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Scheidung und Vermögen: Häufige Konfliktpunkte und Vorsorge

Neben emotionalen Aspekten birgt eine Scheidung auch hinsichtlich des Vermögens der Ehepartner oft Konfliktpotenzial. Worauf es im Detail ankommt, erklärt Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder.

Scheidung und Vermögen: Häufige Konfliktpunkte und Vorsorge

Scheidung und Vermögen: Neuer Fachbeitrag von Angelika Lübke-Ridder, Rechtsanwältin aus Stuttgart

Stuttgart, 9. November 2017 – Wenn Eheleute sich trennen oder scheiden lassen wollen, geht es häufig auch um die Aufteilung und den Ausgleich von Vermögen. Im günstigsten Fall sind bereits im Vorfeld der Eheschließung die notwendigen Überlegungen angestellt worden, empfiehlt Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder, die seit vielen Jahren als Anwalt mit Schwerpunkt Ehescheidung und Erbrecht in Stuttgart tätig ist. In einem neuen Fachartikel auf ihrer Internetseite befasst sie sich daher mit der Frage, welche Vermögensregelung am besten zur eigenen Lebenssituation passt und wie sich diese verbindlich festlegen lässt. Gerade für den Fall, dass die Ehe doch einmal auseinandergehen sollte.

„In der Regel treffen die meisten Partner jedoch nicht die notwendigen Regelungen, sondern schließen die Ehe im sogenannten siebten Himmel“, berichtet Angelika Lübke-Ridder von ihren Erfahrungen als Scheidungsanwalt. „Der Gedanke, dass auch ein gemeinsames Leben nach dem Verliebtsein folgt und sich dieses vielleicht nicht mehr ganz so rosig wie am Anfang der Beziehung darstellt, wird häufig beiseite gedrückt.“

Natürlich regelt auch das Gesetz die Vermögenssituation nach der Scheidung. Ob dies für die ehemaligen Partner immer eine günstige Regelung ist, ist jedoch fraglich.

Schließen die Partner keinen Ehevertrag, was im Übrigen nicht nur vor, sondern auch noch während der Ehe gemacht werden kann, so leben die Eheleute automatisch in der gesetzlich vorgesehenen Zugewinngemeinschaft. Die Zugewinngemeinschaft geht von getrennten Vermögen aus: Jeder Ehepartner bleibt während der Ehe Inhaber seines eingebrachten Vermögens und erwirtschaftet auch sein eigenes Vermögen. Im Fall der Scheidung ist dann das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen der Ehepartner einzeln zu berechnen und ein eventuelles Ungleichgewicht auszugleichen. Der Ehepartner, der ein geringeres Vermögen erwirtschaftet hat, hat also einen Anspruch gegen den anderen auf den hälftigen Ausgleich des Vermögensüberschusses.

„Dies birgt im Detail natürlich ein großes Konfliktpotenzial. Und tatsächlich können sich die ehemaligen Partner in den seltensten Fällen ohne Auseinandersetzungen über eine gerechte Vermögensregelung einigen“, berichtet Angelika Lübke-Ridder.

Besonders schwierig ist die Situation meist, wenn auch gemeinsame Kinder bedacht werden müssen. Andere wesentliche Konfliktpunkte betreffen z.B. die Einordnung von größeren Geschenken zur Hochzeit, z.B. durch die Eltern, Eigentums- und Nutzungsregelungen von Immobilien und die Zuordnung von vorhandenen Schulden.

Die Vermögensfrage im Fall der Scheidung kann aber nicht nur in privater Hinsicht eine existenzielle Rolle spielen. Einen möglicherweise großen Vermögensfehler begehen Unternehmer, die keinen Ehevertrag abschließen, um ihr Unternehmen zu schützen. Fehlt hier eine ehevertragliche Regelung, so unterliegt auch der Vermögenszuwachs eines Unternehmens dem Zugewinnausgleich. Im schlimmsten Fall kann dies sogar die Insolvenz des Unternehmens zur Folge haben.

Ausführlichere Informationen finden Sie im Fachartikel „Scheidung und Vermögen“, den Sie hier einsehen können:

http://www.scheidung-erbrecht.com/aktuelles/52-scheidungsanwaeltin-scheidung-und-vermoegen.html

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder, Stuttgart

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder hat seit 1994 einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf das Scheidungsrecht, Familienrecht und Erbrecht gelegt. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung als Anwalt für Ehescheidungen und Erbrecht. Betroffene und Mandanten finden ausführlichere Informationen über die Leistungen der Lübke-Ridder Anwaltskanzlei in Stuttgart zu den Rechtsgebieten Scheidung, Familienrecht und Erbrecht auf einer speziellen Internetseite unter der Adresse: http://www.scheidung-erbrecht.com

Tag-It: Rechtsanwalt Scheidung, Vermögen, Vermögensverzeichnis, Ehevertrag, Ehescheidung, Trennung, Scheidungsfolgenvereinbarung, Trennungsvereinbarung, Familienrecht Stuttgart

Die Lübke-Ridder Anwaltskanzlei wurde 1994 von Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder gegründet. Die Kanzlei betreut Mandate in den Rechtsgebieten Wirtschaftsrecht, Urheber- und Medienrecht, Internetrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht sowie den auf der neuen Homepage vorgestellten Bereichen Familienrecht, Erbrecht und Scheidung – unter anderem auch mit einschlägigen Erfahrungen im internationalen Scheidungsrecht. Mit einem Team aus erfahrenen Anwälten in den unterschiedlichen Rechtsgebieten bietet die Kanzlei eine umfassende Beratung und Vertretung an, sowohl am Standort Stuttgart als auch in Tübingen.

Weitere Informationen zu den Themen Scheidung, Familienrecht und Erbrecht:
http://www.scheidung-erbrecht.com

Kontakt
Lübke-Ridder Anwaltskanzlei
Angelika Lübke-Ridder
Kirchstraße 4
70173 Stuttgart
0711 / 55 32 59 0
presse@scheidung-erbrecht.com
http://www.luebke-ridder.de

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Wem gehört der Hund nach der Scheidung?

Lassen sich Ehepartner scheiden, ist neben vielen anderen Dingen auch der Verbleib möglicher Haustiere zu regeln. Worauf es hier im Detail ankommt, erklärt Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder.

Wem gehört der Hund nach der Scheidung?

Wem gehört der Hund nach der Scheidung? Angelika Lübke-Ridder, Rechtsanwältin aus Stuttgart

Stuttgart, 19. September 2017 – Im Falle einer Scheidung stellen sich nicht nur Fragen im Zusammenhang mit dem Unterhalt, dem Vermögen, dem Hausrat oder den Kindern. Auch der Verbleib eines lieb gewonnenen Haustieres wie Hund oder Katze muss geregelt werden. Mitunter führt dies sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Wem das Haustier zugesprochen wird, hängt dann von verschiedenen Faktoren ab. Meist besser ist jedoch eine einvernehmliche, außergerichtliche Regelung, rät Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder. Diese kann dann z.B. in einer Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung festgehalten werden.

Der rechtliche Anspruch auf das Haustier hängt wesentlich von der Frage ab: Wer hat es angeschafft? Wurde z.B. der Hund von einem Ehepartner mit in die Ehe gebracht, so gehört er diesem auch weiterhin. Wurde er von einem Ehepartner während der Ehe allein angeschafft, so ist er ebenfalls Alleineigentum. Dies muss er jedoch ggf. in einem Verfahren nachweisen.

Eindeutig ist die Eigentumsregelung auch, wenn das Haustier z.B. als Therapiehund, Polizeihund oder Lawinenhund der Berufsausübung oder, wie ein Blindenhund, der persönlichen Nutzung dient. Diese Hunde gehören dem jeweiligen Ehepartner allein und unterliegen nicht der Hausratsverordnung. Wurde der Hund hingegen gemeinsam von den Ehepartnern während der Ehe angeschafft, unterliegt er der Hausratsverordnung und gehört beiden gemeinsam.

„In diesem Fall ist es sinnvoll und kostengünstiger, wenn sich die Ehepartner im Rahmen eines Scheidungsverfahrens einvernehmlich einigen“, erklärt Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder. In einer Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung kann dann unter anderem geregelt werden: Welchem Ehepartner soll der Hund künftig gehören, bei welchem Ehepartner soll er leben, ob und in welchem Umfang ein Besuchs- oder Umgangsrecht besteht und wer welche Kosten für den Hund trägt.

Einigen sich die Ehepartner bei einer Trennung oder Scheidung nicht, wer den Hund übernimmt, regelt das Gesetz in § 1361 a des Bürgerlichen Gesetzbuchs und ergänzend die Hausratsverordnung die Verteilung. Die Entscheidung nimmt dann das angerufene Gericht nach billigem Ermessen vor. Hierbei steht natürlich auch das Wohlergehen des Haustieres im Fokus.

Den gesamten Fachartikel können Sie hier einsehen:
http://www.scheidung-erbrecht.com/aktuelles/51-wem-gehoert-der-hund-nach-der-scheidung.html

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder, Stuttgart

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder hat seit 1994 einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf das Scheidungsrecht, Familienrecht und Erbrecht gelegt. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung als Anwalt für Erbrecht und Ehescheidungen. Betroffene und Mandanten finden ausführlichere Informationen über die Leistungen der Lübke-Ridder Anwaltskanzlei in Stuttgart zu den Rechtsgebieten Scheidung, Familienrecht und Erbrecht auf einer speziellen Internetseite unter der Adresse: http://www.scheidung-erbrecht.com

Tag-It: Rechtsanwalt Scheidung, Haustiere, Hund, Katze, Ehescheidung, Trennung, Scheidungsfolgenvereinbarung, Trennungsvereinbarung, Familienrecht Stuttgart

Die Lübke-Ridder Anwaltskanzlei wurde 1994 von Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder gegründet. Die Kanzlei betreut Mandate in den Rechtsgebieten Wirtschaftsrecht, Urheber- und Medienrecht, Internetrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht sowie den auf der neuen Homepage vorgestellten Bereichen Familienrecht, Erbrecht und Scheidung – unter anderem auch mit einschlägigen Erfahrungen im internationalen Scheidungsrecht. Mit einem Team aus erfahrenen Anwälten in den unterschiedlichen Rechtsgebieten bietet die Kanzlei eine umfassende Beratung und Vertretung an, sowohl am Standort Stuttgart als auch in Frankfurt am Main.

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01.03.2013: Bundesgerichtshof Aktenzeichen: V ZR 279/11

Neues Bundesgerichtshof-Urteil zum Verkauf denkmalgeschützter Immobilien

Das gleiche gilt, wenn der Verkäufer den Erwerber als Resultat jener Verhandlungen ein Berechnungsbeispiel über Kosten und finanzielle Vorzüge des Erwerbs vorlegt, was der Herbeiführung des Geschäftsabschlusses fördern soll (Bundesgerichtshof V ZR 423/02, BGHZ 156, 371,374, BGH NJW 2007, 1874).

Hierauf baut ein oft genutztes Verteidigungsargument von Seiten Betrieben auf, die sich mit dem Verkauf von – in diesem Fall denkmalgeschützten- Immobilien beschäftigen und dieses wird beinahe stereotyp vorgebracht: Es wird ausschließlich verkauft, eine Beratung findet in keiner Weise statt. Folglich richte sich Haftung des Verkäufers lediglich nach Kaufvertragsrecht und gleichwohl im Zuge dieser Vertragsverhandlungen komme kein gesonderter Beratungsvertrag zustande, weil die Beratung unter Einsatz von einen vom Veräußerer unabhängigen Vermittler oder Anlageberater erfolge. Ein Vertriebsvertrag läge in keiner Weise vor, der Agent/ Anlageberater handele im eigenen Namen. Somit sollte ein Anleger gegenüber dem Vertreiber der Immobilie leer ausgehen, obgleich er über den Status der Renovierungsarbeiten an seiner Wohnung mitnichten zutreffend aufgeklärt wurde. Zum Augenblick seines Vertragsabschlusses war nämlich die Modernisierung nahezu vollständig erledigt, so dass für eine steuerliche Abschreibung auf der Grundlage des § 7 i EstG kein Platz mehr war.

Mit dem von der Kanzlei Leibold & Schmid aus Nürtingen erstrebten BGH-Urteil V ZR 279/11, verkündet am 01.03.2013, wurde dem – weitestgehend – entgegengetreten.

Denn ein Vermittler könne bei der Beratung über die finanziellen Vorzüge eines Immobilienkaufs zugleich im eigenen wie auch im fremden Namen handeln. Er könne aus diesem Grund von dem Verkäufer demzufolge auch dann zum Abschluss eines Beratungsvertrags stillschweigend bevollmächtigt sein, wenn er seinerseits einen Vermittlungs-oder Beratungsvertrag mit den Kaufinteressenten geschlossen habe.

Im Hinblick auf eine Haftung des Verkäufers, so der BGH, machen Rechtsbeziehungen zwischen den Kaufinteressenten und dem Vermittler allerdings Feststellungen dazu unentbehrlich, ob die – auf das Objekt des Verkäufers bezogene – Beratung des Interessenten dessen Kaufentschluss begünstigen sollte, ob der Vermittler hiermit (auch) namens des Verkäufers handeln konnte sowie gehandelt hat und ob der Kaufentschluss (auch) auf der Beratung in Vertretung des Verkäufers beruhte. Ausreichend für die Annahme einer konkludenten Bevollmächtigung des Vermittlers zum Abschluss eines Beratungsvertrags sei die Feststellung, dass der Vertreiber den Vermittler mit dem Vertrieb der Immobilie beauftragt hat und dabei wusste oder mindestens in keiner Weise ausschließen konnte, dass dieser gegenüber dem Interessenten die monetären Vorteile eines Kaufs herausstellen würde. Von Letzterem sei auszugehen, sobald sich bereits nach dem Vertriebskonzept des Verkäufers die Aufgabe stelle, den Kaufinteressenten über die monetären Vorteile eines Erwerbs der angebotenen Immobilie zu beraten. Dass die Beratung nach den Umständen auch im Namen des Verkäufers erfolge, könne sich z.B. fernerhin daraus ergeben, dass der Berater in den genutzten Prospekten als Vertriebspartner des Verkäufers benannt ist, dass er vom Verkäufer zur Verfügung gestellte Berechnungsbeispiele nutzt sowie dass der Veräußerer auf einen Kontakt mit dem Kaufinteressenten verzichtet und es dem mit dem Vertrieb beauftragten Berater überlässt, die Vertragsverhandlungen bis zur Abschlussreife zu dirigieren.

Weitere Informationen zu den Themen Zivilrecht, Arbeitsrecht Stuttgart, Erbrecht Stuttgart, Familienrecht Stuttgart oder auch Wirtschaftsrecht Stuttgart erhält man zudem auf der Website rvr.de – Anwalt Stuttgart

Die Kanzlei hat ihren Ursprung in der im Jahre 1954 gegründeten Ulmer Rechtsanwaltskanzlei A. Leibold, übernommen und fortgeführt von Dr. Jochen Leibold, mit Sitzverlegung nach Nürtingen und Übernahme der Kanzlei Jens Hagen Urtel im Jahre 1988, seit 1993 in Sozietät mit Rechtsanwalt Wolfgang Schmid.

Ab dem Jahr 1999 wurde die Kanzlei kontinuierlich verstärkt durch Herrn Rechtsanwalt Mathias Hopp, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, im Jahre 2001 durch Frau Rechtsanwältin Katjana Gruber-Weckerle, Fachanwältin für Familienrecht, im Jahr 2004 durch Frau Rechtsanwältin Melanie Klößner, Fachanwältin für Familienrecht.

Wir kooperieren auf der Basis langjährig erprobter Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, Bausachverständigen, Kfz-Sachverständigen, einem IT-Sachverständigen und Ärzten in der Region und sichern damit unsere Mandanten mit der jeweiligen – zusätzlichen – Fachkompetenz ab.

Besonders fruchtbar und gefragt ist unsere Kooperation „Recht | Wirtschaft | Steuern“ mit Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Christoph Cramer, Am Eichenhain 42, 70619 Stuttgart (Sillenbuch). Im Rahmen dieser Kooperation versuchen wir bei der Restrukturierung von Unternehmen unseren Beitrag zu leisten, helfen GmbH-Geschäftsführern in der Krise der Gesellschaft und Gesellschaftern bei gesellschaftsinternen Auseinandersetzungen.

Kontakt:
Dr. Jochen Leibold + Wolfgang Schmid GbR
Jochen Leibold
Holzstraße 10
72662 Nürtingen
07022-903130
presse@deine-seo.de
http:// www.leibold-schmid.de

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Jetzt durch Ehevertrag Rechtssicherheit schaffen!

Internationales Familienrecht durch EU-Verordnung ROM III geändert

Jetzt durch Ehevertrag Rechtssicherheit schaffen!

Anwalt Stuttgart

Die Verordnung regelt nur das für Ehescheidung anzuwendende Recht, also keine Folgen der Ehescheidung wie die elterliche Sorge, Unterhalt und Vermögensauseinandersetzung. Welches Gericht für die Durchführung der Scheidung zuständig ist, regelt die Brüssel II a Verordnung. Diese Vorschriften sind immer dann anzuwenden, wenn eine Verbindung zum Recht verschiedener Staaten vorliegt.

Im Interesse der Harmonisierung des europäischen Rechts bricht die Neuregelung mit dem bisher in Deutschland geltenden internationalen Privatrecht. Statt an die Staatsangehörigkeit wie bisher in Art. 14 EGBGB vorgeschrieben, knüpft die Verordnung zur Ermittlung des auf die Ehewirkungen anwendbaren Rechts an den gewöhnlichen Aufenthalt an.

Beispiel:

F und M besitzen beide die italienische Staatsangehörigkeit, sie haben in Rom geheiratet und lebten zunächst dort, später in Deutschland.
Nach bisher geltendem Recht war zwar für die Ehescheidung das deutsche Familiengericht zuständig, für die Scheidung selbst galt materielles italienisches Recht, ebenso für das Güterrecht. Das Aufenthaltsstatut galt nur für den Trennungsunterhalt, auf Antrag auch für den Versorgungsausgleich.

Nach neuem Recht, gilt das Aufenthaltsstatut bereits für die Ehescheidung, aber auch für den Unterhalt und den Versorgungsausgleich. Diesbezüglich ist zukünftig deutsches materielles Recht anwendbar, wenn sich die Ehepartner im Trennungszeitpunkt in Deutschland aufhalten. Italienischem materiellen Recht unterliegt nur noch das Güterrecht. Aufwändige italienische Ehescheidungen mit gesondertem Trennungsklagen gehören damit der Vergangenheit an.

Möchte man Überraschungen vermeiden, ist Vorsorge geboten. Ein Ehevertrag mit Vereinbarungen über das anzuwendende Recht (Rechtswahl) schafft die wünschenswerte Klarheit. Eine Rechtswahl kann vor und während der Ehe, ein Einvernehmen der Ehepartner vorausgesetzt, ja sogar noch im Scheidungsverfahren getroffen werden. Vor dem Hintergrund der immer häufigeren Scheidung von binationalen Ehen zielt die Verordnung auf Schaffung klarer Regelungen, so dass ein „forum shopping“, also ein Wettlauf der Ehepartner um das für sie jeweils günstigste Scheidungsrecht, vermieden wird.

So weit, so gut! Betroffen sind nach ROM III aber auch deutsche Eheleute, deren gewöhnlicher Aufenthalt sich vorübergehend, sei es aus beruflichen oder auch privaten Gründen im Ausland befinden. Es gilt dann das Recht des Aufenthaltstaates, unabhängig von der Staatsangehörigkeit der Eheleute.

Beispiel:

F und M sind deutsche Staatsangehörige, die für die Dauer eines beruflich bedingten Aufenthaltes gemeinsam in Italien gelebt haben. Eine Rechtswahl wurde nicht getroffen. F entschließt sich vor dem Hintergrund ihrer gescheiterten Ehe nach Deutschland zurückzukehren um einen Arbeitsplatz zu suchen. 11 Monate nach dem Auszug aus der Ehewohnung in Italien, dort wurde bereits innerhalb der Ehewohnung getrennt gelebt, lernt sie einen anderen Mann kennen und stellt an dem für ihren Wohnsitz zuständigen Familiengericht in Deutschland Scheidungsantrag.

Verfahrensrechtlich zuständig ist das deutsche Familiengericht. Für die Scheidung, den Trennungsunterhalt und Versorgungsausgleich gilt nach Art. 8 b ROM III das Recht des letzten gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalts, d.h. italienisches materielles Recht. Der Scheidungsantrag ist aus diesem Grund mangels Durchführung eines förmlichen Trennungsverfahrens abzuweisen. Nur im Güterrecht ist deutsches Recht anwendbar.

Im Beispielsfall ist zunächst vor dem angerufenen deutschen Gericht ein Trennungsverfahren nach italienischem Recht durchzuführen. Das Scheidungsverfahren kann frühestens drei Jahre nach der gerichtlichen Trennung durchgeführt werden.

Fazit:

Diese Beispiele belegen dringenden Handlungsbedarf. Bei gemischtnationalen Ehen sollte noch vor der Eheschließung durch Ehevertrag eine Rechtswahl getroffen werden, um böse Überraschungen zu vermeiden und die Geltung der Rechtsordnung sicherzustellen, für die man sich bewusst entschieden hat.
Spätestens bei einem geplanten längeren Auslandsaufenthalt, sei es beruflich oder aus privaten Gründen, sollte auch von Ehepartnern mit deutscher Staatsangehörigkeit ehevertraglich die notwendige Rechtssicherheit geschaffen werden.

Dieser Rat gilt nicht nur für junge Eheleute. Halten sich die Eheleute die überwiegende Zeit des Jahres in ihrem ausländischen Feriendomizil auf, gilt für das Scheidungsverfahren ebenfalls nicht mehr deutsches, sondern ausländisches Recht mit allen Konsequenzen. Um dies zu vermeiden sollte auch in diesem Fall ehevertraglich vorgesorgt werden.

Weitere Informationen zu den Themen Familienrecht, Erbrecht aber auch Versorgungsausgleich , Mediation oder Anwalt Unternehmensnachfolge erhält man auf der der Website der RVR Rechtsanwälte in Stuttgart – rvr.de – Anwalt Stuttgart .

Die Privatkanzlei steht für die Lösung von Rechtsproblemen im fa­miliären Bereich, sei es im Familienrecht, Erbrecht oder der Nachfolge in Familienunternehmen.

Ihre wirtschaftlichen Aktivitäten betreuen wir in der Wirtschaftskanzlei klassisch anwaltlich. Wir beraten, verhandeln, gestalten und setzen Ihre Rechte gerichtlich durch.

Kontakt:
RVR Rechtsanwälte Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Thomas Kärcher
Augustenstr. 124
70197 Stuttgart
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Mediation – mehr als nur eine Alternative

Die Me­dia­ti­on ist zur Lö­sung al­ler Strei­tig­kei­ten ge­eig­net, und nicht allein auf das Familienrecht be­schränkt,

Mediation - mehr als nur eine Alternative

Anwalt Stuttgart

Im Gegensatz zur Konfliktlösung vor dem Familiengericht, in der es nur Sieger und Verlierer gibt, schafft die Mediation im Idealfall ein Ergebnis mit denen beide Parteien sich nicht als Verlierer fühlen können, da die von den Konfliktparteien selbst erarbeite Lösung auf dessen Akzeptanz beruht. Ein Mediator ist gleichermaßen im Erbrecht oder bei Nachfolgeproblemen in der Unternehmensnachfolge effektiv. Aber auch in Fragen des Wirtschaftsrechts wenden Streitparteien mit Erfolg die Mediation an.

Im Idealfall erarbeitet der Mediator gemeinsam mit den Beteiligten eine verbindliche, sämtliche Aspekte des Konflikts regelnde Vereinbarung, die im Familienrechtsstreit dem Gericht als den Streit abschließende Trennungs- und/oder Scheidungsfolgenvereinbarung vorgelegt wird.

Wie funktioniert die Mediation und welche Prinzipien gibt es hierbei?

Zu allererst ist die aktive Mitwirkung aller am Konflikt Beteiligter erforderlich. Der Anwalt Mediation kommt die Aufgabe zu, als Unparteiischer die Kommunikation in Gang zu setzen, und eventuelle Kommunikationsprobleme auszuräumen, sowie Anregungen und Ideen zu fördern, um die, dem Konflikt zugrundeliegenden Interessen offenzulegen und gegebenfalls durch Transformation auf eine höhere Ebene zu überwinden. Wichtig ist: Der Mediator ist weder Entscheider, noch Berater, und die Konfliktlösung an sich ist ausschließlich die Sache der Beteiligten Parteien.

Eine erfolgreiche Mediation setzt auf das Wissen der Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten, denn die Mediation ist schließlich freiwillig und die Lösung beruht auf dem Willen zum Konsens. Die Verhandlungen sind streng vertraulich. Ist der Mediator zugleich Anwalt, unterliegt er zudem den strengen Schweigeverpflichtungen seines Berufsrechtes. Auch ein Anwaltsmediator ist in dieser Funktion kein Interessenvertreter, sondern ist beiden Parteien zur strikten Unparteilichkeit verpflichtet.

Chancen der Mediation?

Mediation bietet die reale Chance emotionale Verletzungen zu vermeiden, die oft als Folge streitiger gerichtlicher Auseinandersetzungen eintreten. Die professionelle Mediation kann effektiver auf außerjuristische Gesichtspunkte Rücksicht nehmen, etwa die Familie und die Kinder. Eine erfolgreiche Mediation bietet die Aussicht auf das Fortbestehen von Familienbeziehungen auch nach der vollzogenen Scheidung.

Diese Erkenntnisse haben dazu geführt, dass in § 135 Fam-FG den Familiengerichten vorgeschrieben wird, den Beteiligten eines Rechtsstreites eine außergerichtlichen Beratung über Mediation zu empfehlen.

Mediator oder Anwalt Mediator?

Die Aufgabe der Mediation ist für beide gleich, auch der Anwaltsmediator ist Mediator, und hat keine Sonderfunktion. Dieser kennt aber aus seiner anwaltlichen Tätigkeit Chancen und Risiken streitiger Entscheidungen und kennt sich in rechtlich komplexen Sachverhalten aus. Dem gegenüber wird der psychologisch vorgebildete Mediator die bessere Wahl für Konflikte dieses Hintergrunds sein.

Weitere Informationen zu den Themen Mediation und Familienrecht Stuttgart oder auch Anwalt Unternehmensnachfolge erhält der Interessierte auf der Website rvr.de der RVR Rechtsnwälte – Anwalt Stuttgart .

Die Privatkanzlei steht für die Lösung von Rechtsproblemen im fa­miliären Bereich, sei es im Familienrecht, Erbrecht oder der Nachfolge in Familienunternehmen.

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