Tag Archives: WHO

Kunst Kultur Gastronomie

Schluss mit Essverboten

Warum die Pharmaindustrie uns den Appetit verdirbt

Schluss mit Essverboten

Foto: Plassen-Verlag (No. 5980)

sup.- Es ist eine vermeintliche Kausalkette, an die mittlerweile viele Menschen glauben: Zucker und mit Zucker zubereitete Lebensmittel machen dick, krank und süchtig. Wissenschaftliche Fakten, die einen solchen Zusammenhang belegen, gibt es nicht, es zählt allein der Glaube. Aber warum ist ausgerechnet Zucker zum Sündenbock auserkoren worden? Weil dieser Nährstoff in vielen Lebensmitteln und fast allen wohlschmeckenden Nahrungsmitteln steckt, ist er der ideale Hebel für diejenigen, die gegen die heutige Ernährungswirtschaft zu Felde ziehen. Nur was den Menschen schmeckt, taugt schließlich für den ideologischen Kampf. Und für die Geschmacksnote süß haben Menschen eine angeborene Vorliebe, woraus sich dann ableiten lässt, dass Zucker angeblich süchtig macht. Korrekt ist, dass wohlschmeckende Speisen Freude machen und eine gewisse Lust auf Wiederholung des Genusses in sich bergen. Das ist aber genauso wenig verwerflich oder gar krankhaft wie das menschliche Bedürfnis nach Sonne und Licht.

Wer profitiert davon, uns so gründlich den Appetit zu verderben? Der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel hat einen erschreckenden Verdacht, den er mit schlüssigen Fakten untermauert: „Sowohl die sich als Verbraucherschützer gerierenden NGOs als auch die Medien, die ein solches Thema willig aufgreifen, machen sich zu Handlangern von Konzernen, die an neuen Märkten basteln“, so lautet seine Überzeugung in dem investigativen Buch „Schluss mit Essverboten“ (Plassen-Verlag).

Strategisch geschickt haben Pharmaunternehmen über viele Jahre durch die Schaffung eines passenden Meinungsklimas einen Milliardenmarkt für Schlankheits- und Entwöhnungspillen entwickelt, für den nach Brendels Recherche sogar die Weltgesundheitsorganisation WHO mit ihren Empfehlungen instrumentalisiert wurde. „Eigentlich muss es doch nachdenklich stimmen, dass alle wesentlichen Leiden der Wohlstandsgesellschaft am Gewicht hängen sollen“, so Brendel. Zumal die Lebenserwartung der Menschen kontinuierlich steigt. Aber dieser Mix aus Übergewicht, Zucker und Sucht – kontinuierlich thematisiert und dramatisiert – bildet natürlich einen idealen Nährboden für pharmazeutische Cocktails. Neue Märkte brauchen neue Krankheiten. Man nehme die Übergewichtsproblematik, erkläre sie mit dem weit verbreiteten Zuckerkonsum, und erhält durch dieses Konstrukt ein gigantisches Absatzpotenzial. Brendels Buch liest sich wie ein Krimi und lässt die ganzen Diskussionen um Übergewicht und Ernährung in einem völlig neuen Licht erscheinen. „Schluss mit Essverboten“ sollte Pflichtlektüre für Politiker, NGOs sowie Medienvertreter sein und für jeden Konsumenten, der wieder ohne schlechtes Gewissen Freude an der täglichen Ernährung haben möchte.

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

Kontakt
Supress
Andreas Uebbing
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Medizin Gesundheit Wellness

Körperliche Beschwerden bei Kids

Entspannung und Bewegung kommen zu kurz

Körperliche Beschwerden bei Kids

Grafik: komm-in-schwung.de (No. 5959)

sup.- Körperliche Beschwerden, die nicht durch eine Akuterkrankung, sondern durch psychosomatische Faktoren bedingt sind, treten bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger auf. Nach Ergebnissen des Präventionsradars 2017 der DAK-Gesundheit leiden 24 Prozent der Kids zwischen zehn und 18 Jahren jede Woche oder sogar häufiger unter Kopfschmerzen, weitere 31 Prozent jeden Monat. Zu den weit verbreiteten körperlichen Symptomen gehören zudem Bauch- sowie Rückenschmerzen, außerdem Schlafstörungen.

Für diese psychosomatischen Probleme gibt es vor allem zwei Ursachen: Stress und mangelnde Bewegung. Laut dem Präventionsradar geben 43 Prozent der befragten Kids an, dass sie sich regelmäßig gestresst fühlen. Nach Einschätzung der Lehrer, das hat kürzlich eine repräsentative Forsa-Umfrage offenbart, gehören zu den wesentlichen Stress-Faktoren von Schülern aber nicht in erster Linie die Anforderungen in der Schule, sondern vor allem die enorme mediale Reizüberflutung durch Smartphones, Tablets und Spielkonsolen, hinzu kommt oft der hohe Erwartungsdruck der Eltern bezüglich der schulischen Leistungen.

Eng verbunden mit dem zeitaufwändigen Konsum von digitalen Medien ist der große Mangel an körperlicher Aktivität in der Freizeit. Der Präventionsradar hat gezeigt, dass nur noch 17 Prozent der 10- bis 18-Jährigen der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von mindestens täglich 60 Minuten moderater Bewegung entsprechen.

Wenn Kinder auffällig unter psychosomatischen Beschwerden leiden, sollte dies für Ärzte wie auch für Eltern ein klarer Hinweis dafür sein, dass Veränderungen des Lebensstils und damit oftmals auch verbunden Veränderungen der Erwartungshaltung der Erziehungsberechtigen erforderlich sind. Neben einem Defizit an Bewegung und chronisch empfundener Stressbelastung wirken sich auch unregelmäßige Schlaf- und Essenszeiten sowie fehlende Entspannungsphasen negativ auf die physische wie psychische Gesundheit von Heranwachsenden aus. Wertvolle Anregungen zu einem dem jeweiligen Alter ihrer Sprösslinge entsprechend angemessenen Lebensstil finden Eltern z. B. auf den Portalen www.familienaufstand.de, www.kindergesundheit-info.de sowie www.komm-in-schwung.de.

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

Kontakt
Supress
Andreas Uebbing
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Medizin Gesundheit Wellness

Natriumarme und kaliumreiche Ernährung kann Leben retten

DGE optimiert Kalium- und Natrium-Referenzwerte

Natriumarme und kaliumreiche Ernährung kann Leben retten

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Anfang diesen Jahres die Referenzwerte für die Zufuhr von Kalium, Natrium und Chlorid aktualisiert. Sie nähert sich damit den Empfehlungen der international maßgeblichen Institutionen WHO (Weltgesundheitsorganisation) und FNB (Food and Nutrition Board der USA) an. Das wurde höchste Zeit, da Bluthochdruck inzwischen – noch vor dem Rauchen – weltweit der wichtigste Risikofaktor für vorzeitigen Tod und schwere Behinderung ist. Zentrale Ursache von Bluthochdruck ist – neben Übergewicht – die heute weltweit übliche salzreiche, kaliumarme Ernährungsweise. Damit kann eine salzarme, kaliumreiche Ernährung Millionen von Menschenleben retten und ist eine der wichtigsten und wissenschaftlich am besten belegten gesundheitlichen Empfehlungen überhaupt.

Umso bemerkenswerter ist es, dass diese wohl wichtigste Nährwertanpassung, die die DGE je vornahm, keine Schlagzeilen in der Presse machte.

Kalium – nur wenige erreichen die US-Empfehlung

Kalium ist quantitativ der wichtigste Mineralstoff in der Ernährung. Kalium steuert einen normalen Blutdruck, die Muskelfunktion und das Nervensystem. Lange Zeit lag die Empfehlung der DGE für Kalium bei täglich 2000 mg. Anfang des Jahres 2017 hat die DGE ihre Empfehlung nun auf 4000 mg Kalium pro Tag auf das Doppelte angepasst (DGE, 2017a). Eine längst fällige Aktualisierung, wenn man die gesundheitliche Bedeutung von Kalium berücksichtigt.

Der Wert liegt jedoch noch immer unter der Empfehlung des Food and Nutrition Board (FNB) der USA. Das FNB erachtet unter Gesundheitsaspekten für Erwachsene 4,7 g Kalium täglich als notwendig (FNB, 2004). 75 % der Männer und 90 % der Frauen in Deutschland erreichen diese US-Empfehlung nicht (MRI, 2008). Obwohl Frauen mehr Gemüse und Obst verzehren, haben sie im Vergleich zur offiziellen US-Empfehlung ein Kaliumdefizit von 1560 mg (33 %). Andere Daten legen nahe, dass die Zufuhr von Kalium ohne Supplemente sogar noch niedriger ist und im Median bei täglich 2740 mg liegt (BgVV, 2002).

Natrium – viel zu viel bei fast allen

Natrium nehmen wir überwiegend in Form von Natriumchlorid zu uns, also als Kochsalz. Die DGE nennt für Kochsalz einen Orientierungswert von 6 g pro Tag. Bei den vor Kurzem überarbeiteten Schätzwerten für die angemessene Zufuhr empfiehlt sie jedoch täglich 1,5 g Natrium und 2,3 g Chlorid, umgerechnet in Kochsalz wären das 3,8 g (DGE, 2017a). Damit stimmt sie mit der Empfehlung der American Heart Association (AHA) überein, die täglich nicht mehr als 1,5 g Natrium (= 3,8 g Salz) empfiehlt (AHA, 2013). Die Empfehlung der WHO liegt bei 2 g Natrium (= 5 g Salz) pro Tag (WHO, 2013).

In Deutschland nehmen die meisten Menschen deutlich mehr Natrium auf: Bei den Männern sind es im Durchschnitt 3,6-4,5 g am Tag (Elliot und Brown, 2006; MRI, 2013), das entspricht 9,2-11,4 g Kochsalz täglich. Die Hauptquellen für Natrium sind Brot, Fertignahrungsmittel, salzige Würzen und Fleischwaren.

Starker Einfluss von Kalium und Natrium auf den Blutdruck

Jeder zweite Deutsche stirbt mittlerweile an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bluthochdruck ist dabei einer der wichtigsten Risikofaktoren. 54 % aller Schlaganfälle weltweit werden durch zu hohen Blutdruck ausgelöst, bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße sind es 47 % (Lawes et al., 2008). Fast jeder zweite erwachsene Deutsche leidet an Bluthochdruck, ab dem sechzigsten Lebensjahr sind sogar 80 % der Bevölkerung betroffen (RKI, 2008). Eine beginnende Hypertonie wird dabei meistens lange Zeit nicht bemerkt.

Da bereits eine leichte Erhöhung des Blutdrucks über den Normalwert von 120/80 mmHg zu gesundheitlichen Schäden führen kann, haben das American College of Cardiology und die American Heart Association jetzt ihre Leitlinien angepasst. Der Grenzwert für eine arterielle Hypertonie wurde von 140/90 mmHg auf 130/80 mmHg gesenkt (Whelton et al., 2017). Es wird erwartet, dass es auch in Deutschland und Europa eine Anpassung der Richtwerte geben wird.

Da Kalium bei der Blutdruckregulation der natürliche Gegenspieler von Natrium ist, ist sowohl die Aufnahme von Kalium aber auch die Reduktion von Natrium für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks sehr wichtig. In der Evidence Analysis Library der Academy of Nutrition and Dietetics werden bei Bluthochdruck neben diversen Maßnahmen auch die Reduktion von Natrium und die Aufnahme von Kalium über Lebensmittel und Supplemente empfohlen (Lennon et al., 2017).

WHO-Empfehlung zum Kalium-Natrium-Verhältnis

Aufgrund der klaren Studienlage hat auch die WHO ihre Richtlinien zur Zufuhr von Natrium und Kalium angepasst: mindestens 3,5 g Kalium (WHO, 2012), maximal 2 g Natrium täglich (WHO, 2013). Wer mehr als 2 g Natrium aufnimmt – und das macht fast jeder – sollte mehr als 3,5 g Kalium zuführen. Mit diesen Werten wird eine Natrium- und Kaliumzufuhr in einem molaren Verhältnis von mindestens 1:1 erreicht, ein Verhältnis, das die Gesundheit aktiv unterstützt (Natrium-Kalium-Verhältnis in Gramm: 1:1,7). Gehen wir von diesen sinnvollen, bestens belegten neuen WHO-Empfehlungen aus, ergibt sich z. B. bei einer tatsächlichen mittleren Zufuhr von 4,5 g Natrium (Elliott und Brown, 2006) die Notwendigkeit, 7,6 g Kalium (im Mittel) aufzunehmen – beinahe das Doppelte der seit Kurzem in Deutschland geltenden Empfehlungen. Ein gesundes Natrium-Kalium-Verhältnis ist nur durch die Kombination beider Maßnahmen zu erreichen: salzarme und kaliumreiche Ernährung. Das bedeutet praktisch: viel Gemüse, Obst, Kräuter, Hülsenfrüchte und Nüsse, wenig industriell verarbeitete und salzreiche Nahrungsmittel wie Chips, Pommes, Wurst, Fleischwaren und Käse.

Die DGE empfiehlt täglich 5 Portionen Gemüse und Obst (DGE, 2017b), doch in Deutschland erreichen nur circa 10 % der Erwachsenen diese Empfehlung (Rabenberg und Mensink, 2011). Diese Zahlen zeigen, wie gesundheitspolitisch ungemein wichtig nationale Kampagnen zur Natriumreduktion und Erhöhung der Kaliumzufuhr wären. In Deutschland lernen Ärzte und Apotheker in ihrer Ausbildung überwiegend die Gefahren einer Hyperkaliämie (zu hohe Kaliumwerte im Blut) kennen. Diese ist jedoch vor allem für Nierenkranke ein Problem. Der immense, bestens belegte gesundheitliche Nutzen, den Kalium für gesunde Personen hat, wird in der Ausbildung schlichtweg nicht oder nur nebenbei vermittelt.

Klinisch beste Evidenz: effektive Blutdruck-Senkung durch wenig Natrium, aber viel Obst und Gemüse

Die DASH Diet (Dietary Approaches to Stop Hypertension) ist die wissenschaftlich am besten belegte und erfolgreichste Ernährungsweise, die in den USA aktiv von staatlicher und medizinischer Seite empfohlen wird. In einer aktuellen großen Studie konnte durch die Kombination von Natrium-Reduktion plus DASH-Ernährung (natriumarm, reich an Kalium, Magnesium und Calcium) bei Patienten mit Bluthochdruck der systolische Wert gesenkt werden. Der Effekt war dabei umso stärker, je höher der Ausgangswert des systolischen Blutdrucks war (Senkung um 20,8 mmHg bei einem Ausgangswert von größer/gleich 150 mmHg) (Juraschek et al., 2017).

Übergewicht und Stresshormone machen salzreiche Ernährung besonders gefährlich

Dauerstress, Übergewicht, Insulinresistenz und eine säurebildende Ernährung lassen die Cortisol- und Aldosteronspiegel ansteigen. Cortisol ist das wichtigste Stresshormon. Gemeinsam mit dem anderen Nebennierenhormon Aldosteron spielt es eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts. Auch eine protein- und salzreiche, kaliumarme Ernährung lässt die Aldosteron- und Cortisolspiegel ansteigen. So werden zwar die überschüssigen Säuren und Stickstoff aus unserer proteinreichen Nahrung ausgeschieden, gleichzeitig kommt es aber zu einer weiteren Überladung mit Salz und zum Verlust der wichtigen Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Calcium.

Die Auswirkungen können auf Dauer dramatisch sein: metabolisches Syndrom, Bluthochdruck, Lymphödeme und ödematöse Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Herzarrhythmien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Kollagenablagerungen, Entzündungen, Fibrosierung von Herz- und Blutgefäßen, Muskelschwäche, eine gesteigerte Entzündungsaktivität bis hin zu Herzversagen oder einem nephrotischen Syndrom.

Ernährung von Naturvölkern als Vorbild

Während unsere Vorfahren noch ca. 10,5 g Kalium pro Tag verzehrten, wird heute über Kochsalz vor allem sehr viel Natrium aufgenommen (Remer und Manz, 2003). Doch unser Stoffwechsel ist evolutionsbiologisch nicht auf die heute oft kaliumarme sowie salz- und proteinreiche Ernährung eingestellt (Sebastian et al., 2002).

Das zeigt auch der Vergleich mit Naturvölkern. Die Yanomami-Indianer sind die größte indigene Volksgruppe im Amazonasgebiet und so gesund wie kaum ein anderes Volk auf der Welt. Sie bewegen sich viel und ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blattgemüse, Wurzeln und Knollen. Sie praktizieren also eine traditionelle, vorwiegend pflanzliche Ernährung, die reich an Basen- und Mineralstoffen (Kalium, Magnesium) und natriumarm ist. Speisesalz ist den Yanomami völlig unbekannt. Diese Ernährung gepaart mit ihrem Bewegungsverhalten schützt ihre Nieren, Knochen, Nerven und das Herz-Kreislauf-System und bewahrt sie vor Bluthochdruck. Während in Deutschland Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache darstellen, sind Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen den Indianern lebenslang unbekannte Erkrankungen. Ihre Ernährung ist insgesamt basenbildend – so wie es Jahrtausende für den Menschen üblich war.
In der INTERSALT-Studie wurde festgestellt, dass die Yanomami-Indianer in Brasilien täglich ca. 8 g Kalium zu sich nehmen und mit 0,9 mmol/24 h eine sehr geringe renale Natriumausscheidung haben. Außerdem sind die Blutdruckwerte durchschnittlich sehr niedrig (systolischer Blutdruck: 95,4 mmHg; diastolischer Blutdruck: 61,4 mmHg) (Mancilha-Carvalho und Souza e Silva, 2003).

Ähnlich basenbildend und lebensverlängernd ist die relativ proteinarme, mineralstoffreiche traditionelle Ernährungsweise in Okinawa, wo es seit Jahrtausenden weltweit prozentual die meisten über hundertjährigen Menschen gibt. Deshalb wird Okinawa auch als „Insel der Unsterblichen“ bezeichnet. Im Schnitt verzehrten die Okinawas im Jahr 1949 jeden Tag 5200 mg Kalium und 1130 mg Natrium (Willcox et al., 2007).

Dr. Jacobs Ernährungsplan – Synthese der wissenschaftlich besten Ernährungsweisen

Das Fachbuch „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts – Die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten“ vereint persönliche Erfahrungswerte mit den besten Ernährungskonzepten der Welt in einem praxisnahen Ernährungsplan – auf der wissenschaftlichen Basis von über 1400 zitierten Studien und Literaturstellen. Dr. Jacobs Ernährungsplan dient der wirkungsvollen, gesunden und nachhaltigen Optimierung von Blutdruck, Körpergewicht, Bauchumfang und Stoffwechsel, die sich in einer Normalisierung von Triglyzerid-, Cholesterin-, Blutzucker- und Insulinwerten widerspiegelt. Die Basis bildet eine kalorienreduzierte, vitalstoff- und pflanzenreiche, und damit kaliumreiche und salzarme Ernährung.

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

Das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung ( http://www.drjacobsinstitut.de) hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungs- und Naturheilkunde wissenschaftlich aufzuklären.

Kontakt
Dr. Jacobs Institut
Dr. rer. nat. Susanne Cichon
Egstedterstraße 46
55262 Heidesheim

info@drjacobsinstitut.de
http://www.drjacobsinstitut.de

Medizin Gesundheit Wellness

Deutsche Bevölkerung braucht mehr Bewegung

Körperliche Aktivität verlängert das Leben

Deutsche Bevölkerung braucht mehr Bewegung

Foto: Fotolia / satori (No. 5905)

sup.- Weniger als die Hälfte der deutschen Bevölkerung, nämlich 43 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer, erreicht noch die Minimal-Bewegungsempfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 150 Minuten pro Woche, also täglich etwa 20 Minuten. Das zeigen Erhebungen des Robert Koch-Instituts. Als körperliche Aktivität hat das Institut jede Bewegung definiert, die durch die Skelettmuskulatur erzeugt wird und den Energieverbrauch über den Grundumsatz anhebt. Zu diesen Aktivitäten zählen z. B. Radfahren, Joggen, Fußballspielen oder Schwimmen, die eine erhöhte Atem- sowie Herzfrequenz bewirken und über einen Zeitraum von mindestens zehn Minuten ohne Unterbrechung ausgeübt werden.

Wie hoch der Stellenwert von regelmäßiger körperlicher Aktivität für ein gesundes, langes Leben ist, hat aktuell die kanadische PURE-Studie gezeigt, die bislang größte Untersuchung zu diesem Thema. Bei dieser Langzeitstudie von Wissenschaftlern der McMaster Universität in Hamilton sind über 130.000 Menschen aus 17 Ländern der Welt standardisiert zu ihrem Bewegungsverhalten befragt und im Mittel 6,9 Jahre beobachtet worden. Das Ergebnis: 150 Minuten Bewegung pro Woche reichen aus, um weltweit etwa einen von zwölf Todesfällen zu verhindern. Bereits moderate körperliche Aktivität senkte das Sterberisiko im Laufe von knapp sieben Jahren um 20 Prozent im Vergleich zu einem geringen Bewegungspensum (< 150 Minuten/Woche). Insbesondere die kardiovaskuläre Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahm dabei um 14 Prozent ab. Der chronische Bewegungsmangel, der auf mehr als jeden zweiten Bundesbürger zutrifft, muss somit als ein maßgebliches Gesundheitsrisiko eingestuft werden. Eng verbunden mit dem weit verbreiteten Defizit an körperlicher Aktivität ist die Übergewichtsproblematik. Diesen Zusammenhang hat vor kurzem eine weltweite Studie unter Leitung der US-Universität Stanford, in die fast 720.000 Menschen aus 111 Ländern eingebunden waren, eindrucksvoll bestätigt. Diese Kausalität ist wenig verwunderlich, denn es ist seit langem bekannt, dass eine ausgewogene Energiebilanz, also das Verhältnis zwischen der Energieaufnahme über die Ernährung und dem Energieverbrauch durch Bewegung, entscheidenden Einfluss auf das Körpergewicht hat. Äußerst verwunderlich ist hingegen, dass in Deutschland im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussionen über die Ursachen für Übergewicht fast ausschließlich das Thema Ernährung steht. Als Feind von Normalgewicht wird hierzulande vor allem die Lebensmittelindustrie ins Feld geführt, die angeblich heimtückisch, um ihre Produkte begehrenswert zu machen, u. a. Zucker beimischt. „Insbesondere Organisationen wie Foodwatch, die selbsternannten Essensretter und obersten Appetitverderber, tragen erheblich dazu bei, dass die wesentlichen Faktoren für Übergewicht nicht auf der Basis von wissenschaftlichen Fakten, sondern unter ideologischen und interessengesteuerten Gesichtspunkten bewertet werden“, warnt der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel, bekannt als Autor des Buches „Die Zucker-Lüge“. Jüngstes Beispiel hierfür: In ihrem aktuellen Statement „Sieben Mythen zum Thema Zucker und Übergewicht“ behauptet Foodwatch allen Ernstes: „Die oft genannte These, dass sich Kinder und Jugendliche heute weniger bewegen als noch vor wenigen Jahrzehnten, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Auch für Erwachsene gibt es hier keine eindeutigen Ergebnisse“. Solche Äußerungen entbehren jeder Grundlage und sind in höchstem Maße verantwortungslos, weil sie dazu beitragen, den nachweislich lebensverkürzenden Bewegungsmangel zu verharmlosen. Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Medizin Gesundheit Wellness

In den Tropen gestochen? WHO empfiehlt Malaria-Schnelltest

Diagnose beim Arzt in nur zehn Minuten

In den Tropen gestochen? WHO empfiehlt Malaria-Schnelltest

Malaria-Schnelltest von Gabmed unterstützt die Diagnose. Ergebnis in nur zehn Minuten. (Bildquelle: @Gabmed 2017)

19.09.2017 – Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen nach der Tropenreise? Bei Verdacht auf Malaria empfiehlt die World Health Organisation (WHO) einen Malaria-Schnelltest. Dieser beschleunigt die Diagnose der gefährlichen Tropenkrankheit und ermöglicht es, unmittelbar eine adäquate Therapie einzuleiten. Was viele nicht wissen: Ärzte können den Schnelltest direkt in ihrer Praxis durchführen. Hierzu wird ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere auf eine Testkarte aufgetragen. Beim Malaria-Test von gabmed liegen die Ergebnisse bereits nach 10 Minuten vor.

Da Arztpraxen oft keinen Malaria-Schnelltest vorrätig haben, sollten Patienten dringend bei der Terminabsprache in der Praxis erwähnen, dass sie sich innerhalb der letzten Wochen in den Tropen aufgehalten haben. Petra Bleibtreu, Geschäftsführerin von gabmed: „Viele Ärzte sind auf Tropenerkrankungen nicht vorbereitet. Es macht daher Sinn, dass Patienten ihren Arzt direkt nach einem Malaria-Schnelltest fragen. Denn dieser ist ein wesentlicher Bestandteil der Diagnose und einer gezielten Therapie.“

Mit jährlich über 400 Millionen Todesfällen gehört Malaria noch immer zu den weltweit tödlichsten Infektionskrankheiten. Ausgelöst wird diese von dem einzelligen Parasiten Plasmodium, der in die roten Blutkörperchen eindringt und über Mückenstiche übertragen wird. Zum Schutz dienen Moskitonetze, Sprays sowie eine medikamentöse Prophylaxe. Laut Statista 2017 wurden 2016 deutschlandweit 970 Malaria-Fälle gemeldet.

WHO – Aus dem Malaria-Report 2016
„Bevor eine Behandlung eingeleitet wird, empfiehlt die WHO für alle Menschen mit Verdacht auf Malaria einen diagnostischen Schnelltest. „Rapid diagnostic Tests“ (RDTs), die in den letzten zehn Jahren weit verbreitetet wurden, machen es leichter, zwischen Malaria- und Nicht-Malaria-Fieber zu unterscheiden und so eine angemessene Behandlung zu ermöglichen“. Link: http://www.who.int/malaria/media/world-malaria-report-2016/en/

Die gabmed GmbH ist ein Tochterunternehmen des Alere Konzerns, einem der weltweit führenden Anbieter diagnostischer Schnelltests. Gabmed ist nach DIN EN 13485 zertifiziert und steht für höchste Qualitätsanforderungen.

Kontakt
Gabmed GmbH
Frank Ambrosius
Am Wassermann 28
-50829 Köln
5 0221-69 73-176
f.ambrosius@gabmed.de
http://www.gab-med.de

Politik Recht Gesellschaft

?Weltweite Aufmerksamkeit für gutes Hören WHO verabschiedet Resolution zur Hörgesundheit

?Weltweite Aufmerksamkeit für gutes Hören  WHO verabschiedet Resolution zur Hörgesundheit

(Mynewsdesk) FGH, 2017. Weltweite Hörprävention und der Zugang zu einer guten Hörversorgung – das soll in Zukunft ein wesentliches gesundheitspolitisches Ziel der Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sein. Dazu haben die Delegierten des 70. Weltgesundheitsforums in Genf am 30. Mai 2017 eine entsprechende Resolution verabschiedet. Die Mitgliedsstaaten sollen sich künftig stärker auf die Prävention und die Versorgung von Hörverlusten konzentrieren als bisher. Dies betrifft auch die Versorgung von Kleinkindern, Kindern und Risikogruppen.

Die WHO fordert ihre Mitglieder auf, die langfristige Verbesserung der Hörvorsorge und den Zugang zur Versorgung mit Hörsystemen in die nationalen Gesundheitsprogramme aufzunehmen. Dazu zählen Hörscreenings bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern, aber auch Überprüfungen der Hörleistung bei Erwachsenen und Risikogruppen. Es wird ebenfalls die Ausbildung von Fachpersonal und der flächendeckende Zugang zu einer bezahlbaren und qualifizierten Hörversorgung gefordert. Laut WHO haben rund 360 Millionen Menschen auf der Welt einen Hörverlust, darunter ca. 32 Millionen Kinder. Fast 90% der Betroffenen leben in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Diese Länder bieten meist keine ausreichenden Mittel und Vorgehensweisen für eine Versorgung mit Hörgeräten, sodass viele Betroffene unterversorgt oder sogar ganz ohne Hörtest oder Hörhilfe leben müssen.

„Die Fördergemeinschaft Gutes Hören unterstützt die Resolution der WHO. Sie ist ein wichtiger Schritt, denn gutes Hören und Hörgesundheit müssen für alle Menschen gelten. Wir setzen uns in Deutschland seit über 50 Jahre dafür ein und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnerakustikern daran, den Betroffenen den Weg zum guten Hören zu erleichtern,“ so Jürgen Matthies, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH). Die FGH ist seit 1966 deutschlandweit erfolgreich im Bereich Hörprävention und Aufklärung aktiv. Sie stellt ausführliche Gesundheitsinformationen für Menschen mit Hörminderungen und Menschen, die

an gutem Hören interessiert sind, bereit. Mit professionellen Medieninformationen sorgt die hersteller-unabhängige Organisation für die regelmäßige und flächendeckende Verbreitung von Informationen zu relevanten Themen der Hörgesundheit. Neben der Aufklärung im Internet, bietet die FGH außerdem eine große Auswahl an Informationsbroschüren für Interessierte an, die bei den Partnerakustikern erhältlich sind oder online bestellt werden können. Darüber hinaus unterstützt sie den Welttag des Hörens und setzt sich gezielt für die Prävention an Schulen ein. Diese Inhalte und Werte vertritt die FGH gemeinsam mit ihren bundesweit rund 1500 Partnerakustikern.

Um die Menschen konkret über die Werte des guten Hörens aufzuklären und persönlich anzusprechen, veranstaltet die FGH jährlich mit der Hörtour eine umfassende gesundheitliche Aufklärungsaktion, bei der in über 300 Städten in ganz Deutschland Hörtests auf öffentlichen Plätzen durchgeführt werden. Die FGH Hörtour geht aktuell am 09. August, nach einer kurzen Sommerpause, in die zweite Runde. Somit steht der Spätsommer ganz im Zeichen des guten Hörens, wenn in vielen Städten bundesweit Hörtests und Beratungen durchgeführt werden. Termine und Orte unter  www.fgh-info.de/aktionen/hoertour/

Als Hörexperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH Partnerakustiker zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen Hörtest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter Hörgeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Die FGH Partner sind zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in der Nähe findet man unter www.fgh-info.de

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: „FGH“

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Fördergemeinschaft Gutes Hören

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/7o9eco

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/sozialpolitik/weltweite-aufmerksamkeit-fuer-gutes-hoeren-who-verabschiedet-resolution-zur-hoergesundheit-74899

Bessere Kommunikation und mehr Lebensqualität durch moderne Hörakustik – die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert bundesweit und vermittelt Hörexperten

Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Tatsächlich sind es aber nur rund 3 Millionen Menschen, die mit der modernern Hörakustik ihre Höreinschränkungen kompensieren.

Das sind viel zu wenig, sagen einstimmig die Fachleute aus Medizin und Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels moderner Hörakustik kompensieren.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) betreibt deshalb im Rahmen gesundheitlicher Vorsorge bundesweit Aufklärungsarbeit über gutes Hören und organisiert zusammen mit ihren Partner-Akustikern Informations- und Hörtest-Aktionen. Die FGH versteht sich als Ratgeber für Menschen mit Hörminderungen und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die an gutem Hören interessiert sind. Auch für Fachleute und Journalisten ist die FGH eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Informationen rund ums Hören und um die Hörakustik geht.

Freiwillige Mitglieder in der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind deutschlandweit rund 1.500 Meisterbetriebe für Hörakustik. Das gemeinsame Ziel der FGH Partner ist es, Menschen mit Hörproblemen wieder zu gutem Hören zu verhelfen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung des Hörbewusstseins in der Öffentlichkeit. Dazu zählt auch die Bedeutung guten Hörens für die individuelle Lebensqualität. Wer gut hört, kann aktiv und ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hören bedeutet nicht nur besser verstehen, sondern auch besser leben.

Das große Hörportal http://www.fgh-info.de bietet einen umfassenden Überblick zum Thema. Dort können auch weiterführende Informationen bestellt und schnell ein FGH Partner in Wohnortnähe gefunden werden. So einzigartig wie das Hören des Einzelnen, so individuell ist auch die persönliche Beratung. Wer sich für gutes Hören und die moderne Hörsystemanpassung interessiert, sollte das Gespräch mit seinem FGH Partner suchen. Die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft stehen für eine große Auswahl von Hörlösungen, faire und umfassende Beratung und höchste Qualität. Die Partnerbetriebe der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind am gemeinsamen Zeichen, dem Ohr-Symbol zu erkennen.

Fördergemeinschaft Gutes Hören im Internet:
http://www.fgh-info.de

Firmenkontakt
Fördergemeinschaft Gutes Hören
Karsten Mohr
Königstraße 5
30175 Hannover
0511 76333666
presse@fgh-info.de
http://www.themenportal.de/sozialpolitik/weltweite-aufmerksamkeit-fuer-gutes-hoeren-who-verabschiedet-resolution-zur-hoergesundheit-74899

Pressekontakt
Fördergemeinschaft Gutes Hören
Karsten Mohr
Königstraße 5
30175 Hannover
0511 76333666
presse@fgh-info.de
http://shortpr.com/7o9eco

Politik Recht Gesellschaft

Alles ohne Kompetenz

AOK schwimmt auf der Anti- Zucker-Welle

Von Detlef Brendel

Die Irreführung der Menschen treibt extreme Blüten. Auch die AOK will jetzt mit einer nationalen Kampagne zur Zuckerreduktion Attraktivität ausstrahlen. Dass sie dabei mit gezinkten Karten spielt und sowohl auf wissenschaftliche Fakten als auch seriöse Begründungen verzichtet, nimmt sie billigend in Kauf. Die Kampagne ist für das eigene Image gedacht und nicht für die Interessen der Mitglieder. Eindrucksvoller kann eine Krankenkasse nicht zeigen, dass der wirtschaftliche Erfolg Priorität in Relation zur Gesundheit der Menschen hat.

Die fadenscheinige Begründung zur Kampagne muss Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, liefern. Er biegt sich seine Argumente passend. Niveau und Ernsthaftigkeit bleiben dabei auf der Strecke. „Wenn ein Kind zu dick ist, bewegt es sich weniger.“ Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht. Wenn ein Kind sich zu wenig bewegt, weil es nur noch virtuell unterwegs ist, wird es zu dick. So wäre es richtig und sinnvoll. In seiner Praxis sieht er nach eigenem Bekunden bei den Kindern ständig schwarze, faule Zähne. Welche Patienten hat der Mann? Nach der im August 2016 von der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung publizierten Mundgesundheitsstudie sind 81,3 Prozent der 12-jährigen Kinder, die angeblich vor dem Zucker zu schützen sind, vollkommen kariesfrei. Während der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatten 12-jährige Kinder in Deutschland durchschnittlich sieben kariöse Zähne. Welche dramatischen Konsequenzen hatte seither der Zuckerverzehr? Heute sind es durchschnittlich 0,7 kariöse Zähne.

Dieser Realitätsverlust erinnert an die WHO, die für ihre im Jahr 2015 gegebene Empfehlung zum Zucker-Verzehr im Hinblick auf das Übergewicht Daten einer Karies-Studie in Japan aus dem Jahr 1946 verwendet hat. Ist das seriöse Wissenschaft? Aber wer sieht schon so genau hin, wenn es dem Zeitgeist entspricht?

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands prangert an, dass Zucker von der Industrie versteckt wird und Eltern oft nicht wissen, wieviel Zucker in Essen und Getränke enthalten sei. Sie wissen aber auch nicht, wieviel Eiweiß im Quark enthalten ist. Beides könnte man nach einem Blick auf die Verpackung wissen. Dort steht es, wenn man es denn wissen will. Das ist Transparenz.

In populistischer Weise will die AOK auf der Anti-Zucker-Welle mitschwimmen. Das schafft Image. Die Nahrungsmittel, die einen höheren glykamischen Index als Zucker haben, interessieren nicht. Fakten werden ausgeblendet. Die komplexen Ursachen für Adipositas sind für eine platte Kampagne zu kompliziert. Und Diabetiker sind eigentlich willkommen. Warum sollte man als Kasse auf die Insulinkopfpauschale verzichten? Die AOK sollte sich fragen, ob es förderlich ist, mit „Alles ohne Kompetenz“ übersetzt zu werden.

Detlef Brendel ist Autor des Buches “ Die Zucker-Lüge„, in dem er sich u.a. kritisch mit den Irrungen der so genannten Ernährungsaufklärung und der Bevormundung der Verbraucher beschäftigt (Ludwig-Verlag ISBN 978-3-453-28075-5).

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Medizin Gesundheit Wellness

COPD ist eine Volkskrankheit

Instabile Patienten brauchen anti-entzündliche Therapie

COPD ist eine Volkskrankheit

Foto: Fotolia / WavebreakMediaMicro (No. 5848)

sup.- Nicht nur Nikotinkonsum, sondern auch Schadstoff-Belastungen am Arbeitsplatz und in der Umwelt sowie nicht angemessen behandelte Atemwegsinfekte können Ursache für das Entstehen einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sein. „Wir sehen heute öfter als früher Patienten, die nie geraucht haben und trotzdem an einer COPD leiden“, bestätigt Prof. Tobias Welte (Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover).

Die COPD hat sich längst zu einer Volkskrankheit entwickelt – Tendenz weiterhin steigend. In Deutschland sind Schätzungen zufolge rund 6,8 Mio. Menschen betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die COPD im Jahr 2030 bereits weltweit an dritter Stelle der Todesursachen stehen wird. Diese chronische Lungenerkrankung macht sich durch Atemnot, Husten und Auswurf bemerkbar, Ärzte sprechen deshalb von der so genannten AHA-Symptomatik.

COPD-Patienten sind oft instabil. Das heißt: Trotz der täglichen Inhalation von bronchienerweiternden Wirkstoffen (Bronchodilatatoren) ist ihre Lebensqualität durch eine ausgeprägte Symptomatik deutlich eingeschränkt und/oder ihr Zustand verschlechtert sich durch akute Krankheitsschübe (Exazerbationen), die z. B. durch Infekte ausgelöst werden können und u. a. durch Atemnot-Attacken charakterisiert sind. Solche „instabilen Patienten“ können laut Informationen von Dr. Kai-Michael Beeh (Institut für Atemwegsforschung, Wiesbaden) zusätzlich zu bronchienerweiternden von anti-entzündlichen Wirkstoffen (inhalative Steroide, ICS) profitieren. Empfehlenswert sind dann Kombinationspräparate, die beide Substanzen in einer extrafeinen Formulierung (z. B. Foster bzw. Foster Nexthaler) enthalten, damit auch die kleinen Atemwege, ein zentraler Ort des Krankheitsgeschehens bei der COPD, therapeutisch erreicht werden. In klinischer Entwicklungsphase ist zudem eine Dreifach-Kombination mit zwei langwirksamen bronchienerweiternden Wirkstoffen plus ICS, die nach Einschätzung von Dr. Beeh zu einer weiteren Optimierung der Therapie-Optionen bei schwerer COPD beitragen wird.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Medizin Gesundheit Wellness

Maßgeblich für gesundes Heranwachsen

Bewegungsfreudiger Lebensstil

Maßgeblich für gesundes Heranwachsen

Grafik: Supress (No. 5836)

sup.- Das Potenzial von regelmäßiger körperlicher Aktivität für das gesunde Heranwachsen von Kindern und umgekehrt die weitreichenden Probleme, die durch einen Mangel an Bewegung verursacht werden können, sind der Mehrheit der Bevölkerung viel zu wenig bewusst. Ausreichende Bewegungserfahrungen und Bewegungsmöglichkeiten sind insbesondere in den ersten zwölf Jahren prägend für die wachstums- und reifungsbedingten Veränderungen des Muskel-, Skelett- und Nervensystems. Bewegungsdefizite in diesem Lebensabschnitt können laut Informationen von Prof. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin) nicht wieder aufgeholt werden. Der Mediziner engagiert sich u. a. als Ratgeber für Eltern und Erzieher auf den Portalen www.fitte-schule.de sowie www.komm-in-schwung.de.

Ein bewegungsfreudiger Lebensstil wirkt sich nach Aussagen von Prof. Armbrecht nicht nur positiv auf den Knochen- und Muskelaufbau, die Herausbildung der Motorik und die Stärkung der Kondition aus. Er ist zudem die beste Prävention vor Übergewicht und den weitreichenden Konsequenzen, die sich aus einer chronisch unausgeglichenen Energiebilanz ergeben. Hinzu kommt: Auch die geistige Entfaltung, der Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins sowie der Erhalt von psychischer Stabilität werden ganz maßgeblich durch regelmäßige körperliche Aktivität im Alltag beeinflusst.

Umso bedenklicher ist es, dass heute weniger als die Hälfte (43 Prozent) der sechs- bis zwölfjährigen Kinder die Minimalanforderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von wenigstens 60 Minuten moderater bis intensiver Bewegung pro Tag erfüllen. Zu diesem Besorgnis erregenden Ergebnis ist eine Studie des Zentrums für Gesundheit und Bewegung der Deutschen Sporthochschule unter Leitung von Prof. Ingo Froböse gekommen. Es besteht also dringend Handlungsbedarf. Angemessene Rahmenbedingungen zur Förderung eines bewegungsfreudigen Lebensstils zu schaffen, ist dabei nicht nur die Aufgabe der Politik und der Schulsysteme. Als Animateure sind vor allem auch die Eltern gefragt. Und hier gilt unbestritten: Eltern müssen ihren Kindern ein Vorbild geben. Wenn sie selbst bevorzugt ihre Freizeit auf der Coach verbringen, wird der Nachwuchs nur schwer davon zu überzeugen sein, dass Bewegung durch Sport und Spiel Freude macht und das Wohlbefinden steigert. Also gemeinsam aktiv werden, muss die Devise heißen, ganz entsprechend dem Lebensmotto von Prof. Armbrecht: „Tue Deinem Körper etwas Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Medizin Gesundheit Wellness

Kindheit im psychischen Gleichgewicht

Bewegungsfreudiger Lebensstil wichtige Basis

Kindheit im psychischen Gleichgewicht

Grafik: Supress (No. 5780)

sup.- „Bewegt sich der Mensch, geht es ihm gut“, so lautet das schlichte Postulat von Dr. Axel Armbrecht, leitender Arzt des Instituts für Bewegungstherapie (Eutin), der sich als Experte u. a. auf dem Portal www.komm-in-schwung.de für einen bewegungsaktiven Lebensstil von Kindern und Jugendlichen stark macht. Und dieses Engagement ist heute wichtiger denn je: Auswertungen zeigen, dass weniger als die Hälfte der Sechs- bis Zwölfjährigen in Deutschland die Minimalanforderung der WHO von täglich einer Stunde moderater bis intensiver körperlicher Aktivität erfüllt. Der weitverbreitete Bewegungsmangel hat nicht nur negative Auswirkungen auf die wachstums- und reifungsbedingte Entwicklung des Muskel-, Skelett- und Nervensystems von Kindern sowie ihren Stoffwechsel und Energiehaushalt. Weniger bekannt ist: Auch das psychische Wohlbefinden wird erheblich beeinträchtigt. Laut der KiGGS Welle 1 des Robert Koch-Instituts haben bereits rund 27 Prozent der sieben- bis zehnjährigen Jungen und knapp 19 Prozent der gleichaltrigen Mädchen ein erhöhtes Risiko für psychische Auffälligkeiten wie z. B. Hyperaktivitäts- und Verhaltensstörungen sowie emotionale Probleme.

Ein wesentlicher Grund für die zunehmende Tendenz von psychischen und psychosomatischen Beschwerden bei Kids ist Wissenschaftlern zufolge ein bewegungsarmer, vorwiegend sitzender Lebensstil. Denn das Potenzial von regelmäßiger körperlicher Aktivität und sportlichem Einsatz für eine Kindheit im psychischen Gleichgewicht ist enorm: Spiel- und Bewegungserfahrungen sind maßgeblich für den Aufbau von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Sie fördern Ausgeglichenheit und begünstigen ausreichende Schlafzeiten. Kinder, die sich tagsüber ausgepowert haben, leiden bedeutend seltener unter Schlafstörungen. Studien belegen zudem eindrucksvoll, welche wichtige Rolle ein bewegungsfreudiger Lebensstil zur Stressbewältigung und zum Abbau von Aggressionen spielt. Außerdem bestätigen Untersuchungen, dass körperlich aktive Kinder weitgehend von depressiven Phasen verschont bleiben. „Regelmäßige und an das Alter der Kinder angepasste Bewegung kann eine Menge der Schwierigkeiten, mit denen sich Eltern und Erzieher heute auseinandersetzen müssen, lindern und beheben“, davon ist Dr. Armbrecht überzeugt. Den Nachwuchs in dem Aufbau seiner Fitness zu unterstützen, lohnt sich sowohl im Hinblick auf ein körperlich wie auch geistig und seelisch gesundes Heranwachsen.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de