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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Lloyd´s Register Informationsveranstaltung zur Safety Culture Ladder, 03. Mai 2018 in Köln

Lloyd´s Register Informationsveranstaltung zur Safety Culture Ladder, 03. Mai 2018 in Köln

Eigene Darstellung der Safety Culture Ladder, nach Parker, D., M. Lawrie, und P.T.W. Hudson. 2006. A

Lloyd´s Register Informationsveranstaltung zur Safety Culture Ladder 2018
Donnerstag, 3. Mai 2018
Ort: Adolf-Grimme-Allee 3, 50829 Köln Veranstaltungsort: Lloyd´s Register Deutschland GmbH
Die Safety Culture Ladder fördert die kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Bewusstseins für Arbeitssicherheit und somit die sichere Arbeitsweise im Unternehmen.
Auf interaktive Weise erhalten Sie einen Einblick in die Ziele und Prinzipien der Safety Culture Ladder auf der Basis des Zertifizierungsschemas der NEN.
Sie haben außerdem die Gelegenheit unserer Expertin Frau Marlies Becker Fragen zur Vorgehensweise im Audit zu stellen.
Wann?
03. Mai 2018, 10.30- 13.00 Uhr
Wo?
Lloyd´s Register Deutschland GmbH
Adolf-Grimme-Allee 3
50829 Köln
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung unter: http://www.lrqa.de/events/lloyds-register-informationsveranstaltung-zur-safety-culture-ladder.aspx

Großkunden im Bereich Infrastruktur erwarten von ihren Auftragnehmern zunehmend, dass sie sicher arbeiten. Sie werden daher verstärkt die Unternehmen beauftragen, die gemäß den Prinzipien der Safety Culture Ladder arbeiten.
Die Sicherheitsleiter (Safety Culture Ladder) fördert die kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Arbeitssicherheitsbewusstseins und somit eine sichere Arbeitsweise in Unternehmen. Sie wird verwendet, um die gegenwärtige Entwicklungsphase eines Unternehmens im Hinblick auf dessen Arbeitssicherheit zu identifizieren. Je höher das Sicherheitsbewusstsein eines Unternehmens ausgeprägt ist, desto besser ist die Beurteilung.

Gehen Sie auf Nummer Sicher
Im Jahre 2013 war ProRail der erste Auftraggeber in den Niederlanden, der Aufträge auf der Basis der Safety Culture Ladder vergeben hat. Mit TenneT und Gasunie haben sich nun weitere Unternehmen entschlossen, das Sicherheitsbewusstsein zu steigern und die Sicherheitskultur ihrer Kontraktoren weiter zu entwickeln. Wie im Kontraktoren-Sicherheitsprogramm beschrieben wird die Safety Culture Ladder bei TenneT als Auswahlkriterium in den Vergabeprozess von Aufträgen aufgenommen.

Vergleichbar mit SCC und OHSAS 18001 ist die Sicherheitsleiter auf das menschliche Verhalten ausgerichtet und verfolgt das Ziel der Förderung sicherer und gesunder Arbeitsweisen. Größerer Fokus liegt bei der Safety Culture Ladder jedoch auf Sicherheitskultur und Einstellung, folglich richtet sie sich an Herz und Verstand.

Das Konzept der Sicherheitsleiter umfasst fünf Kulturniveaus, die sog. Entwicklungsstufen, nach denen der Reifegrad eines Unternehmens beurteilt wird. Unternehmen können durch Selbstbewertung entscheiden, auf welcher Stufe sie sich befinden und dies von einer Zertifizierungsgesellschaft in einem Audit überprüfen lassen.

Abhängig vom Auftraggeber wird ein Zertifikat für die Sicherheitsleiter verlangt (TenneT) oder eine Prämie erteilt (ProRail), die von der Entwicklungsstufe abhängt.

Lloyd’s Register unterstützt Sie bei der Zertifizierung der Safety Culture Ladder
Zusätzlich zur Durchführung von Zertifizierungsaudits unterstützt Lloyd“s Register Sie im Prozess der Entwicklung des Sicherheitsbewusstseins sowie bewusster und sicherer Verhaltensweisen. Hierzu bieten wir Ihnen kundenspezifische Lösungen an, die einzeln oder als Kombination gebucht werden können.

Training
Durch Schulungen für das Management und die Mitarbeiter erweitern Sie Ihr Wissen, u.a. zu diesen Themen:

Sicherheit als Führungsaufgabe: Entwicklung einer Sicherheitskultur im Arbeitsumfeld
Einführung der Sicherheitsleiter: Einsicht in die Prinzipien und Hintergründe der Sicherheitskultur
Interne Sicherheitsleiter-Audits: Planung und Durchführung von internen Audits entsprechend den Ideen und Prinzipien der Safety Culture Ladder

Coaching
Abhängig von spezifischen Kundenbedürfnissen und Anforderungen bieten wir Ihnen Unterstützung in Form von Coaching zu den Themen „Sicherheitskultur“ und „Einstellung“ an. Unsere Experten (Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Auditoren und Arbeitspsychologen) können dazu beitragen, das Sicherheitsbewusstsein zu verbessern. Dabei stellen wir sicher, dass kein Interessenskonflikt mit den Zertifizierungen entsteht.

Probeaudit
Das Unternehmen kann mit Hilfe eines Probeaudits testen, ob bestimmte Unternehmensaspekte die Anforderungen erfüllen sowie Erfahrungen mit dem Sicherheitsleiter-Audit sammeln. Das Probeaudit hat einen geringeren Umfang als die Vollprüfung und schließt nicht mit einer Punktebewertung oder einem Zertifikat ab. Das Probeaudit umfasst 40% der Vollprüfung und hat den Vorteil, dass sehr schnell eine Aussage darüber getroffen werden kann, ob größere Verbesserungen erforderlich sind.

Gap-Analyse
Wenn Sie eine komplette Einführung wünschen, können wir Ihnen eine Gap-Analyse anbieten, die Ihnen einen besseren Einblick in das Sicherheitsbewusstsein und die sichere Arbeitsweise Ihrer Organisation bietet. Auf Basis der Ergebnisse erkennen Sie, was gut organisiert ist und auf welchen Gebieten Verbesserungen notwendig sind. Wir erstellen mit Ihnen einen Aktionsplan zur weiteren Vorgehensweise.

Zertifizierung
Nachdem Sie die Selbstbewertung durchgeführt haben, können wir in einem offiziellen Zertifizierungsaudit die erreichte Sicherheitsstufe verifizieren und feststellen, in welchem Maße das Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen ausgeprägt und wie sicher die Arbeitsweise ist. Bei den Zertifizierungsaudits werden 2 Phasen unterschieden:

Phase 1: Analyse des Umfangs und Aufbaus der Organisation, Erstellung eines Auditplans und Einleitung des Auditberichts.
Phase 2: Erstzertifizierungsaudit der Arbeitsweisen und Bewertung zu allen Fragen der Leiterstufe. Hierbei werden Interviews auf allen Organisationsebenen geführt, wobei der Schwerpunkt auf den (operativen) Mitarbeitern liegt. In Phase 2 wird mindestens ein Besuch eines Standorts durchgeführt.
Warum Lloyd’s Register?
Wir unterscheiden uns von anderen Anbietern, denn wir erfüllen Ihre Anforderungen schnell und flexibel, arbeiten vertrauensvoll mit unseren Auftraggebern zusammen, können Auditteams mit Expertern auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes und der Arbeitspsychologie zusammenstellen
sind in der Lage, die Sicherheitskultur schnell und gut umzusetzen.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, so stehe wir ihnen gerne zur Verfügung unter: Lloyd´s Register Deutschland GmbH, Stichwort: Safety Cultur Ladder, Adolf – Grimme – Allee 3, D- 50829 Köln, training@lrqa.com, +49 (0)221 96757700, www.lrqa.de

Über Lloyd´s Register

Wir haben 1760 als Schiffsklassifizierungsgesellschaft begonnen. Heutzutage sind wir ein weltweit führender Anbieter technischer Unternehmensdienstleistungen und Technologien und verbessern die Sicherheit und Leistung kritischer Infrastrukturen unserer Kunden in über 75 Ländern, weltweit. Mit unseren Gewinnen finanzieren wir die Lloyds Register Foundation, eine wohltätige Stiftung, die die Wissenschafts- und Technik-bezogene Forschung, Ausbildung und unser öffentliches Engagement unterstützt. All das unterstützt uns bei unserem Ziel, das uns tagtäglich antreibt: Zusammen für eine sichere Welt zu arbeiten.
Wir wissen, dass in einer immer komplexeren Welt, die mit Daten und Meinungsäußerungen überfrachtet ist, Technologie allein nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Unsere Kunden benötigen einen erfahrenen Partner. Einen Partner, der genau zuhört, sich nicht ablenken lässt und sich auf das konzentriert, was für ihn und die Kunden wirklich wichtig ist. Unsere Ingenieure und technischen Experten engagieren sich für Sicherheit. Das bringt die Verpflichtung mit sich, neuen Technologien positiv zu begegnen und Leistungssteigerungen zu fördern. Wir prüfen die Bedürfnisse unserer Kunden mit Sorgfalt und Empathie und nutzen dann unsere Expertise und unsere über 250 Jahre Erfahrung, um allen eine intelligente Lösung zu bieten. Denn es gibt Dinge, die Technologie nicht ersetzen kann.
Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den Lloyd´s -Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

Kontakt
Lloyd´s Register Deutschland GmbH
Carl Ebelshäuser
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info@lrqa.de
http://www.lrqa.de

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Management im Wandel – Risiken und Chancen

Veranstaltung bei Mondine Europe GmbH am 06.07.2017 in Filderstadt

Management im Wandel - Risiken und Chancen

Das Management in der deutschen Industrie steht seit einigen Jahren vor einer neuen, spannenden Herausforderung. Begriffe wie z.B. Industrie 4.0, Change Management, Digitalisierung, Globalisierung sowie aktuelle politische Pradigmenwechsel wie z.B. der Brexit oder die aktuelle US Wirtschaftspolitik wollen interpretiert, analysiert und letztlich unternehmensspezifisch umgesetzt werden.

Diese Veranstaltung ist konzipiert um Ideen zur Realisierung auf der Basis von unternehmensübergreifenden und gleichzeitig prozessorientierten Risiko-/ Chancenbetrachtungen darzulegen und zu diskutieren.

Referenten:

Frank Tuch
Geschäftsführender Gesellschafter
MP – Business Management GmbH

Hans Doll
Director Quality Europe
Modine Europe GmbH

Dirk Kalitzki
Assessor Manager North Europe
Lloyd´s Register Deutschland GmbH

Gastgeber:

Die Modine Manufacturing Company ist seit 1916 ein führendes Unternehmen im Bereich des Thermomanagements. Sie entwickelt und produziert Produkte zur Wärmeübertragung für eine Vielzahl von Anwendungen und Märkten. Modine ist in allen Regionen der Welt vertreten und liefert Lösungen entsprechend den Erwartungen der Kunden.

Die Lloyd´s Register Deutschland GmbH (LRQA) ist seit über 25 Jahren spezialisiert auf die Analyse und Bewertung komplexer Aufbau- und Ablaufstrukturen in Unternehmen basierend auf einem geregelten Akkreditierungsrahmen. Aufbauend auf einer bis auf 1760 zurückreichenden Lloyd´s Register Tradition und den Synergien zu den Geschäftsbereichen Marine und Inspection & Service ist LRQA einer der weltweit führenden Dienstleistungsanbieter im Zertifizierungs- und Trainingsbereich.

Ort und Zeit:
Modine EUROPE GmbH,
Restaurant
Arthur-B.-Modine-Straße, 70794 Filderstadt
Donnerstag, 6. Juli 2017, 16.30 Uhr.

Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten. Gerne können Sie uns Ihre Anmeldung per Fax unter +49 (0) 711 83 88 74-20, per Post oder E-Mail
(veranstaltung-bawue@wirtschaftsrat.de) zusenden.

Ulrich Balbach Dr.-Ing. Horst Gras Markus Heilig Markus Krämer Karlheinz Pitter Georg Christian Schönhof Dr. Michael W. Müller (Sektionssprecher) Michael Hennrich MdB David Heidelberg Helena Kapp

Wirtschaftsrat Deutschland – Landesverband Baden-Württemberg – Kronprinzstraße 16 – 70173 Stuttgart

Lloyd´s Register Deutschland GmbH ( http://www.lrqa.de ) wurde 1985 gegründet und ist eine der international führenden Gesellschaften für die Auditierung von Managementsystemen und Risikomanagement. LRQA bietet Schulungen und Zertifizierung von Managementsystemen mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen: Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Energiemanagement, Auditierung von Lieferketten. Mit mehr als 45 Akkreditierungen und Niederlassungen in 40 Ländern kann LRQA Auditierungen in 120 Ländern durchführen. Weltweit betreuen 2.500 Auditoren mehr als 45.000 Kunden. LRQA gehört zur Lloyd´s Register Gruppe. Lloyd“s Register wurde 1760 als erste Gesellschaft zur Schiffsklassifizierung gegründet und bietet heute Dienstleistungen im Bereich Risikomanagement. Die Lloyd´s Register Gruppe ist ein gemeinnütziges Unternehmen gemäß englischem Charity-Recht, d.h. die Gewinne werden für eine gemeinnützige Stiftung verwendet bzw. wieder direkt ins Unternehmen investiert. Hierdurch ist LRQA wirtschaftlich unabhängig. Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den LRQA-Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

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LRQA Auditor Harald Baumhoff beantwortet Fragen rund um die neuen Normen und gibt wertvolle Tipps für die Praxis

Experteninterview

LRQA Auditor Harald Baumhoff beantwortet Fragen rund um die neuen Normen und gibt wertvolle Tipps für die Praxis

Frage: Guten Tag Herr Baumhoff, die neuen Normen der ISO 9001:2015 und 14001:2015 sind jetzt seit Ende 2015 veröffentlicht. Die Inhalte sind weitgehend bekannt. Allerdings gibt es eine große Zahl von Unternehmen, die geplant haben sich zertifizieren zu lassen, aber noch nicht mit den Vorbereitungen begonnen haben. Wir sitzen hier heute zusammen, um die Erfahrungen zu besprechen, die Unternehmen in der Praxis mit den neuen Normen haben. Wir möchten damit die Unternehmen unterstützen, die noch nicht mit den Vorbereitungen begonnen haben.
Was wäre der wichtigste Ratschlag, den Sie den Unternehmen, basierend auf Ihren Erfahrungen, geben können?
HB: Der wichtigste Faktor bei der Neuzertifizierung nach den neuen Normen ist eindeutig der Zeitfaktor. Wie bekannt, müssen die Unternehmen bis zum 14. September 2018, nach den neuen Normen zertifiziert sein, wenn Sie ihre Zertifizierung nicht verlieren wollen. Das bedeutet in der Praxis – angenommen den Fall es kommt zu einer Abweichung – dass man den Zeitraum um mindestens weitere 4-6 Wochen reduzieren muss. Realistisch ist dann nicht mehr Mitte September, sondern Mitte Juli als letzter möglicher Zeitpunkt. Das ist etwas, das viele Unternehmen nicht so im Blick haben. Man sollte auch die Vorbereitungen nicht unterschätzen. Zwar sind die Anforderungen der neuen Normen alle erfüllbar, allerdings kann das bei dem einen oder anderen Unternehmen recht umfangreich und zeitaufwendig sein.
Frage: Sie würden also an Stelle der Unternehmen sofort mit den Vorbereitungen anfangen?
HB: Eindeutig ja.
Frage: Haben Sie weitere Ratschläge für die Unternehmen? Gibt es erste Erfahrungen, die Sie unseren Lesern ans Herz legen möchten?
HB: Nach den neuen Norm ist es nicht mehr zwingend, dass man im Unternehmen ein Qualitätshandbuch führt, ein QMB vorhanden sein muss, es gibt eingeschränkte Verfahrensanweisungen. Ich rate den Unternehmen, die ich auditiere: Wenn Sie diese Ausstattung in Ihrem Unternehmen bisher hatten, dann lassen sie es wie es ist.
Frage: Warum sollten die Unternehmen den Spielraum nicht nutzen, den die neuen Normen Ihnen einräumt?
HB: Die Verantwortlichkeit für die Einhaltung der Normenanforderungen fällt bei fehlendem QMB automatisch auf die Geschäftsführung zurück. Die Geschäftsführung wird dann zum verantwortlichen Ansprechpartner für alle Fragen des Qualitätswesens. Das lässt die neue Norm durchaus zu. Man sollte aber nicht vergessen, dass beispielsweise das Qualitätswesen in vielen Unternehmen ein außerordentlich komplexes Gebiet darstellt. Ich persönlich befürchte, dass das Qualitätswesen dann nicht mehr die Aufmerksamkeit bekommt, die notwendig ist. Ich rate daher hier konservativ zu verfahren.
Frage: Wie sollte man denn am besten starten, wenn die Zeit schon so knapp ist……..
HB: Der erste Schritt sollte sein, dass sich alle Verantwortlichen zu einer konstituierenden Sitzung zusammensetzen. Es gilt erstmal eine Bestandsaufnahme aufzunehmen. Man sollte sich über den Arbeitsumfang klar werden, die Anforderungen der neuen Normen mit der betrieblichen Wirklichkeit abgleichen und dann die entsprechenden Arbeitspakete schnüren.
Frage: ….und dann kommt das grosse Erwachen?
HB: Nein, in der Regel nicht. Es gibt in den neuen Normen einige Anforderungen, die in der Vergangenheit so nicht gefordert wurden. Das ist aber für die Unternehmen oftmals gar kein Problem.
Frage: Wie meinen Sie das? Könnten Sie uns ein Beispiel geben?
HB: Der Bereich „Risiken und Chancen“ ist ein Bereich, mit dem sich die Unternehmen entsprechend den neuen Normen intensiv befassen müssen. Das gab es in der Vergangenheit nicht. Aber mal im Ernst: Welche Unternehmen beschäftigten sich nicht im Rahmen ihrer Tätigkeiten mit den Risiken und Chancen, die durch das Wirtschaften entstehen können? Das ist nicht neu für die Unternehmen. Allerdings geschieht das oftmals nur in den einzelnen Bereichen wie z.B. dem Einkauf, der abwägt welche Risiken ein günstigerer Lieferant gegenüber einem teureren Lieferanten haben könnte. Das heißt, diese Risiko – und Chancenabwägung geschieht oft unstrukturiert und nicht als Ganzes. Es geht also um Strukturierung.
Frage: Welche Möglichkeiten hat das Unternehmen?
HB: Grundsätzlich kann man das in der genannten ersten Gesprächsrunde definieren. Oftmals herrscht aber in den Unternehmen Unsicherheit hinsichtlich der Frage welche Punkte alle zu berücksichtigten sind. Das ist ja auch verständlich, denn schließlich gehört eine Normenumstellung nicht zum „daily business“ eines Betriebs. Ich rate dann zu einer Gap – Analyse. Diese Gap Analyse wird von einem Zertifizierungsunternehmen wie Lloyd´s Register ( LRQA )- unabhängig von der eigentlichen Zertifizierung – durchgeführt und zeigt in aller Klarheit welche Punkte, wie zu berücksichtigen sind und welcher Aufwand zu erwarten ist. Dann hat man eine Grundlage und kann sofort ohne Verzögerungen und Unsicherheiten starten. Das spart Zeit und in der Regel auch Aufwand. Ausserdem können Trainings sehr hilfreich sein, die als vorbereitende Maßnahme sehr gute Dienste leisten können. Eine Mannschaft, die trainiert ist, stellt eine ganz andere Ausgangsbasis dar. Hier sollte man wirklich abwägen, ob es nicht effizienter ist, sich Unterstützung von außen zu holen, als das Rad wieder neu zu erfinden. Aber grundsätzlich gilt- beide Wege sind möglich.
Frage: Die Zertifizierung wird oft als Pflichterfüllung gesehen. Man muss sie haben. Gibt es denn für die Unternehmen Chancen, die durch die Zertifizierung neu entstehen?
HB: Grundsätzlich ist die Herangehensweise das Entscheidende. Wenn man neue Chancen durch die Zertifizierung schaffen möchte, dann ist das möglich und machbar. Die Strukturierung des Bereichs “ Risiken und Chancen“ schafft eine viel transparentere Organisation. Auf einmal werden Bereiche sichtbar, die vorher übersehen wurden. Jetzt wird auf einmal klar, wo die Chancen liegen und welche Risiken damit verbunden sind. Das kann man und sollte man als Unternehmen zu seinem Vorteil nutzen. Man muss es nur wollen. Auch der Bereich „interessierte Kreise“ zeigt auf, das ein Betrieb in einem weitaus komplexeren Umfeld tätig ist, als nur die unmittelbar angrenzende Nachbarschaft. Auch hier kann man ganz neue Ansatzpunkte schaffen.

Frage: Das ist ein sehr interessanter Punkt, den Sie da nennen und sicherlich so nicht jedem Unternehmen bewusst. Gibt es Ihrer Ansicht weitere Punkte, die bei den Unternehmen stärker ins Bewusstsein gerückt werden sollten?
HB: Ein anderes Beispiel ist, das die neuen Normen von „Risiken und Chancen“ und „interessierten Kreisen“ sprechen, aber genau diese nicht genau definieren. Das heißt, das jeder Betrieb sich genau überlegen sollte, was genau unter diesen Begriffen im eigenen Betrieb zu verstehen ist. Auch die Bewertung ist individuell.
Jedes Unternehmen ist anders und es gibt auch keine Standardfragen und Standardantworten. Deswegen ist das Arbeiten mit Standardlisten, die man einfach abhakt, alles andere als sinnvoll. Man nimmt sich mit dieser Vorgehensweise die Chancen, die die neuen Normen anbieten. Eigenverantwortlichkeit ist hier das Stichwort.
Frage: Anderer Punkt?
HB: Ja, der sogenannte Kontext der Organisation. Ein ganz neuer Ansatz den die Normen hier bieten. Der Kontext der Organisation definiert das Innen – und Außenverhältnis der Organisation. Ein ganz wichtiger Punkt. Hier geht es um ethische und moralische Grundlagen des Wirtschaftens. Denken Sie einmal an kritische Fragen wie: Welche Standards werden im Unternehmen gelebt? Gibt es soziale Ziele? Werden Umweltschutz und Nachhaltigkeit gelebt? Kinderarbeit, Waffenproduktion, Gentechnik und und und ….? Diese Fragen haben eine ganz andere Bedeutung als früher. Denken Sie einmal an den Nachwuchs. Heute werden von qualifizierten Bewerbern neben dem Gehalt auch viel weitergehende Überlegungen zur Sinnhaftigkeit und sozialen/ökologischen angestellt. Das Gleiche gilt für die Kaufentscheidungen der Abnehmer. Hier ist der Kontext der Organisation ein wichtiges Entscheidungskriterium geworden.
Frage: Wir danken Ihnen für das Gespräch.
Zur Person: Harald Baumhoff
ist seit 2003 für LRQA tätig und ist
leitender Auditor für die Bereiche
Qualität, Umwelt, Arbeitsschutz und
Energie.

Weitere Infos erhalten Sie unter : Lloyd´s Register Deutschland GmbH, Adolf – Grimme – Allee 3, 50829 Köln, 0221 – 96 75 77 00, info@lrqa.de, www.lrqa.de, oder:
http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/anfrage-an-lrqa.aspx

Lloyd´s Register Deutschland GmbH ( http://www.lrqa.de ) wurde 1985 gegründet und ist eine der international führenden Gesellschaften für die Auditierung von Managementsystemen und Risikomanagement. LRQA bietet Schulungen und Zertifizierung von Managementsystemen mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen: Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Energiemanagement, Auditierung von Lieferketten. Mit mehr als 45 Akkreditierungen und Niederlassungen in 40 Ländern kann LRQA Auditierungen in 120 Ländern durchführen. Weltweit betreuen 2.500 Auditoren mehr als 45.000 Kunden. LRQA gehört zur Lloyd´s Register Gruppe. Lloyd“s Register wurde 1760 als erste Gesellschaft zur Schiffsklassifizierung gegründet und bietet heute Dienstleistungen im Bereich Risikomanagement. Die Lloyd´s Register Gruppe ist ein gemeinnütziges Unternehmen gemäß englischem Charity-Recht, d.h. die Gewinne werden für eine gemeinnützige Stiftung verwendet bzw. wieder direkt ins Unternehmen investiert. Hierdurch ist LRQA wirtschaftlich unabhängig. Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den LRQA-Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

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Lloyd´s Register Deutschland GmbH
Carl Ebelshäuser
Adolf Grimme Allee 3
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+49 (0)221 96757700
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