Wie der Mittelstand durch Interimsmanager profitiert

Auch der Mittelstand hat erkannt, dass ein Interimsmanager mehr sein kann als nur ein reiner Überbrücker einer Vakanz. Aufgrund ihres reichhaltigen Erfahrungsschatzes, denn diese Manager auf Zeit in ihrem Berufsleben und in ihren diversen Mandaten gewonnen haben, bringen sie Unternehmen nach vorne.

Wie der Mittelstand durch Interimsmanager profitiert

Ein Interimsmanager arbeitet mit

Mehr und mehr setzt sich auch im Mittelstand die Überzeugung durch, dass ein Interimsmanager weit mehr sein kann als nur ein reiner Überbrücker einer offenen Managementfunktion. Durch ihren Erfahrungen sind sie prädestiniert dafür, den Kompetenzgrad eines Unternehmens zu aktualisieren. Neben ihrer hohe Sachkompetenz sind sie es gewohnt, bereichsübergreifend zu denken und vor allem auch zu handeln. Da sie selber Unternehmer sind, sprechen sie ohnehin die Sprache der Geschäftsführung und betrachten ein Unternehmen mit anderen Augen als eine festangestellte Führungskraft.

Turbulente Zeiten erfordern neue Lösungsansätze
Die fortschreitende Internationalisierung sowie die enormen Fortschritte im Kommunikationsbereich – Stichwort mobiles Internet – haben dafür gesorgt, dass die Tage der beschaulichen Marktentwicklungen lange vorbei sind. Die Bankenkrise des letzten Jahres hat gezeigt, wie schnell sich Marktsituationen ändern können, und in vielen Schwellenländern hat der plötzliche Ausbruch politischer Veränderungen manche Marktteilnehmer unvorbereitet getroffen. Unternehmen wird heute ein hohes Maß an Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit abverlangt, Arbeits- und Managementstile müssen sich diesen Gegebenheiten anpassen. Diese Veränderungsprozesse nur mit dem eigenen, oft ohnehin im operativen Geschäft schon hochbelasteten Führungskräften zu gestalten und umzusetzen, ist schwierig. Es fehlt an Kapazität, an dem nötigen Knowhow, und an dem unvoreingenommenen Blick.
Niemand ist gegen die Vorliebe für langjährig geübte Gewohnheiten gefeit, und gerade in mittelständischen Betrieben mit minimaler Personalfluktuation findet man oft eine seit vielen Jahren stabile, eingeschworene Gemeinschaft von Führungskräften und Mitarbeitern vor. Dies ist zwar im Grunde durchaus positiv, andererseits kommen dadurch auch keine neuen Erfahrungen in das Unternehmen, die bei der Entwicklung der Arbeitsweisen und Strukturen hilfreich sein würden.
Natürlich sind engagierte Unternehmensberater ein gutes Mittel, um Veränderungsprozesse zu definieren. Sie haben oft einen reichhaltigen Fundus an Erfahrungen und helfen bei der Definition der richtigen Schritte. Sie sind aber eben Berater, die Umsetzung obliegt den Mitarbeitern des Unternehmens.
Bei einem Interimsmanager ist das anders, denn er übernimmt operative Linien- oder Projektverantwortung. Er ist und bleibt zwar in den Köpfen der „Externe“, aber in Diskussionen kann er sich nicht „heraushalten“, schließlich ist er verantwortlich für seinen Bereich. Er beteiligt sich nicht an politischen Machtkämpfen und steckt keine Territorien zur Realisierung eigener Karriereziele ab, sondern erarbeitet Lösungen auf der Sachebene. Durch dieses sehr sachorientierte Auftreten kommt der Interimsmanager sehr schnell in eine Art moderierende Rolle mit hoher Glaubwürdigkeit und kann, sofern er sensibel vorgeht, auch viele Blockaden innerhalb eines Unternehmens auflösen.

Nicht nur Fachkenntnisse sind wichtig
Interimsmanager bringen einen reichhaltig ausgestalteten „Werkzeugkasten“ mit, bestehend aus ihren Erfahrungen aus diversen Mandaten sowie dem in langjähriger beruflicher Tätigkeit als Führungs- und Fachkraft erworbenen Wissen. Problemstellungen in mittelständischen Unternehmen ähneln sich oft, da gibt es Erfahrungen, die mit kleinen Anpassungen an das aktuelle Unternehmen schnell umgesetzt werden können. Ein Interimsmanager, der operative Verantwortung übernommen hat, wird sein gesamtes Wissen und seine Erfahrung nutzen, um Lösungen für die vorhandenen Probleme zu finden. Er muss seine eigenen Kenntnisse und das langjährig erworbene Detailwissen seiner Mitarbeiter und Kollegen so zusammenführen, dass funktionierende Lösungen geschaffen werden. Umgekehrt profitieren die Mitarbeiter von dem unvoreingenommenen Blick des „Managers auf Zeit“ auf das Ganze, sowie von seinen Erfahrungen aus anderen Unternehmen.
Gute Interimsmanager zeichnen sich durch eine hohe soziale Kompetenz aus, denn nur so gelingt es ihnen, in relativ kurzer Zeit diese symbiotische, letztlich auch vertrauensvolle Beziehung nicht nur zur Geschäftsführung, sondern auch zu Kollegen und Mitarbeitern aufzubauen, die eine Lösung der Probleme erst ermöglicht.
Wichtig ist die Auswahl des richtigen Kandidaten, denn er muss nicht nur zu der Aufgabenstellung, sondern auch zu dem Unternehmen passen. Da hilft es nicht, nur nach fachlicher Qualifikation und nach dem Tagessatz zu schauen, sondern da sind ein oder zwei ausführliche, persönliche Gespräche unverzichtbar. Es gibt schließlich keinen langwierigen Prozess der gegenseitigen Anpassung, des Einlebens, des Vertrauensaufbaus. Natürlich kann man bei „Nichtgefallen“ den Interimsmanager wieder austauschen, aber häufige Wechsel auf der Führungsebene – auch wenn es „nur“ um temporäre Einsätze geht – führen zu Verunsicherung und Frustration der unterstellten Mitarbeiter.

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Matthias Fitzner bietet Interimsmanagement und Unternehmensberatung für Klein- und Mittelständische Maschinenbauunternehmen an

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