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Residenzpflicht für Flüchtlingskinder abschaffen

Residenzpflicht für Flüchtlingskinder abschaffen

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Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Bundesländer auf, die Residenzpflicht für Flüchtlingskinder abzuschaffen. Durch diese räumliche Beschränkung ist es für viele Flüchtlingskinder nicht oder nur eingeschränkt möglich, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe wahrzunehmen, beispielsweise Ferienfahrten oder in Sportvereinen. Mit der Residenzpflicht wird die Bewegungsfreiheit innerhalb Deutschlands für Asylbewerber und Geduldete eingeschränkt. Nach einer aktuellen Recherche des Deutschen Kinderhilfswerkes wird in 14 Bundesländern der Aufenthalt auf das jeweilige Bundesland beschränkt (in Niedersachsen und Bremen dürfen Flüchtlingskinder ohne Genehmigung in das Nachbarbundesland, in Berlin und Brandenburg nach Erteilung einer Dauerverlassenserlaubnis), in Bayern und Sachsen gilt sogar eine Beschränkung auf den Regierungsbezirk. Und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind noch stärker in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Sie dürfen sich im Regelfall nur im Bezirk der Ausländerbehörde aufhalten.

„Auch wenn die Residenzpflicht für Flüchtlinge, die sich seit drei Monaten im Bundesgebiet aufhalten oder registriert sind, grundsätzlich abgeschafft ist, gibt es in der Praxis nach wie vor große Probleme. Damit können viele Flüchtlingskinder Angebote der Kinder- und Jugendhilfe nicht wahrnehmen, wenn diese in einem anderen Bundesland stattfinden. Wir erleben auch immer wieder Fälle, dass in Sportvereinen Fahrten zu Auswärtsspielen oder Sportfesten unmöglich sind. Damit muss schleunigst Schluss sein. Eigentlich ist jungen Geflüchteten rechtlich gesehen nach drei Monaten die Teilnahme an Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, wie Ferienfreizeiten im Inland, uneingeschränkt möglich. Das gilt allerdings nicht, wenn sie noch in einer Erstaufnahmeeinrichtung leben oder aus einem sogenannten sicheren Herkunftsland kommen. Und die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass die zuständigen Ausländerbehörden auch nach Ende des dritten Monats die Reisefreiheit durch Ausnahmeregelungen oftmals einschränken“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes verstößt die Residenzpflicht für Flüchtlingskinder gegen Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention. Demnach ist bei „allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, […] das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“ Deshalb darf die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe nicht räumlichen Beschränkungen unterworfen sein. Vielmehr muss es darum gehen, die Integration von Flüchtlingskindern sowie ihre Teilhabe und Partizipation an unserer Gesellschaft stärker als bisher zu befördern.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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Hear the World Foundation unterstützt bedürftige Kinder mit Hörverlust im Libanon

Die Unternehmensstiftung hilft dort, wo das Engagement der internationalen Gemeinschaft und der öffentlichen Hilfsorganisationen allein nicht reicht

(Mynewsdesk) Stäfa, Schweiz – Etwa 1,5 Millionen Syrer sind vor dem Krieg in den benachbarten Libanon geflohen. Fast die Hälfte sind Kinder, die besonders unter den Folgen des Kriegs leiden – darunter auch Jungen und Mädchen, die ihr Gehör eingebüßt haben. Die gemeinnützige Hear the World Foundation hilft mit ihrem Projekt HearLebanon diesen sowie auch bedürftigen libanesischen Kindern, wieder zu hören. Sie erhalten damit die Möglichkeit sprechen zu lernen und die Chance, später ein eigenständiges Leben führen zu können.

Als Chahama fünf Jahre alt war, bemerkte ihre Lehrerin, dass das Mädchen unter einem schweren Hörverlust leidet. Als Flüchtlinge aus Syrien hatte Chahamas Familie im Libanon keinen Zugang zu professioneller medizinischer Versorgung. Chahama erhielt nur ein minderwertiges Hörgerät, das ihr nichts nutzte. Die Folge: Sie konnte in der Schule dem Unterricht nicht folgen und isolierte sich immer mehr. Ihre Chancen, einmal einen Beruf zu erlernen und ein eigenständiges Leben zu führen, waren gering.

Wie Chahama geht es vielen syrischen Kindern: Viele haben ihr Gehör durch die Folgen des Kriegs verloren, manche erleiden Traumata und Hörschäden durch Explosionen. Aber auch nicht behandelte Entzündungen oder mangelnde Hygiene aufgrund schlechter medizinischer Versorgung können einen Hörverlust verursachen, der bei Kindern besonders folgenreich ist: Denn wer nicht hören kann, kann auch nicht sprechen lernen – und hat so keine Chance auf Bildung.

Hilfe für 100 Kinder im Libanon
Chahama ist eines von 100 Kindern im Libanon, denen die Hear the World Foundation seit November 2017 modernste Hörgeräte anpasst – zusammen mit ihrem lokalen Projektpartner Houri Hearing. Chahamas Familie floh aus der syrischen Region Hama in den Libanon und besucht mittlerweile eine Schule für gehörlose Kinder in Beirut. Ende letzten Jahres erhielt Chahama endlich ein geeignetes Hörgerät: Denn Experten des Hörlösungsanbieters Sonova reisten Anfang November als freiwillige Helfer für das Programm HearLebanon der Hear the World Foundation nach Beirut, um Kindern wie Chahama zu helfen, wieder oder erstmals zu hören. Sie führten zunächst Hörtests durch und nahmen Ohrabdrücke, aus denen der lokale Projektpartner Houri Hearing für jedes einzelne Kind die Ohrpassstücke fertigte. Drei Wochen später dann der große Moment: Jedes der 80 syrischen und 20 libanesischen Kinder erhielt ein modernes, individuell angepasstes Hörgerät. Chahama kann damit sehr viel besser hören, freut sich mittlerweile an der bunten Welt der Klänge und lernt auch eifrig zu sprechen. Mit dem Hörvermögen kam auch die Lust am Lernen, berichtet ihre Lehrerin.

Flüchtlinge sind auf private Unterstützung angewiesen
Im Libanon wird die Hilfe von Hear the World sehr geschätzt. „Die Lage ist für viele Flüchtlinge und arme Menschen im Libanon sehr schwierig. Die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und der öffentlichen Hilfsorganisationen allein reicht nicht“, sagt Elisabeth Gilgen, erste Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft in Beirut. „Umso wichtiger ist es für diese Menschen, dass private Unterstützer wie die Hear the World Foundation sich für sie einsetzen.“

Nachhaltige Versorgung gewährleistet
Mit dem Hörgerät haben die Kinder nun die technischen Voraussetzungen, um sprechen zu lernen und eine Schule zu besuchen. Doch was, wenn ein Hörgerät ausfällt oder die Batterien leer sind? Die Hear the World Foundation und Houri Hearing gewährleisten eine professionelle Nachversorgung. So können die Familien jederzeit eine der fünf Filialen von Houri Hearing besuchen, um die Hörgeräte zu prüfen, wenn nötig anzupassen und Ersatzbatterien abzuholen. Nur so ist den Kindern langfristig geholfen.

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Im Jahr 2006 vom führenden Anbieter von Hörlösungen Sonova gegründet, engagiert sich die Hear the World Foundation weltweit für bedürftige Menschen mit Hörverlust und ist in der Prävention tätig. Sie fördert insbesondere Projekte zugunsten von Kindern, um ihnen eine altersgerechte Entwicklung zu ermöglichen. Seit ihrer Gründung unterstützte die gemeinnützige Schweizer Stiftung über 90 Hilfsprojekte in 39 Ländern mit finanziellen Mitteln, Hörtechnologie und Expertise aus dem eigenen Haus. Für HearLebanon spendete Hear the World Hörgeräte, entsandte Volunteers, die Hörscreenings und die Hörgeräteanpassung vor Ort durchführten und gewährleistet eine professionelle Nachversorgung.
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Politik Recht Gesellschaft

Deutsches Kinderhilfswerk: Zahl von vermissten Flüchtlingskindern bis 13 Jahren weiterhin alarmierend hoch

Deutsches Kinderhilfswerk: Zahl von vermissten Flüchtlingskindern bis 13 Jahren weiterhin alarmierend hoch

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Das Deutsche Kinderhilfswerk plädiert angesichts der gestiegenen Zahl von vermissten Flüchtlingskindern bis 13 Jahren für ein zentrales europäisches Erfassungssystem zum Schutz von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Nach aktuellen Angaben des Bundeskriminalamtes sind derzeit 945 Kinder (bis 13 Jahre) und 5.502 Jugendliche (von 14 bis 17 Jahren) im Informationssystem der Polizei (INPOL) als vermisst eingetragen. „Die Zahl der vermissten Flüchtlingskinder bis 13 Jahre ist weiterhin alarmierend hoch. Während die Zahl der vermissten geflüchteten Jugendlichen weiter zurückgeht, ist die Zahl der vermissten Flüchtlingskinder bis 13 Jahre in den letzten Monaten weiter leicht angewachsen. Gerade nach diesen Kindern muss intensiv gesucht werden. Bei ihnen besteht eine große Gefahr, dass sie Kriminellen in die Hände fallen. Denn sie gehören zu den besonders schutzbedürftigen Kindern. Geflüchtete unbegleitete Kinder haben häufig keine Verwandten vor Ort, sie kennen sich schlechter in Deutschland aus und sprechen noch nicht so gut deutsch. Bei der Aufklärung der Schicksale dieser Kinder dürfen die Polizeibehörden nicht nachlassen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Bei der Suche nach diesen vermissten Kindern braucht es eine noch bessere Zusammenarbeit von Polizei- und Bundesbehörden auf der einen Seite und Suchdiensten wie dem des Deutschen Roten Kreuzes und den Jugendhilfeträgern vor Ort auf der anderen Seite. An erster Stelle sieht das Deutsche Kinderhilfswerk aber die Polizeibehörden in der Pflicht, die jedem vermissten Kind, egal ob es aus Deutschland oder einem anderen Land kommt, größtmögliche Aufmerksamkeit widmen müssen. Hier darf es keine Abstriche geben, auch wenn das an vielen Stellen mit einem enormen Aufwand verbunden ist. Dabei ist auch die Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden auf europäischer Ebene zu forcieren.

Grenzübergreifende und nationale Kinderschutzsysteme müssen verbessert werden, um Kinder, die nach Europa flüchten, von Anfang an besser zu unterstützen. Bisher wissen wir jedoch zu wenig über die Situation der vermissten Kinder. Es gilt verstärkt die Erforschung der Gründe dafür zu fördern, warum die Kinder vermisst werden und in welchen Lebenssituationen sie sich befinden. Nur wenn die Ursachen für das Verschwinden klar sind, kann an der entscheidenden Stelle in Präventionsmaßnahmen investiert werden. Forschung aus dem europäischen Ausland zeigt: Je unsicherer die Lage der betroffenen Kinder, je größer das Risiko, dass sie verschwinden.

Die UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet Staaten nicht nur zum Schutz aller Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus, sondern auch zur Kooperation mit anderen Staaten zur Umsetzung der Kinderrechte. Das mit dem bundesdeutschen Datenaustauschverbesserungsgesetz im Februar letzten Jahres geschaffene einheitliche Registrierungssystem im Ausländerzentralregister, mit dem auch Informationen zu den zuständigen Jugendbehörden für alle unbegleiteten Flüchtlingskinder erfasst werden, sollte hier als Vorbild für ein zentrales europäisches Erfassungssystem zum Schutz von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen dienen. Dieses könnte bei der europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag angesiedelt sein und eng mit der EU-Beauftragten für Kinderrechte zusammenarbeiten. Denkbar wäre aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch ein EU-Sonderbeauftragter für vermisste Flüchtlingskinder, der als Anlaufstelle für die nationalen Behörden dient und europaweite Aktivitäten koordiniert.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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Deutsches Kinderhilfswerk: Alle Flüchtlingskinder brauchen ihre Familien

Deutsches Kinderhilfswerk: Alle Flüchtlingskinder brauchen ihre Familien

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Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft im Vorfeld der morgigen Bundestagsdebatte nachdrücklich die Bundestagsabgeordneten von CDU, CSU und SPD dazu auf, ihre ablehnende Haltung gegen den Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus zu überdenken. „Wir appellieren eindringlich an alle Bundestagsabgeordneten, das international und grundgesetzlich geschützte Recht auf familiäres Zusammenleben zu respektieren. Die Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus trifft Kinder besonders hart. Denn die derzeitige Rechtslage bedeutet für Familien subsidiär Geschützter eine Trennung auf Jahre. Und für die meisten unbegleiteten Flüchtlingskinder ist es momentan unmöglich, ihre Eltern in die Bundesrepublik Deutschland nachzuholen. Die Aussetzung des Familiennachzugs für diese Kinder, verbunden mit der ständigen Sorge um die zurückgebliebenen Eltern und Geschwister, hat sehr negative Auswirkungen auf ihre Integration“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

In der Verwaltungspraxis kommt der nach dem Aufenthaltsgesetz in Härtefällen mögliche Familiennachzug in der Realität praktisch nicht zur Anwendung. Wenn Kinder aber mehrere Jahre zwangsweise ohne ihre Eltern aufwachsen müssen, ist das eine menschenrechtliche Katastrophe und widerspricht der in der UN-Kinderrechtskonvention normierten Vorrangstellung des Kindeswohls und dem Recht, nicht von den Eltern getrennt zu werden. Kinder, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, sind im Interesse des Kindeswohls und für ihre Integration auf einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf Familienleben angewiesen. Deshalb sollte das Aufenthaltsgesetz umgehend dahingehend geändert werden, die Aussetzung des Familiennachzugs von und zu Kindern mit einem gesicherten Alter unter 18 Jahren zurückzunehmen und die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls zur Entscheidungsgrundlage von Anträgen zu machen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk verweist in diesem Zusammenhang auf die Ausarbeitung „Vereinbarkeit der Regelungen des Asylpakets II betreffend die Aussetzung des Familiennachzugs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit der VN-Kinderrechtskonvention (KRK)“ der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages vom Februar 2016. Demnach widerspricht die konsequente Anwendung der Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes zum Familiennachzug für subsidiär Geschützte für sich genommen den Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention, da dadurch das konventionsrechtlich geforderte Verwaltungsermessen auf Null reduziert und damit der Behörde für eine Dauer von zwei Jahren die Möglichkeit verwehrt wird, bei der Entscheidung über einen Antrag auf Familienzusammenführung Aspekte des Kindeswohls konventionskonform zu berücksichtigen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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Ein „Malbuch für Flüchtlingskinder“ von Jim Avignon

Die Kreativagentur Bloom, das Curt Magazin und die Stadt Nürnberg starten Charity-Projekt zugunsten von Flüchtlingskindern.

Ein "Malbuch für Flüchtlingskinder" von Jim Avignon

Nürnberg, 01. Dezember 2016. Gemeinsam mit dem Kulturmagazin CURT und der Stadt Nürnberg hat die Kreativagentur Bloom ein wundervolles Malbuch mit dem internationalen Pop-Art-Künstler Jim Avignon, realisiert – zur kostenlosen Verteilung in Nürnberg.

Die Idee zu diesem Projekt – welches bereits erfolgreich in Stuttgart und Berlin durchgeführt wurde – stammt vom Multi-Künstler selbst, der für das Malbuch eigene Motive beisteuerte und viele seiner Künstlerfreunde dafür gewinnen konnte, Illustrationen zur Verfügung zu stellen. So enthält das Malbuch eine Sammlung an Motiven, die von kindgerecht bis künstlerisch anspruchsvoll reichen und bei Groß und Klein gut ankommen.

Das Malbuch wird heute Abend ab 20.30 Uhr im Rahmen einer Charity-Release-Party von Bloom und CURT im MUZ-Club in Nürnberg vorgestellt. Die zahlreich geladenen Gäste aus Wirtschaft, Medien und der Kreativszene können ihr persönliches Exemplar natürlich gegen eine großzügige Spende erwerben – und dabei mit etwas Glück von Jim Avignon signieren lassen. Die Einnahmen aus den hoffentlich vielen Spenden kommen ebenfalls den Flüchtlingskindern in Nürnberg zugute. Nach der Spendenaktion startet dann ab ca. 22.00 die öffentliche Fete mit Live-Painting, Neoangin-Konzert und DJing mit Jim Avignon und Stefan Wagner.

„Wir freuen uns riesig, dass wir mit Jim Avignon dieses tolle Buch entwickeln durften und hoffen natürlich damit einen Beitrag für die Flüchtlingskinder in unserer Stadt leisten zu können“, sagt Eva-Maria Engelbrecht, Geschäftsführerin von Bloom am Standort in Franken.

Hier gehts zum Malbuch:
http://www.koschadepr.de/wp-content/uploads/2016/11/Jim_Avignon_Malbuch_KOMPLETT_WEB-002.pdf

Über Bloom:
Bloom ist die agile, kreative Agentur, die ihren Kunden jeweils ein individuelles und maßgeschneidertes Set-up aus Generalisten & Spezialisten bietet. Mit 70 festen Mitarbeitern an den Standorten München und Nürnberg begleitet Bloom seine Kunden in ihrer B2B- und B2C-Kommunikation umfassend: von der Strategie über die kreative Leitidee und die Umsetzung bis zur Steuerung der kompletten Implementierung in digitale und analoge Kommunikationskanäle. Zu den Auftraggebern zählen unter anderem Allianz Global Investors, Apollo Optik, Electrolux AEG, Feinkost Käfer, Hymer, Rodenstock, STIHL, Tchibo, Tucher Traditionsbrauerei sowie die Versicherungskammer Bayern. Weitere Informationen unter: http://www.bloomproject.de/

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German Angel blickt auf ein erfolgreiches 2016 zurück und bedankt sich bei Unterstützern des Projektes

Ohne das CSR Engagement vieler Unternehmen in der Region Bonn Rhein-Sieg geht es nicht bei den German Angel. So konnten mehr als 120 German Angel geschult werden, die an sieben Grundschulen der Region mehr als 110 Kinder individuell fördern.

German Angel blickt auf ein erfolgreiches 2016 zurück und bedankt sich bei Unterstützern des Projektes

Studenten der German Angel werden für die Förderprogramme geschult

„Täglich erreichen uns immer wieder neue Meldungen von Flüchtlingsschicksalen. Schwerpunkt der Berichterstattung liegt meisten auf der Flucht selber. Was die notwendige Integration im neuen Heimatland angeht, sind es wenige Schlagzeilen“, erläutert Thomas Medori, Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Initiative German Angel. Dabei ist gerade die Integration der Menschen mit ihren individuellen Schicksalen und Geschichten, Hintergründen und Sprachkenntnissen eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft, die wir meistern müssen, ist sich Medori sicher.

Hierauf legen die German Angel ihr Augenmerk. Ziel der gemeinnützigen Initiative ist es, benachteiligte Kinder aus allen sozialen Schichten, also vor allem Flüchtlingskinder, so früh wie möglich individuell zu fördern. Und dies konnten die German Angel 2016 sehr erfolgreich tun. Insgesamt wurden 120 Studenten geschult, von denen momentan mehr als 50 aktiv in den Schulen unterwegs sind. Dort bieten die German Angel in erster Linie individuelle Zusatzprogramme an. Das angewendete Förderprogramm setzt sich dabei aus drei Bestandteilen zusammen: Sprache: Sprachförderung und -vermittlung, Alphabetisierung, Schule: Pausen- und Hausaufgabenbetreuung, Bildungsförderung sowie Training sozialer Kompetenzen: (PFADE-Programm) Gewaltprävention, Steigerung der Lern- und Leistungsbereitschaft und Verbesserung der Grundlage für empathisches Verhalten, Resilienz, Reflexivität und Demokratiekompetenzen.

Insgesamt betreuen im laufenden Jahr mehr als 50 aktive Studenten als German Angel über 110 Kinder im Rahmen solch Förderprogramme. Da die German Angel inzwischen auch Teile des regulären Unterrichts mitgestalten, also gleichzeitig ganze Klassen fördern, ist die Zahl der Kinder, die man unterstützt viel größer. Aktuell bestehen sieben gelebte Kooperationen zu Grundschulen der Region. Hier stehen bereits weitere Schulen auf der Warteliste.

Um das Wachstum schaffen zu können, sind die Unterstützer nötig. So stellen das Business Center DER THÜNKER und das podium.49 regelmäßig Räume für Schulungen der Studenten zur Verfügung und SC Lötters unterstützt in Sachen Pressearbeit. „Hierfür bedanken wir uns ausdrücklich. Ohne solche Partner könnten wir nicht so viele Studenten schulen und uns in der Region bekannt machen“, betont Medori.

Dass die German Angel auf dem richtigen Weg sind, zeigt neben diesen CSR Aktivitäten der genannten Unternehmen auch, dass man bereits im vergangenen Jahr das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRWs überzeugen und als ersten großen Förderer für sich gewinnen konnte.

Sprach- und Bildungsdefizite erschweren später vielen dieser Kinder ein erfolgreiches Berufs- und Gesellschaftsleben. Die Risiken der Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Abhängigkeit von öffentlichen Leistungen sind z.B. bei Kindern mit Migrationshintergrund zwei bis dreimal so hoch wie bei Kindern ohne Migrationshintergrund.
Um dies zu ändern, bildet die German Angel Initiative Studenten aus und organisiert deren ehrenamtlichen Einsatz an Grundschulen in der Region.
Dabei konzentriert sich German Angel auf Kinder im Alter von 5-10 Jahre mit besonderem Förderbedarf: Flüchtlingskinder, Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder aus sozial schwachen Familien.
Weitere Informationen & Medien finden Sie unter german-angel.de/presse

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German Angel Initiative gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Thomas Medori
Rheidter Str. 31
53859 Niederkassel
0228 945 64 21
medori@german-angel.de
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Politik Recht Gesellschaft

Deutsches Kinderhilfswerk: Flüchtlingskindern Familiennachzug erleichtern

Deutsches Kinderhilfswerk: Flüchtlingskindern Familiennachzug erleichtern

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Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den Familiennachzug eindringlich an die Koalitionsfraktionen, allen unbegleiteten Flüchtlingskindern das Zusammenleben mit ihren Familien in Deutschland zu ermöglichen. „Die mit dem Asylpaket II im März im Aufenthaltsgesetz in Kraft getretenen Verschärfungen schränken nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die Rechte von Flüchtlingskindern unzulässig ein. Die Aussetzung des Familiennachzugs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus widerspricht geltendem internationalem Recht und muss vom Tisch. Es ist nach derzeitiger Rechtslage für zu viele unbegleitete Flüchtlingskinder nahezu unmöglich, ihre Eltern in die Bundesrepublik Deutschland nachzuholen. Die Aussetzung des Familiennachzugs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus legt ihrer Integration weitere Steine in den Weg“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingskindern gelten die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention, der Europäischen Grundrechtecharta, und des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Darin ist eindeutig die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Entscheidungen von Staat und Gesellschaft normiert. Zudem widerspricht die Trennung der Kinder von ihren Eltern Artikel 6 Grundgesetz. Unbegleitete Flüchtlingskinder, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, brauchen für ihre Integration einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung und keine unkalkulierbaren Ermessensentscheidungen der Behörden. Deshalb sollte das Aufenthaltsgesetz dahingehend schleunigst geändert werden“, so Krüger weiter.

Das Deutsche Kinderhilfswerk verweist in diesem Zusammenhang auf die Ausarbeitung „Vereinbarkeit der Regelungen des Asylpakets II betreffend die Aussetzung des Familiennachzugs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit der VN-Kinderrechtskonvention (KRK)“ der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages vom Februar 2016. Dort heißt es wörtlich: „Die konsequente Anwendung des (neuen) § 104 Abs. 13 AufenthG widerspricht für sich genommen den Bestimmungen der KRK, da die Norm das konventionsrechtlich geforderte Verwaltungsermessen auf Null reduziert und damit der Behörde für eine Dauer von zwei Jahren die Möglichkeit verwehrt, bei der Entscheidung über einen Antrag auf Familienzusammenführung Aspekte des Kindeswohls konventionskonform zu berücksichtigen. (…) Dagegen ließen sich die ermessenssteuernden Vorgaben der KRK im Rahmen einer behördlichen Ermessensausübung nach § 22 S. 1 AufenthG durchaus gewährleisten. Mit einer regelmäßigen Anwendung von § 22 AufenthG würde die Behörde aber das gesetzlich intendierte Regel-Ausnahme-Verhältnis „umkehren“ und dem Ziel und Zweck des novellierten AufenthG zuwiderhandeln. Die durch den Gesetzentwurf geschaffene neue Rechtslage trägt nicht zur Rechtklarheit bei. In der Folge käme es in Sachen „Familiennachzug“ – ähnlich wie heute schon bei den Abschiebungen – möglicherweise zur unterschiedlichen Rechtsanwendung durch die Verwaltungen und Gerichte. Wollte man – als möglichen Ausweg aus dem Dilemma – das novellierte AufenthG konventions- und damit völkerrechtskonform auslegen, dürfte der neue § 104 Abs. 13 AufenthG zugunsten von § 22 AufenthG praktisch nicht zur Anwendung kommen und wäre insoweit obsolet.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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P-Werk Akademie bietet Erzieher-Seminare zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern im Großraum Stuttgart an

P-Werk Akademie bietet Erzieher-Seminare zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern im Großraum Stuttgart an

(Bildquelle: Pixabay: Public Domain)

Seit Monaten begleiten uns diese Bilder: Kinder und Jugendliche, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die Mitarbeiter in pädagogischen Einrichtungen stehen dadurch vor einer schwierigen Aufgabe. Sie müssen sich auf Familien einstellen, die eine andere Sprache sprechen, aus einem fremden Kulturkreis stammen und häufig traumatisiert sind.

Die Esslinger P-Werk Akademie stellt sich dieser gesellschaftlichen Herausforderung und bietet pädagogischen Fachkräften Grundlagenseminare sowie Vertiefungsfortbildungen zum Thema „Traumasensible Pädagogik“ an. Die Veranstaltungen finden im Großraum Stuttgart statt.

Weitere Informationen sind unter www.p-werk.de/p-werk/akademie/ erhältlich.

Die P-Werk Akademie unterstützt Mitarbeiter in pädagogischen Einrichtungen bei ihrer Weiterbildung – fachlich fundiert und mit konsequentem Praxisbezug. Zu den Schwerpunkten des Weiterbildungsanbieters gehören Einzelseminare und Teamfortbildungen für Quereinsteiger, Fach- und Führungskräfte.

Das P-Werk ist eine Einrichtung der Pflegewerk GmbH und seit 2012 erfolgreich am Markt tätig. Das Unternehmen ist Experte für innovative Personallösungen im sozialen und administrativen Bereich und Ansprechpartner für die Gewinnung von qualifziertem Personal, Beratung zu Mitarbeiter- und Unternehmensführung sowie die administrative Unterstützung von Kitas und Pflegeeinrichtungen.

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Mirjam Hübner
Martinstraße 4
73728 Esslingen am Neckar
0711/39696968
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https://p-werk.de/p-werk/akademie/

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Deutsches Kinderhilfswerk und BNP Paribas Stiftung verschenken 300 Schulranzen an Flüchtlingskinder in Deutschland

Deutsches Kinderhilfswerk und BNP Paribas Stiftung verschenken 300 Schulranzen an Flüchtlingskinder in Deutschland

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Das Deutsche Kinderhilfswerk und die BNP Paribas Stiftung unterstützen in den nächsten Wochen Flüchtlingskinder in Deutschland mit 300 Schulranzen und helfen ihnen damit bei der Integration in ihren neuen Schulen. Die Verteilung der Ranzen wird vor Ort von den Kontaktstellen und Kooperationspartnern des Deutschen Kinderhilfswerkes koordiniert. Dafür werden die Schulranzen zu einem Bildungspaket gepackt, bestehend aus Federmappen, Schulheften, Schreib- und Lesematerial sowie Informationsmaterial über Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten am jeweiligen Ausgabeort.

„Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Dabei ist es ganz gleich, wo es herkommt, wo es lebt und welchen juristischen Aufenthaltsstatus es hat. Bildung wird am besten durch eine umfassende Schulpflicht, aber auch durch eine gute Schulausstattung sichergestellt. Deshalb stellen das Deutsche Kinderhilfswerk und die BNP Paribas Stiftung bundesweit 300 Schulranzen für Flüchtlingskinder zur Verfügung. Wir möchten den Kindern dabei helfen, dass sie schnell wieder zur Normalität zurückfinden und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. Eine gute Schulausstattung ist dabei Grundvoraussetzung“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Gerade für Kinder und Jugendliche, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten, ist Bildung von enormer Bedeutung für ihre Entwicklung. Eine schnelle Eingliederung in unser Schul- und Bildungssystem ermöglicht es den Minderjährigen, sich ein eigenständiges, sozial integriertes Leben in Deutschland aufzubauen. Hier möchte die BNP Paribas Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk ansetzen und nachhaltig helfen“, sagt Astrid Schülke von der BNP Paribas Stiftung.

Soziale Sicherheit für Kinder und Bildungsgerechtigkeit sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland ist jedes fünfte Kind von Armut betroffen und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk durch die Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, aber auch durch unbürokratische Hilfe, wie beispielsweise mit seiner jährlichen Schulranzenaktion. Insgesamt wurden dabei bisher über 15.000 Schulranzen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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Familie Kinder Zuhause

Deutsches Kinderhilfswerk zum Weltspieltag 2016

Potenziale des Spielens bei der Integration von Flüchtlingskindern stärker nutzen

Deutsches Kinderhilfswerk zum Weltspieltag 2016

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Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt anlässlich des morgigen Weltspieltages an, die Möglichkeiten des Spiels bei der Integration von Flüchtlingskindern mehr als bisher zu nutzen. Dazu sollten insbesondere Kommunen mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, mit Wohnungsbaugesellschaften oder ehrenamtlichen Bürgerinitiativen vor Ort verstärkt entsprechende gemeinsame Angebote und Maßnahmen entwickeln. Daneben fordert das Deutsche Kinderhilfswerk zum Weltspieltag mehr Akzeptanz und bessere Rahmenbedingungen für spielende Kinder im Wohnumfeld. Hier wünschen sich Kinder laut einer Studie des Deutschen Kinderhilfswerkes vor allem sicherere Wege durch ihr Wohngebiet, eine Reduzierung der Gefahren durch den Autoverkehr und mehr Einfluss auf die Gestaltung der Spielflächen.

„Die integrativen Potenziale des Spielens sind in Fachkreisen vielfach belegt – es wird Zeit, sie viel stärker als bislang zu nutzen. Gerade für Flüchtlingskinder gilt: Gemeinsames Spielen, Kommunizieren und Kooperieren braucht wenig Worte und hilft gleichzeitig, sich in eine andere Kultur einzuleben, Freunde zu finden und die neue Sprache „spielend“ zu lernen. Spielen verbindet alle Kulturen auf der Welt, denn draußen gespielt wird überall. Das gemeinsame Spiel braucht nicht viele Worte, es reichen Sand und Wasser, mit denen Kinder zusammen eine Miniaturburg bauen. Es reicht auch ein Ball, um Vorurteile zu überwinden und ein Bauspielplatz hat die gleiche Anziehungskraft für arme und reiche Kinder. Spielen überwindet vor allem dann Grenzen, wenn es freies Spiel ist. Als solches bestehen zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen kaum Barrieren“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Beim Spielen sind Kinder mit Eigenmotivation bei der Sache und brauchen keine Anleitung oder Regeln, um miteinander und voneinander zu lernen. Der öffentliche Raum, ob nun die Straße oder der Spielplatz, sollte daher für alle gleichermaßen nutzbar sein, unbeachtet des sozialen Hintergrunds, der Kultur, der Religion oder des Alters. Aber auch räumliche Grenzen stellen Hindernisse für das unbeschwerte Spielen draußen dar. Kinder müssen oft stark befahrene Straßen überwinden, um einen qualitativen Spielort aufzusuchen oder haben kaum die Möglichkeit auf der Straße zu spielen, da diese von parkenden Autos blockiert ist. Das muss sich ändern“, so Hofmann weiter.

Der Weltspieltag steht in Deutschland und bei Partnern in Österreich und der Schweiz in diesem Jahr unter dem Motto „Spielen überwindet Grenzen!“ und wird im deutschsprachigen Raum zum neunten Mal ausgerichtet. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen rund 200 Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ darauf aufmerksam machen, dass physische, soziale und kulturelle Grenzen durch gemeinsames Spielen draußen auf der Straße überwunden werden können. Rund um den Weltspieltag finden mehr als 300 Aktionen statt, die vor Ort von öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und Nachbarschaftsinitiativen durchgeführt werden. Die Schirmherrschaft über den Weltspieltag 2016 hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages übernommen, Botschafter ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers.

„Meine beiden Kinder haben mich vor allem eines gelehrt: für sie sind alle Menschen gleich – egal welche Hautfarbe sie haben, welche Sprache sie sprechen oder wo sie herkommen. Das heißt auch, dass für sie alle anderen zunächst mal gleich fremd sind. Wenn die beiden allerdings erst einmal angefangen haben mit dem oder der Anderen zu spielen, ist die Fremdheit relativ schnell überwunden. Sie überwinden sozusagen spielendleicht Grenzen – Grenzen, die wir Erwachsenen erst geschaffen haben. Gemeinsames Spielen fördert, so glaube ich, somit nicht nur die Kompetenzentwicklung unserer Kinder, ihre Konfliktfähigkeit und vieles weitere, sondern kann auch dazu beitragen, dass sich die Grenzen in den Köpfen der Kinder gar nicht erst entwickeln und sie von Anfang an Toleranz und Pluralität erfahren“, sagt Norbert Müller, Vorsitzender der Kinderkommission des Deutschen Bundestages.

„Draußen rumzurennen, sich dreckig zu machen und Freunde zu treffen, ist immer noch unübertroffen – mach ich auch am liebsten. Die Welt lässt sich einfach viel besser erforschen, wenn man auch mal rausgeht. Und nicht nur die Welt lässt sich kennenlernen, auch andere Menschen. Vielleicht sogar welche, die nicht aus Deutschland stammen und die einem irgendwie fremd vorkommen. Dass die Gemeinsamkeiten überwiegen, merkt man sehr schnell beim zusammen Spielen – das macht nämlich jeder Mensch gern“, unterstreicht Ralph Caspers, Botschafter des Weltspieltages.

Zum Weltspieltag hat das Deutsche Kinderhilfswerk eine bundesweite Umfrage unter Kindern und Jugendlichen durchgeführt, deren Ergebnisse morgen in Berlin vorgestellt werden. Gefragt wurde beispielsweise, ob sie eher zu Hause oder draußen spielen und ob es Hinderungsgründe gibt, die sie am Draußenspielen hindern. Zudem wurden die Kinder gefragt, ob sie schon einmal mit Flüchtlingskindern gespielt haben, sei es in der Kita oder Schule oder auf dem Spielplatz.

Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige, beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Die Partner sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Weltspieltag zur Verfügung. Eine Übersicht über verschiedene Aktionen zum Weltspieltag findet sich unter www.weltspieltag.de

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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