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Einladung zum Journalistenseminar „Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien

Das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig lädt zum Journalistenseminar über Mikroben und Zelllinien ein

Einladung zum Journalistenseminar "Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien

Die Mitarbeiter der Pressestelle (Stabsstelle Presse und Kommunikation) des Leibniz-Instituts DSMZ

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der DSMZ lädt die Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig zu einem eintägigen Journalistenseminar (13. März 2019 von 10.00 bis 17.30 Uhr) ein. Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde verschiedener Bakterienarten. Weniger als ein Prozent davon sind bisher beschrieben. Und nur 538 davon machen krank. Die DSMZ ist die weltweit umfangreichste Bioressourcensammlung. 80 Prozent der beschrie-benen Bakterien befinden sich in der DSMZ-Sammlung in Braunschweig und stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung.

Mikrobensammler forschen in Braunschweig
Neben der Sammlung und Archivierung von Bakterien, Viren/Phagen, Pilzen und menschlichen Zelllinien sind die DSMZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Forschung aktiv. Zu den Forschungsschwerpunkten auf dem Science Campus Braunschweig-Süd gehören Umwelt- und Agrarforschung, Pflanzenvirenforschung, Phagen- und natürlich auch Krebsforschung.

Am Journalistenseminar „Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien abtöten“ des Leibniz-Instituts DSMZ können maximal fünf Journalistinnen und Journalisten teilnehmen. Die Teilnahme am Journalistenseminar ist kostenlos. Die verbindliche Anmeldung ist bis zum ersten März 2019 erforderlich. Die Verpflegung während des Seminars wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Übernahme der Fahrt- und gegebenenfalls Übernachtungskosten ist nicht möglich. Ablauf des Journalistenseminars am 13. März 2019:

10.00 bis 10.45 Uhr
DSMZ – seit 50 Jahren im Dienste der Mikroben, Prof. Dr. Jörg Overmann, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Braunschweig

10.45 bis 11.30 Uhr
Mikroben können mehr als krankmachen – Strom, Therapeutika und Lebensmittel erzeugen

11.30 bis 12.00 Uhr
Bakterien, die Plastik fressen, Schadstoffe und Öl unschädlich machen, Dr. Basak Öztürk, Braunschweig

12.00 bis 13.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

13.00 bis 13.45 Uhr
Pflanzenvirenforschung im Kampf gegen den Hunger und für die Rettung der Tomaten, Dr. Stephan Winter, Braunschweig

13.45 bis 14.30 Uhr
Aus der Besenkammer ins Labor: DNA-Fingerprint

14.30 bis 15.30 Uhr
Biopause mit kleinem Imbiss und Führung (leuchtende Bakterien; ein Blick in den Stickstofftank; Blaualgen sind auch „nur“ Bakterien; die DSMZ-Schatzkammer: 355.000 Ampullen)

15.30 bis 16.00 Uhr
Sind Phagen das Mittel gegen multiresistente Keime?

16.00 bis 16.45 Uhr
Zellen im Mittelpunkt: Tierversuche durch Zelllinien ersetzen – wie Krebs entsteht, Prof. Dr. med. Hans G. Drexler, Braunschweig

16.45 bis 17.00 Uhr
Abschlussdiskussion

Information und Anmeldung:
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Sven-David Müller, DSMZ-Pressesprecher
E-Mail: sven.david.mueller@dsmz.de
Tel.: 0531 /2616-300

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
sven.david.mueller@dsmz.de
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Planet der DICKEN: Dokumentation auf VOX mit Diät- und Ernährungsexperte Sven-David Müller aus Braunschweig

Sven-David Müller informiert bei VOX am zweiten Februar ab 20.15 Uhr über die richtigen Wege zur schlanken Linie

Planet der DICKEN: Dokumentation auf VOX mit Diät- und Ernährungsexperte Sven-David Müller aus Braunschweig

Ernährungsexperte und Buchautor Sven-David Müller

Für die vierstündige Fernsehdokumentation Planet der Dicken (1), die am zweiten Februar 2019 ab 20.15 Uhr auf VOX ausgestrahlt wird, wurde der Braunschweiger Diät- und Ernährungsexperte Sven-David Müller ausführlich zum Einfluss verschiedener Diäten auf die Körpergewichtsentwicklung befragt. Der Film wurde von Antje Diller-Wolf von shs Medien (2) produziert. „Als staatlich geprüfter Diätassistent, Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft und Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin), freue ich mich, dass ich in dieser großen Dokumentation zu Wort gekommen bin.“, so Müller.

Übergewicht wird nicht nur in den westlichen Industrieländern immer mehr zum Problem. In Deutschland sind mehr als die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer zu dick (3, 4). „Scheinbar sind die bisherigen Konzepte zur Gewichtsnormalisierung uneffektiv, denn Über-gewicht wird immer häufiger!“, erläutert Buchautor Sven-David Müller. „Das vielfach kolportierte Erklärungsmuster Übergewicht entstehe durch Überernährung und Bewegungsmangel, trifft nicht zu!“, betont Müller. „Die Entstehung von Übergewicht ist vielmehr multifaktoriell begründet und die auslösenden oder begünstigenden Einzelfaktoren reichen vom Mikrobiom (Darmflora), dem Entzündungsstatus (Silent Inflammation), psycho-sozialen und natürlich genetischen Faktoren.“, so Müller abschließend.

Sven-David Müller wurde am 13. September 1969 in Braunschweig geboren und ist hauptberuflich als Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig tätig. Sven-David Müller gehört zu den bekanntesten Diät- und Ernährungsexperten im deutschsprachigen Raum. Er wandte sich diesem Themenfeld zu, da er im Februar 1976 an Diabetes mellitus erkrankte und am eigenen Leib erfahren hat, welche Bedeutung die Ernährungsweise bei bestimmten Erkrankungen hat.

Seit 1998 ist Sven-David Müller als Autor von Sachbüchern aktiv. Die Deutsche Nationalbibliothek (5) listet 201 Buchtitel im Ernährungsbereich in dreizehn Sprachen und mit einer Auflage von sieben Millionen Exemplaren von ihm auf. Damit ist Müller der erfolgreichste und reichweitenstärkste Ernährungsratgeberautor im deutschsprachigen Raum. Zu seinen Bestsellern gehören die Titel „Wir essen uns schlank“ (Mainz Verlag), „Die Diabetes-Ampel“ (Trias Verlag), „Ernährungsratgeber Rheuma“ (Schlütersche Verlagsgesellschaft), „Zimt gegen Zucker“ (Mainz Verlag) und „Die 50 besten Cholesterinkiller“ (Trias Verlag). Ehrenamtlich engagiert sich Sven-David Müller unter anderem als Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. Weitere Informationen unter www.svendavidmueller.de

(1) https://www.vox.de/sendungen/planet-der-dicken-2019-5157265.html
(2) http://www.shsmedien.de/
(3) https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html
(4) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98843/Zwei-Drittel-der-Maenner-in-Deutschland-sind-uebergewichtig
(5) https://portal.dnb.de/opac.htm;jsessionid=DvtgQgZp7wL4B8mhEsEE_ID55cEE4QwvAVYBcG0C.prod-fly1?method=moveDown&currentResultId=%22Sven-David%22+and+%22M%C3%BCller%22%26any&categoryId=books

Das im Jahr 2006 in Köln gegründete Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik ist das Netzwerk und Sprachrohr für alle Berufsgruppen, die in der wissenschaftlich fundierten Gesundheitsförderung tätig sind sowie alle an Gesundheit interessierten, die von dem Bündeln von Informationen und Aktionen profitieren möchten. Die medizinische Fachgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen.

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Wissenschaft Technik Umwelt

Die BILD besucht DSMZ auf dem Science Campus Braunschweig-Süd

Deutschlands größte Tageszeitung bei der größten Sammlung von Mikroben

Am 23. Januar besuchte BILD-Wissenschaftsredakteur Ralf Klostermann aus Berlin mit dem Fotografen Michael Hübner von 12.00 bis 17.00 Uhr das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH. Für die Rubrik „BILD bei …“ interviewte Ralf Klostermann den wissenschaftlichen Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Professor Dr. Jörg Overmann, Abteilungsleiter Prof. Dr. Hans G. Drexler und die Kuratoren Dr. Christine Rohde, Dr. Richard Hahnke sowie Dr. Wulf Menzel. Neben dem diesjährigen 50jährigen Institutsjubiläum waren die Forschungsschwerpunkte an der DSMZ Thema der Gespräche. Die Wissenschaftler der DSMZ gehören zu den weltweit renommierten Experten in den Forschungsbereichen Mikroorganismen, Pflanzenviren, Phagentherapie und Krebszellen und erregen mit ihren Forschungsergebnissen sowie ihrer Sammlungstätigkeit international Aufmerksamkeit.

Die DSMZ ist die Drehscheibe für Mikroben und Zellkulturen
Im Rahmen einer Führung durch das Leibniz-Institut DSMZ machte sich Ralf Klostermann einen Eindruck vom Forschungsalltag in den Laboren. „Ein Besuch im Ampullenlager, dem Herzen der DSMZ, in dem zurzeit 353.552 Ampullen mit gefriergetrockneten Mikroorganismen für die Lieferung an andere Forschungsinstitute auf der ganzen Welt gelagert werden, rundete den Besuch ab.“ informiert Sven-David Müller, Leiter der DSMZ-Stabsstelle Presse und Kommunikation. „Wir haben uns über den Besuch aus der BILD-Wissenschaftsredaktion gefreut, zumal wir die erste wissenschaftliche Institution der Braunschweiger Forschungslandschaft sind, die in der Rubrik „BILD bei …“ vorgestellt wird“, so Müller abschließend. Für die Rubrik „BILD bei …“ besuchte BILD Wissenschaftsredakteur Ralf Klostermann bereits unter anderem das Kontrollzentrum der International Space Station (ISS) in Moskau, die European Space Agency (ESA) in Paris und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems.

Seit 50 Jahren im Dienste der Wissenschaft: DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist als gemeinnützig anerkannt. Träger der DSMZ ist das Land Niedersachsen. Das Institut ist die vielfältigste Bioressourcen-Sammlung weltweit. Zudem ist die DSMZ auch eine der größten Sammlungen von Mikroorganismen und Zellkulturen auf der Welt. Bei der DSMZ sind 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter fast 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Bereitstellung, Erforschung und Nutzung der Biodiversität sind die Leitmotive für die zukünftige Entwicklung der DSMZ.

DSMZ-Pressekontakt:
Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0173 / 8530938
sven.david.mueller@dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Globaler Wandel und Infektionskrankheiten

Weltklimarat-Mitglied Prof. Dr. Dr. Rainer Sauerborn spricht in Braunschweig

Globaler Wandel und Infektionskrankheiten

Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Der weltweit renommierte Experte Professor Dr. Dr. Rainer Sauerborn, Heidelberger Institut für Global Health, spricht am 22. November 2018 im Braunschweiger Haus der Wissenschaft über die Auswirkungen des Klimawandels auf Infektionskrankheiten. Professor Sauerborn ist Mitglied des Weltklimarates. Im Mittelpunkt der von Professor Dr. Ulrich Nübel moderierten Veranstaltung steht die Frage, wie sich Bakterien und Viren weltweit durch Luft, Wasser sowie Boden ausbreiten und zu Infektionskrankheiten führen können. Der zweite Referent des Abends, Professor Dr. Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte aus Jena, widmet sich in seinem Vortrag der genetischen Geschichte der durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelösten Pest.

Der globale Wandel und das Bevölkerungswachstum bringen eine gefährliche Ausbreitung von Infektionskrankheiten mit sich. Die Veranstaltung findet von 18.00 bis 19.45 Uhr im Haus der Wissenschaft, Pockelsstraße 11 in Braunschweig statt und schließt mit einer Diskussionsrunde ab, in der unter anderem erörtert werden kann, welche Infektionskrankheiten uns heute bedrohen und welche Vorsorgemaßnahmen eingeleitet werden können. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Weitere Informationen unter https://www.dsmz.de/de/start/details/entry/veranstaltung-globa.html

Professor Nübel und sein Team am Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH erforschen unter anderem die potentielle windbedingte Verbreitung von Fäkalkeimen (Enterococcus faecium) aus mit Hühnermist gedüngten Ackerböden. Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd ist Mitglied des Leibniz-Forschungsverbunds INFECTIONS´21. Im Rahmen des Forschungsverbundes findet jetzt die Veranstaltung in Braunschweig statt.

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Leibnitz-Institut DSMZ Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
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Wissenschaft Technik Umwelt

Politics meets Science: Landtagsabgeordneter Oliver Schatta besuchte Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung von Bioressourcen

Politics meets Science: Landtagsabgeordneter Oliver Schatta besuchte Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Der Wissenschaftliche Direktor der DSMZ Prof. Dr. Jörg Overmann mit MdL Oliver Schatta im DSMZ-Labor

Am siebten November diesen Jahres besuchte der Braunschweiger CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Schatta das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. Im Rahmen seines Antrittsbesuchs gab ihm der Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Prof. Dr. Jörg Overmann, auch einen Einblick in die Welt der Mikrobiologie. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Zukunftsentwicklung und das Aufgabenspektrum des weltweit vielfältigsten Bioressourcen- Zentrums. Das Institut feiert im November 2019 sein 50jähriges Jubiläum.

Leuchtende und antibiotikaproduzierende Bakterien
Während seiner Führung durch die Labors des Instituts erhielt der Landtagsabgeordnete Schatta unter anderem die Möglichkeit, sogenannte Leuchtbakterien zu erleben und am Mikroskop antibiotikaproduzierende Bakterien zu beobachten. In seinem Gespräch betonte Oliver Schatta die Notwendigkeit des weiteren Ausbaus der interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Wissenschaftsinstitutionen im Braunschweiger Land. Die von Professor Overmann vorgestellte deutliche Steigerung der Einwerbung von wissenschaftlichen Drittmittelprojekten und des Umfangs der durch die weltweite Zurverfügungstellung von Mikroorganismen und Zellkulturen an wissenschaftliche Institutionen erwirtschafteten Mittel, beeindruckten den Landespolitiker sehr.

Nachwuchsförderung und der Kampf gegen multiresistente Keime
Von besonderer Wichtigkeit am Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH sind die wissenschaftliche Nachwuchsförderung und vorhandene Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Lebenswissenschaften. Oliver Schatta liegt die praktische Umsetzung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen für die Umwelt (Stichwort Mikroplastik und Co) und die Gesundheit der Menschen am Herzen. In der Gesundheitsforschung ist die DSMZ-Arbeitsgruppe Klinische Phagen und Regulation unter der Leitung von Dr. Christiane Rohde ein Beispiel für den Weg von der Grundlagenforschung zur klinischen Anwendung. Die DSMZ ist am Phage4Cure-Verbundprojekt maßgeblich beteiligt und legt den Grundstein für präklinische und klinische Studien sowie die Zulassung der Phagen-Therapie beispielsweise bei multiresistenten Krankenhauskeimen. Weitere Informationen unter www.dsmz.de

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Bestseller-Autor Sven-David Müller zieht von Berlin nach Braunschweig

Nach 31 Jahren kehrt Sven-David Müller in seine Heimatstadt zurück

Bestseller-Autor Sven-David Müller zieht von Berlin nach Braunschweig

Bestseller-Autor Sven-David Müller (49) zog von Berlin nach Braunschweig

Zur Ausbildung, zum Studium und zur Berufstätigkeit verließ Bestseller-Autor Sven-David Müller im März 1987 seine Heimatstadt und kehrte jetzt im Oktober 2018 nach 31 Jahren in seine Heimatstadt zurück, um die Position des Leiters der Stabsstelle Presse und Kommunikation beim Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen am Science Campus Braunschweig-Süd zu übernehmen. Die Deutsche Nationalbibliothek weist zweihundert Buchtitel* von ihm aus. Seine Werke sind in 14 Sprachen erschienen und erreichen eine verkaufte Auflage von fast sieben Millionen Exemplaren. Damit ist der gebürtige Braunschweiger der erfolgreichste Ernährungsratgeber-Autor im deutschsprachigen Raum. Zu seinen Bestsellern gehören unter anderem die Titel „Moderne Ernährungsmärchen“, „Die Diabetes-Ampel“, „Ernährungsratgeber Gicht“, „Zimt gegen Zucker“, sowie „Die 50 besten Erkältungskiller“. Er arbeitet seit mehr als 25 Jahren mit renommierten Verlagen wie Goldmann, DTV, TRIAS, GU oder Knaur zusammen.

Sven-David Müller wurde am 13. September 1969 in der Frauenklinik Bismarckstraße geboren und wuchs in der Fasanenstraße im östlichen Ringgebiet Braunschweigs auf. In der Kinderklinik Holwedestraße wurde im Februar 1976 ein Typ 1 Diabetes mellitus bei ihm diagnostiziert. Diese Erkrankung prägte sein Berufsleben: Nach der Ausbildung zum staatlich geprüften Diätassistenten und der Weiterbildung zum Diabetesberater studierte er angewandte Ernährungsmedizin, absolvierte er ein Volontariat bei einer Tageszeitung sowie eine Redaktionsausbildung in einem medizinischen Fachverlag und ist seit 22 Jahren hauptberuflich als Wissenschafts- und Medizinjournalist tätig. Er war unter anderem als Pressesprecher der Universitätsklinik Aachen, als Chefredakteur Medizin bei der Cocomore AG in Frankfurt am Main und zuletzt als Öffentlichkeitsarbeiter sowie Online-Redakteur beim Gesundheitswissenschaftlichen Institut der AOK in Berlin beschäftigt.

Sven-David Müller ist mit der Diplom-Pädagogin und Germanistin Almut Müller, B.A., verheiratet und Vater des fast fünfjährigen Sohnes Linus Julian Müller, der im Dom zu Braunschweig getauft worden ist. Der erste Vorsitzende des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. freut sich, endlich wieder in seiner Heimatstadt angekommen zu sein. Für seine Verdienste um die Gesundheitsaufklärung verlieh ihm 2005 der damalige Bundespräsident Horst Köhler das Bundesdienstkreuz. Zudem wurde er mit dem Ehrenkreuz erster Klasse für Kunst und Wissenschaft der Albert Schweitzer Gesellschaft ausgezeichnet. In Braunschweig möchte Sven-David Müller insbesondere seiner Liebe zur klassischen Musik sowie der Oper frönen und dafür viele Aufführungen des Staatstheaters und des Staatsorchesters Braunschweig besuchen. Seine Liebe zum Theater und zur klassischen Musik ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass sein Großvater Orchesterwart war und seine kürzlich verstorbene Stiefgroßmutter mehr als 40 Jahre als Soloharfenistin am Staatsorchester Braunschweig wirkte. Der Journalist ist auch als Theaterkritiker aktiv und berichtet unter anderem für die renommierte Opernzeitschrift ORPHEUS. Seit früher Jugend ist Sven-David Müller Mitglied der Gesellschaft der Staatstheaterfreunde in Braunschweig. Seit einigen Jahren gehört er zum Vorstand des Arbeitskreises für Musik in Bad Hersfeld. Sven-David Müller engagiert sich als Botschafter und Kurator der CED und Darmkrebshilfe e. V. in Peine, der Opernfestspiele in Bad Hersfeld und der Bundesinitiative 50Plus. Zudem ist er Delegat der Österreichischen Albert Schweitzer Gesellschaft in Deutschland.

Seit zehn Jahren ist Sven-David Müller Lehrbeauftragter der Donau Universität Krems. Er hat 227 Veröffentlichungen in nationalen oder internationalen Fachzeitschriften in seinem Publikationsverzeichnis. Sven-David Müller ist Editorial Board Member der Fachzeitschriften Umwelt Medizin Gesellschaft, Die Naturheilkunde und des Magazins für Mikronährstoffe. Der Medizinjournalist und Gesundheitspublizist hat mehr als eintausend Fernsehauftritte absolviert. Über viele Jahre moderierte er in Leipzig das TV-Gesundheitsmagazin GesundZeit und war mehrmals monatlich Gast der TV-Livesendung ServiceTrends des Hessischen Rundfunks. Regelmäßig tritt er momentan als Experte für das ZDF-Fernsehmagazin WISO auf.

Quelle: * https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=Sven-David+M%C3%BCller

Das im Jahr 2006 in Köln gegründete Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik ist das Netzwerk und Sprachrohr für alle Berufsgruppen, die in der wissenschaftlich fundierten Gesundheitsförderung tätig sind sowie alle an Gesundheit interessierten, die von dem Bündeln von Informationen und Aktionen profitieren möchten. Die medizinische Fachgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen.

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Wer nicht phagt, der nicht gewinnt: Phage4Cure soll Bakterienfresser in die klinische Anwendung bringen

Braunschweiger Phagen-Expertin Dr. Christine Rohde berichtete im ZDF über den zukünftigen Einsatz von Phagen gegen den Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa

Wer nicht phagt, der nicht gewinnt: Phage4Cure soll Bakterienfresser in die klinische Anwendung bringen

Phagen (rot) angedockt an eine Pseudomonas aeruginosa (blau)

Am Samstag, dem dritten November 2018 informierte Dr. Christine Rohde von der Arbeitsgruppe Klinische Phagen und Regulation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH am Science Campus Braunschweig-Süd ab 17.35 Uhr in der ZDF Sendung „plan B“ über den Erfolg bei der Isolierung und Charakterisierung von Phagen im Einsatz gegen das häufig multiresistente Bakterium Pseudomonas aeruginosa. Die DSMZ ist Partner im Forschungsverbund Phage4Cure. Dessen Ziel ist es, Bakteriophagen gegen den typischen Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa therapeutisch nutzbar zu machen, da Antibiotika gegen ihn immer weniger wirken. Pseudomonas aeruginosa ist die weltweit häufigste bakterielle Ursache von Lungenentzündungen, aber auch Harnwegsinfekten und anderen Infektionskrankheiten und kann zur Blutvergiftung (Sepsis) führen (1). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn begleitet daher Phage4Cure eng.

Im Zeitalter der wachsenden Antibiotikaresistenz von Bakterien rücken die Phagen immer mehr in den Fokus der Forschung. Das von der DSMZ unter der Leitung der renommierten Phagen-Forscherin Dr. Christine Rohde durchgeführte Screening von Phagen gegen Pseudomonas aeruginosa wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. Eine Auswahl erfolgversprechender therapeutischer Phagen wird nun weiter erforscht, erläutert Doktor Rohde. Bakteriophagen oder kurz Phagen sind Viren, die auf Bakterien als Wirtszellen spezialisiert sind. Sie befallen ausschließlich Bakterien und nutzen sie für ihre eigene Vermehrung. Dabei gehen die Bakterien selbst zugrunde. Der größte Vorteil der Phagen ist ihre spezifische Wirksamkeit. Im Unterschied zu Antibiotika greifen Phagen nur ihr spezielles Wirtsbakterium an. Andere, nützliche Bakterien, zum Beispiel der Darmflora, nicht. Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig gehört zu den führenden Phagen-Forschungsinstituten und hat die vielfältigste Phagen-Sammlung Europas. Christine Rohde gehört zu den Phagen-Experten Deutschlands und erforscht mit ihrer Arbeitsgruppe an der DSMZ den Einsatz gegen multiresistente Keime.

Die Phagen-Therapie kann eine Alternative im Kampf gegen Bakterien sein, bei denen Antibiotika „scheitern“, betont Dr. Christine Rohde. Bisher ist die Therapie mit Phagen in Deutschland aber noch nicht zugelassen und das zu ändern, ist Ziel des Phage4Cure-Forschungsverbundes, dem wir mit der DSMZ angehören, so Rohde weiter. Im Jahr 2017 bewilligte das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Fördermittel für den Forschungsverbund Phage4Cure. In diesem arbeiten das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Braunschweig und Hannover und die Charite- Universitätsmedizin Berlin sowie die Charite Research Organisation GmbH in Berlin an dem klinischen Einsatz von Phagen. Ziel ist es, Phagen als zugelassene Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen in Deutschland zu etablieren. Wissenschaftliche Beschäftigte der DSMZ haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Phagen gegen Pseudomonas aeruginosa aus verschiedenen Ursprungsorten isoliert und charakterisiert. Das Phagen-Screening an der DSMZ ist jetzt abgeschlossen und führte zu drei therapeutisch vielversprechenden Phagen. Diese gingen zur weiteren pharmazeutischen Hochaufreinigung an das Fraunhofer-Institut in Braunschweig. Bei einem Treffen der Projektbeteiligten in Berlin wurde jetzt auch das toxikologische Programm der präklinischen Phase abgestimmt. Ziel ist es, zu gewährleisten, dass weitere Projektabschnitte frühzeitig zwischen den Partnern harmonisiert und an regulatorische Anforderungen angepasst werden, damit die präklinischen Entwicklungsarbeiten zeitnah und geordnet ablaufen können. Am Ende des Phage4Cure-Projekts können die Phagen dann in der ersten klinischen Studie mit Phagen in Deutschland getestet werden, informiert Dr. Christine Rohde abschließend.

Quelle:
1) https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Antibiotikaresistenz/Uebersichtsbeitraege/nosokomiale_Erreger/Pseudomonas.html (Abruf: 29. Oktober 2018, 16.23 Uhr)

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Der Fliegende Holländer am Staatstheater Braunschweig als maritime Geisterstunde mit einseitig liebevoller Erlösungsstimmung

Mit Richard Wagners Oper „Der Fliegender Holländer“ eröffnet das Staatstheater Braunschweig glanzvoll die neue Opernsaison

Der Fliegende Holländer am Staatstheater Braunschweig als maritime Geisterstunde mit einseitig liebevoller Erlösungsstimmung

Schon vor Beginn der Oper stimmte die Regisseurin Isabel Ostermann, die seit der letzten Spielzeit am Staatstheater Braunschweig als Operndirektorin wirkt, die Zuschauer im Großen Haus mit bedrohendem Gewitter vom Band sowie Blitzen im Zuschauerraum und mit großem Segelschiffmodel in der Eingangshalle auf den „Fliegenden Holländer“ ein. Wer bei „Blitz und Donner“ an Johann Strauß Schnellpolka denkt, findet sich in Braunschweig im „Fliegenden Holländer“ wieder. Isabel Ostermann ist mit ihrer Inszenierung der romantisch gruseligen Seefahreroper eine dichte, dramatische Darstellung gelungen, die packend und nicht althergebracht ist. Der Holländer auf der Bühne des Staatstheaters wirkt alt und abgekämpft und es ist nicht nachvollziehbar, warum sich das blonde Mädel Senta unsterblich in ihn verliebt. Das Einheitsbühnenbild von Stephan von Wedel bietet eine geräumige Spielfläche und lässt sich als Empfangshalle eines Schifffahrtskonzerns interpretieren. Hier sind Dalands Schiff auf der linken Seite und das des Holländers auf der rechten Seite als Modelle zu erkennen. Eine Uhr am Bühnenportal und eine Uhr im Bühnenbild. Beide Uhren gehen gegenläufig und zeigen erst im Finale die gleiche Zeit an.

Nach langer Zeit konnte man in Braunschweig wieder einen sehr gut geführten Chor und Opernsolisten erleben. Der Regisseurin ist es gelungen, den Choristen und natürlich auch den Solisten ihre Sicht der Inszenierung zu vermitteln. Dadurch können Szenen und Augenblicke entstehen, die über die übliche Chorsänger- und Solisten-Führung hinausgehen. Jeder Sänger hatte seinen darzustellenden Charakter verinnerlicht und spielt ihn voll aus. Ostermann führt jede Person glaubhaft und macht die Handlung nicht nur dadurch zu einem atemberaubenden Erlebnis. Wenn Senta im Brautkleid dem Holländer im Hochzeitsanzug während des Finales die Füße wäscht, erinnert diese rituelle Handlung an den Parzival. Der „Fliegende Holländer“ wird in Braunschweig ohne die Unterbrechung durch eine Pause gespielt. Die rund 135 Minuten sind niemals langweilig oder über die Maßen verstörend und für den dramaturgischen und musikalischen Fluss ist das ununterbrochene Spiel zu befürworten. Isabel Ostermann sei angeraten, zukünftig noch mehr auf die Positionierung und Körperhaltung der Sänger zu achten, um deren akustische Wirkung nicht einzuschränken. Ein Sonderlob verdient die Lichtregie von Katharina Müller. Wenn Sie beispielsweise den Holländer hinter seinem Schiffsmodel von einem Einzelscheinwerfer anstrahlt, macht das ungemeinen Effekt.
Gesanglich rauben Chor- und Extrachor des Staatstheaters dem Publikum fast den Atem. Inbrünstig zaubern die Choristen gesangliche Gemälde. Lediglich die Soprane im Chorpart in Sentas Ballade müssen von der Chordirektion (Georg Menskes und Johanna Motter) für die nächsten Vorstellungen noch mehr hinsichtlich homogenem Gesang eingenordet werden. Es scheint als würden sich die Soprane des Extrachores zurückhalten und dadurch klingen die Soprane des Staatstheaterchores durch. Die Horngruppe des Staatsorchesters Braunschweig muss rasch zu ihrer Spielqualität zurückfinden, um ein komplett meisterliches Orchesterereignis möglich zu machen. Das sind die einzigen Kritikpunkte am Spiel des Orchesters und Gesang der Chöre. Die Kostüme von Stephan von Wedel und Julia Burkhardt sind modern und unauffällig oder wenn sie den Herrenchor in Shantychor-Outfit zeigen, der Inszenierung gut entsprechend.

Die anrührende, spannungsgeladene Inszenierung wurde vom Staatsorchester Braunschweig unter seinem Generalmusikdirektor Srba Dinic fesselnd akzentuiert begleitet. Außerordentlich rasche Tempi entfalteten die Staatsmusiker nicht. In der stürmischen und aufwallenden Ouvertüre zeigt der Dirigent, dass er Wagners Partitur voll auskosten wird. Und doch ist Maestro Dinic ein feiner Begleiter der Sänger. Er trägt sie förmlich auf Händen und so geht kaum ein Wort der sehr gut verständlich singenden Darsteller verloren. Die Musik Wagners scheint den Musikern des Staatsorchesters Braunschweig besonders zu liegen und so spielen die Orchestergruppen aufmerksam und mustergültig. Wenn die Hörner nicht Intonationsprobleme gehabt hätten, müssten die Blechbläser des traditionsreichen Klangkörpers gesondert gelobt werden. Im Finale bietet die Theatertechnik, Chor und Orchester alles auf, was ein Opernbetrieb zulässt. Von besonderer Wucht sind hier die Chöre und das von Srba Dinic aufgepeitschte Staatsorchester Braunschweig. 135 Minuten lang hielt der Generalmusikdirektor Dinic sicher alle Fäden in der Hand und Wackler oder Unstimmigkeiten blieben aus.

Seit Beginn der Generalintendanz von Dagmar Schlingmann, der Operndirektion von Isabel Ostermann und der Generalmusikdirektion von Srba Dinic in der vergangenen Spielzeit hat sich ein hervorragendes 14 Sängerinnen und Sänger umfassendes Ensemble entwickelt und so kann der „Fliegende Holländer“ in Braunschweig mit lediglich einem Gast – dem Holländer – gegeben werden. Mit klangvollem, heldenbaritonalem Organ wartet Jaco Venter als Holländer auf. Seine saftig kräftige Stimme macht ihn zu einem würdevollen Holländer, der ohne Probleme in der Höhe oder Tiefe sowie dem dramatischen Ausbruch blieb. Er stellt einen gealterten, verzweifelten Meereswanderer dar. Wenn er beim Kennenlernen Senta tapsig eine Tasse überreicht, statt sie zu umarmen, hat das berührendes Format. Seine Senta ist die Entdeckung des Abends! Mit Inga-Britt Andersson kommt eine junge, attraktive, blonde Sopranistin mit großer Ausstrahlung auf die Bühne des Staatstheaters. Womit sie der Holländer in den Bann zieht, bleibt unerklärlich. Liebt Senta der Liebe willen – um jeden Preis – bis zum Tod? Sie ist ein keckes Mädchen mit Selbstbewusstsein, das mit den anderen Mädels in der Fischfabrik unter Anleitung von Frau Mary Fische ausnimmt. Hat sie sich mehr vom Leben erhofft und der Holländer ist die Rettung? Sie besitzt einen nordischen, lyrisch-dramatischen Sopran, der klar und ohne Intonationsprobleme wundervoll anspricht. Die Sängerin verfügt über ausreichend Kraftreserven, um Senta auch ein dramatisches Profil zu geben. In der Ballade zeigt sie eine gute Klangbalance und präsentiert hier jubelnde Spitzentöne. Inga-Britt Andersson ist in Stimme und Spiel die ideale Senta! Mit Matthias Stier und Kwonsoo Jeon hat das Staatstheater Braunschweig zwei Tenöre unter Vertrag, die den lyrischen wie dramatischen Ansprüchen der Partien Steuermann und Erik gerecht werden. Mathias Stier ist mit seinem kraftvoll sonor und trotzdem lyrisch klingenden Tenor eine edle Besetzung für den Steuermann, wie sich Bayreuth ihn nur wünschen kann. Durchschlagskräftig ist auch Kwonsoo Jeon als Erik, der aber etwas mehr Schmelz in der Stimme haben dürfte. Im Vergleich der stimmlichen Qualität liegt Mathias Stier eindeutig vor Kwonsoo Jeon, der den Erik aggressiv spielt und zuweilen fast grobschlächtig singt.

Bedauerlicherweise fehlt es Zhenyi Hou als Mary an einer satten tiefen Grundierung ihres angenehm ansprechenden Mezzosoprans. Die junge neu ins Ensemble des Staatstheaters gewechselte Sängerin kann schauspielerisch nicht ausgleichen, was ihrer Stimme an Fundament in der tiefen Lage fehlt. Das Staatstheater Braunschweig hätte mindestens eine Mezzosopranistin im Ensemble, die hier mehr satte Tiefe und Ausdruckskraft präsentieren könnte. Eine akustische und darstellerische Freude dagegen ist der seriöse Bass Michael Eder als trinkfreudiger Daland. Im Kostüm eines väterlich agierenden Versicherungsvertreters gibt der schlanke Sänger mit schwarzem Bass einen ernstzunehmenden Daland. Der in Wien ausgebildete Sänger, der mehr als 600 Auftritte an der Dresdner Semperoper während seiner künstlerischen Laufbahn gesammelt hat und der weltweit an vielen großen Häusern gastierte, zeigt einen glaubhaften Daland mit urdeutscher Stimme, die keine Einschränkungen oder Probleme zeigt. Im Gegenteil: Balsamisch, kraftvoll in allen Lagen macht sein Gesang Lust auf mehr. Für die Braunschweiger ist es ein Glücksfall, dass Michael Eder ab dieser Spielzeit zum Ensemble gehört und viele große und kleine Rollen übernehmen wird. Ohne Buffo-Attitüde agiert er als Daland und hat Glück, dass seine Senta sich sozusagen in die Liebe zum Holländer stürzen möchte, sodass er sie nicht an ihn „verkaufen“ muss und sich, nachdem sich Holländer und Senta kennengelernt haben, ruhig eine Flasche Schampus, den Erik eigentlich für Senta mitgebracht hatte, auf seinen neuen Reichtum gönnen kann.

Das Publikum im fast ausverkauften Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig bejubelt die Sänger, Srba Dinic, der wie bei jeder Musiktheaterpremiere die Musiker des Staatsorchesters Braunschweig vom Graben auf die Bühne holt, den Chor und Extrachor und zeigt sich auch beim Inszenierungsteam angetan. Trotz zeitgemäßer Umsetzung gerät bei Isabel Ostermann und ihrem Team nichts aus den Fugen oder zum Ärgernis für das Publikum. Musikalische Leistung mit einem wahren Sängerfest bei spannender szenischer Umsetzung, die nachdenklich macht und Langeweile keinen Raum lässt, machen diesen „Fliegenden Holländer“ sicher zu einem Publikumsrenner am Staatstheater Braunschweig. Hingehen!

Das im Jahr 2006 in Köln gegründete Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik ist das Netzwerk und Sprachrohr für alle Berufsgruppen, die in der wissenschaftlich fundierten Gesundheitsförderung tätig sind sowie alle an Gesundheit interessierten, die von dem Bündeln von Informationen und Aktionen profitieren möchten. Die medizinische Fachgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen.

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Sven-David Müller neuer DSMZ-Kommunikationsleiter

Medizinjournalist seit 15. September 2018 Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation

Sven-David Müller neuer DSMZ-Kommunikationsleiter

Wissenschaftsjournalist Sven-David Müller (49) ist neuer Kommunikationsleiter der DSMZ

Sven-David Müller ist seit Mitte September 2018 Nachfolger von Christian Engel als Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation der Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH am Science Campus Braunschweig-Süd. Er berichtet an den Wissenschaftlichen Direktor Prof. Dr. Jörg Overmann und die Administrative Geschäftsführerin Bettina Fischer. Der 49jährige Braunschweiger verantwortete davor drei Jahre die Online-Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit beim Gesundheitswissenschaftlichen Institut der AOK Nordost in Berlin. Nach Berufsausbildung, Volontariat, Medizinredakteursausbildung und Studium war Sven-David Müller, M.Sc., unter anderem von 1997 bis 2000 Pressesprecher und Leiter der Informationsstelle des Universitätsklinikums der RWTH Aachen sowie zwischen 2011 und 2014 Chefredakteur Medizin/Ernährung und Leiter der Unternehmenskommunikation bei der digitalen Kommunikationsagentur Cocomore AG in Frankfurt am Main.

„Wir erwarten von unserem neuen Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation einen Ausbau der internen sowie externen Kommunikation mit einem Schwerpunkt im Bereich der digitalen Medien. Der Aufgabenbereich ist umfangreich: Unter anderem begehen wir im kommenden Jahr unser 50jähriges Jubiläum und unsere Website www.dsmz.de erlebt Anfang des kommenden Jahres einen Relaunch.“, fasst Professor Overmann die vielfältigen Entwicklungen und kommenden Arbeitsschwerpunkt der Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH zusammen.

Mikroorganismen und Zellkulturen für die Welt aus Braunschweig
Die als gemeinnützig anerkannte Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Bioressourcen-Sammlung mit 66.500 Mikroorganismen und Zellkulturen. Die DSMZ-Abteilung Pflanzenviren ist derzeit der erste und bisher einzige akkreditierte Hersteller von qualitativem Referenzmaterial in Deutschland. Die neu aufgebaute Sammlung von Cyanobakterien und Protisten an der DSMZ ist ebenfalls einzigartig in Deutschland. An der Non-Profit Organisation sind momentan 198 MitarbeiterInnen tätig, davon 86 WissenschaftlerInnen. Zu den DSMZ-Forschungsschwerpunkten gehören die mikrobielle Ökologie und Diversität, Bakteriophagen sowie Pflanzenviren. Das renommierte Bioressourcenzentrum ist Partner in zahlreichen nationalen und internationalen Drittmittelprojekten und hat Zugriff auf globales Expertenwissen. Zu den weltweit genutzten Services des Instituts gehören insbesondere die Identifizierung und Charakterisierung von Mikroorganismen und Zelllinien sowie die Bereitstellung von Metadaten in der frei zugänglichen Datenbank BacDive ( https://bacdive.dsmz.de/).

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Oper Carmen gegen den Strich gebürstet oder Don José als mordlüsterner Revolverheld

Das Burgplatz Open Air in Braunschweig geht mit Bizets Carmen in die fünfzehnte Saison

Oper Carmen gegen den Strich gebürstet oder Don José als mordlüsterner Revolverheld

(NL/6903450264) Seit fünfzehn Jahren bereichert das Staatstheater Braunschweig mit seinem Open Air Programm auf dem Burgplatz in einer eigens dafür errichteten Arena das Kulturleben der Okerstadt. In diesem Jahr steht mit der Opéra-comique von Georges Bizet Meisterwerk wie zu Beginn der Freiluftaufführungs-Ära Carmen erneut auf dem Spielplan. Regisseur Philipp M. Krenn war angetreten, die oft volksfesthafte Aufführungspraktik gänzlich gegen den Strich zu bürsten. Generalmusikdirektor Srba Dinic stand dem nicht nach, denn er interpretierte Bizets Partitur nicht als Popkonzert mit gehörigem Um-Tata, sondern mit dem umsichtigen und bestens aufgelegten Staatsorchester Braunschweig feinfühlig. Er ließ auch zarte Töne zu und kostete die Möglichkeiten einer dramatischen Entwicklung ohne eindimensionale Knalleffekte aus. Schon die Ouvertüre ließ in ihrer musikalischen Vielfalt aufhorchen. Wie seit Jahren hervorragend, konnten die Zuschauer wieder von einer bestens eingerichteten Tontechnik profitieren, die gerade beim Orchesterpart die Qualität einer prominenten Einspielung eines hochkarätigen Klangkörpers aufwies. Aber das bloße herunterdudeln der Carmen-Hits versagt sich Dinic. Der temperamentvolle Dirigent Srba Dinic entlockte seinem Orchester vielmehr dunkle differenzierte Töne und setzt eine dramatische Entwicklung durch, die zeigten, dass das Staatorchester Braunschweig zu den führenden Klangkörpern im Norden der Republik gehört. Dinic führte Orchester, Chor und Solisten jenseits der sonst anzutreffenden plakatistischen Carmen-Routine sicher durch die Premiere. Das Publikum, das sich auch aus vielen Gästen der Sponsoren und des Staatstheaters zusammensetzte, feierte vornehmlich sich selbst und das Arena-Event, die Solisten, den Generalmusikdirektor und sein Staatsorchester sowie die Chöre und blieb beim Regieteam im Gegensatz zu den bisherigen Burgplatz-Open Air Premieren ungewohnt verhalten. Es mischten sich sogar einzelne Buhrufe für das Regieteam, das spanische Folklore weitgehend vermeidet, ihren Ansatz aber nicht durchhält und immer wieder ins Klischee verfällt, in den Applaus.

Der eigentlich opernerfahrene Regisseur Philipp M. Krenn konnte mit seiner naturalistisch-erdiger Carmensicht, die oft im Dunkeln spielte, schließlich nur bedingt überzeugen. Sein Versuch einer Neuinterpretation gelingt nicht, auch wenn es ehrenwert ist, dass in seiner Darstellung Carmen nicht Folklore oder Klischee der Kastagnetten-Liebesgeschichten in und um die Stierkampfarena bedeutet. Fraglich bleibt, ob es wirklich einfallsreich ist, Kastagnetten durch Bierflaschen zu ersetzen? Und ob es tatsächlich Sinn macht, die Oper umzudrehen und den Mord von Don José an Carmen an den Anfang zu stellen. Das Fehlen eines traditionellen roten Carmen-Kostüms, von Kastagnetten und der sich nicht immer erklärende Handlungsablaufs macht noch keine interessante Neudeutung des Librettos von Henri Meilhac und Ludovic Halévy und ist auch keine ausreichende Entkitschung. Unangenehm wird es für die Zuhörer, wenn Philipp Krenn die Sänger durch szenische Vorgaben dazu zwingt, im Liegen und Kauern singen zu müssen oder durch falsche Positionierung der Darsteller diese in die Mikrophone der jeweiligen Partner zu singen gezwungen ist. Von einem Bühnenbild im eigentlichen Sinne kann hier keine Rede sein. Vielmehr bietet Heike Vollmer mit Holzstühlen und -tischen, Ledersesseln, Holzbohlen und einem metallenen Bettgestellt lediglich multifunktional einsetzbare Versatzstücke, die kaum arenataugliche Optik erzeugten. Schade. Die Kostüme von Regine Standfuss sind seltsam nichtssagend aber zeitlos aber das Drama um Carmen, Escamillo und Sergeant Don José muss sich ja zeitlich auch nicht festlegen.

Die krude und zuweilen verworrene Handlung machte es dem Publikum nicht leicht und dass in französischer Sprache gesungen wurde, steigerte dieses Problem. Die Führung des großen Chores, der sich aus Chor- und Extrachor des Staatstheaters formierte, misslang nicht. Aber die Choristen treten halt einfach nur auf und ab. Nur bei der Positionierung des Chores im Zuschauerbereich macht das Sinn, denn die Choristen bilden dann das voyeuristische Publikum. Der Staatheaterchor wurde mit Extrachor von Georg Menskes bestens einstudiert. Und der Kinderchor konnte stimmstark in der Führung von Mike Garling gefallen. Auf dem Braunschweiger Burgplatz wurde Lillas Pastia zum handlungstragenden und handlungsbeeinflussenden wortlosen Erzähler, den der fast seit 20 Jahren zum Schauspielensemble des Staatstheaters Braunschweig gehörende Mattias Schamberger mit bloßem Oberkörper und typischer Torerohose (einer der Reste des doch vorhandenen Klischees) dämonisch darbot. Er steuerte als Mister Tod nicht nur Don José, der Carmen mehrfach, Bauernmädchen Michaela, sich selbst und irgendwie jeden erschoss, so dass es fast komische Züge bekam. Irgendwie wurde die Kraft, die dem Stück inne wohnt, durch die vermeintliche, hier fehlgeleitete, Kraft einer Waffe ersetzt.

Wenig Licht und umso mehr Schatten bot die Besetzung der einzelnen Partien. Die Operndirektion des Staatstheaters Braunschweig muss sich an erster Stelle fragen lassen, ob es wirklich sein muss, die Rolle des Don José mit einem rein lyrischen Tenor zu besetzen. Kwonsoo Jeons, der dem Don José schauspielerisch das Profil eines ewig Gehetzten gab, kann keinerlei Vorwurf gemacht werden, denn seine Stimme ist wundervoll und höhenstark aber eben nicht durchschlagskräftig genug, um seine Rolle gesanglich festspieltauglich zu interpretieren. Hier steht stimmlich ein hervorragender Rudolfo auf der Bühne, der (noch) nicht über die heldischen Qualitäten, die für die Partie des Don José erforderlich sind, verfügt. Eugene Villanueva zeigte in der letzten Spielzeit in Braunschweig als Marquis von Posa in Verdis Don Carlo einen ausgesprochen stimmschönen und mit dem notwendigen Strahl ausgestatteten Bariton. In der Rolle des Escamillos präsentierte er jedoch nur noch das Skelett seiner ehemals ausdrucksstarken Stimme. Höhenschwach mit brüchigem tiefem Fundament und ohne heldenbaritonaler Attacke gab er einen schmerbäuchigen lahmen Stierkämpfer, der auch beim lächerlichen Stage Diving oder albernen Armdrücken keinen Respekt einflößen oder gar Feuer entfachen konnte.

Kommen wir zu den Pluspunkten: Das Staatstheater Braunschweig darf sich glücklich schätzen, drei Mezzosoprane im Ensemble zu haben, die eine Carmen darstellen und singen können. In der Premiere zeigt Jelena Kordic mit tief grundiertem weiblich sattem Mezzosopran, wie schön in Carmen gesungen werden kann, wenn die Besetzung angemessen und die Stimme gesund und frisch ist. Carmen hatte in dieser Inszenierung in erster Linie stimmliche Reize, die das Publikum wirklich begeisterten. Der Regisseur verwandelte die Figur der Carmen in eine relativ unbeteiligte Person mit goldfarbenem Oberteil, die nicht im Mittelpunkt der Handlung steht und mehr geschehen lässt, als die Handlung voranzutreiben. Ein verführerisches Spiel, Liebe oder Sehnsucht sah der Regisseur in seiner Deutung der Carmen nicht vor. Irgendwie passte die bieder dargestellte und kostümierte Michaela nicht ins Regiekonzept. Sie wirkte wie ein Fremdkörper. Doch konnte die in Braunschweig seit Jahren zu den Publikumslieblingen gehörende Ekaterina Kudryavtseva mit ihrem aufblühenden lyrischen Sopran punkten, durch Melos in der Stimme berühren und es verwundert nicht, dass die Sängerin beim Schlussapplaus ähnlich wie Jelena Kordic mit starkem Applaus und Bravorufen bedacht wurde. Als durchweg schönstimmige Comprimarii sangen Matthias Stier Remendado, Maximilian Krummen Dancairo, Jelana Bankovic Fraquita, Milda Tubelyte Mercedes und David Ostrek, der alternierend mit Eugene Villanueva als Escamillo besetzt ist, kräftig den Morales. Die Rolle des Zuniga gab Dominic Barberi mit angenehm kräftigem Bass. Die Oper Carmen wird auf dem Braunschweiger Burgplatz noch bis einschließlich 5. September 2018 gespielt. Insgesamt finden 20 Aufführungen mit rund 25.000 Zuschauern statt, die bei gezielten Aktivitäten auch die regulären Aufführungen des Braunschweiger Staatstheaters bereichern könnten. Weitere Informationen und Kartenbestellung unter www.staatstheater-braunschweig.de

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