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Politik Recht Gesellschaft

Stalking: Das Wichtigste zur Gesetzesreform in Kürze

ARAG Experten über Nachstellungen, Ausspähungen und Telefonterror

Stalking: Das Wichtigste zur Gesetzesreform in Kürze

Seit 2007 ist Stalking eine Straftat. Dennoch bestand für viele Betroffene nicht die Möglichkeit, den Täter auch strafrechtlich verfolgen zu lassen. Denn bisher mussten die Betroffenen zur Erfüllung des Straftatbestandes einschneidende Veränderungen ihrer Lebensumstände nachweisen, wie beispielsweise einen Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel. Mit der jetzt in Kraft getretenen Reform des § 238 StGB soll diese Lücke geschlossen werden: Nach dem neuen Gesetz sind zukünftig alle unerwünschten Nachstellungen strafbar, auch wenn sie nicht zu einer Veränderung der äußeren Lebensumstände geführt haben. ARAG Experten nennen Fakten zum Phänomen Stalking.

Was ist Stalking?
Stalking bezeichnet ein obsessives Verfolgen, Belästigen und Bedrohen einer Person gegen deren erklärten Willen. Dies geschieht beispielsweise durch Überwachen und Ausspionieren der Zielperson; oft auch durch vermehrte Telefonanrufe bis hin zum Telefonterror; E-Mails und SMS kennzeichnen eine Sonderform – das Cyberstalking. Die Inhalte der unerwünschten Nachrichten gehen von Liebesbekundungen über Obszönitäten bis zu Morddrohungen; die physischen Annäherungen vom Beobachten bis zum tätlichen Angriff. Die Opfer sind zu 80 Prozent Frauen, die Täter zu 85 Prozent Männer. Meist kennen sich Täter und Opfer.

Was können Stalking-Opfer tun?
Schon vor den juristischen Möglichkeiten kann man als Betroffener von Stalking einiges selbst unternehmen.
-Kontaktabbruch! Machen Sie dem Stalker unmissverständlich klar, dass Sie keinerlei Kontakt mehr wünschen. Danach ist es wichtig, auf keine Kontaktwünsche einzugehen. Jede Reaktion auf Anrufe, SMS, Briefe, E-Mails oder Besuche wertet der Stalker als Erfolg. Darum hilft es nur, alle Kontaktversuche zu ignorieren.
-Das Umfeld informieren! Bitten Sie Ihre Familie, Freunde, Kollegen und Nachbarn ausdrücklich, keine Informationen über Sie weiterzugeben.
-Ein Stalkingtagebuch ist unerlässlich! Wenn es zu juristischen Schritten kommt, ist für Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht schwer zu beurteilen, ob tatsächlich Stalking vorliegt. Dann ist es hilfreich, wenn Sie die Art der unerwünschten Kontaktversuche mit Ort, Zeitpunkt und eventuellen Zeugen genau belegen können.
-Beweise sichern! Die SMS, E-Mails oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter vom Stalker sollten Sie auf keinen Fall löschen, sondern sichern. Entschließen Sie sich dann zu einer Anzeige, können Sie Ihre Anschuldigungen auch belegen.
-Rufnummer sperren lassen! Bietet Ihr Telefonanbieter für das Festnetz und den Mobilfunk eine Blacklist an, können Sie seine Rufnummern blockieren. Ist das nicht der Fall, ändern Sie Ihre Rufnummer.
-Vorsicht bei Facebook & Co. Sind Sie bei sozialen Netzwerken angemeldet, ist es wichtig, dass Sie sämtliche Daten gut schützen und diese für Fremde nicht zugänglich sind. Außerdem sollten Sie sämtliche bekannten Accounts des Stalkers komplett blocken.

Juristische Schritte
Wenn Ihre Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sind, sprich, der Stalker Sie weiterhin belästigt, gibt es eine Reihe juristischer Wege.
-Die einstweilige Anordnung ist auch unter den Begriffen einstweilige Verfügung, Kontaktverbot, Näherungsverbot oder Unterlassungsverfügung bekannt. Sie kommt in Frage, wenn Sie wiederholten Belästigungen oder auch Bedrohungen oder sogar Übergriffen ausgesetzt sind. Sie verbietet dem Stalker, sich in einem bestimmten Radius Ihrer Wohnung, Ihrem Arbeitsplatz oder anderer möglichen Orte, an denen Sie sich aufhalten, zu nähern oder sich in einem bestimmten Umkreis aufzuhalten. Außerdem können Kontaktaufnahmen per Telefon, Internet, SMS, Brief oder auch über Dritte untersagt werden. Verstöße gegen eine Anordnung sind zudem laut § 4 GewSchG strafbar.
-Anzeige wegen Nachstellung! Nach der Reform des § 238 StGB sind alle unerwünschten Nachstellungen strafbar, auch wenn sie nicht zu einer Veränderung der äußeren Lebensumstände geführt haben.
-Anzeige wegen Nebendelikten! Sie können alle strafbaren Handlungen (Hausfriedensbruch, Beleidigung, Verleumdung, Körperverletzung, Bedrohung, Sexualdelikte u.v.m) , zu denen es im Verlauf des Stalkings gekommen ist, anzeigen. Auf jeden Fall sollten Sie aber darauf achten, dass Sie bei sogenannten Antragsdelikten Strafantrag stellen, da sonst unter Umständen nichts bei der Anzeige herauskommt.

Den Download dieses Textes und die gesamte Serie zum Thema Stalking finden Sie unter:
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Politik Recht Gesellschaft

Stalking – Teil 3: Welche juristischen Schritte sind möglich?

ARAG Experten über Nachstellungen und wie man sich per Gesetz wehrt

Stalking - Teil 3: Welche juristischen Schritte sind möglich?

Sandra Bullock, Jodie Foster, Madonna und John Lennon – sie alle sind weltberühmte Stalking-Opfer. Aber nicht nur Promis sind die Leidtragenden von Nachstellungen, Ausspähungen, ungewollten Annäherungen oder nächtlichen Anrufen. Darum ist seit März dieses Jahres die Änderung des §238 StGB durch das „Gesetz zur Verbesserung des Schutzes gegen Nachstellung“ in Kraft und hat ab sofort Gültigkeit. Doch welche juristischen Möglichkeiten hat man als Betroffener von Stalking. ARAG Experten klären auf.

Einstweilige Anordnung
Ein erster juristischer Schritt gegen einen Stalker kann die einstweilige Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz (GewSchG) sein. Sie ist auch unter den Begriffen einstweilige Verfügung, Kontaktverbot, Näherungsverbot oder Unterlassungsverfügung bekannt. Sie kommt immer in Frage, wenn Sie wiederholten Belästigungen oder auch Bedrohungen oder sogar Übergriffen ausgesetzt sind. Eine solche gerichtliche Anordnung verbietet dem Stalker, sich in einem bestimmten Radius Ihrer Wohnung, Ihrem Arbeitsplatz oder anderer möglichen Orte, an denen Sie sich aufhalten, zu nähern oder sich in einem bestimmten Umkreis aufzuhalten. Außerdem können Kontaktaufnahmen per Telefon, Internet, SMS, Brief oder auch über Dritte untersagt werden. Leben Täter und Opfer unter einem Dach, etwa kurz nach der Trennung oder in einem Studentenwohnheim, kann der Täter der Wohnung verwiesen werden. Die Schutzanordnung kann vom Gerichtsvollzieher – ggf. auch mittels Zwangsgeld oder Zwangshaft – vollstreckt werden. Verstöße gegen eine Anordnung sind zudem laut § 4 GewSchG strafbar.

Wie erwirken Sie eine einstweilige Anordnung?
Den Antrag stellen Sie beim zuständigen Familiengericht – egal, ob Sie mit dem Stalker verwandt, verheiratet, verschwägert sind oder nicht. Die gute Nachricht: Für den Erhalt einer einstweiligen Anordnung benötigen Sie erstmal keine Beweise! Es reicht die Glaubhaftmachung des Sachverhaltes aus. Das bedeutet, Sie schildern in einer eidesstattlichen Versicherung, was geschehen ist und wieso Sie diese Schutzanordnung benötigen. Sie können den Antrag auch von einem Anwalt stellen lassen; für sozial Schwächere gibt es die Möglichkeit, einen Beratungshilfeschein oder Verfahrenskostenhilfe (früher Prozesskostenhilfe – PKH) zu beantragen. Das Verfahren der einstweiligen Anordnung ist ein Eilverfahren; oft dauert es nur einige Stunden. Selten dauert es mehr als ein paar Tage, bis der zuständigen Polizeiinspektion, dem Antragsteller (Ihnen) und dem Antragsgegner (dem Stalker) jeweils eine Ausfertigung der einstweiligen Anordnung zugeht. Der Stalker bekommt die Anordnung durch den Gerichtsvollzieher zugestellt. Unter bestimmten Umständen wird so eine Anordnung auch an das Jugendamt weitergegeben.

Verstoß gegen die einstweilige Anordnung
Sollte der Täter gegen die einstweilige Anordnung verstoßen, können und sollten Sie jeden einzelnen Verstoß umgehend bei der Polizei anzeigen und beim zuständigen Gericht einen Antrag auf Zwangsmittel (Zwangsgeld oder Zwangshaft) stellen. Erfahrungsgemäß passiert nämlich oft sehr wenig oder die Strafen sind extrem niedrig. Erst die hohe Anzahl der Verstöße und der Anzeigen und Anträge führt irgendwann zu einer Steigerung der Zwangsmittel, die den Stalker unter Umständen spürbar merken lassen, dass er sein Verhalten ändern muss. Das GewSchG ist das einzige deutsche Gesetz, welches eine Doppelbestrafung möglich macht, da Verstöße gegen eine Anordnung sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich verfolgt werden. ARAG Experten raten, diese Rechtswege auch beide auszuschöpfen, um unter Umständen auch weitere juristische Schritte, wie z.B. eine Anzeige wegen Nachstellung zu beschreiten.

Anzeige wegen Nachstellung
Nach der Reform des § 238 StGB sind alle unerwünschten Nachstellungen strafbar, auch wenn sie nicht zu einer Veränderung der äußeren Lebensumstände geführt haben. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, einen Stalker wegen der Belästigung selbst und nicht nur wegen etwaigen Nebendelikten wie Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch oder Beleidigung anzuzeigen. Anders als bei der einstweiligen Anordnung müssen die Anschuldigungen dem Stalker nachgewiesen werden. Wichtigstes Instrument hierfür ist das Stalkingtagebuch. Es ermöglicht Ihnen die Art der unerwünschten Kontaktversuche mit Ort, Zeitpunkt und eventuellen Zeugen genau belegen zu können. Außerdem sollten Sie alle gesammelten E-Mails, AB-Nachrichten, SMS, Briefe u.s.w. beilegen. Unter bestimmten Umständen können Sie auch Videoaufnahmen der Anzeige hinzufügen. Das Oberlandesgericht Saarbrücken hat in einem Urteil festgestellt, dass heimliche Videoaufnahmen, um Stalking zu beweisen, erlaubt sind. Die Persönlichkeitsrechte des Täters können in diesem Fall hinter den Persönlichkeitsrechten des Opfers zurückstehen (OLG Saarbrücken, Az.: 9 UF 73/10). Sollten Sie aufgrund der Nachstellung gesundheitliche oder psychische Probleme haben, so ist es ratsam, einen Arzt die Beschwerden attestieren zu lassen und auch diese Atteste der Anzeige hinzuzufügen. Eine persönliche Stellungnahme dazu, wie sich das Stalking auf das eigene Leben und die Lebensgestaltung auswirkt, kann auch nach der Reform des § 238 StGB durchaus hilfreich sein.

Anzeige wegen Nebendelikten
Sie sollte unter Umständen alle strafbaren Handlungen, zu denen es im Verlauf des Stalkings gekommen ist, anzeigen. Sie können hierfür zur örtlichen Polizei gehen oder auch die Anzeige selbst formulieren und an die zuständige Staatsanwaltschaft schicken. Auf jeden Fall sollten Sie aber darauf achten, dass Sie bei sogenannten Antragsdelikten Strafantrag stellen, da sonst unter Umständen nichts bei der Anzeige heraus kommt. Reine Antragsdelikte sind Beleidigung (§ 185 StGB), Hausfriedensbruch (§ 123 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB) und üble Nachrede (§ 186 StBG). Antragsdelikte, die auch ohne Strafantrag von Amtswegen verfolgt werden können, sollte der Staatsanwalt das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung feststellen, sind Körperverletzung (§ 223 StGB), fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB), Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen (§ 248 StGB) und Sachbeschädigung (§ 303 StGB). Straftaten, die immer ohne Strafantrag verfolgt werden, sind hingegen Sexualdelikte, Bedrohung (§ 241 StGB), Freiheitsberaubung (§ 239 StGB) und die Verstöße gegen eine einstweilige Anordnung nach dem GewSchG, so die ARAG Experten.

Übersicht:
19.04.2017 – Im ersten Teil erörtern ARAG Experten, was Stalking ist, und wie es sich äußert und auswirkt.
20.04.2017 – Im zweiten Teil erörtern ARAG Experten, was man unternehmen kann, wenn man von Stalking betroffen ist.

Download unter:
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Stalking – Teil 2: Was können Betroffene tun?

ARAG Experten über Nachstellungen und wie man sich wehrt

Stalking - Teil 2: Was können Betroffene tun?

Sandra Bullock, Jodie Foster, Madonna und John Lennon – sie alle sind weltberühmte Stalking-Opfer. Aber nicht nur Promis sind die Leidtragenden von Nachstellungen, Ausspähungen, ungewollten Annäherungen oder nächtlichen Anrufen. Darum ist im März diesen Jahres die Änderung des §238 StGB durch das „Gesetz zur Verbesserung des Schutzes gegen Nachstellung“ in Kraft getreten und hat ab sofort Gültigkeit. Doch auch vor den juristischen Möglichkeiten kann man als Betroffener von Stalking einiges selbst unternehmen. ARAG Experten geben Tipps.

Opfer eines Stalkers? Vollständiger Kontaktabbruch!
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Dies gilt umso mehr, wenn Sie Opfer eines Stalkers sind. Es ist unerlässlich, dem Stalker einmal unmissverständlich klar zu machen, dass man mit ihm keinerlei Kontakt mehr wünscht. Danach ist es wichtig, auf keinerlei Kontaktwünsche einzugehen. Jede Reaktion auf Anrufe, SMS, Briefe, E-Mails oder Besuche wertet der Stalker als Erfolg. Wenn ein Stalker beispielsweise 99 Mal anruft und beim 100. Mal geht das Opfer ans Telefon und sagt „Lass mich in Ruhe“, kommt beim Täter nicht an „Lass mich in Ruhe“ sondern „ich muss nur 100 Mal anrufen, dann wird abgehoben“. Darum hilft es nur, alle Kontaktversuche zu ignorieren. Immer! Das gilt auch für das Angebot einer sogenannten letzten Aussprache. Denn die wird nie die letzte sein – sondern ist lediglich der Versuch, Sie zu treffen und mit Ihnen zu reden.

Das Umfeld sollte Bescheid wissen
Oftmals versuchen Stalker über das Umfeld ihrer Opfer Informationen zu bekommen. Darum sollten Sie frühzeitig Familie, Freunde und Kollegen von den Vorgängen, denen Sie ausgesetzt sind, unterrichten. Bitten Sie alle ausdrücklich, keine Informationen über Sie weiterzugeben. Unter Umständen ist es ratsam, auch die Nachbarn zu informieren. So können Sie verhindern, dass der Täter ins Haus gelassen wird oder über Nachbarn an Informationen über Sie kommt.

Führen Sie ein Tagebuch
Wenn es zu juristischen Schritten kommt, ist es auch nach der Reform des § 238 StGB für Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht schwer zu beurteilen, ob tatsächlich Stalking vorliegt. Das gilt ganz besonders, wenn Sie keine genauen Angaben über die Häufigkeit der Stalkinghandlungen machen können. Besser ist es, wenn Sie die Art der unerwünschten Kontaktversuche mit Ort, Zeitpunkt und eventuellen Zeugen genau belegen können. Ein Stalkingtagebuch ist daher unerlässlich.

Beweise sichern
Die SMS, E-Mails, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter vom Stalker sind Beweise. Sie sollten diese auf keinen Fall löschen, sondern sichern. Entschließen Sie sich dann zu einer Anzeige, können Sie Ihre Anschuldigungen auch belegen.

Was hilft gegen Telefonterror?
Das Telefon – Festnetz und mobil – ist bei vielen Stalkern die wichtigste Tatwaffe. Manche Telefonanbieter nehmen eine Änderung der Rufnummer kostenlos vor, wenn Sie angeben, massiv belästigt zu werden; andere nehmen eine geringe Gebühr. Wenn Sie Ihre Rufnummer nicht wechseln möchten, bietet Ihr Anbieter unter Umständen eine Blacklist an. Dann können Sie bestimmte Rufnummern sperren lassen. Sinnvoll ist auch der Gebrauch eines Anrufbeantworters. Allerdings rufen viele Stalker auch an, um einfach die Stimme ihres Opfers zu hören. Lassen Sie darum den AB von einer dritten Person besprechen. Wenn nichts nützt, hilft eventuell eine Fangschaltung, um den Stalker dingfest zu machen. In § 101 des Telekommunikationsgesetzes ist geregelt, dass alle Telefonanbieter verpflichtet sind, bei schlüssig vorgetragener Belästigung oder Bedrohung die Anschlussdaten des Anrufers, auch bei unterdrückter Nummer, an die belästigte Person heraus zu geben. Sie müssen hier allerdings beachten, dass der Stalker in so einem Fall darüber informiert wird, dass seine Daten weitergegeben wurden. Dieser Information an den Stalker können Sie widersprechen, wenn Sie glaubhaft begründen, dass sich diese Information nachteilig auswirken würde und dieser Nachteil die schutzwürdigen Interessen des Stalkers überwiegt. Für eine Fangschaltung fallen allerdings Gebühren an. Es ist theoretisch aber möglich, diese Kosten vom Täter zurückzufordern, so ARAG Experten.

Privates nicht in den Müll
Leider schrecken viele Stalker auch nicht davor zurück, den privaten Müll ihrer Opfer zu durchwühlen, um so an private Daten oder Informationen zu kommen. Deswegen sollten Sie sämtliche Unterlagen, Kassenzettel mit vertraulichen Inhalten oder Daten über EC- oder Kreditkartenzahlungen nie einfach in den Hausmüll werfen. Legen Sie sich für diesen sensiblen Papiermüll einen Aktenvernichter zu.

Soziale Netzwerke sichern
Sind Sie bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken angemeldet? Dann ist es wirklich wichtig, dass Sie sämtliche Daten gut schützen und diese für Fremde nicht zugänglich sind. Außerdem sollte Sie sämtliche bekannten Accounts des Stalkers komplett blocken. Trotz aller Vorsicht: Was Sie heute Abend vorhaben, mit wem Sie wo das nächste Wochenende verbringen und ähnliche private Details sollten Sie auf keinen Fall veröffentlichen.

Juristische Schritte
Wenn Ihre Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sind, sprich, der Stalker Sie weiterhin belästigt, gibt es eine Reihe juristischer Wege. Die meisten juristischen Schritte benötigen allerdings Zeit.

Übersicht:
19.04.2017 – Im ersten Teil erörtern ARAG Experten, was Stalking ist, und wie es sich äußert und auswirkt.
21.04.2017 – Im dritten Teil unserer Serie zum Thema Stalking gehen die ARAG Experten auf die juristischen Möglichkeiten gegen Stalker ein.

Download unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

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Stalking – Teil 1: Die Fakten und das neue Gesetz

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Stalking - Teil 1: Die Fakten und das neue Gesetz

Sandra Bullock, Jodie Foster, Madonna und John Lennon – sie alle sind weltberühmte Stalking-Opfer. Aber nicht nur Promis sind die Leidtragenden von Nachstellungen, Ausspähungen, ungewollten Annäherungen oder nächtlichen Anrufen. Darum ist im März diesen Jahres die Änderung des § 238 StGB durch das „Gesetz zur Verbesserung des Schutzes gegen Nachstellung“ in Kraft getreten und hat ab sofort Gültigkeit. ARAG Experten nennen die Fakten.

Was ist Stalking?
Stalking bezeichnet ein obsessives Verfolgen, Belästigen und Bedrohen einer Person gegen deren erklärten Willen. Dies geschieht beispielsweise durch Überwachen und Ausspionieren der Zielperson; oft auch durch vermehrte Telefonanrufe bis hin zum Telefonterror; E-Mails und SMS kennzeichnen eine Sonderform – das Cyberstalking. Die Inhalte der unerwünschten Nachrichten gehen von Liebesbekundungen über Obszönitäten bis zu Morddrohungen; die physischen Annäherungen vom Beobachten bis zum tätlichen Angriff

Wer ist betroffen?
Betroffen sind vor allem Frauen: Über 80 Prozent der Opfer sind nach Expertenmeinungen weiblich. Bei den Tätern handelt es sich meistens um Männer: In rund 85 Prozent der Fälle ist der Stalker männlich. Unbekannt sind sich Opfer und Täter dabei selten. Nur rund neun Prozent der Opfer werden von Fremden belästigt oder bedroht.

Wer wird zum Stalker?
Es gibt ganz verschiedene Gründe und Ursachen für Stalking. Fast jeder Fall liegt anders. Trotzdem kann man die meisten Stalker in bestimmte Kategorien einteilen:
-Der Exbeziehungsstalker (in der Regel männlich) richtet seine Handlungen gegen die ehemalige Intimpartnerin. Freunde und Familienmitglieder werden in die Handlungen mit einbezogen. Ihn zeichnet eine hohe Gewaltbereitschaft aus, die sich oft auch schon während der Beziehung gezeigt hat. 50 Prozent der Stalker gehören in diese Kategorie.
-Der verliebte Stalker ist weit weniger gefährlich. Ihm oder ihr (hier ist der Anteil der Frauen am höchsten) geht es um den Aufbau einer Beziehung. Die Verfolgungen und unerwünschten Geschenke, Nachrichten und die regelmäßige physische Präsenz schüchtern das Opfer trotzdem ein.
-Der gefährliche wahnhafte Stalker ist fast ausnahmslos männlich und oft schon durch schwere psychische Störungen aufgefallen. Seine Zuneigung formuliert er in Form sexueller Absichten, die Nachrichten sind inhaltlich oft verwirrend. Die Opfer sind oft Prominente.
-Der weniger gefährliche wahnhafte Stalker lebt in der wahnhaften Überzeugung, zwischen ihm und seinem Opfer bestünde eine Beziehung, so dass er vernünftigen Argumenten nicht zugänglich ist.
-Der sadistische Stalker (männlich) will Kontrolle über sein Opfer (fast immer weiblich) gewinnen, dass er oft nur flüchtig kennt und betrachtet es regelrecht als Jagdobjekt.

Wie genau äußert sich Stalking?
Es gibt keine Verhaltensweisen, die man als typisch für Stalking bezeichnen könnte. Fachleute nennen allerdings drei Verhaltensgruppen, die man unterscheidet:
-Klassisches Stalking in Form von unerwünschter Kommunikation durch Briefe, Telefonanrufe, E-Mails, Herumstehen in der Nähe des Opfers, Nachspionieren, Beobachten.
-Bedrohliches Stalking, bei dem Telefonanrufe mit obszönem oder bedrohlichem Inhalt, Gewalt oder gar Todesdrohungen auch gegen Familienangehörige und Vandalismus zum Einsatz gebracht werden.
-Bindungsorientiertes Stalking, das durch Geschenke, unangemeldete Besuche, „zufällige“ Zusammentreffen oder das Leugnen, dass eine ehemalige Beziehung beendet ist, charakterisiert ist.

Was besagt das neue Gesetz?
Seit 2007 ist Stalking eine Straftat. Dennoch bestand für viele Betroffene nicht die Möglichkeit, den Täter auch strafrechtlich verfolgen zu lassen. Denn bisher mussten die Betroffenen zur Erfüllung des Straftatbestandes einschneidende Veränderungen ihrer Lebensumstände nachweisen, wie beispielsweise einen Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel. Mit der jetzt in Kraft getretenen Reform des § 238 StGB soll diese Lücke geschlossen werden: Nach dem neuen Gesetz sind zukünftig alle unerwünschten Nachstellungen strafbar, auch wenn sie nicht zu einer Veränderung der äußeren Lebensumstände geführt haben, so ARAG Experten.

Übersicht:
20.04.2017 – Im zweiten Teil erörtern ARAG Experten, was man unternehmen kann, wenn man von Stalking betroffen ist.
21.04.2017 – Im dritten Teil unserer Serie zum Thema Stalking gehen die ARAG Experten auf die juristischen Möglichkeiten ein.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Positionen ein. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

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Beziehungsfalle Urlaub: für 2 von 10 Paaren ist jetzt Schluss

Zurück aus den Ferien – aber viele Paare stehen auf der Kippe. Ursache: zu hohe Erwartungen an eine romantische Auszeit. Aber Studien belegen: Beziehungsstress schadet der Gesundheit.

Beziehungsfalle Urlaub: für 2 von 10 Paaren ist jetzt Schluss

Beziehungslast im Urlaub

Für viele Paare ist der Urlaub der Anfang vom Ende ihrer Liebe, bei anderen besiegelt er den Entschluss, sich danach zu trennen. Wie das Team AMOREX in einer telefonischen Blitzumfrage recherchiert hat, sind 2 von 10 Paaren nun fest entschlossen, sich zu trennen. Was jetzt kommt ist eine Zerreißprobe ihrer Gefühle und ihres Lebens. Emotional extrem bedrückt soll man den Schulbeginn der Kinder und das neue Arbeitsjahr schaffen?
Belastende Beziehungen beeinflussen die Gesundheit negativ. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass ‚romantic stress‘ (so nennt man die emotionalen Anspannungen in problematischen Beziehungen bzw. bei Trennungen) sich nachteilig zB. auf Immunsystem(1), Herzgesundheit(2), Blutdruck, Schlaf und Erholung auswirken. Nervosität, Unruhe, Empfindungsstörungen, Reizbarkeit, destruktive Gedanken, Erschöpfung, Verdauungsprobleme, sogar Schmerzgefühle sind die Folge. Die höhere Produktion von Cortisol in der Auseinandersetzung zwischen Partnern setzt nachweislich die Immunreaktion herab. Dabei spielt die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren (HPA) Achse sowie der für das starke Bindungsgefühl verantwortliche Neurotransmitter Serotonin im Gehirn eine bedeutende Rolle(3). Für Menschen in solchen emotional belastenden Beziehungs-Ausnahmezuständen und Trennungsphasen wurde AMOREX ( www.amorex.at ) ganz speziell konzipiert. Es versorgt den Körper mit den jetzt notwendigen natürlichen Substanzen und gleicht die romantic-stress Botenstoffe aus. AMOREX stärkt Immunsystem und Herz, fördert Schlaf und Erholung, unterstützt Energiestoffwechsel und Leistungsfähigkeit, stärkt mentale und psychologische Kraft und das Nervensystem. Und: AMOREX enthält zusätzlich Nährstoffe für Haut und Haar. Sie helfen dem angeschlagenen Aussehen und wirken indirekt positiv auf das Selbstwertgefühl.
AMOREX aus der Apotheke unterstützt ganz gezielt Menschen in Beziehungs- bzw. Bindungsproblemen.

In einer problematischen Beziehung kann man sich im Alltag gut aus dem Weg gehen. Wie bröckelig die Liebe wurde, lässt sich irgendwie verdrängen. Der Urlaub aber soll schön sein, denn es ist oft die einzige Zeit für Zweisamkeit. Also beginnt jeder die Reise mit einem dicken Bündel an Vorstellungen und Wünschen. Wenn nun irgendwas nicht wie geplant läuft und stressige Situationen kommen, übernehmen schnell Ärger und Aggression das Kommando.
Im Stau in der Hitze warten – schon gibt’s Vorwürfe nicht früher abgefahren zu sein. Passen die Vorstellungen, wer sich wie am besten erholen kann, nicht zusammen – der Urlaub deckt es gnadenlos auf. Sie versucht zurückzustecken – es gelingt ihr eine zeitlang, doch ihre Unzufriedenheit wächst. Er verkneift sich seine Kommentare – doch irgendwann geht’s nicht mehr und eine verletzende Beschuldigung schwappt heraus.
Nach dem Sommer (sowie nach Weihnachten) ist auch heuer wieder Hochzeit nur bei den Scheidungsrichtern.
Literatur:
1) Jaremka L.M., et al: Marital Distress Prospectively Predicts Poorer Cellular Immune Function. In: Psychoneuroendocrinology 2013 Nov;38(11):2713-19
2) Koc L., et al.: „Stressful holiday“ – takotsubo cardiomyopathy In: Vnitr Lek. 2015, 61(6):531-534.
3) Pietromonaco, P., et al.: Does Attachment Get Under the Skin? Adult Romantic Attachment and Cortisol Responses to Stress. In: Current directions in psychological science. 2013. Feb 1;22(1): 63-68.

Forschung und Innovation auf dem Gebiet der neurobiologischen Grundlagen von Liebe, (Paar-)bindung, liebesinduziertes Leid.

Kontakt
Coropharm GmbH
Claudia Kowatsch
Hausergasse 27
9500 Villach
0660 1246814
ck@coropharm.com
http://www.amorex.at

Politik Recht Gesellschaft

Stalking kann eine (fristlose) Kündigung rechtfertigen, wenn das Opfer eine Arbeitskollegin ist

Zum Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 19. April 2012 – 2 AZR 258/11 – ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Ausgangslage:

Unangemessenes Verhalten gegenüber Arbeitskollegen führt auf lange Sicht sicher zu einer sozialen Ächtung des jeweiligen Mitarbeiters innerhalb des Unternehmens. Inwieweit ein solches Verhalten den Arbeitgeber zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen (Abmahnung, Kündigung) berechtigt, ist im Einzelfall umstritten.

Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts:

Eine entsprechende Vorwarnung (nicht Abmahnung) des Arbeitgebers an den betroffenen Arbeitnehmer die Kontaktaufnahmen mit einer sich belästigt fühlenden Arbeitnehmerin künftig zu unterlassen und eine Androhung von arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Fall der Zuwiderhandlung hatten nur dazu geführt, dass der Arbeitnehmer sich ein neues Opfer suchte. Der Arbeitgeber kündigte daraufhin das Arbeitsverhältnis.

Das Landesarbeitsgericht hatte in zweiter Instanz der Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers stattgegeben mit der Begründung, dieser sei vorab nicht formal ordnungsgemäß abgemahnt worden. Das Bundesarbeitsgericht hat die Sache an das Landesarbeitsgericht zu einer neuen Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen.

Bundesarbeitsgericht: Es steht noch nicht fest, ob ein wichtiger Grund für die Kündigung iSv. § 626 Abs. 1 BGB vorliegt. Das Landesarbeitsgericht hat zwar im Ergebnis zutreffend angenommen, dass der Kläger durch die Mitteilung aus dem Jahr 2007 nicht im Rechtssinne abgemahnt worden ist. Es hat aber nicht ausreichend geprüft, ob angesichts der Warnung durch das zuvor durchgeführte Beschwerdeverfahren und der übrigen Umstände eine Abmahnung entbehrlich war.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19. April 2012 – 2 AZR 258/11 –
Vorinstanz: Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 3. November 2010 – 2 Sa 979/10 –

Bewertung:

Im Einzelfall ist es für die Arbeitsgerichte gar nicht so einfach festzustellen, ob ein Arbeitgeber die Vorwürfe nur benutzt, um einen missliebigen Arbeitnehmer loszuwerden oder ob wiederum ein Arbeitnehmer unter dem Deckmantel des Kündigungsschutzgesetzes seine Kollegen terrorisiert. Hier wird es immer auf die näheren Umstände des Einzelfalls ankommen.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber:

Wenn Sie von entsprechenden Belästigungen innerhalb der Belegschaft Kenntnis erlangen, sollten Sie dem unbedingt nachgehen. Neben der grundsätzlichen Beeinträchtigung der Arbeitsergebnisse und der Leistungsfähigkeit der betroffenen Mitarbeiter und neben dem Imageschaden stehen auch Schadensersatzansprüche und Schmerzensgeld des geschädigten Mitarbeiters im Raum.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer:

Wenn Sie von Stalking oder Mobbing betroffen sind, sollten Sie frühzeitig handeln. Der Gesetzgeber in Deutschland versäumt zwar seit Jahren, einen effektiven Opferschutz im Rahmen des Arbeitsverhältnisses zu gewährleisten und auch die Gerichte gleichen dieses Defizit nur sehr selten durch eine konstruktive Auslegung der bereits vorhandenen Gesetze im Interesse der Opfer aus. Trotzdem gilt: Wer sich nicht wehrt, ist Teil des Problems.

29.5.2013

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

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Sonstiges

Stalking: Wenn Beziehungswunsch zum Terror wird

Wie können Opfer sich wehren?

Stalking: Wenn Beziehungswunsch zum Terror wird

80 Prozent der Stalking-Opfer sind weiblich.

Rund zweieinhalb Jahre dauert der Nervenkrieg im Durchschnitt, schätzungsweise 600.000 bis 800.000 Menschen sind in Deutschland pro Jahr davon betroffen: Stalking ist ein Phänomen, mit dem Leidtragende meist alleine bleiben. Wenn Bewunderung oder gar der verwehrte Wunsch nach einer Beziehung zur Obsession werden, treiben die Täter ihre Opfer zur Verzweiflung. Hilfe finden die Bedrängten jedoch meist nicht: Da sie sich oft schwer tun, ihren Stalkern einen konkreten Tatbestand nachzuweisen, kann auch die Polizei in aller Regel nicht viel für sie tun. „Dabei ist Stalking in seinen sozialen und gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen nicht zu unterschätzen“, betont Frances Lentz, Geschäftsführerin der bundesweit operierenden Detektei Lentz. Aber die Ermittlungsexpertin kennt praktische Tipps, mit denen Opfer sich wirkungsvoll zur Wehr setzen können.

Die polizeiliche Kriminalstatistik erfasste allein 2012 rund 24.600 angezeigte Stalking-Fälle. Fachleute schätzen aber, dass rund zwölf Prozent der Bevölkerung bereits einmal von Stalking betroffen waren oder es noch sind. Sie werden von einem anderen Menschen über längere Zeit hartnäckig verfolgt, beobachtet, ausspioniert, belästigt und terrorisiert – und leiden dabei Höllenqualen. „Ein Stalker kann sein Opfer viele Monate bis hin zu mehreren Jahren verfolgen und es dabei in Depressionen und die soziale Isolation treiben“, weiß Chefermittlerin Frances Lentz, die in den letzten 15 Jahren immer wieder mit solchen Fällen zu tun hatte. Häufig melden sich hilfesuchende Frauen bei ihr, die massive Angst um ihre Sicherheit haben – 80 Prozent der Stalking-Opfer sind weiblich. „Viele haben schon einen Wohnort- oder Arbeitsplatzwechsel hinter sich, ohne ihren Peiniger wirklich losgeworden zu sein.“ Durchschnittlich 28 Monate hält ein Stalker sein Opfer in Atem.

Was ist Stalking?
Der Begriff Stalking stammt aus dem Wortschatz der englischen Jägersprache. Er bezeichnet das sich Anpirschen und Heranschleichen an Wild. Im übertragenen Sinn ist von Stalking die Rede, wenn eine Person eine andere gegen ihren Willen fortwährend verfolgt. „Oftmals hat das Opfer den Stalker zuvor verlassen oder abgewiesen. Der will nun Aufmerksamkeit erregen oder das Ziel seiner Nachstellungen hartnäckig zu einer Beziehung drängen“, weiß die Ermittlungsexpertin der Detektei Lentz. Je mehr das Opfer auf Distanz geht, desto hartnäckiger wird sein Verfolger: Das Verhalten kann sogar in puren Hass und Psychoterror umschlagen. Die Täter stammen aus allen sozialen Schichten und Altersgruppen. In etwa der Hälfte der Fälle ist der Stalker ein Ex-Partner; in Frage kommen aber auch Arbeitskollegen oder flüchtige Bekannte. Fälle, in denen Prominente Opfer solcher Nachstellungen werden, werden zwar eher publik, sind aber vergleichsweise selten.

Handlungsmöglichkeiten und -grenzen für Opfer
Ziel eines Stalkers ist es, Macht und Kontrolle über sein Opfer zu erlangen. Manche wollen sich rächen, andere handeln aus Liebeswahn. Bei Stalking besteht deshalb auch immer die Gefahr körperlicher und sexueller Angriffe. Daher rät die Ermittlungsexpertin Frances Lentz betroffenen Frauen: „Machen Sie dem Stalker sofort und unmissverständlich klar, dass Sie keinerlei Kontakt wünschen. Und informieren Sie Ihr gesamtes Umfeld, Ihre Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn, wenn Sie Opfer eines Stalkers geworden sind. Bei einer akuten Bedrohung, z. B. wenn der Stalker Sie verfolgt, in Ihre Wohnung eindringt oder einen Angriff ankündigt, alarmieren Sie die Polizei!“ Diese kann eine Gefährdungsanalyse, eine Gefährderansprache, eine Identitätsfeststellung, aber auch eine Erkennungsdienstliche Behandlung durchführen. Je nach Ergebnis sind ein Platzverweis sowie ein Aufenthaltsverbot für den Stalker möglich. Zur Einleitung solcher Maßnahmen bedarf es aber oft nachdrücklicher Aufforderungen durch die Opfer: Viele berichten nach einer Aussage bei der Polizei, dass diese ihren Schilderungen nicht geglaubt bzw. den Leidensdruck unterschätzt hätte. „Die Aufgabe der Beamten ist die Verfolgung von Straftätern. Deshalb ist ein Stalking-Opfer für den Polizeibeamten erst einmal nicht mehr als ein Zeuge, dessen Glaubwürdigkeit durch intensive Befragung sichergestellt werden muss“, erklärt Frances Lentz. „Psychologisch betrachtet prallen hier zwei Welten aufeinander – einmal der Polizist, der seinen Job macht, und auf der anderen Seite das Opfer, welches auf Hilfe und Schutz hofft.“ Oft haben Betroffene auch falsche Vorstellungen von den gesetzlichen Möglichkeiten: Ein Stalker kann nicht einfach festgenommen – und sein Opfer nicht rund um die Uhr von Polizeibeamten als Leibwächter geschützt werden.

Wirksame Beweise beenden Terror am schnellsten
Zwar wurden 2007 die gesetzlichen Gegebenheiten verschärft: Der spezielle Tatbestand „Nachstellung“ fand Eingang ins Strafgesetzbuch sowie in die Strafprozessordnung. Seither kann der Täter unter bestimmten Voraussetzungen in Untersuchungshaft genommen werden. Zur Erfüllung dieser Voraussetzungen braucht die Polizei allerdings Beweise. Diese wiederum können viele Stalking-Opfer nicht selbst erbringen – und sollten es besser auch gar nicht erst versuchen, rät Frances Lentz nachdrücklich: „Die Sicherung gerichtsfester Beweise und eine professionelle Observation sind nichts für Laien. Bemerkt der Verdächtige, dass er beschattet wird, kann es zur Eskalation kommen – oder es gelingt schlicht nicht mehr, ihn zu überführen.“ Wer einen professionellen, ZAD-geprüften Detektiv mit entsprechender Erfahrung einschaltet, ist dagegen auf der sicheren Seite: „Der Einsatz von speziell hierauf geschulten Detektiven führt nach unserer Erfahrung innerhalb von ein bis zwei Wochen zum Erfolg“, weiß Frances Lentz. Falls der Stalker nicht bekannt ist, finden die Ermittler seine Identität schnell heraus und dokumentieren, was er tut. Die Arbeit der Detektive stellt damit das Stalking als solches unter Beweis – und schafft so die Voraussetzungen für das aktive Einschreiten der Polizei sowie die wirksame juristische Verfolgung des Täters. Dann, so Frances Lentz aus Erfahrung, hat der Spuk in der Regel ein Ende: „Bis dahin ist für die Opfer am wichtigsten, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine bleiben, sondern professionelle Hilfe finden.“

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Über die Lentz® GmbH & Co. Detektive KG
Die Detektei Lentz® ist seit 1995 ein auf die professionelle, hochwertige und gerichtsverwertbare Durchführung von Ermittlungen und Beobachtungen (Observationen) spezialisiertes Unternehmen der Lentz® Gruppe mit Sitz in Hanau. Als eine von wenigen Detekteien in Deutschland erfüllt die Detektei Lentz® nachweislich die hohen Qualitätsstandards der weltweit anerkannten Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2008 und wird seit rund zehn Jahren regelmäßig nach TÜV-CERT® zertifiziert. Als Privat- und Wirtschaftsdetektei mit 18 Niederlassungen in ganz Deutschland verfügt die Detektei Lentz® bundesweit über qualifizierte Teams von fachlich ausgebildeten, ZAD-geprüften Detektiven sowie über langjährige Expertise im Bereich Ermittlungen und Beweisbeschaffung im Zivil- und Strafrecht. Weitere Informationen unter www.lentz-detektei.de .

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Politik Recht Gesellschaft

Fristlose Kündigung als mögliche Konsequenz des Stalking von Arbeitskollegen

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin, Alexander Bredereck

Fristlose Kündigung als mögliche Konsequenz des Stalking von Arbeitskollegen. Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 19. April 2012 – 2 AZR 258/11 -.
Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin, Alexander Bredereck

Ausgangslage:

Stalking von Arbeitskollegen kann im Einzelfall weitreichende Konsequenzen haben. Neben der sozialen Missbilligung eines solchen Verhaltens, sind auch arbeitsrechtliche Maßnahmen denkbar. Über eine mögliche Abmahnung bzw. sogar eine Kündigung muss jedoch im Einzelfall entschieden werden.

Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts:

Der Arbeitgeber kündigte das Arbeitsverhältnis nachdem er dem Arbeitnehmer erfolglos eine Warnung ausgesprochen hatte. Bei der Warnung handelte es sich nicht um eine Abmahnung, jedoch drohte der Arbeitgeber mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, falls der Arbeitnehmer den Kontakt zu einer sich belästigt fühlenden Kollegin nicht unterließe. Die Kündigung folgte nachdem der Arbeitnehmer sich lediglich ein neues Opfer suchte.

Die fehlende formale Abmahnung des Arbeitnehmers führte jedoch dazu, dass das Landesarbeitsgericht seiner Kündigungsschutzklage in zweiter Instanz stattgab. Vom Bundesarbeitsgericht wurde der Sachverhalt wieder zurück an das Landesarbeitsgericht verwiesen, um eine neue Verhandlung und Entscheidung durchzuführen.
Es äußerte sich folgendermaßen zu der Entscheidung des Landesarbeitsgerichts: Es steht noch nicht fest, ob ein wichtiger Grund für die Kündigung iSv. § 626 Abs. 1 BGB vorliegt. Das Landesarbeitsgericht hat zwar im Ergebnis zutreffend angenommen, dass der Kläger durch die Mitteilung aus dem Jahr 2007 nicht im Rechtssinne abgemahnt worden ist. Es hat aber nicht ausreichend geprüft, ob angesichts der Warnung durch das zuvor durchgeführte Beschwerdeverfahren und der übrigen Umstände eine Abmahnung entbehrlich war.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19. April 2012 – 2 AZR 258/11 –
Vorinstanz: Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 3. November 2010 – 2 Sa 979/10 –

Bewertung:

Eine allgemeine Bewertung einer solchen Sachlage gestaltet sich durchaus schwierig, da immer wieder Fälle vorkommen, bei denen Vorwürfe von Arbeitgebern als Vorwand genutzt werden, um die Kündigung gegenüber einem bestimmten Arbeitnehmer auszusprechen. Umgekehrt kann sich das Arbeitsgericht natürlich auch mit der Situation konfrontiert sehen, dass ein Arbeitnehmer aufgrund des Kündigungsschutzgesetzes arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Belästigung seiner Kollegen umgehen kann. Folglich kann nur die Betrachtung der jeweiligen Situation eine Bewertung zu lassen.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber:

Der Schaden von Stalking am Arbeitsplatz kann auch für Arbeitgeber zu erheblichem Schaden führen. Dieser umfasst nicht nur die geminderte Leistungsstärke und somit beeinträchtigte Arbeitsergebnisse, sondern auch finanzielle Einbußen für das Unternehmen (Schadensersatz und Schmerzensgeld) bzw. ebenfalls einen erheblichen Imageschaden. Daher sollte entsprechenden Information unbedingt überprüft und entsprechend behandelt werden.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer:

Bei Fällen von Belästigungen am Arbeitsplatz wie etwa Mobbing oder Stalking, sollte man sich frühzeitig wehren. Zwar werden bisher vom Gesetzgeber noch keine effektiven Maßnahmen zum Opferschutz gewährleistet und auch die Rechtsprechung gleicht diese Lücke selten konstruktiv im Interesse des Opfers aus, jedoch kann sich diese Situation nur durch entsprechende Maßnahmen der Opfer ändern.
29.5.2013

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Wissenschaft Technik Umwelt

Neue Tatorte: Mobbing – vom Klassenzimmer ins Netz und zurück

Nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche kämpfen gegen Angriffe aus dem Netz | Expertinnen diskutieren auf der Frankfurter Buchmesse, wie Cybermobbing entsteht, wie Opfer leiden und wie man dem Psychoterror entgehen kann

Neue Tatorte: Mobbing - vom Klassenzimmer ins Netz und zurück

Coverabbildungen des Fachbuchs Cybermobbing und des Fachbuchs Führung im Klassenzimmer

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden | Frankfurt, 24.09.2013. Wenn das Internet zur Waffe wird, haben virtuelle Anfeindungen sehr reale Auswirkungen, sowohl psychische als auch psychosomatische. Einerseits ist das Netz ein ideales Medium für das Spiel mit Identität und Persönlichkeit – gerade für Jugendliche. Andererseits ist das World Wide Web immer wieder Tatort für Aggressionen jeglicher Art. Spätestens die Berichterstattung über den 1. Internationalen Cybermobbing Kongress in Berlin Anfang September hat einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt, dass das digitale Mobbing Betroffene und ihr Umfeld vor ganz neue Herausforderungen stellt. Welche das sind, erklären die Psychologinnen Catarina Katzer und Beate Schuster auf der Frankfurter Buchmesse. Im Forum Wissenschaft und Fachinformation der Halle 4.2 geben sie am Mittwoch, 09. September 2013, ab 10:00 Uhr unter dem Motto „Mobbing: Ein Gewaltphänomen zwischen Real Life und Virtual“ praktische Tipps, wie sich das Gewaltphänomen mit einem ganzheitlichen Präventionsmanagement eindämmen lässt.

Das Phänomen des Mobbings in sozialen Gruppen wird bereits seit gut 20 Jahren in der Wissenschaft problematisiert und stellt nach wie vor in vielen Gemeinschaften und für viele Personen ein großes Problem dar. Mit der zunehmenden Digitalisierung hat sich in der Zwischenzeit aber zusätzlich eine weitere Variante mit speziellen Eigenheiten herausgebildet: das Cybermobbing. Viele Menschen sehen sich den scheinbar unausweichlichen Angriffen über die Sozialen Medien ausgesetzt – vor allem Schüler sind betroffen. Die Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft sind groß. Aber nach Ansicht der beiden Psychologinnen gibt es mittlerweile produktive Ansätze für den effektiven Umgang mit dieser Art von Gewalt. Oft können schon ganz einfache Schritte das Schlimmste verhindern, weiß Beate Schuster: „Diese Maßnahmen erscheinen manchmal so klein, dass sie kaum wahrgenommen werden. Werden solche Maßnahmen aber nicht ergriffen, eskalieren die Probleme, und führen zu Steigerungen, aus denen die Betroffenen kaum entrinnen können.“

Voraussetzung für ein erfolgreiches Präventionsmanagement sei in erster Linie ein Verständnis für die Dynamik des Phänomens und dafür, warum solche Prozesse so schwerwiegende Konsequenzen haben können. Catarina Katzer ist überzeugt: „Jeder Einzelne von uns kann im familiären, schulischen, aber auch im virtuellen Umfeld etwas tun, um die Cyberwelt unserer Kinder besser zu verstehen, Cybermobbing und Co. zu verhindern und den Betroffenen zu helfen.“ So seien etwa Disziplinschwierigkeiten nicht selten der analoge Nährboden für das spätere virtuelle Mobbing, ergänzt Beate Schuster: „Oftmals haben ausgerecht die Lehrer unbeabsichtigt und unbewusst einen Anteil an dieser Entwicklung. Deshalb wollen wir den Lehrkräften einen praktischen Leitfaden für ein gutes Miteinander im Unterricht an die Hand geben.“

Im Rahmen einer Kurzpräsentation mit anschließender Diskussion geben die beiden Wissenschaftlerinnen im Rahmen der Frankfurter Buchmesse einen Einblick in die Problematik und in neue, kreative Präventionsansätze, die sie aus verschiedenen psychologischen Perspektiven betrachtet auch in Buchform präsentieren. In ihrem neuen Sachbuch „Cybermobbing – Wenn das Internet zur W@ffe wird“ beleuchtet die Springer Spektrum-Autorin Catarina Katzer das Spannungsfeld von virtueller Internetwelt und schulischer Lebenswirklichkeit. Beate Schuster beschreibt in ihrem Fachbuch „Führung im Klassenzimmer“, das gerade bei Springer VS erscheint, wie Lehrer Disziplinschwierigkeiten und sozialen Störungen vorbeugen und effektiv begegnen können.

Dr. Catarina Katzer gehört international zu den führenden Forschern auf dem Gebiet „Cybermobbing (Cyberbullying) und sexuelle Gewalt in der Internetwelt“. Ihre Arbeiten gelten als wegweisend für die Entwicklung eines ganzheitlichen „Präventionsmanagements mit Medien-Education“ in Schulen und Unternehmen und machen sie zur gefragten Referentin und Expertin für Kommissionen des Europarates, des Deutschen Bundestages sowie Regierungsinstitutionen und Ministerien im In- und Ausland. In ihrer Funktion als Mitgründerin des Vereins Bündnis gegen Cybermobbing e.V. engagiert sie sich für die Aufklärung und Sensibilisierung der Gesellschaft.

Dr. Beate Schuster ist Professorin für Pädagogische Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schwerpunkt ihrer Lehre sind Auffälligkeiten im Verhalten und Erleben von Schülern und Schülerinnen. Aktueller Schwerpunkt in der Forschung ist Klassenführung und Mobbing.

Weitere Informationen:
www.springer.com/about+springer/media/pressreleases?SGWID=1-11002-6-1437345-0 | Pressemitteilung + Materialien zum Herunterladen
www.springer-spektrum.de/978-3-642-37671-9 | Informationen zum Buch „Cybermobbing – Wenn das Internet zur W@ffe wird“
www.springer-vs.de/978-3-642-37673-3 | Informationen zum Buch „Führung im Klassenzimmer“
www.springer.com/bookfair2013/einladung.html | Springer welcomes Brazil: Besuchen Sie uns auf der Frankfurter Buchmesse!

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Detektei Lentz® bietet ab sofort Express-Ermittlungen an

Mit den „Express-Ermittlungen“ bietet die Lentz Gruppe® interessierten Mandanten unbürokratisch und schnell die Möglichkeit, bestimmte Ermittlungen online zu beauftragen und das zu äußerst günstigen Konditionen.

Detektei Lentz® bietet ab sofort Express-Ermittlungen an

Detektei Lentz

Die Detektei Lentz® hat ihren Service erweitert und bietet ihren Mandanten ab sofort mit dem neuen Produkt „Express-Ermittlungen“ an, spezielle Ermittlungsdienstleistungen noch schneller zu bearbeiten. Der Kunde profitiert bei dieser neu angebotenen Dienstleistung zudem von einer deutlich vereinfachten Auftragserteilung, indem er die Detektei Lentz® unkompliziert online beauftragen kann – zeitaufwendige Auftragserteilungen per Post, Fax usw. entfallen komplett.

Fallbeispiele und Konditionen von Express-Ermittlungen

So können beispielsweise schnell und unbürokratisch die Adresse einer natürlichen Person, auch ohne bekannte Voradresse, der Inhaber einer Festnetz- oder Handynummer, die Ortung einer SIM-Karte, die Bonität einer natürlichen Person oder einer Firma, sowie das Grundeigentum und die Bankverbindung innerhalb Deutschlands ermittelt werden. Diese Express-Ermittlungen sind schon ab 150 Euro erhältlich und können in einigen Fällen innerhalb eines Tages durchgeführt werden Auf der Homepage der Detektei Lentz® erhält man konkretere Informationen zu dem Zeitraum und den Konditionen der jeweiligen Express-Ermittlungen http://www.lentz-detektei.de/express-ermittlungen

Sowohl Privatpersonen als auch Geschäftskunden können diesen neuen Service nutzen. Die Kunden können dabei zwischen zwei Zahlungsarten wählen und die Privatkunden können selbst bestimmen, ob sie das gesetzliche Widerrufsrecht aufgeben möchten, um somit eine noch schnellere Auftragserledigung zu erreichen.

Berechtigtes Interesse bei Express-Ermittlungen

Aus Bundesdatenschutzgründen darf eine Detektei jedoch erst tätig werden, wenn ein „berechtigtes Interesse“ an den Ermittlungsergebnissen besteht. Die Detektei Lentz® führt deshalb diese angebotenen Express-Ermittlungen auch nur dann durch, wenn ein entsprechend berechtigtes Interesse an den Ermittlungen und am Erhalt der Daten vorliegt und dieses auch glaubhaft erklärt werden kann.
Ein berechtigtes Interesse liegt beispielsweise dann vor, wenn der Auftraggeber signalisiert hat, dass er an einer Geschäftsanbahnung interessiert ist oder zivilrechtliche Ansprüche (Mahnung, Mahnbescheid, Vollstreckung) durchgesetzt werden sollen oder der Bericht der Detektei zur Durchsetzung arbeitsrechtlicher Sanktionen, z.B. Abmahnung oder Kündigung bei Arbeitszeitbetrug, vorgetäuschter Krankheit o.ä., oder etwa im Rahmen einer laufenden Unterhaltsstreitigkeit (Nachweis von eheähnlichen Verhältnissen) benötigt wird. Die entsprechenden Unterlagen müssen der Detektei vorgelegt werden oder das „berechtigte Interesse“ muss durch einen Anwalt gegenüber der Detektei anwaltlich versichert werden. Auch ist das „berechtigte Interesse“ meist gegeben, wenn ein potentieller Auftraggeber die Identität einer Person geklärt haben möchte, wenn diese ihm nachstellt, oder ihn stalkt, bzw. sein Eigentum beschädigt.
Die rechtliche Definition des „berechtigten Interesses“ findet sich im § 193 StGB wieder. Eine Rechtfertigung nach § 193 StGB kommt in Betracht, wenn durch die Tat ein schutzwürdiges öffentliches oder privates, ideelles oder materielles Interesse verfolgt wird und wenn die Tathandlung sich bei Abwägung der widerstreitenden Interessen und der im Einzelfall berührten Grundrechte als angemessenes Mittel zur Erreichung des berechtigten Zwecks darstellt.
Für die Praxis heißt das, dass die Detektei verpflichtet ist zu überprüfen, ob das Interesse des Auftraggebers, eine Zielperson zu überwachen bzw. Ermittlungen durchzuführen, dem schutzwürdigen Interesse der zu bewachenden Person überwiegt.
Reine Neugierde „Ich möchte mal wissen, was meine Mitarbeiter in ihrer Freizeit so tun“, reicht nicht aus! Gleiches gilt für Anfragen „Ich habe eine Frau kennengelernt, habe aber nur ihre Mobiltelefonnummer und möchte wissen, wer sie ist“. Derartige Aufträge kann und wird die Detektei Lentz® nicht ausführen, da nicht auszuschließen ist, dass der potentielle Auftraggeber der Stalker ist, der die Frau dann belästigen möchte.
Wie einfach die Onlinebeauftragung der Detektei Lentz für Express-Ermittlungen funktioniert erfährt man unter http://www.lentz-detektei.de/express-ermittlungen Weitere Informationen zur Arbeitsweise und aktuelle Fallbeispielen der Detektei Lentz sind nachzulesen unter http://www.lentz-detektei.de/

Die Privat- und Wirtschaftsdetektei Lentz® wurde 1995 gegründet und ist ausschließlich auf die professionelle Durchführung von Observationen im In- u. Ausland sowie auf die qualitativ hochwertige Lauschabwehr spezialisiert. Zu den Leistungen zählen Ermittlungen im Bereich Wirtschaftskriminalität sowie private Aufträge. Alle Detektive arbeiten fest angestellt und sind ZAD geprüft. Betreut werden Mandanten aus führenden deutschen/internationalen Unternehmen und Anwaltskanzleien. Die Detektei ist Mitglied der deutsch-amerikanischen Handelskammer sowie der Vereinigung international tätiger Privatdetektive e.V. Die Detektei-Lentz ist eine von sechs TÜV zertifizierten Detekteien in Deutschland und unterliegt damit permanenter Überwachung und Kontrolle hinsichtlich der Qualität der Leistung im detektivischen Fachbereich. Unternehmenseigene Niederlassungen werden in Barcelona, London, New York und Hongkong unterhalten.

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