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Zhejiang-Universität: Definition einer neuen internationalen Bildungsära

Zhejiang-Universität: Definition einer neuen internationalen Bildungsära

Der Konsens ist eindeutig. Javid, Maddelena und Xihang Wu berichten über ihre Erfahrungen im Studentenleben auf dem 2016 eröffneten Haining International Campus der Zhejiang University, der eine wegweisende Blaupause für die moderne Wissenschaft darstellt.

„Es ist einzigartig hier“, sagt der 23-jährige Javid aus Aserbaidschan, der sich im zweiten Jahr seines Masterstudiums in China befindet. „Bei der Errichtung des internationalen Campus wurde alles berücksichtigt. Die Einrichtungen sind modern und so gestaltet, dass sich das akademische und soziale Leben sehr gut ergänzt. Menschen von überall auf der Welt können sich hier zu Hause fühlen.“

Die Studenten verweisen auf eine riesige Bibliothek, ein Fitnessstudio, ein Musikzimmer, Lesesäle und ein wachsendes außeruniversitäres Netzwerk, während sie über die Vorzüge des Campus reden. Maddelena aus Italien, die chinesische Sprache und Kultur studiert, sagt: „Es ist sehr einfach hier zu leben, es wurde an alles gedacht.“

Das Gespräch wechselt zur Ausbildung und das Lob wird noch deutlicher. „Ich bin Chinese und hier an einer der besten Universitäten des Landes wegen der Doppelabschlussprogramme“, verrät Xihang. „Ich bin überzeugt, je größer die Herausforderung desto besser sind die Optionen. Dieser Campus bietet dafür jede Möglichkeiten. Ich habe das Gefühl, dass uns hier die Chance gegeben wird, unseren Träumen nachzujagen und künftig eine wichtige Rolle einzunehmen.“

Maddelena bestätigt ebenfalls, dass auch sie sich herausgefordert fühlt. „Wir sind hier in mehr Diskussionen involviert und lesen die Werke vieler verschiedener Gelehrter. Das ermöglicht es mir, eine breitere Debatte zu führen und meinen Ideen nachzugehen – und mich auf das Leben nach der Universität besser vorzubereiten.“

Bahnbrechende Partnerschaften mit einigen der weltweit führenden Universitäten tragen dazu bei, die Zhejiang-Universität zu einer der attraktivsten Universitäten Chinas für global ausgerichtete Bildungstalente in China zu machen. Auf dem internationalen Campus befinden sich das Urbana-Champaign-Institut der Zhejiang-Universität von Illinois und das Institut der Zhejiang-Universität von Edinburgh.

„Was wir Studenten anbieten, ist einzigartig – von den Studiengängen über die Ausbildung bis hin zur Wohnhochschule. Die Zusammenarbeit zwischen Spitzenuniversitäten und Internationalisierung ist ein völlig neues Bildungsmodell. Wir führen neue Ideen aus verschiedenen Kulturen in unserer Partnerschaft zusammen“, sagt Er“ping Li, Dekan des ZJU-UIUC-Instituts.

„Unsere Zusammenarbeit bildet eine Zwei-Universitäten-Partnerschaft für Studenten und Absolventen. Studenten können zwei Abschlüsse erreichen – einen von der ZJU und einen von der UoI. Gemeinsam haben wir neue Bildungsprogramme und -modelle entwickelt, die einzigartige Studiengänge hervorbringen. Die Zukunft ist herausfordernd. Nur ein Problem in einem Bereich zu lösen, reicht nicht länger aus. Man muss Zusammenhänge übergreifend verstehen. Unsere Studenten folgen einem solchen multidisziplinären Programm, das sie für künftige Anforderungen trainiert. „

„Studenten an der Zhejiang-Universität werden wahrscheinlich davon ausgehen, dass sie von Chinas wirtschaftlicher Stärke und Appetit nach Innovation profitieren können“, so Professor Susan Welburn, Executive Dean des Zhejiang University-Universität von Edinburgh.

„Wenn Studenten eine hochwertige Ausbildung in einer sicheren, dynamischen Umgebung wünschen und ein Innovator sein wollen, dann ist China ein wirklich interessanter Ort“, ergänzt sie. „Es gibt in ganz China Städteabkommen. Wenn Studenten im letzten Jahr oder in der postgradualen Ausbildung eine gute Idee haben, steht ihnen Geld zur Verfügung, ihrer Idee zu folgen, indem Sie dieses innovative Konzept nutzen. Für einen Großteil der hierher kommenden Studenten ist dies äußerst attraktiv und wir möchten ein Inkubator für die Entwicklung junger Menschen sein.“

Professor Welburn über die Möglichkeiten der Zhejiang-Universität: „Wenn ich als junger Mensch jetzt die Chance hätte, würde ich hier studieren! Die Gelegenheit, an zwei der besten Universitäten der Welt zu studieren und während des Studiums tiefgreifende Erfahrungen in einer anderen Kultur zu sammeln, ist meiner Meinung nach eine unglaubliche Chance – für Studenten, die sich in einem internationalen Umfeld engagieren wollen wie auch für internationale Studenten, die einen 4-jährigen Abschluss und eine intensive Erfahrung in China mit Mandarin-Kenntnissen erwerben möchten. Was soll daran nicht begeistern? Wenn man als Player an der globalen Innovation und Forschung mitwirken möchte, kann man den Aufstieg Chinas nicht ignorieren.“

Quelle: Zhejiang University

Mehr Informationen unter: www.zju.edu.cn/english/

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In Macau liegt Musik in der Luft: Mozart im Dom Pedro Theater, Fado im Mandarin Haus

In Macau liegt Musik in der Luft: Mozart im Dom Pedro Theater, Fado im Mandarin Haus

Das angestrahlte Dom Pedro V Theater während des International Music Festivals

Das österreichische Mozart Opera Institute zeigt Bastien und Bastienne im Dom Pedro V, dem ersten westlichen Theater Chinas. Portugiesischen Fado und kantonesische Erzähllieder gibt es im Haus des Mandarins, einem traditionellen chinesischen Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert. Zur 27. Auflage des International Music Festivals in Macau verzaubern bis 3. November führende Vertreter unterschiedlicher Musik-Genres ihre Zuhörer. Verschiedene der Aufführungen finden in UNESCO-Welterbestätten in der Altstadt der heute chinesischen Stadt mit dem Erbe zweier Kulturen statt. Aus Deutschland sind dieses Jahr die Dresdner Philharmoniker dabei. Gleichzeitig bietet das Festival jungen Künstlern aus Macau die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen.

Wo über vier Jahrhunderte östliche und westliche Kulturen friedlich aufeinander trafen, begegnen sich zum International Music Festival Künstler und ihre Darbietungen von klassischer Oper, Kammermusik bis zu Pop und experimentellen Klangwelten. Im Dom Pedro V, dem ersten westlichen Theater Chinas, präsentiert das österreichische Mozart Opera Institute des Meisters frühes Singspiel Bastien und Bastienne (13./14. Oktober). Das Dragon Quartet aus China mit den chinesischen Stars Ning Feng (Geige) und Qin Li-Wie (Cello) bietet dort Kammermusik im Feinsten (16. Oktober). Für moderne Klänge auf der traditionsreichen Bühne steht die norwegische Jazzmusikerin und Songwriterin Silje Nergaard mit ihrem Programm Unclouded (31. Oktober). Das Mandarin Haus, ein traditioneller chinesischer Gebäudekomplex mit mehreren Innenhöfen, ist Aufführungsort für portugiesischen Fado und Naamyam. Diese kantonesischen Erzähllieder wurden ursprünglich von blinden Künstlern dargeboten (24. bis 26. Oktober). Im Macao Cultural Centre sind Kyung-wha Chung, eine der weltweit führenden Violinisten (24. Oktober), und die Dresdner Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Michael Sanderling (27. Oktober) zu hören. Highlight zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe ist das Musical Miss Saigon (1. bis 3. November). Ausführliche Infos zu allen Aufführungen und Künstlern gibt es unter http://www.icm.gov.mo/fimm/27.

Das ehemals portugiesische und heute chinesische Macau hat sich zu einer der Boomtowns Asiens entwickelt. Neue Mega-Casinos und -Hotels mit facettenreicher Architektur, Showprogrammen und Shopping-Arkaden prägen die moderne Seite der Stadt. Gleichzeitig bewahrt sie ihr reiches historisches Erbe, das fernöstliche und europäische Kultur vereint, und in den Gebäuden, der Küche und dem Lebensstil der Menschen lebendig ist. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Nach rund 450 Jahren portugiesischer Anwesenheit hat Macau seit Dezember 1999 den Status eines mit weitgehender Autonomie ausgestatteten Sonderverwaltungsgebietes der VR China. Macau an der Südostküste der Volksrepublik China, am Ufer des Perlflusses. Es grenzt an die chinesische Provinz Guangdong und ist 145 Kilometer von dessen Hauptstadt Guangzhou (Kanton) und 70 Kilometer von Hongkong entfernt. Macau besteht aus einer Halbinsel gleichen Namens sowie den Inseln Taipa und Coloane.

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Kunst Kultur Gastronomie

Handlungsballette Béla Bartoks untersucht

Musikwissenschaftler Dr. Daniel Lebon analysiert in seinem Fachbuch (Verlag Dr. Köster) Bartoks Handlungsballette „Der wunderbare Mandarin“ und „Der holzgeschnitzte Prinz“

Handlungsballette Béla Bartoks untersucht

Béla Bartóks Handlungsballette in ihrer musikalischen Gattungstradition – Verlag Dr. Köster

Die Gattung Ballett ist in der Musikwissenschaft bisher eher stiefmütterlich behandelt worden, sogar die Tanzwerke von Beethoven oder Mozart wurden bislang kaum thematisiert. „In einem Seminar an der Universität habe ich Béla Bartoks Ballette kennengelernt und sie avancierten schnell zu meinen absoluten Lieblingsstücken dieser Gattung“, beschreibt der Musikwissenschaftler Daniel Lebon seine besondere Beziehung zu den Balletten „Der holzgeschnitzte Prinz“ und „Der wunderbare Mandarin“.

„Beide Ballette gehören zur Gattung des pantomimenbetonten Handlungsballetts, also zu einer Gruppe von Balletten, bei denen der pantomimische Anteil stärker gewichtet ist als der tänzerische“, erklärt Lebon. Die enorme Vielfalt kompositorischer Techniken, die hier eingesetzt werden, um die Handlung zu erzählen und voranzutreiben, fordert geradezu eine musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Werken heraus. „Mit meiner Arbeit möchte ich sowohl Zuschauern als auch Choreographen die Möglichkeit offerieren, an der musikalischen Handlung teilzuhaben und diese zu erleben“, beschreibt Daniel Lebon die Zielsetzung seiner Analysen.
Der Holzprinz hilft seinem Schöpfer
„Der holzgeschnitzte Prinz“ spielt in Bartoks Gesamtwerk interessanterweise eine ähnliche Rolle, wie die Figur des Holzprinzen in der Handlung des Balletts. Die Marionette verhilft seinem Schöpfer, dem Prinzen, zu seinem Ziel, nämlich die Liebe der Prinzessin zu gewinnen.
„Bartoks einzige Oper „Herzog Blaubarts Burg“ konnte nur deshalb aufgeführt werden, weil Bartok später dieses Werk komponierte. So verhalf sein „Prinz“ der Oper erst zur Uraufführung – nur schickte Bartok hier keine Marionette vor, sondern ein wahres Meisterwerk“, erläutert Lebon.

„Dirnen- und Zuhälterstück mit Orchestertamtam“
So berichtete die Presse vom denkwürdigen Skandal der Kölner Uraufführung des Balletts „Der wunderbare Mandarin“ im Jahr 1926. Die Geschichte eines Mädchens, das von drei Strolchen (Apachen) gezwungen wird Männer in ein ärmliches Vorstadtzimmer zu locken, damit diese dort ausgeraubt werden können, wurde im katholischen Köln wohl als so anstößig empfunden, dass der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer weitere Aufführungen der Tanzpantomime kurzerhand verbieten ließ. Die Kompromisslosigkeit des Werkes führte beim Publikum zu ähnlicher Verstörung wie 1913 die Aufführung von „Le Sacre du printemps“, von Igor Strawinsky in Paris.
Paris ist auch der Handlungsort des „Mandarin“ und in den ersten Minuten ist man umgeben von schrecklichem Lärm – und genau das war Bartoks Intention. „Bei seinem ersten Besuch in Paris (1905) war Bartok, der in ländlichen Gegenden aufgewachsen war, von diesem imposanten Lärm dermaßen beeindruckt, dass er nicht nur versuchte, diesen sofort in Notenschrift festzuhalten, sondern die musikalische Darstellung des Straßenlärms auch viele Jahre später seinem zweiten Ballett voranstellte“, beschreibt Daniel Lebon die Entstehungsgeschichte – mit Bartoks Worten „ein Höllenlärm, Gerassel, Geklirr, Getute“.
Nicht nur Bartok spricht von Apachen, wenn er die Handlung des Stückes beschreibt. Es war vielmehr eine damals übliche Bezeichnung von Personen, die sowohl mit Verbrechen als auch Prostitution in Verbindung gebracht werden konnten.
Von der Zensurliste ins Konzertprogramm
Da die Ballette lange auf Zensurlisten standen, wurden sie bis zur Zeit des Kalten Krieges kaum gespielt oder aufgeführt. Erst seit Mitte der 50er Jahre wird der „Mandarin“ fast jährlich neu inszeniert und auch „Der holzgeschnitzte Prinz“ erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Die realistische Tonmalerei des Großstadtlärms von Paris, die musikalische Charakterisierung der Figuren und die musikalische Darstellung einer komplexen Handlung finden heute offenbar ein größeres Verständnis als zur Entstehungszeit. In seinem Buch beschreibt Dr. Lebon detailliert die eingesetzten Techniken: Instrumente, Themen und Motive, Intervalle, Skalen und Harmonik, Rhythmik, Dynamik und Tempo sowie musikalische Charaktere. Zudem werden auch balletttypische Techniken, wie die „musique parlante“ oder das „air parlant“ besprochen. „Bei der „musique parlante“ beispielsweise zeichnet der Komponist phonologisch-phonetische Aspekte der Sprache nach, damit ein Dialog auch ohne Worte verstanden werden kann. Ein Frage-Antwort-Komplex lässt sich beispielsweise leicht an der Stimmhebung am Ende der Frage und der Stimmsenkung am Ende der Antwort erkennen; verwendet der Komponist bei Frage und Antwort zudem dasselbe musikalische Material, versteht jeder diese Allusion“, beschreibt der Autor eines der handlungsanalogen Stilmittel.
Zudem gibt es bei Bartok aber auch genuin neue Techniken. Sie sind insbesondere auf der Ebene der Intervalle, der Harmonien und der Skalen zu finden. Tatsächlich kann der Hörer der Musik weitaus mehr an Handlungsinformation entnehmen, als dies bei anderen Handlungsballetten der Fall ist. Diese konsequente Handlungsanalogie der Musik stellt Dr. Lebon in einer sehr anschaulichen Zusammenstellung dar, in der den Regieanweisungen Beschreibungen des jeweiligen musikalischen Geschehens zugeordnet werden. Weit über 100 Notenbeispiele veranschaulichen Motive, Variationen und kompositorische Techniken. So gilt „Der wunderbare Mandarin“ zurecht als das komplexeste Werk von Béla Bartok, in seiner musikalischen Dichte ist es kaum zu übertreffen. Lebons Buch führt den Leser anschaulich durch diesen Mikrokosmos.

Vor allem für die Tanzsprache prägend
Zwangsläufig stellt sich die Frage, inwieweit die Ballette stilprägend auf andere Komponisten oder Kompositionen gewirkt haben. „Meines Erachtens nicht, zumindest nicht, was die Gattung Ballett betrifft. Dass Bartoks „Mandarin“ von ungarischen Komponisten, etwa György Kurtag oder Peter Eötvös, definitiv studiert und rezipiert wurde, ist belegbar. Da die Ballette lange auf Zensurlisten standen, wurden sie aber bis zur Zeit des Kalten Krieges kaum gespielt oder aufgeführt. Die eigentliche Rezeption von Bartoks Balletten ist im Tanz zu suchen. Der Choreograph Aurel von Milloss entwickelte für die 1942er Aufführung des Mandarins in Mailand sogar eine vollkommen neuartige Choreographie mit einer ganz neuen Tanzsprache“, so Dr. Daniel Lebon abschließend.

Buch: „Daniel-Frédéric Lebon: Béla Bartoks Handlungsballette in ihrer musikalischen Gattungstradition“, Verlag Dr. Köster, Berlin, 396 Seiten, 29,80 EUR, ISBN 978-3-89574-810-3

5.530 Zeichen (ohne Leerzeichen). Abdruck honorarfrei – um ein Belegexemplar bzw. Link wird gebeten. Interviews mit dem Autor sind auf Anfrage über den Verlag möglich.

Über den Verlag Dr. Köster
Der Verlag Dr. Köster wurde 1994 von Dr. Hans-Joachim Köster in Berlin gegründet und veröffentlicht wissenschaftliche Schriften u.a. auch der Kulturwissenschaften. Verlagsschwerpunkte sind unter anderem die renommierten Buchreihen zur Sicherheitspolitik, Zeitgeschichte und zu Geheimen Nachrichtendiensten.

Der Verlag Dr. Köster (http://www.verlag-koester.de) wurde 1994 von Dr. Hans-Joachim Köster in Berlin gegründet und veröffentlicht wissenschaftliche Schriften. Verlagsschwerpunkte sind unter anderem die renommierten Buchreihen zur Sicherheitspolitik, Zeitgeschichte und zu Geheimen Nachrichtendiensten. Daneben stehen auch immer wieder Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft im Fokus.

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Augmented Reality: Eine schwere Sprache einfach lernen

Mandarin ist die Amtssprache von China, Taiwan und Singapur. Die meisten Menschen sprechen damit Hochchinesisch als Muttersprache. Gleichzeitig ist Chinesisch sehr schwer zu erlernen. Eine Anwendung vom Fraunhofer IDM@NTU erleichtert dies spielerisch. Zu erleben ist diese vom 14. bis 16. September beim Chinafest Nordrhein-Westfalen in der Kölner Innenstadt.

(ddp direct) (Köln/Darmstadt/Singapur) Mindestens 1.500 bis 2.000 Schriftzeichen muss man beherrschen, um im Chinesischen lese- und schreibfähig zu sein. Die Alltagssprache umfasst rund 5.000 Zeichen. Für Anfänger ist die Fülle der Zeichen aber nicht die einzige Hürde. Ebenso vielfältig ist die Aussprache. Um das Erlernen von Mandarin zu unterstützen, hat das Fraunhofer IDM@NTU in Singapur eine Lernlösung entwickelt.

Durch den Einsatz von Techniken der Erweiterten Realität (englisch Augmented Reality, kurz AR) ermöglichen die Forscher einen spielerischen Zugang zur Welt der chinesischen Schriftzeichen. Unsere Motivation war neben unseren eigenen Problemen beim Chinesisch Lernen die Eigenheiten der menschlichen Auffassungsgabe, sagt Professor Wolfgang Müller-Wittig, Leiter von Fraunhofer IDM@NTU. Menschen erinnern sich demnach nur zu zehn Prozent an das, was sie lesen, zu 30 Prozent an das, was sie als Bild sehen, aber zu etwa 90 Prozent an alles, was sie tatsächlich selbst tun.

Bei der AR-Lernanwendung soll der Lernende aktiv mit dem Wissen arbeiten. Aus einem Spielkartensatz mit Schriftzeichen sucht er sich eine aus und hält sie in die Kamera eines PCs, Tablets oder Smartphones. Als Überblendung des Kamerabildes wird auf dem Bildschirm die Bedeutung angezeigt. So erscheint dort zum Beispiel ein Auto. Zusätzlich kann er die Aussprache anhören und nachsprechen. Durch Hinzulegen einer zweiten Schriftzeichenkarte lassen sich weitere Wörter bilden. Zusätzlich wird demonstriert, wie die Linien in welcher Reihenfolge gezogen werden müssen. Auf einem vom iPhone bekannten Touch-Display lässt sich zudem das Schreiben des jeweiligen Symbols üben.

AR-Anwendungen entwickelt das Fraunhofer IDM@NTU vor allem im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Industrieunternehmen. Vom 14. bis 16. September 2012 zeigt es seine AR-Lernanwendung beim Chinafest Nordrhein-Westfalen in der Kölner Innenstadt.

Weiterführende Informationen:

http://innovisions.de/beitraege/am-anfang-war-das-schriftzeichen/
http://www.ccdc2012.de/node/8/lightbox2
http://www.fraunhofer.sg

Bildmaterial finden Sie unter: www.themenportal.de/pressemappe/FraunhoferIGD/bilder

Fraunhofer IDM@NTU

Seit dem Mai 2010 bildet das Fraunhofer Project Centre for IDM@NTU (Fraunhofer IDM@NTU) das neue Fraunhofer-Forschungszentrum in Singapur. Bereits 1998 gründete das Fraunhofer IGD zusammen mit der Nanyang Technological University (NTU) das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) auf dem Campus in Fernost. Das Projektzentrum ist eine direkte Schwester des Fraunhofer IGD. Beide Gründungsorganisationen setzten mit diesem Zentrum die erfolgreiche Tradition der Zusammenarbeit fort. In den Bereichen Visual Computing und Medientechnologie findet ein reger Austausch von Erfahrungen statt. Das Forschungsteam konzentriert sich auf Interaktive Digitale Medien (IDM). Hierzu zählt beispielsweise die Entwicklung von Softwarelösungen für moderne internetfähige Mobiltelefone. Das Forschungsspektrum wird durch die anderen Hauptfelder des Visual Computing abgerundet.

HINWEIS: Das Fraunhofer IGD, die weltweit führende Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing, hat in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Der Festakt unter dem Motto 25 Jahre visuell virtuell digital ist am 14. November 2012 in Darmstadt.

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/7i7hj2

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/it-hightech/augmented-reality-eine-schwere-sprache-einfach-lernen-66921

Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Hierzu zählen Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.

Das Fraunhofer IGD entwickelt Prototypen und Komplettlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD verwenden, erfassen und bearbeiten Bilder und Graphiken für alle denk-baren computerbasierten Anwendungen.

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in der Wirtschaft. Das Anwendungsspektrum der Konzepte, Modelle und Praxislösungen ist sehr vielfältig aber auch spezialisiert. Es reicht von der Virtuellen Produktentwicklung über Medizin, Verkehr bis hin zu multimedialem Lernen und Training.

Gemeinsam mit seinen Partneruniversitäten forscht das Fraunhofer IGD an verschiedenen Schlüsseltechnologien und arbeitet mit Unternehmen unterschiedlichster Industriesektoren zusammen. Das Fraunhofer IGD hat neben dem Hauptsitz in Darmstadt weitere Standorte in Rostock, Graz und Singapur. Es beschäftigt mehr als 200 (vollzeitäquivalente) feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 16 Millionen Euro.

Kontakt:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Konrad Baier
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
+49 6151 155-146
konrad.baier@igd.fraunhofer.de
www.igd.fraunhofer.de