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Bildung Karriere Schulungen

Symposium zu Herausforderungen digitaler Transformation

IT Compliance und Cyber Security

Heilbronn, 23. Januar 2018

Am 15. Februar findet an der German Graduate School of Management and Law (GGS) in Heilbronn das Symposium „Compliance und Integritätsmanagement in der digitalen Transformation“ statt. Die Themen IT Compliance und Cyber Security stehen im Mittelpunkt der Ganztagesveranstaltung des gemeinsamen Centers for Compliance, Integrity and Law (CIL) der Zeppelin Universität (ZU) und GGS.

Chancen und Risiken des digitalen Wandels

Der digitale Wandel bietet viele Chancen, trägt aber auch Risiken in sich. Für Unternehmen und ihre Führungskräfte rücken damit neue Themenfelder in den Mittelpunkt und die Anforderungen an Compliance steigen ständig. Insbesondere im IT-Bereich stellt die Einhaltung gesetzlicher, unternehmensinterner und vertraglicher Regelungen eine große Herausforderung dar. Werden beispielsweise Vereinbarungen hinsichtlich Datenschutz oder Informationssicherheit nicht eingehalten, drohen empfindliche Sanktionen. Auf der anderen Seite gefährden Hacker-Angriffe und sonstige Formen von Cyberkriminalität die Sicherheit und Reputation von Unternehmen.

Wie sich Unternehmen vor solchen Attacken schützen können, diskutieren renommierte Experten wie Dr. Viola Bensinger von Greenberg Traurig LLP, Michael Mayer von SAP SE und Sven Jacobs von Norton Rose Fulbright LLP beim Symposium „Compliance und Integritätsmanagement in der digitalen Transformation“. Außerdem geben sie Empfehlungen zur Gestaltung von IT Compliance in der Unternehmenspraxis und sprechen darüber wie IT-Sicherheitsvorfälle nicht nur durch Technik, sondern durch den Faktor Mensch vermieden werden können.

Kostenfreier Wissenstransfer

Die Veranstaltung steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Josef Wieland (ZU) und Prof. Dr. Martin Schulz (GGS) und richtet sich an Rechtsanwälte, Unternehmensjuristen, Compliance-Beauftragte, Risk-Manager sowie interessierte Führungskräfte. Die Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist noch bis zum 31. Januar per E-Mail unter icu@ggs.de möglich. Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter: www.ggs.de/cil-symposium.

Die German Graduate School of Management and Law ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert wird. Sie ist international ausgerichtet und arbeitet weltweit mit führenden Universitäten in Forschung und Lehre zusammen. Im Zentrum von Lehre und Forschung steht die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit und die Gestaltung von Innovationsprozessen. Die German Graduate School of Management and Law konzentriert sich auf berufsbegleitende Studienprogramme für Führungstalente und bietet Weiterbildungsprogramme für Führungsteams an.

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Thomas Rauh
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Projektmanagement in der Digitalen Transformation

Zertifikatslehrgang für Rechtsdienstleister

Projektmanagement in der Digitalen Transformation

Heilbronn, 8. Dezember 2017 Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr bietet die German Graduate School of Management and Law (GGS) ab März 2018 erneut den Zertifikatslehrgang „Projektma-nagement für Rechtsdienstleister in der Digitalen Transformation“ an. Das Weiterbildungsprogramm, das die Teilnehmer auf aktuelle Herausforderungen bei Rechtsdienst-leistungen vorbereitet, vermittelt wichtige Projektmanagement-Tools und zeigt die effiziente Nutzung von Legal Tech-Angeboten auf. Mit dem erlernten Wissen können die Teilnehmer komplexe rechtliche Projekte und Transaktionen ganzheitlich erfassen und bei deren Gestaltung unter Einbeziehung digitaler Tools erfolgreich mitwirken.

Intensiver Praxistransfer
Der Zertifikatslehrgang, der aus vier einzeln buchbaren Modulen besteht, richtet sich an Rechtsanwälte und Risk-Manager, Unternehmens- und Wirtschaftsjuristen sowie an Transaction Lawyers und Manager, die bei Rechtsdienstleistern tätig sind. In den jeweils zweitägigen Modulen lernen die Legal Project Manager methodische Grundlagen und komplexe Wirtschaftstransaktionen anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis kennen. Im ersten Modul am 9. und 10. März 2018 geht es um die Grundlagen im Projektmanagement für die Digitale Transformation und die Einsatzfelder von „Legal Tech“. Modul 2 gibt am 13. und 14. April 2018 anhand von Anwendungsfällen einen Einblick, wie beispielsweise IT-Outsourcing und M&A-Transaktionen im Projektmanagement gesteuert werden können. Wie ein Compliance Management System aufgebaut und interne Untersuchungen durchgeführt werden können, erfahren die Besucher im dritten Lehrgangsteil (8. bis 9. Juni 2018). Die Seminarreihe endet mit dem Schwerpunkt „Projektmanagement in der juristischen Wertschöpfungskette“, der vom 28. bis 29. September 2018 stattfindet.

Berufsfreundliches Wochenendformat
Dank des Wochenendformats – die Module finden freitags und samstags statt – ist der Zertifikatslehrgang „Projektmanagement für Rechtsdienstleister in der Digitalen Transformation“ gut mit dem Job vereinbar. Der Preis für den gesamten Lehrgang beträgt 4.490 Euro, ein einzelnes Modul kostet 1.400 Euro, jeweils zuzüglich sieben Prozent Umsatzsteuer. Frühbucher profitieren noch bis zum 31. Januar 2018 von einem Rabatt in Höhe von 20 Prozent. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ggs.de/rechtliches-projektmanagement

Die German Graduate School of Management and Law ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert wird. Sie ist international ausgerichtet und arbeitet weltweit mit führenden Universitäten in Forschung und Lehre zusammen. Im Zentrum von Lehre und Forschung steht die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit und die Gestaltung von Innovationsprozessen. Die German Graduate School of Management and Law konzentriert sich auf berufsbegleitende Studienprogramme für Führungstalente und bietet Weiterbildungsprogramme für Führungsteams an.

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GGS Forschungsjahr 2017

Impulse über Grenzen hinweg

GGS Forschungsjahr 2017

Heilbronn, 27. November 2017

International, praxisrelevant und interdisziplinär – diese drei Merkmale prägen das aktuelle Forschungsjahr der German Graduate School of Management and Law (GGS). Mit fünf A-, elf B- und 13 C-gerankten (jeweils nach VHB-JOURQUAL 3) Artikeln in referierten Management-Fachzeitschriften und Konferenzbänden fällt die Publikationsliste der Business School für die ersten zehn Monate 2017 beeindruckend aus. Zusätzlich erstellten die GGS-Forscher 46 Konferenzbeiträge und präsentierten ihre neuen Erkenntnisse der internationalen Forschungsgemeinschaft zwischen Atlanta, London, Paris und Peking. Viel Beachtung fanden zwei Herausgeberwerke von GGS-Autoren: Das Handbuch „Compliance-Management im Unternehmen“ von Prof. Dr. Martin Schulz beleuchtet von einer Strategie bis zur praktischen Umsetzung das Compliance-Management von allen Seiten, während Prof. Dr. Christopher Stehr im Buch „CSR und Marketing – Nachhaltigkeit und Verantwortung richtig kommunizieren“ aufzeigt, wie eine ganzheitliche CSR-Markenstrategie entwickelt werden kann.

Förderung junger Wissenschaftler
Besonders die Förderung junger Wissenschaftler liegt der GGS am Herzen. So betreut die GGS zusammen mit der Europa-Universität Viadrina Franfurt (Oder) aktuell acht Doktoranden im Graduiertenkolleg „Dynamic Capabilities and Relationships“. Hinzu kommen noch 13 Doktoranden in kooperativen Promotionsverfahren. Die Nachwuchsforscher arbeiten stets in enger Abstimmung mit ihren Betreuern an der Dissertation und profitieren von gemeinsamen Konferenzpräsentationen. Der inhaltliche Austausch mit exzellenten Wissenschaftlern erfolgt nicht nur dort, sondern auch regelmäßig in Heilbronn bei den öffentlichen Forschungsseminaren, welche sich durch Interdisziplinarität und internationale Top-Referenten auszeichnen. „Gerade in den Management- und Rechtswissenschaften, deren Rahmenbedingungen sich schnell ändern, ist es wichtig, bestehendes Wissen ständig zu hinterfragen, im Austausch mit anderen Wissenschaftlern weltweit und mit der Unternehmenspraxis“, erklärt GGS-Vorstand Prof. Dr. Tomás Bayon die Forschungsmaxime der GGS. „Für unsere Fokusthemen Innovation, Unternehmertum und Compliance erhalten wir zusätzlich wertvolle Impulse aus der engen Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Region Heilbronn-Franken“, so Bayon weiter.

Nährboden für Austausch
Genau dieser Erfahrungsaustausch steht auch im Mittelpunkt der von der GGS organisierten öffentlichen Veranstaltungen: In diesem Jahr fanden unter anderem jüngst der Life Science Kongress, das etablierte Arbeitsmarktforum, die zum ersten Mal durchgeführte Konferenz Mobilität und Recht, aber auch das Strategietreffen der Weltmarktführer oder die mit den Wirtschaftsjunioren der IHK Heilbronn-Franken organisierte Kooperationsveranstaltung „Gründergeist 4.0“ statt. Für großes Aufsehen sorgte 2017 das zusammen mit dem IT-Netzwerk Connect.IT konzipierte Experimentalformat „InnoSpace“, bei dem die konkreten Themen rund um Innovation – im Sinne eines BarCamps – durch die Teilnehmer bestimmt werden.

Als Spezialist für Familienunternehmen und Entrepreneurship zieht die GGS auch zahlreiche internationale Studierende an: So waren im März 25 Studierende der Partnerhochschule Bentley University Boston eine Woche lang in Heilbronn zu Besuch, um die deutsche Wirtschaft kennenzulernen. Und im Juli erhielten 38 MBA-Studenten aus den USA, Thailand, Großbritannien und Südafrika im Rahmen der International Summer Academy einen Einblick in den deutschen Mittelstand. Auch wer an der GGS studiert, profitiert in Auslandsmodulen oder bei der Studienreise vom internationalen Austausch. Wie die 46-köpfige Gruppe der Studienreise nach China, die im April einen Blick hinter die Kulissen lokaler Unternehmen und Institutionen werfen sowie mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren durfte.

Die German Graduate School of Management and Law ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert wird. Sie ist international ausgerichtet und arbeitet weltweit mit führenden Universitäten in Forschung und Lehre zusammen. Im Zentrum von Lehre und Forschung steht die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit und die Gestaltung von Innovationsprozessen. Die German Graduate School of Management and Law konzentriert sich auf berufsbegleitende Studienprogramme für Führungstalente und bietet Weiterbildungsprogramme für Führungsteams an.

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GGS: Quarterly 03/ 17

Schwerpunktthema Zukunft der Arbeit

GGS: Quarterly 03/ 17

Heilbronn, 9. November 2017

Was macht gute Arbeit aus? Welche Potenziale, welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen gibt es heute und in Zukunft? Die neue Ausgabe des GGS-Magazins Quarterly zur Zukunft der Arbeit möchte diese Fragen beantworten. Das Themenheft gibt Denkanstöße, stellt innovative Beispiele für Mitarbeiterbindung vor und zeigt anhand der Glücksdiagramme von vier Persönlichkeiten, wie wichtig es ist, eine gute Work-Life-Balance zu finden.

Weitere Themen sind unter anderem:
– Interview mit Burnout-Experte Jürgen Loga
– Gamification im Recruiting
– Gesichter der GGS
– Unternehmerische Resilienz

Link zur Online-Ausgabe:
https://www.ggs.de/medien/ggs-quarterly/
https://www.ggs.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/GGS-Quarterly/GGS_Quarterly_2017_03.pdf

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Arbeitsmarktforum am 10. November |GGS

Denkanstöße für die Arbeitswelt 2.0

Arbeitsmarktforum am 10. November |GGS

Heilbronn, 23. Oktober 2017

Bereits zum fünften Mal findet am 10. November das deutsche Arbeitsmarktforum statt. Der gemeinsam vom Personaldienstleister BERA und der German Graduate School of Management and Law (GGS) organisierte Kongress steht unter dem Motto „Visionen vermitteln – Austausch fördern“. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, präsentieren hochkarätige Referenten Denkanstöße und praxisnahe Lösungen, die helfen, den Wandel in Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft besser zu meistern.

Erfolgsfaktoren der Zukunft

GGS-Vorstand Prof. Dr. Tomás Bayon verspricht: „Lernen Sie auf dem Arbeitsmarktforum innovative Denkansätze kennen und nutzen Sie die Expertise für Ihren Unternehmenserfolg. Spannende Referenten und Praxisbeispiele fördern die Fähigkeit, neue Sichtweisen einzunehmen, und sorgen für einen hohen Wissenstransfer.“ Mit seiner Keynote zum Thema Neugier eröffnet der Autor und Pädagoge Dr. Carl Naughton den Kongresstag und möchte Lust auf Neues und Veränderungen machen. Es folgen ein Generationentalk und der Auftritt von Poetry Slamer Nikita Gorbunov, der provokant einen Blick auf die moderne Arbeitswelt wirft. Im anschließenden Forum berichtet der HR-Spezialist Joachim Schledt, der den Personalbereich beim Biolebensmittelhändler Alnatura leitet, wie mit Sozialorganik die Zusammenarbeit neu und effizienter gestaltet werden kann. Zeitgleich geht Professor Heinz-Theo Wagner zukünftigen Erfolgsfaktoren auf den Grund. Der GGS-Managementexperte schildert anhand neuester Forschungserkenntnisse, wie mithilfe von Kreativität und Innovation Transformationsprozesse produktiv begleitet werden können. Nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch inspirierende Erkenntnisse verspricht ein weiteres Forum am Nachmittag: Hier stehen der Vortrag „Energie und Vitalität – neue Werte für den Arbeitsmarkt“ von Schauspielerin Tara Marie Linke und Trainer Alexander Feil sowie die Vorstellung der Forschungsergebnisse zum Thema Führungskonzepte und flexible Arbeitsformen von Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation zur Auswahl. Mit einer Diskussionsrunde zur Rekrutierung internationaler Talente und dem Impulsvortrag „Recruitainment-Konzepte“ von Blogger und Unternehmensberater Jo Diercks endet das Arbeitsmarktforum.

Branchentreff mit Mehrwert

Das Arbeitsmarktforum, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Organisationen und Verbänden richtet, bietet eine hohe Dichte an Informationen und Innovationen. Im Mittelpunkt stehen der branchenübergreifende Austausch und der Wissenstransfer zwischen Referenten und Teilnehmern. Veranstaltungsort ist das Audi Forum Neckarsulm, die Teilnahme kostet 490 Euro zzgl. Mehrwertsteuer. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.arbeitsmarktforum.com

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Semesterstart an der GGS

Studierendenzahl erreicht neue Bestmarke

Semesterstart an der GGS

Semesterstart an der GGS

Heilbronn, 13. Oktober 2017

Ganz im Zeichen der Einführungswoche steht der Semesterstart an der German Graduate School of Management and Law (GGS). Am 9. Oktober begannen 56 Studierende im berufsbegleitenden Masterprogramm M.Sc. in Management, wovon ein Drittel den neuen Schwerpunkt Vertriebsmanagement belegt. Bereits am 6. Oktober startete der englischsprachige Master of Business Administration (MBA) mit 18 Teilnehmern. Ab 21. Oktober werden 27 Studierende im LL.M. in Business Law die juristische Denk- und Arbeitsweise sowie zentrale Bereiche des Wirtschaftsrechts kennenlernen, bevor im Januar 2018 mit 25 Teilnehmern im MSc in Buisiness Management der Semester-Intake endet. Insgesamt werden sich dann 319 Studierende an der GGS fortbilden – so viele wie noch nie.

Verantwortungsvolles Denken und Handeln

„In einer Welt, die von Komplexität und Dynamik geprägt ist, fördert die GGS verantwortungsvolles Denken und Handeln. Nehmen Sie diese Chance wahr, nutzen Sie die zahlreichen Möglichkeiten zum Austausch an unserer Business School und vernetzen Sie sich. Die GGS bietet Ihnen die ideale Plattform, um fachlich besser und persönlich stärker zu werden“, erläuterte Vorstand Prof. Dr. Tomás Bayon in seiner Semesteransprache die Vorteile eines GGS-Studiums. Durch die forschungsbasierte Lehre und den intensiven Praxistransfer profitierten nicht nur die Studierenden, sondern auch die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken mit ihren vielen mittelständischen Unternehmen, so Bayon weiter.

Sales Management auf Top-Niveau: M.Sc. in Vertriebsmanagement

Seine Premiere feierte der neue Schwerpunkt Vertriebsmanagement im Studiengang M.Sc. in Management, der internationale Trends aus dem Sales Management genauso aufgreift wie die Themen Digitalisierung und Vertragsrecht. Ziel ist es, die Studierenden für die Übernahme verantwortungsvoller Führungspositionen im Vertrieb fit zu machen. Damit es mit der Mehrwerterzielung für die Kunden und der Abgrenzung des eigenen Unternehmens vom Wettbewerb im Berufsleben klappt, hat sich die GGS Verstärkung an Bord geholt. Dr. Michael Hartmann betreut mit seiner Vertretungsprofessur für Industriegütermarketing und Vertrieb die neue Vertiefungsrichtung Vertriebsmanagement. Der 35-Jährige verfügt über reichlich Praxiserfahrung als Key Account Manager in der Automotive-Industrie und Divisional Manager im Direktvertrieb. Außerdem kennt er die GGS bereits bestens: Schließlich hat er im gemeinsamen Graduiertenkolleg mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) promoviert.

Die German Graduate School of Management and Law ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert wird. Sie ist international ausgerichtet und arbeitet weltweit mit führenden Universitäten in Forschung und Lehre zusammen. Im Zentrum von Lehre und Forschung steht die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit und die Gestaltung von Innovationsprozessen. Die German Graduate School of Management and Law konzentriert sich auf berufsbegleitende Studienprogramme für Führungstalente und bietet Weiterbildungsprogramme für Führungsteams an.

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GGS: Life Science Kongress am 22. November

Kommerzialisierung von Life Science-Technologien

GGS: Life Science Kongress am 22. November

Life Science Kongress

Heilbronn, 9. Oktober 2017

Wie sich aus wissenschaftlichen Ideen ein vitales Geschäftsmodell entwickeln kann, beleuchtet der Life Science Kongress am 22. November in Heilbronn. Die von der German Graduate School of Management and Law (GGS) und dem Zukunftsfonds Heilbronn organisierte und mit hochkarätigen Referenten besetzte Veranstaltung bietet jungen Wissenschaftlern, Gründern und etablierten Unternehmen aus dem Life Science-Bereich eine Plattform zum Austausch und ermöglicht Einblicke in wichtige Zukunftstrends der Branche. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Kommerzialisierung von Life Science-Technologien.

Vorträge und Diskussionsrunden geben Impulse

„Heilbronn hat sich in wenigen Jahren zu einem national bedeutenden Standort für die Life Science-Branche, insbesondere für die Medizintechnik, entwickelt. Mit dem dritten Life Science Kongress bieten wir wieder ein interdisziplinäres Format an, bei dem sich spannende Vorträge mit Diskussionsrunden zu aktuellen Trends abwechseln“, erklärt GGS-Vorstand Prof. Dr. Tomás Bayon das Konzept der Veranstaltung.

Der Kongresstag startet mit dem Vortrag „Big Data / Transformationsprozess“ von Klaus-Peter Fett, Head of Innovation and Collaboration beim Internetdienstleister Google. Welche Herausforderungen die Regularien bei Life Science-Technologien für Gründer darstellen, erläutert Christian Lautner, Managing Partner bei Flying Health Incubator, einem Gründerzentrum für Digital Health Start-ups. Spannende Erkenntnisse aus der Onkologie stellen Prof. Dr. Uwe Martens und Prof. Dr. Christian Fegeler vom Institut für personalisierte Medizin MOLIT in ihrem Beitrag „From Bench to Bedside“ vor. Hochkarätig besetzt ist die anschließende Podiumsdiskussion, in der Joachim Wilke von Resuscitec, Urs Christen von Fumnedica und Moderatorin Emilie Hofstetter über die Höhen und Tiefen bei der Kommerzialisierung medizintechnischer Innovationen debattieren. Die kanadischen XOR Labs sorgen derzeit für viel Aufsehen im Bereich der personalisierten Medizin. Wie aus einem medizinischen Bedarf ein Produkt zur Therapieanwendung werden kann, schildern am Nachmittag CEO Thomas K. Waddell, CFO Shaf Keshavjee und Chris Begley von der kanadischen Botschaft in Berlin. Der Kongresstag endet mit einer Talkrunde, in der die drei Investoren Enno Spillner (Evotec), Dr. Hubert Birner (TVM Capital Life Science) und Jared Sebhatu (German Accelerator) Partnermodelle für Life Science-Technologieunternehmen vorstellen.

AppLab und Kamingespräch am Vortag

Zwei besondere Formate finden bereits am Vortag des Life Science Kongresses statt. Während beim Kamingespräch am Abend die gesellschaftlichen Herausforderungen der Life Science-Industrie im Mittelpunkt stehen, können sich im AppLab alle Interessierten kostenfrei über technologisch innovative Ansätze im Gesundheitswesen informieren. Organisator Dr. Jochen Becker vom Investment Lab Heilbronn erklärt den Ansatz dahinter: „Der Quantensprung in der Informationstechnologie hat auch einen großen Einfluss auf den Life Science-Bereich. Durch telemedizinische Lösungen und Ansätze zur künstlichen Intelligenz können die Arzt-Patienten-Interaktionen zielgerichteter und effizienter gestaltet werden. Trotz dieser offensichtlichen Vorteile bestehen aber auch berechtigte Vorbehalte gegenüber den neuen Lösungsansätzen. Im AppLab können die Teilnehmer die Vor- und Nachteile abwägen und sich mit den beteiligten Gruppen wie Ärzten, Patienten und Anbietern austauschen.“

Der Life Science-Kongress richtet sich an Personen, die in das Management von Organisationen wie Kliniken oder Forschungszentren, Unternehmen und Teams im Life Science-Bereich involviert sind. Dazu gehören beispielsweise Geschäftsführer, Wissenschaftler, Venture Capitalists oder Pharmamanager. Veranstaltungsort ist die Aula auf dem Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung in Heilbronn. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.life-science.management.

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Online-Kurs MOOC startet am 1. Oktober

Digitalisierung des Personalmanagements

Online-Kurs MOOC startet am 1. Oktober

Heilbronn, 5. September 2017

Nach der Premiere im letzten Jahr findet der englischsprachige MOOC (Massive Open Online Course) „Human Resource Management in the Digital Age“ ab 1. Oktober zum zweiten Mal statt. In dem von der German Graduate School of Management and Law (GGS) konzipierten Online-Format für Fach- und Führungskräfte erfahren die Teilnehmer, wie die digitale Transformation wesentliche Funktionen im Personalmanagement verändert, und erhöhen durch praxisorientierte Gruppenarbeit zusätzlich ihre eigene digitale Kompetenz. Sie tauschen sich in virtuellen Gruppen sowie mit den Dozenten aus, diskutieren und können aktuelle HR-Themen in der Tiefe analysieren. „Die Teilnehmer erleben in unserem MOOC die Vorzüge eines GGS-Studiums wie intensive Betreuung und schnelles Feedback durch Dozenten und Community Manager. Sie bekommen Einblicke in ein aktuelles Thema des Personalmanagements und können sich und ihr Unternehmen für die digitale Zukunft präparieren und aufstellen“, erläutert Andreas Eckhardt, Professor für Personalmanagement, die Besonderheit des Kurs-Konzepts.

Renommierte Plattform und hochkarätige Experten

Mit der an der Stanford University entwickelten Plattform NovoEd besitzt die GGS einen kompetenten Partner für den Betrieb des MOOCs, der über viel Erfahrung im Bereich Social Learning verfügt. Der elfwöchige MOOC ist in fünf Module aufgeteilt, die von HR-Experten führender Unternehmen im Praxistransfer begleitet werden. Im ersten Modul beispielsweise gibt Janina Kugel, Leiterin des Personalwesens und Vorstandsmitglied bei der Siemens AG, einen Einblick in die Herausforderungen der Digitalisierung bei Siemens. Als Experte für organisatorische Veränderungsprozesse begleitet Harald Schirmer, Manager Digital Transformation & Change bei der Continental AG, das zweite Modul „Workforce Planning & Change“. Gero Hesse, CEO Embrace Medienfabrik der Bertelsmann AG, unterstützt die Teilnehmer beim Thema „Recruiting & Retention“ mit seinem Know-how. Weitere HR-Experten, die als Dozenten des MOOCs den Einfluss der digitalen Transformation auf das Personalmanagement schildern, sind Dr. Jeanny Wildi-Yune, Senior Manager der KPMG AG, im Modul „Human Resource Development“ und Philippe Bopp, CEO der machtfit GmbH, im Modul „Health & Risk Management“.

Für Studierende der GGS ist die Teilnahme am MOOC „Human Resource Management in the Digital Age“ kostenfrei, alle anderen Teilnehmer bezahlen 199 US-Dollar. Mehr Informationen zum Online-Kurs sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es online unter: https://novoed.com/ggs-digihrm.

Die German Graduate School of Management and Law ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert wird. Sie ist international ausgerichtet und arbeitet weltweit mit führenden Universitäten in Forschung und Lehre zusammen. Im Zentrum von Lehre und Forschung steht die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit und die Gestaltung von Innovationsprozessen. Die German Graduate School of Management and Law konzentriert sich auf berufsbegleitende Studienprogramme für Führungstalente und bietet Weiterbildungsprogramme für Führungsteams an.

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Politik Recht Gesellschaft

Zukunftsperspektive Europäische Union: Interview mit Prof. Dr. Claus Pegatzky

„Viele von uns verkennen die Einmaligkeit des Europäischen Projekts“

Zukunftsperspektive Europäische Union: Interview mit Prof. Dr. Claus Pegatzky

Heilbronn, 17. August 2017

Spätestens seit der Brexit-Entscheidung Großbritanniens befindet sich die Europäische Union (EU) in der Krise. Doch bereits seit 2009 ergaben sich im Zuge der Staatsschulden- und Eurokrise Zweifel an dem institutionellen und ideellen Rahmen der EU. Claus Pegatzky, Professor für öffentliches Wirtschaftsrecht, Regulierungsrecht und Europarecht an der German Graduate School of Management and Law (GGS), gibt eine persönliche Einschätzung zur Lage der EU und erläutert aus juristischer Sicht die Einschränkungen und Chancen für eine Weiterentwicklung.

Wie steht es aktuell um die Europäische Union?

Europa – zumindest die Europäische Union – befindet sich in der wohl tiefsten Krise seit der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren. Was mit der Brexit-Entscheidung der Bürger Großbritanniens schlagartig offenbar wurde, deutete sich bereits 2005 in Frankreich und den Niederlanden an. Die Abstimmungen dort bedeuteten das endgültige Aus für die politisch bereits beschlossene Verfassung für Europa. Auch die Art und Weise der Bewältigung der Staatsschulden- und Eurokrise seit dem Jahr 2009 rief einige Zweifel an der Belastbarkeit des vorhandenen institutionellen und ideellen Rahmens hervor. Mit der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hat sich dieser Befund noch verschärft. Mangelnder Respekt einzelner EU-Staaten vor grundlegenden rechtsstaatlichen Errungenschaften wie der Unabhängigkeit der Justiz oder der Freiheit der Presse und nicht zuletzt auch die jüngsten außenpolitischen Herausforderungen setzen die EU zusätzlich unter Druck. Europa als Idee einer institutionell verfassten Wertegemeinschaft scheint es gegenwärtig schwer zu haben, seine Bürger auf breiter Front zu überzeugen oder gar zu begeistern.

Quo vadis EU? Müssen wir angesichts der vielfältigen außenpolitischen Herausforderungen an die Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ denken?

Diese Option erachte ich aus Rechtsgründen für – zumindest derzeit – nicht realisierbar. Die Europäische Union ist zwar ein eigenständiger Rechtsträger, sie basiert aber auf keinem konstituierenden staatsrechtlichen Akt, sondern auf einer völkerrechtlichen Übereinkunft ihrer Mitgliedstaaten. Diese haben im Rahmen der Unionsverträge die EU als zwischenstaatliche Gemeinschaft gegründet und eine ganze Reihe von Zuständigkeiten auf die EU übertragen. Die EU kann und darf aber nach dem Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung nur handeln, wenn ihr für eine bestimmte Angelegenheit auch die entsprechenden Kompetenzen von den Mitgliedstaaten übertragen worden sind. Ist dies nicht der Fall, verbleiben die Zuständigkeiten bei den Mitgliedstaaten. Würde die EU in diesem Bereich dennoch handeln, läge ein sogenannter ausbrechender Rechtsakt vor, der unwirksam wäre. Die EU kann sich also nicht selbst ihre eigenen Kompetenzen schaffen. Sie ist bislang nur ein Staatenverbund, aber eben kein Staat im Sinne des Völkerrechts, da es ihr an einer originären Staatsgewalt fehlt. Über ihre eigenen Organe könnte sich die EU daher auch nicht als Staat konstituieren.

Könnten die EU-Mitgliedsstaaten dann nicht eine weitere völkerrechtliche Übereinkunft schließen, die den Weg für die EU als eigenen Staat freimacht?

Grundsätzlich wäre dies in einigen Mitgliedsstaaten durchaus denkbar. Den deutschen Staatsorganen wäre jedoch die Mitwirkung an einem solchen Vorgang unter Geltung des Grundgesetzes verwehrt. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits 1993 in seiner Entscheidung zu dem Vertrag von Maastricht, der zur Gründung der EU geführt hatte, deutlich gemacht, dass es das demokratische Prinzip des Grundgesetzes verbiete, Aufgaben und Befugnisse des Bundestages in unbegrenzter Weise auf einen anderen Rechtsträger zu übertragen. In dem Urteil zum Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2009 hat das Bundesverfassungsgericht diesen Grundsatz bekräftigt und ausgeführt, dass die in Art. 79 Abs. 3 GG niedergelegte Verfassungsidentität, also die Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland auf einen demokratischen, föderalen und sozialen Rechtsstaat, allein zur Disposition der deutschen verfassungsgebenden Gewalt stehe. Danach ist es allen Staatsorganen verwehrt, über diese Verfassungsidentität im Wege einer Verlagerung von Hoheitsgewalt auf einen anderen Rechtsträger zu verfügen. Die Verfassungsidentität könnte auch nicht durch eine beliebige Mehrheit von Abgeordneten geändert werden, weshalb hier von einer „Ewigkeitsgarantie“ gesprochen wird. Das Grundgesetz – zumindest in seiner gegenwärtigen Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht – verbietet daher generell die Beteiligung deutscher Staatsorgane an der Transformation der EU zu einem originären Staat.

Ist die Vision eines Europäischen Staates damit von vornherein utopisch?

Nicht unter allen Umständen. Zumindest ist die Bildung einer verfassungsgebenden Versammlung auf europäischer Ebene und die anschließende Gründung eines europäischen Staates denkbar. Ein solcher Prozess müsste sich besonders streng an demokratischen und rechtsstaatlichen Regeln orientieren und zudem in besonderer Weise die Prinzipien der Gleichheit und Transparenz beachten. Aus Sicht des Grundgesetzes wäre dies allerdings ein revolutionärer Akt, da am Ende des Prozesses die Aufhebung der ursprünglichen Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland und aller übrigen Länder stehen müsste. Wie wahrscheinlich ein solches Szenario allerdings ist, zeigen die Referenden in Frankreich und den Niederlanden, die im Jahre 2005 zum Scheitern der Verfassung für Europa geführt haben.

Inwieweit könnte eine Stärkung des Europäischen Parlaments gegenüber Kommission und Rat das vielfach beklagte Demokratiedefizit in der EU verringern?

Wir neigen meines Erachtens zu sehr dazu, die EU nach Kriterien, die weitgehend im 19. Jahrhundert für souveräne demokratische Staaten entwickelt wurden, zu beurteilen. Dies verkennt freilich die Einmaligkeit des europäischen Projekts. Natürlich bedarf die Ausübung von Hoheitsgewalt einer hinreichenden demokratischen Legitimation. Diese muss aber nicht unter allen Umständen und in erster Linie über ein Parlament vermittelt sein. Schauen Sie sich nur die USA oder Frankreich an, in denen der unmittelbar vom Volk gewählte Präsident eine ungleich stärkere Rolle als die jeweiligen Parlamente einnimmt. Auch auf der EU-Ebene ist es nicht das Europäische Parlament, das maßgeblich für die Vermittlung demokratischer Legitimation verantwortlich ist. Denn ihm kommt lediglich eine „stützende Funktion“ zu, darauf hat nicht zuletzt das Bundesverfassungsgericht hingewiesen. Nach dieser Auffassung erfolgt die wesentliche demokratische Vermittlung auf europäischer Ebene durch die Rückkopplung des Handelns der europäischen Organe an die Parlamente der Mitgliedstaaten und die jeweiligen Staatsvölker. Diese werden im Wesentlichen im Rat repräsentiert. Aus diesem Grund besteht der europäische „Gesetzgeber“ aus dem Rat und dem Europäischen Parlament gemeinsam. Würde man die Rolle des Parlaments zu Lasten des Rates verstärken, hätte dies nicht automatisch ein höheres demokratisches Legitimationsniveau innerhalb der EU zur Folge. Jedenfalls solange in Europa ein einheitliches Wahlvolk, europäisch ausgerichtete Parteien und ein allgemeines gleiches Wahlrecht nicht existieren, kann das Europäische Parlament nicht für sich in Anspruch nehmen, das maßgebliche Repräsentationsorgan eines souveränen europäischen Volkes zu sein. Jede Verschiebung der kompliziert austarierten Balance zwischen den Organen der EU sollte daher mit großer Umsicht vorgenommen werden.

Welche weiteren Möglichkeiten zur Entwicklung der EU gibt es?

Zum einen sollte man über eine nicht unerhebliche Einschränkung der Zuständigkeiten nachdenken. So hat die EU in der Vergangenheit unter Berufung auf den einheitlichen Binnenmarkt Regelungen in praktisch allen denkbaren Betätigungsfeldern erlassen. Unabhängig davon, ob hierfür eine konkrete Kompetenzgrundlage bestand oder nicht. Ein Beispiel ist die EU-Medienrichtlinie, die in ihrer Neufassung selbst US-Streamingdienste wie Netflix erfasst und von diesen ein Kontingent europäischer Produktionen in Höhe von 30 Prozent verlangt. Dies erachte ich als einen klaren Eingriff in die Kulturhoheit der Mitgliedstaaten. Zudem sollte das in den EU-Verträgen ausdrücklich verankerte Subsidiaritätsprinzip, also die Zuständigkeitsvermutung zugunsten der regionalen oder nationalen Ebene, deutlich ernster genommen werden, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Eine deutliche Verschlankung der europäischen Vorgaben scheint mir schon deshalb zweckmäßig, um dem Gefühl vieler Bürger einer zunehmenden Fremdregierung aus Brüssel entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite sollte man aber auch an eine Ausweitung der EU-Befugnisse in den Bereichen denken, die national nicht mehr sinnvoll zu regeln sind. Der Umwelt- und Verbraucherschutz bietet sich hier an, aber auch der gesamte Bereich der Zuwanderung und des Asylrechts. Darüber hinaus könnte ich mir durchaus vorstellen, selbst sensible Bereiche wie Sicherheit und Verteidigung zumindest partiell auf die europäische Ebene zu verlagern. Was spräche denn gegen europäische Polizeivollzugsbeamte für bestimmte Bereiche der Schwerkriminalität? Auch ein europäisches Heer unter einem einheitlichen Oberbefehl schiene mir nicht der Untergang des Abendlandes zu sein.

Zur Person:

Claus Pegatzky ist Professor für öffentliches Wirtschaftsrecht, Regulierungsrecht und Europarecht an der GGS in Heilbronn. In seiner Forschung beschäftigt er sich u.a. mit den Aufgaben und Befugnissen der europäischen Institutionen. Aber auch aktuelle Fragestellungen des (deutschen) öffentlichen Wirtschaftsrechts stehen im Fokus der Arbeit des leidenschaftlichen Hobby-Kochs.

Die German Graduate School of Management and Law ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert wird. Sie ist international ausgerichtet und arbeitet weltweit mit führenden Universitäten in Forschung und Lehre zusammen. Im Zentrum von Lehre und Forschung steht die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit und die Gestaltung von Innovationsprozessen. Die German Graduate School of Management and Law konzentriert sich auf berufsbegleitende Studienprogramme für Führungstalente und bietet Weiterbildungsprogramme für Führungsteams an.

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Prof. Wagner zum 5. Mal in Folge ausgezeichnet

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Heilbronn, 9. August 2017

Mittlerweile ist es schon eine schöne Tradition: Beim 77. Jahrestreffen der renommierten Academy of Management (AoM), das vom 4. bis 8. August in Atlanta stattfand, erhielt Prof. Heinz-Theo Wagner von der German Graduate School of Management and Law (GGS) erneut einen Best Reviewer Award. Nach drei Best Reviewer Awards und einem Outstanding Associate Editor Award in den letzten Jahren, ist es bereits der fünfte Preis in Folge für hervorragende Leistungen im Begutachtungsprozess. Glücklich nahm der Professor für Management und Innovation die Auszeichnung der Technology and Innovation Management (TIM) Division entgegen: „Es ist eine Ehre für mich, diese Auszeichnung in Empfang zu nehmen. Ich freue mich besonders, dass meine Arbeit zum wissenschaftlichen Fortschritt beiträgt.“ Für die Konferenz der AoM sind 1871 Reviews von 841 Gutachtern verfasst worden.

Gutachter sichern Qualität der Beiträge

Für wissenschaftliche Konferenzen und Fachzeitschriften bewerten in der Regel mindestens zwei Gutachter die eingereichten Artikel, Papers und Symposium-Beiträge, um daraus die besten auszuwählen. Mit ihren detaillierten und aussagefähigen Reviews sichern die Gutachter die hohen Qualitätsstandards, die an wissenschaftliche Veröffentlichungen gestellt werden. Weil die Autoren Kopien der konstruktiven Reviews erhalten, können sie danach ihre Erkenntnisse besser herausarbeiten und die wissenschaftliche Qualität ihrer Beiträge verbessern.

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