Tag Archives: Einkaufsverhalten

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Nachhaltige Erzeugung ist besser als Palmöl-Verzicht

Wie wir beim Einkauf den Tropenwald schützen können

Nachhaltige Erzeugung ist besser als Palmöl-Verzicht

Foto: stock.adobe.com / olezzo (No. 6100)

sup.- Palmöl spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung zahlreicher Waren für den täglichen Gebrauch. Ob Waschmittel oder Lippenstift, ob Süß- oder Wurstwaren – die Verarbeitungsprozesse der unterschiedlichsten Produkte basieren auf den speziellen Eigenschaften dieses Rohstoffs. Schätzungen zufolge enthält rund die Hälfte eines typischen Supermarkt-Sortiments in Deutschland Palmöl. Damit rücken natürlich auch bei den hiesigen Verbrauchern und Umweltverbänden die Umstände seiner Erzeugung in Südost-Asien oder Afrika in den Fokus. Um die Rodung von Tropenwäldern für unkontrollierte Anbauplantagen zu verhindern, gibt es mittlerweile anerkannte Zertifizierungssysteme für verantwortungsvoll gewonnenes Palmöl. „Wir setzen uns hierzulande, aber auch auf EU-Ebene dafür ein, dass agrarische Rohstoffe wie Palmöl nachhaltig erzeugt werden“, erläutert der Parlamentarische Staatssekretär Michael Stübgen vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): „Unser Bedarf an dem wertvollen Pflanzenöl darf nicht dazu führen, dass kostbare Naturwaldflächen abgeholzt werden, Brandrodungen verheerende Waldbrände auslösen oder Landrechte indigener und anderer Bevölkerungsgruppen verletzt werden.“

Das BMEL unterstützt deshalb die Aktivitäten der Gemeinschaftsinitiative „Forum Nachhaltiges Palmöl“, die sich in enger Zusammenarbeit mit den Erzeugerländern für nachhaltige Anbauverfahren und faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Herstellungs- und Lieferkette einsetzt. Den Erfolg dieser Initiative können auch die deutschen Verbraucher Tag für Tag durch ihr Einkaufsverhalten beeinflussen: Jeder Kauf eines zertifizierten Produktes ist ein kleiner Schritt zu dem erklärten Ziel des Forums, dass bis zum Jahr 2020 in Deutschland ausschließlich nachhaltig erzeugtes Palmöl verwendet wird. In der Lebensmittelbranche ist man dieser Vorgabe mit einem aktuellen Anteil von 85 Prozent bereits nahegekommen. Und der weitere Ausbau dieser zertifizierten Produkte hilft dem Tropenwald nach Auskunft des Ernährungs- und Landwirtschaftsministeriums auch wesentlich mehr als beispielsweise ein bewusster Verzicht auf Palmöl: „Aus Sicht des BMEL ist die Substitution von Palmöl durch andere pflanzliche Öle und Fette wie Kokos oder Soja grundsätzlich keine geeignete Antwort auf die Herausforderungen, da damit die Probleme lediglich verlagert oder abhängig von den jeweiligen Erzeugungsstandards sogar verschlimmert werden könnten.“ Der Grund für diese Befürchtung: Alle Alternativen benötigen wesentlich größere Anbauflächen, da im direkten Vergleich die Ölpalme die ertragreichste und damit flächeneffizienteste Ölfrucht ist.

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Kakao-Produktion unter fairen Bedingungen

Einkaufsverhalten der Verbraucher hat Einfluss

Kakao-Produktion unter fairen Bedingungen

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sup.- Der Anteil von Produkten mit nachhaltig erzeugtem Kakao am Gesamtmarkt in Deutschland steigt kontinuierlich an. Davon profitieren vor allem die Menschen in den Anbauländern. Denn je mehr Verbraucher sich hierzulande für den „fairen“ Einkauf zertifizierter Ware entscheiden, desto eher werden sich die Lebensbedingungen der Kakaobauern und ihrer Familien vor Ort verbessern. Zu den wichtigsten Ansprüchen eines nachhaltigen Anbaus zählt beispielsweise, dass der wahre Preis für günstige Süßwaren nicht etwa in Kinderarbeit oder schwerwiegenden Umweltsünden auf den Plantagen besteht. Die deutschen Verbraucher tragen durch ihr Einkaufsverhalten dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Noch im Jahr 2011 waren nur drei Prozent der Süßwaren, die über die Ladentheke gingen, mit nachhaltig produziertem Kakao hergestellt worden. Bereits 2017 lagen die zertifizierten Waren bei 55 Prozent. Und bis zum Jahr 2020 wird ein Anteil von 70 Prozent erwartet, so die Prognose des Forums Nachhaltiger Kakao e. V., einem Zusammenschluss von Bundesministerien, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie dem Lebensmittelhandel und der Süßwarenindustrie.

Diese breite gesellschaftliche Kooperation hat es erst möglich gemacht, dass das Thema Nachhaltigkeit bei den Süßwaren-Kunden innerhalb weniger Jahre auf eine so hohe Akzeptanz stoßen konnte. Und ebenfalls nur durch die Allianz der verschiedenen Beteiligten können heute die kakaoproduzierenden Familien und ihre Kooperativen in den Anbauländern langfristig unterstützt werden. So hilft das Projekt PRO-PLANTEURS des Kakaoforums seit einigen Jahren, Familienbetriebe in der westafrikanischen Elfenbeinküste zu professionalisieren sowie den Kakaoanbau dort attraktiver und auskömmlich zu machen. Vor allem den Frauen wird die Möglichkeit geboten, ein höheres Einkommen zu erzielen und durch eine ausgewogenere Ernährung die Lebenssituation der ganzen Familie zu verbessern. Direkte Beratung und Schulungen zu Anbautechniken, betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Gesundheitsvorsorge bilden ein weiteres Element, mit dem sich PRO-PLANTEURS für die Kakao-Produzenten engagiert. Wer Näheres über die Fortschritte dieser Initiative erfahren möchte, findet ausführliche Informationen unter www.kakaoforum.de.

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Eltern geben mehr aus, als sie sollten

Repräsentative Studie: Jedes dritte Elternteil in Deutschland fühlt sich unter Druck gesetzt, mehr für die Kinder auszugeben, als sie sich leisten können / Akzeptanz für den Konsum auf Kredit wächst deutlich

Eltern geben mehr aus, als sie sollten

Eltern unterliegen einem sozialen Druck, der sie dazu bringt, mehr Geld für ihre Kinder auszugeben, als sie sich leisten können. Das ist ein Ergebnis des aktuellen European Consumer Payment Report von Intrum, an dem 24.401 europäische Konsumenten – davon 1.044 aus Deutschland – teilgenommen haben. In diesem Jahr untersuchte der Report unter anderem die Hintergründe, weshalb Konsumenten über ihren Verhältnissen leben.

In Zahlen ausgedrückt hat fast jedes dritte befragte Elternteil (30 Prozent) in Deutschland im vergangenen Jahr sozialen Druck erfahren, etwas für ihre Kinder zu kaufen, das sie sich eigentlich nicht leisten konnten. Bei jungen Eltern zwischen 18 und 34 Jahren deckte der Report auf, dass sie besonders gefährdet sind, mehr auszugeben, als das Haushaltsbudget hergibt. So lag der Anteil in dieser Altersgruppe mit 52 Prozent deutlich höher. 87 Prozent der insgesamt betroffenen Eltern haben dem Druck auch nachgegeben und vor allem Markenkleidung, gefolgt von Spielkonsolen, Schuhen, Reisen, Computern und Smartphones für ihre Kinder gekauft. Dies sind 26 Prozent aller Eltern.

„Unsere Analyse zeigt, dass eine gefährdete Gruppe unserer Gesellschaft sozialem Druck ausgesetzt ist, der zu einer ungesunden langfristigen Verschuldung führen kann. Bei den vielfältigen in der heutigen Zeit möglichen Zahlungsoptionen , müssen wir mehr tun, um Vertrauen zu schaffen und jede neue Generation zu schulen, wie man nachhaltig konsumiert,“ sagt Mikael Ericson, CEO von Intrum.

Soziale Medien verleiten ebenfalls
Auch die sozialen Medien üben Druck auf den modernen Verbraucher aus, mehr zu konsumieren, als man sollte oder überhaupt notwendig ist. Und das betrifft nicht nur Eltern oder junge Menschen. Fast ein Viertel (24 Prozent) der Deutschen stimmen der Aussage zu.

Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass es deutliche Anzeichen dafür gibt, dass der Konsum auf Kredit immer mehr steigt. „Es scheint mehr und mehr Normalität zu werden, auf Kredit zu kaufen. Wir sehen eine hohe Akzeptanz“, sagt Jürgen Sonder, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Intrum Justitia in Deutschland. Vier von zehn (41 Prozent) der Deutschen geben an, dass es in Ordnung sei, Konsumgüter wie Fernseher oder Computer auf Kredit zu kaufen. Dieser Wert ist stark angestiegen im Vergleich zu 2016 (35%) und 2015 (20%).

„Die Aufnahme und Gewährung von Krediten ist eine Voraussetzung für eine wachsende Wirtschaft. Gleichzeitig zeigt unsere Analyse, wie wichtig es ist, dass das System auch für alle involvierten Parteien vorteilhaft ist,“ unterstreicht Mikael Ericson.

Über den European Consumer Payment Report 2017
Der European Consumer Payment Report wurde als Monitoring-Instrument erstmals 2013 publiziert. 2017 beteiligten sich 24.401 Verbraucher im Alter zwischen 18 und 65 Jahren in 24 europäischen Ländern. Die Daten im European Consumer Payment Report wurden im September 2017 erhoben und beleuchten den Umgang mit Finanzen in den befragten Haushalten.

Zu den Ergebnissen der Studie:
Den kompletten European Consumer Payment Report können Sie hier abrufen: https://www.intrum.com/de/de/ueber-uns/unsere-studien/european-consumer-payment-report/

Über Intrum Justitia und Lindorff
Am 27. Juni 2017 entstand durch den Zusammenschluss von Intrum Justitia und Lindorff der branchenführende Anbieter von Credit Management Lösungen. Lindorff wurde 1898 gegründet und bietet Dienstleistungen rund um das Forderungsmanagement, den Forderungskauf sowie Zahlungs- und Abrechnungsdienste an. Intrum Justitia wurde 1923 gegründet und bietet Lösungen für das Credit- und Forderungsmanagement mit dem Ziel, den Cashflow und die Rentabilität der Kunden nachhaltig zu verbessern. Der Zusammenschluss von Intrum Justitia und Lindorff bedeutet eine lokale Präsenz in 23 europäischen Märkten und ein Team von rund 8.000 Mitarbeitern, die sich für eine gesunde Wirtschaft einsetzen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden. Intrum Justitia AB ist im Nasdaq Stockholm gelistet. Weitere Informationen finden Sie unter unter www.intrum.com oder www.lindorff.com

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50 Tipps und Empfehlungen zur WEBSEITEN-OPTIMIERUNG

Mit umfangreichem Kostenlosen Download

So werden Sie gefunden – die Homepage spielt eine Hauptrolle bei dieser Aufgabe, die Website ist im modernen Marketing einer der zentralen Faktoren im On- wie Offline-Handel
Ich kam, sah und kaufte: Auf eine solche Quintessenz lässt sich häufig das Einkaufsverhalten von Online-Shoppern komprimieren.

Wer als Anbieter nicht gesehen wird – und das heißt in Zukunft vor allen Dingen: wer nicht online gesehen wird – kann auch keine Käufer auf seiner Homepage, seinem Online-Shop oder in seinem stationären Outlet erwarten.

Immer mehr Kunden recherchieren auch vor einem lokalen Geschäftsbeuch online, ob die Ware, die gesucht wird, in diesem entsprechenden Unternehmen bzw. Ladenlokal auch vorhanden ist. Deshalb ist eine vernünftige Präsenz im Web schon einmal die halbe Miete. Wer sich nicht zeigt, wird auch nicht gesehen, bei dem wird auch nicht gekauft.

Zudem erleben wir einen totalen Wandel der Marketingkommunikation – vom Monolog zum Dialog. Oder anders ausgedrückt: Der Kunde möchte selbst aktiv werden können und nicht unbedingt eine permanente Dauerberieselung durch Werbung von allen möglichen Anbietern erfahren. Er geht selbstständig zu seiner gewünschten Zeit in´s Netz und sucht sich passende Informationen – das ist dann für ihn weniger Werbung als viel mehr Unterhaltung, Unterrichtung, Information, Erlebnis, …

Galt früher im Marketing allgemein die Formel A.I.D.A. (= Attention – Interest – Desire – Action), so gilt heute immer mehr O.P.E.N. (= On demand – Personal – Engaging – Networks), anders ausgedrückt bedeutet das nichts anderes, als dass im früheren Marketing einseitig von den Unternehmen auf die Werbetrommel gehauen wurde, heute ist es jedoch so, dass die potenziellen Kunden zwar offen für Werbung sind, aber diese nur dann empfangen wollen, wenn es ihnen gerade passt und das auch möglichst on demand. Außerdem muss das Ganze auch noch sehr persönlich und engagiert sein.

Das alles geht prinzipiell nur über das Netz, denn dort kann die entsprechende Werbung auf den Webseiten, in den Sozialen Medien usw. für den suchenden Kunden vorgehalten bzw. ihm beim Besuch auf entsprechenden Seiten eingespielt werden. Massenmarketing wird durch Dialogmarketing ersetzt.

Deshalb steht die Webseite immer mehr im Mittelpunkt der werblichen Aktivitäten: sie sollte modern, schnell und responsive, also für alle Geräte-Typen automatisch angepasst sein. Da wird es denn schon mal nötig, einen Relaunch oder doch zumindest eine Optimierung vorzunehmen. Dabei sind folgende Überlegungen von besonderer Wichtigkeit:
1. Die richtige Technik ist wertvoller als eine „besondere“ Gestaltung
2. Design-Trends werden allgemein überbewertet, neuesten gestalterischen Trends muss man nicht unbedingt folgen.
3. Nur wenn Probleme durch Designänderungen gelöst werden können, sollte man sie auch ansetzen.
4. Die Praktikabilität steht im Vordergrund: der potentielle Kunde will es leicht und schnell.
5. Eine neue Technik, die entscheidende Verbesserungen bringt, kann aber einen kompletten Relaunch erzwingen.
6. Altmodisch ist nicht unbedingt schlechter, eine in modernem Design gestaltete Webseite ist nicht zwangsläufig besser als eine alte.
7. Es ist sinnvoll, ja erforderlich, kontinuierlich an der Webseite zu arbeiten, permanent kleine Optimierungen vorzunehmen.
8. Content, also Inhalte, müssen vorgehalten, also vor-entwickelt werden, um dann bei passender Gelegenheit sofort zum Einsatz zu kommen.

Wichtig ist vor allen Dingen, das die Inhalte der Webseite, des Shops ständig auf dem neuesten Stand sind, dass Überholtes entfernt wird und aktuelle Daten, Informationen und Offerten auch eingesetzt werden. Dazu gehört auch dringend ein responsives Design.

In einer kostenlosen Studie bietet die UEC|Ulrich Eggert Consult + Research, Köln, über 50 Hinweise und Tipps, wie die Webseiten des Off- wie Online-Handels optimiert werden können. Dazu mehr auf
www.ulricheggert.de/kostenlosestudien

Die Ulrich Eggert Consult + Research, Köln, wurde zu Anfang 2007 von Ulrich Eggert in Köln nach über 32 jähriger Tätigkeit bei der ehem. BBE-Unternehmensberatung GmbH, Köln, davon mehr denn 13 Jahre als Geschäftsführer, gegründet. Ulrich Eggert setzt heute als freiberuflicher Unternehmensberater, Referent, Moderator und Organisator von Veranstaltungen sowie als Trend- und Zukunftsforscher und Autor von Studien und Fachbüchern seine erfolgreiche Tätigkeit für Handel/Handwerk, Industrie und Dienstleistung fort.
Seine Tätigkeitsfelder sind u. a.:

— Trend und Zukunftsforschung
— Markt- und Handelsforschung
— Strategie-Beratung, Portfolio-Entwicklungen
— Duedilligence
— moderierte Workshop-Beratungen
— Absatzplanungen, Machbarkeits-Studien.
Seine Arbeitsthemen umfassen die

— Entwicklungen in Konsum und Gesellschaft
— Zukunft von Handel und Distribution/Vertrieb
— Versand-/Distanzhandel, E-Commerce und Multi-Channel-Retailing
— Innovationen und Innovationsmanagement
— Neue Geschäftmodelle und Formate
— Neu Vertriebsstrategien
— Kooperation, Systembildung und Franchising
— Vertikalisierung und Direktvertrieb
— Marke und Markenpolitik
— Virtualisierung von Unternehmen.

Vorträge und Workshops/Veranstaltungen zu diesen Themen runden sein Leistungsprogramm ab. Bisher über 40 Veröffentlichungen in Form von Multi-Client-Studien und Büchern dazu, verzeichnet auf seiner Homepage, zeigen seine umfassende Erfahrung auf diesen Gebieten. In den Jahren 2008- heute erschienen bisher im Eigenvertrieb folgende Studien:
+ LUXUSVERTRIEB,
+ FUTURE DISCOUNT,
+ MAIL ORDER 2015,
+ HANDELS- UND VERTRIEBSINNOVATIONEN,
+ KONSUM(ENT) UND HANDEL,
+ DIE ZUKUNFT DER BAU- UND HEIMWERKERMÄRKTE,
+ DIE ZUKUNFT DER GEWERBLICHEN VERBUNDGRUPPEN,
+ HANDEL 2020 – WEGE IN DIE ZUKUNFT,
+ HANDEL UND MARKE
+ KOOPERATION IM VERTRIEB
+ VERTIKALISIERUNG IM VERTRIEB
+ MEGATRENDS 2020: HANDELSTRENDS
+ KOSTEN SENKEN MIT SYSTEM
+ NEUE HANDELSFORMATE – NEUE VERTRIEBSKONZEPTE
+ FOKUS HANDEL
+ B2B-VERTRIEBSTRENDS
+ MÖEBEL 2020: HANDEL & VERTRIEB
+ LUXUS: MÄRKTE & VERTRIEB
+ WACHSTUMSPAKET HANDEL: 3 Studien zu Wachstumsstrategien im Handel
+ MEGATRENDS HANDEL II – TRENDUPDATE 2025/30
+ 4.0 – DIE DIGITALE REVOLUTION
+ HANDEL & INTERNET
+ VERBUNDGRUPPEN & INTERNET
+ INDUSTRIE, LIEFERANTEN & INTERNET
+ GESCHÄFTSMODELLE & FORMATE IM B2C ONLINE-HANDEL
+ (QUALITATIVE) HANDELS- UND VERTRIEBSTRENDS – ALL ABOUT
DIGITALISIERUNG, INTERNET, E-COMMERCE & CO.
+ ZUKUNFT E-COMMERCE B2C – QUANTITATIVE ENTWICKLUNGEN 2020/25/30
+ 3-D-DRUCK – CHANCEN & ENTWICKLUNGEN
+ LANGFRISTIGER WANDEL IM HANDEL
+ MÖBEL & WOHNEN 2025/30
+ DIGITALES MARKETING (BAND I)
+ DIY 2025/30
+ DIGITALES MARKETING (BAND II)
+ ZUKUNFT STATIONÄRER HANDEL 2030 Band I
+ ZUKUNFT STATIONÄRER HANDEL 2030 Band II
sowie zum Bezug über den Buchhandel oder direkt beim Verlag das „KURSBUCH UNTERNEHMENSFÜHRUNG“, ISBN 978-3-8029-3422-3; „ZUKUNFT HANDEL“, ISBN 978-3-8029-3855-09 sowie „KOSTEN SENKEN!“, ISBN 978-3-8029-3847-4, alle im Walhalla-Fachverlag, Regensburg. Details zu allem auf www.ulricheggert.de Hier finden Interessenten direkt unter www.ulricheggert.de/kostenlosestudien auch über 50 aktuelle Kurz-Studien zum kostenlosen Download.

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Wissenschaft Technik Umwelt

Verantwortungsvoller Konsum

Bei Schokolade stehen die Chancen gut

Verantwortungsvoller Konsum

Foto: Fotolia / hansgeel (No. 5868)

sup.- 90 Prozent der Deutschen sagen laut Informationen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz Ja zum verantwortungsvollen Konsum. Richtschnur ihres Einkaufsverhaltens sind diesem Lippenbekenntnis zufolge nicht nur die Kriterien gut und günstig, sondern auch moralische Aspekte wie der Einsatz von nachhaltig hergestellten Rohstoffen zu sozial fairen Bedingungen. Soweit zur Theorie, in der Praxis, also beim tatsächlichen Einkauf, dominiert bei der Mehrheit jedoch bekanntlich vor allem der Preis bei der Entscheidung.

Stellvertretend für die Diskrepanz von Verbraucheranspruch und Kaufverhalten sei an dieser Stelle ein Beispiel aus der Lebensmittelbranche genannt, auf deren Produkte kaum jemand gerne verzichtet. Beim Kauf von schokoladenhaltiger Ware achten nach Auskunft des „Forum Nachhaltiger Kakao“ lediglich acht Prozent der Konsumenten darauf, ob für die Herstellung nachhaltig zertifizierter Kakao verwendet wurde. Dem eher geringen Interesse auf Verbraucherseite steht dagegen in dieser Branche ein hohes Engagement seitens der Süßwarenhersteller gegenüber. Das bestätigt die Bundesregierung, die das „Forum Nachhaltiger Kakao“ im Jahr 2016 als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet hat. Der Gemeinschaftsinitiative, die 2012 gegründet wurde, gehören mittlerweile über 70 Mitglieder aus der Schokoladen- und Süßwarenindustrie, dem Lebensmittelhandel, Nichtregierungsorganisationen sowie standardsetzende Vereinigungen (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ Certified) an.

Ziel des Forums ist es, die Lebensumstände der Kakaobauern, insbesondere durch Förderung von Kakaobäuerinnen und jungen Bauern, zu verbessern, die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität in den Anbauländern (vor allem in West- und Zentralafrika) zu schonen bzw. zu erhalten sowie den Anteil an nachhaltig erwirtschaftetem Kakao zu erhöhen. Auf dem Weg zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ambitionen ist das Forum schon gut vorangekommen. Mittlerweile stammen 57 Prozent des von den Forumsmitgliedern verwendeten Kakaos aus nachhaltigem Anbau. Dieser Anteil soll bis 2020 auf 70 Prozent erhöht werden. Mitglieder mit Vorreiterfunktion wie Ferrero, Lindt & Sprüngli oder Nestle streben bis spätestens 2020 sogar den ausschließlichen Einsatz von entsprechend zertifiziertem Kakao an.

Fazit: Verantwortungsvoller Konsum ist z. B. bei Schokoladenprodukten schon heute möglich. Am mangelnden Angebot liegt es jedenfalls nicht, wenn die Verbraucher ihre theoretischen Ansprüche in der Praxis nicht umsetzen. Welche Unternehmen aus der Süßwarenbranche dem engagierten Forum angehören, können Konsumenten unter www.kakaoforum.de erfahren.

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Einkaufsverhalten von Frauen und Männern

1-Click-Bestellung oder Shopping mit Stilberatung

Einkaufsverhalten von Frauen und Männern

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sup.- Die Bandbreite der Einkaufsmöglichkeiten vom kleinen Ladenlokal bis zur großen Internet-Plattform ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Ebenso vielfältig sind die Wege, auf denen Hersteller und Händler ihre Kunden ansprechen. Multi-Channel-Marketing lautet der Terminus für diese Werbung, die flexibel die ganze Klaviatur von klassischen Anzeigen bis zur Social-Media-Präsenz bespielt. Da wundert es nicht, dass auch das Einkaufsverhalten der Verbraucher mittlerweile so facettenreich wie nie zuvor ausfällt. Ob die Getränke vom Discounter und die Garderobe vom Online-Shop bezogen werden oder umgekehrt, ob das Einkaufserlebnis bei vorkonfigurierter 1-Click-Bestellung wenige Sekunden oder beim ausgiebigen Stadtbummel mehrere Stunden dauert: Shoppen ist heute eine höchst individuelle Angelegenheit, bei der persönliche Vorlieben ausschlaggebend sein dürfen.

Was sich durch die Wahlfreiheit nicht geändert hat, ist das grundsätzlich verschiedene Einkaufsverhalten von Frauen und Männern. Während viele Frauen beispielsweise das Shoppen als Freizeitvergnügen betrachten und sich gerne vom Angebot zu Spontankäufen inspirieren lassen, betreten die meisten Männer Geschäfte mit einem klaren „Jagdziel“ und gehen anschließend mit der Beute möglichst schnell wieder nach Hause. Aber beide Geschlechter haben gelernt, die neuen Optionen jeweils für ihre bevorzugte Vorgehensweise zu nutzen. So zeigt eine aktuelle GfK-Studie, dass sich die Frauen auch fürs Online-Shopping mehr Zeit nehmen und dass Männer gerade beim Kauf von Kleidung der digitalen Warenflut skeptisch gegenüberstehen. Interessanterweise sind es aber in der Mehrzahl Männer, die die relativ neue Option des „Curated Shopping“ mit persönlicher Beratung durch Stil-Experten in Anspruch nehmen. Offensichtlich deshalb, weil viele Herren bei der Wahl des richtigen Outfits alleine eher überfordert sind.

Dieser wandlungsfähige Umgang der Kunden mit den Einkaufsoptionen setzt natürlich voraus, dass die Hersteller und Händler ebenso kreativ entsprechende Alternativen entwickeln und anbieten dürfen. In dieser Hinsicht ist Deutschland allerdings oft nur Nachzügler, weil das Bundeskartellamt den Vertrieb von Produkten genau dort reglementieren und normieren möchte, wo eigentlich innovative und individuelle Lösungen gefragt sind. Die Behörde mischt sich ein, wenn ein Hersteller seine Produkte z. B. nur über Fachgeschäfte oder nur über ausgewählte Online-Shops vertreiben möchte. Sie droht mit Sanktionen, wenn der Mehraufwand des stationären Einzelhandels für Personal und Geschäftsräume mit Rabatten belohnt werden soll. Und gegen gemeinsame Vertriebsmodelle verschiedener Produkte, die einen niedrigeren Endverbraucherpreis ermöglichen, gehen die Wettbewerbshüter ohnehin vor. Verbraucherfreundliche Service-Ideen können in solch einem Klima nur schwer entstehen, eher ein gleichförmiges „Discountry“ mit behördlichen Preisvorgaben, meint der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel, Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Er sieht die erreichte Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten durch die Amts-Aktivitäten bedroht: „Wir haben heute die fatale Situation, dass der Wettbewerb gegen das Kartellamt verteidigt werden muss.“

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Nachhaltiger Kakao wird marktbeherrschend

Beispielhafte Initiative zur Förderung öko-sozialer Kriterien

Nachhaltiger Kakao wird marktbeherrschend

Foto: A. Brendel / Rainforest Alliance (No. 5616)

sup.- Fast alle Menschen lieben Schokolade. Immer wichtiger wird ihnen beim Genuss der süßen Verführung jedoch, dass deren wichtigste Zutat, der Kakao, unter fairen öko-sozialen Kriterien erwirtschaftet wird. Diese Voraussetzung erfüllen immer mehr zumindest der in Deutschland verkauften Süßwaren. Zu dieser Entwicklung hat entscheidend das im Jahr 2012 gegründete „Forum Nachhaltiger Kakao“ beigetragen. Zu den Mitgliedern gehören Unternehmen der Süßwarenindustrie, des Lebensmittelhandels, Nichtregierungsorganisationen sowie standardsetzende Vereinigungen (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ Certified).

Das Engagement dieser Initiative hat dazu geführt, dass der Anteil an nachhaltig zertifiziertem Kakao in den auf dem deutschen Markt erhältlichen Süßwaren von mageren drei Prozent im Jahr 2011 auf heute knapp 50 Prozent bei den Mitgliedern sowie ca. 40 Prozent bei den sonstigen Unternehmen gestiegen ist. Namhafte Mitglieder mit Vorreiterfunktion wie Ferrero, Lindt, Mars und Nestle werden laut den erklärten Zielen ihrer Einkaufspolitik spätestens ab dem Jahr 2020 ausschließlich nachhaltig gewonnenen Kakao für ihre Produkte nutzen.

Das „Forum Nachhaltiger Kakao“ ( www.kakaoforum.de ), das als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ausgezeichnet worden ist, setzt sich für nachhaltiges Wirtschaften über die gesamte Wertschöpfungskette ein. Zu den zentralen Aufgaben zählt dabei, die Lebenssituation der Kakaobauern und ihrer Familien zu verbessern. Hierbei steht insbesondere die Unterstützung von Kakaobäuerinnen im Mittelpunkt, die einen großen Teil ihres Verdienstes für Ausgaben in Ernährung sowie Bildung ihrer Kinder verwenden und deshalb einen hohen Stellenwert im Kampf gegen missbräuchliche Kinderarbeit haben. Im Rahmen eines Pilotprojektes (PRO-PLANTEURS) fördert das Forum gemeinsam mit der ivorischen Regierung 12.000 Kakaobauern durch effektive Trainingsmaßnahmen im nachhaltigen, ressourcenschonenden Kakaoanbau, in wirtschaftlicher Betriebsführung und Verbesserung ihrer Ernährung. Damit leistet das Forum einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet worden sind: die Forcierung von nachhaltigem Konsum sowie nachhaltigem Wirtschaften und der weltweiten Bekämpfung von Armut. Jeder Verbraucher kann im Kleinen durch sein Einkaufsverhalten dazu beitragen, diese Zielsetzungen zu unterstützen, indem er Wert darauf legt, dass bei Produkten Rohstoffe verwendet werden, die unter öko-sozialen Kriterien erwirtschaftet werden.

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Internet E-Commerce Marketing

Cintellic-Studie: Digital Consumer 2016

Wissen, was der digitale Konsument von Unternehmen erwartet

Cintellic-Studie: Digital Consumer 2016

http://www.cintellic.com/Studie-Digital-Consumer-2016/

Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen ein besseres Verständnis für ihre Kunden gewinnen. Nur so können sie dem richtigen Konsumenten das richtige Angebot zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal zukommen lassen. Diese voranschreitende Kundenzentrierung ermöglicht es Unternehmen, ihren Kunden echte Mehrwerte zu bieten und sich so von ihren Wettbewerbern abzuheben.

Durch die fortschreitende Digitalisierung, technische Innovation und die generelle Weiterentwicklung im datengetriebenen Marketing ist genau diese stärkere Fokussierung auf die Interessen und Bedürfnisse des Kunden möglich. Doch wie wird dieses Engagement von den Verbrauchern wahrgenommen und genutzt? Wie hoch ist die Bereitschaft, persönliche Daten weiterzugeben? Und wie schätzen Konsumenten die tatsächlichen Mehrwerte ein? Mit diesen Fragen hat sich das Beratungshaus Cintellic gemeinsam mit dem Partner defacto research & consulting GmbH in einer umfassenden Online-Umfrage beschäftigt. In der Studie wurden 1.100 Kunden in Deutschland befragt, wie sie zu den Kernthemen Online-Werbung, Mobile-Advertising und Omnichannel stehen.

Wissen, was der digitale Konsument von Unternehmen erwartet

Wie tickt der digitale Konsument in puncto Online-Werbung und Personalisierung? Wie groß ist die Akzeptanz der Konsumenten für neue On-/ Off-Servicekonzepte im Handel? Wie attraktiv ist „mobile“? Erfahren Sie in dieser Studie mehr darüber wie und in welcher Form die Konsumenten den mobilen Dialog und Mobile-Werbung annehmen.

Zu den Ergebnissen der Studie: http://www.cintellic.com/Studie-Digital-Consumer-2016/

Die Cintellic Consulting Group ist als Beratungshaus spezialisiert auf die Bereiche Customer Experience Management, Customer Relationship Management, Marketing Operations Management, Kampagnenmanagement und Business Intelligence. Ihre Mitarbeiter besitzen langjährige Erfahrung in der Strategie-Entwicklung sowie in den Bereichen Prozessoptimierung und Customer Insights. Cintellic verbindet strategisches Know How mit Kompetenz im Bereich der Datenanalyse und Business Intelligence und bietet Konzeptentwicklung und Umsetzung aus einer Hand.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Einkaufsverhalten in Ost und West

Wer wird zur Beratung mitgenommen?

Einkaufsverhalten in Ost und West

Grafik: Supress

sup.- Zu Zeiten der deutschen Teilung gab es bekanntlich zwischen Ost und West erhebliche Unterschiede bei der Ausstattung und der Angebotsvielfalt von Einkaufsgeschäften. Heute spielt es längst keine Rolle mehr, ob eine Shopping-Tour in Köln oder Dresden stattfindet. In allen Innenstädten finden sich Filialen der gleichen Handelsketten und jüngere Verbraucher kennen Versorgungsengpässe oder Hamsterkäufe allenfalls aus dem Geschichtsunterricht. Bundesweit identisch ist z. B. auch die Tatsache, dass beim Einkauf von Kleidung und Schuhen 73 Prozent der Deutschen ihre Auswahl alleine treffen, während 21 Prozent gerne jemanden zur Beratung mitnehmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung GmbH (IMK). Der kleine Rest von sechs Prozent der Befragten gibt zu, bequemerweise eine andere Person für sich einkaufen zu lassen oder hat, noch simpler, die entsprechende Frage gar nicht beantwortet.

Die „West-Ost-Markenstudie 2015“ hat auch ermittelt, wer denn als Begleitperson bevorzugt wird, wenn das Shoppen in Gesellschaft erfolgt. Und hier zeigen die Umfrageergebnisse tatsächlich noch einige Abweichungen zwischen ost- und westdeutschen Kunden. Als Berater für Modeeinkäufe schätzen 72 Prozent in den neuen Bundesländern den Ehe- bzw. Lebenspartner. In Westdeutschland trifft das nur auf 64 Prozent der Käufer zu. Dafür stehen im Westen beste Freunde oder Freundinnen als Shopping-Begleitung mit 22 Prozent der Nennungen höher im Kurs als im Osten (17 Prozent). Auf Platz drei der beliebtesten Ratgeber kommt in den alten Bundesländern mit 15 Prozent die eigene Mutter, obwohl die Umfrage-Zielgruppe ausschließlich Erwachsene ab 18 Jahre umfasste. In ostdeutschen Modegeschäften ist die Meinung der Mutter für 11 Prozent der Kunden relevant. Dem Vater trauen unabhängig von der Region allerdings nur zwei Prozent eine kompetente Beratung in Stilfragen zu.

Weitere Resultate der IMK-Befragung: Grundsätzlich legen heute auch die Allein-Entscheider beim Einkaufen Wert auf Warenvergleiche sowie eine anspruchsvolle Auswahl. Für 75 Prozent der Westdeutschen und 76 Prozent der Ostdeutschen ist eine hohe Produktqualität wichtig bzw. sehr wichtig und damit das bedeutsamste Kaufkriterium. Ebenfalls entscheidend sind positive Vorerfahrungen mit dem Produkt (66 bzw. 70 Prozent), während ein günstiger Preis nur von 51 Prozent der Westdeutschen und 57 Prozent der Ostdeutschen genannt wird. Dieser Trend zum qualitätsbewussten Einkaufen ist jedoch nach Ansicht von Handelsexperten durch das Bundeskartellamt bedroht, dem eine Mitverantwortung für das Verschwinden stationärer Ladengeschäfte vorgeworfen wird. Der Einzelhandel in den Innenstädten ist nämlich nicht allein durch das Wachstum der Online-Shops gefährdet, sondern zunehmend auch durch Kartellamtsvorgaben, die ausschließlich eine am Discount-Niveau orientierte Preisgestaltung akzeptieren. Aufwendungen für Verkaufs- und Präsentationsflächen, qualifiziertes Personal und umfangreiche Serviceleistungen dürfen in den an Online-Preisen zu orientierenden Kalkulationen keine Rolle spielen und sind deshalb für viele Geschäftsinhaber nicht mehr finanzierbar. „Es ist das Bestreben der Behörde, aus Deutschland ein „Discountry“ zu machen“, kritisiert der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel in dem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Längst überwunden geglaubte Erfahrungen der Ostdeutschen mit mangelnder Produktvielfalt könnten langfristig in ganz Deutschland die Folge dieser Behördenpolitik sein.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Wie viele Sklaven halten Sie?

Evi Hartmann zeigt, wie Fairplay in der Globalisierung funktioniert

Wie viele Sklaven halten Sie?

Unsere Wirtschaft macht uns zu Sklavenhaltern, sagt Wirtschaftsprofessorin Evi Hartmann. Wollen wir das? – Nein! Aber wie ist Fairplay in der Globalisierung möglich?

Wenn ein T-Shirt drei Euro kostet, können die Produktionsbedingungen nicht fair sein, soviel ist klar. Wer als Manager dieses T-Shirt im fernen Osten beschafft oder als Käufer im Westen überstreift, blendet die hohen Kosten des günstigen Preises auf Seiten der Produzenten aus. Doch was geht im Kopf des Einkäufers vor, der in der Werkhalle das Elend der Lohnsklaven sieht und anschließend im klimatisierten Büro des Fabrikanten die Order zum denkbar niedrigsten Preis unterschreibt? Wie können Menschen morgens von hunderten toten Näherinnen in Bangladesch hören und abends beim Discounter eine Jeans für 15 Euro kaufen?

Wir haben das große Ganze aus den Augen verloren und damit auch unsere Moral, sagt Evi Hartmann. Und: Wir zahlen alle drauf! Die da unten und wir hier oben. Sie bezahlen mit ihrer körperlichen und wir mit unserer moralischen Gesundheit. Produktion kann ausgelagert werden, Moral nicht. Die Expertin für Supply-Chain-Management will die Globalisierung weder verteufeln noch abschaffen, denn nicht sie ist das Problem, sondern wir – als Wirtschaftstreibende und als Konsumenten – sind es. Viel zu selten fragen wir uns, ob als Unternehmer, Manager oder Verbraucher, wie wir damit umgehen wollen, was die Globalisierung an menschlichem Elend, brennenden sozialen Konflikten und Umweltzerstörung zu Tage fördert.

Evi Hartmann hält uns den Spiegel vor und schildert in erfrischend lockerem Ton, doch inhaltlich drastisch und ohne Umschweife, das Dilemma zwischen Moral und Moneten. Wo bleibt das Korrektiv, fragt die Autorin, und zeigt: Wir können eine Menge tun, um Sklaverei und Ausbeutung ein Ende zu bereiten, global wie lokal. Manchmal ist ein Anstupser durch ein Vorbild oder einen Konkurrenten nötig, um moralisch in die Gänge zu kommen. – Wir haben die Wahl, und es ist allemal besser, ein Teil der Lösung zu sein, als Teil des Problems.

Die Autorin:
Evi Hartmann ist Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Supply Chain Management, an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Die Mutter von vier Kindern forscht und lehrt an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ist Mitglied im Netzwerk Generation CEO für Frauen in Führungspositionen. Sie schreibt den Blog Weltbewegend.

Evi Hartmann
Wie viele Sklaven halten Sie?
Über Globalisierung und Moral
224 Seiten, Klappenbroschur
EUR 17,95/EUA 18,50/sFr 22,90
ISBN 978-3-593-50543-5
Erscheinungstermin: 18.02.2016

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