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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Digitale Transformation – jetzt wird umgesetzt!

Statement des Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer zum Jahreswechsel 2017/2018

Digitale Transformation - jetzt wird umgesetzt!

Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer (Bildquelle: Ingenics AG)

Wer sich vor einigen Jahren auf den Weg ins Zeitalter der digitalen Produktion, Supply Chain und Logistik begeben hat, darf sich heute bestätigt fühlen.

Es gibt inzwischen genügend Beispiele für Leuchtturmanwendungen erfolgreicher Implementierung von Industrie-4.0-Elementen über alle Branchen hinweg. Die Digitalisierung kommt in großen Schritten voran, Anwendungen, die im Endkundenbereich bereits seit Jahren Standard sind, finden nun ihren Weg in die Industrie. Es gibt kein Zurück mehr – die Zukunft ist digital.

In der Industrie wird nach dem Prinzip „Predictive Maintenance“ revolutioniert. Ein gutes Beispiel ist die App „Shazam“, mit deren Hilfe der Nutzer herausfindet, welcher Song gerade im Radio gespielt wird. Ein Start-up aus New York hat die Brücke zur Industrie geschlagen, indem es eine App entwickelt hat, die anhand der Tonerkennung den Maschinenstatus ermitteln, weitermelden und Instandhaltungsempfehlungen geben kann.

Für die digitale Durchdringung des kompletten Lebenszyklus von Produkten und Produktionsmitteln müssen teilweise noch die Voraussetzungen geschaffen werden – was bedeutet, dass, wer nicht auf der Strecke bleiben will, die Etablierung innovativer Technologien als Chefsache in den Unternehmenszielen festschreiben muss. Von der ersten Idee bis zur Auslieferung eines Produktes muss jeder einzelne Prozess entlang der Wertschöpfungskette auf den Prüfstand gestellt und Teil der Digitalisierungsstrategie werden.

Wir können uns heute nicht mehr mit ungefähren Prognosen für die Zukunft zufriedengeben – heute handeln wir. Denn wir haben alle erforderlichen – zum Teil selbst entwickelten – Werkzeuge zur Hand. Worauf also sollten wir noch warten? Wir begleiten unsere Kunden auf ihrem anspruchsvollen Weg der Transformation ihres Geschäftsmodells, ihrer Produkte und Produktion, letztlich ihres kompletten Unternehmens.

Doch wo bleibt der Mensch? Auch die Arbeitswelt steht vor massiven Veränderungen. Bei flexiblen Arbeitsorten und -zeiten gewinnt die Digitalisierung der Arbeits- und Service-Tools mit unkomplizierten, gleichwohl sicheren Zugriffsmethoden weiter an Bedeutung.

Mitarbeiter werden vermehrt ihre Wünsche und Bedürfnisse einbringen und an der Gestaltung der Rahmenbedingungen und Geschäftsprozesse mitwirken wollen. In diesem Sinne ist die Qualität des Arbeitgebers auch aus Sicht aktueller und potenzieller Mitarbeiter zum großen Teil ein Kultur- und Wertethema.

Wo sich die Bedürfnisse zum Schutz der Arbeitsplätze entgegen dem Sinn der aktuellen arbeitspolitischen Rahmenbedingungen verändern, ist die Politik gefragt. Sie muss ein differenziertes Vorgehensmodell entwickeln, um die bereits knappen Ressourcen an qualifizierten Arbeitskräften für die Zukunft zu sichern. Noch schränkt die Politik – aus dem Bedürfnis heraus, prekäre Arbeitsplätze schützen zu wollen – die dringend notwendige Entwicklung und Gestaltung zukunftsfähiger Arbeitsmodelle ein.

Zukunftsforscher erwarten, dass im Bereich der Hochqualifizierten das Sicherheitsbedürfnis der Menschen deutlich zurückgehen wird. In der Wahl ihres Erwerbsmodells und der damit verbundenen Aufgaben legt diese Gruppe viel mehr Wert auf attraktive Arbeitsinhalte anstatt auf die Sicherheit einer „Lebensstellung“. Sie gehen zu Recht davon aus, dass sie jederzeit mindestens gleichwertige Alternativen haben.

Alle unsere Analysen zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt zukünftig in Richtung fluider Kompetenz entwickeln wird. Die Unternehmen sind gefordert, diese aufgaben- und projektbezogene Form der „fluiden Zusammenarbeit“ zu managen, um ihre Performance und ihr Wachstum abzusichern.

Worauf sollen wir also noch warten? Die Gewinner werden die verfügbaren Digitalisierungsinstrumente einsetzen, die effiziente Gestaltung ihrer Prozesse anpacken und mit ihrer fluiden Kompetenz für Zusammenarbeitsmodelle die attraktivsten Arbeitgeber am Markt sein. Wer dabei sein will, hat jetzt alle Chancen – und muss sie jetzt nutzen.

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Als eines der ersten Consultingunternehmen hat sich Ingenics eine dezidierte Industrie 4.0-Expertise erarbeitet und in Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen zukunftsweisende Lösungen für Industrie 4.0-Anwendungen in der Wirtschaft entwickelt.

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„Konkrete Handlungsanleitungen aus der Zukunftswerkstatt“

17. Ulmer Gespräche der Ingenics AG zu „Arbeitsorganisation 4.0“

"Konkrete Handlungsanleitungen aus der Zukunftswerkstatt"

Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R + D (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Der Umzug der Ulmer Gespräche der Ingenics AG hat sich gelohnt. Im Congress Centrum Ulm genossen am 28. September 2017 rund 250 Gäste sowie zahlreiche Ingenics Mitarbeiter die hochkarätige Veranstaltung zum Thema „Arbeitsorganisation 4.0 – Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial“ mit Vorträgen und Diskussionen, angeregten Unterhaltungen und einer erweiterten Partnerausstellung in einem entspannten Rahmen. Die Redebeiträge beleuchteten unterschiedlichste Aspekte der Zukunft der Produktionsarbeit.

Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer konnte die Bühne in der Gewissheit betreten, dass das neue Format der Ulmer Gespräche, die 2017 bereits ihre 17. Auflage erlebten, gut ankommen würde. Das Congress Centrum Ulm bot den 250 Entscheidern aus großen und kleinen Industrieunternehmen verschiedenster Branchen genügend Raum für Vorträge, Rahmenprogramm und intensiven Meinungsaustausch – untereinander und mit den zahlreich anwesenden Ingenics Mitarbeitern.

Es geht nicht darum, dass sich etwas verändern wird, sondern wie Unternehmen den Veränderungsprozess positiv managen

Im Interview mit Moderatorin Stefanie Anhalt (SWR 1) wurde zunächst der thematische Schwerpunkt – Industrie 4.0 und die Folgen für die Arbeitswelt – abgesteckt. Da sich Ingenics seit mehreren Jahren mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigt, das auch schon in den vergangenen drei Jahren die Agenda der Ulmer Gespräche bestimmt hatte, war es nur konsequent, nun die Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation in den Fokus zu stellen und Visionen für die Arbeit der Zukunft zu entwickeln. Prof. Herkommer konnte darauf verweisen, dass Ingenics in über 5.000 Projekten bei unterschiedlichsten Herausforderungen eine umfassende Expertise für die Generierung unternehmerischen Erfolgs erarbeitet hat und alle Voraussetzungen dafür erfüllt, zu dieser Art „Zukunftswerkstatt“ einzuladen.

Dass er die Schwerpunkte auf Produktion, Logistik, Organisation und Digitalisierung legt, ist die logische Konsequenz aus den Geschäftsfeldern des Beratungsunternehmens. „Unser Know-how ist durchweg erfahrungsbasiert, was unsere Kunden aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Chemischen und Pharmaindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus Verwaltungen gleichermaßen schätzen“, so Prof. Herkommer. „Unser übergeordnetes Ziel ist es jeweils, einen nachhaltigen Unternehmenserfolg sicherzustellen.“

Bei allen Projekten gehe es über eine klare Analyse der Prozesse und Strukturen um die enge Einbindung aller handelnden und betroffenen Personen. „Bei Prozessänderungen, Changes, spielt der Mensch bei uns die zentrale Rolle, auch wenn es um Digitalisierung geht.“ Deshalb habe man auch bei der Beschäftigung mit der Arbeitsorganisation 4.0 von Anfang an konsequent auf wissenschaftliche Begleitung durch Institute der Fraunhofer Gesellschaft gesetzt, die sich mit diesen Themen beschäftigen. „Es geht nicht darum, zu sagen, dass sich hier etwas verändern wird, sondern darum, wie die Unternehmen den Veränderungsprozess erkennen, verstehen und für sich positiv managen können,“ so Prof. Herkommer. Leider sei bei den Verantwortlichen vieler Unternehmen die Problematik der sich verändernden Arbeitsorganisation durch das Fortschreiten der Digitalisierung noch nicht angekommen. „So werden Entwicklungen in Unternehmen und Organisationen antizipiert und wir geben konkrete Handlungsanleitungen, wie man sich auf diese Entwicklungen einstellen muss, um erfolgreicher zu werden.“

Versöhnung von Mensch und Maschine

Als erster Referent sprach der Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling, Gründer und Geschäftsführer von re:publik, Institut für Zukunftspolitik in Frankfurt am Main und Wien über das „Ende der Arbeit“. Seine nicht ganz überraschende These: Nicht die Arbeit endet, sondern die Form der Arbeit verändert sich. Und vor diesem Hintergrund muss sich u. a. die Berufsausbildung verändern. „Hierarchische Großorganisationen, in denen immer top-down entschieden wurde, werden sich wandeln müssen“, so Dr. Dettling. Er empfiehlt zur Orientierung, sich mit dem Arbeiten bei Start-ups oder in „Co-Working Spaces“ zu beschäftigen. „Große Unternehmen müssen disrupieren, also sich selbst radikal infrage stellen können, um neue Freiräume zu schaffen, jede erfolgreiche Organisation muss künftig klein und zugleich groß sein können.“

Was z. B. künstliche Intelligenz betrifft, rät er zu Geduld: „Wir werden KI in vielen Varianten erleben, aber bis wir eine wirklich professionelle Intelligenz haben, dauert es noch. Vorläufig werden Roboter Menschen nicht überlegen sein, weil sie noch nicht zu Empathie, Schmerz und Emotionen fähig sind.“ Spätere Generationen von „Robotic Natives“ würden aber voraussichtlich die „Versöhnung von Mensch und Maschine“ erleben.

Arbeit 4.0 findet an variablen Orten zu variablen Zeiten in veränderlichen Arbeitsstrukturen statt. Experimentieren erlaubt!

Als zweiter Referent schlug Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Arbeitswissenschaftler und Direktor des Düsseldorfer Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft ifaa, eines u. a. von den Arbeitgebern geförderten Think Tanks, vor, die Digitalisierung als einen von mehreren Faktoren zu betrachten, die den Wandel der Arbeitswelt treiben. Weitere Faktoren seien z. B. Strategieorientierung und Globalisierung.

So sieht Prof. Stowasser die Digitalisierung als „viele Jahre dauernde, nicht umkehrbare Weiterentwicklung gegenwärtiger Systeme und Geschäftsmodelle“, wobei er keinen Anhaltspunkt für die Entstehung von Massenarbeitslosigkeit sieht. Der These „Fortschritt macht arbeitslos“, wie sie in einer Spiegel-Titelgeschichte schon 1978 prognostiziert worden war, kann er nichts abgewinnen. Gerade durch die zunehmende Variantenvielfalt „wird der Mensch noch gebraucht“, ist Prof. Stowasser überzeugt. Die Beispiele von hocheffizienten „kleinen digitalen Fabriken“ (Local Motors, USA; Wittenstein, Stuttgart; adidas speedfactory, Ansbach) sind beeindruckend und zeigen, welche Bedeutung die Flexibilität als „zentrales Moment der Digitalisierung“ hat. „Die Lösungen sind so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst, wir müssen neue Führungsrollen entwickeln und dabei mehr führen als steuern, Beschäftigten mehr Kompetenzen zubilligen und akzeptieren, dass Arbeit 4.0 an variablen Orten zu variablen Zeiten in veränderlichen Arbeitsstrukturen stattfindet.“

Deshalb sei Industrie 4.0 auch die konsequente Weiterentwicklung des Lean Managements; welchen Reifegrad man jeweils vorfinde, bestimme letztlich die Digitalisierungsfunktion. „Flexibles Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt 4.0 benötigt eine Unternehmensstrategie, klare Strukturen, verbindliche Regeln, eine technisierte Infrastruktur, neue Kompetenzen für Führungskräfte und Beschäftigte, eine alles umfassende Unternehmenskultur“, fasst Prof. Stowasser zusammen und fordert: „Experimentieren muss erlaubt sein, Schulen müssen sich radikal verändern, Industrie 4.0 ist vor allem Komplexitätsbewältigung, die Geschäftsmodelle müssen neu definiert werden.“

Erst die Kombination von „Lean“ und Digitalisierung führt zu mehr Operational Excellence

Womit sich Ingenics täglich beschäftigt, vermittelte der viel beachtete Vortrag von Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R + D, „Wie Arbeit 4.0 in der Praxis zum Erfolgsfaktor wird – MyCPS, Industrial Engineering und der Ingenics Ansatz der integralen Unternehmensentwicklung.“ Auch er ließ es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass die Digitalisierung, die Prozesse optimieren und effizienter gestalten soll, eine umfassende Lean-Strategie nicht ersetzen kann, sondern auf einer solchen aufsetzen muss: „Erst die Kombination führt sicher zu mehr Operational Excellence“, stellte er klar. „Sie als Führungskraft treiben den Wandel, nur eine Technologie einzuführen ist nicht die Lösung, das nutzt nur, wenn ich das Ganze im Blick habe, wenn eine Strategie und das Bewusstsein für die Digitalisierung im Unternehmen vorhanden sind.“ Wenn Dr. Nitsche postuliert, der Mensch müsse im Fokus stehen, ist das Ausdruck der Überzeugung, dass die „Zukunft weder Zufall noch Schicksal ist, sondern von innovativen und veränderungsbereiten Menschen gestaltet“ wird. Nicht alles was technisch machbar sei, müsse wirtschaftlich sinnvoll sein. Menschzentrierung in der Industrie 4.0 könne immer auch die Entscheidung für den Menschen und gegen einen möglichen Automatisierungsschritt bedeuten. „Das muss kein Widerspruch sein, in der Praxis steht die Wettbewerbsfähigkeit im Fokus.“

Dr. Nitsches Erkenntnisse beruhen nicht zuletzt auf der Beteiligung am Förderprojekt „Migrationsunterstützung für die Umsetzung menschzentrierter Cyber-Physical Systems (MyCPS)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), in dem er Ingenics vertritt. In diesem Rahmen wurden 383 Industrie-4.0-Anwendungsfälle ausgewertet, wobei der „Menschbezug“ im Fokus stand. Effizienzsteigerung, Komplexitätsbewältigung und mehr Flexibilität seien nicht nur in der Produktionsarbeit, sondern auch in administrativen Bereichen anzuraten, so Dr. Nitsche. Interessant sei, dass selbst da, wo der Mensch bezüglich der Zielstellung nicht im Fokus stehe, der Nutzen von Industrie 4.0 nachweisbar sei. „Und zwar auch der Nutzen für den Menschen, z. B. im Zuge einer Verbesserung der OEE (Overall Equipment Effectiveness; Gesamtanlageneffektivität) und bei der Ergonomie“, sagt Dr. Nitsche. „Aber ein Arbeitsplatzentfall kann stattfinden, auch wenn er vielleicht mittelfristig durch neue Jobs ausgeglichen wird.“ Die Technik treibe die Veränderungen auch in der Arbeitsorganisation oft schneller voran als erwartet. „Durch Verschiebung von Rollen und Inhalten entfallen Arbeitsplätze, während andere entstehen, mit diesem Thema müssen wir uns ehrlich auseinandersetzen.“

Als Beispiele für signifikante Veränderungen der Arbeitsorganisation nannte Dr. Nitsche App-gesteuerte „Schicht-Doodles“, mit deren Hilfe Mitarbeiter selbständig den Personaleinsatz organisieren, digitale Fertigungspapiere über iPad, den Einsatz von Produktionscockpits für das digitale Shopfloor Management auf der Basis von Echtzeitinformationen und selbststeuernde Systeme, z. B. in der Schwarmmontage. „Alle Beispiele zeigen, dass die Technik massiven Einfluss auf die Arbeitsgestaltung hat und aktiv gestaltet werden muss, um positiv zu wirken.“

Das Anstoßen des Veränderungsprozesses ist Chefsache

Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Digitalisierung nicht aus der Technik heraus zum Erfolg führen kann, sondern „ein Thema ist, das über die Führung massiv gesteuert werden muss.“ Das Anstoßen des konsequenten Veränderungsprozesses sei eindeutig Chefsache. Ebenso wichtig sei dann allerdings die Einbindung der Beteiligten, wobei die Elemente zur erfolgreichen Mitarbeiterpartizipation im Sinne des Ingenics Rollenmodells zu beachten seien. Im Sinnes des im Rahmen von MyCPS erarbeiteten Beteiligungsmodells müsse man sich klarmachen, welche Veränderung man anstoße und wie man die Mitarbeiter am Veränderungsprozess partizipieren lasse. Für die konkrete Bearbeitung stellte Dr. Nitsche ein Fünf-Säulen-Modell für die Realisierung von integrierten Mensch-Technologie-Projekten vor:
-„Strategy“ für die Willensbildung im Top-Management und die Formulierung der Strategie (mit Quick Check Zukunftsfähigkeit)
-„Attractivity“ zur Sicherstellung der Produkt- und Serviceattraktivität (mit Quick Check Product Attractivity)
-„Agility“ zur Sicherstellung der Agilität bei Arbeitsteilung und Aufgabenerledigung (mit Quick Check Organization Agility)
-„Digitality“ zur Digitalisierung der Arbeitsteilung und der Aufgabenerledigung (mit Quick Check Corporate Digitality)
-„Personality“ zur Entwicklung der Persönlichkeit von Fach- und Führungskräften (mit Quick Check Leaders Personality).

„Arbeit 4.0 erfordert eine Neubewertung der Rollen über alle Funktionen“, fasste Dr. Nitsche zusammen. „Wir müssen an erster Stelle das Thema Führung in den Blick nehmen, denn der Kopf geht der Bewegung voraus, setzt die Impulse und gestaltet die Rahmenbedingungen sowie die Kultur für die Veränderung. Deshalb sind Digitalisierung und Industrie 4.0 Chefsache. Die Einführung von Soft- und Hardware bringt uns nicht weiter, wenn wir nicht auf den Menschen eingehen; der Veränderungsbedarf und die erforderlichen Maßnahmen lassen sich aus einem strukturiertes Rollenmodell ableiten, die frühzeitige Einbindung von Mitarbeitern und Interessenvertretern sind unverzichtbar.“

„Enabler der Digitalisierung“ lädt zum Innovation Circle nach München ein

Nach dem mit viel Beifall bedachten Vortrag von Dr. Nitsche übernahm es Ingenics Vertriebsvorstand Andreas Hoberg, die Höhepunkte der Veranstaltung zusammenzufassen, den Beteiligten für inspirierende Vorträge und angeregte Gespräche zu danken. Mit der Conclusio „Ingenics versteht sich als Enabler der Digitalisierung, wir sehen in ihr deutlich mehr Chancen als Risiken, vor allen Dingen aber Notwendigkeiten, die vielen Unternehmen immer noch nicht klar sind“ sowie den Erkenntnissen: „Lean wird nicht abgelöst, sondern in die neue digitale Welt überführt“ und: „Flexibilität herzustellen, sicherzustellen und zu managen, auch in Bezug auf neue Arbeitsmodelle, ist jetzt eine zentrale Aufgabe“ präsentierte sich Andreas Hoberg einmal mehr als Freund klarer Worte. Ehe er die Gäste ins abschließende „Get-together“ entließ, versäumte er nicht, zur nächsten Ingenics Veranstaltung – im kleineren Format mit Workshop-Komponente – einzuladen: dem Innovation Circle am 9. November 2017 in München mit dem Psychologen und Inhaber des Lehrstuhls für Human Resources Management der Fakultät Wirtschaft an der Hochschule Furtwangen, Prof. Dr. Armin Trost.

In den Pausen sowie nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung bot eine kleine Ausstellung den Besuchern Gelegenheit, sich über die Angebote wichtiger Ingenics Partner zu informieren. Vertreten waren: ACP IT (München u. a.), artiso Software (Blaustein), Bossard Fachseminare (Illerrieden u. a.), Conclurer Software (Heidenheim), Elabo Software (Crailsheim), immersight Virtual Showroom (Ulm), iTiZZiMO Datenbrillen für Augmented Reality (Würzburg), Loriot IT-Lösungen (Thalwil).

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„Technologieunternehmen in Deutschland brauchen sich nicht zu verstecken“

Ingenics CEO besucht Start-up-Hotspots Silicon Valley und Tel Aviv

"Technologieunternehmen in Deutschland brauchen sich nicht zu verstecken"

Prof. Oliver Herkommer, CEO der Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Deutsche Technologieunternehmen brauchen sich vor internationalen Start-up-Hotspots wie dem Silicon Valley oder Tel Aviv nicht zu verstecken. Zu dieser Erkenntnis ist Prof. Oliver Herkommer, CEO der Ingenics AG, auf seinen jüngsten Reisen nach Kalifornien und Israel gelangt. Deutsche Unternehmen lägen bei der Anwendung von digitalen Lösungen in der Industrie vorne und auch die Start-up-Kultur sei auf einem guten Weg, obwohl die Venture-Capital-Geber noch immer vergleichsweise zurückhaltend seien.

Der boomende Technologiestandort Tel Aviv – die Region zwischen Tel Aviv und Jerusalem wird gelegentlich auch schon „Silicon Wadi“ genannt – habe zwar erst mit dem iPhone seine heutige Dynamik zu entwickeln begonnen, sagt Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer. Durch Technologien, die auf der Forschung von Militär und Geheimdiensten aufsetzten, sei aber eine breite Basis da gewesen. „In dem vergleichsweise isolierten Land konnten höchst erfahrene Softwareexperten das iPhone nutzen, um eine zweite technologische Innovationsphase zu zünden.“ Trotz des Fehlens einer nennenswerten Investitionsgüterindustrie habe Israel, das seit vielen Jahren auf die Wissensgesellschaft gesetzt habe, die Chance genutzt, durch App- und Cloud-Entwicklung exportierbare Produkte für den Weltmarkt zu schaffen.

Mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten

Während also der Hightech- und Start-up-Standort Tel Aviv erst seit einem Jahrzehnt international relevante Produkte jenseits des Militärischen entwickelt, ist im kalifornischen Silicon Valley die erste Gründergeneration – Apple wurde 1976 gegründet, Hewlett-Packard sogar schon 1939 – längst abgetreten.

An beiden Standorten gibt es viele gut ausgebildeten Menschen jeden Alters, die die nahegelegenen Universitäten – Tel Aviv und Stanford – in großer Zahl hervorbringen. Dennoch gibt es große Unterschiede:

Gründer in Israel haben außer ihrem Studium mindestens ihren Grundwehrdienst, oft eine längere Dienstzeit absolviert, sind zum Zeitpunkt der Entscheidung etwa 30 Jahre alt und haben nicht selten schon Familien gegründet. Unter diesen Umständen bleibt wenig Spielraum für allzu riskante Unternehmungen, sodass eher markt- und bedarfsorientierte Innovationen im Mittelpunkt stehen, von denen sich viele an andere Unternehmen wenden. Von ihren militärischen Erfahrungen profitieren spätere Gründer insofern, als der obligatorische Eignungstest eine für das ganze Leben relevante Analyse spezifischer Fähigkeiten liefert. Die Protagonisten der Start-up-Szene bringen oft erhebliches IT-Know-how – beispielsweise aus dem Drohnenprogramm – mit und wissen es zu nutzen.

Beim Risikokapital, das ins Silicon Valley fließt, gibt es beispiellose Streuverluste

Natürlich wollen auch amerikanische Gründer Geld verdienen. Aber weil die Hochschulabsolventen viel jünger und in der Regel zunächst ungebunden sind, sind sie häufig bereit, auch für wenig Geld in den legendären „Garagenfirmen“ an Projekten zu arbeiten, die zwar fast immer den Endkonsumenten im Blick haben, aber in vielen Fällen erfolglos bleiben. Unter diesen Umständen – und weil im Silicon Valley kein Mangel an Risikokapital herrscht – gilt Scheitern weniger als Makel, denn als Voraussetzung für späteren Erfolg. „Ich habe einen Gründer getroffen, der sich als Internet-of-things-Start-up bezeichnete und ohne Mühe 20 Mio. USD bekommen hatte, obwohl er nur die noch wenig konkrete Idee verfolgte, auf dem Weg vom CAD-Entwurf zur Fertigung den Prototypenbau einzusparen. Damit beschäftigen sich deutsche Maschinenbauer und Softwarehersteller seit Jahrzehnten, jeder zweite Mittelständler in Oberschwaben kann das wesentlich besser“, sagt Prof. Herkommer. „Wir haben einen solideren technischen Background, und was beispielsweise die Trumpf-Tochter Axoon oder Siemens mit der Digitalen Fabrik machen, ist nachhaltiger und kraftvoller.“ Bei den weltweit beispiellosen Summen Risikokapital, die ins Silicon Valley fließen, gebe es ebenso beispiellose Streuverluste.

Zum Know-how aus militärischen Entwicklungen, das in Tel Aviv in die Privatwirtschaft transferiert wird, um Wirtschaftswachstum zu generieren, gehören Themen wie das autonome Fahren. Die israelischen Lidar-Lösungen – eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung – sind ein faszinierendes Beispiel. „Das spricht sich herum, deshalb sind in Tel Aviv heute alle wichtigen internationalen Technologie-Konzerne vertreten, weshalb auch das Lohnniveau zuletzt stark gestiegen ist“, so Prof. Herkommer.

Im Silicon Valley spielen, selbst wenn die eine oder andere Start-up-Technologie auch militärisch von Interesse ist, strategische Aspekte eher eine nachgeordnete Rolle. Ein gutes Beispiel ist eine kleine Firma, die durch die Auswertung von Satellitenbildern beurteilen kann, wie voll die Ölläger sind – und die Ölreserven anderer Länder sind gewiss auch für Militärs interessant. Generell spielt der Patriotismus in den USA eine weniger wichtige Rolle, als in Israel, wo der Kampf ums Überleben immer präsent ist.

„Wenn wir hier die Verdichtung anschauen, haben wir ganz sicher die Nase vorn“

„Für mich ist es sehr interessant, zu wissen, welche Rolle die Digitalisierung in den Brennpunkten der Entwicklung spielt und was das für unser Geschäftsmodell bedeuten kann“, erklärt Prof. Herkommer, warum solche Informationsreisen für ihn unverzichtbar sind. „Ich will die Strategien und Ergebnisse sehen, um zu verstehen, was man hier unternehmen kann, um die Innovationskultur voranzutreiben.“ Für sein Unternehmen sieht er die größte Herausforderung darin, immer wieder neue Fachleute zu rekrutieren, um Aufgaben wie Big-Data-Analysen zu bewältigen, die seine Kunden in zunehmendem Maße an sein Haus vergeben. „Aber auch im Silicon Valley ist der Wettbewerb um die Fachkräfte so hoch, dass inzwischen alle bedeutenden Unternehmen Dependancen in San Francisco aufmachen, um Talente bei Laune zu halten, die keine Lust haben, in einem Unternehmen mit zehntausenden von Mitarbeitern 40 Meilen außerhalb der Stadt zu arbeiten.“

Die Erlebnisse in Tel Aviv und Kalifornien haben Prof. Herkommer in seiner Meinung bestärkt, dass sich deutsche Start-up-Zentren nicht zu verstecken brauchen. „Die Deutschen sind, vor allem was Fertigungs- oder Produktionstechnik und den Maschinenbau anbelangt, nachhaltig unterwegs und werden sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Ich sehe hier auch reichlich Potenzial für die Zukunft.“ Standford biete einen technologischen Background, der in den USA seinesgleichen suche, sei aber trotzdem nicht zu vergleichen mit der Universität Stuttgart, die heute eine technische Hochschule mit weltweiter Ausstrahlung sei. „Auch die Universität München muss den Vergleich nicht scheuen. Wenn wir hier die ganze Verdichtung anschauen, haben wir ganz sicher die Nase vorn.“

Die in den vergangenen Jahren entstandene deutsche Start-up-Kultur macht Prof. Herkommer sogar große Hoffnung. „In Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und sogar in Ulm gibt es sehr interessante Entwicklungen, Berlin hat vielleicht sogar das Potenzial, an Attraktivität mit dem Silicon Valley gleichzuziehen. Bei den Rahmenbedingungen und beim Risikokapital haben wir aber noch immer erheblichen Nachholbedarf.“

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Elektromobilität auf der Einbahnstraße Richtung vorwärts

Statement des Vorstands zum Jahreswechsel 2016/17

Elektromobilität auf der Einbahnstraße Richtung vorwärts

Prof. Oliver Herkommer, CEO Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics)

(Ulm) – Mit dem traditionellen Statement zum Jahreswechsel positioniert sich der Vorstand der Ingenics AG jeweils zu einem Thema, das aus seiner Sicht im kommenden Jahr von zentraler Bedeutung sein wird:

Das Elektroautomobil hat Fahrt aufgenommen – und ist im zu Ende gehenden Jahr 2016 rasanter vorangekommen, als viele erhofft bzw. befürchtet hatten. Je nach Standpunkt.

Der sich vollziehende Umbruch erreicht allerdings nicht alle Bereiche der individuellen Mobilität gleichzeitig. Heute spricht alles dafür, dass – Stichwort: Smart City – die Neuausrichtung überall dort, wo es nicht darum geht, lange Strecken mit dauerbetriebstauglichen Fahrzeugen zu bedienen, sehr schnell gelingen wird. Bei den öffentlichen Dienstleistungen in den großen Städten lässt sich auch kein Gegenargument mehr finden: Vom ÖPNV über die Warenfeinverteilung bis zur Entsorgungswirtschaft gibt es in Zeiten von Umweltzonen, Feinstaubalarmen und temporären Fahrverboten handfeste Gründe für den Einsatz elektrisch betriebener Omnibusse, Lieferwagen und Müllfahrzeuge. Hier wird sich sehr schnell sehr viel tun.

Etwas langsamer geht es im Fernverkehr. Erstaunlicherweise diskutieren einige Fahrzeughersteller tatsächlich noch darüber, ob es ratsam sei, in Deutschland Batteriezellenproduktionen aufzubauen. Aktuelle Meldungen deuten immerhin darauf hin, dass jetzt auch die Belegschaften Druck machen, um die durch die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren wegfallenden Stellen durch neue Arbeitsplätze in der Batterieproduktion zu kompensieren.

Sich allein auf die Veränderung bei den Fahrzeugantrieben zu fokussieren, wäre freilich zu kurz gesprungen. Wie wir wissen, wird der Individualverkehr zwei grundsätzliche Mobilitätstrends mit unterschiedlichen Fahrzeugfamilien entwickeln bzw. noch stärker ausprägen: Die eine Familie umfasst Autos für die Shared Economy („Teilen ist das neue Haben“, „Nutzen statt besitzen“ etc.) und zeichnet sich durch hohen Nutzwert, günstige Kaufpreise und reduzierte Individualität aus. Die zweite Familie definiert sich über höchste Individualität und maximalen Luxus, wird dabei aber so wenig wie möglich provozieren wollen.

Beide Fahrzeugfamilien werden schnellstmöglich nur noch elektrisch angetrieben, voll „connected“ sein und autonom fahren können. Wenn die heute führenden OEMs dann immer noch ganz vorne stehen wollen, müssen sie sich schnellstens in diese Struktur einsortieren – ohne die heutigen Differenzierungsmerkmale ihrer Marken aufzugeben.

Über die weitere Optimierung der Emissionen von Verbrennungsmotoren müssen wir uns voraussichtlich keine großen Gedanken mehr machen. Der Abgasskandal der Industrie hat nicht nur das Image der Verbrennungsmotoren, vor allem der Dieselmotoren, nachhaltig beschädigt, sondern uns auch mit brutaler Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass die NOX-Werte bei Dieselfahrzeugen ohne einen immens hohen technischen Aufwand mit den entsprechenden Kosten nicht auf eine akzeptable Größe zu reduzieren sein werden.

Täglich werden wir mit dem Argument der immer noch nicht zufriedenstellenden Energiespeicherung konfrontiert. Doch seit dem Beginn der ernst zu nehmenden modernen Forschung zur Entwicklung neuer Akkumulatoren in den 1990er Jahren konnte deren technische Leistungsfähigkeit erheblich verbessert werden und die Kosten für die Batterieproduktion sinken laufend. Derzeit werden (vergleichbar mit der industriellen Entwicklung von Photovoltaikmodulen) vor allem in Asien enorme Kapazitäten für die Fertigung von Batteriezellen aufgebaut, ein beschleunigter Preisverfall ist zu erwarten. Parallel dazu hat TESLA die Erwartungshaltung der Konsumenten sowohl in Bezug auf die elektrischen Antriebe als auch auf teilautonomes Fahren fast schon dramatisch verschoben. Die Kalifornier schicken sich an, die klassischen OEMs vor sich herzutreiben. Auf die Messen 2017 von der CES in Las Vegas bis zur IAA in Frankfurt/Main dürfen wir gespannt sein!

Die politische Diskussion zur Luftqualität der Innenstädte ist so weit fortgeschritten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die freundliche Bitte auf freiwilligen Verzicht durch rigide Einfahrverbote für Verbrennungsmotoren ersetzt werden, um die gesetzlich definierten Grenzwerte für Feinstaub einhalten zu können. Spätestens dann stellt sich – neben der Einschränkung der persönlichen Mobilität – die Frage nach dem potenziellen Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.

Wir sehen: Alle Überlegungen und Erwägungen laufen darauf hinaus, das „Ob“ abzuhaken. Es ist weitaus Erfolg versprechender, sich jetzt mit allen Kräften darauf zu konzentrieren, unsere Automobilindustrie wieder so unwiderstehlich zu machen, wie wir sie kennen: als zukunftsorientierten, dynamischen Industriezweig, der andere Industrien inspiriert und mitzieht, der mutig die Rolle des „Pacemakers“ sucht, anstatt sich mit der zweitbesten Rolle eines „First Followers“ zufriedenzugeben.

Wer den Takt angeben will, darf sich also nicht in Kerntechnologien von anderen abhängig machen. Das muss nicht nur die Maxime der Industrie sein, sondern auch das Credo der Wirtschafts-, Forschungs- und Industriepolitik! Da die Leistungsfähigkeit künftiger Fahrzeuge unmittelbar mit der Leistungsfähigkeit der Batterien zusammenhängt, müssen deutsche Unternehmen mit aller Kraft der asiatischen Batteriezellenherstellung eigene Lösungen entgegensetzen. Der Aufbau dieses Know-hows muss – als Chefsache! – politisch und wirtschaftlich gefördert werden. Gleichzeitig müssen die OEMs ihre Kräfte durch Gemeinschaftsunternehmen bündeln, Batteriezellen gemeinsam entwickeln und in jedem Werk lokale Modulfertigungen aufbauen. Und parallel müssen die OEMs und der Staat beim massiven Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur kooperieren.

Vorausgesetzt, Politik und Unternehmen agieren jetzt schnell und richtig, kann der Wandel auch für viele Zulieferunternehmen eine bedeutende Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle bedeuten. Dann könnten sich mehr Arbeitsplätze in der Mobilitätswirtschaft – wenn auch nicht allein in der Produktion – erhalten lassen, als heute viele für möglich halten.

Wir arbeiten daran.

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Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Beste Chancen für Digitale Transformation dank verbesserter Transparenz und Informationsbereitstellung

Wichtige Ergebnisse der zweiten Studie von Ingenics und Fraunhofer IAO, „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“, sind jetzt bekannt – vollständige Fassung ab September verfügbar

Beste Chancen für Digitale Transformation dank verbesserter Transparenz und Informationsbereitstellung

Die Titelgrafik der Studie „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“ (Bildquelle: © Devrimb – iStockphoto.com)

(Ulm/Stuttgart) – Wichtige Ergebnisse der zweiten großen Industrie 4.0-Studie, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt hat, liegen jetzt vor. Unter dem Titel „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“ wurden die Antworten von 844 Entscheidern in Unternehmen unterschiedlichster Größen und Branchen ausgewertet und interpretiert. Die Schlüsse, die Wissenschaftler und Berater daraus ziehen, dürften auch diesmal für die gesamte Industrie im deutschsprachigen Raum von Bedeutung sein.

Die 2014 vorgestellte Studie „Industrie 4.0 – Eine Revolution der Arbeitsgestaltung – Wie Automatisierung und Digitalisierung unsere Produktion verändern werden“ hatte so wertvolle Erkenntnisse und ein so überwältigendes Feedback gebracht, dass die Entscheidung für eine weitere Studie nicht wirklich schwerfiel. Während man vor zwei Jahren auf der Grundlage einer Befragung von Produktionsverantwortlichen ein Bild des damals aktuellen Umsetzungsstands von Industrie 4.0 in deutschen Industrieunternehmen zeichnen konnte und der Schwerpunkt auf den zu erwartenden Auswirkungen auf Arbeitsgestaltung und -organisation gelegen hatte, flossen bei der Untersuchung von 2016 „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“ zusätzlich die bisherigen Erfahrungen mit der Digitalisierung in der Produktion sowie die Frage nach den nächsten Schritten mit ein.

Vor zwei Jahren hatte man Entscheider in produzierenden Unternehmen um Teilnahme gebeten. Die Ergebnisse der Auswertung von 518 Fragebögen waren im Rahmen von drei Kundenveranstaltungen in Ulm, Hamburg und Shanghai präsentiert und die Studie auf der Ingenics Webseite zum Download angeboten worden (wovon rund zweieinhalb tausend Interessenten Gebrauch machten). Das Medieninteresse war riesig, es folgten über 30 Einladungen zu Fachvorträgen, denen die Verantwortlichen bei IAO und Ingenics regelmäßig Folge leisteten. Auch das Feedback aus Wirtschafts- und Wissenschaftsministerien des Bundes und der Länder war durchweg positiv.

An erster Stelle interessieren der aktuelle Umsetzungsstand von Industrie 4.0 sowie Qualität und Quantität der Erfahrungen

Nun rechnen die Studienautoren mit einem ähnlichen Interesse. „An erster Stelle interessieren uns natürlich der aktuelle Umsetzungsstand von Industrie 4.0, Qualität und Quantität der realisierten Erfahrungen, Schlüssel zum Erfolg und Gründe für Hemmnisse“, erklärt Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer.

Über den Begriff Industrie 4.0 mussten sich die Autoren diesmal erheblich weniger Gedanken machen. Das Technologie-Konzept, das die Chancen für den Industriestandort Deutschland langfristig absichern helfen soll, meint in erster Linie die echtzeitfähige intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen und Objekten zum Management von Systemen; Ziel ist die Produktion von kundenindividuellen Lösungen bis zur Losgröße 1 zu Kosten der Massenproduktion. Wie konkret Industrie 4.0 in den Unternehmen umgesetzt wird, ist immer noch nicht flächendeckend zu beantworten, da zum einen viele Unternehmen über ihre Strategien lieber schweigen als reden und zum anderen oft entsprechende Technologien eingesetzt werden, ohne dass von Industrie 4.0-Strategien gesprochen wird. Insofern sei die neue Studie „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“ gut geeignet, auf viele aktuelle Fragen, die sich die deutsche Industrie stellt, einzugehen und vorläufige Antworten zu geben, sagt Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R&D. „Ein vollständiges Bild wird es in absehbarer Zeit aber nicht geben.“

Die Steigerung der Teilnehmerzahl um 60 Prozent macht die Datenbasis aussagekräftiger

In der aktuellen Untersuchung setzten Ingenics und IAO von vornherein ganz auf eine Online-Befragung der Entscheider. „Von April bis Juni 2016 wurden drei Monate lang 844 ausgefüllte Fragebögen ausgewertet“, erklärt Dr.-Ing. Sebastian Schlund, Leiter des Competence Centers Produktionsmanagement am IAO. „Damit hatten wir nach zuletzt 518 Teilnehmern eine Steigerung bei den Teilnehmern um über 60 Prozent, was die Datenbasis natürlich noch einmal verbessert.“

Unter den Befragten, deren Daten in die Auswertung eingingen, waren 15% Geschäftsführer, 13% Produktionsleiter, 6% Werkleiter; hinzu kamen Meister, Betriebsräte und weitere Entscheider. 31% kommen aus der Automobilindustrie, 23% aus dem Maschinen- und Anlagenbau, 9% aus der Elektrotechnik, 8% aus der Luft- und Raumfahrt, 4% aus der Medizintechnik und dem Gesundheitswesen, 3% aus der Kunststoffindustrie. Als „hoch automatisiert“ bezeichneten ihr Unternehmen nur 8%, als „vorwiegend automatisiert“ 18%, als „hybrid“ 41% und als ganz oder vorwiegend „manuell“ immerhin 33%. 20% der Unternehmen beschäftigen mehr als 5.000 Mitarbeiter, 11% höchstens 50. Mit 27% waren Betriebe mit 251 bis 1.000 Beschäftigten, Unternehmen mit 1.001 bis 5.000 Mitarbeitern mit 23% vertreten.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer hat eine Industrie 4.0-Strategie

Während vor zwei Jahren weniger als 30% der Befragten angaben, eine explizite Industrie 4.0-Strategie zu haben, sind es heute schon über 50%. 65% geben an, über entsprechende – 11% sogar über stark ausgeprägte – Fähigkeiten im Unternehmen zu verfügen (2014 nur 45%). Auch bezüglich der Ausstattung hat sich offenbar einiges getan: 59% nutzen Breitbandnetze und verfügen über ein zuverlässiges WLAN, immerhin 35% über einen IP-fähigen Maschinenpark. Während es bei 246 der Befragten gar keine Industrie 4.0-Projekte gab, setzten die übrigen 598 Unternehmen über 2.700 Projekt um, wovon 331 mit Investitionen von mehr als einer Mio. Euro verbunden waren, aber 1.063 weniger als 10.000 Euro kosteten. Für die Umsetzung wurden meist drei bis zwölf Monate benötigt.

Angesichts der erheblichen Veränderungen während der vergangenen beiden Jahre, war die Frage nach den betroffenen Unternehmensbereichen und Strategien von besonderem Interesse. Dass der Fertigung besondere Aufmerksamkeit (40%) galt, dicht gefolgt von Produktionsplanung und -steuerung (26%) sowie Montage (25%), überrascht sicher weniger als die Bedeutung, die Industrie 4.0 bereits für (Intra-)Logistik (25%), Qualitätssicherung (18%) und Instandhaltung (15%) hat. Auch in der Entwicklung ist die Digitalisierung stark im Kommen (11%). Unter den konkreten Umsetzungen liegen die vernetzte und intelligente Sensorik (27%), die innovative Mensch-Maschine-Schnittstelle (25%), die echtzeitfähige bzw. selbstoptimierende Kommunikation (24%) sowie Big Data, Cloud und Echtzeitsimulationen (20%) vorne. Generelle IT-Kompetenz wird vor allem in Fertigung (26% aktuell, geplant 27%), in Montage (20%), Logistik (21 bzw. 25%), Qualitätssicherung (17 bzw. 15%) und indirekten Bereichen wie Planung, Steuerung, Instandhaltung (26 bzw. 25%) aufgebaut.

In den 4.0-Projektteams waren vor allem die Unternehmensbereiche Produktion (49%), IT (45%), Arbeitsvorbereitung (36%), Logistik (31%) und Projektmanagement (27%) vertreten. Produktentwicklung und Betriebsmittelbau (je 13%) sind stark im Kommen.

Die Frage, ob im Zusammenhang mit Industrie 4.0-Aktivitäten die Unternehmensstruktur habe angepasst werden müssen, beantworteten nur 18% mit ja. Erstaunlich uneinheitlich wurde die Frage nach Veränderungen bei den Arbeitsinhalten der Mitarbeiter beantwortet: 57% gaben an, diese seien anspruchsvoller, 40% sie seien einfacher geworden. Die Qualifizierungsmaßnahmen (die 64,5% der Unternehmen anbieten) reichen von einfachen Informationsveranstaltungen (41%) und Workshops (29%) über Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen etablierter Qualifizierungsangebote (21%) bis hin zu ganz neu ausgerichteten 4.0-Qualifizierungsmaßnahmen (9%). Auswirkungen auf die Vergütungsstrukturen durch Industrie 4.0, das übrigens inzwischen mehr positives Interesse als Ängste weckt, erwarten allerdings nur 32% der Unternehmen. Reagiert wird insbesondere auf Qualifizierungsbedarfe im Bereich IT (34,6%) aber auch durch Job Rotation (26,3%).

Jedes dritte Unternehmen verfolgt einen systematischen Prozess zur Identifizierung potenzieller Industrie 4.0-Projekte

Im Zusammenhang mit Industrie 4.0-Projekten gestalten lediglich 4% der Unternehmen ihre IT-Landschaft neu, 35% gaben aber an, ihre IT neu zu ordnen bzw. umzustrukturieren. Nur noch 5% schieben Projekte mit Hinweis auf eine untaugliche IT-Landschaft auf. Konkrete Projektideen stammen zwar zu einem großen Teil vom Management (59%), die Ideen von Mitarbeitern aus den KVP liegen aber nicht weit zurück (50%). Mit 40% folgen Ideen aus wissenschaftlichen Instituten und Hochschulen, Berater kommen auf 24, Kunden auf 23, Wettbewerber und Lieferanten auf je 21%. Jedes dritte Unternehmen verfolgt einen systematischen Prozess zur Identifizierung und Bewertung potenzieller Industrie 4.0-Projekte.

In konkreter Planung sind vor allem Maßnahmen in den Bereichen Fertigung (57%), Produktionsplanung und Steuerung (45%), (Intra-)Logistik (43%), Montage (42%), Qualitätssicherung (31%) und Instandhaltung (30%) sowie Entwicklung (18%) und Service (17%). Als nächste Schritte sollen weitere Information (47%), Marktbeobachtung (41%), die Schaffung von Standards bei der Datenqualität (41%), Mitarbeiterqualifizierung (36%), der Aufbau von Industrie 4.0-Projektorganisationen (30%), die Bewertung und Skalierung von Best Practices (27%) folgen.

Bisher größter Nutzen durch Durchlaufzeitreduzierung

Als bisher größter bezifferbarer wirtschaftlicher Nutzen – der sich sogar schnell einstellt und nachhaltig auswirkt – wurde die Reduzierung der Durchlaufzeiten genannt (14,5%). Es folgen mit 13% die Steigerung der Prozessqualität, die Kostensenkung (10%) und die Umsatzsteigerung (7,9%). Unter den mittelbaren weiteren Nutzen liegen die Transparenz von Zustandsdaten und die bessere Informationsbereitstellung (je 49%) knapp vor den effizienteren Prozessen (46%).

Für Unternehmen, Management, Mitarbeiter und Mitarbeitervertretungen gleichermaßen bedeutend dürften die Antworten auf die Frage sein, welche Kompetenzen die Einführung von Industrie 4.0 den Produktionsmitarbeitern abverlange. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen liegt mit 85% ganz vorne, gefolgt von der aktiveren Beteiligung an Problemlösungs- und Optimierungsprozessen (71%), der Stärkung des interdisziplinären Denkens und Handelns (70%) und der Fähigkeit zum permanenten Austausch mit Maschinen und vernetzten Systemen (67%). Lediglich 39% glauben, dass ein verstärkter Aufbau sozialer Kompetenzen zu erwarten sei, aber 47% sind davon überzeugt, dass durch 4.0 die Fähigkeit, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen gestärkt wird.

Obwohl auf der einen Seite der wirtschaftliche Nutzen von Industrie 4.0-Projekten gegeben und belegbar ist, wird andererseits die „Unklarheit über den wirtschaftlichen Nutzen“ als Argument für Zurückhaltung angegeben (63%). Es folgen Hemmnisse wie fehlendes Fachwissen bzw. Mangel an Fachkräften (58%), fehlende technische Voraussetzungen (41%) bis hin zu Vorbehalten seitens der Arbeitnehmervertretungen (28%), Altersstruktur und Datenschutz (je 26%).

Wo es sich weiterzumachen lohnt

Nach Veröffentlichung dieser Studie kann das Ingenics Jahresthema „Die digitale Transformation für Montage, Produktion und Logistik – Chancen und Herausforderungen“, das aktuell im Mittelpunkt der gesamten Unternehmenskommunikation steht, durchaus mit dem Zusatz „Vision wird Wirklichkeit“ zur programmatischen Leitlinie ergänzt werden. Dass die Marken „Ingenics Management Consulting“, „Ingenics Interim Management“, „Ingenics Engineering“ und „Ingenics Services“ durch die neue „Ingenics Digital Solutions“ ergänzt wurde, die sich mit neuen digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt und umfangreiche Angebote zu den Themenfeldern Digitalisierung, Industrie 4.0, Business Intelligence, Lean Data Management, Lean Data Logistics sowie Lean IT Management macht, erweist sich in diesem Lichte besehen als ebenso klug wie konsequent.

Darin, dass sich, im Vergleich zur ersten Ingenics IAO Studie, mehr als die 1,6fache Zahl von Führungskräften beteiligten und auch das Branchenspektrum sehr viel breiter ist, sieht Prof. Herkommer eine klare Positionierung hinsichtlich der Bedeutung von Industrie 4.0. „Zu den wichtigsten Ergebnissen der erfassten Projekte gehören die verbesserte Transparenz und Informationsbereitstellung und die reduzierten Durchlaufzeiten“, sagt Prof. Herkommer. „Die Zahlen zu den kleineren Projekten beweisen, wie wichtig es ist, erste Pilotanwendungen zu initiieren, die in aller Regel auch Hinweise darauf geben, wo es sich weiterzumachen lohnt. Wir sind ja längst umgeben von Industrie 4.0-Ideen und -Anwendungen, die ebenso von großen Industrieunternehmen kommen wie von innovationstreibenden Mittelständlern.“

Bis zu den „Ulmer Gesprächen“ (Oktober 2016) werden die erhobenen Daten weiter untersucht und dann noch einmal zur Diskussion gestellt. Ab Mitte September wird die Studie aufbereitet sein und auf der Ingenics Webseite zum Download zur Verfügung stehen.

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Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch] 3. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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„Wenn der Wind des Wandels weht…“ – Praxis macht Mut

Ingenics Hamburg im Dialog 2016: „Vision wird Wirklichkeit – intelligente Lösungen für die digitale Transformation von Montage, Produktion und Logistik durch Industrie 4.0“ – Erste Ergebnisse der neuen 4.0-Studie

"Wenn der Wind des Wandels weht..." - Praxis macht Mut

B. Aunkofer, Dr. C. Bönsch, Prof. O. Herkommer, U. Brucker, Prof. T. Bauernhansl, A. Hoberg (Bildquelle: Ingenics AG (Fotografin: Ulrike Schacht))

(Hamburg/Ulm) – Mit topaktuellen Themen und hochkarätigen Experten hat sich die Ingenics AG bei ihrem 6. Hamburg im Dialog einmal mehr als Partner für alle innovativen Unternehmungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation von Montage, Produktion, Logistik und Services empfohlen. Konkrete Beispiele aus der Praxis von Industrie 4.0-Anwendungen spielten bei diesem Event am 23. Juni erstmals die Hauptrolle. Darüber hinaus bekamen die 60 Gäste die ersten Ergebnisse der zweiten großen Industrie 4.0-Studie, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO durchgeführt hat, präsentiert. Die vollständige Auswertung soll in einigen Wochen zur Verfügung stehen.

Die rund 60 Führungskräfte aus der Wirtschaft, die der Einladung der Ingenics AG nach Hamburg gefolgt waren, erlebten eine faszinierende Mischung aus hochkarätigen Expertenvorträgen, Diskussionen über Top-Themen und jener außergewöhnlichen Atmosphäre, die vielen Teilnehmern früherer Hamburg-im-Dialog-Veranstaltungen unvergesslich geblieben ist: Im schwimmenden Konferenz- und Eventcenter „The Floating Experience“ (Postanschrift: „Am Kai 10“ mit Tagungsraum „Kaizen“, was bekanntlich kontinuierliche Verbesserung bedeutet, eine japanische Managementmethode und ein Kernelement vieler Ingenics Strategien) – entsteht die ideale Verbindung aus Konzentration und Kommunikation wie von selbst.

Als Andreas Hoberg, Ingenics Partner und Leiter der Niederlassung Hamburg, die Gäste offiziell willkommen hieß, hatte sich die produktive Arbeitsatmosphäre bereits eingestellt. Das Interesse am Ingenics Jahresthema „Die digitale Transformation für Montage, Produktion und Logistik – Chancen und Herausforderungen“, das aktuell im Mittelpunkt der Unternehmenskommunikation steht und für Hamburg mit dem Zusatz „Vision wird Wirklichkeit“ endgültig zur programmatischen Aussage wurde, war förmlich greifbar.

Andreas Hoberg nutzte die Begrüßung zu einer kurzen Standortbestimmung der Ingenics Unternehmensgruppe – insbesondere machte er deutlich, warum es ebenso logisch wie konsequent war, die Marken Ingenics Management Consulting, Ingenics Interim Management, Ingenics Engineering und Ingenics Services durch die neue Ingenics Digital Solutions zu ergänzen, die sich mit neuen digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt und umfangreiche Angebote zu den Themenfeldern Digitalisierung, Industrie 4.0, Business Intelligence, Lean Data Management, Lean Data Logistics sowie Lean IT Management macht.

Zukunftsthema wird entlang der gesamten Supply Chain angepackt

Die beinahe inflationär anmutende Verwendung der Begriffe Industrie 4.0, Internet der Dinge, Big Data etc. sei keinem Selbstzweck geschuldet, sagte Andreas Hoberg. „Wir werden heute nicht das Hohelied der Visionen anstimmen, sondern Ihnen konkrete Anwendungsbeispiele von Industrie 4.0 zeigen und darüber diskutieren.“ Weil die Kernkompetenzen von Ingenics das Planen, Optimieren und Qualifizieren seien, werde das einzigartige Innovations- und Zukunftsthema entlang der gesamten Supply Chain konsequent angepackt. „In Deutschland wird immer viel über neue Entwicklungen geredet, allerdings fehlt dann oft der Mut, sie auch umzusetzen“, so Andreas Hoberg. „Es ist höchste Zeit, zu erkennen, was in vielen Unternehmen bereits ‚State of the art‘ ist und sich über konkrete Umsetzungsmodelle und deren systematische Verbesserung auszutauschen.“

Deshalb durften die von Andreas Hoberg vorgestellten Experten als Garanten für den angemahnten Austausch auf höchstem Niveau gelten: Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart sowie des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart; Dr. Christof Bönsch, Geschäftsführer der Komet Group mit Sitz in Besigheim (Baden-Württemberg); Benjamin Aunkofer Geschäftsführer der DatanomiQ aus Berlin. Als Novum bei Hamburg im Dialog stellte der Gastgeber die kleine aber hoch interessante Ausstellung wichtiger Ingenics Partnern vor, darunter das Laserzentrum Nord mit Beispielen aus der Praxis additiver Fertigungsverfahren (3D-Druck); Mojix als Pionier aktiver und passiver RFID-Technologien; iTiZZiMO, u. a. Anbieter von Datenbrillen für Augmented Reality Anwendungen.

Bei Übergabe des Moderatoren-Mikrofons an Ute Brucker (ARD Weltspiegel) hatte Andreas Hoberg bereits die Linie vorgegeben und die Erwartungen weiter in die Höhe getrieben.

Falls sich jemand noch gefragt haben sollte, warum Prof. Bauernhansl seit Jahren zu den Themen- und Meinungsführern zum Thema Industrie 4.0 gehört, dürfte die Antwort bereits nach wenigen Minuten gefunden haben. An der Schwelle zur 4. Industriellen Revolution führe die steigende Komplexität zu neuen Wertschöpfungssystemen in der durchgängig digitalisierten der Welt des Internet of Everything und der neuen Business Ecosystems. Dabei werde sich die Zahl der Internetnutzer von drei Milliarden Menschen im Jahr 2014 bzw. der 17 Milliarden über das Internet vernetzten Dinge bis 2020 mindestens verdoppeln. In den entstehenden neuen Formen des Wirtschaftens, vorangetrieben beispielsweise durch den sich am Personalisierungsprozesses beteiligenden Kunden („Prosumer“), zu dem sich in der „Shared Economy“ der Consumer entwickelt, komme es bei zunehmende Vernetzung und Personalisierung zum Wandel der gesamten Produktarchitektur, so Prof. Bauernhansl. Offene Architekturen in Verbindung mit cyberphysischen Systemen legten die Basis für „Big Bang Disruptions“.

Als erstes Beispiel für den Aufbau eines Business Ecosystems berichtete Prof. Bauernhansl von „365FarmNet“, einer von 27 Partnern getragenen Initiative aus dem Landmaschinenbranche zur Digitalisierung durch Vernetzung von Maschinen, Auswertung der Kundendaten zur Optimierung des landwirtschaftlichen Betriebs und Nutzung von Serviceapplikationen im Farmmanagement.

Geschäftsmodell-Innovation – Wandel hin zu offenen servicebasierten Plattformen

Heutige IT-Systemarchitekturen seien gekennzeichnet durch über Schnittstellen gekoppelte starre Systeme. Das mache die Einführung bzw. Änderung einer übergreifenden Zusammenarbeit schwierig, so Prof. Bauernhansl. Deshalb müssten zukünftige IT-Architekturen alle notwendigen Anforderungen abbilden, schnelle und einfache Anpassung ermöglichen und den gemeinsamen Zugriff auf relevante Daten sicherstellen.

Als weiteres Praxisbeispiel führte Prof. Bauernhansl den Greifsystemehersteller Schunk (Lauffen/Neckar) an, wo seit Anfang 2015 durch Integration von Kunden in den Entwicklungsprozess eine erhebliche Verkürzung der Bestell- und Lieferzeiten bei gleichzeitig erhöhtem Kundennutzen realisiert wurde. Die Kommunikation erfolgt über eine Online-Plattform, die eigentliche Fertigung im 3D-Druck-Verfahren übernimmt ein Partnerunternehmen.

Ebenfalls 2015 machte Trumpf (Ditzingen) mit der in Karlsruhe angesiedelten digitalen Geschäftsplattform für Fertigungsunternehmen Axoom einen bedeutenden Schritt auf dem Weg des Wandels zum Softwareanbieter. Das Ecosystem mit acht Partnern (u. a. Klöckner, Linde, Sick, Zeiss) rund um die Blechfertigung wird zum offenen, herstellerunabhängigen Betriebssystem für Datentransport sowie Speicherung und Analyse von Daten für die durchgängige Auftragsbearbeitung. „Die Digitalisierung der Geschäftsmodelle verändert die Industriesektoren insgesamt“, so Prof. Bauernhansl. „Rechenleistung und Vernetzung bestimmen heute und künftig die Möglichkeiten und den Wert eines Unternehmens.“

Guter Rat in zehn Folgen

Um die Gestaltung von wandlungsfähigen Wertschöpfungssystemen zu optimieren, rät Prof. Bauernhansl zur Beachtung von zehn Richtlinien:

1. Integriere Produktions- und Logistiksystem zu einem Wertschöpfungssystem.
2. Löse Band und Takt in Abhängigkeit der Wertschöpfungskomplexität auf (universelle Prozessmodule, keine klassischen Gewerkegrenzen, keine organisatorische Zergliederung in Linien und Bandabschnitte).
3. Gestalte Prozesse und Strukturen mobil und skalierbar.
4. Gestalte intelligente Systeme (sich selbst steuernde Elemente des Wertschöpfungssystems mit Fähigkeit zur Selbstheilung).
5. Mache Hilfsprozesse wertschöpfend.
6. Ersetze Material- durch Informationsfluss (Reduzierung von Beständen und Verschwendung).
7. Verlagere Prozesskomplexität an die Stelle, an der sie am effizientesten handhabbar ist (mit Integration von Lieferanten und Kunden als produktiv tätige Partner).
8. Bilde Systemelemente und Prozesse kontinuierlich im digitalen Schatten ab (z. B. Cloud).
9. Optimiere die Produktion mit Big Data Analysemethoden (in komplexen Systeme ist Korrelation wichtiger als Kausalität; smarte Optimierung der Produktivität, z. B. automatisierte Erkennung von Abhängigkeiten zwischen Prozessen und Ableiten von Verbesserungspotenzialen).
10. Fokussiere die Rolle des Menschen auf Gestaltung und Optimierung

Auch zu diesen wohl begründeten Richtlinien hatte Prof. Bauernhansl Beispiele parat; z. B. zu These 2 – mobile Objekte in der Fabrik – die Audi R8-Fertigung mit dem Fahrerlosen Transportsystemen (FTS), das Karosserien ohne Fließbänder autonom durch die Montagelinie transportiert.

Den Wandel im Verhältnis von Mensch und Arbeitswelt sieht Prof. Bauernhansl als Entwicklung vom Beherrscher zum Kapitän und schließlich zum Dirigenten – wobei ein Schiff mit mehreren Kapitänen fahrtüchtig bleiben kann, ein Orchester aber definitiv nicht mehr als einen Dirigenten benötigt. So werden durch das Zusammenwachsen der Aufgaben von Produktions- und Wissensarbeitern neue Formen der Kooperation und Kommunikation entstehen und die Entscheidungsspielräume der mit umfassender Digitalkompetenz ausgestatteten Mitarbeiter sehr viel größer. Höherwertigere Arbeitsplätze entstehen, ihre Zahl aber wird begrenzt sein. „Alle Experten erwarten von Industrie 4.0 eine Gesamt-Performance-Steigerung von 30 bis 50 Prozent in der Wertschöpfung; Deutschland hat alle Chancen, weltweit vorne dabei zu bleiben“, fasste Prof. Bauernhansl zusammen – und bringt mit einem chinesischen Sprichwort die Optionen auf den Punkt: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“

In der digitalen Welt ändern sich die Geschäftsmodelle

Daran, dass er ein entschiedener Verfechter der digitalen Transformation durch Industrie 4.0 ist, lässt Dr. Christof Bönsch von Anfang an keinen Zweifel aufkommen. Im Bereich der zerspanenden Fertigung hat die Komet Group, Technologie- und Innovationsführer bei der Bohrungsbearbeitung, längst Produkte im Portfolio, die ohne additive Fertigung auf der Basis von präzisen Kundendaten nicht denkbar wären. „Kundenorientierung durch Digitalisierung“, nennt das Dr. Bönsch, der es geschafft hat, individualisierte Standardprodukte mit Losgröße 1 zu realisieren und dabei die Kosten um 30 Prozent senken. „Bei Komet ist die Digitalisierung der Innovationsmotor; wir entwickeln uns vom Produktanbieter zum Anbieter von Prozesslösungen“, erklärt Dr. Bönsch, der vier Ansätze für eine erfolgreiche Digitalisierung nennt:

1. Einsatz von Assistenzsystemen von der Kollisions- bis zur Qualitätsüberwachung
2. Digitalisierung der Produktentstehung
3. Additive Fertigung
4. Einsatz von Risikokapital für die Frühphasenfinanzierung von Start-ups, um interessante Entwicklungen voranzubringen.

Hacker-Mentalität und künstliche Intelligenz für Data Science

Benjamin Aunkofer brachte ein wenig Start-up-Flair aufs Schiff. Sein Thema, die Instrumente und Möglichkeiten von Big Data Analytics und Data Science in der Industrie 4.0 und der Aufbau von künstlichen neuronalen Netzen erweiterte den Blickwinkel noch einmal erheblich. Die Arbeit von Data Scientists bei DatanomiQ erfordere eine Art Hacker-Mentalität – etwa bei der Schwachstellenanalyse von Systemen und dem auf Prozesse ausgerichteten Data Mining. Dass Menschen angesichts der Potenz von Big Data Anwendungen Vorbehalte haben können – „alles zwischen Phobie und Euphorie“, – versteht Benjamin Aunkofer. An dem Umstand, dass künstliche neuronale Netze und dezentrale Produktionssteuerung Fertigung und Jobprofile grundlegend verändern und Unternehmen künftig auch nach Umfang und Qualität der zur Verfügung stehenden Daten bewertet werden, lässt er aber ebenso wenig Zweifel aufkommen wie an dem Umstand, dass die Zeit der herkömmlichen ERP-Systeme bald vorbei sein dürfte. Die folgenreichste Erkenntnis ist aber wohl die, dass künstliche neuronale Netze trainierbar sind und zur Reduzierung von Durchlaufzeiten, zur Optimierung von Lagerbeständen, zur Optimierung von Gewährleistungskosten bis hin zur Vorhersagbarkeit von Maschinenausfällen sehr viel beitragen können. „Industrie 4.0 generiert Big Data und die wirklich entscheidenden Schritte zur Smart Factory bestehen aus der Nutzung von Daten“, so Benjamin Aunkofer.

Podiumsdiskussion: Ab 2030 bauen Maschinen Maschinen

Im Mittelpunkt der von Ute Brucker moderierten Podiumsdiskussion mit Prof. Bauernhansl, Dr. Bönsch, Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer und Benjamin Aunkofer stand zunächst die Frage: Wo steht Deutschland?

Prof. Bauernhansl ist sich sicher, dass die deutsche Industrie, insbesondere die Maschinenbauer, deutlich weiter ist als die Wettbewerber in den USA. Wenn es aber darum gehe, gemeinsame Plattformen zu schaffen, laufe man durchaus Gefahr, „von den Amis abgehängt zu werden“. Die Unternehmen müssten entschlossener und konsequenter kooperieren, wofür es allerdings aktuell vielversprechende Ansätze gebe.

Dr. Bönsch sieht sich mit seinem Engagement von der Politik nicht angemessen unterstützt. „Die Infrastruktur hinkt weit hinter dem Bedarf her; dass in Baden-Württemberg heute noch Kupferkabel verlegt werden, ist unfassbar. Aber wir gehen Schritt für Schritt voran, da den Deutschen das disruptive Denken offenbar nicht liegt.“

Menschen seien zwar in kreativen Problemlösungsprozessen den Maschinen überlegen, räumte Prof. Bauernhansl ein. Dennoch glaubt er, dass „ab 2030 Maschinen Maschinen bauen“.

Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen den Umgang mit Daten neu austarieren

Abgesehen davon, dass die Folgen sich selbst optimierender Maschinen noch nicht ausreichend untersucht sind, müssten die deutschen Unternehmen in erster Linie schnell genug ihre Lernfähigkeit weiterentwickeln, sagte Prof. Herkommer. Gleichzeitig müssten Arbeitgeber und Gewerkschaften den Umgang mit Daten ganz neu austarieren.

Dass es beim Vorantreiben der Digitalisierung nicht nur erfreuliche Entwicklungen geben kann, räumt Dr. Bönsch ein: „Aber der Nutzen ist viel größer als der Schaden, selbst da wo bei der Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette so hohe Investitionen erforderlich sind, dass sie sich rein betriebswirtschaftlich gesehen vielleicht nicht rechnen.“ Letzteres hält Benjamin Aunkofer allerdings für ausgeschlossen. Wer Recht behalten wird, lässt sich aktuell nicht sagen, da es inzwischen zwar viele erfolgreiche Industrie 4.0-Anwendungen gibt, die vollständige Digitalisierung der Wertschöpfungskette aber noch in keinem Unternehmen vollzogen ist. Dr. Bönsch ist mit einem Start in einzelnen Bereichen und in kleinen Schritten durchaus einverstanden, dabei aber überzeugt: „Am Ende werden alle alles digitalisieren.“

Prof. Herkommer sieht kein Problem darin, dass ein großer Teil der heutigen Industrie 4.0-Projekte bei Investitionsvolumina unter 20.000 Euro liegen. Auch Prof. Bauernhansl rät zu einem nutzenorientierten Vorgehen. Beide betonen, wie wichtig es sei, die Studiengänge der Hochschulen umzubauen und zum Beispiel die Integration von Mathematik, Informatik und Maschinenbau anzubieten.

Die Studie – Hinweise, wo es sich weiterzumachen lohnt

In seinem umfangreichen Schlusswort berichtete Prof. Herkommer erstmals ausführlich von den ersten Auswertungen der neuen Industrie 4.0-Studie, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchführt.

Im Vergleich zur ersten Ingenics IAO Studie von 2013/14 haben sich diesmal fast doppelt so viele Unternehmen (ca. 900 nach 518) aller Größen beteiligt. Mehr als die Hälfte hat eine explizite Industrie 4.0-Strategie, somit 22 Prozent mehr als zum Zeitpunkt der ersten Studie. Auch die Zahl der genannten Industrie 4.0-Anwendungsfälle ist beeindruckend und reicht von 326 Projekten in einer Größenordnung von über 1 Mio. Euro bis zu 1.005 Projekten mit einem Volumen von unter 10.000 Euro.

Möglicherweise überraschend ist die Erkenntnis, dass Projekte in etwas mehr als der Hälfte aller Fälle vom Management angeregt wurden, der Anteil der von Mitarbeitern vorgeschlagenen Projekte aber kaum geringer ist. Zu den wichtigsten Ergebnissen der erfassten Projekte gehören die verbesserte Transparenz und Informationsbereitstellung bei knapp 50 Prozent und die reduzierten Durchlaufzeiten von durchschnittlich über 14 Prozent. „Schon die ersten Auswertungen sind sehr aufschlussreich“, sagt Prof. Herkommer und verspricht, die gesamte Studie auf der Ingenics Homepage zum Download bereitzustellen, sobald sämtliche Ergebnisse vorliegen und aufbereitet sind. Außerdem werden sie bei den „Ulmer Gesprächen“ im Oktober eine wichtige Rolle spielen. „Gerade die Zahlen zu den kleinen Projekten zeigen, wie wichtig es ist, erste Pilotanwendungen zu initiieren, die dann auch Hinweise darauf geben, wo es sich weiterzumachen lohnt“, so Prof. Herkommer. „Wir sind längst umgeben von Industrie 4.0-Ideen und Industrie 4.0-Anwendungen, die ebenso von großen Industrieunternehmen kommen wie von innovationstreibenden Mittelständlern. Als Beispiele für interessante Projekte, die Ingenics zuletzt betreut hat, nannte er das Projekt Mensch-Roboter-Kollaboration bei der Audi AG und das Big Data-Projekt bei BMW. Mit der Botschaft „Unser Anliegen ist es, unseren Kunden einen echten Mehr-Wert zu vermitteln, wir stecken mitten in der 4. industriellen Revolution und sind alle gefordert, sie auszugestalten. Bei diesem Schritt werden wir gerne strategischer Partner, Berater und Projektmanager sein“, bedankte sich der Ingenics CEO und lud die Gäste zum Abendessen an Bord des schwimmenden Konferenz-Centers ein.

Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Ein Jahrzehnt USA als große Erfolgsgeschichte

Beratungs- und Methodenkompetenz „made in Germany“: Ingenics Corporation Atlanta feiert Jubiläum

Ein Jahrzehnt USA als große Erfolgsgeschichte

Andreas Heinzelmann, Ingenics Partner und General Manager USA (Bildquelle: Ingenics)

(Ulm/Atlanta, GA, USA) – Zu den Unternehmenseinheiten der Ingenics Gruppe , die sich besonders dynamisch entwickeln, gehört die Ingenics Corporation Atlanta. In diesem Jahr wird dort das erste Jahrzehnt dieser beeindruckenden Erfolgsgeschichte gefeiert.

Dass dies nicht nur ein wichtiger, sondern auch ein ganz und gar unverzichtbarer Schritt sein würde, war Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer klar, als er vor einem Jahrzehnt das erste Büro des technischen Beratungsunternehmens in Nordamerika an den damaligen General Manager übergab. „In der Entwicklung von Ingenics zum international ausgerichteten Beratungsunternehmen war Atlanta 2006 natürlich ein bedeutender Meilenstein“, sagt Prof. Herkommer. Seither ist die rechtlich eigenständige Ingenics Corporation Atlanta beeindruckend gewachsen: Im ersten Büro arbeiteten vier Berater, heute sind es bereits über 60. Proportional zur Beschäftigtenzahl legten auch die Umsätze kontinuierlich zu.

Die wichtigsten Themen, die Ingenics Berater in den USA bearbeiten, sind, wie in Europa und Asien, die Effizienzsteigerung – hauptsächlich in den Bereichen Industrial Engineering, Fabrikplanung, Intralogistik, Qualitäts- und Supply Chain Management sowie Supplier Development – und im Zusammenhang mit dem „Überthema“ Industrie 4.0 (Smart Factory), Big Data, Additive Fertigung, Elektromobilität und Mensch-Roboter-Kollaboration. Auch für das neue Geschäftsfeld „Ingenics Digital Solutions“ gibt es bereits zahlreiche Einsatzfelder.

Natürlich sind Unternehmen aus der Automobilproduktion – OEMs sowie große und mittelgroße Zulieferer – wichtige Kunden. Darüber hinaus gibt es aber auch immer mehr Kunden und Interessenten aus den unterschiedlichsten Branchen. Global Players aus Europa, vor allem aus Deutschland, unterstützt Ingenics von der Standortsuche über die Kontaktaufnahme zu den Behörden vor Ort bis hin zur Fabrikplanung und Realisierung. Das spezielle Fachwissen eines Partners mit USA-Erfahrung kann durchaus erfolgsentscheidend sein, insbesondere in der Startphase. Kompetentes Coaching für alle Unternehmensebenen und -bereiche und in allen Entwicklungsphasen gehört bekanntlich zu den
Ingenics Kernkompetenzen.

Andreas Heinzelmann, Ingenics Partner und General Manager USA, ist davon überzeugt, dass der beeindruckende Erfolg in Nordamerika zu einem guten Teil der großen Motivation des bunt gemischten Teams aus deutschen, amerikanischen und internationalen Mitarbeitern zu verdanken ist. „Was sie verbindet, ist die hundertprozentige Identifizierung mit Ingenics, erstklassige Fachkompetenz und eine beeindruckende Leidenschaft für neue Herausforderungen“, so Heinzelmann stolz. „Gleich ob es sich um den Aufbau eines neuen Standorts oder den Ausbau eines bestehenden Werks handelt, die vorbildliche Verbindung von klassischen Kompetenzen mit potenziellen Zukunftsthemen und neuen Geschäftsfeldern funktioniert optimal.“ Die an amerikanische Umstände und Erwartungen angepasste Beratungs- und Methodenkompetenz „made in Germany“ habe Ingenics für zahlreiche Unternehmen von beiden Seiten des Atlantiks zum ersten Ansprechpartner gemacht.

„Wir haben viele gute Gründe, unser zehnjähriges Bestehen in Atlanta gemeinsam mit unseren Kunden gebührend zu feiern“, sagt Prof. Herkommer. „Unsere Referenzen sprechen dafür, dass wir zu Recht absolut positiv in die Zukunft blicken.“

Über Ingenics
Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät.
Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.100 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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„Es gibt eine beachtliche Dunkelziffer an positiven Fällen“

Ingenics bereitet neue Industrie-4.0-Studie vor – Fraunhofer IAO ist wieder Partner

"Es gibt eine beachtliche Dunkelziffer an positiven Fällen"

Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R&D (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm/Stuttgart) – Die Ingenics AG macht erneut gemeinsame Sache mit dem Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Ab April 2016 werden die Fortschritte bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Elementen in deutschen Unternehmen abgefragt und ausgewertet. Neben der Produktion gilt das Augenmerk auch den indirekten Bereichen. Erste Ergebnisse sollen bereits im Rahmen der Ingenics Kundenveranstaltung Hamburg im Dialog am 23. Juni präsentiert werden.

Gleichermaßen motiviert durch das große Interesse ihrer Kunden am Thema Industrie 4.0 wie durch die überwältigende Resonanz auf die erste gemeinsame Studie von Ingenics und IAO, hat der Vorstand der Ingenics AG beschlossen, in diesem Jahr eine weitere Studie in Angriff zu nehmen. Dabei wird es sich nicht um eine Aktualisierung der Studie von 2014 handeln, sondern eine konsequente Weiterführung, für die ein ganz neues Studiendesign entwickelt wurde. „Wir haben uns dagegen entschieden, dieselben Fragen erneut zu stellen, nur um zu sehen, was sich in den zwei Jahren verändert hat, das wäre uns zu kurz gesprungen“, sagt Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer. „Die Einstiegsfragen zum jeweiligen Unternehmen sind zwar weitgehend gleich, dann folgen aber ganz neue Schwerpunkte.“

Nicht zuletzt geht es um die Frage, wie – trotz erheblicher Anstrengungen und auch vieler beeindruckende Fortschritte – zu erklären ist, dass das Empfinden weit verbreitet ist, die Umsetzung komme nicht richtig in Gang. „Es stimmt ja, dass man nach wie vor relativ wenig über konkrete und umfassende Anwendungsbeispiele erfährt, und wenn etwas veröffentlicht wird, handelt es sich meist immer wieder um dieselben Beispiele“, sagt Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R&D. „Dieser oberflächlichen Wahrnehmung zum Trotz sind wir der festen Überzeugung, und erfahren das auch täglich, dass sich im Hintergrund sehr viel mehr tut.“ So scheint es, als ob sich ein Teil der Unternehmen deutlich mehr engagiere, als es nach außen kommuniziert wird. „Wir haben also eine beachtliche Dunkelziffer an positiven 4.0-Fällen, die nicht sichtbar sind“, ist sich Dr. Nitsche sicher. Dennoch sei unter den KMU die Zurückhaltung nach wie vor größer als bei einigen Großunternehmen, vor allem aus der Automobilindustrie. „Viele schrecken noch vor größeren Investitionen zurück. Der Fokus liegt hier auf ganz spezifischen Anwendungsfällen und klar nachvollziehbaren Business Cases im Rahmen der strategischen Gesamtausrichtung, die von außen betrachtet nicht immer gleich nach Industrie 4.0 aussehen.“

Die Wirtschaftlichkeit von Digitalisierungsmaßnahmen soll sich abbilden lassen

Dennoch sei das Thema positiv besetzt und werde allerorten intensiv diskutiert – an allererster Stelle natürlich auf der Hannover Messe Industrie. Dass die Unternehmen darauf achten, dass sich die Wirtschaftlichkeit von Digitalisierungsmaßnahmen abbilden lässt, kann aus der Sicht von Ingenics nicht falsch sein. „Wir haben ja immer vorgeschlagen, im Zweifel auf Basis einer Strategy Roadmap einzelne Maßnahmen herauszugreifen, die auch kurzfristig Effekte bringen und die übergreifende Digitalisierung nach Bedarf voranzutreiben“, sagt Dr. Nitsche.

Der Schwerpunkt der neuen Studie liegt nicht in erster Linie auf der Abfrage dessen, was sich in den beiden Jahren seit der ersten Studie getan hat, sondern vor allem auf der Frage, was die Unternehmen in den komenden Jahren mit dem neu erworbenen Know-how anfangen wollen. Um dies und einiges mehr in Erfahrung zu bringen, wurde ein Fragebogen mit 34 Fragen erarbeitet, die auf den Umsetzungsstand und die zu erwartenden weiteren Entwicklungen im Bereich der Arbeitsgestaltung abzielen. „Wir wollen noch mehr positive Anwendungsfälle in der Industrie kennenlernen, über die man uns in anonymisierter Form auch Auskunft geben wird, und deutlich signalisieren, dass wir die Entwicklung nach Kräften unterstützen“, erklärt Prof. Herkommer.

Argumente für die erneute Zusammenarbeit mit dem IAO gebe es viele, sagt Dr. Nitsche. „Beide Seiten hatten nie die rein technologische Perspektive im Sinn, sondern immer auch die systemgestalterische, also die Mensch-Perspektive. Industrie 4.0 ist natürlich ein hochtechnologischer Ansatz, wir wissen aber, dass solche Projekte oft scheitern, weil Arbeitsstruktur, Mensch und Organisation nicht darauf vorbereitet sind.“ Deshalb dürfe der Fokus auf die Technik nicht für sich alleine stehen, sondern müsse in einem Produktionsunternehmen im Gesamtsystem wirken.

Option auf dauerhaft rollierende Studie ohne zeitliches Limit

Nach dem gemeinsamen Terminplan werden die Fragebögen im April verschickt und bis Ende Mai nachbearbeitet. Bis zur Ingenics Veranstaltung Hamburg im Dialog am 23. Juni sollen erste exklusive Ergebnisse vorliegen, die komplette Auswertung dann bis zu den Ulmer Gesprächen am 20. Oktober. Völlig neu ist der Ansatz, die Studie erst einmal nicht ganz abzuschließen, sondern für eine Reihe von Fragenblöcken in ein kontinuierliches Aktualisierungsverfahren zu überführen. „Wir nennen das eine dauerhafte rollierende Studie und haben dafür erst einmal kein zeitliches Limit gesetzt, es ist sogar denkbar, dass aus der längerfristigen Perspektive eine weitere Studie mit ganz neuen Fragestellungen entwickelt wird“, sagt Dr. Nitsche. So soll es möglich sein, aus neu gewonnenen Erkenntnissen kurzfristig neue Fragestellungen zu generieren, um kontinuierliche „Follow-ups“ zu haben.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Studie wird – neben der Zukunft der Arbeitsgestaltung in der Produktion – die intensivere Untersuchung der indirekten Bereiche sein. „Auch hier stellt sich ja die Frage, welche Jobprofile in der Zukunft überleben, welche sich verändern und welche neu entstehen werden“, erklärt Dr. Nitsche. Zukünftig werden noch mehr hochqualifizierte Positionen mit Prozess- und Entscheidungskompetenz entstehen, wobei die konkreten Ausprägungen heute noch nicht klar umrissen werden können. „Das macht die Sache spannend, aber wir können die künftigen Bedarfe nicht klar quantifizieren, geschweige denn zuverlässig vorhersagen, wo die betriebliche Aus- und Weiterbildung in einigen Jahren ansetzen muss.“

Weil man bei Ingenics grundsätzlich Wert darauf legt, über Erkenntnisse zu strategischen Handlungsempfehlungen zu gelangen, werden auch Fragen wie „Wo stehe ich in der Wertschöpfungskette – kann ich gestalten oder werde ich getrieben?“ und das Thema Datensicherheit eine Rolle spielen. Ebenso die Bereiche Flexibilität und Arbeitszeitgesetze, neue Entlohnungsformen und Geschäftsmodelle.

Die Initiativen der Bundesregierung zur weiteren Entwicklung von Industrie 4.0 findet Dr. Nitsche richtig und hilfreich. „Selbst wenn viele heute noch zurückhaltende Unternehmen in den kommenden Jahren noch nicht akut gefährdet sein mögen – der Zeitpunkt kommt, an dem sie in ihr Überleben investieren müssen. Initiativen aus der Politik sind da wichtig, aber ebenso wichtig sind Studien, die geeignet sind, der Ungewissheit über die unmittelbar bevorstehenden Entwicklungen entgegenzuwirken.“ Letztlich sei die technische Weiterentwicklung der Unternehmen mit dem Fahrradfahren zu vergleichen: „Wenn ich aufhöre zu treten, falle ich um. Also muss ich in Bewegung bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht mal ein kurzes Stück in die falsche Richtung fahre.“

Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.100 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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Umbau einer Automobilfabrik zu einer der größten Elektrofahrzeugmontagen in Europa

Ingenics plant Großserienfertigung für neuen Elektro-SUV – Herausforderung Batteriefertigung im Griff

Umbau einer Automobilfabrik zu einer der größten Elektrofahrzeugmontagen in Europa

Symbolbild E-Mobilität (Bildquelle: Andreas Berheide, Shutterstock)

(Ulm) – Die Automobilhersteller stellen jetzt die Weichen für die Zukunft, in der fossile Brennstoffe keine nennenswerte Rolle mehr spielen sollen. Deshalb hat die Ingenics AG ihre Expertise in der Fabrik- und Montageplanung für Elektrofahrzeuge sowie in der Batteriefertigung konsequent und systematisch weiter ausgebaut. Nun hat das technische Beratungsunternehmen die exklusive Gelegenheit, einer der größten Elektrofahrzeugmontagen in Europa zum Erfolg zu verhelfen. Der neue Premium-Elektro-SUV wird es mit jedem Wettbewerber aufnehmen können.

Es gibt reichlich Anlässe und Gründe, sich mit dem Thema Elektromobilität zu beschäftigen. In Europa gibt es heute keine relevante politische oder gesellschaftliche Kraft mehr, die nicht davon ausgeht, dass sowohl der öffentliche als auch der Individualverkehr weitestgehend auf elektrische Antriebe umsteigen wird. Die Stimmen, die stets darauf verwiesen haben, dass auch die Erzeugung von elektrischem Strom nicht ohne Umweltbelastung möglich sei, sind angesichts der Erfolge erneuerbarer Energien bei immer noch zunehmender Belastung aufgrund von Feinstaub und COx durch klassische Verbrennungsmotoren weitgehend verstummt. Das Problem der Speicherung großer Strommengen ist zwar immer noch nicht zufriedenstellend gelöst und die Reichweiten von Elektrofahrzeugen sind noch immer geringer als die der Otto- und Dieselmotor getriebenen Autos. Dennoch kommen wir praktikablen Lösungen mit immer größeren Schritten näher. In dieser Situation werden die Rufe nach öffentlichen Förderprogrammen lauter. Verbunden mit einem staatlich unterstützten Ausbau der Infrastruktur – schnellladende Stromtankstellen, berührungsloses Aufladen, etc. – könnten Kaufprämien für Elektroautos die Zulassungszahlen schnell vervielfachen. Europa könnte auf diese Weise nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Klimarettung leisten, sondern auch zum Benchmark für die Industrieländer Asiens und Amerikas werden.

Sind alltagstaugliche, preisgünstige Modelle für den Massenmarkt in Sicht?

Dass die europäischen Hersteller auf alltagstauglich designte, preisgünstige Modelle für den Massenmarkt gesetzt haben, ließ sie im Vergleich mit den attraktiven, aber recht teuren Modellen aus Kalifornien zunächst nicht besonders gut aussehen. In der Zwischenzeit haben sie aber keineswegs die Hände in den Schoß gelegt, sondern unauffällig im Hintergrund daran gearbeitet, den endgültigen Wandel hin zu massentauglichen Elektrofahrzeugen voranzutreiben. In den hitzigen Debatten, die in Politik und Wirtschaft jüngst geführt wurden, ging es erstmals nicht mehr um die Frage des „ob“, sondern nur noch um den besten Weg. „Für die Automobilhersteller gilt es nun, neue Lösungen sowohl für die Großserien-Elektrofahrzeugmontage als auch für die dazugehörigen Batteriefertigungen zu entwickeln“, erklärt der Ingenics Vorstandsvorsitzende Oliver Herkommer. „Auf beiden Feldern konnte sich die Ingenics AG bereits mit klugen Lösungen profilieren, sodass wir uns als der Partner der Automobilindustrie für den Aufbau von Fertigungskapazitäten für Elektrofahrzeuge und für die Batteriesysteme sehen.“ Diese Kompetenz stellt die Ingenics AG bei der aktuellen Planung eines der größten Elektrofahrzeugwerke Europas erneut unter Beweis.

Dieser Großauftrag eines europäischen Premiumherstellers, der eine vorhandene Fabrik für die massentaugliche Produktion von Elektrofahrzeugen umbaut, mache deutlich, wo und in welchem Umfang sich die neuen Aufgaben von der konventionellen Automobilproduktion unterschieden, erklärt Ingenics Key Account Manager Tobias Katai. „Wir sind hier allein verantwortlich für die Planung der Fahrzeugendmontage, die sich in den Kernbereichen, insbesondere rund um die ,Hochzeit“, fundamental von dem unterscheidet, was wir in der vergangenen Jahrzehnten im Automobilbau geplant haben.“ Um dem Projekt den maximalen Erfolg zu sichern, ist Tobias Katai mit einem großen Planungsteam von mehr als 20 Ingenieuren vor Ort. „Wir setzen auf einer großen, bereits sehr effizient arbeitenden konventionellen Fahrzeugmontage auf, die wir durchgängig den veränderten Anforderungen einer Elektrofahrzeugmontage anpassen“, sagt Tobias Katai. „Mit unserer großen Erfahrung erarbeiten wir zukunftsfähige Konzepte, spezifizieren die Umfänge, begleiten die Beschaffung und schaffen somit alle notwendigen Voraussetzungen für Realisierung und Inbetriebnahme bis hin zur Absicherung der Qualitäts- und Stückzahlenziele.“

Die Entscheidung, die Verantwortung für dieses Projekt der Ingenics AG und damit einem der erfahrensten und erfolgreichsten Unternehmen für Montageplanung zu übergeben, lag in diesem Fall wohl auf der Hand: Zum einen verfügt Ingenics über das erwähnte umfassende Know-how in der Fahrzeugmontage – für den jetzigen Auftraggeber hat das Beratungsunternehmen bereits Großprojekte in zahlreichen Ländern betreut. Dass der Transfer von Prozess-Know-how für Endmontage und Logistik, wie zuletzt in Fabriken in Asien und Nordamerika erprobt, gelingen wird, steht außer Frage. Zum anderen – und da dürfte das technische Beratungsunternehmen derzeit ohne jede ernsthafte Konkurrenz sein – hat man sich systematisch auf die Spezialisierung im Bereich der Elektrofahrzeugproduktion vorbereitet und durch eine strategische Partnerschaft in allen Fragen zur Batteriefertigung und Batteriemodulmontage fit gemacht. „Ingenics plant und realisiert die Endmontage und Logistik der weltweit neusten und größten Automobilfabriken – inzwischen übrigens auch für Elektrofahrzeuge in Nordamerika“, verrät Tobias Katai.

Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Indien, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.100 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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Ingenics hat auch in der Pharmawirtschaft Fuß gefasst

Neue B. Braun Filterfabrik im sächsischen Wilsdruff auf den Weg gebracht

Ingenics hat auch in der Pharmawirtschaft Fuß gefasst

Neue B. Braun Filterfabrik in Wilsdruff bei Dresden (Bildquelle: Neugebauer und Rösch Architekten)

(Ulm/Wilsdruff) – Nach dem erfolgreichen Abschluss eines umfangreichen Projekts bei Aesculap, einer Tochter der B. Braun Melsungen AG, hat Ingenics nun auch die neue Filterfabrik einer weiteren Konzerntochter, der B. Braun Avitum Saxonia GmbH in Wilsdruff bei Dresden, auf den Weg gebracht. Vorbereitung und Durchführung des Architektenwettbewerbs für die neue Fertigung mit anspruchsvollster Reinraumtechnik wurden in enger Zusammenarbeit mit Experten des Bauherrn termingerecht erfolgreich abgeschlossen.

Mit der Planung und dem Bau der Aesculap Innovation Factory habe Ingenics im vergangenen Jahr einen wichtigen Schritt in Richtung Medizintechnik gemacht, sagt Ingenics CEO Oliver Herkommer. „Unsere Erfahrungen und Tools von der Masterplanung über die komplette Bauablaufkoordination bis hin zur Übergabe der fertigen Fabrik können wir hier schließlich ebenso erfolgreich einsetzen wie beim Bau einer Automobilfabrik.“

Unter der Bezeichnung „Neubau Filter Factory und CoE Campus 2020“ hatte B. Braun den Realisierungswettbewerb für die künftige Filterfabrik und den Ideenwettbewerb für einen Fertigungs- und Entwicklungscampus für Hohlfasermembrandialysatoren mit Bauten für Fertigung, Logistik, Administration, Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung, Versorgung sowie einem repräsentativen Publikumsbereich ausgeschrieben. B. Braun will am Standort Wilsdruff Europas modernste Produktionsstätte von Dialysatoren für die Blutwäsche chronisch nierenkranker Menschen realisieren. Das Werk wird die dritte Fertigungsstätte der B. Braun Avitum Saxonia GmbH in der Region Dresden sein. Bisher werden in Radeberg und Berggießhübel Dialysatoren produziert. Mit dem Ziel, die Produktionskapazitäten in Sachsen zu verdoppeln, investiert B. Braun einen hohen zweistelligen Millionen-Betrag. Die ersten Dialysatoren aus Wilsdruff sollen bereits im Jahr 2018 ausgeliefert werden.

Da für Ingenics der Auftragsschwerpunkt auf der Vorbereitung und Ausschreibung des Architektenwettbewerbs (zu dem neun Architekturbüros eingeladen wurden) und dem Management des Auswahlprozesses (mit der Ausführung wurden Neugebauer und Rösch aus Stuttgart beauftragt) lag, war für Ingenics Projektmanager Jörg Halbauer, der selbst ein Architekturstudium absolviert hat, das Projekt mit dem Architektenwettbewerb beendet: „Nach Abschluss des Wettbewerbs haben wir noch die Inhalte aus den Diskussionen und Begleitarbeiten an B. Braun übergeben, um die guten Ideen in das neue Fabrikkonzept einfließen lassen zu können.“ Er habe weiterhin Kontakt und bekomme stets das Feedback, dass man das Projekt auf die richtige Bahn gebracht habe. „Uns ist sehr daran gelegen, unter Beweis zu stellen, dass unsere Methoden auch in den Bereichen Arzneimittel, Medizinprodukte, Medizintechnik etc. funktionieren und dass wir auch hier penibel Zeit- und Wirtschaftspläne einhalten“, sagt Jörg Halbauer. „Auch die Expertise bezüglich der Reinraumtechnik sollte uns zugute kommen.“

Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Indien, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.100 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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