Tag Archives: Schadenverhütung

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Kurzschluss: Eine kleine Beschädigung genügt

Was den Hamburger Flughafen lahmgelegt hat, ist in jedem Haushalt ein Brandrisiko

Kurzschluss: Eine kleine Beschädigung genügt

Die Leitung wurde vermutlich von einem Nagetier angeknabbert. In der Folge kam es zum Kurzschluss.

Wegen der beschädigten Isolation eines Kabels stand vor Kurzem der gesamte Flughafen in Hamburg still. Kurzschlüsse gehören zu den häufigsten Brandursachen in Gebäuden, und Schäden an Leitungsisolationen sind wiederum eine typische Kurzschlussursache.

„Es besteht Brand- und Lebensgefahr, wenn die Isolation der Anschlussleitung eines Gerätes oder einer Verlängerungsleitung nicht intakt ist“ sagt Dr. Hans-Hermann Drews vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS). Eine beschädigte Leitung muss unbedingt sofort ausgetauscht werden. Steht diese noch unter Spannung, droht beim Berühren ein gefährlicher Stromschlag.

Schäden an Leitungen, die in verdeckten Bereichen verlaufen, sind natürlich nicht erkennbar. Schon beim Erstellen der Installation ist es darum wichtig, dass die Leitungen nicht geknickt oder über scharfe Kanten geführt werden. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Leitungen, die offen im Raum liegen. Um mechanische Schäden an der Isolation zu vermeiden, sollten sie zum Beispiel auf keinen Fall in einer Tür eingeklemmt oder so verlegt werden, dass die Tür beim Öffnen und Schließen daran scheuert.

Grundsätzlich müssen Leitungen vor mechanischen Einwirkungen geschützt werden. Dazu gehört, sie so zu verlegen, dass sie keinen Zugkräften ausgesetzt sind. Stecker von Geräten und Mehrfachsteckdosen sollten nicht am Kabel herausgezogen werden. Dabei können die Leitungen aus dem Stecker gelöst werden, so dass ein nicht isolierter Abschnitt freiliegt, in dem es zum elektrischen Schlag und zum Kurzschluss kommen kann.
Die Isolation von Stromleitungen ist außerdem für Nagetiere sehr verlockend. „Gehören Kaninchen und Co zum Haushalt, müssen Leitungen unbedingt vor ihnen in Sicherheit gebracht werden“, so Drews.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
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Dreimal mehr Schäden: Aufgeplatzte Wasserleitungen, nasse Fußböden, ruinierte Möbel

Schadenforscher raten zum Frost-Check für das Haus

Dreimal mehr Schäden: Aufgeplatzte Wasserleitungen, nasse Fußböden, ruinierte Möbel

Frost ist oft ein Auslöser für Wasserschäden

Die Zahl der Wasserschäden in Immobilien steigt in Frostperioden sprunghaft an, wie die Statistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) zeigt. Oft wartet die böse Überraschung bei der Rückkehr aus dem Urlaub oder der Ankunft im Ferienhaus: aufgeplatzte Wasserleitungen, getrennte Rohrverbindungen, ruinierte Möbel.

„Frosteinwirkung kann einen enormen Druckanstieg in Trinkwasser- und Heizungsinstallationen verursachen“, erklärt IFS-Geschäftsführer Dr. Hans-Hermann Drews. „Bei Laborversuchen haben wir über 100 bar gemessen“. Zum Verständnis: Trinkwasserinstallationen sind in der Regel für einen maximalen Betriebsdruck von zehn bar ausgelegt.

Besonders gefährdet sind Häuser, die nicht genutzt und darum nicht ausreichend beheizt werden. Gibt es Eistage, an denen die Höchsttemperatur unter dem Gefrierpunkt bleibt, kann schon ein Wochenende auf der Skipiste genügen, damit zu Hause die Leitungen einfrieren.

Frostgefährdete „Schwachstellen“ finden sich jedoch in und an den meisten Immobilien – selbst wenn sie bewohnt und mollig warm sind.

Wer ein paar Regeln beachtet, kann Schäden in der kalten Jahreszeit vermeiden. „Wärmedämmung allein genügt nicht“, mahnt Drews. Es muss immer eine ausreichende Beheizung gewährleistet sein. Die Heizungsthermostate auf das Frostsymbol zu stellen, ist oftmals zu wenig. Damit ist zwar die Heizung selbst geschützt, aber nicht unbedingt die Trink- und Abwasserinstallation. Wird eine Immobilie längere Zeit nicht genutzt, dann sollten wasserführende Leitungen entleert werden.

Die Schadenforscher haben eine Checkliste zusammengestellt, mit der Hausbesitzer kostenlos prüfen können, ob ihre Immobilie für einen Winter ohne Wasserschaden gerüstet ist: Jetzt herunterladen unter www.ifs-ev.org oder direkt von der Internetseite den Wintercheck starten.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Weihnachtsgeschenke mit Brandrisiko

Weihnachtsgeschenke mit Brandrisiko

Besonders der Ladevorgang kann bei Lithium-Akkus gefährlich sein (Foto: IFS)

Vom Smartphone bis zum Hoverboard werden zu Weihnachten zahlreiche Geschenke mit Lithium-Akku unter dem Christbaum liegen. Diese Akkus haben zwar den Vorteil einer hohen Energiedichte, doch es geht eine Brandgefahr von ihnen aus. Ein paar Sicherheitshinweise sollten darum beachtet werden.

Brände durch Lithium-Akkus haben in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen gemacht. Von den meisten Verbrauchern werden die Schäden ausschließlich mit Produktfehlern einiger weniger Geräte in Verbindung gebracht. Damit wird jedoch eine neue Gefahrenquelle in unserem Alltag weit unterschätzt: „Bei Lithium-Akkus besteht ein generelles Brandrisiko“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung.

Der Akkutyp ist derzeit Stand der Technik und findet vom Smartphone über den Staubsaugroboter bis zur Drohne überall Verwendung. Drews rät: „Überlegen Sie einmal, wo sich in Ihrem Haushalt überall Lithium-Akkus befinden und was ein Brandausbruch in dem Bereich bedeuten würde“.

Besonders heikel ist die Ladephase; die meisten Brände treten in dieser Zeitspanne auf. Wird ein Akku überladen oder ist mechanisch beschädigt, so kann er thermisch durchgehen. Dabei birst eine Akkuzelle, und die darin gespeicherte Energie wird innerhalb sehr kurzer Zeit freigesetzt. Es kommt zu einer Brandentstehung mit Funkenschlag, und das Feuer kann sich schnell ausbreiten. Vor allem im Modellbau sind Brände durch überladene Akkus weit verbreitet.

In Bedienungsanleitungen fordern Hersteller in der Regel, Lithium-Akkus nur unter Aufsicht zu laden. Leider ist das im Alltag oft schwer umsetzbar. „Die Akkus sollten sich aber während des Ladens zumindest auf einer nicht brennbaren Unterlage befinden“, empfiehlt Drews. Zudem sollte ein Rauchmelder im selben Raum angebracht sein.

Bei mechanischen Schäden oder wenn sich ein Akku bereits leicht aufgebläht hat, darf er überhaupt nicht mehr verwendet werden.

Sicherer Umgang mit Lithium-Akkus
1. Das Ladegerät und insbesondere den zu ladenden Akku nicht in der Nähe brennbarer Materialien platzieren und den Raum mit einem Rauchmelder ausstatten.
2. Besonders kritisch ist das Laden von Lithium-Akkus, wenn diese längere Zeit nicht genutzt wurden. Die Akkus können durch Tiefenladungen dauerhaft beschädigt werden.
3. Lithium-Akkus bei kalten Temperaturen und Winterwetter nicht in der unbeheizten Garage lagern.
4. Beschädigte oder bereits aufgeblähte Akkus nicht mehr in Betrieb nehmen, sondern fachgerecht entsorgen. Mechanische Beschädigungen können zum Brand führen.
5. Lithium-Akkus nicht zerlegen oder modifizieren.

Beachten Sie außerdem unbedingt die Herstellerangaben.
Quelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS).

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Deutlicher Anstieg von Wohnungsbränden im Dezember

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung mahnt: brennende Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen

Deutlicher Anstieg von Wohnungsbränden im Dezember

Brennende Kerzen sollten immer beaufsichtigt werden (Foto: IFS)

Nicht nur der Einzelhandel, auch die Feuerwehr hat im Advent eine Menge zu tun. Ein großer Teil der Wohnungsbrände fällt in diese Zeit. Im vergangenen Jahr stieg ihre Zahl zum Jahresende im Vergleich zum Frühjahr und Herbst um 50 Prozent an, melden die Versicherer.

Ein Grund dafür ist unsere winterliche Freude am Kerzenlicht. „Lassen Sie eine Flamme niemals unbeaufsichtigt“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS). Die Brandursachenermittler des IFS haben schon unzählige Räume und ganze Wohnungen untersucht, die wegen einer Kerze ausgebrannt sind. Diese Fälle mehren sich jedes Jahr um das Weihnachtsfest herum.

„Die Geschwindigkeit und Intensität, mit der sich ein so entstandenes Feuer ausbreitet, kann sehr überraschen und überwältigen“, mahnt der Schadenforscher. Eine winzige Flamme ängstigt niemanden, und darum wird sie als Gefahrenquelle nicht ernst genommen. Wenn sich aber zum Beispiel Tannenzweige, Weihnachtsdekorationen oder Vorhänge zu nah an der Kerzenflamme befinden, dann entsteht schnell eine Situation, die man nicht mehr allein kontrollieren kann.

Eine spezielle Brandgefahr bergen Teelichter. Weil sie klein sind und noch dazu in einem Metallschälchen daherkommen, werden sie weit unterschätzt. Die Aluminiumbecher können so heiß werden, dass sie eine brennbare Unterlage entzünden. Im Gegensatz zur Kerze verflüssigt sich der Brennstoff eines Teelichts außerdem vollständig. Stehen die Lichter dicht zusammen oder wird spielerisch ein abgebranntes Streichholz in das Schälchen gelegt, so kann das Paraffin flächig in Brand geraten und auch eine Stichflamme entstehen, die schon manchen vor Schreck in die Flucht geschlagen hat.

„Kerzenschein ist eben nicht nur schöne Dekorationen, sondern auch offenes Feuer in unserem Zuhause“, sagt Drews. „Bitte nehmen Sie diese Bandgefahr ernst“. Die wichtigste Regel: Eine Flamme – und sei sie noch so klein – darf eben nicht allein gelassen werden. Kerzen und Teelichter brauchen außerdem einen sicheren Stand auf einer nicht brennbaren Unterlage und sollten in großzügigem Abstand zu allem aufgestellt werden, was Feuer fangen kann.

Wer den Christbaum mit echten Kerzen schmückt, sollte das Weihnachtsfest mit ein paar zusätzlichen Brandschutzmaßnahmen sichern. Dazu zeigt das IFS einen Videobeitrag unter https://www.ifs-ev.org/weihnachtsbaum

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Jeder fünfte Brand in Wohnhäusern entsteht auf dem Küchenherd

Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung warnt: „Dieses Alltagsrisiko wird unterschätzt“

Jeder fünfte Brand in Wohnhäusern entsteht auf dem Küchenherd

Das IFS warnt: Jeder fünfte Wohnungsbrand beginnt auf dem Küchenherd

Jedes Jahr verlieren Menschen in Deutschland durch Wohnungsbrände ihr Leben. Doch auch wenn das Schlimmste verhindert werden kann, ist ein Feuer in den eigenen vier Wänden für die Betroffenen stets ein Albtraum, der mit den Löscharbeiten der Feuerwehr nicht vorbei ist.

Die Ursachenstatistik des IFS zeigt: Jeder Fünfte dieser oft verheerenden Brände beginnt auf dem Küchenherd. Dabei wird in einem von drei Fällen der Herd vergessen oder allein gelassen. Zwei von drei Feuern aber entstehen, weil das Kochfeld unbeabsichtigt – und unbemerkt – eingeschaltet wird.

Zum Problem wird dies, wenn sich brennbare Gegenstände auf oder zu dicht am Kochfeld befinden. In einem Videobeitrag zeigt das IFS, wie schnell ein solcher Brand entsteht und sich ausbreitet.

„Der Herd ist keine Abstellfläche“, mahnt IFS-Geschäftsführer Dr. Hans-Hermann Drews. In der Datenbank des IFS sind aktuell mehr als 25.000 Schäden erfasst, die von den Gutachtern des Institutes detailliert im Hinblick auf die Ursache untersucht wurden. Die Auswertung zeigt, dass die Anzahl der Herdbrände seit Jahren steigt.

Gründe hierfür vermuten die Schadenforscher neben der zunehmenden Zahl älterer Menschen und immer mehr Singlehaushalten, in denen das Kochen reine Nebensache ist, im zunehmenden Alltagsstress, kleinen Küchen und einer steigenden Anzahl von Geräten, die dort Platz finden müssen.

Die potentielle Brandgefahr durch den Küchenherd wird meist nicht richtig eingeordnet. „Wir neigen dazu, außergewöhnliche Gefahren zu über- und die Alltagsrisiken zu unterschätzen“, sagt Drews, dessen Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren bundesweit täglich Brandstellen untersucht. Nahezu alle Herdbrände ließen sich verhindern, wenn der Küchenherd als das wahrgenommen würde, was er ist: die moderne Feuerstelle des Hauses.

In unserem aktuellen Video zu Herdbränden zeigen wir verschiedene Brandentstehungen, lassen Passanten in einer Umfrage zu Wort kommen und die Feuerwehr erklären, was im Brandfall zu tun ist. Sie finden den Beitrag auf unserer Internetseite ( https://www.ifs-ev.org/video-herdbraende/).

Video- und Fotomaterial stellen wir Ihnen für redaktionelle Veröffentlichungen honorarfrei zur Verfügung. Gern beantworten wir auch weitere Fragen zum Thema.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Brandgefahren: Elektrizität ist Brandverursacher Nummer 1

IFS-Statistik zeigt: Elektrizität verursacht ein Drittel aller Brände / Lithium-Akkus stellen zunehmende Gefahr dar / Tipps zur Schadenverhütung

Brandgefahren: Elektrizität ist Brandverursacher Nummer 1

Besonders der Ladevorgang ist bei Lithium-Akkus kritisch.

Kiel, im September 2017. Technische Defekte an Elektrogeräten und -Installationen sind die Ursache für ein Drittel der vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) untersuchten Brände. Das zeigt eine statistische Langzeitanalyse der Brandursachen 2002 bis 2016 aus der Schadendatenbank des Instituts, die inzwischen mehr als 15.000 Brandfälle dokumentiert. „Die Auswertungen zeigen, dass diese Verteilung Jahr für Jahr recht stabil ist“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des IFS. Die Schadenexperten ermitteln im Auftrag von Behörden und Versicherern bundesweit die Ursachen von Bränden.

Elektrizität ist dabei die klar dominierende Brandursache. In dieser Gruppe wiederum verursachen Elektrogeräte mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Brände. Lithium-Akkus sind schon jetzt für einen erheblichen Anteil dieser Brände verantwortlich. Und dieser Anteil nimmt aktuell deutlich zu. Grund hierfür ist zum einen die stark zunehmende Verbreitung dieser Akkus und zum anderen der Umstand, dass sich durch ihren speziellen Aufbau und ihre hohe Energiedichte besondere Brandgefahren ergeben.

Gesammelte Daten aus 15 Jahren
Das Risiko, einen Brand zu erleiden, ist nicht zu unterschätzen: Jährlich werden den Versicherern in Deutschland bis zu 200.000 Brände gemeldet.
Die Schadendatenbank des IFS wird seit 15 Jahren geführt und enthält mittlerweile über 15.000 detailliert untersuchte Brandschäden. Sie ist damit bundesweit einzigartig.

Tipps zur Brandverhütung
Jeder kann die Hauptursachen für Brände in seinem persönlichen Umfeld beeinflussen. Deswegen empfiehlt das IFS: Große Elektrogeräte wie Herd, Spülmaschine oder Wäschetrockner sollten nur betrieben werden, wenn jemand anwesend ist und eine Fehlfunktion bemerken kann. Weiterer Schaden kann am besten vermieden werden, wenn man nach Gebrauch von mobilen Elektrogeräten den Stecker herauszieht. Beim Kauf sollte man auf Prüfzeichen wie TÜV, GS oder VDE achten.

Beim Umgang mit Lithium-Akkus ist zu beachten, dass besonders der Ladevorgang kritisch ist. Daher sollte dieser nicht in der Nähe von brennbaren Materialien erfolgen. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus dürfen nicht mehr verwendet werden.

Zu den Risiken und dem richtigen Umgang mit Lithium-Akkus hat das IFS ein Schadenverhütungsvideo produziert:
http://www.ifs-ev.org/schadenverhuetung/videos/

„Ganz generell sollte jeder Haushalt mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Brände werden so viel früher entdeckt und das kann Leben retten“, unterstreicht Drews.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 130 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

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Elektrizität verursacht jeden dritten Brand

Brandgefahren: IFS-Langzeituntersuchung zeigt Hauptursachen: Elektrizität (33%) und menschliches Fehlverhalten (17%) sind Auslöser der meisten Brände

Elektrizität verursacht jeden dritten Brand

Das IFS hat über 13.500 Fälle analysiert (Bildquelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung)

Kiel, im April 2016. Technische Defekte an Elektrogeräten und -Installationen sowie menschliches Fehlverhalten sind die Ursache für über die Hälfte der vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) untersuchten Brände. Das zeigt eine statistische Langzeitanalyse der Brandursachen 2002 bis 2015 aus der Schadendatenbank des Instituts, die inzwischen mehr als 13.500 Brandfälle dokumentiert. „Die Auswertungen zeigen, dass diese Verteilung Jahr für Jahr recht stabil ist“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des IFS. Die Schadenexperten werden bei unklaren Fällen von Behörden und Versicherern beauftragt, die Brandursache zu ermitteln.

Elektrizität ist dabei die klar dominierende Brandursache. Jeder dritte Brand ist darauf zurückzuführen. In diesem Segment verursachen die Elektrogeräte mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Brände. Defekte Elektroinstallationen waren in 28 Prozent der Untersuchungen Auslöser. Menschliches Fehlverhalten ist mit 17 Prozent die zweitgrößte Gefahrenquelle. Dazu gehören Unachtsamkeit und Fehleinschätzungen. Zum Beispiel werden heizende Geräte wie Öfen, Herde, Bügeleisen oder Wäschetrockner oft unbeaufsichtigt betrieben, glühende Zigaretten vergessen oder leicht entzündliche Stoffe geraten zu nah an Geräte oder Leuchtmittel, die sich erhitzen. Das Risiko, einen Brand zu erleiden, ist nicht zu unterschätzen: Jährlich werden den Versicherern in Deutschland rund 200.000 Brände gemeldet.

Tipps zur Brandverhütung
Jeder kann die Hauptursachen für Brände in seinem persönlichen Umfeld beeinflussen. Deswegen empfiehlt das IFS: Große Geräte wie Herd, Spülmaschine oder Wäschetrockner sollten nur betrieben werden, wenn jemand anwesend ist und eine Fehlfunktion bemerken kann. Weiterer Schaden kann am besten vermieden werden, wenn man nach Gebrauch von Elektrogeräten den Stecker herauszieht. Beim Kauf sollte man auf Prüfzeichen wie TÜV, GS oder VDE achten. Werden Kerzen und Zigaretten angezündet, sollten sich die Nutzer stets über die potenzielle Gefahr einer offenen Flamme bewusst sein und sich entsprechend umsichtig verhalten. „Ganz generell sollte jeder Haushalt mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Brände werden so viel früher entdeckt und das kann Leben retten“, unterstreicht Drews.

Erfahrung aus über 10 Jahren
Die Schadendatenbank des IFS wird seit mehr als 10 Jahren geführt und enthält mittlerweile über 13.500 detailliert untersuchte Brandschäden. Sie ist damit bundesweit einzigartig.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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Unbekannte Brandgefahr: Lithium-Akkus können explodieren

Smartphone, E-Bike & Co.: Lithium-Akkus weltweit in Milliarden Geräten / Falsches Ladegerät kann verheerende Folgen haben / Achtung bei defekten Akkus / Sicherheitstipps des IFS

Unbekannte Brandgefahr: Lithium-Akkus können explodieren

Aus dem IFS-Film: Der Akku des E-Bikes explodiert beim Laden und verursacht einen Brand. (Bildquelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung)

Kiel, im Februar 2016. Lithium-Akkus sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Viele Geräte sind damit ausgestattet – vom Smartphone, Notebook über das Tablet, den Akkubohrer bis hin zu den immer stärker nachgefragten Drohnen und Elektrofahrrädern. Dass die Produkte durch die leistungsstarken Akkus auch brandgefährlich sein können, ist dagegen nahezu unbekannt. „Statistisch gesehen waren 2015 mehr als die Hälfte der aufgrund einer Brandgefahr zurückgerufenen Produkte mit einem Lithium-Akku ausgestattet“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). Das sei alarmierend.

2015 wurden weltweit fünf Milliarden derartiger Akkus verkauft. Die hohe Verbreitung der leistungsstarken Energiespeicher in Geräten des täglichen Gebrauchs, macht sie zu ganz normalen Begleitern. Bei vertrauten Dingen werden Risiken jedoch oft unterschätzt. „Mit der steigenden Zahl der Akkus erhöht sich auch die Anzahl der dadurch ausgelösten Brände. Die meisten Menschen gehen zu sorglos mit den Akkus um. Wir wollen auf die Gefahr aufmerksam machen und Tipps zum sicheren Umgang geben“, so Drews. Denn die hohe Energiedichte der Akkus macht sie unter bestimmten Bedingungen brandgefährlich.

Brandauslöser können technische Mängel oder unsachgemäßer Umgang sein. Besonders kritisch ist die Ladephase. Dort entstehen laut Drews die meisten Brände. Die wichtigsten Ursachen sind falsche, nicht kompatible Ladegeräte oder -kabel, beschädigte Akkus oder eine Tiefentladung, die auftreten kann, wenn der Akku längere Zeit nicht genutzt oder bei Kälte gelagert wurde. In diesen Fällen können beim Ladevorgang hohe Temperaturen entstehen, die zum sogenannten „thermischen Durchgehen“ führen – der Akku gerät hierbei in Brand oder explodiert sogar. „Das Herzstück eines Elektrofahrrades ist beispielsweise ein besonders leistungsstarker Lithium-Akku-Block, der aus vielen einzelnen Zellen besteht. Eine defekte Lithium-Zelle kann sich bis auf 800 Grad erhitzen und eine Kettenreaktion hervorrufen. Die Explosion kann dann heftig sein, wie wir in unserem neuesten Film aus dem IFS-Brandversuchshaus zeigen“, so Drews.

Das IFS möchte mit den beeindruckenden Bildern des Filmes für das Thema sensibilisieren und gibt Tipps für den richtigen Umgang mit diesem Risiko.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 130 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

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Familienspaß: Sicher Grillen ohne Reue

Schadenverhütung: Hände weg von Brennspiritus / Jährlich 4.000 Grillunfälle / Besonders
Kinder gefährdet / IFS gibt Tipps für sicheres Grillen

Familienspaß: Sicher Grillen ohne Reue

Es ist schnell passiert: Stichflamme beim Einsatz von Spiritus. (Foto: IFS)

Kiel, im Mai 2015. Mindestens 70 Millionen Mal wird Jahr für Jahr zwischen April und Oktober im Freien gegrillt. Trotz aller Warnungen passieren jedes Jahr unzählige leichtfertig verursachte Unfälle, da Spiritus entgegen der bekannten Gefahr als Brandbeschleuniger eingesetzt wird. Werden wenige Faustregeln beachtet, kann sicher gegrillt werden. Das Kieler Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) der öffentlichen Versicherer gibt Tipps für ein sicheres Grillvergnügen.

April 2015: Tränen im Gerichtssaal, weil ein Erzieher mit Spiritus die Grillkohle befeuerte und ein ihm anvertrautes Kind versehentlich anzündete. Die Geldstrafe von 4.500 Euro würde er liebend gerne verzehnfachen, wenn er den Unfall rückgängig machen könnte. „Vor allem Kinder sind die Leidtragenden bei Grillunfällen“, sagt Adelheid Gottwald, von der Selbsthilfegruppe für Brandopfer „Paulinchen e.V.“. Man müsse vor allem den Spiritus vermeiden. So sind ihrer Meinung nach Grillunfälle zu hundert Prozent vermeidbar. Über die Tragweite einer falschen Entscheidung bei der liebsten Sommerbeschäftigung der Deutschen sind sich viele nicht bewusst: „Eine Verpuffung ist keine Stichflamme sondern eine meterbreite und meterhohe Flammenwand, die alles erfasst, was in der Nähe steht“, so Gottwald. Seit Jahren ist die Anzahl der Unfallopfer unverändert zu hoch. Unfallberichte von Feuerwehren und Krankenhäusern sind erschreckend. Circa 4.000 Menschen verletzten sich jährlich, statt ihr Grillgut zu genießen. 500 Menschen werden pro Jahr mit schwersten Verbrennungen vom Notarzt abgeholt – und ihr Leben lang daran denken.

Auch „nur“ Anwesende haften
Auch jeder Anwesende trägt Verantwortung und haftet, wenn er oder sie beispielsweise einen Freund nicht daran hindert, Spiritus ins Feuer zu gießen. Wer nicht widerspricht, der – so hat das Oberlandesgericht Hamm (Az.: 9 U 129/08) geurteilt – ist gleichermaßen mitschuldig. Wichtiger als die Bestrafung wäre es, wenn die Vernunft siegt. Denn die Opfer werden ihr ganzes Leben daran erinnert, was in Sekunden passiert.

„Wer sich nicht der Brand- und Explosionsgefahr beim Grillen aussetzen will, nimmt harmlose Zündhilfen wie Pasten und Zündwürfel“, erklärt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des IFS. Gut geeignet sind auch so genannte „Grillstarter“, ein Stück Rohr aus Stahl mit Griff und einer gelochten Platte im unteren Teil. Darin wird die Kohle mit Papier entzündet. Durch den „Kamineffekt“ glüht diese schnell durch und kann dann auf den Grill geschüttet werden. Ein neuer und ebenfalls sicherer Trend sind elektrische Grillanzünder bspw. in Form einer Heizspirale. Diese wird unter der Kohle oder den Briketts positioniert und so innerhalb weniger Minuten eine rauchfreie Glut erzeugt. Auch eine Kombination von Gebläse und Heizspirale, die in kurzer Entfernung zur Holzkohle gehalten wird, ist eine Methode zum sicheren und schnellen Grillvergnügen.

Auf Nummer sicher beim Grillen

Die Fachleute des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer empfehlen:

1. Kinder über die Gefahren aufklären und nicht unbeaufsichtigt lassen!

2. Niemals Brennspiritus oder Benzin benutzten. LEBENSGEFAHR!

3. Feuerfesten Untergrund im Freien als Standort wählen und ein standsicheres Gerät verwenden.

4. Nur mit geeigneten Zündhilfen arbeiten, wie (elektrischen) Anzündern, Zündwürfeln, Pasten oder Grillstartern.

5. Beim Einkauf auf sichere und geprüfte Qualität achten, die in der Regel durch DIN- oder GS-Zeichen dokumentiert wird.

6. Ausreichend Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von brennbaren Stoffen einhalten. Und auf die Windrichtung achten, wegen des Funkenfluges.

7. Grillhandschuhe ohne Kunstfasern und lange Grillzangen benutzen.

8. Selbst bei schlechtem Wetter gehört ein Grill nicht unter den Sonnenschirm und schon gar nicht in einen geschlossenen Raum. Rauch ist giftig und lebensgefährlich.

9. Kohle und Briketts nach dem Grillen mit Wasser sorgfältig ablöschen oder drei Tage in einem feuerfesten Behälter auskühlen lassen. Asche ist nicht kompostierbar und gehört in den Restmüll.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 130 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

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Brandgefahr: „Die Sauna ist keine Abstellkammer“

60 Prozent der Saunabrände in privaten Wohngebäuden / Brennbare Gegenstände auf dem Saunaofen häufigste Brandursache / IFS gibt Tipps für sichere Nutzung

Brandgefahr: "Die Sauna ist keine Abstellkammer"

Saunabrände gehören zum Alltag der Brandursachenermittler des IFS.

Kiel, im Mai 2015. In einer Auswertung der Schadendatenbank des Kieler Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) sind rund 60 Prozent der Saunabrände in privaten Wohngebäuden zu verzeichnen. Nur 37 Prozent der Fälle ereignen sich in gewerblichen bzw. kommunalen Saunen. In etwas mehr als der Hälfte der vom IFS untersuchten Fälle, ist die Schadenursache die Lagerung von brennbaren Gegenständen auf dem Ofen, die sich beim Einschalten entzündeten. Technische Defekte sind in jedem fünften Fall die Ursache und brennbare Gegenstände im Umfeld in jedem zehnten Fall.

Insbesondere zwei Szenarien führen regelmäßig zu Saunabränden – vor allem im Sommer: Zum einen wird die Sauna zweckentfremdet und als zusätzlicher Stauraum genutzt. In der Sauna befindliche Gegenstände geraten in Brand, weil der Ofen aus Versehen beispielsweise beim Räumen in der Sauna angeschaltet wird. Zum anderen sind viele Saunen über eine außenliegende Ofensteuerung aktivierbar, so dass sie unbemerkt angeschaltet werden können, ohne dass der Raum betreten werden muss. Gerade wenn der Schalter für die Aktivierung der Sauna in unmittelbarer Nähe zum Lichtschalter liegt, ist das Gefahrenpotenzial besonders groß.

Der Winter ist vorbei und die Sauna verliert ihren Reiz. Praktischerweise wird der freie Raum genutzt, um dort ein zusätzliches Lager einzurichten. „Die Sauna ist keine Abstellkammer“, hebt Dr. Hans-Hermann Drews hervor, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V.. „Wird die Sauna über einen längeren Zeitraum nicht mehr genutzt, sollte sie spannungsfrei geschaltet werden, um eine brennende Überraschung zu vermeiden“, empfiehlt Drews. Denn auch wenn die Sauna nicht mehr (regelmäßig) genutzt wird, kommt es oft zu Bränden. Hauptursache sind brennbare Gegenstände, die beim Einschalten auf dem Ofen liegen und unbemerkt in Brand geraten. Um solche Schäden zu verhindern, empfiehlt das IFS, auf gar keinen Fall Gegenstände auf dem Saunaofen abzulegen – auch nicht mal eben kurz. Außerdem sollte die Sauna nicht von außen schaltbar sein, um das versehentliche Einschalten zu vermeiden.

Nur kurz etwas aus der „Sauna“ geholt…
… und aus Versehen beim Räumen oder beim Rein- bzw. Rausgehen an den Schalter gekommen. Das gilt für Drehschalter oder Drucktaster (Sensorschalter). Der Ofen ist an und ehe dieser heizt, hat man den Saunaraum schon verlassen und bemerkt es nicht. So auch bei einem vom IFS untersuchten Fall.Ein Versicherungsnehmer lagerte einen Gegenstand in der Saunakabine ein. Eine Stunde später kehrte er in den Keller zurück – diesmal suchte er nach der Ursache für einen auffälligen Brandgeruch.

Zunächst habe er an den Knöpfen der Saunaregelung gedreht, dann die Tür geöffnet und in der Kabine ein Feuer im Bereich des Ofens gesehen. Zu diesem Zeitpunkt brannte es ausschließlich dort. Doch das Feuer breitete sich aus und hinterließ einen gewaltigen Schaden: Die Saunakabine verbrannte bis auf die Sockelleiste, und die Betondecke im Brandraum musste gestützt werden. Intensive Verunreinigungen durch Rauchgase, aber auch thermische Schäden belasteten das gesamte Gebäude.

Offenbar hatte der Versicherungsnehmer den Ofen unabsichtlich eingeschaltet, als er am Morgen einen Gegenstand in die Kabine brachte. Die Sauna sei bereits seit zehn Jahren nicht mehr für ihren eigentlichen Zweck, sondern nur noch als Lagerraum genutzt worden, beteuerte der Mann. In diesem Lagerraum hätte er den Ofen besser spannungsfrei geschaltet.

Tipps zur sicheren (Um-)Nutzung der Sauna
Immer wieder werden brennbare Gegenstände auf Öfen vergessen oder dort abgelegt in der Annahme, der Ofen werde ohnehin nicht eingeschaltet. Und dann passiert es doch. Für eine sichere Nutzung der Sauna für ihren eigentlichen Zweck oder lediglich als zusätzlichen Raum empfiehlt das IFS:

– Legen Sie nie – auch nicht kurz – brennbare Gegenstände auf oder in der Nähe des Saunaofens ab.
– Nutzen Sie die Sauna nicht als Abstellkammer.
– Sollten Sie die Sauna länger nicht benutzen oder zweckentfremden als zusätzlichen Raum, schalten Sie diese spannungsfrei.
– Vor dem Einschalten der Sauna den Innenraum in Augenschein nehmen.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 130 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

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