Tag Archives: Homoeopathie

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Homöopathie in der Schweiz an fast allen Unis

An nahezu allen Schweizer Universitäten gibt es Vorlesungen zur Homöopathie

Homöopathie in der Schweiz an fast allen Unis

Ärzte sollen in der Schweiz Nutzen und Grenzen von unterschiedlichen Verfahren einschätzen können. (Bildquelle: © Gorodenkoff / Fotolia)

Baden-Württemberg hat gerade einen Lehrstuhl für Naturheilkunde an der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen eingerichtet. In der Schweiz werden nahezu an allen Universitäten Vorlesungen zur Homöopathie gehalten. Die Hochschulen in dem Kantonsland betonen ihren gesetzlichen Auftrag, den Medizinstudenten Kenntnisse in Komplementärmedizin zu vermitteln. Hintergrund ist eine Vorschrift des Bundesgesundheitsamtes (BAG), nach der sich angehende Mediziner in der Schweiz Kenntnisse in komplementären Verfahren aneignen sollen. Dadurch sollen Ärzte in die Lage versetzt werden, Nutzen und Grenzen von unterschiedlichen Naturheilverfahren einschätzen zu können.

Unis forschen zur Homöopathie, weil sie in der Bevölkerung so beliebt ist

Die Universität Zürich begründet die Lehre zu Homöopathie und Naturheilverfahren mit deren Beliebtheit in weiten Teilen der Gesellschaft. Es sei seine Tatsache, dass viele Menschen diese Methoden in ihrem Alltag anwenden. Das geschehe unabhängig von der wissenschaftlichen Nachweisführung zu ihrer Wirksamkeit. Gleichzeitig bleibe die evidenzbasierte Medizin die Grundlage des Medizinstudiums, teilt eine Sprecherin mit. An der Universität Basel wird der Bereich zu komplementären medizinischen Methoden gerade ausgebaut.

Neue Stiftungsprofessur an der Universität Basel zu Homöopathie und Komplementärmedizin

Mit der Einrichtung einer Stiftungsprofessur an der Universität Basel komme man dem Wunsch der Studenten nach einer Ausbildung nach, die ihnen eine offene und Beratung der Patienten auf Grundlage mehrerer Therapieoptionen vermittelt. In der Schweiz ist die Homöopathie seit Mitte 2017 Bestandteil der Leistungen in der Grundversicherung. Hintergrund ist die Bewertung des Bundesrates, wonach Homöopathie folgende Kriterien erfüllt:

– Wirksamkeit
– Zweckmäßigkeit
– Wissenschaftlichkeit.

Durch diese Regelung hat sich die Schweiz zum Vorbild für Verfechter der Homöopathie entwickelt. Im Deutschland wird an der Universität Tübingen ab 2019 ein Lehrstuhl für Integrative Medizin eingerichtet. Neben naturheilkundlichen Therapien wie Akupunktur soll auch die Homöopathie in der Lehre beleuchtet werden. Schon heute deuten wissenschaftliche Forschungsergebnisse darauf hin, dass Homöopathika häufig zu Therapieerfolgen beitragen könnten, etwa um schwere Nebenwirkungen von Chemotherapien zu mindern.

Ein Informationsportal rund um die Homöopathie. homimed richtet sich an Personen, die sich über verschiedene Behandlungsformen informieren möchten. Homöopathie findet immer häufiger den Zugang zu Bereichen der schulmedizinischen Behandlung.

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Ärzte sollten Kenntnisse in der Homöopathie haben

Ärztin Gisela Etter plädiert für die Homöopathie an den Universitäten und in der Praxis

Ärzte sollten Kenntnisse in der Homöopathie haben

(Bildquelle: © CrazyCloud / Fotolia)

In einem Streitgespräch mit einem Immunologen, veröffentlicht im Schweizer Newsportal „20 Minuten“, setzt sich die Präsidentin der Union komplementärmedizinischer Ärzte Gisela Etter für eine universitäre Vermittlung von Kenntnissen in der Komplementärmedizin ein. Sie verweist dazu auf den Lernzielkatalog „Profiles“ vom März 2017, der vorgibt, die Komplementärmedizin sei in der Lehre zu berücksichtigen und Kenntnisse über ihre Methoden in die Ausbildungsziele zu integrieren. Sie sieht darin eine Form der Kompetenzförderung für die Studenten mit Blick auf die Fähigkeit, die Präferenzen der Patienten in den Therapieplänen zu berücksichtigen. Ihrer Einschätzung nach macht es Sinn, dass Ärzte Kenntnisse über Homöopathie erwerben.

Homöopathie – wahr ist nicht nur das, was sich beweisen lässt

Das Argument, die Wirkung der Homöopathie sei nach den modernen Forschungsmethoden nicht wissenschaftlich erwiesen, will die Ärztin nicht gelten lassen. Diese Sichtweise beziehe sich auf einen sehr engen Wissenschaftsbegriff. Wenn nur existieren dürfe, was mit den heutigen Methoden messbar sei, werde das dem Leben und der Natur nicht gerecht. Die moderne Wissenschaft sei sich der Erkenntnis doch bewusst, es gebe keine absolute Wahrheit. Notwendig sei mehr Forschung, die ergebnisoffen angelegt sein muss.

Evidenz der Homöopathie basiert auf ärztlicher Expertise, Forschung und Patientenwunsch

Auch der Kritik an der Regelung in der Schweiz, nach der Homöopathie Teil des Leistungskatalogs der Grundversicherung ist, hält die Ärztin stand. Die Entscheidung sei nach den Regeln der „Evidence based Medicine“ erfolgt. Darin enthalten sei eine systematisierte ärztliche Expertise, die aktuelle Forschung und der Wunsch der Patienten. Daten des Bundesamts für Gesundheit in der Schweiz zeigten, dass die Kosten der Homöopathie nicht höher seien. Gleichzeitig zeige sich, dass Ärzte mit Homöopathie mehr chronisch und schwer Kranke behandelten, als Ärzte ohne diese Zusatzqualifikation. Ein großer Teil der Bevölkerung wendet nach Einschätzung Etters Homöopathie an. Aus ihrer ärztlichen Praxis berichtet sie, homöopathische Arzneimittel täglich erfolgreich anzuwenden.

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Politik Recht Gesellschaft

Viele äußern sich zur Homöopathie

Große Resonanz auf Facebook-Umfrage einer CDU-Abgeordneten zur Homöopathie

Viele äußern sich zur Homöopathie

Große Beteiligung an einer Umfrage zur Homöopathie. (Bildquelle: © strichfiguren.de / Fotolia)

35.000 Menschen beteiligten sich an einer Umfrage der CDU-Abgeordneten Prof. Claudia Schmidkte zum Thema Homöopathie. Eine große Resonanz, mit der die Medizinerin nicht gerechnet hat. 61 Prozent der Befragten stimmten in der Umfrage für die Apothekenpflicht und die Erstattungsfähigkeit von homöopathischen Arzneimitteln. Die Gesundheitspolitikern und Herzchirurgin zeigte sich überrascht davon, wie scharf die Debatte über die Kommentarfunktion geführt wurde. Sie vergleicht sie sogar mit einem „Bürgerkrieg“. Schmidtke wollte ein Meinungsbild darüber erhalten, wie Nutzer über die Apothekenpflicht für homöopathische Arzneimittel denken und wie sie sich zur Erstattungsfähigkeit stellen.

35.000 Menschen beteiligen sich an der Umfrage zur Homöopathie

Schmidtke ist Gesundheitspolitikern und beschäftigt sich auch mit dem Thema „Organspende“. Ihre Nutzer auf ihrer Facebook-Seite bezieht sie aktiv mit ein. Hier konnten Menschen auch schon ein Gespräch mit einem betroffenen Patienten im Herzzentrum Berlin live mitverfolgen. An ihrer Umfrage zur Homöopathie beteiligten sich innerhalb von nur einer Woche 35.000 Menschen und debattierten über die Kommentarfunktion. Etwa 2000 Kommentare kamen zusammen, teils mit Beschimpfungen. Teilweise seien jedoch auch humorvolle Äußerungen dabei gewesen. So habe eine Nutzerin betont, sie habe zwar das Vertrauen in die Politik verloren, aber die Homöopathie habe ihr schon sehr oft geholfen.

Abgeordnete will Meinungsbildung zur Homöopathie unterstützen

Den Homöopathie Kongress in Köthen (Anhalt) nahm die Abgeordnete zum Anlass, das Thema auf ihrer Facebook-Seite aufzugreifen. Sie meint, Homöopathie polarisiere. Einerseits wollten viele nicht darauf verzichten und sehen darin eine Alternative zur konventionellen Medizin. Andererseits gebe es die Gegner, die die Homöopathie für ein Geschäft ohne wissenschaftliche Evidenz abstempeln. Auch die Herzchirurgin äußert ihre Zweifel. Dennoch wolle sie sich einer Meinungsbildung nicht verschließen. Der Meinungsbildungsprozess sei noch nicht abgeschlossen, stellt sie heraus.

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Zu viele Medikamente: Was leistet Homöopathie?

Viele Patienten nehmen fünf und mehr Medikamente. Wie kann die Homöopathie unterstützen?

Zu viele Medikamente: Was leistet Homöopathie?

Homöopathie kann eventuell eine Hilfe sein. (Bildquelle: © Coloures-Pic / Fotolia)

Wenn Patienten viele Medikamente auf einmal nehmen müssen, können Wechselwirkungen auftreten. Kann die Homöopathie eine Alternative sein?
Einer aktuellen Analyse der Barmer Krankenversicherung zufolge nehmen 21 Prozent der deutschen Bevölkerung fünf und mehr pharmazeutische Wirkstoffe ein. Die Anzahl der Medikamente steigt dabei mit dem Lebensalter. 23 Prozent der Bevölkerung nehmen keine Medikamente ein. Wechselwirkungen der verschiedenen Präparate sind kaum erforscht. Zudem konzentrieren sich Medikamentenstudien aufgrund ihres komplizierten Settings nicht auf ältere Patienten. Dabei kann der Körper älterer Menschen veränderte Organfunktionen aufweisen.

Warum ist Multimedikation ein Problem?

– Viele unterschiedliche Medikamente können in ihrer Kombination unerwünschte Wechselwirkungen erzeugen.
– Für Ärzte wird es zunehmend schwierig, den Überblick zu behalten.
– Die Multimedikation ist kaum wissenschaftlich erforscht.
– Studien für die Wirkung von Medikamenten bei älteren Patienten sind selten.

Gute Erfahrungen bei geriatrischen Patienten mit Homöopathie

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie hat 2016 einen vielbeachteten Forschungsreader herausgebracht. Darin wird homöopathischen Arzneimitteln in der Versorgungsforschung ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die Versorgungsforschung untersucht die Anwendung von Medikamenten in der Praxis. In den Studien wurde in den meisten Fällen eine Besserung der Beschwerden und der Lebensqualität dokumentiert. Eine Langzeitstudie der Charité Universitätsmedizin Berlin dokumentierte eine nachhaltige Besserung durch die homöopathische Therapie bei geriatrischen Patienten.(1) Homöopathische Arzneimittel können neben- und wechselwirkungsarm eingesetzt werden. Gerade bei chronischen Erkrankungen können sie konventionelle Therapien unterstützen oder sogar ersetzen. Insofern kann die Homöopathie im Bereich der Multimedikation Potential entfalten.

Bewusstsein für Homöopathie anstelle von konventionellen Präparaten in der Bevölkerung

Bei den Patienten steigt das Bewusstsein für komplementäre Behandlungsformen. Die Homöopathie ist nach wie vor sehr beliebt. Gerade bei Alltagsbeschwerden oder chronischen Erkrankungen hat sie sich bewährt. Wie problematisch die Wirkung konventioneller Präparate sein kann, wurde im Barmer Arzneimittelreport dokumentiert. Die Barmer beschreibt, 18,2 Prozent der Versicherten habe im Jahr 2017 einen Protonenpumpenhemmer verordnet bekommen. Ein solches Präparat wird zum Beispiel bei Sodbrennen eingesetzt. Bei 40,1 Prozent dieser Patienten habe dafür keine Diagnose vorgelegen. Bei falscher Einnahme kann dieses Medikament zu einer vermehrten Säurebildung führen.

(1) http://www.wisshom.de/dokumente/upload/7cda0_forschungsreader_2016_ergschutzgeb%C3%BChr_180713.pdf.

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Problem Multimedikation – Homöopathie als Alternative?

Barmer warnt vor „Arzneimitteltherapie mit Sicherheitslücken.“ Kann Homöopathie unterstützen?

Problem Multimedikation - Homöopathie als Alternative?

Bei der Einnahme ab fünf Arzneimittel sind Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen. (Bildquelle: © stockpics / Fotolia)

In ihrem Arzneimittelreport für das Jahr 2018 analysiert die Barmer Krankenkasse, dass jeder fünfte Bundesbürger im Jahr 2016 fünf oder mehr Arzneimittel eingenommen hat. Die Wechselwirkungen der vielen Medikamente seien dabei Unsicherheitsfaktoren.
Die Ergebnisse der Versorgungsforschung sprechen für die Homöopathie. Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, spricht im Arzneimittelreport von „Sicherheitslücken in der Arzneimitteltherapie“, die durch eine bessere ärztliche Kommunikation und Verfügbarkeit von Informationen vermeidbar seien. In einem Projekt zur digital unterstützten Arzneimitteltherapie sollen Hausärzte bei der Arzneimitteltherapie- und dem Versorgungsmanagement unterstützt werden.

Multimedikation: Vieles spricht für die Homöopathie

Homöopathie kann gerade im Bereich der Multimedikation, also der Verordnung von vielen unterschiedlichen Medikamenten von unterschiedlichen Ärzten, eine Alternative sein. Homöopathische Arzneimittel gelten als nebenwirkungsarm und verträglich.Gerade bei chronischen Leiden ist der Bedarf an eine angepasste Medikation hoch. Wie drängend das Problem ist, zeigt sich im Barmer Arzneimittelreport. Bundesweit leiden nach Angaben der Krankenkasse 5,4 Millionen Menschen an drei chronischen Erkrankungen, 23,3 Millionen an fünf oder mehr. Bei zwei Drittel der Barmer-Versicherten behandelten drei oder mehr Ärzte medikamentös. Wie problematisch die Folgen sein können, stellt die Krankenkasse heraus. Ihrer Analyse zu Folge wurden 1.400 Patienten das Mittel Methotrexat im Rahmen der Krebs- bzw. Rheumatherapie verordnet, obwohl die Patienten zugleich eine eingeschränkte Nierenfunktion vorwiesen und dieses Präparat nicht einnehmen dürften. Die Kasse macht deutlich, dass es den Ärzten gerade bei älteren multimorbiden Patienten schwerfällt, den Überblick über die Medikation und die Wechselwirkungen zu behalten.

Homöopathie bei geriatrischen Patienten zeigt in Studien nachhaltigen Behandlungseffekt

Homöopathische Arzneimittel zeigten in einer Metaanalyse der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (Wisshom) in zahlreichen Studien der Versorgungsforschung eine klinisch relevante Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität der Patienten. In ihrem Forschungsreader spricht die Wisshom von einem „klinisch relevanten Nutzen für die Patienten.“ So konnte zum Beispiel eine große Beobachtungsstudie mit 3.981 Patienten über einen Zeitraum von acht Jahren, durchgeführt an der Charite Universitätsmedizin Berlin und in Praxen von über 100 homöopathisch arbeitenden Ärzten in Deutschland und der Schweiz nachweisen, dass unter anderem geriatrische Patienten von einer Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln profitieren konnten. Der Behandlungseffekt war dabei nachhaltig.

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Wissenschaft Technik Umwelt

Homöopathie als Teil einer Strategie gegen Resistenzen

Vertreterinnen des BPI fordern Einsatz von bestehenden Therapien wie Homöopathie

Homöopathie als Teil einer Strategie gegen Resistenzen

Im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. (Bildquelle: © Davizro Photography / Fotolia)

Zwei hochrangige Vertreterinnen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) fordern in einem Positionspapier beim Kampf gegen Antibiotikaresistenzen die Einbeziehung von Homöopathika, pflanzlichen Arzneimitteln, Anthroposophika und mikrobiologischen Arzneimitteln. Es geht dabei um die Behandlung von Infekten und die Vorbeugung von Erkrankungen. Biologin Dr. Nicole Armbrüster leitet das Geschäftsfeld Biologische / Pflanzliche Arzneimittel beim BPI. Pharmazeutin Dr. Meike Criswell verantwortet das Geschäftsfeld Homöopathische / Anthroposophische Arzneimittel. Sie warnen vor den Entwicklungen durch falschen und zu häufigen Einsatz von Antibiotika. Beide fordern eine Strategie ohne Scheuklappen vor bestehenden und langjährig erprobten komplementären Arzneimitteltherapien wie der Homöopathie.

Unter Umständen lässt sich der Einsatz von Antibiotika mit Homöopathika vermeiden

Was leisten pflanzliche, homöopathische, anthroposophische und mikrobiologische Arzneimittel als Teil einer Strategie gegen Antibiotikaresistenzen? Den beiden Naturwissenschaftlerinnen vom BPI zufolge können sie helfe Symptome zu lindern und Nebenwirkungen von Antibiotika zu reduzieren. Zudem könnten sie deren Einsatz unter Umständen ganz vermeiden. Vielen Ärzten seien jedoch pharmazeutische Alternativen zu Antibiotika aus dem komplementären Bereich zu unbekannt. Vor allem deshalb, weil sie nicht Bestandteil des medizinischen Studiums seien. Zudem existiere derzeit noch kein Schnelltestverfahren, mit dem zweifelsfrei und schnell geprüft werden könne, ob es sich um einen bakteriellen oder viralen Infekt handelt. 90 Prozent aller Atemwegsinfekte sind viraler Natur. Eine antibiotische Behandlung bleibt hier wirkungslos.

Aufnahme von Homöopathie in offizielle Aktions- und Strategiepläne gegen Resistenzen

Die Lösung ist für die beiden BPI-Vertreterinnen die Einbeziehung u.a. von Homöopathika, um Antibiotika effizienter einzusetzen und Resistenzen vorzubeugen. Zugleich könne sich der Einsatz verbessernd auf das Immunsystem auswirken. In der Folge könnten

– Erkrankungsraten,
– Krankheitskosten und
– Antibiotikaeinsatz reduziert werden.

Lösungswege dahin könnten in der Aufnahme komplementärer Arzneimittel in die offiziellen Aktions- und Strategiepläne zur Reduzierung von Resistenzen liegen. Zudem müsse es mehr Forschungsförderung zu aussichtsreichen Behandlungsalternativen geben. Zudem müsse das medizinische Personal fortgebildet und die Bevölkerung besser informiert werden.

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Homöopathie statt Multimedikation?

Multimedikation bei älteren Patienten ist schlecht erforscht – kann Homöopathie unterstützen?

Homöopathie statt Multimedikation?

(Bildquelle: @ Robert Kneschke / Fotolia)

Homöopathie und Multimedikation – wie hängt das zusammen? Dem Leiter des Instituts für klinische Pharmakologie der Medizinischen Fakultät Mannheim an der Universität Heidelberg zufolge, haben Menschen im Alter von 80 Jahren im Durchschnitt etwas mehr als drei Diagnosen. Viele müssen, Prof. Dr. med. Martin Wehling in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zufolge, mehrere unterschiedliche Medikamente pro Tag einnehmen. Acht Präparate seien nicht selten. Das liege an sich verändernden Organfunktionen, deren Leistung mit zunehmendem Alter abnimmt. Besonders hebt der Mediziner die Niere hervor. Im Alter von 80 Jahren funktionieren die beiden Nieren nur noch wie eine. Das beeinflusse, wie Medikamente im Körper verteilt und abgebaut werden und wie sie wirken. Der Zusammenhang lässt sich einfach darstellen:

– Je mehr Krankheiten, umso mehr Medikamente kommen zum Einsatz.
– Je älter der Körper, umso höher ist die Gefahr von ungünstigen Wechsel- und Nebenwirkungen.

Zu wenig Forschung über Multimedikation bei älteren Patienten

Ein Problem dabei: Medikamente durften bisher nicht an älteren Menschen im Rahmen von Studien getestet werden. Mittlerweile hat die Europäische Arzneimittelagentur Ema durchgesetzt, dass über 65-Jährige nicht mehr von Medikamenten-Studien ausgeschlossen werden dürfen. Dennoch ist diese Altersgruppe in Studien unterrepräsentiert. Altersspezifische Probleme blieben dabei unberücksichtigt. Studien, die sich nur auf alte Menschen konzentrieren, fehlen zudem fast vollständig. Hinzu kommt, dass solche Studien aufgrund ihres komplexen Settings unter Berücksichtigung der Multimedikation sehr teuer sind. Nur wenige seien bereit, das zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund hat die Ema Anfang des Jahres ein Papier veröffentlicht. Darin legt die Behörde Kriterien fest, wie Studien in Zukunft mit Blick auf die speziellen Bedingungen bei älteren Patienten gestaltet sein sollen.

Homöopathie bei chronisch kranken Patienten kann begleitend eingesetzt werden

Viele Medikamente, deren Wechselwirkungen bei älteren Patienten zu wenig erforscht sind – welche Lösung gibt es? Nicht einfach monopathologisch, also auf eine Krankheit oder ein Organ bezogen denken, fordert zum Beispiel Cornel Sieber, Leiter der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg und Vorsitzender der Gesellschaft für Innere Medizin. Den Blick also aufs Ganze richten? Das ist auch das Credo der Homöopathie. Welche Rolle die Homöopathie bei der Betreuung und Behandlung von chronisch kranken Menschen spielen kann, hat zum Beispiel Petra Plunger (1) in einem Kongressbeitrag der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) beschrieben. Homöopathische Arzneimittel können begleitend angewendet werden. Ziel dabei ist es, die konventionelle Arzneimitteltherapie zu unterstützen oder im besten Fall neben- und wechselwirkungsarm zu ersetzen.

(1) Petra Plunger. Homöopathie in der Betreuung chronisch kranker Menschen. ICE 7. InHom 2008. http://www.wisshom.de/dokumente/upload/6c939_ice7_kongressband_teil2_akt.pdf.

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Anästhesistin wechselt zur Homöopathie

Neustart mit 55: Oberärztin der Herzchirurgie widmet sich hauptberuflich der Homöopathie

Anästhesistin wechselt zur Homöopathie

Medizinerin war von der prompten Wirkung der Homöopathie überrascht. (Bildquelle: © XtravaganT – Fotolia)

Sie bezeichnet sich selbst als Homöopathin aus Leidenschaft. Die Anästhesistin Dr. Angela Lehmann hat im Alter von 55 Jahren einen beruflichen Neustart gewagt und eine Praxis für Homöopathie eröffnet. In einem Artikel in der Ärzte Zeitung schildert sie dazu ihre Motivationslage.
Seit 1995 war die Ärztin an der herzchirurgischen Klinik der Uni Magdeburg für die Intensivstation verantwortlich. Mit Homöopathie kam sie über eine Kollegin in Kontakt, die ihr Tipps zur Behandlung ihrer Tochter gab. Die prompte Wirkung überraschte die Medizinerin. Sie entschied sich zur Teilnahme an Kursen zur ärztlichen Weiterbildung für Homöopathie. Auf ihrer Internetseite berichtet sie von ihrem Erstaunen über die vielseitigen homöopathischen Behandlungen, die sie während ihrer dreijährigen Ausbildung kennenlernte. Der ganzheitliche Blick auf den Menschen sei vielleicht das Verbindende zwischen der Anästhesie und der Homöopathie, stellt die Ärztin heraus.

Ärztin widmet sich nach 30 Jahren im stationären Bereich ganz der homöopathischen Therapie

Schlüsselerlebnis für die Ärztin waren Herzrhythmusstörungen, die sie durch Anlegen eines EKGs bei sich selbst feststellte. Ein Kardiologe riet ihr zu einer Herzkatheter-Untersuchung und zu Betablockern. Ausgestattet mit ihrem Wissen in Homöopathie wollte sich die Ärztin jedoch nicht gleich darauf einlassen. Sie versuchte es auf ihre Weise und konnte sich erfolgreich behandeln. Die Summe dieser Erfahrung führte schließlich dazu, dass sie den Oberarzt-Kittel an den Nagel hing. Sie widmete sich fortan ganz der Homöopathie in eigener Niederlassung. Nach 30 Jahren als Ärztin im stationären Bereich mit der Sicherheit einer Festanstellung eine nicht ganz leichte Entscheidung, verrät die Ärztin.

Kostenübernahme für Homöopathie macht Sinn

Mittlerweile hält Dr. Angela Lehmann Vorträge und klärt in Gesprächen über die Homöopathie auf. Sie vertritt die Meinung, dass eine Kostenübernahme homöopathischer Behandlung auch für gesetzlich Versicherte und die Krankenkassen Sinn machen würde. Wenn die mittlerweile ausschließlich homöopathisch tätige Ärztin an ihre Zeit auf der Intensivstation zurückdenkt, stellt sie der Hochleistungsmedizin nach wie vor ein gutes Zeugnis aus. Diese beweise sich jeden Tag. Immer mehr Patienten würden schwerste Eingriffe wie Bypass-Operationen, Kunstherzimplantationen oder Klappenersatz überleben – und das selbst in fortgeschrittenem Alter. Dennoch stoße diese Medizin an Grenzen.

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Studie: Weniger Antibiotika mit Homöopathie

Ärzte, die komplementär mit Homöopathie behandeln, verordnen weniger Antibiotika

Studie: Weniger Antibiotika mit Homöopathie

Im Kampf gegen Antibiotika Resistenzen. (Bildquelle: © angellodeco – Fotolia)

– Eine Schweizer Studie zeigt: Ärzte mit Ausbildung in komplementären Methoden wie der Homöopathie verschreiben weniger Antibiotika als ihre schulmedizinischen Kollegen.

– Der Schweizer Dachverband Komplementärmedizin (Dakomed) will die Erkenntnisse im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen nutzen.

Neue Zahlen aus der Schweiz verdeutlichen: Ärzte, die auch alternative Heilmethoden anwenden, verschreiben weniger Antibiotika. Das geht aus einer Untersuchung der Rechnungsdaten hervor, die die Schweizer Ärzte im vergangenen Jahr an die Krankenkasse geschickt haben. Sasis, eine Tochtergesellschaft des Krankenkassen Verbandes Santeswiss, hat diese Daten im Auftrag des Dakomed in der Schweiz ausgewertet.

Ärzte mit Ausbildung in Homöopathie verschrieben nur sechs Prozent der Patienten Antibiotikum

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Haus- und Kinderärzte mit einer rein konventionellen Ausbildung im Durchschnitt 13 Prozent ihrer Patienten Antibiotika verschrieben hatten. Ärzte mit Zusatzausbildung im Bereich der komplementären Medizin verschrieben nur sieben Prozent ihrer Patienten ein Antibiotikum. Bei den Ärzten mit Zusatzausbildung in Homöopathie waren es sogar nur sechs Prozent.

Weniger multiresistente Keime durch Einsatz von Homöopathie?

Dakomed-Präsidentin Edith Graf-Litscher will die Ergebnisse der Studie im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen verwenden und das Potential der komplementäre Medizin dazu nutzen, den Antibiotikaverbrauch weiter zu senken. Sie fordert zunächst, die Gründe zur erforschen, warum Ärzte mit komplementären Behandlungsmethoden weniger Antibiotika verordnen. Die Erkenntnisse daraus könnten in die Richtlinien für Hausärzte und Kinderärzte einfließen.
Die Nationalrätin aus dem Thurgau sieht eine stiefmütterliche Behandlung der komplementären Medizin. Sie weist darauf hin, dass es in der Tiermedizin ein Beratungsangebot über die „nationale Strategie Antibiotikaresistenzen StaR“ mit alternativen Behandlungsmethoden für Tierhalter gebe. Der Antibiotikaverbrauch sei in der Humanmedizin in zwei Jahren um nur fünf bis zehn Prozent gesunken. In der Tiermedizin sei er in den zurückliegenden zwei Jahren halbiert worden.
Im Rahmen einer Dakomed-Veranstaltung in Bern stellte zudem der ärztliche Leiter der Klinik Arlesheim, Lukas Schöb, einen interessanten Zusammenhang heraus: Wo mehr komplementäre Medizin eingesetzt werde, gebe es in Kliniken weniger antibiotikaresistente Keime. Dieser Zusammenhang müsse jedoch noch genauer wissenschaftlich erforscht werden.

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Fachberatung zur Homöopathie steht an erster Stelle

Warum eine gute Beratung in Apotheken zur Homöopathie wichtig ist

Fachberatung zur Homöopathie steht an erster Stelle

Hoher Stellenwert bei Kunden: Homöopathie. (Bildquelle: © Ivan – Fotolia)

Soll die Apothekenpflicht für homöopathische Medikamente wegfallen? Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands Fritz Becker spricht sich klar dagegen aus. Vor dem Hintergrund einer aktuellen Diskussion über homöopathische Arzneimittel in Apotheken plädieren immer mehr Apotheker für einen Verbleib von homöopathischen Arzneien in Apotheken aus. Denn eine qualifizierte Beratung zu den Therapieoptionen mit Homöopathie und ihren Grenzen ist wichtig, betont auch der erste Vorsitzendes Bundesverbands „Patienten für Homöopathie“, Meinolf Stromberg. Sein Verband hat Apotheker befragt, warum sie zur Homöopathie stehen. Sie betonen:

Homöopathie hat einen hohen Stellenwert bei den Patienten.
– Die Gegner der Homöopathie sind interessengeleitet.
– Beratung ist für die Sicherheit der Patienten wichtig
– Über die Erfolge der Homöopathie wird zu wenig gesprochen.

Befragung von Apothekern zur Homöopathie

Der BPH wollte von Apothekern wissen, warum sie homöopathische Arzneimittel in ihrem Sortiment haben. Viele Befragte hätten sich von der Diskussion bewegt gezeigt. Sie wissen um den Stellenwert der Homöopathie für ihre Kunden. Alltäglich erleben sie, wie wichtig die Beratung ist. Ein befragter Apotheker, Alexander Damm von der Johannis-Apotheke in Nürnberg, äußerte Unverständnis über die Diskussion. Er verstehe nicht, warum es einer Therapierichtung wie der Homöopathie so schwer gemacht werde. Damm sieht dies als Indiz für ihren Nutzen, wenn es interessengeleitete Kreise gebe, die diese Alternative „wegdiskutieren“ möchten. Eine seiner Kolleginnen kritisiert, dass es medienwirksam zum Thema gemacht werde, wenn eine Apothekerin homöopathische Arzneimittel aus der Sichtlage entfernt und zugleich die alltäglichen stillen Erfolge und die Auseinandersetzung mit der Behandlung keine Geschichte wert seien.

Apotheker verstehen Beratung zur Homöopathie als Beitrag zur Patientensicherheit

Ein weiterer Apotheker aus Augsburg stellte heraus: Patienten, die nach Homöopathie fragen, haben ein gesundheitliches Problem. Die Abgabe von homöopathischen Arzneimitteln müsse folglich über pharmazeutisches Personal erfolgen. Nur dann könne bei schwereren Erkrankungen oder Beschwerden ein Arztbesuch empfohlen werden. Professionelle Beratung bedeute in solchen Fällen Patientensicherheit. Viele Kunden brauchen nach Einschätzung von Apothekern bei der Auswahl des richtigen homöopathischen Arzneimittels Unterstützung. Die Homöopathie sei eine „wunderbare Methode“ bei alltäglichen Beschwerden. Sie könne gut begleitend bei schweren Erkrankungen eingesetzt werden. Doch die Wahl des passenden Mittels brauche Fachkenntnis. Denn Selbsttherapie führe unter Umständen zu Fehleinschätzungen. Die Apotheke sei in diesem Kontext eine funktionierende „Kontrolleinheit“, betont ein Apotheker.

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