöl würde deshalb nach Einschätzung von Dr. Alain Rival (CIRAD, Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer) das Ende aller Nachhaltigkeitsbemühungen im Bereich Palmöl bedeuten.

Weitaus sinnvoller, als Produkte „ohne Palmöl“ zu bevorzugen, ist es deshalb, wenn Konsumenten auf die Verwendung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl Wert legen. Rund 50 Prozent des in der Lebensmittelbranche genutzten Palmöls sind in Deutschland nach Auskunft von OVID bereits entsprechend ausgezeichnet.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Bilanz von fettliefernden Nutzpflanzen

Effizienz mitentscheidend für ökologische Qualität

Bilanz von fettliefernden Nutzpflanzen

Grafik: Supress (No. 5857)

sup.- In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt von rund drei Mrd. auf knapp sieben Mrd. Menschen. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die gebraucht werden, um diese Menschen zu ernähren, sind in diesem Zeitraum jedoch nur um zehn Prozent gewachsen. Hätten sich die Ernteerträge pro Fläche seit 1961 nicht verbessert, wären im Jahr 2012 rund 30 Mio. Quadratkilometer Ackerfläche nötig gewesen, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Tatsächlich waren es aber nur 14 Mio. Quadratkilometer. Effizienz ist in der Landwirtschaft ein existenzielles Kriterium, um die wachsende globale Population ernähren zu können. Effizienz ist gleichzeitig aber auch ein mitentscheidendes Kriterium für ökologische Qualität. Dieser Aspekt findet bei Umweltdiskussionen oftmals allerdings zu wenig Beachtung. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Beurteilung von Pflanzenölen.

Viele Verbraucher glauben, dass sie ökologisch verantwortungsvoll handeln, wenn sie Produkte bevorzugen, bei denen anstelle von Palmöl z. B. Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl verwendet wird. So leisten sie ihrer Meinung nach einen Beitrag zum Schutz des Regenwaldes. Anerkannte Umweltorganisationen bestätigen jedoch, dass der Verzicht auf Palmöl keineswegs zwangsläufig der Umwelt zugutekommt, im Gegenteil: „Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das 5-fache an Fläche benötigen“, heißt es in der Analyse „Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“ des WWF Deutschland. Der Grund hierfür liegt in der hohen Effizienz von Ölpalmen im Vergleich zu anderen fettliefernden Nutzpflanzen.

Nach Zahlen des Center for International Forestry Research (CIFOR) beträgt der Gewinn an Rohöl bei Palmen pro Hektar mindestens 3.500 kg, bei nachhaltig bewirtschafteten Plantagen sogar bis zu 8.000 kg. Die Ausbeute je Hektar beläuft sich hingegen z. B. bei Raps lediglich auf 1.000 kg, bei Sonnenblumen auf 800 kg und bei Sojabohnen nur auf 375 kg.

Die hervorragende Position von Palmöl bei der Ertrag-pro-Fläche-Bilanz ist ein wichtiges ökologisches Argument, soll jedoch nicht davon ablenken, dass der Anbau von Ölpalmen ausnahmslos umwelt- und sozialverträglich gestaltet werden sollte. Und hier besteht in der Tat noch erheblicher Handlungsbedarf. Der Anteil an Palmöl mit einer Nachhaltigkeits-Zertifizierung liegt nach Informationen des „Runden Tischs für nachhaltiges Palmöl“ (RSPO) weltweit erst bei rund 18 Prozent. Deutlich besser schneidet Deutschland ab. Rund 50 Prozent des in der Lebensmittelbranche eingesetzten Palmöls sind nach Auskunft von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) entsprechend ausgezeichnet. Allerdings zeigt eine Greenpeace-Analyse von 14 namhaften Markenherstellern, dass es bei dem Engagement der Unternehmen pro transparent rückverfolgbarem Palmöl mit Zertifikat noch deutliche Unterschiede gibt ( www.greenpeace.de/themen/walder/musli-mit-bitterem-beigeschmack).

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Nur noch nachhaltiges Palmöl für den EU-Markt

Deutschland bereits auf gutem Weg

Nur noch nachhaltiges Palmöl für den EU-Markt

Foto: Fotolia / Chanyanuch (No. 5839)

sup.- Zum besseren Schutz des Regenwaldes und der in ihm lebenden bedrohten Tiere fordert der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, dass bis spätestens 2020 nur noch nachhaltig hergestelltes Palmöl mit einer entsprechenden Zertifizierung auf den EU-Markt gelangen darf. Deutschland ist in dieser Hinsicht bereits auf einem guten Weg und nimmt in Europa eine Vorreiter-Funktion ein. Von den rund 1,5 Mio. Tonnen Palmöl, die in Deutschland jährlich importiert werden, stammen gut zwei Drittel (68 Prozent) von landwirtschaftlich genutzten Flächen, für die soziale, ökologische und ökonomische Mindestanforderungen definiert wurden. Dazu zählen u. a. die Sicherung der Interessen von Kleinbauern sowie der Schutz der tropischen Regenwälder und der Biodiversität durch Kompensierungs- und Aufforstungsmaßnahmen.

Rund die Hälfte des in Deutschland genutzten Palmöls entfällt aktuell auf den Energiesektor (Transport/Strom), hier ist der Einsatz von nachhaltigem Palmöl laut der Nachhaltigkeitsverordnung der Bundesregierung bereits verpflichtend. Dieser Anteil soll den Forderungen des EU-Parlaments zufolge allerdings schrittweise bis zum Jahr 2020 komplett wegfallen, da ein Ausstieg aus der Verwendung von Palmöl für Biokraftstoffe angestrebt wird. Der zweitgrößte Einsatzbereich für Palmöl betrifft mit etwa 370.000 Tonnen die Lebensmittelbranche. Nach Zahlen von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) kann in diesem Bereich erst für gut 50 Prozent des eingesetzten Palmöls eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung belegt werden. Hier besteht also noch Nachholbedarf. Das gilt in noch größerem Maße für das Segment der Wasch-, Reinigungs- sowie Körperpflegemittel und die Chemie/Pharmazie-Branche.

Mit gutem Beispiel voran gehen Unternehmen, die Mitglied des „Forums Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) sind. Erklärtes Ziel des Forums ist es, den Anteil von zertifiziertem Palmöl auf dem deutschen, österreichischen und Schweizer Markt signifikant zu erhöhen. Die Mitglieder haben bereits eine öffentliche Selbstverpflichtung abgegeben und verwenden ausschließlich nachhaltig zertifiziertes Palmöl. Zu ihnen gehören z. B. so bekannte Hersteller wie Bahlsen, Beiersdorf, Daabon Organic, Ferrero, Henkel, Kneipp, ThyssenKrupp und Unilever.

Verbraucher haben somit auch heute schon die Möglichkeit, durch ihr Einkaufsverhalten die Forderung des Europäischen Parlaments zum Schutz des Regenwaldes zu unterstützen. Skepsis ist allerdings bei Herstellern angebracht, die ihre Produkte gezielt mit dem Hinweis „ohne Palmöl“ bewerben. Konsumenten, die glauben, bei der Bevorzugung solcher Ware besonders umweltbewusst zu handeln, liegen auch nach Einschätzung von anerkannten Umweltschutzorganisationen falsch. „Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern“, warnt Ilka Petersen vom WWF Deutschland. Dafür gibt es einen schlichten Grund: „Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das 5-fache an Fläche benötigen“, so der WWF.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Palmöl in Lebensmitteln schwer ersetzbar

Einmalige Eigenschaften für Produktqualität

Palmöl in Lebensmitteln schwer ersetzbar

Grafik: Supress (No. 5781)

sup.- Weder unter qualitativen noch unter ökologischen Gesichtspunkten ist es die bessere Wahl, wenn Konsumenten sich gezielt für Lebensmittel mit der vermeintlichen Auszeichnung „ohne Palmöl“ entscheiden. Immer mehr Verbraucher glauben, mit solchen Prioritäten beim Einkauf einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dass dies tatsächlich der Fall ist, bezweifeln aber selbst anerkannte Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Greenpeace oder der WWF (World Wide Fund For Nature).

Hinzu kommt: Palmöl als Zutat von Lebensmitteln z. B. in Backwaren, Brotaufstrichen, Süßigkeiten, Soßen oder Fertiggerichten lässt sich keineswegs problemlos durch ein anderes Pflanzenöl ersetzen, ohne dass dafür qualitative Abstriche in Kauf genommen werden müssen. Der Grund: Das Pflanzenfett aus den Früchten der Ölpalme hat einmalige Eigenschaften, die kein anderes Pflanzenöl in vergleichbarer Perfektion zu bieten hat. So ist Palmöl die einzige natürliche Rohstoffquelle, die einen festen Zustand der Ware bei Zimmertemperatur ermöglicht. Nach Informationen des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel (eufic) in Brüssel besticht Palmöl zudem durch eine hohe Wärme- sowie Oxidationsbeständigkeit, ein entscheidendes Merkmal für die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Außerdem ermöglicht Palmöl eine Cremigkeit und Konsistenz, ohne dass es hierzu, wie bei anderen Pflanzenölen erforderlich, gehärtet werden muss, wodurch gesundheitsschädliche Transfettsäuren entstehen. Weitere Pluspunkte von Palmöl für den vielseitigen Einsatz bei Lebensmitteln sind seine Geschmacks- und Geruchsneutralität. Darüber hinaus ist es z. B. im Gegensatz zu Sojaöl genetisch unverändert.

Palmöl hat jedoch nicht nur unter Qualitätsaspekten erhebliche physikalische Vorzüge, sondern auch unbestrittene ökologische Vorteile. Denn Fakt ist: Der herrschende Umwandlungsdruck auf natürliche Flächen wie Wälder, Feuchtgebiete oder Savannen wird bei einem Austausch von Palmöl durch andere fettliefernde Nutzpflanzen nicht kleiner, sondern sogar bedeutend größer. „Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das Fünffache an Fläche benötigen: 1,85 Mio. ha“, heißt es in der aktuellen WWF-Studie „Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“.

Statt Lebensmittel „ohne Palmöl“ zu bevorzugen, ist es deshalb nach Ansicht des WWF sinnvoller, wenn Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung Produkte von Unternehmen favorisieren, die sich bei ihrer Einkaufspolitik für nachhaltig angebautes Palmöl stark machen. Dies trifft nach Angaben von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) bereits auf über 50 Prozent des in der Lebensmittelbranche genutzten Palmöls für den deutschen Markt zu. Der weltweite Anteil von Palmöl mit einer entsprechenden Nachhaltigkeits-Zertifizierung liegt hingegen erst bei 18 Prozent.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Pflanzliche Öle im weltweiten Vergleich

Die geringste Anbaufläche benötigen Ölpalmen

Pflanzliche Öle im weltweiten Vergleich

Grafik: Supress (No. 5740)

sup.- Handeln Verbraucher ökologisch vorbildlich, wenn sie Produkten mit dem Hinweis „ohne Palmöl“ den Vorzug geben? Ein nüchterner Faktencheck lässt dieses vermeintlich umweltbewusste Konsumverhalten äußerst fragwürdig erscheinen. Laut Zahlen von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) ist Palmöl mit einem Anteil von 41 Prozent an der weltweiten Produktion von fettliefernden Nutzpflanzen das wichtigste Pflanzenöl. Gleichzeitig beansprucht es aber nur sieben Prozent an den globalen Anbauflächen für diese Nutzpflanzen. Die Ertrag-pro-Fläche-Bilanz fällt bei alternativen Pflanzenölen deutlich schlechter aus. Sojaöl kommt z. B. auf einen Weltmarktanteil von 29 Prozent, benötigt dafür aber 46 Prozent der entsprechenden Anbaufläche. Nicht viel besser schneiden Raps- sowie Sonnenblumenöl ab.

Der Austausch von Palmöl durch andere Öle, soweit dies technisch überhaupt adäquat machbar ist, würde die Umwelt nicht weniger, sondern sogar mehr belasten. Zu diesem Ergebnis kommen auch Umweltorganisationen: „Der bereits herrschende Umwandlungsdruck auf natürliche Flächen wie Wälder, Feuchtgebiete oder Savannen würde sich durch den Ersatz von Palmöl verschärfen“, bestätigt Ilka Petersen vom WWF (World Wide Fund For Nature).

Sinnvoller als Produkte mit Palmöl zu meiden, ist es deshalb, wenn Verbraucher Wert darauf legen, dass die Pflanzenöle aus nachhaltig zertifiziertem Anbau stammen. Und in dieser Hinsicht nehmen deutsche Unternehmen bzw. Firmen, die mit ihren Produkten stark auf dem deutschen Markt vertreten sind, eine Vorreiterrolle ein. Nach Angaben von OVID sind mittlerweile mehr als 50 Prozent des im Lebensmittelbereich genutzten Palmöls entsprechend zertifiziert. Diese Anstrengungen pro nachhaltig erzeugtem Palmöl können Konsumenten mit ihren Einkaufsentscheidungen forcieren. Auskünfte über das Engagement von Lebensmittelherstellern bezüglich ökologisch und sozial verträglichem Palmölanbau sind über die jeweiligen Verbraucher-Hotlines oder -Websites der Unternehmen erfragbar.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Produkte „ohne Palmöl“ ökologisch nicht sinnvoll

Engagement für nachhaltigen Anbau zielführender

Produkte "ohne Palmöl" ökologisch nicht sinnvoll

Grafik: Supress (No. 5717)

sup.- Immer häufiger finden Verbraucher im Supermarkt Lebensmittel mit dem Etikett „ohne Palmöl“. Dem Konsumenten soll mit diesem Hinweis suggeriert werden, dass er bei der Wahl für entsprechend ausgezeichnete Produkte eine ökologisch wertvolle Entscheidung trifft. Manchmal findet sich dieses Label sogar auf Waren, für deren Produktion zu keiner Zeit Palmöl genutzt wurde. Eine bewusste Verbrauchertäuschung, die an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten ist, so das Urteil von Carl Bek-Nielsen, Chef des Unternehmens United Plantations und stellvertretender Vorsitzender des „Runden Tischs für Nachhaltiges Palmöl (RSPO).

Anerkannte Umweltorganisationen weisen ebenfalls darauf hin, dass der Verzicht auf Palmöl keineswegs zwangsläufig ökologisch sinnvoller ist, wie die Verbraucher durch solche Hinweise glauben sollen. Denn Fakt ist: Der herrschende Umwandlungsdruck auf natürliche Flächen wie Wälder, Feuchtgebiete oder Savannen wird durch den Austausch von Palmöl durch andere fettliefernde Nutzpflanzen nicht kleiner, sondern sogar bedeutend größer. Nach Analyse des WWF (World Wide Fund For Nature) werden für die in Deutschland jährlich genutzten 1,82 Mio. Tonnen Palmöl 397.781 Hektar Anbaufläche, hauptsächlich in den Produktionsländern Malaysia und Indonesien, belegt. „Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das 5-fache an Fläche benötigen: 1,85 Mio. ha“, heißt es in der aktuellen WWF-Studie „Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“. Aus diesem Grund plädiert auch Greenpeace nicht für einen Verzicht auf Palmöl, sondern stattdessen für die Forcierung von nachhaltigen Anbaumethoden: „Wir sind nicht gegen Palmöl oder gegen die Palmölindustrie. Wir sind gegen Palmöl, das auf Plantagen angebaut wird, für die tropischer Regenwald oder Torfwälder vernichtet werden“, so lautet ihr differenziertes Statement.

Statt auf Lebensmittel „ohne Palmöl“ zu setzen, sollten Verbraucher deshalb lieber durch ihre Kaufentscheidung dazu beitragen, die Produkte von Unternehmen zu bevorzugen, die sich bei ihrer Einkaufspolitik transparent für nachhaltig rückverfolgbares Palmöl stark machen. Und in dieser Hinsicht sind deutsche Lebensmittelhersteller wie auch Firmen, die prominent mit ihren Produkten auf dem deutschen Markt vertreten sind, Vorreiter und wichtige Impulsgeber. Über 50 Prozent des in der Lebensmittelbranche genutzten Palmöls sind laut Angaben von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) bereits mit einer Nachhaltigkeits-Zertifizierung ausgewiesen. Der weltweite Anteil von entsprechend ausgezeichnetem Palmöl liegt nach Informationen des RSPO hingegen erst bei 18 Prozent.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Palmöl in Nahrungsmitteln

Kennzeichnungspflicht fördert Nachhaltigkeits-Zertifizierung

Palmöl in Nahrungsmitteln

Grafik: Supress (No. 5705)

sup.- Etwa 33 Prozent des Palmöl-Verbrauchs in Deutschland von jährlich rund 1,8 Mio. Tonnen werden für die Produktion von Nahrungsmitteln verwendet. Weltweit spielt hingegen der Einsatz von Palmöl in Nahrungsmitteln mit knapp 70 Prozent die größte Rolle. Auf dem deutschen Markt finden Verbraucher die Zutat Palmöl vor allem in Margarine, Brot- und Backwaren, Pizzen und anderen Fertigprodukten, Schokolade und kakaohaltigen Aufstrichen, Eiscreme sowie in Knabberwaren. Die Illustration zeigt den jeweiligen Anteil dieser Produktgruppen am gesamten Palmöl-Verbrauch in Nahrungsmitteln.

Palmöl hat zahlreiche funktionale Vorzüge: Es verbessert die Geschmeidigkeit, die Wärmebeständigkeit, die Haltbarkeit sowie den Geschmack von Lebensmitteln. Nicht nur unter technischen Gesichtspunkten ist deshalb Palmöl nur sehr bedingt z. B. durch Soja-, Raps-, Sonnenblumen- oder Kokosnussöl ersetzbar. Auch unter Umweltaspekten scheint es wenig sinnvoll zu sein, Palmöl durch andere Öle zu substituieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Beratungsfirma Agripol im Auftrag der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature). „Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern“, warnt die WWF-Studienleiterin Ilka Petersen. Grund hierfür ist vor allem die mit Abstand höchste Ertragskraft von Ölpalmen im Vergleich zu allen anderen fettliefernden Nutzpflanzen.

Oberste Priorität kommt deshalb der Optimierung der Anbau-Bedingungen zu: „Es führt daher kein Weg daran vorbei, den Anbau von Ölpflanzen ausnahmslos umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten“, so Ilka Petersen. Ein guter Schritt in diese Richtung ist mit der Ende 2014 eingeführten EU-Verordnung (Lebensmittelinformations-Verordnung) erzielt worden, der zufolge die Verwendung von Palmöl in weiterverarbeiteten Nahrungsmitteln explizit als eigenständige Zutat aufgelistet werden muss. Diese Kennzeichnungspflicht hat dazu beigetragen, dass Unternehmen bei ihrer Einkaufspolitik stärker für nachhaltig gewonnene Rohstoffe sensibilisiert worden sind. Laut Angaben von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) sind mittlerweile über 50 Prozent des im Nahrungsmittelbereich eingesetzten Palmöls nachhaltig zertifiziert. Durch ihr Einkaufsverhalten können Verbraucher dazu beitragen, diesen Trend weiter zu forcieren. In welchem Ausmaß sich große Markenhersteller für transparent rückverfolgbares Palmöl aus nachhaltig bewirtschafteten Plantagen engagieren, zeigt z. B. die aktuelle Greenpeace-Analyse ( www.greenpeace.de/themen/walder/musli-mit-bitterem-beigeschmack).

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Pro und contra Palmöl in Lebensmitteln

Verbraucher können Nachhaltigkeitstrend stärken

Pro und contra Palmöl in Lebensmitteln

Foto: Fotolia / .shock (No. 5630)

sup.- Kaum ein Haushalt in Deutschland möchte heute das vielfältige Lebensmittelangebot in Supermärkten missen. Das bedeutet aber auch fast immer eine Entscheidung für die Zutat Palmöl, denn ein Großteil der industriellen Ware ist ohne dieses Pflanzenöl nicht denkbar. Für die Produktion vieler Nahrungsmittel ist Palmöl die einzige natürliche Rohstoffquelle, die einen festen Zustand der Ware bei Zimmertemperatur ermöglicht. Palmöl ist geschmacks- sowie geruchsneutral und verbessert die Wärme- sowie Oxidationsbeständigkeit und damit auch die Haltbarkeit von Produkten. Außerdem ist mit diesem vielseitigen Fett der Ölpalme eine Cremigkeit und Konsistenz erreichbar, ohne dass es für diesen Zweck gehärtet werden muss.

Hinzu kommt: Palmöl schneidet bei der Ertrag-pro-Fläche-Bilanz verglichen mit anderen Pflanzenölen mit Abstand am besten ab. Der Ertrag an Rohöl beträgt bei Palmen pro Hektar 3,62 Tonnen, bei nachhaltig bewirtschafteten Plantagen sogar bis zu acht Tonnen. Rapspflanzen kommen hingegen beispielsweise nur auf 0,79 Tonnen und Sojabohnen lediglich auf 0,3 Tonnen je Hektar. Auch die Ressourceneffizienz spricht somit für Palmöl.

Das große Contra betrifft jedoch die potenziellen Anbaugebiete von Ölpalmen in den höchst sensiblen ökologischen Regenwaldregionen. Der gravierend expandierende Anbau von Plantagen, vor allem in Indonesien und Malaysia, hat in der Vergangenheit zu enormen Schäden für die Umwelt und die Bevölkerung geführt. Die Forderung, dass Palmöl nur unter strengen ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien gewonnen werden darf, hat deshalb oberste Priorität. Entsprechend formuliert auch die international anerkannte Umweltschutzorganisation Greenpeace ihr Anliegen: „Wir sind nicht gegen Palmöl oder gegen die Palmölindustrie. Wir sind gegen Palmöl, das auf Plantagen angebaut wird, für die tropischer Regenwald oder Torfwälder vernichtet werden.“ In dieser Hinsicht ist in den letzten Jahren ein Umdenken eingeleitet worden. Das gilt allerdings in erster Linie für den europäischen und hier insbesondere den deutschen Markt. Laut einer aktuellen Studie von Meo Carbon Solutions im Auftrag von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) sind mittlerweile mehr als 50 Prozent des im Lebensmittelbereich genutzten Palmöls nachhaltig zertifiziert. Dieser Trend muss unbedingt weiter forciert werden.

Einen Verzicht auf Palmölimporte nach Deutschland, wie immer wieder gefordert, hält OVID dagegen nicht für zielführend. „Durch einen Boykott würde Deutschland seinen positiven Einfluss auf den Regenwaldschutz aufgeben, und Kleinbauern in Entwicklungsländern würden zusammen mit ihren Familien ihre Lebensgrundlage verlieren“, so die Überzeugung von Petra Sprick, Geschäftsführerin von OVID. Sinn macht es hingegen, wenn die Konsumenten durch ihre Einkaufsentscheidungen die Anstrengungen pro nachhaltig erzeugtem Palmöl fördern. Auskünfte über das Engagement von Lebensmittelherstellern bezüglich ökologisch und sozial verträglichem Palmölanbau sind über die jeweiligen Verbraucher-Hotlines oder -Websites der Unternehmen erfragbar.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Weltbevölkerung braucht Palmöl

Boykott-Aufrufe nicht sinnvoll

Weltbevölkerung braucht Palmöl

Grafik: Supress (No. 5604)

sup.- Es klingt löblich, wenn dazu aufgerufen wird, zum Schutz der tropischen Regenwälder nach Möglichkeit auf Lebensmittel mit der Zutat Palmöl zu verzichten. Global gesehen ist diese Empfehlung jedoch wenig sinnvoll, weil sie grundlegende soziale, ökologische und ökonomische Zusammenhänge ausblendet. Sehr viel realistischer formuliert deshalb auch die international anerkannte Umweltschutzorganisation Greenpeace ihre Forderung: „Wir sind nicht gegen Palmöl oder gegen die Palmölindustrie. Wir sind gegen Palmöl, das auf Plantagen angebaut wird, für die tropischer Regenwald oder Torfwälder vernichtet werden.“

Zu den Fakten: Ressourcen-effiziente Nutzpflanzen wie Ölpalmen, die einen hohen Ertrag pro Fläche erzielen, haben für die Ernährungsversorgung der Weltbevölkerung einen hohen Stellenwert. Palmöl gehört in vielen Ländern wie z. B. Indonesien, Indien und China zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Weltweit wird dieses wertvolle Pflanzenfett zu rund 73 Prozent als Nahrungsmittel verwendet, der industrielle Bedarf liegt bei ca. 27 Prozent.

In der Europäischen Union, die nach Zahlen des Verbandes der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) für das Jahr 2014 beim globalen Verbrauch von Palmöl auf einen Anteil von zwölf Prozent kommt, in Deutschland sind es zwei Prozent, sieht die Situation anders aus. Hier werden nur rund 54 Prozent des Palmöls für die Verarbeitung von Lebensmitteln genutzt und 46 Prozent für technische Prozesse z. B. zur Produktion von Kosmetika sowie Reinigungsmitteln, aber insbesondere auch zur Erzeugung von Biokraftstoffen. Laut der Nachhaltigkeitsverordnung der Bundesregierung darf Palmöl, das als Grundlage für Biokraftstoffe dient, ausschließlich von bereits landwirtschaftlich genutzten Flächen stammen, um zu verhindern, dass für den Anbau Regenwälder gerodet werden. Dennoch ist der Einsatz von pflanzlichen Fetten zur Produktion von Kraftstoffen äußerst umstritten.

Wegen seiner vielseitigen Eigenschaften wie hohe Wärmebeständigkeit, gute Geschmeidigkeit sowie lange Haltbarkeit und seines günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses ist Palmöl in der Lebensmittelbranche hingegen derzeit nahezu unersetzbar. Im Gegensatz zur Verwendung für Biokraftstoffe ist hier der Einsatz von nachhaltig erzeugtem zertifiziertem Palmöl nicht vorgeschrieben, sondern hängt von der jeweiligen Einkaufspolitik der Unternehmen ab. Durch ihre Kaufentscheidung können Konsumenten aber Einfluss darauf nehmen, dass Firmen sich verstärkt für nachhaltig gewonnenes Palmöl engagieren. Wie eine aktuelle Studie von Greenpeace ( www.greenpeace.de/themen/walder/musli-mit-bitterem-beigeschmack ) zeigt, gibt es in dieser Hinsicht bei den großen Markenherstellern noch erhebliche Unterschiede.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Wissenschaft Technik Umwelt

Palmöl-Verbrauch in Deutschland

Zwei Drittel sind nachhaltig zertifiziert

Palmöl-Verbrauch in Deutschland

Grafik: Supress

sup.- Deutschland ist vorbildlich im Hinblick auf die Bevorzugung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl. Zu diesem Ergebnis kommt eine u. a. von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) in Auftrag gegebenen Untersuchung durch Meo Carbon Solutions. Von den knapp 1,5 Mio. Tonnen Palmöl, die in Deutschland 2013 verwendet wurden, stammen gut zwei Drittel (68 Prozent) von landwirtschaftlich genutzten Flächen, für die soziale, ökologische und ökonomische Mindestanforderungen definiert wurden. Dazu zählen u. a. die Sicherung der Interessen von Kleinbauern sowie der Schutz der tropischen Regenwälder und der Biodiversität durch Kompensierungs- und Aufforstungsmaßnahmen.

Mehr als die Hälfte des in Deutschland insgesamt eingesetzten Palmöls entfallen aktuell auf den Energiesektor (Transport/Strom). Diese rund 750.000 Tonnen, die beispielsweise für die Produktion von Biodiesel verwendet werden, sind gemäß der Nachhaltigkeitsverordnung der Bundesregierung ausschließlich nachhaltig zertifiziert. Der zweitgrößte Einsatzbereich für Palmöl ist mit etwa 370.000 Tonnen die Lebensmittelbranche. Über 50 Prozent des in diesem Sektor genutzten Palmöls haben bereits eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung. Durch ihr Einkaufsverhalten können Verbraucher dazu beitragen, diesen Trend zu forcieren. Konsumenten sollten sich über die entsprechenden Hotlines bzw. Websites der jeweiligen Unternehmen über deren Engagement pro nachhaltig erzeugtem Palmöl informieren. Die Wertschätzung der Verbraucher für nachhaltig gewonnene Rohstoffe ist entscheidend, um die Einkaufspolitik von Unternehmen in diese Richtung zu beeinflussen.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de