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Krampfadern: Venenschwäche betrifft nicht nur Beine

Krampfadern nicht nur in den Beinen – Venenschwächen im Bereich des ganzen Körpers möglich – Ursachen vielfältig – Bei neuen minimal-invasiven Laser-Therapien für Krampfadern in den Beinen ELVeS® Radial® 2ring besonders schonend und nebenwirkungsarm

Krampfadern: Venenschwäche betrifft nicht nur Beine

Behandlung einer Krampfader mit der ELVeS® Radial® 2ring-Faser von biolitec® (Bildquelle: biolitec biomedical technology GmbH)

Jena, 03. Mai 2018 – Bei Krampfadern denken die meisten Menschen an erweiterte Venen in den Beinen. Die wenigsten wissen, dass insuffiziente Venen auch in anderen Körperbereichen auftreten können. So kann es beispielsweise bei Durchblutungsstörungen der Leber (z.B. bei einer Leberzirrhose) zu Stauungen des Blutes kommen. In einem solchen Fall bildet der Körper neue Wege für den Bluttransport aus, um die gestörte Stelle zu umgehen. Typische Wege für diese Umgehungskreisläufe sind die Venen der Speiseröhre, tiefe und oberflächliche Venen der Bauch- und Brustwand sowie Venen des Mastdarms. Blutungen aus diesen Varizen können lebensgefährlich sein. Durch ungünstige Venenverläufe können auch im Bereich des Beckens, der Gebärmutter, den Eierstöcken und den Hoden (Varikozele) Krampfadern auftreten.

Bis zu 40 % der Frauen und 20 % der Männer leiden unter Symptomen wie müden, schweren Beinen und Schwellungen sowie unter der Haut hervortretenden Venen. Schätzungen von Experten zufolge gibt es allein in Deutschland über 22 Millionen Betroffene (Rabe u.a., Bonner Venenstudie der DGP, Phlebologie 1, 2003).

Krampfadern in den Beinen sind neben den herkömmlichen Therapie-verfahren Kompressionstherapie, Venenstripping, Schaumsklerosierung und Radiofrequenzverfahren seit Jahren auch mit Lasermethoden sehr gut behandelbar. So können nicht nur die größeren Venen (Vena Saphena Magna, Vena Saphena Parva), sondern auch kleinere Seitenäste (Besenreiser) und Perforansvenen mit der speziellen Lasertherapie ELVeS® Radial® 2ring der biolitec® schonend und nebenwirkungsarm entfernt werden.

Bei der ELVeS® Radial®-Methode wird die Krampfader mittels eines Lasers durch die zweiphasige ringförmige Abstrahlung der speziellen Faser von innen verschlossen, ohne umliegendes gesundes Gewebe anzugreifen. Die Patienten sind nach der Behandlung, die meist nur 30 bis 40 Minuten dauert, schnell wieder auf den Beinen und können wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

Weitere Informationen zur schonenden Lasertherapie der biolitec® finden Patienten auf der Webseite www.info-krampfader.de. Auskunft zu Ärzten, die die ELVeS® Radial®-Methode anwenden, erhalten Patienten über die E-Mail-Adresse post@info-krampfader.de sowie telefonisch über die biolitec®- Hotline 01805/ 010276.

Zum Unternehmen:
Die biolitec® ist eines der weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen im Bereich Laseranwendungen und der einzige Anbieter, der über alle relevanten Kernkompetenzen – Photosensitizer, Laser und Lichtwellenleiter – im Bereich der Photodynamischen Therapie (PDT) verfügt. Neben der lasergestützten Behandlung von Krebserkrankungen mit dem Medikament Foscan® erforscht und vermarktet die biolitec® vor allem minimal-invasive, schonende Laserverfahren. ELVeS Radial (Endo Laser Vein System) ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Lasersystem zur Behandlung der venösen Insuffizienz (Krampfadern). Der neue LEONARDO®-Diodenlaser von biolitec® ist der erste universell einsetzbare medizinische Laser, der über eine Kombination von zwei Wellenlängen, 980nm und 1470nm, verfügt und fachübergreifend verwendbar ist. Die innovative Kontaktfaser XCAVATOR® ermöglicht in Verbindung mit dem LEONARDO® Dual 200 Watt-Laser eine schonende Behandlung bei z.B. gutartiger Prostatavergrößerung (BPH) in der Urologie. Speziell für die mobile Anwendung vor Ort wurde der nur 900 g leichte LEONARDO® Mini-Laser entwickelt. Schonende Laseranwendungen in den Bereichen Proktologie, HNO, Gynäkologie, Thorax-Chirurgie und Pneumologie gehören ebenfalls zum Geschäftsfeld der biolitec®. Weitere Informationen unter www.biolitec.de

Kontakt
biolitec biomedical technology GmbH
Joern Gleisner
Otto-Schott-Str. 15
07745 Jena
+49 (0) 3641 / 51953-36
+49 (0) 6172 / 27159-69
joern.gleisner@biolitec.com
http://www.biolitec.de

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Entlastung für die Leber aus dem Darm

Probiotikum aus österreichischer Forschung als Hoffnungsträger für Leberkranke

(Mynewsdesk) Graz – Immer mehr Menschen leiden unter Erkrankungen der Leber, insbesondere unter Leberzirrhose, bei der es in fortgeschrittenen Stadien häufig zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen kann. Für viele Patienten beginnt mit dieser Diagnose ein Wettlauf mit der Zeit, denn ab einem gewissen Punkt sind Schädigungen der Leber nicht mehr rückgängig zu machen. Doch durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität Graz und dem Kompetenzzentrum für Mikrobiomforschung am Institut Allergosan gelang nun der Durchbruch: Ein Probiotikum erweist sich als Hoffnungsträger für Leberkranke.

Bereits 30 % der Bevölkerung leiden unter Leberproblemen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass vorranging Alkohol die Leber schädigen würde, nimmt vor allem die Anzahl von Patienten mit nicht-alkoholischer Fettleber drastisch zu. Insbesondere übermäßiger Konsum von Zucker, Fett, zahlreichen Medikamenten, aber auch verschiedene Viruserkrankungen können die Funktion unserer Entgiftungszentrale massiv beeinträchtigen.

Was vielen nicht bewusst ist: Der Darm spielt für die Gesundheit der Leber eine entscheidende Rolle. Eine ausgewogene Darmflora und eine intakte Darmbarriere sind bereits vorab in der Lage, Giftstoffe und Pathogene auszuscheiden und so die Leber zu entlasten. Ist die Darmschleimhaut jedoch geschädigt („Leaky Gut“), gelangen durch die Darmwand vermehrt Schadstoffe in die Pfortader (Vena portae), welche das Blut auf direktem Weg in die Leber leitet und sie mit krankmachenden Substanzen überschwemmt. Dies überlastet die Leber, sie reagiert mit Blutrückstau und Verhärtungen und kann ihren Aufgaben oft nicht mehr uneingeschränkt nachkommen.

Wissenschaftliche Kooperation zeigt: Probiotikum verbessert die Leberfunktion
Mit einem vom Grazer Institut Allergosan entwickelten Probiotikum (OMNi-BiOTiC® HETOX*) konnte ein Team der Medizinischen Universität Graz unter der Leitung von Assoz. Prof. Dr. med Vanessa Stadlbauer-Köllner nun erstmals zeigen, dass winzig kleine Darmbakterien großen Einfluss auf die Leberfunktion nehmen können.

In eine Placebo-kontrollierte, doppelblinde Studie wurden 101 Patienten mit Leberzirrhose, die an der Universitätsklinik für Innere Medizin, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie in Behandlung stehen, eingeschlossen. Die Patienten nahmen für sechs Monate entweder täglich das speziell für diesen Zweck entwickelte Probiotikum oder ein Placebo und wurden im Anschluss noch für weitere sechs Monate beobachtet. „In der placebokontrollierten Studie verbesserte sich die Leberfunktion derjenigen, die das Probiotikum einnahmen, wesentlich“, fasst Assoz. Prof. Dr. med. Stadlbauer-Köllner zusammen.

Patienten mit Leberzirrhose weisen generell eine sehr hohe Infektanfälligkeit auf. Umso bedeutsamer ist, dass Parameter (Neopterin, oxidativer Burst), die mit einer gesteigerten Funktion des Immunsystems in Verbindung stehen, unter der Gabe von OMNi-BiOTiC® HETOX einen signifikanten positiven Einfluss des Probiotikums belegen. Dies erklärt auch die verminderte Infektionsrate in der Probiotika-Gruppe (15 vs. 29 in der Placebo-Gruppe) während der Therapie.

Die Verträglichkeit von OMNi-BiOTiC® HETOX und die Therapietreue (98,9% der Dosen wurden eingenommen) waren in der Probiotika-Gruppe ausgezeichnet. Es wurden außerdem keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten dokumentiert, was für diese Hochrisiko-Patientengruppe besonders wichtig ist. Interessant ist auch, dass nur ein Patient in der Probiotika-Gruppe die Studie frühzeitig beendet hat (im Vergleich zu 11 Drop-outs in der Placebo-Gruppe): „Das ist ein deutlicher Hinweis auf eine Verbesserung der Lebensqualität durch das Probiotikum. Die Patienten gaben auch an, dass sie sich vitaler fühlen und mehr Sozialkontakte haben“, so Vanessa Stadlbauer-Köllner.

Mag. Anita Frauwallner, CEO und Forschungsleiterin des Institut Allergosan: „Die herausragenden Ergebnisse dieser Studie sind richtungsweisend für die moderne Medizin, in der die Mikrobiomforschung bereits eine maßgebliche Rolle spielt, und ein weiterer Meilenstein für unsere intensive Arbeit seit 25 Jahren.“

Auszeichnung für Studiendaten
Bisher gab es keine therapeutische Interventionsmöglichkeit, um die Leberfunktion bei Patienten mit Leberzirrhose zu verbessern. Die Grazer Studie zeigt jedoch eindeutig, dass es mit dem Einsatz spezifisch entwickelter Probiotika wie OMNi-BiOTiC® HETOX erstmals gelingt, eine Verbesserung der Leberfunktion zu erreichen. Das internationale Interesse ist enorm: Die Studiendaten wurden beim größten Kongress für Hepatologie, der renommierten „Liver Week“ der American Association for the Study of Liver Diseases (AASLD), präsentiert und unter 10.000 eingereichten Arbeiten als herausragendes “Poster of Distinction” ausgezeichnet.

Anita Frauwallner: „Wir konnten zeigen, dass OMNi-BiOTiC® HETOX für die Leber-Gesundheit einen enormen Beitrag leisten kann. Einerseits, weil es an der Ursache der Erkrankung ansetzt, und noch viel bedeutender, weil wir während des Einsatzes von Probiotika nie die schweren Nebenwirkungen verzeichnen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Ein entscheidender Schritt in eine gesunde Zukunft.“

* Diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) zur diätetischen Behandlung von Leberfunktions-Störungen.

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Im Jahr 1991 wurde in Graz, Österreich das Institut Allergosan als Kompetenzzentrum für die Erforschung des menschlichen Mikrobioms und die Entwicklung von Produkten aus natürlichen Substanzen wie probiotischen Bakterien, Pflanzenextrakten und Mineralstoffen. Alle Produkte unterliegen strengsten, international definierten Qualitätskriterien und entsprechen höchsten Anforderungen. Das Familienunternehmen unter der Leitung der Haupteigentümerin, Mag. Anita Frauwallner, arbeitet seit mehr als 25 Jahren mit weltweit anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern aus den Bereichen Biologie, Pharmazie und Biochemie an mehreren europäischen Universitätskliniken und kann auf eine hervorragende Studienlage verweisen.

Weitere Informationen zum Institut Allergosan finden Sie unter www.allergosan.at und www.omni-biotic.com/de

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Probiotikum aus österreichischer Forschung als Hoffnungsträger für Leberkranke

(Mynewsdesk) Graz – Etwa 30 % der österreichischen Bevölkerung leidet bereits unter Fehlfunktionen der Leber, viele davon ohne Alkoholeinfluss. Bekannt ist, dass eine eingeschränkte Leberfunktion auch als Auslöser für das metabolische Syndrom gilt, neuere Forschung zeigt auch einen Einfluss auf Volkskrankheiten wie Migräne oder Demenz. Wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der nichtalkoholischen Fettleber und als Spätstadium der Leberzirrhose hat der Zustand der Mikrobiota (früher bekannt als Darmflora) und der Darmbarriere.

Mit einem vom Grazer Institut Allergosan entwickelten Probiotikum konnten WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Graz nun erstmals zeigen, dass die Regeneration des Darms über probiotische Bakterien die Leberfunktion von Leberzirrhose-PatientInnen entscheidend verbessern kann. Das internationale Interesse ist enorm.

Die ForscherInnen rund um Assoz. Prof. Dr. med Vanessa Stadlbauer-Köllner von der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie an der Medizinischen Universität Graz haben dazu eine placebokontrollierte Studie an Patienten mit Leberzirrhose durchgeführt. Im Vergleich zur Placebogruppe verbesserte sich bei denjenigen, die das aus 8 verschiedenen Symbionten bestehende Probiotikum einnahmen, die Leberfunktion während der Einnahme signifikant. Dieses speziell für Leberprobleme entwickelte Multispezies-Probiotikum wird ab Februar 2016 unter dem Handelsnamen OMNi-BiOTiC® HETOX in den Apotheken erhältlich sein. Mag. Anita Frauwallner, CEO und Forschungsleiterin des Unternehmens: „Die herausragenden Ergebnisse dieser Studie sind richtungsweisend für die moderne Medizin, in der die Mikrobiomforschung bereits eine maßgebliche Rolle spielt, und ein weiterer Meilenstein für unsere intensive Arbeit seit 25 Jahren.“

Probiotikum verbessert Leberfunktion
Bei dieser Studie wurden 101 PatientInnen mit Leberzirrhose, die an der Universitätsklinik für Innere Medizin, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie in Behandlung stehen, eingeschlossen. Die PatientInnen bekamen für sechs Monate entweder zwei Mal täglich ein Probiotikum oder ein Placebo. Danach wurden die PatientInnen noch für weitere sechs Monate beobachtet. Neben der Leberfunktion wurden in der Studie auch die Immunabwehr, die Darmbarriere und die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms untersucht. „In der placebokontrollierten Studie verbesserte sich die Leberfunktion derjenigen, die das Probiotikum einnahmen, wesentlich“, fasst Assoz. Prof. Dr. med Stadlbauer-Köllner zusammen.

Die Verträglichkeit des Probiotikums war ausgezeichnet: In der Probiotikagruppe nahmen alle bis auf einen Patienten bis zum Ende an der Studie teil, während in der Placebogruppe elf Patienten die Studie vorzeitig beendeten. Das war der klare Beleg für die sehr rasch spürbare Besserung des Befindens durch das neue OMNi-BIOTiC®-Probiotikum.

Enorme internationale Beachtung
Die Studiendaten werden am 17.11.2015 in San Francisco beim renommierten „Liver Meeting“ der American Association for the Study of the Liver vorgestellt. Die Arbeit wurde bereits vom wissenschaftlichen Komitee begutachtet und ausgezeichnet als eine der besten Arbeiten dieses Jahres. Das Poster wird in der Präsentation als „Presidential Poster of Distinction“ besonders hervorgehoben.

Fortsetzung folgt: Steigerung der Lebensqualität als Forschungsziel
In weiterer Folge wird nun von Assoz. Prof. Dr. med Stadlbauer-Köllner und ihrem Team nach dem Mechanismus gesucht, der diese in der Wissenschaft bisher noch nie gezeigte Verbesserung der Leberfunktion bewirkt. Die positive Beeinflussung der Mikrobiom-Zusammensetzung und die Verbesserung der zu hohen Durchlässigkeit des Darms durch das OMNi-BIOTiC®-Probiotikum sind die Ansatzpunkte. Das könnte in weiterer Folge auch positive Auswirkungen auf das gesamte Immunsystem haben. Hier schließt sich der Kreis zu den im Frühjahr 2015 veröffentlichten Studien des Institut Allergosan in Bezug auf Depression und Migräne, deren Basis ebenso die verbesserte Leberfunktion und in Folge die Wirkung auf das Immunsystem durch medizinisch relevante, speziell entwickelte Probiotika ist.

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Im Jahr 1991 wurde in Graz, Österreich das Institut Allergosan als Kompetenzzentrum für die Erforschung des menschlichen Mikrobioms und die Entwicklung von Produkten aus natürlichen Substanzen wie probiotischen Bakterien, Pflanzenextrakten und Mineralstoffen. Alle Produkte unterliegen strengsten, international definierten Qualitätskriterien und entsprechen höchsten Anforderungen. Das Familienunternehmen unter der Leitung der Haupteigentümerin, Mag. Anita Frauwallner, arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit weltweit anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern aus den Bereichen Biologie, Pharmazie und Biochemie an mehreren europäischen Universitätskliniken und kann auf eine hervorragende Studienlage verweisen.

Weitere Informationen zum Institut Allergosan finden Sie unter www.allergosan.at

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Welt-Hepatitis-Tag am 28.07.2014

Welt-Hepatitis-Tag am 28.07.2014

Welt-Hepatitis-Tag am 28.07.2014

(NL/8259451789) Weltweit leidet jeder zwölfte Mensch an chronischer Hepatitis B oder C. Allerdings wissen die wenigsten davon. Ein sicherer Schutz vor Ansteckung bietet eine Impfung.

Hepatitis ist eine Viruserkrankung der Leber. Die Erkrankung kann akut und chronisch auftreten. Im letzteren Fall kann eine Leberzirrhose oder Leberkrebs entstehen. Je früher die Infektion entdeckt wird, desto besser lässt sie sich therapieren. Die Behandlung hat, laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), in den letzten zehn Jahren große Fortschritte gemacht. Hepatitis B ist kontrollierbar, Hepatitis C sogar heilbar.

2010 erkannte die WHO-Hauptversammlung Virushepatitis als globale Gesundheitsbedrohung an. Seit 2011 wird daher jährlich am 28. Juli der Welt-Hepatitis-Tag durchgeführt. Das Datum wurde zu Ehren des inzwischen verstorbenen Hepatitis-B-Entdeckers Prof. Baruch Bloomberg festgelegt. Er feierte an diesem Tag seinen Geburtstag.

Der Gesundheitstag dient dazu, die Menschen über die Viruserkrankung und ihre Folgen zu informieren und sie dazu zu animieren, Schutzmaßnahmen vorzunehmen. Der sicherste Schutz gegen das Hepatitis-Virus ist eine Impfung.

Kundinnen und Kunden der Vaillant BKK, die sich aufgrund einer privaten Auslandsreise gegen das Hepatitis-A- und B-Virus impfen lassen, erhalten die Kosten zurück. Außerdem profitieren sie von einer kostenlosen Impfberatung, die sie darüber informiert, welche weiteren Impfungen für das jeweilige Reiseland empfehlenswert sind.

Details erfahren Sie auf http://www.vaillant-bkk.de/welt-hepatitis-tag-am-28072014 , unter der Telefonnummer 02191 9519-500 oder in einem der Kundencenter der Remscheider Betriebskrankenkasse.

Die Vaillant BKK ist die Betriebskrankenkasse der Vaillant GmbH, der Kölnischen Verlagsdruckerei und dem Heinen-Verlag, Varta, Hawker und Johnson Controls. Die bis auf das Land Brandenburg bundesweit und für alle gesetzlich Versicherten geöffnete Betriebskrankenkasse wurde 1953 gegründet und betreut 70.000 Kunden. Der Sitz der Kasse ist in Remscheid, Kundencenter sind in Remscheid, Roding, Hagen, Hannover, Ellwangen und Köln. 2007 erhielt die Vaillant BKK von der BKK Akademie als erste Krankenkasse das Prädikat Besonders kundenfreundlich.

Vaillant BKK
Patrick Schiefer
Bahnhofstr.15
42897 Remscheid
02191-9519-206
patrick.schiefer@vaillant-bkk.de
www.vaillant-bkk.de

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Wissenschaftlerinnen mit Dr.-Werner-Fekl-Förderpreis geehrt

ERLANGEN/ZÜRICH – Inzwischen schon zum zwöften Mal wurde 2013 der Dr.-Werner-Fekl-Förderpreis für klinische Ernährung verliehen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird jährlich vom Ernährungsspezialisten Nutricia GmbH Deutschland ausgelobt und an Nachwuchswissenschaftler verliehen, die im Bereich klinische Ernährung forschen. Prämiert wurden in diesem Jahr Priv. Doz. Dr. Kristina Norman aus Berlin, die den Einfluss von Mangelernährung bei Leberzirrhose untersuchte und Dr. Ulrike Mütze aus Leipzig für Ihre Forschung rund um die Effekte einer lebenslangen Spezialdiät bei seltenen Stoffwechselerkrankungen. Die Preisverleihung fand am 7. Juni im Rahmen der Dreiländertagung „Ernährung 2013“ in Zürich in der Schweiz statt.

Dass klinische Ernährung bei ganz verschiedenen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird, ist in Fachkreisen bekannt. Wie weit dieses Feld ist, zeigt die Verleihung des Dr.-Werner-Fekl-Förderpreises 2013. Er wurde an zwei Wissenschaftlerinnen verliehen, die in sehr unterschiedlichen Bereichen forschen. Priv. Doz. Dr. Kristina Norman aus Berlin hat in ihrer Studie „Increased intestinal permeability in malnourished patients with liver cirrhosis“ untersucht, welchen Einfluss der Ernährungszustand auf die Darmintegrität von chronisch Leberkranken hat.

Dr. Ulrike Mütze aus Leipzig zeigte in ihrer Arbeit „Metabolomics of dietary fatty acid restriction in patients with phenylketonuria“, dass die lebenslang notwendige Diät bei Patienten mit einer seltenen Stoffwechselerkrankung auch den Fettstoffwechsel beeinflusst.

Die Studien von Priv. Doz. Dr. Norman und Dr. Mütze belegen eindrucksvoll, wie breit und vielgestaltig die Fragestellungen der klinischen Ernährungstherapie sind. Beide Arbeiten werden im jeweiligen Gebiet dazu beitragen, die Behandlung der betroffenen Patienten zu verbessern. „Die Jury hat in diesem Jahr den Preis bewusst geteilt, um zu zeigen welche unterschiedlichen und interessanten Fragen in der Ernährungsforschung behandelt werden. Beide Studien werden im jeweiligen Fachbereich weitere Erkenntnisse generieren, die den Kranken zugutekommen werden“, erklärt Dr. Dietmar Stippler von Nutricia.

Krankheitsbedingte Mangelernährung verschlechtert Darmintegrität
Priv. Doz. Dr. Norman untersuchte in ihrer klinischen Studie, ob Patienten mit einer Leberzirrhose unter vermehrter Permeabilität des Darms leiden, bei der als Folge unter anderem pathogene Keime in die Blutbahn gelangen können. Wichtig war ihr herauszufinden, ob eine krankheitsassoziierte Mangelernährung diese Permeabilität zusätzlich beeinflusst. Sie konnte zeigen, dass die Permeabilität sowohl des Dünndarms wie auch des Dickdarms bei allen Patienten mit Leberzirrhose erhöht ist, bei mangelernährten Patienten war die intestinale Permeabilität noch stärker erhöht. Damit liegt bei Mangelernährung eine stärker gestörte Darmbarriere vor, was unter anderem dazu führt, dass eine Mangelernährung bei Leberzirrhose die Prognose verschlechtert und deshalb vermieden werden sollte.

Diät bei seltenen Stoffwechselerkrankungen beeinflusst Fettstoffwechsel
Dr. Mütze erforschte den Einfluss der notwendigen Diät auf Patienten mit der seltenen angeborenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie auf den Fettstoffwechsel. Die sehr einschränkende phenylalaninarme Diät muss lebenslang eingehalten werden und ist extrem restriktiv. So ist es verständlich, dass auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen eingeschränkt wird. Dr. Mütze kam zu dem Ergebnis, dass die restriktive Diät den Fettsäurestoffwechsel in vielen biochemischen Details verändert. Die weiteren Auswirkungen dieser Veränderungen bei lebenslanger Diät auf die langfristige Gesundheit der Patienten sollen in weiteren Studien untersucht werden.

Spezialist auf dem Gebiet der medizinischen enteralen Ernährung
Die Nutricia GmbH mit Sitz in Erlangen ist Spezialist für medizinische enterale Ernährung. Das Unternehmen bietet Konzepte zur Patientenversorgung im stati-onären und ambulanten Bereich. Zu dem Sortiment gehören Trink- und Sonden-nahrung für Kinder und Erwachsene, Applikationssysteme, Ernährungssonden und Ernährungspumpen sowie spezielle Produkte zur Ernährungstherapie bei seltenen, angeborenen Stoffwechselstörungen. International ist Nutricia ein Teil der Medical Nutrition Sparte von Danone.

Kontakt
NUTRICIA GmbH
Dr. Dietmar Stippler
Allee am Röthelheimpark 11
91052 Erlangen
09131-7782-315
dietmar.stippler@nutricia.com
http://www.nutricia.de

Pressekontakt:
3K Agentur für Kommunikation GmbH
Wencke Reichmann
Wiesenau 36
60323 Frankfurt am Main
069-971711-0
presse@3k-kommunikation.de
http://www.3k-kommunikation.de

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13. Deutscher Lebertag am 20. November 2012

„Welchen Wert hat Ihre Leber?“ Unter diesem Motto steht der 13. Deutsche Lebertag.

(ddp direct) Gießen, Hannover, Köln „Welchen Wert hat Ihre Leber?“ Unter diesem Motto steht der 13. Deutsche Lebertag, der am 20. November 2012 stattfindet. In Deutschland gibt es etwa eine Million Menschen, die chronisch mit dem Hepatitis B- oder Hepatitis C-Virus infiziert sind; weltweit sind es rund 500 Millionen, so die Schätzung von Experten. Rund 5.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu in Deutschland an Leberkrebs, Tendenz steigend. Das diesjährige Motto weist auf die häufig fehlende Aufmerksamkeit und Wertschätzung für das lebenswichtige Organ Leber hin. Jeder sollte seine Leberwerte kennen, um eine Lebererkrankung frühzeitig zu diagnostizieren. Lebererkrankungen lassen sich im frühen Stadium gut behandeln und durch Änderungen des Lebensstils positiv beeinflussen. Je früher eine Lebererkrankung erkannt wird, desto höher sind die Chancen auf vollständige Heilung. Unbehandelt können viele Lebererkrankungen zur Leberzirrhose (Lebervernarbung) und zum Hepatozellulären Karzinom (Leberzellkrebs) führen. Wer seiner Leber einen hohen Wert beimisst und seine Leberwerte kennt, kann dieser Gefahr vorbeugen.

Pressemappe
Für die Presse ist eine Pressemappe bestellbar. In der Pressemappe werden Statements und Interviews vorgehalten zu den Themen:

Wenn die Leber streikt, wirds dramatisch! (Statement)
Je früher, desto besser: Lebererkrankungen zeitig diagnostizieren (Interview)
Prof. Dr. Michael P. Manns Vorstandsvorsitzender Deutsche Leberstiftung und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Medizinische Hochschule Hannover

Option auf neue Therapien bei Hepatitis C-Virusinfektion (Statement)
Warnsignal der obersten Stufe: Fettleber ein hoher Risikofaktor (Interview)
Prof. Dr. Claus Niederau – Vorstandsvorsitzender Deutsche Leberhilfe e.V. und Chefarzt der Medizinischen Klinik, St. Josef Hospital Oberhausen

Verlässlichkeit bei der Behandlung von Leberkrebs S3 Leitlinien (Statement)
Für wenig Geld viele Kalorien Leber unter Dauerstress (Interview)
Prof. Dr. Peter R. Galle – Vorstandsmitglied Gastro-Liga e.V. und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Pressemappe ist bestellbar bei Rita Wilp public relations und kommunikation.

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=== Gastro-Liga e.V. ===

Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung.
Gastro-Liga e. V.
Friedrich-List-Straße 13
D-35398 Gießen
www.gastro-liga.de

=== Die Deutsche Leberhilfe e.V. ===

Die Deutsche Leberhilfe wurde vor über 20 Jahren von engagierten Patienten gegründet. Der gemeinnützige Verein ist bundesweit tätig und hat sich als Informationsschnittstelle zwischen Ärzten und Leberpatienten etabliert. Die Leberhilfe verfolgt als Hauptziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, indem sie Patienten und ihre Angehörigen berät und Informationsschriften in verständlicher Sprache herausgibt. Ein weiteres Ziel des Vereins ist, die Bevölkerung über mögliche Ursachen, Verlauf, Therapie und Verhütung von Leberkrankheiten zu informieren. Langfristig soll dies dazu beitragen, Vorurteile zu entkräften und den schlechten Ruf der Lebererkrankungen als selbstverschuldete“ Krankheiten zu verbessern.

Der Verein wird von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand geleitet und hat in Köln seine Geschäftsstelle, die mit drei erfahrenen Mitarbeitern besetzt ist. Bei medizinischen Fragen wird die Leberhilfe von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Dieser besteht aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, die die Richtigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen gewährleisten. Unterstützt wird die Deutsche Leberhilfe auch durch eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer, die in den einzelnen Bundesländern als Kontaktstelle vor Ort fungieren.

=== Die Deutsche Leberstiftung ===

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern und die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen zu steigern, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige in medizinischen Fragen: www.deutsche-leberstiftung.de.

Kontakt:
Rita Wilp public relations und kommunikation
Rita Wilp
Friedländer Weg 30
37085 Göttingen
0551 7708061
info@wilp-pr.de
www.wilp-pr.de

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138. Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin

3. bis 4. Februar 2012, Handelskammer Hamburg
Schwangerschaftsdiabetes: hohes Risiko für Folgeerkrankungen
Adipositas-Chirurgie: Patienten können nach OP psychisch erkranken
Nicht immer ist der Alkohol schuld: NASH Nicht-alkoholische
Fettleberhepatitis
EHEC: Patienten nach erfolgreicher Therapie an Lübecker Universitäts-
klinik nicht lebenslang dialysepflichtig

Anlässlich der 138. Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin diskutieren Experten aktuelle Entwicklungen ihres Faches. Dabei werden auch Defizite aufgedeckt (Adipositas-Chirurgie) und nicht genutzte Chancen zur Früherkennung von Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Schwangerschaftsdiabetes) reklamiert.

Schwangerschaftsdiabetes – Experte plädiert für regelmäßiges kardiovaskuläres Screening der Mütter nach der Schwangerschaft

In Deutschland sind ca. 3,7 Prozent der Schwangeren von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Die Zahl stieg in den letzten 10 Jahren um mindestens 25 Prozent. Professor Morten Schütt, Universitätsklinikum Lübeck, ist allerdings sicher: „Die Dunkelziffer wird höher sein, da bislang nicht bei allen Frauen, sondern nur auf Wunsch oder bei Risikopatientinnen, ein Screening erfolgte.“
Ursachen sind neben genetischen Voraussetzungen der moderne Lebensstil (Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung) und somit Übergewicht und Adipositas vor der Schwangerschaft, aber auch das steigende Alter schwangerer Frauen. Sind die Folgen für Mutter und Kind schon während der Schwangerschaft schwerwiegend (Frühgeburtlichkeit, zu große Kinder, mangelnde Lungenreife, Einlagerung von Glycogen in den Herzmuskel etc.), so werden die Risiken nach der Schwangerschaft unterschätzt. „Die Frauen haben ein deutlich erhöhtes Risiko bereits in jungen Jahren einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Außerdem erkranken bis zu 50 Prozent innerhalb von 10 Jahren an einem Früh-Diabetes und 5-15 Prozent der Frauen an einem manifesten Typ-2-Diabetes, so Professor Schütt und stellt die Forderung: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass bei diesen Frauen in der Nachsorge auf kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fett- und Glukosestoffwechsel besonders geachtet wird und kardiovaskuläre Screening-Untersuchungen eingeführt werden.“

Adipositas-Operationen: nur wenige Zentren sind für die Nachsorge optimal gerüstet

Die Hürden, in Deutschland für eine Operation zur Reduktion des Übergewichts zu gelassen zu werden, sind hoch. Deshalb liegt Deutschland mit 5000 Operationen pro Jahr im europäischen Vergleich weit hinten, obwohl ca. 2 Prozent der Deutschen stark übergewichtig sind (nur 0,2 Prozent von 100 Patienten mit entsprechender Indikation werden operiert). Patienten, die operiert werden wollen, müssen vier Voraussetzungen erfüllen:

1. Der behandelnde Arzt / Zentrum muss die Indikation darlegen und begründen.
2. Der Patient muss nachweisen, dass er mind. 6 Monate erfolglos ein Ernährungs- und Bewegungstherapieprogramm durchgeführt hat.
3. Eine psychosomatische Einschätzung des Patienten muss vorliegen.
4. Vorlegen eines Ernährungstagebuches.

Während im Vorfeld der Operation also ein Psychologe zu Rate gezogen wird, so ist dieses in der Nachsorge bisher nicht üblich. Priv.-Doz. Dr. Jens Aberle, Ärztlicher Leiter des Interdisziplinären Adipositaszentrum am UKE in Hamburg weiß: „Es gibt keine Vorgaben zur psychologischen postoperativen Betreuung der Patienten. Das kann sich in einigen Fällen fatal auswirken, fehlt den Patienten doch z. B. die Möglichkeit, frustrane Erlebnisse durch vermehrtes Essen zu kompensieren“.

Daher sollte der Patient bei der Auswahl des Adipositas-Zentrums darauf achten, dass dort auch eine umfangreiche Nachsorge angeboten wird, um Langzeitkomplikationen wie Nährstoffmangel, aber auch dem in letzter Zeit mehr und mehr in den Fokus rückenden Knochendichteverlust vorzubeugen. Bei akuten, nicht nur psychischen Problemen wie z. B. dauerhaftem Erbrechen sollte ein Ansprechpartner rund um die Uhr erreichbar sein. Internationale Untersuchungen sowie die Auswertung der Patientendaten des UKE zeigen, dass vor allem junge Patienten mit Begleiterkrankungen von der sog. bariatrischen Chirurgie profitieren. „Da die Operation bei älteren Patienten potentiell Lebenszeit verkürzend sein kann, muss im Vorfeld gründlich untersucht werden, ob ein Patient Nutzen aus der Operation ziehen wird. Nur so kann eine Reduktion der Gesundheitskosten durch bariatrische Operationsmethoden gewährleistet werden,“ so der Experte aus dem UKE.

NASH – Nicht-alkoholische Fettleberhepatitis

Mediziner kennen zwei Arten der fortschreitenden Verfettung der Leber: Primär wird eine alkoholische (AFL) von einer nicht-alkoholischen (NAFL) unterschieden. Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist in den letzten Jahren zunehmend von Interesse in den westlichen Industrienationen. Das Spektrum der Erkrankung reicht von der blanken Verfettung (Steatose), über die Entzündung (Steatohepatitis) bis zur Fibrose und Leberzirrhose sowie dem Leberkrebs (Hepatozelluläres Karcinom). Ein Zusammenhang zur ansteigenden Häufigkeit von Übergewicht und Fettleibigkeit in der Bevölkerung ist nicht zu übersehen. In Deutschland ist in etwa bei 10-20% der Bevölkerung von einer nicht-alkoholischen Verfettung der Leber auszugehen, mit steigender Tendenz. Bei Menschen mit Übergewicht und/oder Diabetes mellitus ist von einer deutlich höheren Erkrankungsrate auszugehen.

Über die Verfettung in den Leberzellen (Hepatozyten) können Entzündungsprozesse in der Leber ausgelöst werden. In diesem Fall spricht man von einer nicht-alkoholischen Fettleberhepatitis (NASH). Ein andauernder Entzündungsprozess bei NASH erhöht das Risiko einer chronischen Leberschädigung im Sinne einer Vernarbung (Fibrosierung) bis hin zur Leberzirrhose und den damit verbundenen Risiken und Komplikationen. In Deutschland sind davon zwei bis drei Prozent der Bevölkerung betroffen. Bei Übergewicht steigt das Erkrankungsrisiko erheblich an.

„Mit Erschrecken müssen wir feststellen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene eine Fettleber entwickeln und auch Normalgewichtige betroffen sind“ so Dr. Klaus J. Schmidt von der Universitätsklinik Lübeck. Der Arzt warnt: „Die Leber leidet nicht allein unter der Verfettung, der gesamte Organismus wird über die Zeit in Mitleidenschaft gezogen und das Risiko, an einer Herzkreislauferkrankung, Leberzirrhose oder Leberkrebs zu erkranken, steigt“. Derzeit steht keine etablierte medikamentöse Therapie der NASH zur Verfügung. Sinnvoll ist aber eine effektive medikamentöse Therapie von zusätzlichen Erkrankungen wie zum Beispiel Optimierung des Blutzuckers und des Blutdruckes. Des weiteren können Patienten über eine Umstellung der Lebensgewohnheiten mittels Gewichtsreduktion, Steigerung der körperlichen Aktivität und Anpassung der Ernährung den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.

EHEC: Erfolgreiches Therapiekonzept an Lübecker Universitätsklinik

63 Patienten aus dem Großraum Lübeck sind im Jahr 2011 in der Lübecker Universitätsklinik behandelt worden. Viele von ihnen waren von der lebensbedrohlichen Komplikation HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) betroffen. Als eine von vier norddeutschen Universitätskliniken entschloss man sich gemeinsam zu einem mutigen Schritt als deutlich wurde, dass die Patienten die Erkrankung entweder nicht überleben, oder aber schwere neurologische bzw. Nierenschäden dauerhaft behalten könnten. Das Team um Professor Jürgen Steinhoff hat gut die Hälfte der Patienten mit dem damals für diese Erkrankung noch nicht zugelassenen Wirkstoff Eculizumab behandelt und sehr gute Therapieerfolge erzielt. „Befürchtet wurde, dass die Patienten nie wieder nierengesund werden und eine lebenslange Dialysepflicht bestehen bleibt. Dieses konnten wir zum Glück verhindern und mit wenigen Ausnahmen sind die Patienten heute wieder fast nierengesund,“ so Professor Steinhoff. „Damals ging es wirklich darum, alles zu unternehmen, damit die Patienten nicht sterben oder dauerhafte schwere Organschäden am Gehirn und den Nieren davontragen. Das ist uns und den anderen norddeutschen Zentren weitgehend gelungen.“

Die 1924 gegründete Gesellschaft beschäftigt sich traditionell mit einem breiten Themenspektrum aus allen Bereiche der Inneren Medizin. Seit Beginn fördert und unterstützt sie satzungsgemäß die wissenschaftliche Arbeit. Im Rahmen der Jahrestagungen werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen vorgestellt und diskutiert. Die Gesellschaft steht allen internistisch tätigen Ärzten aus Klinik und Praxis sowie denen in Ausbildung offen. Jüngere Kollegen werden durch den Ludolph-Brauer-Preis motiviert, sich Forschungsarbeiten im Bereich der Inneren Medizin zuzuwenden.

Nordwestdeutsche Gesellschaft für Innere Medizin (NWGIM)
Prof. Dr. med. Morten Schütt
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein/ Medizinische Klinik I/ Ratzeburger Allee 160
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