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Zuviel Bio ist unerträglich. Alnatura brüskiert Produzentin von Bioäpfeln als Racheartikel bzw. Düngerartikel.

BioRacheRoss schokiert und in Tränen.
Große Ökohandelskette verweigert Aufnahme von Pferdeäpfeln im Vertrieb zum Zwecke von Vergeltung bzw. als Naturdünger.
Gegenwehr: Das RacheRoss will Alnatura im Bekanntheitgrad überholen und bietet z.Zt. eine Gratispackung Rachemist gegen Gefolgschaft bei Facebook oder Twitter.
Zuviel Bio ist unerträglich.  Alnatura brüskiert Produzentin von Bioäpfeln als Racheartikel bzw. Düngerartikel.

Gerade erhielt das RacheRoss in Freiburg eine herbe Abfuhr. Es hatte sich vertrauensvoll an die Ökoladenkette Alnatura gewandt und einen heißen Vorschlag zwecks vertrieblicher Zusammenarbeit unterbreitet.

Da die Firma im Wesentlichen Lebensmittel aus Ökoproduktion sowie auch Weine, Genussmittel also, ferner Kosmetik und Textilien anbietet und auch Rudof-Steiner-Krimskrams auftaucht, liegt eine kleine Erweiterung der Produktpalette nicht fern.

Was hat BioRacheRoss auf Lager?
Natürlich seine feinen Äpfel. Einmal als Dünger, ganz klar, dann aber auch zum Zwecke der Vergeltung. Als Rachegeschenk an alle erdenklichen Übeltäter, die einem im Leben immer wieder über den Weg laufen, denen gegenüber man nagende Rachegefühle verspürt oder denen man auch einfach eine kleine Warnung übermitteln will.

Mit einem Rachegeschenk bedacht werden können alle Sorten von Übeltätern, ob Exfreundin oder Exfreund, unliebsame Konkurrenten, unfreundliche Beamte oder Sacharbeiter, Politiker, unertägliche Nachbarn, faule Kunden, Lehrer, Rechthaber, Tratschtanten, Betrüger, Verleumder, und viele mehr.

Die Firma lehnte die guten Bioäpfel nun mit der albernen Begründung ab, es bestehe Verwechslungsgefahr mit Lebensmitteln.
Was soll man dazu sagen?

Der amüsante Schriftverkehr lässt sich nachlesen auf http://www.biorache.com, dann Suche nach „alnatura“.

Wer die Racheäpfel sucht, um endlich diverse Rachgegelüste befriedigen zu können, der findet sie im Shop.
Bis auf weiteres erhalten alle Besteller eine Ladung Rachemist kostenlos, wenn sie es betwittern oder es bei Facebook als Freund wählen.

Pferdeäpfel stellen eine intelligente, zeitgemäße Form der Ausübung von Vergeltung dar.
Sie wurden eigens von und für moderne Menschen entwickelt, sie sind leicht in Einsatz zu bringen, originell, wirkungsvoll und billig. Dazu noch politisch korrekt und auf alle Situationen passend – eine Lösung zu allen Gelegenheiten!
Zwei Grüßen zu knapp zehn bzw. zwanzig Euro.
http://www.biorache.com

Verlag und Betreiber diverser Reiseseiten und Jugendportale. Bücher zu Sachthemen, Jobs, Praktika, Aupair, Freiwilligendiensten, Reise, Reiseberichte, Interrail, Autobiographien.

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Georg Beckmann
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Reaktorbrand in Windscale! Atomanlage in Flammen!

Lehrstück Atomkraft: Der vergessene Unfall in der englischen Plutoniumanlage.
Reaktorbrand in Windscale!  Atomanlage in Flammen!

So oder ähnlich hätten die Schlagzeilen in der englischen Presse, oder die Informationen der Regierung im Oktober 1957* lauten können.
Sie taten es aber nicht. Ein wenig Radioaktivität sei, ausgetreten, Milch werde vorsichtshalber aus dem Verkehr gezogen, zu keiner Zeit bestand und besteht Gefahr für …. Man kennt es ja.
Kaum jemand hat Kenntnis davon. Dabei ist die Geschichte gut dokumentiert. Schon 1959 beschrieb Gustav Schenk in seiner Dokumentation „Vor der Schwelle der letzten Dinge“, der den Unfall von Windscale in allen Einzelheiten und Auswirkungen.

Heute ist dieser Ort sprachlich „entsorgt“. Er heißt nun Sellafield und ist somit ein anderer.

Der Lake District im nordenglischen Cumberland, eine wunderschöne Landschaft und verbunden mit der englischen Romantik (Wordsworth und seinen „Daffodils“) dürfte eines der meistverstrahlten Gebiete der Großbritanniens (der Welt?) sein. Die Irische See ist definitiv das weltweit verseuchteste der Welt. Wer Fisch oder Austern von dort verzehrt, ist ein armes Schwein. Ähnliches gilt vermutlich bezüglich der „guten“ irischen Butter, denn damals herrschte ausnahmsweise auch mal Ostwind, so dass vieles, was aus dem Schornstein flog, auch auf den irischen Weiden landete. Zwei Millionen Liter Milch wurden weggeschüttet.

Damals war Windscale Herz der britischen Atombombenfabrikation, wovon möglichst niemand Kenntnis haben sollte. Zwar bröckelte das Britische Weltreich, aber Weltmacht wollte man bleiben, und dazu gehörte die Bombe.
Russen und Amerikaner bastelten ebenfalls daran, aber die Amerikaner hatten die Briten seit 1946 von einer Zuammenarbeit ausgeladen und von allen Informationen abgeschnitten. Das konnte nur durch eine Riesenanstrengung wettgemacht werden, denn der Atomwaffensperrvertrag stand an. Die Engländer mussten den Amerikanern beweisen, dass sie die Bombe bauen konnten, um wieder am Wissensfluss teilhaben zu können.

Folge: Der Druck auf die Wissenschaftler und Techniker wurde derart verstärkt, dass es zum Unglück kommen musste. Eine erhöhte Plutoniumausbeute wurde durch höhere Temparaturen erreicht. Dabei gerieten die Uranstäbe im Reaktor in Brand, angefacht durch ein primitives Luftgebläse, so das radioaktive Partikel über den 125 Meter hohen Schornstein hinausbefördert wurden.
Tote? Es finden sich Zahlen von 40 bis 90, die unmittelbar auf den Unfall zurückzuführen sind, aber weitere, die später an den Folgen starben, in Irland oder Holland beispielsweise, sind unbekannt.

Das BioRacheRoss in Freiburg sendet dem Hauptverantwortlichen posthum eine Packung eines herrlichen Racheartikels, nämlich seiner Pferdeäpfel: Harold Macmillan.
Das Pferd sühnt alle möglichen Untaten und biete allen Gelegenheit, dezent Rache zu nehmen: an den Exen, Politikern, faulen Lehrern, bösen Nachbarn, geschwätzigen Freundinnen und dergleichen.
Preis für die kleine Packung unter 20 Euro, die große etwas mehr.

Näheres bei http://www.biorache.com

Hier ein BBC-Film dazu: http://wn.com/Windscale
und hier ein Artikel in der Zeit: http://www.zeit.de/2007/41/A-Windscale
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Kernige Kernkraft und Störfall im Hirn. Sprachliche Manipulation ohne Ende durch Politik- und Pressesprech erfordert Rache.

Plädoyer zur Rückeroberung von Sprache und Bewusstsein. Schlechter Ruf? Einfach umtaufen? Dafür gibt´s ein Rachegeschenk!
Kernige Kernkraft und Störfall im Hirn. Sprachliche Manipulation ohne Ende durch Politik- und Pressesprech erfordert Rache.

Was tut man, wenn etwas negativ behaftet ist? Man benennt es um. Schon der englische König verwandelte seinen Rattenfänger, „rat catcher“, vor Jahrhunderten in einen „rodent operator“, eine Art „Nagetierspezialisten“.
Derart sollten irgendwelche störenden Gedanken und Assoziationen ausgemerzt oder Wahrheiten unterdrückt werden.

So kommen „Preiserhöhungen“ immer als „Preisanpassungen“ daher, und selbst das kleine unscheinbare Wort „kostenlos“, lang eingeführt, konkurrenzlos und alles aussagend, was zu sagen ist, kriegt noch ein „kostenfrei“ zur Seite gestellt.
So wird das Dahinterstehende noch erstrebenswerter, irgendwo winkt ja auch noch „Freiheit“, irgendetwas Positives, während der Endsilbe „-los“ auf einmal der Makel eines Mangels anzuhaften scheint.

Gefährlich wird´s, wenn Politik und Medien sich derartigen manipulativen Sprachgebrauchs bedienen und die Betroffenen, die Bürger, ja selbst Fachleute, dies nicht merken.

Wenn der amerikanische Präsident Truman seinerzeit in allen Regierungsdokumenten »atomic« durch »nuclear« umetikettieren ließ, dann mit Absicht. Das tut man nicht umsonst.
Das einstige für Fortschritt stehende „Atom“ wurde immer stärker negativ besetzt und musste weichen. Es herrschte Kalter Krieg, die Folgen von Hiroshima, die Verseuchung der Testgebiete im Pazifik wurden bekannt, „Atom“ klang beängstigend. In amerikanischen Schulen fanden Schutzübungen statt, „duck and dive“, wobei sich die Schüler unter die Tische warfen – zum Schutz vor Atombomben, wohlgemerkt.

Auch hierzulande wurde Häuslebauern der Einbau quasi „atomsicherer“ Schutzräume empfohlen, eher „Schutzträume“.
Der Politsprech wechselte dementsprechend, gefolgt von mehr oder weniger hirnlosen Medienvertretern oder auch ganz bewusst, je nach Interessenslage.

In den frühen Sechzigern waren „Atom“, „Atomkraft“ bzw. „Atomkraftwerke“ noch gang und gäbe. Die Politk erfand auf einmal eine „Kernkraft“, was eher an knackige, gesunde Äpfel als an Tod und Krebs erinnerte. Das Bedrohliche musste verschwinden, denn die Atomkraft sollte ausgebaut werden.
So verwandelte sich auf einmal eine „Atommülldeponie“ in einen „Entsorgungspark“. Jeder weiß, dass man dort doch sorgenfrei lustwandeln können muss, denn dazu sind Parks da. Und überhaupt das Wort „entsorgen“. Seid wann sind wir sie los, wenn wir die „Sorgen“ verschieben? Die „Entsorgung“ ist eine manipulative Wortschöpfung. Vorher wurde „beseitigt“. Das Beseitigte stand eben auf der Seite, aber es war immer noch da.

Ja – ein weiteres völlig neues Wort wurde erfunden, um den Schrecken niederzuhalten: der „Störfall“, bis Ende der Siebziger in keinem Wörterbuch verzeichnet. Den gab es vorher nicht. Entweder gab es eine „Störung“ oder eben einen „Unfall“.
Das reichte völlig, um das Geschehen in der Welt hinreichend zu bezeichnen.
Wo gäbe es auch sonst im Leben „Störfälle“? Beim Auto, in Beziehungen, beim Sport?
Dem Wort wohnt zudem auch etwas Flüchtiges inne, denn es bezeichnet weniger als eine Störung, die ja von gewisser Dauer ist, während ein »Fall« immer etwas Punktuelles, Flüchtiges beinhaltet. Der Unfall musste wie die Pest vermieden werden. Er durfte nicht vorkommen; er war nicht vorgesehen.

Weitere sprachliche Mittel, um Wörter ihrer Inhalte zu berauben, sind Abkürzungen: ein „AKW“ ist eben mal kein „Atomkraftwerk“ und ein „Gau“ keinesfalls ein größter anzunehmender Unfall, schon lange keine Atomreaktorexplosion oder -schmelze, sondern eine liebliche Landschaft, wie der Sundgau, Ammergau, Wonnegau usw., ein erstrebenswertes Urlaubziel.
Wiederum ist zu fragen: Wo im Leben gibt es weitere „größte anzunehmende Unfälle“, beim Auto, in Beziehungen …?

Wie erfolgreich diese Verdummungen sind, ist daran zu erkennen, dass sie sogar von Grünen, Atomkraftgegnern und von mit ihnen sympathisierenden Fachleuten benutzt werden. Dass Atomkraftbefürworter, Wirtschaft, Banken und Industrie von „Kernkraft“ reden, ist normal. Das ist ihr Geschäft.
Dass Grüne und ausgewiesene Atomkraftgegner derartigen Blödsinn daherschwafeln, beweist hingegen den Erfolg der Manipulation durch Politik und dumm nachplapperndes Mediengesülze.
Der Gau ist im Kopf.

Man höre mal hin, man lese die Zeitung: tagtäglich, in jeder Zeitung, bei jeder Talkshow.

Der Freiburger BioRacheRoss nimmt sich dieser Sache nun an und wird den nächsten Atomkraftgegner, den nächsten kritischen oder grünen Politiker mit einem Rachegeschenk in Form seiner Pferdeäpfel bewerfen, sollte er das Wort „Kern..“ statt „Atom…“ gebrauchen.
Das geht so nicht weiter!
Natürlich kann auch jeder andere sich seiner tollen Racheartikel bedienen und diese seinen Feinden oder sonstigen Miststücken und Halunken zukommen lassen, ob dem Nachbarn, der Schwiegermutter, seinem Abgeordneten, Parteifreunden usw.

Hier Näheres: http://www.biorache.com
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