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Neue Unsicherheiten durch Anti-Korruptionsgesetz

Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen am 31. Mai 2016 in Kraft getreten

Das viel diskutierte Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen (§§ 299a und 299b StGB) ist am 31.05.2016 in Kraft getreten. Im Wesentlichen geht es um den neuen Straftatbestand der Bestechung und der Bestechlichkeit im Gesundheitswesen. Adressat dieser Strafvorschrift sind alle im Gesundheitswesen Tätigen, die sogenannten „Heilberufe“. Dazu zählen natürlich Arzt und Zahnarzt, aber auch Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Zahntechniker, Krankenpfleger/-Schwestern und Hebammen (jeweils m/w).

Das Gesetz soll den „fairen Wettbewerb“ schützen und verbietet Zuwendungen jeglicher Art zur Erzielung eines Wettbewerbsvorteils. Dies bezieht sich zu allererst auf die Verordnung von Arzneimitteln. Der Straftatbestand ist aber so weit gefasst, dass darüber hinaus viele andere Praktiken im Gesundheitswesen fallen können. Dies kann z.B. die Zuweisung von Patienten betreffen, die Zusammenarbeit mit Berufskollegen oder Laboren oder die Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln, wie z.B. orthopädischen Hilfen, Krankengymnastik oder ähnliches.

Der neue Straftatbestand kann theoretisch über die seit jeher bestehenden berufsrechtlichen Verbote nach den einzelnen Berufsordnungen hinausgehen. Es ist eine Strafe von bis zu 3 Jahren Haft oder Geldstrafe vorgesehen.

In Zukunft wird die Reichweite des neuen Gesetzes sicherlich durch die Rechtsprechung ausgelotet werden. Es handelt sich allerdings um ein Gesetz mit mehreren unbestimmten Rechtsbegriffen, so dass der juristische Laie im Grenzbereich nicht sicher erkennen kann, welche Verhaltensweise strafbar ist wird und welche nicht.

Dieses Gesetz ist ein Grund mehr, sich durch einen Fachanwalt für Medizinrecht in Zweifelsfällen beraten zu lassen.

Carsten Geschke
Fachanwalt für Medizinrecht

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Mahlstedt & Partner ist eine zivil- und wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Sozietät von Rechtsanwälten und Notaren in Bremen mit gegenwärtig 10 Fachanwälten.

Unsere Kanzlei liegt im Herzen von Bremen. Von hier aus beraten wir als Rechtsanwälte und Notare regionale und überregionale Mandanten.

Wir arbeiten auf allen Gebieten des Zivil- und Wirtschaftsrechts und verfügen über fachanwaltliche Kompetenz im Transportrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Medizinrecht, Familienrecht und Mietrecht. Seit vielen Jahren sind wir auch im gewerblichen Rechtsschutz für unsere Mandanten tätig und gehören zu den wenigen Kanzleien in Deutschland mit umfassender Kompetenz im Behindertenrecht.

Wir bieten qualifizierte und spezialisierte Beratung und Vertretung. Dabei legen wir besonderen Wert auf den persönlichen Kontakt unserer Mandanten zu dem Anwalt ihres Vertrauens.

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Der ewige Streit zwischen Mietern und Vermietern – Schönheitsreparaturen

Muss man beim Umzug die Wände streichen? Müssen Löcher in den Wänden zugespachtelt werden? Das Thema Schönheitsreparaturen ist einer der Hauptgründe für Streit zwischen Vermietern und Mietern.

Der ewige Streit zwischen Mietern und Vermietern - Schönheitsreparaturen
Rechtsanwaltskanzlei Gesa Bendfeldt

Kurzgefasst
Jeder der schon einmal umgezogen ist stand vor diesem Problem. Wie soll man die Wohnung hinterlassen? Was muss reparieren werden? Bei diesen Fragen gehen die Meinungen auseinander, wobei oftmals nur ein Rechtsstreit für Klarheit sorgen kann. Erfahren Sie in diesem Beitrag was es mit Schönheitsreparaturen auf sich hat und was alles zu beachten ist.

Schönheitsreparaturen – nicht alles was im Mietvertrag steht ist rechtens
Grundsätzlich kann man Schönheitsreparaturen als Aufbereitung des Mietobjekts verstehen. Dazu gehören das Tapezieren, das Anstreichen und Kalken der Wände und Decken, das Lackieren der Heizkörper und Heizungsrohre, das Streichen der Fußböden, der Zimmertüren und Fensterrahmen von innen sowie das Spachteln von Bohrlöchern. Diese Aufgaben obliegen nach § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB dem Vermieter. Allerdings können die Schönheitsreparaturen durch den Mietvertrag auf den Mieter übertragen werden.
Mit Urteil vom 13.01.2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass das Abschleifen und Versiegeln von Parkettfußböden nicht zu den Schönheitsreparaturen gehört. Wird also die Aufzählung der durchzuführenden Schönheitsreparaturen entsprechend erweitert, ist die gesamte Klausel unwirksam und der Mieter muss überhaupt keine Schönheitsreparaturen durchführen.
Im Jahre 2015 entschied der Bundesgerichtshof, dass einem Mieter überhaupt nur dann Schönheitsreparaturen übertragen werden dürfen, wenn dieser beim Einzug eine renovierte Wohnung vorgefunden hat. Um dies im Zweifel vor Gericht beweisen zu können, sollte der Vermieter ein Protokoll über den Zustand des Mietobjekts bei der Übergabe erstellen.
Sollten die Mieter schon Renovierungen durchgeführt haben, obwohl sie danach nicht verpflichtet gewesen wären, können sie sämtliche Kosten zurück verlangen. Wichtig ist allerdings, dass dies spätestens sechs Monate nach Auszug passiert ist, sonst verjährt dieser Anspruch.

Rechtsanwaltskanzlei Gesa Bendfeldt
Die Rechtsanwältin Gesa Bendfeldt ist mit ihrer Kanzlei in Hannover in der Königstraße ansässig. Seit circa 17 Jahren ist sie als Rechtsanwältin und als Expertin für Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht sowie Steuerrecht, Vertrags- und Mietrecht tätig.

Interview mit Rechtsanwältin Bendfeldt
ONMA: Welche entscheidenden Veränderungen gab es in der Rechtsprechung zu Schönheitsreparaturen in letzter Zeit?
Rechtsanwältin Bendfeldt: Zunächst gab es im Jahre 2004 eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wonach eine Klausel im Mietvertrag, die unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Mietsache, dem Mieter starre Fristen auferlegt, innerhalb derer er Schönheitsreparaturen durchzuführen hat. Derartige Klauseln stellten nach Auffassung des BGH eine unangemessene Benachteiligung des Mieters dar. Die neuesten Entscheidungen im Jahr 2015 brachten außerdem die Neuerung, dass der Vermieter dem Mieter nur dann überhaupt wirksam die Pflicht zur Durchführung von Schönheitsreparaturen auferlegen darf, wenn die Wohnung beim Einzug renoviert übergeben wurde. Außerdem hat der BGH entschieden, dass die so genannten Quotenklauseln, wonach der Mieter, sofern er vor Ablauf der regelmäßigen Schönheitsreparaturfristen auszieht, auf der Grundlage eines Kostenvoranschlages anteilige Kosten der Schönheitsreparaturen zu tragen hat.
ONMA: Nennen Sie bitte ein paar typische Klauseln in Mietverträgen, die unwirksam sind.
Rechtsanwältin Bendfeldt: Bei Wohnraummietverträgen sind neben den Klauseln zu Schönheitsreparaturen auch solche, die z.B. dem Mieter generell die Untervermietung verbieten oder die dem Mieter vollständig die Verpflichtung zur Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen und Kleinreparaturen auferlegen, unwirksam.
ONMA: Worauf ist bei einem Mietvertrag insbesondere zu achten?
Rechtsanwältin Bendfeldt: Besonders wichtig ist, dass die Regelungen, sofern sie vom Gesetz abweichen, unmissverständlich sind. Dies ist vor Allem für Vermieter wichtig, denn insbesondere im Wohnraummietrecht sind die zum Schutz der Mieter bestehenden gesetzlichen Vorschriften ohnehin zwingend und können nicht wirksam abgedungen werden.

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Die Kanzlei Bendfeldt hat sich auf das Mietrecht spezialisiert. Daher sind wir Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Sorgen und Problemen rund um das Recht als Mieter oder Vermieter! Gerne beraten wir Sie ausführlich bezüglich Ihres Rechts und vertreten Sie auf, falls dies nötig sein sollte.

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Sonstiges

Strafverfahren wegen Fahrerflucht eine steigende Tendenz?

Im Jahr 2014 wurden 34.000 Verkehrsdelikte mit anschließender Fahrerflucht erfasst. Sollten auch Sie in eine Fahrerflucht involviert sein, empfiehlt es sich, einen juristischen Beistand aufzusuchen. Im Nachfolgenden informieren wir Sie, wie Sie vorg

Strafverfahren wegen Fahrerflucht  eine steigende Tendenz?

(NL/9883525069) Nahezu jeder Haushalt in Deutschland verfügt heutzutage über ein Kraftfahrzeug. Nach dem Stand des 01.01.16 sind im deutschen Straßenverkehr 54.600 Fahrzeuge zugelassen. Somit besteht für jeden das Risiko, dass er in einen Unfall mit anschließender Fahrerflucht verwickelt wird sei es als Opfer oder als Täter.

Tatbestand der Fahrerflucht
In der Rechtsprechung versteht man unter einem Unfall ein plötzliches Ereignis des fließenden oder auch des ruhenden Verkehrs. Von einem Unfall wird nur gesprochen, wenn das Ereignis im öffentlichen Straßenverkehr stattgefunden hat. Dies ist z.B. auf einem privaten Parkplatz, zu welchem nur bestimmte Personen Zutritt haben, nicht der Fall. Sollte es zu einem Unfall kommen und eine tatbeteiligte Person entfernt sich unberechtigt vom Unfallort, so liegt laut §142 StGB ein Straftatbestand vor. Dieser geht mit einer Strafe und einer Eintragung in das Verkehrszentralregister einher.
Es liegt jedoch keine Fahrerflucht vor, wenn der Unfallbeteiligte den Unfall nicht wahrgenommen hat oder der Unfallgegner auf Feststellungen oder eine Strafverfolgung verzichtet.

Strafbarkeit des Mitfahrers
Sind Sie der Mitfahrer und zugleich auch Halter eines an einem Unfall beteiligten Fahrzeugs und hindern den Fahrzeugführer nicht daran, die Unfallstelle unberechtigt zu verlassen, obwohl es Ihnen möglich wäre, so machen Sie sich ebenfalls nach §142 StGB der Fahrerflucht schuldig und können hierfür belangt werden.

Tätige Reue und Schuldminderung
Sollte der Tatbestand der Fahrerflucht vorliegen, so muss es nicht zwangsläufig zu einer Verurteilung kommen. Hierzu ist es von Nöten, dass Sie als Unfallbeteiligter der Polizei innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden nach dem Unfall die Feststellung Ihrer Personalien ermöglichen und sich des Unfalls schuldig bekennen. Auch muss der Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs stattgefunden und maximal einen Sachschaden bis 1.300 verursacht haben. Trifft diese Situation zu, so ist die Strafe zu mildern oder ganz davon abzusehen. In jedem Fall empfiehlt es sich jedoch, einen Rechtsrat zur Seite zu ziehen.
Verkehrsopferhilfe e.V.
Sollte es nicht möglich sein, den Täter eines Unfalls mit anschließender Fahrerflucht festzustellen, so engagiert sich der Verein Verkehrsopferhilfe e.V. für die Opfer der Tat. Ab einem Schaden von 500 tragen sie anteilig die anfallenden Kosten.

Kanzlei Rudolph
Über 4.000 regulierte Verkehrsunfälle und über 1.000 Busgeldverfahren das ist die Bilanz der Kanzlei Rudolph seit 1994. Die Anwälte sind auf Verkehrsrecht spezialisiert und beraten oder vertreten Sie gerne in Ihren Interessen und Anliegen, wenn Sie Beteiligter in einer Fahrerflucht oder sonstigen Verkehrsdelikten sind.

Interview mit Herrn Kiunka
ONMA: Betreuen Sie eher die Opfer oder die Täter einer Fahrerflucht?
Herr Kiunka: Das ist sehr ausgeglichen. Da ich eher im Strafrecht tätig bin, vertrete ich aber zu etwa 70% die Täter einer Fahrerflucht. Das Opfer einer Fahrerflucht wird auch vertreten. Es gibt natürlich die Möglichkeit, dass der Fall irgendwann aufgeklärt wird, wenn sich im Nachhinein ein Zeuge meldet. Sollte es jedoch nicht möglich sein, den Tathergang aufzuklären, entschädigt der Verein „Verkehrsopferhilfe e.V.“ das Opfer mit einer gewissen Summe. Dies ist jedoch erst ab einem Schaden von 500 möglich.
ONMA: Hat Ihrer Meinung nach die Anzahl der Fahrerfluchtfälle in den letzten Jahren zugenommen?
Herr Kiunka: Die Fahrerflucht ist einer der Delikte, die bei uns in der Kanzlei recht häufig betreut werden. Die Anzahl der Fälle hat aber, meiner Meinung nach, nicht zugenommen.
ONMA: Gibt es eine Möglichkeit bei einer Fahrerflucht straffrei zu bleiben?
Herr Kiunka: Es gibt noch einen Straftatbestand bzw. die Möglichkeit für einen Unfallbeteiligten da etwas milder herauszukommen: Die freiwillige Meldung innerhalb von 24 Stunden. Dann kann entweder komplett von einer Strafe abgesehen oder aber die Strafe gemildert werden.

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Sonstiges

S-Pedelecs: Wenn das Fahrrad zum Fahrzeug wird

S-Pedelecs: Wenn das Fahrrad zum Fahrzeug wird
(Bildquelle: www.pd-f.de)

Die sogenannten S-Pedelecs sind Elektrofahrräder, die ihre Piloten bis 45 km/h unterstützen. Das macht sie juristisch zum Kraftfahrzeug – mit weitreichenden Folgen für Hersteller, Fahrer und auch Mechaniker, wie der pressedienst-fahrrad detailliert beleuchtet.

Begriffsklärung und Abgrenzung

[pd-f/hdk] Fast alle E-Bikes sind sogenannte Pedelecs, die mit maximal 250 Watt Dauernennleistung bis höchstens 25 km/h beim Treten unterstützen und rechtlich den Fahrrädern gleichgestellt sind. Vor allem bei Pendlern werden inzwischen aber auch die S-Pedelecs immer beliebter, die maximal 500 Watt Dauernennleistung aufweisen und bis 45 km/h schieben. Das macht sie ideal als Autoersatz auch auf längeren Arbeitswegen. 2015 machten die S-Pedelecs rund zwei Prozent aller verkauften Elektroräder aus. Somit wurden ca. 11.000 neue S-Pedelecs gekauft – in etwa so viele wie neue E-Autos. Während sie von außen noch sehr nach Fahrrad aussehen, sind sie verkehrsrechtlich allerdings Leichtkrafträder (Klasse L1e bei Zweirädern und L2e bei Dreirädern), die sich vom Fahrrad deutlich unterscheiden: „Man braucht in Deutschland einen Helm, ein Versicherungskennzeichen und eine Fahrerlaubnis. Man darf nicht auf den Radweg – und kann auch nicht mehr mal eben etwas daran umbauen“, fasst Anja Knaus vom schweizerischen E-Bike-Pionier Flyer zusammen.

Bauliches

Rein äußerlich erkennt man S-Pedelecs am Rückspiegel und gelben Seitenrückstrahlern, die meist an der Gabel angebracht sind. „Zudem braucht das Rad ein Versicherungskennzeichen. Seit 2015 muss es an neu zugelassenen Rädern auch beleuchtet sein“, konkretisiert Sebastian Göttling vom Beleuchtungsspezialisten Busch & Müller. Auch ein Seitenständer ist bei S-Pedelecs vorgeschrieben, außerdem muss dieser sich von selbst einklappen, sobald er unbelastet ist – wie beim Motorrad.
Hersteller von S-Pedelecs müssen für jedes Modell vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) eine Betriebserlaubnis einholen. Hat ein Modell diese Zulassung einmal erhalten, darf es beliebig oft in den Handel kommen. „Aus der Einzelzulassung resultiert jedoch, dass man ein S-Pedelec nicht einfach baulich verändern darf“, warnt Harald Troost vom niederländischen Hersteller Koga. Ist etwa ein Reifen verschlissen oder ein Bremshebel verbogen, muss er durch ein gleiches Bauteil ersetzt werden. Ein anderes Teil müsste ausdrücklich den in der Betriebserlaubnis (BE) aufgeführten Teilen entsprechen. Wenn man ein S-Pedelec davon abweichend ausstattet, muss es dem technischen Dienst vorgeführt werden, bevor es wieder auf die Straße darf.
Für den Endverbraucher heißt das: Vorbei ist die Zeit des Selberschraubens – zumindest weitestgehend. Im Typenblatt des Fahrzeugs (dem sogenannten COC-Papier, vergleichbar mit dem Kraftfahrzeugschein) ist beispielsweise festgehalten, welchen Spielraum man bei der Anpassung von Lenker und Lenkervorbau hat. „Wir lassen gleich mehrere Lenkervorbauten im COC-Papier eintragen, damit die ergonomische Anpassung des Rades vor und nach dem Kauf einfacher wird,“ beschreibt Tobias Spindler vom Darmstädter Hersteller Riese & Müller einen möglichen Ausweg. Auch die Dimension der Reifen ist im COC-Papier festgeschrieben. „Wenn man Reifen wechseln will, findet man dort die in Frage kommenden Breiten. Außerdem benötigt der zu montierende Reifen eine ECE-R75 genannte Zulassung, um an einem S-Pedelec verbaut zu werden“, erklärt Rene Marks, Produktmanager bei Schwalbe. Auf den Verschleiß des Profils müsse man ebenfalls achten: Eine Mindestprofiltiefe von einem Millimeter ist Pflicht.
„Zum Verständnis beim etwaigen Austausch von Bauteilen am S-Pedelec gilt immer der Grundsatz: Gleicher Art und Güte!“, verdeutlicht Ulf-Christian Blume, Jurist und Unternehmensberater in der Radbranche ( www.lbu-beratung.de ). So darf man den persönlichen Vorlieben entsprechend etwa Griffe, Sattel und Pedale ändern – solange man vergleichbare Teile verwendet. Schraubgriffe dürfen daher nicht durch eventuell rutschende Gummigriffe ersetzt werden, Sättel mit Stahlgestell nicht durch Carbonsättel und gummierte Plattformpedale nicht durch Klickpedale, zumal letztere selten über die von der StVZO vorgeschriebenen Rückstrahler verfügen. Alles andere, was die Abmessungen des Rads verändert, ist ohne Eintragung tabu, die beliebten Lenkerhörnchen etwa. „Wir reden hier eben nicht mehr über das Fahrrad, sondern befinden uns im Kraftfahrzeugrecht: Man kann alles ändern, aber nur in Absprache mit dem TÜV – wie beim Auto“, so Blume weiter.

Aufgrund der Spezifikation des Antriebs (Motor, Ritzel, Schaltung und Sensorik) ist außerdem eine maximale Übersetzung vorgegeben, die man nicht ändern, sprich vergrößern darf. Eine kürzere, also leichtere Übersetzung ist erlaubt. Bezüglich der einzelnen Schalt- und Bremskomponenten brauche es keine Herstellervorgaben, etwa bei Schalthebeln und Schaltwerken, Bremsbelägen oder Bremshebeln. Diese darf man eigenverantwortlich wechseln – der Tausch muss aber einer eventuellen Prüfung durch den Fachhandel oder Behörden standhalten. „Es braucht allerdings schon den versierten Hobbyschrauber, um sich mit hydraulischen Bremssystemen auseinanderzusetzen“, schränkt Tobias Erhard vom Komponentenhersteller Sram ein. „Bei S-Pedelecs ist überdies zu beachten: Der Bremshebel muss ein Kugelende aufweisen, wie Motorradbremshebel auch. Ein Tuning auf kürzere MTB-Bremshebel etwa könnte bei einer Verkehrskontrolle stillgelegt werden“, so Erhard weiter.
„Als Richtschnur gilt dabei immer die Zulassung des Fahrzeugs“, fasst Branchenjurist Blume zusammen. „2016 neu zugelassene Fahrzeuge brauchen z. B. ein Bremslicht, ältere S-Pedelecs nicht. Alles was vorher dran war, muss auch wieder dran.“

Rechtliches im Alltag

Bei vielen rechtlichen Vorschriften für diese Fahrzeugklasse der S-Pedelecs liegt die sogenannte bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit (bbH) zugrunde. „Das Bundesverkehrsministerium geht hier explizit nicht von der reinen Motorleistung (Schiebehilfe) aus, sondern von der Höchstgeschwindigkeit des Hybridantriebs Mensch und Motor, und die liegt bei 45 km/h“, beschreibt Felix Puello, bei Haibike zuständig für die Produktentwicklung. Dass der Fahrer theoretisch darüber hinaus pedalieren könnte, fällt nicht ins Gewicht. Aus der bbH resultiert laut § 21a Abs. 2 StVO die Pflicht, einen „geeigneten Schutzhelm“ zu tragen. „Ob ein Radhelm oder ein Motorradhelm geeigneter ist, steht dort nicht genauer“, weiß Torsten Mendel, Sicherheitsexperte bei Abus. „Experten empfehlen durch die Reihe den Fahrradhelm. Denn auf dem S-Pedelec bewegt man sich viel aktiver als auf dem Motorrad – da wäre der Motorradhelm einfach zu schwer und warm“, schildert Ulf-Christian Blume. Schon auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag 2012 in Goslar waren sich die Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Polizei und Verbänden einig, dass ein Motorrad-Integralhelm als nicht geeignet angesehen werden kann, wie Blume direkt von der Tagung berichtete.
„Pedelecs sind ja sehr beliebte Familienmobile. Das S-Pedelec jedoch ist ausdrücklich nicht zum Transport weiterer Personen freigegeben – Kindersitz und auch Kinderanhänger sind demnach verboten“, erklärt Anne Schmidt vom Anhängerhersteller Croozer. „Ein Lastenanhänger wiederum ließe sich theoretisch zwar am schnellen E-Bike verwenden. Nur muss die Kupplung „in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein“, wie es so schön heißt“, so Schmidt weiter. Faktisch gebe es derzeit aber keine für S-Pedelecs zugelassenen Kupplungen.
S-Pedelecs müssen permanent mit Licht fahren, wie Motorräder auch. Dazu gilt ein Mindestalter von 16 Jahren, bedingt durch die Führerscheinpflicht (Klasse AM). Dieser ist im Autoführerschein enthalten. Menschen, die vor dem 01.04.1965 geboren wurden, dürfen schnelle Pedelecs auch ohne Fahrerlaubnis bewegen.
Als Leichtkrafträder benötigen S-Pedelecs das Versicherungskennzeichen, das man vom Moped und Roller kennt: drei Ziffern, drei Buchstaben und jedes Jahr eine neue Farbe. Für S-Pedelecs hat es einen finanziell sehr interessanten Aspekt, berichtet Harald Troost: „In der Leistung der vorgeschriebenen Versicherung ist neben Unfallschäden auch der Diebstahl des Fahrzeugs abgedeckt – für ab etwa 50 Euro jährlich und Fahrzeugpreisen ab etwa 3.000 Euro ist das ein im Gegensatz zu Fahrradversicherungen ziemlich günstiger Posten!“

Umdenken in Sachen Streckengestaltung

„Die in Deutschland vorhandene Infrastruktur ist vornehmlich für Autos ausgelegt und selbst dort, wo etwas für den Radverkehr getan wird, profitiert man als Fahrer eines S-Pedelecs nicht davon“, erklärt Andreas Hombach vom Stadtmöblierer WSM. Viele mit dem Fahrrad übliche Abkürzungen darf man mit dem schnellen E-Rad nicht nutzen – für routinierte Radler keine einfache Sache. So sind zum Beispiel in Gegenrichtung freigegebene Einbahnstraßen zu umfahren, auch gilt das „Durchfahrt verboten“-Schild (roter Kreis auf weißem Grund, StVO-Schild 250) an Feld-, Wirtschafts-, Wald- und Parkwegen für S-Pedelecs ebenso wie für Autos. Selbst mit ausgeschaltetem Motor dürfen sie dort nicht bewegt werden. „Grundsätzlich dürfen S-Pedelecs nicht auf dem Radweg fahren, was durchaus für Verwirrung anderer Verkehrsteilnehmer sorgen kann“, wie Tobias Spindler erlebt hat. Einzige Ausnahme: Ein explizit mit „Mofas frei“ gekennzeichneter Radweg darf, meist außerorts, auch mit dem schnellen Pedelec befahren werden. Im Sommer 2015 beschloss die Bundesregierung, Verkehrsbehörden die Freigabe von ausgewählten Radwegen für die S-Klasse mit einem „E-Bikes-frei“-Schild zu erlauben – mit häufigen baulichen Begebenheiten außerorts vor Augen, bei denen Fahrer schneller Pedelecs gezwungen waren, eine Bundesstraße zu nutzen.

Umdenken in der Industrie

Das S-Pedelec hat der gesamten Fahrradbranche einen kräftigen Evolutionsschritt beschert. „S-Pedelec-Hersteller sind einem Qualitätsmanagement verpflichtet – was sich automatisch auf ihre restliche Palette auswirkt“, weiß Branchenjurist Blume. Aber auch in den Fachwerkstätten muss umgedacht und weitergebildet werden. Verständlich, dass einige Händler das ablehnen. Ein auf E-Bikes spezialisiertes Geschäft dürfte einen Vorsprung an Modellen und Knowhow haben.
Internationales

„Obacht beim Urlaub mit dem S-Pedelec!“, gibt Anja Knaus von Flyer zu bedenken. Auch innerhalb der EU gehen die geltenden Vorschriften teils stark auseinander. Man darf zwar mit einem deutschen Versicherungskennzeichen im Ausland fahren, muss sich aber zwingend an die dort geltenden Bestimmungen halten, was etwa Wegenutzung und Helmpflicht betrifft. Vorherige Recherche ist also unumgänglich!

Fazit

Die schnellen E-Räder werden immer beliebter und ersetzen vor allem bei Pendlern oft das Auto, erhöhen sie doch den Aktionsradius signifikant. „Schnelle Elektroräder helfen, die noch große Lücke in der Individualmobilität zwischen Fahrrädern und Autos zu schließen“, ist sich Paul Hollants vom Liegeradhersteller HP Velotechnik sicher, wo immerhin ein Achtel aller motorisierten Liegedreiräder in der 45-km/h-Variante verkauft werden.

Letztlich erfordert das S-Pedelec ein deutliches Umdenken – auf allen Seiten.
Der Gesetzgeber muss dringend die Grauzone für diese Fahrzeuge abschaffen und insbesondere die legalen Vorgaben an die Nutzungsrealität auf den Straßen anpassen.
Im Alltag müssen andere Verkehrsteilnehmer sich daran gewöhnen, dass nicht mehr nur Rennradfahrer schnell unterwegs sind: „Ein S-Pedelec sieht wie ein Fahrrad aus. Will man es aus Gewohnheit überholen, fährt man im Ort schnell mal 70“, so Andreas Hombach.
Für S-Pedelec-Fahrer selbst gilt plötzlich das Stichwort „angepasste Geschwindigkeit“: Man fährt nicht mehr immer so schnell man gerade kann. In Kurven auftretende Kräfte oder Bremswege heißt es neu zu bewerten. Es ist also ratsam, nur als versierter Radfahrer auf das S-Pedelec zu steigen, oder ein Fahrtechnikseminar zu besuchen – und dann noch aufmerksamer unterwegs zu sein als mit dem Fahrrad.

Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilität für Körper und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualität, Radfahren ist clever und Radfahren macht Lust auf mehr…

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Erbschaft und Schwarzgeld – Selbstanzeige kann nötig sein

Erbschaft und Schwarzgeld – Selbstanzeige kann nötig sein

Erbschaft und Schwarzgeld - Selbstanzeige kann nötig sein

http://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige/selbstanzeige-erbe-erbschaft.html Schwarzgeld wird spätestens dann wieder zum Problem, wenn es im Nachlass auftaucht. Dann können sich unter Umständen auch die Erben strafbar machen. Auch sie können eine Selbstanzeige stellen.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: In den kommenden Jahren erwarten Experten eine wahre Erbschaftswelle. Erben müssen aber aufpassen. Befinden sich in dem Nachlass unversteuerte Einkünfte, müssen diese dem Finanzamt gemeldet werden. Dieses Vermögen muss nachträglich versteuert werden. Bleibt die Meldung an das Finanzamt aus, macht sich der Erbe strafbar; er begeht eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen. Ist dies bereits geschehen, kann immer noch eine strafbefreiende Selbstanzeige gestellt werden, um in die Steuerehrlichkeit zurückzukehren.

Häufig wissen die Erben zunächst gar nichts davon, dass sich im Nachlass unversteuerte Kapitaleinkünfte befinden. Denn der Erblasser hat über sein Schwarzgeld nie geredet, schon gar nicht über Steuerhinterziehung. Dieses Problem wälzt er dadurch aber auf die Erben ab. Denn diese stehen nun gegenüber dem Finanzamt in der Pflicht und müssen innerhalb relativ kurzer Zeit die Steuererklärungen des Erblassers korrigieren. Wurde dies – auch aus Unkenntnis – versäumt, besteht noch die Möglichkeit, eine strafbefreiende Selbstanzeige zu stellen. Dies sollte allerdings möglichst bald geschehen. Denn der Kampf gegen Steuerhinterziehung wird international verschärft, eine Entdeckung der Tat dürfte spätestens wenn der automatische Informationsaustausch von Finanzdaten im kommenden Jahr beginnt, nur noch eine Frage der Zeit sein. Dann ist es allerdings zu spät für eine Selbstanzeige.

Damit die Selbstanzeige strafbefreiend wirken kann, muss sie zudem vollständig und fehlerfrei sein. Gerade in komplizierten Erbschaftsangelegenheiten sind die Erben damit in der Regel überfordert. Daher sollte eine Selbstanzeige auch nicht ohne kompetente Hilfe oder mit Hilfe von Musterformularen erfolgen. Die komplexen Vorgänge können so in der Regel nicht erfasst werden und Fehler sind fast schon vorprogrammiert, so dass die Selbstanzeige in der Konsequenz misslingt.

Deshalb sollten im Steuerrecht erfahrene Rechtsanwälte und Steuerberater mit der Selbstanzeige beauftragt werden. Sie wissen, welche Angaben die Selbstanzeige enthalten muss, damit sie strafbefreiend wirken kann.

http://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/selbstanzeige/selbstanzeige-erbe-erbschaft.html

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater www.grprainer.com ist eine überregionale, wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Sozietät. An den Standorten Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart und London berät die Kanzlei im Kapitalmarktrecht, Bankrecht und im Steuerrecht und Gesellschaftsrecht. Zu den Mandanten gehören Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft, Verbände, Freiberufler und Privatpersonen.

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Nordcapital Bulkerflotte 1 muss Insolvenz der MS E.R. Barcelona verkraften

Nordcapital Bulkerflotte 1 muss Insolvenz der MS E.R. Barcelona verkraften

Nordcapital Bulkerflotte 1 muss Insolvenz der MS E.R. Barcelona verkraften

http://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/faelle/nordcapital-gmbh-schiffsfonds.html Aus einer sicheren und renditestarken Geldanlage wurde es für die Anleger der Nordcapital Bulkerflotte 1 nichts. Die MS E.R. Barcelona ist als erstes Schiff der Flotte inzwischen insolvent.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des 2008 aufgelegten Schiffsfonds Nordcapital Bulkerflotte 1 schlagen sich nun auch in einer Insolvenz einer Schiffsgesellschaft nieder. Über die Gesellschaft der zur Bulkerflotte gehörenden MS E.R. Barcelona hat das Amtsgericht Lüneburg das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 46 IN 33/16). Die Insolvenz kann auch als Zeichen gesehen werden, dass die Nordcapital Bulkerflotte 1 sich weiterhin in rauer See befindet. Bisher hat einer der bundesweit größten Schiffsfonds seine Ziele deutlich verfehlt. Für die rund 5600 Anleger, die rund 174 Millionen US-Dollar in den Schiffsfonds gesteckt haben, verlief die Beteiligung bisher enttäuschend.

Als das Emissionshaus Nordcapital den Fonds im Jahr 2008 auflegte, zeichnete sich die Krise der Handelsschifffahrt bereits ab. Überwunden wurde sie bis heute noch nicht. Anleger, die weitere Hiobsbotschaften und den Verlust ihres eingesetzten Kapitals befürchten, können sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann u.a. prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Grundlage dafür kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein.

Etliche Schiffsfonds befinden sich seit der Finanzkrise 2008 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die schon häufig in der Insolvenz und mit hohen Verlusten für die Anleger endeten. Allerdings hätten im Zuge einer anleger- und objektgerechten Beratung auch die Risiken eines Schiffsfonds umfassend dargestellt werden müssen. Am schwersten wiegt für die Anleger dabei das Totalverlust-Risiko. Erfahrungsgemäß wurden die Risiken in den Anlageberatungsgesprächen aber häufig verschwiegen oder nur am Rande erwähnt. Trotz des Totalverlust-Risikos wurden Schiffsfonds häufig sogar als Altersvorsorge empfohlen. Eine derartige Falschberatung kann zu Schadensersatzansprüchen führen.

Darüber hinaus haben die Banken für die Vermittlung von Schiffsfonds teilweise hohe Provisionen erhalten. Auch diese sog. Kick-Back-Zahlungen müssen nach der Rechtsprechung des BGH zwingend offengelegt werden.

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Inanspruchnahme von Elternzeit: Fax oder E-Mail reichen nicht

Autor: RA Stefan Bell, Fachanwalt für Arbeitsrecht
in der Kanzlei Bell & Windirsch, Düsseldorf

Inanspruchnahme von Elternzeit:  Fax oder E-Mail reichen nicht
RA Stefan Bell, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Wer für den Zeitraum bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes Elternzeit beanspruchen will, muss sie nach § 16 Abs. 1 Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG) spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit schriftlich vom Arbeitgeber verlangen und gleichzeitig erklären, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit genommen werden soll.
Bei dieser Inanspruchnahme handelt es sich um eine rechtsgestaltende empfangsbedürftige Willenserklärung, durch die das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit – vorbehaltlich der Vereinbarung einer Teilzeitbeschäftigung – zum Ruhen gebracht wird. Einer Zustimmung des Arbeitgebers bedarf es nicht. Das Elternzeitverlangen erfordert die strenge Schriftform gemäß § 126 Abs. 1 BGB. Es muss deshalb von der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden. Ein Telefax oder eine E-Mail wahrt die von § 16 Abs. 1 Satz 1 BEEG vorgeschriebene Schriftform nicht und führt gemäß § 125 Satz 1 BGB zur Nichtigkeit der Erklärung. Allerdings kann sich ein Arbeitgeber aufgrund der Besonderheiten des konkreten Falls treuwidrig verhalten, indem er sich darauf beruft, das Schriftformerfordernis des § 16 Abs. 1 Satz 1 BEEG sei nicht gewahrt (§ 242 BGB).
Die Klägerin war als Rechtsanwaltsfachangestellte bei dem beklagten Rechtsanwalt beschäftigt. Dieser kündigte das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 15. November 2013. Im Kündigungsrechtsstreit machte die Klägerin geltend, sie habe dem Beklagten nach der Geburt ihrer Tochter per Telefax am 10. Juni 2013 mitgeteilt, dass sie Elternzeit für zwei Jahre in Anspruch nehme. Der Beklagte habe deshalb das Arbeitsverhältnis nach § 18 Abs. 1 Satz 1 BEEG nicht kündigen dürfen. Die Vorinstanzen haben der Kündigungsschutzklage stattgegeben.
Die Revision des Beklagten hatte vor dem Neunten Senat des Bundearbeitsgerichts Erfolg. Das Arbeitsverhältnis ist durch die Kündigung des Beklagten vom 15. November 2013 aufgelöst worden. Entgegen der Ansicht des Landesarbeitsgerichts genoss die Klägerin nicht den Sonderkündigungsschutz des § 18 Abs. 1 Satz 1 BEEG. Die Klägerin hatte mit ihrem Telefax vom 10. Juni 2013 nicht wirksam Elternzeit verlangt. Besonderheiten, die es dem Beklagten nach Treu und Glauben verwehrten, sich auf den Formverstoß zu berufen, lagen nicht vor.
Bundesarbeitsgericht
Urteil vom 10. Mai 2016 – 9 AZR 145/15 –
zitiert nach Pressemitteilung Nr. 23/16

Fazit:
Ist ein Anspruch „schriftlich“ geltend zu machen, gilt § 126 Abs. 1 BGB

(1) Ist durch Gesetz schriftliche Form vorgeschrieben, so muss die Urkunde von dem Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden.

Auch wenn heutzutage die übliche Kommunikation nahezu ausschließlich elektronisch (Smartphones, Tablets, PC) erfolgt und Faxgeräte fast schon antiquiert erscheinen, so muss doch nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass das Schriftformerfordernis gemäß § 126 BGB zwingend ist. Erstaunlich ist das auch deshalb, weil für die Einreichung fristwahrender Schriftsätze ein Fax ausreicht (§ 130a ZPO). Das Schriftformerfordernis hat jedoch im Arbeitsrecht einen hohen Stellenwert (z.B. bei Kündigungen oder Aufhebungsverträgen) und dient deshalb auch dem Schutz der Arbeitnehmer. Wer also Elternzeit beantragen will, muss zu Papier und Kugelschreiber greifen. Auch auf die Einhaltung einer Frist muss geachtet werden: Schriftstücke müssen den Empfänger rechtzeitig und nachweisbar erreichen. Die Zustellung durch einen Boten (aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis) ist immer noch die sicherste Methode.

Autor und zuständig für Rückfragen: RA Stefan Bell, Fachanwalt für Arbeitsrecht
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Rechtssicherheit für Homosexuelle: Rehabilitierung der Justizopfer

eine Information des Deutschen Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.

Rechtssicherheit für Homosexuelle: Rehabilitierung der Justizopfer
Gegen Diskriminierung

23. Mai 2016. Männern, die nach 1945 aufgrund von „homosexuellen Handlungen“ verfolgt und verurteilt wurden, ist die Rehabilitierung in Aussicht gestellt worden. Uwe Hoffmann, Geschäftsführer des Deutschen Schutzverbandes gegen Diskriminierung e. V. (DSD): „Für viele damals Betroffene wird diese längst überfällige Entscheidung leider zu spät kommen. Etliche Menschen, die durch den § 175 diskriminiert wurden, sind schon lange nicht mehr am Leben.“

Ein Rechtsgutachten bestätigt: Männer, die erst nach dem zweiten Weltkrieg Opfer des § 175 Strafgesetzbuch wurden, müssen rehabilitiert werden. Dieser Paragraph hatte „homosexuelle Handlungen“ von Männern unter hohe Strafen gestellt. Der Bundesjustizminister hat nun einen Gesetzesentwurf zur Rehabilitierung dieser Männer angekündigt. „Warum ein solches Gutachten so lange auf sich warten ließ, ist mir schleierhaft. Auch dass der § 175 in der Bundesrepublik erst im Jahr 1994 endgültig abgeschafft wurde“, so Hoffmann ( www.gegendiskriminierung.de )

Männer, die bis 1945 verurteilt wurden, sind im Jahr 2002 rehabilitiert worden. Der DSD-Geschäftsführer: „Was natürlich auch viel zu spät geschehen ist. Dass zur selben Zeit aber nicht auch die Urteile aus der Zeit der Bundesrepublik aufgehoben wurden, ist empörend. Die Opfer des § 175 wurden schließlich alle gleichermaßen schändlicherweise sozial ausgegrenzt und verfolgt.“ Es stand zur Debatte, ob die Rehabilitierung mit dem Grundgesetz vereinbar ist oder nicht. Auch die Rechtssicherheit von Urteilen ist in Deutschland nämlich ein sehr hohes Gut.

Betroffene müssen aber wahrscheinlich froh sein, dass überhaupt endlich Bewegung in die ganze Sache gekommen ist. „Jetzt können wir nur hoffen, dass das Gesetz zügig verabschiedet wird. Es wäre niederschmetternd, wenn die nun geschürten Hoffnungen zum Warten auf Godot verkommen“, so Hoffmann.

Der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung setzt sich für Menschen ein, die sich durch Behörden oder Unternehmen ungerecht behandelt fühlen, die bei ihrer Berufswahl aus böswilligen Gründen oder Vorurteilen benachteiligt wurden oder die durch den Staat oder seine Entscheidungen ins soziale Abseits gedrängt werden.

Besonders betreut werden Hartz IV-Empfänger, die eine kostenlose Erstberatung ihrer Fälle durch spezialisierte Anwälte erhalten.

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Ideale Kombination: „Markenführung und Recht im Social Web“. Workshop der Agentur Leven punktet mit Aha-Effekten

Ideale Kombination: "Markenführung und Recht im Social Web". Workshop der Agentur Leven punktet mit Aha-Effekten

Die Frage ob Social Media Kanäle notwendig für ein Unternehmen sind, stellt sich schon lange nicht mehr – sie sind für die meisten längst Pflicht. Die Kür besteht darin, markenkonform auf allen Kanälen zu kommunizieren – und dies genau so zu tun, dass es juristisch einwandfrei ist.

Mit ihrem interdisziplinären Workshop hat die Kölner Agentur Leven einen The-menmix angeboten, der die Herzen jedes Social Media Managers höher schlagen lässt. Wissen rund um Markenführung in den Sozialen Netzwerken, gepaart mit juristischen Hinweisen haben für viele Aha-Effekte gesorgt. Wer weiß schon im-mer, was er wie im Namen des Unternehmens posten und teilen darf und wie er dabei auch noch auf seine Marke einzahlt. So haben die Teilnehmer den auf Diskurs ausgelegten Workshop effektiv genutzt, um wichtige Strategien für ihr eigenes Social Networking kennenzulernen. Die hochkarätigen Referenten Prof. Dr. Wilfried Leven (Marketing) und Prof. Dr. Ulrich Luckhaus (Recht) gaben viele spannende Einblicke sowie Praxisbeispiele und sorgten so für viele Überra-schungen, denn noch immer gehen viele Social Networker zu unbesorgt mit In-halten um.

Aus Marketing-Sicht hat der Workshop den Zusammenhang zwischen Marke, Plattform und Darstellung aufgezeigt. Denn es ist nicht egal, welches Netzwerk sich ein Unternehmen für seine Social Media Strategie auswählt. Außerdem gab es Tipps & Tricks für mehr Traffic und zur Analyse von Statistik-Tools. Damit der Social-Media-Auftritt nicht zur rechtlichen Stolperfalle wird, thematisierte der Workshop neben Urheber- und Persönlichkeitsrechten die Basics für Unterneh-mens-Seiten: wie Datenschutzerklärung und Impressumspflicht.

Noch bis weit in den Abend hinein haben Teilnehmer und Referenten in geselliger Runde angeregt über die vorgetragenen Inhalte diskutiert. „Wir sehen immer wieder, wie groß das Interesse an Kommunikation im Social Web ist. Wichtig ist, dass Soziale Netzwerke sich nicht allein für die Markenführung verantwortlich zeigen“, so Antje Borm-Flammersfeld, stellv. Geschäftsführerin der Gastgeber-Agentur Leven. „Wer eine Marke führt, muss alle Touchpoints bedienen, dazu zählen unweigerlich auch die Offline-Kanäle wie beispielsweise Printwerbung oder Public Relations. Social Media ist eine Möglichkeit, sich mit Konsumenten und Interessenten zu vernetzen, das bietet sonst kein anderes Medium. Hier ist unserer Meinung nach besondere Sorgfalt bei der Auswahl von Themen gefragt, explizit im Sinne der Markenführung“.

Aufgrund des großen Interesses wird der interdisziplinäre Workshop im Herbst noch einmal wiederholt, ein genaues Datum steht noch nicht fest. Interessenten können ihre Teilnahme schon jetzt per E-Mail an rezeption@alh.de kundtun.

(2696 Wörter)

Anlage:
Fotos des Workshops, Luckhaus, Leven, Logo ALH, Visual der Veranstaltung

Plus PR
Aline Pelzer
0221-934644-17
apelzer@pluspr.de

Besondere Marken brauchen besondere Kommunikation.
Über die Agentur Leven:
In jeder Marke steckt ein einzigartiges Potential. Diese Einzigartigkeit herauszukitzeln und dieses Potential zu optimieren – ist das Herzstück der Kölner Agentur.
Klingt einfach. Ist es auch, wenn Engagement, Flexibilität und Können am Werk sind und wenn alle Aspekte von Kommunikation harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Die Agentur nennt es Kommunikation im Marketing.

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ATLANTICLUX: Eine Minute – Gedanken zur Altersvorsorge

Vorsorge hat mit Eigenverantwortung zu tun – Die Sonnenseite des Lebens erst Recht im Alter und Alltag genießen. ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A.

ATLANTICLUX: Eine Minute - Gedanken zur Altersvorsorge
ATLANTICLUX: Eine Minute – Gedanken zur Altersvorsorge – Vorsorge hat mit Eigenverantwortung zu tun

ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A. Weiterbildungsveranstaltung in Saarbrücken, Niederlassung der Atlanticlux Luxemburg – von Hendrik Lehmann, Niederlassungsleiter.

Träume und Wünsche können Berge versetzen – Trauer, Sorgen, Ängste und Nöte schlagen auf Herz und Nieren, enden oftmals in Depressionen und Herzkrankheiten. „In der besten Phase des Lebens nimmt der Stress überhand. Das Risiko in negative Stimmungen zu rutschen steigt. Erfolg, Zufriedenheit und Glück sind gefährdet. In guten Zeiten an später denken. Warum vorsorgen? Staatliche Vorsorge zu zusätzlich private Vorsorge, zum Beispiel eine Lebensversicherung als Altersvorsorge, reicht das?“, begrüßt Hendrik Lehmann die zahlreichen Teilnehmer, Mitarbeiter, Mitstreiter und Versicherungsexperten in den Atlanticlux Räumlichkeiten Betzenstraße 6 in Saarbrücken.

Eine Minute: Das Leben ist schön!

Hendrik Lehmann, Versicherungsexperte, Familienvater und Niederlassungsleiter mit reichlichen Lebenserfahrungen aus dem bunten Versicherungs- und Familienalltag. „Noch nie gab es so gute Gesundheitsvorsorgeangebote, Richtlinien, Arbeitsschutzstandards für die Gesellschaft, Arbeitnehmer und Unternehmen in Deutschland sowie einigen europäischen Nachbarländern. Aber vor Schicksalsschlägen ist jeder nur bedingt geschützt. Wer auf sein Leben schaut blickt auch auf Zeiten in denen gelitten wurde: den ersten Liebeskummer, Mobbing in der Schule, im Beruf, Kündigung, körperliche Gebrechen durch Unfall oder Krankheit, Verlust oder weitere persönliche Katastrophen, Pleiten, Pech und Pannen im eigenen Umfeld. Zu Fragen um die wirtschaftliche Stabilität, wenn Geld weniger wert wird, Inflation und politische Veränderungen wird täglich berichtet, diskutiert und lässt Verunsicherung zurück „, begrüßt Hendrik Lehmann die Teilnehmer der Atlanticlux Lebensversicherung S.A. in Saarbrücken. Gibt es diese Art von Sicherheit, ein Rundumsorglos Paket mit täglichem Sonnenschein? Die Teilnehmer der Atlanticlux Weiterbildungsseminar stimmen mit dem Versicherungsexperten überein, dass es schön wäre!

Das Leben ist schön – der Schlüssel liegt in der Verantwortungsübernahme!

Verantwortung für sich selbst übernehmen und damit selbst eine weitere Voraussetzung herstellen, um auf der Gewinnerseite des Lebens zu agieren, wird in den Atlanticlux Räumlichkeiten intensiv diskutiert. Das Luxemburger Versicherungsunternehmen hat die Entwicklung von innovativen Produkten zum nachhaltigen Vermögensaufbau in den Mittelpunkt der Aufgaben gestellt. Hilft ein Blick in die Vergangenheit? Vieles im Leben geht auf die Geschichte zurück. Der Blick in die Vergangenheit ist oftmals eine Erklärung für Sachverhalte in der Gegenwart und kann Wege in die Zukunft weisen. Ein Beispiel dafür ist das Wesen der Versicherung, dass es in vielerlei Hinsicht schon in weit zurückliegenden Zeiten gab. Dies möchte der Versicherungsexperte Hendrik Lehmann den Teilnehmern Seminares in Saarbrücken nicht vorenthalten. Arten der Versicherungen konzentrieren sich in der christlichen Seefahrt, hierbei spielt die Verantwortungsübernehme eine wesentliche Rolle.

Eine Minute: Die wohl älteste Versicherung der Welt – „Gott“

Das lässt sich zum Beispiel an den Seefahrern der Hanse festmachen. Die christliche Tradition spielte an Bord eine große Rolle. So begleiteten u.a. Theologiestudenten die Schiffe auf den Reisen um die Welt. Sonntags nahm der Gottesdienst einen besonders großen Teil des Tages der Seemänner ein. Und wenn die Seeleute es sicher durch die Ägäis geschafft hatten, dann ließen sie auf einer Insel in Griechenland weiße Kirchen erbauen, sogenannte Votivkirchen: Als Dank dafür, dass sie die gefährlichen Riffe und den ungemütlichen Seegang überstanden hatten. Und als Versicherung dafür, dass sie auch in Zukunft vor dem Ungemach der See entfliehen würden.

Eine Minute: Sklavenkassen – Versicherung für Sicherheit und Schutz für die Seeleute

Versicherungsexperte Lehmann erläutert, dass es natürlich Situationen gab, in denen selbst göttlicher Beistand nicht genügend Versicherung bot. In Zeiten der Hanseschifffahrt waren nämlich das Wetter und Klippen nicht die einzigen Gegner der Männer an Bord. Piraten hatten es auf die Handelsgüter abgesehen und überfielen regelmäßig die Schiffe der Seefahrer. Fast immer hatten die Hanse-Schiffe das Nachsehen. Die Seeleute, die nicht ums Leben kamen, wurden gefangen genommen und versklavt. Um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, gründeten Kaufmänner und Seefahrer sogenannte Sklavenkassen, in die jeder einzahlte, um im Falle einer Gefangennahme wieder frei gekauft zu werden. Solche Sklavenkassen ähneln schon viel mehr den heutigen Vorstellungen von Versicherung: Man zahlt einen Beitrag, um im Falle einer Notsituation Hilfe zur erhalten.

Fazit: Jeden Tag eine gute Tat – Verantwortungsübernahme – Zuversicht – Vorsorge – Gewissenhaftigkeit

Menschen die unter chronischem Stress leiden, neigen zu Herzschmerz und Herzerkrankungen, leiden beim Altwerden und im Alter. Verantwortungsübernahme fängt in kleinen Schritten jung an. Eine gute Tat am Tag, dann gewinnt die Zuversicht mehr Raum, positive Erfolge und Zufriedenheit sind die Folge. Aktive Vorsorge gedeiht langfristig mit der ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A. als Partnerschaft. Die Kunden entscheiden sich für eine Altersvorsorge, bei der Versicherungsschutz und Kapitalanlagechancen auf höchstem Niveau vereint sind. Auf langjährige Erfahrung und Kompetenz rund um die individuelle Vorsorge bringen Erfolg und Glück. Die Verantwortungsübernahme fängt bereits in jungen Jahren an, darauf hat sich die Atlanticlux Lebensversicherung S.A. eingestellt beendet Versicherungsexperte Hendrik Lehmann Weiterbildungsveranstaltung.

V.i.S.d.P.:
Hendrik Lehmann
Niederlassungsleiter
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Gegründet im Oktober 1987, nahm die ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A. ihren Geschäftsbetrieb im Bereich der klassischen Kapital-Lebensversicherung auf. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Großherzogtum Luxemburg und eine Niederlassung in Saarbrücken. Die Atlanticlux hat die Entwicklung von innovativen Produkten zum nachhaltigen Vermögensaufbau in den Mittelpunkt der Aufgaben gestellt. Die ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A. ist spezialisierter Partner für private Altersvorsorge. Die PREMIUM SELECT LUX S.A. übernimmt die Verwaltung institutioneller Gelder externer Unternehmen. Sowohl die tägliche Analyse der globalen Kapitalmärkte, als auch die Umsetzung im Rahmen der Anlagestrategien der ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A., fallen in den Aufgabenbereich der PREMIUM SELECT LUX S.A. Weitere Informationen unter: www.atlanticlux.de

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