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„Versicherungsschutz für Wohngemeinschaften“ – Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Einer für alle oder doch jeder für sich?

"Versicherungsschutz für Wohngemeinschaften" - Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Hausrat in einer WG zu versichern.
Quelle: ERGO Group

Zu Beginn des Studiums ziehen viele angehende Studenten von zu Hause aus und in eine Wohngemeinschaft (WG) ein. Auch Senioren haben die WG für sich entdeckt. Neben Miete und Nebenkosten teilen sich die Bewohner Bad, Küche und das Wohnzimmer – falls vorhanden. Wie Bewohner einer WG ihren Hausrat versichern können, erklärt Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO.

Gemeinsam wohnen – gemeinsam versichern?

Zu den wichtigsten Versicherungen in einer WG gehört die Hausratversicherung. Sie deckt alle Schäden an den Gegenständen ab, die die Bewohner im Haushalt benötigen oder die der Einrichtung dienen. „Wer in eine WG zieht, sollte seine Hausratversicherung überprüfen oder sie neu abschließen“, empfiehlt Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO. „Denn durch den Einzug in eine WG ändern sich die Versicherungsverhältnisse: Die Bewohner nutzen beispielweise die Elektrogeräte in der Küche gemeinsam.“ Wer kommt dann für den Schaden auf, wenn zum Beispiel durch einen Kurzschluss die Kaffeemaschine in Brand gerät? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für einen Schadensfall vorzusorgen. Der ERGO-Experte stellt vier Varianten vor.

Jeder Bewohner schließt eine eigene Hausratversicherung ab

Jeder WG-Bewohner kann eine eigene Hausratversicherung abschließen. So gibt es keine Missverständnisse im Schadensfall, da jeder für sich selbst verantwortlich ist. Bei Schäden an gemeinsam genutzten Gegenständen, wie etwa Kühlschrank, Herd oder Küchentisch kann es aber zu Konflikten kommen. Wer beziehungsweise wessen Versicherung übernimmt dann den Schaden? Daher rät Rolf Mertens, gleich beim Einzug zu klären, welches Mitglied welchen Hausratgegenstand in seine Versicherung mit aufnimmt, damit auch wirklich die gesamte Wohnung im Versicherungsschutz enthalten ist.

Jeder für jeden: gemeinsame Hausratversicherung

Um zu verhindern, dass doch für manche gemeinsam genutzten Gegenstände der Versicherungsschutz fehlt, bieten viele Versicherer eine gemeinsame Hausratversicherung für die gesamte WG an. Diese fasst alle in der Wohnung befindlichen Geräte und Einrichtungsgegenstände unter einem Vertrag zusammen. Voraussetzung: Der Mietvertrag führt alle Mitbewohner auf. In diesem Fall fungiert dann einer der Mitbewohner als Hauptvertragspartner und lässt die Versicherung über sich laufen. Der ERGO Experte empfiehlt, dass die Wohngemeinschaft vor Vertragsabschluss festlegt, wer welchen Anteil der laufenden Versicherungsbeiträge übernimmt. Manche Versicherungen bieten auch die Möglichkeit, alle WG-Mitglieder im Vertrag namentlich anzugeben. Dann kann jeder Mitbewohner direkt einen Schadensfall melden.

Hauptmieter ist auch Hauptversicherungsnehmer

Besteht die Wohngemeinschaft aus einem Hauptmieter und mehreren Untermietern, kann der Hauptmieter eine Hausratversicherung für sich und alle Gegenstände in den Gemeinschaftsräumen abschließen. „Die Sachen der Untermieter sind in diesem Vertrag allerdings nicht enthalten. Sie müssen ihren persönlichen Hausrat, falls gewünscht, selbst versichern“, ergänzt Rolf Mertens.

Was gilt für Studenten?

Studenten, die in einer WG wohnen, sollten zuerst ihre Eltern fragen, ob diese eine Hausratversicherung haben. Denn dann ist ihr Hausrat meist über die sogenannte Außenversicherung der elterlichen Hausratversicherung abgesichert. Im Schadensfall springt die Versicherung mit bis zu 30 Prozent der elterlichen Versicherungssumme ein. „Studenten sollten die Hausratversicherung der Eltern über ihren Einzug in eine WG informieren und klären, ob und wie lange die Außenversicherung greift“, rät Rolf Mertens. Nach Abschluss des Studiums entfällt häufig der Schutz über den elterlichen Vertrag und die Studenten benötigen eine eigene Hausratversicherung. Übrigens: Gleiches gilt grundsätzlich für die Privat-Haftpflichtversicherung. Auch hier sollten die Studenten die Versicherung der Eltern informieren und klären, inwieweit sie trotz Auszug noch über den Vertrag ihrer Eltern mitversichert sind.
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Über die ERGO Versicherung
Mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 zählt die ERGO Versicherung zu den führenden Schaden-/Unfall-Versicherern am deutschen Markt. Sie bietet ein umfangreiches Portfolio von Produkten und Serviceleistungen für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an. Ihre zertifizierte Schadenregulierung sorgt für die zügige Abwicklung von Schadenmeldungen. Unter der Marke D.A.S. bietet die ERGO Versicherung seit 2015 auch Rechtsschutzprodukte an. Sie verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung.
Die Gesellschaft gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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„Medikamenteneinnahme vergessen?“ – Verbraucherfrage der Woche der DKV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Teresa W. aus Freiburg:
Ich muss regelmäßig Medikamente einnehmen. Manchmal vergesse ich die Einnahme oder bin mir nicht mehr sicher, ob ich die Tabletten genommen habe oder nicht. Gibt es hierfür Erinnerungshilfen? Ist es schlimm, wenn ich mal eine Tablette vergesse?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Verschriebene Medikamente wirken am besten bei regelmäßiger Einnahme. Um die Patienten in dieser Routine zu unterstützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So helfen etwa tagesdosierte Aufbewahrungsbehälter, den Überblick zu behalten, welche Medikamente wann einzunehmen sind. Außerdem können spezielle Apps von Nutzen sein: Sie erinnern den Patienten mit automatischen Nachrichten an eine rechtzeitige Einnahme. Dennoch kommt es vor, dass ein Patient den festgelegten Zeitpunkt einmal verpasst. Ob und welche Folgen das hat, hängt von der Art und der Dosis der Medizin ab. Darüber informiert der Beipackzettel oder der behandelnde Arzt. Dieser kann auch sagen, ob eine nachträgliche Einnahme vergessener Medikamente ratsam ist oder die Routine einfach fortgesetzt werden sollte.
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„Sepsis: die unterschätzte Krankheit“ – Verbraucherinformation der DKV

Blutvergiftung vermeiden und rechtzeitig erkennen

"Sepsis: die unterschätzte Krankheit" - Verbraucherinformation der DKV

Eine Blutvergiftung sollte nicht unterschätzt werden.
Quelle: ERGO Group

Die Sepsis – im Volksmund auch Blutvergiftung genannt – ist nach Krebs und Herzinfarkt die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Hauptgrund für die hohe Sterblichkeit ist, dass die Symptome anfangs oft nicht richtig gedeutet werden. Wie eine Sepsis entsteht und welche Therapien helfen, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Eine Blutvergiftung entsteht, wenn eine Entzündung im Körper außer Kontrolle gerät. Das kann eine eitrige Wunde sein, eine Lungenentzündung oder auch ein entzündeter Zahn. Ist der Körper nicht in der Lage, die Infektion zu bekämpfen, können die Krankheitserreger aus dem ursprünglichen Entzündungsherd ausbrechen und in die Blutbahn gelangen. Gemeinsam mit von ihnen produzierten Giftstoffen überschwemmen sie den Körper regelrecht. Das allein löst jedoch noch keine Blutvergiftung aus, erklärt der DKV Experte: „Die Sepsis entsteht, wenn das körpereigene Abwehrsystem massiv auf die Krankheitserreger reagiert, aber nichts gegen sie ausrichten kann. Die heftigen Abwehrreaktionen schaden dann dem Körper, Stoffwechselvorgänge kommen durcheinander. Es kann eine gefährliche Kettenreaktion in Gang kommen, bis hin zum septischen Schock.“ Es sind also zwei Komponenten, Infektion und übersteigerte Reaktion des Organismus, die zu einer Blutvergiftung führen.

Symptome und Therapie

Die ersten Symptome sind in der Regel unspezifisch und lassen sich nicht eindeutig einer Sepsis zuordnen. Fieber, Verwirrtheit, beschleunigter Herzschlag oder niedriger Blutdruck zählen dazu. Das macht die Erkrankung so tückisch, denn: „Je früher die Sepsis erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen“, weiß Dr. Wolfgang Reuter von der DKV. Oft heißt es, ein an einer Wunde beginnender roter Streifen auf der Haut sei ein untrügliches Zeichen für eine Blutvergiftung. Das stimmt jedoch so nicht. Er ist ein Zeichen für eine örtliche Entzündung der Lymphbahnen. In seltenen Fällen kann sie aber auch zu einer Sepsis werden. Der Rat des Experten: „Wer mit einer Infektion kämpft und sich trotz Schonung zunehmend schlecht fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Körpertemperatur können dann erste Anhaltspunkte für die Diagnose sein.“ Mit Blutuntersuchungen lassen sich Entzündungswerte feststellen und Erreger nachweisen. Der Arzt wird dann so schnell wie möglich den Auslöser der Sepsis beseitigen. Das geschieht im Fall eines entzündeten Blinddarms beispielsweise durch eine Operation. Da es meist Bakterien sind, die im Blut zirkulieren, hilft außerdem eine Therapie mit Antibiotika.

Schutzmaßnahmen: Abwehrsystem stärken

Einen sicheren Schutz vor einer Blutvergiftung gibt es nicht, denn Keime können überall sein. Warum eine Infektion bei einem Patienten problemlos ausheilt und bei dem anderen zu einer Sepsis führt, ist medizinisch nicht geklärt. „Klar ist nur, dass es Personengruppen gibt, die ein erhöhtes Risiko haben: Das sind Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem, etwa durch eine HIV-Infektion, oder mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes. Auch Frühgeborene und sehr alte Menschen zählen zur Risikogruppe, ebenso Patienten, die frisch operiert wurden oder auf der Intensivstation liegen“, erklärt der DKV Experte Reuter. Die gute Nachricht: Jeder Einzelne kann vorbeugend etwas tun, um eine Sepsis unwahrscheinlicher zu machen. Nämlich die körpereigenen Abwehrkräfte tatkräftig unterstützen. „Stärkend für den Körper und das Immunsystem ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport, Wechselduschen und viel frische Luft. Aber auch Entspannung ist wichtig, denn Stresshormone schwächen das Immunsystem“, so Dr. Reuter. Wichtig ist außerdem, dass Patienten Infektionen und entzündete Wunden rasch behandeln lassen.
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„Reste in Konservendosen aufbewahren?“ – Verbraucherfrage der Woche der DKV

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Claudia P. aus Wernigerode:
Wenn ich beim Kochen Konservendosen verwende, verbrauche ich häufig nicht den gesamten Inhalt. Kann ich die angebrochene Dose im Kühlschrank aufbewahren oder ist das gesundheitsschädlich?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Tatsächlich ist es besser, den Inhalt einer Konservendose nach dem Öffnen entweder komplett zu verbrauchen oder Reste umzufüllen. Denn nach dem Öffnen gelangt Sauerstoff in das Innere der Dose. Dadurch kann sich das im Dosenmaterial befindliche Zinn lösen und auf die Lebensmittel übergehen. Zinn ist gesundheitsschädlich und kann in größeren Mengen die Nieren belasten. In der Regel sind Konservendosen zwar auf der Innenseite mit einem Schutzlack beschichtet. Erkennbar ist dieser an einer weißlichen Kunststoffschicht. Er kann jedoch beim Öffnen mit einem Dosenöffner oder durch eine Gabel beschädigt werden. Die gesundheitlichen Risiken sind sehr gering. Wer aber auf der sicheren Seite sein möchte, sollte Reste aus Konservendosen in eine Vorratsdose aus Kunststoff oder Glas umfüllen. Positiver Nebeneffekt: Die Lebensmittel halten sich darin länger als in einer angebrochenen Konservendose.
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Tourismus Reisen

„Mailand in drei Tagen: Städtereisen im Trend“ – Expertengespräch der ERV

Tipps für einen gelungenen Städte-Kurztrip

Der Herbst ist eine ideale Zeit für Städtetrips: Nach der Sommerhitze lädt das angenehme Klima zum Sightseeing ein. Meist nutzen Reisende dafür ein verlängertes Wochenende. Um die kurze Zeit optimal zu gestalten, gibt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung), Tipps für die Planung.

Lohnt es sich, für einen Städtetrip einen Mietwagen zu buchen oder ist es besser, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen? Was sollten Städtereisende dabei beachten?

Nicht immer bedeutet ein Auto Flexibilität und Unabhängigkeit. Die Erkundungstour mit dem Mietwagen kann in einer fremden Stadt schnell anstrengend werden. Die fehlende Ortskenntnis oder andere Verkehrsregeln und -gepflogenheiten sind oft eine Herausforderung für den Urlauber. Ist das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt gut ausgebaut, kann es daher stressfreier sein, mit Bus oder Bahn die Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In einigen Städten bieten Verkehrsverbunde spezielle Touristentickets an, mit denen Reisende neben der unbegrenzten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auch beim Eintrittsgeld etwa in Museen sparen können. Allerdings gibt es nicht bei jeder Sehenswürdigkeit Rabatt und oft sind beliebte Ziele ausgeschlossen. Deshalb sollten sich Urlauber vorab Gedanken machen, was sie sich ansehen möchten und ob ein Touristenticket dafür geeignet ist. Andernfalls kann eine Tages- beziehungsweise Mehrtageskarte günstiger sein. Die meisten Verkehrsverbunde sind im Internet vertreten, wo sich die Städteurlauber noch vor der Abreise informieren und ihre Touren oft schon im Voraus planen können.

Hotels gibt es in allen großen Städten reichlich. Doch welche Lage empfiehlt sich: Mitten in der Stadt oder lieber am Stadtrand?

Ob mitten in der Stadt oder etwas außerhalb – das muss jeder Reisende für sich entscheiden. Meist sind die Hotels am Stadtrand günstiger als Unterkünfte im Zentrum und sie liegen oft auch in einer eher ruhigeren Umgebung. Der Nachteil: Die längere Anfahrtszeit ins Zentrum verkürzt die sowieso knappe Zeit eines Kurztrips. Mit einem Hotel in Zentrumsnähe können Städtereisende meist viele Sehenswürdigkeiten, aber auch Restaurants und Geschäfte zu Fuß erreichen. Allerdings müssen sie dann mit mehr Lärm rund um ihre Unterkunft rechnen. Nachtschwärmer kommen möglicherweise in einem Hotel im Ausgehviertel auf ihre Kosten. Es fällt vielleicht eine längere Anfahrtszeit zu Sehenswürdigkeiten an. Allerdings sind sie nach einer langen Nacht schnell in ihrer Unterkunft. Wem die Lage des Hotels nicht so wichtig ist, der kann eventuell mit einem Last-Minute-Pauschalangebot ein Schnäppchen ergattern: Im Preis sind dann An- und Abreise, Übernachtung meist mit Frühstück sowie teilweise bestimmte Aktivitäten und Eintrittsgelder inbegriffen. Gelegentlich ist sogar die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel inklusive.

Wie können sich Städtereisende am besten vor Diebstahl schützen?

An Orten, wo sich viele Menschen aufhalten und Touristen durch die Umgebung abgelenkt sind, haben Langfinger leichtes Spiel. Dennoch können Urlauber einiges tun, um Dieben das Leben schwer zu machen: Es empfiehlt sich, Geldbeutel inklusive Kreditkarte und andere Wertgegenstände, wie das Handy, nah am Körper zu tragen. Dafür eignen sich zum Beispiel Brustbeutel, Bauch- oder Umhängetaschen quer über den Körper. Auf Rucksäcke, Handtaschen oder Hosentaschen dagegen können Diebe gut zugreifen. Bei großem Gedränge ist es ratsam, immer eine Hand schützend auf den Taschenverschluss zu legen. Wichtige Dokumente, etwa der Reisepass oder die Flugtickets, sind im Hotelsafe am sichersten. Wer dennoch nicht ohne Ausweis unterwegs sein will, kann eine Kopie seines Passes einstecken. Zudem ist es sinnvoll, nur das Nötigste an Bargeld mitzunehmen und bei Shopping- oder Sightseeing-Touren auf das Tragen von Schmuck zu verzichten. Wichtig zu wissen: Auch bei kleinen Kindern, die sich durch die Beine der Touristen hindurchschlängeln, ist Vorsicht geboten. Denn hier kann es sich um dafür trainierte Diebe handeln. Schlagen Taschendiebe dennoch zu, sollten sich Reisende an die örtliche Polizeistelle wenden und Anzeige gegen Unbekannt stellen. Kommt etwa der Reisepass abhanden, helfen das nächste Konsulat oder die Botschaft. Auch bei einem Kurztrip sollten Reisende an die passende Reiseversicherung denken, um für den Fall der Fälle abgesichert zu sein.
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Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
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Auto Verkehr Logistik

„Mobil mit Carsharing“ – Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Wissenswertes und nützliche Tipps

"Mobil mit Carsharing" - Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Carsharing bietet flexible Mobilität.
Quelle: ERGO Group

Carsharing wird immer beliebter: Mehr als 1,7 Millionen Teilnehmer zählte der Bundesverband CarSharing e. V. (bcs) Anfang 2017. Die Möglichkeit, ohne eigenes Auto und über Bus und Bahn hinaus mobil zu sein, ist gerade für Stadtbewohner und junge Menschen attraktiv. Welche Rechte und Pflichten Nutzer von Carsharing haben, und was beim Versicherungsschutz zu beachten ist, fasst Frank Mauelshagen, Kfz-Experte der ERGO, zusammen.

Wer ohne Auto mobil sein möchte, hat mit dem öffentlichen Nahverkehr, Fernbussen und der Bahn zwar viele Möglichkeiten. Dennoch kann es manchmal hilfreich sein, auf ein Auto zurückgreifen zu können, beispielsweise für einen Großeinkauf oder einen Ausflug ins Grüne. Diese Flexibilität bietet Carsharing. Der Clou dabei: „Ein Carsharing-Kunde kann ein Auto nutzen, ohne sich um Kfz-Steuern, TÜV, Versicherungen oder Reparaturen kümmern zu müssen“, so Frank Mauelshagen, Kfz-Experte der ERGO. Es gibt zwei Varianten: Beim sogenannten „free-floating“-Carsharing, das vor allem in Großstädten üblich ist, steht das Auto dort, wo es der letzte Kunde geparkt hat. Der nächste Kunde ortet es per Handy. Anbieter von stationsbasiertem Carsharing verfügen über mehrere Parkzonen mit Autos. Der Kunde holt sich seinen Wagen an der am nächsten gelegenen Parkzone und gibt es dort auch wieder ab. Eine Übersicht zu den Anbietern finden Interessierte beispielsweise hier: www.carsharing.de oder www.carsharing-news.de

Wie funktioniert Carsharing?

Die Anmeldung bei einem Carsharing-Anbieter erfolgt online auf dessen Website oder persönlich im Servicebüro vor Ort. Dort muss der zukünftige Kunde auch seine Fahrerlaubnis vorlegen. „Da die Anbieter meist eine gewisse Fahrpraxis oder ein Mindestalter voraussetzen, haben Fahranfänger manchmal Schwierigkeiten sich anzumelden“, ergänzt Frank Mauelshagen. „Einige Anbieter prüfen auch die Bonität der Interessenten.“ Mit der Anmeldung erhält der Nutzer eine Chipkarte oder die Zugangsdaten für eine App. Damit kann er das Auto über ein Lesegerät in der Windschutzscheibe öffnen und schließen, der Start erfolgt per Knopfdruck. Einige Anbieter hinterlegen auch den Fahrzeugschlüssel in einem Tresor in der Nähe der Abholstation. Die Reservierung eines Autos erfolgt über die Website des Anbieters oder mithilfe einer Smartphone-App. Dabei erfährt der Nutzer, wo sein Wunschauto für ihn bereitsteht. Am Ende der Ausleihzeit schaltet der Fahrer das Auto per Knopfdruck aus oder hinterlegt den Schlüssel im Auto oder einem Tresor. Wichtig: Bei einem „free-floating“-Anbieter stellt der Kunde das Auto auf einem öffentlichen Parkplatz ab. Bei einem Anbieter mit festen Stationen muss er das Auto in der festgelegten Parkzone parken. „Daran sollten sich die Nutzer unbedingt halten“, rät der Kfz-Experte. „Denn wenn das Auto außerhalb der vorgesehenen Zonen steht, werden teilweise hohe Gebühren für die Rückführung fällig.“ Wer das Fahrzeug länger benötigt als ursprünglich geplant, sollte umgehend dem Anbieter Bescheid geben. Eine Verlängerung ist normalerweise ohne Probleme möglich – außer, das Auto ist für den Verlängerungszeitraum bereits gebucht. Wer dennoch die Fahrzeit überzieht, muss gegebenenfalls mit Verspätungspauschalen rechnen.

Vorsichtsmaßnahmen vor der Fahrt

Bei Carsharing-Autos gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei Mietautos: Vor Antritt der Fahrt sollte der Fahrer immer überprüfen, ob das Fahrzeug beschädigt oder verschmutzt ist. Wenn das der Fall ist, am besten sofort den Anbieter kontaktieren. „Nur so kann der Kunde sicher sein, dass die Schäden nicht ihm angelastet werden“, ergänzt Frank Mauelshagen. Zudem sollte der Fahrer kontrollieren, ob wichtige Unterlagen wie Parkkarte oder Tankkarte vorhanden sind. Mit der Tankkarte können Kunden bargeldlos an jeder Tankstelle bezahlen. Die Geheimzahl finden sie meist am Schlüsselanhänger oder im Bordbuch. Funktioniert die Tankkarte nicht und müssen die Nutzer doch bar bezahlen, sollten sie die Quittung im Bordbuch hinterlegen oder den Originalbeleg dem Betreiber zusenden. Sie erhalten dann den gezahlten Betrag zurück. Eine ausführliche Prüfung empfiehlt sich übrigens auch bei der Abgabe des Autos: Ist nicht alles in Ordnung oder fehlen Unterlagen, können die Mieter später unter Umständen Probleme bekommen.

Was gilt bei Unfall, Panne oder Einbruch?

„Bevor der Kunde ein Auto bucht, sollte er dessen Versicherungsstatus überprüfen“, rät der Kfz-Experte. Eine Haftpflichtversicherung ist für Carsharing-Autos Pflicht. Zudem sind die Fahrzeuge meist vollkaskoversichert. „Nutzer sollten unbedingt auf die Höhe des Selbstbehalts des Carsharing-Anbieters achten, denn hier gibt es deutliche Unterschiede“, empfiehlt Frank Mauelshagen. Die Spanne reicht von 500 bis zu 1.500 Euro. Bei vielen Anbietern ist es jedoch möglich, monatlich einen bestimmten Betrag zu zahlen und so die Selbstbeteiligung zu reduzieren. Bei Haftpflichtschäden – wenn etwa bei einem Unfall andere Autos beschädigt oder Personen verletzt werden – gibt es keinen Selbstbehalt. Kommt es zu einem Unfall, sollte der Carsharer umgehend den Anbieter und die Polizei informieren. Im Gespräch mit Polizei und Unfallgegner sollten Fahrer kein Schuldeingeständnis ablegen – weder mündlich noch schriftlich. Denn dadurch können sie den Versicherungsschutz riskieren. Im Falle eines Einbruchs während der Nutzungszeit gilt: „Kunden haften nur für Schäden, die sie selbst verursacht haben“, erklärt Frank Mauelshagen. Das heißt, wenn das verschlossene Auto auf einem öffentlichen Parkplatz aufgebrochen wird, muss er dafür nicht geradestehen. Müssen Nutzer die Fahrt aufgrund einer Panne abbrechen, sollten sie zunächst einen Blick in das Bordbuch des Fahrzeugs werfen. Hier sind meist Notfallanweisungen des jeweiligen Betreibers aufgelistet sowie eine Service-Hotline, die der Fahrer kontaktieren sollte. Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch das Carsharing-Unternehmen zu informieren. Der Betreiber kann so rechtzeitig nachfolgende Reservierungen stornieren oder diese kurzfristig umbuchen.

Für wen lohnt sich Carsharing?

Um zu prüfen, ob sich Carsharing für die persönlichen Anforderungen lohnt, ist ein Blick auf die Kosten hilfreich: Die Preise setzen sich in der Regel aus einer Stundenpauschale – abhängig vom Fahrzeugmodell – und einer Verbrauchspauschale für jeden gefahrenen Kilometer zusammen. Dazu kommt eine einmalige Anmeldegebühr. Für längere Strecken oder eine Tagesanmietung kann es manchmal günstiger sein, auf einen klassischen Mietwagen zurückzugreifen. Und wer ein Auto benötigt, um täglich zur Arbeit zu fahren, zahlt unter Umständen drauf, weiß der ERGO Experte: „Das Modell ist finanziell nur sinnvoll, wenn es am Ende günstiger ist als die Anschaffung eines eigenen Wagens. Unter 10.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr dürfte sich Carsharing lohnen.“ Auf den Internetseiten vieler Anbieter finden sich Kostenrechner, mit denen die Fahrer bequem ausrechnen können, ob Carsharing für sie rentabel ist.
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„Unfallflucht durch Fußgänger?“ – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Jasmin S. aus Kiel:
Neulich habe ich gesehen, wie ein Fußgänger so unachtsam die Straße überquert hat, dass ein Auto ausweichen musste und fast mit einem anderen Auto zusammengestoßen wäre. Kann sich eigentlich auch ein Fußgänger wegen Unfallflucht strafbar machen, wenn er nach einem Unfall einfach weitergeht?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Jeder Verkehrsteilnehmer kann sich wegen „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ strafbar machen – also auch ein Fußgänger, der beispielsweise ein Ausweichmanöver verursacht hat. Fußgänger gelten dann als Verkehrsteilnehmer, wenn sie am Straßenverkehr teilnehmen. Dazu gehört zum Beispiel das Betreten oder Überqueren von Verkehrsflächen oder das Be- und Entladen von Fahrzeugen. Auch öffentlich zugängliche Parkplätze zählen zum Straßenverkehr. Selbst das Verursachen eines Kratzers an einem parkenden Auto im Vorbeigehen kann als Unfall gelten – denn die Reparaturkosten können erheblich sein. Auf Unfallflucht steht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Jeder, der irgendwie an einem Unfall beteiligt gewesen sein kann, muss am Unfallort bleiben und die Feststellung seiner Personalien und seiner Beteiligung ermöglichen. Ein Zettel am Scheibenwischer ist dann übrigens nicht ausreichend.
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„Wenn der Kaffee den PC lahmlegt …“ – Verbraucherinformation der ERGO Group

Wann haften Arbeitnehmer für Schäden im Job?

"Wenn der Kaffee den PC lahmlegt ..." -  Verbraucherinformation der ERGO Group

Wer haftet, wenn die Tasse Kaffee auf die Tastatur kippt?
Quelle: ERGO Group

Fehler sind menschlich, auch im Job. Doch was passiert, wenn der Fehler teure Konsequenzen hat? Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), fasst die Rechtslage zur Arbeitnehmerhaftung zusammen.

Die Tasse Kaffee oder Tee ist für viele Arbeitnehmer der Start in den Büroalltag. Doch was, wenn der Becher umkippt und der Kaffee die Computertastatur ruiniert? „Grundsätzlich gilt: Sowohl im Privatleben wie auch am Arbeitsplatz haftet jeder Einzelne für das, was er tut“, erklärt Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice). Doch auf beruflicher Ebene gibt es eine Einschränkung: „Gesetzgeber und Bundesarbeitsgericht haben die Haftung für Angestellte begrenzt, um deren wirtschaftliche Existenz nicht zu gefährden und um zu vermeiden, dass der Arbeitgeber die ganze Verantwortung auf seine Mitarbeiter abwälzt.“ Ob jemand persönlich für einen Fehler oder ein Missgeschick während der Arbeit haftet, hängt vor allem davon ab, wie fahrlässig er gehandelt hat oder ob es Vorsatz war.

Leichte und mittlere Fahrlässigkeit

Eine sogenannte leichte Fahrlässigkeit liegt beispielsweise bei der durch ein verschüttetes Getränk lahmgelegten Tastatur vor. Hier handelt es sich um ein Missgeschick, das jedem passieren kann. „Wenn die Bedienung im Restaurant stolpert und ihr das Tablett aus der Hand fällt, haftet sie ebenso wenig für den Schaden wie ein gestresster Buchhalter, der die Überweisung eines kleinen Geldbetrags auf ein falsches Konto veranlasst“, ergänzt Michaela Rassat. In beiden Fällen handelt es sich um eine leichte Fahrlässigkeit. Anders sieht die Rechtslage bei der mittleren Fahrlässigkeit aus. Der Arbeitnehmer haftet in diesem Fall anteilig. „Bei der „mittleren Fahrlässigkeit“ lässt der Mitarbeiter die gebotene Sorgfalt außer Acht, obwohl vorhersehbar ist, dass etwas passieren kann. Der Schaden muss auch vermeidbar gewesen sein“, so die D.A.S. Juristin. Das kann den Baggerfahrer betreffen, der ein Stromkabel beschädigt. Oder den LKW-Fahrer, der beim Abstellen des Fahrzeugs vergisst, die Handbremse anzuziehen. Der entstehende Schaden wäre leicht vermeidbar gewesen, wäre der Arbeitnehmer sorgfältiger gewesen. „Dann haftet der Arbeitnehmer anteilig. Die genaue Aufteilung der Kosten zwischen ihm und seinem Arbeitgeber hängt von mehreren Faktoren ab, beispielsweise von der Höhe des Schadens, der Höhe des Gehalts, ob der Arbeitgeber den eingetretenen Schaden hätte versichern können oder versichert hat oder ob der Schaden durch eine bessere Betriebsorganisation des Arbeitgebers hätte verringert werden können“, so die D.A.S. Juristin.

Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz

Bei der groben Fahrlässigkeit geht es um schwere Pflichtverletzungen, wie etwa das Ignorieren von gesetzlichen Vorschriften. Der Arbeitnehmer muss die normalerweise zu erwartende Sorgfalt in ganz besonders hohem Maße vernachlässigt haben. „Verursacht ein Mitarbeiter auf der Dienstfahrt einen Unfall, weil er über eine rote Ampel oder alkoholisiert gefahren ist, dann handelte er grob fahrlässig und muss für den Schaden voll aufkommen“, erklärt Michaela Rassat. Nur in Ausnahmefällen – etwa wenn der Schaden die finanziellen Verhältnisse des Mitarbeiters weit übersteigt – kann es zu einer Aufteilung der Kosten mit dem Arbeitgeber kommen. So geschehen etwa im Oktober 2010, als eine in einer radiologischen Praxis geringfügig beschäftigte Reinigungskraft trotz grober Fahrlässigkeit nur anteilig für einen Schaden an einem MRT-Gerät haften musste, da er mehr als das Hundertfache des Monatslohns der Reinigungskraft betrug (Bundesarbeitsgericht, Az. 8 AZR 418/09). Wer dagegen vorsätzlich handelt und beispielsweise aus Frust oder Wut mit der Faust auf die Tastatur seines Rechners schlägt und sie beschädigen will, haftet grundsätzlich komplett für den entstandenen Schaden. Eine Ausnahme gibt es auch dann nicht, wenn der Arbeitnehmer dadurch in seiner Existenz gefährdet ist.

Pflichten des Arbeitgebers

Die Beweislast für das Verschulden des Arbeitnehmers liegt nach § 619a des Bürgerlichen Gesetzbuches beim Arbeitgeber. Ihn kann auch ein Mitverschulden treffen, zum Beispiel durch mangelnde Aufklärung und Einweisung in die Tätigkeit und das Arbeitsgerät oder bei Missachtung von Arbeitsschutzvorschriften. Das gilt auch, wenn das Unternehmen keine betriebliche Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Dann muss es sich ebenfalls an der Schadenssumme beteiligen.

Was tun, wenn ein Schaden während des Jobs passiert?

Die D.A.S. Juristin rät Arbeitnehmern, die einen Schaden während der Arbeit verursachen, unverzüglich den Vorgesetzten zu informieren. Ist die Schadenssumme sehr hoch, empfiehlt sie, einen Anwalt oder den Betriebsrat zu Rate zu ziehen. Rolf Mertens, Versicherungsexperte bei ERGO ergänzt: „Arbeitnehmer sollten sich bei ihrer Privat-Haftpflichtversicherung erkundigen, ob und in welchem Umfang ihre Police Schäden in Ausübung beruflicher oder gewerblicher Tätigkeiten abdeckt.“ Bei ERGO beispielsweise sind solche Schäden und auch Schäden, die der Arbeitnehmer seinen Kollegen zufügt, bis 5.000 Euro mitversichert.
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„In-App-Käufe – Was ist das?“ – Verbraucherfrage der Woche der ERGO Direkt Versicherungen

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Hanna W. aus Zwickau:
Wenn ich meine kostenlose Fitness-App auf meinem Smartphone nutze, werde ich häufig gefragt, ob ich zusätzliche Extras kostenpflichtig erwerben möchte. Was steckt dahinter? Und kann ich diese Funktion deaktivieren?

Dieter Sprott, Experte der ERGO Direkt Versicherungen:
Viele Apps stehen Smartphone-Nutzern kostenlos zur Verfügung. Häufig bieten sie Anwendern dann während der Nutzung zusätzliche Funktionen oder Inhalte gegen Geld an. Hierbei handelt es sich um sogenannte In-App-Käufe. Nutzer müssen zwar jeden Kauf extra bestätigen, der Überblick über das bereits investierte Geld kann dabei aber leicht verloren gehen. Daher kann es – vor allem bei Kindern – sinnvoll sein, In-App-Käufe auf dem Smartphone zu deaktivieren. Bei iOS-Geräten ist das in den Einstellungen möglich: Unter „Allgemein“ wählen Nutzer den Menüpunkt „Einschränkungen“. Zum Aktivieren der Einschränkungen müssen sie dann einen vierstelligen Code festlegen. Nach einem Klick auf „Erlauben“ können sie die In-App-Käufe mit einem Schieberegler deaktivieren. Bei Smartphones mit Android lässt sich die Funktion nicht komplett blockieren. Allerdings können Nutzer ein Passwort einstellen, welches sie vor jedem Kauf eingeben müssen. In den Einstellungen des Google Play Stores, unter dem Menüpunkt „PIN festlegen oder ändern“, können sie den Code bestimmen. Mit einem Haken bei „PIN für Käufe“ aktiviert sich dann die Funktion.
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„Reiseziel: Zahnarzt“ – Expertengespräch der ERGO Direkt Versicherungen

Wissenswertes über Zahnbehandlungen im Ausland

Wurzelkanalbehandlung, Prothese oder Implantat: Für immer mehr Zahnbehandlungen fallen Zuzahlungen an, mitunter im vierstelligen Bereich. In Ungarn oder Polen beispielsweise zahlen Patienten oft deutlich weniger. Warum also nicht dort die Zähne machen lassen? Wie Verbraucher eine Zahnbehandlung im Ausland planen und umsetzen können, weiß Anke Hartosch, Expertin der ERGO Direkt Versicherungen.

Eine teure Zahnbehandlung kann ein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen. Wo und wie können sich Verbraucher erkundigen, wenn sie deshalb über eine Behandlung im EU-Ausland nachdenken?

Die erste Anlaufstelle für Informationen zu einer Zahnbehandlung im europäischen Ausland ist die Krankenkasse. Dort können sich Interessierte erkundigen, ob ihre gesetzliche beziehungsweise private Krankenkasse bereits mit einer Zahnklinik oder einem Zahnarzt im EU-Ausland zusammenarbeitet. Einige Versicherer bieten ihren Kunden auch eine Liste mit geprüften Kliniken oder Ärzten an. Darüber hinaus helfen Vermittlungsportale im Internet wie www.zahnarzt-im-ausland.de den Patienten, sich zu informieren. Wichtige Qualitätsmerkmale für Zahnarztpraxen oder -kliniken im Ausland sind die Zertifizierung nach ISO 9001, das Qualitätssiegel Temos oder die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie. Bei einem ersten Telefonat mit der Praxis oder der Klinik sollten sich die Mitarbeiter genügend Zeit nehmen, um Fragen des Patienten zu beantworten. Zudem ist es sinnvoll, wenn das Personal deutsch spricht, denn so lassen sich Kommunikationsprobleme vermeiden.

Was sollten Patienten bei der Auswahl eines Arztes im europäischen Ausland beachten? Und was können sie tun, wenn es nach der Behandlung zu Problemen kommt?

Patienten sollten zunächst prüfen, ob der Zahnarzt einen Kooperationsvertrag mit Kollegen in Deutschland hat. Denn kommt es nach der Behandlung zu Problemen, etwa weil der Zahnersatz nicht richtig sitzt und dadurch Schmerzen verursacht, müssen sie dafür nicht erneut ins Ausland reisen. Sie können sich in Deutschland behandeln lassen, während der Arzt im Ausland für die Kosten aufkommt. Andernfalls fallen für die Anreise und eventuell auch für Übernachtungen erneute Kosten an. Ein deutscher Zahnarzt ohne Kooperationsvertrag mit dem Kollegen im Ausland ist nur im Notfall zu einer Behandlung verpflichtet. Ist eine umfangreiche Nachbesserung nötig, kann die Krankenkasse des Patienten ein Gutachterverfahren veranlassen. Danach entscheidet sich, wie die Behandlung weitergeht und wer die Kosten dafür übernimmt. Unter Umständen bleiben Versicherte auf den zusätzlichen Kosten sitzen. In diesem Fall ist es möglich, den ursprünglichen Arzt auf Schadenersatz und Schmerzensgeld zu verklagen. Die Betroffenen reichen die Klage beim Gericht im jeweiligen Land ein. Sollten sie im Vorfeld eventuelle Garantie- und Ersatzansprüche mit dem behandelnden Arzt nicht nach deutschem Recht geregelt haben, gilt das dortige Recht. Da das Arzthaftungsrecht in anderen EU-Ländern meist weniger streng ist als in Deutschland, hat eine Klage in diesen Fällen nur geringe Chancen auf Erfolg. Daher ist es ratsam, mit dem Arzt einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, der den Leistungsumfang, eventuelle Nachbesserung bei Problemen und eine Gewährleistung nach deutschem Recht beinhaltet. In Deutschland gilt eine Gewährleistung von zwei Jahren.

Können Patienten die Kosten bei ihrer Versicherung einreichen? Wenn ja, wie gehen sie dabei am besten vor?

Generell gilt: Deutsche Patienten sind beim Zahnarzt im EU-Ausland Selbstzahler. Sie erhalten eine Rechnung vom dortigen Arzt und begleichen sie direkt vor Ort. Die Rechnung reichen sie bei ihrem Versicherer ein, der ihnen den erstattungsfähigen Betrag überweist – in der gleichen Höhe, wie für eine entsprechende Behandlung in Deutschland. Die Rechnung sollte allerdings in Deutsch verfasst sein. Unter Umständen ist hierfür eine beglaubigte Übersetzung notwendig. Daher empfiehlt es sich, die Behandlung im Vorfeld von der Krankenkasse genehmigen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass die Abwicklung direkt zwischen Arzt und Krankenkasse erfolgt und sich Patienten dadurch Übersetzungskosten für die Rechnung sparen. Bei stationären Aufenthalten oder einem Zahnersatz muss die Krankenkasse in jedem Fall die Behandlung vorab genehmigen. Dafür benötigen Interessierte einen Heil- und Kostenplan von ihrem Zahnarzt in Deutschland und vom ausländischen Zahnarzt, wenn möglich in deutscher Sprache. Sonst können auch hier Kosten für eine Übersetzung anfallen. Beide Pläne müssen den deutschen Richtlinien entsprechen.
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