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VEROVACCiNES GmbH erhält 3,1 Mio. Euro Förderung für die Impfstoffentwicklung

Junges Spin-Off der Universität Halle erhält als erstes Unternehmen in Sachsen-Anhalt eine Millionenförderung aus dem renommierten GO-Bio-Programm des Bundes.

VEROVACCiNES GmbH erhält 3,1 Mio. Euro Förderung für die Impfstoffentwicklung

Die VEROVACCiNES GmbH aus Halle (Saale) wurde 2017 als Spin-Off der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet und wird aus dem GO-Bio-Programm (Phase 2) des Bundes für drei Jahre gefördert. Damit sollen innovative Impfstoffe einer neuen Klasse weiterentwickelt werden, die drängende Probleme in der Tiergesundheit angehen.
Vorausgegangen ist die GO-Bio-Phase 1 Förderung an der Universität Halle unter der Projektleitung von Prof. Dr. Sven-Erik Behrens. Dabei wurde eine patentgeschützte Impfstofftechnologie entwickelt und in mehreren Impfstoffprogrammen validiert.
Ziel der gegenwärtigen Phase 2-Förderung der VEROVACCiNES GmbH ist die Erweiterung der Technologie auf eine neue Klasse von Kombinationsimpfstoffen. Dieses innovative Konzept soll sicher validiert, weitere Impfstoffkandidaten generiert und diese bis zu klinischen Wirksamkeitsstudien entwickelt werden. Geschäftsführer Dr. Hanjo Hennemann: „Wir freuen uns über die GO-Bio Phase 2-Förderung, denn sie erlaubt die nahtlose Fortführung der in Phase 1 aufgestellten Entwicklungsprogramme. Durch die Förderung können wir die innovative Kombinationsfähigkeit der Impfstoffe auf breiter Front umsetzen und gelangen somit auf ein neues Level“. Der Nutzen dieser neuartigen Impfstoffe wurde früh vom Markt erkannt, denn die junge VEROVACCiNES GmbH befindet sich bereits in konkreten Kooperationsverhandlungen mit internationalen Pharmaunternehmen.
Zu hefe-basierten Impfstoffen:
Die Impfstoffe der VEROVACCiNES GmbH beruhen auf der Milchhefe Kluyveromyces lactis, sind äußerst preisgünstig herzustellen, hochwirksam, einfach kombinierbar, hitzestabil und sicher in Herstellung und Anwendung. Mit diesen Alleinstellungsmerkmalen auf dem internationalen Impfstoffmarkt bieten sie dringend benötigte Lösungen für eine Vielzahl von Infektionskrankheiten bei Tieren.
Zur VEROVACCiNES GmbH:
Die VEROVACCiNES GmbH, von Prof. Dr. Sven-Erik Behrens, Dr. Hanjo Hennemann und Dr. Martina Behrens gegründet, verfügt neben den fachlich ausgewiesenen und erfahrenen Gründern über einen Mitarbeiterstab aus jungen Wissenschaftlern mit Expertisen auf den Gebieten der Virologie, der Molekularbiologie, der Veterinärmedizin und der Verfahrenstechnik. Ausgestattet mit dieser fachlichen Expertise führt sie das GO-Bio-geförderte Forschungsprojekt VEROVACCiNES der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Phase 2 fort. www.verovaccines.org
Zum GO-Bio-Förderprogramm:
Mit der Gründungsoffensive Biotechnologie, kurz: GO-Bio, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2005 Wissenschaftler und Kliniker, die ihre vielversprechenden Ideen im Zuge einer Unternehmensgründung in den Lebenswissenschaften (Life Sciences) zu marktreifen Produkten entwickeln wollen. https://go-bio.de/

Die VEROVACCiNES GmbH in Halle (Saale) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das mit einer neuartigen Technologieplattform Tierimpfstoffe entwickelt. Das Unternehmen wurde 2017 als Spin-Off der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet. Die VEROVACCiNES GmbH entwickelt fünf Impfstoffprogramme und wird durch das renommierte GO-Bio Förderprogramm des Bundes gefördert.

Kontakt
VEROVACCiNES GmbH
Dr. Hanjo Hennemann
Springkrautweg 14
06120 Halle (Saale)
00
info@verovaccines.org
https://www.verovaccines.org

Wissenschaft Technik Umwelt

Ehemalige Professorin erwirkt einstweilige Verfügung gegen die Übertragung von Schutzrechten durch die MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT

Im Rechtsstreit um die Übertragung von Schutzrechten für Tierimpfstoffe durch die MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT Halle-Wittenberg an die Verovaccines GmbH hat die ehemalige Professorin der Universität Frau Karin Breunig eine einstweilige Verfügung erwirkt

Ehemalige Professorin erwirkt einstweilige Verfügung gegen die Übertragung von Schutzrechten durch die MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT

Prof. Karin Breunig

Erfinderin Prof. Karin Breunig legt Rechtsmittel ein und wehrt sich damit gegen die von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) angekündigte Übertragung der Schutzrechte an die Verovaccines GmbH. Mit Datum vom 04.01.2018 hat Frau Prof. Breunig vor dem Landgericht Magdeburg eine einstweilige Verfügung (Az. 7 O 15/18) gegen die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erwirkt. Damit ist die Frage offen, wer in Zukunft die auf der Basis des Verovaccines Projektes der Martin-Luther-Universität erarbeitete und entwickelte Technologie für neuartige Tierimpfstoffe nutzen darf.

+++ Maßgeblich an der Entwicklung beteiligt +++

Frau Prof. Karin Breunig, die seit 1996 die Professur für Molekulargenetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg innehatte, möchte auch nach ihrer Emeritierung an der Verwertung der Erfindung „hefebasierte Impfstoffe für die Tiermedizin“ mitwirken. Als Hefespezialistin war Frau Prof. Breunig maßgeblich beteiligt, mit ihrem Kollegen Prof. Sven-Erik Behrens eingeworbene und mit Bundesmitteln geförderte Forschungsprojekte („VAKZiNOVA-Neue Produkte und Verfahren für die Impfung von Tieren“ und „Verovaccines – Tierimpfstoffe auf Hefebasis“ sowie „Verovaccines – Tierimpfstoffe auf Hefebasis“) in Richtung Marktfähigkeit zu entwickeln.

Aus dieser Arbeit resultierten zwei Patente, welche die Martin-Luther-Universität mit von den beiden Erfindern eingeworbenen Geldern des Bundesforschungsministeriums angemeldet hat. Bereits 2012/13 signalisierte die Universität ihre Bereitschaft, die IP-Rechte an ein Unternehmen zu übertragen, an dem beide Erfinder, Frau Prof. Karin Breunig und Herr Prof. Sven-Erik Behrens, beteiligt sind. Eine entsprechende Vereinbarung wurde 2015 unterzeichnet.

+++ Universität fühlt sich anscheinend nicht an Vereinbarungen gebunden +++

Hieran scheint sich die Martin-Luther-Universität jedoch nicht mehr gebunden zu fühlen. Über den Versuch, gemeinsam eine Ausgründung des Projektes zu realisieren, trennten sich die Wege der beiden Professoren. Zunächst sah es im Frühjahr 2017 noch nach einer gemeinsamen Fortführung des Projektes mit Unterstützung eines regionalen Wirtschaftspartners aus, jedoch kehrte Prof. Behrens diesem Versuch einer gemeinsamen Lösung den Rücken. Während er noch im Sommer mit dem Wirtschaftspartner in Verhandlungen stand, hatte er bereits eine eigene Firma ohne die Beteiligung von Frau Prof. Karin Breunig gegründet. Diese GmbH will die Arbeiten mit öffentlichen und privaten Geldern fortführen. Obwohl er nicht Inhaber der Namensrechte ist, nannte er diese Firma Verovaccines GmbH. Frau Prof. Karin Breunig gelang es hingegen, ohne öffentliche Mittel einen Wirtschaftspartner zur Fortführung des Projektes zu gewinnen.

+++ Kanzler will Patente an Firma eines Mitstreiters übergeben +++

Pikant ist, dass der von Prof. Behrens gewählte Name der Verovaccines GmbH dem ursprünglichen Projektnamen und einer eingetragenen Marke der Martin-Luther-Universität entspricht. Diese Marke sollte, ebenso wie die vorgenannten Patente, auf die von beiden Professoren gemeinschaftlich zu gründende Gesellschaft übertragen werden. Sehr zur Verwunderung unternahm die Martin-Luther-Universität hier zunächst nichts. Noch mehr verblüffte Frau Prof. Breunig dann die Aussage des Kanzlers der Martin-Luther-Universität, nun auch die Patente allein an die Verovaccines GmbH übertragen zu wollen und sie mithin auch einer Nutzung durch Frau Prof. Breunig als Miterfinderin zu entziehen. „Hier nun musste ich handeln“, kommentiert Prof. Breunig die Aussage des Kanzlers.

Mag es das Ausscheiden von Frau Prof. Breunig aus dem aktiven Dienst wegen Erreichen der Altersgrenze oder ein anderer Grund gewesen sein, der die Martin-Luther-Universität bewogen hat, sich so zu positionieren. Zum alten Eisen zählt sich Frau Prof. Breunig noch lange nicht. Sie möchte ihre Forschungsergebnisse mit dem gefundenen Wirtschaftspartner im Sinne der Projektförderung realisieren. „Es würde mich freuen, wenn wir in Sachsen-Anhalt die Früchte unserer Arbeit gedeihen sehen und ernten könnten.“ Sie fügt hinzu: „Dies wäre auch dem Renommee der Martin-Luther-Universität dienlich.“ Sie ist bereit und gerüstet, notfalls den langen beschwerlichen Weg durch die juristischen Instanzen zu gehen, um zu ihrem Recht zu kommen. „Eine gütliche Einigung mit einer gerechten Beteiligung der beiden Erfinder habe ich stets bevorzugt und verschließe mich dieser bis heute nicht, auch wenn es mir zunehmend schwer fällt, hierfür noch einen geeigneten Weg zu sehen“, gibt Frau Prof. Karin Breunig abschließend zu bedenken.

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Über Prof. Karin Breunig

Karin Breunig wurde 1952 in Coburg geboren und lebt heute in Berlin. Nach einem Studium der Biologie an der Universität Heidelberg promovierte sie dort 1979 auch im Fachgebiet Molekulargenetik. Ihre Habilitation im Fachgebiet Mikrobiologie erlangte sie 1989 an der Universität Düsseldorf. Beruflich war sie nach Stationen an den Universitäten Düsseldorf und Heidelberg von 1996 bis zu ihrer Emeritierung Ende 2017 als Professorin für Molekulargenetik im Institut für Biologie, Institutsbereich Genetik, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) tätig.

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