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Podiumsdiskussion „Patientensicherheit“ in Lugano

15. Mai 2018, 18:00-20:30 Uhr

„Jeder zehnte Spitalpatient erleidet einen gesundheitlichen Schaden und die Hälfte dieser Schäden wäre vermeidbar“ stellt das Bundesamt fur Gesundheit (BAG) fest.

Die Zahl der vermeidbaren Toten und Geschädigten im Gesundheitssystem zu senken, ist relativ einfach. Kommunikation ist die Lösung – sichere Kommunikation. Wie können die neuen Forschungs-Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden? Das soll am 15. Mai 2018 an der USI in Lugano aufgezeigt werden. Erstmalig mit allen Beteiligten auf einem Podium: Politiker, Ärzteschaft, Pflege, Pharmazeutiker, Patienten. Ziel der Diskussion ist es, eine sichere Kommunikationskultur im Gesundheitswesen herauszuarbeiten und damit die Implementierung von mehr Patientensicherheit in der Schweiz voran zu bringen.

Alle Podiums-Teilnehmer sind als Interviewpartner verfügbar!

James Titcombe, er spricht aus der Perspektive eines Patientenopfers
Dr. med. Yvonne Gilli, Politikerin und Zentralvorstand der FMH
Yvonne Willems Cavalli, Vorstand EOC
Dr. med. Kai Schnabel, Direktor Ausbildung und Medien am Institut für medizinische Lehre, Universität Bern
Prof. Annegret Hannawa, Director of CAHQS, Faculty of Communication Sciences, USI Lugano
Dr. med. Marco Egbring, Pharmakologe (Oberarzt) am Universitätsspital Zürich
Sir Liam Donaldson, Herz, Kopf und Gründungsvater der internationalen Patientensicherheit, WHO, Kanzler der Newcastle University

15. Mai 2018, 18:00-20:30 Uhr in der Aula Magna
UNIVERSITÄT DELLA SVIZZERA ITALIANA (USI), Lugano, Schweiz
Eintritt kostenfrei
Sprache: Englisch / Italienisch (Übersetzung)

Ihre Ansprechpartnerin für (Hintergrund-)Informationen: annegret.hannawa@usi.ch
Ihre Ansprechpartnerin für Interview-Wünsche: info@katharina-gerlach.de


Mehr Informationen finden Sie unter
http://www.patientsafetycenter.org/
http://www.saccia.ch/

Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.
25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Medientrainerin, Interviewcoach, Präsentationstrainerin. Journalistin.

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Katharina Gerlach
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Anti-Zucker-Hype lässt die größeren Gefahren durch Salz vergessen

Anti-Zucker-Hype lässt die größeren Gefahren durch Salz vergessen

Die durch übermäßigen Zuckerverzehr verursachten Gesundheitsgefahren kursieren momentan in allen Medien. Zucker verursacht Übergewicht und Fettleibigkeit sowie zahlreiche andere Erkrankungen, wie z.B. Karies, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kritisiert werden vor allem die versteckten Zucker, die die Industrie auch herzhaften Produkten zusetzt, sowie die verstärkte Werbung mit Kindern als Zielgruppe. Dass all dies ein Problem darstellt, daran besteht kein Zweifel. Dass der übermäßige Verzehr von Salz jedoch eine noch viel größere Gesundheitsgefahr mit sich bringt, wird durch diesen Anti-Zucker-Hype von vielen leider übersehen.

Salz ist jedes Jahr verantwortlich für weltweit 1,65 Millionen Herz-Kreislauf-Todesfälle
Natrium nehmen wir überwiegend in Form von Natriumchlorid zu uns, also als Kochsalz. In einer großen Studie untersuchten Forscher der Elite-Universität Harvard den Einfluss des weltweiten Natriumverzehrs auf die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu verwendeten sie Daten zur Natriumzufuhr aus 66 Ländern und werteten 107 klinische Studien zu den Auswirkungen von Salz auf Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie 247 Studien zur weltweiten Natriumzufuhr aus, die von insgesamt 488 Wissenschaftlern in 50 Ländern im Rahmen der Global Burden of Diseases-Studie durchgeführt wurden. Die Studie ergab für das Jahr 2010 eine weltweite durchschnittliche Natriumzufuhr von täglich 3,95 g (2,18 g – 5,51 g) (Referenzwert: 2 g pro Tag). Die Salzzufuhr wird in Studien meist anhand von Fragebögen erfasst. Die erfassten Werte liegen dabei meist deutlich unter der Realität.
Die zu hohe Natriumzufuhr in Form von Salz verursachte weltweit 1,65 Millionen Herz-Kreislauf-Todesfälle (davon 61,9 % bei Männern und 38,1 % bei Frauen) und war damit für fast jeden zehnten Herz-Kreislauf-Todesfall verantwortlich. Über eine halbe Million der Betroffenen (40,4 %) waren jünger als 70 Jahre (Mozaffarian et al., 2014). Der Erstautor der Studie, Prof. Dariush Mozaffarian, sagt zu diesem Ergebnis, die Belastung durch Salz sei viel höher als die durch Getränke, die mit Zucker gesüßt sind. Der Grund: Salz wird praktisch allen verarbeiteten Lebensmitteln zugesetzt (Diets in Review, 2013).

Stressiger Lebensstil und Übergewicht machen Salz viel gefährlicher
Viele von uns hetzen heutzutage der Zeit hinterher und fühlen sich ständig gestresst. Was kaum jemand weiß: Dauerstress bringt eine hormonelle Umstellung des Körpers mit sich und erhöht die Spiegel von Cortisol und Aldosteron. Beide Hormone bewirken, dass Wasser und Salz in der Niere rückresorbiert werden, während die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Calcium verstärkt ausgeschieden werden. Durch die übermäßige Rückresorption von Wasser und Salz in den Nieren wird das Bindegewebe zunehmend aufgeschwemmt (Ödeme). Vor allem steigt auch der Blutdruck, was meist kein Krankheitsgefühl auslöst. Dabei wird vergessen, dass weltweit erhöhter Blutdruck – sogar noch vor dem Rauchen – inzwischen die Hauptursache für eine Invalidisierung oder einen frühzeitigen Tod ist. Weitere Folgen der Kombination von Stress und Salz sind Erschöpfung, Übergewicht, Immunschwäche, Muskelschwäche, Knochenabbau, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall – um nur ein paar zu nennen.

Natrium – viel zu viel bei fast allen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Kochsalz einen Orientierungswert von 6 g pro Tag. Bei den vor Kurzem überarbeiteten Schätzwerten für die angemessene Zufuhr empfiehlt sie jedoch täglich 1,5 g Natrium und 2,3 g Chlorid, umgerechnet in Kochsalz wären das 3,8 g (DGE, 2017). Damit stimmt sie mit der Empfehlung der American Heart Association (AHA) überein, die täglich nicht mehr als 1,5 g Natrium (= 3,8 g Salz) empfiehlt (AHA, 2013). Die Empfehlung der WHO liegt bei 2 g Natrium (= 5 g Salz) pro Tag (WHO, 2013).
In Deutschland nehmen die meisten Menschen deutlich mehr Natrium auf: Bei den Männern sind es im Durchschnitt 3,6-4,5 g am Tag (Elliot und Brown, 2006; MRI, 2013), das entspricht 9,2-11,4 g Kochsalz täglich. Die Hauptquellen für Natrium sind Brot, Fertignahrungsmittel, salzige Würzen und Fleischwaren.

Lebensmittelindustrie und Politik stehen in der Verantwortung
Es wird höchste Zeit, dass Politik und Medien die immense Bedrohung der Gesundheit durch eine erhöhte Salzzufuhr erkennen und thematisieren, damit endlich in der Lebensmittelindustrie die erforderliche Salzreduktion erfolgt.
Während dutzende der exotischsten Salzsorten aus aller Welt die Supermarktregale füllen, von denen doch alle im Wesentlichen aus dem gleichen schädlichen Natriumchlorid bestehen, fehlen sinnvolle Salzersatzprodukte. In anderen Ländern sind diese bereits seit vielen Jahren im Einsatz und im Supermarkt erhältlich.
Ohne einen Bewusstseinswandel beim Kunden und politische Vorgaben wird sich in Deutschland wenig ändern. Weltweit bildet unser Land in Sachen Salzreduktion das Schlusslicht. Das lässt sich schon daran erkennen, dass zwar tausende kalorien- und zuckerreduzierte, kaum jedoch salzreduzierte Produkte angeboten werden. Da sich Salz vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln versteckt, wird eine Verbesserung nur in Zusammenarbeit mit den großen Lebensmittelkonzernen möglich sein. Diese folgen aber leider meist nur aktuellen Trends und nicht der Sinnhaftigkeit und der Verantwortung gegenüber ihren Kunden.
In Finnland wurde erkannt, dass die Ernährung wesentlich zur hohen Herz-Kreislauf-Sterblichkeit beiträgt, und so konnten durch Kampagnen zur Salzreduktion und kaliumreichen Ernährung der Natriumverzehr um 40 % und die Sterblichkeit durch Schlaganfälle und Herzerkrankungen um 80 % gesenkt werden (WASH, 2008). Europaweit gibt es keine erfolgreichere Präventionsmaßnahme!

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

Das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung ( http://www.drjacobsinstitut.de) hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungs- und Naturheilkunde wissenschaftlich aufzuklären.

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Dr. Jacobs Institut
Dr. rer. nat. Susanne Cichon
Egstedterstraße 46
55262 Heidesheim

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Die sitzende Generation

Der Nachwuchs macht Sorgen

Die sitzende Generation

Foto: Fotolia / Sergey Ryzhov (No. 6018)

sup.- Kinder und Jugendliche in Deutschland führen ein zu geruhsames Leben. Rund 75 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren erreichen nicht die von der WHO empfohlene körperliche Aktivität von mindestens 60 Minuten pro Tag. Diese alarmierenden Zahlen sind vom Robert Koch-Institut im Rahmen der aktuellen KiGGS-Studie ( www.kiggs-studie.de) ermittelt worden.

Die Konsequenzen der mangelnden Bewegung geben Anlass zur Sorge. Körperliche Inaktivität und der damit geringe Energieverbrauch sind ernste Ursachen für die Herausbildung zahlreicher Krankheiten. Dagegen kann die Förderung körperlich-sportlicher Aktivitäten im Kindes- und Jugendalter, so die Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts, Übergewicht und sogar Aufmerksamkeitsstörungen vorbeugen sowie zu einer insgesamt gesunden Entwicklung der jungen Menschen beitragen. Die schulischen Leistungen werden durch die Stärkung kognitiver Fähigkeiten verbessert und auch eine wichtige Grundlage für ein besseres Bewegungsverhalten im späteren Erwachsenenalter wird gelegt. Ein vitaler Lebensstil ist damit die beste Voraussetzung für ein gesundes Leben.

Der hohe Stellenwert, den ein bewegungsfreudiger Alltag für ihren Nachwuchs hat, ist vielen Eltern nach wie vor wenig bewusst und wird deshalb auch zu wenig gefördert und gefordert. Tipps und Anregungen, wie Eltern ihre Kinder zu einem gesunden Lebensstil motivieren können, bieten Ratgeber-Portale wie www.pebonline.de sowie www.komm-in-schwung.de Hier finden Interessierte auch spielerische Bewegungsübungen, so genannte Movies, mit denen die Beweglichkeit, Kraft und Koordination bei Kindern gestärkt werden können. Die Übungen sind von Dr. Axel Armbrecht, leitender Arzt des Instituts für Bewegungstherapie (Eutin), entwickelt worden.

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Redaktion Andreas Uebbing

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Sichere Kommunikation im Gesundheitswesen

Podiumsdiskussion mit Sir Liam Donaldson, WHO

Patientensicherheit ist weltweit ein dringliches Thema: jährlich werden 43 Millionen Patienten in Krankenhäusern Opfer eines Behandlungsfehlers.

Wie sieht es in der Schweiz aus?
Leider nicht besser. „Jeder zehnte Spitalpatient erleidet einen gesundheitlichen Schaden und die Hälfte dieser Schäden wäre vermeidbar“ stellt das Bundesamt für Gesundheit fest. In Zahlen sind das 2000 bis 3000 Todesfälle pro Jahr und rund 60.000 Schadensfälle, die vermeidbar wären! Das sind also 7 Tote am Tag an Schweizer Spitälern, und zwei Drittel dieser Fälle können vor allem durch eine verbesserte Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegenden und Patienten vermieden werden.

Medikationsfehler spielen eine besonders wichtige Rolle. Deshalb hat die WHO die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) priorisiert: Bis 2022 sollen Medikationsfehler weltweit auf die Hälfte reduziert werden. Dieses aktuelle Thema wird auch in der Podiumsdiskussion behandelt. Die Experten werden diskutieren, wie eine sicherere Kommunikation die Arzneimitteltherapiesicherheit nachhaltig stärken kann.

Was ist zu tun?
Die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Annegret Hannawa ist anerkannte Botschafterin für Patientensicherheit und Direktorin des CAHQS, dem „Kompetenzzentrum für die Förderung von Versorgungsqualität und Patientensicherheit“ der Universität Lugano. Sie holt erstmals alle Beteiligten auf einem Podium zusammen: Politik, Ärzteschaft, Pflege, Pharmakologen, Patienten. Als Ehrengast wird Sir Liam Donaldson erwartet. Der Vorkämpfer der globalen Patientensicherheit und Leiter der WHO World Alliance for Patient Safety sagte zu, die mit hochkarätigen Teilnehmern besetzte Podiumsdiskussion zu moderieren. Ziel ist es, praxisorientierte Lösungsansätze aufzuzeigen, die sofort umgesetzt werden können.

Alle Podiumsteilnehmer stehen für Interviews zur Verfügung!
Bitte melden Sie Ihre Interview-Wünsche bis zum 1. Mai 2018 an
Kontakt: annegret.hannawa@usi.ch
Pressekontakt: info@katharina-gerlach.de

Es diskutieren am 15. Mai 2018, 18:00-20:30 Uhr in der Aula Magna
Università della Svizzera italiana (USI), Lugano, Schweiz:

James Titcombe, Vater von Joshua. Der Säugling starb am 9. Tag nach seiner Geburt an einem Behandlungsfehler im Krankenhaus. James Titcombe spricht aus der Perspektive eines Patientenopfers und zugleich eines (beruflichen) Patientensicherheitsspezialisten.
Dr. med. Yvonne Gilli, Politikerin und Zentralvorstand der FMH, dem Berufsverband der Schweizer Ärzteschaft. Sie ist dort zuständig für eHealth/Digitalisierung in der Schweiz und nimmt in dieser Funktion an der Diskussion teil.

Yvonne Willems Cavalli, Vorstand der öffentlichen Spitäler des Kantons Tessin (EOC), sie ist dort zuständig für die Krankenpflege und spricht aus der Perspektive der Pflegenden.

Dr. med. Kai Schnabel, Abteilungsleiter für Ausbildung und Medien am Institut für medizinische Lehre, Universität Bern – er vertritt die nationale Arbeitsgruppe, die im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit die Eidgenössische Prüfung verantwortet.

Prof. Annegret Hannawa, Direktorin des CAHQS, Fakultät für Kommunikationswissenschaften, Universität Lugano. Sie hat mit ihrem „SACCIA“ Modell eine sichere Kommunikation für die gesamte Gesundheitsversorgung entwickelt.

Dr. med. Marco Egbring, Pharmakologe (Oberarzt) am Universitätsspital Zürich. Sein Fokus ist die Arzneimitteltherapiesicherheit durch Digitalisierung.

Moderation: Sir Liam Donaldson, Herz, Kopf und Gründungsvater der globalen Patientensicherheit. Er ist Gründer und Leiter der WHO World Alliance for Patient Safety, wurde von der Queen für seine Verdienste im britischen Gesundheitssystem zum Ritter geschlagen und war Chief Medical Officer in GB.

Ziel der Diskussion ist es, eine sichere Kommunikationskultur im Gesundheitswesen herauszuarbeiten und damit die Implementierung von mehr Patientensicherheit in der Schweiz voranzubringen. Das Publikum wird einbezogen und diskutiert mit.


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Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.
25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Medientrainerin, Interviewcoach, Präsentationstrainerin. Journalistin.

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Jede Menge Sitzenbleiber

Wie geht es dem Nachwuchs in Deutschland?

Jede Menge Sitzenbleiber

Foto: Supress (No. 6010)

sup.- Die wichtigsten Daten zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten von Heranwachsenden liefert seit Jahren die KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts. Von 2014 bis 2017 sind über 10.000 Teilnehmer früherer Untersuchungen sowie in einer neuen Stichprobe mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche bis zu 17 Jahren befragt worden. Die positive Nachricht: Den meisten Kindern in Deutschland geht es gesundheitlich gut bis sehr gut. Und im Vergleich zur ersten KiGGS-Erhebung während der Jahre 2003 bis 2006 haben sich einige Faktoren positiv verändert. Zu den wichtigen Erkenntnissen der Studie zählt, dass der Anstieg von Übergewicht und Adipositas zum Stillstand gekommen ist. Der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher nimmt nicht mehr zu, sondern liegt seit zehn Jahren stabil auf einem allerdings immer noch zu hohen Niveau. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind dabei deutlich häufiger übergewichtig.

Die Erklärung für das gesundheitlich relevante Problem mit den Pfunden liefert die KiGGS-Studie mit dramatischen Zahlen. Regelmäßige Bewegung ist für Gesundheit, Wohlbefinden und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein ausschlaggebender Faktor. Für Heranwachsende werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 60 Minuten aktive Bewegungszeit pro Tag empfohlen. Diesen Wert schaffen nur 22,4 Prozent der Mädchen und 29,4 Prozent der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren. Während die kleineren Kinder noch rennen und spielen, bleiben die Heranwachsenden Jugendlichen zunehmend vor dem Computer sitzen oder surfen durch die sozialen Netzwerke. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Bewegung kontinuierlich ab. Im Alter von 14 bis 17 Jahren schaffen nur knapp acht Prozent der Mädchen und 16 Prozent der Jungen eine Stunde Bewegung am Tag. Casting-Shows für Topmodels werden zwar gerne gesehen, aber die Mädchen tun am wenigsten für die gute Figur.

Die Autoren der Studie können mit den inzwischen über einen langen Zeitraum gewonnenen Vergleichszahlen eindrucksvoll belegen, dass dicke zwei- bis sechsjährige Kindergartenkinder diese Gewichtsprobleme als Jugendliche oft behalten. Kinder ohne Übergewicht haben dagegen auch als Erwachsene selten Probleme mit den Pfunden. Deshalb wird auf die Notwendigkeit einer frühen Vorbeugung hingewiesen. Für Eltern, die keinen Sitzenbleiber, sondern ein vitales Kind erziehen wollen, gibt es gute Ratgeberseiten im Internet. (www.familienaufstand.de, www.komm-in-schwung.de, www.kindergesundheit-info.de).

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Welttag des Hörens 2018: Mit Akku in die Zukunft

(Mynewsdesk) Fellbach, Deutschland – Mit „Hear the future“ möchte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 3. März, dem Welttag des Hörens, auf die Bedeutung der Themen Hören und Hörverlust aufmerksam machen. Denn die Zahl der von Hörverlust betroffenen Menschen, momentan etwa 360 Millionen weltweit, soll laut Prognosen auch in Zukunft steigen. Umso wichtiger ist also eine umfassende, auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnittene Versorgung. Dafür entwickelt Phonak, führender Hersteller von Hörlösungen, sein umfassendes Portfolio kontinuierlich weiter. Ein wichtiger Meilenstein: die Einführung einer neuen Akkutechnologie, die nicht nur für gutes Hören rund um die Uhr sorgt, sondern das Leben der Hörgeräteträger spürbar leichter macht. In Deutschland wird der Welttag durch den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) unterstützt und koordiniert. Zahlreiche Hörakustiker und HNO-Ärzte laden bundesweit zu Aktionen ein.

Immer mehr Menschen sind von Hörverlust betroffen – gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die Technik. Denn die Hörgeräteträger von heute wollen zu Recht Hörgeräte, die sich an ihren aktiven Lebensstil anpassen und ihnen maximale Freiheit ermöglichen – inklusive kinderleichter Bedienung.

Wegweisender Lithium-Ionen-Akku
Ein großer Schritt in diese Richtung ist die Einführung der neuen Akkutechnologie von Phonak. Bei Smartphone und Co längst selbstverständlich, lassen sich jetzt auch Hörgeräte unkompliziert aufladen – leere Batterien im ungünstigsten Moment und regelmäßige Batteriewechsel gehören der Vergangenheit an. Phonak Audéo B-R und Bolero B-PR aus der wiederaufladbaren Hörgerätefamilie von Phonak bieten bereits nach einer Ladezeit von drei Stunden 24 Stunden¹ vollen Hörgenuss. Und wenn es einmal schneller gehen muss, kann man nach nur 30 Minuten Laden bereits auf sechs Stunden Laufzeit zählen.

„Möglich macht dies der leistungsstarke Lithium-Ionen-Akku, der sich bereits in vielen anderen Branchen bewährt hat“, erklärt Marco Faltus, Leitung Audiologie bei Phonak in Deutschland. Im Vergleich zu herkömmlichen Akkus bringt dieser 40 Prozent mehr Leistung und verliert auch nach Jahren regelmäßiger Nutzung nicht an Kapazität. „Damit erfüllen wir den Wunsch der Hörgeräteträger nach mehr Einfachheit und Bedienbarkeit. Das weiterentwickelte Automatik-Betriebssystem AutoSense OS sorgt zusätzlich für eine optimale Anpassung an die jeweilige Hörumgebung, ganz ohne manuelle Einstellungen. So ermöglichen wir Hörgeräteträgern, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die im Alltag wirklich für sie zählen – ihre Hörgeräte erledigen den Rest“, so Faltus.

Clevere Ladeoptionen
Zum Laden der Hörgeräte gibt es verschiedene Optionen, die das Leben noch einfacher machen: Das Phonak Charger Case ist Ladegerät, Trockenbox und schützendes Hartschalenetui in einem. Einfach die Hörgeräte hineinstellen, und der nächste Tag kann kommen. Auch Reisen wird leichter: Mit dem Phonak Power Pack lassen sich die Hörgeräte auch ohne Stromquelle bis zu siebenmal aufladen. Und der kompakte Phonak Mini Charger lässt sich garantiert in jeder Reisetasche unterbringen.

Die Hear the World Foundation, gemeinnützige Stiftung des Phonak Mutterkonzerns Sonova, unterstützt den International World Hearing Day 2018 der WHO. Mehr Informationen dazu auf www.hear-the-world.com/de

Alle Hintergründe und Aktionen zum Welttag des Hörens in Deutschland finden Sie unter: www.welttag-des-hoerens.de

Mehr zu den Phonak Hörlösungen finden Sie unter: www.phonak.de

¹ Erwartete Betriebszeit, wenn voll aufgeladen – inklusive 80 Minuten Wireless Streaming.

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http://shortpr.com/92yhjd

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http://www.themenportal.de/gesundheit/welttag-des-hoerens-2018-mit-akku-in-die-zukunft-55573

Mit Hauptsitz bei Zürich, Schweiz, wurde Phonak, Mitglied der Sonova Gruppe, 1947 mit viel Leidenschaft und Begeisterung für Hörtechnologie gegründet. Auch 70 Jahre später ist dies weiter die treibende Kraft. Als führender Anbieter verfügt Phonak über das breiteste Produktportfolio von lebensverändernden Hörlösungen. Über kindgerechte Lösungen bis hin zur Versorgung von hochgradigem Hörverlust helfen wir Menschen dabei, sich sozial und emotional frei zu entfalten. Wir sind überzeugt, dass wir so die Lebensqualität verbessern können und eine Welt schaffen, in der jeder aktiv am Leben teilnehmen kann: Life is on.

Bei Phonak sind wir der Überzeugung, dass gutes Hören eine Voraussetzung dafür ist, das Leben in vollen Zügen genießen zu können. Seit mehr als 70 Jahren verfolgen wir unser Ziel, der Entwicklung wegweisender Hörlösungen. Wir verbessern die Lebensqualität von Menschen, damit sie sich sozial und emotional frei entfalten können. Life is on.

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Das Thema Patientensicherheit ist weltweit im Fokus

Mit gutem Grund: es geht um Menschenleben.

Das Thema Patientensicherheit ist weltweit im Fokus

Joe Kiani, Bill Clinton, Prof. Annegret Hannawa, Alicia Cole in London, 24.02.2018

Über drei Millionen „Schadensfälle“ gibt es pro Jahr. Das bedeutet, dass über 3 Millionen Patienten sterben oder verletzt werden, wenn sie sich in Krankenhäuser begeben, sagt die WHO – das sind drei Millionen Menschen pro Jahr zu viel. Und das sind vorsichtige Schätzungen ohne die Länder Indien und China und ohne Kinder.
„Null vermeidbare Todesfälle in Krankenhäusern bis 2020 ist ein Ziel, für das es sich lohnt, zu kooperieren“, sagt Joe Kiani, Vorstandsvorsitzender und CEO des Medizintechnik-Unternehmens Masimo. Zur Verbesserung der Patientensicherheit sind alle Beteiligten gefordert, alle sollten zusammen arbeiten. Gemeinsam mit Bill Clinton gründete Joe Kiani die „Patient Safety Movement Foundation“, um vermeidbare Fehler in Krankenhäusern zu reduzieren. Das Ziel sind null vermeidbare Todesfälle bis 2020. Die Stiftung und die Bewegung, die sie angestoßen hat, sind enorm gewachsen: Vorstandsvorsitzende konkurrierender Firmen der Medizintechnik, führende Ärzte, Leiter von Krankenhäusern, Vertreter von Behörden und Politiker, Patienten aus aller Welt wollen gemeinsam arbeiten, um das Ziel zu erreichen.

Letztes Wochenende trafen sie sich beim „6. Weltgipfel zu Patientensicherheit, Wissenschaft und Technologie“ in London. Dabei kündigte Jeremy Hunt, britischer Minister für Gesundheit und Soziales, neue Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit im Nationalen Gesundheitsdienst an (National Health Service, NHS). Die Einführung von elektronischen Verschreibungssystemen in den NHS-Krankenhäusern soll schnell umgesetzt werden, denn auch Medikationsfehler sind ein ernst zu nehmender Faktor für Patientensicherheit. Nach einer neuen Studie können sie in GB etwa 1.700 Todesfälle verursachen und zu 22.000 weiteren beitragen. Bei dem Thema Patientensicherheit geht es um Menschenleben – und gleichzeitig um die Vermeidung von finanziellen Verlusten. Der NHS schätzt seine jährlichen Verluste allein wegen der Auswirkungen von Medikationsfehlern auf 1,6 Milliarden Pfund.

Krankenhäuser in aller Welt werden durch die Stiftung aufgefordert, sich zu „Actionable Patient Safety Solutions“ (umsetzbare Lösungen für die Patientensicherheit) zu verpflichten. Und die Umsetzung beginnt: Bisher haben sich ca. 4.600 Krankenhäuser in 44 Ländern haben dazu verpflichtet (letztes Jahr waren es 3500 Krankenhäuser).
„Das unnötige Leiden der Patienten und ihrer Familien ist schlimm genug. Aber jedes unerwünschte Ereignis zerstört die wertvollste Ressource im Gesundheitswesen: das Vertrauen. Wenn die Menschen sich nicht sicher sind, ob es sicher ist, Versorgung zu beanspruchen, werden sie aufhören, Versorgung in Anspruch zu nehmen“, sagte Dr. Tedros Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Annegret Hannawa von der Universität Lugano forscht seit 8 Jahren zum Thema. Aus Hunderten von Fallanalysen hat sie fünf Kernkompetenzen einer „sicheren Kommunikation“ definiert. Beim 6. Weltgipfel zur Patientensicherheit in London stellte sie das Ergebnis vor: das „SACCIA“ Kommunikations-Konzept, das ein einheitliches Verständnis unter den Beteiligten fördert und so für mehr Patientensicherheit sorgt. „Eine SACCIA-sichere Kommunikation bedeutet, dass Patienten künftig nicht mehr an der falschen Seite operiert werden, nicht mehr die falschen Medikamente einnehmen, nicht mehr die Folgen einer verspäteten Diagnose davontragen, und endlich mit Entlassungsanweisungen nach Hause gehen, die sie verstehen und richtig anzuwenden wissen.“ In London ist das Konzept so gut angekommen, dass sich Sponsoren fanden, um in den USA eine SACCIA-Akademie aufzubauen.

Das möchte Prof. Hannawa auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen. Ihr Ziel ist es, dass jede Pflegeeinrichtung und jedes Krankenhaus in Deutschland eine zuständige Person hat, die dafür sorgt, dass in ihrem Haus eine sichere Kommunikation fortgebildet und praktiziert wird. Und dass aus dieser sicheren Kommunikationspraxis eine nachhaltige Sicherheitskultur für uns alle entsteht, die Patientenleben schützt und die Gesundheitsberufe wieder attraktiv macht.

Die Qualität der Gesundheitsversorgung ist weltweit sehr unterschiedlich. In Deutschland ist sie gut. Aber auch hier steht das Thema Patientensicherheit auf die Agenda, denn auch hier sind die Zahlen erschreckend: Jedes Jahr kommt es an deutschen Krankenhäusern zu 2 Millionen „unerwünschten Ereignissen mit Patientenschaden“. Das heißt, aktuell erfährt jeder 10. Krankenhauspatient in Deutschland nicht Heilung, sondern Schädigung. Prof. Hannawa sagt: „Wir haben kein Erkenntnisproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem.“ Etwa 80% der schweren Schadensfälle entstehen aus unsicherer zwischenmenschlicher Kommunikation – trotzdem ist die Förderung einer sicheren Kommunikationspraxis bisher kein bzw. ein ungenügender Bestandteil der medizinischen und pflegerischen Ausbildung. Mittels einer sichereren Kommunikation könnten allein in deutschen Krankenhäusern täglich über 1400 Schadensfälle vermieden werden, errechnet Prof. Hannawa. Außerdem könnten bis zu 15% der jährlichen Krankenhausausgaben eingespart werden. Sichere Kommunikation bedeutet also mehr Patientensicherheit und gleichzeitig mehr Sicherheit für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Ärzte und Pflegende.

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Schluss mit der Ernährungs-Hysterie

Fakten statt Bevormundung

Schluss mit der Ernährungs-Hysterie

Foto: Plassen-Verlag / Shutterstock (No. 5983)

sup.- Sich gesund und dabei sogar noch genussvoll zu ernähren, scheint in unserer Wohlstandsgesellschaft nahezu unmöglich geworden zu sein. Das gilt vor allem für die überwiegende Mehrheit der Menschen, die dazu bevorzugt auf verarbeitete Lebensmittel der Ernährungsindustrie zurückgreift. Diese Annahme vertreten mittlerweile nicht nur einige wenige pessimistische Außenseiter, sie wird vielmehr von der breiten Bevölkerung geteilt. Jahrzehntelange Negativ-Meldungen über Nahrungsmittel, deren Bestandteile und deren Potenzial, den Körper und vielleicht auch den Geist erkranken zu lassen, haben zu diesem katastrophalen Meinungsklima geführt.

Der Mensch steckt in einem täglichen Existenzdilemma: Um zu überleben, muss er essen und trinken. Sein Problem ist nicht das mangelnde Angebot, sondern die enorme Vielfalt an Lebensmitteln, mit denen er konfrontiert wird und vor denen kontinuierlich mit neuen Hiobsbotschaften gewarnt wird. Grundlage für diese permanenten Verunsicherungen, denen der Verbraucher ausgesetzt ist, sind keineswegs neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Dahinter steckt ein gigantischer Fake, den die Pharmaindustrie zur Schaffung milliardenschwerer neuer Märkte für Schlankheits- und Entwöhnungspillen strategisch genial über viele Jahre aufgebaut hat. Was sich wie eine abstruse Verschwörungstheorie anhört, wird von dem bekannten Gesellschaftskritiker Detlef Brendel in seinem neuen Buch „Schluss mit Essverboten / Warum Sie sich Ihre Ernährung nicht länger von Pharmalobby und Co diktieren lassen sollten“ (Plassen-Verlag) mit investigativ recherchierten Fakten äußerst nachvollziehbar belegt. Es stimmt nachdenklich, wenn man beispielsweise erfährt, dass die WHO beim Thema Ernährung von einer Organisation gesteuert wird, die mit vielen Millionen der Pharmaindustrie gegründet wurde.

Stellvertretend an dem derzeit prominentesten Sündenbock, dem beliebten wohlschmeckenden Zucker, zeigt Brendel auf, welche gewaltigen wirtschaftlichen Interessen hinter der gesteuerten Ernährungs-Hysterie stehen. Das große Geschäft mit der Angst der Menschen vor ernährungsbedingten Krankheiten betreibt laut Brendel jedoch nicht nur die Pharmaindustrie. Auch Organisationen wie Food Watch und profilneurotische oder profitorientierte Wissenschaftler bzw. selbst ernannte Experten sowie Vertreter der Lebensmittelindustrie und des Handels machen sich den genussfeindlichen Zeitgeist zunutze. Nicht das Wohl des Verbrauchers, sondern ihre eigenen Interessen stehen bei diesen unterschiedlichen Lobbygruppen im Fokus, wenn sie von den Politikern fordern, sich regulierend in die Ernährung der Menschen einzumischen.

Für all diejenigen, die ihr Essverhalten nicht mehr nach den Wünschen der Pharmaindustrie ausrichten, sondern sich wieder mit gutem Gewissen genussvoll ernähren wollen, ist die Lektüre von Brendels enthüllendem Buch der perfekte Appetitanreger.

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Schluss mit Essverboten

Warum die Pharmaindustrie uns den Appetit verdirbt

Schluss mit Essverboten

Foto: Plassen-Verlag (No. 5980)

sup.- Es ist eine vermeintliche Kausalkette, an die mittlerweile viele Menschen glauben: Zucker und mit Zucker zubereitete Lebensmittel machen dick, krank und süchtig. Wissenschaftliche Fakten, die einen solchen Zusammenhang belegen, gibt es nicht, es zählt allein der Glaube. Aber warum ist ausgerechnet Zucker zum Sündenbock auserkoren worden? Weil dieser Nährstoff in vielen Lebensmitteln und fast allen wohlschmeckenden Nahrungsmitteln steckt, ist er der ideale Hebel für diejenigen, die gegen die heutige Ernährungswirtschaft zu Felde ziehen. Nur was den Menschen schmeckt, taugt schließlich für den ideologischen Kampf. Und für die Geschmacksnote süß haben Menschen eine angeborene Vorliebe, woraus sich dann ableiten lässt, dass Zucker angeblich süchtig macht. Korrekt ist, dass wohlschmeckende Speisen Freude machen und eine gewisse Lust auf Wiederholung des Genusses in sich bergen. Das ist aber genauso wenig verwerflich oder gar krankhaft wie das menschliche Bedürfnis nach Sonne und Licht.

Wer profitiert davon, uns so gründlich den Appetit zu verderben? Der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel hat einen erschreckenden Verdacht, den er mit schlüssigen Fakten untermauert: „Sowohl die sich als Verbraucherschützer gerierenden NGOs als auch die Medien, die ein solches Thema willig aufgreifen, machen sich zu Handlangern von Konzernen, die an neuen Märkten basteln“, so lautet seine Überzeugung in dem investigativen Buch „Schluss mit Essverboten“ (Plassen-Verlag).

Strategisch geschickt haben Pharmaunternehmen über viele Jahre durch die Schaffung eines passenden Meinungsklimas einen Milliardenmarkt für Schlankheits- und Entwöhnungspillen entwickelt, für den nach Brendels Recherche sogar die Weltgesundheitsorganisation WHO mit ihren Empfehlungen instrumentalisiert wurde. „Eigentlich muss es doch nachdenklich stimmen, dass alle wesentlichen Leiden der Wohlstandsgesellschaft am Gewicht hängen sollen“, so Brendel. Zumal die Lebenserwartung der Menschen kontinuierlich steigt. Aber dieser Mix aus Übergewicht, Zucker und Sucht – kontinuierlich thematisiert und dramatisiert – bildet natürlich einen idealen Nährboden für pharmazeutische Cocktails. Neue Märkte brauchen neue Krankheiten. Man nehme die Übergewichtsproblematik, erkläre sie mit dem weit verbreiteten Zuckerkonsum, und erhält durch dieses Konstrukt ein gigantisches Absatzpotenzial. Brendels Buch liest sich wie ein Krimi und lässt die ganzen Diskussionen um Übergewicht und Ernährung in einem völlig neuen Licht erscheinen. „Schluss mit Essverboten“ sollte Pflichtlektüre für Politiker, NGOs sowie Medienvertreter sein und für jeden Konsumenten, der wieder ohne schlechtes Gewissen Freude an der täglichen Ernährung haben möchte.

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Körperliche Beschwerden bei Kids

Entspannung und Bewegung kommen zu kurz

Körperliche Beschwerden bei Kids

Grafik: komm-in-schwung.de (No. 5959)

sup.- Körperliche Beschwerden, die nicht durch eine Akuterkrankung, sondern durch psychosomatische Faktoren bedingt sind, treten bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger auf. Nach Ergebnissen des Präventionsradars 2017 der DAK-Gesundheit leiden 24 Prozent der Kids zwischen zehn und 18 Jahren jede Woche oder sogar häufiger unter Kopfschmerzen, weitere 31 Prozent jeden Monat. Zu den weit verbreiteten körperlichen Symptomen gehören zudem Bauch- sowie Rückenschmerzen, außerdem Schlafstörungen.

Für diese psychosomatischen Probleme gibt es vor allem zwei Ursachen: Stress und mangelnde Bewegung. Laut dem Präventionsradar geben 43 Prozent der befragten Kids an, dass sie sich regelmäßig gestresst fühlen. Nach Einschätzung der Lehrer, das hat kürzlich eine repräsentative Forsa-Umfrage offenbart, gehören zu den wesentlichen Stress-Faktoren von Schülern aber nicht in erster Linie die Anforderungen in der Schule, sondern vor allem die enorme mediale Reizüberflutung durch Smartphones, Tablets und Spielkonsolen, hinzu kommt oft der hohe Erwartungsdruck der Eltern bezüglich der schulischen Leistungen.

Eng verbunden mit dem zeitaufwändigen Konsum von digitalen Medien ist der große Mangel an körperlicher Aktivität in der Freizeit. Der Präventionsradar hat gezeigt, dass nur noch 17 Prozent der 10- bis 18-Jährigen der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von mindestens täglich 60 Minuten moderater Bewegung entsprechen.

Wenn Kinder auffällig unter psychosomatischen Beschwerden leiden, sollte dies für Ärzte wie auch für Eltern ein klarer Hinweis dafür sein, dass Veränderungen des Lebensstils und damit oftmals auch verbunden Veränderungen der Erwartungshaltung der Erziehungsberechtigen erforderlich sind. Neben einem Defizit an Bewegung und chronisch empfundener Stressbelastung wirken sich auch unregelmäßige Schlaf- und Essenszeiten sowie fehlende Entspannungsphasen negativ auf die physische wie psychische Gesundheit von Heranwachsenden aus. Wertvolle Anregungen zu einem dem jeweiligen Alter ihrer Sprösslinge entsprechend angemessenen Lebensstil finden Eltern z. B. auf den Portalen www.familienaufstand.de, www.kindergesundheit-info.de sowie www.komm-in-schwung.de.

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