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Prostatakrebs: Was sagt der PSA-Wert aus?

Die Bestimmung des PSA-Wertes ist nur ein Baustein der Früherkennung von Prostatakrebs

Prostatakrebs: Was sagt der PSA-Wert aus?

Die PSA Werte richtig interpretieren hinsichtlich von Prostatakrebs. (Bildquelle: © kali9 468303832 – iStock)

Die Bestimmung des PSA Wertes im Rahmen der Früherkennung von Prostatakrebs ist in Deutschland eine sogenannte individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Das heißt, Patienten müssen für die Kosten dieser Leistung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen selbst aufkommen, weil diese nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zählen. Ob Patienten im Rahmen der Früherkennung also einen PSA Test durchführen lassen, ist eine individuelle Entscheidung. Sie sollte in Absprache mit dem behandelnden Arzt getroffen werden. PSA ist die Abkürzung für „Prostataspezifisches Antigen“. Dabei handelt es sich um ein Eiweiß, das ausschließlich in der Prostata hergestellt wird. Im durch Krebszellen veränderten Gewebe ist sein Anteil zehnmal höher als im gesunden. Ein erhöhter PSA-Wert zeigt sich jedoch nicht ausschließlich im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung.

Wie wird der PSA-Wert im Rahmen der Früherkennung von Prostatakrebs bestimmt?

Ein auffälliger, erhöhter PSA-Wert ist ein Hinweis auf eine Veränderung der Prostata, deren Ursache nicht zwingend in einer Krebserkrankung liegt. Um zweifelsfrei eine maligne Erkrankungen der Prostata zu diagnostizieren, sind weitere Untersuchungen notwendig. Tastuntersuchung, Gewebeentnahme und unter Umständen eine Untersuchung unter dem MRT zählen dazu. Das PSA lässt sich im Blut nachweisen. Entscheiden sich Patienten für einen PSA-Test, wird der Arzt Blut aus der Armvene entnehmen. Nach der Untersuchung im Labor liegen einige Tage später die Testergebnisse vor. Der PSA-Wert wird in Nanogramm pro Milliliter angegeben, was einem Milliardstel Gramm pro Milliliter entspricht. Wird der PSA-Wert nur einmalig gemessen, sagt ein leicht erhöhter Wert wenig über eine möglicherweise vorliegende, bösartige Tumorerkrankung an der Prostata aus. Die Ärzte richten vielmehr ihr Augenmerk auf die Entwicklung des PSA-Wertes im Zeitverlauf. Steigt dieser deutlich an, kann dies ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom sein.

Wie lassen sich die PSA-Werte mit Blick auf Prostatakrebs interpretieren?

Nach den Leitlinien der europäischen Urologenvereinigung EAU gilt ein Wert von kleiner ist als 1 Nanogramm pro Milliliter bei 40 jährigen und kleiner als 2 Nanogramm pro Milliliter bei 60 jährigen bei der ersten Messung als unbedenklich. Weitere Kontrolluntersuchungen werden dann alle acht Jahre empfohlen. Bei Werten über 1 bzw. 2 Nanogramm pro Milliliter werden Kontrollen alle zwei Jahre empfohlen. In den Leitlinien wird ein generell individuelles Konzept für die Früherkennung angeraten. Die Kosten für einen PSA-Test in Verbindung mit einer Tastuntersuchung beim Urologen liegen als IGeL bei rund 45 Euro.

Quelle:
Prostatakrebs-Leitlinien der European Association of Urology, Stand 2018, http://uroweb.org/guideline/prostate-cancer/#note_159

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Was Sie über Prostatakrebs wissen sollten

Prostatakrebs gilt als gut behandelbar – frühzeitige Diagnose ist Grundstein für erfolgreiche Therapie

Was Sie über Prostatakrebs wissen sollten

Erkrankungen der Prostata können in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. (Bildquelle: © spaxiax – Fotolia)

Was ist die Prostata und welche Bedeutung hat sie für Männer? Die Prostata ist eine kleine Drüse und befindet sich als Teil der männlichen Fortpflanzungsorgane direkt unterhalb der Harnblase. Sie umschließt komplett den oberen Teil der Harnröhre. Auf ihrer Rückseite grenzt sie an das Rektum, also an den Enddarm an. Die Drüse wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet und ist von ihrer Funktion her für die Produktion des beim Samenerguss abgegebenen Sekrets verantwortlich. Durch das Zusammenziehen der Muskeln in der Prostata wird das Sekret dabei in die Drüsengänge gedrückt. Eine gesunde Prostata ist im Schnitt rund vier Zentimeter groß und wiegt bei einem jungen Erwachsenen etwa 20 Gramm. Bei älteren Männern kann die Drüse bis zu 100 Gramm schwer werden.

Drei Kategorien von Erkrankungen an der Vorsteherdrüse (Prostata)

Ernste gesundheitliche Probleme mit der Prostata lassen sich in drei unterschiedliche Kategorien einteilen:

– Gutartige Erkrankungen: Am weitesten verbreitet ist das Krankheitsbild der Prostata-Vergrößerung. Gerade Männer im fortgeschrittenen Lebensalter sind von dieser gutartigen Erkrankung betroffen. Von den Symptomen her kommt es hierbei vor allem zu Störungen bei der Entleerung der Harnblase sowie zu verstärktem Harndrang.

– Entzündliche Prozesse: Urologen sprechen von einer Prostatitis, wenn sich entzündliche Prozesse an der Prostata entwickeln. Eine Erkrankung dieser Art kann – unabhängig vom Lebensalter – sowohl akut, als auch chronisch verlaufen. Als ein wesentliches Symptom dieser entzündlichen Prozesse gilt das Brennen beim Wasserlassen.

– Bösartiges Prostata-Karzinom: Kommt es zu einer bösartigen Veränderung bemerken Betroffene dies in der Regel erst einmal überhaupt nicht. Ein wichtiges Indiz stellt dabei ein erhöhter PSA-Wert im Blut dar. Dies lässt sich aber nur im Rahmen einer Diagnose des jeweils behandelnden Arztes feststellen.

Krebs an der Prostata: Diese Symptome und Beschwerden können auftreten

Typischerweise entwickelt sich Prostatakrebs in den frühen Stadien eher unauffällig und ohne gesundheitliche Beschwerden. Erst in weiter fortgeschrittenen Krankheitsstadien machen sich Symptome bemerkbar.
Diese Symptome können auf ein Karzinom der Prostata hindeuten:

– Schmerzen in der Vorsteherdrüse
– Schmerzen im Becken, in den Hüften, im unteren Rückenbereich oder in den Oberschenkeln
– Vermehrter Harndrang (vor allem in der Nacht)
– Probleme beim Wasserlassen bis hin zu einer kompletten Harnverhaltung
– Erektionsstörungen
– Unterbrochener oder lediglich schwacher Samenfluss
– Schmerzen bei der Ejakulation bzw. beim Samenerguss
– Blut in der Samenflüssigkeit oder im Urin
– Schwierigkeiten bei der Darmentleerung.

Grundsätzlich gilt Prostatakrebs zwar als gut behandelbar. Wichtige Voraussetzung hierfür ist aber eine frühzeitige Diagnose, die es erlaubt, rechtzeitig geeignete Behandlungen durchzuführen. Dem Arzt stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, um eine Prostataerkrankung zu diagnostizieren.

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Behandlung von Prostatakrebs ohne Operation

Zur radikalen Entfernung der Prostata gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Alternativen

Behandlung von Prostatakrebs ohne Operation

Eine schonende Entfernung des Prostatakrebs. (Bildquelle: © EVERST – Fotolia)

Prostatakarzinome mit einem niedrigen oder mittleren Risikograd können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Operation entfernt werden. Bei Patienten mit lokalisierten Tumoren und einem Gleason-Score 6 oder 7 kann alternativ das TULSA-Verfahren eingesetzt werden. Der Name TULSA ist die Kurzform von Transurethrale ULtraSchall Ablation.

TULSA-Verfahren: Schonende Ablation des Karzinoms an der Prostata

Die Behandlung mit TULSA verfolgt das Ziel, das Karzinom der Prostata, also der Vorsteherdrüse, schonend zu zerstören. Dabei sollen die körperlichen Strukturen, respektive die umliegenden Organe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Das bedeutet: Die Funktionen sowohl für die Kontinenz, als auch für die Potenz bleiben in vielen Fällen erhalten. Das konnte bereits in klinischen Studien nachgewiesen werden.(1) Demnach bleiben bei den meisten Patienten die Harnfunktion sowie die erektile Funktion nach einer TUSLA Behandlung erhalten. Für welche Patienten das TULSA-Verfahren bei Prostatakrebs in Frage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel das diagnostizierte Krankheitsstadium sowie die Lokalisierung des Tumors.

TULSA-Verfahren zur Ablation der Prostata: Keine chirurgische Entfernung nötig

Da es sich bei diesem Verfahren nicht um einen offenen-chirurgischen Eingriff handelt, ist ein klassischer Operationssaal nicht erforderlich. Die Behandlung findet stattdessen in einem sogenannten MRT-Untersuchungsraum statt. Dadurch ist während des TUSLA-Verfahrens eine durchgängige Kontrolle durch eine bildgebende Magnetresonanztomografie (MTR) gewährleistet. Der behandelnde Arzt erhält dabei zu jeder Zeit Schnittbilder von der Prostata des jeweiligen Patienten und kann die Behandlung bei Veränderungen anpassen.

Die Behandlung dauert in der Regel lediglich einen Tag

Das gesamte Verfahren kann individuell gesteuert und genau an das jeweilige Krankheitsbild angepasst werden. So kann der behandelnde Arzt – je nach Sitz des Karzinoms in der Prostata – das TULSA-Verfahren gezielt in den betroffenen Bereichen anwenden oder die komplette Prostata behandeln. Die umliegenden Organe können dabei weitestgehend geschützt werden. In der Regel wird das Verfahren lediglich an einem Tag – zumeist unter Vollnarkose – durchgeführt. Die Behandlung selbst dauert nur wenige Stunden, so dass Pateinten nach der Behandlung schnell wieder nach Hause können.

Quelle:
(1) Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS); Stand: 16.05.2018.

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Therapie-Optionen bei Prostatakrebs

Welche Behandlungsformen werden bei welchen Patienten mit Prostatakrebs angewendet?

Therapie-Optionen bei Prostatakrebs

Prostata Krebs mit einer relativ neuen Therapieoption behandeln. (Bildquelle: © vege – Fotolia)

Zur Behandlung von Tumoren an der Prostata stehen unterschiedliche Therapien zur Verfügung. Grundsätzlich gibt es für einen Patienten mit Prostatakrebs immer verschiedene Behandlungsoptionen, die in enger Absprache mit dem Arzt und unter Berücksichtigung der Patientenwünsche individuell ausgewählt werden sollten. Prostatakrebs gilt heute als gut behandelbar. Die modernen Therapien legen neben der effektiven Entfernung des krankhaften Gewebes vor allem ein Augenmerk auf die nebenwirkungsarme, frühzeitige Behandlung.

Behandlungsoptionen für ein Karzinom an der Prostata

Welche Behandlungsmethode geeignet ist, hängt vor allem vom Stadium der Erkrankung ab: Wenn der Tumor entweder komplett auf die Prostata beschränkt ist, sich nur in direkt benachbartes Gewebe ausgebreitet hat und / oder sich in nahe gelegenen Lymphknoten Metastasen gebildet haben, erfolgt eine kurative Behandlung mit dem Ziel der Heilung.
Im fortgeschrittenen Stadium, wenn sich bereits Fernmetastasen gebildet haben, ist eine Heilung nicht mehr möglich. Hier besteht das Ziel der Behandlung darin, die Ausbreitung des Tumors zu stoppen und die Lebensqualität des Patienten, zum Beispiel durch Schmerzlinderung, zu erhalten (palliative Therapie).

Wie sieht eine kurative Behandlung der Prostata aus?

Wie die kurative Behandlung aussieht, hängt von dem Fortschritt der Tumorerkrankung ab. Bei Tumoren, die noch auf die Prostata beschränkt sind, und sich noch nicht ausgebreitet haben, erfolgt die Behandlung in der Regel durch

– operative Entfernung der Prostata
– Bestrahlung.

Eine noch relativ neue Therapieoption mit vielversprechenden Studienergebnissen ist das TULSA-Verfahren zur Ablation der Prostata, bei dem eine Behandlung schonend für die körperlichen Funktionen von Potenz und Kontinenz verlaufen kann. Dabei wird das krankhafte Gewebe in der Prostata mit Hilfe von Ultraschall erhitzt und verkocht, wobei das umliegende empfindliche Gewebe geschont wird.
Sobald sich der Tumor in das umliegende Gewebe ausgebreitet hat, reichen diese Behandlungen meist nicht aus. Das Gleiche gilt auch für den Fall, dass sich in den nächstgelegenen Lymphknoten bereits Metastasen gebildet haben. Dann werden zusätzliche Therapien nötig, die nicht nur lokal wirken, sondern den gesamten Organismus einbeziehen. Hierzu gehören:

– Hormontherapie
– Immuntherapie
– Chemotherapie.

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Den PSA-Wert richtig interpretieren

Was sagt der PSA-Wert mit Blick auf eine Erkrankung an der Prostata aus?

Den PSA-Wert richtig interpretieren

PSA Wert gibt Auskunft zu eventuellen Veränderungen der Prostata. (Bildquelle: © angellodeco – Fotolia)

Beim prostataspezifischen Antigen handelt es sich um ein Eiweiß, das nur in der Prostata produziert wird. In der Früherkennung von Prostatakrebs spielt der PSA-Wert, der über eine Blutuntersuchung festgestellt wird, eine wichtige, wenn auch nicht entscheidende Rolle. Ein erhöhter Wert kann ein Hinweis auf eine bösartige Erkrankung an der Prostata sein, denn im Krebsgewebe ist das Eiweiß zehnmal höher konzentriert, als in einer gesunden Drüse (2). Ein auffälliger PSA-Wert kann ein Hinweis auf eine Veränderung der Prostata sein. Neben einer bösartigen Erkrankung gibt es jedoch noch weitere Ursachen für den Anstieg des PSA-Wertes. Ein Blick in die Statistik: Etwa einer von vier Männern mit einem erhöhten PSA-Wert zeigt bei einer anschließenden Biopsie tatsächlich ein Karzinom in der Prostata.

Wird ein PSA-Wert über 10 Nanogramm pro ml (ng/ml) festgestellt, zeigt die Biopsie bei jedem zweiten Mann eine bösartige Ursache (3). Generell wird angeraten, einen erhöhten PSA-Wert durch eine zweite Messung mit der gleichen Labormethode kontrollieren zu lassen, da eine einmalige Messung noch keine ausreichende Sicherheit gibt.

Erkrankungen an der Prostata mit erhöhtem PSA-Wert – wann ist eine Biopsie induziert?

Eine Biopsie, also eine Probenentnahme von möglicherweise bösartig verändertem Gewebe, wird nur unter bestimmten Voraussetzungen medizinisch angeordnet. Zeigt sich bei einer kontrollierten Messung ein PSA-Wert von mindestens 4 ng/ml oder ist der PSA-Wert bei Kontrollen mit der immer gleichen Mess- bzw. Labormethode stark angestiegen, sollte eine Probenentnahme erfolgen, um abzuklären, ob die Ursache eine Krebserkrankung an der Prostata ist. Die Rolle des PSA-Wertes in der Krebs-Früherkennung ist durchaus umstritten. In Studien wurden der Nutzen und das Risiko des Tests bewertet. Sie kommen zu sehr widersprüchlichen, sogar zu konträren Ergebnissen: Während eine Untersuchung zeigen konnte, dass die Sterblichkeit durch Prostatakrebs mit dem PSA-Test gesenkt werden konnte, kommt die andere Studie zum genau gegensätzlichen Ergebnis. Beide Untersuchungen zeigten, dass der PSA-Test keinen Einfluss auf die Gesamtsterblichkeit hat: Die Überlebensrate war mit oder ohne Test in etwa gleich. Weitere Studien deuten zumindest darauf hin, dass der PSA-Test die Sterblichkeit möglicherweise senken kann.

Vor- und Nachteile eines PSA-Tests in der Früherkennung von Krebs an der Prostata

Der PSA-Test ist kein fester Bestandteil der Früherkennung. Dennoch können Patienten eine PSA-Wert-Untersuchung durchführen lassen. Sie sollten sich jedoch darüber bewusst sein, dass dadurch möglicherweise auch Tumoren entdeckt werden, die vielleicht niemals auffällig geworden wären oder eine Behandlung erforderlich gemacht hätten. In den ärztlichen Leitlinien wird deshalb keine explizite Empfehlung für oder gegen einen solchen Test abgegeben. Eine große Studie kommt zum Ergebnis, dass etwa die Hälfte der Tumore, die über Früherkennung und PSA-Wertbestimmung entdeckt wurden, dem Betroffenen auch ohne Behandlung keine Beschwerden machen werden (4).

(2) Prostatakrebs I -Lokal begrenztes Prostatakarzinom. Ein evidenzbasierter Patientenratgeber zur S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms (Zweite Auflage, Juni 2015), Seite 10.
(3) ebd.
(4) Früherkennung von Prostatakrebs – Informationen für Männer. Hrsg.: „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe. 2. Auflage 2015.

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Prostatakrebsbehandlung unter dem MRT?

Welche Rolle spielt die Magnetresonanztherapie (MRT) beim TUSLA Verfahren?

Prostatakrebsbehandlung unter dem MRT?

Teilbereiche der Prostata behandeln. (Bildquelle: © Sonja Birkelbach – Fotolia)

Neuere, minimalinvasive Verfahren zu Behandlung von bestimmten Formen von Prostatakrebs nutzen die Magnetresonanztherapie zur exakten Operationsvorbereitung und -durchführung. Mit Hilfe eines MRTs können Schnittbilder des menschlichen Organismus erzeugt und krankhafte Organveränderungen abgebildet werden. Dabei kommen starke Magnetfelder sowie magnetische Wechselfelder im Radiofrequenzbereich zum Einsatz. In der modernen Medizin werden MRT-Geräte zunehmend im operativen Bereich verwendet. Sogenannte Hybrid-Operationssäle verhelfen dem Operateur dazu, die OP noch zielgenauer durchzuführen und noch während der OP zu prüfen, ob der Eingriff erfolgreich verlaufen ist. Der Patient muss dafür nicht transportiert werden, sondern die MRT-Kontrolle kann vor Ort im Operationssaal erfolgen.

Wie wird die Magnetresonanztherapie im TULSA Verfahren zur Ablation der Prostata genutzt?

Das TULSA Verfahren zur Ablation zur Prostata wird innerhalb eines MRT-Gerätes durchgeführt. So kann der Operateur den Ultraschall-Applikator zur Erhitzung des Krebsgewebes in der Prostata exakt positionieren, die Behandlung präzise planen und überprüfen, ob das maligne Gewebe vollständig abgetragen wurde. Das Prinzip dabei: Mit Hilfe von fokussiertem Ultraschall wird das Krebsgewebe erhitzt und verkocht. Mit dem MRT wird dabei die Temperatur genau bestimmt und kontrolliert. Damit wird auch sichergestellt, dass die umliegenden empfindlichen Organstrukturen und Nervenbahnen zur Funktion von Blase, Darm und Potenz weitestgehend geschont werden. Das MRT-Gerät, das im Rahmen der TULSA Behandlung bei Prostatakrebs genutzt wird, hat ein Echtzeit-Interface und erlaubt damit die Anpassung an Veränderungen der Prostata noch unter der Behandlung. Bei der Ultraschallbehandlung unter dem MRT kann sowohl die komplette Drüse, als auch nur ein Teilbereich der Prostata therapiert werden. Mithilfe der modernen Technik des TULSA Verfahrens kann die Operation so individuell auf den Patienten hin abgestimmt werden.

Prostatakrebs: Für welche Patienten kommt eine Behandlung mit MRT und Ultraschall in Frage?

Die Prostatakrebs-Therapie mit Hilfe des TULSA Verfahrens kommt für Patienten in Frage, deren Krebs auf die Prostata beschränkt ist und noch nicht gestreut hat, die also einen niedrigen bis mittleren Risikograd aufweisen. Die Tumoren in der Prostata werden nach bestimmten Kategorien eingeteilt. Für eine TULSA Behandlung kommen T2 Tumoren mit einem Gleason-Score von 6, teilweise auch von 7 in Frage. Der Gleason Score bildet ab, wie aggressiv der Tumor ist.

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Zurück in den Alltag nach einer Prostata Krebsbehandlung

Informationen zu Nachsorge und Bewältigung nach einer Krebsbehandlung an der Prostata

Zurück in den Alltag nach einer Prostata Krebsbehandlung

Um Rückfälle zu vermeiden, beginnt die Nachsorge nach zwölf Wochen. (Bildquelle: © LMspencer – Fotolia)

Unabhängig, ob zur Behandlung eines Tumors an der Prostata konventionelle Methoden wie Bestrahlung, radikale Prostatektomie (RP) oder neuere nebenwirkungsärmere Verfahren wie eine TULSA Behandlung zur Anwendung kamen, ist die Zeit nach der Behandlung durch regelmäßige Untersuchungen geprägt, um Rückfälle rechtzeitig erkennen zu können. Die Nachsorge beginnt spätestens zwölf Wochen nach der Behandlung. Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge sind 93 Prozent aller Prostatakrebs-Patienten nach fünf Jahren noch am Leben [1]. Kommt es nach einer Behandlung zu einer erneuten Tumorbildung, kann es sich dabei sowohl um ein sogenanntes lokales Rezidiv im Operationsbereich, als auch um Metastasen in anderen Körperregionen handeln.

Was passiert während der Nachsorge nach einer Operation an der Prostata?

Während der Nachsorgeuntersuchungen wird vor allem der PSA-Wert untersucht. Eine Tastuntersuchung wird dann vorgenommen, wenn der PSA-Wert erhöht ist. Teil der Nachsorge ist auch die physische, psychische und soziale Unterstützung des Patienten, vor allem dann, wenn Nebenwirkungen wie Harninkontinenz oder Impotenz auftreten. Das ist vorwiegend bei den konventionellen Methoden wie Bestrahlung oder RP der Fall. Studien zur Anwendung der TULSA-Behandlung zeigen, dass diese Patienten weniger an den typischen Nebenwirkungen leiden. Im ersten und zweiten Jahr nach der Therapie sind in der Regel alle drei Monate Nachsorgeuntersuchungen vorgesehen. Im dritten und vierten Jahr finden die Untersuchungen alle sechs Monate statt. Bleibt der Patient auch nach dem vierten Jahr rezidivfrei, sind jährliche Untersuchungen vorgesehen.

Krebs an der Prostata – was im Alltag noch hilfreich sein kann?

Der Umgang mit den Langzeitfolgen wie Inkontinenz und Impotenz ist für betroffene Patienten nach der Therapie oftmals schwierig. Die Nachsorge sollte sich in einem solchen Fall neben der medizinischen Behandlung dieser Nebenwirkungen auch auf die psychischen Probleme richten, die damit verbunden sein können. Denn viele Männer leiden erheblich unter diesen Einschränkungen, auch wenn sie unter Umständen nur vorrübergehend sind. Aktive Entspannung, körperliche Aktivität, der Besuch einer Selbsthilfegruppe und der Austausch mit anderen Betroffen können helfen, die Krankheit und ihre Folgen besser zu bewältigen.

[1] Deutsche Krebsgesellschaft: Patientenratgeber Prostatakrebs. 2., aktualisierte Auflage, Berlin, September 2014, Seite 15.

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Krebs an der Prostata – die Rolle von Angehörigen

Auf das Wohlbefinden von Prostatakrebspatienten haben Bezugspersonen wesentlichen Einfluss

Krebs an der Prostata - die Rolle von Angehörigen

Psychische und körperliche Belastungen bei Prostatakrebs Patienten. (Bildquelle: © zhukovvvlad – Fotolia)

Die Diagnose Prostatakrebs ist für betroffene Patienten ein Einschnitt. Oftmals fällt es Männern in einer solchen Situation schwer, mit ihren Partnern über die Diagnose und ihre Sorgen in Bezug auf die Nebenwirkungen der Therapie zu sprechen, wie die Studie „Prostate Cancer – Living not just surviving“ [1] aufzeigt. Nur 41 Prozent der in der Studie befragten Patienten in Deutschland gaben an, mit ihren Partner über mögliche Probleme mit Impotenz nach der Behandlung sprechen zu wollen. Dagegen wollen 56 Prozent der Angehörigen offen mit diesem Thema umgehen. Zwar sind auf der einen Seite die emotionalen Auswirkungen dieser Krankheit auf Betroffene enorm. Gleichzeitig haben Patienten Schwierigkeiten, ihre Probleme offen mit dem Partner oder dem Arzt zu besprechen. Die Kommunikation über die Krankheit ist jedoch wichtig, um die Beziehung zwischen Patienten und ihren Partnern zu stabilisieren.

Prostatakrebs-Patienten neigen dazu, ihre psychische und körperliche Belastung herunterzuspielen

Der Studie zufolge neigen Krebspatienten die körperliche und psychische Belastung durch ihre Erkrankung herunterzuspielen. Für den Patienten mit Prostatakrebs ist die Unterstützung durch seine Familie wichtig. Meist werden die nahen Angehörigen von den Ärzten einbezogen, wenn Gespräche zum Zustand und zum Fortschritt der Krankheit geführt werden. Gleichzeitig spielen Angehörige eine gewichtige Rolle, wenn es um die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung bzw. die Auswahl der Therapie geht. Angehörige übernehmen eine wichtige Unterstützungsfunktion, vor allem wenn es darum geht, Informationen über die Therapieoptionen und den Krankheitsverlauf zu beschaffen und können die Wahl der Therapie beeinflussen.

Unterstützung durch Angehörige ist für Prostatakrebs-Patienten wichtig

Für Patienten ist es oftmals sehr schwierig, Familienmitglieder in die Gespräche mit dem Arzt und ins Therapiemanagement mit einzubeziehen. Das liegt der Studie zufolge daran, dass sie Angehörige nicht belasten wollen oder dass ihr männliches Selbstbild ihnen dabei im Weg steht, nach dem sie mit Problemen alleine fertig werden müssen. In Schweden wird deshalb in den Leitlinien zur Behandlung von Prostatakrebs-Patienten empfohlen, Ärzte sollten ihre Pateinten dazu ermutigen, Partner oder Angehörige zum Gespräch mitzubringen. Das habe auf das Wohlbefinden erheblichen Einfluss. Dieses Vorgehen ist sicher auch in Deutschland sinnvoll.

Quelle: Prostate Cancer: Living, not Just Surviving Survey. Results of a pan-European survey of prostate cancer patients, caregivers and healthcare professionals. Beerse (Belgium) 2015.

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Europäischer Prostatakrebs-Tag am 15. September

Institutionen und Behörden rufen zu Früherkennung auf – Blick auf neue Behandlungsverfahren

Europäischer Prostatakrebs-Tag am 15. September

Behandlungen von Prostata Krebs. (Bildquelle: © Chinnapong – Fotolia)

Traditionell ruft die European Association of Urology (EAU) im September zum Europäischen Prostatakrebs-Tag auf, um auf die Krankheit, die Chancen der Früherkennung sowie neue Behandlungsverfahren aufmerksam zu machen. Die EAU spricht von zwei Millionen Männern in der EU, die mit Prostatakrebs leben. Jährlich sterben nach Angaben des europäischen Urologen-Verbands 92.200 Patienten an den Folgen einer bösartigen Erkrankung an der Prostata. Die jährlichen Gesundheitskosten in Europa werden auf neun Milliarden Euro beziffert. [1] Für Deutschland gab das Zentrum für Krebsregisterdaten die Zahl an Neuerkrankungen im Jahr 2014 auf 57.370 Männer an.

Prostatakrebs gilt dem Robert-Koch-Institut zufolge nach wie vor als die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland. [2]

Die Forschung weiß bisher wenig über die Ursachen von Prostatakrebs

Obwohl umfangreich über Prostatakrebs geforscht wird, bleiben die genauen Ursachen für die Erkrankung im Dunkeln. Die Faktoren, die zur Entstehung eines Karzinoms an der Prostata beitragen und seinen Verlauf beeinflussen, sind weitestgehend unbekannt. Eine familiäre Vorbelastung konnte zwar statistisch belegt werden. Die genauen beteiligten Genveränderungen in diesem Kontext konnten jedoch noch nicht ausgemacht werden. Der Einfluss des männlichen Geschlechtshormons Testosteron ist nachgewiesen. Außerdem wissen Mediziner heute, dass chronische Entzündungen und sexuell übertragbare Krankheiten eine Rolle spielen und das Risiko für Prostatakrebs erhöhen. Ob der Lebensstil oder Umwelteinflüsse die Entstehung von Prostatakrebs begünstigen, ist nicht gesichert. Ein normales Gewicht und ausreichend Bewegung können Studien zufolge das Risiko für Prostatakrebs verringern. [2]

Patienten mit Prostatakrebs machen sich Sorgen über die Folgen der Behandlung

Prostatakrebs gilt als gut behandelbar. Dennoch befürchten Patienten mit der Diagnose Prostatakrebs am meisten, im Zuge der Behandlung impotent oder inkontinent zu werden. Neue Behandlungsverfahren wie die TULSA Behandlung können die Nebenwirkungen bei der Abtragung des bösartigen Gewebes minimieren. Dabei kommt hoch-intensiver Ultraschall unter MRT-Überwachung zum Einsatz. Dieses Verfahren verhilft dem Operateur dazu, das Krebsgewebe schonend für die umliegenden körperlichen Strukturen von Blase und Rektum mit ihren empfindlichen Nervensträngen zu entfernen, wie klinische Studien belegen. [3]

[1] http://epad.uroweb.org/
[2] https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Prostatakrebs/prostatakrebs_node.html
[3] Chin et al, „Magnetic Resonance Imaging-Guided Transurethral Ultrasound Ablation of Prostate Tissue in Patients with Localized Prostate Cancer: A Prospective Phase 1 Clinical Trial,“ European Urology (2016).

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Radikale Entfernung der Prostata und ihre Nebenwirkungen

Welche Vor- und Nachteile hat die operative Prostata-Entfernung bei einem Karzinom an der Prostata?

Radikale Entfernung der Prostata und ihre Nebenwirkungen

Prostata Therapie: Typische Nebenwirkungen vermeiden. (Bildquelle: © LIGHTFIELD STUDIOS – Fotolia)

Die operative Entfernung der Prostata mit dem Tumorgewebe gilt als eine effektive Behandlungsmethode bei Prostatakrebs. Die Prostata-Entfernung verspricht dann den meisten Erfolg, wenn der Tumor noch nicht gestreut hat und die Biopsie einen günstigen Reifegrad des Tumors ergeben hat. Studien haben nachgewiesen, dass es auch bei unvollständiger Entfernung des bösartigen Gewebes viele Jahre dauern kann, bis sich der Krebs erneut bemerkbar macht. Bei der radikalen Prostatektomie, also der vollständigen Entfernung der Prostata, ist die Heilung des Patienten das Ziel.

Bei dieser Operation wird die gesamte Prostata mit der darin verlaufenden Harnröhre, den Samenbläschen und dem Samenleiter, ein Teil des Blasenhalses und ggf. benachbarte Lymphknoten entfernt. Die OP erfolgt über einen Unterbauchschnitt, eine Bauchspiegelung mit Endoskop oder einen Dammschnitt. Die Wahl der Operationsmethode hängt dabei von den Ergebnissen der Voruntersuchung und der Aggressivität des Tumors ab.

OP an der Prostata kann trotz verbesserter Methoden zu Inkontinenz und Impotenz führen

Trotz verbesserter Operationstechniken bleiben Harnträufeln (Inkontinenz) und eine beeinträchtigte Gliedversteifung (erektile Dysfunktion) die häufigsten Nebenwirkungen der operativen Prostataentfernung. Das bedeutet, dass der Betroffene unter Umständen seinen Urinfluss nicht mehr richtig kontrollieren kann. In einem solchen Fall wird durch die Operation das empfindliche funktionale Gleichgewicht zwischen dem Schließmuskel am Blasenausgang, dem Druck durch eine gefüllte Harnröhre auf die Prostata und dem Schließmuskelsystem der Harnröhre unterhalb der Prostata gestört. Kommt es nach der OP zu einer erektilen Dysfunktion, ist die spontane Erektionsfähigkeit beeinträchtigt. Das heißt jedoch nicht, dass sexuelle Lust und Orgasmus nicht mehr möglich sind. Doch ist nach der Entfernung der Prostata nur ein „trockener“ Orgasmus möglich, weil keine Samenflüssigkeit mehr produziert werden kann.

Können minimalinvasive Verfahren Nebenwirkungen der radikalen Prostatektomie vermeiden

Die Fähigkeit zur Gliedversteifung wird gestört, wenn der Urologe bei der Entfernung der Prostata die dafür verantwortlichen Nervenstränge nicht schonen kann, weil der Tumor bereits eine gewisse Größe erreicht hat. Dabei muss der Arzt immer eine Abwägung zwischen der Schonung dieser Nerven und der vollständigen Tumorentfernung treffen. Ist der Tumor noch klein, ist eine nervenerhaltende Operation am ehesten möglich. Eine Garantie dafür existiert nicht. Die moderne Medizin richtet schon seit längerem ihre Forschungsanstrengungen auf die Vermeidung dieser für Männer sehr belastenden Nebenwirkungen. Mit neuen Verfahren wie TULSA, der Entfernung von Tumorgewebe in der Prostata mit Hilfe von hochintensivem Ultraschall, können die typischen Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz in der Regel bei Patienten vermieden werden, für die diese Form der Therapie geeignet ist.

Bei Prostatakrebs, Erkrankungen an der Prostata – neue, innovative Diagnose, Therapie und Behandlung ohne Nebenwirkungen wie Impotenz und Inkontinenz. Informieren Sie sich, wo die TULSA-PRO®-Behandlung in Deutschland angeboten wird.

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