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Sparda-Bank Nürnberg sucht wieder Baumentdecker in Nordbayern

Zweite Auflage der beliebten Verlosungsaktion – Kindertagesstätten in Nordbayern können eines von 350 Sets gewinnen – Inhalt: 17 interaktive Spiele, Experimente und Aktivitäten rund um die Natur

Nürnberg – Kinder, Natur, Spielen – um diesen Dreiklang geht es auch bei der zweiten Auflage der großen Verlosungsaktion „Baumentdecker“, die von der Sparda-Bank Nürnberg eG initiiert wurde. Kindertagesstätten in ganz Nordbayern sind aufgerufen, sich um eines von insgesamt 350 Baumentdecker-Sets zu bewerben. Jedes Set beinhaltet umfangreiche Materialien zur Umweltbildung sowie Anleitungen für Spiele und Experimente in der Natur. Die Zielgruppe: Kinder und ihre Erzieher/innen. Das Ziel: Die junge Generation für den Erlebnisraum Wald zu begeistern und gleichzeitig spielerisch Wissen über Klima und Umwelt zu vermitteln. Stefan Schindler, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg, betont: „In der freien Natur gibt es so viel zu entdecken und zu erkunden. Mit den Baumentdecker-Sets können die Kinder auf unterhaltsame Art vieles über sich und die Umwelt lernen. Die unglaubliche Resonanz der Kitas auf die Verlosung im vergangenen Jahr hat uns gezeigt, wie wichtig unsere Aktion ist!“ Der Wettbewerb wird in Kooperation mit der Naturschutzorganisation WWF Deutschland realisiert. Die Mittel für die Umsetzung stammen aus dem Gewinn-Spar-Verein der Sparda-Bank Nürnberg.

Experimentieren, Spielen, Lernen
Im Mittelpunkt des Baumentdecker-Konzepts steht die Geschichte von Filu, dem Eichhörnchen, und Prunella, dem Baumstumpf, die Kinder und ihre Erzieher/innen zu einem Ausflug in die Natur einlädt. Insgesamt 17 Spiele, Experimente und Aktivitäten rund um das Thema Baum stehen den Pädagogen/innen für ihre Arbeit zur Verfügung.

Einen informativen Film über den Einsatz der Baumentdeckersets gibt es auf dem youtube-Kanal der Sparda-Bank Nürnberg: https://www.youtube.com/spardabanknuernberg

Wie kann man teilnehmen?
Interessierte Kindertagesstätten können sich unter www.sparda-n.de/baumentdeckersets an der Verlosung beteiligen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Einrichtung ihren Sitz in Nordbayern hat.

Bewerbungsschluss ist der 20. Juli 2018. Die Gewinner werden im Anschluss informiert.

Daten und Fakten zur Sparda-Bank Nürnberg
Die 1930 gegründete Sparda-Bank Nürnberg eG ist die größte genossenschaftliche Bank in Nordbayern und mittlerweile mit 16 Filialen und 7 SB-Centern in der gesamten Region vertreten. Heute ist die Sparda-Bank Nürnberg eG eine Direktbank mit Filialen; das heißt, sie verbindet die Vorteile einer Direktbank (günstige Konditionen und einfache Abwicklung) mit den Vorteilen einer Filialbank (qualifizierte und persönliche Beratung). Das wissen die Kunden zu schätzen: Schon zum 25. Mal in Folge wurden die Sparda-Banken bei der unabhängigen Umfrage „Kundenmonitor Deutschland“ von der ServiceBarometer AG zu der Filialbank mit den zufriedensten Kunden gewählt. Die Sparda-Bank Nürnberg hat insgesamt über 219.000 Mitglieder. Viele der neuen Mitglieder gehen auf Empfehlung zufriedener Sparda-Kunden zur Sparda-Bank Nürnberg. Die Bilanzsumme der Bank betrug 2017 rund 3,9 Milliarden Euro.

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Die 10. „Fachtagung Sprache“ im Congress Centrum Heidenheim widmet sich vom 8. bis 9. Juni 2018 den Themen der Zukunft

Die 10. "Fachtagung Sprache" im Congress Centrum Heidenheim widmet sich vom 8. bis 9. Juni 2018 den Themen der Zukunft

(Bildquelle: Peter Sauber Agentur)

„Themen der Zukunft – Ein best of!“ – unter diesem Motto bietet die „Fachtagung Sprache“ spannende Impulsvorträge, Diskussionsrunden, fundierte Fachvorträge und interaktive Workshops für ein interessiertes Fachpublikum. Die Tagung wird von einer Fachausstellung begleitet.

Digitalisierung, Mehrsprachigkeit, Musik und Rhythmik, Bewegung, Kultur, Vorlesen – wenn die zehnte „Fachtagung Sprache“ am 8. und 9. Juni stattfindet, greifen die über 20 hochqualifizierten Referent/innen in einem best of die besonders nachgefragte Themen der Veranstaltungen der vergangenen Jahre auf. Wie eh und je liegt der Fokus auf den aktuellen Entwicklungen in der Sprachförderung und -entwicklung für (Klein-)Kinder, aber auch Gesundheit und Prävention werden dieses Mal verstärkt aufgegriffen. Impuls- und Fachvorträge sowie interaktive, praxisbezogene Workshops laden interessierte Pädagog/innen und Fachkräfte ein, Tipps, Ideen und Anregungen für die Gestaltung ihrer täglichen Arbeit mitzunehmen. Die Bandbreite der gebotenen Themen spiegelt die aktuellen gesellschafts- und bildungspolitischen Fragestellungen wider. Daher steht bei allen Programmpunkten die klare Umsetzbarkeit im Alltag im Vordergrund.

Zu den thematischen Höhepunkten gehören die Impulsvorträge zum Thema Digitalisierung – ein Thema, das Gesellschaft und Pädagogik seit geraumer Zeit bewegt und überall kontrovers diskutiert wird. Drei Expert/innen mit verschiedenen beruflichen Hintergründen stellen das Thema und unterschiedliche Ansätze dar.

Das vollständige Vortragsprogramm, Informationen zu den Referent/innen sowie die Anmeldebedingungen stehen online zur Verfügung: www.fachtagung-sprache.de

Am Abend des ersten Veranstaltungstages dürfen sich sowohl Tagungsgäste als auch Nichtteilnehmer auf Franz Benton und Kiko Pedrozo unplugged freuen. Der externe Kartenvorverkauf erfolgt unter http://veranstaltungen.hz-online.de/ticketshop/id/95027

Der Veranstalter, die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH aus Stuttgart, konnte als ideellen Träger 2018 den Landkreis Heidenheim gewinnen. Der Tagung stehen zudem die Partner Ostalbkreis, Regionales Bündnis für Familie Ostwürttemberg e. V., Didacta Verband sowie Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd zur Seite. Ministerpräsident Winfried Kretschmann MdL hat gerne wieder die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen.

Seit 1986 konzipiert, organisiert und veranstaltet die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH Messen, Kongresse, Ausstellungen und Gemeinschaftsstände zu den Themen Bauen, Energie, Europa und Bildung. In allen Themenschwerpunkten sind das Engagement für Klimaschutz sowie das soziale Bewusstsein der Agentur fest verankert. Weitere Informationen unter: www.messe-sauber.eu

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Erfolgreicher Launch der Website TopKita auf didacta

Erste deutschlandweite Kita-Bewertungsplattform in Hannover vorgestellt

Erfolgreicher Launch der Website TopKita auf didacta

Am Dienstag, den 20. Februar 2018 präsentierte sich zum ersten Mal TopKita – die Online-Plattform zur Qualitätssicherung und -entwicklung von Kitas auf der Bildungsmesse didacta in Hannover. TopKita ist die erste Kita-Bewertungswebsite, die Qualität in deutschen Kitas transparent und vergleichbar macht. Nach rund zwei Jahren Entwicklung haben Evaluations- und Pädagogik-Experten eine Plattform geschaffen, die einen echten Mehrwert für Kita-Mitarbeitende, Kita-Träger und Eltern darstellt. Dank verschiedener Unterstützer kann ein Großteil der Services auf topkita.de kostenfrei genutzt werden.

Dialogplattform für Transparenz und Austausch
TopKita ist eine Dialogplattform, die verschiedene Perspektiven mit einbezieht, um fundierte Aussagen zur Qualität in Kitas treffen zu können. Eltern geben per Online-Fragebogen direkt der Kita ihres Kindes Feedback. Sie helfen so dem Kita-Team, sich und ihre Arbeit besser einzuschätzen. Ein weiterer Service für Kitas: Auf der Plattform finden Pädagoginnen und Pädagogen eine umfangreiche Selbstevaluation, mit der sie ihre Arbeit analysieren können. Kita-Leitung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten die Fragen und analysieren gemeinsam die Ergebnisse in der Online-Ansicht. In Kombination mit der Elternbefragung hat die Kita so bereits die ersten wichtigen Schritte in Richtung Qualitätssicherung und -steigerung gemacht. Für ein ausgewogenes Bild tritt neben die eigene Sicht und die der Eltern die Einschätzung externer Fachleute. Kitas buchen dafür TopKita Evaluationsexperten für ein Audit.

Instrumente wissenschaftlich fundiert
Auf die hohe Qualität der angebotenen Instrumente können sich die Nutzerinnen und Nutzer verlassen. TopKita arbeitet eng mit der Evaluationsexpertin Professorin Irene Dittrich zusammen, die an der Hochschule Düsseldorf zum Thema Qualitätsentwicklung in der Kita lehrt. „Die Instrumente Selbstevaluation, Elternbefragung und Audit sind aufeinander abgestimmt. Sie bieten Kitas die Chance, die pädagogische Qualität in ihrer Einrichtung gut zu erfassen. Denn erst, wenn sie wissen, wo sie stehen, können sie sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um noch besser zu werden“, erklärt Waltraud Weegmann, Initiatorin von TopKita.

„Wir möchten nicht länger auf das Qualitätsentwicklungsgesetz warten“
Der Beweggrund für die Entwicklung des Portals ist im Wesentlichen der Wunsch nach Transparenz für die Qualitätsentwicklung in deutschen Kitas. „Wir möchten nicht länger auf das Qualitätsentwicklungsgesetz warten“, so Weegmann, „ich erwarte, dass wir über TopKita noch mehr Interesse für Qualität in Kindertagesstätten erreichen.“ Weegmann ist Geschäftsführerin des 2017 ins Leben gerufenen TopKita Institut für Qualität.

Umsetzung dank großzügiger Unterstützung
TopKita wurde mit der Unterstützung der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda Bank Baden-Württemberg sowie der element-i Bildungsstiftung ins Leben gerufen. Daher kann ein Großteil der Angebote kostenfrei genutzt werden.

Weitere Infos zu TopKita sowie Bilder gibt es im Pressebereich auf www.topkita.de und auf Facebook unter www.facebook.com/TopKitaPortal

TopKita ist ein Instrument für Qualitätsmanagement, dessen Evaluationsansätze das TopKita Institut für Qualität in der Praxis entwickelt und erprobt hat. Unterstützt wurde das TopKita Team dabei von Wissenschaftlern und externen BeraterInnen. Mit der Online-Plattform TopKita möchten wir Eltern und Kitas unsere Erfahrungen und unser Wissen zur Verfügung stellen. Unser Ziel: Wir möchten Kindern in der Kita eine gute Zeit ermöglichen und sie bestmöglich fördern. Jedes Kind soll sein Potential größtmöglich nutzen. Das ist unsere Motivation – und auch die vieler Erziehender, die systematisch die Qualität ihrer Kita evaluieren und weiterentwickeln möchten. TopKita unterstützt Erzieherinnen und Erzieher bei ihrer Arbeit und ihrem Qualitätsmanagement. Zentrale Elemente sind die Elternbefragung, die Kita-Selbstevaluation und das externe Audit.

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Potsdam: Jann Jakobs, fehlende Kita-Plätze und ein Einstein-Zitat – keine Krise?

Potsdam: Jann Jakobs, fehlende Kita-Plätze und ein Einstein-Zitat - keine Krise?

Jann Jakobs – keine Krise bei fehlenden Kita-Plätzen in Potsdam?

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam fehlen wie unter anderem von den Kollegen der MAZ (Märkische Allgemeine) jüngst berichtet – 200 Kitaplätze, viele Eltern sind verzweifelt. Dass sich die Kommune, vertreten durch den seit 12 Jahren auf dem Amtssessel thronenden Oberbürgermeister Jann Jakobs, versucht herauszureden und anführt, es fehlten 200 Kita-Plätze – wobei zwei Brände in Kindertagesstätten als Ausrede herhalten müssen – ist unglaubhaft. Dass „nur“ 200 fehlende Kita-Plätze, die bevölkerungsreichste Stadt und Hauptstadt des Landes Brandenburg – mit seinen 170.000 Einwohnern – derart in Bedrängnis bringen können, erscheint den Potsdamer Bürgern in einer Umfrage von dem ehrwürdigen Nauener Tor, „eine dreiste Lüge“ zu sein.
Nun will die Stadt Potsdam auf eine neue Software setzen, welche angeblich das Vergabeverfahren vereinfachen soll – der Redaktion liegt eine E-Mail vor, in welcher der Kita-Tipp Potsdam eingesteht: „…dennoch ist Ihr Kinder, trotz bisheriger Anstrengungen, noch nicht mit einem Betreuungsplatz versorgt. Albert Einstein sagte mal “ Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen“ – diese E-Mail spricht Bände. In der MAZ schrieben Bürger vor kurzem: „Das ganze Anmeldeverfahren ist eine Katastrophe.“ Eine andere Leserin kommentierte in diesem Zusammenhang: „Unhaltbare Zustände, aber seit Jahren Normalität.“

Kommen wir kurz auf das Thema Kommune zurück, hier heißt es so schön: „Die Kommunalverwaltung ist der Teil der öffentlichen Verwaltung, der durch Behörden und Verwaltungsträger der Kommunen ausgeübt wird. Sie erfüllt in Deutschland die öffentlichen Aufgaben, die weder von der Bundes- noch von der Landesverwaltung wahrgenommen werden.“ Im Umkehrschluss heißt dies nichts anderes, dass Oberbürgermeister Jann Jakobs für alles verantwortlich ist, was in seinen Amtsbereich fällt. In einer der Redaktion vorliegenden E-Mail von Seiten der Stadt Potsdam heißt es: „…ist der Oberbürgermeister oberster Repräsentant der Stadtverwaltung…“. Hierzu befragte Deutsche Tageszeitung auf den Straßen der Stadt Potsdam die Bürger, von einigen war zu hören: „Jann Jakobs ist als SPD-Mitglied in Potsdam seit 12 Jahren an der Macht“, „…der Jann Jakobs, dass ist der unfähigste Bürgermeister – welchen Potsdam je hatte“, „Jann Jakobs, der hat doch keinerlei Interesse für die Kinder in Potsdam, der hat die Taschen voll, deswegen tritt der auch in 2018 nicht mehr an“, „…es wird Zeit das Potsdam nicht mehr von einem SPD-Bürgermeister regiert wird, Zeit, dass der Jakobs endlich abtritt“. Wie die Redaktion bemerkte, scheint es bei einigen Bürgern massiven Frust auf den Oberbürgermeister zu geben, dennoch waren weder Jann Jakobs, noch Sozialdezernent Mike Schubert (ebenfalls SPD-Mitglied) – trotz mehrfacher Nachfrage, für eine Stellungnahme erreichbar, man verwies auf die Presseabteilung im Rathaus. Vielleicht aus Scham – gegenüber den Kleinsten, den Kindern der Stadt?

Das Problem mit fehlenden Kinderbetreuungsplätzen in der Landeshauptstadt Potsdam, ist seit langem bekannt. Bereits im April 2016 So berichtete denn die PNN (Potsdamer Neueste Nachrichten) in ihrer Ausgabe vom 16. April 2016 wie folgt: „Dennoch hat Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) auch in seiner aktuellen Kolumne, erneut von nur 23 Familien gesprochen, denen „wir trotz Rechtsanspruches aktuell keinen Kitaplatz für ihr Kind zur Verfügung stellen konnten’…
Weiter hieß es hierzu von Seiten Herrn Jakobs – bereits vor mehr als einem Jahr: „Das sei zwar misslich – „auch ich ärgere mich darüber‘. Doch um eine Krise handele es sich nicht, fügte Jakobs hinzu.“
Deutsche Tageszeitung muss daher annehmen, wenn bereits in 2016 – 23 Kinder keinen Kita-Platz haben, dann kann dies ein Oberbürgermeister Jakobs schon mal lapidar abtun und keine Krise sehen – frei nach dem möglichen Motto: „Scheiß drauf, lass die 23 Gören halt heulen, ist ohnehin keine Krise, die Wahlen sind weit weg!“
Das sich seit dem April 2016 auch scheinbar nicht sonderlich viel getan haben mag, zeigt der sprunghafte Anstieg von aktuell, laut den Kollegen der MAZ, 200 Fällen – was bedeutet: nicht mehr „nur“ 23 Kinder haben keinen Betreuungsplatz, sondern 200 Kinder! Ob Oberbürgermeister Jann Jakobs erneut keine Krise darin sieht?
In puncto Phrasen könnte man annehmen, dass die SPD in Brandenburg offenbar Vorreiter ist, denn anstatt das durch den jüngsten Wegfall des Betreuungsgeldes auf Bundesebene freigewordene Geld – in die Kindertagesbetreuung – also für mehr Qualität und bessere Rahmenbedingungen zu stecken, wobei dem Land Brandenburg von 2016 bis 2018 insgesamt 58 Millionen Euro – zusätzlich für die Kindertagesbetreuung zur Verfügung stünden – taucht dieses viele Geld, bisher in den Plänen des brandenburgischen Finanzministers „noch“ nicht auf.

Ohne Polemik und fern jeder Schmähkritik muss sachlich gefragt werden: Ist den Entscheidern im Rathaus Potsdam, das Wohl der Kleinkinder egal, zählt vielleicht nur das vom Steuerzahler monatlich auf dem eigenen Konto eingehende Geld, ist jedwedes Interesse für die Kleinsten des Staates abhanden gekommen? In Kurzfrist werden wir zu diesem Thema über einen Fall berichten, in welchem Eltern – trotz bestätigtem Betreuungsanspruch, von der Stadt Potsdam keinen Kita-Betreuungsplatz für ihr Kind erhalten und nunmehr Klage gegen die Stadt einreichen. In einem weiteren Artikel werden wir über einen Fuchs im Buga-Park berichten, von welchem Anwohner befürchten er könnte Tollwut haben. Ob Oberbürgermeister Jann Jakobs darin eine Krise sieht? (OB–DTZ)

Deutsche Tageszeitung berichtet politisch unabhängig aus den Bereichen: Politik, Wirtschaft, Sport- und Kultur. Im Bereich Online-News – wird ein Streaming-Video Podcast eingesetzt.

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Politik Recht Gesellschaft

Aktionswoche: Stärke Träger, gute Kitas – gemeinsam für die frühe Bildung

Aktionswoche: Stärke Träger, gute Kitas - gemeinsam für die frühe Bildung

Was macht eine gute Kita aus? Während der dritten „Woche der freien Träger“ vom 8. bis 15. Mai 2017 geben zwölf Einzelveranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Stuttgart Antworten auf diese Frage. Die Aktionswoche des VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart startet am 8. Mai um 17.00 Uhr im „Rudolfs“ im vhs Treffpunkt Rotebühlplatz mit einem Vortrag zum Thema „Der aktuelle Bundes-Qualitätsentwicklungsprozess und die Rolle der Träger“. Das komplette Programm der Veranstaltungswoche ist im Internet unter www.vfuks.de abrufbar. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Kita-Qualität hat viele Dimensionen. „Sie erfordert ein ‚kompetentes System‘, in dem pädagogische Fachkräfte, Träger, Eltern, Jugendämter, Kommunen, die Länder und der Bund zusammenarbeiten“, sagt Dr. Nicole Klinkhammer vom Deutschen Jugendinstitut DJI. Sie eröffnet die dritte „Woche der freien Träger“ des VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart am Montag, 8. Mai, mit ihrem Vortrag zum aktuellen Bundes-Qualitätsentwicklungsprozess in der Kindertagesbetreuung. In einem Zwischenbericht beschreibt die Bund-Länder-Arbeitsgruppe die wichtigsten Bereiche der Qualitätsentwicklung. Dr. Nicole Klinkhammer, die an der Ausarbeitung des Berichts beteiligt war, gibt einen Überblick darüber. Damit spannt sie gleichzeitig den thematischen Rahmen für die Aktionswoche auf.

Qualitätsaspekte: Pädagogisches Handeln, Konzeption, Strukturen
Zwölf von einander unabhängige Einzelveranstaltungen an verschiedenen Orten in Stuttgart beschäftigen sich im Verlauf der Woche mit unterschiedlichen Aspekten von Kita-Qualität. Es geht um pädagogische Fragen: zum Beispiel darum, wie Lernen geschieht und wie Kitas und Eltern Kinder dabei gut unterstützen können. Es geht um konzeptionelle Themen: etwa darum, wie sich Vorgaben des Orientierungsplans für Kindertagesstätten des Landes Baden-Württemberg in die alltägliche pädagogische Praxis umsetzen lassen. Und es geht um strukturelle Aspekte: beispielsweise darum, welche (zusätzlichen) Betreuungsangebote Eltern benötigen, damit sie Beruf und Familie gut vereinbaren können. Strukturelle Themen stehen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion mit Politikerinnen und Politikern, die die Woche der freien Träger am Montag, 15. Mai, abschließt.

„Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte, Eltern, Vertreterinnen und Vertreter von Trägern sowie aus Kommunen und Politik herzlich zur Woche der freien Träger ein“, sagen die VFUKS-Vorsitzenden Waltraud Weegmann und Bettina Stähler. „Wir freuen uns, dass Landtagspräsidentin Muhterem Aras die Schirmherrschaft über unsere Veranstaltungsreihe übernommen hat.“

Weitere Informationen zum Programm
Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch vielfach erforderlich. Weitere Informationen sowie den Programmflyer zum Download gibt es auf www.vfuks.de

Der VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart vertritt die Interessen von 14 Trägern mit rund 50 Kindertagesstätten und etwa 3.000 Betreuungsplätzen für Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Alle Mitglieder des Verbandes zählen zu den „Sonstigen Freien Trägern“. Das bedeutet, dass sie weder der Stadt, einem klassischen Wohlfahrtsverband noch den beiden großen christlichen Kirchen direkt angehören. Insgesamt betreuen „Sonstige Träger“ gut ein Drittel aller Kinder in Stuttgart.

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kitaVM – Online-Platzvergabe ohne Initialkosten

Anwendertreffen bestätigt Nutzen, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit von kitaVM

kitaVM - Online-Platzvergabe ohne Initialkosten

Konzentrierte partnerschaftliche Atmosphäre

Düsseldorf, 29.9.2016.
Um bei der Suche nach dem passenden Betreuungsplatz zu unterstützen bietet Trinuts GmbH mit mykitaVM eine Lösung an über das Kinderbetreuungsangebot von Gemeinden zu informieren. Eltern können damit sofort ihr Kind bei bevorzugten Einrichtungen vormerken lassen. Im Gegensatz zu etlichen anderen Wettbewerbsangeboten werden die Vormerkungen aber auch weiterverarbeitet und somit der ganze Vergabeprozess unterstützt. Träger der Einrichtungen sowie Verwaltung der Gemeinden sparen damit laut Aussagen der Anwender-Gemeinden bis zu 50% des Aufwandes, und die Eltern werden frühzeitig und zuverlässig informiert.

Vormerkungen und Vergabe auf einer Arbeitsplattform und auf dem Prüfstand

Am 29.9.16 fand das erste Anwendertreffen von Trinuts GmbH in Düsseldorf statt. Düsseldorf bot sich als Ort des Treffens an, da im dortigen Umland die größte Dichte an Gemeinden ist, die kitaVM als Vergabe-Management-Lösung für Kindertagesstättenplätze nutzen.

Die Veranstaltung gliederte sich in einen retrospektiven Bereich, in dem die Anwender in Präsentationen und Diskussionen die Erfahrungen der vergangenen 5 Jahre im Umgang kitaVM wiedergaben. Im zweiten Teil wurden einerseits Vorschläge zur Weiterentwicklung des Vergabe-Management-Systems seitens Trinuts vorgestellt, andererseits Wünsche der Anwender diskutiert und in den Entwicklungsplan aufgenommen.

Dieser enge Austausch über den gesamten Prozesse der kita-Platz-Vergabe wurde von allen Teilnehmern als äußerst positiv bewertet. Ist es doch sehr ungewöhnlich, dass der Hersteller von Software seine Lösung so nah an den Anforderungen der Anwendern weiterentwickelt.

Auch Trinuts profitiert von den Diskussionen mit den Anwendern: Entwicklungsarbeiten konzentrieren sich auf das Wesentliche, Unnötiges wird vermieden und so der Entwicklungsaufwand und damit die Kosten für die Nutzer gesenkt. Entsprechend ist das Preismodell von kitaVM für die Kommunen äußerst attraktiv – selbst für Gemeinden ab 10.000 Einwohner: die Kunden zahlen nutzungsbasiert ausschließlich für durchgeführte Zusagen für einen Kita-Platz, Initialkosten und Wartungspauschalen entfallen. Damit bleibt kitaVM immer unter den Kosten für Wettbewerbsprodukte.

Da kitaVM bereits seit Jahren in der Praxis erprobt und gereift ist, drehten sich die Weiterentwicklungen um einige spezifische Anforderungen der Anwender. Ein Verfahren für die spezielle Vergabe von Tagespflegeplätzen wurde ebenso verabschiedet wie die Umsetzung eines Nachrichtensystems, mit dem die Kommunen schnell und direkt Informationen an die Einrichtungen und Trägern verteilen können.

Alle Anwender befürworteten ein baldiges neues Zusammentreffen. Es wurde als sehr positiv bewertet, dass man sich persönlich kennenlernen konnte, sich mit seinen Alltagsproblemen nicht alleine sah und gemeinsame Lösungen für das Vormerken und Vergeben von Kitaplätzen diskutieren und lösen konnte.

Trinuts GmbH ist ein Unternehmen aus München, das sich als Lösungspartner für Kommunen und Gemeinden versteht. Mit mykitaVM und kitaVM fokussiert sich Trinuts auf eine sichere KiTa-Vormerkung und Bedarfsplanung.

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VFUKS-Aktionswoche in Stuttgart: Freie Kita-Träger fordern mehr Freiräume zur Umsetzung innovativer Ideen

Kitas der Zukunft: Ist mehr vom Gleichen richtig? Oder brauchen wir ganz neue Konzepte? Um diese Fragen ging es bei der Abschlussdiskussion der Aktionswoche des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) am 7. März 2016. In 15

VFUKS-Aktionswoche in Stuttgart: Freie Kita-Träger fordern mehr Freiräume zur Umsetzung innovativer Ideen

Die VFUKS-Vorstandsvorsitzende Waltraud Weegmann begrüßt zur zweiten VFUKS-Aktionswoche. (Bildquelle: VFUKS)

Kitas der Zukunft: Ist mehr vom Gleichen richtig? Oder brauchen wir ganz neue Konzepte? Um diese Fragen ging es bei der Abschlussdiskussion der Aktionswoche des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) am 7. März 2016. In 15 Einzelveranstaltungen hatten sich im Verlauf der Woche mehrere hundert Eltern sowie Fachleute aus Kitas und von Trägern über aktuelle Themen der Frühpädagogik informiert und Einrichtungen der VFUKS-Mitglieder kennengelernt.

Mit einer großen kitapolitischen Diskussionsrunde ging am vergangenen Montag (7. März 2016) die zweite Aktionswoche des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) zu Ende. Die anwesenden Politikerinnen und Politiker aus Kommune und Land waren sich in Bezug auf die wichtige Rolle freier Kita-Träger weitgehend einig. „Von diesen Trägern erwarten wir Innovationen“, hieß es. Die Landesregierung in Baden-Württemberg habe bereits viele Impulse aufgegriffen und positive Veränderungen auf den Weg gebracht, so dass das Land heute bei der Betreuungsqualität in den Kitas bundesweit an der Spitze stehe. Auch mit einer dualen Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gehe Baden-Württemberg sehr erfolgreich neue Wege.

„Wir benötigen Ermessensspielräume“

Die Vertreterinnen und Vertreter des VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. sowie des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) bemängelten jedoch fehlende Freiräume: „Umfangreiche Verwaltungsvorschriften machen es sehr mühsam, neue Ideen und Konzepte umzusetzen“, sagte die VFUKS-Vorstandsvorsitzende Waltraud Weegmann. „Ich habe große Zweifel, ob unter den heutigen Rahmenbedingungen noch ein großer, neuer pädagogischer Wurf, wie zum Beispiel einst die Waldorfpädagogik, möglich wäre.“ Hermann Hasenfuß vom VPK-Bundesverband bestätigte: „Viele Mitglieder aus unserem Verband sagen, dass sie sich von den Landesjugendämtern gegängelt fühlten. Wir benötigen eine neue Kultur des Vertrauens, die den Trägern Ermessenspielräume zugesteht.“

„Ich fordere eine positive Diskriminierung!“

Detlef Diskowski, ehemaliger Referatsleiter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, beschrieb in seinem Impuls-Referat, was gemeint ist, wenn es um neue Ideen für die Kindertagesbetreuung in Deutschland geht. „Wir neigen dazu in immer den gleichen Schemata zu denken, doch die Zukunft ist nicht die Gegenwart in XXL.“ Er forderte, die Lebenssituationen der Kinder und Familien genauer zu betrachten und individuellere Lösungen zu finden. Zum Beispiel sei es fraglich, ob für Kinder mit Fluchterfahrung eine Betreuung in einer Kita im Einzelfall der richtige Weg sei. Grundsätzlich gelte: Dort wo es besonderen Unterstützungsbedarf gebe, dort müsste mehr Geld fließen, es müssten die besten Fachleute aktiv werden und eine optimale Ausstattung sichergestellt sein. „Ich fordere eine positive Diskriminierung“, sagte er. „Aus Studien wissen wir, dass der Einfluss des Elternhauses auf Kinder etwa doppelt so groß ist, wie der der Kita. Wenn die Einrichtungen für Mädchen und Jungen, die zu Hause wenig Anregungen bekommen, etwas bewirken sollen, müssen sie sehr sehr gut sein.“

Kitas zu Kinder- und Familienzentren weiterentwickeln

Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch, die die Schirmherrschaft für die Veranstaltungswoche übernommen hatte, betonte in ihrem Grußwort den eigenständigen pädagogischen Auftrag von Kindertagesstätten „auf Augenhöhe mit Schulen“. Ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung von Kitas sei deren Ausbau zu Kinder- und Familienzentren. Dort soll es Beratungs- und Gesprächsangebote geben, die über die klassische Elternarbeit hinausgehen.

Aktionswoche mit 15 Einzelveranstaltungen

Im Verlauf der Aktionswoche stellten die elf Träger des VFUKS, die in ihren 45 Einrichtungen rund ein Drittel aller Kita-Kinder in Stuttgart betreuen, mit 15 Vorträgen, Gesprächsrunden, Führungen und Workshops aktuelle Themen der Frühpädagogik zur Diskussion und präsentierten ihre Häuser. Insgesamt nutzten mehrere hundert Eltern sowie Fachleute aus der Frühpädagogik die Angebote. Ein gemeinsames Motto zog sich als roter Faden durch die Veranstaltungen. Es lautete: „Freiraum geben, Werte vermitteln und Grenzen setzen – Kinder stärken für die Zukunft“.

Nähe herstellen – Werte leben

Professorin Dörte Weltzien von der Evangelischen Hochschule in Freiburg ging in ihrem Eröffnungsvortrag auf die Bedeutung von Interaktion in der Kita ein. Sie unterstrich, wie wichtig ein dialogisch orientierter, von Akzeptanz, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen geprägter Austausch mit Erwachsenen sei, damit Kinder ein positives Selbstbild entwickeln könnten. Erzieherinnen und Erzieher sollten sich daher Zeit für intensive Gespräche mit den Kindern nehmen, in denen sie zusammen ungestört in ein Thema „eintauchen“. Um dies im hektischen Kita-Alltag gut umsetzen zu können, sei es hilfreich, wenn sich die Teammitglieder dafür gegenseitig den Rücken freihielten.

Im Verlauf der Woche konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema unter anderem in folgenden Einzelveranstaltungen weiter verfolgen:

Philosophieren mit Kindern

Unter dem Titel „Die Gedanken sind frei“ ging es in einer Veranstaltung im element-i-Kinderhaus „Energiebündel“ der Kinder in Stuttgart gGmbH um das Philosophieren mit Kindern. Der Referent rief dazu auf, Kinder auf ihren Erkenntniswegen zu begleiten, statt sie mit Erwachsenwissen zu belehren. Er machte dies unter anderem an diesem Beispiel anschaulich: Ein Kind fragte, wie lange es die Welt schon gebe und beantwortet sich die Frage selbst: fünf Jahre! Denn so lange sei es ja schon da. Später fiel ihm ein, dass es die Welt schon länger geben müsse, da ja der Erzieher älter sei. Zusammen stellten sie fest, dass die Welt also mindestens schon 31 Jahre alt sein müsse. Allerdings, so merkten sie, hätten sie ja noch Eltern und Großeltern, die deutlich älter seien…

Berührung mit Respekt

Im Kinderzentrum Kunterbunt bei Mahle ging es um das Thema „Berührung mit Respekt“. Die Referentin berichtete über die Bedeutung von Berührungen für den Beziehungsaufbau. Zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern reflektierte sie jedoch auch darüber, wann Menschen Berührung als unangenehm oder unangemessen empfinden. Abschließend erklärte sie, wie sich Geschichten durch (respektvolle) Berührungen begleiten lassen – so könnte zum Beispiel die Hand der Erzieherin oder des Erziehers als Schnecke über den Rücken des Kindes kriechen.

Sich die Welt malend und zeichnend aneignen

Eine Veranstaltung der Kita Himmelwerk der Werkids widmete sich dem künstlerischen Ausdruck. Kinder eigneten sich die Welt auf kreative Weise an, erläuterte die Referentin. Dabei gehe es den Jungen und Mädchen vor allem um den Schöpfungsprozess – weniger um das Produkt. Interessant ist, dass die Art, wie Kinder malen und zeichnen, typische Phasen durchläuft, die bei allen in vergleichbarer Weise ablaufen. Eltern und Kinder, die die Kita besuchten, konnten sich gleich selbst künstlerisch betätigen, indem sie mit einer Wasserpistole Farbe auf Leinwände spritzten.

„Willkommen!“

Die educcare Bildungskindertagesstätte in Stuttgart-Zuffenhausen stellte ihr Projekt „Willkommen! Gelebte Vielfalt in der Kita“ vor. Den Zuzug von Flüchtlingen zum Anlass nehmend, macht das Projekt den Mädchen und Jugend deutlich, dass es unterschiedliche Länder und Kulturen gibt und Menschen verschiedene Hautfarben haben. Nicht nur die Kita-Kinder auch deren Eltern sind in die Projektarbeit eingebunden.

Weitere Informationen und Bilder unter: www.vfuks.de

Der Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten (VFUKS) vertritt die Interessen von Stuttgarter Kindertagesstätten, die vor Ort insgesamt rund 2.300 Betreuungsplätze anbieten. Alle Mitglieder des Verbandes zählen zu den sogenannten Sonstigen Freien Trägern, das bedeutet, dass diese weder der Stadt noch den beiden Kirchen direkt angehören.

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Teilnehmerzahl nahezu verdreifacht – 460 Kinder beim 2. Tüftler- und Forscherinnentag Baden-Württemberg

Teilnehmerzahl nahezu verdreifacht - 460 Kinder beim 2. Tüftler- und Forscherinnentag Baden-Württemberg

Tüftler- und Forscherinnentag bei Friess & Merkle in Stuttgart. (Bildquelle: element-i-Bildungsstiftung)

460 Kinder aus 37 Stuttgarter und Karlsruher Kitas sowie einer Grundschule haben beim 2. Tüftler- und Forscherinnentag am 12. November 22 Betriebe und Berufsschulen besucht. Die element-i-Bildungsstiftung hatte die Veranstaltung im Rahmen des Projekts element-i macht MINT im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um Kinder schon früh für naturwissenschaftlich-technische Themen zu begeistern.

„Die positive Resonanz nach der Auftaktveranstaltung im letzten Jahr hat uns in diesem Jahr ermöglicht, noch mehr Betriebe und Unternehmen für den Tüftler- und Forscherinnentag zu gewinnen“, berichtet Projektleiterin Meike Betz von der element-i-Bildungsstiftung. Erstmals sind auch zwei Unternehmen aus Karlsruhe – EnBW und Kraus & Naimer – mit dabei. „Die teilnehmenden Firmen sind durchweg begeistert von der Möglichkeit, schon früh Kontakt zum Nachwuchs aufzubauen und Kinder durch Einblicke in die Praxis für MINT-Berufe zu sensibilisieren.“

„Theremin“ und „Zitronenbatterie“ bauen
Die Unternehmen haben sich spannende Aktionen für die Kinder einfallen lassen: Bei der Robert Bosch GmbH haben die Kinder ein „Theremin“ gebaut – dabei handelt es sich um ein Musikinstrument, auf dem gespielt werden kann, ohne es dafür berühren zu müssen. Jürgen Gerhardt, Entwicklungsleiter und Produktbereichsleiter Innovationen und Wachstumsgebiete im Geschäftsbereich Diesel Systems ist davon überzeugt: „Solche Projekte ermöglichen Kindern spielerisch die Faszination von MINT-Berufen zu erfahren. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und der Wissenschaft ist von großer Bedeutung, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu machen. Deshalb gründete Bosch vor rund zehn Jahren zusammen mit acht anderen Unternehmen die Wissensfabrik, um über Bildungskooperationen Initiativen wie den Tüftler- und Forscherinnentag zu unterstützen.“ Bei Friess & Merkle Elektroinstallation konnten die kleinen Tüftlerinnen und Tüftler echte Experimente durchführen und sich am Bau einer sogenannten Zitronenbatterie versuchen. Geschäftsführer und stv. Stuttgarter Obermeister Werner Friess betreibt schon lange Öffentlichkeitsarbeit für die Berufsfindung der Jugend. „Es ist uns enorm wichtig, für technische Berufe zu werben. Gerade im Hinblick auf die Energiewende werden Fachkräfte immer wichtiger werden. Wenn wir uns hier nicht einsetzen, stehen wir irgendwann im Dunkeln.“

In allen Unternehmen haben die Auszubildenden das Programm gestaltet, denn auch sie sollen profitieren – sie lernen beispielsweise, eine wichtige Vorbildfunktion auszufüllen, Verantwortung zu übernehmen und üben sich in der Organisation und Durchführung von Projekten.

„Frühe Bildung lohnt sich“
Der ehemalige Staatssekretär im Staatsministerium Dr. Matthias Kleinert ist Beirat der element-i-Bildungsstiftung. Als jahrelanger Verfechter von früher Bildung steht für ihn fest, dass Projekte wie der Tüftler- und Forscherinnentag einen unschätzbaren Wert für die Entwicklung von Kindern haben. Bei der Pressekonferenz zum Aktionstag sagte er: „Heute hatten Kinder wieder die Chance, Neues zu entdecken, ihr Interesse an gestalterischem Tun zu wecken und ihre Fähigkeiten und Begabungen zu entwickeln. Damit ist der frühzeitige und rechtzeitige Startschuss für ein den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes erfolgversprechendes (Berufs)leben gegeben. Also lautet meine Empfehlung: Der Tüftler-und Forscherinnentag muss fester Bestandteil der frühkindlichen Bildungspolitik werden! Frühe Bildung lohnt sich!“

„Die Wirtschaft muss in die Kinder investieren“
Als Mitglied des Projektteams von element-i macht MINT machte sich auch Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, bei der Pressekonferenz für den Tüftler- und Forscherinnentag stark: „Nachwuchsförderung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es geht darum, Kinder auf eine Welt vorzubereiten, die zunehmend komplexer wird und immer höhere Anforderungen an die Menschen stellen wird, die in ihr leben. Ich finde es gut, dass beim Tüftler- und Forscherinnentag die Wirtschaft gefragt ist und die Chance hat, selber aktiv zu werden und mit den Kleinsten in Kontakt zu kommen. Und das große Interesse der Unternehmen sowie der Kinder gibt den Veranstaltern recht.“

Was macht „element-i macht MINT“ noch?
Neben dem 1. Tüftler- und Forscherinnentag schafft das Projekt in Kooperation mit Unternehmen und Betrieben Räume in Kitas, die zum Tüfteln, Forschen und Experimentieren einladen. So werden beispielsweise Werkstätten, Ateliers und Labore eingerichtet. Aber nur mit den passenden Räumen ist es nicht getan: die Stiftung sucht gezielt Spezialistinnen und Spezialisten mit MINT-Hintergrund, die in Kitas arbeiten und Kindern ihre Begeisterung für das eigene Thema nahebringen können. In zahlreichen element-i-Kinderhäusern gibt es deshalb bereits seit langem Fachkräfte mit vielfältigsten Berufserfahrungen aus Bereichen wie Schreinerei, Biologie, Chemie und Ingenieurswesen. Der Erfolg zeichnet sich ab: Die Kinder schätzen den vielfältigen Input und die fachlichen Tipps der MINT-Fachkräfte und haben großen Spaß daran, gemeinsam mit ihnen ihre eigenen Projekte umzusetzen. Eltern wiederum sind begeistert davon, was ihre Kinder bereits in der Kita lernen. So erhöhen diese sogenannten multiprofessionellen Kita-Teams das Spektrum und die Qualität dessen, was eine Kindertagesstätte leisten kann.

Kitas, Unternehmen, Spezialisten – Wir suchen MI(n)Tmacher!
Der Tüftler- und Forscherinnentag soll weiter wachsen. Im kommenden Jahr sollen noch mehr Kinder die Chance bekommen, in Betriebe, Unternehmen und Berufsschulen hinein zu schnuppern. Dafür sucht die element-i-Bildungsstiftung bereits jetzt wieder MI(n)Tmacher. Unternehmen und Kitas, die sich beteiligen wollen, können sich auf der Website der element-i-Bildungsstiftung informieren und sich unter der Nummer 0711-656960-36 an die Bildungsstiftung werden.

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfältigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhängig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, Kreativität und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft für ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender Pädagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den knapp 40 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jährlich den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung Invest in Future verliehen.

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Fachtagung Sprache 2015: (Vor-)Lesen, Erzählen, Verstehen

12. – 13.6.2015, Congress Centrum Heidenheim

Fachtagung Sprache 2015: (Vor-)Lesen, Erzählen, Verstehen

(Bildquelle: Peter Sauber Agentur)

„Der Schulanfang ist nicht die Stunde Null.“ Prof. Dr. Patrica Nauwerck, wissenschaftliche Leiterin der achten Fachtagung Sprache, plädiert dafür, Kinder von klein auf auch im Bereich der Literalität zu fördern. „Kinder, die in der Kita oder im Kindergarten vielfältige Erzählsituationen erleben, unterschiedlichen Textsorten begegnen, Gelegenheit bekommen, mit Schriftzeichen spielerisch zu experimentieren und so den Nutzen von Schrift erkennen, haben einen leichteren Start in der Schule. Und damit auch bessere Bildungschancen, denn Lese- und Schreibkompetenzen sind die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.“ Sollen Kinder also möglichst schon vor dem Schulstart fließend lesen und schreiben lernen? Nein, sagt die Expertin: „Kinder brauchen in jeder Lebensphase ein spezifisches Angebot. Moderne Kindergarten-Pädagogik berücksichtigt dies.“

Wie diese Angebote aussehen können, das zeigt die diesjährige Fachtagung Sprache unter dem Motto „Spracherwerbsprozesse unterstützen und gestalten – (Vor-)Lesen, Erzählen, Verstehen“. Der praxisorientierte Fachkongress findet vom 12. bis 13. Juni 2015 im Congress Centrum Heidenheim statt und wird von der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH und der Stadt Heidenheim mit fachlicher Unterstützung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd veranstaltet.

Noch stärker als bisher stehen in diesem Jahr der interdisziplinäre Austausch und der Dialog zwischen Theorie und Praxis im Vordergrund.
Hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis, Prof. Dr. Petra Wieler, Dr. Donata Elschenbroich oder Dr. Ilse Wehrmann vermitteln in ihren Plenarvorträgen neueste Erkenntnisse der Forschung.
In praxisnahen und meist interaktiven Workshops bekommen alle, die sich in ihrem Arbeitsumfeld mit dem Thema Sprach- und Leseförderung beschäftigen, vielseitige Werkzeuge und Methoden an die Hand: Entscheidungsträger in Kommunen und Kindergarten-/ Schulträger, Erzieher/innen, Studierende, Praktikanten und Schüler/innen der Fachschulen und Hochschulen für Sozialpädagogik, Sprachförderkräfte und Übungsleiter/innen.

29 Referentinnen und Referenten beleuchten in vier Themenportalen die Bereiche „(Vor-) Lesen“, „Erzählen“, „Zuhören und Verstehen“ und „Bewegte Sprache“. Ein besonderes Augenmerk liegt auf spielerischen, kreativen Methoden der Sprachförderung. Theaterpädagogin Stefanie Rejzek vom Kinder- und Jugendtheater „Junges Ensemble Stuttgart“ berichtet von ihren Erfahrungen aus Kita-Sprachförderprojekten, Motopädagoge Peter Pastuch verbindet Sprachförderung mit Bewegung, Brigitte Thönges, Lehrerin für Musikalische Früherziehung, setzt mit Musik Impulse und Dichter und Wortkünstler Timo Brunke steuert „Balladen für kleine und größere Kinder“ bei.

Experimentieren, entdecken, erzählen – auch so lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Sprache. Schon ganz alltägliche Gegenstände, so Dr. Donata Elschenbroich, Autorin des viel beachteten Buches „Weltwissen der Siebenjährigen“, können zum Erzählen animieren. Zum Beispiel eine Wäscheklammer: „Der Einjährige findet die Wäscheklammer vor. Er will dieses Wissen im Ding aufschließen, mit dem Mund und den Fingerspitzen, mit Nase, Augen und Ohr. Kindergartenkinder zwicken sich heroisch damit in die Fingerkuppe und testen ihre Schmerzgrenze, die Haut unter der Klammer wird weiß, warum? Später lernt das Kind, dass Wäscheklammern etwas wert sind und etwas kosten. Das alles sind elementare, mit Händen und Kopf unternommene Bildungserfahrungen.“ Gemeinsam mit den Teilnehmern unternimmt Dr. Elschenbroich bei der Fachtagung Sprache weitere spannende Expeditionen zu den Gegenständen des Alltags. Sie ermutigt Eltern und Erzieher zum gemeinsamen Erforschen: „Idealerweise erkunden die Kinder die Dinge selbst, die Erwachsenen begleiten, folgen ihnen auf ihren Erkenntniswegen. Und dann wird man oft gemeinsam ein Mehr in den Dingen entdecken können.“

Das Angebot der Tagung ist überaus vielseitig. „Wir wünschen uns, dass die Teilnehmer viele gute Impulse für ihre tägliche Arbeit mit nach Hause nehmen“ so Prof. Dr. Nauwerck, für die Sprachförderung in Kita und Kindergarten auch mehr Bildungsgerechtigkeit bedeutet, zum Beispiel für Migrantenkinder, die Deutsch als Sprache erst erlernen müssen. Perspektiven für ein gerechteres Bildungssystem zeigt Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes der Bildungswirtschaft in seinem Vortrag auf. Er plädiert: „Wir haben in der jüngsten Zeit international die Erkenntnis gewonnen, dass die ersten acht Jahre in der kindlichen Entwicklung nicht nur die besonders intensiven Lernjahre sind, sondern auch mit dem bisher entwicklungsfähigsten Teil des Bildungssystems korrespondieren. Das eröffnet einerseits die Chance, diese ersten acht Jahre besser zu nutzen, auf der anderen Seite begründet sich hieraus die Notwendigkeit einer Bildungsreform. Wir müssen die Qualität der Bildung weiterentwickeln, den Bildungsauftrag der Einrichtungen neu definieren, die Entwicklung des gesamten Systems der Tageseinrichtungen für Kinder voranbringen und die frühe Bildung als das Fundament für gelingende kindliche Bildungsbiographien anerkennen, um faire Bildungschancen für jedes Kind, von Anfang an, in jeder Einrichtung zu sichern und eine stark ausgeprägte Bildungsungerechtigkeit zu überwinden.“

Interessierte finden auf www.fachtagung-sprache.de das komplette Vortragsprogramm und können sich für die Teilnahme an der Tagung online anmelden. Unternehmen haben die Möglichkeit, auf der begleitenden Messe ihre Produkte und Dienstleistungen einem interessierten Fachpublikum vorzustellen. Weitere Informationen zur Messe finden sich ebenfalls auf der Website.

Seit 1986 konzipiert, organisiert und veranstaltet die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH Messen, Kongresse, Ausstellungen und Gemeinschaftsstände zu den Themen Bauen, Energie, Europa und Bildung. In allen Themenschwerpunkten sind das Engagement für Klimaschutz sowie das soziale Bewusstsein der Agentur fest verankert. Weitere Informationen unter: www.messe-sauber.eu.

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Woche der freien Träger: „Soziale Vielfalt in Kitas erhalten“

Woche der freien Träger: "Soziale Vielfalt in Kitas erhalten"

R. Werkmann, N. Porsch, B. Stähler, B. Lösch, C. Walter, P. Rühle, M. Haller-Kindler, W. Weegmann (Bildquelle: Konzept-e / Perper)

Die im Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) organisierten Kita-Träger machten sich mit einer Aktionswoche für soziale Vielfalt in allen Stuttgarter Kindertagesstätten stark. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Chancengerechtigkeit, hieß es. Die bestehenden Förderrahmenbedingungen erschwerten freien Trägern die Umsetzung jedoch zunehmend.

„In unseren Kindertageseinrichtungen soll sich die soziale Vielfalt unserer Gesellschaft spiegeln. Wir möchten Kinder aus allen Bevölkerungsschichten betreuen. In der Umsetzung stehen wir jedoch vor Herausforderungen, die wir gerne diskutieren möchten“, erklärten Waltraud Weegmann und Bettina Stähler vom Vorstand des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) anlässlich der „Woche der freien Träger“, die am 11. Mai in Stuttgart zu Ende ging. Elf kleinere, von den großen Wohlfahrtsverbänden unabhängige Kita-Träger aus Stuttgart haben sich im VFUKS zusammengeschlossen. Mit der Veranstaltungswoche machten sie auf ihre vielfältigen Angebote sowie auf konkrete Problemstellungen aufmerksam, die sich aus den derzeitigen Förderrahmenbedingungen für freie Träger ergeben.

„Wer Bonuscard-Kinder aufnimmt, zahlt oft drauf“
So entsteht freien Trägern zum Beispiel vielfach ein Fehlbetrag, wenn sie Kinder aus Familien mit einer sogenannten Bonuscard betreuen, die in Stuttgart von Kita-Beiträgen befreit sind. Den Trägern wird der Ausfall der Elternbeiträge nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag ersetzt. Eine Differenz ergibt sich, weil aufgrund geringerer öffentlicher Zuschüsse die Gebühren bei freien Trägern gezwungenermaßen oft höher sind als in städtischen Einrichtungen. „Das heißt: Wir müssen sehr genau rechnen, wie viele Bonuscard-Kinder wir uns „leisten“ können. Wäre stattdessen nicht ein Anreizsystem sinnvoll?“, fragte Waltraud Weegmann.

„Bunte“ Stadtteile – Vielfalt in Kitas
Die Stadträtinnen und -räte Petra Rühle, Bündnis 90/Die Grünen, Nicole Porsch, CDU, Christian Walter, Fraktionsgemeinschaft SÖS-Linke-PluS, sowie die Kinderbeauftragte der Stadt Stuttgart, Maria Haller-Kindler, diskutierten bei einer Podiumsdiskussion unter anderem diese Frage mit den Veranstalterinnen und Veranstaltern der Aktionswoche. Sie betonten einhellig, dass ihnen die Vielfalt in der Kita-Trägerlandschaft wichtig sei, um Familien ein breit gefächertes Angebot machen zu können. Eine soziale Mischung in Stuttgarter Kindertagesstätten zu realisieren, gelinge aus ihrer Sicht bislang jedoch gut. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass in allen Stuttgarter Stadtteilen sowohl ärmere als auch wohlhabendere Familien wohnten. „Eine Ghettoisierung, wie sie in anderen Großstädten zu beobachten ist, haben wir hier nicht“, hieß es.
Einer Zweiteilung der Kita-Landschaft vorbeugen?
Allerdings beobachtete Nicole Porsch, dass nicht alle Eltern eine soziale Vielfalt in Kindertagesstätten honorieren: „Ich habe eine kleine Umfrage bei uns im Büro gemacht und ehrliche Antworten erhalten: „Für mein Kind würde ich so eine Einrichtung nicht wählen“, hieß es.“ Das sei eine weit verbreitete Haltung von bildungsorientierten Mittelstandseltern, bestätigten die im Verband organisierten Kita-Träger: „Wir sehen diesen Trend mit Sorge und befürworten politische Maßnahmen, um einer Zweiteilung der Kitalandschaft in Stuttgart vorzubeugen.“

Im Gespräch bleiben
Eine höhere finanzielle Förderung für freie Träger könnten sie jedoch ehrlicherweise nicht zusagen, machten die Stadträtinnen und Stadträte klar. Sie boten jedoch an, im Gespräch zu bleiben und bestimmte Rahmenbedingungen eventuell neu zu justieren. Nicole Porsch würde gerne die Kita-Förderrichtlinien vereinfachen: „Die haben ich erst nach fünfmaligem Lesen einigermaßen verstanden.“ Christian Walter betonte: „Wir müssen uns grundsätzlich fragen, was uns frühkindliche Bildung Wert ist.“

„Jeder Kitaplatz muss ein guter Kitaplatz sein!“
Brigitte Lösch, Vizepräsidentin des baden-württembergischen Landtags und Schirmherrin der Veranstaltungswoche, hob in ihrer Rede die Bedeutung der Kita als eigenständige Bildungsinstitution hervor und betonte wie wichtig eine hohe pädagogische Qualität sei: „Jeder Kitaplatz muss ein guter Kitaplatz sein!“ Sie bedankte sich bei den freien Trägern für ihr Engagement, ihre vielfältigen pädagogischen Profile und ihren wichtigen Beitrag zur Kita-Qualitätsentwicklung.

Der Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten (VFUKS) vertritt die Interessen von Stuttgarter Kindertagesstätten, die vor Ort insgesamt rund 2.300 Betreuungsplätze anbieten. Alle Mitglieder des Verbandes zählen zu den „Sonstigen Freien Trägern“, das bedeutet, dass diese weder der Stadt noch den beiden Kirchen direkt angehören.

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