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ISDN-Abschaltung – Klares Votum für den Umstieg auf IP

ama-Trendumfrage 2017 – ISDN-Abschaltung/PBX-Telefonanlagen

ISDN-Abschaltung - Klares Votum für den Umstieg auf IP

Trotz der für 2018 von der Deutschen Telekom angekündigten ISDN-Abschaltung steckt die IP-Telefonie in Deutschland noch in den Anfängen. „Von einer flächendeckenden Nutzung dieser Technologie kann derzeit noch keine Rede sein“, so Axel Hegel, Geschäftsführer der ama GmbH (aus Waghäusel).

Die von ama zu diesem Themenkomplex durchgeführten Umfragen zeigen, dass der drohende ISDN-Ausstieg in den letzten Jahren nicht unbedingt im Fokus der IT-Verantwortlichen stand. „Weiterhin betreiben rund zweidrittel der befragten IT-Standorte analoge oder ISDN-basierte TK-Anlagen“, erklärt Hegel. Lediglich ein Viertel (25,5 %) setzt derzeit auf IP- basierte Telefonanlagen. Wobei 23,5 Prozent dieser Anlagen auf eigenen Servern und 2,0 Prozent über die Cloud (externe Server) laufen.

Hegel erwartet für 2018 allerdings einen Durchbruch: „Derzeit planen rund 88 Prozent einen Umstieg auf IP-Telefonie.“ Für bemerkenswert hält er, dass nur knapp ein Prozent beabsichtigt, auf einen anderen ISDN-Anbieter zu wechseln. Unentschlossen bzw. offen für das weitere Vorgehen zeigen sich rund sieben Prozent. Während rund 4 Prozent diesbezüglich nichts unternehmen werden.

Angesichts der bevorstehenden ISDN-Abschaltung steht nach seiner Einschätzung die Mehrheit der IT-Standorte vor erheblichen Herausforderungen: „Vor dem Hintergrund vieler zu lösender technischer und organisatorischer Fragen ist es erstaunlich, dass erst rund jeder dritte Befragte angibt, dass die Planungen abgeschlossen sind und die Umstellung bereits läuft“. Rund 38 Prozent befinden sich in der Phase der Bedarfsermittlung oder bereits in der konkreten Planung. 28,6 Prozent der Befragten gaben an, dass noch keinerlei konkrete Vorbereitungen getroffen wurden oder das die Informationsbeschaffung noch läuft. „An mehr als jeden vierten IT-Standort könnte es insofern zeitlich knapp werden“, so Hegel.

Kaum überraschend aus seiner Sicht: In der Gruppe der befragten IT-Standorte, die bereits Erfahrungen mit IP-Telefonie haben (25,5 %), zeigten sich 74 Prozent überwiegend zufrieden, erkannten im Zusammenhang mit dem Umstieg keinerlei Einschränkungen.

Datenquelle
Das ama-Research-Team befragte im Frühjahr 2017 Führungskräfte zum Thema Telefonie und TK-Anlagen. Insgesamt beteiligten sich 111 Unternehmen und Behörden mit jeweils mehr als 100 PC-Arbeitsplatzen, an den telefonischen Interviews.

Weitere Informationen
Informationen zur Marktstrukturanalyse finden Sie in diesem Blogbeitrag
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PBX-Markt – weiterhin fest in der Hand von TK-Anbietern

ama-Marktanalyse – PBX-Telefonanlagen 2017

PBX-Markt - weiterhin fest in der Hand von TK-Anbietern

Eine vom Informationsdienstleister ama (aus Waghäusel) jüngst durchgeführte Erhebung im deutschen Markt für Telefonanlagen zeigt: Unify, seit 2015 zum französischen IT-Dienstleister Atos gehörend, ist mit einem Marktanteil von derzeit 37,7 Prozent der in Deutschland mit Abstand führende Hersteller von PBX-Anlagen.

Axel Hegel, Leiter der Umfrage und Geschäftsführer der ama GmbH: „Die Marktanteile der nach unserer Erhebung führenden PBX-Anbieter veränderten sich in den letzten beiden Jahren kaum.“ Er verweist auf die aktuellen Marktdaten (siehe Grafik). Zwar gewann Unify im Vergleich zum Vorjahr Marktanteile in Höhe von 1,4 Prozentpunkten hinzu. Bleibt damit jedoch etwas unter dem in 2014 erreichten Marktanteils-Niveau nach Standorten in Höhe von 38,3 Prozent. Der Marktanteil des Zweitplatzierten Alcatel-Lucent weist im Vorjahresvergleich ebenfalls nur geringe Veränderungen auf (2016:18,7 %, 2017: 19,0 %). Kaum Dynamik zeigt auch der Drittplatzierte. Nach einem leichten Rückgang im Vergleichszeitraum 2015/2016 legte Avaya zwischen 2016 und 2017 wieder leicht zu (+ 0,2 Prozentpunkt). Den größten Zuwachs konnte CISCO (Platz 5) mit 1,7 % verzeichnen.

Axel Hegel geht davon aus, dass der deutsche Markt für PBX-Telefonanlagen – trotz des anstehenden Technologiewechsels im Telefoniebereich – kaum an Fahrt gewinnt: „Im Firmengeschäft ist ein deutlich höherer Nachfragezuwachs nicht zu erwarten. Während sich die wichtigsten Festnetz-Provider von der ISDN-Technologie verabschieden, üben sich die Firmenkunden noch in Zurückhaltung.“ Das zeige eine von uns 2016 durchgeführte Anwenderbefragung. Danach hielt sich die Bereitschaft der Entscheider, in moderne, softwarebasierte TK-Anlagen zu investieren, in engen Grenzen: Gut zwei Drittel (70,1 Prozent) erklärten seinerzeit, dass sie in den nächsten Jahren keine Modernisierung ihrer bestehenden TK-Lösung beabsichtigen. Obwohl erst knapp 23 Prozent der teilnehmenden Unternehmen und Behörden softwarebasierte TK-Anlagen betrieben.

Datenquelle
In die ama-Marktstrukturanalyse einbezogen wurden Stand 2017 insgesamt 3.886 Standorte; 2016 insgesamt 2.105 Standorte – jeweils Unternehmen und Behörden mit jeweils mehr als 50 Beschäftigten. Wobei die Berechnung der Marktanteile auf der Grundlage der pro Standort von ama identifizierten PBX-Anbieter erfolgt. Insofern blieben die wie von den meisten Marktbeobachtern verwendeten Hersteller-Umsätze bei dieser Anteilsberechnung unberücksichtigt.

Das ama-Research-Team befragte Ende 2016 Führungskräfte zur Investitionsbereitschaft bzw. Modernisierung von TK-Anlagen. Insgesamt beteiligten sich 231 Unternehmen und Behörden, Unternehmen und Behörden mit jeweils mehr als 50 PC-Arbeitsplätzen, an den telefonischen Interviews.

Nähere Informationen zu dieser Umfrage sind auf der Website zu finden.

ama erhebt seit 1988 die IT-Strukturen in Anwenderunternehmen. Dabei entstand eine Basis von 41.000 Firmenprofilen. Die von IT-Anbietern genutzten ama-Firmenprofile enthalten detaillierte Informationen rund um die eingesetzte Hard- und Software von Anwenderunternehmen, die für Marketing und Vertrieb besonders relevant sind. Gleichzeitig versteht sich ama als Partner für themenspezifische Leadgenerierung und Terminvereinbarung.

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