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Gute Nachrichten für Betroffene

Statusbericht der Retina Implant AG im Rahmen des DOG-Kongresses 2018 in Bonn

Gute Nachrichten für Betroffene

Das Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS (Bildquelle: Retina Implant AG)

Die Retina Implant AG war auch in diesem Jahr auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, der vom 27. bis 30.9 2018 in Bonn stattfand, vertreten. Leitthema war die „Ophthalmologie 4.0“. Das hochkarätige Fachpublikum nutzte die Jahrestagung nicht nur zur Diskussion über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Augenheilkunde, sondern tauschte sich auch über Fortschritte in der Behandlung bisher unheilbarer Augenerkrankungen wie Retinitis pigmentosa (RP) aus. Zu diesen Fortschritten will die Retina Implant AG beitragen: Das Reutlinger Medizintechnik-Unternehmen hat ein subretinales Netzhautimplantat entwickelt und lieferte im Rahmen des DOG-Kongresses einen aktuellen Statusbericht für die Fachöffentlichkeit.

Das Implantat

Funktion
Das Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS wird unter der Retina platziert und kann dort Photorezeptoren ersetzen, die bei blinden RP-Patienten ihre Funktion verloren haben. Die Mehrzahl der blinden RP-Patienten kann mit Hilfe des Sehchips unter anderem wieder Lichtquellen wahrnehmen und sich dadurch beispielsweise besser im Raum orientieren. Für zahlreiche internationale Netzhautspezialisten gilt das in Deutschland erstattungsfähige und sofort verfügbare Implantat, in Bezug auf Funktion und Sicherheit, längst als anerkannt. In Europa ist das RETINA IMPLANT Alpha AMS seit 2016 CE-zertifiziert. Elektronische Netzhautimplantate sind bislang der einzige Therapieansatz für blinde RP-Patienten und sind unabhängig von der genetischen Ursache der RP-Erkrankung anwendbar.

Die für die Objektlokalisation wichtige Augenbewegung bleibt bei der subretinalen Implantation des Sehchips nutzbar und es bedarf keines externen Kamerasystems. Die natürliche Reizweiterleitung bzw. die intakten Strukturen der Netzhaut werden für die physiologische Entstehung der Seheindrücke genutzt; eine zusätzliche Signalverarbeitung ist nicht notwendig. Die chipvermittelte Netzhautaktivität wird über den Sehnerv retinotop korrekt an das Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet. Das Gehirn muss daher Signalpunkte nicht erst wieder neu zuordnen.

Haltbarkeit
In Tübingen wurde 2014 einer RP-Patientin, die bereits vollständig erblindet war, ein Implantat eingesetzt. Der Chip der heute über 70-Jährigen ist inzwischen seit mehr als vier Jahren im Einsatz und funktioniert nach wie vor. Sie kann beispielsweise Lichtquellen identifizieren und sich damit besser im Raum orientieren. Einer anderen Patientin wurde 2015 in Oxford ein Chip implantiert. Auch heute noch ist sie damit in der Lage, Buchstaben zu erkennen und Wörter zu lesen.
Eine der großen Herausforderungen bei der Entwicklung des Implantats war, den Kamerachip im Auge über Jahre hinweg funktionsfähig zu halten. Anders als bei Herzschrittmachern und Neurostimulatoren, bei denen die Elektronik und die Batterie in einem festen, hermetisch dichten Gehäuse verpackt sind, steht der elektronische Chip in direktem Kontakt mit der Netzhaut und wird nur durch eine wenige Mikrometer dicke, lichtdurchlässige Barriereschicht geschützt. Die Aussagen zur Haltbarkeit beruhten bisher auf Alterungstests im Labor und auf modellbasierten Schätzungen zur Lebensdauer wie sie beispielsweise in der Luftfahrtindustrie üblich sind. Letztere prognostizierten eine Lebensdauer von rund 4,7 Jahren. [Quelle: Daschner et al.: Sensors and Materials, Vol. 30, No. 2 (2018) 179-192]. Der 2014 implantierte Chip hat heute eine Lebensdauer von 4,6 Jahren.

Studien

Forfait Innovation, Frankreich
Anfang Juni 2018 erteilte die französische Verwaltungsbehörde für Gesundheitsversorgung „Direction generale de l’offre de soins“ (DGOS) die Zusage für die Kostenübernahme des subretinalen Netzhautimplantats RETINA IMPLANT Alpha AMS. Die oberste französische Gesundheitsbehörde Haute Autorite de Sante (HAS) hatte den „Forfait Innovation“-Antrag der Retina Implant AG auf Nutzenbewertung ihres Implantats bereits im vergangenen Jahr bewilligt. Wenn die nun gestartete nationale Studie erfolgreich abgeschlossen wird, kann das Implantat in den Leistungskatalog der Krankenkassen in Frankreich übernommen werden. Die ersten Operationen werden an der Universitätsklinik Poitiers und der Clinique St Jean in Montpellier durchgeführt. Das französische Programm „Forfait Innovation“ evaluiert innovative Technologien für das Gesundheitssystem, um sie für die Patientenversorgung in Frankreich zugänglich zu machen. In den kommenden Jahren übernimmt es für 40 Patienten mit der degenerativen Netzhauterkrankung RP die Kosten für das Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS. Die Retina Implant AG trägt die Kosten für eine begleitende Studie, die den Einfluss des Implantats auf das tägliche Leben der Teilnehmer untersucht.

Machbarkeitsstudie in den USA
Das Wills Eye Hospital in Philadelphia, Pennsylvania, USA, gehört zu den weltweit führenden ophthalmologischen Kliniken und sponsert die erste US-amerikanische Studie zum subretinalen Implantat RETINA IMPLANT Alpha AMS. Das Wills Eye Hospital hat die FDA-Zulassung für eine sogenannte Early Feasibility Study (EFS) erhalten, um an RP erblindeten Patienten das subretinale RETINA IMPLANT Alpha AMS zu implantieren. Das Implantat hat in den USA den Status eines „Investigational Device“. Das Wills Eye Hospital ist der einzige Standort in Nordamerika, der die EFS-Forschungsstudie durchführt, die bis zu acht Patienten einschließt. Bei positiven Ergebnissen wird im Anschluss eine größere Zulassungsstudie (Pivotal-Study) geplant, um die FDA-Zulassung zu erhalten.

Patienten

Erfahrungen von Implantat-Anwendern
Bei Peter Böhm wurde im Alter von sechs Jahren RP diagnostiziert. Diese unheilbare erbliche Augenerkrankung führt meist zur Erblindung. Tatsächlich ist der heute 50-Jährige inzwischen auf einem Auge vollständig erblindet; auf dem anderen hat er ein geringes Restsehvermögen. Nicht nur als Betroffener, sondern auch aus seinem großen technischen Interesse heraus, sagte er sofort zu, als ihm 2014 die Möglichkeit geboten wurde, an einer Studie der Retina Implant AG teilzunehmen. Im Rahmen der „Multicenter-Studie“ ließ sich Peter Böhm in der Augenklinik Tübingen den Mikrochip unter die Netzhaut seines vollständig erblindeten Auges implantieren. Seine Erfahrungen mit dem Implantat, das ihm sogar Formerkennung ermöglichte beschreibt Böhm so: „Ich konnte an einem Bildschirm Buchstaben erkennen. Das war für mich die Welt!“

Hans-Peter Mai ist vor fünf Jahren vollständig erblindet. In der Dresdner Augenklinik implantierte ihm Prof. Dr. med. Helmut Sachs, Chefarzt der Augenklinik des Städtischen Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt, im November 2016 einen Sehchip. Als das winzige Implantat eingeschaltet wurde, konnte er die Lage des Fensters identifizieren und grob die Lage eines weißen Tellers auf einer dunklen Tischplatte ausmachen. Mai kann nun nach weiterführenden Trainings-Maßnahmen beispielsweise Hell-Dunkel-Kontraste zwischen (dunklen) Dächern und (hellem) Himmel erkennen und das Implantat zur Orientierung einsetzen.

Laura Smith erhielt den Sehchip vor über drei Jahren im John Radcliffe Krankenhaus des Oxford University Hospitals von Robert MacLaren, Professor für Ophthalmologie an der Universität von Oxford, GB, implantiert. Im Alltag nutzt Smith ihr Implantat unter anderem beim morgendlichen Spaziergang, um Hindernisse zu erkennen, die teilweise auch mit dem Langstock schwer zu ertasten sind. Auch Smith gelang es, Buchstaben zu identifizieren und damit kurze Wörter zu erkennen. In unbekannter Umgebung kann Smith Türen und Fenster finden und auch kontraststarken Wegen folgen.

Postoperative Trainingskooperationen und -optimierung mit Instituten für Sehbehinderte
Patienten, die ein RETINA IMPLANT Alpha AMS erhalten haben, werden nach der Operation in einem umfangreichen Trainings- und Rehabilitationsprogramm betreut, in das laufend aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der Neuro-Rehabilitation und praktische Erkenntnisse aus der Blindenbetreuung einfließen. Individuelle Lern- und Übungsansätze sollen die Wahrnehmung, die durch das Implantat vermittelt wird, für die Patienten im Alltag kontinuierlich verbessern helfen. Die Retina Implant AG arbeitet dafür mit Experten aus Fachrichtungen wie beispielsweise der Neuro-Psychologie und der Sonder-Pädagogik zusammen. Außerdem kooperiert sie mit Spezialisten für die Arbeit mit erblindeten und stark sehbehinderten Menschen; Partner ist unter anderem die Nikolauspflege – Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen, Stuttgart, als Kompetenzzentrum für Blindheit, Sehbehinderung und Rehabilitation.

Patienteninformationstage an Kompetenzzentren in Kliniken
In Kompetenz- und Implantationszentren in Deutschland finden inzwischen regelmäßig Patienteninformationstage zum Thema Krankheitsverlauf und Behandlung bei RP statt. Zahlreiche Betroffene und ihre Angehörigen sind unter anderem in die Augenklinik des Klinikums der Universität München, die Augenklinik der Klinik Sulzbach/Saar, das Department für Augenheilkunde der Universitäts-Augenklinik in Tübingen oder in die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gereist, um sich direkt bei Spezialisten aus Medizin, Forschung, Patientenverbänden und Industrie über Therapie und Implantat zu informieren.

PRO RETINA Patientenregister
Die Selbsthilfeorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. von und für Menschen mit Netzhautdegeneration. Die bundesweite Organisation mit etwa 6.000 Mitgliedern bietet nicht nur Informationen und Beratung, sondern unterstützt auch die Zusammenarbeit zwischen Patienten, Ärzten und Wissenschaftlern. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, bietet PRO RETINA beispielsweise ein Patientenregister an, das neutral, unabhängig und anonymisiert Menschen mit bestimmten Formen von Sehbehinderung ermöglicht, an der Entwicklung von Studien mitzuwirken.

Termine
8.10.-15.10.2018 Woche des Sehens
24.11.2018 Patienteninformationstag für Retinitis pigmentosa an der Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Über die Retina Implant AG
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte für Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen Teil der Sehfähigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), Jürgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb) und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).

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Wissenschaft Technik Umwelt

Umfassendes Wissen über Therapiemöglichkeiten ist wichtig

Der erste Patienteninformationstag zum Thema erbliche Netzhauterkrankungen an der Augenklinik Sulzbach/Saar war ein großer Erfolg

Umfassendes Wissen über Therapiemöglichkeiten ist wichtig

Prof. Dr. Dr. Fischer, Universitätsaugenklinik Tübingen, beim Patienteninformationstag in Sulzbach (Bildquelle: Retina Implant AG)

(Reutlingen/Sulzbach/Saar) – Ende August fand der erste Patienteninformationstag für erbliche Netzhauterkrankungen an der Augenklinik der Klinik Sulzbach/Saar unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Szurman statt. Zahlreiche Betroffene und ihre Angehörigen nutzten die Veranstaltung, um sich direkt bei Spezialisten aus Medizin, Forschung, Patientenverbänden und Industrie über den Stand der Wissenschaft und die heute verfügbaren Therapien zu informieren.

Retinitis pigmentosa (RP) gehört zu den erblichen Netzhauterkrankungen. Sie führt zur Zerstörung der Netzhaut und im Endstadium häufig zur vollständigen Erblindung. „RP ist bislang nicht heilbar“, erklärte Prof. Dr. med. Szurman, Chefarzt der Augenklinik Sulzbach und Leiter des Transplantationszentrums Saar. „Aber es gibt bereits aussichtsreiche Therapieansätze und wir freuen uns, dass die Klinik Sulzbach, die unter anderem auf Netzhauterkrankungen spezialisiert ist, den Betroffenen diesen Tag anbieten kann, den auch viele genutzt haben, um sich direkt bei den Spezialisten über den Stand der Wissenschaft zu informieren.“

Nach einem Übersichtsvortrag von Oberarzt Dr. Arno Haus von der Augenklinik Sulzbach zu den Grundlagen des Sehens und zum Krankheitsbild Retinitis pigmentosa gab Prof. Szurman einen umfangreichen Überblick über die Forschungs- und Entwicklungsschritte auf dem Weg zu subretinalen Netzhautimplantaten. Diese Implantate können blinden Menschen, die infolge einer degenerativen Netzhauterkrankung wie RP über keine oder nur noch über eine sehr geringe Lichtwahrnehmung verfügen, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben. Prof. Szurman war von Anbeginn in die Grundlagen-Entwicklung sowohl epi- als auch subretinaler Netzhautimplantate aktiv involviert.

Funktionsoberarzt Ciprian Ivanescu erklärte anschließend die Transkorneale Elektrostimulation (TES) als Therapieansatz für RP-Patienten, deren Sehkraft noch teilweise erhalten ist. Durch die Elektrostimulation können mehrere so genannte neuroprotektive Wachstumsfaktoren aktiviert werden, die einen zellerhaltenden Effekt in der Netzhaut bewirken. Betroffenen bietet sich so die Chance auf eine Verlangsamung ihres Krankheitsverlaufs.

Dr. Sandra Jansen repräsentierte die Selbsthilfeorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. von und für Menschen mit Netzhautdegeneration. Die bundesweite Organisation mit etwa 6.000 Mitgliedern bietet für Betroffene ein Patientenregister an, das Menschen mit bestimmten Formen von Sehbehinderung ermöglicht, an der Entwicklung von Studien mitzuwirken. Das Register, das neutral, unabhängig und anonymisiert ist, unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Patienten, Ärzten und Wissenschaftlern und leistet dadurch einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien: „Es ist daher äußerst wichtig, dass möglichst viele Betroffene sich bereiterklären, ihre Daten im Patientenregister zur Verfügung zu stellen“, betonte Dr. Jansen.

Auf großes Interesse stießen auch die Vorträge von PD Dr. Dr. med. Boris Stanzel, Oberarzt an der Augenklinik Sulzbach und von Prof. Dr. Dr. med. Dominik Fischer, Oberarzt an der Universitätsaugenklinik Tübingen. Sie vermittelten den Teilnehmern einen fundierten Überblick über die Chancen, aber auch über die noch bestehenden Herausforderungen der stammzell- und gentherapeutischen Ansätze in der RP-Therapie. Abgerundet wurde dieser umfassende Überblick durch die Vorträge von Dr. med. Annette Pütz und Dr. med. Anna-Maria Seuthe, beide von der Augenklinik Sulzbach, zum Thema „Vergrößernde Sehhilfen“ und einem bemerkenswerten Interview, das Dr. Haus mit zwei RP-Patienten führte, die bereits Erfahrung mit dem retinalen Implantat sowie der transkornealen Elektrostimulation gesammelt hatten und darüber sehr anschaulich und persönlich berichten konnten.

Abschließend betonte Prof. Szurman, dass auch kleinere Standardeingriffe wie die Behandlung des grauen Stars (Linsentrübung) oder eines bestehenden Makulaödems – beides Begleiterkrankungen, die bei RP häufig auftreten – zwar nicht zu einer Heilung, jedoch zu einer erheblichen Verbesserung der Sehschärfe führen können. Dies kann für einen RP-Patienten weitere Jahre Teilhabe und Mobilität bedeuten. Er rät daher zu einer besseren Grundversorgung und empfiehlt jedem Patienten, sich umfassend über diese Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Retina Implant AG aus Reutlingen, die gemeinsam mit Ärzten das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS und die TES-Therapie mit dem RI OkuStim® System entwickelt hat, war als Aussteller vor Ort. Die Spezialisten und Fachärzte beantworteten in der abschließenden Gesprächsrunde mit Patienten zahlreiche Fragen zu Therapie und Implantat.

Kontakt:
Augenklinik Sulzbach
Susanne Schneider
An der Klinik 10, 66280 Sulzbach
+ 49 68 97 5 74 – 1119
sek-augen@kksaar.de

Termine
22.9.2018 Haupt-Session zu Forschung, Diagnostik und Therapien bei erblichen Netzhautdystrophien im Rahmen des 18 EURETINA Kongresses, Reed Messe Congress Centre, Trabrennstraße 7, 1021 Wien
27.9. 2018 Symposium Biomaterialien in der Augenheilkunde mit Vortrag zu Biomaterial- und mikrotechnische Anforderungen an elektronische subretinale Implantate durch Prof. H. Sachs, WorldCCBonn, Bonn
24.11.2018 Patienteninformationstag für Retinitis pigmentosa an der Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg

Über die Retina Implant AG
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte für Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen Teil der Sehfähigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), Jürgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb) und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).

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Experten machen Hoffnung

Einladung: Patienteninformationstag über Retinitis pigmentosa an der Augenklinik Sulzbach/Saar

Experten machen Hoffnung

Prof. Dr. med. Peter Szurman, Chefarzt der Augenklinik Sulzbach (Bildquelle: Augenklinik Sulzbach)

(Reutlingen/Sulzbach a. d. Saar) – Am 25. August 2018 wird die Augenklinik Sulzbach (Saar) einen Informationstag „Retinitis pigmentosa“ veranstalten. Patienten und ihre Angehörigen sind eingeladen, sich bei Spezialisten aus Medizin, Forschung, Patientenverbänden und Industrie über die erbliche Netzhaut- und Sehnerverkrankung zu informieren. Prof. Dr. med. Peter Szurman, Chefarzt der Augenklinik Sulzbach, ist Gastgeber der Veranstaltung.

In der Focus-Ärzteliste wird Prof. Dr. med. Peter Szurman seit Jahren als einer der führenden Experten für Augenchirurgie geführt. Unter seiner Leitung werden in der Augenklinik Sulzbach an der Saar jedes Jahr etwa 45.000 ambulante sowie fast 6.000 stationäre Patienten versorgt und 24.000 Augenoperationen durchgeführt. „Diese einzigartige Informationsveranstaltung zum Thema Retinitis pigmentosa wird für Patienten und ihre Angehörige sicherlich sehr interessant sein. Sie können sicher sein, dass sie in der größten und traditionsreichsten Augenklinik im Saarland einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung erhalten“, erklärt der Chefarzt.

Retinitis pigmentosa (RP) gehört zu den erblichen Netzhauterkrankungen. Sie führt zur Zerstörung der Netzhaut und im Endstadium häufig zur vollständigen Erblindung. Da RP bislang nicht heilbar ist, werden die Vorträge von Prof. Szurman über „Therapiemöglichkeiten bei Retinitis pigmentosa“ sowie „Aktuelle Ergebnisse bei Netzhautimplantaten“ nicht nur für RP-Patienten von großem Interesse sein. Der Mediziner gilt als Spezialist für subretinale Netzhautimplantate wie es die Retina Implant AG aus Reutlingen entwickelt hat. Es kann blinden Menschen, die durch die RP-Erkrankung über keine oder nur noch eine sehr geringe Lichtwahrnehmung verfügen, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben.

Die PRO RETINA Deutschland e.V. von und für Menschen mit Netzhautdegeneration wird in Sulzbach unter anderem ihr Patientenregister vorstellen: „Unser Register ist neutral, unabhängig und selbstverständlich anonymisiert. Es ermöglicht Menschen mit bestimmten Formen von Sehbehinderung an der Entwicklung von Studien mitzuwirken und unterstützt dadurch aktiv die Forschung in der Augenheilkunde, gerade auch bei seltenen Erkrankungen wie RP“, erläutert Markus Georg, Geschäftsführer der Selbsthilfeorganisation.

Patienteninformationstag „Retinitis pigmentosa“
Samstag, 25. August 2018, 10-16 Uhr
Augenklinik Sulzbach

Anmeldung und Kontakt:
Augenklinik Sulzbach
Susanne Schneider
An der Klinik 10, 66280 Sulzbach
+ 49 68 97 5 74 – 1119
sek-augen@kksaar.de

Termine
22.09.2018 Haupt-Session zu Forschung, Diagnostik und Therapien bei erblichen Netzhautdystrophien im Rahmen des 18. EURETINA Kongresses, Reed Messe Congress Centre, Trabrennstraße 7, 1021 Wien
27.09.2018 Symposium Biomaterialien in der Augenheilkunde mit Vortrag zu Biomaterial- und mikrotechnischen Anforderungen an elektronische subretinale Implantate durch Prof. H. Sachs, WorldCCBonn, Bonn
24.11.2018 Patienteninformationstag für Retinitis pigmentosa an der Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg

Über die Retina Implant AG
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte für Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen Teil der Sehfähigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), Jürgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb) und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).

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Science Research Technology

Optic chip with a long service life

Success for Retina Implant – retinal implant still functioning after more than 50 months

Optic chip with a long service life

The subretinal implant Alpha AMS by Retina Implant AG (Source: Retina Implant AG)

(Reutlingen) – The subretinal implant from Retina Implant AG has successfully demonstrated its long service life under real-life conditions. Implanted back in 2014, the chip is still functional and has enabled a previously completely blind RP patient, now in her 70s, to perceive light. The fact that the implant has thus exceeded a service life of over 50 months is a great technological success for the Reutlingen-based medtech company.

Retinitis pigmentosa (RP) is a degenerative retinal disease that leads to the destruction of the retina and often total blindness in the final stage. It is regarded as a „rare disease“, yet affects 20,000 to 30,000 people in Germany alone and around three million individuals worldwide. Retina Implant AG from Reutlingen has developed a subretinal implant that is able to restore partial sight to people who perceive very little or no light due to various forms of degenerative retinal diseases such as RP.

In Tübingen, an RP patient who had already lost all her sight received the implant in 2014. The chip implanted in the patient, now in her 70s, has been in operation for more than four years – and still functions as it did in the beginning. For instance, the patient can identify light sources and therefore find her way around more easily. „One of the greatest challenges when developing the implant was ensuring the camera chip in the eye would remain functional over many years,“ explains Dr. Alfred Stett, CTO of Retina Implant AG. „Unlike pacemakers and neurostimulators, which have their electronics and battery packaged in a fixed, hermetically sealed casing, our electronic chip is in direct contact with the retina – a light-permeable barrier layer that is a few micrometres thick is the only form of protection.“

The subretinal implant features 1,600 photodiodes and stimulation contacts that partially replace photoreceptors destroyed by RP. The chip is only around 12 square millimetres in size and is placed directly below the fovea centralis, which means it can move with the eye to locate objects. The latest generation of the implant, known as the RETINA IMPLANT Alpha AMS, was awarded CE certification back in 2016. In Germany, the cost of the implant is reimbursed by the statutory health insurance providers.

„Our forecasts regarding shelf life were previously based on ageing tests conducted in the laboratory and on model-based estimates of service life that are commonplace in the aviation industry, for example. These tests and estimates predicted a service life of 4.7 years. Our patient’s experience shows that we are on the right path. This success is the result of 15 years of intensive research and development to give blind people fresh hope,“ says Dr. Stett.

Dates
25 August 2018 Patient information day for congenital retinal diseases at Knappschaftsklinikum Saar GmbH, An der Klinik 10, 66280, Sulzbach, Germany, Augenklinik Sulzbach (Sulzbach Eye Hospital).

About Retina Implant AG
Retina Implant AG researches and develops innovative treatments and high-tech products for people suffering from retinitis pigmentosa (RP). The subretinal RETINA IMPLANT Alpha AMS can help blind patients regain a certain degree of useful sight. The CE-approved microchip is implanted beneath the retina (subretinally) at specialist RI implantation centres.
Transcorneal electrical stimulation (TES treatment) with the RI OkuStim® system offers RP patients with sufficient residual vision the opportunity to slow down the progression of the disease.
The company, based in Reutlingen, employs around 45 people and is managed by Reinhard Rubow (CEO and speaker of the Management Board), Jürgen Klein (Member of the Board, Sales & Marketing) and Dr. Alfred Stett (CTO, Member of the Board).

Company-Contact
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72770 Reutlingen
Phone: + 49 71 21 3 64 03 – 282
E-Mail: volker.hiller@retina-implant.de
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Endlich Erfolgsnachrichten für Betroffene

Erster Patienteninformationstag über erbliche Netzhauterkrankungen an Augenklinik der Universität München

Endlich Erfolgsnachrichten für Betroffene

Prof. Dr. Siegfried Priglinger beim Patienteninformationstag der Augenklinik der Universität München (Bildquelle: Retina Implant AG)

(Reutlingen/München) – Am vergangenen Samstag fand der erste Patienteninformationstag für erbliche Netzhauterkrankungen an der Augenklinik des Klinikums der Universität München unter Leitung des Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Siegfried Priglinger statt. Zahlreiche Patienten und ihre Angehörigen nutzten die Veranstaltung, um sich direkt bei Spezialisten aus Medizin, Forschung, Patientenverbänden und Industrie über Therapien zu informieren.

Retinitis pigmentosa (RP) gehört zu den erblichen Netzhauterkrankungen. Sie führt zur Zerstörung der Netzhaut und im Endstadium häufig zur vollständigen Erblindung. RP ist bislang nicht heilbar. „Über Jahrzehnte gab es bezüglich Diagnose und Therapie bei Retinitis pigmentosa keine Erfolgsnachrichten. Das ist im Begriff sich zu ändern“, berichtet der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Siegfried Priglinger in seiner Einleitung. „Klinische Fachinformationen für Betroffene mit seltenen Netzhautdegenerationen sind dringend erforderlich. Wir freuen uns als Augenklinik des Klinikums der Universität München diesen Tag anbieten zu können. Die starke patientenseitige Resonanz bestätigt uns dabei deutlich.“

Sehr groß war das Interesse der RP-Patienten am Vortrag von Prof. Dr. Helmut Sachs über Netzhautimplantate. Diese können blinden Menschen, die wegen verschiedener Formen degenerativer Netzhauterkrankungen wie RP über keine oder nur noch eine sehr geringe Lichtwahrnehmung verfügen, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben. Prof. Sachs, Chefarzt an der Augenklinik des Städtischen Klinikums Dresden, ist einer der wenigen weltweit anerkannten Spezialisten zu diesem Thema. Er hat die Operationstechnik in Tübingen entwickelt und im Jahr 2005 als erster weltweit erfolgreich einen Chip unter die Netzhaut eingesetzt. „Für Menschen, die die Diagnose RP erhalten, bedeuten unsere medizinischen Fortschritte auf diesem Gebiet vor allem Hoffnung. Wir sind auf einem sehr guten Weg, um blinden Patienten endlich eine echte Perspektive bieten zu können.“

Für Patienten, die noch über Sehkraft verfügen, war der Vortrag von Dr. Felix Hagenau vom Klinikum der Universität München aufschlussreich. Er erklärte die Transkorneale Elektrostimulation (TES) als Therapieansatz bei RP. Durch die Elektrostimulation könnten mehrere so genannte neuroprotektive Wachstumsfaktoren aktiviert werden, die einen zellerhaltenden Effekt in der Netzhaut bewirken. Dadurch könne sich Betroffenen die Chance bieten, dass sich ihr Krankheitsverlauf verlangsamen lässt.

Franz Badura ist Vorsitzender der Selbsthilfeorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. von und für Menschen mit Netzhautdegeneration. Die bundesweite Organisation mit etwa 6.000 Mitgliedern bietet nicht nur Informationen und Beratung. „Wir verstehen uns auch als Interessenvertretung der Patientinnen und Patienten in der Öffentlichkeit. Außerdem unterstützen wir die Zusammenarbeit zwischen Patienten, Ärzten und Wissenschaftlern. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, bieten wir beispielsweise ein Patientenregister an“, erklärt Badura. „Das Patientenregister ist neutral, unabhängig und anonymisiert und ermöglicht Menschen mit bestimmten Formen von Sehbehinderung an der Entwicklung von Studien mitzuwirken.“

Die Retina Implant AG aus Reutlingen, die gemeinsam mit Ärzten das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS und die TES-Therapie mit dem RI OkuStim System entwickelt hat, war als Aussteller vor Ort. Die Spezialisten und Fachärzte beantworteten in der abschließenden Gesprächsrunde mit Patienten zahlreiche Fragen zu Therapie und Implantat. Die Teilnehmer waren sich einig, dass dieser erste Patienteninformationstag ein großer Gewinn für alle Beteiligten war: „Ich möchte den Ärzten und Verbänden danken für ihren Einsatz. Das gibt uns Hoffnung“, erklärte eine Teilnehmerin im Rahmen der Veranstaltung.

Termine
25.08.2018 Patienteninformationstag für erbliche Netzhauterkrankungen an der Augenklinik des Knappschaftsklinikums Saar GmbH, An der Klinik 10, 66280 Sulzbach

Über die Retina Implant AG
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte für Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen Teil der Sehfähigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), Jürgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb) und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).

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Sehchip mit langer Lebensdauer

Erfolg für Retina Implant: Netzhautimplantat nach über 50 Monaten noch in Funktion

Sehchip mit langer Lebensdauer

Das subretinale Netzhautimplantat Alpha AMS von Retina Implant (Bildquelle: Retina Implant AG)

(Reutlingen) – Für das subretinale Netzhautimplantat der Retina Implant AG konnte unter realen Bedingungen Langlebigkeit demonstriert werden. Bei einer über 70-Jährigen, die den Chip 2014 eingesetzt bekommen hatte, ist dieser nach wie vor in Funktion und ermöglicht der zuvor vollständig erblindeten RP-Patientin Licht wahrzunehmen. Dass das Implantat damit eine über 50-monatige Lebensdauer überschritten hat, ist ein großer technologischer Erfolg für das Medizintechnik-Unternehmen aus Reutlingen.

Retinitis pigmentosa (RP) ist eine degenerative Netzhauterkrankung, die zur Zerstörung der Netzhaut und im Endstadium häufig zur vollständigen Erblindung führt. Sie gilt als „seltene Erkrankung“, betrifft aber allein in Deutschland 20.000 bis 30.000, weltweit rund drei Millionen Menschen. Die Retina Implant AG aus Reutlingen hat ein subretinales Netzhautimplantat entwickelt, das blinden Menschen, die wegen verschiedener Formen degenerativer Netzhauterkrankungen wie RP über keine oder nur noch eine sehr geringe Lichtwahrnehmung verfügen, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben kann.

In Tübingen wurde 2014 einer RP-Patientin, die bereits vollständig erblindet war, eines dieser Implantate eingesetzt. Der Chip der heute über 70-Jährigen ist inzwischen seit mehr als 4 Jahren im Einsatz – und funktioniert nach wie vor. Sie kann beispielsweise Lichtquellen identifizieren und sich damit besser im Raum orientieren. „Eine der großen Herausforderungen bei der Entwicklung des Implantats war, den Kamerachip im Auge über Jahre hinweg funktionsfähig zu halten“, erklärt Dr. Alfred Stett, Vorstand Technologie der Retina Implant AG. „Anders als bei Herzschrittmachern und Neurostimulatoren, bei denen die Elektronik und die Batterie in einem festen, hermetisch dichten Gehäuse verpackt sind, steht unser elektronischer Chip in direkten Kontakt mit der Netzhaut – nur durch eine wenige Mikrometer dicke, lichtdurchlässige Barriereschicht geschützt.“

Das subretinale Implantat besitzt 1.600 Photodioden und Stimulationskontakte, die die durch RP abgestorbenen Photorezeptoren teilweise ersetzen. Der nur etwa 12 Quadratmillimeter große Chip wird direkt unter der Fovea centralis, der sogenannten Sehgrube, platziert und kann sich mit dem Auge bewegen, um Objekte zu lokalisieren. Die aktuelle Generation des Implantates, das RETINA IMPLANT Alpha AMS, besitzt seit 2016 die CE-Kennzeichnung und wird in Deutschland von den Krankenkassen erstattet.

„Unsere Aussagen zur Haltbarkeit beruhten bisher auf Alterungstest im Labor und auf modellbasierten Schätzungen zur Lebensdauer wie sie beispielsweise in der Luftfahrtindustrie üblich sind. Und diese prognostizierten eine Lebensdauer von 4,7 Jahren. Die Erfahrung unserer Patientin zeigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Dieser Erfolg ist das Ergebnis von 15 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung, um blinden Menschen neue Hoffnung zu geben“, freut sich Dr. Stett.

Termine
21.07.2018 Patienteninformationstag für erbliche Netzhauterkrankungen an der Augenklinik des Klinikums der Universität München, Mathildenstraße 8, 80336 München
25.08.2018 Patienteninformationstag für erbliche Netzhauterkrankungen am Knappschaftsklinikum Saar GmbH, An der Klinik 10, 66280 Sulzbach, Augenklinik Sulzbach

Über die Retina Implant AG
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte für Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen Teil der Sehfähigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), Jürgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb) und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).

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Neues Therapieangebot für Patienten mit Retinitis pigmentosa an der Uniklinik Köln

Kompetenzzentrum für Transkorneale Elektrostimulation

Neues Therapieangebot für Patienten mit Retinitis pigmentosa an der Uniklinik Köln

Prof. Dr. Sandra Liakopoulos leitet das Zentrum für Seltene Augenerkrankungen an der Uniklinik Köln (Bildquelle: Uniklinik Köln)

(Reutlingen/Köln) – Für Patienten mit der bisher unheilbaren degenerativen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) gibt es an der Augenklinik der Uniklinik Köln ein neues Therapieangebot. In der Spezial-Sprechstunde für seltene Netzhauterkrankungen im Zentrum für Seltene Augenerkrankungen wird nun die Transkorneale Elektrostimulation (TES) angeboten. Die Behandlung hat zum Ziel, den Krankheitsverlauf bei betroffenen Patienten zu verlangsamen. In Kooperation mit der Reutlinger Retina Implant AG, die innovative RP-Therapien entwickelt, werden Patienten mit einem ausreichenden Restsehvermögen Informationen und die Behandlung angeboten.

Im Zentrum für Seltene Augenerkrankungen an der Uniklinik Köln erhalten betroffene Patienten in verschiedenen Spezialsprechstunden eine umfangreiche Diagnostik auf internationalem Niveau sowie eine zielgerichtete Beratung. Seit Kurzem wird dieses Angebot durch eine Sprechstunde für die Transkorneale Elektrostimulation (TES) ergänzt. Während es bislang für Menschen, die infolge der seltenen degenerativen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa ihr Augenlicht verlieren, wenig Behandlungsangebote gab, freut sich Prof. Dr. Sandra Liakopoulos, Fachärztin für Augenheilkunde und Leiterin des Zentrums für Seltene Augenerkrankungen, über die Hoffnung machende Entwicklung: „Wir bieten hier State-of-the-art-Behandlungsmöglichkeiten an und die TES ergänzt unsere Therapieangebote. Es ist sehr erfreulich, dass es für RP-Patienten mit Restsehvermögen nun eine Chance für eine Behandlung gibt, die den Krankheitsverlauf möglicherweise zumindest verlangsamen kann.“

Seltene, genetisch bedingte Augenerkrankungen betreffen Patienten jeder Altersgruppe und führen in vielen Fällen zu erheblichen Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung. Retinitis Pigmentosa ist die häufigste Ursache für erblich bedingte Erblindungen und bislang nicht heilbar. Der von der Retina Implant AG entwickelte Therapieansatz hat zum Ziel, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, da mittels der Elektrostimulation mehrere so genannte neuroprotektive Wachstumsfaktoren aktiviert werden, die einen zellerhaltenden Effekt in der Netzhaut bewirken. Nach einer sachkundigen Einweisung in der Spezialsprechstunde können die Patienten die TES-Therapie, deren Wirksamkeit in klinischen Studien belegt wurde (1, 2) mithilfe des RI OkuStim Systems zu Hause selbst durchführen.

Kontakt für Patienten:
Anne Braun
Prof. Dr. Sandra Liakopoulos
Sprechstunde für erbliche Netzhauterkrankungen
Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln
Kerpener Straße 62, 50937 Köln
Tel: 0221-478-4313 (Service Center)

(1) Schatz A, Röck T, Naycheva L, Willmann G, Wilhelm B, Peters T, Bartz-Schmidt KU, Zrenner E, Messias A, Gekeler F: Transcorneal Electrical Stimulation for Patients with Retinitis pigmentosa: A Prospective, Randomized, Sham-Controlled Exploratory Study. Invest Ophthalmol Vis Sci. 2011; 52: 4485-4496.
(2) Schatz A, Pach J, Gosheva M, Naycheva L, Willmann G, Wilhelm B, Peters T, Bartz-Schmidt KU, Zrenner E, Messias A, Gekeler F: Transcorneal Electrical Stimulation for Patients with Retinitis Pigmentosa: A Prospective, Randomized, Sham-Controlled Follow-up Study Over 1 Year. Invest Ophthalmol Vis Sci. 2017; 58: 257-269

Twitter: https://twitter.com/retinaimplant?lang=de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/retina-implant-ag/
XING: https://www.xing.com/companies/retinaimplantag

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Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation (TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.
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Kostenerstattung: Netzhautimplantat für Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen

Frankreich: Startschuss für die Studie im Rahmen des „Forfait Innovation“ erfolgt

Kostenerstattung: Netzhautimplantat für Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen

Dr. Pierre-André Duval, Clinique Saint-Jean de Montpellier (Bildquelle: Dr. Pierre-André Duval)

(Reutlingen, Deutschland / Montpellier, Poitiers, Frankreich) – Anfang Juni 2018 erteilte die französische Verwaltungsbehörde für Gesundheitsversorgung „Direction générale de l’offre de soins“ (DGOS) die Zusage für die Kostenübernahme des subretinalen Netzhautimplantats RETINA IMPLANT Alpha AMS. Die oberste französische Gesundheitsbehörde Haute Autorité de Santé (HAS) hatte den „Forfait Innovation“-Antrag der Retina Implant AG auf Nutzenbewertung ihres Implantats bereits im vergangenen Jahr bewilligt. Wenn die nun gestartete nationale Studie erfolgreich abgeschlossen wird, kann das Implantat in den Leistungskatalog der Krankenkassen in Frankreich übernommen werden. Die ersten Operationen werden an der Universitätsklinik Poitiers und der Clinique St Jean in Montpellier durchgeführt. Für die französischen Patientenverbände ist dies ein wichtiger Schritt bei der Behandlung bislang unheilbarer degenerativer Netzhauterkrankung wie beispielsweise Retinitis pigmentosa (RP).

Das französische Programm „Forfait Innovation“ evaluiert innovative Technologien für das Gesundheitssystem, um sie für die Patientenversorgung in Frankreich zugänglich zu machen. In den kommenden Jahren übernimmt es für 40 Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen wie RP die Kosten für das Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS. Mit dem subretinalen Netzhautchip der Retina Implant AG aus Reutlingen können Patienten Lichtquellen wahrnehmen und sich beispielsweise wieder im Raum orientieren. Der Studienleiter Prof. Nicolas Leveziel vom Zentrum für Augenheilkunde der Universitätsklinik CHU in Poitiers und der staatlichen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung INSERM ist überzeugt: „Das Außergewöhnliche an dem Implantat ist, dass es blinden oder fast blinden Patienten ein funktionelles Sehvermögen teilweise wiederherstellen kann, ohne eine externe Kamera zu benötigen. Das technologische Entwicklungsniveau des Implantats ist beeindruckend und es ist aktuell eine große Hoffnung für blinde RP-Patienten.“ Auch für den französischen Patientenverband Retina France ist die Studie ein wichtiger Schritt zur Behandlung der bislang unheilbaren Netzhauterkrankung. Präsident Eric Moser: „Seit 1984 unterstützt Retina France unermüdlich die ophthalmologische Forschung. Die Bestrebungen, einen Netzhautchip zu implantieren, schienen bis vor 20 Jahren noch völlig utopisch. Heute gibt es blinde Patienten, die bereits erfolgreich implantiert wurden.“

Das Unternehmen Retina Implant AG trägt die Kosten für eine begleitende Studie, die den Einfluss des Implantats auf das tägliche Leben der Teilnehmer untersucht. „Dafür werden erstmals validierte und speziell angepasste Aufgaben, die Aktivitäten des täglichen Lebens nachempfunden sind, eingesetzt. Weiter geben sogenannte Patient Reported Outcome-Fragebögen Auskunft über die persönliche Erfahrung der Patienten mit dem Implantat“, erklärt Jürgen Klein, Vorstand Marketing und Vertrieb der Retina Implant AG. „Es ist wichtig, neben den klinischen Messungen des Sehvermögens den praktischen Nutzen des Implantats im Alltag zu untersuchen. Dazu gehört neben den genannten Aufgaben beispielsweise auch, ob ein Patient in der Lage ist, sich ohne fremde Hilfe in unbekannter Umgebung zu orientieren.“

Kontaktadressen für Patienten, die an der Studie teilnehmen möchten:

Centre Hospitalier Universitaire de Poitiers:
Prof. Nicolas Leveziel
Mme Emilie Bedue, Tel: +33 5 49 44 31 65
Mme Mélodie Omar, Tel: +33 5 49 44 36 46

Clinique Saint-Jean de Montpellier:
Dr. Pierre-André Duval
Tel: +33 6 88 63 08 07
E-Mail: montpellier@retine.tech

Retina Implant AG
Tel: +49 7121 364 030
E-Mail: patienteninfo@retina-implant.de

Termine
31. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft 2018, 22. bis 23.6.2018 in Bonn, http://www.retinologie.org/veranstaltungen/

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Auszeichnung für einen Pionier, der sich nicht auf Lorbeeren ausruht

„Innovator des Jahres 2018“ – Retina Implant AG aus Reutlingen auf Bestenliste

Auszeichnung für einen Pionier, der sich nicht auf Lorbeeren ausruht

Reinhard Rubow, Sprecher des Vorstands der Retina Implant AG (Bildquelle: Retina Implant AG)

(Reutlingen/Hamburg) – Die Reutlinger Retina Implant AG darf sich „Innovator des Jahres 2018“ nennen. Das Medizintechnik-Unternehmen schaffte es im Rahmen einer Untersuchung von Brand Eins und Statista auf die Bestenliste. Das Wirtschaftsmagazin und das Statistik-Portal würdigten damit die Leistungen der Retina Implant AG, die einen Mikrochip für Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden, entwickelt hat. Bereits erblindeten Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat helfen, einen Teil ihrer Sehfähigkeit wiederzugewinnen.

Erbliche Netzhauterkrankungen, wie beispielsweise Retinitis pigmentosa (RP), sind unheilbar und führen im Endstadium meist zur vollständigen Erblindung. Sie gehören zwar zu den sogenannten seltenen Erkrankungen, aber allein in Deutschland sind über 30.000 Menschen davon betroffen. Das Reutlinger Medizintechnik-Unternehmen Retina Implant AG entwickelt und vertreibt das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS, das Blinden, die an RP erkrankt sind, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben kann. Die Mehrzahl der Patienten, denen der Chip implantiert wurde, nimmt Lichtquellen wahr und kann sich dadurch beispielsweise wieder besser im Raum orientieren. Brand Eins und Statista zeichneten das Unternehmen nun für diese Leistung mit dem Titel „Innovator des Jahres 2018“ aus.

Das Wirtschaftsmagazin und das Statistik-Portal untersuchten bereits zum zweiten Mal die Innovationskraft deutscher Unternehmen und stellten sich die Frage, welche Firmen es schaffen, neue Ideen zu entwickeln und diese so umzusetzen, dass sie einen echten Wettbewerbsvorteil entfalten. Dass die Retina Implant AG diese Fragen richtig beantwortet, ist sich Reinhard Rubow, Sprecher des Vorstands der Retina Implant AG, sicher. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung als Innovator. Schließlich ist dieser Chip eine Erfindung aus Deutschland und er wird auch hier weiterentwickelt. Die Veröffentlichung (Fußnote 1) von neuesten Untersuchungen zeigen, dass der Chip inzwischen langzeitstabil ist. Wir ruhen uns also nicht auf den Lorbeeren als Pioniere aus, sondern setzen weiterhin unsere ganze Kraft und Kompetenz dafür ein, sehbehinderten oder blinden Menschen Hoffnung auf ein selbstbestimmteres Leben zu geben“, erklärt Rubow. Dass Netzhautimplantate eine mögliche Therapieoption bei Blindheit durch degenerative Netzhauterkrankungen bieten, stellten der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in einer jüngst veröffentlichten Leitlinie fest.

„Für die Patienten ist nicht nur die technische Innovation wichtig, sondern auch die Kostenerstattung des Implantats durch die Krankenkassen. Sehr erfreulich ist daher, dass die Techniker Krankenkasse jüngst in einer Werbekampagne unser Implantat als ein Beispiel für Spitzentechnologie präsentiert hat, die erstattet wird“, erklärt Reinhard Rubow. „Und im Januar 2018 haben elf Implantationszentren in Deutschland vom InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus) die ,Status 1′- Mitteilung erhalten. Diese dürfen nun, wie bereits im vergangenen Jahr, mit den regionalen Kostenträgern die Entgelte im Rahmen der Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) vereinbaren.“ Für Patienten mit RP im Spätstadium heißt das, dass sie in spezialisierten Implantationszentren behandelt werden können und die Krankenkassen die Methode grundsätzlich anerkennen. Das NUB-Verfahren soll die Einführung von Innovationen im Gesundheitswesen in Deutschland fördern.

Für die Bestenlisten haben Brand Eins und Statista insgesamt 496 Unternehmen aus 20 Branchen identifiziert, die sich durch ihre Dienstleistungen und Produkte, durch kluge Prozesse oder eine besondere Unternehmenskultur deutlich vom Wettbewerb abheben. Ausgewählt wurden sie aus über 3.400 Unternehmen u. a. von führenden Vertretern innovationsprämierter Unternehmen, rund 400 wissenschaftlichen Mitarbeitern des Berliner Instituts für Innovation und Technik (iit) sowie mehr als 20.000 Führungskräften mit mehrjähriger Erfahrung in den betrachteten Branchen.

(Fußnote 1) Studien:
1. R. Daschner, A. Rothermel, R. Rudorf, S. Rudorf and A. Stett, Functionality and Performance of the Subretinal Implant Chip Alpha AMS, Sens. Mater., Vol. 30, No. 2, 2018, p. 179-192.
2. R. Daschner, U. Greppmaier, M. Kokelmann, S. Rudorf, R. Rudorf, S. Schleehauf and WG. Wrobel, Laboratory and clinical reliability of conformally coated subretinal implants, Biomed Microdevices, Mar;19(1):7.

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Specialists discuss visual prostheses for blind people

Retina Implant AG at „Artificial Vision 2017“ research congress in Aachen

Specialists discuss visual prostheses for blind people

Dr. Alfred Stett, CTO Retina Implant AG (Source: Retina Implant AG)

(Reutlingen/Aachen) – Retina Implant AG presented the latest research results on its subretinal implant at the „Artificial Vision“ conference in Aachen in early December. This international symposium on visual prostheses is organised by RWTH Aachen University. It is regarded as an unmissable European event for specialists in the field of „artificial vision“.

Research into artificial vision using prostheses has been under way since the 1960s. Following initial promising findings in the 1990s, major technological advances have led to further tangible results in the last few years. As early as 2008, a previously completely blind patient was able to make out his name, written in 8 cm white letters on a black background, using the subretinal implant from Reutlingen-based Retina Implant AG. Since then, the expectations placed on the electronic implants have increased continuously. Most patients with an implanted chip can identify light sources, which makes it easier for them, for example, to find their way around a room again.

„Now our job is to meet the high expectations raised by our initial successes,“ explained Dr. Alfred Stett, CTO of Retina Implant AG. „We“ve been able to sufficiently prove that our implant can restore partial sight to people who perceive very little or no light as a result of retinitis pigmentosa. At „Artificial Vision“, we had extensive discussions about the technical and medical challenges that still need to be overcome.“ These include the service life of implants, which need to function in the body without a hermetic casing over many years, vision-training and rehabilitation after the implant has been activated as well as re-implantations. „Once again, the symposium showed there is now a very wide range of different technical and surgical methods for implants. However, the experts all agreed that visual prostheses offer real prospects for patients who became blind as a result of a degenerative retinal disease.“

About Retina Implant AG
Retina Implant AG researches and develops innovative treatments and high-tech products for people suffering from retinitis pigmentosa (RP). The subretinal RETINA IMPLANT Alpha AMS can help blind patients regain a certain degree of useful sight. The CE-approved microchip is implanted beneath the retina (subretinally) at specialist RI implantation centres.
Transcorneal electrical stimulation (TES treatment) with the RI OkuStim® system offers RP patients with sufficient residual vision the opportunity to slow down the progression of the disease.
The company, based in Reutlingen, employs around 45 people and is managed by Reinhard Rubow (CEO and speaker of the Management Board), Jürgen Klein (Member of the Board, Sales & Marketing) and Dr. Alfred Stett (CTO, Member of the Board).

Company-Contact
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72770 Reutlingen
Phone: + 49 71 21 3 64 03 – 282
E-Mail: volker.hiller@retina-implant.de
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