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Tourismus Reisen

Interview mit Stefanie Berk zum Thomas Cook Holiday Report 2018

Interview mit Stefanie Berk zum Thomas Cook Holiday Report 2018

Im Juni ist der zweite Thomas Cook Holiday Report erschienen. In fünf Kapiteln werden in dem Bericht wieder aktuelle Trends und Herausforderungen der Reisebranche thematisiert. Stefanie Berk, Geschäftsführerin Thomas Cook Central Europe & East, berichtet im Interview über Hintergründe und Themen.

Der diesjährige Report bietet wieder eine breite Themenauswahl. Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Trend „Staycation“ – was ist hierunter zu verstehen?
Stefanie Berk: Genau, in dem Kapitel „Zuhause fernab der Heimat“ geht es um den Trend „Staycation“. Das Wort selbst setzt sich zusammen aus den Bestandteilen „stay“ für (daheim) bleiben und „vacation“ für Urlaub. Bei dem Trend geht es darum, dass Urlauber sich im Hotel immer mehr Wohlfühlfaktoren wie zu Hause wünschen. Das Hotel wird damit immer wichtiger, die Destination selbst rückt bei der Urlaubsentscheidung eher in den Hintergrund. Diesen Wunsch der Kunden bedienen wir mit unseren eigenen Konzepten Casa Cook, Sunprime, Sunwing und Cook“s Club sehr gut, darauf gehen wir in dem Kapitel auch ein.

Der Report enthält auch ein Kapitel zu dem derzeit hoch aktuellen Thema Overtourism – kein sehr positiv besetztes Thema, oder?
Stefanie Berk: Natürlich nicht so positiv besetzt wie die anderen Themen, die wir in dem Report dieses Jahr behandeln. Aber wir haben uns bewusst dafür entschieden, uns dazu zu äußern, denn wir können uns der aktuellen Debatte über Overtourism gar nicht entziehen, das wollen wir auch nicht. Uns ging es in dem Kapitel vor allem darum, unsere Sichtweise klar zu machen. Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Tourismus ein. Das Problem werden wir aber nur beheben können, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und ihre Hausaufgaben machen, auch Unterkunftsvermittlungsportale wie Airbnb oder Homeaway.

Ein weiteres Kapitel behandelt den Trend Luxusreisen.
Stefanie Berk: Hier schildern wir die Erfolgsgeschichte von Thomas Cook Signature Finest Selection und gehen auf die Bedürfnisse der Kunden in diesem Segment ein. Gäste, die einen Luxusurlaub buchen, legen vor allem Wert auf eine persönliche Betreuung vor, während und nach der Reise und die ständige Verfügbarkeit von direkten Ansprechpartnern. Ebenso wichtig sind in diesem Bereich qualitativ hochwertige Speisen und Getränke, beispielsweise eine große Weinauswahl, und die Möglichkeit, Mehrleistungen zu buchen. Das alles bieten wir mit Signature Finest Selection und treffen damit genau die Wünsche unserer Gäste.

Und wenn es um Trends geht, darf natürlich auch ein Kapitel zum Thema Digitalisierung nicht fehlen, richtig?
Stefanie Berk: So ist es und deshalb nehmen wir auch dieses Thema auf. Urlauber pendeln heutzutage bei der Reiseplanung zwischen zwei Welten: online und offline. Dabei müssen wir als Reiseveranstalter die Gäste abholen – egal auf welchen Kanälen sie gerade unterwegs sind. Eine Umfrage unter unseren Kunden hat beispielsweise gezeigt, dass 55 Prozent online nach einer Reise gesucht, dann aber doch im Reisebüro gebucht haben. Das Buchungsverhalten fordert folglich die Vernetzung von stationärem Vertrieb und Internet. Mit unserer Omnichannel-Strategie möchten wir dazu beitragen, dass die Kunden ein attraktives Beratungs- und Buchungserlebnis auf all unseren Kanälen haben und das legen wir in dem Kapitel dar.

Wer sind die diesjährigen Interviewpartner?
Stefanie Berk: Ich freue mich, dass wir für jedes Kapitel je einen hochkarätigen Experten für unsere Interviews gewinnen konnten. Dieses Jahr mit dabei sind Tristan Horx, Trendforscher am Think Tank Zukunftsinstitut Wien, Kai Diekmann, Journalist und Gründer von Storymachine, Dr. Ing. Jens Puttfarcken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH, und Prof. Dr. Roland Conrady, Professor am Fachbereich Touristik/ Verkehrswesen an der Hochschule Worms.

Was haben Ihre Kunden von dem Report?
Stefanie Berk: Nur wenn wir die Wünsche unserer Kunden kennen, können wir unser Angebot entsprechend anpassen. Mit Unterstützung der Abteilung Customer & Market Insight fragen wir die Kunden für den Report, was ihnen wichtig ist, welchen Urlaub sie sich in Zukunft wünschen und was sie von neuen Angeboten halten. Mit dem Report zeigen wir damit auch, dass wird den Kunde getreu unserer Philosophie „Customer at out heart“ in den Mittelpunkt stellen und auf sie hören.

Der Report ist hier abrufbar und kann in der Druckversion angefordert werden via E-Mail an unternehmenskommunikation@thomascook.de.

Die Thomas Cook GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Thomas Cook Group plc, die an der Londoner Börse notiert ist. Die Thomas Cook GmbH deckt in Deutschland den gesamten Bereich touristischer Leistungen für verschiedene Zielgruppen ab. Zum Unternehmen gehören mit Neckermann Reisen, Thomas Cook, Öger Tours, Bucher Last Minute und Air Marin führende und renommierte Veranstaltermarken sowie die Ferienfluggesellschaft Condor.

Kontakt
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61440 Oberursel
06171 65 1700
06171 65 1060
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Mode Trends Lifestyle

Haben schöne Menschen den besseren Sex?

Interview mit Paula Lambert

Haben schöne Menschen den besseren Sex?

Beeinflussen meine Körpereinstellung und evtl. Hemmungen mein Beziehungs- und Sexleben? Sabotiere ich mich dadurch selbst? Tut mir mein Partner wirklich gut? Und warum eigentlich sind raschelnde Maxi-Kleider nicht längst wieder in Mode?!

Paula Lambert ist Journalistin und Kolumnistin. Sie ist bekannt als (S)Expertin in TV-Formaten wie „Paula kommt – Sex- und gute Nacktgeschichten“ auf Sixx. Zusammen mit Miyabi Kawai ist sie prominentes Gesicht der neuen Sheego-Kampagne #nobodyisthesame. Beim Shooting zur Kampagne in Hamburg nahm Paula sich Zeit für ein ausführliches Gespräch mit PlusPerfekt.

Haben schönere Menschen den besseren Sex?

Paula Lambert: (Lacht) Ich muss an eine Anekdote denken, die mal ein Stern-Reporter aufgeschrieben hat: In einem Zug von Zagreb nach Wien stieg ein lustiger Mann ein. Der sagte, er würde in in Wien aussteigen, weil er dort eine Freundin habe. Die sei ausgemacht hässlich, weil er festgestellt hat, dass hässliche Frauen sich beim Sex mehr bemühen würden. Das finde ich ebenso klischeehaft wie, dass schönere Menschen besseren Sex haben sollen. Also ich glaube, es hat derjenige den besseren Sex, der in der Lage ist, sich selbst und den anderen Menschen zu genießen.

Du bist Journalistin, Moderatorin und Sexualitätserzieherin. Was genau darf man unter einer Sexualitätserzieherin verstehen?

Paula Lambert: Mein Ansatz ist es den Menschen beizubringen ein glückliches Leben zu führen. Da es schon viele Leute gibt, die über Sport und Ernährung sprechen, hat mich immer schon mehr die Art interessiert wie Menschen Beziehungen führen. Auch im körperlichen Sinne. Und vor allen Dingen, warum es vielen so schwer fällt, das was sie haben zu genießen, beziehungsweise auch den richtigen Partner dafür auszuwählen. Das ist meine Aufgabe, die ich mir gestellt habe. Ich möchte, dass die Menschen ein glücklicheres Beziehungsleben und eine glücklichere Sexualität erleben können. Darum stelle ich die vielen Wie-Warum-Weshalb-Fragen. Ich glaube, wie die Teile ineinander stecken, das versteht man irgendwann. Aber viel mehr interessieren mich die Fragen: Was macht deine Sexualität mit dir? Warum hast du diese Sexualität, die dich eigentlich unzufrieden macht? So ist es nämlich in den meisten Fällen. Und wie kann ich dir helfen dein Leben so zu verändern, dass du es anders machen kannst?

Viele sind ein bisschen unzufrieden mit ihrem Körper und haben Selbstzweifel. Nehmen wir diese Selbstzweifel sehr stark mit in das Sexleben? Ist das begründet oder eigentlich nicht, weil es da keine Rolle mehr spielt?

Paula Lambert: Das liebende Auge hält sich nicht an Körpermaßen auf. Das Problem daran ist, dass ganz viele Leute Partner auswählen, die sie nicht in der Tiefe ihres Wesens schätzen, sondern die sie als Statussymbol benutzen oder, weil sie nicht alleine sein wollen und die dann die ganze Zeit sagen: „Du hast aber ganz schön zugenommen“. Wenn es krankhaft ist, ist es völlig richtig etwas zu sagen. Mir schreiben aber teilweise Frauen, die winzige Speckröllchen haben und sagen „Ich hab nur noch Sex im Dunkeln, weil ich nicht will, dass er das sieht.“ Natürlich ist es gut gesund und fit zu sein, ganz klar. Es gibt viele Methoden, die dahin führen. Aber wenn man es aus ganz vielen verschiedenen Gründen nicht schafft, zum Beispiel weil man ein emotionaler Esser ist oder einfach zu viel Druck im Leben hat, dann finde ich es ganz schlimm sich das Leben derart zu verbauen, dass man nichts mehr genießen kann. Darum finde ich das sehr sehr wichtig sich früh mit dem eigenen Selbstverständnis auseinanderzusetzen. Das hat bei mir auch viele Jahrzehnte gedauert, aber jetzt habe ich das gut im Griff und darum bin ich auch froh, dass ich Teil dieser Kampagne sein darf, weil ich es auch so satt habe, dass Frauen immer ihren Körper verstecken. So ein Quatsch.

Den vollständigen Text finden Sie auf www.PlusPerfekt.de.

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Wir müssen aufhören, Frauen über den Körper zu definieren

Miyabi Kawai im Interview

Wir müssen aufhören, Frauen über den Körper zu definieren

Warum werden Frauen so oft über ihr Aussehen und ihren Körper definiert? Wer ist schöner, wer ist schlanker, wer ist zu dick? Sprechen wir da nicht über das falsche Thema? Sollten wir uns nicht vielmehr dafür interessieren, was die Frau gerade macht, was sie erreichen will, ob sie ein Projekt hat? Das kann ja auch etwas Profanes und dennoch sehr Spannendes sein.

PlusPerfekt sprach mit Miyabi Kawai. Sie ist Stylistin und Modedesignerin, unter anderem bekannt als Buchautorin und durch ihre TV-Sendung „Schrankalarm“. Zusammen mit der Journalistin Paula Lambert ist sie prominentes Gesicht der Sheego-Kampagne #nobodyisthesame.

Im Zuge des Kampagnen-Shootings führten wir mit Miyabi ein tiefsinniges Interview über Frauen, Zukunftspläne und das Plus Size Segment, in dem noch so viel zu tun ist.

Kleider machen Leute. Stimmt das heute mehr denn je?

Miyabi Kawai: Kleider machen Leute. Auch früher schon. Früher hat man Kleidung natürlich neben der Gebrauchsbekleidung viel mehr dazu benutzt um den Status zu zeigen. Das hat sich nicht wirklich verändert. Man will sich jetzt nicht mehr unbedingt zeigen als „Ich bin vom Adel“ und so weiter. Trotzdem drücken wir über Kleidung sehr viel über unsere Persönlichkeit aus. Aber jeder kann lesen wie der andere sich fühlt, aufgrund dessen was er trägt: Kaschiert derjenige? Zeigt er sich? Geht er sehr nach vorne mit seiner Bekleidung? Drückt er seine Persönlichkeit aus? Ist jemand im Frieden mit sich? Das kann man in Kleidung durchaus lesen.

Spannend! Ich werde also künftig noch kritischer in den Spiegel schauen.

Miyabi Kawai: (Lacht) Nicht kritischer! Bitte entspannter.

Du bist Stylistin und Modedesignerin. Bei all den Beratungen, die du bisher geführt hast, gibt es da einen Styling-Fehler, der dir immer wieder unterkommt?

Miyabi Kawai: Einen klassischen Styling-Fehler würde ich gar nicht so benennen wollen. Mein Ansatz beim Styling ist eigentlich: Styling muss authetisch sein. Ich glaube, der für mich größte „Fehler“ ist, wenn ich erkenne, jemand fühlt sich nicht wohl in seinen Sachen, weil er etwas trägt von dem er denkt: „Das ist jetzt Trend, das muss ich tragen. Aber das bin ich nicht.“ Das würde ich vielleicht als Fehler vom Gedankengang bezeichnen. Man sieht es jemandem einfach an, ob derjenige authentisch ist mit dem was er trägt oder nicht. Ansonsten ist es, glaube ich, einfach nur Geschmackssache. Ich könnte natürlich rein technisch helfen und sagen, dass bestimmte Schnitte mehr für dich tun würden oder bestimmte Farben wären besser für dich, aber ich bin kein Freund von No-Gos.

Es hat sich im Bereich Plus Size Mode viel getan. Die Anbieter geben sich Mühe, aber nichtsdestotrotz sind viele Kundinnen noch unzufrieden. Gibt es etwas, das du den Anbietern sagen könntest? Tipps, das müsstet ihr noch anders machen.

Miyabi Kawai: Die ganze Plus Size Branche wächst ja auch mit den Bedürfnissen und auch dem wachsenden Selbstbewusstsein der Plus Size Frauen, was ich ganz toll finde. Wir emanzipieren uns ein bisschen. Ich bin immer noch kein Freund davon, dass Plus Size und Straight Size so getrennt wird. Es mag unterschiedliche Bedürfnisse geben, aber eigentlich ist doch der Wunsch einer Frau mit etwas mehr genauso modisch, genauso modern, genauso jung und vor allen Dingen in so einer großen Vielfalt Sachen vorzufinden, die man tragen kann. Da muss noch viel passieren im Plus Size Segment, dass da vielleicht auch modischere, mutigere Sachen angeboten werden. Allerdings muss so eine Branche auch mit dem Mut der Kundinnen wachsen. Es gibt noch viel zu tun: In der Wahrnehmung, aber eben auch in Passform und Design. Ich glaube, das ist eine spannende Aufgabe, die man gemeinsam angehen muss. Kundinnen sowohl als auch die Anbieter.

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Politik Recht Gesellschaft

„Özil ist ein Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung.“

Jugendbuchautor Manfred Theisen im Interview zur aktuellen Rassismus-Debatte

"Özil ist ein Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung."

© Loewe Verlag GmbH

Der Fall Mesut Özil löste eine deutschlandweite Debatte über Integration und Fremdenhass aus. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es nun wichtig, Gespräche über Migration und Integration zu führen sowie die Möglichkeiten und Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang meldet sich der Jugendbuchautor Manfred Theisen zu Wort, der in seinem Buch „Einer von 11“ die Themen Integration und Fußball miteinander verknüpft. Der ehemalige Journalist zeigt in seiner Erzählung vor allem auf, dass es auf dem Spielfeld keine Rolle spielt, woher jemand kommt, welche Hautfarbe oder Religion er hat – eben genau das, was derzeit stark diskutiert wird.

Wir haben zur aktuellen Debatte ein Interview mit dem Kölner Autor geführt:

„Einer von 11“ handelt von Integration und Fußball. Was hat Sie dazu bewogen, ein Buch über das Thema Integration zu schreiben?
Meine Arbeit und mein Lebenslauf. Ich hatte das Glück viel herum zu kommen. Einige Jahre durfte ich im heutigen Russland und Kirgisien arbeiten und habe auch in Äthiopien und den arabischen Ländern recherchiert. Früher musste ich in diese Länder reisen, um die Menschen dort zu treffen, heute sind viele von ihnen hier. Wir wohnen in Köln-Ehrenfeld, einem Viertel mit Leuten aus aller Welt. Unsere Kinder gehen in eine Schule, in der viele Kinder eine zweite Sprache Zuhause sprechen. Auch In den Schulen, in denen ich überall im Land lese ist es oft nicht anders. Was liegt also näher als sich Gedanken über das Zusammenleben zu machen. Und Integration ist nichts Anderes als Zusammenleben. Kein Ihr, sondern ein Wir. Verschieden und trotzdem alle in einem Boot unterwegs.

Integration und Fußball – was verbindet die beiden Themen Ihrer Ansicht nach miteinander?
Wenn ich zu unserem Fußballklub hier ums Eck gehe, dann tummeln sich in den Mannschaften Kinder und Erwachsene mit Namen von jedem Kontinent. Sie spielen für ihre Mannschaft. Und es spielt keine Rolle, ob sie groß oder klein sind, Mädchen oder Jungen, helle oder dunkle Haut haben, Marc, Achmed, Frederike, Erik, Jonas, Samira, Olga oder Fritz heißen. Worauf es ankommt ist ihr Teamgeist, ihr Spaß gemeinsam zu arbeiten und die Zeit miteinander zu verbringen. Fußball ist Integration. Er hilft in unserem Land vielen Menschen, damit sie sich respektvoll näherkommen können.

Aus „Nationalmannschaft“ wurde „Die Mannschaft“ – welche Botschaft steckt Ihrer Meinung nach hinter dieser Namensänderung?
„Die Mannschaft“ ist eine Marke geworden, so wie die „Les Bleus“ für Frankreich steht, bei den „Azzuri“ jeder an Italien denkt oder vom Team der Selecao gesprochen wird, wenn es um Brasilien geht. „Die Mannschaft“ aber ist noch etwas Anderes. Denn es die Verkürzung des Wortes Nationalmannschaft. Dadurch wird klar: Hier geht es nicht um deine Herkunft, nicht um dein Äußeres, sondern um deinen Teamgeist. Die Mannschaft bist du und sind wir. So wie das Land in den vergangenen Jahren bunter wurde, wurde die Mannschaft bunter. Natürlich kann nicht jeder darin mitspielen, aber jeder kann mitfühlen.

Glauben sie, dass der Fall Özil einen Einschnitt für die Idee Die Mannschaft bedeutet?
Ganz sicher. Und es ist gut so. Denn ich hoffe, dass Die Mannschaft am Ende gestärkt aus dieser Phase hervorgehen wird. Damit meine ich nicht den sportlichen Erfolg. Das Bild der integrativen Truppe hat Risse bekommen, aber der Gedanke von Die Mannschaft ist wichtiger als je zuvor. Wenn sich ein Spieler über Rassismus beschwert, so stärkt es uns nur weiter gegen Rassismus anzuarbeiten. Ich hatte vor der WM ein Gespräch mit einem hochrangigen Mitglied der DFB-Kulturstiftung, der beseelt war von der Idee Die Mannschaft. Ihm ging es nicht um eine verwertbare Marke sondern nur um das Vorbild für unsere Gesellschaft, für den Schüler, der in einer Klasse sitzt und auch in einem Team arbeitet.
Nach einer Niederlage verhalten sich Menschen oft emotional. Sie zeigen auf vermeintlich Schuldige um sich von der Niederlage zu distanzieren. Künftig sollte das Team helfen und auch jeder im Team um Hilfe bitten – ehe es zu spät ist. Es ist schade, das Özil wegläuft. Oder weglaufen muss? Denn was ist mit den hunderttausenden Schülern, wenn sie sich ausgegrenzt fühlen? Sollen die auch alle weglaufen? Özil ist ihr Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung. Es kann nur einen Weg geben: Hier und jetzt gegen Rassismus, Nationalismen, Engstirnigkeit und für Die Mannschaft arbeiten. Denn am Ende sind wir alle „Einer von 11“.

Gibt es zur Hauptfigur in „Einer von 11“ ein reales Vorbild?
Schwer zu sagen. Ich hatte ein wenig Jerome Agyenim Boateng, Leroy Sane oder Antonio Rüdiger im Kopf. Aber es könnte genauso gut Emre Can oder Sami Khedira sein. Sie alle sind ein bisschen wie der Held von Einer von 11 und trotzdem ganz anders. Jeder der Spieler, egal welche Hautfarbe er hat, ob er Draxler, Neuer oder Gnabry mit Nachnamen heißt, sie alle leben in einem Land, dass sich ständig ändert und daraus seine Kraft zieht. Genau wie Einer von 11.

Wie haben Sie für diese Geschichte recherchiert?
Nun beschäftige ich mich schon seit Jahren mit dem Thema Integration und Diversität, dass ich nicht mehr viel recherchieren musste. Natürlich habe ich mich mit den Fußballern auseinandergesetzt. Und ich habe viele Leute kennen gelernt, die Erfahrungen gemacht haben, wenn sie beispielsweise zum ersten Mal das Ursprungsland ihrer Eltern besucht haben. Das kommt ja im Buch auch kurz vor. Ein paar ganz handfeste Dinge waren noch eine richtige Überraschung für mich. Warum beispielsweise das deutsche Trikot schwarz und weiß ist. Hätte ich so nicht gedacht. Schließlich laufen die anderen ja alle in ihren Nationalfarben herum.

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Flüchtlingen, dem Thema Integration oder Rassismus gemacht?
Ja, eine Menge. Ich habe als Student mit Asylbewerbern zusammen schlechte Jobs gehabt. Und später bin ich mit einem Asylbewerber zurück in seine ehemalige Heimat gereist, wo wir zusammen ein Projekt aufbauen konnten. Später habe ich über meine Arbeit als Journalist und heute als Autor Flüchtlinge und Eingewanderte kennen gelernt. Rassismus habe ich am eigenen Leib nur einmal in Israel erfahren als man mich für einen Juden hielt. Das war keine gute Erfahrung.

Die Zielgruppe Ihrer Romane sind überwiegend Kinder und Jugendliche. Was ist für Sie das Besondere daran, für diese Altersgruppen zu schreiben?
Du lernst nie wieder so schnell wie der Jugend. Und genau in diese Phase des Menschen kann ich als Autor mit den Menschen kommunizieren. Demokratie ist immer Empathie und als jemand, der Geschichten schreibt, kann ich den Leser oder Zuhörer dazu bringen, dass er mit einer Person mitempfindet und sich für das Mitempfinden öffnet. Das ist doch ein guter Job.

Mehr zum Autor und zu „Einer von 11“ unter https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/einer_von_11-8564/

Der Loewe Verlag gehört zu den führenden Verlagen für Kinder- und Jugendbücher im deutschsprachigen Raum. Seit 40 Jahren begleitet die Traditionsmarke „Leselöwen“ durch den Leselernprozess und macht Kinder Schritt für Schritt zu Leseprofis. Bekannte Reihen wie „Tafiti“, „Das magische Baumhaus“, „Die Vampirschwestern“, „Winston“ oder „Skulduggery Pleasant“ sind in den inhabergeführten, unabhängigen Verlag zu Hause.

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Wissenschaft Technik Umwelt

Expertenvideos: Repowering von Windkraftanlagen

Expertenvideos: Repowering von Windkraftanlagen

(Bildquelle: wiwin GmbH)

Für das Gelingen der Energiewende in Deutschland spielt Repowering eine wichtige Rolle. In vier neuen Videos erklärt Dr. Jörn Parplies, Leiter Consulting bei wiwi consult und Berater für die wiwin GmbH, weshalb die Erneuerung von Windkraftanlagen so wichtig ist und was man dabei beachten muss.

Windenergie ist gegenwärtig der wichtigste erneuerbare Energieträger in Deutschland. Das wird voraussichtlich auch in Zukunft so bleiben: In ihrem Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung darauf verständigt, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von heute rund 40 Prozent auf 65 Prozent im Jahr 2030 zu erhöhen. Dies wird nur durch den weiteren Ausbau der Windenergie an Land möglich sein.

Doch der Platz für neue Standorte von Windenergieanlagen wird allmählich knapp. Zugleich läuft die staatliche Förderung für Windräder aus, und viele kleinere Anlagen der ersten Generation haben ein Alter erreicht, in dem sie nicht mehr effizient arbeiten. Bis 2023 könnten daher bis zu einem Viertel aller Anlagen stillgelegt werden – mehr als neu gebaut wird.

Repowering von Bestandsanlagen ist deshalb in vielerlei Hinsicht wirtschaftlich sinnvoll: Bestehende Standorte können mit einer geringeren Zahl an Windenergieanlagen mit neuer Technologie noch effizienter genutzt werden, Planungsfehler aus den Pionierjahren der Windenergiegewinnung können korrigiert oder die neuesten Erkenntnisse zu Immissions-, Umwelt- und Naturschutz berücksichtigt werden.

Um die Hintergründe des Repowering für alle, die sich für Nachhaltigkeit interessieren, besser verständlich zu machen, hat sich Windenergieexperte Dr. Jörn Parplies jetzt des Themas auf Wind-turbine.com, dem größten Online-Marktplatz der Windbranche, in vier Videos angenommen. Der promovierte Geowissenschaftler ist Leiter Consulting bei wiwi consult, einem Beratungsunternehmen für Windenergie. Er hat weltweit mehr als 100 Windmesskampagnen begleitet sowie Wind- und Ertragsgutachten für ein Projektportfolio von insgesamt mehr als 1.000 MW verantwortet. Durch seine Expertise in diesem Bereich unterstützt er zusätzlich das mit wiwi consult verbundene Unternehmen wiwin GmbH. Seine Erfahrung setzt er vor allem bei der Projektakquise, Projektbetreuung und Projektbegleitung ein.

In den Videos beleuchtet Dr. Parplies die Vorteile und Herausforderungen für Repowering und geht der Frage nach, wie Ertragsberechnungen für einen Windpark erstellt werden und wie viel CO2 jährlich durch moderne Windräder eingespart werden kann.

Die Filme sind auf https://www.youtube.com/user/windturbinetv zu sehen. Zusammenfassungen der Videos in Textform können Sie auf https://www.wiwin.de/nachhaltiges-investment/wiwin-blog nachlesen.

Über wiwi consult:
Das Mainzer Unternehmen wiwi consult bietet ingenieurtechnische und kaufmännische Dienst- und Beratungsleistungen im Bereich Windenergie.

Die wiwin GmbH ist eine Vermittlungs-Plattform für nachhaltige Kapitalanlagen. Sie vermittelt ausgewählte, zukunftsweisende Ideen, Projekte und Unternehmen. Alle vermittelten Anlageprodukte erfüllen sozial und wirtschaftlich nachhaltige Kriterien. Gemeinsam mit seinen Partnern möchte WIWIN die Welt ein bisschen besser machen. So können Anleger bereits mit kleinen Beträgen Großes für Umwelt und Klimaschutz bewirken – und vom Erfolg der Projekte profitieren. WIWIN hat inzwischen eine Reihe unterschiedlicher nachhaltiger Anlageprodukte im Angebot. Anleger können beispielsweise in Unternehmen investieren, die Elektroautos bauen oder Ökostrom erzeugen. Und sie können in ressourcenschonende Projekte wie Solaranlagen, grüne Immobilien oder energetische Sanierung investieren. Als eine von wenigen Online-Plattformen im Markt ist WIWIN als gebundener Vermittler tätig.

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Für wen ist Medientraining sinnvoll?

Für wen ist Medientraining sinnvoll?

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Ehrlich gesagt: für jeden Menschen, der in der Öffentlichkeit steht – und wer tut das nicht? Ob wir telefonieren und ein Produkt beschreiben, ob wir bei Partys in der Küche stehen und über unsere Hobbies berichten, ob wir im Verkaufsraum stehen und Kunden beraten – wir sind immerzu in der Öffentlichkeit.
Ein Medientraining ist für jeden Auftritt vor Publikum und in der Öffentlichkeit gut. Es gibt leider das Vorurteil, dass jeder Mensch nach einem professionellen Medientraining so redet wie die Politiker, die in Talkshows nicht auf Fragen antworten. Der betreffende Politiker ist uns mindestens unsympathisch, manchmal löst er sogar Wut aus. Dieses Verhalten hat aber nichts mit dem Medientraining zu tun!
Im Gegenteil. Diese Politiker haben leider keinen Blick für die Zielgruppe (das Publikum) – und genau das ist die Idee hinter dem Medientraining: sich aus anderer Perspektive zuzusehen, sich mit dem eigenen Auftritt wohl zu fühlen, rhetorisch gut zu sein für seine spezielle Zielgruppe. Das heißt: für die Zielgruppe verständlich zu sprechen und am besten in Geschichten, die beim Zuschauer andocken. So werden die Zuschauer das Gesagte weitererzählen. Das kann geübt werden – im Medientraining.

Medientraining wird meist erst dann gebucht, wenn Pressetermine geplant sind – und dabei wird oft vergessen, dass eine Wiederholung des Trainings (jedes Jahr ein halber Tag für die Auffrischung) auch wichtig ist. Ein Fußballer schießt ja auch mehrfach auf das Tor, bevor der der Top-Stürmer wird. Vor allem, wenn Ihr Unternehmen in einer Krise ist und das öffentliche Interesse besonders groß (und brisant) ist, sollten Sie schon Erfahrung und Übung haben.

Beim Medientraining sehen die Teilnehmer sich im Video und können sich dadurch ein distanziertes Urteil über sich selbst bilden, außerdem hilft der Journalist mit professionellem Feedback. Das kann sehr emotional sein. Hier kommt es auf die Haltung des Medientrainers an, der als Journalist, Interviewer und Kommunikations-Coach mindestens eine Doppelrolle hat. Bei einem professionellen Medientraining mit Journalisten werden die Teilnehmer sich mit anderen Augen sehen und können die Selbsteinschätzung mit der Fremdwirkung vergleichen. Eine lohnende Aufgabe, die durch angeleitene Perspektivwechsel ermöglicht wird.
Überhaupt gehört die Frage nach der Zielgruppe und die Aufarbeitung des Themas in zielgruppenspezifische Sprache zu den Aufgaben des Medientrainings – wieder ein Perspektivwechsel. Eine gute Übung, von der jeder Gesprächspartner profitieren kann.

Ein Medientraining verändert und optimiert die Art der Kommunikation: sie straffen ihre Eigendarstellung, machen sich Ihre Kernbotschaften noch einmal bewusst und werden mit einem nachhaltig besseren Kommunikationsverhalten belohnt. Warum? Weil sie sich zugesehen und zugehört haben. Weil ein Interview nur 60 bis 180 Sekunden dauert und sie doch eigentlich viel mehr sagen wollen … Weil auch ein Statement der Kanzlerin in den Nachrichten nicht länger als 20 Sekunden ist.

Überdies werden im Training Interna verraten: wie ticken Journalisten und Redaktionen? Worüber berichten die Medien und warum? Wie ist es möglich, eigene Themen in die Öffentlichkeit bringen? Was ist bei einer Journalisten-Anfrage und beim Vorgespräch zu beachten? etc.

Ist Medientraining sinvoll? Ja, uneingeschränkt. Für alle, die zielgerichtet kommunizieren wollen oder müssen. Denn Medientraining beinhaltet auch Präsentationstraining, Redetraining, Rhetorik, Auftritt – das Medientraining ist die Königsdisziplin in der Kommunikation. Medientrainings werden in offenen Seminaren angeboten und in individuellen Einzeltrainings.

Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.
25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Medientrainerin, Kommunikationscoach.

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Mode Trends Lifestyle

Modeschöpfer und Designer Michael Michalsky im Interview

Modeschöpfer und Designer Michael Michalsky im Interview

Foto: Happy Size/MICHALSKY (Bildquelle: Foto: Happy Size/MICHALSKY)

Karl Lagerfeld inspirierte ihn dazu Designer zu werden. Seine Models castet er nach seinem Schönheitsbild. Vor drei Jahren zieht er sich bewusst aus der „Mode-Hetzerei“ zurück, designed unter ATELIER MICHALSKY Haute Couture. In Kooperation mit Happy Size entwirft er jetzt erstmals eine Damen- und eine Herren-Kollektion in Plus Size: „7days in Style“ feiert am 18. April online Premiere.

Das OnlineMagazin PlusPerfekt sprach mit Modeschöpfer und Designer Michael Michalsky.

Herr Michalsky, Sie sind Juror bei GNTM und betreuten Team Diversity. Inwieweit war das für Sie Anstoss für die Zusammenarbeit mit Happy Size?

Michael Michalsky:
Diversity spielt für mich schon immer eine wichtige Rolle. Wenn ich jemanden für meine Show aussuche, caste ich Models nach meinem individuellen Schönheitsbild. Und das ist nicht abhängig von der Kollektionsgröße. Die Vision für eine Plus-Size Kollektion hatte ich schon länger. Mit Happy Size habe ich dafür den richtigen Partner gefunden. Die Marke ist jung, modern und zeitgemäß. Das hat mir gefallen.

Mittlerweile gibt es einige Labels, die Mode in Großen Größen anbieten. Im High Fashion Bereich tut man sich schwer. Auf den Laufstegen sieht man zwar hin und wieder Ouoten Curvys, doch wie offen ist die Modewelt tatsächlich für Plus Size Fashion?

Michael Michalsky:
Viele Leute sehen Plus Size immer noch als eine Art Fashion Sonderkategorie. Ich glaube, das ist überholt. Schubladendenken ist out – auch im High Fashion Bereich. Ich bin sicher, dass wir diesen Unterschied in Zukunft nicht mehr machen.

Worauf achten Sie, wenn Sie Mode für Plus Size entwerfen?

Michael Michalsky:
Ich entwerfe Schnitte, die Kurven schmeicheln und benutze nur hochwertige Materialien, die umspielen und nicht auftragen. Es geht darum, eine schöne Silhouette zu kreieren. Vor allem wollte ich dem modischen Anspruch der Kunden gerecht werden und coole, besondere Pieces mit trendigem Charakter designen.

Haben Sie eine andere Herangehensweise wie bei Normalgrößen?

Michael Michalsky:
Nein. Mode soll hochwertig, stylish und zeitgemäß sein. Ob für Happy Size oder für ATELIER MICHALSKY: Ich möchte Menschen schön und modern kleiden.

Manche Marken decken eine Größenrange von 34 bis 52 ab. Warum wagen sich so wenige Designer daran ihre Kollektion bis in Plus Size hinein zu graduieren?

Michael Michalsky:
Als Designer braucht man die nötige Expertise für gute Schnittführung wenn man für Plus Size entwirft. Aber das kann man lernen. Ich denke, nicht die Designer sind das Problem sondern die Salesleute und Einkäufer. Die denken, es reicht, wenn sie die Standardgrößen anbieten. Deshalb sind Anbieter wie Happy Size so enorm wichtig und deren Erfolg zeigt es.

Weiterlesen des Interviews auf PlusPerfekt.de

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Tourismus Reisen

Filmreif reisen durch Kanada

Drei kanadische Berlinale-Filmemacher führen zu Inspirations-Orten ihrer Heimat

Filmreif reisen durch Kanada

(NL/2496847694) Mettmann, 08. Februar 2018 Die Koffer sind gepackt. Darin befinden sich knapp 100 kanadische Filme und Serien, mit denen sich Kanada auf der Berlinale 2018 präsentieren wird. Preisgekrönte Filme kanadischer Regisseure, die in Kanada gedreht wurden und Filme, die von Kanada inspiriert sind. Wir haben drei herausgepickt und zeigen, an welche Orte Kanadas die Filme entführen und auf welchen oft noch unentdeckten touristischen Pfaden Besucher dort wandeln können. Alle Filmfans lesen im Abspann zudem das exklusive Interview mit Telefilm Canada, dem zentralen Filmförderungsorgan Kanadas, über die Kreativszene der kanadischen Filmemacher.

Rendezvous mit einem Eisbär auf Baffin Island
Es gibt Orte auf diesem Planeten, die scheinen zu eisig für eine angenehme Zeit. Nicht jedoch für den kanadischen Regisseur Kim Nguyen. Er drehte sein preisgekröntes Werk Rendezvous mit einem Eisbär am Nordpolarkreis von Kanada. In Apex, einer kleinen Gemeinde von Iqaluit auf Baffin Island, wo die Nummernschilder die Form eines Eisbären haben. Und die Straßenlaternen ein derart grelles Licht werfen, dass das Auswechseln der Lichtquellen für über 22.000 Dollar beinahe das Filmbudget gesprengt hätte. Im Film dient Apex als Aussteigerort für Roman und Lucy, die unabhängig voneinander auf der Suche nach sich selbst ans kälteste Ende der Welt gereist sind. In der klirrenden Kälte Nunavuts finden sie nicht nur Frieden, sondern auch die Liebe. Regisseur Nguyen, der in Montréal geboren ist und vietnamesische Wurzeln hat, versteht es, äußere Landschaften mit inneren zu verknüpfen. Apex wird damit zum Symbol des Auswegs aus der Kargheit und zu einem wichtigen Punkt auf der filmischen Landkarte. Wer auf Nguyens Pfaden nach Apex reist, taucht ein in die Welt der Inuit und der arktischen Wildnis, fährt mit dem Motorschlitten zu den Eisschollen im Eisbären-Gebiet oder gleitet mit dem Expeditionsschiff die Nordwestpassage entlang und hält Ausschau nach Narwalen.

Ab nach Gatineau mit Regisseur Philippe Farladaue
Gatineau? Genau. Gatineau gehört zu den nahezu unsichtbaren Orten auf der kanadischen Landkarte, die im Schatten der großen Metropolen liegen. Dabei ist Gatineau eine der beschaulichsten Städte am Ottawa River und Heimatort und Inspirationsquelle des erfolgreichen kanadischen Regisseurs Philippe Farladaue. Gatineau ist Ort der Kindheit und Inspirationsquelle Farladaues, der mit seinem Film Monsieur Lazahr international bekannt wurde. Der Film wurde 2012 in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und erzählt, wie der traumatisierte algerische Immigrant Monsieur Lazhar eine nicht minder traumatisierte Grundschulklasse übernimmt, deren Lehrerin sich im Klassenraum erhängt hat. Farladaue ist bekannt für seine humorvoll und sensibel verfilmten Geschichten. Auch sein letzter Film Mein Praktikum in Kanada (2016), der zu den besten kanadischen Filmen gehört und den Telefilm Canada für die Berlinale 2018 auf die Top-10-Liste gesetzt hat, erzählt mit leiser Ironie von den Fallstricken der Demokratie am Beispiel des Abgeordneten Steve Guibord, dem bei der Abstimmung, ob Kanada in den Krieg in den Nahen Osten ziehen soll oder nicht, die ausschlagebene Stimme zufällt. Wer Farladaues Heimatort Gatineau besucht, findet sich am Ottawa River wieder, auf der gegenüberliegenden Seite von Kanadas Hauptstadt Ottawa, mit der zusammen Gatineau die National-Capital-Region bildet. Und weil Ottawa in unmittelbarer Nähe liegt, ist Gatineau Sitz zahlreicher Ministerien wie zum Beispiel des Umweltamts und der Agentur für Internationale Entwicklungen. In Gatineau steht zudem eines der größten Museen Kanadas, Kanadas Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft. Gatineau wartet darauf, entdeckt zu werden!

Auf den Spuren von Maudie Marshalltown entdecken
Wer sich auf eine Zeitreise nach Nova Scotia begeben möchte, zu den wilden Küsten, den wasserumspülten Felsen, den kleinen Häfen und den auf den Wellen wippenden Holzbooten, sollte sich die dokumentarisch erzählte und tief berührende Lebensgeschichte von Maud Dowley anschauen, den Film Maudie. Darin porträtiert die irische Regisseurin Aisling Walsh die kreative Entfaltung der kanadischen Künstlerin, die in Marshalltown in Nova Scotia ihre Inspiration und ihre Motive fand. Maudie zieht als Haushälterin bei dem mittellosen Everett Lewis (gespielt von Ethan Hawke) ein, der zurückgezogen in einem kleinen Haus lebt. Schnell merkt er, dass Maudie haushälterisch mehr als ungeschickt, aber künstlerisch begabt ist und er schenkt ihr ihre ersten Ölfarben. Der Film fängt vor der rauen und mystischen Kulisse Nova Scotias die Geschichte von Maud und Everett ein, die beide vom Leben wenig begünstigt waren, aber in ihrer Liebe füreinander das größte Glück fanden. Die Gemälde von Maud Lewis, wie sie nach ihrer Hochzeit hieß, hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit. Einige sind auch in der Musikkneipe Bearlys in Halifax sowie in der Art Gallery von Nova Scotia zu sehen. Dort wird auch das restaurierte, originale Künstlerhaus Maudies ausgestellt. Eine Replik aus Stahl steht in Digby, Marshalltown, eine Autostunde von Maudies Geburtsort South Ohio entfernt. Wer auch reisend auf künstlerischen Spuren wandelt, sollte den Besuch der angesehenen Kunsthochschule NSCAD University in Halifax nicht versäumen!

Das Beste des kanadischen Films ist seine kulturelle Vielfalt

Ein Interview mit Telefilm Canada
Das Filmland Kanada gilt unter Kennern als Hollywood des Nordens. Dabei ist Kanada nicht nur ein beliebter Drehort für internationale Filmproduktionen, sondern insbesondere kanadische Eigenproduktionen wecken international zusehends das Interesse der Öffentlichkeit. Auf der Berlinale 2018 wird Kanada als Country in Focus als exklusiver Partner des European Film Markets (EFM) die wichtigsten Filme und Filmemacher aus Kanada vorstellen. Ein Gespräch über die kreative Filmszene Kanadas mit Carolle Brabant, Executive Director von Telefilm Canada, dem zentralen kanadischen Filmförderungsorgan.

Was ist charakteristisch für den kanadischen Film?
Ich glaube, dass kanadische Filmproduktionen national und international stetig mehr Gewicht bekommen. Unsere Kreativen Filmschaffende und Schauspieler haben die Gabe zu glänzen, wenn es darum geht, universelle menschliche Geschichten zu erzählen, denn sie tun dies mit einem typisch kanadischen Einfühlungsvermögen. Das Geheimnis liegt in der kanadischen Sicht auf die Welt: Unsere Ideen, unsere Offenheit und unsere Verschiedenartigkeit bringen Geschichten hervor, die uns von anderen positiv unterscheiden. Außerdem sind wir gut darin, originelle Filme mit kleinem Budget zu realisieren.

Was sind die Besonderheiten der kanadischen Filmindustrie?
Ich könnte dutzende Wörter finden, um unser überwältigend schönes Land und die Talente, die darin wirken, zu beschreiben, aber ich sage nur eins: Vielseitigkeit. Kanadas größtes Glück ist seine Verschiedenartigkeit auf allen Ebenen. Wie viele andere Länder auf der Welt ist Kanada ein buntes Mosaik, das aus unterschiedlichen Kulturen und Identitäten besteht. Und das ist es, worauf wir seit Jahrhunderten ganz stolz sind: Männer und Frauen aus allen Kulturen mit ihrer eigenen Geschichte sind nach Kanada gekommen, um hier zu leben. Und diese Menschen wollen sich auch auf der Leinwand wiederfinden, ihre Geschichten wollen erzählt werden. Kurzum: Der größte Schatz der kanadischen Filmindustrie ist die kulturelle Vielfalt, die unterschiedlichen Stimmen, Perspektiven und Geschichten.

Was ist die Kernaufgabe von Telefilm Canada?
Telefilm Canada hat die Aufgabe, die kanadische Filmindustrie zu stärken und sie weiterzuentwickeln. Wir unterstützen die Filmschaffenden durch finanzielle Fördermittel und Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die Filme künstlerisch, kulturell und auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Kanadas Kreativität strahlt über den Globus: Das ist unsere Vision. Jedes Jahr entdeckt die Welt neue kanadische Talente: Das ist unser Ziel.

Was treibt Sie an?
Das große Interesse und die Begeisterung, die unsere Filme nicht nur in Kanada auslösen, sondern überall auf der Welt, ist für mich eine wichtige Kraftquelle. Ich erinnere mich an eine schöne Begebenheit: Meine Reisen, den kanadischen Film bekannt zu machen, führen mich zu zahlreichen Festivals auf der ganzen Welt. Und jedes Mal bin ich überrascht und unglaublich stolz, wenn ich merke, wie das Publikum von den Filmen in den Bann gezogen wird und tief berührt ist von den Geschichten, die von den kanadischen Filmemachern erzählt werden. Die Kontinuität der durchweg positiven Resonanz auf die kanadischen Filme über all die Jahre auf der ganzen Welt ist für mich eine beflügelnde Erfahrung. Sie bestärkt mich, Filmliebhabern in Kanada und auf der ganzen Welt kanadische Filme näherzubringen, die sie immer wieder überraschen, bewegen und anrühren werden. Geschichten, die zeigen, wie wir sind.

Telefilm Canada feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Was waren die größten Errungenschaften und Erfolge?
Seit 50 Jahren unterstützen wird den kanadischen Film und haben, zusammen mit unseren Partnern, eine verzweigte Förderlandschaft entwickelt, die unsere kanadischen Filmemacher unterstützt. Der kanadische Film hat sich entwickelt und wir uns mit ihm. Wir haben eine Reife erreicht, die uns erlaubt, Filme in exzellenter Qualität zu produzieren und zu exportieren. Die Qualität und Professionalität unserer Talente war noch nie so hoch wie heute. Mehr und mehr wird Kanada auch international als Talentschmiede wahrgenommen. Viele unserer Regisseure sind auch außerhalb Kanadas gefragt. Die New York Times bemerkte den Erfolg unserer Filmindustrie in einem Artikel, in dem das Folgende zu lesen war: Kanada ist gerade super gefragt. Kanadas Filme räumen regelmäßig Preise ab.

Woran ist noch zu arbeiten?
Herausforderungen sind immer auch Möglichkeiten. Wir müssen den Filmschaffenden verstärkt dabei helfen, an zusätzliche, unterschiedliche Fördertöpfe zu kommen, indem wir weitere Partner ausfindig machen, die bereit sind, in kreative Talente zu investieren. Das wird unsere Hauptaufgabe sein: neue Kooperationen mit Unternehmen und Einzelpersonen einzugehen und diese zu ermutigen, unsere Talente durch Spenden oder Partnerschaften zu unterstützen. In diesem Zusammenhang sind wir sehr stolz auf unsere Partnerschaft mit iTunes Canada. Solch erfolgreiche Kooperationen möchten wir auch auf andere Länder ausdehnen, angefangen mit Deutschland.

Wie viele Filme und Serien werden jährlich in Kanada produziert?
In 2016, wurden 133 kanadische Filme realisiert.

Wie viele Filme sind davon international bekannt? Was sind die bekanntesten kanadischen Eigenproduktionen?
Die Kreativität der kanadischen Filmschaffenden erstrahlt zunächst über die Leinwände der internationalen Filmfestivals. Zuletzt waren die Filme kanadischer Regisseure auf insgesamt 72 Festivals auf der ganzen Welt zu sehen und erhielten 61 Auszeichnungen und Preise. Unsere Favoriten aus über 100 kanadischen Filmen für die Berlinale 2018 sind: Sharkwater Wenn Haie sterben, Maudie, Life, An ihrer Seite, Rendezvous mit einem Eisbär, Monsieur Lazahr, Mein Praktikum in Kanada, Kinder aus der Hölle, Geron, Triptychon, Lao Shi und Der Sämann.

Welche international bekannten Schauspieler sind Kanadier?
Zu den Bekanntesten der jungen kanadischen Schauspielerriege gehören Seth Rogen, Jay Baruchel, Christopher Plummer, Ryan Gosling, Ellen Page, Sarah Polley, Evangeline Lilly, Donald Sutherland, Nina Dobrev, Tatianna Maslany und Anna Paquin.

Zieht es talentierte kanadische Schauspieler und Filmemacher in die USA?
Nicht unbedingt. Der Erfolg kanadischer Talente verschafft uns international enormen Rückenwind. Die Begeisterung, die mit ihrer Berühmtheit verbunden ist, wirkt sich positiv auf das Ansehen der kanadischen Filmindustrie aus und bietet Schauspielern und Filmemachern damit immer bessere Bedingungen. Es gibt einen spannenden Artikel, der diese positive Wechselwirkung beleuchtet und zeigt, wie zwei kanadische Schauspieler einen amerikanischen Blockbuster erst zu dem machen, was er ist.

Ein Slogan von Telefilm Canada ist: Inspired by talent. Viewed everywhere. Wie unterstützen Sie junge kanadische Talente, Filmemacher, Drehbuchautoren, Regisseure, Kameraleute und Schauspieler darin, gute Filme zu machen und international bekannt zu werden? Wie sieht die Talent- und Filmförderung konkret aus?
Wir unterstützen kanadische Filmemacher auf allen Ebenen: von der Entwicklung einer Filmidee über die Produktion und Nachbearbeitung bis hin zur nationalen und internationalen Vermarktung der Filme. Wir sammeln und analysieren wertvolle Erkenntnisse aus der Filmbranche und publizieren diese. Durch gezielte Werbemaßnahmen erzeugen wir ein Interesse für die kanadischen Filme, national und international, und machen die Filme zugänglich. Auch begleiten wir jedes Jahr etwa 60 Co-Produktionen mit anderen Ländern mit einem Produktionsvolumen von 500 Millionen Dollar. Auch einige deutsche Co-Produktionen haben wir bereits realisiert, so etwa zuletzt Maps to the stars (2014) von David Cronenberg, Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (2014) von Peter Chelsom und Remember (2015) von Atom Egoyan.
Wir ermutigen zudem ganz konkret die Filmindustrie darin, Wege zu finden, ein breiteres Publikum anzusprechen. Um den Blick zu öffnen, wird zum Beispiel neuerdings auf Genre-Bezeichnungen verzichtet. Jeder kann heute zudem zu jeder Zeit und an jedem Ort Filme schauen und streamen, einfach durch einen Klick. Um neue, junge Talente und Filmschaffende zu entdecken, haben wir ein spezielles Förderprogramm ins Leben gerufen. Die jungen Talente, die wir dadurch aufgespürt haben, sind einfach unglaublich und sehr vielversprechend. Und wie viele schlummernde Talente wir gefunden haben! Bis jetzt konnten wir mithilfe des Förderprogramms 73 Filmprojekte fördern, die bereits 90 Preise gewonnen haben! Diese wollen wir der Welt vorstellen, das ist unser Ehrgeiz.

Die Mehrheit der kanadischen Filmemacher sind Männer. Telefilm Canada setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der Filmbranche ein. Wie sieht Ihr Engagement in dieser Hinsicht aus?
Für das Jahr 2020 haben wir uns vorgenommen, ein Gleichgewicht der Geschlechter in unserem Produktions-Portfolio zu schaffen (auf allen Gehaltsebenen), das umfasst besonders die Schlüsselrollen: vom Regisseur, über den Drehbuchautor bis zum Produzenten. Wir sind ausgesprochen stolz, dass wir gemeinsam mit der Filmindustrie eine zügige und konkrete Veränderung hin zu einer Gleichwertigkeit der Geschlechter im kanadischen Kino herbeiführen können. Unser Ziel ist es, den Weg für weibliche Filmschaffende zu ebnen. Deshalb ermutigen wir dazu, ein besonderes Augenmerk auf die Projekte von Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen zu legen. Dies kann jedoch nur die Filmindustrie als Ganzes leisten. Eine wachsende Konkurrenz führt zu qualitativ hochwertigeren Ergebnissen und Filmen, die wiederum den Geschmack und die Interessen des Publikums widerspiegeln, das sich gemeinsam mit der kreativen Landschaft verändert.
Unsere aktuellen Ergebnisse sind sehr positiv: 44 Prozent der Filme haben weibliche Regisseure, 46 Prozent der Filme wurden von Drehbuchautorinnen verfasst und 51 Prozent der Filme von Produzentinnen realisiert.
Indem wir besonders in der jungen Generation die weiblichen Filmschaffenden unterstützen indem wir sie bei ihrem ersten oder zweiten Film, also in der ganz frühen Startphase ihrer Karriere fördern werden wir die Filmlandschaft verändern. Unser Aktionsplan beinhaltet auch spezielle Werbemaßnahmen, die den weiblichen Filmschaffenden eine größere öffentliche Wahrnehmung ermöglicht. Ergänzend stellen wir den Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Produzentinnen professionelle berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Wie wichtig ist der deutsche Markt für kanadische Filme?
In den letzten zehn Jahren haben wir unsere Aktivitäten verstärkt, unsere internationalen Werbemaßnahmen und Exportstrategien präzisiert, unser Förderprogramm verbessert und unsere Co-Produktions-Strategien erweitert, um so die kanadische Filmindustrie bestmöglich nach vorne zu bringen. Wir hoffen, dass die Deutschen eine genauso große Begeisterung für unsere kanadischen Filme auf der Berlinale zeigen, wie sie es immer schon getan haben. Und dass unser Besuch beim European Film Market der Berlinale die deutsche Filmindustrie darin bestärkt, weitere Co-Produktionen gemeinsam mit Kanada zu entwickeln.

Wie sehen Sie die Zukunft des kanadischen Films?
Die wachsende Prominenz einer beachtlichen Zahl kanadischer Schauspieler und Regisseure auf dem internationalen Parkett und die Schnelligkeit, mit der sich die kanadischen Talente entwickeln, hat dazu beigetragen, dass Kanada mittlerweile international das Renommee genießt, ein Kreativ-Pool zu sein. Doch nicht nur das. Auch unseren Fernsehserien und -filmen wurde mittlerweile große Anerkennung zuteil. Heute hat unsere Filmindustrie ein Niveau und ein Selbstbewusstsein erreicht, das es uns erlaubt, Filme zu produzieren, die auf Augenhöhe mit den besten Filmen der Welt sind. Wir wünschen uns, dass noch viele Kooperationen mit Deutschland folgen.

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Ist Medientraining sinnvoll?

.. und wenn ja, für wen?

Ist Medientraining sinnvoll?

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Medientraining ist auf jeden Fall sinnvoll. Auch dann, wenn für das Jahr 2018 (noch) keine Pressetermine geplant sind – ein Medientraining ist nicht nur hilfreich, wenn ein Journalist seinen Besuch ankündigt oder Sie bzw Ihr Unternehmen in einer Krise sind und das öffentliche Interesse besonders groß (und brisant) ist.

Ein Medientraining ist für jeden Auftritt vor Publikum und in der Öffentlichkeit gut. Es gibt leider das Vorurteil, dass jeder Mensch nach einem professionellen Medientraining so redet wie die Politiker, die in Talkshows nicht auf Fragen antworten. Jeder Zuschauer merkt, wie er selbst reagiert: Der betreffende Politiker ist mindestens unsympathisch, manchmal löst er sogar Wut aus. Dieses Verhalten hat aber nichts mit dem Medientraining zu tun!
Im Gegenteil. Diese Politiker haben leider keinen Blick für die Zielgruppe (das Publikum) – und genau das ist die Idee hinter dem Medientraining: sich aus anderer Perspektive zuzusehen, sich mit dem eigenen Auftritt wohl zu fühlen, rhetorisch gut zu sein für seine spezielle Zielgruppe. Das heißt: für die Zielgruppe verständlich zu sprechen und am besten in Geschichten, die beim Zuschauer andocken. So werden die Zuschauer das Gesagte weitererzählen. Das kann geübt werden – im Medientraining.

Ein Medientraining hat Ähnlichkeit mit einem TV-Auftritt: die Teilnehmer sehen sich im Video und können sich dadurch ein Urteil bilden (Politiker machen das leider nicht). Das kann sehr emotional sein. Hier kommt es auf die Haltung des Medientrainers an, der als Journalist, Interviewer und Kommunikations-Coach mindestens eine Doppelrolle hat. Bei einem professionellen Medientraining mit Journalisten werden die Teilnehmer sich mit anderen Augen sehen und können die Selbsteinschätzung mit der Fremdwirkung vergleichen. Eine lohnende Aufgabe, die durch angeleitene Perspektivwechsel ermöglicht wird.
Auch rhetorisch profitieren Teilnehmer von Medientrainings enorm: sie straffen ihre Eigendarstellung, machen sich Ihre Kernbotschaften noch einmal bewusst und werden mit einem nachhaltig besseren Kommunikationsverhalten belohnt. Warum? Weil sie sich zugesehen und zugehört haben. Weil ein Interview nur 60 bis 90 Sekunden dauert und sie doch eigentlich viel mehr sagen wollen … Weil auch ein Statement der Kanzlerin in den Nachrichten nicht länger als 30 Sekunden ist.

Gerade Professoren und Wissenschaftler haben das Problem, zu fachlich zu sprechen. Damit sind sie für die Mehrheit der Menschen (die aber trotzdem ihre Zielgruppe darstellen können!) uninteressant. Ihre Botschaften finden nicht ihr Ziel – auch hier wird ein Medientraining große Dienste leisten. Überhaupt gehört die Frage nach der Zielgruppe und die Aufarbeitung des Themas in zielgruppenspezifische Sprache zu den Aufgaben des Medientrainings. Eine gute Übung, von der jeder Gesprächspartner profitieren kann.

Überdies werden im Training Internas verraten: wie ticken Journalisten und Redaktionen? Worüber berichten die Medien und warum? Wie ist es möglich, eigene Themen in die Öffentlichkeit bringen? Was ist bei einer Journalisten-Anfrage und beim Vorgespräch zu beachten? etc.

Ist Medientraining sinvoll? Ja, uneingeschränkt. Für alle, die zielgerichtet kommunizieren wollen oder müssen. Denn Medientraining beinhaltet auch Präsentationstraining, Redetraining, Rhetorik, Auftritt – das Medientraining ist die Königsdisziplin in der Kommunikation. Medientrainings werden in offenen Seminaren angeboten und in individuellen Einzeltrainings.

Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.
25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Medientrainerin, Interviewcoach, Präsentationstrainerin. Journalistin.

Kontakt
Katharina Gerlach
katharina Gerlach
Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
info@katharina-gerlach.de
http://www.katharina-gerlach.de

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Terminhinweis: Schauspieler Sigmar Solbach und Weltumseglerin Angelika Gebhard auf der boot Düsseldorf

Signierstunde mit Sigmar Solbach und Angelika Gebhard

Am Sonntag, den 21. Januar stehen die beiden Vorsitzenden der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD), Schauspieler Sigmar Solbach und Weltumseglerin und Autorin Angelika Gebhard, ab 16:00 Uhr am GRD-Infostand (Stand D 94 in Halle 3) für Interviews im Rahmen einer Signierstunde zu den soeben erschienenen Büchern „Rollo Gebhard – Logbuch eines Lebens“ und „Mit Rollo um die Welt“ zur Verfügung.

Zuvor, um 15:45 Uhr stellt Sigmar Solbach auf der Bühne des Tauchturms in Halle 3 gemeinsam mit der GRD-Projektpartnerin Angela Ziltener von der Dolphin Watch Alliance/DWA das Delfinschutzprojekt in Hurghada am Roten Meer vor.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) wurde 1991 vom dreimaligen Weltumsegler Rollo Gebhard gegründet. Rollo Gebhard verstarb 2103 im Alter von 92 Jahren. Er leitete den Münchner Delfin- und Meeresschutzverein bis zu seinem Tod.

2017 übernahm der Schauspieler, passionierte Segler – er überquerte zweimal den Atlantik -, Synchronsprecher und überzeugte Buddhist Sigmar Solbach den Vorsitz.

In den Anfangsjahren bildete der Kampf gegen den Einsatz von Treibnetzen beim Thunfischfang und ähnlich destruktiv auf Meerestiere wirkendem Fischereigerät, den Schwerpunkt der Tätigkeit.

Seit Anfang der 90er-Jahre setzt die GRD das internationale Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch (SAFE) des amerikanischen Earth Island Institute (EII) in Deutschland um. Die SAFE angeschlossenen deutschen Importeure und Händler haben sich verpflichtet, nur Thunfisch anzubieten, der nicht mit Treibnetzen oder durch das Setzen von Netzen um Delfinschulen gefangen wurde.

SAFE kontrolliert heute über 90 Prozent des weltweiten Handels in Europa, Kanada, Australien und in den USA, wo der meiste Dosenthunfisch verbraucht wird. SAFE bewahrt weltweit jährlich 80.000 – 100.000 Delfine vor dem Beifangtod!

Die Münchner Delfin- und Meeresschutzorganisation unterstützt seit über 15 Jahren auch direkte Projekte und Aktionen für den Schutz wild lebender Delfine und Wale und den Erhalt ihrer Lebensräume.

Die GRD ist als ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken dienende Körperschaft anerkannt. Wir arbeiten politisch unabhängig und finanzieren uns über Spenden und Förderbeiträge.

Kontakt
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Ulrich Karlowski
Kornwegerstr. 37
81375 München
089-74160410
089-74160411
info@delphinschutz.org
http://www.delphinschutz.org