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Auto Verkehr Logistik

Studie: Preise für E-Autos stagnieren – trotz rasant fallender Batteriekosten

Der Trend sinkender Batteriekosten für Elektrofahrzeuge setzt sich fort. Aktuell kostet eine Kilowattstunde rund 225 Euro, das sind rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr

Studie: Preise für E-Autos stagnieren - trotz rasant fallender Batteriekosten

Der Trend sinkender Batteriekosten für Elektrofahrzeuge setzt sich fort.

Hohe Preisaufschläge für Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Verbrennern sind neben der niedrigeren Reichweite ein entscheidendes Kriterium dafür, dass die Elektromobilität in Deutschland bislang noch nicht richtig Fuß fassen konnte. Als ein Hauptgrund für die hohen Preise bei Elektroautos wurden lange Zeit hohe Batteriekosten angesehen, da die Batterie eine der teuersten Komponenten im Elektroauto ist. Eine aktuelle Studie der Mobilitätsexperten von Horváth & Partners zeigt, dass die Preisentwicklung der führenden Lithium-Ionen-Akkus weiter positiv ist, während der Preisaufschlag für Elektroautos kaum zurückgeht.

2010 lagen die Batteriekosten noch bei rund 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh). Seitdem fällt der Wert von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Die Berater haben errechnet, dass Automobilunternehmen 2016 im Schnitt 225 Euro pro kWh ausgeben mussten. Das sind knapp 20 Prozent weniger als im Vorjahr. „Wir sind überzeugt, dass sich der Trend weiter fortsetzen wird und eine Kilowattstunde 2020 weniger als 100 Euro kosten wird“, so Dr. Oliver Greiner, Partner bei Horváth & Partners und Leiter der Studie. Dieser Preisverfall war so nicht abzusehen, noch vor zwei Jahren prognostizierten Experten einen Preis von 200 bis 300 Euro pro Kilowattstunde für das Ende des Jahrzehnts.

Fallende Batteriepreise sind das eine, jedoch tragen diese nur zum Ausbau der Elektromobilität bei, wenn sie mittel- bis langfristig auch in Form von Preissenkungen an die Kunden weitergegeben werden. Wie die Studie zeigt, ist dies nicht der Fall, denn der Preisaufschlag für reine batteriebetriebene Elektrofahrzeuge stagniert quasi seit drei Jahren.

Waren reine Stromer bis 2010 noch mehr als doppelt so teuer wie vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, fiel der durchschnittliche Preisaufschlag aller jährlich zugelassenen Stromer bis 2014 auf ca. 45 Prozent. Doch seitdem setzte sich dieser Trend nicht in der gleichen Geschwindigkeit fort. So mussten 2016 Käufer von Elektroautos durchschnittlich immer noch über 40 Prozent mehr bezahlen als für einen vergleichbaren Verbrenner. „Selbst, wenn man die Kaufprämie der Bundesregierung mit einrechnet, lag der Aufschlag noch immer bei ca. 25 Prozent“, stellt Greiner fest. „Daher ist festzuhalten, dass die rasant fallenden Batteriepreise bisher nicht beim Kunden ankommen.“

Um die Preisentwicklung bewerten zu können, ordnen die Horváth & Partners-Berater den aktuell verfügbaren Elektromodellen jährlich entsprechende Referenzfahrzeuge zu, die in Bezug auf Kriterien wie Motorisierung, Größe, Ausstattung und Markenstärke vergleichbar sind. Auf dieser Grundlage vergleichen sie die jeweiligen aktuellen Preislisten der Hersteller.

Unter Elektroautos versteht Horváth & Partners alle Fahrzeuge, die über extern zugefügten Strom oder Wasserstoff rein elektrisch fahren können. Dazu zählen rein batteriebetriebene Fahrzeuge, Plug-in-Hybride, Elektrofahrzeuge mit Range Extender und Fahrzeuge mit Brennstoffzellen. Ende 2016 fuhren in Deutschland rund 69.000 Pkw elektrisch. Das ist ein Plus von rund 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter der Prämisse, dass sich die Wachstumsrate der letzten drei Jahre fortsetzt, wird das ausgerufene Ziel der Bundesregierung, eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen im Einsatz zu haben, erst nach 2022 erfüllt sein.

Über die Studie:
Im Rahmen des „Horváth & Partners Fakten-Check Mobilität 3.0“ analysieren die Berater seit 2010 jährlich die Entwicklung wesentlicher Treibergrößen der Mobilität in Deutschland. Auf der Grundlage der verwendeten Ist-Werte rechnen sie dabei das aktuelle Wachstumsmomentum auf die kommenden Jahre hoch. Dieser Hochrechnung werden entsprechende Zielwerte gegenübergestellt. So lassen sich Aussagen zur Wahrscheinlichkeit des Erreichens relevanter Schlüsselgrößen der Mobilität treffen.

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 700 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

Kontakt
Horváth AG
Oliver Weber
Phoenixbau, Königstraße 5
70173 Stuttgart
0711 66919-3301
presse@horvath-partners.com
http://www.horvath-partners.com

Auto Verkehr Logistik

Preisaufschlag für Elektrofahrzeuge im Sinkflug

Aktuelle Modelle im Durchschnitt nur noch um ca. die Hälfte teurer

Preisaufschlag für Elektrofahrzeuge im Sinkflug

Heiko Fink, Automobilexperte von Horváth & Partners

Die hohen Anschaffungspreise für Elektrofahrzeuge stellen bislang eine der größten Hürden für die Etablierung der Elektromobilität in Deutschland dar. Doch dieses Argument könnte bald hinfällig werden, wie eine aktuelle Studie der Managementberatung Horváth & Partners zeigt. Die Berater haben den aktuell verfügbaren Elektromodellen entsprechende Referenzfahrzeuge zugeordnet, die in Bezug auf Kriterien wie Motorisierung, Größe und Markenstärke vergleichbar sind. Ergebnis: Waren Elektrofahrzeuge bis 2010 noch fast doppelt so teuer wie vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, beträgt der Preisaufschlag für Elektrofahrzeuge, die 2013 neu in den Markt gekommen sind, im Durchschnitt nur noch knapp 45 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr, wo der Wert noch über 54 Prozent lag, ist das ein Rückgang von fast 20 Prozent.

„Zwar sind Elektroautos auch unter Berücksichtigung günstigerer Energie- und Wartungskosten weiterhin deutlich teurer als vergleichbare Verbrenner, aber der Aufschlag, den elektromobilitätsinteressierte Käufer in Kauf nehmen müssen, ist dramatisch gesunken,“ stellt Studienleiter Dr. Oliver Greiner, Partner bei Horváth & Partners, fest.

Würde sich der Trend der letzten drei Jahre fortsetzen, so läge der Aufpreis für Elektrofahrzeuge bis 2020 deutlich unter 10 Prozent. Aus Sicht von Heiko Fink, Automobilexperte bei Horváth & Partners und Co-Autor der Studie, hat dieser Trend zwei wesentliche Ursachen. „Zum einen sind die Batteriepreise in den letzten drei Jahren deutlich gefallen. Zum anderen scheinen Automobilhersteller bereit, auf Marge zu verzichten, um die Stückzahl zu erhöhen. Sie versuchen, den Markt zu besetzen und Skaleneffekte zu erzielen.“

Fallende Preise für Elektrofahrzeuge können dazu beitragen, dass die aktuelle Dynamik in Richtung Elektromobilität ungebrochen bleibt. Ca. 14.700 PKW fuhren Ende 2013 in Deutschland bereits elektrisch (rein batteriegetriebene Fahrzeuge und Plug-In-Hybride). Das ist ein Plus von fast 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter der Prämisse, dass sich die Wachstumsrate der letzten drei Jahre bis 2020 fortsetzt, wird das 2010 ausgerufene Ziel der Bundesregierung, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen im Einsatz sind, mit 885.000 Elektrofahrzeugen fast erreicht.

Zur Studie:

Im Rahmen des „Fakten-Check Mobilität 3.0“ analysieren die Berater von Horváth & Partners jährlich die Entwicklung wesentlicher Treibergrößen der Elektromobilität und der Neuen Mobilität in Deutschland. Auf der Grundlage der verwendeten IST-Werte rechnen sie dabei das aktuelle Wachstumsmomentum auf das Jahr 2020 hoch. Dieser Hochrechnung werden entsprechende Zielwerte gegenüber gestellt. So lassen sich Aussagen zur Wahrscheinlichkeit der Erreichung relevanter Schlüsselgrößen der Mobilität im Jahr 2020 treffen. Bildquelle:kein externes Copyright

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 500 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

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