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Mit Staatsschulden die Konjunktur ankurbeln?

Was ist deficit spending?

Mit Staatsschulden die Konjunktur ankurbeln?

Mit einem schuldenfinanzierten Konjunkturprogramm stärkt der Staat die Nachfrager (Bildquelle: pixabay)

Der Begriff „deficit spending“ ist nicht gerade gängig, aber dennoch ein mögliches Thema in der Prüfung zum Betriebswirt/in IHK. In seinem kostenlosen Schulungsvideo erläutert Deutschlands Schnell-Lernexperte Dr. Marius Ebert nicht nur den Begriff selbst, sondern zeigt auch exemplarisch, wie sich eine solche Frage geschickt umformulieren und so besser beantworten lässt.

Für den Fall, dass in einer Prüfung eine Frage auftaucht wie „Was ist …?“, hat Dr. Ebert einen ganz konkreten Tipp parat: Einfach die Frage umformulieren und das Hilfsverb „ist“ ersetzen durch ein anderes Verb, zum Beispiel „Was macht …“ oder „Wann wird … eingesetzt?“ Über diesen Weg lässt sich auch eine erste Antwort formulieren, etwa „… wird eingesetzt, wenn …“. Auf die Frage „Was ist deficit spending“ übertragen mündet dieser Ansatz also zunächst in der Umformulierung „Was macht deficit spending“ oder „Wann wird deficit spending eingesetzt?“ Aus diesem ergibt sich nun ein erster Antwortansatz.

Eine weitere Antwort-Strategie kann darin bestehen, eine inhaltliche Brücke zu bauen über die Ursprungsbedeutung der Begriffe „deficit“ (Schulden) und „spending“ (ausgeben), aus der sich die Begriffserklärung „schuldenfinanzierte Ausgabepolitik des Staates“ ableiten lässt.

Bei Rezession plus hoher Arbeitslosigkeit soll schuldenfinanziertes Konjunkturprogramm die Nachfrageseite stärken

Doch was ist dies nun konkret, und wo wird das deficit spending eingesetzt? Ausgangspunkt ist hier die wirtschaftliche Situation aus Rezession plus hoher Arbeitslosigkeit. Für dieses Szenario hat John Maynard Keynes vorgeschlagen, dass der Staat ein schuldenfinanziertes („deficit“) Konjunkturprogramm starten soll. Das Ziel dieses schuldenfinanzierten Konjunkturprogramms ist eine Stärkung der Nachfrageseite, also der Verbraucher. Dies kann sogar so weit gehen, dass eine volkswirtschaftlich sinnlose Maßnahme ergriffen wird, etwa nach dem Motto „Mache mit den Leuten von mir aus einer Art Beschäftigungstherapie, aber zahle ihnen Geld dafür“. Dahinter steckt die Idee: Wenn die Verbraucher mehr Geld haben, steigt der mehr Konsum. Daraus folgt mehr Produktion. Daraus wiederum folgen mehr Investitionen. Und dies wiederum führt dazu, dass wieder Menschen eingestellt werden. So lautet vereinfacht der Gedankengang beim deficit spending.

Das komplette, kostenlose Video “ Was ist deficit spending?“ finden interessierte Leser auf der Video-Plattform YouTube. Weitere Hinweise zu diesem und vielen weiteren betriebswirtschaftlichen Themen finden sich ebenfalls auf der Webseite des Unternehmens ( http://mariusebertsblog.com/).

Dr. Marius Ebert ist Deutschlands Schnell-Lernexperte. Sein Schnell-Lernsystem für betriebswirtschaftliche Themen ermöglicht eine schnelle Vorbereitung auf IHK-Prüfungen, wie z.B. Betriebswirt/in IHK, Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Technischer Fachwirt/in und diverse Mesterberufe, wie z.B. Industriemeister/in IHK.

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Kapitalmarktunion ist vor allem Geschenk an die Finanzbranche

Hamburg, 8. Juni 2015 – Auf der heutigen Konferenz der EU-Kommission in Brüssel geht es um die nächsten Schritte für die geplante Kapitalmarktunion: ein Bündel von Maßnahmen, das unter anderem den Handel mit Kreditverbriefungen in der EU fördern soll.

EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill zufolge soll die Kapitalmarktunion den Zugang von Unternehmen zu Kapital erleichtern und so Wachstum und Arbeit schaffen. Suleika Reiners, Finanzmarktexpertin bei der Stiftung World Future Council, hält das für Augenwischerei: „Die Kapitalmarktunion wird vor allem den Eigenhandel im Finanzsektor vorantreiben. Das schafft zusätzliche Risiken für die Finanzstabilität, statt der Realwirtschaft zu nützen. Der rege Handel mit Kreditverbriefungen, der entscheidend zur letzten Finanzkrise beigetragen hat, ist hochlukrativ und fördert Finanzblasen. Selbst Qualitätsstandards für Kreditverbriefungsinstrumente schaffen die Risiken des exzessiven Handels nicht aus der Welt.“

In Kanada etwa ist das mehrfache Weiterverleihen von Wertpapieren als Kreditsicherheit untersagt. Die EU sollte diesem guten Beispiel nach Ansicht des World Future Council folgen. Ebenso sollte die Wiederverbriefung bereits bestehender Wertpapiere unterbunden werden.

„Die Kapitalmarktunion soll Probleme lösen, die es gar nicht gibt. Nicht der unzureichende Zugang zu Kapital ist das Problem, sondern die in einer Rezession geringe Kapitalnachfrage der Unternehmen“, argumentiert Reiners.

Die Antwort des World Future Council auf die Konsultation zum Grünbuch der EU-Kommission finden Sie hier .

Der World Future Council besteht aus 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Wir wollen unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Planeten mit gerechten Gesellschaften übergeben. Um dieses Ziel zu erreichen, identifizieren wir zukunftsgerechte politische Lösungen und fördern ihre Umsetzung weltweit. Der World Future Council wurde 2007 von Jakob von Uexküll, dem Gründer des Alternativen Nobelpreises, ins Leben gerufen. Wir sind als gemeinnützige Stiftung in Hamburg registriert und finanzieren unsere Arbeit über Spenden. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie unsere Website unter www.worldfuturecouncil.org.

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„Was nun, Amerika?“ – Die USA nach den Wahlen

Die Umschiffung der fiskalischen Klippe wird schwieriger, der Schiffbruch des Staatshaushaltes rückt in bedrohliche Nähe. Das Szenario droht auf den Exportweltmeister Deutschland durchzuschlagen.

"Was nun, Amerika?" - Die USA nach den Wahlen

Teure Obama-Amtszeit:: US-Budgetdefizit seit 2001

In der November-Ausgabe der monatlichen Onlinekonferenz der VSP AG analysiert Hannes Zipfel, Chefökonom der VSP AG, Konjunktur und Märkte sowie als Schwerpunktthema die USA nach den Kongress- und Präsidentschaftswahlen vom 6. November und deren Auswirkungen.

Eine nahezu hälftig zwischen den beiden politischen Lagern gespaltene Nation, ein nicht minder polarisierter Kongress, in dem die Demokraten den Senat, die erstarkten Republikaner aber das Repräsentantenhaus dominieren – dies macht die Umschiffung der bereits zum 1.1.2013 und damit noch während der Regierungsbildung drohende fiskalische Klippe schwierig. Das vorzeitige Erreichen der gesetzlichen vereinbarten Schuldenobergrenze des Staatshaushaltes („debt ceiling“) von 16,394 Billionen USD – erzielt durch den höchsten Schuldenzuwachs in vier Jahren in der gesamten Geschichte der USA – verschärft noch die Situation. Eine Finanzierung durch Staatsanleihen ist dann nicht mehr möglich und der fiktive Staatsbankrott droht.

Verlängert der US-Kongress die 2001 und 2003 durch die Bush-Administration beschlossenen Steuersenkungen nicht, treten zum 1.1.2013 durch den von Obama 2011 unterzeichneten „Budget Control Act“ und das Erlöschen der Arbeitslosenleistungen quasi über Nacht Ausgabekürzungen und Steuererhöhungen von 600 Mrd. US-Dollar in Kraft. Den einzigen Ausweg aus dem Schuldendilemma bietet alleinig das weitere Ankurbeln der US-Notenbankpresse, da prozyklische Sparmaßnahmen der Obama-Administration die Situation nur noch weiter verschärft werden würden. Weitere Aufschuldungsmaßnahmen sind zudem beschränkt. Durch die Ausweitung der exorbitanten Staatsverschuldung droht letztlich die Zersetzung der Kaufkraft des US-Dollars.
Die Spuren der finanziellen Misere der USA sind bereits deutlich sichtbar. Bereits 47 Mio. US-Bürger leben derzeit von Lebensmittelmarken – ein trauriger Rekord! Dazu passt ein Staatsdefizit wie zu Kriegszeiten …

Der immer deutlicher werdenden Spaltung der US-Gesellschaft mit Verelendung unterer Einkommensschichten, einer immer geringer werdender Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung („participation rate“) und eine „jobless recovery“ der US-Wirtschaft, deren Aufschwung bereits deutlich nachlässt, tun ein Übriges zu einem stark negativen Ausblick für die US-Volkswirtschaft.

Als einzigen, vielleicht auch nur temporären Lichtblick im Dunkel des Tunnels sieht Hannes Zipfel den US-Immobilienmarkt. Er zeigt – durch Stützungskäufe von Hypothekenanleihen durch die US-Notenbank gefördert – erste Erholung und könnte weitergehende Erholungsimpulse für die Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten liefern.

Das düstere Szenario einer finanziellen Repression in den USA irritiert bereits erkennbar die Weltmärkte und verschärft die Rezessionslage der Volkswirtschaften im EU-Raum. Auch für Deutschland, das bisher dort eine Leuchtturmfunktion innehatte, lassen rückgehende Auftragseingänge in der Industrie und der Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex bereits eine deutliche Eintrübung der Konjunktur erwarten. Während für die bereits krisengeschüttelten Euro-Südländer derzeit die Sparkriterien prozyklisch ausgeweitet werden bei gleichzeitiger Aufweichung durch das Engagement der EZB, ist für Deutschland derzeit ein „Vakuum der Impulse“ zu konstatieren. Hannes Zipfel hält es aber für denkbar, dass künstliche Konjunkturstimuli analog der früheren „Abwrackprämie“ und der derzeit aggressiven US-Fiskalpolitik im Bereich des Möglichen liegen. Eine Aufgabe der Austeritätspolitik der Bundesregierung ist damit in naher Zukunft denkbar.

Im Gegensatz zum negativen Trend der Volkswirtschaft haben sich die Aktienmärkte in Deutschland bisher als sehr stabil und gegen den Trend steigend gezeigt. Zipfel hält vor dem Hintergrund der abwärts zeigenden Konjunkturzyklik und der starken Abhängigkeit von den Exportmärkten im Ausland eine Jahresendrallye des deutschen Aktienmarktes für möglich, aber nicht zwingend. Auch ein kurzfristiger Kurseinbruch nach der bereits eingetretenen Delle im Jahresverlauf erscheint denkbar. Als Impulsgeber für die Aktienmärkte sieht Zipfel vor dem Hintergrund zurückgehender Unternehmensgewinne die Fiskalpolitik der Bundesregierung als entscheidend an.

Die vollständige Aufzeichnung der November-Onlinekonferenz „Konjunktur | Märkte | Portfolio“ (Dauer ca. 0:45 h) mit zahlreichen illustrierenden Charts ist unter http://tinyurl.com/wasnunusa kostenfrei abrufbar.

Die nächste Onlinekonferenz mit dem Titel „Wirtschaft | Märkte | Strategie“ findet turnusgemäß am Dienstag, den 11. Dezember 2012 um 11.00 h statt; im Anschluss sind Fragen an die Referenten möglich.
Interessierte können sich schon jetzt für die kostenfreie Veranstaltung unter www.vsp.ag registrieren.

Die VSP Financial Services AG hat sich erfolgreich als diversifiziertes und integriertes Finanzdienstleistungsunternehmen positioniert. Es vereint in seinen Geschäftsbereichen makroökonomische Kompetenz, kundenorientierte Investmentstrategien sowie bedarfsgerechte Portfoliolösungen.

Kontakt:
VSP Financial Services AG
Tim Schieferstein
Borsigstr. 18
65205 Wiesbaden
0612258700
schieferstein@vsp.ag
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Chris Bullock, Fondsmanager des Henderson Horizon Euro Corporate Bond Fund (ISIN LU0451950314) rechnet 2012 mit einer Rezession in der Eurozone – Unternehmensanleihen werden immer attraktiver –

Die neulich veröffentlichten BIP-Wachstumszahlen sind für Deutschland (+0,3%) und Frankreich (0,0%) gegenüber dem Vorquartal leicht positiv ausgefallen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass sie die Vergangenheit und nicht die Zukunft widerspiegeln. Anleger sind deshalb gut beraten, ihre Aufmerksamkeit den im September und danach anstehenden Ereignissen zuzuwenden. Die erste Hälfte des dritten Quartals mit eher schwachen Leitindikatoren liegt bereits hinter uns. Ein Schrumpfen der Wirtschaft signalisieren die Einkaufsmanagerindizes im Verarbeitenden Gewerbe. Selbst in Frankreich und Deutschland haben sie sich auf zuletzt Ende 2008/Anfang 2009 gesehene Niveaus abgeschwächt. Auch der heute bekannt gegebene ZEW-Index zu den Konjunkturerwartungen weist auf eine anhaltende Verschlechterung der Lage hin. Zudem ist die Wirtschaftsleistung der Eurozone im zweiten Quartal um 0,2% gegenüber dem Vorjahr geschrumpft. Damit steht zu erwarten, dass noch vor Jahresende die Statistik eine Rezession für die Eurozone ausweisen wird.

Vor allem für September steht einiges auf dem Programm: Besondere Aufmerksamkeit dürften dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsbeschwerde gegen den Euro-Rettungsschirm, den Parlamentswahlen in den Niederlanden, dem Auftakt des Wahlkampfs in Italien, dem Ergebnis der unabhängigen Bankenprüfung in Spanien und der Rückkehr der Troika nach Athen gewiss sein, die dann entscheidet, ob Griechenland weitere Milliarden erhält oder nicht. Mit seinem Versprechen, „alles zu tun“, hat Mario Draghi für ein Aufhellen der Stimmung gesorgt. Aber solange dies an strikte Bedingungen geknüpft ist, werden Wackelkandidaten wie Spanien zunächst formal um Hilfe ersuchen müssen, bevor die EZB tätig werden kann. Dass die Regierungen von Spanien und Italien kaum bereit sein dürften, drakonische Bedingungen zu akzeptieren, liegt auf der Hand. Alles deutet also auf eine endlose Geschichte mit vielen Verwicklungen und Wendungen hin.

Das Umfeld mit rekordniedrigen Zinsen, aber auch äußerst niedrigem Wachstum wird sich fortsetzen, denn die große Entschuldungswelle rollt langsam aber sicher. Angesichts dieser Rahmenbedingungen werden Anleger wohl auch künftig vermehrt in Unternehmensanleihen investieren und damit günstige Voraussetzungen für Emittenten und Investoren gleichermaßen schaffen.

Henderson Global Investors (HGI), eine hundertprozentige Tochter der Henderson Group, ist eine angesehene internationale Investmentgesellschaft mit einer Geschichte, die ins Jahr 1934 zurückreicht. Zurzeit verwaltet Henderson Global Investors ein Anlagevermögen von über 77 Milliarden Euro für Kunden in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika. Kunden sind sowohl Einzelanleger, Privatbanken als auch Versicherungen, Pensionskassen und staatliche Organe. 1060 Mitarbeiter arbeiten weltweit für HGI, davon 287 Investment-Profis. (Stand: 31.12.2011)
Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Währungen und Immobilien bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht. Kunden können auf eine große Auswahl an verschiedenen Strategien zurückgreifen, die das gesamte Risiko-Rendite-Spektrum abdecken.

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Wachstum bricht ein und Rezessionsgefahr steigt

Zülpich/Berlin/Brüssel (wnorg) – Deutschland und Europa sind mehr denn je abhängig vom weltweiten Wirtschaftsklima. Experten vom Institut für Wirtschaftsforschung IWB sehen insbesondere das permanent latente Risiko plötzlich aufflammender internationaler Finanzmarkturbulenzen als Bremsmechanismus für einen florierenden Welthandel. Damit droht auch Gefahr für die Fortsetzung der positiven konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Der aktuelle Einbruch der Wachstumsdynamik in Deutschland und Europa ist ein Indiz für die Unsicherheit an den internationalen Märkten. Auch im Verhalten deutscher und europäischer Verbraucher spiegele sich die Unsicherheit der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung wieder, so der Konjunkturexperte des Instituts für Wirtschaftsforschung IWB, Michael von Hochstetten, im Gespräch mit dem Nachrichtenportal wirtschaftsnachrichten.org zur aktuellen Wirtschaftsentwicklung.

Die Unsicherheit bezüglich der Wirtschaftsaussichten für die Eurozone, mit ihren ungelösten Problemen im Bereich zu hoher Staatsverschuldung etlicher Mitgliedsstaaten kommt nach Meinung des Wirtschaftsforschungsinstituts IWB auch bei den Verbrauchern an. Dies finde seinen Niederschlag auch in den unbefriedigenden Zahlen für die privaten Konsumausgaben in Deutschland, so der Experte des Wirtschaftsforschungsinstituts IWB.

Das zweite Quartal 2011 zeigt entsprechende Ergebnisse: Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt deutlich abgekühlt: Im zweiten Vierteljahr 2011 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – lediglich um 0,1 % höher als im ersten Vierteljahr, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Das Ergebnis für das erste Quartal 2011 wurde leicht nach unten korrigiert auf nun + 1,3 %.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) von den Exporten und den Investitionen. Die Importe stiegen im zweiten Quartal 2011 allerdings kräftiger als die Exporte. Dieser starke Anstieg der Importe bewirkte einerseits einen vermehrten Vorratsaufbau. Andererseits führte dies dazu, dass sich der Außenbeitrag insgesamt negativ auf die Wirtschaftsentwicklung auswirkte. Auch die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen bremsten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr 2011.

Auch die Wirtschaftsleistung der Eurozone hat im zweiten Quartal deutlich an Dynamik verloren. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Quartalssicht nur um 0,2%. Michael von Hochstetten vom Institut für Wirtschaftsforschung IWB macht hierfür die schleppende Außennachfrage ebenso verantwortlich wie eine deutlich vorsichtigere Finanzpolitik in den Abnehmerstaaten außerhalb der Eurozone. Für den IWB-Experten wächst das Risiko einer Rezession in Europa mit jedem Quartal in dem die Tendenz eines Wachstumsrückgangs sich verfestigt.
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