Tag Archives: TU Berlin

Auto Verkehr Logistik

TU Berlin gewinnt Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik 2014

Der Bereich Logistik der TU Berlin ist mit dem „Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik 2014“ ausgezeichnet worden, der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für herausragende Lehrangebote von Hochschulen im Fach Logistik verliehen wird. Den Preis überreichte Bundesminister Alexander Dobrindt an Prof. Dr.-Ing. Frank Straube, Leiter des TU-Fachgebietes Logistik, und Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Helmut Baumgarten, Gründer des Fachgebiets, anlässlich der 4. Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik am 15. September 2014 in Potsdam.

Der Hochschulpreis wird für herausragende Lehrangebote in der ganzheitlichen Logistik und im Bereich der Intermodalität – Wege zur Verknüpfung und Optimierung von Verkehrsträgern – verliehen und ist Teil des nationalen Aktionsplanes Güterverkehr und Logistik, der die hohe Zukunftsbedeutung und den großen Bedarf an akademisch qualifiziertem Personal in Logistik und Verkehr verdeutlicht.

In den Lehrveranstaltungen des Fachgebiets werden technologie- und managementbasierte Verfahren für wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen der Logistik und des Verkehres der Zukunft in der Praxis integriert vermittelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Betrachtung intermodaler Schnittstellen. Mit jährlich ca. 250 Studierenden gehört das Fachgebiet zur Spitzengruppe der Logistikausbildung an europäischen Universitäten.

Jährlich wird ein öffentliches Praxisseminar am „Tag der Logistik“ zu aktuellen Themenstellungen organisiert. In langjähriger Zusammenarbeit mit der Schweizer Kühne-Stiftung steht die Entwicklung des Forschungs- und Lehrgebiets der humanitären Logistik, welches Prof. Baumgarten bis heute leitet, sowie das Kompetenzzentrum „Internationale Logistiknetzwerke“, das eine Kooperation mit der Tongji Universität in Shanghai einschließt. Dieses wird geführt und entwickelt von Prof. Straube. Darüber hinaus kooperiert das Fachgebiet Logistik mit namhaften Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen und internationalen Institutionen wie der Weltbank, der EU und der Bundesvereinigung Logistik e.V.
Hervorzuheben ist weiterhin die maßgebliche Beteiligung des Fachgebiets am Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, der zu den renommiertesten und mit mehr als 3.000 Studierenden zu den größten Studiengängen der TU Berlin zählt.

Der Bereich Logistik wurde vor mehr als 30 Jahren von Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Helmut Baumgarten an der TU Berlin gegründet und über die Jahre zu einer der führenden Forschungs- und Ausbildungsstätten ausgebaut. Helmut Baumgarten ist ein Mitbegründer der wissenschaftlichen Disziplin Logistik in Deutschland. Seit 2004 leitet Prof. Dr.-Ing. Frank Straube das Fachgebiet und hat es international vernetzt, u.a. als Mitglied im Global Knowledge Network Sustainable Logistics der Weltbank.

2.849 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr.-Ing. Frank Straube, Fachgebiet Logistik der TU Berlin, Tel.: 030/ 3142-2877, E-Mail: straube@logistik.tu-berlin.de

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

Firmenkontakt
TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Frau Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Pressekontakt
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Allgemeine Linguistik
Prof. Dr.-Ing. Frank Straube
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-22877
straube@logistik.tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin: Konzept der monumentalen Silhouette

Das Ullstein Druckhaus – eine kunsthistorische Analyse der TU Berlin

In Berlin-Tempelhof am Mariendorfer Damm hebt sich ein monumentaler Bau aus der Stadtsilhouette klar heraus. Es handelt sich um das zwischen 1924-1927 erbaute Druckhaus für den Ullstein Verlag. Entworfen hatte es Eugen Georg Schmohl. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Otto Zucker konzipierte er ein unverwechselbares Einzelbauwerk, dessen Wirkung als Wahrzeichen noch heute besteht.

Das Werk von Eugen Georg Schmohl (1880-1926) stand bislang in keiner wissenschaftlichen Publikation im Mittelpunkt. Informationen zu seinem Leben oder seine Arbeitsweise lassen sich kaum finden, da das Archivmaterial 1945 durch Brand zerstört wurde. Nun wurde das Bauwerk im Rahmen einer Bachelorarbeit am TU-Institut für Kunstgeschichte und Historische Urbanistik bei Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert einer kunsthistorischen Analyse unterzogen. „Ziel dieser Analyse war es, dieses Bauwerk in den vorhandenen Stil des Expressionismus einzuordnen“, sagt Ulrike Kohl, Autorin der Bachelorarbeit: „Das Ullstein Druckhaus: ein Repräsentationsbau der 20er Jahre“.

1877 legte Leopold Ullstein den Grundstein für den Ullstein-Verlag. Er kaufte die Druckerei Stahl & Assmann mit der dazugehörigen Zeitung Neues Berliner Tageblatt. Bis 1933 entwickelte sich der Verlag zu einem der größten und bedeutendsten in Europa. Mit dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung stellte sich die Frage nach einem neuen Standort in Berlin. Die Verarbeitung der steigenden Auflagen und der Wunsch nach den neuesten Rotationsmaschinen forderte sehr viel mehr Platz als im Stammhaus im Berliner Zeitungsviertel in Kreuzberg zur Verfügung stand“, so Ulrike Kohl.

Den Zuschlag für den Bau der neuen Produktionsstätte in Tempelhof erhielt der Architekt Eugen Georg Schmohl 1924. In Anwendung modernster Ingenieurstechnik entstand ein architektonisch und konstruktiv qualitätsvoller Bau. Er markiert Schmohls eigenständige Auseinandersetzung mit dem Thema eines Industriebauwerkes, das über die reine Funktion zu diesem Wahrzeichen werden sollte. Das Ullstein Druckhaus und der zuvor erbaute Borsig-Turm standen am Beginn einer neuen Entwicklungsphase.

Bei Schmohl zeichnet sich in Annäherung an das Neue Bauen eine Entwicklung hin zur kühlen, minimalen Expressivität ab. Es werden räumliche wie zeitliche Assoziationen hervorgerufen, ohne dabei ein direktes Zitat darzustellen. In seiner Idee folgte Schmohl der Berliner Bautradition und formte stilisierte Reminiszenzen. Die signifikante Kontur und eine ausdrucksstarke Komposition gaben dem Gesamtkomplex eine repräsentative Form. Im Inneren wurden, dem amerikanischen Vorbild entsprechend, die stützenfreien Produktionshallen sachlich und funktional organisiert. Mit seiner modernen Grundhaltung schuf Schmohl eine ästhetisch-innovative neue Spielart des Expressionismus der 1920er Jahre.

Innerhalb der Entwicklungsphase des Expressionismus zwischen 1914 bis 1933 bildeten sich avantgardistische wie traditionalistische Strömungen gleichzeitig heraus. Die Grenzen überlappen sich dabei. In der Forschungsliteratur differenziert man nach Vor- und Nachkriegszeit und unterscheidet verschiedene Haltungen.

Nach Magdalena Bushart, Professorin am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin, kam es 1912-1924 zu einer Gotik-Begeisterung bei Künstlern und Theoretikern. Sie führt den Begriff des expressionistischen Historismus ein. In der Frühphase griffen Architekten Bauformen der Vergangenheit auf, wobei dazu die ideologische Einstellung in der Vorstellungswelt der Gotik gefunden wurde. Später hatte das geistige Prinzip der Gotik ausgedient, nicht aber, wie Bushart schreibt, als dekoratives Element.

Tatsächlich finden sich beim Druckhaus, abgesehen vom Eingang der Arbeiter, nur abstrahierte gotische Elemente. Ein einfaches Gesimsband und ein schmuckloser horizontaler Abschluss akzentuieren die schlicht gehaltene Klinkerfassade. Die Eingangshalle beeindruckt zwar durch ihre sakrale Wirkung. Von einer mystischen Assoziation, dem geistigen Prinzip, kann hier aber nicht gesprochen werden. Hier wurde nicht verweilt, sondern tausende von Arbeitern strömten in den unteren Bereich zu den Umkleideräumen.
Der vom Architekturhistoriker Wolfgang Pehnt eingeführte Begriff der metaphysischen Strömung kann bei Schmohl ebenfalls nicht herangezogen werden. Das Ullstein Druckhaus ist nicht auf eine dreidimensionale Wirkung hin konzipiert, sondern eindeutig auf eine Schauseite. Es handelt sich bei diesem Gebäude nicht um ein von innen heraus geformtes Volumen, bei dessen Gestaltung die Zweckfreiheit im Vordergrund stand. Zwar suggeriert die monumentale Komposition in Verbindung mit dem einheitlichen Material des Ullerdorfer Klinkers ineinandergeschobene kubische Baumassen. Der Grundriss zeigt deutlich, dass es sich hier um klar abgegrenzte Funktionsbereiche handelte.

Schmohl modellierte den Baukörper auf subtile Weise: Abstrahiert gotische Elemente akzentuieren die schlicht gestaltete Klinkerfassade. Die rhythmische Gliederung der abgestuften Pfeiler führt zu einer sachlichen und strengen Wahrnehmung der Architektur. Erst beim Umrunden des Gebäudes lässt sich beobachten, dass sich diese strenge Form hin zu einer plastischen Raumskulptur verändert. Je nach Standort und Tageszeit kommt es zu einem anderen Seherlebnis.

Mit dem Konzept der monumentalen Silhouette als unverwechselbare Erscheinung schuf Schmohl ein markantes Zeichen. Hier verschmelzen ästhetische Gestaltung und rationale Tendenzen seiner Zeit zu einer eigenständigen Einheit aus Modernität, Funktionalität und Repräsentationsarchitektur.

Biografisches zu Eugen Georg Schmohl
Schmohl arbeitete ab 1901 als Mitarbeiter erst im Büro Hart & Lesser und dann bei Alfred Messel in Berlin, bis er sich 1910 mit Alfred Salinger selbstständig machte. Bis zu seinem frühen Tod 1926 übernahm er verschiedenste Bauaufgaben, die von Verwaltungsgebäuden bis zu herrschaftlichen Privathäusern, von Denkmalen bis zum Industriebau und von Geschäftshäusern bis zum sozialen Wohnungsbau reichten. Nebenbei unterrichtete er zwei Jahre, von 1924-1926, an der Vereinigten Staatsschule für freie und angewandte Kunst in Charlottenburg. Noch im Januar 1926 wurde er zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste gewählt. Im Alter von 46 Jahren verstarb er im Juli 1926 im Sanatorium Bühlerhöhe bei Baden-Baden.

6266 Zeichen

Fotomaterial zum Download
www.tu-berlin.de/?id=151510

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Ulrike Kohl, Masterstudentin am Fachgebiet Kunstgeschichte, Telefon: 0172-3260804, E-Mail: office@ulikohl.com und Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, Fachgebiet Kunstgeschichte, Straße des 17. Juni 150-152, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-21297, Fax: 030/314-23844, E-Mail: kerstin.wittmann-englert@tu-berlin.de

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

Firmenkontakt
TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Frau Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Pressekontakt
TU Berlin, Institut für Chemie
Prof. Dr. Roderich Süßmuth
Straße des 17. Juni 124
10623 Berlin
030/314-24205
boris.traue@tu-berlin.de
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/menue/service_fuer_journalisten/

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin: Sommermärchen und Hitzestress

Modernste Klima-Messstation auf dem Dach der TU Berlin vermisst die urbane Atmosphäre

Fünf Prozent aller Todesfälle in Berlin sind mit großer Wahrscheinlichkeit auf die erhöhten Sommertemperaturen zurückzuführen, haben TU-Klimatologen und ihre Partner in der DFG-Forschergruppe „Stadtklima und Hitzestress“ statistisch nachweisen können. Das sind 25-mal mehr Tote als in der Stadt an Verkehrsunfällen sterben. Die Wissenschaftler der interdisziplinären Forschergruppe wollen den Risiken zunehmender Wärmebelastungen für den Menschen, dem sogenannten „Hitzestress“ auf die Spur kommen sowie verschiedene Möglichkeiten untersuchen, die negativen Auswirkungen der Hitze zu mindern beziehungsweise sich den klimatischen Verhältnissen anzupassen. Seit Anfang Juli 2014 ragt nun auch eine neue Messstation 56 Meter in den Himmel über der TU Berlin. Auf dem Dach des Hauptgebäudes der Universität wurde die neue Energiebilanzstation des Fachgebietes Klimatologie der TU Berlin installiert und in Betrieb genommen.

„In Berlin haben wir im Mittel über zehn Jahre von 2001 bis 2010 pro Jahr 23 Tage mit Hitzestress festgestellt, die im Durchschnitt während vier sommerlicher Hitzeepisoden auftreten“, erklärt Prof. Dr. Dieter Scherer, Sprecher der DFG-Forschergruppe, die mit vollem Namen „Urban Climate and Heat Stress in mid-latitude cities in view of climate change“ (UCaHS) heißt.
„Einen Trend zu höheren Lufttemperaturen gab es in Berlin in diesem Zeitraum nicht. Die Todesfälle, rund 1600 pro Jahr, treten jeden Sommer auf, nicht nur in den Extremsommern.“ Der städtische Raum sei dabei höchstwahrscheinlich stärker betroffen als der ländliche. Die städtischen „Wärmeinseln“, die auch in der Nacht Temperaturen aufweisen, die um bis zu zehn Grad höher liegen als im Umland, seien seit Jahren bekannt. Besonders betroffen sind ältere Menschen mit Vorerkrankungen, die oft auch noch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Sie können nicht aus ihren überhitzten Wohnungen in der Stadt, die auch nachts nicht abkühlen, fliehen.

Die neue Energiebilanz-Messstation auf dem Dach des TU-Hauptgebäudes misst simultan Kohlendioxid- und Wasserdampfdichte, Lufttemperatur, Luftdruck und das dreidimensional Windfeld. Sie dient der experimentellen Untersuchung des städtischen Energiehaushalts. „Wir können damit eine Bilanz aus allen Energieaustauschprozessen zwischen der dreidimensionalen Stadtoberfläche und der urbanen Atmosphäre ziehen“, erklärt TU-Klimatologe Dr. Fred Meier, der das Projekt zusammen mit seiner Kollegin Dr. Ute Fehrenbach an der TU Berlin koordiniert. „Diese Energieaustauschprozesse haben eine große Bedeutung für das Stadtklima. Zum Beispiel ist die wesentlich größere Wärmespeicherkapazität der Stadt eine zentrale Ursache der nächtlichen urbanen Wärmeinsel.“ Mit der Inbetriebnahme dieser berlinweit einmaligen Messstation stehen den Wissenschaftlern nun auch Daten für die Evaluierung neuartiger Stadtklimamodelle zu Verfügung.

In der DFG-Gruppe erforschen Klimatologen, Stadtgeografen, Hydrologen, Mediziner, Architekten, Stadtplaner und Sozialwissenschaftler die Auswirkungen des zukünftigen Klimawandels. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Forschern der Humboldt-Universität zu Berlin, des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der Charite Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin durchgeführt.

3.288 Zeichen

Information:
Dieter Scherer, Ute Fehrenbach, Tobia Lakes, Steffen Lauf, Fred Meier, Christian Schuster 2013: Quantification of heat-stress related mortality hazard, vulnerability and risk in Berlin, Germany. DIE ERDE 144 (3-4), 238-259
Publikation im Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/article/view/49

www.klima.tu-berlin.de , www.ucahs.org

Fotomaterial zum Download
www.tu-berlin.de/?id=150115

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Stefanie Terp, Pressesprecherin TU Berlin, Tel.: 030/314-23922, stefanie.terp@tu-berlin.de
Dr. Fred Meier, TU Berlin, Institut für Ökologie, Fachgebiet Klimatologie, Tel.: 030 / 314-71496, E-Mail: Fred.Meier@tu-berlin.de
Prof. Dr. Dieter Scherer, TU Berlin, Institut für Ökologie, Fachgebiet Klima-tologie, Tel.: 030 / 314-73195, E-Mail: Dieter.Scherer@tu-berlin.de

The internationally renowned Technische Universität Berlin is located in Germany“s capital city at the heart of Europe. Our academic activities are focused on achieving sharply-defined goals: building a distinctive profile for our university, ensuring exceptional performance in research and teaching, providing our graduates with excellent qualifications and a modern approach to university administration. The TU Berlin strives to promote the dissemination of knowledge and to facilitate technological progress through adherence to the core principles of excellence and quality. Strong regional, national and international networking with partners in science and industry are an important aspect in these endeavors.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Strasse des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin,
Dr. Fred Meier
Rothenburgstraße 12
12165 Berlin
030/314-71496
Fritz.Meier@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Internet E-Commerce Marketing

TU Berlin: Was 3D im Gehirn bewirkt

Beim Schauen von 3D-Filmen gleicht sich die Hirnaktivität der Zuschauer an und 3D-Filme werden stärker erlebt als Filme in 2D

Das Experiment: 25 gesunde Probanden wurden mit einem Magnetresonanztomografen getestet. In dem Gerät bekam jede Versuchsperson 14 Filme gezeigt, die zweimal eingespielt wurden: einmal in 2D und einmal in 3D. Die Reihenfolge der 40 Sekunden langen Filme war zufällig und bei jedem Probanden anders. Auch wurden die 2D- und 3D-Filme nicht im Block abgespielt, sondern wahllos zwischen ihnen hin- und hergewechselt. Gezeigt wurden unter anderem eine aufgehende und sich wieder schließende Blüte, ein Fallschirmsprung und eine Achterbahnfahrt. Während die Versuchspersonen die Filme sahen, wurde mit der funktionellen Magnetresonanztomografie ihre Hirnaktivität gemessen.

Das Ergebnis: Die Hirnaktivität war beim Schauen der 3D-Filme über die Probanden signifikant ähnlicher als beim Schauen der gleichen Filme in 2D. Diese Ähnlichkeit war besonders ausgeprägt in bilateralen Hirnarealen der visuellen Bewegungswahrnehmung sowie in zwei Regionen, einer mittleren und einer lateralen, die mit Sprachprozessen und selbstbezogener Verarbeitung in Verbindung gebracht wurden. Anders beim Schauen der 2D-Filme: Da ähnelte sich die Hirnaktivität bei den Studienteilnehmern nicht in dieser signifikanten Weise, sondern wies größere individuelle Unterschiede auf.

Zu diesem überraschenden Resultat sind Wissenschaftler am Fachgebiet Maschinelles Lernen/Intelligente Datenanalyse um Prof. Dr. Klaus-Robert Müller und Wissenschaftler an der Charite – Universitätsmedizin Berlin in einer Studie gekommen.

Neben der Ähnlichkeit, die Wissenschaftler sprechen von Synchronisation, der Hirnaktivierung beim Schauen von 3D-Filmen, fanden sie durch Befragung zudem heraus, dass die Studienteilnehmer die 3D-Filme stärker erlebt hatten als die 2D-Filme. Die Wissenschaftler mutmaßen daher, dass es einen Zusammenhang geben könnte zwischen dem intensiveren Erleben von 3D-Filmen und der Synchronisation der Hirnaktivität. Die Stärke des Erlebens hatten die Wissenschaftler auf einer Skala von 1 bis 7 nach jedem Film abgefragt.

Beim Messen der Hirnaktivität mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie war für jeden einzelnen Probanden eine riesige Datenmenge entstanden: Alle zweieinhalb Sekunden hatten die Wissenschaftler pro Gehirn an 100.000 Stellen über einen Zeitraum von 30 Minuten die Gehirnaktivität gemessen. Um diese gigantische Datenmenge auswerten zu können, nutzten die Wissenschaftler der Charite die Expertise des TU-Fachgebietes Maschinelles Lernen/Intelligente Datenanalyse. Dort beschäftigen sich die Forscher mit der Entwicklung und Anwendung intelligenter Algorithmen zur Analyse und Verarbeitung komplexer Datenmengen. Durch die Analysemethoden der TU-Wissenschaftler war es möglich geworden, zu der Aussage zu kommen, dass beim Schauen von 3D-Filmen die Hirnaktivität der Probanden sich ähnlicher war als beim Schauen der 2D-Filme. Aus den Daten konnten die Wissenschaftler im Rückschluss zudem herauslesen, ob ein Betrachter den 2D- oder den 3D-Film gesehen und wie intensiv er erlebt worden war.

„Die Erkenntnisse könnten in der Unterhaltungsindustrie angewendet wer-den zum Beispiel bei der Optimierung von Filmen. Vorstellbar wäre auch, sportliche Großereignisse wie Fußballwelt- und -europameisterschaften beim Public Viewing oder Olympische Spiele in 3D auszustrahlen, da wir ja herausgefunden haben, dass 3D das Erleben verstärkt“, so Prof. Dr. Klaus-Robert Müller. Aber auch klinische Folgestudien sind denkbar. Unterschiedliche Patientengruppen könnten beim Schauen von 3D-Filmen unterschiedliche Grade der Synchronisation aufweisen. Ihr Störungsbild könnte dadurch charakterisiert werden.

Der zugehörige Artikel erscheint demnächst in der Fachzeitschrift Neuro-image (doi:10.1016/j.neuroimage.2014.06.008.)

3738 Zeichen

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, Fachgebiet Maschinelles Lernen/Intelligente Datenanalyse am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der TU Berlin, Tel.: 030/314-78621, E-Mail: klaus-robert.mueller@tu-berlin.de

The internationally renowned Technische Universität Berlin is located in Germany“s capital city at the heart of Europe. Our academic activities are focused on achieving sharply-defined goals: building a distinctive profile for our university, ensuring exceptional performance in research and teaching, providing our graduates with excellent qualifications and a modern approach to university administration. The TU Berlin strives to promote the dissemination of knowledge and to facilitate technological progress through adherence to the core principles of excellence and quality. Strong regional, national and international networking with partners in science and industry are an important aspect in these endeavors.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin, Fachgebiet Maschinelles Lernen/Intelligente Datenanalyse
Prof. Dr. Klaus-Robert Müller
Marchstraße 23
10587 Berlin
030/314-78621
klaus-robert.mueller@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin: Rätsel um eine Bienenseuche

Wissenschaftler der TU Berlin und des Länderinstituts für Bienenkunde erforschen den Krankheitserreger einer der gefährlichsten Bienenseuchen

Honigbienen gelten als das drittwichtigste „Nutztier“ auf der Welt: Rund 80 Prozent aller Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen – den Löwenanteil davon übernehmen die Bienen. Daher ist es alarmierend, dass jedes Jahr im Mittel bis zu 30 Prozent der Bienenvölker den Winter nicht überleben und die Völker auch im Sommer, während der Bienensaison, immer wieder von verschiedenen Pathogenen, die z.T. tödliche Krankheiten verursachen, heimgesucht werden. Eines der wichtigsten Bienen-Pathogene ist das Bakterium Paenibacillus larvae, der Erreger der sogenannten Amerikanischen Faulbrut (AFB) der Bienen, einer weltweit vorkommenden, anzeigepflichtigen Tierseuche mit jährlich ca. 250 Ausbrüchen allein in Deutschland.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine mikrobielle Erkrankung, die innerhalb weniger Wochen zum völligen Aussterben (Wegfaulen) der Bienenlarven führt. Die Ammenbienen füttern die Larven mit den Sporen dieser Bakterien und stecken sie so an; erwachsene Bienen sind immun gegen diese Krankheit. Trotz der enormen Schäden, die dieser Erreger anrichtet, sind die molekularen Vorgänge dahinter weitgehend unerforscht. Damit wird die Bekämpfung dieser Krankheit nahezu unmöglich. Dem Team um Prof. Dr. Roderich Süßmuth, Institut für Chemie der TU Berlin, und Dr. Elke Genersch, Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf, gelang es jetzt, wichtige Stoffwechselwege des Bakteriums zu charakterisieren und somit weitere wichtige Puzzlestücke der molekularen Pathogenese dieser tödlichen Bienenkrankheit aufzuklären. „In diesem Fall war der entscheidende Schritt, sich mit den ungewöhnlichen oder einzigartigen Stoffwechselprodukten des Erregers zu befassen“, erläutert Prof. Dr. Roderich Süßmuth. „Das Genom des Erregers war bereits komplett sequenziert. Zu-sammen mit dem Bieneninstitut haben wir eine Gensequenz identifiziert, die auf einen ungewöhnlichen und neuartigen Sekundärmetaboliten schließen ließ. Dieser musste in irgendeiner Weise an der Infektion und der Ausbreitung der Amerikanischen Faulbrut beteiligt sein.“ Häufig sind diese Sekundärstoffe essentiell für den Erfolg der Erreger und eignen sich daher gut als Entwicklungsansatz für mögliche Pestizide, die das Bakterium bekämpfen können.

Die Vorgehensweise gleicht Detektivarbeit: Anhand der Gensequenz wer-den einige ungefähre Eigenschaften des gesuchten Moleküls abgeleitet wie zum Beispiel die Größe. Danach wird eine Bakterienkultur mittels Massenspektrometrie nach Molekülen mit der gesuchten Molekülgröße untersucht. Die Fraktionen, deren Größe dem des erwarteten Sekundärmetaboliten ungefähr entsprechen, werden mit verschiedensten Methoden weiter analysiert. „So haben wir die Fraktionen unter anderem auf ihre antibakterielle Wirkung untersucht. Schließlich konnten wir einen sehr ungewöhnlich aufgebauten Sekundärmetaboliten identifizieren und den Biosyntheseweg klären“, erzählt Süßmuth. „Entsprechende Tests zeigen, dass dieses Paenilamicin getaufte Antibiotikum nicht direkt an der Zerstörung der Bienenlarven beteiligt ist. Vielmehr wurden Hinweise gefunden, dass seine antibakterielle Wirkung dem Bakterium hilft, sich gegen andere mikrobielle Konkurrenten im Larven-Darm durchzusetzen“, so Süßmuth. Jetzt testen die Wissenschaftler, wie dieses Wissen im Kampf gegen das Bienensterben eingesetzt werden kann. Die Substanz hat auch noch einen interessanten Nebeneffekt: Die antibakteriellen Eigenschaften der Paenilamicine werden auf ihre eventuelle Wirksamkeit in der Human- oder Tiermedizin untersucht.

3520 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Roderich Süßmuth, Rudolf-Wiechert-Professur für Biologische Chemie, Institut für Chemie der TU Berlin, Straße des 17. Juni 124, 10623 Berlin, Tel.: 030/314- 24205, E-Mail: suessmuth@chem.tu-berlin.de

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin, Institut für Chemie
Prof. Dr. Roderich Süßmuth
Straße des 17. Juni 124
10623 Berlin
030/314-24205
boris.traue@tu-berlin.de
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/menue/service_fuer_journalisten/

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin: „Alter, gehst du Bus?“

Die Soziolinguistin Diana Marossek untersuchte die sogenannte „Ghettosprache“. Sie gehört zu den Preisträgern des Deutschen Studienpreises der Hamburger Körber-Stiftung

„Ich schlag“ dich krankenhausreif“ kann verkürzt werden auf „Isch mach disch urban“. Oder anstatt zu fragen „Gehen wir in das Spaßbad?“ lässt sich die Sache auf „Gehen wir Spaßbad?“ zusammenschrumpfen. Noch werden solche grammatikalischen Konstruktionen dem sogenannten „Türkendeutsch“ zugesprochen, aber in nicht allzu ferner Zukunft könnten diese reduzierten Sätze zum Standard in der Berliner Umgangssprache geworden sein. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Diana Marossek in ihrer Dissertation „Gehst du Bahnhof oder bist du mit Auto? Wie aus einem sozialen Stil Berliner Umgangssprache wird“.

Mit ihrer Arbeit, die sie 2013 an der TU Berlin erfolgreich verteidigte, hat sie nun im Wettbewerb um den Deutschen Studienpreis für die wichtigste Dissertation des Jahres 2014 einen zweiten Preis in der Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften gewonnen. Vergeben wird der Deutsche Studienpreis von der Hamburger Körber-Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Der zweite Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Am 2. Dezember 2014 wird der Deutsche Studienpreis in Berlin verliehen.

Ziel ihrer Dissertation war es herauszufinden, wer die als „Türkendeutsch“, „Ghettosprache“ oder „Kiezdeutsch“ in der Öffentlichkeit und den Medien stigmatisierte Sprache überhaupt spricht, wodurch sie gekennzeichnet ist, warum sich die Jugendlichen dieses Jargons bedienen und ob er in die Berliner Umgangssprache auf Dauer einfließen könnte.

Dr. Diana Marossek hat für ihre Studie insgesamt an 30 Berliner Schulen recherchiert und in 75 Unterrichtsstunden 1395 Schülerinnen und Schüler beobachtet. Ausgegeben hat sie sich als Referendarin, um den authentischen Sprachgebrauch der Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld untersuchen zu können. Die Schüler waren Acht- und Zehntklässler, also 13 bis 14 und 16 bis 17 Jahre alt. Studien in Testlabors oder direkte Befragungen schieden aus, um den natürlichen sprachlichen Umgang der Jugendlichen nicht zu beeinflussen.

„Charakteristisch für diesen sprachlichen Stil ist vor allem das Weglassen der Artikel und der Präpositionen, also die Kontraktionsvermeidung“, sagt Diana Marossek. Für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund erklärt es sich daraus, dass das Türkische Artikel und Präpositionen nicht kennt. „Um aber erklären zu können, warum bei Schülern, deren Muttersprache Deutsch ist, dieser Fehler auch auftritt, habe ich mir das Phäno-men der Jugendsprache angesehen“, so Marossek. Wie alle Jugendsprachen wird auch diese genutzt, um sich von den Erwachsenen abzugrenzen. Jugendsprache fungiert gerade in der Pubertät als identitätsstiftendes Instrument. „Das in den Medien vermittelte Bild des Jugendlichen aus dem Migrationsmilieu, der cool und laut ist und eine gewisse Gesetzlosigkeit verkörpert, ist ein attraktives Bild für Jugendliche deutscher Herkunft in ihrer Selbstfindungsphase. Neben Umgangsformen wird dann eben auch der Sprachstil übernommen“, sagt Diana Marossek. Aber auch das Berlinerische, für das das Weglassen des Artikels typisch ist („Bist du gerade auf Arbeit?“), identifizierte sie als einen Faktor, der die Verwendung des Ethnolekts begünstigt.

Diana Marossek ist auf das Phänomen des Weglassens der Artikel und Präpositionen zwar an allen 30 Schulen gestoßen, aber vorwiegend taucht es an Haupt- und Realschulen in den westlichen Bezirken auf. „Zudem verwenden Berliner Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren die von ihren Gleichaltrigen mit türkischem und arabischen Hintergrund gebrauchte artikel- und präpositionslose Frage- und Antwortsyntax gewohnheitsmäßig und unreflektiert“, sagt Diana Marossek, Gründerin und Geschäftsführerin des Berliner Schlehdorn Verlags. Eingesetzt werde dieses sprachliche Mittel, um sich innerhalb einer Gruppe zu profilieren, gegenüber allen anderen Gruppen abzugrenzen, zur gruppentypischen Imagepflege und von deutschen Schülern auch zur Profilierung gegenüber der türkisch-arabischen Jugendkultur beziehungsweise zur deren spielerischen Abwertung.

Für die Ost-Berliner Schulen konstatiert die 30-jährige Soziolinguistin einen stärkeren Gebrauch des Berlinerischen, jedoch gepaart mit einem problemlosen und ganz selbstverständlichen Beimischen ethnolektaler Formen. Für Marossek ist das ein Indiz, dass die reduzierte Syntax, also Sätze wie „Hast du Edding?“, „Alex, du Spast, gehst du wieder heimlich Plus?“, „Klar, man. Hinterher geh ich wieder Döner“ oder „Muss ich Quark Kirschen tun oder Kirschen Quark?“ bald auch in die Berlinische Alltagssprache Eingang finden, sozusagen sozialisiert wird. Die ebenfalls verkürzte Syntax des Berlinischen begünstigt diesen Prozess und Medien wie Werbung, Radio und Film setzen den Ethnolekt längst als stilistisches Mittel ein.

4712 Zeichen

Fotomaterial zum Download
www.tu-berlin.de/?id=150009

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Diana Marossek, Ge-schäftsführerin, Schlehdorn Verlag UG (haftungsbeschränkt), Greifenhagener Str. 18, 10437 Berlin; Tel.: 030/577 07 235-0, Fax: 030/577 07 235-9, E-Mail: dm@schlehdorn-verlag.de, www.schlehdorn-verlag.de

The internationally renowned Technische Universität Berlin is located in Germany“s capital city at the heart of Europe. Our academic activities are focused on achieving sharply-defined goals: building a distinctive profile for our university, ensuring exceptional performance in research and teaching, providing our graduates with excellent qualifications and a modern approach to university administration. The TU Berlin strives to promote the dissemination of knowledge and to facilitate technological progress through adherence to the core principles of excellence and quality. Strong regional, national and international networking with partners in science and industry are an important aspect in these endeavors.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Strasse des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin
Dr. Diana Marossek
Greifenhagener Straße 18
10437 Berlin
030/57707235-0
dm@schlehdorn-verlag.de
http://www.tu-berlin.de

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin: Bundesverdienstorden für Prof. Dr. Dr. h.c. Sahin Albayrak

Für seinen ausgiebigen Einsatz zur Verbesserung der wissenschaftlichen Kooperation zwischen Deutschland und der Türkei sowie für sein Engagement in der Bildungsförderung von Migrantinnen und Migranten wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Sahin Albayrak am 18. Juli 2014 feierlich der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland von der Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka verliehen.

Sahin Albayrak ist Professor an der TU Berlin und leitet seit 2002 das Fachgebiet „Agententechnologien in betrieblichen Anwendungen und der Telekommunikation“ (AOT). Er wurde in Nazimiye, Türkei, geboren und ist seit 1980, als er sein Diplomstudium der Informatik antrat, mit der TU Berlin verbunden. Seit dem Jahr 2002 leitet Sahin Albayrak auch das Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor), das inzwischen rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der ganzen Welt beschäftigt. Des Weiteren verstärkt er die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei insbesondere im von ihm gegründeten German-Turkish Advanced Re-search Centre for ICT (GT-ARC). Das Ziel von GT-ARC ist es, Forschungsprojekte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Partnern zu betreiben. Das Institut arbeitet in enger Kooperation mit führenden Unterneh-men in Deutschland und der Türkei. Es ist ein An-Institut der TU Berlin mit den Standorten in Berlin und Istanbul. In Berlin wird es durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, in der Türkei durch das Ministerium für Verkehr, Schifffahrtswesen und Kommunikation.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird für besondere politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland. Der Bundesverdienstorden wurde am 7. September 1951 vom Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet und ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland. Somit ist sie die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

Ein Pressefoto finden Sie unter: www.tu-berlin.de/?149753

2.206 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Claudia Hodurek, Marketing & PR Manager, DAI-Labor an der TU Berlin, E-Mail: claudia.hodurek@dai-labor.de, Tel.: 030/314-74016, www.dai-labor.de

The internationally renowned Technische Universität Berlin is located in Germany“s capital city at the heart of Europe. Our academic activities are focused on achieving sharply-defined goals: building a distinctive profile for our university, ensuring exceptional performance in research and teaching, providing our graduates with excellent qualifications and a modern approach to university administration. The TU Berlin strives to promote the dissemination of knowledge and to facilitate technological progress through adherence to the core principles of excellence and quality. Strong regional, national and international networking with partners in science and industry are an important aspect in these endeavors.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin, DAI-Labor
Claudia Hodurek
Ernst-Reuter-Platz 7
10587 Berlin
030/314-74016
claudia.hodurek@dai-labor.de
http://www.dai-labor.de

Computer IT Software

TU Berlin: YouTube und ich

DFG-Forschungsprojekt „Audiovisuelle Kulturen der Selbstthematisierung“ untersucht die Selbstdarstellung im Zeitalter digitaler Medien

Broadcast Yourself! Der YouTube-Slogan scheint programmatisch für das neue Gesicht des Internets, das Web 2.0. Mit Videos auf YouTube präsentieren ganz gewöhnliche Menschen sich selbst oder ihre (vermeintlichen) Talente der Öffentlichkeit und hoffen, ihre Leidenschaften mit anderen teilen zu können und bekannt, wenn nicht sogar berühmt zu werden. Einige schaffen es, andere scheitern und gehen in der Masse des Angebots selbst gedrehter und professioneller Filme im World Wide Web unter.

Was bewegt Menschen dazu, sich selbst via Video im Internet zu präsentieren? Wie verändern sich dadurch die Kommunikationsformen und wie entstehen neue Formen von Gemeinschaft und Öffentlichkeit? Welche Rolle spielen die kommerziellen Anbieter solcher Internetdienste? Am Fachgebiet Allgemeine Soziologie der TU Berlin untersuchen die Soziologen Dr. Boris Traue und Anja Schünzel, wie sich die Formen und damit Funktionen der Selbstthematisierung im Zuge der Ausweitung der neuen digitalen und sozialen Medien wie zum Beispiel YouTube verändern. Dazu analysieren sie zum einen von Amateuren gedrehte Internetvideos, zum anderen führen sie mit den Videoamateuren Interviews und beobachten sie „in Aktion“.

Das Forschungsprojekt „Audiovisuelle Kulturen der Selbsthematisierung“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 200 000 Euro über drei Jahre gefördert. Das Projekt ist ein Beitrag zum diesjährigen Wissenschaftsjahr 2014 „Digitale Gesellschaft“.
1446 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Boris Traue, Fachgebiet Allgemeine Soziologie, Fraunhoferstraße 33-36, 10587 Berlin, Tel.: 030/314-29115, E-Mail: boris.traue@tu-berlin.de, http://videosoziologie.net/

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin, Fachgebiet Allgemeine Soziologie
Dr. Boris Traue
Fraunhoferstraße 33-36
10587 Berlin
030/314-29115
boris.traue@tu-berlin.de
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/menue/service_fuer_journalisten/

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin belegt Platz 1 bei den Deutsch-landstipendien in Berlin

Neue Förderer gesucht

Seit Einführung des Deutschlandstipendiums durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2011 konnte die TU Berlin die Anzahl der Stipendien, die sie einwirbt und vergibt, stetig steigern. Im Jahr 2013 profitierten 127 Stipendiatinnen und Stipendiaten von 100 eingeworbenen Stipendien. Somit ist die TU Berlin nach Angaben des Statistischen Bundesamtes diejenige Hochschule in Berlin mit der höchsten Stipendienzahl. Zum Wintersemester 2014/15 startet die nunmehr vierte Förderperiode, bei der sich ab sofort begabte und engagierte Studierende bewerben können. Die TU Berlin sucht hierfür weitere potenzielle Stipendiengeber.

Besonders für die teilnehmenden Unternehmen bietet das Deutschlandstipendium eine Chance, das eigene Unternehmen zu profilieren und frühzeitig qualifizierten Nachwuchs anzusprechen. Seit Einführung des Deutschlandstipendiums an der TU Berlin förderten über 30 verschiedene Stipendiengeber weit mehr als 200 Studierende der TU Berlin. Diese erhalten für mindestens zwei Semester eine monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro. Die Hälfte des Geldes wird von privaten Förderern eingeworben. Diese sind nicht nur langjährige Kooperationspartner der TU Berlin aus der Wirtschaft, von Stiftungen oder potenzielle Arbeitgeber, sondern auch Ver-treter aus der Gruppe der Emeriti und Alumni.

Interessierte Stipendiengeber erhalten ab sofort alle Informationen über die Geschäftsstelle des Deutschlandstipendiums der TU Berlin, Tel.: 030/ 314-26443 /-25131, E-Mail: dstip@career.tu-berlin.de, www.career.tu-berlin.de/deutschlandstipendium

Mit dabei sind in dieser Runde u.a.: Bayer Science & Education Foundation, Bundesdruckerei GmbH, GE Germany, IBM Deutschland GmbH, nugg.ad AG, Deutsche Bahn Stiftung, Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V., Lufthansa Technik AG, Karl Schlecht Stiftung, Prof. Dr. Ulrich Steinmüller, Siemens AG, Verein zur Förderung von Studierenden der Berliner Hochschulen e.V., MÜSIAD e.V., Verein Deutscher Zuckertechniker und Wooga GmbH sowie einige anonyme Förderer.

Das Deutschlandstipendium
Das Deutschlandstipendium ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für eine neue Förderkultur. Leistungsstarke und gesellschaftlich sowie sozial engagierte Studierende aller Nationalitäten werden für mindestens zwei Semester finanziell unterstützt. Die Höhe des Deutschlandstipendiums beträgt 300 Euro pro Monat. Die Förderung ist einkommensunabhängig und wird nicht auf das BAföG angerechnet. Das Geld kommt je zur Hälfte vom Staat und von privaten Förderern. An der TU Berlin ist der Career Service für das Deutschlandstipendium zuständig.

2.789 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Bettina Satory, Referatsleiterin Career Service, TU Berlin, 030/ 314-25131, E-Mail: bettina.satory@tu-berlin.de oder allgemein über die Geschäftsstelle Deutschlandstipendium unter 030/ 314-26443, E-Mail: dstip@career.tu-berlin.de

The internationally renowned Technische Universität Berlin is located in Germany“s capital city at the heart of Europe. Our academic activities are focused on achieving sharply-defined goals: building a distinctive profile for our university, ensuring exceptional performance in research and teaching, providing our graduates with excellent qualifications and a modern approach to university administration. The TU Berlin strives to promote the dissemination of knowledge and to facilitate technological progress through adherence to the core principles of excellence and quality. Strong regional, national and international networking with partners in science and industry are an important aspect in these endeavors.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Strasse des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin
Stefanie Terp
Strasse des 17. Juni 135
100623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin steigt in der Gunst der Personalmanager

Hochschulranking: TU-Absolventen der Naturwissenschaften besonders gefragt / 571 Personaler befragt

Die Technische Universität Berlin ist in der Gunst der Personalmanager deutlich gestiegen. Die Ergebnisse des jetzt veröffentlichten Hochschul-Rankings 2014 von Universum und access KellyOCG zeigen, welche Hochschulen ihre Absolventen am besten für die Bedürfnisse der Unternehmen ausbilden. Nach Einschätzung von 571 Personalverantwortlichen rangiert die TU Berlin in fünf Fachbereichen bundesweit unter den Top Ten. Konkret belegt sie in den Naturwissenschaften Platz 2, dem Wirtschaftsingenieurwesen Platz 4, der Informatik Platz 5, der Elektrotechnik Platz 6 und dem Maschinenbau Platz 7.

Die Umfrage wurde von Januar bis April 2014 durchgeführt. Die daran beteiligten Personalverantwortlichen kamen sowohl von kleinen mittelständischen Unternehmen als auch von Großkonzernen.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU Berlin, Tel.: 030/314-23922, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de

The internationally renowned Technische Universität Berlin is located in Germany“s capital city at the heart of Europe. Our academic activities are focused on achieving sharply-defined goals: building a distinctive profile for our university, ensuring exceptional performance in research and teaching, providing our graduates with excellent qualifications and a modern approach to university administration. The TU Berlin strives to promote the dissemination of knowledge and to facilitate technological progress through adherence to the core principles of excellence and quality. Strong regional, national and international networking with partners in science and industry are an important aspect in these endeavors.

TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

TU Berlin
Stefanie Terp
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
030/314-23922
pressestelle@tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de