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„Renaissance der Bettwanze“ – Expertengespräch der DKV

Was Verbraucher über die Blutsauger wissen sollten

Sie sind lästig, ihre Bisse jucken und sie galten eigentlich als ausgerottet: Bettwanzen. Doch die Parasiten sind weltweit wieder auf dem Vormarsch – auch in Deutschland. So verzeichnet der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV) in Berlin einen Anstieg auf 1.580 Bettwanzeneinsätze im Jahr 2014 gegenüber noch rund 200 in 2007. Wo die Krabbeltiere herkommen, ob sie Krankheiten übertragen und wie Betroffene sie wieder loswerden, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

In letzter Zeit häufen sich in Deutschland Berichte über Bettwanzen. Was sind das für Insekten und wie breiten sie sich aus?

Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen. Ausgewachsene Tiere erinnern in Größe, Form und Farbe an einen Apfelkern. Sie können bis zu einem Jahr alt werden und ernähren sich ausschließlich von Blut. Vollgesogen werden sie bis zu neun Millimeter groß, ansonsten erreichen sie eine Länge von vier bis fünf Millimetern. Bis sie ausgewachsen sind, durchleben sie fünf Wachstumsstadien, bei denen sie sich jedes Mal häuten. Vor jeder Häutung benötigen sie Blut. Ihr Hauptwirt ist der Mensch. Tagsüber ziehen sie sich unter anderem in Bettritzen, hinter Steckdosen, Fußleisten oder Tapeten zurück und werden erst bei Dunkelheit aktiv. Sie sehen zwar schlecht, finden jedoch durch Rezeptoren, die das Kohlendioxid des Atems wahrnehmen, zu ihrem Wirt. Eine Ursache für das vermehrte Aufkommen der Parasiten sind häufige Urlaubs- und Geschäftsreisen. Reisende transportieren die unerwünschten Reisesouvenirs unwissend in ihren Koffern. Besonders viele Bettwanzen gibt es in den bevölkerungsreichen Städten rund um den Globus. Auch beim Kauf von gebrauchten Möbeln oder getragener Kleidung ist Vorsicht geboten, denn hier können sich Wanzen und deren Eier verstecken. Gebrauchte Möbel deshalb am besten für einige Tage auf Terrasse oder Balkon zwischenlagern. Larvenhüllen oder Kot, erkennbar als kleine schwarze Punkte, verraten nach kurzer Zeit die unliebsamen Blutsauger. Übrigens: Ein Bettwanzenbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun!

Können Bettwanzen Krankheiten übertragen?

Bis heute gibt es keinen Nachweis dafür, dass Bettwanzen Krankheiten übertragen. Zwar haben Forscher herausgefunden, dass sich sieben Wochen nach dem Verzehr von mit Hepatitis verunreinigtem Blut das Virus noch im Tier befindet. Eine Übertragung der Viren war Studien zufolge jedoch nicht möglich, da die Menge der Viren zu gering ist. Unangenehm sind die Bisse der Parasiten dennoch. Sie betäuben die Haut ihres Wirts mit ihrem Speichel und saugen sich dann voll. Bis Betroffene einen Biss bemerken, kann es bis zu neun Tage dauern. Dann ist die Haut gerötet und juckt. Zudem können sich Quaddeln bilden und kleine Blutungen auftreten. Typischerweise sind die Bisse in einer Reihe angeordnet, der sogenannten Wanzenstraße. Oft ist der Juckreiz so stark, dass sich Betroffene die Stellen aufkratzen. Dadurch kann sich der Biss entzünden. Bei manchen Menschen rufen die Wanzenbisse sogar allergische Reaktionen hervor.

Wer im Urlaub auf Bettwanzen trifft, dem vergeht erstmal die gute Laune. Wie können sich Reisende schützen? Und wie werden Betroffene die lästigen Parasiten wieder los?

Kommen Reisende in ihrem Hotelzimmer an, ist es ratsam, die Umgebung rund um das Bett auf Kot und durchsichtige Häutungsreste zu überprüfen. Während der Untersuchung den Koffer wenn möglich nicht auf den Boden stellen und öffnen. Ist das Zimmer befallen, sollten sich Urlauber direkt an die Rezeption wenden und ein anderes Zimmer verlangen. Wer sich vor seiner Abreise nicht sicher ist, ob sich nicht doch Bettwanzen im Koffer befinden, kann das mit einem Test herausfinden: Dafür kurz in den Koffer hauchen – das Kohlendioxid im Atem lockt sie auch bei Tag aus ihrem Versteck und sie kommen schnell zum Vorschein. Übrigens: Wer im Urlaub Bekanntschaft mit Bettwanzen gemacht hat, kann sich bereits vom Reiseland aus bei einem Schädlingsbekämpfer melden. Sie holen die Koffer der Betroffenen beispielsweise vom Flughafen ab und frieren das Gepäck ein. So vermeiden sie, dass die Tiere in die Wohnung gelangen. Sind die Blutsauger erst in der Wohnung, ist es wichtig, sofort zu handeln. Wirksam bekämpfen kann sie nur ein Kammerjäger. Er kennt die entsprechenden Insektizide, die Eier, Larven und ausgewachsene Wanzen töten. Auch eine Bekämpfung mit Wärme und Kälte, Temperaturen über 55°C und unter -18°C, ist möglich. Das ist jedoch meist um ein Vielfaches teurer. Zudem reicht nicht immer eine Behandlung aus. Ist der Befall zu stark fortgeschritten, müssen Betroffene eventuell sogar Sofa oder Bett entsorgen.
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Tourismus Reisen

„Impfung kurz vor Reiseantritt“ – Verbraucherfrage der Woche der ERV

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Sabrina H. aus Reutlingen:
Ich habe gerade ein „Last-minute“-Schnäppchen gemacht und fliege in einer Woche spontan in den Urlaub. Bringt es etwas, wenn ich mich kurz vor Reiseantritt noch impfen lasse?

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Bei einigen Krankheiten bietet auch eine Impfung kurz vor Abreise noch einen zuverlässigen Schutz vor Infektionen. Ein „Last-minute“-Impfschutz ist gegen Hepatits A, Grippe, Meningokokken-Meningitis und Typhus möglich. Des Weiteren helfen Auffrisch-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten auch noch kurz vor dem Abflug. Voraussetzung: Der Urlauber muss vorher bereits einmal diese Impfung erhalten haben. An den Flughäfen Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf können sich besonders Kurzentschlossene sogar noch direkt vor Ort impfen lassen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Urlauber vor Buchung ihrer Reise beim Auswärtigen Amt ( www.auswaertiges-amt.de) oder dem Centrum für Reisemedizin ( www.crm.de) über mögliche Impfempfehlungen informieren. Denn einige Länder können sogar die Einreise verweigern, wenn der nötige Impfschutz fehlt.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 875

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Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
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„Schlaflos durch die Nacht“ – Verbraucherinformation der DKV

Ursachen von Schlafstörungen und was dagegen hilft

"Schlaflos durch die Nacht" - Verbraucherinformation der DKV

Die Ursachen für Schlafstörungen können vielfältig sein.
Quelle: ERGO Group

Mal wieder schlecht geschlafen? Viele Menschen beantworten diese Frage mit „Ja“: Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts leidet etwa ein Drittel der Deutschen unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Stress, Ablenkung durch soziale Medien und Internet, der schnarchende Partner, Sorgen, aber auch unerkannte Erkrankungen. Häufen sich die schlechten Nächte, drohen gesundheitliche Folgen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, zeigt auf, welche Ursachen eine Schlafstörung haben kann und gibt hilfreiche Ratschläge.

Auslöser von Schlafstörungen

Zu wenig oder schlecht schlafen ist ein Problem, mit dem viele Menschen kämpfen. Auf Dauer kann gestörter Schlaf die Gesundheit beeinträchtigen. „So haben Schlafforscher herausgefunden, dass Schlafstörungen zu zahlreichen Erkrankungen wie Herz-Kreislaufbeschwerden, einem geschwächten Immunsystem und Magenbeschwerden bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und Suizidgedanken führen können“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig und nehmen in unserer hektischen Welt immer mehr zu. So bietet beispielsweise das Internet unendliche Möglichkeiten zur Ablenkung. Das bestätigt auch eine Umfrage von Statista, nach der über 60 Prozent der unter 30-Jährigen im Bett noch das Handy, den Laptop oder das Tablet nutzen. „Das Bildschirm-Licht ähnelt dem Tageslicht, daher versucht das Gehirn unter seinem Einfluss, den Körper aktiv zu halten. Einschlafstörungen sind vorprogrammiert“, erklärt der Gesundheitsexperte der DKV. Eine weitere Ursache für schlaflose Nächte ist Stress, der zum Beispiel durch zunehmende Arbeitsverdichtung, Lärm oder Sorgen entstehen kann. Durch die Kombination aus Stress und wenig Schlaf geraten viele Betroffene in einen Teufelskreis. Denn die Angst, wieder eine Nacht nicht gut zu schlafen, verursacht erneut Stress.

Wer die Ursache kennt, kann sich helfen

Zunächst sollten Betroffene überlegen, welche Ursachen hinter ihrer Schlaflosigkeit stecken. Gab es entscheidende Ereignisse, nach denen die Störung eingesetzt hat? Fühlen sich die Betroffenen von ihrem Alltag überlastet? Oder tritt die Schlaflosigkeit immer nach bestimmten Aktivitäten auf? „Natürlich lösen sich manche Auslöser wie beispielsweise Sorgen oder Lärm nicht plötzlich in Luft auf“, so Dr. Wolfgang Reuter und fährt fort: „Doch wer die Gründe für seine Schlafstörungen kennt, hat zumindest einen Ansatzpunkt.“ So können chronisch Überlastete ihre To-do-Liste entrümpeln. Das Handy kann nachts im Flur liegen statt auf dem Nachttisch. Für Lärmgeplagte können Ohrstöpsel eine Lösung sein. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, damit die Nacht wieder erholsam wird: Zum Beispiel möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Und wer stark auf Kaffee reagiert, sollte ab dem Nachmittag auf Koffein verzichten. Der DKV Experte empfiehlt zudem: „Das Schlafzimmer sollte so gestaltet sein, dass sich die Betroffenen hier gut entspannen können. Wenn direkt neben dem Bett der Schreibtisch mit der unerledigten Post steht, ist das eher kontraproduktiv.“

Bei anhaltenden Schlafstörungen zum Arzt

Wer über mehrere Wochen hinweg unter Schlafstörungen leidet und sich tagsüber kaputt und müde fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn hinter einer Schlafstörung können körperliche, neurologische oder psychische Erkrankungen stecken. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einer Negativspirale: So kann eine durch depressive Störungen verursachte Schlafstörung wiederum zu einer Depression führen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 3.600

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„Was steht im Führungszeugnis?“ – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

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Jonas P. aus Würzburg:
Der Personalchef meines neuen Arbeitgebers verlangt von mir ein Führungszeugnis. Was steht da genau drin und woher bekomme ich es?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Das Führungszeugnis ist bei der örtlichen Meldebehörde oder über das Online-Portal des Bundesamtes für Justiz erhältlich. Es gibt Auskunft darüber, ob eine Person schon einmal strafrechtlich verurteilt wurde und stützt sich dabei auf die Angaben im Bundeszentralregister. Hier sind alle strafrechtlichen Verurteilungen einer Person aufgeführt. Das Führungszeugnis gibt jedoch nicht alle Inhalte wieder. Zu den wichtigen Ausnahmen gehören unter anderem zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafen oder bestimmte Fälle von Straftaten, die bei bestehender Abhängigkeit von Betäubungsmitteln begangen wurden. Strafen, die eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen beziehungsweise eine Freiheitsstrafe von drei Monaten nicht überschreiten, zählen auch dazu – solange das Register ansonsten „sauber“ ist. Eine vollständige Liste aller Ausnahmen enthält § 32 Bundeszentralregistergesetz. Geht es jedoch um eine Berufstätigkeit mit Kontakt zu Minderjährigen, verlangt der Arbeitgeber unter Umständen ein erweitertes Führungszeugnis. In diesem finden sich gegenüber dem einfachen Führungszeugnis zusätzliche Straftatbestände ohne Rücksicht auf die oben genannten Ausnahmen. Ist seit einer Verurteilung ein bestimmter Zeitraum verstrichen, findet diese keinen Eingang mehr in das Führungszeugnis. Je nach Delikt und Strafe liegt die Frist bei drei bis fünf Jahren, bei einigen Delikten können es bis zu zehn Jahre sein. Auch davon gibt es Ausnahmen, etwa wenn gegen den Betroffenen die Anordnung einer Sicherheitsverwahrung vorliegt.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.512

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Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2015 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

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„Zahnmythen im Faktencheck“ – Expertengespräch der ERGO Direkt Versicherungen

Ammenmärchen rund um die Zahnpflege

„Ich habe mal gehört, dass …“ – Ammenmärchen halten sich oft hartnäckig. Schlechte Zähne? Dafür können Betroffene nichts, ist ja schließlich erblich. Fluorid in Zahnpasta? Das ist doch giftig! Und beim Zähneputzen ist ja generell immer eine elektrische Bürste besser als ihr manuelles Gegenstück. Oder? Anke Hartosch, Zahnexpertin der ERGO Direkt Versicherungen, nimmt diese Behauptungen unter die Lupe und räumt mit Irrtümern auf.

Sind Karies und schlechte Zähne vererbbar?

„Schlechte Zähne sind vererbt“: Das behaupten viele Menschen, die Dauergast beim Zahnarzt sind. Doch die Aussage ist falsch. Lediglich seltene Gendefekte, die die Zahnhartsubstanz – ein Oberbegriff für Zahnschmelz, Zahnbein und Wurzelelement – beeinflussen, sind vererbbar. Darüber hinaus können Eltern nur die Art der Zahnpflege an ihre Kinder weitergeben. Schludern bereits die Eltern mit der täglichen Mundhygiene, prägt das unter Umständen die Kinder und sie führen die schlechten Gewohnheiten fort. Die Folgen sind Zahnfleischerkrankungen sowie Karies. Eine zuckerreiche Ernährungsweise, die Eltern ihren Kindern vorleben, kann ebenfalls die Bildung von Karies begünstigen. Auch wenn mehrere Familienmitglieder aus einem Glas trinken, kann das schlechte Zähne begünstigen. Denn Kariesbakterien bleiben am Glas haften und der Nächste nimmt sie beim Trinken auf. Mütter mit Kariesproblemen sollten daher auch darauf verzichten, Schnuller zum Säubern in den Mund zu nehmen. Sonst übertragen sie die schlechten Bakterien auf ihr Kind.

Ist Fluorid in Zahnpasta wirklich gefährlich?

Wissenschaftlich betrachtet ist Fluorid giftig. Gefahr für Menschen besteht aber nur bei zu hoher Dosierung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Fluoridaufnahme von durchschnittlich höchstens 3,5 Milligramm für Erwachsene pro Tag. Tatsächlich nehmen wir täglich zwischen 0,4 und 1,5 Milligramm auf. Die Aufnahme erfolgt jedoch nur beim Verschlucken. Wer nach dem Zähneputzen wie üblich den Mund ausspült, hat demnach nichts zu befürchten. Dank Fluorid in Zahnpasta ist Karies in Deutschland sehr stark zurückgegangen. Ein weiterer positiver Effekt: Fluoride schützen nicht nur vor Karies, sondern härten auch die Zahnsubstanz und fördern die Remineralisierung des Zahnes. Kinder sollten frühestens mit dem Durchbruch der bleibenden Zähne zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Erwachsenenzahnpasta putzen. Vorher reicht es aus, eine Kinderzahnpasta mit geringerem Fluoridanteil zu benutzen und auf Fluoridtabletten zurückzugreifen. Übrigens: Fluorid ist zum Beispiel auch in schwarzem Tee, in Fisch oder als Spurenelement in Mineralwasser oder Speisesalzen enthalten – eine fluoridfreie Ernährung ist daher kaum möglich.

Ist eine elektrische Zahnbürste immer besser als eine Handzahnbürste?

Zwar ist es leichter, mit einer elektrischen Zahnbürste ein gutes Putzergebnis zu erzielen. Generell lässt sich jedoch nicht sagen, ob die elektrische oder die manuelle Bürste besser ist. Der Vorteil der elektrischen Zahnbürste ist beispielsweise, dass sie die eigentliche Putzarbeit übernimmt und sich der Anwender über die richtige Technik keine Gedanken machen muss. Er muss nur dafür sorgen, dass die Bürste auch alle Zahnbereiche erfasst. Aufgrund der hohen Schwingungszahlen von bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute fällt es mit der elektrischen Bürste leichter, Beläge zu entfernen. Zudem empfiehlt sie sich für Menschen mit empfindlichen Zahnhälsen oder Zahnfleisch, denn sie putzt meist schonender. Einige Modelle warnen sogar beispielsweise mit einem Lichtsignal bei zu festem Druck. Wer allerdings mit der manuellen Zahnbürste die richtige Technik anwendet, kann einen ähnlich guten Effekt erzielen wie mit der elektrischen. Neigt jemand dazu, mit der Handzahnbürste zu fest aufzudrücken, sollte er die Bürste mit nur drei Fingern halten, ähnlich wie einen Bleistift. So ist der Druck optimal. Eines fordern jedoch beide Zahnbürsten: Täglich mindestens zweimal für mindestens zwei Minuten putzen!
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 3.971

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Über die ERGO Direkt Versicherungen
ERGO Direkt Versicherungen sind mit 4,5 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Das Unternehmen ist auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf von Privathaushalten gehören. Wichtige Produkte sind die Zahnzusatzversicherungen, die Sterbegeldversicherung, die Risikolebensversicherung sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Schlanke Prozesse und eine schnelle Verarbeitung ermöglichen günstige Prämien. Heute arbeiten rund 1.800 Mitarbeiter am Standort Nürnberg/Fürth.
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Sport Vereine Freizeit Events

„Unfallschutz im Sportverein“ – Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Eins zu null für die Sicherheit!

"Unfallschutz im Sportverein" - Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Auch Hobbysportler sind nicht vor Verletzungen sicher.
Quelle: ERGO Group

Fast 24 Millionen Deutsche sind Mitglied eines Sportvereins. Kein Wunder, denn ob Fußball, Tennis oder Turnen, die Auswahl beim Vereinssport ist groß. Viele sporteln aber auch außerhalb von Vereinen. Der Gesundheit wegen oder weil es einfach Spaß macht. Leider kommt es beim Sport aber auch immer wieder zu Verletzungen wie zum Beispiel Prellungen, Verstauchungen und Knochenbrüchen. Jeder neunte Unfall ist ein Sportunfall – besonders Ballsportarten haben laut des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) das höchste Unfallrisiko. Die Behandlungen zahlen zwar die Krankenkassen. Die Folgekosten übernehmen sie aber nicht. Verletzungen beim Vereinssport decken sogenannte Sportversicherungen ab. Doch reicht dieser Versicherungsschutz aus? Wie und in welchem Umfang Mitglieder eines Sportvereins bei einem Unfall abgesichert sind, fasst Rudolf Kayser, Unfallexperte von ERGO, zusammen.

Wer Sport macht, tut etwas für seine Gesundheit, setzt sich aber gleichzeitig einem Verletzungsrisiko aus. Sprung- und Handgelenksfrakturen, Kreuzbandriss oder Kieferbruch – Unfallchirurgen haben es immer wieder mit zum Teil schweren Verletzungen zu tun. „Bei dynamischen Sportarten mit viel Körperkontakt, wie Hand-, Basket- oder Fußball, aber auch beim Skifahren sind Sportverletzungen besonders häufig“, weiß Rudolf Kayser, Unfallexperte von ERGO.

Sportversicherung für Unfälle innerhalb des Vereins

Wer sich beim Vereinssport verletzt, ist in der Regel über die sogenannte „Sportversicherung“ des Vereins abgesichert. Dabei handelt es sich um eine Gruppenversicherung, die der jeweilige Landessportbund für alle Mitgliedsvereine abgeschlossen hat und die gleich mehrere Versicherungsarten umfasst. Neben einer Unfall- und einer Haftpflichtversicherung ist oft auch eine Rechtsschutzversicherung Bestandteil dieses Pakets. „Allerdings ist dieser Versicherungsschutz nur als Grundversorgung gedacht“, erläutert der ERGO Unfallexperte. „Vereinssportler sollten sich daher nach den Versicherungssummen erkundigen, um zu entscheiden, ob diese für den eigenen Absicherungsbedarf ausreichen.“ Meist sind die Versicherungssummen relativ gering und zahlreiche Risiken ausgeschlossen. Die Einkommenshöhe des Betroffenen spielt im Schadenfall keine Rolle – jeder bekommt die gleiche Summe zugesprochen. Und: Die Versicherung des Vereins bietet keinen Schutz gegen Verletzungen, die sich Sportler außerhalb des Vereinssports zuziehen.

Sportunfall außerhalb des Vereinssports

Nicht jeder treibt Sport in einem Verein. Wer beispielsweise gerne mit Freunden Fußball spielt, übt laut GDV diejenige Sportart aus, in der sich jeder dritte Sportunfall ereignet. Auch Joggen, Fahrradfahren oder Klettern sind zum Beispiel mit einem erheblichen Verletzungsrisiko verbunden. Passiert ein Unfall, stehen die Betroffenen ohne Versicherungsschutz da. Denn anders als viele denken, greift die gesetzliche Unfallversicherung bei Unfällen in der Freizeit nicht.

Empfehlenswerter Versicherungsschutz

Daher ist es für Sporttreibende sinnvoll, eine private Unfallversicherung abzuschließen. Sie sorgt dafür, dass Betroffene bei bleibenden Beeinträchtigungen der Gesundheit eine finanzielle Leistung erhalten, entweder als einmalige Kapital- oder als lebenslange monatliche Rentenzahlung. Einige Unfallversicherer bieten nach einem Unfall auch Assistenz- und Reha-Maßnahmen an. „Solche Angebote können wesentlich dazu beitragen, dass der Verletzte seine Leistungsfähigkeit schnell zurückerlangt“, ergänzt der Unfallexperte von ERGO.
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Auto Verkehr Logistik

„Schadenfreiheitsklasse übertragen“ – Verbraucherfrage der Woche der ERGO Versicherung

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Lukas G. aus Monheim:
Meine Oma fährt aus Altersgründen kein Auto mehr und hat mir deshalb ihr Fahrzeug überlassen. Kann ich auch ihre Schadenfreiheitsklasse übernehmen?

Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO:
Wer aus Altersgründen nicht mehr Auto fahren möchte und sein Fahrzeug an ein Familienmitglied abgibt, kann auch seine Schadenfreiheitsklasse (SFK) an Verwandte ersten oder zweiten Grades weitergeben. Dazu gehören beispielsweise Kinder und Enkelkinder. Entscheidet sich der Enkel für einen anderen Versicherer als seine Großmutter, stellt er dort zunächst einen Antrag auf eine Kfz-Versicherung. Um die SFK der Großmutter übernehmen zu können, muss er ein Formular zur SFK-Übertragung auf Dritte ausfüllen. Dies erhält er von seinem Versicherer. Darin gibt er an, dass er das Auto der Oma regelmäßig gefahren hat, und legt eine Kopie seines Führerscheins bei. Die Großmutter bestätigt ihren Verzicht auf ihre SFK durch ihre Unterschrift auf diesem Formular. Handelt es sich um verschiedene Versicherer, fragt der neue Versicherer die SFK dann beim alten Versicherer ab. Wichtig: Der Enkel sollte bereits einige Jahre eine Fahrerlaubnis haben. Denn er darf nur so viele schadenfreie Jahre übernehmen, wie er tatsächlich nach Erhalt seines Führerscheins hätte selbst erfahren können. Ist die SFK der Großmutter höher, verfällt der Rest. Daher lohnt sich eine SFK-Übertragung bei Fahranfängern nicht. Übrigens: Nur bei Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung ist eine Übertragung möglich – bei der Teilkaskoversicherung gibt es keine SFK.
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Tourismus Reisen

Korrektur: „Krank auf Kreuzfahrt“ – Verbraucherinformation der ERV

Medizinische Versorgung vor und während einer Schiffsreise

Korrektur: "Krank auf Kreuzfahrt" - Verbraucherinformation der ERV

Kreuzfahrten werden in Deutschland immer beliebter.
Quelle: ERGO Group

25,3 Millionen: So viele Menschen weltweit werden dieses Jahr voraussichtlich eine Kreuzfahrt buchen. Die Begeisterung für Schiffsreisen scheint ungebrochen. Umso ärgerlicher ist es, wenn Reisende krank werden, kurz bevor sie ihr Traumschiff betreten können. Auch eine Krankheit an Bord mindert die Urlaubsfreude erheblich. Was Urlauber in solchen Fällen tun können, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung). Sie erklärt, wer für eine Behandlung an Bord aufkommt und was passiert, wenn sogar ein Reiseabbruch nötig ist.

Kreuzfahrten sind nur was für Senioren – dieses Klischee stimmt schon lange nicht mehr. Mittlerweile tummeln sich auch junge Pärchen, Familien oder Singles auf den Schiffen. Den Kreuzfahrt-Boom erklärt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV, so: „Schiffsreisen bieten viel Abwechslung. Die Kombination aus erholsamen Pool-Tagen auf Deck und interessanten Ausflügen an Land ist für viele Urlauber reizvoll. Als besonders entspannend empfinden es viele, dass sie – anders als im oft stressigen Alltag – dabei nichts selbst organisieren müssen.“ Hinzu kommt, dass Reisende viele Städte und Länder in kürzester Zeit besichtigen und erleben können. Auch auf den Schiffen selbst bleiben meist keine Wünsche offen: Egal ob Fitnessstudio, Casino, Poolbar oder Kino – die Vielfalt scheint grenzenlos.

Erkrankung vor Reiseantritt

Die Kreuzfahrt ist gebucht und die Vorfreude riesig. Doch dann bricht sich der Passagier in spe ein Bein oder erkrankt zwei Wochen vor Reisebeginn an Grippe. Kann er die gebuchte Kreuzfahrt dennoch wahrnehmen? In der Regel gilt: Bei Erkrankungen, die eine Teilnahme an der Kreuzfahrt unmöglich machen, sollte der Betroffene umgehend seine Reise stornieren. Doch nicht bei allen Erkrankungen oder Verletzungen ist der Verlauf eindeutig vorhersehbar. Ein operierter Beinbruch kann nach sechs Wochen wieder ausgeheilt sein. Entzündet sich allerdings die Wunde, ist es möglich, dass sich die Krankenzeit verlängert. Storniert der Patient voreilig seine Reise und die Verletzung oder Krankheit heilt früher als erwartet, ist der Ärger groß. Wartet er andererseits zu lange mit der Stornierung, kann die Versicherung im schlimmsten Fall eine Zahlung ablehnen. Daher rät Birgit Dreyer: „Urlauber sollten sich vorab über die Bedingungen ihrer Reiserücktrittsversicherung informieren. Die ERV hat eine medizinische Stornoberatung inkludiert. Der Urlauber kann sich von erfahrenen Reisemedizinern telefonisch beraten lassen und somit einer überstürzten Stornierung vorbeugen.“ Die Berater sprechen auf Basis eines ärztlichen Attests oder einer bestehenden Diagnose eine Empfehlung aus. Der Vorteil hierbei: Empfiehlt der beratende Mediziner, die Reise nicht zu stornieren, und der Gesundheitszustand verschlechtert sich entgegen der Erwartungen bis zum Reisebeginn, übernimmt die Versicherung auch die erhöhten Stornierungskosten.

Medizinische Versorgung während der Reise

Leider machen Krankheiten auch auf dem Traumschiff keinen Urlaub: Mit einer Erkältung, Reiseübelkeit oder einer Blinddarmentzündung ist die erholsame Zeit an Bord erstmal vorbei. Die medizinische Versorgung auf Kreuzfahrtschiffen ist jedoch sehr gut, sodass Reisende meist rasch wieder am Bordalltag teilnehmen können. Viele Schiffe verfügen sogar über kleine Bordkrankenhäuser mit eigener Intensivstation, sodass die Ärzte beispielsweise unkomplizierte Operationen auch an Bord durchführen können. Allerdings müssen Patienten Kosten für Behandlungen und Medikamente auf den Schiffen normalerweise direkt vor Ort bezahlen. Wer eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat, der bekommt die Kosten rückwirkend erstattet. Dafür muss der Patient die erhaltene Rechnung nach der Reise beim Reiseversicherer einreichen. „Auch hier gilt es, sich ganz genau über die Leistungen der Versicherung zu informieren, um im Fall einer Erkrankung nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben“, rät die ERV Expertin.

Abbruch der Kreuzfahrt

In seltenen Fällen reicht allerdings auch die beste medizinische Versorgung auf den Schiffen nicht aus, um dem Passagier die benötigte Behandlung garantieren zu können. Ist eine Spezialbehandlung notwendig, wird der Patient am nächstgelegenen Hafen in ein Krankenhaus gebracht. Bei besonders akuten Fällen ist auch eine Überführung durch einen Hubschrauber möglich. Wann der Patient von Bord muss, entscheidet der behandelnde Schiffsarzt von Fall zu Fall. „Ein derartiger Aufwand ist nur durch eine separat abgeschlossene Reisekrankenversicherung finanziell abgesichert. Eine gesetzliche Krankenversicherung kommt dafür nicht auf“, informiert Birgit Dreyer. Wer also für den Ernstfall gewappnet sein möchte, sollte eine entsprechende Versicherung abschließen. Welche Kosten diese dann genau übernimmt, können Urlauber den jeweiligen Versicherungsbedingungen entnehmen. Die ERV beispielsweise bietet Kreuzfahrern einen speziellen Reiseschutz Schiff Plus, der eine Reiserücktritts- (inklusive Reiseabbruch-), Reisekranken- und Reisegepäckversicherung sowie einen Kreuzfahrt-Schutz enthält. Dieser greift unter anderem, wenn der Reisende wegen Seekrankheit in der Kabine bleiben muss.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 5.128

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher Weitere Informationen zur Reiseversicherung finden Sie unter www.erv.de Sie finden dort aktuelle Beiträge zur freien Nutzung.

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Über die ERV
Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
Die ERV ist der Spezialist für Reiseschutz der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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Tourismus Reisen

„Krank auf Kreuzfahrt“ – Verbraucherinformation der ERV

Medizinische Versorgung vor und während einer Schiffsreise

"Krank auf Kreuzfahrt" - Verbraucherinformation der ERV

Kreuzfahrten werden in Deutschland immer beliebter.
Quelle: ERGO Group

25,3 Millionen: So viele Deutsche werden dieses Jahr voraussichtlich eine Kreuzfahrt buchen. Die Begeisterung für Schiffsreisen scheint ungebrochen. Umso ärgerlicher ist es, wenn Reisende krank werden, kurz bevor sie ihr Traumschiff betreten können. Auch eine Krankheit an Bord mindert die Urlaubsfreude erheblich. Was Urlauber in solchen Fällen tun können, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung). Sie erklärt, wer für eine Behandlung an Bord aufkommt und was passiert, wenn sogar ein Reiseabbruch nötig ist.

Kreuzfahrten sind nur was für Senioren – dieses Klischee stimmt schon lange nicht mehr. Mittlerweile tummeln sich auch junge Pärchen, Familien oder Singles auf den Schiffen. Den Kreuzfahrt-Boom erklärt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV, so: „Schiffsreisen bieten viel Abwechslung. Die Kombination aus erholsamen Pool-Tagen auf Deck und interessanten Ausflügen an Land ist für viele Urlauber reizvoll. Als besonders entspannend empfinden es viele, dass sie – anders als im oft stressigen Alltag – dabei nichts selbst organisieren müssen.“ Hinzu kommt, dass Reisende viele Städte und Länder in kürzester Zeit besichtigen und erleben können. Auch auf den Schiffen selbst bleiben meist keine Wünsche offen: Egal ob Fitnessstudio, Casino, Poolbar oder Kino – die Vielfalt scheint grenzenlos.

Erkrankung vor Reiseantritt

Die Kreuzfahrt ist gebucht und die Vorfreude riesig. Doch dann bricht sich der Passagier in spe ein Bein oder erkrankt zwei Wochen vor Reisebeginn an Grippe. Kann er die gebuchte Kreuzfahrt dennoch wahrnehmen? In der Regel gilt: Bei Erkrankungen, die eine Teilnahme an der Kreuzfahrt unmöglich machen, sollte der Betroffene umgehend seine Reise stornieren. Doch nicht bei allen Erkrankungen oder Verletzungen ist der Verlauf eindeutig vorhersehbar. Ein operierter Beinbruch kann nach sechs Wochen wieder ausgeheilt sein. Entzündet sich allerdings die Wunde, ist es möglich, dass sich die Krankenzeit verlängert. Storniert der Patient voreilig seine Reise und die Verletzung oder Krankheit heilt früher als erwartet, ist der Ärger groß. Wartet er andererseits zu lange mit der Stornierung, kann die Versicherung im schlimmsten Fall eine Zahlung ablehnen. Daher rät Birgit Dreyer: „Urlauber sollten sich vorab über die Bedingungen ihrer Reiserücktrittsversicherung informieren. Die ERV hat eine medizinische Stornoberatung inkludiert. Der Urlauber kann sich von erfahrenen Reisemedizinern telefonisch beraten lassen und somit einer überstürzten Stornierung vorbeugen.“ Die Berater sprechen auf Basis eines ärztlichen Attests oder einer bestehenden Diagnose eine Empfehlung aus. Der Vorteil hierbei: Empfiehlt der beratende Mediziner, die Reise nicht zu stornieren, und der Gesundheitszustand verschlechtert sich entgegen der Erwartungen bis zum Reisebeginn, übernimmt die Versicherung auch die erhöhten Stornierungskosten.

Medizinische Versorgung während der Reise

Leider machen Krankheiten auch auf dem Traumschiff keinen Urlaub: Mit einer Erkältung, Reiseübelkeit oder einer Blinddarmentzündung ist die erholsame Zeit an Bord erstmal vorbei. Die medizinische Versorgung auf Kreuzfahrtschiffen ist jedoch sehr gut, sodass Reisende meist rasch wieder am Bordalltag teilnehmen können. Viele Schiffe verfügen sogar über kleine Bordkrankenhäuser mit eigener Intensivstation, sodass die Ärzte beispielsweise unkomplizierte Operationen auch an Bord durchführen können. Allerdings müssen Patienten Kosten für Behandlungen und Medikamente auf den Schiffen normalerweise direkt vor Ort bezahlen. Wer eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat, der bekommt die Kosten rückwirkend erstattet. Dafür muss der Patient die erhaltene Rechnung nach der Reise beim Reiseversicherer einreichen. „Auch hier gilt es, sich ganz genau über die Leistungen der Versicherung zu informieren, um im Fall einer Erkrankung nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben“, rät die ERV Expertin.

Abbruch der Kreuzfahrt

In seltenen Fällen reicht allerdings auch die beste medizinische Versorgung auf den Schiffen nicht aus, um dem Passagier die benötigte Behandlung garantieren zu können. Ist eine Spezialbehandlung notwendig, wird der Patient am nächstgelegenen Hafen in ein Krankenhaus gebracht. Bei besonders akuten Fällen ist auch eine Überführung durch einen Hubschrauber möglich. Wann der Patient von Bord muss, entscheidet der behandelnde Schiffsarzt von Fall zu Fall. „Ein derartiger Aufwand ist nur durch eine separat abgeschlossene Reisekrankenversicherung finanziell abgesichert. Eine gesetzliche Krankenversicherung kommt dafür nicht auf“, informiert Birgit Dreyer. Wer also für den Ernstfall gewappnet sein möchte, sollte eine entsprechende Versicherung abschließen. Welche Kosten diese dann genau übernimmt, können Urlauber den jeweiligen Versicherungsbedingungen entnehmen. Die ERV beispielsweise bietet Kreuzfahrern einen speziellen Reiseschutz Schiff Plus, der eine Reiserücktritts- (inklusive Reiseabbruch-), Reisekranken- und Reisegepäckversicherung sowie einen Kreuzfahrt-Schutz enthält. Dieser greift unter anderem, wenn der Reisende wegen Seekrankheit in der Kabine bleiben muss.
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Die ERV ist der Spezialist für Reiseschutz der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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Medizin Gesundheit Wellness

„Schlaganfall frühzeitig erkennen“ – Verbraucherfrage der Woche der DKV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Marina K. aus Pinneberg:
Bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde. Ich bin aber unsicher: Wie kann ich erkennen, dass jemand einen Schlaganfall erleidet?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Besteht der Verdacht eines Schlaganfalls, ist keine Zeit zu verlieren. Ein typisches Anzeichen sind einseitige Lähmungen beziehungsweise ein Taubheitsgefühl. Das äußert sich beispielsweise durch einen herabhängenden Mundwinkel, einen eingeschlafenen Fuß oder einen gelähmten Arm. Weiterhin können Betroffene sehr starke Kopfschmerzen haben. Dazu können Sehstörungen in Form von Doppelbildern vorkommen, manchmal sogar ein kompletter einseitiger Sehverlust. Die Patienten reden zudem abgehackt, verdrehen Buchstaben oder Silben und können in schweren Fällen überhaupt nicht mehr sprechen. Zu all dem kommen ein Schwindelgefühl sowie ein unsicherer Gang. Mit dem sogenannten FAST-Test (Face, Arms, Speech, Time) können selbst Laien in Sekundenschnelle einen Schlaganfall erkennen: Die betroffene Person soll lächeln, gleichzeitig beide Hände hochheben und einen einfach Satz wie „Heute ist es schön“ sagen. Hat der- oder diejenige Probleme damit, ist unverzüglich der Notruf unter der Nummer 112 zu verständigen! Wichtig ist es, am Telefon auf den Schlaganfall hinzuweisen. Je schneller der Patient die richtige Behandlung erhält, desto besser sind die Heilungschancen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.167

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Die DKV ist seit beinahe 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2015 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.
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