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Fristlose Kündigung wegen Beleidigung auch ohne Verschulden des Arbeitnehmers

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Fristlose Kündigung wegen Beleidigung auch ohne Verschulden des Arbeitnehmers

Fachanwalt Bredereck

Eine fristlose Kündigung können Arbeitgeber nur dann aussprechen, wenn ein so gravierender Verstoß des Arbeitnehmers gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten vorliegt, dass dem Arbeitgeber das Festhalten am Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist nicht zuzumuten ist. Ein solcher Verstoß kommt grundsätzlich nur bei einem Verhalten des Arbeitnehmers in Betracht, das ihm auch vorzuwerfen ist – das er also verschuldet hat. Es gibt jedoch besondere Ausnahmefälle, in denen eine fristlose Kündigung auch ohne ein Verschulden des Arbeitnehmers zulässig sein kann.

Beleidigung eines psychisch kranken Arbeitnehmers: Einen solchen Fall hatte das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein (Az.: 5 Sa 509/10) im Jahr 2011 zu entscheiden. Dabei ging es um einen Arbeitnehmer, der manisch-depressiv war und trotz vorheriger Abmahnung wegen grober Beleidigungen einer Vorgesetzten öffentlich vermeintliche sexuelle Kontakte zu einem HIV-positiven Kollegen unterstellte. In der Folge wurde festgestellt, dass der Arbeitnehmer aufgrund seiner psychischen Erkrankung schuldunfähig war hinsichtlich seiner Beleidigungen und Verleumdungen. Dennoch hielt das LAG die fristlose Kündigung für wirksam.

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Erhebliche Störung des Betriebsfriedens: Der Arbeitnehmer habe durch sein Verhalten den Betriebsfrieden so intensiv und nachhaltig gestört, dass trotz seiner Schuldlosigkeit dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zuzumuten gewesen sei.

Das LAG: Verhaltensbedingte Gründe können in der Regel nur dann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn der Arbeitnehmer nicht nur objektiv und rechtswidrig, sondern auch schuldhaft seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt hat. Dies gilt indessen ausnahmsweise dann nicht, wenn der Arbeitnehmer durch fortlaufendes Fehlverhalten die betriebliche Ordnung bzw. die Sicherheitsvorschriften derart erheblich und nachhaltig verletzt, dass dem Arbeitgeber die Aufrechterhaltung dieses Zustandes selbst dann nicht zumutbar ist, wenn der Arbeitnehmer schuldlos gehandelt hat (Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 09.06.2011 – 5 Sa 509/10).

Fazit: Beleidigungen des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber oder Vorgesetzten sind stets ein tauglicher Grund für eine fristlose Kündigung. Ob diese im Einzelfall tatsächlich gerechtfertigt ist, muss jedoch im Rahmen einer Interessenabwägung festgestellt werden. Grundsätzlich muss bei einer Kündigung wegen eines Verhaltensverstoßes dieser Verstoß vom Arbeitnehmer auch verschuldet sein. Nur in besonderen Ausnahmesituationen, wie dem beschriebenen, kann etwas anderes gelten.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag? Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

22.02.2018

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LM+ weitet erfolgreich gestartete Geschäftstätigkeit aus

LM+ weitet erfolgreich gestartete Geschäftstätigkeit aus

(Mynewsdesk) Das Bundeskartellamt hat es bestätigt: Die LM+ Leistungsmanagement GmbH (LM+) darf ihre Geschäftstätigkeit auf das Krankheitsbild (KHB) Orthopädie und die Palliativversorgung ausweiten. Darüber hinaus wird LM+ zukünftig gemeinschaftlich für die beteiligten Krankenversicherungen unter anderem in den Bereichen Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel und technische Gesundheitsanwendungen einkaufen. „Ich bin erfreut, dass das Bundeskartellamt keine kartellrechtlichen Bedenken geäußert hat und wir nun – nach den bislang gesammelten Erfahrungen im Bereich psychische Erkrankungen – auch andere Krankheitsbilder abdecken dürfen“, sagte Thomas Soltau, einer der beiden Geschäftsführer des Gemeinschaftsunternehmens LM+. „Wir haben uns in der erfolgreichen Anfangsphase unserer Geschäftstätigkeit zunächst mit dem Krankheitsbild Psyche beschäftigt. Heute können wir bereits auf Kooperationsverträge mit mehreren Online-Therapieanbietern und dem größten flächendeckenden Anbieter für die vernetzte ambulante Versorgung von psychisch kranken Menschen, der IVPNetworks GmbH, zurückgreifen. Der Prozess der Patienteneinsteuerung mit den Asklepios-Kliniken wurde überarbeitet, so dass LM+ nun im Krankheitsbild Psyche sektorübergreifende Versorgungslösungen anbieten kann“, so Soltau weiter. „Das ist ein gelungener Start und ein guter Weg in Richtung Verbesserung der Versorgungsqualität für Versicherte!“

Leistungsspektrum wird um Krankheitsbild Orthopädie und Palliativversorgung ergänzt

Ab sofort wird sich LM+ auch mit dem KHB Orthopädie und der Palliativversorgung beschäftigen. Im Bereich der Orthopädie sollen in erster Linie unnötige Operationen durch das Angebot von Zweitmeinungsverfahren vermieden werden. Darüber hinaus sollen frühzeitig und richtig gestellte Diagnosen dazu betragen, optimale Therapien zu ermöglichen. Dies soll auch mit einem Angebot an Beratungsdienstleistungen wie Klinik- und Behandlungsmethodenbewertung, etc. erreicht werden.

Im Bereich der Palliativversorgung wird das Angebot an Beratungsleistungen zur Verbesserung der Information der Versicherten in Bezug auf mögliche Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung) erweitert, um eine stärker am Bedarf der Versicherten ausgerichtete Versorgung zu ermöglichen. Auch soll das Informationsangebot für Versicherte verbunden mit Beratungsleistungen bei der Palliativversorgung ausgebaut werden.

LM+ jetzt auch Einkaufsgemeinschaft

Nach der jetzigen Entscheidung des Bundeskartellamts kann LM+ nun auch als Einkaufsgemeinschaft genutzt werden. Dazu soll LM+ Preis- und Leistungsvergleiche mit dem Ziel einer Optimierung des Einkaufs der beteiligten Krankenversicherer durchführen. Durch die Bündelung von Nachfrage gegenüber Leistungserbringern, Pharmafirmen, Soft- und Hardwareanbietern im Gesundheitswesen werden Einkaufsvorteile erzielt. Dies soll zu einer Verbesserung der Versorgungssituation, verbunden mit einer stärkeren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Versicherten (beispielsweise bessere Heil- und Hilfsmittelqualität) führen. Vorgesehen sind der gemeinsame Einkauf von Hilfsmittelberatungsleistungen, Heil- und Hilfsmitteln sowie Arzneimitteln über entsprechende Rahmenverträge. Auch sollen gemeinsame Verträge mit Apotheken und ihren Verbänden geschlossen werden, die besondere Informations- und Beratungsdienstleistungen für Versicherte bieten werden. Schließlich ist geplant, E-Health-Lösungen gemeinsam einzukaufen und Apps sowie weitere technische Anwendungen gemeinsam zu entwickeln.

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LM+ ist ein Joint Venture der Barmenia, Gothaer, Hallesche und Signal Iduna, die als gleichberechtigte Gesellschafter insgesamt über 2 Millionen Vollversicherte repräsentieren. Das Ziel des Unternehmens ist es, die Versorgungsqualität der Versicherten zu verbessern. Dieses Ziel wird über die Bündelung von Fachkompetenz, den Austausch von Know-how und die Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber Leistungserbringern im Gesundheitswesen erreicht. Verbesserte Versorgungskonzepte sollen dazu beitragen, die Behandlungen und Arzneimitteltherapien sektorübergreifend zu harmonisieren und besser aufeinander abzustimmen.

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„Aus Pflegestufen werden Pflegegrade“ – Verbraucherinformation der DKV

Was bedeutet das Pflegestärkungsgesetz II für die Verbraucher?

"Aus Pflegestufen werden Pflegegrade" - Verbraucherinformation der DKV

Angst vor Schlechterstellung müssen Pflegebedürftige nicht haben.
Quelle: ERGO Group

Zum Jahreswechsel ändert sich Grundlegendes in der Pflegeversicherung: Ab 1. Januar 2017 wird es statt der drei Pflegestufen fünf Pflegegrade geben. Menschen mit geistigen oder psychischen Erkrankungen werden denen mit körperlichem Hilfebedarf gleichgestellt. Angehörige sollen bei der Pflege entlastet werden. Auf welche Veränderungen müssen sich Pflegebedürftige einstellen? Was bedeutet die Reform für Verbraucher, die bereits eine private Pflegeversicherung haben? Alexander Winkler, Pflegeexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, gibt Antworten.

Nur noch knapp zwei Monate, dann wird das Pflegestärkungsgesetz II die Einstufung der Pflegebedürftigkeit grundlegend verändern: Kernstück der Reform ist die Umwandlung der drei bisher existierenden Pflegestufen in fünf Pflegegrade. „Bisher richtete sich die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit vor allem nach den körperlichen Gebrechen“, erklärt Alexander Winkler, Pflegeexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Demenzkranke kamen dabei zu kurz.“ Hauptanliegen des Pflegestärkungsgesetzes II ist daher, Menschen mit geistigen und psychischen Einschränkungen besser zu berücksichtigen. Statt wie bislang den täglichen Hilfebedarf in Minuten zu Grunde zu legen – beispielsweise Pflegestufe I für 46 Minuten notwendige Pflege -, ist bei der Einstufung künftig die Frage entscheidend: Wie selbstständig kann der Betroffene ohne Unterstützung von anderen leben? Um dies zu bestimmen, kommen sechs wichtige Lebensbereiche unter die Lupe, darunter nicht nur Mobilität und Selbstversorgung, sondern etwa auch die Fähigkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Je größer die Einschränkungen in jedem Bereich, desto mehr Punkte vergibt der Gutachter. Aus der Gesamtpunktzahl ergibt sich dann der Pflegegrad. Der Gesetzgeber erwartet, dass zukünftig 500.000 Menschen zusätzlich Leistungen aus der Pflegeversicherung bekommen. „Das neue System gilt aber auch für alle, die bereits eine Pflegestufe haben“, so Alexander Winkler. „Ein neuer Antrag oder eine erneute Begutachtung ist nicht erforderlich. Die Übertragung läuft nach einer vom Gesetzgeber festgelegten Systematik automatisch.“ Die Pflegekasse informiert den Pflegebedürftigen schriftlich darüber, welcher Pflegegrad für ihn gilt.

Auswirkungen auf Pflegebedürftige

Angst vor einer Schlechterstellung brauchen Pflegebedürftige nicht zu haben: Das Gesetz stellt sicher, dass niemand, der bereits Leistungen bezieht, nach der Umstellung weniger bekommt. Für die meisten gilt das Gegenteil: „Fast allen Pflegebedürftigen stehen künftig höhere Leistungen zu. Und durch die Gleichstellung körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen erhalten zum Beispiel an Demenz Erkrankte früher Leistungen“, erklärt der DKV Experte.

Finanzierungslücken trotz Gesetzesreform

In Folge der Gesetzesänderung werden die meisten Pflegebedürftigen zwar künftig mehr Geld erhalten. Aber das ändert nichts daran, dass die staatlichen Leistungen nur einen Teil der tatsächlichen Kosten abdecken – die Differenz müssen Betroffene nach wie vor selbst zahlen. Dabei können pro Monat leicht vierstellige Beträge zusammenkommen. „Auf der sichereren Seite sind diejenigen, die privat für die Pflegebedürftigkeit vorgesorgt haben“, so der Pflegeexperte der DKV. „Eine Pflegezusatzversicherung beispielsweise ist eine gute Möglichkeit, Finanzierungslücken zu schließen.“ Wer bereits eine Police hat, braucht sich um nichts kümmern; die Versicherer passen den Schutz an die neuen Gegebenheiten an und werden ihre Versicherten darüber informieren. In den meisten Tarifen steigen die Leistungen. Wie in der gesetzlichen Versicherung auch, geht das allerdings nur mit einer gleichzeitigen Erhöhung der Beiträge. Wer in diesem Jahr noch eine Pflegezusatzversicherung abschließt, dessen Vertrag wird ebenfalls automatisch zum Januar umgestellt. „Es ist daher nicht nötig, bis zum Inkrafttreten der Gesetze zu warten“, meint Alexander Winkler. „Stattdessen gilt: Je früher man sich um die Pflegezusatzversicherung kümmert, umso besser. Denn wer sich frühzeitig absichert, zahlt niedrigere Beiträge und profitiert von höheren Leistungen.“
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Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher Weitere Informationen zur Krankenversicherung finden Sie unter www.dkv.de

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Über die DKV
Die DKV ist seit beinahe 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2015 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.
Die DKV ist der Spezialist für Krankenversicherung der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.dkv.com

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Sonstiges

Zwischen Fassungslosigkeit und Trauer Depressionen Hauptursache von Suizid

(Mynewsdesk) Zum diesjährigen Suizidpräventionstag am 10. September 2015 sind wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant, die das Thema Suizid und seine Vermeidung ins Bewusstsein bringen sollen. Das ist auch ein Ziel von Ralph Kähne. In seinem neuartigen Sach-Roman „Herr der Falter“ beleuchtet der Autor eindringlich die heimtückische Krankheit Depressionen, die für 10.000 Suizide und 150.000 Selbstmordversuche allein in Deutschland hauptverantwortlich ist.

Wenn ein Mensch Suizid begeht, ist die Betroffenheit und Trauer bei den Angehörigen groß. Als am 24. März 2015 der Germanwings-Flug 9525 von Barcelona nach Düsseldorf mit 150 Menschen an Bord in den südfranzösischen Alpen zerschellte, herrschte weltweit Fassungslosigkeit. Als bekannt wurde, dass der Unglückspilot 2009 an einer schweren Depression erkrankt war und die Maschine womöglich mit Absicht hat abstürzen lassen, folgte ein Aufschrei des Entsetzens: Wie konnte es nur soweit kommen?

Depressionen Hauptursache von Suizid

Depressionen kommen in allen Bevölkerungsschichten vor. Die Krankheit kann jeden treffen, ist weder erblich, noch sind die Betroffenen geisteskrank. Mehr als 90 Prozent aller Suizide und Selbstmordversuche erfolgen vor dem Hintergrund einer nicht hinreichend behandelten psychischen Erkrankung. Fakt ist aber auch, dass depressiv Erkrankte und Suizid-Gefährdete vor ihren Verzweiflungstaten oft Signale senden.

Das weiß Ralph Kähne, Biologe und Buchautor aus Wandlitz bei Berlin, aus eigener Erfahrung. Als Wissenschaftler, selbst Betroffener und Angehöriger eines depressiv Erkrankten hat er die heimtückische Krankheit Depression von verschiedenen Seiten kennengelernt. In seinem neuartigen Sach-Roman „Herr der Falter“ beleuchtet er eindringlich die Krankheit Depression sowie das Burnout-Syndrom, das eine gemeinsame Schnittmenge mit der Krankheit aufweist.

„Jährlich nehmen sich rund eine Million Menschen weltweit das Leben. Allein in Deutschland sind vier bis fünf Millionen Menschen depressiv erkrankt. Jedes Jahr sterben 10.000 Menschen durch Suizid“, weiß der Autor aus Recherchen zu seinem Buch. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. So gehen etwa 150.000 Selbstmordversuche dem Suizid voraus.

Mehr Aufmerksamkeit für ein gern verdrängtes Thema

Angesichts dieser erschreckenden Zahlen haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Association for Suicide Prevention (IASP) 2003 erstmals den 10. September als Welttag der Suizidprävention ausgerufen. Seitdem finden an diesem Datum weltweit zahlreiche Veranstaltungen statt, die dazu beitragen sollen, einem gern verdrängten Thema wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Genau das ist auch ein Ziel von Ralph Kähne. In seinem Sach-Roman „Herr der Falter“ will er auf die oft verkannte Krankheit Depressionen sowie das Burnout-Syndrom aufmerksam machen. So hat der Autor die Erfahrung gemacht, dass moderne Antidepressiva in Kombination mit Psychotherapie zwar vielen Depressiven helfen könnten. Die Realität sieht aber leider oft anders aus. Denn häufig versteckt sich die heimtückische Krankheit hinter anderen Symptomen und wird nicht richtig diagnostiziert. Nur etwa jeder zehnte Betroffene erhält eine adäquate Behandlung.

„Wenn man realisiert, dass Depressionen jeden treffen können, Betroffene zudem oft unmissverständlich Signale senden und dass es Hilfe gibt, ist bereits ein großer Schritt getan, Suizide erfolgreich zu verhindern“, so der Autor.

Sach-Roman über Depressionen und Burnout-Syndrom

Mit seinem Sach-Roman ‚Herr der Falter’ möchte Kähne aber nicht nur informieren und sensibilisieren, sondern auch unterhalten. So erklärt sich auch die Wahl des Genres Roman, über den der Leser nach Meinung des Autors noch eindringlicher gepackt werden könne als über ein Sachbuch.

In seinem Roman gewährt er nicht nur Einblicke in die Krankheit. Er lässt den Leser vielmehr teilhaben am Leben des an Depressionen erkrankten Protagonisten. Dessen Auf und Ab gleicht einer lebensgefährlichen Achterbahnfahrt, die schon in der Kindheit beginnt und erst als Erwachsener endet. Dabei wird auch deutlich, wie schwierig es ist, die Krankheit richtig zu erkennen und erfolgreich zu therapieren.

Auf ein Happy End muss ebenfalls nicht verzichtet werden. Das gibt es nicht nur für den Protagonisten, der schließlich von der heimtückischen Krankheit geheilt, die Liebe seines Lebens findet. Eine große Portion Hoffnung und Mut hat der Autor auch für Millionen depressiver Menschen und ihre Angehörigen.

„Ein Roman, der tief berührt und verständlich und eindrucksvoll aufklärt. Inklusive einer bezaubernden Liebesgeschichte – in guten, wie in schlechten Tagen. Dieser Roman gehört auf die Bestsellerliste! (Gerda Hoffmann)

Der Sach-Roman ‚Herr der Falter’ ist beim Verlag trediton als Hardcover, Taschenbuch sowie als E-Book erschienen. Kostenlose Rezensionsexemplare können angefragt werden unter info@tredition.de.

Mehr Informationen unter http://www.indie-autoren.de .

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Über den Autor:

Ralph Kähne: http://www.indie-autoren.de/autoren/ lebt und arbeitet als Buch- und wissenschaftlicher Autor in Wandlitz bei Berlin.

Der Mikrobiologe und frühere Kommunikations-Fachmann eines Pharma-Konzerns kombiniert in seinen Büchern rätselhafte Krankheiten und biologische Phänomene mit Forschung, Wissenschaft und neuen Therapie-Ansätzen. Dabei entwickelt er Ideen, die über die Schulmedizin hinausgehen.

Die heimtückische Krankheit Depressionen sowie der Darm und das menschliche Mikrobiom stehen dabei oft im Fokus.

Seit 2014 veröffentlicht Kähne als Indie-Autor auch erfolgreich Romane (z. B. Herr der Falter: http://www.indie-autoren.de/buecher/#herr-der-falter) und Science-Fiction Thriller (z. B. Der Biotische Faktor: http://www.indie-autoren.de/der-biotische-faktor-erster-darm-thriller-erschienen/).

Über indie-autoren.de

Indie-Autoren: http://www.indie-autoren.de/ bietet Belletristik, Sachbücher und Bestseller von unabhängigen Autoren und Self-Publishern sowie individuellen Service rund ums Buch.

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Soul@Work Kongress 2014: Kraftvolle Unternehmen – Kraftvolle Führungskräfte – Kraftvolle Mitarbeiter

Soul@Work Kongress 2014: Kraftvolle Unternehmen - Kraftvolle Führungskräfte - Kraftvolle Mitarbeiter

(Taunusstein) Das Kloster Eberbach ist am 10. März 2014 Schauplatz des ersten Soul@Work Kongresses mit der Verleihung des Soul@Work Awards. Ins Leben gerufen wurden Event und Auszeichnung von der Initiative „Stark wie Bambus“ unter Leitung der Resilienz-Expertin Katharina Maehrlein. Was können Unternehmen tun, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen und mit schon Betroffenen umzugehen? Welchen Beitrag können Führungskräfte leisten, damit ihre Mitarbeiter seelisch stark wie ein Bambus werden? Diesen Fragen gehen die Initiative und der Kongress einen Tag lang auf den Grund.

Die Initiative „Stark wie Bambus“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen, Wirtschaft und deren Akteure für die Themen Sucht, Burn-out und Depression zu sensibilisieren und den Umgang mit diesen Erkrankungen zu schulen. Denn dazugehörige Symptome und Krankheitsverläufe sind häufigste Ursache für Fehltage und Grund Nummer eins für gesundheitsbedingte Frühverrentung. Besonders Vorstände, Führungskräfte, Personalleiter, Gesundheitsförderer sowie Werks- und Betriebsärzte, aber auch Privatpersonen sind tagtäglich mit dieser Problematik konfrontiert.

Kompakt an einem Tag ist es erklärtes Ziel, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, Strategien, Konzepte und innovative Ansätze zur Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz zu erarbeiten und Best Practice-Beispiele vorzustellen.

Fachlichen Austausch mit großer thematischer Bandbreite bieten Keynotes, zahlreiche Fachvorträge und Workshops, die zum einen das Kernthema Gesundheitsprävention wieder aufgreifen und zum anderen Spezialwissen für den Arbeitsalltag liefern: Hier geht es beispielsweise um den Umgang mit Gefühlen, Work-Life-Balance, Gesundheitsmanagement in Personalabteilungen, Achtsamkeit, Energiemanagement, Sucht und gesunde Mitarbeiterführung. Zahlreiche Aussteller, Netzwerkmöglichkeiten und Praxis-Seminare runden das Programm ab.

Weiterhin gibt es hochkarätige Referenten im Keynote-Programm: Mit dabei sind u. a. Zeitmanagement-Experte Prof. Dr. Lothar Seiwert, Pater Dr. Anselm Grün, „Sohn vom Kohl“ und Health Media Award-Träger Walter Kohl, Vertriebs- und Businessexperte Martin Limbeck, Dr. Ulrich Ott, Katharina Maehrlein, Kommunikationsexpertin Dr. Sylvia Löhken, Dr. rer. pol. Sascha Armutat, Leiter Forschung und Themen der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP). Ebenfalls werden die Ärztin und Leiterin der Abteilung Medizin und Prävention bei der SCHOTT AG Dr. Margit Emmerich, Prof. Dr. med. Stefan Lang (BASF), „Troubleshooter“ Rainer Biesinger sowie der Psychologe und Erfolgsautor Markus Väth das Programm bereichern.

Soul@Work Award

Feierlicher Höhepunkt ist die Verleihung der Soul@Work Awards. Die Auszeichnung bekommen Unternehmen und Personen für das gute Beispiel, das sie durch Maßnahmen zur Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz geben. Die Auszeichnungen werden in fünf Kategorien vergeben.

Das Expertengremium bildet gleichzeitig die Jury, die die Preisträger wählt. Sie setzt sich aus Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen und unterstützt die Ziele der Initiative durch Einbringen von Fachwissen, Impulsen für Projektmaßnahmen, Entwickeln von Kriterien für die Auszeichnungen.

Informationen zum Expertengremium finden Sie hier .

Verleihung der Soul@Work Awards

Thomas Holm, Leiter Gesundheitsmanagement der Techniker Krankenkasse, wird die Auszeichnungen an die Preisträger übergeben.

Die Preisträger:

1. In der Kategorie „Kleines Unternehmen bis 100 Mitarbeiter“ wird die FutureManagementGroup AG mit im Kern 20 Mitarbeitern in Eltville ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird vom Gründer und Vorstandsvorsitzenden Dr. Pero Mićić entgegengenommen.

2. In der Kategorie „Mittleres Unternehmen bis 5000 Mitarbeiter“ geht der Award an die GERO GmbH, vertreten durch Susanne Roth, Gesellschafterin der GERO GmbH und Klaus Merkt, Geschäftsführer.

3. In der Kategorie „Konzern“ gibt es 2 Preisträger:

Den Soul@Work-Award in Platin erhält die BASF, der Preis wird von Prof. Dr. med. Stefan Lang, Senior Vice President & Chief Medical Officer BASF – The Chemical Company entgegengenommen. Er hält auch einen Best Practices Vortrag, in dem er die Vorgehensweise der BGM-Maßnahmen bei der BASF teilt.

Den Soul@Work-Award in Gold erhält die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.
Der Preis wird an die psychologische Beratung des arbeitsmedizinischen Dienstes der EnBW überreicht. Entgegennehmen werden den Award Diplom-Psychologin Annette Grötzinger und Dr. med. Lothar Zell, leitender Betriebsarzt.

4. Professor Dr. Lothar Seiwert wird in der Kategorie „Einzelne Person, die sich um die Ziele der Initiative verdient gemacht hat“ ausgezeichnet. Er nimmt den Preis selbst entgegen und hält auch eine Keynote zum Thema „Lass los und du bist Meister deiner Zeit“.

5. In der Kategorie „Innovatives Tool zur Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz“ wird der WorkPerformance indicator (WPi) ausgezeichnet. Stefan Lapenat, der Geschäftsführer des WorkPerformance Instituts, wird vor Ort sein. Bildquelle:kein externes Copyright

„Stark wie Bambus“ wird unterstützt von Unternehmern und Privatpersonen, die sich dem Thema Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz persönlich verbunden fühlen. Aufgabe ist es, zu informieren und zu berühren, um die seelisch gesunde Gestaltung der Zukunft von Unternehmen, Führungskräften und jedem einzelnen Mitarbeiter zu unterstützen. Die Initiative „Stark wie Bambus“ ist im Frühjahr 2012 im Zusammenhang mit der Entstehung des Buches „Die Bambusstrategie. Den täglichen Druck mit Resilienz meistern“ (GABAL Verlag) und den Erfahrungen der Autorin und Gründerin Katharina Maehrlein aus ihrer Arbeit als Trainerin und Coach für Führungskräfte in Wirtschaftsunternehmen erwachsen.

Katharina Maehrlein
Katharina Maehrlein
Pestalozzistraße 2
65232 Taunusstein
+49 (0) 6128-9792776-0
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PS:PR Agentur für Public Relations
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Bildung Karriere Schulungen

IBB organisiert Sozialforum zum Thema ADHS in der Türkei

„Inklusion international“ – Exkursion für Fachkräfte im November 2013

Um „Inklusion international“ dreht sich die Fachkräfte-Exkursion in der Türkei, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund vom 10. bis 17. November 2013 organisiert. Diesmal geht es um deutsche und türkische Modelle zur Integration von Menschen mit geistigen Behinderungen, psychischen Erkrankungen sowie psychosozialen Störungen.

Zum Abschluss organisiert das IBB Dortmund eine Fachkonferenz als deutsch-türkisches Sozialforum zum Thema ADHS mit Experten aus beiden Ländern. Die Fortbildung richtet sich besonders an Fachkräfte in der Arbeit mit türkischen Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Voranmeldungen sind ab sofort möglich unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder auf der Homepage www.ibb-d.de .

Grenzen überwinden – das ist der Leitgedanke des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund seit seiner Gründung in 1986. Dabei geht es nicht nur um Ländergrenzen, sondern auch um die Grenzen im eigenen Wissen und Verstehen. In jährlich mehr als 100 Studienfahrten, Trainings und Jugendbegegnungen ist das „Lernen aus der Vergangenheit für eine gemeinsame Zukunft in Europa“ zentral. Belarus bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt. Das IBB engagiert sich im Europäischen Tschernobyl-Netzwerk (ECN) und veranstaltet seit 1995 regelmäßige Partnerschaftskonferenzen.

Weitere Informationen unter www.ibb-d.de.

Kontakt
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB Dortmund)
Elke Wegener
Bornstraße 66
44145 Dortmund
0231-952096-0
info@ibb-d.de
http://www.ibb-d.de

Pressekontakt:
Pressebüro vom Büchel
Mechthild vom Büchel
Somborner Feldweg 62
44388 Dortmund
0231-6901041
info@vombuechel.de
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Medizin Gesundheit Wellness

Gesetz garantiert Versorgung im Alltag bei depressiven Erkrankungen

Caritas für zügige Einführung eines Landespsychiatriegesetzes

Stuttgart / Freiburg. Über 4.000.000 Menschen erkranken in Baden-Württemberg einmal im Jahr an einer psychischen Erkrankung. Das ist mehr als jeder dritte Bürger im Land. Aus diesem Grund begrüßt die Caritas in Baden-Württemberg zum Welttag für seelische Gesundheit am 10. Oktober das Vorhaben der Landesregierung, in dieser Legislaturperiode ein Landespsychiatriegesetz zu schaffen. „Mit dem Gesetz wird endlich gesetzlich geregelt, dass Menschen, die psychisch erkrankt sind, verbindlich alltagsbegleitende Leistungen erhalten“, betonen die Caritasdirektoren Johannes Böcker (Stuttgart) und Bernhard Appel (Freiburg). Neben Bayern ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland ohne Landespsychiatriegesetz.

Aus Sicht der Caritas ist es ein wichtiges Zeichen, dass die Landesregierung durch ein Gesetz die Sozialpsychiatrischen Verbünde in den Landkreisen stärken will. Dadurch werde ermöglicht, dass Erkrankte im Alltag unkompliziert Unterstützung erhalten, betonen die Caritasdirektoren. Gerade bei den weit verbreiteten depressiven oder schizophrenen Erkrankungen sind die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes wichtige Bezugspersonen. Die Erkrankten ziehen sich häufig stark zurück und verlieren den Kontakt zu sich und ihrer Umwelt. Private Netzwerke tragen dann oft nicht mehr.

Gerade hier setzt die Arbeit der Sozialpsychiatrischen Dienste an: Neben Gesprächen mit den Betroffenen führen die Mitarbeiter Gespräche mit den Angehörigen und den Bezugspersonen. Sie unterstützen bei behördlichen Angelegenheiten sowie bei Fragen zum Wohnen und Arbeiten. Sie vermitteln zu Ambulanten Diensten und medizinischer Versorgung und tragen so dazu bei, dass die Klienten in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können und dort vernetzt werden. Letztendlich ist das Ziel, dass die Erkrankten diese Hilfen selbständig in Anspruch nehmen können.

Da die Anzahl der Klienten seit Jahren zunimmt, ist es für die Sozialpsychiatrischen Dienste immer schwieriger geworden, die Klienten zu betreuen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Fallzahl in den Sozialpsychiatrischen Diensten pro Mitarbeiter um über 20 Prozent erhöht. Das Landespsychiatriegesetz stellt sicher, dass jeder Erkrankte grundsätzlich versorgt wird, so die Caritas. Psychische Erkrankung ist der häufigste Grund für Krankmeldung und Frühverrentung.

Die 67 Sozialpsychiatrischen Dienste in Baden-Württemberg sind bei der Freie Wohlfahrts-pflege angesiedelt. 23.000 Menschen werden derzeit beraten und begleitet.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg über 3.900 Einrichtungen mit mehr als 180.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 59.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

Caritas in Baden-Württemberg
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
70188 Stuttgart
0711/2633-1288
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de
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Pressekontakt:
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