Tag Archives: Kündigungsschutzklage

Politik Recht Gesellschaft

Warum Arbeitsrechtler vor Aufhebungsverträgen warnen

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Warum Arbeitsrechtler vor Aufhebungsverträgen warnen

Fachanwalt Bredereck

Immer wieder bieten Arbeitgeber Aufhebungsverträge an; immer wieder setzen Arbeitnehmer ihre Unterschrift darunter, ohne sich vorher von einem Arbeitsrechtler Rat geholt zu haben. Warum das so ist, und warum man vor Aufhebungsverträgen nur warnen kann, erklärt Arbeitsrechtler und Kündigungsschutzexperte Alexander Bredereck.

Warum unterschreiben Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag? Häufig werden sie unter Druck gesetzt von ihren Arbeitgebern. Ihnen wird gesagt, sie müssten den Aufhebungsvertrag unterschrieben, da sie sonst die Kündigung riskieren würden. Manch ein Arbeitgeber droht offen mit einer fristlosen Kündigung. Andere gehen subtiler vor, legen nahe, dass der Arbeitsplatz nicht sicher sei. Regelmäßig preisen Arbeitgeber die Abfindung und suggerieren, dass der Arbeitnehmer nie mehr eine so gute Chance auf eine Abfindung haben werde. Viele Arbeitnehmer fühlen sich eingeschüchtert, fürchten um ihren Ruf, haben Angst vor der fristlosen oder verhaltensbedingten Kündigung. Manch einer glaubt dem Arbeitgeber, dass dies die einzige Chance auf eine Abfindung sei.

Auf einen Nenner gebracht ist das alles meistens: falsch! Richtig ist: Regelmäßig bieten Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag an, grade weil sie befürchten, dass sie mit einer fristlosen, verhaltensbedingten oder betriebsbedingten Kündigung vor dem Arbeitsgericht baden gehen. Und dass sie den Arbeitnehmer nach verlorener Kündigungsschutzklage wieder einstellen müssen und eine Menge Geld verlieren, weil sie dann viele Monatsgehälter und Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen müssen. Lieber bieten sie einen Aufhebungsvertrag an und hoffen, dass der Arbeitnehmer das Angebot annimmt und freiwillig auf seinen Arbeitsplatz verzichtet.

Der Arbeitnehmer verzichtet mit dem Aufhebungsvertrag nicht nur auf seinen Arbeitsplatz. Er verzichtet, sich gegen den Arbeitsplatzverlust vor dem Arbeitsgericht zu wehren! Er verzichtet auf eine Kündigungsschutzklage und auf die Chance, vor dem Arbeitsgericht einen Abfindungsvergleich zu schließen, der regelmäßig eine deutlich höhere Abfindung mit sich bringt, als ein Aufhebungsvertrag.

Weiterer Nachteil eines Aufhebungsvertrages: Die Sperrzeit auf den Bezug des Arbeitslosengeldes. Mit einem Aufhebungsvertrag handelt sich der Arbeitnehmer regelmäßig eine Sperrzeit auf das Arbeitslosengeld ein. Das muss der Arbeitnehmer immer berücksichtigen, wenn er überlegt, ob sich die Abfindungssumme lohnt. Will der Arbeitnehmer sicher gehen, sein volles Arbeitslosengeld zu bekommen, muss er regelmäßig Kündigungsschutzklage einreichen gegen die vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung und vor dem Arbeitsgericht einen gerichtlich protokollierten Abfindungsvergleich erwirken.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

04.06.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Arbeitsgericht: Gerichtsstand für Ryanair-Kündigungen ist Deutschland

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Arbeitsgericht: Gerichtsstand für Ryanair-Kündigungen ist Deutschland

Fachanwalt Bredereck

Das Arbeitsgericht Freiburg hat sich für eine Kündigungsschutzklage eines Ryanair-Flugbegleiters für zuständig erklärt. Das berichtet das Luftfahrtportal Aero.de am 24.05.2018 unter Berufung auf einen Sprecher der Kabinengewerkschaft ufo. Warum diese Entscheidung für die Mitarbeiter der irischen Fluglinie so wichtig ist, erklärt Arbeitsrechtler und Kündigungsschutzexperte Alexander Bredereck.

Erstmals entscheidet dem Medienbericht zufolge ein deutsches Arbeitsgericht über eine Kündigungsschutzklage eines in Deutschland eingesetzten Ryanair-Mitarbeiters. Das ist nicht selbstverständlich, denn bislang konnten sie nur nach irischem Recht gegen eine Kündigung vorgehen, so das Luftfahrportal.

Aero berichtet, dass Ryanair umgehend angekündigt hat, sich gegen die Freiburger Entscheidung vor dem Landesarbeitsgericht wehren zu wollen. In der Tat steht für den irischen Billigflieger durchaus etwas auf dem Spiel, sollte sich in der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit die Auffassung des Arbeitsgerichts Freiburg durchsetzen. Ryanair-Arbeitnehmer würden dann von den Kündigungsschutzvorschriften des deutschen Arbeitsrechts profitieren können und von der Arbeitnehmerfreundlichkeit deutscher Arbeitsgerichte.

Arbeitnehmer-Tipp vom Arbeitsrechtler: Jeder Ryanair-Arbeitnehmer sollte den Fall verfolgen und sich auch merken, wie das Landesarbeitsgericht die Zuständigkeit beurteilt. Beachten Sie bitte, dass man in der Bundesrepublik nur drei Wochen Zeit hat für eine Kündigungsschutzklage. Wer diese Dreiwochenfrist versäumt, hat kaum noch Chancen, gegen die Kündigung vorzugehen oder eine hohe Abfindung zu verhandeln. Nur mit einer Kündigungsschutzklage kann man die Kündigung erfolgreich angreifen!

Ryanair-Mitarbeiter, die eine Kündigung erhalten haben, erhalten von mir eine kostenlose und unverbindliche Einschätzung ihrer Klagechancen vor einem deutschen Arbeitsgericht. Eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung gebe ich auch im Fall eines Aufhebungsvertrages oder Abfindungsangebots. Auf Ihren Anruf in meiner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht und auf ein Gespräch mit Ihnen freue ich mich!

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

27.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.d

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Arbeitsplatzabbau bei Opel (PSA)? Tipps zum Thema Aufhebungsvertrag

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Arbeitsplatzabbau bei Opel (PSA)? Tipps zum Thema Aufhebungsvertrag

Fachanwalt Bredereck

Am Standort von Opel (PSA) in Eisenach soll die Belegschaft schrumpfen, von 1800 auf rund 1000 Mitarbeiter. Das berichtet die dpa unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Wie kann Opel die Stellen abbauen? Eine Möglichkeit: mit Aufhebungsverträgen. Was Arbeitnehmer bei Aufhebungsverträgen beachten müssen, erklärt Arbeitsrechtler und Kündigungsschutz-Experte Alexander Bredereck.

Erstens, keine Sperrzeit riskieren! Jeder Arbeitnehmer, der einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, muss wissen, dass er sich dadurch eine Sperrzeit auf den Bezug seines Arbeitslosengeldes einhandeln kann. Schließlich hat er mit dem Aufhebungsvertrag an seiner Arbeitslosigkeit „mitgewirkt“, was Grundlage ist für eine Sperre des Arbeitslosengeldes, die bis zu 12 Wochen andauern kann, in Einzelfällen sogar länger. Wer sichergehen will, dass er sein volles Arbeitslosengeld erhält, darf seinen Arbeitsplatz regelmäßig nicht freiwillig aufgeben.

Wie sichert man sich Abfindung und Arbeitslosengeld? Grundsätzlich gilt: Nur, wer sich gegen seine Kündigung wehrt vor dem Arbeitsgericht mit einer Kündigungsschutzklage, und: Nur, wer dann vor dem Arbeitsgericht mit seinem alten Arbeitgeber einen gerichtlich protokollierten Abfindungsvergleich schließt, der regelmäßig ausschließt, dass die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt. Angewiesen hat das die Bundesagentur für Arbeit in einer internen Weisung an ihre Sachbearbeiter. Bei einem Aufhebungsvertrag hat der Sachbearbeiter regelmäßig einen gewissen Spielraum, je nach Fall unterschiedlich zu entscheiden. Bei einem Aufhebungsvertrag kann der Arbeitnehmer die Sperrzeit nie mit Sicherheit ausschließen.

Was kann man Opel-Mitarbeitern jetzt raten? Überprüfen Sie den Aufhebungsvertrag, falls er Ihnen angeboten wird, zuerst mit einem Experten. Überzeugen Sie sich davon, dass Sie mit dem Aufhebungsvertrag gut fahren. Vielleicht lohnt sich der Aufhebungsvertrag trotz der Sperrzeit, die drohen könnte. Gehen Sie sicher, dass arbeitsvertragliche Nebenansprüche ausreichend berücksichtigt werden und dass man keine Ansprüche, die Ihnen aufgrund Ihres Arbeitsverhältnisses zustehen, auslässt. Vergessen Sie das Zeugnis nicht! Das Zeugnis sollte mindestens die Note „gut“, besser noch ein „sehr gut“ widerspiegeln.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

15.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs: Ist die Abmahnung entbehrlich?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs: Ist die Abmahnung entbehrlich?

Fachanwalt Bredereck

Wer seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt, riskiert die verhaltensbedingte Kündigung. Allerdings muss der Arbeitgeber ein arbeitsvertragliches Fehlverhalten grundsätzlich erst einmal abmahnen. Erst, wenn der Arbeitnehmer seine Pflichtverletzung wiederholt, kommt die Kündigung infrage, frei nach dem Motto: Zuerst verdient jeder eine zweite Chance. Manche Pflichtverletzungen wiegen aber für die Arbeitsgerichte so schwer, dass bei einer verhaltensbedingten Kündigung ausnahmsweise keine Abmahnung erforderlich ist, so wie bisweilen beim Arbeitszeitbetrug.

Deutlich wird das in folgendem Fall: Ein Mitarbeiter erfasste seine Arbeitszeiten nicht wahrheitsgemäß, dafür kündigte ihm sein Arbeitgeber verhaltensbedingt ohne vorherige Abmahnung. Der Arbeitgeber durfte das und er musste nicht vorher abmahnen, so urteilte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen 4 Sa 12/17). Die Arbeitsrichter sahen den Arbeitszeitbetrug des Arbeitnehmers als erwiesen an und beurteilten ihn als „schweren Misstrauensbruch“. In Worten des Landesarbeitsgerichts: Das „für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses notwendige Vertrauen“ des Arbeitgebers „in die Redlichkeit“ seines Mitarbeiters war durch die fehlerhafte Dokumentation der Arbeitszeit „zerstört“. Schwerpunkt des Vorwurfs: Der Mitarbeiter hat eine Arbeitszeit bis 07:00 Uhr eingetragen, obwohl er bereits um 05:30 Uhr nach Hause gegangen ist.

Das Urteil zeigt: Jeder Arbeitnehmer ist gut beraten, seine Arbeitszeiten korrekt zu dokumentieren. Wer einen wissentlichen Arbeitszeitbetrug begeht, erhält regelmäßig statt der „letzten Chance“ die verhaltensbedingte Kündigung. Allerdings muss der Arbeitgeber den Arbeitszeitbetrug und die Fehlerhaftigkeit der Arbeitszeitkonten glaubhaft machen und beweisen – daran scheitern viele Arbeitgeber vor Gericht.

Doch bei weitem nicht alle, wie das Rheinland-Pfälzische Urteil zeigt. Und: Nicht selten ist der Arbeitszeitbetrug der letzte Anker, den Arbeitgeber vor Gericht werfen, um einem in Ungnade gefallenen Arbeitnehmer, der ansonsten tadellos arbeitet, doch noch kündigen zu können. Die Arbeitsgerichte schauen sehr genau hin, ob es sich wirklich um einen Arbeitszeitbetrug handelt, der geeignet ist, das Vertrauen der Arbeitsvertragsparteien schwer und nachhaltig zu belasten. Falls ja, können Arbeitnehmer durchaus mit ihrer Kündigungsschutzklage auf Grund gehen.

In dem vom Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschiedenen Fall war der Arbeitszeitbetrug eindeutig. „Mildernde Umstände“, wie ein Auf- oder Abrunden der Arbeitszeit lagen nicht vor, oder das Tolerieren früherer Verstöße durch den Arbeitgeber. Und der Arbeitnehmer verhedderte sich in Widersprüchen, lieferte für die Unstimmigkeit bei den Arbeitszeiten eine andere Erklärung vor dem Arbeitsgericht, als vor dem Landesarbeitsgericht.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Wirft man Ihnen Arbeitszeitbetrug vor? Wirft man Ihnen zu Unrecht ein arbeitsvertragliches Fehlverhalten vor? Unter Umständen kann es sich lohnen, Kündigungsschutzklage einzureichen und vor dem Arbeitsgericht für die Wiedereinstellung oder für eine hohe Abfindung zu kämpfen.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag? Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

15.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Kündigung wegen Krankheit: Worauf Arbeitnehmer achten müssen

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigung wegen Krankheit: Worauf Arbeitnehmer achten müssen

Fachanwalt Bredereck

Sich rechtzeitig krankmelden, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung rechtzeitig und nachweisbar an den Arbeitgeber schicken, und auf sozialen Medien keine Zweifel am eigenen Gesundheitszustand säen – darauf muss der Arbeitnehmer achten, wenn er im Fall einer Krankheit die Kündigung vermeiden will. Warum diese Punkte für Arbeitnehmer so wichtig sind, erklärt Arbeitsrechtler und Kündigungsschutz-Experte Alexander Bredereck.

Häufig verwechseln Arbeitnehmer die Pflicht, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb einer bestimmten Frist an den Arbeitgeber zu schicken, mit der arbeitsvertraglichen Pflicht, sich beim Arbeitgeber krank zu melden. Grundsätzlich gilt nämlich: Jeder Arbeitnehmer muss sich unverzüglich beim Arbeitgeber krankmelden. Das heißt: In dem Moment, in dem man merkt, dass man es wegen Krankheit nicht zur Arbeit schafft, muss man den Arbeitgeber davon in Kenntnis setzen. Wer nachts krank wird, muss morgens früh bei seinem Chef anrufen und ihm das sagen.

Manch ein Arbeitnehmer ruft erst am Nachmittag beim Chef an. Das ist regelmäßig zu spät: Wer sich so lange Zeit lässt mit der Krankmeldung, begeht regelmäßig einen arbeitsvertraglichen Pflichtverstoß, für den es eine Abmahnung geben kann. Passiert das häufiger, kann man dafür die verhaltensbedingte Kündigung bekommen.

Daneben hat der Arbeitnehmer regelmäßig die im Arbeitsvertrag festgelegte Pflicht, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Post an den Arbeitgeber zu senden, meistens innerhalb einer Frist von 3 Tagen. Worauf müssen Arbeitnehmer hier achten? Im Zweifel muss der Nachweis gelingen, dass man die Bescheinigung rechtzeitig abgeschickt hat. Das gelingt regelmäßig, wenn man sie einscannt und auch per Mailanhang an den Arbeitgeber sendet. Dann wirkt es glaubwürdig, dass man die Bescheinigung auch bei der Post als Original aufgegeben hat. Noch sicherer fährt, wer darüber hinaus einen Zeugen dafür hat, dass man die Bescheinigung eingetütet und zur Post gebracht hat.

Warnen kann ich nur davor, während einer Krankheit auf Facebook oder Instagram aktiv zu sein. Wer alte Urlaubsfotos oder Partyfotos postet, während er krankgeschrieben ist, riskiert, von Arbeitskollegen angeschwärzt zu werden. Mit Bildern, auf denen ein kranker Arbeitnehmer putzmunter und fit in die Kamera lächelt, macht man sich beim Arbeitgeber und bei seinen Kollegen nicht beliebt. Solche Posts schaden dem Arbeitnehmer auch bei einer späteren Kündigungsschutzklage. Arbeitgeber, die man verklagt, durchforsten das Netz akribisch nach belastenden Äußerungen oder Aktivitäten des Arbeitnehmers.

Wer eine Kündigung erhalten hat, sollte sich schnellstmöglich bei einem Experten nach den Chancen einer Kündigungsschutzklage erkundigen. Rufen Sie mich gern an: Kostenlos und unverbindlich spreche ich mit Ihnen über die beste Vorgehensweise nach Ihrer Kündigung. Erfahren Sie, ob sich eine Kündigungsschutzklage für Sie lohnt!

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

15.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Stellenabbau bei der Deutschen Bank: Tipps vom Anwalt für Arbeitsrecht

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Stellenabbau bei der Deutschen Bank: Tipps vom Anwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt Bredereck

Die Deutsche Bank plant in den nächsten vier Jahren den Abbau von 6000 Arbeitsplätzen im Privat- und Firmenkundengeschäft. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) online am 24.05.2018. Grund für den Stellenabbau sei die Verschmelzung des Filialnetzes von Postbank und Deutscher Bank. Anwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck gibt Tipps für Deutsche Bank-Mitarbeiter für den Fall von betriebsbedingten Kündigungen und Aufhebungsverträgen.

Die FAZ erwähnt nicht, wie das deutsche Geldinstitut die Arbeitsplätze abbauen will, und ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Allerdings: Bei einem Arbeitsplatzabbau bieten die Unternehmen den Arbeitnehmern regelmäßig Abfindungen an, beispielsweise als Teil eines Sozialplans oder in individuellen Aufhebungsverträgen. Jeder Arbeitnehmer sollte die folgenden Tipps beachten:

1.) Besprechen Sie jedes Abfindungsangebot umgehend mit einem erfahrenen Arbeitsrechtler, der sich auf Kündigungsschutzrecht und Abfindungsverhandlungen spezialisiert hat.

2.) Warten Sie mit Ihrer Unterschrift, bis Sie den Experten-Rat eingeholt haben. Einer Abfindungsvereinbarung sollte ein Arbeitnehmer nur zustimmen, wenn er sie mit Hilfe eines Experten hinterfragt hat und mit ihr wirklich zufrieden ist. Man sollte nicht nur mit der Abfindungssumme einverstanden sein; die Vereinbarung sollte auch Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis umfassen, beispielsweise Ansprüche wegen Urlaubs, Überstunden, Prämien, Boni, Sonderzahlungen, Sachleistungen etc.

3.) Im Fall einer betriebsbedingten Kündigung sollten Sie noch am selben oder spätestens am nächsten Tag einen Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht anrufen und mit ihm so schnell, wie möglich die Chancen einer Kündigungsschutzklage besprechen.

4.) Denken Sie an die Fristen des Arbeitsrechts! Nach dem Zugang des Kündigungsschreibens beginnen arbeitsrechtliche Fristen, beispielsweise die Dreiwochenfrist für eine Kündigungsschutzklage. Wer seine Kündigungsschutzklage gewinnen, oder eine hohe Abfindung erreichen will, muss innerhalb einer von drei Wochen Klage vor dem Arbeitsgericht einreichen. Sie gehen regelmäßig sicher, alle Fristen einzuhalten, wenn Sie am Tag ihrer Kündigung bei einem Anwalt für Arbeitsrecht anrufen und ihm den Fall schildern.

5.) Halten Sie Ihre arbeitsrechtlichen Pflichten besonders genau ein. Arbeitgeber urteilen über das Verhalten ihrer Arbeitnehmer regelmäßig besonders streng, wenn sie Arbeitsplätze abbauen. Geben Sie Ihrem Arbeitgeber keinen Grund für eine verhaltensbedingte oder fristlose Kündigung!

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

27.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Kündigungen bei ES Automobilguss Schönheide: Lohnt sich die Klage vor dem Arbeitsgericht?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigungen bei ES Automobilguss Schönheide: Lohnt sich die Klage vor dem Arbeitsgericht?

Fachanwalt Bredereck

Der sächsische Automobilzulieferer ES Automobilguss hat einem Teil seiner Belegschaft in der Woche zwischen dem 18. und 25. Mai 2018 betriebsbedingt gekündigt. Das berichtet die Lokalzeitung Freie Presse online am 25.05.2018. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer sei von einem Stellenabbau betroffen. ES Automobilguss habe einen Sozialplan angeboten und die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Was ist den betroffenen Mitarbeitern zu raten?

Finden Sie heraus, ob sich eine Kündigungsschutzklage für Sie lohnt! Mitarbeiter, die von AS Automobilguss bereits ein Kündigungsschreiben erhalten haben, sollten sich schnell erkundigen: Ist das Abfindungsangebot im Sozialplan angemessen? Kann ich meinen Job mit einer Kündigungsschutzklage retten? Ist eine höhere Abfindung möglich?

Es bleibt nicht viel Zeit, diese Fragen zu klären. Denn für eine Kündigungsschutzklage hat der Arbeitnehmer nur drei Wochen Zeit, gerechnet ab Zugang des Kündigungsschreibens. Dem Pressebericht zufolge müsste die Klagefrist für die gekündigten Mitarbeiter von AS Automobilguss in der ersten Junihälfte ablaufen, je nach dem, wann das Schreiben zugegangen ist.

Wer die Dreiwochenfrist versäumt, hat kaum noch eine Chance, seinen Arbeitsplatz zu retten. Wer hingegen um seinen Job kämpft und rechtzeitig Klage einreicht, kann sich womöglich wieder auf seinen alten Arbeitsplatz zurückklagen. Regelmäßig verstoßen Arbeitgeber mit ihren betriebsbedingten Kündigungen gegen die Vorgaben des Arbeitsrechts, beispielsweise des Kündigungsschutzgesetzes. Missachtet der Arbeitgeber etwa die Kriterien der Sozialauswahl, sind die Klagechancen regelmäßig sehr gut, wie auch die Chancen auf eine höhere Abfindung.

Gekündigte Mitarbeiter von AS Automobilguss sollten noch heute einen Anwalt anrufen, wenn sie nicht schon anwaltlich beraten werden. Mich können Sie gern in meiner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht anrufen. Kostenlos und unverbindlich beurteile ich Ihre Klagechancen in einer telefonischen Ersteinschätzung; ich sage Ihnen auch, welche Abfindung in Ihrem Fall realistisch ist. Auf Ihren Anruf und auf das Gespräch mit Ihnen freue ich mich!

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

27.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Kündigungsschutzklage: Aussichten für Arbeitnehmer

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigungsschutzklage: Aussichten für Arbeitnehmer

Fachanwalt Bredereck

Nach einer Kündigung haben manche Arbeitnehmer Angst, zum Anwalt zu gehen und sich gegen die Kündigung zu wehren. Warum das falsch ist und warum der Arbeitnehmer stattdessen wehrhaft für sein Recht einstehen sollte, erklärt Arbeitsrechtler und Kündigungsschutz-Experte Alexander Bredereck.

Arbeitgeber denken in der Regel wirtschaftlich: Wenn im Team etwas schief läuft oder die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gefährdet ist, greift man schnell zur Kündigung als „Allheilmittel“. Das Unternehmen soll dadurch „schlanker“ werden und „effizienter“. Manch ein Chef will sich die Kosten einer Supervision oder einer Konfliktberatung sparen. Auch strukturelle Missstände will man manchmal lieber nicht angehen. Da ist der Rauswurf, die Kündigung eines missliebigen Mitarbeiters oft die kostengünstige Lösung, jedenfalls kurzfristig.

Arbeitnehmern fällt es häufig nicht so leicht, rein wirtschaftlich zu denken. Viele Mitarbeiter hängen an ihrem Unternehmen, da haben sich Loyalitäten aufgebaut, die auch nach einer Kündigung spürbar sind. Manche Arbeitnehmer fürchten sich vor Nachteilen. Als Arbeitsrechtler kann ich jedem Arbeitnehmer nur raten, folgendes zu bedenken: Jeder Arbeitnehmer ist durch das Arbeitsrecht geschützt, beispielsweise gegen Willkür und Diskriminierung. Häufig geht der Schutz weit darüber hinaus, wenn etwa das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist oder ein Sonderkündigungsschutz greift. Diesen arbeitsrechtlichen Arbeitnehmerschutz sollte jeder Mitarbeiter versuchen, so gut, wie möglich für sich zu nutzen.

Man kann es auf folgenden Nenner bringen: Mit einer Kündigungsschutzklage hat der Arbeitnehmer die Chance, seinen Kündigungsschutz entweder einzuklagen und damit seinen Arbeitsplatz wieder zu bekommen. Oder man verhandelt vor dem Arbeitsgericht eine Abfindung, deren Höhe sich daran orientiert, wie weitreichend sein Kündigungsschutz ist.

Darum: Jeder sollte seinen Kündigungsschutz als Wert begreifen, den er vor Gericht einklagen oder „veräußern“ kann. Nicht jeder wird auf seinem nächsten Arbeitsplatz genauso gut vor einer Kündigung geschützt sein; nicht immer wird einen beispielsweise das Kündigungsschutzgesetz vor einer betriebsbedingten Kündigung schützen. Man sollte eine Kündigungsschutzklage als Chance begreifen, einen verhältnismäßig sicheren Arbeitsplatz zu behalten oder wenigstens eine satte Abfindung herauszuholen!

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

15.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Kündigung wegen Arbeitsverweigerung: Wann darf der Arbeitgeber das?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigung wegen Arbeitsverweigerung: Wann darf der Arbeitgeber das?

Fachanwalt Bredereck

Was der Chef anweist, muss gemacht werden, sonst riskiert man die Kündigung. Ob das so stimmt, warum man mitunter das Recht hat, seinem Vorgesetzten zu widersprechen, und warum man es sich trotzdem lieber zweimal überlegen sollte, eine Arbeitsanweisung zu verweigern, erklärt Ihnen Arbeitsrechtler und Kündigungsschutz-Experte Alexander Bredereck.

Jeder Arbeitnehmer schuldet eine bestimmte Tätigkeit, für die er seinen Arbeitslohn erhält. Was er genau tun muss, ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag oder aus den Umständen des Arbeitsverhältnisses. Und es ergibt sich aus den Arbeitsanweisungen des Vorgesetzten, denn: Der Arbeitgeber hat seinem Arbeitnehmer gegenüber ein Weisungsrecht. Grundsätzlich muss der Arbeitnehmer nämlich das tun, was der Arbeitgeber ihm vorgibt. Manch ein Arbeitnehmer fragt sich: Wie weit darf der Vorgesetzte mit seinen Arbeitsanweisungen gehen? Muss ich alles tun, was der Chef sagt?

Arbeitsrechtlich gesehen gilt: Der Vorgesetzte darf regelmäßig alles anweisen, was arbeitsvertraglich geschuldet ist. Wenn ein konkretes Verhalten arbeitsvertraglich nicht geschuldet ist, darf der Chef das auch nicht von seinem Mitarbeiter fordern. Falls er das doch tut, darf sich der Arbeitnehmer weigern, die Anweisung zu befolgen. Im Einzelfall ist es schwer, eine klare Grenze zu ziehen zwischen dem, was arbeitsvertraglich geschuldet ist, und was nicht. Wer als Lehrer angestellt ist, muss nicht die Klassenräume oder die Toiletten reinigen. Allerdings kann er arbeitsvertraglich verpflichtet sein, nach dem Unterricht seinen Schreibtisch abzuwischen.

Häufig wird darüber gestritten, wie weit die Verpflichtung von Arbeitnehmern geht, Putzdienste zu übernehmen. Manch einem Arbeitnehmer gefällt es nicht, zum Tischwischen oder zu Hygienearbeiten verdonnert zu werden. Als Arbeitsrechtler kann ich jedem Arbeitnehmer hier nur raten, nicht zu streng auf die arbeitsvertraglichen Verpflichtungen zu schauen. Vielleicht entlasten Sie Ihren Chef mit Ihrer Hilfsbereitschaft, wofür er sich gegebenenfalls an anderer Stelle erkenntlich zeigen wird. Allerdings: Wer sich schikaniert fühlt, sollte das ernst nehmen und sich genau notieren, wer sich wie verhalten hat.

Grundsätzlich sollten Sie es nicht riskieren, eine Arbeitsanweisung zu verweigern. Wer nämlich eine berechtigte Arbeitsanweisung nicht befolgt, kann dafür abgemahnt werden. Im Wiederholungsfall riskiert man die verhaltensbedingte Kündigung. Wer sich durch unrechtmäßige Arbeitsanweisungen gemobbt fühlt, kann und sollte sich dagegen wehren. Was Sie regelmäßig tun sollten ist: Führen Sie die Arbeitsanweisung erst einmal aus, auch wenn sie Ihnen gegen den Strich geht. Schreiben Sie sich die Geschehnisse genau auf. Die Mitarbeiter meiner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht schicken Ihnen gern den Vordruck eines Mobbingtagebuchs. Nach 2-3 Wochen kann ich einschätzen, ob es sich lohnt, dagegen rechtlich vorzugehen, beispielsweise mit einer Mobbingklage vor dem Arbeitsgericht.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

15.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik Recht Gesellschaft

Fristlose Kündigung des Arbeitnehmers wegen Diebstahls ohne Beweise?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Fristlose Kündigung des Arbeitnehmers wegen Diebstahls ohne Beweise?

Fachanwalt Bredereck

Ein Diebstahl des Arbeitnehmers ist, auch wenn es sich nur um Sachen von geringem Wert handelt, in der Praxis ein beliebter und auch grundsätzlich tauglicher Kündigungsgrund für Arbeitgeber. Doch oftmals kann der Arbeitgeber seine Diebstahlsvorwürfe gar nicht oder nur unzureichend beweisen oder beschuldigt den Arbeitnehmer gar zu unrecht. Kann auch in solchen Fällen eine wirksame Kündigung ausgesprochen werden?

Tatkündigung nur bei Beweisen: In diesem Zusammenhang muss man die Fälle, in denen der Arbeitgeber wegen der Diebstahlstat an sich kündigt, unterscheiden von den Fällen, in denen er sich nur auf einen Verdacht stützt. Eine sog. Tatkündigung wegen des Diebstahls als Straftat an sich wird vor Gericht nur dann Erfolg haben, wenn der Arbeitgeber die entsprechenden Vorwürfe auch beweisen kann.

Verdachtskündigung nur bei vorherige Anhörung: Kann er dies nicht, bleibt dem Arbeitgeber nur die Möglichkeit einer sog. Verdachtskündigung, die unter strengen Voraussetzungen ebenfalls zulässig sein kann. Dann muss er aber in jedem Fall zwingend den Arbeitnehmer vor Ausspruch der Kündigung anhören. Hat er das nicht getan, ist die Kündigung bereits aus diesem Grund unwirksam.

Kündigung wegen Diebstahls angreifen: Daraus ergeben sich für Arbeitnehmer gute Erfolgsaussichten, wenn sie innerhalb von drei Wochen eine Kündigung wegen Diebstahls oder Diebstahlsverdachts mit einer Kündigungsschutzklage angreifen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird in solchen Fällen zwar meist bereits irreparabel zerstört sein, dennoch lässt sich auf diesem Weg jedenfalls eine beträchtliche Abfindung erzielen.

Bei Anhörung sofort Rechtsanwalt kontaktieren: Lädt der Arbeitgeber zu einer Anhörung, sollten Arbeitnehmer sofort anwaltlichen Rat einholen. Teilweise kommt eine solche Anhörung auch überraschend. Dann gilt in erster Linie: keine Vereinbarung unterschreiben oder sonstige Zugeständnisse machen, sondern sich Zeit erbeten, um einen Anwalt aufzusuchen. In der Regel können sich Arbeitnehmer, auch und gerade wenn sie zu Unrecht beschuldigt werden, durch Aussagen gegenüber dem Arbeitgeber nur selbst schaden.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Im Fall einer Kündigung wegen Diebstahls immer Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen. Die Chancen, auf diesem Weg zumindest eine Abfindung zu erreichen, sind oftmals sehr gut. Das gilt insbesondere dann, wenn sich der Nachweis der Vorwürfe des Arbeitgebers schwierig gestaltet. Trifft der Arbeitgeber Vorbereitungen für eine Verdachtskündigung (insbesondere Anhörung zu Diebstahlsvorwürfen), sollten sich Arbeitnehmer sofort an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber: Denken Sie in solchen Fällen immer auch an die Möglichkeit einer Verdachtskündigung. Bei einer Verdachtskündigung müssen Sie die Straftat des Arbeitnehmers nicht vollständig beweisen. Erforderlich ist aber immer, dass Sie den Arbeitnehmer vor der Kündigung anhören. Hierbei müssen Sie ihm sämtliche Umstände, die sie für ihren Verdacht heranziehen, mitteilen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Das geschieht am besten schriftlich.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

15.05.2018

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de