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Auto Verkehr Logistik

Elektroautos im Eigenheim: Schnell und sicher Strom laden

ELEKTRO+ beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Ladesysteme für E-Autos

Elektroautos im Eigenheim: Schnell und sicher Strom laden

(Bildquelle: @Elektro+)

Es entstehen immer mehr öffentliche Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge – aber wer ein solches Auto hat oder kaufen möchte, will davon unabhängig sein und es auch in der eigenen Garage oder dem Carport laden. Doch welche Möglichkeiten für eine Ladestation in den eigenen vier Wänden gibt es? Reicht nicht doch die her-kömmliche Steckdose? Die Initiative ELEKTRO+ beantwortet die wichtigsten Fragen zu Ladesystemen für Elektroautos im privaten Bereich.

Frage 1: Kann ich mein E-Auto an jeder Steckdose aufladen?
Grundsätzlich ist die elektrische Anlage in bestehenden Wohngebäuden auch für das Laden von Elektroautos geeignet. „Theoretisch lädt die Batterie eines Elektroautos im Lademodus 1, also an einer herkömmlichen 230V Schutzkontaktsteckdose auf, – vorausgesetzt der Ladestecker ist für diese Heimladung kompatibel“, erklärt Gregor Wille, Experte der Initiative ELEKTRO+. „Da diese Steckdose allerdings nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt ist, erfolgt die Ladung nur gedrosselt und der Ladevorgang kann acht bis zehn Stunden dauern, oder sogar mehr. Und bei manchen älteren Anlagen fehlt der notwendige Fehlerstromschutz. Besser ist da schon die Verwendung der speziellen Notladekabel der Autos für den Lademodus 2, da hier im Kabel Schutzeinrichtungen vorhanden sind“. Damit grundsätzlich keine Überlastung oder Kurzschlüsse entstehen können, sollte im Vorfeld ein Elektrofachmann im Rahmen des E-CHECK E-Mobilität die Elektroinstallation auf ihre Voraussetzung für das Laden von E-Autos überprüfen. In der Regel lässt sich die Anlage mit entsprechenden Modernisierungsmaßnahmen für das sichere und unbedenkliche Aufladen der Batterien fit machen, zum Beispiel durch Installation eines neuen, eigens für das Laden vorgesehenen Stromkreises sowie entsprechenden Schutzeinrichtungen gegen Überlast, elektrischen Schlag und Überspannung. Der Fachmann kann außerdem Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die Ladezeit auch im Lademodus 2 dann deutlich reduzieren lässt. Geschulte E-Mobilitätsfachbetriebe in der Nähe sind zu finden unter www.elektrobetrieb-finden.de.

Frage 2: Welche technischen Voraussetzungen müssen für eine Ladestation gegeben sein?
Für das sichere und schnelle Aufladen des E-Autos ist eine Wandladestation, auch Wallbox genannt, ideal. Diese kann direkt in der Garage, dem Carport oder am Stellplatz installiert werden. Die Batterien des Fahrzeugs sind aufgrund des hohen Ladestroms damit in ein bis zwei Stunden wieder einsatzbereit. Um die Hausinstallation vor Überlastung zu schützen, ist für eine Wallbox ein eigener Stromkreis erforderlich. Dazu muss ein ausreichend dimensioniertes Kabel vom Zählerschrank direkt zur Garage oder zum Carport verlegt werden. Jede Ladestation ist außerdem mit einem dafür geeigneten Fehlerstromschutzschalter (FI) sowie einem Leitungsschutzschalter (LS) im Stromkreisverteiler des Hauses abzusichern. Darüber hinaus sorgen Überspannungsschutzeinrichtungen, die zentral an der Stromeinspeisung des Gebäudes und zusätzlich direkt in der Ladestation nahe dem zu ladenden E-Auto installiert werden, für Sicherheit.

Auch wer noch kein Elektroauto besitzt, sollte bei einem Neubau bereits für die Zukunft vorsorgen und entsprechende Vorkehrungen für eine Ladeeinrichtung treffen. Wichtig sind beispielsweise ein zusätzlicher Zählerplatz sowie ein Elektroinstallationsrohr zwischen Hausstromkreisverteiler und Garage oder Carport, in das sich später unkompliziert die passende Stromleitung für eine Ladestation ziehen lässt. Praktisch ist außerdem ein weiteres Elektroinstallationsrohr für eine Datenleitung zur tarifabhängigen Steuerung der Ladestation.

Frage 3: Kann ich auch meinen selbstproduzierten Strom aus der Photovoltaikanlage zum Laden nutzen?
Über ein Energiemanagementsystem kann auch die Photovoltaikanlage auf dem Hausdach in das Ladesystem eingebunden werden. Dieses erkennt, wenn ein Überschuss aus der Photovoltaikanlage zur Verfügung steht und kann diesen direkt für die Ladung des Fahrzeugs bereitstellen. „Das lohnt sich gleich doppelt: Die Nutzung des selbstproduzierten Stroms ist kostenlos, gleichzeitig erhöht sich die Eigenverbrauchsquote der PV-Anlage“, so Gregor Wille. Kommt zusätzlich ein Stromspeicher zum Einsatz, ist das Aufladen auch zeitversetzt möglich.

Vertiefende Informationen zum Thema hat die Initiative ELEKTRO+ in der neuen Broschüre „Elektromobilität – Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden“ aufbereitet. Sie steht zum kostenfreien Download unter www.elektro-plus.com bereit.

Die Standards der Elektroausstattung in Wohngebäuden zu verbessern und Bauherren, Modernisierer und Architekten herstellerübergreifend über die Vorteile einer zukunftssicheren Elektroinstallation aufzuklären, ist zentrales Anliegen der Initiative ELEKTRO+ ( www.elektro-plus.com). Die Initiative vereint die Fachkompetenz führender Markenhersteller und Verbände der Elektrobranche.

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„eMobility-Scout“ und in-GmbH ebnen den Weg zur smarten Nutzung von Elektromobilität in Fahrzeugflotten

Forschungsprojekt fördert Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität

"eMobility-Scout" und in-GmbH ebnen den Weg zur smarten Nutzung von Elektromobilität in Fahrzeugflotten

in-GmbH engagiert sich für Elektromobiltät

Konstanz, 28. April 2016 – Elektromobilität im betrieblichen Alltag kann nur wirtschaftlich sein, wenn sie planbar und effizient ist: Dies ist die Intention des Forschungsprojektes „eMobility-Scout“. Das Konsortium entwickelt eine Cloud-basierte IT-Lösung für den Betrieb von E-Fahrzeugen und das Teilen der unternehmenseigenen Ladeinfrastruktur mit anderen Unternehmen. Die in-integrierte informationssysteme GmbH ( www.in-gmbh.de ) erstellt als Mitglied des Projektes die technologische Plattform zur Integration von Ladeinfrastrukturen und Elektrofahrzeugen in Verbindung mit der Einsatzplanung der Fahrzeugflotten und dem Energiemanagementsystem.

E-Mobilität bietet für Unternehmen hohe Effizienz- und Einsparpotenziale sowie die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle umzusetzen. In der Praxis gestaltet sich die Integration von Elektrofahrzeugen in den unternehmenseigenen Fuhrpark jedoch als große Herausforderung. Das Konsortium des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekts „eMobility-Scout“ entwickelt und erprobt seit Jahresbeginn Lösungen für die smarte und simple Umsetzung von Elektromobilität. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration von E-Fahrzeugen in bereits bestehende Flotten mittels einer ganzheitlichen Cloud-basierten Mobilitätsplattform.

Die geplante Lösung hat eine gezielte und gesteuerte Ladeinfrastruktur sowie eine ausgeklügelte Logistik zum Ziel. Sie stellt unter anderem Buchungsfunktionen bereit und dient der Einsatzoptimierung sowie dem intelligenten Energiemanagement. Das so genannte „eFleet Cockpit“ soll Unternehmen einen möglichst hohen Komfort bei der Handhabung von E-Fahrzeugen bieten. Zudem soll die offene Architektur die Möglichkeit zur Einbindung vorhandener IKT-Komponenten sicherstellen. Auch das Teilen der firmeneigenen Ladeinfrastruktur mit anderen Unternehmen wird dabei erforscht.

E-Fahrzeuge flott visualisiert, integriert, optimiert
Die Aufgabe der in-GmbH im Zuge des Projektes ist es, die Plattform zur Integration der Ladeinfrastrukturen und Elektrofahrzeuge in Verbindung mit der Einsatzplanung der Fahrzeugflotten und dem Energiemanagementsystem zu schaffen. Die komplexen Überwachungs-, Steuerungs- und Optimierungsvorgänge sollen unter anderem in einem Leitstand überwacht werden. Ein weiteres Ziel ist es, neue Betreiber- und Businessmodelle zu unterstützen.

Die in-GmbH bietet mit ihrem Produkt „sphinx open online“ Software-Komponenten und eine Cloud-fähige Plattform zur Visualisierung von Echtzeitdaten in 2D/3D sowie zur Anbindung beliebiger Datenquellen und weiteren digitalen Services. Durch die Integration verschiedener IT-Systeme entlang der Prozesskette, durchgängige Bedienoberflächen und Visualisierung von Echtzeitdaten werden komplexe Zusammenhänge transparent, Entscheidungen erleichtert sowie Abläufe optimiert und automatisiert.

Weitere Mitglieder des Projektes sind der Konsortialführer Carano Software Solutions, die TU Dresden und das Fraunhofer IAO. Anwendungspartner sind die BVG Berliner Verkehrsbetriebe. eMobility-Scout ist Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsprogramms „IKT EM III: Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen“. Mit diesem Programm fördert das BMWi bis Ende 2018 ausgewählte Projekte zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Elektromobilität.

Weitere Informationen unter http://www.emobilityscout.de/

Die 1989 gegründete in-integrierte informationssysteme GmbH mit Sitz in Konstanz ist auf die Geschäftsfelder „Managementleitsysteme und Mobile Solutions“ sowie „Collaborative Solutions und Business Apps“ spezialisiert.

Die in-GmbH entwickelt und vertreibt Software zum Einsatz in Managementsystemen und mobilen Apps. Mit der Produktlinie sphinx open stehen Softwarekomponenten und eine Cloud-fähige Plattform bereit, die das Internet der Dinge einfach und schnell sichtbar macht: mit Visualisierung in 2D/3D, Anbindung beliebiger Datenquellen und weiteren digitalen Services. Neben dem erfolgreichen Einsatz in zahlreichen Softwareprodukten von OEM-Kunden entstehen innovative IT-Lösungen für Industrie 4.0, zur Energieoptimierung und Elektromobilität.

Für international tätige Industrieunternehmen konzipiert und realisiert die in-GmbH zudem Kollaborations- und Kommunikationsplattformen (Collaborative Intranets) sowie Fachanwendungen zur Optimierung der standortübergreifenden Zusammenarbeit.

Namhafte Hersteller von Leitstands-Software, Anlagen- und Maschinenbauer, Anlagenbetreiber, IT-Abteilungen sowie Anbieter von mobilen Diensten zählen zum Kundenstamm. Weitere Informationen unter www.in-gmbh.de

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Tourismus Reisen

Mit dem E-Smart durch die Bayerische Toskana

Umweltfreundlich und entspannt urlauben im Hotel Antoniushof

Mit dem E-Smart durch die Bayerische Toskana

Der Smart electric steht Hotelgästen des Hotel Antoniushof zur Verfügung (Bildquelle: www.antoniushof.de)

Lautlos durch wunderschöne Landschaften gleiten. So sieht Urlaub in der Bayerischen Toskana aus. 89 Kommunen im Bayerischen Wald haben sich dem Projekt E-Wald angeschlossen und bieten ihren Gästen Elektroautos für den Urlaubsaufenthalt, eCarsharing und E-Bikes. Mit mehr als 150 Ladestationen in den Landkreisen Cham, Regen, Freyung-Grafenau, Deggendorf, Straubing und Passau verfügt die Region über eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Auch das Wellnesshotel Antoniushof in Ruhstorf a. d. Rott ist Partner von E-Wald.

Geräuschloses Fahrvergnügen
„Unsere Umwelt liegt uns am Herzen, denn zum Wohlfühlen gehört gerade bei uns in Bayern auch eine intakte Natur“, erklärt Geschäftsführerin Anette Sanladerer-Lorenz ihr Engagement für den Umweltschutz. Neben E-Bikes bietet das Hotel seinen Gästen ab sofort einen Elektro-Smart zum Ausleihen. Gegen eine geringe Tagesgebühr kann das Auto ohne Kilometerbegrenzung genutzt werden und die Kosten für die Aufladung übernimmt das Hotel. Eine gute Gelegenheit, das eigene Auto stehenzulassen und auf ökologisches Fahrververgnügen umzusteigen. Wer ganz ohne Auto anreisen möchte, wird vom Hotel Antoniushof am Bahnhof in Ruhstorf a. d. Rott abgeholt. So beginnt die Urlaubsentspannung schon mit der Anreise.

Der Smart electric sieht pfiffig aus und ist ganz einfach zu bedienen, wie ein herkömmliches Automatikfahrzeug. Die Reichweite beträgt ca. 120 km. „Getankt“ wird an den modernen Ladestationen von E-Wald, die im Bayerischen Wald flächendeckend vorhanden sind. Einfach mit dem persönlichen Chip identifizieren, das Ladekabel an die Ladestation anschließen und nach kurzer Zeit geht es wieder weiter mit dem entspannten Urlaubsfeeling.

Projekt E-Wald
E-Wald ist aus einem Forschungsprojekt der Hochschule Deggendorf entstanden. Mit Hilfe neu entwickelter intelligenter und integrierter Ladeinfrastruktur sowie innovativen Steuerungs- und Kommunkationskonzepten sollte der Nachweis geliefert werden, dass Elektromobilität im ländlichen Raum funktioniert. Inzwischen ist das niederbayerische Unternehmen E-Wald Deutschlands größter Systemanbieter für Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, die Benutzung von Elektrofahrzeugen in Zukunft zur Selbstverständlichkeit zu machen. Ladeinfrastruktur und Fahrzeuge von E-Wald zeichnet deshalb hohe Alltagstauglichkeit, Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit aus. Mit einem umfassenden Consulting Angebot liefert E-Wald Kommunen, Städten, Wirtschaftsbetrieben, Behörden u.v.m. individuelle Ideen und Umsetzungspläne für nachhaltige Mobilität.

Profil Hotel Antoniushof

Das Hotel Antoniushof in Ruhstorf a. d. Rott liegt inmitten der bayerischen Toskana in unmittelbarer Nähe von Passau und der Thermenregion. Das Haus mit heute 39 Zimmern befindet sich seit über 100 Jahren in Familienbesitz und wird von Anette Sanladerer-Lorenz in vierter Generation geführt. Schon 1969 baute die Familie ein Hallenbad und seit 1987 werden im Hotel verschiedene Wellnessanwendungen angeboten. 1993 entstand das großzügige Beauty- und Wellnesszentrum „Antonia“. Fitness- und Entspannungskurse wie Yoga, Pilates und Nordic Walking ergänzen das Wellnessprogramm. Spezialgebiet sind energetische Behandlungen aus aller Welt und seit 2012 auch Seminare für bewusstes Sein, persönliche Weiterentwicklung und Gesundheit.
Das Hotel Antoniushof wird seit mehreren Jahren regelmäßig vom Relax Guide ausgezeichnet. 2010 und 2011 wurde es von der Zeitschrift Vital zu den 180 besten SPA-Hotels und 250 besten SPA-Hotels in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol gezählt. Es gehört zu den Well-Vital Hotels – ausgezeichnete Hotels in Bayern.

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Erfolgreicher Feldtest und Abschluss des europäischen E-Mobilitätsprojekts Smart Vehicle to Grid Interface (SMARTV2G)

Das gleichzeitige Laden vieler E-Autos führt zu Netzüberlast bis hin zum Blackout. Aus diesem Grund besteht dringender Bedarf an einer intelligenten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt SMARTV2G wurde zur Lösung dieser komplexen Herausforderung entwickelt und nun erfolgreich mit der Systemintegration und einem Feldtest abgeschlossen.

Erfolgreicher Feldtest und Abschluss des europäischen E-Mobilitätsprojekts Smart Vehicle to Grid Interface (SMARTV2G)

München, 28. Mai 2014 PRESSEMITTEILUNG

Erfolgreicher Feldtest und Abschluss des europäischen E-Mobilitätsprojekts Smart Vehicle to Grid Interface (SMARTV2G)

Bis 2020 wird innerhalb der EU ein Bestand von über einer Million Elektrofahrzeugen (EV) prognostiziert. Einerseits erwarten die Fahrer länderübergreifend einen uneingeschränkten Zugang zu allen öffentlichen Ladestationen, andererseits führt das ungesteuerte und gleichzeitige Laden vieler E-Autos zu Netzüberlast bis hin zum Blackout. Aus diesem Grund besteht dringender Bedarf an einer EU-weiten intelligenten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Das im Rahmen des FP7 Programms der Europäischen Kommission geförderte Projekt Smart Vehicle to Grid Interface (SMARTV2G) wurde zur Lösung dieser komplexen Herausforderung entwickelt. Nun nach drei Jahren der Entwicklung wurde das Projekt erfolgreich mit der Systemintegration und einem Feldtest abgeschlossen.

Um die anspruchsvolle Zielsetzung der Europäischen Kommission zu erreichen, umfasst das SMARTV2G-Projekt eine Reihe hochkomplexer Elemente, die nahtlos und sicher miteinander interagieren müssen.

Das SMARTV2G-Kontrollzentrum (SMARTV2G Control Centre) dient als zentrale Steuerungseinheit der intelligenten Ladeinfrastruktur. Das Kontrollzentrum verteilt Steuerkommandos und Ladezeitpläne sowohl an die einzelnen Ladestationen als auch an die Elektrofahrzeuge. Somit haben diese innerhalb des Netzes und des Lademanagements eine rein ausführende Rolle, indem sie die Ladeanweisungen seitens des Kontrollzentrums befolgen. Das SMARTV2G-Kontrollzentrum muss basierend auf den Reservierungen an den Ladestationen ständig die damit verbundenen Energieanfragen intelligent koordinieren. Dabei ist es in der Lage, mit allen beteiligten Akteuren zu kommunizieren um Spannungslevel und Stromqualität zu überwachen und die benötigte Ladeenergie am Strommarkt einzukaufen.

SMARTV2G bietet zusätzliche Funktionen, wie eine Prognose des zu erwartenden Ladestrombedarfs, die Abschätzung der Netzverfügbarkeit bei Ladeanfragen sowie ein optimales Management der Ladestationen abhängig von der Nachfragesteuerung aufgrund von Nutzerpräferenzen (Demand Side Management – DSM). Darüber hinaus bietet das System den Fahrzeugbesitzern verschiedene Dienste, wie die Möglichkeit Ladestationen zu buchen, eine Reichweitenabschätzung für E-Autos sowie einen Ladestationsfinder verbunden mit einem Routenplaner.

SMARTV2G umfasst sowohl intelligente Wechselstromladestationen (AC Smart Charging Stations) als auch Gleichstromschnellladestationen (Fast DC Charging Stations). Beide Ladestationstypen nutzen den neuen IEC 15118 Kommunikationsstandard, in dem die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladestation definiert ist. Erst durch die Einführung dieses Standards konnten die geforderten Funktionen und Dienste im vollen Umfang realisiert werden. Eines der wichtigsten Ziele von SMARTV2G ist die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens, was in der SMARTV2G-Gleichstromschnellladestation realisiert ist. Darüber hinaus ermöglicht sie die Interoperabilität zwischen den unterschiedlichen EU-Standards IEC 62196-3 Type 2 Combo und IEC 62196-3 Yazaki DC (Compatible CHAdeMO).

Da für die Labortests noch kein Elektrofahrzeug verfügbar war das bereits den IEC 15118 Standard unterstützt, wurde die fahrzeugseitige Kommunikation durch einen E-Fahrzeugemulator simuliert. Netzseitig sind in den SMARTV2G-Ladestationen die Sicherheitsfunktionen für Energiemanagement durch den IEC 61851 Standard erweitert worden, was auch die Verwendung unterschiedlicher Steckertypen und Lademodi ermöglicht.

„Aufgrund seiner hohen Komplexität war es für uns wichtig, das gesamte SMARTV2G-System umfassend zu testen,“ erklärt der Projektkoordinator, Sixto Santonja Hernández von ITE Energy Technology Institute in Valencia. „Dafür haben wir ein Testkonzept für alle denkbaren Anwenderszenarien im Laborumfeld als auch für den Feldtest unter realen Bedingungen entwickelt. Darüber hinaus haben wir diese Tests sowohl in Valencia in Spanien, als auch in Ljubljana in Slowenien durchgeführt.“

Bei den Tests wurden drei unterschiedliche Aspekte des SMARTV2G-Systems analysiert:

1. Ein Test des Kommunikationsnetzes zwischen allen Subsystemen von SMARTV2G. Jedes Subsystem war bereits davor im Rahmen des jeweiligen Arbeitspakets validiert worden, nun ging es darum, die Interoperabilität und Systemintegration zu überprüfen.

2. Algorithmen spielen eine wichtige Rolle innerhalb des SMARTV2G-Systems. Sie sind verantwortlich für das Management eines kompletten Netzwerks aus Ladestationen. Hierzu umfasste der Test Algorithmen wie sie bei der Prognose des zu erwartenden Ladestrombedarfs verwendet werden, als auch Algorithmen für die Abschätzung der Netzverfügbarkeit, für ein optimales Management der Ladestationen abhängig von der Nachfragesteuerung sowie für die Reichweitenabschätzung von E-Autos.

3. Security und Safety Funktionen sind von wesentliche Bedeutung für das SMARTV2G-System, da hier mit hohen Ladeströmen und sensiblen Nutzerdaten gearbeitet wird. Daher wurden die wichtigen Security und Safety Richtlinien daraufhin getestet, ob die entsprechenden Securityprotokolle auch bei verschiedenen Ladeszenarien noch funktionsfähig sind. Alle relevanten Bereiche von SMARTV2G wurden getestet: Anwender an der Ladestation, Anwender mit dem E-Auto unterwegs, Anwenderzugriff über das Internet, Sicherheitsrichtlinien beim Umgang mit den Wechselstrom- und Gleichstromschnellladestationen sowie Analyse des intelligenten Netzes.

Alle vom SMARTV2G-Projekt erwarteten Funktionalitäten haben erfolgreich den Feldtest bestanden. Die meisten davon mit hervorragenden Ergebnissen. Nur in einigen wenigen Fällen waren die Testergebnisse lediglich akzeptabel, was jedoch wertvolle Anstöße für Verbesserungen geliefert hat. Die kompletten Testberichte können auf der Projekthomepage unter folgender Adresse eingesehen werden: www.smartv2g.eu/deliverables.html.
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Das Smart Vehicle-to-Grid Interface Project (SmartV2G) wird durch das siebte Rahmenprogramm (ICT for fully electric vehicles) der Europäischen Kommission gefördert. Gesamtkosten: 3,27 Millionen Euro, EU Anteil: 2,52 Millionen Euro, Projektlaufzeit: Juni 2011 bis Mai 2014. Das Projektkonsortium besteht aus Partnern aus mehreren Europäischen Ländern: Spanien (ITE Instituto Tecnologico de la Energía und CIT Development S.L), Slowenien (Etrel und Elektro Ljubljana d.d), Italien (Sapienza Universita di Roma) und Deutschland (Fraunhofer ESK und Technomar GmbH).

Kontakt: Andreas Varesi, Technomar GmbH, Telefon +49 89 4198 418 23, a.varesi@technomar.de,
Widenmayerstr. 46 a, 80538 München, www.smartv2g.eu
Bildquelle:kein externes Copyright

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Auto Verkehr Logistik

Einmal aufladen bitte – im Hotel!

Mövenpick Hotel Berlin bereitet sich auf massive Nachfrage nach Elektromobilitäts-Dienstleistungen vor.

Einmal aufladen bitte - im Hotel!

auf dem Foto v.l.n.r.: Egbert Hünewaldt (Leitung B2B Taskforce, CITROËN MULTICITY B2B), Frank Hörl (General Manager, Mövenpick Hotel Berlin), Christian Guhl, Geschäftsführender Gesellschafter SCIUS Consulting GmbH) freuen sich über die gemeinsame Studie

Rund 6.400 Elektroautos sind in Deutschland bereits unterwegs. Bis 2020 sollen es laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mindestens eine Million werden. Das Mövenpick Hotel Berlin setzt verstärkt auf das Thema und startet im 2. Quartal 2014 eine Studie zur umfassenden Ausgestaltung von tragfähigen Geschäftsmodellen für Elektromobilitäts-Dienstleistungen in Hotels. Gut gestaltet sind diese zukünftig ein Differenzierungsmerkmal und können Zusatzerträge generieren. Das Mövenpick Hotel Berlin im historischen Siemens-Gebäude bereitet sich systematisch auf die stark steigende Nachfrage nach Elektromobilitäts-Dienstleistungen vor, die durch reine Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Die Studie soll im Juli 2014 veröffentlicht werden.

Für den Hotelgast wird so auf Basis ausgereifter Technologie, weitgehend automatisierter Abläufe und komfortabler Zusatzdienste (Reservierungs-Apps) das Laden des eigenen Elektrofahrzeugs zu einem selbstverständlichen, nahtlos integrierten Bestandteil des Hotel-Erlebnisses. Für den Hotelier ist wichtig, dass bestehende Arbeitsabläufe nicht gestört werden und die Kosten der zusätzlichen Aktivitäten durch die hohe Automatisierung und IT-Integration minimal sind.

Aus dem E-Mobilitäts-Baukasten der SCIUS Consulting werden die für das Mövenpick Hotel Berlin passenden Module ausgewählt, in einem Kosten-Nutzen-Vergleich bewertet und in einem Organisationshandbuch und Lastenheften umsetzungsreif beschrieben.

Der Direktor des Hauses, Frank Hörl, und sein Team sind sich als Gastgeber in der am schnellsten wachsenden Metropole in Europa ihrer Verantwortung für Nachhaltigkeit bewusst und wollen schon frühzeitig die Prozesse für den Gast gestalten. So ist Hörl überzeugt, dass „die Hotellerie in Berlin zukünftig ein wichtiger Katalysator und Wegbereiter für den Durchbruch der E-Mobilität sein wird.“

Bildrechte: Mövenpick Hotel Berlin Bildquelle:Mövenpick Hotel Berlin

SCIUS Consulting ist die Managementberatung mit dem Branchenfokus auf Energiewirtschaft und Elektromobilität mit Sitz in Berlin. SCIUS-Berater unterstützen seit 2009 Energieversorger, Fahrzeughersteller und Infrastrukturbetreiber in Fragen der Elektromobilität. SCIUS entwickelt Strategien und setzt sie in der Organisation, den Prozessen und der IT des Kunden um.

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