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Hecke schneiden: Was ist jetzt erlaubt?

ARAG Experten geben Tipps für Gartenbesitzer

Hecke schneiden: Was ist jetzt erlaubt?

Wenn mit den ersten warmen Sonnenstrahlen der Frühling naht, verfällt mancher Gärtner womöglich in hektische Betriebsamkeit, um Bäume und Hecken auf Sommer zu „trimmen“. Aber aufgepasst: Das Gesetz setzt dem Heckenschneiden unter Umständen Grenzen! ARAG Experten sagen, was Sie als Gartenbesitzer zum Heckenschnitt unbedingt wissen sollten.

Was das Bundesnaturschutzgesetz sagt
In § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist seit 2010 bundesweit einheitlich festgelegt, dass Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden dürfen. Bäume, die in Haus- oder Kleingärten stehen, sind von dem Verbot zwar ausgenommen, das heißt sie dürfen auch innerhalb dieses Zeitraums grundsätzlich gefällt oder radikal zurückgeschnitten werden. Allerdings sollten Sie, bevor Sie die Säge zur Hand nehmen, abklären, ob es in Ihrer Kommune eine Baumsatzung gibt, die das Fällen verbietet bzw. eine Genehmigung dafür verlangt. Und wenn sich Vögel den Baum als Nistplatz ausgesucht haben, müssen Sie Ihr Vorhaben ebenfalls zurückstellen. Denn nach § 39 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören“.

Pflegeschnitte sind erlaubt
Jederzeit erlaubt sind laut BNatSchG dagegen schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen. Die Spitzen, die seit dem letzten Rückschnitt an Ihrer Ligusterhecke gewachsen sind, dürfen Sie also abschneiden und auch gegen den Pflegeschnitt Ihrer Obstgehölze hat der Gesetzgeber nichts. Aber auch hier gilt: Schauen Sie zunächst nach, ob Vögel in der Hecke brüten oder andere Kleintiere sich dort ihren Nahrungsvorrat angelegt haben. Nur wenn Sie das sicher ausschließen können, dürfen Sie mit Ihren Schnittmaßnahmen beginnen.

Hecke stutzen ist unter Umständen sogar Pflicht
Der Mieter einer Doppelhaushälfte muss sich beispielsweise nach dem Sondernutzungsrecht richten. Darin heißt es, die Halbhäuser und die ihnen zugeordneten Sondernutzungsflächen würden wie selbstständige Grundstücke behandelt. Jeder Wohnungseigentümer dürfe sein Grundstück nur in der Weise nutzen, wie es ein Nachbar befürworten würde. Dementsprechend entschied der Bundesgerichtshof, dass Mieter einer Doppelhaushälfte zu hoch gewachsene Pflanzen kürzen müssen, wenn dies von den Nachbarn verlangt wird (BGH, Az.: V ZB 130/09).

Verkehrssicherheit geht beim Heckenschnitt vor
Die Verbote des § 39 BNatSchG gelten im Übrigen auch dann nicht, wenn die Maßnahmen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit dienen und nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden können. Das kann z. B. der Fall sein, wenn die große Hecke nach einem Sturm auf den angrenzenden Bürgersteig zu kippen droht. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte aber – wenn möglich – die zuständige Naturschutzbehörde informieren und fragen, ob eine Genehmigung erteilt wird.

Verstöße können teuer werden
ARAG Experten erinnern daran: Verstöße gegen die Verbote des § 39 BNatSchG wertet das Gesetz als Ordnungswidrigkeit. Und die kann – egal, ob mit Vorsatz oder nur fahrlässig gehandelt wurde – immerhin mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden!

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Zivilrecht

Grundstücksgrenze: Wie hoch darf die Hecke sein?

Die erlaubte Höhe von Hecken und anderen Anpflanzungen an einer Grundstücksgrenze ergibt sich oft aus Regelungen der Bundesländer. Liegen die benachbarten Grundstücke an einem Hang, ist die Höhe einer auf dem tiefer liegenden Grundstück wachsenden Hecke vom Bodenniveau des höheren Grundstücks aus zu messen. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) der Bundesgerichtshof.
BGH, Az. V ZR 230/16

Hintergrundinformation:
Die Höhe von Hecken und Sträuchern an Grundstücksgrenzen führt regelmäßig zum Streit unter Nachbarn. Einschlägige Regelungen finden sich meist in Landesgesetzen. In Bayern besagt § 47 Abs. 1 BayAGBGB (Gesetz zur Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs), dass Bäume, Hecken und Sträucher grundsätzlich 50 Zentimeter Abstand zur Grundstücksgrenze einhalten müssen. Pflanzen mit einer Höhe über zwei Meter dürfen nur in einem Mindestabstand von zwei Metern zur Grundstücksgrenze wachsen. Das heißt: Eine Hecke mit weniger als zwei Metern Abstand zur Grenze darf höchstens zwei Meter hoch sein. Überschreitet sie diese Höhe, hat der Nachbar einen Anspruch auf Rückschnitt. Der Fall: Zwei Nachbarn in Bayern gehörten zwei Grundstücke in Hanglage. Zwischen den Grundstücken verlief eine 1 bis 1,25 Meter hohe, von einer Mauer gesäumte Stufe im Gelände. Auf dem unteren Grundstück stand entlang dieser Stufe eine sechs Meter hohe Thujenhecke. Zuletzt war diese 2009 oder 2010 geschnitten worden, und zwar auf eine Höhe von 2,90 Meter, gemessen ab Erdboden des unteren Grundstücks. Der Eigentümer des oberen Grundstücks verlangte nun von seinem Nachbarn, die Hecke im Frühjahr und im Herbst jeweils auf zwei Meter Höhe zurückzuschneiden, und zwar gemessen vom oberen Ende der Mauer. Der Eigentümer der Hecke berief sich dagegen auf Verjährung: Einen Anspruch auf Rückschnitt könne der Nachbar nach so langer Zeit nicht mehr geltend machen. Das Urteil: Der erbitterte Heckenstreit führte durch mehrere Instanzen bis zum Bundesgerichtshof. Nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice beantwortete dieser zunächst die Frage, von wo aus die Höhe der Hecke zu messen sei. Dem Gericht zufolge müsse die Messung grundsätzlich von der „Austrittsstelle“ der Pflanzen aus erfolgen, also vom Erdboden unter der Hecke. Dies gelte aber nicht, wenn sie auf einem Grundstück wachsen, das tiefer als das des Nachbarn liegt. Hier sei vom Bodenniveau des höher gelegenen Nachbargrundstücks aus zu messen. Tiefer liegende Hecken können daher höher sein, als dies die Vorschriften für ebenerdige Grundstücke vorgeben. Der Anspruch auf Rückschnitt der Hecke verjähre tatsächlich nach fünf Jahren. Beginn der Frist sei das Ende des Jahres, in dem die Hecke die Zwei-Meter-Grenze überschritten habe – hier 2009. Der Anspruch sei jedoch nicht verjährt, da der Nachbar noch innerhalb der Frist rechtliche Schritte eingeleitet habe. Der Heckenbesitzer musste daher zur Heckenschere greifen und die Hecke auf zwei Meter stutzen – gemessen vom Bodenniveau des Nachbarn.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 2. Juni 2017, Az. V ZR 230/16

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Heinz Sielmann Stiftung: Ostern bald ohne Feldhasen? Schöner Mythos – traurige Realität

Ostern ohne Hasen ist für viele unvorstellbar. Doch in freier Wildbahn werden Feldhasen immer seltener. Die Heinz Sielmann Stiftung zeigt mögliche Ursachen auf und stellt das Projekt „Hecken für den Hasen“ vor.

Heinz Sielmann Stiftung: Ostern bald ohne Feldhasen? Schöner Mythos - traurige Realität

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Wer mag sich schon Ostern ohne Hasen vorstellen? Wie kaum ein anderes Tier ist die mythische Figur des Hasen mit dem Osterfest verbunden. Doch um den echten Hasen, den Lepus europaeus, wie der Feldhase mit wissenschaftlichem Namen heißt, ist es weniger gut bestellt. „Meister Lampe“ wird bundesweit immer seltener. In vielen Regionen steht das Wildtier sogar auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Situation der Feldhasen hat mit der Postkartenidylle unserer Osterhasen wenig gemein. Es gibt etliche Todesursachen für die scheuen Wildtiere: der zunehmende Straßenverkehr, dem Jahr für Jahr alleine 60.000 Feldhasen zum Opfer fallen, der Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen, hinzu kommt der Anbau von Monokulturen. Die Nahrungsvielfalt für Feldhasen nimmt ab. Gleichzeitig steigt die Belastung seines Lebensraums beispielsweise durch Pflanzenschutzmittel.

+++ Bestände stagnieren auf niedrigem Niveau +++

Die Bestände des Feldhasen stagnieren auf einem besorgniserregend niedrigen Niveau. Vorsichtige Hochrechnungen besagen: In Deutschland leben derzeit rund 3 bis 3,5 Millionen Feldhasen. Auf 25 Bundesbürger kommt somit ein Hase. Bis zu rund 90% der neugeborenen Hasen, bei denen es sich um „Nestflüchter“ handelt, überleben oftmals nicht. Anders als der Nachwuchs der Kaninchen, die so genannten „Nesthocker“, verbringen die nachtaktiven Feldhasen ihre ersten Lebenswochen nicht geschützt in einer Höhle, sondern in einer flachen Erdmulde, der Sasse – auf Feldern oder auf freien Flächen. Dadurch, dass natürliche Landschaftsstrukturen wie Hecken, blühende Streifen an Feld- und Waldrändern oder Bachläufen, an denen sich die Jungtiere verstecken können, immer seltener werden, sind die neugeborenen Feldhasen auf den offenen Flächen eine leichte Beute für Marder, Krähen, Füchse oder Wildschweine.

Die Intensivierung der Landwirtschaft auf großen Flächen und die zunehmende Bebauung sorgen für einen weiteren Schwund der natürlichen Lebensräume und der Nahrungsgrundlage. In Parks und auf gepflegten Rasenflächen gibt es so gut wie keine Wildkräuter.

Positiver für die Feldhasen sieht es hingegen in den Naturlandschaften der Heinz Sielmann Stiftung aus. In der Döberitzer Heide zum Beispiel findet der Feldhase noch seinen idealen Lebensraum. Hier gibt es alles, was die Wildtiere zum Überleben benötigen: weite und offene Flächen mit vielen Wildkräutern und Blumen, Büschen und Hecken, in denen sich vor allem die Jungtiere gut verstecken können.

+++ Hecken für den Hasen +++

Die Zählungen von Feldhasen, bei denen Jäger und Wissenschaftler bundesweit im Durchschnitt auf rund 11 Feldhasen pro Quadratkilometer kommen, unterliegen regionalen Schwankungen, wie Monitoring-Daten zeigen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2015 nur etwa halb so viel Hasen gezählt wie bundesweit. In Baden-Württemberg waren Feldhasen vor vierzig Jahren noch weit verbreitet. In den vergangenen Jahrzehnten haben auch hier die Bestände stark abgenommen und sich dann auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Seit 2013 geht der Trend noch weiter bergab. Daher plädiert die Heinz Sielmann Stiftung für mehr Strukturen innerhalb der Landschaft. Hecken aus einheimischen Pflanzen sind zum Beispiel ein wertvoller Schutz für Feldhasen und andere Tiere.

Mit dem Projekt „Hecken für den Hasen“, welches in Zusammenarbeit mit dem UmweltZentrum Stockach, dem Pestalozzi Kinder- und Jugenddorf Wahlwies und weiteren Partnern am Bodensee entsteht, will die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit der Landwirtschaft zu einer Verbesserung der Situation für Feldhasen beitragen. Damit Feldhasen in der freien Landschaft mehr Deckung finden, soll nun eine rund 2 Kilometer lange, mehrreihige Feldhecke aus einheimischen Gehölzen neu angelegt werden. Auch bestehende junge Hecken sollen künftig gepflegt werden. Blühende Sträucher wie Hartriegel, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Heckenrose, Feldahorn, Schneeball oder Schlehe sind eine wertvolle Bereicherung der Umwelt: für Hasen, wie für viele andere Tierarten und nicht zuletzt auch für den Menschen.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Fit für den Winter – Gewächse richtig schneiden

Legende und Wahrheit rund um den Winterschnitt

Fit für den Winter - Gewächse richtig schneiden

Ein Baum, drei Gärtner, fünf Meinungen – die Meinungen über den richtigen Schnitt an Baum, Strauch und Hecke sind vielfältig und gehen oft weit auseinander.
Lange Zeit galt: Es wird grundsätzlich im Herbst geschnitten, da der Saft zurückgeht und die Pflanzen sich auf den Winter vorbereiten. Dieses Vorgehen entspricht jedoch nicht mehr dem aktuellen Wissensstand und sollte differenzierter betrachtet werden.
Damit Sträucher und Bäume mehr Kraft bekommen und dichter wachsen, empfiehlt es sich zwar, einmal im Jahr einen sogenannten „Winterschnitt“ zu machen. Die beste Zeit dafür ist aber erst zwischen Anfang Dezember und Mitte März. Die Pflanzen vertragen das Ausdünnen dann besonders gut und die Gefahr ist gering, dass man Vögel und andere Tiere, die sich in den Sträuchern und Bäumen eingenistet haben, stört.
Nicht jeder Strauch verträgt einen Radikalschnitt mit der Heckenschere wie etwa die klassische Thuja-Hecke. Hecken, die sich aus verschiedenen Sträuchern zusammensetzen, sollten nur von innen und möglichst an der Basis beginnend, also in Bodennähe, geschnitten werden. Kürzt man die Hecke nur von oben, besteht die Gefahr, dass sie unten zu dicht wächst und immer weniger Licht und Sauerstoff hindurchdringen kann. Das kann das Wachstum hemmen und den Strauch langfristig zerstören.
Für den sogenannten Verjüngungsschnitt, der den Strauch gesund hält und verhindert, dass unschöne Löcher in der Hecke entstehen, werden alle toten Äste mit einer Gartenschere oder einer Handsäge abgeschnitten. Auch Äste, die zu eng stehen und aneinander reiben könnten, sollten beim Ausdünnen der Sträucher gekürzt werden. Die Äste könnten sich sonst bei starkem Wind gegenseitig an der Rinde verletzen, was vor allem bei nassem Wetter schädlichen Pilzbefall fördert. So ein Verjüngungsschnitt sollte etwa alle zwei bis drei Jahre gemacht werden, damit die Sträucher optimal gepflegt sind und gesund wachsen können.
Wie bei den Sträuchern gilt auch beim Baumschnitt: Störende Äste, die zu weit in den Garten ragen, sollten möglichst nah am Stamm abgeschnitten werden, so dass keine Krankheitserreger durch überstehende Stummel eindringen können. Auch hier wird der Baum mit einer Astschere oder einer Säge zunächst von allem toten Geäst befreit. Die anderen Äste werden dann um etwa ein Drittel gestutzt. Bei Obstbäumen ist jedoch Vorsicht angesagt: Das sogenannte „Fruchtholz“, also Äste, die später Früchte tragen, sollte stehen gelassen und nicht abgeschnitten werden.
Damit der Baum vor Fäulnis und Pilzbefall geschützt ist, werden die Schnittwunden abschließend noch versiegelt. Entsprechende Pasten erhalten Sie in Ihrem Gartenfachmarkt Schug Bauen und Wohnen.
Möchte man auf eine Versiegelung verzichten, bietet sich noch der spätere Schnittzeitpunkt im Februar oder März, also kurz vor dem Austrieb, an. Allerdings sollte die Außentemperatur dann schon recht sicher um 5 °C liegen, da sonst das Kambium, also die Wachstumsschicht zwischen Rinde und Holz, Schaden nimmt. Gut eignet sich auch der Mai, wenn bereits Laub ausgetrieben ist. Stark blutende Gehölze wie zum Beispiel der Ahorn sollten grundsätzlich erst im Mai geschnitten werden.
Für den Rückschnitt bieten sich je nach Astgröße und Asthöhe verschiedene Geräte an. Die Auswahl an Scheren und Sägen ist groß. In jedem Fall sollte das verwendete Werkzeug sauber, geschliffen, geschmiert und rostfrei sein.
Bei Astscheren sind zwei unterschiedliche Typen geläufig, die sich in der Art der Schneidetechnik unterscheiden: die Amboss-Scheren und die Bypass-Scheren. Bypass-Scheren verfügen über eine zahnradartige Getriebetechnik, bei der beide Scherenklingen gleichzeitig in den Ast ziehen und glatt abschneiden. Dadurch ist kein hoher Kraftaufwand mehr nötig und auch dickere Äste können spielend eingekürzt werden. Bei der Amboss-Schere drückt das Messer den zu schneidenden Ast auf das feststehende Gegenstück, den Amboss. Diese Schere ist vor allem für dünnere Äste gut geeignet.
Ideal für starke Äste sind Astscheren mit besonders langen Hebeln, da diese die Kraftübersetzung erhöhen. Eine Schere mit verzahnten Hebeln erhöht die Übertragung zusätzlich und der Schnitt geht leicht von der Hand.
Wichtig ist auch eine ausgewogene Ergonomie. Die Schere sollte gut ausbalanciert sein und nicht nach vorne oder hinten kippen.
Ein umfangreiches Angebot an passendem Werkzeug und die entsprechende kompetente Beratung erhalten Sie im Fachmarkt Schug für Bauen und Wohnen in Adenau.

Schug – Bauen und Wohnen bietet alles für den Heimwerker und Profi rund um die Themen Bauen, Wohnen, Naturstein und Garten. Die Firma wurde 1951 gegründet und ist an zwei Standorten vertreten. In Schuld ist der Baustoff- und Natursteinhandel mit Fuhrpark ansässig und in Adenau der Bau- und Gartenmarkt. Das traditionsreiche Familienunternehmen Schug – Bauen und Wohnen beschäftigt 64 Mitarbeiter und Auszubildende.

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Erst die Wartung, dann die Pause

So kommen Gartengeräte gut durch den Winter

Erst die Wartung, dann die Pause

Der Herbst ist für Hobbygärtner die geeignete Zeit, um die Schneidwerkzeuge ihrer Motorgeräte noch einmal gründlich zu reinigen.

Beim Auto ist sie gängige Praxis, bei Rasentrimmer, Heckenschere und Co. gerät sie schnell in Vergessenheit: die regelmäßige Inspektion. Dabei sollten Motorgeräte gerade am Ende der Saison noch einmal einem Check unterzogen werden, bevor sie für mehrere Monate in den Winterschlaf fallen. Generell gilt: Nur wenn der Gartenhelfer gut gewartet wird, ist er im folgenden Frühjahr direkt wieder einsatzbereit.

Hecke und Rasen sind geschnitten, Ecken und schwer zugängliche Stellen ausgeputzt, das Holz ist gesägt – all dies hinterlässt Pflanzen- oder Holzreste an den Werkzeugen. Die wichtigste Aufgabe im Herbst ist daher eine gründliche Reinigung. Beim Rasenmäher und Rasentrimmer muss das Gehäuse von Grasresten befreit werden. Bei der Motorsäge werden Sägekette und Führungsschiene abmontiert, Sägespäne wird aus dem Gehäuse entfernt. Die Messer von Mäher und Heckenschere sind ebenso zu säubern wie das Schneidwerkzeug der Motorsense oder die Kette der Motorsäge. Harzlöser-Sprays beseitigen hartnäckige Verschmutzungen zuverlässig. Bei Benzingeräten liegt das Augenmerk beim Reinigen besonders auf den Zylinderrippen und dem Luftfilter. Für den Letztgenannten gibt es im Handel Spezialreiniger. Anschließend freuen sich Federn und Gelenke über ein paar Tropfen Maschinenöl zur Pflege. Die Getriebe von Heckenschere, Motorsense und Freischneider werden mit speziellem Fett abgeschmiert. Diese Arbeiten kann jeder Hobbygärtner selbst vornehmen. Alternativ ist die Wartung im Fachhandel möglich. Der Fachmann prüft die Geräte zusätzlich auf Verschleiß und mögliche Beschädigungen, die vom Laien nicht zu erkennen sind.

Mit scharfem Schliff ins neue Jahr
Damit beim Start in die neue Saison die volle Schnittleistung zur Verfügung steht, bietet sich vor der Winterpause eine Kontrolle der Schneidwerkzeuge an. Gegebenenfalls müssen sie geschärft werden. Dafür empfiehlt sich auf jeden Fall der Weg zum Experten. Er nimmt Heckenscheren- und Rasenmähermesser, Metallschneidblätter und Sägeketten kritisch unter die Lupe. Zeigen sich zum Beispiel an einem Grasschneideblatt Abnutzungserscheinungen wie kleine Risse, muss es aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Meist reicht jedoch ein fachgerechter Nachschliff, um im Frühling gleich wieder perfekt abzuschneiden. Für Motorsägen besonders praktisch sind Hartmetall-Sägeketten, die mit ihrer vielfach längeren Standzeit im privaten Einsatz meist nur einmal pro Saison geschärft werden müssen.

Tipps für Benzin- und Akku-Geräte
Bevor mit der kalten Jahreszeit die Ruhepause beginnt, sind bei benzinbetriebenen Geräten die Tanks an einem gut belüfteten Ort zu entleeren. Da die flüchtigen Bestandteile des Treibstoffs im Tank verdunsten, verliert er über einen längeren Zeitraum seine Zündfähigkeit. Im nächsten Frühjahr wären Probleme beim Starten vorprogrammiert. Um das Benzin vollständig zu entfernen, wird der Tankinhalt zunächst über die Füllöffnung in einen dichten Kanister zurückgeschüttet. Dann wird das Gerät gestartet und so lange im Leerlauf betrieben, bis es von alleine ausgeht. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Tank und alle Ansaugschläuche komplett leer sind und die Vergasermembran nicht verklebt. Der Tank für das Kettenhaftöl bei Motorsägen wird dagegen möglichst vollständig gefüllt, vor allem bei der Verwendung von biologischen Schmiermitteln. Bei Akku-Geräten wird der Akku vor der Lagerung entnommen, um ein unbeabsichtigtes Anlaufen zu verhindern. Werden Akkus länger nicht benutzt, empfiehlt es sich, sie mit einer etwa 30 Prozent-Ladung zu versehen und erst kurz vor dem nächsten Einsatz wieder aufzuladen.

Das richtige Winterquartier wählen
So vorbereitet können die Gartengeräte ins Winterquartier wandern. Am besten ist dies ein trockener und frostfreier Platz. Und auch wenn ohne Treibstoff, Akku oder Steckdose eigentlich nichts passieren kann, ist es vor allem wegen der scharfen Messer wichtig, dass die Geräte außer Reichweite von Kindern lagern.

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