Tag Archives: Spielstraße

Auto Verkehr Logistik

Hätten Sie“s gewusst? Zehn Verkehrszeichen für Radfahrer

Hätten Sie"s gewusst? Zehn Verkehrszeichen für Radfahrer

(Bildquelle: www.pd-f.de / Kay Tkatzik)

(pd-f/tg) Mehr als 500 verschiedene Verkehrszeichen gibt es mittlerweile in Deutschland. Darunter sind auch einige speziell für Radfahrer. Damit man nicht den Überblick verliert, erklärt der pressedienst-fahrrad zehn wichtige spezifische Radkennzeichen und was es damit auf sich hat.

1) Fahrradstraße (Verkehrszeichen 244)

Fahrradstraßen sind alleine dem Radverkehr vorbehalten. Dadurch soll eine Behinderung oder Gefährdung von Radfahrern vermieden werden. Auch das Nebeneinanderfahren von Radfahrern ist in einer Fahrradstraße erlaubt. „Falls andere Fahrzeuge wie Pkws oder Motorräder die Fahrbahn mit benutzen dürfen, muss das durch ein zusätzliches Schild gekennzeichnet sein. Sie sind auf den Fahrradstraßen lediglich geduldet und müssen dem Radverkehr Vorrang gewähren“, erklärt Daniela Reich, Rechtsanwältin bei der Fahrradrechtsberatung Bikeright. Deshalb müssen sich Autofahrer an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h anpassen. Als besondere Fahrradstraßen gelten Radschnellwege, die ein möglichst kreuzungsfreies, schnelles Radfahren ermöglichen sollen.

2) Radfahrer frei (Zusatzzeichen 1022-10)

Fußgängerwege dürfen von Radfahrern nur dann mit benutzt werden, wenn sie durch das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ gekennzeichnet sind. Der Radfahrer hat dabei allerdings die Wahl, ob er auf dem Gehweg oder auf der Fahrbahn fahren möchte. Beim Fahren auf dem Gehweg muss er sich an die Geschwindigkeit der Fußgänger anpassen und darf diese nicht gefährden oder behindern. Wenn nötig, müssen Radfahrer warten. Das Zeichen wird auch bei der Freigabe von Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für Radfahrer genutzt. Voraussetzung dafür ist eine Tempo-30-Straße, eine übersichtliche Verkehrsführung sowie ausreichend Platz und Schutzraum. Auch Busspuren können durch das Zeichen für den Radverkehr freigegeben werden.

3) E-Bike frei (Zusatzzeichen 1010-65)

Die E-Mobilität macht auch vor den Verkehrszeichen nicht halt. So gibt es seit dem letzten Jahr das Zusatzzeichen „E-Bike frei“ – und das schafft Verwirrung. Das Verkehrszeichen gilt nicht für E-Biker mit Tretunterstützung, so wie sie in der Praxis am häufigsten in Form von Pedelecs und S-Pedelecs vorkommen. Pedelecs sind verkehrsrechtlich bekanntlich Fahrräder und werden auch bei den Verkehrsschildern so behandelt. Die kleinere Gruppe der S-Pedelecs wird als Kleinkrafträder eingestuft und hat somit auf Radwegen nichts verloren. Das neue Verkehrsschild bezieht sich ausschließlich auf die ganz kleine Gruppe der reinen E-Biker. Diese fahren anders als Pedelec-Fahrer ohne Tretunterstützung und nur mit Handgas.

4) Radfahrer absteigen (Zusatzschild 1012-32)

Beim Schild „Radfahrer absteigen“ muss man runter vom Rad? Das ist ein populärer Irrtum! Das Zusatzschild ist kein Gebotszeichen, sondern eine Empfehlung. „Das Schild kann nicht zum Absteigen zwingen. Wenn der Radweg versperrt ist, etwa durch eine Baustelle, darf man auf die Fahrbahn ausweichen“, erklärt Reich. Ist allerdings ein Ausweichen auf die Fahrbahn nicht möglich und es bleibt nur der Gehweg, muss der Radfahrer in jedem Fall absteigen, da Radfahren auf Gehwegen bekanntlich verboten ist.

5) Benutzungspflichtige Radwege (Verkehrszeichen 237, 240, 241)

Bei den drei blauen Schildern mit weißem Fahrrad muss der Radfahrer den Radweg benutzen. Ein Fahren auf der Fahrbahn ist tabu. „Es gibt aber Ausnahmen: Geschlossene Radfahrverbände von mehr als 15 Teilnehmern. Diese dürfen auf der Fahrbahn fahren“, weiß Philipp Martin vom Sportradhersteller Cannondale. Auch wenn der Radweg nicht geräumt oder versperrt ist, darf der Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. Schild 237 bezeichnet dabei einen reinen Radweg. Bei Zeichen 240 handelt es sich um einen gemeinsamen Fuß- und Radweg. Hier gilt besondere Rücksicht auf Fußgänger. Zeichen 241 steht für den getrennten Rad- und Fußweg.

6) Verbot für Radverkehr (Verkehrszeichen 254)

Bei Verkehrszeichen mit rotem Rand sollten generell die Alarmglocken schrillen, denn hierbei handelt es sich um Verbote. „In diesem Fall heißt es: Verbot für alle nicht-motorisierten Zweiräder, aber auch Pedelecs als Fahrräder fallen unter die Regelung. Nicht betroffen sind hingegen S-Pedelecs als Kleinkrafträder“, erklärt Reich. Das Schild findet man beispielsweise als Zusatz in Fußgängerzonen oder in verkehrsberuhigten Bereichen, wo auch motorisierte Fahrzeuge untersagt sind. Aber auch auf Bundesstraßen oder gefährlichen Brücken kann ein derartiges Schild angebracht sein. Bei Nichtbeachten drohen Bußgelder zwischen 10 und 25 Euro.

7) Verkehrsberuhigter Bereich (Verkehrszeichen 325.1)

Das blaue Schild mit spielenden Personen hat auch für Radfahrer eine wichtige Bedeutung: Genauso wie Autofahrer dürfen sie in diesen gekennzeichneten Straßen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen besonders auf Fußgänger achten. Rechts vor links ist im Normalfall gegeben und bei Ausfahrten besteht eine Wartepflicht. Bei Missachtung ist mit einer Strafe zu rechnen, insbesondere wenn es zu Sachbeschädigungen oder Personenschäden kommt.

8) Tempo-30-Zone (Verkehrszeichen 274.1)

Die Geschwindigkeitsregelung in Tempo-30-Zonen ist klar. Aber für Radfahrer gibt es noch einen Nebeneffekt: Hier gibt es keine Radwegebenutzungspflicht und der Radverkehr fließt auf der Fahrbahn mit den Kraftfahrzeugen. Das gilt im Übrigen auch, wenn ein Radweg vorhanden ist. Der Radfahrer kann selbst entscheiden, ob er diesen nutzen möchte.

9) Durchlässige Sackgasse (Verkehrszeichen 357-50)

Offiziell erst seit 2009 wird das Verkehrszeichen der „durchlässigen Sackgasse“ benutzt. Damit wird bei Einfahrt in die Sackgasse bereits klar, dass für Fahrräder am Ende der Straße nicht Schluss ist. „In der Praxis ist die jedoch oft äußerst schmal, das kann für Liegedreiräder oder Anhänger schon mal zu eng sein“, sagt Alexander Kraft vom Liegeradspezialisten HP Velotechnik und beschreibt einen Vorteil der Trikes aus Hessen mit ihren zwei Vorderrädern vorne: „Da sieht der Fahrer sofort, ob der Anhänger hinten problemlos durchkommt.“

10) Wegweiser für Radfahrer

Das weiße Schild meist mit grünem Fahrrad und Richtungspfeil ist ein Wegweiser für Radwege. Die Verkehrszeichen sind in erster Linie in touristischen Regionen aufgestellt und dienen der besseren Orientierung. Die Wegweiser geben Fahrradfahrern keinerlei Vorrechte gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.

Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilität für Körper und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualität, Radfahren ist clever und Radfahren macht Lust auf mehr…

Kontakt
pressedienst-fahrrad GmbH
Gunnar Fehlau
Ortelsburgerstr. 7
37083 Göttingen
0551-9003377-0
bb@pd-f.de
http://www.pd-f.de

Politik Recht Gesellschaft

Kinder wollen autofreien Sonntag zum Spielen auf der Straße

Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes zum Weltspieltag

Kinder wollen autofreien Sonntag zum Spielen auf der Straße

Logo Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Kinder und Jugendliche in Deutschland wünschen sich einen autofreien Sonntag, an dem sie überall auf der Straße spielen können. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Online-Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes zum Weltspieltag, an der sich rund 1.000 Kinder und Jugendliche beteiligt haben. Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist, gibt sie doch ein gutes Stimmungsbild, wie Kinder und Jugendliche derzeit ihre Spielmöglichkeiten im Freien sehen.

80 Prozent der Kinder und Jugendlichen sprachen sich für einen solchen autofreien Sonntag aus. Dabei finden 63 Prozent die Idee „sehr gut“ und 17 Prozent „gut“. 4 Prozent der Befragten halten einen autofreien Sonntag, an dem auf Straßen gespielt werden kann, für „nicht so gut“, 1 Prozent für „gar nicht gut“, 15 Prozent antworteten mit „egal“.

Gleichzeitig nutzen nur 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen Spielstraßen zum Spielen, davon 13 Prozent „oft“ und 17 Prozent „manchmal“. 46 Prozent gaben an, dass es in ihrer Umgebung keine Spielstraße gibt, 12 Prozent wissen nicht, was eine Spielstraße ist. 8 Prozent der Kinder und Jugendlichen antworteten, dass sie auf Spielstraßen nicht gerne spielen, und 4 Prozent dürfen nicht auf Spielstraßen spielen.

„Studien des Deutschen Kinderhilfswerkes belegen eindeutig, dass sich eine kinderfreundliche Stadtplanung und die Möglichkeiten zum selbstbestimmten Spielen maßgeblich auf die Lebensqualität und Entwicklungschancen von Kindern auswirken. Gleichzeitig verbessert sich das soziale Klima in dem Maße, wie die Qualität des Wohnumfeldes steigt. Deshalb brauchen wir dringend eine auf Kinder bezogene Stadtentwicklungspolitik, um die Lebensqualität und die Entwicklungschancen von Kindern zu verbessern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

70 Prozent der Kinder und Jugendlichen spielen „häufig“ draußen, 26 Prozent „manchmal“, 4 Prozent „fast nie“. Gleichzeitig würden gerne 46 Prozent „häufiger“ draußen spielen, 50 Prozent finden es „genau richtig“, 4 Prozent würden lieber „weniger“ draußen spielen. Dabei ist der Ball mit 30 Prozent das mit Abstand beliebteste Spielgerät für Kinder.

Dabei fühlen sich lediglich 47 Prozent der Kinder und Jugendlichen „immer wohl“, wenn sie draußen spielen. Für 53 Prozent der Befragten trifft das nicht zu. Als Gründe (Mehrfachnennungen waren hier möglich) wurden genannt: „Autos und Verkehr“ (35 Prozent), „Erwachsene, die häufig meckern (16 Prozent), „Erwachsene, vor denen ich Angst habe“ (14 Prozent) und „Andere Kinder, die mich ärgern“ (8 Prozent).

An der im März gestarteten Online-Umfrage konnten Kinder unter 18 Jahren teilnehmen, die größte Gruppe ist die der 6- bis 12-Jährigen. Die Teilnehmenden kamen aus ganz Deutschland – die meisten aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich des heutigen Weltspieltages, deutschlandweit die Einrichtung von Spielstraßen zu erleichtern. Dazu sollten Bundesregierung und Bundestag eine entsprechende Initiative zur Änderung der Straßenverkehrsordnung ergreifen. Die bisherige Rechtslage erschwert vielen Kommunen die Einrichtung von Spielstraßen. So dürfen Geh- und Fahrwege baulich nicht voneinander abgetrennt sein. Außerdem muss klar sein, dass in diesem Bereich die Aufenthaltsfunktion überwiegt. Durch diese Vorgaben fehlen vielen Kommunen die finanziellen Mittel, um Straßen in Spielstraßen umzuwandeln.

Der Weltspieltag steht in Deutschland und bei Partnern in Österreich und der Schweiz in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Straße ist zum Spielen da!“. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen rund 200 Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ darauf aufmerksam machen, dass spielende Kinder aus dem Stadtbild immer mehr verbannt werden. Rund um den Weltspieltag finden mehr als 300 Aktionen statt, die vor Ort von öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und Nachbarschaftsinitiativen durchgeführt werden. Die Schirmherrschaft über den Weltspieltag 2015 hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages übernommen, Botschafter ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers.

Der Weltspieltag 2015 wird deutschlandweit zum achten Mal ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige, beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Die Partner der Aktionen sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Weltspieltag zur Verfügung. Eine Übersicht über verschiedene Aktionen zum Weltspieltag findet sich unter www.weltspieltag.de

Kennen Sie eigentlich unseren neuen Spot zum Recht auf Spiel? Den sehen Sie hier: http://bit.ly/1h80wIk

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. ist seit mehr als 40 Jahren eine bundesweit tätige Kinderrechtsorganisation und Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an 50.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert und initiiert Projekte zu Kinderrechten, zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und für die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

Kontakt
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Uwe Kamp
Leipziger Straße 116-118
10117 Berlin
030-308693-11
presse@dkhw.de
http://www.dkhw.de

Politik Recht Gesellschaft

Spielstraßen müssen endlich zu Spielstraßen werden!

Spielstraßen müssen endlich zu Spielstraßen werden!

Logo Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich des morgigen Weltspieltages, deutschlandweit die Einrichtung von Spielstraßen zu erleichtern. Dazu sollten Bundesregierung und Bundestag eine entsprechende Initiative zur Änderung der Straßenverkehrsordnung ergreifen. Die bisherige Rechtslage erschwert vielen Kommunen die Einrichtung von Spielstraßen. So dürfen Geh- und Fahrwege baulich nicht voneinander abgetrennt sein. Außerdem muss klar sein, dass in diesem Bereich die Aufenthaltsfunktion überwiegt. Durch diese Vorgaben fehlen vielen Kommunen die finanziellen Mittel, um Straßen in Spielstraßen umzuwandeln.

Zum Weltspieltag hat das Deutsche Kinderhilfswerk eine bundesweite Umfrage unter Kindern und Jugendlichen durchgeführt, deren Ergebnisse morgen in Berlin vorgestellt werden. Gefragt wurde beispielsweise nach den Möglichkeiten, draußen und auf Spielstraßen zu spielen und nach dem Wunsch der Kinder und Jugendlichen nach einem autofreien Sonntag, an dem überall auf der Straße gespielt werden könnte.

„Spielstraßen oder verkehrsberuhigten Zonen verdrängen zwar nicht den Autoverkehr aus den Innenstädten, schaffen aber mehr Spielraum für Kinder und damit mehr Lebensqualität im Wohnumfeld. Weil Spielstraßen vielerorts bessere Tempo-30-Zonen, aber keine wirklichen Spielstraßen sind, gibt es wenig Kinder oder Eltern, die sich trauen, diesen Raum zu nutzen. Viele haben immer noch nicht richtig begriffen, dass sich auf einer Spielstraße alle Teilnehmer auf gleicher Augenhöhe begegnen. Auch Autofahrer müssen sich an die Bedürfnisse der Kinder anpassen. Schrittgeschwindigkeit sollte genauso selbstverständlich sein wie geduldig zu warten, bis Kinder ihre Jacken zur Seite geräumt haben, die sie als Torpfosten temporär auf der Spielstraße platziert haben. Spielstraßen müssen endlich zu Spielstraßen werden!“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Der Weltspieltag steht in Deutschland und bei Partnern in Österreich und der Schweiz in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Straße ist zum Spielen da!“. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen rund 200 Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ darauf aufmerksam machen, dass spielende Kinder aus dem Stadtbild immer mehr verbannt werden. Rund um den Weltspieltag finden mehr als 300 Aktionen statt, die vor Ort von öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und Nachbarschaftsinitiativen durchgeführt werden. Die Schirmherrschaft über den Weltspieltag 2015 hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages übernommen, Botschafter ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers.

„Kinder sind nicht nur unsere Zukunft, sie sind jetzt schon da. Sie haben heute Rechte und Bedürfnisse. Und dazu gehört das Recht auf Spiel. Um daran zu erinnern, ist der Weltspieltag eine wunderbare Möglichkeit“, sagt Susann Rüthrich, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages.

„Kinder brauchen Zeit zum Spielen und vielfältige Möglichkeiten, die Welt um sie herum kennen zu lernen. Dazu gehört auch das Spielen auf der Straße und dem Gehweg. Das muss für Kinder gefahrlos möglich sein, und wir Erwachsenen müssen dafür sorgen, dass das geht“, unterstreicht Ralph Caspers, Botschafter des Weltspieltages.

Der Weltspieltag 2015 wird deutschlandweit zum achten Mal ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige, beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Die Partner sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Weltspieltag zur Verfügung. Eine Übersicht über verschiedene Aktionen zum Weltspieltag findet sich unter www.weltspieltag.de

Kennen Sie eigentlich unseren neuen Spot zum Recht auf Spiel? Den sehen Sie hier: http://bit.ly/1h80wIk

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. ist seit mehr als 40 Jahren eine bundesweit tätige Kinderrechtsorganisation und Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an 50.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert und initiiert Projekte zu Kinderrechten, zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und für die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

Kontakt
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Uwe Kamp
Leipziger Straße 116-118
10117 Berlin
030-308693-11
presse@dkhw.de
http://www.dkhw.de

Sport Vereine Freizeit Events

ARAG Verbrauchertipps zur EM

Düsseldorf, 19.06.2012
– Kicken auf Gemeinschaftsflächen
– Wenn die Kleinen (und Großen) das Fußballfieber packt
– Fußball und Bratwurst

Kicken auf Gemeinschaftsflächen
Das EM-Fieber hat Deutschland fest im Griff! Da möchte Papa, der vor 30 Jahren Ersatzspieler in der Klassenmannschaft war auch gerne zeigen, was er kann. Oft machen sich auch Fernsehzuschauer nach dem Spiel Luft und nutzen dafür gerne Gemeinschaftsflächen einer Hausgemeinschaft zum lautstarken Austoben und Kicken, etwa im Hinterhof. Solange es sich bei den Hobby-Fußballern um Kinder handelt, sind die Gerichte oft großzügig – jedenfalls dann, wenn es in der Nähe keinen geeigneten Bolzplatz gibt. Die Nachbarschaft müsse die Lärmbelästigung hinnehmen. Lärm sei auf Grund des natürlichen Spiel- und Bewegungsdrangs der Kinder unvermeidbar befanden zum Beispiel auch die Richter des Oberlandesgerichts in Düsseldorf. Bei erwachsenen Kickern drücken die Gerichte aber eher selten ein Auge zu. ARAG Experten raten in einem solchen Fall, alle Nachbarn zu einem Freundschaftsturnier einzuladen, denn wer selber mitspielt wird sich nicht beschweren (LG Berlin, Az.: 61 S 288/1985 und LG München, Az.: 1 T 14129/88 und OLG Düsseldorf, Az.: 9 U 51/95).

Download des Textes:
http://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/heim-und-garten

Wenn die Kleinen (und Großen) das Fußballfieber packt
Globale Ereignisse in Sachen Fußball animieren kleine und große Kicker regelmäßig, selber lautstark dem runden Leder nachzujagen. Die wenigsten haben einen für solche Zwecke zugelassenen Bolzplatz im Garten. Kicken auf der Straße – sofern es keine Spielstraße ist – oder mit Nachbars Garagentor als Ziel ist aber laut ARAG Experten keine gute Idee. Paragraph 31 der Straßenverkehrsordnung regelt ganz eindeutig, „Sport und Spiel auf der Fahrbahn, den Seitenstreifen und auf Radwegen sind nicht erlaubt.“ Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Die Regelung gilt nämlich nicht, „soweit dies durch ein die zugelassene Sportart oder Spielart kennzeichnendes Zusatzzeichen angezeigt ist“. Wer während der EM dem Fußballfieber aber derart verfällt, dass er das Kicken auf der Straße nicht lassen kann, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Download des Textes:
http://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/auto-und-verkehr

Fußball und Bratwurst
Das gemeinsame Fußballschauen macht erst dann so richtig Spaß, wenn nicht nur der Ball im Tor sondern auch die Bratwurst auf dem Teller landet. Der beim Grillen im Garten entstehende Qualm gilt als ortsüblich und muss in der Regel von den Nachbarn hingenommen werden. Anders ist dies, wenn sich das Nachbarhaus in unmittelbarer Nähe zum Grill befindet und Qualm und Gerüche des Grillens deshalb direkt in das Schlafzimmer des Nachbarhauses dringen. Es sind laut ARAG Experten die widerstreitenden Rechte der Betroffenen, nämlich die dem Grundgesetz zu entnehmende allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) des grillenden Nachbarn einerseits und das Recht auf einen ungestörten Gebrauch seines Hauses, also des Eigentums (Art. 14 GG), andererseits im Einzelfall abzuwägen und angemessen ins Verhältnis zu setzen. Die Richter haben auch bei solch nachbarlicher Nähe das Grillen nicht untersagt, sondern nur auf zwei Mal im Monat während des Sommers eines Kalenderjahres, in der Regel von Mai bis September, also insgesamt zehn Mal pro Kalenderjahr beschränkt (AG Westerstede, Az.: 22 C 614/09).

Download des Textes:
http://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/heim-und-garten

Aktuelle Meldungen finden Sie auch bei Twitter: http://www.twitter.com/ARAG

Der ARAG Konzern ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Die ARAG versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit knapp 3.500 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von knapp 1,5 Milliarden EUR.

ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560

http://www.arag.de
brigitta.mehring@arag.de

Pressekontakt:
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50676 Köln
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
0221-92428215
http://www.arag.de