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Sonstiges

NDR 2 zum Finale der Kieler Woche 2017 mit Laith Al-Deen und Yvonne Catterfeld

NDR 2 zum Finale der Kieler Woche 2017 mit Laith Al-Deen und Yvonne Catterfeld

Yvonne Catterfeld – Foto von Christoph Köstlin

Den Start und das Finale des Bühnenprogramms am Ostseekai übernimmt NDR 2 – und holt drei nationale Top-Acts auf die Kieler Woche. Während Max Giesinger – wie bereits bekannt gegeben – und Lola Marsh am Freitag, 16. Juni, für NDR 2 das Open-Air-Event eröffnen, kommen Yvonne Catterfeld und Laith Al-Deen zum Abschluss am Sonntag, 25. Juni, auf die Bühne.

Im vergangenen Jahr meldete sich Laith Al-Deen mit seinem mittlerweile neunten Studio-Album „Bleib unterwegs“ zurück – und belegte auf Anhieb Platz eins der Charts. Das Besondere an dem Album: Der Mannheimer verarbeitet darauf Geschichten seiner Fans. Nachdem er zahlreiche Mails mit ihren persönlichen und bewegenden Erzählungen erhielt, entschloss er sich, diese in seine Songs einzubauen. Vor mittlerweile 17 Jahren legte Laith Al-Deen mit dem Hit „Bilder von dir“ die Grundlage für seine beeindruckende Karriere. Songs wie „Dein Lied“, „Alles an dir“, „Keine wie du“ und „Nur wenn sie daenzt“ dürften auch in Kiel nicht fehlen.

Komplett neu erfunden hat sich Yvonne Catterfeld. Auf dem in diesem März erschienenen Album „Guten Morgen Freiheit“ präsentiert sich die Erfurterin mit neuem Sound und nachdenklichen Texten. Ende 2016 setzte sie mit dem Song „Irgendwas“ – ein Duett mit dem Nachwuchsrapper Bengio – ein erstes Ausrufezeichen. Das nunmehr siebte Studio-Album der studierten Jazz-Sängerin stieg kurz nach Veröffentlichung bis auf Platz vier der Charts – und wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen begeistert aufgenommen.

Bevor der Konzertabend am Sonntag, 25. Juni beginnt, lädt NDR 2 zum Public Viewing ein. Live auf der großen Videowand ist dann das dritte Gruppenspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft beim Confederations Cup zu sehen: Weltmeister Deutschland spielt gegen Afrikameister Kamerun um den Einzug ins Halbfinale. Dirk Böge moderiert das Bühnenprogramm.

Ein Highlight zum Start der Kieler Woche ist der Auftritt von Max Giesinger und seiner Band am Freitag, 16. Juni. Mit seinem Album „Der Junge, der rennt“ und den Songs „80 Millionen“ und „Wenn sie tanzt“ wurde er zu einem der populärsten deutschsprachigen Singer/Songwriter. Zuvor kommen die Newcomer von Lola Marsh auf die Bühne. Das Debüt-Album der israelischen Band „Remember Roses“ erscheint Anfang Juni. Mit den Songs „Sirens“, „You’re Mine“ und „She’s A Rainbow“ überzeugten sie bereits im vergangenen Jahr die Musikwelt. „Wishing Girl“, die erste Single aus dem kommenden Album, ist eine Sommerhymne, die den Folk-Pop der Band eindrucksvoll herausstellt. Start des von Stefan Kuna moderierten Bühnenprogramms ist um 19.00 Uhr.

Das NDR 2 Bühnenprogramm in der Übersicht:

Freitag, 16. Juni
19.00 Uhr | Die NDR 2 Show mit Stefan Kuna
20.00 Uhr | Lola Marsh
21.30 Uhr | Max Giesinger

Sonntag, 25. Juni
17.00 Uhr | Die NDR 2 Show mit Dirk Böge
17.00 Uhr | Public Viewing: Deutschland – Kamerun
19.30 Uhr | Yvonne Catterfeld
21.30 Uhr | Laith Al-Deen

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Politik Recht Gesellschaft

Kamerun: GKS renoviert und möbliert Schulruine

Grundschule „vergessen“: 250 Kinder „lernen“ im Stehen zwischen eingestürzten Wänden

Kamerun: GKS renoviert und möbliert Schulruine

Schulruine in Kamerun: Die Georg Kraus Stiftung hilft bei der Renovierung

Wasser läuft durchs Dach, Wände sind eingestürzt, Schüler „lernen“ im Stehen, da Möbel fehlen. Zwei der drei Lehrer arbeiten ohne Gehalt. Schulalltag im 2.200-Seelen-Ort Aloum I im Südwesten Kameruns. Die „ecole Publique Prince d“Aloum“ ist eine „vergessene“ Grundschule, an die sich der Staat zuletzt vor fast 40 Jahren erinnert hat. Jetzt ist endlich eine Renovierung in Sicht: Die Georg Kraus Stiftung (GKS) wird 2017 helfen, das Gebäude auf Vordermann zu bringen.

In Aloum I ist die Armut zu Hause – Bildung einzige Zukunftschance
Rund um die Provinzhauptstadt Ebolowa ist die Armut zu Hause. Schwache Infrastruktur, kein Strom, kein sauberes Trinkwasser. Die rund 250 Schüler in Aloum I sind Verzicht gewohnt. Ihre einzige Zukunftschance ist Bildung. Die findet in einer Schulruine, ohne sanitäre Einrichtungen und Mobiliar, statt. Eine Elterninitiative übernimmt die Unterstützung von zwei der drei Lehrer, mehr ist nicht möglich. Das ändert sich nun: Mithilfe der GKS wird die „Citizen Service Corps e.V. (CSC)“ die Grundschule renovieren.

„Umfeld für Unterricht schaffen“
Die Vereinsmitglieder „können nicht wegschauen, wenn Kinder in solchen Bedingungen die Schule besuchen“. Genauso geht es der GKS: „Für uns ist der Schulweg der beste Weg aus der Armut. Deshalb müssen wir ein funktionierendes Umfeld für den Unterricht schaffen“, betont GKS-Vorstand Erich G. Fritz.

Dach erneuern, Wände einziehen, Kanalisation aufbauen
Die Kooperationspartner werden das Dach erneuern, Wände einziehen und einen Betonboden gießen – bisher stehen oder sitzen die Schüler auf Asche. Bereits 2016 hatte die GKS Möbel angeschafft, die nach der Renovierung aufgestellt werden sollen. Darüber hinaus beteiligt sich die Stiftung am Aufbau der Kanalisation und des Abwassersystems, um Überschwemmungen während der Regenzeit entgegenzuwirken.
Text 1.825 Z. inkl. Leerzeichen

Link Projekt Nr. 123

Background der Georg Kraus Stiftung
1996 wurde die Georg Kraus Stiftung (GKS), gefördert von Wikinger Reisen, von der Familie Kraus ins Leben gerufen. Die Gründer von Wikinger Reisen haben ihr 20 Prozent der Unternehmensanteile übertragen. Damit fließen dauerhaft Erträge des Reiseveranstalters in die Projekte der Stiftung. Die GKS unterstützt die Entwicklungszusammenarbeit in der Dritten Welt. Sie ist „Transparency Deutschland“ angeschlossen und informiert gemäß der Selbstverpflichtung über Ziele, Ursprung und Einsatz der Mittel sowie Entscheidungsträger.

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Politik Recht Gesellschaft

Deutschland und Kamerun – Unentschieden im Fußball, umweltpolitisch im Abseits

Wie die Doppelmoral deutscher Umweltpolitik die Regenwaldzerstörung in Kamerun vorantreibt

Deutschland und Kamerun - Unentschieden im Fußball, umweltpolitisch im Abseits

Kamerun

Zwei zu zwei endete das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Kamerun am Sonntag den 01.06.2014. Ein ausgeglichenes Ergebnis. Weniger ausgeglichen sind die Rollen, die beide Länder in ihrer schon lang währenden Freundschaft einnehmen. Seit Kameruns Unabhängigkeit im Jahre 1960 unterstützte Deutschland die Entwicklung des Landes bereits mit einer Gesamtsumme von bisher etwa 900 Millionen Euro. Zusätzlich wurde das Land im Jahr 2006 im Rahmen einer internationalen Initiative weitgehend entschuldet. Die Bundesregierung erließ Kamerun Schulden in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.
Auch in diesem Jahr vergibt die deutsche Regierung erneut über 90 Millionen Euro im Rahmen einer deutsch-kamerunischen Partnerschaft. Das Abkommen unterzeichneten am 13. Mai 2014 der deutsche Botschafter für Kamerun, Dr. Klaus-Ludwig Keferstein, sowie der kamerunische Minister für Planung, Ökonomie und regionale Entwicklung, Emmanuel Nganou Djoumessi. Das Geld ist für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, den Schutz der Biodiversität sowie für Projekte der Entwicklungshilfe vorgesehen.
In der Realität befindet sich die Regierung von Kamerun aber seit mehreren Jahren im Abseits der umwelt- und entwicklungspolitischen Ziele. Seit 2009 unterstützt sie die Anlage einer riesigen Ölpalmenplantage des amerikanischen agro-industriellen Großkonzerns Herakles Farms. Laut dem Greenpeace Report „Licence to Launder“ vom 27. Mai, hat das Unternehmen Ländereien ohne ausreichende Rücksprache mit den Bewohnern übernommen sowie illegal Holz eingeschlagen und verkauft. Wegen des skrupellosen Vorgehens des Konzerns entsteht zudem heftiger Widerstand bei der lokalen Bevölkerung. Laut einer Umfrage unter Anwohnern und Gemeinden sind über 80% der Betroffenen gegen das geplante Projekt.
Die zweifelhafte Vorgehensweise von Herakles Farms, wird noch durch Repressalien – Razzien, Festnahmen – gegen lokale Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen verschärft. Deren Informationen stellen aber für die regionale Bevölkerung oftmals die einzige Möglichkeit dar, Auskunft zu erhalten. Herakles Farms vermeidet soweit möglich, die wahrheitsgemäße Aufklärung der Gemeinden.
Die deutsche Umwelt- und Entwicklungspolitik hat ihre ursprüngliche Intention klar verfehlt. Was als Entwicklungshilfe gedacht war, entpuppt sich letztlich als Investition in ein Land, das augenscheinlich keine Bemühungen unternimmt, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen Einhalt zu gebieten. Ein enormer Rückschritt für Kamerun, unterstützt von deutschen Steuergeldern. Am Ende verbleibt die Frage, warum die 90 Millionen Euro Entwicklungshilfe, trotz massiver Kritik aller Parteien eines Sonderausschusses, überhaupt bewilligt wurden.
Erst wenn die Regierung von Kamerun jegliche Handlungsweisen von Herakles Farms oder ähnlichen Unternehmen unterbindet, können deutsche Steuergelder wieder sinnvoll in die Entwicklungshilfe fließen. Schon längst ist die Bundesregierung in der Verantwortung, die eigene Umweltpolitik konsequent umzusetzen und strikte Bedingungen an die Vergabe von Geldern zu knüpfen. Sonst heißt es auch in Zukunft eins zu null für Herakles Farms gegen Umweltschutz und Menschenrechte.
Pressemitteilung des SAVE Wildlife Conservation Fund

SAVE ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Artenschutzes einsetzt

SAVE Wildlife Conservation Fund
Maike Förster
Dieselstr. 70
42489 Wülfrath
02058 -78 82-20
m.foerster@save-wildlife.com
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Wissenschaft Technik Umwelt

Eröffnung des 4. AIMS-Zentrums in Kamerun: Suche nach dem Einstein Afrikas

Zwei Nobelpreisträger, ein Träger der Fields-Medaille und weitere Gelehrte aus der ganzen Welt fanden sich mit Regierungsvertretern zu einer Pressekonferenz und Podiumsdiskussion zusammen, auf der sie detailliert erläutern werden, wie die African Institute for Mathematical Sciences – Next Einstein Initiative (AIMS-NEI) mit einer neuen Klasse am AIMS Exzellenz-Zentrum in Limbe an Kameruns Atlantikküste auf ihrer Mission voranschreitet.
„Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben“, kommentiert Neil Turok, Gründer von AIMS und Direktor des Perimeter Institute for Theoretical Physics in Kanada. „Am AIMS haben bereits 560 Afrikaner höhere akademische Abschlüsse im Bereich der Mathematik erworben, und mehr als ein Drittel davon waren Frauen.“
Das AIMS hat kürzlich sein viertes Zentrum in Kamerun eröffnet. Es ist das erste Institut in der Region Zentralafrika, und der erste Jahrgang des AIMS-Kamerun besteht aus 36 Studierenden aus 15 afrikanischen Ländern, 12 von ihnen sind Frauen. Die anderen Zentren befinden sich in Südafrika, in Ghana und im Senegal. Insgesamt 45 Kameruner haben vor der Eröffnung ein Studium in einem der anderen Zentren absolviert.

„Wir freuen uns, unser Konzept nach Kamerun zu bringen. Bei uns lehren und forschen weltweit führende Gelehrte der Mathematik und Naturwissenschaften mit den besten Studierenden Afrikas“, erläutert Thierry Zomahoun, geschäftsführender Direktor des AIMS Global Secretariat. „Unsere Absolventen können ihre hier erworbenen Fähigkeiten anschließend nutzen, um Probleme wie Krankheiten und Hunger bis hin zu Umweltzerstörung, Analphabetismus und Armut zu bekämpfen. AIMS-Absolventen verfügen über eine breit angelegte Ausbildung und sind talentierte Problemlöser und Innovatoren.“
Folgende Mathematiker und Physiker werden gemeinsam mit Neil Turok und Thierry Zomahoun an der Pressekonferenz und der anschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen:

David Gross – Nobelpreisträger 2004
Klaus Von Klitzing – Nobelpreisträger 1985
Cedric Villani – Träger der Fields-Medaille 2010
Paul Wiegmann – Physiker und Inhaber des Blaise-Pascal-Lehrstuhls
Howard Alper – Vorsitzender des Science Technology & Innovation Council of Canada
Barry Green – Interimsdirektor, AIMS-Kamerun

Nobelpreisträger Prof. Klaus von Klitzing erläutert: „Es freut mich sehr zu sehen, welche großartigen Möglichkeiten sich für die Studenten und Absolventen von AIMS durch ein fundiertes und breitgefächertes Studium der Mathematik und anderer Naturwissenschaften bieten. Die AIMS Next Einstein Initiative ist ein herausragender und authentischer Ansatz, den Herausforderungen unserer Zeit gemeinschaftlich und auf Augenhöhe zu begegnen. Besonders erfreut bin ich über die Beteiligung von Deutschland durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Dies ist eine herausragende Gelegenheit, den talentiertesten jungen Afrikanern die Möglichkeit zu eröffnen, sich zu Führungspersönlichkeiten zu entwickeln und den afrikanischen Kontinent für sein wissenschaftliches Potential und Knowhow weltweit bekannt zu machen.“

Das Programm ist ausgesprochen zeitgemäß, da die Volkswirtschaften in Afrika im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts ein phänomenales Wachstum erlebt haben. In vielen Ländern war ein Wirtschaftswachstum in Größenordnungen von über 4% zu beobachten, und diese hohen Wachstumsraten sollen bis 2015 anhalten. Kamerun hat sich zur führenden Wirtschaftsnation im zentralafrikanischen Raum entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2013 27,9 Milliarden US-Dollar bei einem Wachstum von 4,6% und machte nahezu ein Viertel (24,5%) des gesamten BIP der Region aus, welches bei 113,9 Milliarden US-Dollar lag. Für Kameruns Volkswirtschaft wird 2014 ein Wachstum von 4,9% auf 30,4 Milliarden US-Dollar vorausgesagt. Folglich explodiert die Nachfrage nach einer Generation junger Menschen, die Erkenntnisse der Naturwissenschaften und Mathematik anwenden können, um eine ebenso rapide wie nachhaltige soziale und politische Entwicklung zu ermöglichen.

Dennoch befinden sich lediglich 6% der Afrikaner, die der Altersgruppe für postsekundäre Bildung angehören, in Ausbildungsverhältnissen, auf Colleges oder Universitäten, im Vergleich zu 26% im weltweiten Durchschnitt (UNESCO-Institut für Statistik, Montreal, 2010). In Europa und Nordamerika liegt diese Quote sogar bei 80%. Die AIMS – Next Einstein Initiative spielt eine wichtige Rolle bei dem Vorhaben, diese Lücke in Afrika zu schließen und eröffnet zu diesem Zweck Exzellenz-Zentren für entsprechende Ausbildung, Forschung und Beratung. Geplant ist die Schaffung eines Netzwerks von 15 Zentren in ganz Afrika bis 2023, die jährlich tausende hervorragend ausgebildete Absolventen der Mathematik und verwandter Wissenschaften – die Hälfte davon Frauen – hervorbringen werden.
„Wir danken der Regierung von Kamerun für die Unterstützung der Next Einstein Initiative“, erklärt Zomahoun. „Diese Unterstützung bestätigt die Tatsache, dass Kamerun Teil einer wachsenden Gruppe afrikanischer Nationen ist, die Afrikas Profil als ein Kontinent schärfen wollen, in dem die Wissenschaft zur Lösung globaler Probleme gefördert und angewendet wird.“ Er bedankte sich ebenfalls für die Unterstützung durch die Regierung Kanadas über das International Development Research Centre und durch die Deutsche Regierung.
AIMS-Kamerun wird darüber hinaus auch Quantum Leap Africa aufbauen, ein Weltklasse-Forschungszentrum für Forschung im Bereich der Quantenwissenschaften. Dieser vielversprechende Bereich der Naturwissenschaften wird Afrika ermöglichen, einen gewaltigen technologischen Sprung zu machen, indem kommende Revolutionen in den Bereichen Elektronik, Informationstechnologie und Telekommunikation frühzeitig mitgestaltet werden.

Neil Turok, ein in Südafrika geborener Physiker, der insbesondere durch seine Arbeiten im Bereich der Kosmologie sowie für die Entwicklung und Überprüfung von Theorien zum Urknall bekannt geworden ist, hat AIMS im Jahr 2003 gegründet. Er ist der Überzeugung, dass der Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Mathematik einer der intelligentesten Ansätze ist, zur Entwicklung Afrikas beizutragen, indem direkt in talentierte junge Menschen investiert wird, und zwar auf wirkungsvolle, transparente und ausgesprochen kosteneffiziente Weise.
Warum die Konzentration auf mathematische Wissenschaften? Weil Mathematik die Grundlage für jede moderne Technologie ist, von der Sanitärinstallation zur Elektrizität, vom Smartphone bis zum Satelliten. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich auf Modelle und Planungen für die Wirtschaftswissenschaften, das Kommunikations- und Transportwesen bis auf die Energieversorgung und das Gesundheitswesen. Dennoch ist sie vollkommen kulturübergreifend und lässt sich frei weitergeben. Die Mathematik ist die Grundlage für Entwicklung. Viele der AIMS-Absolventen besetzen mittlerweile Führungspositionen in zivilen Institutionen und NGOs sowie an Universitäten, Forschungszentren und in Unternehmen in ganz Afrika.

Weitere Informationen auf unserer AIMS-NEI Wwebsite

Das African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) ist ein panafrikanisches Netzwerk von Exzellenzzentren für die Postgraduate-Ausbildung, Forschung und Beratung im Bereich der Mathematik und verwandter Wissenschaften. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die besten Studierenden Afrikas als unabhängige Denker, Problemlöser und Innovatoren zu fördern, sodass sie als Motor für eine zukünftige Unabhängigkeit Afrikas auf den Gebieten der Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft dienen werden. Das AIMS wurde 2003 gegründet und hat bisher mehr als 560 Absolventen hervorgebracht, etwa ein Drittel davon Frauen. Ziel der Next Einstein Initiative (NEI) ist der Aufbau von 15 Exzellenz-Zentren in ganz Afrika bis 2023.

AIMS-NEI ist in Deutschland durch sein Berliner Büro vertreten.
AIMS-NEI Germany gGmbH – Geschäftsführung: S. Thierry Zomahoun – Amtsgericht Charlottenburg HRB 155171 B

Kontakt:
AIMS-NEI Germany gGmbH
Johanna Havemann
Gravelottestraße 13 a
12167 Berlin (Germany)
+49-30-24617688
jhavemann@nexteinstein.org
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Wissenschaft Technik Umwelt

TU Berlin: Bildung gegen Armut

Studierende der TU Berlin planen und bauen eine Schule in Kamerun – die Bevölkerung ist beteiligt

Aufblühende Bildung – „Rising Education“. Der Name hat etwas von Hoffnungsschimmer, von Licht am Horizont. Eine aufgehende Sonne ist deshalb auch Symbol des Projekts, in dem ein Team von 15 Architekturstudierenden der TU Berlin in einer der ärmsten Regionen Kameruns eine Schule für 260 Kinder plant. Die Studierenden arbeiten dabei mit der gemeinnützigen „Hope Foundation“ vor Ort zusammen.

„Durch den großen Mangel an Bildungseinrichtungen in Bertoua, der Hauptstadt dieser kamerunischen Provinz, fehlt den jungen Menschen hier nicht nur eine Lebensperspektive, auch die allgemeine Entwicklung des Landes wird stark gebremst. Das wollen wir ändern“, erklärt Prokop Chadima. Er gehört zum Team der „baupiloten“ an der TU Berlin, ein Studienprojekt unter Leitung der Architekturprofessorin Dr. Susanne Hofmann, in dem Studierende unter realistischen Bedingungen im In- und Ausland Bauvorhaben realisieren, von der Planung bis zur Durchführung. Im Frühjahr 2013 begannen die Planungen, im kommenden Frühjahr soll der Bau in Kamerun beginnen, im September 2014 hofft das Team, Einweihung und Eröffnung feiern zu können. Die Studierenden und die „Hope Foundation“ haben in den letzten Monaten, in Zusammenarbeit mit der dortigen Bevölkerung, ein nachhaltiges Gebäudekonzept für die Schule entwickelt, das demnächst mit lokalen Hilfskräften umgesetzt werden soll. In alle Phasen des Planungs- und Bauprozesses ist die kamerunische Bevölkerung mit einbezogen. Das gemeinnützige Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

„Es ist eine große Herausforderung für die Studierenden und für uns alle gleichzeitig ein wichtiger Lerneffekt, in einem völlig anderen gesellschaftlichen und sozialen Kontext zu arbeiten, als wir es in Deutschland und in Berlin gewohnt sind“, sagt die Diplom-Architektin Kirstie Smeaton, die ebenfalls zum „baupiloten“-Team gehört. „Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, sind wichtige Punkte auch die Verwendung von niedrigschwelliger Technologie sowie die Finanzierbarkeit in Bau und Wartung, die die Menschen in der Region auch langfristig leisten können“, erklärt Prokop Chadima.

Kameruns Arbeitslosenquote ist hoch, wie die der meisten zentralafrikanischen Länder. Armut, schlechte medizinische Versorgung und viele andere Probleme sind die Folge. Die sanitären Anlagen in den existierenden Schulen seien mangelhaft, was häufige Erkrankungen des Personals und der Kinder zur Folge hat. Die Schulen seien unterbesetzt und viele Lehrkräfte wenig qualifiziert, berichtet die „Hope Foundation“. Das innovative Schulbaukonzept der „baupiloten“ beinhaltet deshalb neben Klassenzimmern, Verwaltungsräumen sowie adäquaten Sanitäranlagen auch einen Medienraum und eine Werkstatt sowie Räumlichkeiten für Kommunikation und Organisation von Veranstaltungen, zum Beispiel für die Weiterbildung oder „Summer School Lectures“ in den Ferien, die so der gesamten Gemeinschaft Bertouas zugutekommen. In all diese Planungen war neben der Bevölkerung vor Ort auch die lokale Verwaltung einbezogen, damit das Projekt den tatsächlichen Bedarf trifft. Der Kooperationspartner in Bertoua wird von internationalen Freiwilligen unterstützt und gewährleistet damit nach Eröffnung den Betrieb der Schule. Das Startkapital steht bereit, doch weitere Spenden sind willkommen, um die Bildung in Kamerun schließlich aufblühen zu lassen.
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Fotomaterial zum Download: www.tu-berlin.de/?id=141375

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Susanne Hofmann, Institut für Architektur, Fachgebiet Gebäudekunde und Entwerfen, 030/314-21896, 314-28923, E-Mail: s.hofmann@tu-berlin.de und
Dipl.-Arch. Kirstie Smeaton, Institut für Architektur, „Die Baupiloten“, Tel.: 030/314-28923, E-Mail: post@baupiloten.com, www.baupiloten.com , www.rising-ed.org

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

Kontakt
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Wissenschaft Technik Umwelt

Geplante Palmölplantage zerstört Lebensraum seltener Schimpansen und Drills im Südwesten Kameruns

Aktuelle wissenschaftliche Studie belegt große Artenvielfalt im Plantagengebiet

Im Südwesten Kameruns rund um den Korup Nationalpark in einem geplanten Palmölplantagengebiet leben zahlreiche hoch bedrohte Tierarten, darunter viele Arten die bereits auf der Roten stehen wie der Nigeria-Kamerun-Schimpanse (Pan troglodytes ellioti), die Roten Stummelaffen (Piliocolobus) oder die seltenen Drills (Mandrillus leucophaeus).
Das ist das Ergebnis einer Studie, die vom SAVE Wildlife Conservation Fund gemeinsam mit Greenpeace und dem WWF Germany in Auftrag gegeben und von einem Forscherteam der Universität Göttingen, der Universität München und einer kamerunischen Universität durchgeführt wurde.
Anlass der Studie war, dass der US-Investor Herakles Farms beabsichtigt, genau in der betreffenden Region auf einer Fläche von über 70.000 Hektar Regenwald zu roden um dort eine Palmölplantage zu erreichten. Bisherige unternehmensfinanzierte Studien sprachen stets von einem „ökologisch wenig bedeutsamen“ Areal. Das Forscherteam kam nun jedoch zu völlig anderen Ergebnissen, die starke Zweifel an der Objektivität der Unternehmensstudie zulassen.

Das internationale Wissenschaftlerteam um den Göttinger Biologen Dr. Matthias Waltert bestätigt in der aktuellen Studie, dass der untersuchte Waldblock entlang der kamerunisch-nigerianischen Grenze das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet in ganz Westafrika ist.
Dort entdeckten die Forscher seltene und höchst bedrohte Affenarten, unter denen dem Nigeria-Kamerun-Schimpansen eine besondere Bedeutung zukommt: Seine Existenz war nämlich in dieser Region bislang unbekannt. Nun fanden die Forscher seine Nester im Regenwald nah des geplanten Plantagengebietes, Der Nigeria-Kamerun-Schimpanse wurde erst kürzlich überhaupt als Unterart anerkannt und ist momentan die seltenste Unterart der Schimpansen. Aktuell bemühen sich viele internationale Forschergruppen in speziellen Schutzprogrammen um das Überleben dieser Art, von der nur noch geschätzte 3.500 Individuen leben.
Ebenfalls dramatisch bedroht sind die seltenen Drills, von denen ebenfalls eine bedeutsame Population im Plantagengebiet lebt: Drills sind eine Primatenart, die den Meerkatzen zugeordnet wird. Ihr Bestand sank dramatisch in den letzten Jahrzehnten durch den Verzehr von Buschfleisch und den Verlust ihres Lebensraums durch Regenwaldabholzung. 80% der verbliebenen weltweiten Population lebt in den Regenwaldgebieten Kameruns und daher zählt der Mandrill zu den gefährdetsten Tierarten ganz Afrikas.
Im Nguti Block, einem Schutzgebiet in Kamerun, identifizierten die Forscher sogar erstmalig eine vermutlich ganz neue Fischart: den Brycinus sp. aff. Intermedius. Bei der durchgeführten Fischstudie attestierten sie den Fischgebieten der plantagennahen Flüsse eine viel höhere Artenvielfalt als denen des Nils und des Kongos zusammen.
All diese bedrohten und seltenen Tierarten würden ihren Lebensraum verlieren, würde der US-Investor seine Pläne in die Tat umsetzen. Hinzu kommt, dass deutsche Steuergelder in Millionenhöhe als Entwicklungshilfe nach Kamerun fließen, mit dem Ziel, die Biodiversität zu bewahren. Die jedoch ist nach Ansicht der Naturschützer hochgradig in Gefahr, würde das Projekt nicht gestoppt.

Das Palmölprojekt war von beginn im Jahr 2009 an starker Kritik ausgesetzt: Internationale Naturschutzorganisationen und namhafte Wissenschaftler protestieren seitdem gegen die Zerstörung dieses hoch-schützenswerten Gebietes („HCV – high-conservation-value-area“), jedoch ohne Erfolg.

Bisherige Umweltverträglichkeitsstudien, die vom Investor Herakles in Auftrag gegeben und von Zertifizierern des RSPO (Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl) durchgeführt wurden, fanden angeblich all diese seltenen Tierarten nicht: In den Augen der Naturschutzorganisationen ist dies ein weiterer Beleg für das Versagen des RSPO und ein Schwindel mit den Forschungsergebnissen seitens des Investors.
„Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich und auch einfach falsch, dass Herakles Farms das geplante Plantagengebiet nach wie vor als ökologisch minderwertig darstellt“, meint Lars Gorschlüter, Vorstand des SAVE Wildlife Conservation Fund. „Wir haben nun wissenschaftlich untermauerte Beweise, dass in dem Areal, das zerstört werden soll, eine wesentlich höhere biologische Vielfalt herrscht als behauptet. Die Palmölplantage wäre das Ende zahlreicher dort lebender bedrohter Tierarten. In den bisherigen von Herakles Farms beauftragten Studien fanden sie erst gar keine Erwähnung. Vor diesem Hintergrund halten wir es für skandalös, dass Kamerun eine Palmölplantagen in diesem Gebiet überhaupt erlaubt. „

„Der Lebensraum all dieser seltenen Tierarten würde durch die Rodung zerstückelt, zwischen den so genannten Inselpopulationen ist ein genetischer Austausch unmöglich“ erklärt Dr. Matthias Waltert von der Universität Göttingen. Würde das „Herz“ aus diesem zusammenhängenden Regenwaldgebiet geschnitten, wären zahlreiche Populationen bedrohter Tierarten gefährdet. „Bei Wirbeltieren“, so Waltert, „wird eine Reduktion der ursprünglichen Fläche von zehn Prozent zu einer Verringerung der Arten um 50% führen“.
Daher mahnt der Wissenschaftler dringend, die bewaldete Landschaft auch außerhalb der Schutzgebiete als Pufferzonen zu erhalten.
Die endgültigen Ergebnisse der kürzlich durchgeführten wissenschaftlichen Studien werden im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

SAVE ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Artenschutzes einsetzt

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Schreinerei Hein sorgt für zwei Notunterkünfte für Flüchtlingsfamilien

Schreinerei Hein sorgt für zwei Notunterkünfte für Flüchtlingsfamilien

Die Schreinerei Hein unterstüzt Bedürftige aus Afrika

Statt Weihnachtspräsente an Kunden und Geschäftspartner zu verschenken, hat sich die Schreinerei Hein aus Waldbüttelbrunn entschlossen, notleidenden Flüchtlingsfamilien in Niger zu helfen.
In der gesamten Sahelzone in West- und Zentralafrika sind mehr als 18 Millionen Menschen vom Hunger bedroht, darunter mehr als vier Millionen Kinder, denen akute Mangelernährung droht. Verschärft wird diese Situation durch den Strom malischer Flüchtlinge, die vor politischen Unruhen im Norden Malis in Nachbarländer wie Niger geströmt sind. Plan leistet Nothilfe in den betroffenen Ländern Mali, Burkina Faso, Niger und Kamerun. Zum Beispiel unterstützt Plan die Familien mit Lebensmittelmarken, Lebensmittelhilfen, Saatgut und beim Aufbau von Getreidebanken, die ihnen einen Neuanfang nach der Krise ermöglichen.
Außerdem unterstützt das Hilfswerk Plan International die Flüchtlingsfamilien mit dem Bau von Notunterkünften. Durch die Spende der Schreinerei Hein konnten zwei komplette Bausätze zur Errichtung von Unterkünften für zwei Flüchtlingsfamilien beschafft werden sowie zehn Nothilfepakete mit Lebensmitteln und Saatgut an die Notleidenden verteilt werden. Diese Geschenke helfen das Leben von Kindern und deren Familien in einem der ärmsten Länder der Welt etwas zu verbessern.

Bildrechte: Plan International Deutschland e.V./ www.plan-deutschland.de

Bereits in der vierten Generation sind wir mit unserem familiengeführten Meisterbetrieb in Waldbüttelbrunn bei Würzburg ansässig.
Jedes Projekt wird bei uns persönlich vom jeweiligen Projektleiter betreut – als unser Kunde haben Sie also immer nur einen Ansprechpartner. Das spart Nerven, Zeit und somit Geld.
In unserer Fertigung entstehen sämtliche Gewerbe- und Privatproduktionen in bester Meister-Qualität.
Wir beschäftigen rund 20 Mitarbeiter, die ausnahmslos vom Fach sind und stetig fortgebildet werden.
Unsere Kunden sehen wir als unsere Partner an – eine professionelle, termingerechte und anspruchsvolle Arbeit gehört zu unserem Selbstverständnis.

Kontakt:
Schreinerei Hein GmbH
Volker Hein
Andreas-Bauer-Str. 1
97297 Waldbüttelbrunn
0931/4 80 01
info@schreinerei-hein.de
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empathieagentur UG (haftungsbeschränkt)
Fredy Groth
Florian-Geyer-Str. 3
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Wissenschaft Technik Umwelt

Expertenrunde im Deutschen Bundestag zu Regenwaldzerstörung in Kamerun

SAVE betonte die negativen Folgen der Palmölplantage für Mensch und Natur

Am 7. November beschäftigte sich der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Deutschen Bundestag mit der geplanten Palmölplantagen von Herakles Farms und Sithe Global Sustainable Oils Cameroon (SG-SOC) im Südwesten Kameruns, für die 70.000 Hektar Regenwald abgeholzt werden sollen. Lars Gorschlüter, Vorstand des SAVE Wildlife Conservation Fund, war als Experte zu der Runde eingeladen, an der Vertreter aller Parteien teilnahmen.

SAVE protestiert seit anderthalb Jahren gemeinsam mit verschiedenen Naturschutz-Organisationen gegen die Rodung, zum einen weil dieser Regenwald zu den artenreichsten der Erde gehört, zum anderen wegen der negativen Folgen für die einheimische Bevölkerung. In der letzten Woche überzeugte sich auch Minister Dirk Niebel von der Problematik im Rahmen seiner Kamerun-Reise.

Die Aussprache im Bundestag wurde auf SAVEs Initiative von den Grünen einberufen, die sich stark auf politischer Ebene im Regenwaldschutz engagieren. Die Partei teilt auch Sorge von SAVE über die aktuelle Entwicklung und die illegale Wiederaufnahme der Rodung.
Die Regierung teilte in einer Stellungnahme gegenüber SAVE mit: „insbesondere gehe es um Wahrung der Menschenrechte und eine nachhaltige ökologische Entwicklung in Kamerun“.
Dass beides in Gefahr ist, konnte SAVE-Vorstand Lars Gorschlüter während seiner Anhörung im Entwicklungsausschuss klar und überzeugend darlegen. Er wies sowohl auf eine unzureichende Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie hin, legte über 4.000 Unterschriften von Menschen aus dem betroffenen Gebieten in Kamerun vor, die die Plantage ablehnen und konnte darstellen, dass die Menschen nach dem Bau der Palmölplantage von Armut bedroht seien – trotz anderslautender Versprechen des Palmölunternehmens.
Zudem hob er den außergewöhnlich hohen ökologischen Wert des Regenwaldes hervor, der durch das US-Unternehmen zerstört werden soll. Die Argumente, die von Plantagen-Befürwortern angeführt werden, konnten erklärend widerlegt werden.

Durch den mittlerweile langen und intensiven Kontakt zu den Menschen in Kamerun konnte Gorschlüter den Politikern Einblicke in die Lebenssituation der Menschen in Kamerun präsentieren, die sich fernab von Regierungsbesuchen abspielt. Diese zusätzlichen Aspekte rundeten die Erkenntnisse ab, die Entwicklungsminister Niebel letzte Woche auf seiner Kamerun-Reise gewonnen hatte. Dieser erhielt vom Kamerunischen Präsidenten die Zusicherung, dass keine Landnutzungsverträge unterschrieben würden, bevor nicht alle offenen Fragen geklärt sind.

Insgesamt stießen die Ausführungen von SAVE bei den Vertretern der verschiedenen Parteien auf großes Interesse, zumal ab kommendem Jahr rund 40 Millionen jährlich von Deutschland nach Kamerun zum Schutz der Biodiversität fließen werden. Es wurde zugesichert, dass sich die deutsche Regierung dieses Falles annimmt und dies mit der kamerunischen Regierung besprechen wird. SAVE fordert die Bundesregierung auf, ihren politischen Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass sie auf einen sofortigen Rodungsstopp und ein Verbot der geplanten Palmölplantage in dieser Region drängt.

SAVE Wildlife Conservation Fund ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Wülfrath, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Natur- und Artenschutzes einsetzt. Hauptschwerpunkt sind bedrohte afrikanische Wildtiere.

Kontakt:
SAVE Wildlife Conservation Fund
Lars Gorschlüter
Dieselstrasse 70
42489 Wülfrath
02058 – 78 82-20
l.gorschlueter@save-wildlife.com
http://www.save-wildlife.com

Wissenschaft Technik Umwelt

Bundesentwicklungsminister besucht bedrohte Regenwälder in Kamerun

Dirk Niebel folgt weltweiten Protesten gegen Abholzung und Landraub

Rund anderthalb Jahre protestieren zahlreiche Naturschutzorganisationen, federführend der SAVE Wildlife Conservation Fund, gegen den Bau einer Palmölplantage in Kamerun. Das US-Unternehmen Herakles plant, zu diesem Zweck 70.000 Hektar Regenwald auf einer Fläche fast so groß wie New York City zu roden.
Am kommenden Dienstag und Mittwoch wird Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel in das Gebiet in der Nähe des Korup Nationalparks reisen, um sich selbst ein Bild von der Lage zu verschaffen.
Schon lange protestieren die einheimische Bevölkerung sowie zahlreiche NGOs und weltweit führende Wissenschaftler gegen das Vorhaben des verantwortlichen US-Unternehmens Herakles.
Die Liste der Kritikpunkte ist lang: Die geplante Palmölplantage würde einen der kostbarsten und artenreichsten Regenwälder der Erde zerstören, der laut Experten zu den letzten „Hotspots der Biodiversität“ gehört. Es fehlten sowohl die ausreichenden Umwelt- als auch Sozialverträglichkeitsstudien und die notwendige rechtliche Grundlage, so die NGOs und Wissenschaftler.
Die Menschen protestieren lautstark gegen die Plantage und den damit verbundenen Landraub. Sie befürchten Hungersnöte, weil ihre Lebensgrundlage zerstört wird. Schon mehrfach verfügten kamerunische Gerichte einen sofortigen Rodungsstopp. Die Rodungen werden derzeit weiter fortgesetzt, zuletzt wurden am 80 Hektar Regenwald illegal gefällt, wie Augenzeugen vor Ort dokumentierten.

Der SAVE Wildlife Conservation Fund informierte das Bundesministerium von Minister Niebel fortlaufend über die Entwicklungen in Kamerun und begrüßt sein großes Interesse daran.
Niebels Reise nach Kamerun in der kommenden Woche ist auch vor dem Hintergrund relevant, dass Deutschland zu den wichtigsten entwicklungspolitischen Förderern Kameruns gehört. Bei dem letzten Regierungsverhandlungen im September 2010 wurden drei zentrale Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit beschlossen: Gesundheit und HIV, gute Regierungsführung und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.

Deutschland fördert den Erhalt der Biodiversität speziell in Kamerun: Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits im Jahr 2008 zugesagt, dass Deutschland im Zeitraum von 2009 bis 2012 500 Millionen Euro zusätzlich für den Schutz der Biodiversität in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitstellen wird. Ab 2013 werden dafür 500 Millionen Euro jährlich investiert. Davon fließen nach Schätzungen allein 50 Millionen Euro nach Kamerun.

Somit begrüßt es der SAVE Wildlife Conservation Fund, dass sich der Entwicklungsminister umfassend informieren will und sich selbst von der Situation vor Ort ein Bild machen möchte.
Die Hoffnungen in den Minister sind hoch: SAVE wünscht sich, dass sich der Minister hinter die indige Bevölkerung stellt und sich klar gegen die geplante Palmölplantage ausspricht.

SAVE Wildlife Conservation Fund ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Wülfrath, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Natur- und Artenschutzes einsetzt. Hauptschwerpunkt sind bedrohte afrikanische Wildtiere.

Kontakt:
SAVE Wildlife Conservation Fund
Lars Gorschlüter
Dieselstrasse 70
42489 Wülfrath
02058 – 78 82-20
l.gorschlueter@save-wildlife.com
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Sonstiges

Erste ANTARIS SOLAR eKiss-Systeme in Kamerun in Betrieb

Interesse an PV-Komplettsystemen zur netzunabhängigen Stromversorgung wächst international

Erste ANTARIS SOLAR eKiss-Systeme in Kamerun in Betrieb

(NL/6570472425) Die mobilen Off-Grid PV-Systeme eKiss und Mini eKiss von ANTARIS SOLAR ermöglichen komplett autarke Stromerzeugung mit gespeicherter Sonnenenergie. Damit unterstützen sie in gering entwickelten Ländern die ländliche Elektrifizierung. Die ersten eKiss-Systeme auf dem afrikanischen Markt wurden jetzt in Kamerun in Betrieb genommen. Auch für Organisationen aus dem Bereich der Entwicklungshilfe sind die Off-Grid-Anlagen interessant.

Waldaschaff, 13.09.2012. Seit der Präsentation von eKiss und Mini eKiss auf der Intersolar Europe im Juni verzeichnet ANTARIS SOLAR steigende Nachfrage nach der neu entwickelten und flexibel konfigurierbaren Off-Grid-Komplettlösung und ihrem portablen kleinen Bruder Mini-eKiss.
Neben Europa, wo sich eKiss (= energy Keep it simple & safe) mit Leistungen von 350 bis 2.000 Watt für den landwirtschaftlichen Bereich oder auch zur Energieversorgung von Garten- oder Ferienhäusern anbietet, besteht auch in afrikanischen Ländern großes Interesse an den mobilen Insellösungen. Um die Nachfrage zu decken sind wir bestrebt, unser internationales Vertriebspartnernetz zu erweitern, erklärt Barton Shasha, ANTARIS SOLAR Country Manager für Afrika.

Kamerun ist Vorreiter in Sachen eKiss
In Regionen ohne stabiles öffentliches Stromnetz ermöglicht das eKiss-System eine gesicherte Energieversorgung. eKiss leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierung gering entwickelter Regionen, sagt Barton Shasha.
Die ersten eKiss-Systeme auf dem afrikanischen Markt wurden jetzt in Kamerun durch die ANTARIS SOLAR-Vertriebspartner SAF Solaire Africa und Village 21 in Betrieb genommen. Partner und Kunden schätzen an eKiss die Robustheit, Leistungsfähigkeit und die sehr einfache Bedienung, so Shasha.

eKiss Auch für gemeinnützige Organisationen interessant
eKiss kann als Ersatz oder auch als Ergänzung zu den bislang üblichen Diesel-Generatoren eingesetzt werden und ist damit eine Unterstützung für wichtige stromabhängige Bereiche wie Telekommunikation, Bildungs- und Gesundheitswesen sowie Hauswirtschaft. Für Organisationen aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit bieten sich die eKiss-Systeme an, da sie individuell auf die Bedürfnisse vor Ort ausgelegt und ohne tiefergehende Fachkenntnisse in Betrieb genommen werden können.

Mini eKiss als Chance für afrikanische Kleinunternehmer
Der portable Solarladekoffer Mini-eKiss ist ein attraktives Angebot nicht nur für die private Nutzung, sondern kann auch Grundlage für eigene Geschäftstätigkeiten werden. Bis zu zehn Mobiltelefone lassen sich beispielsweise mit dem Mini-eKiss gleichzeitig aufladen. Es gibt in Afrika Regionen, in denen zwar kein Stromnetz existiert, dafür aber ein funktionierendes Mobilfunknetz, erklärt Country Manager Barton Shasha. Der Einsatz von Mini-eKiss als mobile öffentliche Ladestation ist nicht nur ein lohnendes Geschäftsmodell in solchen Regionen, sondern würde zugleich auch den Ausbau der Telekommunikation fördern.

ANTARIS SOLAR

ANTARIS SOLAR (www.antaris-solar.de) zählt zu den führenden Anbietern modernster Solartechnologie in Deutschland und auf dem internationalen Photovoltaik-Markt.
ANTARIS SOLAR bietet das gesamte Spektrum aktueller Photovoltaiktechnik an, von den eigenen mono- und polykristallinen Modulserien über Wechselrichter, Montagesysteme und Monitoring-Tools bis hin zu Installationszubehör, Werkzeug und Software.
Unter www.fotovoltaikshop.net betreibt ANTARIS SOLAR zudem Europas größten Webshop für Photovoltaikprodukte.
ANTARIS SOLAR ist Teil der GÖDE-Gruppe (www.goede.com) mit Hauptsitz im bayerischen Waldaschaff nahe Aschaffenburg. International ist der Photovoltaik-Spezialist tätig in der Schweiz, Österreich, Dänemark, Tschechien, Italien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar sowie in Afrika und Japan.
Durch ein Kompetenznetzwerk mit rund 400 ANTARIS SOLAR-Partnern auf dem deutschen Markt bietet ANTARIS SOLAR passgenaue und ganzheitliche Lösungen für die effiziente Nutzung der wertvollen Ressource Sonnenenergie.

Kontakt:
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Andreas Runkel
Am Heerbach 5
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