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TU Berlin: Sommermärchen und Hitzestress

Modernste Klima-Messstation auf dem Dach der TU Berlin vermisst die urbane Atmosphäre

Fünf Prozent aller Todesfälle in Berlin sind mit großer Wahrscheinlichkeit auf die erhöhten Sommertemperaturen zurückzuführen, haben TU-Klimatologen und ihre Partner in der DFG-Forschergruppe „Stadtklima und Hitzestress“ statistisch nachweisen können. Das sind 25-mal mehr Tote als in der Stadt an Verkehrsunfällen sterben. Die Wissenschaftler der interdisziplinären Forschergruppe wollen den Risiken zunehmender Wärmebelastungen für den Menschen, dem sogenannten „Hitzestress“ auf die Spur kommen sowie verschiedene Möglichkeiten untersuchen, die negativen Auswirkungen der Hitze zu mindern beziehungsweise sich den klimatischen Verhältnissen anzupassen. Seit Anfang Juli 2014 ragt nun auch eine neue Messstation 56 Meter in den Himmel über der TU Berlin. Auf dem Dach des Hauptgebäudes der Universität wurde die neue Energiebilanzstation des Fachgebietes Klimatologie der TU Berlin installiert und in Betrieb genommen.

„In Berlin haben wir im Mittel über zehn Jahre von 2001 bis 2010 pro Jahr 23 Tage mit Hitzestress festgestellt, die im Durchschnitt während vier sommerlicher Hitzeepisoden auftreten“, erklärt Prof. Dr. Dieter Scherer, Sprecher der DFG-Forschergruppe, die mit vollem Namen „Urban Climate and Heat Stress in mid-latitude cities in view of climate change“ (UCaHS) heißt.
„Einen Trend zu höheren Lufttemperaturen gab es in Berlin in diesem Zeitraum nicht. Die Todesfälle, rund 1600 pro Jahr, treten jeden Sommer auf, nicht nur in den Extremsommern.“ Der städtische Raum sei dabei höchstwahrscheinlich stärker betroffen als der ländliche. Die städtischen „Wärmeinseln“, die auch in der Nacht Temperaturen aufweisen, die um bis zu zehn Grad höher liegen als im Umland, seien seit Jahren bekannt. Besonders betroffen sind ältere Menschen mit Vorerkrankungen, die oft auch noch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Sie können nicht aus ihren überhitzten Wohnungen in der Stadt, die auch nachts nicht abkühlen, fliehen.

Die neue Energiebilanz-Messstation auf dem Dach des TU-Hauptgebäudes misst simultan Kohlendioxid- und Wasserdampfdichte, Lufttemperatur, Luftdruck und das dreidimensional Windfeld. Sie dient der experimentellen Untersuchung des städtischen Energiehaushalts. „Wir können damit eine Bilanz aus allen Energieaustauschprozessen zwischen der dreidimensionalen Stadtoberfläche und der urbanen Atmosphäre ziehen“, erklärt TU-Klimatologe Dr. Fred Meier, der das Projekt zusammen mit seiner Kollegin Dr. Ute Fehrenbach an der TU Berlin koordiniert. „Diese Energieaustauschprozesse haben eine große Bedeutung für das Stadtklima. Zum Beispiel ist die wesentlich größere Wärmespeicherkapazität der Stadt eine zentrale Ursache der nächtlichen urbanen Wärmeinsel.“ Mit der Inbetriebnahme dieser berlinweit einmaligen Messstation stehen den Wissenschaftlern nun auch Daten für die Evaluierung neuartiger Stadtklimamodelle zu Verfügung.

In der DFG-Gruppe erforschen Klimatologen, Stadtgeografen, Hydrologen, Mediziner, Architekten, Stadtplaner und Sozialwissenschaftler die Auswirkungen des zukünftigen Klimawandels. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Forschern der Humboldt-Universität zu Berlin, des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der Charite Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin durchgeführt.

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Information:
Dieter Scherer, Ute Fehrenbach, Tobia Lakes, Steffen Lauf, Fred Meier, Christian Schuster 2013: Quantification of heat-stress related mortality hazard, vulnerability and risk in Berlin, Germany. DIE ERDE 144 (3-4), 238-259
Publikation im Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/article/view/49

www.klima.tu-berlin.de , www.ucahs.org

Fotomaterial zum Download
www.tu-berlin.de/?id=150115

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Dr. Fred Meier, TU Berlin, Institut für Ökologie, Fachgebiet Klimatologie, Tel.: 030 / 314-71496, E-Mail: Fred.Meier@tu-berlin.de
Prof. Dr. Dieter Scherer, TU Berlin, Institut für Ökologie, Fachgebiet Klima-tologie, Tel.: 030 / 314-73195, E-Mail: Dieter.Scherer@tu-berlin.de

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Hitzewelle folgt Flutwelle

Kühlkleidung schützt Helfer der Flutkatatstrophe vor Hitzestress

Hitzewelle folgt Flutwelle

Fluthelfer setzen auf E.COOLINE Kühlwesten

Keine Entwarnung in den Katastrophengebieten an Elbe und Donau. Zwar laufen die Aufräumarbeiten, aber schon droht das nächste Ungemach: die hohen Temperaturen.

Was viele kaum erwarten konnten, kann für die Helfer und Opfer der Flutwelle zum nächsten Problem werden. Bereits vergangene Woche waren in Bayern einige Helfer aufgrund der Hitze mit Herz-Kreislaufproblemen zusammengebrochen.

Nicht gerade verwunderlich! Schließlich belasten anstrengende körperliche Arbeit plus hohe Außentemperatur und starke Sonneneinstrahlung extrem. Da macht die Thermoregulation des Körpers in vielen Fällen schlapp. Der Körper überhitzt, Erschöpfungssyndrome, Hitzekrämpfe und Hitzekollaps sind die Folgen. Gerade bei Personen über 50 Jahren kommt es zu Herz-Kreislaufversagen, da der Körper nur dann schwitzt, wenn die Herzfrequenz steigt.

Was tun?

Kühlkleidung kann hier die Lösung bringen. Deshalb trafen am vergangenen Samstag die ersten E.COOLINE Kühlwesten in Passau ein. Diese Kühlwesten kühlen den Körper durch Verdunstungskälte stundenlang bis zu 12 Grad Celsius und werden normalerweise an Hitzearbeitsplätzen in Stahlwerken, Gießereien oder der Automobilindustrie eingesetzt. Auch die GSG 9 oder die deutsche Leichtathletik-Nationalmannschaft nutzen die Kühltextilien bereits.

Jetzt können sie den Helfern der Flutkatastrophe Entlastung bringen. Neben Westen gibt es auch kühlende Kopfbedeckungen und Halstücher. Seit diesem Jahr außerdem kühlende T- Shirts und Shirt-Westen.

Die Kühltextilien brauchen keinen Kühlschrank und auch keine elektrische Energie. Die mit dem Innovationspreis „Deutschland-Land der Ideen“ ausgezeichnete Erfindung made in Germany benötigt lediglich etwas Wasser – und davon haben die Hochwassergebiete ja leider mehr als genug.

Weitere Informationen unter www.e-cooline.de

pervormance international ist ein junges deutsches Familienunternehmen, das auf der Grundlage von neuen Technologien sowohl selbst als auch in Form von Lizenzen und Kooperationen sowie professionellen Marketing- und Vertriebskonzepten Geschäftsmodelle und Produktportfolios in der Gesundheitsindustrie analysiert, entwickelt und erfolgreich umsetzt. Seit 2009 ist das Ulmer Unternehmen damit im Bereich Textil- und Gesundheitswirtschaft sowie darüber hinaus auch in verwandten Branchen tätig.

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