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Zukunftsforscher: Politik braucht mehr Digitalisierung

Michael Carl über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Politik

Zukunftsforscher: Politik braucht mehr Digitalisierung

Zukunftsforscher und Keynote Speaker Michael Carl vom 2b AHEAD Thinktank

Die Jamaika-Sondierungen stocken, in Sachen Flüchtlingspolitik, Finanzen und Kohleausstieg, den Themen, die den Bundestags-Wahlkampf bestimmten, sind noch immer viele Fragen offen. Ein Thema fand dagegen im Wahlkampf und auch in den Sondierungsgesprächen kaum statt: Digitalisierung in Deutschland. Wenn es nach dem Zukunftsforscher, Strategieexperten und Keynote Speaker Michael Carl vom Leipziger Institut 2b AHEAD Think Tank geht, sollte sich dies in den Koalitionsverhandlungen ändern. Er fordert: „Die Politik benötigt einen Digitalisierungssprung!“
Ein Schwerpunkt des Zukunftsforschers ist Predictive Politics, der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Politik. Michael Carl erläutert, dass die Digitalisierung unsere Lebens- und Arbeitswelten und damit auch die Politik entscheidend verändern wird. Wie der Forscher ausführt, ist Deutschland in diesem Bereich meilenweit von einer Vorreiterrolle entfernt. Denn um die neuen digitalen Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es weit mehr als nur eine übergreifende Versorgung mit schnellem Internet. „Flächendeckender Breitbandausbau ist nicht mehr als ein Ausgleich der Versäumnisse der vergangenen Jahre“, sagt Keynote Speaker Carl. Das habe der US-Wahlkampf gezeigt, bei dem erstmals Big Data genutzt wurde, um Wähler in sozialen Netzwerken durch individuell zugeschnittene Beiträge anzusprechen.
Die Nutzung künstlicher Intelligenz zur smarten Erstellung von Wähler-Psychogrammen ist laut Michael Carl erst der Anfang. Als Geschäftsführer von 2b AHEAD, Deutschlands größtem Zukunftsforschungsinstitut weiß er, dass KI in naher Zukunft auch bei politischen Entscheidungen zum Einsatz kommen und ein hilfreiches Instrument in Parlamenten, Ministerien und Ausschüssen werden wird. „Wir erwarten, dass die Leistungsfähigkeit des eigenen Algorithmus künftig zum Qualitätsmerkmal von Politikern wird“, sagt der Zukunftsforscher. Wenn Sich Szenarien simulieren lassen, sie die Folgen politischer Handlungen für die Zukunft vorhersagen können, werden die individuellen Bedürfnisse, die in der Bevölkerung durch heutiges Handeln erst ausgelöst werden, zum Maßstab der Entscheidung werden. Trendforscher Michael Carl ist sich sicher: „Dieser Digitalisierungssprung ist die Anforderung an einen künftigen Digitalminister. Verweigert sich die Politik diesem Sprung, hängt sie sich von der gesellschaftlichen Entwicklung ab.“
Der Zukunftsforscher erhofft sich für die Koalitionsgespräche, dass sich die Beteiligten der entscheidenden Rolle der Digitalisierung bewusst werden und sie zu einer der zentralen Herausforderungen für die bevorstehende Legislaturperiode machen. Mit Blick auf die Folgen für bestimmte Branchen berät Michael Carl zahlreiche Unternehmen und spricht darüber als geschätzter Keynote Speaker.

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Autoindustrie: Überhöhte Verbrauchswerte – unbekannte Wahrheit?

Stellungnahme des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement

Der aktuelle Spiegel-Beitrag grenzt nahezu an Realsatire: „Staatssekretäre im Bundesverkehrs- und Finanzministerium klagen über ihre Plug-In-Hybride von BMW. Die Limousinen mit teilweisem Elektrobetrieb entpuppen sich als Spritfresser.“ ( http://www.spiegel.de/auto/aktuell/berlin-ministerien-beschweren-sich-ueber-hybrid-dienstwagen-a-1177341.html). Da kann man nur sagen: Willkommen im wahren Leben! Hier „entpuppt““ sich überhaupt nichts! Jeder, der auch nur annähernd darüber Bescheid wissen wollte, wusste um dieses „Phänomen“. Schlimmer noch: Seit Jahren setzt sich jeder, der darauf hingewiesen hat, dass nicht jede Form des Elektroantriebs nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll ist, dem Vorwurf der Ewiggestrigkeit und der Technologiefeindlichkeit aus. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, kommt aus der Politik stetig der Vorwurf, dass Unternehmen mit ihren Fuhrparks sich der Elektrifizierung widersetzen würden. Vielleicht wäre es sinnvoller, genau dieser Nutzergruppe zuzuhören und deren Bedenken ernst zu nehmen.

Die einfache Wahrheit, dass die Hersteller an den überhöhten Verbrauchswerten schuldig sind, lässt sich vielleicht in den Medien der ahnungs- und interesselosen Öffentlichkeit gut verkaufen. Fakt ist aber, dass die völlig realitätsfremden, von der Politik verabschiedeten, Messzyklen (Stichwort „NEFZ“) den wahren Grund für die Abweichung zur Realität darstellen. Der hilflose Versuch dies mit dem etwas weniger realitätsfremden neuen Verfahren (WLTP) zu heilen ruft in diesem Zusammenhang fast schon Mitleid hervor. Da lässt die neueste „Sensationsmeldung“ der Umweltorganisation ICCT, dass Fahrzeuge über 40% mehr verbrauchen, als von Herstellerseite aus angegeben ( https://www.swr.de/marktcheck/icct-studie-zu-spritverbrauch-bei-neuwagen-deutlich-durstiger-als-angegeben/-/id=100834/did=20580930/nid=100834/hnr1vo/index.html) bestenfalls die Frage aufkommen, ob wir nicht langsam aufhören sollten, uns in die eigene Tasche zu lügen.

Das eigentliche Problem sind hier nicht die Hersteller. Es scheint vielmehr so zu sein, dass fehlender Sachverstand und parteipolitische Interessen zu komplett falschen Richtungsangaben in Form von Verboten und Subventionen führen. Wie könnte sich sonst eine Förderpolitik erklären, die Taxiunternehmen mit einem 15.000 Euro-Zuschuss für 2-Tonnen Plug-In-Hybriden belohnt, wenn diese in einer emissionsgeplagten Innenstadt eingesetzt werden ( https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/50-e-taxi-in-stuttgart-gefoerdert/).

Nicht die Abweichung vom Normverbrauch sind ein Skandal, sondern die Unwissenheit der Verantwortlichen in der Politik und die dankbare Aufnahme solcher „Skandalmeldungen“ in den Medien. Beide sollten es besser wissen! Ein Vorschlag an die Politik: Fragen Sie doch mal die Experten, nämlich Unternehmen, die Fuhrparks betreiben, was Sinn macht und wo Unterstützung in Form von zielgerichteten Subventionen zu einem nachhaltigen Wandel in unsere automobilen Mobilität führen würden!

Wir freuen uns auf ihren Anruf!

Mit besten Grüßen

Marc-Oliver Prinzing
Vorstandsvorsitzender Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V.

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement wurde im Oktober 2010 als Initiative von Fuhrparkverantwortlichen gegründet. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Fuhrparks zwischen 5 und über 20.000 Fahrzeugen betreiben. Mitglieder sind u. a. Unternehmen wie Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, CANCOM IT, DB Fuhrparkservice GmbH, Efaflex, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., KPMG AG, SAP AG, SEG Sparkassen Einkaufs-Gesellschaft mbH oder Stadtwerke Heidelberg Netze GmbH.

Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Dieter Grün (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze), Bernd Kullmann (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Ideal Versicherung). Geschäftsführer ist Axel Schäfer. Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.

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Deutschland: Politik der Konservativ-Liberalen oder Neuwahl?

Deutschland: Politik der Konservativ-Liberalen oder Neuwahl?

Deutschland: Politik der Konservativ-Liberalen oder Neuwahl?

Die Wahl ist gelaufen, dass „Hauen und Stechen“ hat begonnen. Der Eine will nicht, die Anderen müssen und sollen, kurzum – das politische Postengeschacher im politischen Berlin ist in vollem Ganze!
Wenn sich ein Martin Schulz gekränkt durch eine katastrophale Wahlniederlage hinstellt und in Richtung von FDP und Grüne fabuliert: „Frau Merkel wird, um das Kanzleramt zu behalten, jede Konzession machen“, ist es verständlich , wenn ein Christian Lindner verbal kontert: „Ihnen wäre noch mehr Redezeit zu wünschen, um sich um Kopf und Kragen zu reden!“ Das Demokratieverständnis des Herrn Martin Schulz – Fehlanzeige! Für Gespräche bereit zu sein und dann zu entscheiden – so funktioniert Demokratie. Fazit: Armutszeugnis für die SPD! Sie hätten mit der „Demokratie-Einstellung“ unter 5 Prozent verdient, dann hätte Schulz nicht reden müssen… Wie Herr Schulz nach der Wahl reagiert hat, war zum Fremdschämen. Mit Frust lässt sich das nicht erklären oder gar entschuldigen – bräuchte Deutschland so einen „Kanzler“?

Das Schulz überdies die politische Unfähigkeit von SPD-Amtsträgern, wie dem Oberbürgermeister von Potsdam – Jann Jakobs und dessen Sozialdezernent Mike Schubert (beide SPD), in puncto massenhaft fehlender Kinderbetreuungsplätze / Kita – in der Landeshauptstadt von Brandenburg, Potsdam, unter den Partei-Teppich kehrte, ist für die Kleinsten im Lande bitter, zeigt aber das Plakate mit „Mut zur Gerechtigkeit“, hohle SPD-Phrasen sind.

Fest steht bei all dem Katzenjammer nach der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag, Angela Merkel mit ihrer Union, sowie der SPD als Koalitionspartner, ist es in den vergangenen vier Jahren nicht im Ansatz gelungen, einer verunsicherten bundesdeutschen Bevölkerung die Sorge vor Kriminalität und Islamisierung zu nehmen. Deshalb bräuchte die Bundesrepublik Deutschland ein Integrationsministerium, aber die FDP will eine Digitalisierungs-Ministerium. Und wie geht es aber jetzt weiter? Kanzlerin Merkel schloss eine Minderheitenregierung aus – und geht davon aus, bis Weihnachten eine stabile Regierung gebildet zu haben, weshalb sie nach der Wahl sagte: „..in der Ruhe liegt die Kraft.“ Angela Merkel komme wieder in die Nähe ihres ersten Wahl-Ergebnisses von 2005: 35,2 Prozent, gelingt ihr kein Neuanfang in einer GroKo (Großen Koalition), bleibt ihr nur der Machtrettungsanker in Jamaika-Form – aus Union, FDP und Bündnis 90/Die Grünen.

Im Bundestag wird es in puncto Demokratie ohnehin einiges an Neuem geben, zwar wird der Sitzplan noch kompliziert, weil von den etablierten Parteien niemand neben den AfD-Abgeordneten Platz nehmen möchte – dies lässt erahnen, die deutsche „Demokratie“ bekommt innerhalb der „westlichen Wertegemeinschaft“ ganz neue „Wesenszüge“.

Das „Zinnsoldatin“ von der Leyen im Fernsehen, bei „Mutti“ Merkel den Satrap gibt und katzbuckelt: „Ich erlebe international, welche Hochachtung sie genießt – mit diesem Pfund sollten wir wuchern“, kommentieren Bürger vor dem Berliner Brandenburger Tor mit den Worten: „…je mehr von der Leyen schleimt, desto größer ist die Chance das sie nicht das „volle Vertrauen der Kanzlerin genießt“ und erneut Bundesverteidigungsministerin wird, auch wenn sie dort von Tuten und Blasen, samt militärischer Führungsqualitäten – keinerlei Ahnung hat“ zeigt, dass die Gräben innerhalb des deutschen Landes sind tief.

Wer wird auf der Strecke bleiben? „Unter der Marke von 23 Prozent werde auch ein „Kurzzeit-Gottkanzler“ beten müssen“, schrieben Journalisten noch vor der Wahl, es wird sich zeigen, wie sehr Schulz an der Parteibasis „verbrannt“ ist. Bei der Linkspartei gilt Dietmar Bartsch als Wackelkandidat, der Mann ist zwar eloquent, aber innerhalb der Partei dürfte er für diese empfindliche Niederlage der Linken stehen, welche vor allem zusammen mit der SPD im Bundesland Brandenburg gemeinsam abgewirtschaftet hat und fette Prozent-Pfründe zuletzt beim Volk – nicht nur durch eine unfähige gemeinsame Politik in Potsdamer Rathaus verspielte.

Am Ende allen, dessen steht fest, geht keine GroKo und klappt es nicht mit Jamaika, blieben nur zwei Möglichkeiten: Eine Minderheitsregierung, die Angela Merkel nicht machen wird – und Neuwahlen. Dabei gibt es gleich mehrere thematische Sprengfallen bei einer möglichen Jamaika Koalition. Die CSU hat nächstes Jahr Landtagswahlen in Bayern und wird an der Obergrenze für Flüchtlinge festhalten, aber das ist keine Option für die Grünen.“ Weitere Knackpunkte seien: Die Verhandlungen zum Kohleausstieg und das Verbot des Verbrennungsmotors.

Zu guter Letzt zerlegt sich die Alternative für Deutschland (AfD) nur einen Tag nach der Wahl, denn AfD-Chefin Frauke Petry wird nicht der Fraktion ihrer Partei im Bundestag angehören. Diese politische Bombe ließ sie in der Bundespressekonferenz platzen, eine dreiste Frechheit nach dem Motto: „Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh und sehet den fleißigen Waschfrauen zu …! Zu diesem unsäglichen „Petry-Heil-Spiel“ von Frau Petry, trifft Andre Poggenburg, Mitglied des AfD Bundesvorstands den richtigen Ton und sagt: „Der Schaden, den Frau Petry angerichtet hat, ist enorm, der entstandene Ansehensverlust groß. Frauke Petry fährt schon länger eine eigene Agenda. Es wäre konsequent, wenn sie einem Parteiausschlussverfahren zuvorkommt und jetzt selbst die AfD verlässt.“
Vor diesem Hintergrund kann der großartige Wahlsieg der AfD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag, mit satten 13 Prozent, die Stimmenmehrheit in Sachsen, der politische Platz zwei in Ostdeutschland, fast schon als Pyrrhussieg gelten, weshalb es denn für Gauland und Weidel heißen dürfte: „kein Welpenschutz in der Politik“ – so bitter das klingt.

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Arlie Russell Hochschild – Fremd in ihrem Land

Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten

Arlie Russell Hochschild - Fremd in ihrem Land

Warum finden Rechtspopulisten in den USA so viel Unterstützung? Arlie Russell Hochschild reiste ins Herz der amerikanischen Rechten, nach Louisiana, und ergründete über Jahre hinweg Einstellungen und Gefühle ihrer Landsleute.

In den Vereinigten Staaten verstärkt sich der Eindruck, in zwei unterschiedlichen Ländern zu leben. Der Graben zwischen Liberalen und der extremen Rechten scheint größer als je zuvor. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat die ohnehin große Kluft manifestiert. Bereits lange vor Trumps Wahlsieg verlässt die Soziologin Arlie Russell Hochschild die Komfortzone ihres linksliberal geprägten Lebens in Berkeley, Kalifornien, und macht sich auf den Weg zu Menschen, die politisch nicht weiter von ihr entfernt sein könnten. Sie will verstehen, was diese Menschen treibt, die scheinbar gegen ihre eigenen Interessen die ultrakonservative Tea Party unterstützen.

Über fünf Jahre hinweg und in unzähligen Gesprächen lernt Hochschild frustrierte Menschen kennen, deren „Amerikanischer Traum“ geplatzt ist. Menschen, die sich abgehängt fühlen und den Staat hassen. Die an der Verschmutzung ihrer Gewässer durch die chemische Industrie leiden und doch die Befugnisse der Umweltbehörde einschränken möchten. Die den Wohlfahrtsstaat grundsätzlich ablehnen, selbst wenn sie selbst in hohem Maß auf dessen Fürsorge angewiesen sind.

Hochschild gibt sich nicht mit dem oberflächlichen Bild zufrieden, sondern ergründet die Ursachen der vermeintlichen Paradoxien. Anrührend und warmherzig erzählt sie die Geschichten ihrer Protagonisten und entwickelt ein Narrativ für ihre Hoffnungen und Ängste, Trauer und Verbitterung, Stolz und Scham. Die Menschen fühlen sich gegenüber Minderheiten zurückgesetzt und in ihrer tief verankerten gemeinsamen Wertestruktur nicht mehr anerkannt. Das macht sie wütend und treibt sie in die Arme der Rechten.

Hochschild, die mit ihren teilnehmenden Beobachtungen weltweit Beachtung gefunden hat, zeigt in ihrem Buch eine beunruhigende Entwicklung auf, die auch in Europa längst begonnen hat. Ihre Reportage ist nicht nur eine erhellende Deutung einer gespaltenen Gesellschaft, sondern auch ein bewegendes Stück Literatur.

Die Autorin
Arlie Russell Hochschild ist eine der bedeutendsten Soziologinnen der Gegenwart und emeritierte Professorin an der University of California, Berkeley. Die amerikanische Originalausgabe ihres Buches „Strangers in Their Own Land. Anger and Mourning on the American Right“ stand auf der Shortlist für den National Book Award 2016.

Arlie Russell Hochschild
Fremd in ihrem Land
Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten
Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 429 Seiten
EUR 29,95/EUA 30,80/sFr 36,80
ISBN 978-3-593-50766-8
Erscheinungstermin: 07.09.2017

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Düsseldorfs Flüchtlingsbeauftragte im Interview mit ohfamoos.com

Düsseldorfs Flüchtlingsbeauftragte im Interview mit ohfamoos.com

Miriam Koch und Florian Tiegelkamp-Büngers im Interview (Bildquelle: @ Tanja Deuß, Knusperfarben)

Abgehängt – der Titel eines Artikels über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland trifft es nicht, was Miriam Koch zum Alltag Geflüchteter im Interview mit ohfamoos.com sagt. Doch die Flüchtlingsbeauftragte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt beschönigt nicht, wenn sie sagt: „Viele der in Düsseldorf lebenden Flüchtlinge konnten erst nach einem Jahr ihren Asylantrag stellen, kamen in eine irre Warteschleife. Es gab beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das damals komplett chaotisch agierte, viel zu wenig Systematik; mit Riesen-Auswirkungen… Das merkt man den Leuten natürlich an…“
Miriam Koch beklagt nicht nur die extremen Warteschleifen. Ein anderer Punkt sei mindestens genauso ernst: „Die Menschen kommen aus den Gemeinschaftsunterkünften nicht oder zu langsam raus. Da macht sich eine Art Frustration breit. Die große Frage ist ja: Wie sollen diese Menschen mit Wohnsitzauflage Düsseldorf hier eine Wohnung finden?“
Ohne gute Begleitung finden Flüchtlinge keine Wohnung
Die Flüchtlingsbeauftragte sagt auch: Wer auf dem „ohnehin heiß umkämpften Wohnungsmarkt Düsseldorf“ eine Wohnung finden wolle, brauche dringend eine gute Begleitung. Jemanden, der gut deutsch spreche und vermitteln könne. Das sei „das Erfolgsrezept“. Ansonsten könnten Geflüchtete trotz aller Bemühungen, die auch seitens Verwaltung und Politik in NRW getätigt worden seien, nur mit enormer Anstrengung eine eigene Wohnung finden.
Der öffentliche Wohnungsbau sei, so Koch, angekurbelt worden: „Das ist das eine, woran die Verwaltungsspitze arbeitet“. Zudem seien diverse Programme und Einzelmaßnahmen gestartet und verstärkt worden, die jetzt greifen würden. Sie sagt aber auch: „Wir hatten 15 Jahre lang eine Stadtpolitik, in der ausschließlich in einem Preissegment gebaut worden ist – sprich, geförderte Wohnungen sind aus der Bindung raus gefallen, neue entstanden nicht.“
Noch vor wenigen Tagen hatte auch Robert Feiger, der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BAU, im Deutschlandfunk eine bessere Wohnungsbaupolitik gefordert: Viele Wohnungen in Großstädten oder Universitätsstädten seien für normale Arbeitnehmerfamilien „schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar“.
Das gesamte Interview mit der Flüchtlingsbeauftragten Düsseldorfs, Miriam Koch, lesen Sie auf www.ohfamoos.com
Der Blog ohfamoos.com bietet Inspirationen für ein gutes Leben. Die Themen kreisen um Gesellschaft, Politik, Liebe und Bewegung. Zwei neue Geschichten pro Woche mit dem Fokus auf das Gute, Machbare und Konstruktive im Alltag.

Ein Blog für Querdenker, die auf das Positive setzen und sich in Lebenskunst üben. ohfamoos engagiert sich für Projekte und Initiativen „out of the box‘ und lädt zum mutigen Umgang mit persönlichen und gesellschaftlichen Veränderungen ein. 2014 von vier Frauen aus Deutschland, Australien und Dubai gegründet.

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Ein Festival in Apulien über die Revolutionen

Lectorinfabula

Zum dreizehnten Mal jährt sich diese Woche das Festival „Lector in fabula“ in Conversano, einem malerischen Städtchen Apuliens. Das Leitmotiv lautet „Revolution!“. Und der thematische Bogen spannt sich von Russland 1917 über die 68er-Bewegung bis hin zu den jüngsten Umwälzungen und zu den globalisierungskritischen Bewegungen, die zwischen 1999 und 2001 die Utopie verwirklichen wollten. Doch man wird auch über die radikalen Veränderungen in der Familie und Kindererziehung diskutieren, über die Mafia und über die Revolution der Arbeit in den Zeiten Googles und Facebooks, zusammen mit Professor Wolfgang Schroeder und der Soziologin Chiara Saraceno; oder über neue Formen der Sklaverei mit Colin Crouch und Olav Unsgaard.
114 unterschiedliche Events mit 205 Gästen werden insgesamt angeboten. Dazu kommen Ausstellungen, Buchvorstellungen und Workshops. Conversano ist eine mittelalterliche Kleinstadt Apuliens in funkelndem weißem Kalksteinmit, im Zentrum findet sich die alte Festung und eine romanische Kathedrale. Conversano ist einfach zu erreichen, denn es ist nur 30 Km von Bari entfernt, und 8 Km vom blauen Meer in Polignano.

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Zehn Wünsche an die Politik

Zehn Wünsche an die Politik

(Bildquelle: www.abus.de | pd-f)

(pd-f/tg) In zwei Wochen steht die Bundestagswahl 2017 an. Das TV-Duell der beiden Kanzlerkandidaten zeigte: Für den Radverkehr scheint in der politischen Debatte aktuell kein Platz. Dabei ist das Thema gerade in Zeiten des Klimawandels wichtig für die Zukunft. Das Fahrrad ist eine Lösung, um den Verkehrskollaps in den Städten zu vermeiden. Der pressedienst-fahrrad hat zehn konkrete, zukunftsweisende Statements von Branchenvertretern an die Politik zusammengetragen.

Guido Meitler, Marketingmanager beim Kinderradhersteller Puky:

„Verkehrspolitik fängt schon bei den Kleinen an. Kinder müssen sich auf dem Rad sicher fühlen, damit sie Freude am Radfahren und der persönlichen Mobilität haben. Dadurch begreifen sie schon früh, dass auch Alltagswege mit dem Rad zurückgelegt werden können und nicht bei jeder Gelegenheit das Auto gebraucht wird. Wir wünschen uns deshalb eine kinder- und familienfreundliche Infrastruktur mit mehr verkehrsberuhigten Zonen. Tempo 30 vor Schulen und Kindergärten ist schon ein Anfang, kann aber nur ein erstes Signal sein.“

Dr. Rainer Müller, Geschäftsführer beim Beleuchtungsspezialisten Busch & Müller:

„Wir wünschen uns die Akzeptanz des Fahrrads als Verkehrsmittel, nicht nur als Freizeitgerät. Dazu: Alle neuen Straßen müssten grundsätzlich mit Radwegen ausgestattet werden. Viele vorhandene Straßen ließen sich ohne großen Aufwand von zwei breiten Fahrspuren mit je einem Seitenstreifen um einen Radweg ergänzen. Vor allem im ländlichen Raum mit mehr oder weniger steilen Bergen (wie bei uns im Sauerland) besteht enormer Nachholbedarf.“

Andreas Hombach, Vertriebsleiter Fahrrad-Parksysteme beim Metallbauer WSM:

„Mehr Alltagsradverkehr bedeutet eine Entlastung des Straßenverkehrs, eine Minderung der Schadstoff- und Lärm-Emissionen sowie eine Verbesserung der Gesundheit. Erforderlich ist ein Paradigmenwechsel in der Stadt- und Verkehrsplanung. Benötigt werden querungsfreie, direkte und sichere Radverkehrsverbindungen sowie eine ausreichende Anzahl an sicheren und witterungsgeschützten Fahrradabstellanlagen. Neben seinem Engagement im Bereich der Bundesstraßen und überregionalen Radschnellwege sollte der Bund auch die Länder finanziell in die Lage versetzen, entsprechende Infrastrukturmaßnahmen einzuleiten.“

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin beim Bekleidungsspezialisten Vaude:

„Ich wünsche mir von der Politik konkrete Förderkonzepte und Zielvorgaben für die Transformation hin zu fahrradfreundlichen Städten und Einzugsgebieten. Dazu gehört in der Stadt die sichere und bevorzugte Verkehrsführung für Fahrradfahrer. Für Stadt und Umland wünsche ich mir den Einbezug des öffentlichen Nahverkehrs, v. a. im Hinblick auf den Transport von Fahrrädern, sowie einen breiten Ausbau von Fahrradwegen – auch in ländlichen Regionen! Wir fördern als Arbeitgeber durch vielfältige Maßnahmen den umweltschonenden Weg per Rad zur Arbeit. Die Sicherheit sollte dafür zugleich gewährleistet sein.“

Steffen Alberth, Leiter Vertrieb und Service beim Fahrradhersteller Winora:

„Fahrräder, ob mit oder ohne Motor, bieten unendlich viele Vorteile: Für die Umwelt, für den Verkehr, für die individuelle Mobilität, für die persönliche Gesundheit. Wir von der Winora Group wünschen uns, dass auch die Politik das Radfahren mehr unterstützt. Etwa durch den Ausbau von sicheren Fahrradwegen in der Stadt und Radschnellstraßen, z. B. für Pendler. Sie sollten sowohl Radfahrern mit als auch ohne E-Antrieb ein sicheres Fahren ermöglichen. Radfahrer sollten mehr Rechte im Straßenverkehr erhalten, in Fahrradstraßen oder 30er-Zonen. In Schulen sollte der Spaß am Radfahren schon früh vermittelt werden, etwa durch die Integration in den Lehrplan. Die Politik könnte ein Fahrradressort einrichten, um dem Fahrradfahren das nötige Gehör und Gewicht in der politischen Diskussion zu verschaffen. Ähnlich wie bei den Elektroautos sollten die Bürger mit Steuervergünstigen dazu motiviert werden, sich statt eines Autos ein E-Bike zu kaufen oder zu leasen, um damit umweltschonend längere Strecken zurücklegen zu können. Initiativen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ sind großartige Ansätze und sollten auch von der Politik unterstützt werden.“

Henning Voss, Geschäftsführer beim deutschen Brompton-Vertreiber Voss Spezial-Rad:

„Von einer Schwarz-Weiß-Sicht nach dem Motto entweder Auto oder Fahrrad halte ich persönlich nichts. Wenn der Weg zur Arbeit ein Mix aus Auto, ÖPNV und Falt-Fahrrad sein könnte, würden viele Pendler erleben, wieviel Spaß und Abwechslung das Element Falt-Fahrrad in dieser Mobilitätskette bringt. Dafür wünsche ich mir von der Politik eine Stärkung des ÖPNV und eine erstklassige Fahrrad-Infrastruktur, besonders in den Stadtzentren, sodass die „letzte“ Meile auf dem Fahrrad der Höhepunkt auf dem Weg zur Arbeit wird.“

Maximilian Schay, Geschäftsführer beim Bambusradhersteller My Boo:

„Als noch junges Unternehmen aus der Fahrradbranche beschreiten wir einen sehr besonderen Weg. Dabei möchten wir mit unseren My-Boo-Bambusfahrrädern ein innovatives Produkt, konkretes soziales Engagement in Ghana und nachhaltiges wirtschaftliches Handeln in Deutschland verbinden. Wir sind davon überzeugt, dass faires Handeln und hochwertige Produkte kein Widerspruch sein müssen. Dabei gehen wir gerne als Vorbild vorweg und geben unsere Erfahrungen weiter. Wir wünschen uns eine aktive Unterstützung der Politik für eine nachhaltige Mobilität und Unterstützung für konkretes Engagement für Arbeitsplätze und gesellschaftliche Teilhabe in Entwicklungsländern dieser Welt.“

Philipp Elsner-Krause, Geschäftsführer beim Bike-Accessoires-Anbieter Fahrer Berlin:

„Ich sehe bereits ein Umdenken in der Verkehrspolitik und bei der Entwicklung von Infrastrukturprojekten. Jedoch werden viel zu geringe Mittel zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur bereitgestellt. Am Beispiel Berlins kann ich sagen, dass viele neue Radwege und Radschutzstreifen errichtet wurden, aber leider nur im Innenstadtbereich und auch nicht in angemessenem Verhältnis zum gestiegenen Fahrradverkehr. Für viele Menschen, die gerne mit dem Rad pendeln würden, ist es schlichtweg immer noch viel zu gefährlich, das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen. Ich persönlich wünsche mir deshalb mehr Mittel und eine höhere Reisegeschwindigkeit beim Voranbringen von Infrastrukturprojekten im Bereich Fahrrad und ÖPNV und natürlich auch Politiker, die gerne selber aufs Fahrrad steigen und moderne Mobilität vorleben. Positiv stimmen mich Initiativen wie der „Volksentscheid Fahrrad“ und das „Projekt Stadtbahn“, da sie es geschafft haben, viele Menschen zu mobilisieren und somit mehr Druck auf die Politik auszuüben. Des Weiteren wünsche ich mir Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in den Innenstädten. Die Luft in Berlin ist fühlbar schlecht und stickig, um das zu bestätigen, braucht es keine Messungen. Leider habe ich persönlich das Gefühl, dass Krankheiten, deren Auslöser mit Schadstoffen belastete Umgebungsluft ist, wissend in Kauf genommen werden. Nicht zu vergessen natürlich der Wunsch als Unternehmer an die Politik, ein Umfeld sicherzustellen, in dem alle Marktteilnehmer gleichberechtigt behandelt und nicht durch Subventionen in veraltete Technologien Fortschritt gebremst wird und Marktverhältnisse ins Ungleichgewicht kommen.“

Hanna Gehlen, Projektmanagerin beim Kinderanhänger-Hersteller Croozer:

„Wir wünschen uns, dass der Fahrradanhänger als flexibles und preiswertes Zero-Emission-Fahrzeug für Familien, Freunde und Gewerbe in der Städte- und Verkehrsplanung wahrgenommen und berücksichtigt wird. Dazu zählen breitere Radwege und Radspuren, aber auch passende Abstellanlagen. Nicht nur vor Kindergärten, sondern flächendeckend auch vor Geschäften und Supermärkten.“

Rolf Kathrein-Lehmann, Produktmanager beim Radtaschenspezialist Ortlieb:

„Die zukünftige Bundesregierung muss dringend eine Strategie für eine umweltfreundliche Mobilität, besonders in Städten, entwickeln. Der Aktionismus in Form von sofort zur Verfügung gestellten Milliarden ist durchschaubar, die Heilige Kuh Auto soll – gerade vor einer Wahl – nicht geschlachtet, geschweige denn angefasst werden. Das Thema Diesel und Schadstoffbelastung ist nur ein Teil des Problems. Ein hoher Anteil von Autos in den Städten, auch wenn es nur E-Autos wären, bringt uns nicht weiter. Wir brauchen mehr Platz für Radfahrer, Fußgänger und Busse. Der wird nur frei, wenn der Raum nicht von fahrenden oder parkenden Autos belegt ist.“

Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilität für Körper und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualität, Radfahren ist clever und Radfahren macht Lust auf mehr…

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Politik Recht Gesellschaft

FDP-Ortsverband Starnberg wählt Vorstand

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen des FDP-Ortsvorstands Starnberg: Dienstag, 25. Juli 2017, um 19:30 Uhr im Bayerischen Hof in Starnberg

FDP-Ortsverband Starnberg wählt Vorstand

Heike Barall-Quiring ist Vorsitzende des FDP-Ortsverbands Starnberg

Der FDP-Ortsverband Starnberg lädt ein zur Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Ortsvorstands am Dienstag, 25. Juli 2017, um 19:30 Uhr im Café Prinzregent im Hotel Bayerischer Hof, Bahnhofplatz 12, 82319 Starnberg. Auf die Eröffnung, Begrüßung und Wahl der Versammlungsleitung folgen der Bericht der Vorsitzenden des Starnberger Ortsverbands Heike Barall-Quiring sowie der Rechenschaftsbericht der Schatzmeisterin Paola Heidtmann-Ambrosoli. Im Anschluss an die Aussprache und die Entlastung des Vorstands beginnen die Wahlen des Vorstands. Heike Barall-Quiring, die Mehrheit des Vorstandsteams und weitere neue Mitglieder stehen für die nächste Wahlperiode zur Verfügung, um die FDP weiter erfolgreich zur anstehenden Bundestagswahl 2017 und anknüpfend zur Landtagswahl 2018 zu führen.

Anschließend an die Aussprache und die Wahl des Ortsvorstands werden die FDP-Stadträtin und dritte Bürgermeisterin Iris Ziebart und der FDP-Stadtrat Anton Wiesböck zu vergangenen und geplanten Vorhaben im Stadtrat berichten.

Über den FDP-Ortsverband Starnberg

Seit seiner Gründung setzt sich der FDP-Ortsverband Starnberg für das Umsetzen liberaler Grundideen und Leitgedanken in der Kommunalpolitik von Starnberg ein. Zu den Themenschwerpunkten gehören ein schlüssiges Verkehrskonzept zur Entlastung, eine attraktive Gestaltung des städtischen Uferbereichs zum Starnberger See, das Stärken des Wirtschaftsstandorts mit Schaffen von Arbeitsplätzen sowie das Steigern der Lebensqualität für alle Menschen in Starnberg. Aktuell besitzt die FDP-Fraktion im Stadtrat zwei Mandate.

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Politik Recht Gesellschaft

Aktion für mehr Demokratie fordert: Nein zu 70 Milliarden Militärausgaben!

Die Forderung des US-Präsidenten, Deutschland müsse seine Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent erhöhen, wird von der Aktion für mehr Demokratie abgelehnt. Namhafte Künstler und Kulturschaffende haben das Protestschreiben unterzeichnet. Sie fordern die Bundesregierung auf, dem unsinnigen Drängen nicht nachzugeben und gemeinsam mit anderen NATO-Partnern eine Achse der Vernunft zu bilden.

„Wir bestreiten energisch, dass Verteidigungsausgaben etwas über Sicherheit oder gar Frieden aussagen. Militäreinsätze helfen, einen Krieg zu gewinnen. Den Frieden kann man nicht militärisch dauerhaft sichern. Frieden braucht vor allem das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Die Beispiele sind vielfältig und sollten uns Mahnung sein: Eine Erhöhung von Militärausgaben führt meistens zu mehr und nicht weniger Unsicherheit. Törichte Militärinterventionen sind eine der wichtigsten Fluchtursachen. Die Grausamkeiten des Krieges bis hin zu Verbrechen gegen die Humanität zerstören ganze Gesellschaften und machen große Anstrengungen für eine neue Zivilität erforderlich. Nicht zuletzt erschüttern barbarische Kriegsakte oft genug das Vertrauen anderer Völker der Welt in die westlichen Demokratien.“

Die politischen Parteien werden aufgefordert, in ihren Wahlprogrammen dieses 2-Prozent-Ziel abzulehnen und sich durch die Bundestagswahl ein eindeutiges Mandat gegen den Rüstungswahnsinn zu holen. „70 Milliarden für Rüstung und nur 40 Milliarden für die Integration von Flüchtlingen – das ist nicht das Land, das wir wollen!“

Die Aktion für mehr Demokratie, vertreten durch den Grafiker Klaus Staeck und den Schriftsteller Johano Strasser, wurde vor rund 40 Jahren gegründet. Sie hat mit Initiativen zur „Verteidigung der Republik“ mit Großveranstaltungen, Ideentreffs und Ausstellungen Künstlern, Autoren und Intellektuellen der Bundesrepublik eine Plattform geboten, mit ihrem Engagement auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen.

Der Text im vollen Wortlaut und die Namen der Unterzeichner unter www.aktion-fuer-mehr-demokratie.de

Ihren Ursprung hatte die Aktion in einem gemeinsam von dem Grafiker Klaus Staeck und dem Fernsehjournalisten Ulrich Wickert 1977 gegründeten „Arbeitskreis Medien“ zur Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems. Im Jahre 1983 veranstaltete die Aktion für mehr Demokratie zur „Verteidigung der Republik“ in der Essener Grugahalle ein Sechs-Stunden-Marathon mit Musik, Kabarett und Diskussion. Heinrich Böll hielt eine programmatische Rede. Ungeachtet der steten Klage über die Sprachlosigkeit zwischen Künstlern, Intellektuellen und Politikern wurde immer wieder versucht, sie mit Gesprächsangeboten zusammenzubringen.
Weitere Informationen zur Geschichte und zu den aktuellen Initiativen der Aktion für mehr Demokratie auf der Website www.aktion-fuer-mehr-demokratie.de

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Ernährungsbevormundung a la Politik

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Von Detlef Brendel

sup.- Ernährungsminister Christian Schmidt will zum Chefkoch der Nation werden. „Kochen mit Schmidt“ könnte das Pädagogik-Programm heißen, mit dem er zum dominanten Ernährungspartner in den deutschen Haushalten werden will. Von der Brezel über die Limo bis zum Räucherlachs will er Leitlinien für die Rezepturen vorgeben. Vor allem Fett, Salz und Zucker sollen reduziert werden. Die Messlatten dafür definiert die Politik. Kein seriöser Wissenschaftler würde behaupten, Nahrungsmittel in gute und schlechte einteilen zu können. Politiker können das. Sie definieren Leitplanken für die so genannte Reformulierung von Rezepturen, die Nahrungsmittelhersteller dann „freiwillig“ zu übernehmen haben. Wer es nicht freiwillig tut, muss mit administrativen Konsequenzen rechnen. Ehrlicher wäre es, von einem gesetzlich verordneten Einheitsbrei zu sprechen.

Mit seinen Überlegungen gibt sich der Minister, der bisher die Vielfalt einer qualitativ hochstehenden Ernährungswirtschaft lobte und dem Verbraucher die Fähigkeit zutraute, nicht nur eine Partei, sondern auch das richtige Müsli wählen zu können, offenbar geschlagen. Er knickt vor dem Druck der NGOs und dem von ihnen erzeugten Zeitgeist ein. Das ist bedauerlich. Und er zitiert als Ausrede für seine Initiative Empfehlungen der WHO. Das ist bedenklich. Im Ministerium sollte man die mangelnde wissenschaftliche Reputation der WHO, die schon skandalös miserable Faktenlage für beispielsweise die Zuckerempfehlungen und die NGO-Verstrickungen dieser Organisation einmal genauer und kritischer betrachten. Mit dem leichtfertigen Glauben an WHO-Empfehlungen macht Christian Schmidt sich zum Erfüllungsgehilfen einer Organisation, die speziell auch im Zusammenhang mit der Übergewichts-Diskussion zu einem Instrument von interessengetriebenen NGOs geworden ist, die mit vielen Millionen dazu von der Pharmaindustrie bezahlt wurden.

Wie willkürlich Grenzwerte in der Gewichts-Diskussion sind, sollte Minister Schmidt aus eigenen Erfahrungen kennen. Seine gesunde und lebensbejahende Erscheinung dürfte in ständigem Konflikt mit dem zunehmend von der Wissenschaft kritisch gesehenen BMI-Grenzwert von 25 stehen. Für die Normierung von Menschen gibt es ebenso wenig valide wissenschaftliche Grundlagen wie für eine Vereinheitlichung der Ernährung.

Detlef Brendel ist Autor des Buches “ Die Zucker-Lüge„, in dem er sich u.a. kritisch mit den Irrungen der so genannten Ernährungsaufklärung und der Bevormundung der Verbraucher beschäftigt (Ludwig-Verlag ISBN 978-3-453-28075-5).

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