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10 wichtige Punkte zur Einstellung der besten Mitarbeiter

So stellen Sie die besten Mitarbeiter ein

10 wichtige Punkte zur Einstellung der besten Mitarbeiter

Ein eindrücklicher Lebenslauf, gute Arbeitszeugnisse und Referenzen, clevere Interviewantworten und wichtige Fachdiplome. Darauf schauen und verlassen sich viele Recruiter manchmal ausschliesslich bei der Einstellung von Bewerbern. Doch auch andere, oft bessere Kriterien und Vorgehensweisen entscheiden über die Einstellung der besten, motiviertesten und leistungsfähigsten Mitarbeiter.

1. Beziehen Sie mehrere Entscheider mit ein
Umso breiter ein Einstellungsentscheid abgestützt ist, desto objektiver fällt er aus. Ziehen Sie vor allem das Team mit ein und entscheiden Sie sich nie gegen dessen Meinung. Vorgesetzte, die Second Opinion eines Personalers, Menschenkenner aus anderen Abteilungen mit häufiger Zusammenarbeit und Vorgänger, welche vor allem das Aufgabengebiet sehr gut kennen, sind weitere Möglichkeiten.

2. Setzen Sie vielfältige Auswahlinstrumente ein
Oft wird zu viel Gewicht auf das Interview gelegt, welches aber oft sehr subjektiv und emotional ist und gewisse Kandidatentypen unverhältnismässig bevorzugt. Zu oft werden Entscheidungen auch zu intuitiv nach den ersten Minuten getroffen. Arbeitsproben, Schnupperwochen, Aufgabenstellungen, Teamgespräche und mehr sind weitere Möglichkeiten, um zu objektiven und ganzheitlichen Entscheiden zu gelangen.

3. Verlassen Sie sich auf Mitarbeiter-Empfehlungen
Mitarbeiter-Empfehlungen sind sehr erfolgreich, wenn die qualifizierten gewählt, sie zu guten Empfehlungen motiviert werden, das Anforderungsprofil genau bekannt ist und eine permanente und gute Kommunikation, auch nach der Einstellung eines empfohlenen Mitarbeiters, stattfindet. Sie können so weit gehen und alle Mitarbeiter zu Headhuntern machen.

4. Intelligenz und Lernfähigkeit an erste Stelle setzen
Vor allem die Intelligenz und kognitive Fähigkeiten sind wichtige Faktoren für Erfolg und überdurchschnittliche Leistungen. Stufen Sie Fachwissen je nach Stelle nicht zu hoch ein, manchmal können neue Perspektiven und Sichtweisen unkonventionell denkende Menschen wertvoller sein. Auch die Neugierde zur Problemlösung und die Begeisterungsfähigkeit sind in vielen Jobs höher zu gewichten. Menschen mit solchen Eigenschaften sind oft Leistungstreiber, spornen das Team an und sind chancen- und lösungsorientiert.

5. Beurteilen Sie Kandidaten ganzheitlich
Leistungen aus Arbeitszeugnissen und Werdegänge in Lebensläufen sind nur ein kleiner Teil erfolgsentscheidender Kriterien. Beurteilen Sie Kandidaten vor allem ganzheitlich und ziehen Sie beispielsweise emotionale Intelligenz, Grundwerte und Sozial- und Kommunikationskompetenzen, Hauptmotivatoren, Lernwille, Lebensumfeld, Work-Life-Situation, Arbeitsstil, Teamverhalten und mehr mit ein.

6. Stellen Sie verhaltens- und situationsbezogene Interviewfragen
Interviews sind ein wichtiges Auswahlinstrument und verhaltens- und situationsbezogene Interviewfragen die wichtigsten. Wie verhielt man sich in für die Stelle relevanten konkreten Situationen und was würde man machen, wenn eine für die Stelle besonders wichtige Situation eintritt. Fragen Sie mehr nach dem Wie und Warum und weniger nach dem Was.

7. Prüfen Sie Kompatibilität mit der Unternehmenskultur
Mindestens genauso wichtig wie Lebensläufe und Diplome ist das Cultural Fit, also die Kompatibilität mit Unternehmenskultur, Team und Vorgesetztem in den für die Kultur und den Teamspirit relevanten Kriterien und Anforderungen. Dies können Leistungsbewusstsein, Offenheit, Neugierde, Innovationsgeist und mehr sein. Achten Sie vor allem auch auf Persönlichkeit und Charakter.

8. Achten Sie bei Führungskräften vor allem auf das Menschenbild
Führungserfahrung hat sicher seine Bedeutung und gute Führungskompetenzen ausstellende Arbeitszeugnisse ebenso. Über allem aber steht das Menschenbild. Nur Führungskräfte mit einer positiven Grundhaltung und einem respektvollen Menschenbild sind wirklich in der Lage, Mitarbeiter zu fördern, sie für Ziele zu begeistern, Fürsprecher und Coaches zu sein, ihre Talente zu erkennen und einzusetzen und sie zu Höchstleistungen anzuspornen.

9. Versuchen Sie herauszufinden, was Kandidaten motiviert
Vor allem motivierbare Kandidaten mit möglichst intrinsischer, von innen Motivation aus innerem Antrieb heraus und mit ausgeprägtem Leistungsbewusstsein und Ambitionen sind später die leistungsfähigen. Es sind nicht jene, die einfach einen Job und Verdienst wollen, sondern Herausforderungen suchen, sich weiter entwickeln möchten, wissbegierig und hinterfragend sind, Sinnstiftung in ihrer Arbeit erwarten und mit Passion und Herzblut das Beste für Ihr Unternehmen wollen. Das Gute daran: Sie können auf Motivationsprogramme verzichten.

10. Schnuppertage oder Schnupperwochen
Im praktischen Verhalten und Arbeiten über einen längeren Zeitraum im Team und Unternehmen mit typischen und wichtigen Aufgaben aus der Praxis kann man einen Kandidaten am besten und ganzheitlichsten beurteilen. Vor allem auch die Kompatibilität mit der Unternehmenskultur und dem Team lässt sich so sehr gut beobachten. Auch das Team kann sich so ein fundiertes auf praktischen Erfahrungen basierendes Urteil bilden.

DAS BUCH ZUM THEMA
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Der obige Beitrag ist ein Auszug aus diesem Buch. Es enthält viele weitere Interviewfragen zu Themen wie Leistungen, Motivation, Sozialkompetenzen, Führungsverhalten und vielen mehr mit Hintergrundinformationen für erfolgreiche Job-Interviews und interessante Trends im Recruiting generell. Es besteht bereits in der 7. Auflage und ist bei Amazon seit Jahren oft Bestseller in der Kategorie Recruiting.

Arthur Schneider:
Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen
Erschienen im PRAXIUM-Verlag, Zürich
Auf CD-ROM Fragebögen und alle Interviewfragen
ISBN 978-3952271278

Leserkritiken und Bewertungen zum Buch auf amazon.de

Mehrinformationen und Inhaltsverzeichnis auf hrmbooks.ch

PRAXIUM ist ein Fachverlag mit Sitz in Zürich und bietet seit über 10 Jahren praxisbezogene und umsetzungsorientierte Fachinformationen für HR-Praktiker, Geschäftsführer und Führungskräfte an. Seine Werke zeichnen sich durch kompakte und anwendungsorientierte Informationen und CD-ROM’s aus, welche die Übernahme in die Praxis mit vielen Vorlagen und MS OfficeTools zusätzlich erleichtern. Das Sortiment umfasst über 40 Titel, welche online und im stationären Buchhandel im gesamten DACH-Raum erhältlich sind.

Kontakt
PRAXIUM Verlag
Marco De Micheli
Klachbühlstrasse 50
8038 Zürich
0444811464
mail@praxium.ch
http://www.praxium.ch

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Passt dieser Bewerber wirklich zu uns?

In Recruiting-Interviews den Cultural Fit prüfen

Passt dieser Bewerber wirklich zu uns?

Auszug aus diesem Buch

Der Cultural Fit wird in Interviews viel zu selten systematisch und viel zu wenig sorgfältig geprüft. Dabei verursachen neue Mitarbeiter, welche nicht zur Unternehmenskultur passen, von Beginn weg zahlreiche Probleme und Kosten. Friktionen schon während der Einführungszeit. Sich beidseitig schnell einstellende Frustrationen, belastende Teamkonflikte und hoher Führungsaufwand sind nur einige der für alle Beteiligten unangenehmen Folgen. Die folgenden Interviewfragen helfen Ihnen, den Cultural Fit stärker und gezielter einzubeziehen und zu beachten.

Achten Sie dabei besonders auf Antworten nach bestimmten Situationen wie Erlebtem und auf Emotionen, auf frühere Erfahrungen, auf die Art der Beispiele, welche Kandidaten nennen, welche Prioritäten sie dabei setzen und vor allem wie diese mit ihrer Unternehmenskultur korrespondieren. Dann wie man damit umging (Aktion) und anschliessend, wie sich dies auswirkte, was das Ergebnis war (Resultat). Fragen Sie häufig nach, verlangen Sie Beispiele und lassen Sie sich Wichtiges konkretisieren oder stellen Sie zuweilen auch Reflexikonsfragen wie „Was lernten Sie daraus, was löste dies bei Ihnen aus?“

Was macht Ihrer Meinung nach gute Teamarbeit aus und welches sind Ihre Erfahrungen?
Teamarbeit nimmt bei den meisten Stellen einen wichtigen Platz ein. Mit dieser Frage bringt man in Erfahrung, ob die Grundeinstellung zur Teamarbeit positiv ist und ob und welche Erfahrungen man damit gemacht hat. Achten Sie bei den Erfahrungen auf die Übereinstimmung und Relevanz mit Ihrer Unternehmenskultur und auch den Anforderungen der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle.

Was meinen Sie, ermöglicht wirklich gute Leistungen?
Eine indirekte Frage zur Motivation, einfach auf einer objektivierten Ebene. Da diese Antwort aber auch einiges an das Abstraktionsvermögen stellt, sollte sie nur gewandten Kandidaten für gewisse Positionen gestellt werden. Sie können diese Frage auch weniger offen so stellen: „Welches sind Ihrer Meinung nach die Voraussetzungen für überdurchschnittliche Leistungen?“

Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?
Dies ist eine unerwartete und ungewöhnliche Frage, aber gerade deshalb kann nicht nur die Antwort, sondern auch das Verhalten bzw. die Reaktion darauf viel verraten. Sie zwingt den Interviewten zum Um- und Querdenken und zu einer kritischen Stellungnahme. Dies zeigt, welche Werte einer Unternehmenskultur ihm wichtig sind und was er, beispielsweise unter Fairness oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten, versteht und was ihn letztlich motiviert.

Beschreiben Sie mir doch bitte Ihren idealen Vorgesetzten
Bei der Beschreibung von Idealbildern oder Idealpersonen werden Menschen immer stark ermutigt, sich unbeschwert auszudrücken und „Ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen“. Hier mag es Bereiche geben, bei denen Sie gewisse Informationen (Charakter, Persönlichkeit, Anerkennungs-Erwartung, Sensibilität, Freiraum-Erwartung usw.) mit einer Folgefrage vertiefen möchten, um noch mehr zur Passung mit Ihrer Unternehmenskultur herauszufinden.

Was ist für Sie ein gutes Arbeitsklima, in dem Sie sich wohl fühlen?
Ist es das menschliche Umfeld, das Team und der Vorgesetzte? Oder sind andere Kriterien wichtig, wie Innovationsgeist oder eine den Mitarbeiter achtende und fördernde Unternehmenskultur? Hier gilt es natürlich auch, die genannten Cultural-Fit-Kriterien mit denen des Arbeitsklimas Ihres Unternehmens zu vergleichen und Übereinstimmungen zu beachten. Haken Sie bei den bei ihrer Kultur wichtigen Faktoren nach. Flüchtet jemand allzu sehr in generelle nichtssagende Bezeichnungen, sollte man hier nachfragen und nachhaken.

Welche positiven und negativen Gegebenheiten spielten bei Ihrer letzten Stelle eine wichtige Rolle?
Die zu konkreterer Antwort führende Frage, was gefallen hat und was nicht. Achten Sie darauf, ob dies die für Ihre Unternehmenskultur relevanten Faktoren sind und wie das Verhältnis von positiven und negativen Gegebenheiten ist. Sind es nur Frustration und Vorwürfe, die zur Sprache kommen oder auch positive Ereignisse – dies sagt viel über die positive oder negative Grundhaltung eines Kandidaten aus. Wer zum Beispiel nur aus Ärger und Enttäuschung, also ohne konstruktive Ziele wie ein berufliches Weiterkommen den vorherigen Arbeitgeber verlässt, ist wohl kaum der ideale Kandidat.

Mit welcher Art von Menschen arbeiten Sie gerne zusammen?
Indirekt zeigt sich hier die Erwartung an Teamkolleginnen und – kollegen, ein Arbeitsklima, das Naturell des Bewerbers und seine Toleranzbandbreite. Eventuelle Beispiele aus der praktischen Erfahrung sind von besonderem Interesse. Nach einem Erlebnis nachgefragt, bzw. mit einem solchen zusammen gewinnt die Aussage an Glaubwürdigkeit und wird auch konkreter. Dabei ist die Art und Weise (wie Wortwahl, Prioritäten, eingebundene Menschen, Aufgaben usw.) interessant und aufschlussreich.

Wir legen grossen Wert auf Mitarbeiterförderung. Wie wichtig ist das für Sie?
Die Antwort ist hier klar, dass dies für den Kandidaten ebenso wichtig ist. Deshalb nachfragen nach Erlebnissen, Gesagtes konkretisieren lassen, ein zwei Beispiele mehr erfragen, fragen, wo der Kandidat dies angewendet hat und welches seine Erfahrungen waren. Dann findet man schnell heraus, wie authentisch und ehrlich seine wirkliche Haltung ist. Bedenken Sie, dass ein Verhalten in der Vergangenheit zukünftiges Verhalten am besten voraussagt. Anstelle von Mitarbeiterförderung sollten Sie natürlich das für Ihre Unternehmenskultur besonders spezifisch wichtige Merkmal, bzw. Charakteristikum nennen, bzw. jenes das bei der ausgeschriebenen Stelle von besonderer Relevanz ist.

Was zeichnet ein Team aus, in dem Sie sich wohlfühlen?
Ist es ein „Dream-Team“, sind es realistische Ansprüche und Erwartungen, die zur Persönlichkeit des Kandidaten passen oder ist es gar eine Antwort, die Ihre Interviewinformationen, das Umfeld und das Stellenprofil schon miteinbezieht? Achten Sie natürlich ganz besonders auf die Kongruenzen mit Ihrem bestehenden Team und Ihrer Unternehmenskultur, in welches der Kandidat bei einer Anstellung käme.

Welche Grundwerte und Prinzipien sind Ihnen bei Beruf und Arbeit besonders wichtig?
Dies könnten Erfolg, Leistung, Genauigkeit, Loyalität, Kundenorientierung, Lernbereitschaft und mehr sein. Interessant ist hier, welche Werte dies sind, ob der Kandidat überhaupt solche nennen kann, welches Berufs- und Menschenbild dahinter steckt und wie kompatibel es mit Ihrer Unternehmenskultur ist.

Viele weitere kommentierte Fragen obiger Art zum Cultural Fit und auch zu anderen relevanten Themenkreisen sind im untenstehenden Buch „Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen“ enthalten. Es ist bei Amazon in der Rubrik Recruiting oft der Nr. 1 Bestseller und hat zahlreiche positive Leser-Bewertungen.

DAS BUCH ZUM THEMA
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Der obige Beitrag ist ein Auszug aus diesem Buch. Es enthält viele weitere Interviewfragen zu Themen wie Leistungen, Motivation, Sozialkompetenzen, Führungsverhalten und vielen mehr mit Hintergrundinformationen für erfolgreiche Job-Interviews und interessante Trends im Recruiting generell. Es besteht bereits in der 7. Auflage und ist bei Amazon seit Jahren oft Bestseller in der Kategorie Recruiting.

Arthur Schneider:
Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen
Erschienen im PRAXIUM-Verlag, Zürich
Auf CD-ROM Fragebögen und alle Interviewfragen
ISBN 978-3952271278

Leserkritiken und Bewertungen zum Buch auf amazon.de

Mehrinformationen und Inhaltsverzeichnis auf hrmbooks.ch

PRAXIUM ist ein Fachverlag mit Sitz in Zürich und bietet seit über 10 Jahren praxisbezogene und umsetzungsorientierte Fachinformationen für HR-Praktiker, Geschäftsführer und Führungskräfte an. Seine Werke zeichnen sich durch kompakte und anwendungsorientierte Informationen und CD-ROM’s aus, welche die Übernahme in die Praxis mit vielen Vorlagen und MS OfficeTools zusätzlich erleichtern. Das Sortiment umfasst über 40 Titel, welche online und im stationären Buchhandel im gesamten DACH-Raum erhältlich sind.

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Medizin Gesundheit Wellness

Reden schreiben und Reden halten

Verbesserungen 2019 durchführen

Reden schreiben und Reden halten

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Für alle, die sich für 2019 vorgenommen haben, als Redner und Vortragender besser zu werden, habe ich eine gute Nachricht: mit System geht das recht einfach. Lassen Sie sich auf einen externen Trainer ein und blicken Sie mit „fremden Augen“ auf sich selbst. Das ist sehr hilfreich!

Zunächst geht es um Ihre Außenwirkung, die möglicherweise nicht identisch ist mit ihrer eigenen Wahrnehmung. Dafür halten Sie eine Rede oder zeigen ein Video, das Sie bei einer Veranstaltung aufgenommen haben. Vielleicht können Sie sich sogar erinnern, wie Sie sich dabei gefühlt haben? Dann kann der Check – Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung – noch deutlicher werden.
Die meisten Teilnehmer fürchten, dass Ihre Eigenwahrnehmung toll war und der Blick von außen niederschmetternd ist – das trifft aber in den wenigsten Fällen zu, oft ist es sogar umgekehrt.
Die hohe Selbstkritik blockiert und führt keinesfalls zu Verbesserungen! Leider muss ich das häufig beim Training von Frauen erleben. Und dann fangen wir genau an diesem Punkt an, gemeinsam zu arbeiten. Die innere Haltung zur Sache und zu sich selbst in der Rolle des Vortragenden ist ein entscheidender Faktor.

Erst dann kommen wir zum „Handwerk“ in der Vorbereitung und Durchführung. Gern spiele ich mit Ihnen eine Rede durch, die vor Ihnen liegt. Wir brauchen das Thema, alle Fakten und Inhalte, falls nötig auch die Folien. Falls Sie die Rede schon konzipiert und geschrieben haben, können wir gleich in die Überarbeitung gehen und das bringt Ihnen besonders viel. Denn Sie erleben und erfahren selbst das „vorher“ und „nachher“ und erkennen sofort, was gut ist an der neuen Art, eine Rede vorzubereiten und zu halten.

Themen: Ziel der Rede, Zielgruppe, zielgruppenspezifische Sprache, Anfang und Ende, der rote Faden, die Ansprache, die Botschaften, die Konstruktion, bildhafte Sprache, Storytelling, Präsenztraining, Körperarbeit: Sie achten auf die nonverbalen Faktoren (Körpersprache, Stimme, Mimik und Gestik) und optimieren Ihren Auftritt beim Videofeedback.
Mein Angebot: Wir bearbeiten Ihre Rede, wobei der Inhalt gleich bleibt – aber die Form verändert sich. Wir formen kurze Kapitel mit Überschrift, übersetzen sie von der Schriftsprache in eine Sprechsprache und von der Wissenschaftssprache in eine allgemein verständliche Sprache, suchen und finden den berühmten roten Faden, bauen Übergänge zwischen den Unterthemen, reduzieren die Länge – und dann trainieren wir die Präsentation der Rede.
Sie werden schon nach 4 Stunden Training ein Erfolgserlebnis haben! Das Leben ist zu kostbar, um langweilige Reden zu hören oder zu halten.

Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach. 25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Besonderheit: Srum Master (agile Methoden wie Design Thinking).
Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.

Kontakt
Katharina Gerlach
katharina Gerlach
Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
info@katharina-gerlach.de
http://www.katharina-gerlach.de

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Was ein Medien- und Interview-Training Ihnen bringt

Was ein Medien- und Interview-Training Ihnen bringt

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Beim Medientraining erfahren Sie zweierlei: einmal, wie Journalisten und Redaktionen „ticken“. Wie kommen die Entscheidungen in den Redaktionen zustande? Worüber berichten die Medien und warum? Wie können Sie sich da einschalten und ihre Themen in die Öffentlichkeit bringen? Wie reagieren Sie, wenn Sie als Interviewpartner angefragt werden? Was sollten Sie im Vorgespräch beachten? Wie können Sie Fragen abwenden, auf die Sie nicht antworten möchten?

Noch wichtiger als der Blick auf „die andere“ Seite ist aber der Blick auf sich selbst. Ein Medien- und Interview-Training ist eine anstrengende Angelegenheit, denn Sie sind emotional beteiligt. Es geht um Sie. Um den eigenen Blick auf sich. Den meisten Menschen ist es sehr unangenehm, sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen. Wir haben ein ganz anderes Selbstbild von uns, die eigene Körperhaltung, Mimik und Gestik ist nicht nur unbekannt, sondern sieht doof aus. Die Stimme klingt anders, die Ähs fallen plötzlich auf, der rote Faden ist nicht erkennbar, die Botschaften kommen nicht auf den Punkt – der Perspektivwechsel sollte durch eine sachliche, wertschätzende Trainerin angeleitet und unterstützt werden. Dann kann die Kenntnis des Selbst zu einer schnellen Verbesserung führen. Denn nichts ist so wertvoll wie die eigene Erkenntnis.

Die meisten Menschen sind selber ihre härtesten Kritiker. Da tut es gut, den Blick von außen gespiegelt zu bekommen und die Tipps einer erfahrenen Journalistin und Medientrainerin zu hören. Dise Person sollte Ihnen auf jeden Fall sympathisch sein. Hier hilft ein Telefonat vor der Buchung.

Als Journalistin mit langjähriger Erfahrung als fragende Moderatorin habe ich ein stärkendes Medientraining entwickelt, das Sie auf Interviews und Statements vorbereitet. Ob Sie eine Verabredung mit Journalisten, mit der interessierten Öffentlichkeit bei Konferenzen, Messen oder Fachtagungen als Referent oder Redner, oder in den social media haben: ein Medientraining ist in jedem dieser Fälle anzuraten!

Gönnen Sie sich im Jahr 2019 eine Weiterbildung und besuchen Sie ein Interview- und Medientraining. Das Training ist nicht nur für den Auftritt in der Öffentlichkeit hilfreich, sondern es hilft Ihnen auch in der alltäglichen Kommunikation, im Gegenüber mit anderen Menschen.

Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach. 25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Besonderheit: Srum Master (agile Methoden wie Design Thinking).
Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.

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Kattfußstr. 46
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Interview- und Medientraining

in Deutsch, Englisch, Spanisch

Interview- und Medientraining

www.medientrainer-berlin.de

Wir sind erfahrene Journalisten, die mehrere Welten kennen: die des fragenden Medienprofis, die des vermittelnden Redakteurs und die des wertschätzenden Medientrainers.
Mit uns können Sie Ihre Botschaften erarbeiten und lernen, sich kurz zu fassen. Was ist überhaupt das Wichtigste, das Sie sagen möchten? Wem wollen Sie es sagen und wie kommen Sie bei Ihrer Zielgruppe an? Wir trainieren gemeinsam, klare Positionen zu vertreten (ein gutes Gefühl!) und wir bereiten uns professionell auf Sie und die speziellen Interviews vor.
Sie können anhand Ihrer eigenen Themen üben, üben, üben. Gern stärken wir Sie vor dem „Ernstfall“ mit Video-Feedback. Wo haben Sie eloquent und souverän ihre Botschaften verkündet, wo nach Antworten gesucht – und warum? Was fehlte in der Vorbereitung? Wie könnte es besser sein? Was war glaubwürdig, was löste Zweifel beim Betrachter aus?
In jedem Falle gehen Sie gestärkt aus dem Training hervor, haben sich ein Stück besser kennen gelernt, haben neue Methoden erprobt, Antworten nach dem Fünfsatz aufgebaut und möglicherweise eigene Zweifel besiegt. Das Besondere: wir können Interview-Situationen steuern, von soft über interessiert bis aggressiv. Sie erleben bei Bedarf auch sogenannte Druckinterviews, in denen Ihnen permanent dieselben Fragen gestellt werden. Wie fühlt sich das an? Wie können Sie hier gut bestehen?
Ein weiterer Punkt im Medientraining: Welche Sätze clippen die Journalisten aus langen Interviews, wenn sie nur ein Statement brauchen? Wie können Sie sicher stellen, dass es auch in Ihrem Sinne eine gute Aussage ist?
Das Wichtigste bei Ihrem Auftritt ist, dass Sie überzeugen – bei Präsentationen, Reden, Diskussionen und Interviews im Fernsehen, Radio, online und in Zeitungen. Überzeugend können Sie nur dann agieren, wenn Sie sich selber sicher sind. Zweifel stören da – also schauen Sie sich doch besser mal selber zu, wie überzeugend Sie sind und lassen Sie sich coachen. Nach einem Medientraining haben Sie mehr Wind in den Segeln! Das merken alle, die Sie beobachten. Bei Präsentationen, Reden oder bei Interviews – bei jedem Auftritt in der Öffentlichkeit.
Wir freuen uns sehr, das Medientraining nicht nur in Deutsch und Englisch, sondern auch in Spanisch anbieten zu können. Unsere Kollegin Patrizia Leeb ist schon lange im Geschäft, hat sieben Jahre für das Frühstücksfernsehen gearbeitet und moderiert jetzt seit zwölf Jahren im Fernsehen. Sie ist zweisprachig aufgewachsen (Deutsch, Spanisch) und vermittelt mit ihrer freundlichen wertschätzenden Art große Souveränität.
Marianna Evenstein und Uwe Westphal sind unsere englisch-sprachigen Medientrainer, Marianna ist Amerikanerin, Uwe hat in beiden Ländern lange gelebt und als Journalist gearbeitet. Er kann Ihnen zusätzlich die britischen und amerikanischen Besonderheiten in der Kommunikation und im Journalismus vermitteln.
Simone von Stosch, Katharina Gerlach und Volker Mayr sind überaus erfahrene Journalisten und Medientrainer, die in deutscher Sprache zur Verfügung stehen.
Die Medientrainer-Berlin sind europaweit im Einsatz und freuen sich, auch ihre interkulturellen Kompetenzen zeigen zu können.

Die medientrainer-berlin sind Journalisten und Moderatoren, also Profis in Sachen Kommunikation. Profitieren Sie davon!

Ein Medientraining mit gestandenen Journalisten bereitet Sie auf Ihren Auftritt in den Medien vor – ob in den social media / Video, der Zeitung, im Radio oder im Fernsehen.

Die medientrainer berlin bieten Ihnen die passenden Module und Trainingseinheiten, auch den individuellen Check am Abend vor dem Interview – beim last minute coaching.

Kern des Netzwerkes ist Katharina Gerlach, Journalistin, Business-Coach und Moderatorin.

Wir sind seit über 20 Jahren in Berlin aktiv, kennen viele Kollegen in den Redaktionen von Fernsehen,Hörfunk und Zeitung – und wir wissen, wie Journalisten ticken.

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Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
kg@medientrainer-berlin.de
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Mode Trends Lifestyle

Von Kevin Costner bis Guido Maria Kretschmer

Wenn Gabo fotografiert, halten alle still

Von Kevin Costner bis Guido Maria Kretschmer

Gabriele Oestreich, bekannt als Gabo, ist Fotografin, hat schon unzählige Prominente porträtiert. Im Zuge von #MySizeRevolution, dem Motto der neuen Curvy Kollektion von Guido Maria Kretchmer für Otto, inszenierte und fotografierte sie Alexis, Cecile, Janina, Jules, Julia, Maren, Mia, Stella, Susanne, Susie, Tati und Verena. Zwölf inspirierende Curvys, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

PlusPerfekt sprach mit Gabo im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg. Guido Maria Kretschmer und das Team Soulfully hatten zur Vernissage „Size Revolution“ eingeladen.

Gabo, was war die Intention hinter der Fotoserie? Hattest Du eine Aufgabenstellung oder warst Du frei in deiner Interpretation?

Gabo | Gabriele Oestreich: Ich war Gott sei Dank frei in der Interpretation. Es war natürlich vorgegeben, wer genommen wird. Wobei die eine Hälfte gesetzt war, die andere Hälfte haben wir mit Guido zusammen in der Jury entschieden. Das war das Einzige, das stand, den Rest durfte ich mir ausdenken. Und ich habe gemerkt, dass Fotografie von Plus Size entweder nur knallhart Katalog-fotografiert wird, oder so ein bisschen fetisch-mäßig sexy am Strand. Oder einfach nicht liebevoll fotografiert. Und es fehlt eigentlich, dass die Persönlichkeit der Frauen herausgeholt wird. Das wird immer am Körper festgemacht und nicht an dem Menschen, und da ich ja eine Menschen-Fotografin bin, eine Portrait-Fotografin, bin ich ganz stark auf die Persönlichkeit gegangen, die hinter dem Körperlichen ist. Deswegen habe ich mir ein Konzept gesucht, das sehr pur und erdig ist. Ich habe selbst ein Studio in dem man sich einfach wohlfühlt. Das war wichtig, weil man das auch ausstrahlt. Das Innere übernimmt das quasi.

Sind alle Aufnahmen Schwarz-Weiß?

Gabo | Gabriele Oestreich: Nein, manche haben ganz wenig Farbe. Das ist alles eher auf Alt-Hollywood. Ich bin ein Hollywood-Fan und das hat so ein bisschen dieses ausgedrehte, müde Farben. Und manche sind klassisch Schwarz-Weiß, weil ich das dafür richtig fand.

Wir haben von einigen Models gehört, dass sie ein etwas mulmiges Gefühl hatten, weil man sagt, Du schaffst es, das Innerste nach Aussen zu kehren, dass auf Deinen Fotos die Seele zu sehen ist. Wie machst Du das?

Gabo | Gabriele Oestreich: Ich versuche das gar nicht groß, das passiert in dem Moment, wo sich der Mensch wohlfühlt und ein nettes Team um sich herum hat. Gutes Essen auf dem Tisch und einen schönen Blick aus dem Fenster. Da sind alle gut drauf und dann kommt das automatisch, dass man sich nicht so artifical (englisch für künstlich) fühlt. Dadurch zeigt man mehr sein Inneres also sonst etwas. Aber irgendein Hollywood-Star hat mal zu mir gesagt: „Oh my God, I don“t want you to fucking see my soul! I let nobody close that much …“, also da ging das ein bisschen nach hinten los, aber im Endeffekt hat auch er seine Seele heraus gekehrt.

War er mit dem Foto zufrieden oder hat man tatsächlich gesehen, was er nicht zeigen wollte?

Gabo | Gabriele Oestreich: Das ist eine gute Frage. Doch, er hat es zugelassen. Aber es gibt Menschen, die machen dann richtig zu, die wollen nicht, dass ihnen jemand zu nahe kommt. Was ich ja gar nicht tue, ich bin ja keine Seherin oder so. Ich bin dann nur mit der Optik beschäftigt. Aber wenn es zu nahe wird, dann gibt es eben Menschen, die wollen das nicht. Doch das ist mir jetzt lange nicht mehr passiert. Ich glaube das ist 20 Jahre her.

Das vollständige Interview finden Sie auf www.PlusPerfekt.de.

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Tourismus Reisen

Interview mit Stefanie Berk zum Thomas Cook Holiday Report 2018

Interview mit Stefanie Berk zum Thomas Cook Holiday Report 2018

Im Juni ist der zweite Thomas Cook Holiday Report erschienen. In fünf Kapiteln werden in dem Bericht wieder aktuelle Trends und Herausforderungen der Reisebranche thematisiert. Stefanie Berk, Geschäftsführerin Thomas Cook Central Europe & East, berichtet im Interview über Hintergründe und Themen.

Der diesjährige Report bietet wieder eine breite Themenauswahl. Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Trend „Staycation“ – was ist hierunter zu verstehen?
Stefanie Berk: Genau, in dem Kapitel „Zuhause fernab der Heimat“ geht es um den Trend „Staycation“. Das Wort selbst setzt sich zusammen aus den Bestandteilen „stay“ für (daheim) bleiben und „vacation“ für Urlaub. Bei dem Trend geht es darum, dass Urlauber sich im Hotel immer mehr Wohlfühlfaktoren wie zu Hause wünschen. Das Hotel wird damit immer wichtiger, die Destination selbst rückt bei der Urlaubsentscheidung eher in den Hintergrund. Diesen Wunsch der Kunden bedienen wir mit unseren eigenen Konzepten Casa Cook, Sunprime, Sunwing und Cook“s Club sehr gut, darauf gehen wir in dem Kapitel auch ein.

Der Report enthält auch ein Kapitel zu dem derzeit hoch aktuellen Thema Overtourism – kein sehr positiv besetztes Thema, oder?
Stefanie Berk: Natürlich nicht so positiv besetzt wie die anderen Themen, die wir in dem Report dieses Jahr behandeln. Aber wir haben uns bewusst dafür entschieden, uns dazu zu äußern, denn wir können uns der aktuellen Debatte über Overtourism gar nicht entziehen, das wollen wir auch nicht. Uns ging es in dem Kapitel vor allem darum, unsere Sichtweise klar zu machen. Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Tourismus ein. Das Problem werden wir aber nur beheben können, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und ihre Hausaufgaben machen, auch Unterkunftsvermittlungsportale wie Airbnb oder Homeaway.

Ein weiteres Kapitel behandelt den Trend Luxusreisen.
Stefanie Berk: Hier schildern wir die Erfolgsgeschichte von Thomas Cook Signature Finest Selection und gehen auf die Bedürfnisse der Kunden in diesem Segment ein. Gäste, die einen Luxusurlaub buchen, legen vor allem Wert auf eine persönliche Betreuung vor, während und nach der Reise und die ständige Verfügbarkeit von direkten Ansprechpartnern. Ebenso wichtig sind in diesem Bereich qualitativ hochwertige Speisen und Getränke, beispielsweise eine große Weinauswahl, und die Möglichkeit, Mehrleistungen zu buchen. Das alles bieten wir mit Signature Finest Selection und treffen damit genau die Wünsche unserer Gäste.

Und wenn es um Trends geht, darf natürlich auch ein Kapitel zum Thema Digitalisierung nicht fehlen, richtig?
Stefanie Berk: So ist es und deshalb nehmen wir auch dieses Thema auf. Urlauber pendeln heutzutage bei der Reiseplanung zwischen zwei Welten: online und offline. Dabei müssen wir als Reiseveranstalter die Gäste abholen – egal auf welchen Kanälen sie gerade unterwegs sind. Eine Umfrage unter unseren Kunden hat beispielsweise gezeigt, dass 55 Prozent online nach einer Reise gesucht, dann aber doch im Reisebüro gebucht haben. Das Buchungsverhalten fordert folglich die Vernetzung von stationärem Vertrieb und Internet. Mit unserer Omnichannel-Strategie möchten wir dazu beitragen, dass die Kunden ein attraktives Beratungs- und Buchungserlebnis auf all unseren Kanälen haben und das legen wir in dem Kapitel dar.

Wer sind die diesjährigen Interviewpartner?
Stefanie Berk: Ich freue mich, dass wir für jedes Kapitel je einen hochkarätigen Experten für unsere Interviews gewinnen konnten. Dieses Jahr mit dabei sind Tristan Horx, Trendforscher am Think Tank Zukunftsinstitut Wien, Kai Diekmann, Journalist und Gründer von Storymachine, Dr. Ing. Jens Puttfarcken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH, und Prof. Dr. Roland Conrady, Professor am Fachbereich Touristik/ Verkehrswesen an der Hochschule Worms.

Was haben Ihre Kunden von dem Report?
Stefanie Berk: Nur wenn wir die Wünsche unserer Kunden kennen, können wir unser Angebot entsprechend anpassen. Mit Unterstützung der Abteilung Customer & Market Insight fragen wir die Kunden für den Report, was ihnen wichtig ist, welchen Urlaub sie sich in Zukunft wünschen und was sie von neuen Angeboten halten. Mit dem Report zeigen wir damit auch, dass wird den Kunde getreu unserer Philosophie „Customer at out heart“ in den Mittelpunkt stellen und auf sie hören.

Der Report ist hier abrufbar und kann in der Druckversion angefordert werden via E-Mail an unternehmenskommunikation@thomascook.de.

Die Thomas Cook GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Thomas Cook Group plc, die an der Londoner Börse notiert ist. Die Thomas Cook GmbH deckt in Deutschland den gesamten Bereich touristischer Leistungen für verschiedene Zielgruppen ab. Zum Unternehmen gehören mit Neckermann Reisen, Thomas Cook, Öger Tours, Bucher Last Minute und Air Marin führende und renommierte Veranstaltermarken sowie die Ferienfluggesellschaft Condor.

Kontakt
Thomas Cook GmbH
Irene Schechinger
Thomas-Cook-Platz 1
61440 Oberursel
06171 65 1700
06171 65 1060
unternehmenskommunikation@thomascook.de
http://www.thomascook.de/unternehmen/newsroom

Mode Trends Lifestyle

Haben schöne Menschen den besseren Sex?

Interview mit Paula Lambert

Haben schöne Menschen den besseren Sex?

Beeinflussen meine Körpereinstellung und evtl. Hemmungen mein Beziehungs- und Sexleben? Sabotiere ich mich dadurch selbst? Tut mir mein Partner wirklich gut? Und warum eigentlich sind raschelnde Maxi-Kleider nicht längst wieder in Mode?!

Paula Lambert ist Journalistin und Kolumnistin. Sie ist bekannt als (S)Expertin in TV-Formaten wie „Paula kommt – Sex- und gute Nacktgeschichten“ auf Sixx. Zusammen mit Miyabi Kawai ist sie prominentes Gesicht der neuen Sheego-Kampagne #nobodyisthesame. Beim Shooting zur Kampagne in Hamburg nahm Paula sich Zeit für ein ausführliches Gespräch mit PlusPerfekt.

Haben schönere Menschen den besseren Sex?

Paula Lambert: (Lacht) Ich muss an eine Anekdote denken, die mal ein Stern-Reporter aufgeschrieben hat: In einem Zug von Zagreb nach Wien stieg ein lustiger Mann ein. Der sagte, er würde in in Wien aussteigen, weil er dort eine Freundin habe. Die sei ausgemacht hässlich, weil er festgestellt hat, dass hässliche Frauen sich beim Sex mehr bemühen würden. Das finde ich ebenso klischeehaft wie, dass schönere Menschen besseren Sex haben sollen. Also ich glaube, es hat derjenige den besseren Sex, der in der Lage ist, sich selbst und den anderen Menschen zu genießen.

Du bist Journalistin, Moderatorin und Sexualitätserzieherin. Was genau darf man unter einer Sexualitätserzieherin verstehen?

Paula Lambert: Mein Ansatz ist es den Menschen beizubringen ein glückliches Leben zu führen. Da es schon viele Leute gibt, die über Sport und Ernährung sprechen, hat mich immer schon mehr die Art interessiert wie Menschen Beziehungen führen. Auch im körperlichen Sinne. Und vor allen Dingen, warum es vielen so schwer fällt, das was sie haben zu genießen, beziehungsweise auch den richtigen Partner dafür auszuwählen. Das ist meine Aufgabe, die ich mir gestellt habe. Ich möchte, dass die Menschen ein glücklicheres Beziehungsleben und eine glücklichere Sexualität erleben können. Darum stelle ich die vielen Wie-Warum-Weshalb-Fragen. Ich glaube, wie die Teile ineinander stecken, das versteht man irgendwann. Aber viel mehr interessieren mich die Fragen: Was macht deine Sexualität mit dir? Warum hast du diese Sexualität, die dich eigentlich unzufrieden macht? So ist es nämlich in den meisten Fällen. Und wie kann ich dir helfen dein Leben so zu verändern, dass du es anders machen kannst?

Viele sind ein bisschen unzufrieden mit ihrem Körper und haben Selbstzweifel. Nehmen wir diese Selbstzweifel sehr stark mit in das Sexleben? Ist das begründet oder eigentlich nicht, weil es da keine Rolle mehr spielt?

Paula Lambert: Das liebende Auge hält sich nicht an Körpermaßen auf. Das Problem daran ist, dass ganz viele Leute Partner auswählen, die sie nicht in der Tiefe ihres Wesens schätzen, sondern die sie als Statussymbol benutzen oder, weil sie nicht alleine sein wollen und die dann die ganze Zeit sagen: „Du hast aber ganz schön zugenommen“. Wenn es krankhaft ist, ist es völlig richtig etwas zu sagen. Mir schreiben aber teilweise Frauen, die winzige Speckröllchen haben und sagen „Ich hab nur noch Sex im Dunkeln, weil ich nicht will, dass er das sieht.“ Natürlich ist es gut gesund und fit zu sein, ganz klar. Es gibt viele Methoden, die dahin führen. Aber wenn man es aus ganz vielen verschiedenen Gründen nicht schafft, zum Beispiel weil man ein emotionaler Esser ist oder einfach zu viel Druck im Leben hat, dann finde ich es ganz schlimm sich das Leben derart zu verbauen, dass man nichts mehr genießen kann. Darum finde ich das sehr sehr wichtig sich früh mit dem eigenen Selbstverständnis auseinanderzusetzen. Das hat bei mir auch viele Jahrzehnte gedauert, aber jetzt habe ich das gut im Griff und darum bin ich auch froh, dass ich Teil dieser Kampagne sein darf, weil ich es auch so satt habe, dass Frauen immer ihren Körper verstecken. So ein Quatsch.

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Wir müssen aufhören, Frauen über den Körper zu definieren

Miyabi Kawai im Interview

Wir müssen aufhören, Frauen über den Körper zu definieren

Warum werden Frauen so oft über ihr Aussehen und ihren Körper definiert? Wer ist schöner, wer ist schlanker, wer ist zu dick? Sprechen wir da nicht über das falsche Thema? Sollten wir uns nicht vielmehr dafür interessieren, was die Frau gerade macht, was sie erreichen will, ob sie ein Projekt hat? Das kann ja auch etwas Profanes und dennoch sehr Spannendes sein.

PlusPerfekt sprach mit Miyabi Kawai. Sie ist Stylistin und Modedesignerin, unter anderem bekannt als Buchautorin und durch ihre TV-Sendung „Schrankalarm“. Zusammen mit der Journalistin Paula Lambert ist sie prominentes Gesicht der Sheego-Kampagne #nobodyisthesame.

Im Zuge des Kampagnen-Shootings führten wir mit Miyabi ein tiefsinniges Interview über Frauen, Zukunftspläne und das Plus Size Segment, in dem noch so viel zu tun ist.

Kleider machen Leute. Stimmt das heute mehr denn je?

Miyabi Kawai: Kleider machen Leute. Auch früher schon. Früher hat man Kleidung natürlich neben der Gebrauchsbekleidung viel mehr dazu benutzt um den Status zu zeigen. Das hat sich nicht wirklich verändert. Man will sich jetzt nicht mehr unbedingt zeigen als „Ich bin vom Adel“ und so weiter. Trotzdem drücken wir über Kleidung sehr viel über unsere Persönlichkeit aus. Aber jeder kann lesen wie der andere sich fühlt, aufgrund dessen was er trägt: Kaschiert derjenige? Zeigt er sich? Geht er sehr nach vorne mit seiner Bekleidung? Drückt er seine Persönlichkeit aus? Ist jemand im Frieden mit sich? Das kann man in Kleidung durchaus lesen.

Spannend! Ich werde also künftig noch kritischer in den Spiegel schauen.

Miyabi Kawai: (Lacht) Nicht kritischer! Bitte entspannter.

Du bist Stylistin und Modedesignerin. Bei all den Beratungen, die du bisher geführt hast, gibt es da einen Styling-Fehler, der dir immer wieder unterkommt?

Miyabi Kawai: Einen klassischen Styling-Fehler würde ich gar nicht so benennen wollen. Mein Ansatz beim Styling ist eigentlich: Styling muss authetisch sein. Ich glaube, der für mich größte „Fehler“ ist, wenn ich erkenne, jemand fühlt sich nicht wohl in seinen Sachen, weil er etwas trägt von dem er denkt: „Das ist jetzt Trend, das muss ich tragen. Aber das bin ich nicht.“ Das würde ich vielleicht als Fehler vom Gedankengang bezeichnen. Man sieht es jemandem einfach an, ob derjenige authentisch ist mit dem was er trägt oder nicht. Ansonsten ist es, glaube ich, einfach nur Geschmackssache. Ich könnte natürlich rein technisch helfen und sagen, dass bestimmte Schnitte mehr für dich tun würden oder bestimmte Farben wären besser für dich, aber ich bin kein Freund von No-Gos.

Es hat sich im Bereich Plus Size Mode viel getan. Die Anbieter geben sich Mühe, aber nichtsdestotrotz sind viele Kundinnen noch unzufrieden. Gibt es etwas, das du den Anbietern sagen könntest? Tipps, das müsstet ihr noch anders machen.

Miyabi Kawai: Die ganze Plus Size Branche wächst ja auch mit den Bedürfnissen und auch dem wachsenden Selbstbewusstsein der Plus Size Frauen, was ich ganz toll finde. Wir emanzipieren uns ein bisschen. Ich bin immer noch kein Freund davon, dass Plus Size und Straight Size so getrennt wird. Es mag unterschiedliche Bedürfnisse geben, aber eigentlich ist doch der Wunsch einer Frau mit etwas mehr genauso modisch, genauso modern, genauso jung und vor allen Dingen in so einer großen Vielfalt Sachen vorzufinden, die man tragen kann. Da muss noch viel passieren im Plus Size Segment, dass da vielleicht auch modischere, mutigere Sachen angeboten werden. Allerdings muss so eine Branche auch mit dem Mut der Kundinnen wachsen. Es gibt noch viel zu tun: In der Wahrnehmung, aber eben auch in Passform und Design. Ich glaube, das ist eine spannende Aufgabe, die man gemeinsam angehen muss. Kundinnen sowohl als auch die Anbieter.

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Politik Recht Gesellschaft

„Özil ist ein Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung.“

Jugendbuchautor Manfred Theisen im Interview zur aktuellen Rassismus-Debatte

"Özil ist ein Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung."

© Loewe Verlag GmbH

Der Fall Mesut Özil löste eine deutschlandweite Debatte über Integration und Fremdenhass aus. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es nun wichtig, Gespräche über Migration und Integration zu führen sowie die Möglichkeiten und Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang meldet sich der Jugendbuchautor Manfred Theisen zu Wort, der in seinem Buch „Einer von 11“ die Themen Integration und Fußball miteinander verknüpft. Der ehemalige Journalist zeigt in seiner Erzählung vor allem auf, dass es auf dem Spielfeld keine Rolle spielt, woher jemand kommt, welche Hautfarbe oder Religion er hat – eben genau das, was derzeit stark diskutiert wird.

Wir haben zur aktuellen Debatte ein Interview mit dem Kölner Autor geführt:

„Einer von 11“ handelt von Integration und Fußball. Was hat Sie dazu bewogen, ein Buch über das Thema Integration zu schreiben?
Meine Arbeit und mein Lebenslauf. Ich hatte das Glück viel herum zu kommen. Einige Jahre durfte ich im heutigen Russland und Kirgisien arbeiten und habe auch in Äthiopien und den arabischen Ländern recherchiert. Früher musste ich in diese Länder reisen, um die Menschen dort zu treffen, heute sind viele von ihnen hier. Wir wohnen in Köln-Ehrenfeld, einem Viertel mit Leuten aus aller Welt. Unsere Kinder gehen in eine Schule, in der viele Kinder eine zweite Sprache Zuhause sprechen. Auch In den Schulen, in denen ich überall im Land lese ist es oft nicht anders. Was liegt also näher als sich Gedanken über das Zusammenleben zu machen. Und Integration ist nichts Anderes als Zusammenleben. Kein Ihr, sondern ein Wir. Verschieden und trotzdem alle in einem Boot unterwegs.

Integration und Fußball – was verbindet die beiden Themen Ihrer Ansicht nach miteinander?
Wenn ich zu unserem Fußballklub hier ums Eck gehe, dann tummeln sich in den Mannschaften Kinder und Erwachsene mit Namen von jedem Kontinent. Sie spielen für ihre Mannschaft. Und es spielt keine Rolle, ob sie groß oder klein sind, Mädchen oder Jungen, helle oder dunkle Haut haben, Marc, Achmed, Frederike, Erik, Jonas, Samira, Olga oder Fritz heißen. Worauf es ankommt ist ihr Teamgeist, ihr Spaß gemeinsam zu arbeiten und die Zeit miteinander zu verbringen. Fußball ist Integration. Er hilft in unserem Land vielen Menschen, damit sie sich respektvoll näherkommen können.

Aus „Nationalmannschaft“ wurde „Die Mannschaft“ – welche Botschaft steckt Ihrer Meinung nach hinter dieser Namensänderung?
„Die Mannschaft“ ist eine Marke geworden, so wie die „Les Bleus“ für Frankreich steht, bei den „Azzuri“ jeder an Italien denkt oder vom Team der Selecao gesprochen wird, wenn es um Brasilien geht. „Die Mannschaft“ aber ist noch etwas Anderes. Denn es die Verkürzung des Wortes Nationalmannschaft. Dadurch wird klar: Hier geht es nicht um deine Herkunft, nicht um dein Äußeres, sondern um deinen Teamgeist. Die Mannschaft bist du und sind wir. So wie das Land in den vergangenen Jahren bunter wurde, wurde die Mannschaft bunter. Natürlich kann nicht jeder darin mitspielen, aber jeder kann mitfühlen.

Glauben sie, dass der Fall Özil einen Einschnitt für die Idee Die Mannschaft bedeutet?
Ganz sicher. Und es ist gut so. Denn ich hoffe, dass Die Mannschaft am Ende gestärkt aus dieser Phase hervorgehen wird. Damit meine ich nicht den sportlichen Erfolg. Das Bild der integrativen Truppe hat Risse bekommen, aber der Gedanke von Die Mannschaft ist wichtiger als je zuvor. Wenn sich ein Spieler über Rassismus beschwert, so stärkt es uns nur weiter gegen Rassismus anzuarbeiten. Ich hatte vor der WM ein Gespräch mit einem hochrangigen Mitglied der DFB-Kulturstiftung, der beseelt war von der Idee Die Mannschaft. Ihm ging es nicht um eine verwertbare Marke sondern nur um das Vorbild für unsere Gesellschaft, für den Schüler, der in einer Klasse sitzt und auch in einem Team arbeitet.
Nach einer Niederlage verhalten sich Menschen oft emotional. Sie zeigen auf vermeintlich Schuldige um sich von der Niederlage zu distanzieren. Künftig sollte das Team helfen und auch jeder im Team um Hilfe bitten – ehe es zu spät ist. Es ist schade, das Özil wegläuft. Oder weglaufen muss? Denn was ist mit den hunderttausenden Schülern, wenn sie sich ausgegrenzt fühlen? Sollen die auch alle weglaufen? Özil ist ihr Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung. Es kann nur einen Weg geben: Hier und jetzt gegen Rassismus, Nationalismen, Engstirnigkeit und für Die Mannschaft arbeiten. Denn am Ende sind wir alle „Einer von 11“.

Gibt es zur Hauptfigur in „Einer von 11“ ein reales Vorbild?
Schwer zu sagen. Ich hatte ein wenig Jerome Agyenim Boateng, Leroy Sane oder Antonio Rüdiger im Kopf. Aber es könnte genauso gut Emre Can oder Sami Khedira sein. Sie alle sind ein bisschen wie der Held von Einer von 11 und trotzdem ganz anders. Jeder der Spieler, egal welche Hautfarbe er hat, ob er Draxler, Neuer oder Gnabry mit Nachnamen heißt, sie alle leben in einem Land, dass sich ständig ändert und daraus seine Kraft zieht. Genau wie Einer von 11.

Wie haben Sie für diese Geschichte recherchiert?
Nun beschäftige ich mich schon seit Jahren mit dem Thema Integration und Diversität, dass ich nicht mehr viel recherchieren musste. Natürlich habe ich mich mit den Fußballern auseinandergesetzt. Und ich habe viele Leute kennen gelernt, die Erfahrungen gemacht haben, wenn sie beispielsweise zum ersten Mal das Ursprungsland ihrer Eltern besucht haben. Das kommt ja im Buch auch kurz vor. Ein paar ganz handfeste Dinge waren noch eine richtige Überraschung für mich. Warum beispielsweise das deutsche Trikot schwarz und weiß ist. Hätte ich so nicht gedacht. Schließlich laufen die anderen ja alle in ihren Nationalfarben herum.

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Flüchtlingen, dem Thema Integration oder Rassismus gemacht?
Ja, eine Menge. Ich habe als Student mit Asylbewerbern zusammen schlechte Jobs gehabt. Und später bin ich mit einem Asylbewerber zurück in seine ehemalige Heimat gereist, wo wir zusammen ein Projekt aufbauen konnten. Später habe ich über meine Arbeit als Journalist und heute als Autor Flüchtlinge und Eingewanderte kennen gelernt. Rassismus habe ich am eigenen Leib nur einmal in Israel erfahren als man mich für einen Juden hielt. Das war keine gute Erfahrung.

Die Zielgruppe Ihrer Romane sind überwiegend Kinder und Jugendliche. Was ist für Sie das Besondere daran, für diese Altersgruppen zu schreiben?
Du lernst nie wieder so schnell wie der Jugend. Und genau in diese Phase des Menschen kann ich als Autor mit den Menschen kommunizieren. Demokratie ist immer Empathie und als jemand, der Geschichten schreibt, kann ich den Leser oder Zuhörer dazu bringen, dass er mit einer Person mitempfindet und sich für das Mitempfinden öffnet. Das ist doch ein guter Job.

Mehr zum Autor und zu „Einer von 11“ unter https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/einer_von_11-8564/

Der Loewe Verlag gehört zu den führenden Verlagen für Kinder- und Jugendbücher im deutschsprachigen Raum. Seit 40 Jahren begleitet die Traditionsmarke „Leselöwen“ durch den Leselernprozess und macht Kinder Schritt für Schritt zu Leseprofis. Bekannte Reihen wie „Tafiti“, „Das magische Baumhaus“, „Die Vampirschwestern“, „Winston“ oder „Skulduggery Pleasant“ sind in den inhabergeführten, unabhängigen Verlag zu Hause.

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