Tag Archives: Jahrestagung

Wissenschaft Technik Umwelt

Nachhaltigkeit braucht Vorbilder

Zum 25. Mal: B.A.U.M.-Umweltpreis für Engagierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien

„B.A.U.M. ist ein Netzwerk nachhaltig wirtschaftender Unternehmen, will aber auch in die Gesellschaft hinein wirken. Aus diesem Grund werden mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis Unternehmensvertreter, aber auch Medienschaffende und Wissenschaftler geehrt, die sich um Umweltschutz und Nachhaltigkeit verdient gemacht haben“, so der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege, der auch den Vorsitz der Jury innehat.
Der B.A.U.M.-Umweltpreis 2018 geht in den Kategorien „Großunternehmen“ und „KMU“ an diese Preisträgerinnen und Preisträger:
Kategorie „Großunternehmen“
-Dr. Frank Appel, Deutsche Post DHL Group
-Bettina Würth, Adolf Wurth GmbH & Co. KG
Kategorie „Kleine und mittelständische Unternehmen“
-Florian Hammerstein und Hans Hermann Münchmeyer, Original Food GmbH
-Jörg Hoffmann, Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG
-Christine Miedl, Sparda-Bank München eG
Bei den Unternehmen stehen vor allem Klima- und Ressourcenschutz im Mittelpunkt des Engagements. So macht sich Deutsche Post DHL für eine emissionsarme Logistik stark. Die Wurth Gruppe treibt in der Baubranche Kreislaufwirtschaft nach dem Cradle to Cradle®-Prinzip voran. Und Wilkhahn setzt auf hohe Recyclingfähigkeit bei hochwertigen Büromöbeln.
Doch zur Nachhaltigkeit gehören Umwelt-, Wirtschafts- und soziale Aspekte gleichermaßen. Das berücksichtigt besonders Original Food und verbindet in seinem Kaffeeprojekt in Äthiopien den Schutz des Regenwalds mit fairen Wirtschaftsstrukturen und guten Lebensbedingungen für einheimische Kleinbauern. Die Sparda-Bank München, Deutschlands einzige Bank mit Gemeinwohl-Bilanz, misst ihren unternehmerischen Erfolg konsequent an ihrem Beitrag zum Wohl der Gesellschaft.
In der Kategorie „Medien“ wird die ARD-Telenovela „Rote Rosen“ ausgezeichnet, die zeigt, dass auch ein Unterhaltungsformat einen Beitrag zur Umweltbildung leisten kann. Hauptdarsteller Gerry Hungbauer und Redakteurin Meibrit Ahrens nehmen den Preis entgegen.
Ein langjähriger Mahner für mehr Klimaschutz und bekannter Autor zahlreicher Bücher über Ozeane und Klimawandel ist Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, der den Preis in der Kategorie „Wissenschaft“ erhält.
Dr. Lutz Fähser und Knut Sturm, Preisträger in der Kategorie „Institutionen“, haben gemeinsam den Stadtwald Lübeck zu einem international anerkannten Vorbild für naturnahe Waldnutzung und nachhaltiges Waldmanagement gemacht.
Der B.A.U.M.-Sonderpreis geht in diesem Jahr an Marie Nasemann, Schauspielerin und Model, die auf „fairknallt“ für mehr Nachhaltigkeit in der Mode und einen bewussten Konsum bloggt und zugleich zeigt, dass die Arbeit mit nachhaltigen Marken für Influencer ein Business Case sein kann.
Seit 1993 zeichnet B.A.U.M. mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis ganz bewusst engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen aus. 2017 ergab eine Studie der Universität Hohenheim, dass der B.A.U.M.-Umweltpreis nach dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem Deutschen Umweltpreis bei deutschen Unternehmen zu den bekanntesten und begehrtesten Nachhaltigkeitspreisen gehört.
Die Preise werden am 26. September im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung im darmstadtium verliehen. Das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt ist ein Vorzeigeobjekt für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und intelligente Energienutzung.

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. wurde 1984 als erste überparteiliche Umweltinitiative der Wirtschaft gegründet und ist heute mit über 500 Mitgliedern europaweit das größte Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. B.A.U.M. unterstützt seine Mitglieder in Fragen des unternehmerischen Umweltschutzes und nachhaltigen Wirtschaftens. Der Schwerpunkt liegt auf praxisorientiertem Erfahrungsaustausch und Service. www.baumev.de

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B.A.U.M.e.V.
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Osterstraße 58
20259 Hamburg
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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Trotz heimischer Ernteausfälle: Deutsche Fruchtsaft-Industrie weiterhin auf Erfolgskurs

Jahrestagung der deutschen Fruchtsaft-Industrie in Köln

Trotz heimischer Ernteausfälle: Deutsche Fruchtsaft-Industrie weiterhin auf Erfolgskurs

Köln, 6. Juni 2018 – Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF) zieht auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung in Köln insgesamt eine positive Bilanz für das vergangene Fruchtsaft-Jahr 2017: „Trotz einer witterungsbedingten, leicht rückläufigen Produktionsmenge von 3,98 Mrd. Litern konnte die deutsche Fruchtsaft-Industrie den Branchenumsatz mit 3,54 Mrd. Euro in etwa halten“, so Klaus-Jürgen Philipp, Präsident des VdF. Der deutsche Pro-Kopf-Konsum von Fruchtsaft und -nektar ist mit 32 Litern weltweit Spitze, wenn dieser auch leicht hinter den beiden Vorjahren (2016 und 2015: 33 Liter) zurückliegt. Dem seit Jahren unangefochtenen Fruchtsaft-Welt- und Europameister folgen Norwegen (24,8 Liter) sowie die Niederlande (22,9 Liter), Österreich und die USA (mit jeweils 22,6 Litern).

Während die Nachfrage nach klassischen Fruchtsäften und -nektaren aufgrund der steigenden Preise leicht rückläufig ist, bauen Smoothies und hochwertige Direktsäfte ihre Marktanteile kontinuierlich aus. Der beliebteste Fruchtsaft der Deutschen ist der Apfelsaft mit einem Pro-Kopf-Konsum von 7,6 Litern. Es folgen auf den weiteren Plätzen Orangensaft mit 7,4 Litern, mit deutlichem Abstand Multivitaminfruchtsaft (4,1 Liter) sowie Traubensaft (1,2 Liter) und Ananassaft (0,4 Liter). Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren auch Gemüsesäfte und -nektare, die derzeit mit einem Pro-Kopf-Konsum von 1,8 Litern in der Rangliste stehen.

Nicht einfach machte es der Apfel den Mitgliedern des Verbandes im Verlauf des Fruchtsaft-Jahres 2017: „Das Naturprodukt Saft ist seit jeher von der Witterung abhängig, so minderten starke Nachtfröste im April 2017 die heimische Apfelernte und damit den Kelterertrag um bis zu 65 Prozent“, bilanziert Philipp. Durch den Kälteeinbruch nahmen vor allem in den traditionellen Streuobstgebieten Baden-Württembergs die Apfelblüten großen Schaden und sorgten für die niedrigste Apfelernte seit 1991. Insgesamt konnten nur 310.000 Tonnen Äpfel zu 243 Millionen Litern Apfelsaft gekeltert werden. Neben der Witterung beeinflusste auch die Alternanz, die sich abwechselnden guten und schwachen Erntejahre, die Erntemenge zusätzlich.

Glas-Mehrwegsystem baut Marktanteil aus
Positiv ist die Entwicklung des brancheneigenen Glas-Mehrwegsystems zu sehen. Zum zweiten Mal in Folge weist das System Wachstumsraten auf und liegt nun bei einem Marktanteil von 10 Prozent. Mit der Verpackung „Glas“ können die Fruchtsaft-Hersteller den speziellen Verbraucherwünschen in Richtung Natürlichkeit und Nachhaltigkeit nachkommen. Das verbandeigene System gibt es seit 45 Jahren und wird in Deutschland derzeit von rund 300 kleinen und mittelständischen Fruchtsaftunternehmen genutzt.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde 1951 gegründet. Rund 345 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied. Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In- und Ausland.

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Tourismus Reisen

Mit neuen Zielen in das Jahr 2018!

Auf der Jahrestagung der VCH-Hotelkooperation wurden Konzepte und Strategien präsentiert

Mit neuen Zielen in das Jahr 2018!

Erfolgreiche Jahrestagung der VCH-Hotelkooperation (Bildquelle: VCH Hotelkooperation)

Düsseldorf, Januar 2018 – Mitte November fand im Kolping Hotel & Resort Parkhotel Fulda die jährliche Tagung der VCH-Hotelkooperation statt. VCH-Kooperationsgeschäftsführer Axel Möller präsentierte den anwesenden Mitgliedern einen Rückblick auf die Aktionen in 2017 und einen detaillierten Ausblick auf das kommende Jahr, in dem zahlreiche Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen geplant sind.
Der Marketing- und Vertriebsplan enthält neben Neuerungen im Intranet und einen Newsletter für Gäste und Firmen auch Neues im Bereich MICE und PR. Für den Bereich PR und Social Media wurde die Agentur PR Office engagiert, um zukünftig noch stärker in den Medien und in der Öffentlichkeit präsent zu sein und die Marke bekannter zu machen.
In 2018 wird bei VCH im Onlinebereich verstärkt mit einer Bestpreisgarantie geworben, um mehr Direktbuchungen zu erzielen. Neu ist auch, dass der online buchende Gast die Möglichkeit haben wird, die CO2-Emission, die durch eine Übernachtung entsteht, direkt über die Unterstützung eines Klimaprojektes zu kompensieren.

Neue Mitglieder
Axel Möller konnte auf der Tagung auch sechs neue VCH-Mitglieder vorstellen. Ein Neumitglied kommt aus Bethlehem in Palästina; das Gästehaus Talitha Kumi, vier aus Deutschland und eines aus der Schweiz.

Gastredner
Auf dem zweitägigen Meeting begrüßte VCH-Geschäftsführer Axel Möller drei Gastredner, die die Mitglieder mit ihren Fachvorträgen begeistert haben.
Gabriele Schulze, ehemalige Geschäftsführerin bei Best Western und heute erfolgreich selbstständig mit der Firma Marketing4results, referierte über Vertriebsstrategien und Kooperationen.
Der Fokus von Referent Christian Seifert von HotelNetSolutions lag auf dem Bereich Onlinebuchungen, die unabdingbar vollautomatisiert in jedem Haus ablaufen müssen. Voraussetzung ist die Optimierung der Web- und der Buchungsseite. Ob Arrangements, Bilder, Texte oder Preise, alles muss auf dem neuesten Stand und attraktiv für potentielle Gäste sein. Mit Google AdWords sollen neue Websitebesucher gewonnen, Onlineverkäufe und das Kundeninteresse gesteigert werden. Mit Google analytics wird anschließend die Herkunft der Homepage-Besucher, ihre Verweildauer auf den VCH-Seiten sowie die Nutzung von Suchmaschinen bewertet und erlaubt damit eine bessere Erfolgskontrolle der verschiedenen Aktionen im Netz. Außerdem verhindert ständiges Mousetracking zu schnelles Abbrechen durch den Seitenbesucher und steigert die Conversion-Rate.
Um sich auf intensiv auf die Nutzung dieser Dienste vorzubereiten, bietet VCH seinen Mitgliedern hier professionelle Unterstützung aus der eigenen Zentrale sowie hochwertige Videoschulungen an.
Als Referent konnte auch Peter Ortner von Top International gewonnen werden, der in seinem Vortrag über GDS-Buchbarkeit berichtet hat.

Markenmodell
Ab 2018 startet der VCH auch mit seinem in den vergangenen 2 Jahren gemeinsam erarbeiteten Markenmodell. Die VCH-Hotels wollen noch mehr für Werteorientierung, Geborgenheit und Vielfalt stehen. Das Modell – bestehend aus Kern- und Individualkriterien wird ab dem 1. Quartal in die Häuser integriert.

Mystery Check
Die Anzahl der Checks in den VCH-Hotels hat in 2017 zugenommen, soll aber 2018 weiter gesteigert werden. Insgesamt 30 Mystery Checks sind in der nächsten Zeit pro Jahr geplant. Die Gesamtergebnisse der durchgeführten Checks werden im Intranet präsentiert.

Auch in 2018 steht wieder die Beteiligung an verschiedenen Fachmessen auf der Agenda. Außerdem sind auch wieder drei Regional-Meetings geplant in 2018. Die Meetings werden von den VCH-Mitgliedern sehr gern aufgrund der Informationen, aber vor allem zum Erfahrungsaustausch untereinander genutzt.
Axel Möller: „Ich wünsche mir generell noch mehr Austausch untereinander, mehr Beteiligung der Mitgliedsbetriebe an wichtigen Themen, an Entscheidungen, an Aktivitäten. Dazu erhoffe ich mir im neuen Jahr mehr Interaktion im Intranet. Für die Zukunft ist mir auch wichtig, dass wir in der Öffentlichkeit als moderne und werteorientierte Kooperation wahrgenommen werden. Wir haben uns auf unsere „VCH-Fahne“ die Themen Nachhaltigkeit, Christlicher Glaube, Kulturgut und Fairness geschrieben – und wir leben das auch in der Realität. Unsere Mitglieder leben das Leitmotiv der Gründerväter „Herberget gern“ und sind Gastgeber aus Leidenschaft mit der Verantwortung für die Umwelt und die Schöpfung. Wir wollen Menschen unterwegs ein Zuhause bieten, das sehen wir als unsere Aufgabe.“

VCH-Hotelkooperation
Seit 113 Jahren stehen die VCH-HOTELS in Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern für Gastlichkeit, Freundlichkeit, guten Service und Behaglichkeit. Die traditionsreiche Hotelkooperation ist die Nachfolgerin des „Verbandes Christlicher Hospize (bzw. Hotels).
Die ca. 60 Häuser der Kooperation in Deutschland, einem Zusammenschluss von in ihrer Art unterschiedlichsten, traditionell-historischen wie auch modernen Beherbergungsbetrieben sind als Stadt-, Ferien-, Kur- und Tagungshotels an vielen interessanten Standorten in Deutschland und im benachbarten Ausland zu finden. Eine Reihe von ihnen befindet sich nach wie vor in kirchlicher oder karitativer Trägerschaft. Ob direkt in der Stadt oder auf dem Land gelegen, ob im Urlaub oder auf Geschäftsreisen: Bei der VCH-Hotelkooperation findet man eine große Auswahl an individuellen Häusern. Sie werden von Menschen geführt, die sich zum christlichen Glauben bekennen und dies für ihre Gäste erlebbar machen. Das VCH-Motto „Unterwegs und doch zu Hause“ verdeutlicht, wie wichtig es den Gastgebern ist, ihren Gästen eine behagliche und gemütliche Atmosphäre während der Zeit des Aufenthaltes zu ermöglichen.
VCH-HOTELS arbeiten verantwortungsvoll und umweltbewusst. Durch einen pfleglichen Umgang mit den Ressourcen der Natur und den Einsatz regionaler Produkte in Küche und Reinigung leisten sie einen Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung. Die seit 2007 bestehende Zusammenarbeit von VCH-Hotels und TOP International Hotels & Corporate Partners zum Ausbau der nationalen und internationalen Vermarktung erschließt beiden Kooperationen wichtige Synergien. Über 300 Partnerhotels im Deutschen Markt bilden das gemeinsame Portfolio.

VCH-Hotelkooperation
Seit 113 Jahren stehen die VCH-HOTELS in Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern für Gastlichkeit, Freundlichkeit, guten Service und Behaglichkeit. Die traditionsreiche Hotelkooperation ist die Nachfolgerin des „Verbandes Christlicher Hospize (bzw. Hotels).
Die ca. 60 Häuser der Kooperation in Deutschland, einem Zusammenschluss von in ihrer Art unterschiedlichsten, traditionell-historischen wie auch modernen Beherbergungsbetrieben sind als Stadt-, Ferien-, Kur- und Tagungshotels an vielen interessanten Standorten in Deutschland und im benachbarten Ausland zu finden. Eine Reihe von ihnen befindet sich nach wie vor in kirchlicher oder karitativer Trägerschaft. Ob direkt in der Stadt oder auf dem Land gelegen, ob im Urlaub oder auf Geschäftsreisen: Bei der VCH-Hotelkooperation findet man eine große Auswahl an individuellen Häusern. Sie werden von Menschen geführt, die sich zum christlichen Glauben bekennen und dies für ihre Gäste erlebbar machen. Das VCH-Motto „Unterwegs und doch zu Hause“ verdeutlicht, wie wichtig es den Gastgebern ist, ihren Gästen eine behagliche und gemütliche Atmosphäre während der Zeit des Aufenthaltes zu ermöglichen.
VCH-HOTELS arbeiten verantwortungsvoll und umweltbewusst. Durch einen pfleglichen Umgang mit den Ressourcen der Natur und den Einsatz regionaler Produkte in Küche und Reinigung leisten sie einen Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung. Die seit 2007 bestehende Zusammenarbeit von VCH-Hotels und TOP International Hotels & Corporate Partners zum Ausbau der nationalen und internationalen Vermarktung erschließt beiden Kooperationen wichtige Synergien. Über 300 Partnerhotels im Deutschen Markt bilden das gemeinsame Portfolio.

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Elektronik Medien Kommunikation

MSC Jahrestagung für Produktmanager am 15. und 16. Mai 2018 in Heidelberg

Auf der Jahrestagung 2018 berichten Produktmanager für Produktmanager

MSC Jahrestagung für Produktmanager am 15. und 16. Mai 2018 in Heidelberg

Tagungsimpressionen

Wer auf dem Markt überleben will, braucht innovative und vor allem erfolgreiche Produkte. Diese Tagung bietet Erfahrungsberichte über Best Practice im Produktmanagement speziell für technische Produkte, Software und Dienstleistungen.

Unternehmen mit einem professionellen Produktmanagement wachsen schneller und erwirtschaften höhere Erträge als ihre Wettbewerber. Sie sind in ihrer Produktentwicklung markt- und kundenorientierter, setzen sich intensiver mit Kundenproblemen auseinander und kennen die Bedürfnisse und Prozesse ihrer Kunden besser als andere Anbieter.

Auf der Jahrestagung 2018 berichten Produktmanager für Produktmanager. Sie gewinnen einen Einblick in die Erfolgsfaktoren und erhalten topaktuelle Tipps und Beispiele, „Wie machen es andere“. Erfahrungsaustausch und Tools geben Impulse für eine nachhaltige Umsetzung in Ihre Praxis. Lassen Sie sich von Referenten aus folgenden Unternehmen inspirieren: ABB, Basler, Bizerba, Bosch, Boschrexroth, Festo, GEA, Giesecke+Devrient, Kardex, Kieback & Peter, LAP Laser, Lenze, Thomas Magnete und Wacker Neuson..

Die Jahrestagung bietet eine ideale Plattform für den Erfahrungsaustausch unter Kollegen. Informationen bei MSC Management Seminar Center GmbH, D-74889 Sinsheim, Tel.: 07261-4727 oder
https://peterkairies.de/tagungen/msc-jahrestagung-fuer-produktmanager/produktmanager-2018/

MSC Management Seminar Center hat sich auf Seminare, Trainings, Tagungen und Tools für Produktmanagement, Produktmarketing, Konkurrenzanalyse und Projektmanagement spezialisiert. Unser Ziel ist es, mit modernstem Know-how und Tools Ihren Erfolg zu steigern.

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MSC Management Seminar Center GmbH
Cornelia Saam
Kurpfalzstr. 114
74889 Sinsheim
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Ausgezeichnete Parodontologie in Dresden

DG PARO Jahrestagung 2017

Ausgezeichnete Parodontologie in Dresden

Preisträger des meridol®-Preises (Bildquelle: CP GABA)

Wissenschaftliches Symposium, Auszeichnungen für hervorragende Forschung und das neue Meet-a-Mentor-Programm zur Förderung junger Wissenschaftler – bei der DG PARO Jahrestagung vom 21. bis 23. September in Dresden präsentierte sich CP GABA einmal mehr als innovativer Partner der Profession. Die Kooperation zwischen der Fachgesellschaft der Parodontologen und dem führenden Unternehmen für Mund- und Zahnpflege besteht inzwischen seit über einem Jahrzehnt.

Das diesjährige CP GABA-Symposium im Rahmen der DG PARO-Jahrestagung stand unter dem Motto „Die gingivale/parodontale Geweberezession – eine Hürde für meine Praxis?“ Unter dem Vorsitz von Prof. Holger Jentsch (Leipzig) widmeten sich die hochkarätigen Referenten den Themen Pro und Contra von Diagnostik und Therapie (Prof. Thomas Hoffmann, Dresden), immunologischen Aspekten am Gingivarand (PD Dr. Moritz Kebschull, Bonn), chirurgischen Therapieoptionen bei Rezessionen (Dr. Yvonne Jockel-Schneider, Würzburg) sowie dem Aspekt der Adhärenz (früher „Compliance“) in der Langzeitbetreuung parodontal erkrankter Patienten (Dr. Stefanie Kretschmar, Ludwigsburg).

Innovatives Konzept für wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein zentrales Anliegen in der Zusammenarbeit von DG PARO und CP GABA. Mit dem neuen Konzept „Meet-a-Mentor“ ermöglichen die Kooperationspartner aufstrebenden jungen Wissenschaftlern ein Forum für die intensive Begegnung mit international renommierten Experten. In Dresden fanden so in zwangloser Lunch-Atmosphäre Mentorengespräche mit Prof. Sören Jepsen, Prof. George Hajishengallis aus Philadelphia, Prof. Thomas Kocher und PD Moritz Kebschul zu spezifischen Bereichen der parodontologischen Forschung statt.

Forschungsförderung und meridol®-Preis

Die Forschungsförderung von CP GABA und DG PARO geht dieses Jahr an zwei junge Wissenschaftlerinnen aus Würzburg und Greifswald. Dr. Yvonne Jockel-Schneider untersucht in ihrer Arbeit, inwieweit sich parodontale und vaskuläre Entzündungsprozesse durch Interventionen zur Kontrolle oraler Biofilme modulieren lassen. Dr. Birte Holtfreter widmet sich in ihrer Untersuchung den Auswirkungen der Zahnzwischenraumreinigung auf die Progression der Parodontitis und Zahnverlust. Beide Projekte werden mit jeweils 10.000 EUR gefördert.

Mit dem DG PARO meridol®-Preis werden alljährlich die besten wissenschaftlichen Publikationen auf dem Gebiet der Parodontologie ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Publikationen als preiswürdig erachtet. Die Preise werden in den Kategorien Grundlagenforschung, Ätiologie und Pathogenese der Parodontitis sowie Klinische Studien, Diagnose und Therapie von Parodontalerkrankungen vergeben. Die vollständige Übersicht der Gewinner und ihrer Arbeiten finden Sie hier.

CP GABA als Teil des Colgate-Palmolive Konzerns ist ein führendes Unternehmen in der Mund- und Zahnpflege mit dem Bestreben, die Mundgesundheit zu verbessern. Mit einem umfassenden Produktportfolio und Innovation sowie international angesehenen Marken wie elmex® und meridol®, Colgate®, Colgate Total®, Duraphat® und Colgate® MaxWhite Expert White, setzt CP GABA seinen erfolgreichen Kurs fort, der sich nicht zuletzt durch ein beachtliches Engagement gegenüber der dentalen Profession und den Apotheken, der Öffentlichkeit und den Verbrauchern auszeichnet.

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Mit Partnerbörse und Hollywood-Flair – Jahrestagung des Bundesverbandes Business Center in Berlin

Mit Partnerbörse und Hollywood-Flair - Jahrestagung des Bundesverbandes Business Center in Berlin

Der Bundesverband Business Center e.V. tagt in diesem Jahr in Berlin und hat ein volles Programm

Hamburg, 30. März 2017 – Die jährliche Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Business Center e.V. findet in diesem Jahr vom 28. bis zum 30. April in Berlin statt. Direkt am Kurfürstendamm treffen sich die Vertreter von Business- und Büroservice Centern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein zur diesjährigen Jahrestagung in Berlin.

Während der Partnerbörse am Freitag können sich verschiedene Partner aus der Büro- und Service-Welt präsentieren und mit den zahlreichen Vertretern in Kontakt kommen. In diesem Jahr will man sich hier um die Themen „Softwarelösungen“ und „Telefonanlagen und Netzwerk“ kümmern. Neben den Firmen GesMIT mbH aus Saarbrücken und Milka Soft aus Rotenburg (Wümme) präsentiert auch die aus Kempen in Nordrhein-Westfalen stammende Firma VANAMELAND Softwarelösungen für die Verwaltung und den Betrieb von Business Centern. Die Firma SaveCall präsentiert Lösungen und Innovationen für Netzwerkadministration und Telefonanlagen, unter anderem wird einer der größten Anbieter virtueller Telefonanalagen nfon ebenfalls vor Ort sein.

„Unsere Mitglieder können sich gesammelt an einem Nachmittag in persönlichen Gesprächen bei verschiedenen Anbietern erkundigen. Das schafft man sonst nur auf großen Messen. Hier gibt es das sozusagen im Rahmenprogramm dazu.“ lobt Vorstandsmitglied Katarina Hofer die Partner-Börse, die in dieser Form zum ersten Mal statt findet.

Die verbandsinternen Themen werden den zweiten Tag der Tagung dominieren. So will der Vorstand ein Konzept „Qualitätssiegel für Businesscenter“ erarbeiten und diskutieren. Das Vertrauen der Kunden kann so durch transparente Maßstäbe eines unabhängigen Bundesverbandes gestärkt werden und jedes Mitglied des Bundesverbandes kann sich so verbandsintern zertifizieren lassen.

Zu einer abschließenden Diskussionsrunde mit Vertretern von Business Center und CoWorking Anbietern lädt der Verband dann am dritten Tag ein. Beim Thema „Vielfältige Bürowelten oder Krieg der Konzepte“ geht es um Verbindendes und Trennendes.

„Ich freue mich, dass Christian Cordes von der German Coworking Federation e.V. zusammen mit seinen Mitstreitern unsere Einladung für eine Kaffee-Diskussions-Runde angenommen hat. Wir werden sicher ein paar spannende Themen besprechen können.“ berichtet der Vorsitzende des Vorstandes Lars Henckel voller Vorfreude.

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Björn Budack, der als Berater und Mitglied beider Bundesverbände einen guten Einblick in beide Welten erhält.

„Die Tagung ist mit ihren 3 abwechslungsreichen Tagen ein Mehrwert für jeden Betreiber eines Businesscenters im deutschsprachigen Raum. Wir würden uns freuen neben unseren Mitgliedern auch den ein oder anderen „Neuen“ begrüßen zu dürfen.“ weist Vorstandsmitglied Kornelie Eckhard darauf hin, dass auch Nicht-Mitglieder als Gäste an der Tagung teilnehmen können.

Informationen zur Tagung und Anmeldungen können über die Geschäftsstelle des Bundesverbandes erfolgen. Hierzu weitere Informationen auf www.business-centers.de

Zum Verband

Der Bundesverband Business Center e. V. wurde 1984 gegründet und sieht sich als Interessenvertretung und Kooperationsplattform für die Branche. Das Angebot der Mitgliedsunternehmen richtet sich an internationale Konzerne, Startups und mittelständische Unternehmen. Das Dienstleistungsportfolio umfasst sowohl komplett möblierte und ausgestattete Büros, Konferenzräume, und Virtual Offices, als auch erweiterte Sekretariats-Services.

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HypZert verleiht den Certification & Valuation Award 2016 an Wolfgang Kälberer

(Mynewsdesk) Wolfgang Kälberer, Leiter des Brüsseler Büros des Verbandes Deutscher Pfandbriefbanken e.V., ist im Rahmen der HypZert Jahrestagung 2016 in Bonn mit dem HypZert Certification & Valuation Award 2016 ausgezeichnet worden.

Die seit ihrer Einführung im Jahr 2001 achtmal verliehene Auszeichnung wird an Personen vergeben, die sich herausragend für die Ziele der HypZert GmbH im Bereich der Zertifizierung von Immobiliengutachtern sowie der Immobilienbewertung, und dabei insbesondere der Förderung des Beleihungswertkonzepts, eingesetzt haben.

Wolfgang Kälberer ist seit mehr als 20 Jahren auf nationaler und internationaler Ebene im Auftrag der deutschen Pfandbriefbanken und des Beleihungswertes auf nationalem und internationalem Parkett unterwegs. So war er 1997 Gründungsmitglied der „Ad-hoc Arbeitsgruppe für Bewertungsfragen“ beim Europäischen Hypothekenverband (EHV), in der das Beleihungswertkonzept erstmals auf europäischer Ebene vorgestellt und diskutiert wurde. 1998 feierte der Beleihungswert – maßgeblich dank der Unterstützung von Herrn Kälberer – einen großen Erfolg, indem die Aufnahme in die Solvabilitätsrichtlinie auf der Basis der Leitsätze des EHV erreicht werden konnte; seitdem ist der Beleihungswert Teil des europäischen Bankaufsichtsrechts (CRD I – IV, CRR).

Ebenso können sich seine Verdienste beim europäischen Sachverständigenverband TEGoVA sehen lassen, wie u.a. im Jahr 2000 die Anerkennung des Beleihungswertes als Nicht-Marktwertansatz in den European Valuation Standards (EVS) oder auch die Implementierung der EVS in der Wohnimmobilienkreditrichtlinie als „zuverlässiger Bewertungsstandard“.

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/06v03u

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/wirtschaft/hypzert-verleiht-den-certification-valuation-award-2016-an-wolfgang-kaelberer-19722

Die HypZert GmbH ist eine Gesellschaft der Spitzenverbände der deutschen Finanzwirtschaft. Seit 1996 zertifizieren wir Immobiliengutachter nach den anspruchsvollen und international anerkannten Kriterien der ISO/IEC 17024. Damit sichert die HypZert GmbH ein Höchstmaß an Vergleich­barkeit und Transparenz auf den Immobilienmärkten.

An die Kaufleute und Techniker, die sich bei HypZert zertifizieren lassen möchten, stellen wir viele Ansprüche. Wir erwarten einen hohen Ausbildungsstand, eine pro­fessionelle Arbeitsweise, langjährige Praxiserfahrung, die konsequente Einhaltung der Berufsgrundsätze sowie finanzwirt­schaftliche Expertise.

Im Gegenzug bieten wir Zertifizierungen auf höchstem Niveau. Die von den Gutachter erbrachten Leistungen prüfen und evaluieren wir regelmäßig. Darüberhinaus bieten wir die Sicherheit, dass die von uns zertifizierten Fachleute bei den Auftrag- und Arbeitgebern der Branche geschätzt sind.

Wir pflegen ein umfangreiches internationales Netzwerk im Bereich Immobilienbewertung. Die HypZert ist Mitglied (Observer) im europäischen Dachverband nationaler Immobilienbewertungsorganisationen TEGoVA. Darüberhinaus besteht ein langjähriger Kooperationsvertrag mit dem US-amerikanischen Appraisal Institute, eine der weltweit führenden Berufsorganisationen im Bereich der Immobilienbewertung. Auch mit The Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) arbeitet die HypZert eng zusammen. Die gegenseitige Anerkennung und die fachliche Zusammenarbeit mit renomierten Berufsverbänden ist eines unserer erklärten Ziele.

Viele Pfandbriefbanken und Kreditinstitute arbeiten vorwiegend mit Gutachtern und Gutachterinnen, die den Titel Immobiliengutachter HypZert tragen. Sie sind durch uns nach ISO/IEC 17024 zertifiziert und haben besondere Kenntnisse in der Beleihungswertermittlung nachgewiesen. Dadurch erfüllen sie die gesetzlichen Anforderungen, die an Gutachter nach §6 der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV) gestellt werden.

Auf Grund der hohen Standards und der internationalen Anerkennung gilt die HypZert GmbH als führendes Unternehmen in Deutschland für die Personalzertifizierung nach ISO/IEC 17024 und ist akkredititert bei der zuständigen Akkreditierungsstelle DAkkS (D-ZP-16024-01-01). Unsere Zertifizierungen genießen einen ausgezeichneten Ruf. Derzeit sind rund 1.300 Gutachterinnen und Gutachter durch uns zertifiziert, sie arbeiten nach höchsten professionellen Standards. Damit setzen wir wichtige Impulse für die gesamte Branche.

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Parodontologie im Fokus: DG PARO Jahrestagung 2016

Parodontologie im Fokus: DG PARO Jahrestagung 2016

Prof. Dr. Christof Dörfer, PD Dr. Bettina Dannewitz und Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf (Bildquelle: DG PARO)

Die Tagungspräsidenten PD Dr. Bettina Dannewitz und Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf luden vom 15. – 17. September 2016 zur Jahrestagung der DG PARO nach Würzburg ein. Unter dem Motto „Parodontologie im Fokus“ folgten mehr als 1.000 Besucher der Einladung, um renommierte Referenten aus dem In- und Ausland zu hören. Neben dem wissenschaftlichen Hauptprogramm gab es bei den Symposien, Kurzvorträgen, der Posterausstellung und dem Teamtag weitere Gelegenheit zum professionellen Austausch.

Epidemiologie: Haben wir die Parodontitis/Periimplantitis im Griff?

Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Dresden) und Dr. Jan Derks (Göteborg) eröffneten mit ihrem Thema das Hauptprogramm, moderiert von Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger (Freiburg) und Dr. Dennis Schaller (Planegg). Prof. Hoffmann stellte die aktuellen Daten der 5. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) vor und verglich sie mit den Ergebnissen der DMS IV. Unter den Erwachsenen und jüngeren Senioren sind 2014 nur noch halb so viele, die eine schwere Parodontitis haben, aber fast doppelt so viele, die parodontal gesunde Zähne aufweisen. Eine überaus positive Entwicklung. Trotz aller positiver Trends, die die DMS V zeige, merkte Prof. Hoffmann kritisch an, dass bei Querschnittsstudien der direkte Vergleich, hier der DMS V mit der DMS IV, so nicht möglich ist, weil andere Patienten untersucht wurden, die sich von den Patienten in der DMS IV in relevanten Punkten unterschieden. In der DMS V wurde zudem erstmals bei ca. 10 Prozent der untersuchten Probanden eine Vollerhebung der parodontalen Situation vorgenommen. Dabei zeigt sich, dass diese durch die Untersuchung an Indexzähnen deutlich unterschätzt wird. Korrigiert man die Prävalenzahlen aus der Teilerhebung, sind in Deutschland vermutlich 11,5 Millionen Menschen parodontal schwer erkrankt. Prof. Hoffmann beendete seinen Vortrag daher mit dem Satz „Wir sind noch nicht am Ziel angekommen!“.

Dr. Jan Derks befasste sich in seinem Vortrag mit der Fragestellung „Haben wir die Periimplantitis im Griff?“. Er präsentierte die Ergebnisse seiner Studie mit 596 schwedischen Patienten, davon 427 Patienten und 1.578 Implantate mit sogenannten „Baseline“- Röntgenbildern. Er betonte die Problematik der Vergleichbarkeit vorhandener Periimplantitisprävalenzen aufgrund der zahlreichen Unterschiede in den Falldefinitionen. Ein besonders wichtiger Punkt war hierbei die Unterscheidung von „Knochenniveau“ und „Knochenverlust“ – von letzterem kann nur bei Vorliegen eines Ausgangsröntgenbildes gesprochen werden. Dr. Derks ermittelte in seiner Studie eine Prävalenz für moderate/schwere Periimplantitis von 14,5 Prozent für das Patientenniveau und 8 Prozent für das Implantatniveau, bei einem positiven BoP und einem Knochenverlust von >2mm. Bereits nach drei Jahren seien erste Anzeichen einer Periimplantitis erkennbar, aufgrund der starken Progression rät Dr. Derks zum sofortigen Handeln. Auf die Frage nach der Überlegenheit eines bestimmten Implantatsystems verwies er auf die Notwendigkeit von Interventionsstudien zur vollständigen Klärung dieser Frage.

Ätiologie/Mikrobiologie: Orale Bakterien – Freund oder Feind?

Prof. Dr. Hans-Curt Flemming (Duisburg) und George Hajishengallis D.D.S. Ph.D. (Philadelphia), moderiert von Prof. Dr. Dr. Thomas Beikler (Düsseldorf) und Dr. Margret Bäumer (Köln), behandelten das große Thema der Mikrobiologie. Prof. Flemming brachte die hygienischen und technischen Probleme durch Biofilme in Trinkwassersystemen auf den Punkt und sensibilisierte das Publikum mit eindringlichen Beispielen und Bildern. Im Anschluss entführte George Hajishengallis D.D.S. Ph.D. die Zuhörer in die Welt der mikrobiologischen Gemeinschaft und erklärte die Wichtigkeit von Symbiose und Homöostase für die parodontale Gesundheit. Er zeigte einige interessante Studien von nicht-menschlichen Primaten und ordnete P. gingivalis eher als einen Risikofaktor und nicht als Ursache ein.

Diagnostik – Man kann nur behandeln, was man sieht

In diesem Themenblock zur Diagnostik referierten PD Dr. Bettina Dannewitz (Weilburg), Dr. Norbert Cionca (Genf) und Denis Kinane BDS Ph.D. (Philadelphia). Moderiert wurden die Vorträge durch Prof. Dr. Jörg Meyle (Gießen) und Dr. Christina Tietmann (Aachen). PD Dr. Dannewitz erwähnte zu Beginn ihres Vortrags die heute stark erweiterte parodontale Diagnostik. Sie machte allerdings deutlich, dass klinische Messungen mit ergänzenden Röntgenbildern noch immer die Basis der parodontalen Diagnostik sind. Als nächstes berichtete Dr. Cionca über mikrobiologische Tests und stellte durch interessante Fallpräsentationen abermals den Bezug zur Praxis her. Zur Detektion von A. actinomycetemcomitans. seien die Papierspitzen den Küretten überlegen. Der Referent wies nochmals auf die Komplexität der Entstehung einer Parodontitis hin und unterstrich die Wichtigkeit der Behandlung der Dysbiose und die Wiederherstellung des körpereigenen Gleichgewichts. Den letzten Vortrag dieses Themenblocks hielt Denis Kinane BDS Ph.D., der mit schottischem Witz und Charme das komplexe Thema verständlich näher brachte. Neben der genetischen Diagnostik, wie zum Beispiel für Cathepsin C und LAD relevante SNPs, konzentrierte er sich auf die Epigenetik. Als Beispiel nannte er dafür die TLR-vermittelte Reaktion von Epithelzellen auf Cytokine und Bakterien.

Antiinfektiöse Therapie – wenig Aufwand und viel Wirkung

Nach der Verleihung des Eugen-Fröhlich-Preises und des Dissertationspreises startete der letzte Themenblock des Tages. Unter dem Motto „Antiinfektiöse Therapie“ referierten PD Dr. Gregor Petersilka (Würzburg), Prof. Dr. Jörg Meyle (Gießen) und Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf (Würzburg). Die Moderation und anschließende Diskussion leiteten Prof. Dr. Henrik Dommisch (Berlin) und Dr. Stefanie Kretschmar (Ludwigsburg).

Dr. Petersilka eröffnete die Session und stellte die verschiedenen Möglichkeiten zur Reinigung der Wurzeloberflächen dar. Schlussendlich zeigte sich keine klare Überlegenheit eines Systems. Der ökonomische Vorteil liegt ganz klar bei den Küretten, wohingegen sich mit Schall- und Ultraschallinstrumente bei Furkationen bessere Behandlungsergebnisse erzielen lassen. Pulverstrahlgeräte, egal ob mit Glycin oder Erythritolpulver, können bis zu einer Taschentiefe von 5mm ohne und bei tieferen Taschen mit einem speziellen Aufsatz additiv eingesetzt werden. Die Oberflächenrauigkeit ist nach der Verwendung von oszillierenden Instrumenten und Handküretten gleich. Die Qualität der Oberfläche wird allerdings ganz klar durch den Behandler beeinflusst.

Prof. Meyle stellte in seinem Vortrag die größte Studie zu Antibiotika in der Zahnmedizin vor (AB-PARO-Studie, Harks et al. 2015). Hierbei wurden 402 Patienten im Parallelgruppendesign untersucht. In der Testgruppe wurde das mechanische Debridement mit zusätzlicher oraler Gabe von Amoxicillin (500 mg) und Metronidazol (400 mg) kombiniert. Die Kontrollgruppe erhielt nur eine mechanische Reinigung. Es konnte gezeigt werden, dass die Patientengruppe mit Antibiotikum zukünftig weniger Attachmentverlust gegenüber der Kontrollgruppe erleidet. Darüber hinaus zeigte sich, dass der zukünftige Attachmentverlust bei Patienten, die 35 Prozent Taschen mit Sondierungstiefen 5 mm aufwiesen, um mehr als die Hälfte gegenüber der Kontrollgruppe reduziert war.

Den letzten Vortrag an diesem Tag präsentierte Tagungspräsident Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf. Er brachte dem Publikum die mikrobielle Sukzession nahe und unterstrich noch einmal die Wichtigkeit der körpereigenen Homöostase. Mit eindrucksvollen Folien verdeutlichte Prof. Schlagenhauf die Entstehung der Dysbiose mit anschließendem Überwachsen von P. gingivalis. Anhand von Studien zeigte er eindringlich, dass Ernährungslenkung und Probiotika erste Ansätze einer ursachengerichteten Therapie- und Prophylaxestrategie bei parodontalen Erkrankungen sind.

Versorgungskonzepte im Einklang mit Wissenschaft und Wirtschaftlichkeit

Der Samstag startete mit einer Diskussionsrunde, an der Prof. Dr. Dietmar Oesterreich (BZÄK), Dr. Ute Maier (KZV BW), Dr. Michael Kleinebrinker (GKV-Spitzenverband), Prof. Dr. Thomas Kocher (Greifswald) und Dr. Wolfgang Westermann (Emsdetten) teilnahmen. Die Moderation übernahm Prof. Dr. Christof Dörfer (Kiel). Die einzelnen Themenkomplexe wurden jeweils mit Kurzvideos eingeleitet. Über die Aufnahme der unterstützenden Parodontaltherapie (UPT) in den Leistungskatalog der GKV diskutierten die Experten anschließend ebenso angeregt wie über die nachträgliche Wirtschaftlichkeitsprüfung. Bezüglich der Wirtschaftlichkeitsprüfung stellte Dr. Maier klar, dass es keine nachträgliche Leistungskürzung gibt, sofern beim Antrag alles korrekt beachtet wurde. Dr. Westermann heizte die Diskussion auf angenehme Weise an, indem er die offene Frage stellte, warum Zahnärzte/innen das Gespräch mit dem Patienten bezüglich Mehrzahlung der UPT scheuen, dies für ZE oder Implantate jedoch nicht der Fall sei. Ob es gut ist, die UPT in den Leistungskatalog der GKV aufzunehmen, konnte letztendlich nicht vollständig geklärt werden. Zu unterschiedlich waren die Meinungen der einzelnen Diskussionspartner. Festzuhalten ist, dass in Deutschland die Versorgung der gesetzlich versicherten Patienten im Vergleich zu anderen Ländern auf einem sehr hohen Niveau liegt und nicht den Anschein erwecken darf, die Patienten seien unterversorgt.

Therapie: Regeneration – alles auf Anfang

Worauf bei regenerativen Eingriffen zu achten ist und welche verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, zeigte Prof. Dr. Heinz Topoll (Münster). Die Moderation dieses Themenblocks übernahmen Prof. Dr. Michael Christgau (Düsseldorf) und PD Dr. Amelie Bäumer (Bielefeld). Prof. Topoll betonte, dass die Chirurgie immer erst am Ende der initialen Phase kommen sollte. Wie ein roter Faden zog sich durch seinen Vortrag eine seiner Kernaussagen: dass die Stabilisierung des Blutkoagels ebenso wichtig sei wie der hierfür nötige primäre Wundverschluss. Abschließend gab er seinen Zuhörern den Satz „Make it simple!“ mit auf den Weg.

Dem Thema der „Regeneration von Furkationsdefekten“ widmete sich Prof. Dr. Peter Eickholz (Frankfurt). Er zeigte anhand einer Studie von McGuire & Nunn, dass Molaren mit Furkationsgrad 0 bis I Überlebensraten von ca. 90 Prozent über 16 Jahre aufweisen. Erst ab Furkationsgrad II sinken die Überlebensraten drastisch ab. Wenn eine Überführung einer Grad II oder III Furkation in eine Grad 0 oder I Furkation möglich wäre, könnten hierdurch Zähne langfristig mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit erhalten werden. Für Zähne mit durchgängigen sondierbarer Wurzelteilungsstelle ist die die Regeneration des Furkationsdefektes nicht möglich. Furkationsgrad II befallene Molaren lassen sich jedoch unter günstigen Bedingungen in Grad I Defekte umwandeln. Das Behandlungsergebnis der regenerativen Therapie hält zu mehr als 80 Prozent über 10 Jahre. Hierbei ist die OP-Technik zweitrangig. Membranen und Schmelzmatrixproteine schneiden gleich gut ab, wobei die Kombination mit Füllern günstiger sein kann.

Der letzte Referent dieses Themenblocks, Prof. Dr. Filippo Graziani (Pisa), differenzierte horizontale von vertikalen Knochenverlusten und wies darauf hin, dass die große Mehrzahl an Defekten in horizontaler Dimension vorkommt. Viele Forschungsergebnisse und Behandlungsvorschläge lägen hingegen für vertikale Defektsituationen vor, was im Grunde genommen sehr widersprüchlich sei, da diese nur in 30 Prozent der Fälle bestehen. Prof. Graziani sprach sich am Ende seines Vortrags für parodontale Operationen an Zähnen aus, wenn Zahnfleischtaschen (> 4 mm) trotz nicht-chirurgischer Verfahren weiterhin persistieren sowie horizontaler Knochenabbau >4 mm im posterioren und >6 mm im anterioren Bereich vorliegen.

Wenn Regeneration nicht funktioniert

Am Nachmittag wurde im wissenschaftlichen Hauptprogramm in der Session Therapie das Thema Regeneration fortgesetzt unter der Fragestellung: „Wenn Regeneration nicht funktioniert“. Moderiert wurde dieser Teil von Prof. Dr. Heinz Topoll und Dr. Brigitte Simon (Stuttgart).

Prof. Dr. Clemens Walter (Basel) sprach sich für mehr resektive Therapie bei furkationsbeteiligten Molaren aus. Er verwies darauf, dass dafür oft eine weitergehende radiologische Diagnostik (DVT) erfolgen muss, um besser planen zu können. PD Dr. Stefan Fickl (Würzburg) ging auf die Indikationen für Implantate bei parodontal erkrankten Patienten ausführlich ein. Er plädierte dafür, vor allem Zeit zu gewinnen z.B. durch Langzeitprovisorien, um den Zeitpunkt für die Implantation in eine spätere Lebensphase zu verschieben. Dies gilt umso mehr, wenn es sich um Patienten mit einer Parodontitis handelt, die man nur schwer in den Griff bekommt, betonte PD Dr. Fickl.

DG PARO Teamtag

Der DG PARO Teamtag stand unter dem Leitthema „Die Herausforderungen des Alltags meistern!“. Zum Auftakt referierte PD Dr. Gregor Petersilka zum Thema „Wenn alles weh tut: Schmerz & Schmerzausschaltung in der PA-Nachsorge“. Prof. Dr. H.-P. Volz (Werneck) widmete sich dem sensiblen Thema „Wenn nicht Zähne das Problem sind: Psychisch auffällige Patienten in der Praxis“, welches im zahnärztlichen Alltag und der Ausbildung oft wenig Beachtung findet. Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel (Aachen) räumte mit „Mythen und Wahrheiten zum Umgang mit Wurzelkaries“ auf. Er betonte, dass eine regelmäßige Fluoridierung häufig besser sei als Bohren und auf Bissflügel auch bei älteren Patienten nicht verzichtet werden sollte. Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf geht im Bereich der nicht-chirurgischen PA-Therapie mit dem Einsatz von Probiotika einen konsequenten Weg, welcher sicher weiter ausgebaut werden wird. Die Dysbiose, welche mit Probiotika schonend therapiert werden kann, stellt für den Patienten eine probate und günstige Möglichkeit dar, die Plaqueakkumulation und Entzündung deutlich zu reduzieren. Zum Abschluss des DG PARO Teamtags blickte PD Dr. Petersilka mit dem Thema „Pulverstrahlen: Geht“s (noch) ohne in der Praxis?“ in den Praxisalltag und zeigte, dass Pulverstrahlgeräte für Patienten einen schonenden Zusatz in der Parodontitistherapie darstellen.

Symposien

Neben dem wissenschaftlichen Hauptprogramm gab es zahlreiche Kurzvorträge und Posterpräsentationen. Symposien von Industriepartnern rundeten die gesamten drei Tage ab. Am Donnerstag startete die DG PARO Jahrestagung mit einem Hands-on Kurs „My first Emdogain®“ und anschließendem Vortrag von Dr. Jochen Tunkel (Bad Oeynhausen) und PD Dr. Stefan Fickl (Würzburg) über „Parodontologie in der Hochschule und Niederlassung – unterscheiden sich die Konzepte?“ (mit Unterstützung der Firma Straumann). Das Ergebnis: das an der Hochschule gelehrte Konzept kann durchaus mit kleinen Modifikationen in der freien Praxis bestehen – zur Freude beider Referenten.

Der Freitag startete mit dem Symposium zum Themenkomplex „Mechanische & chemische Biofilmkontrolle: Der europäische Konsens“, das von Procter & Gamble unterstützt wurde. Die Themen „Mechanischen Biofilmkontrolle“ und „Interdentalreinigung“ übernahm Prof. Dr. Christof Dörfer (Kiel), unterbrochen von Prof. Dr. Nicole Arweiler (Marburg), die mit dem Thema „Chemische Biofilmkontrolle“ den Vormittag ganz im Zeichen der Biofilmkontrolle abrundete.

Am Nachmittag stand die Forschungsförderung im Blickpunkt: „10 Jahre DG PARO/CP GABA-Forschungsförderung: Was hat Einfluss auf meinen Praxisalltag?“, unterstützt von CP GABA. In Tandems wurde geförderten Projekten jeweils ein darauf inhaltlich abgestimmtes Übersichtsreferat vorangestellt. Im ersten Block referierte Prof. Dr. Christof Dörfer über „Wie praxisrelevant ist die Interdisziplinarität?“ und moderierte die Veranstaltung. Anschließend präsentierte Dr. Yvonne Jockel-Schneider (Würzburg) ihren Vortrag zu „Gerinnungsaktivierung durch Porphyromonas gingivalis im parodontalen Biofilm – eine klinische Pilotstudie“.

Weitere Paarungen gab es zu den Themen „Systematische Parodontitistherapie – Wann fällt die Entscheidung für regenerative Therapie?“ von Prof. Dr. Peter Eickholz mit der nachfolgenden Vorstellung des Projektes „Postoperative Gabe von 200 mg Doxycyclin nach regenerativer Therapie von Knochentaschen mit Emdogain®“ von Dr. Lasse Röllke (Frankfurt) sowie „Genetische und epigenetische Grundlagen der Parodontitis“ von PD Dr. Arne Schäfer mit dem Projekt „Auswirkungen genspezifischer Metylierungsmuster auf eine parodontale Entzündung“ von Dr. Gesa Richter (Berlin).

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der „Probiotika und Ernährungslenkung in der Therapie und Prävention parodontaler/periimplantärer Entzündungen“, unterstützt von Sunstar. Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf zeigte in seinem Vortrag „Ernährung und ihre Bedeutung in der Ätiologie und Therapie von Karies und Parodontalerkrankungen“, dass die moderne Ernährung den Körper auf Entzündung einstellt und eine Dysbiose auslöst. Dr. Malik Hussein (Würzburg) stellte mit dem Thema „Periimplantäre Mukositis – klinische Erfolge durch Probiotika!“ eine vielversprechende Möglichkeit vor, nur durch die Gabe von Probiotika die Periimplantäre Mukositis deutlich zu reduzieren. Zum Abschluss fesselte Dr. Markus Schlee (Forchheim) das Publikum mit seinem praxisnahen Vortrag zum Thema „Entscheidungsfindung in der parodontologischen und implantologischen Therapiewahl“, unterstützt von Dentsply Sirona Implants. Er rief dazu, aufgrund hoher Periimplantitisprävalenzen die Versorgung mit Implantaten so lange wie möglich hinauszuzögern, da das Implantat nicht den besseren Zahn darstellt.

Klinische und experimentelle Kurzvorträge

Das Hauptprogramm wurde am Freitag von zahlreichen Kurzvorträgen unter der Moderation von PD Dr. Bernadette Pretzl (Heidelberg) und Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Jentsch (Leipzig) begleitet. Im Fokus dieses Tages standen 15minütige abwechslungsreiche Präsentationen auf höchstem Niveau zu einer Vielfalt an klinischen und experimentellen Themen von Antibiotikagabe, über Langzeitstabilität bis zu Regeneration und Knochenabbau. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der Arbeit der diesjährigen DG PARO/CP GABA Forschungsförderung vorgestellt.

Die Tagungspräsidenten PD Dr. Bettina Dannewitz und Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf können auf eine erfolgreiche Tagung mit herausragenden Referenten, rekordverdächtigen Teilnehmerzahlen, einem gut organisierten Rahmenprogramm sowie interessanten Gesprächen in einer außergewöhnlichen Location zurückblicken.

Als nächste große Veranstaltungen stehen in 2017 an:

DG PARO Frühjahrstagung (10.03 – 11.03.2017, Frankfurt), die zahlreichen Graduiertentreffen und die Veranstaltung des DG PARO Junior Committee (DG PARO Young Professionals, 08.07.2017, Düsseldorf) sowie die nächste DG PARO Jahrestagung in Dresden vom 21.09. – 23.09.2017 – Save the Date!

Frederic Kauffmann und Alexander Müller-Busch, Universitätszahnklinik Würzburg

Im Rahmen der DG PARO Jahrestagung 2016 wurden mehrere Auszeichnungen und Forschungspreise verliehen:

Die Preisträger im Überblick

DG PARO/CP GABA-Forschungsförderung
Prof. Dr. Immo Prinz, Hannover
Apl. Prof. Dr. Reichert, Halle

DG PARO meridol® Preis
Klinische Studien
1. Preis: Dr. Yvonne Jockel-Schneider, Würzburg
2. Preis: Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Dresden

Grundlagenforschung
1. Preis: Prof. Dr. Henrik Dommisch, Berlin
2. Preis: Apl. Prof. Dr. Stefan Reichert, Halle

Eugen Fröhlich Preis
Dr. Inga Harks, Münster
(stellvertretend für die gesamte Arbeitsgruppe: Inga Harks, Raphael Koch, Peter Eickholz, Thomas Hoffmann, Ti-Sun Kim, Thomas Kocher, Jörg Meyle, Dogan Kaner, Ulrich Schlagenhauf, Stephan Döring, Birte Holtfreter, Martina Gravemeier, Dag Harmsen, Benjamin Ehmke)

Dissertationspreis
Dr. Svenja Schützhold, Greifswald

Posterbestpreise
1. Posterbestpreis: Dr. Loutfi Salti, Greifswald
2. Posterbestpreis: Christin Wangerin, Greifswald
3. Posterbestpreis: Helge Senkbeil, Greifswald

Bestpreis Kurzvorträge:
1. Bestpreis Kurzvortrag: Dr. Katrin Nickles, Frankfurt
2. Bestpreis Kurzvortrag: Dr. Christiane Pink, Greifswald
3. Bestpreis Kurzvortrag: Dr. Yvonne Jockel-Schneider, Würzburg

Implantatforschungspreis (gestiftet von Nobel Biocare)
Lars Schropp, DDS PhD, Ann Wenzel, Rubens Spin-Neto, Andreas Stavropoulos

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO) nimmt wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere der Parodontologie wahr. Für ihre fast 5.000 Mitglieder sowie zahnärztliche Organisationen ist sie seit über 90 Jahren beratend und unterstützend in parodontologischen Fragen tätig. Zu den Aufgaben der DG PARO gehört u.a. die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wesentliche Tätigkeitsschwerpunkte neben der Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, sind die Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Ausrichtung entsprechender Veranstaltungen. Zudem vergibt die Gesellschaft jährlich Wissenschaftspreise wie den Eugen-Fröhlich-Preis. Die DG PARO arbeitet, auch interdisziplinär, intensiv mit wissenschaftlichen Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes zusammen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

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Personalie

Vorstand der DG PARO in neuer Zusammensetzung

– Prof. Dr. Christof Dörfer als Präsident bestätigt
– PD Dr. Bettina Dannewitz wird Präsidentin elect
– Prof. Dr. med. habil. Dr. h.c. Holger Jentsch neuer Generalsekretär
– Neu: Prof. Dr. Henrik Dommisch und Dr. Lisa Hierse

Regensburg, 15.09.2016 – Im Vorfeld ihrer Jahrestagung in Würzburg haben die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) ihren Vorstand neu gewählt. Prof. Dr. Christof Dörfer übernahm turnusgemäß das Amt des Präsidenten. Er wird die nächsten drei Jahre die Geschäfte des Vorstands der Fachgesellschaft führen. Neu nominiert als Präsidentin elect wurde die bisherige Generalsekretärin PD Dr. Bettina Dannewitz, einstimmig. Damit wird zum zweiten Mal in der Geschichte der DG PARO eine geschlechtergemischte Spitze die Interessen der Fachgesellschaft vertreten.

Prof. Dr. Christof Dörfer, bereits seit 2014 im Vorstand der DG PARO aktiv, will in seiner Amtszeit die Themen Prävention und Behandlungsnotwendigkeit stärker in die Öffentlichkeit tragen. Dabei sollen auch die Verbindungen zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankungen herausgestellt werden. Gegenüber der Politik stehen die gesundheitspolitische und gesundheitsökonomische Relevanz der Volkskrankheit Parodontitis sowie die Patientenversorgung im Fokus. Damit verbunden ist die Forderung nach suffizienter Versorgungsforschung auf dem Gebiet der Parodontologie. „Wichtig ist mir auch die Qualifizierung. Dazu gehören neben der Fort- und Weiterbildung von Parodontologen auch Fortbildungsangebote für Hauszahnärzte“, so Dörfer.

Im Rahmen der Vorstandswahl wurde PD Dr. Bettina Dannewitz, bislang Generalsekretärin, als Präsidentin elect der Fachgesellschaft nominiert. Die DG PARO Spezialistin für Parodontologie ist in einer Gemeinschaftspraxis in Weilburg niedergelassen und als Mitarbeiterin der Poliklinik für Parodontologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main auch wissenschaftlich engagiert. Dannewitz sieht den künftigen Schwerpunkt ihrer Arbeit vor allem in den Bereichen Öffentlichkeits- und Pressearbeit, der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Parodontaltherapie in der Praxis sowie in der Patientenaufklärung. „Die jüngsten Zahlen zur Parodontitisprävalenz belegen zwar einen positiven Trend, aber gerade in der Prävention und der Aufklärung erwarten uns auch angesichts des demografischen Wandelns große Herausforderungen“, so Dannewitz.

Zum neuen Generalsekretär der DG PARO wurde in Würzburg Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. Holger Jentsch gewählt, Leiter der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Leipzig. Prof. Jentsch ist als Beisitzer seit 2014 im Vorstand der DG PARO und damit ebenfalls bestens mit der Vorstandsarbeit vertraut.

Als neue Beisitzerin im Vorstand begrüßt die DG PARO Dr. Lisa Hierse, die an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studierte und promovierte. Von 2010 bis 2014 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Universität Bonn beschäftigt. Seit rund zwei Jahren arbeitet die DG PARO-Spezialistin für Parodontologie in der Zahnarztpraxis Dres. Hierse in Magdeburg.

Ebenfalls neu als Beisitzer im Vorstand ist Prof. Dr. Henrik Dommisch. Er leitet seit 2014 die Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin an der Charite in Berlin. Nach seinem Studium der Zahnmedizin in Kiel machte Dommisch unter anderem Station an der Universität Bonn sowie an der University of Washington in Seattle (USA), wo er seit 2007 als Affiliate Associate Professor lehrt. Dommisch freut sich auf die neuen Aufgaben im Vorstand der DG PARO: „Als weiterer Vertreter einer Universität möchte ich vor allem im Bereich der Wissenschaft und Forschung meinen Beitrag leisten und eine Brücke bilden. Als bedeutende wissenschaftliche Fachgesellschaft in der Parodontologie kommt uns hier eine wichtige und vorwärtsweisende Rolle zu.“

Ausgeschieden aus dem Vorstand der Fachgesellschaft sind Dr. Ali Daouk und, wie bereits berichtet, Prof. Dr. Peter Eickholz, der die DG PARO über mehrere Jahre engagiert und erfolgreich führte.

Weiterhin für die Finanzen zuständig bleibt Schatzmeister Dr. Kai Worch, M.S. (USA), der in eigener Praxis in Garbsen niedergelassen ist. Die Position eines Vorstands-Beisitzers bekleidet auch künftig PD Dr. Moritz Kebschull, Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums Bonn.

Weitere Informationen zur DG PARO und zum neu gewählten Vorstand unter:
http://mitglieder.dgparo.de/dgparo/vorstand

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO) nimmt wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere der Parodontologie wahr. Für ihre über 4.800 Mitglieder sowie zahnärztliche Organisationen ist sie seit über 90 Jahren beratend und unterstützend in parodontologischen Fragen tätig. Zu den Aufgaben der DG PARO gehört u.a. die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wesentliche Tätigkeitsschwerpunkte neben der Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, sind die Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Ausrichtung entsprechender Veranstaltungen. Zudem vergibt die Gesellschaft jährlich Wissenschaftspreise wie den Eugen-Fröhlich-Preis. Die DG PARO arbeitet, auch interdisziplinär, intensiv mit wissenschaftlichen Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes zusammen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

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Pressegespräch DG PARO

Erfreulicher Rückgang bei Parodontitis, aber die Behandlungslast in Deutschland bleibt mit 11,5 Millionen schweren Parodontitisfällen hoch

Pressegespräch DG PARO

vlnr: Prof. Kocher und Prof. Eickholz (Bildquelle: DG PARO)

Im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Jahrestagung der DG PARO erläuterten Vertreter der Fachgesellschaft die Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) insbesondere bezogen auf Parodontalerkrankungen. Seit der letzten Erhebung vor zehn Jahren ist eine positive Entwicklung bei der parodontalen Gesundheit der Deutschen zu konstatieren, betonte DG PARO Präsident Prof. Christof Dörfer. Es kann von einer deutlichen Abnahme der Parodontitisprävalenz ausgegangen werden. Trotzdem bleibt es nach den Bewertungen der DG PARO bei einer hohen Behandlungslast in Deutschland von über 11 Millionen parodontal schwer Erkrankten. Dabei ist insbesondere eine Verlagerung zu den älteren Senioren (75 bis 100 Jahre) zu beobachten, wo die Prävalenz bei über 50 Prozent liegt. Bei den jüngeren Erwachsenen (35 bis 44 Jahre) hat sich der Anteil mundgesunder Patienten deutlich von 29 auf 48 Prozent verbessert.

Die Deutsche Mundgesundheitsstudie wird als bevölkerungsrepräsentative Querschnittsstudie nur etwa alle 10 Jahre vom IDZ erhoben. Für die Beurteilung der parodontalen Situation erfolgt eine Teilbefundung (12 Indexzähne an 3 Flächen) bei per Zufall ausgewählten Probanden. In der DMS V wurden erstmals auch eine Vollbefundungen (alle Zähne an 6 Flächen) bei circa 10 Prozent des Studienkollektivs sowie die Untersuchung älterer Senioren über 75 Jahre durchgeführt, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die Erhebung der Daten für die DMS V wurde im Jahr 2014 abgeschlossen.

Prof. Thomas Kocher, Mitglied der DG PARO und Mitautor der DMS V erläuterte die für die Parodontologie wichtigen Kennzahlen der DMS V. Bei allen Parametern sind Verbesserungen zu verzeichnen. So ist die Zahl der Totalprothesen bei den jüngeren Senioren (65 bis 74 Jahre) deutlich zurückgegangen, von 22,6 Prozent (DMS IV) auf 12,4 Prozent (DMS V). Bei den Erwachsenen ist, nahezu unverändert über die Beobachtungszeiträume, nur circa ein Prozent zahnlos.

Mehr Zähne und gesündere Zähne

Die Anzahl der Zähne ist in den letzten Erhebungen über alle Alterskohorten hinweg ständig gestiegen. Bei den Erwachsenen (35-44 Jahre) stieg die Zahl im Verlauf der drei letzten Mundgesundheitsstudien von 24,1 (DMS III) auf 25,6 (DMS IV) zu 25,9 (DMS V). Bei den jüngeren Senioren (65-74 Jahre) noch deutlicher: von 10,4 Zähne auf 13,9 bis heute auf 16,9.
Auch die Zahl der Zähne ohne Füllungen ist bei Erwachsenen von 11,9 auf 16,8 gestiegen. Bei den Senioren zeigt sich eine noch deutlichere Verbesserung von 4,3 auf 10,3 gesunde Zähne. Damit haben die Untersuchten über alle Altersgruppen hinweg mehr Zähne und darunter mehr gesunde Zähne. Damit liegt Deutschland im Trend anderer Länder weltweit.

Die Implantatprävalenz ist deutlich gestiegen. Mit fortschreitendem Alter erhöht sich die Zahl der Patienten mit Implantaten und die Zahl der Implantate je Patient. Circa 8 Prozent der Senioren sind mit Implantaten versorgt.

Deutliche Abnahme der Prävalenz schwerer Parodontitis in der DMS V

Die Prävalenz der schweren Parodontitis (entsprechend der Definition der AAP/CDC, Page & Eke 2007) nahm bei den Erwachsenen von 17,4 Prozent auf 8,2 Prozent ab. Moderate Fälle sanken von 53,6 Prozent auf 43,4 Prozent. Erfreulich ist der Anstieg des Anteils parodontal gesunder Probanden von 29 Prozent auf 48,4 Prozent. Fazit: Unter den Erwachsenen sind also aktuell nur noch halb so viele, die eine schwere Parodontitis haben, aber fast doppelt so viele, die parodontal gesunde Zähne aufweisen. Eine überaus positive Entwicklung.

Bei den jüngeren Senioren (65-74 Jahre) sind die schweren Parodontalerkrankungen deutlich rückläufig, von 44,1 Prozent (DMS IV) auf 19,8 Prozent (DMS V). Bei den moderaten Parodontalerkrankungen ist der Rückgang nur leicht von 47,9 Prozent (DMS IV) auf 44,8 Prozent (DMS V).

Die Munderkrankungen verschieben sich ins höhere Alter

Neu ist die Untersuchung älterer Senioren (75 bis 100 Jahre). Erstmals wurde diese Alterskohorte in die DMS V aufgenommen. Hier zeigt sich eine Prävalenz der schweren Parodontitis von derzeit 44,3 Prozent. 45,7 Prozent hatten eine moderate Parodontitis, nur 10 Prozent hatten keine oder eine milde Parodontitis.

Die DMS V zeigt auch auf, dass die heutigen jüngeren Senioren wesentlich gesünder als die jüngeren Senioren der DMS IV sind. Die Krankheitslast der jüngeren Senioren aus der DMS IV entspricht der der älteren Senioren von heute. Prof. Kocher betonte, dass aber gerade für die älteren, pflegebedürftigen Senioren über 75 Jahren bislang noch keine validierten Betreuungskonzepte vorliegen und sie überwiegend schlecht vom Zahnarzt erreicht würden, insbesondere wenn sie alleine zu Hause lebten.

Die Krankheitslast ist aber deutlich höher – zeigen Berechnungen der DG PARO

Trotz aller positiver Trends, die die DMS V zeigt, merkten die Experten der DG PARO kritisch an, dass bei Querschnittsstudien der direkte Vergleich, hier der DMS V mit der DMS IV, so nicht möglich ist, weil eventuell andere Patienten untersucht wurden. Auch kritisierten die Parodontologen, dass durch die gewählte Erhebungsmethode der DMS V (Teilbefundung – partial mouth recording) eine Bewertung der wirklichen Krankheitsbelastung schwierig ist. Aus Ressourcengründen wurden in der DMS V nur zwölf Indexzähne an drei Flächen parodontal befundet. Mit diesem Vorgehen, so Prof. Kocher, können zwar Veränderungen über die Zeit erfasst, aber keine belastbaren Aussagen zur Krankheitslast in der Bevölkerung gemacht werden.

Auf Anregung der DG PARO, die sich im Vorfeld der DMS V für eine Vollbefundung (full mouth recording) aller Zähne ausgesprochen hatte, sich aber nicht durchsetzten konnte, wurden dann zumindest 79 Erwachsene und 99 jüngere Senioren vollumfänglich untersucht, um Korrekturfaktoren zu errechnen und damit den Umfang der parodontalen Krankheitslast abzuschätzen.

Umgerechnet erhöhen sich die Prävalenzen auf 15,3 bzw. 40,6 Prozent

Während entsprechend der parodontalen Teilbefundung der DMS V 8,2 Prozent der Erwachsenen bzw. 19,8 Prozent der Senioren parodontal stark erkrankt waren, liegen die Werte – nach der Umrechnung von Teil- auf Vollbefundung – deutlich höher. Danach beträgt die hochgerechnete Prävalenz schwerer Parodontalerkrankungen bei den Erwachsenen 15,3 Prozent, bei den jüngeren Senioren 40,6 Prozent. Bei den älteren Senioren bleibt die Prävalenz der schweren Parodontitis bei 44,3 Prozent, da in dieser Gruppe bereits alle Zähne untersucht wurden.

11,5 Millionen parodontal schwer Erkrankte

Aus diesen errechneten Prävalenzzahlen in den untersuchten Alterskohorten kann die parodontale Erkrankungslast der deutschen Bevölkerung hochgerechnet werden. In Deutschland leben etwa 62,8 Millionen Menschen im Alter von 25 Jahre, von denen vermutlich 11,5 Millionen parodontal schwer erkrankt sind, erläuterten die Vertreter der DG PARO. Die bisherigen Hochrechnungen der Erkrankungslast aus der DMS IV von 8 bis 11 Millionen Fällen schwerer Parodontalerkrankungen beruhten auf den Jahrgängen der 35- bis 74-Jährigen und auf dem CPI (Community Periodontal Index) im partial mouth recording. Im Vergleich von DMS IV und V ist die Prävalenz zwar gesunken, wenn aber die über 74-Jährigen mit berücksichtigt und für die Unterschätzung durch die Teilbefundung korrigiert werde, ergeben sich aktuell wieder gut 11 Millionen behandlungsbedürftige schwere Fälle. Die auf der DMS IV beruhenden Hochrechnungen haben die Prävalenz offenbar unterschätzt.

Ein Verdienst der Zahnärzte und Parodontologen

Eine Erklärung des Rückgangs der Prävalenzen in den vergangenen neun Jahren stellte Prof. Peter Eickholz vor. Dazu bezog er die jährlich behandelten Fälle gemäß der KZBV-Jahrbücher ein. Darin sind rund eine Million Behandlungen pro Jahr erfasst. Davon abgezogen wird die Zahl der Neuerkrankungen mit schwerer Parodontitis – das sind 500.000 pro Jahr (Kassebaum et al. 2014). So ergibt sich hochgerechnet ebenfalls eine Reduktion der Erkrankungslast schwerer Fälle (CPI 4) um 4,5 Millionen in neun Jahren, die mit der der DMS V übereinstimmt.

Bei der Frage nach den Ursachen für diese erfreuliche Entwicklung verwiesen Prof. Kocher und Prof. Eickholz nicht nur auf den Beitrag, den die Zahnärzte, die spezialisierten Parodontologen und die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie geleistet haben, die sich seit langem für eine Verbesserung der Behandlung stark macht. Relevant könnte auch der Rückgang an Füllungen sein, die durch Überhänge die Ausbildung von Parodontitis begünstigen. Zudem scheint die Aufklärungsarbeit in Richtung Patienten Früchte zu tragen.

Aufgeklärtere Patienten, bessere Mundhygiene und Hilfsmittel

Zu den positiven Einflussfaktoren gehören auf Seiten der Bürger die gesunkene Raucherprävalenz sowie ein insgesamt höherer Bildungsgrad und damit auch ein höheres Bewusstsein sowie Wissen um richtige Mundhygiene. Das zeigt sich auch in der deutlich häufigeren Verwendung von elektrischen Zahnbürsten, Zahnseide, Zwischenraumbürsten und Mundwasser. Welche Effekte der messbar umfänglichere Einsatz von Mundhygienehilfsmittel allerdings hat, das müssen weitere multifaktorielle Untersuchungen der DMS V Daten zeigen.

PZR alleine reicht nicht

Über den Beitrag der PZR waren sich die Experten nicht einig. Um deren Einfluss auf die veränderte Prävalenz der Parodontalerkrankungen abzuschätzen, müssen multifaktorielle Auswertungen der DMS V Daten durchgeführt werden. „Zumindest haben wir keine Daten dafür, dass PZR – also die Professionelle Zahnreinigung alleine – eine Verbesserung der Parodontitis bewirkt“, so Prof. Eickholz, der sich auf das Konsensuspapier der European Federation of Periodontology bezieht (Tonetti et al. 2015). Jedoch sei die PZR im Praxisalltag meist mit weiteren Leistungen assoziiert, wie Befunderhebung, Mundhygieneinstruktionen oder subgingivale Instrumentierung, die nachweislich hilfreich seien. Hierzu bedarf es weiterer Längsschnittstudien.

Fachgesellschaft sieht sich weiter in der Pflicht

Insgesamt gaben sich die Vertreter der DG PARO motiviert, weiter auf dem Erreichten aufzubauen. „Wir können nicht alles falsch gemacht haben“, gab sich Prof. Eickholz bescheiden und betonte, dass die Fort- und Weiterbildung sowie die politische und Aufklärungsarbeit der DG PARO hierzu wichtige Beiträge leiste. Aber es müsse auch mehr nach innen getan werden. Die parodontologische Ausbildung an den Universitäten muss – nicht nur mit Blick auf die demografische Entwicklung – aufgewertet werden, forderte Prof. Kocher. Die DG PARO werde die parodontologische Kompetenz der Kolleginnen und Kollegen weiterhin auf allen Ebenen intensiv fördern. Dazu seien auch Kongresse wie diese Jahrestagung notwendig, an der etwa 1.000 Kongressbesucher teilnahmen, darunter zunehmend mehr junge Zahnärztinnen und Zahnärzte.

Deinzer R, Micheelis W, Granrath N, Hoffmann T. More to learn about: periodontitis-related knowledge and its relationship with periodontal health behaviour. J Clin Periodontol. 2009; 36: 756-764.

Hoffmann T, Schützhold S: Krankheits- und Versorgungsprävalenzen bei Jüngeren Erwachsenen (35-bis 44-Jährige). In: Jordan AR, Micheelis W (Hrsg) Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). Deutscher Ärzteverlag (DÄV), Köln 2016.

Kassebaum NJ, Bernabe E, Dahiya M, Bhandari B, Murray CJ, Marcenes W. Global burden of severe periodontitis in 1990-2010: a systematic review and meta-regression. J Dent Res 2014; 93: 1045-1053.

Kocher T, Holtfreter B: Krankheits- und Versorgungsprävalenzen bei Jüngeren Senioren (65-bis 74-Jährige). In: Jordan AR, Micheelis W (Hrsg) Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). Deutscher Ärzteverlag (DÄV), Köln 2016.

KZBV: KZBV Jahrbuch 2015.

Page RC, Eke PI. Case Definitions for Use in Population-Based Surveillance of Periodontitis, J Periodontol 2007.

Tonetti MS, Eickholz P, Loos BG, Papapanou P, van der Velden U, Armitage G, Bouchard P, Deinzer R, Dietrich T, Hughes F, Kocher T, Lang NP, Lopez R, Needleman I, Newton T, Nibali L, Pretzl B, Ramseier C, Sanz-Sanchez I, Schlagenhauf U, Suvan JE, Fabrikant E, Fundak A. Principles in prevention of periodontal diseases-Consensus report of group 1 of the 11th European workshop on periodontology on effective prevention of periodontal and peri-implant diseases. J Clin Periodontol 2015; 42 (Suppl. 16): S5-S11.

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO) nimmt wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere der Parodontologie wahr. Für ihre über 4.800 Mitglieder sowie zahnärztliche Organisationen ist sie seit über 90 Jahren beratend und unterstützend in parodontologischen Fragen tätig. Zu den Aufgaben der DG PARO gehört u.a. die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wesentliche Tätigkeitsschwerpunkte neben der Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, sind die Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Ausrichtung entsprechender Veranstaltungen. Zudem vergibt die Gesellschaft jährlich Wissenschaftspreise wie den Eugen-Fröhlich-Preis. Die DG PARO arbeitet, auch interdisziplinär, intensiv mit wissenschaftlichen Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes zusammen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

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