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Auto Verkehr Logistik

„Verschmutzt rein – zerkratzt raus?“ – Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Was Autofahrer bei Schäden durch Waschanlagen wissen sollten

"Verschmutzt rein - zerkratzt raus?" - Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Um Schäden zu vermeiden, sind vor der Autowäsche einige Dinge beachten.
Quelle: ERGO Group

An schönen Frühlingstagen zieht es viele Autofahrer in die Waschanlage: Der Dreck soll weg, der Lack in der Sonne glänzen. Umso schlimmer, wenn das Auto danach zwar sauber ist, dafür aber ein Kratzer die Motorhaube ziert. Wer für solche Schäden haftet, was im Schadenfall zu tun ist und wie Autobesitzer Schäden vorbeugen können, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice).

Ein Samstagvormittag an einem schönen Frühlingstag: Vor den Autowaschanlagen bilden sich Schlangen. Meistens geht einfach alles seinen Gang und die Anlage spuckt die Autos sauber und glänzend wieder aus. Manchmal aber auch nicht: Dann sind Kratzer im Lack oder ein Außenspiegel fehlt. Über die Ursache und die entsprechenden Kosten können sich Kunden und Betreiber von Waschanlagen trefflich streiten. Denn was Autohalter oft nicht wissen: „Ist das Auto nach der Wäsche beschädigt, ist nicht automatisch der Betreiber dafür verantwortlich“, so Michaela Rassat, Juristin des D.A.S. Leistungsservice. Daher landen viele Fälle vor Gericht. Umso wichtiger ist es, dass Autobesitzer vor der Autowäsche einige Dinge berücksichtigen.

Auto vorbereiten

Auch wenn das Auto noch so schmutzig ist, sollten Autohalter vor der Reinigung einen prüfenden Blick auf ihr Fahrzeug werfen: Hat es Kratzer im Lack? Lassen sich Türen und Fenster vollständig schließen? Denn schon ein kleiner Spalt kann erhebliche Wasserschäden zur Folge haben. Ist die Tankklappe nicht fest geschlossen, besteht die Gefahr, dass diese sich durch das Gebläse der Trocknungsanlage öffnet und abreißt, wie in einem Fall vor dem Amtsgericht Esslingen (Az. 1 C 756/15). Besonders vor dem Besuch einer Waschstraße mit einem automatischen Fördersystem sollten sich Autofahrer darüber informieren, was es bei ihren Assistenzsystemen zu beachten gibt. Eine elektrische Feststellbremse, die sich beim Abstellen des Motors aktiviert, kann zum Beispiel zu Problemen führen. Wer Motor und Zündung in einer Waschstraße anlässt, sollte dafür sorgen, dass der Regensensor ausgeschaltet ist. Ansonsten aktivieren sich beim Waschvorgang automatisch die Scheibenwischer – das kann schnell zu kaputten oder herausgerissenen Wischern führen. Daher empfiehlt die D.A.S. Juristin, die Bedienungsanleitung des Fahrzeuges auf Hinweise für die Benutzung einer Waschanlage zu überprüfen. Und so schön es auch sein mag, während des Waschvorgangs zu Radiomusik die sich drehenden Bürsten zu beobachten: Bei elektrisch ausfahrbaren Antennen unbedingt das Radio abschalten! Fest verschraubte Antennen sollte der Halter vorher abmontieren, damit sie nicht abbrechen.

Bedienhinweise beachten

Besonders wichtig ist, dass der Kunde nicht nur die Bedienungsanleitung der Waschanlage liest, sondern auch einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Betreibers wirft. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Erlangen (Az. 2 C 2163/01) müssen diese an der Kasse aushängen. Denn dort schließen Kunde und Anlagenbetreiber rechtlich gesehen den Vertrag über das Waschen des Autos. Viele AGB enthalten Haftungsausschlüsse. „Einen Haftungsausschluss, nach dem der Betreiber für die Beschädigung der außen an der Karosserie angebrachten Teile wie zum Beispiel Zierleisten, Spiegel oder Antennen nur bei grober Fahrlässigkeit haftet, hat der Bundesgerichtshof (Az. X ZR 133/03) für unwirksam erklärt“, so der Hinweis von Michaela Rassat.

Wichtige Schritte bei Schäden

Betreiber einer Waschanlage sind verpflichtet, alles Zumutbare zu unternehmen, um Beschädigungen an den zu waschenden Fahrzeugen zu vermeiden. Die Waschanlage muss demnach sowohl technisch als auch in puncto Sicherheit auf dem aktuellen Stand sein. „Kommt es dennoch zu einem Schaden an einem Auto, dann muss zunächst der Autohalter nachweisen, dass der Betreiber dafür verantwortlich ist“, erklärt die D.A.S. Expertin und verweist dazu auf ein Urteil des Landgerichts Detmold (Az. 10 S 172/11). Daher sollten Autohalter unmittelbar nach der Wäsche das Fahrzeug sofort auf Kratzer, Dellen oder abgerissene Teile überprüfen. Gibt es einen Schaden, dann gilt: Sofort einen Mitarbeiter der Waschanlage darüber informieren. Hilfreich können dabei Fotos und Zeugen sein, die belegen, dass die Schäden am Auto vor der Wäsche nicht vorhanden waren. Deshalb lohnt es sich, den Zustand des Fahrzeugs vor einem Waschgang mit Bildern zu dokumentieren. Verursacht ein Autofahrer aufgrund eines Fehlverhaltens einen Schaden, dann haftet er auch für die Folgen. So haben beispielsweise die Landgerichte Kleve (Az. 5 S 146/15) und Berlin (Az. 52 S 19/16) in zwei Urteilen zu Auffahrunfällen in Waschstraßen die Autofahrer in der Verantwortung gesehen, nicht die Waschanlagenbetreiber. Diese haften, wenn der Schaden nachweislich durch den Waschvorgang verursacht wurde.
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„Handy verloren – was ist zu tun?“ – Verbraucherfrage der Woche der ERGO Direkt Versicherungen

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Clara L. aus Prien:
Mein Smartphone ist voll mit wichtigen Daten und persönlichen Erinnerungen. Falls ich es mal verliere oder es gestohlen wird: Was kann ich tun, um meine Daten zu retten? Kann ich das Handy sperren lassen, damit Unbefugte nicht damit telefonieren können?

Dieter Sprott, Versicherungsexperte der ERGO Direkt Versicherungen:
Der Verlust des Smartphones bedeutet neben dem materiellen auch einen ideellen Schaden. Ist das Handy verschwunden, empfiehlt es sich, zunächst mit der Ortungsfunktion den Standort zu bestimmen. Dies funktioniert bei vielen Herstellern auch ohne eine zuvor installierte App. Besitzer von Android-Geräten müssen sich dafür unter www.google.com/android/devicemanager mit ihrem Google-Konto anmelden. iPhones lassen sich mithilfe der iCloud unter der Option „iPhone suchen“ orten. Dafür muss das Handy angeschaltet sein und über eine Internetverbindung verfügen. Außerdem muss das GPS aktiviert sein. Die meisten Geräte lassen sich in den Ortungsprogrammen zudem per Fernzugriff sperren oder die gespeicherten Daten sogar vollständig löschen. Das verhindert, dass ein möglicher Finder an private Daten gelangt, wenn die Ortung erfolglos bleibt. Die Rettung der Daten per Fernzugriff ist jedoch nicht möglich. Auf der sicheren Seite ist, wer seine Daten regelmäßig im Vorfeld sichert. Im Anschluss ist es ratsam, umgehend die SIM-Karte zu sperren, um böse Überraschungen auf der nächsten Handyrechnung zu vermeiden. Ein kurzer Anruf beim Anbieter oder unter der gebührenfreien Rufnummer 116 116 genügt. Anschließend sollten Betroffene umgehend die Polizei über den Verlust informieren. Diese kann mithilfe der „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI) das Handy eindeutig identifizieren. Die IMEI ist in der Regel auf dem Handykarton vermerkt. Taucht das Gerät unerwartet wieder auf, ist es der Polizei durch diese Nummer möglich, weltweit den Eigentümer zu ermitteln.
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Über die ERGO Direkt Versicherungen
ERGO Direkt Versicherungen sind mit 4,5 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Das Unternehmen ist auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf von Privathaushalten gehören. Wichtige Produkte sind die Zahnzusatzversicherungen, die Sterbegeldversicherung, die Risikolebensversicherung sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Schlanke Prozesse und eine schnelle Verarbeitung ermöglichen günstige Prämien. Heute arbeiten rund 1.800 Mitarbeiter am Standort Nürnberg/Fürth.
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Internet E-Commerce Marketing

„Tipps für Privatverkäufer bei eBay, Kleiderkreisel & Co“ – Expertengespräch des D.A.S. Leistungsservice

Alles neu macht der Mai

Ein altes Handy in der Schublade, ein unbenutztes Mountainbike in der Garage oder Kleidung, die nicht mehr passt: Das Frühjahr lädt dazu ein, auszumisten und Platz zu schaffen. Dinge, die weichen sollen, aber noch gut in Schuss sind, können via eBay, Kleiderkreisel oder andere virtuelle Märktplätze einen neuen Besitzer finden. Was private Verkäufer bei ihren Online-Angeboten beachten sollten und welche Fallstricke lauern, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice).

Worauf müssen Privatverkäufer achten, wenn sie Gebrauchtes auf Plattformen wie eBay zum Verkauf anbieten?

Für Privatverkäufer ist es besonders wichtig, die Gewährleistung, korrekter bezeichnet als Sachmängelhaftung, auszuschließen. Ansonsten müssen sie die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren einhalten. Das heißt konkret: Die Artikelbeschreibung sollte eine rechtlich wirksame Formulierung enthalten, wie „Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht für Schadenersatzansprüche aus grob fahrlässiger beziehungsweise vorsätzlicher Verletzung von Pflichten des Verkäufers sowie für jede Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.“ Den Ausdruck „Garantie“ sollten Verkäufer ebenso vermeiden wie Hinweise auf das EU-Recht. Wichtig ist auch die Beschreibung der Ware: Da der Käufer das gewünschte Objekt bei einem Online-Kauf nicht selbst begutachten kann, ist er auf eine genaue Artikelbeschreibung des Verkäufers angewiesen. Das bedeutet für Verkäufer auch, dass sie auf mögliche Mängel hinweisen. Für eine präzise Beschreibung können beispielsweise selbstgemachte Fotos hilfreich sein. Verschweigen Verkäufer nachweislich ihnen bekannte Mängel, kann der Käufer trotz vorab ausgeschlossener Gewährleistung Gewährleistungsrechte geltend machen. Auch wenn der Verkäufer im Angebotstext bestimmte Eigenschaften der Ware zusichert, hilft ihm bei deren Fehlen ein Gewährleistungsausschluss nichts (Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 96/12). Wenn der verkaufte Artikel bei der Übergabe an den Käufer mangelhaft ist, kann dieser grundsätzlich Nacherfüllung verlangen. Das bedeutet Lieferung eines entsprechenden, mangelfreien Artikels oder Reparatur. Schlägt die Nacherfüllung fehl, lehnt der Verkäufer sie ab oder ist sie nicht möglich (etwa weil ein gebrauchtes Einzelstück verkauft wird), darf der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten. Dann gehen Ware und Geld zurück an die jeweiligen Vertragspartner. Alternativ kann er den Kaufpreis mindern. Auch Schadenersatzansprüche sind unter Umständen möglich. Weitere Fallstricke lauern bei der Verwendung von Bild- und Textmaterial: Wer aus Bequemlichkeit lieber Bilder aus dem Internet nutzt, anstatt selbst zur Kamera zu greifen oder sich der Angebotstexte anderer Nutzer bedient, verletzt das Urheberrecht. Er macht sich nach dem Urheberrechtsgesetz (UrhG § 106 ff.) strafbar. Dem Urheber stehen dann Ansprüche auf Unterlassung und Schadenersatz zu (§ 97 UrhG).

Käufer haben bei eBay beispielsweise vier Tage Zeit für die Bezahlung. Was können Privatverkäufer tun, wenn sie nach dieser Frist noch kein Geld erhalten haben?

Generell gilt: Auch Käufe über Online-Verkaufsplattformen sind Kaufverträge nach § 433 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Das heißt, dass Verkäufer das Recht haben, den vereinbarten Betrag zu erhalten. Bevor sie rechtliche Schritte einleiten, um an ihr Geld zu kommen, sollten sie versuchen, mit dem Käufer Kontakt aufzunehmen. Möglicherweise reicht eine Zahlungserinnerung oder bei der Überweisung hat sich ein Zahlendreher eingeschlichen. Führt das nicht zum Erfolg, können Verkäufer bei eBay beispielsweise über den Menüpunkt „Probleme klären“ den nicht bezahlten Artikel melden. Reagiert der Käufer nicht, erhält er eine Verwarnung von eBay – nach mehreren Verwarnungen kann er bei eBay gesperrt werden. Aus Angst davor geben die Käufer hier meist nach. Zahlt der säumige Schuldner trotzdem immer noch nicht, empfiehlt es sich, ihm eine endgültige Zahlungsfrist zu setzen. Das Ganze am besten schriftlich und per Einschreiben. Als letzte Konsequenz bleiben Verkäufern zwei Möglichkeiten: Zum einen können sie den Käufer auf Vertragserfüllung (§ 433 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)) verklagen. Zum anderen ist der Rücktritt vom Kaufvertrag wegen Nichterfüllung (§ 323 BGB) denkbar, den sie dem Käufer schriftlich und per Einschreiben zukommen lassen. Verkäufer haben in diesem Fall auch Schadenersatzansprüche, etwa für entstandene Gebühren oder bereits gezahlte Anwaltskosten. Ein solcher Aufwand lohnt sich jedoch meist nur bei teuren Verkaufsgegenständen.

Welche Möglichkeiten haben private Verkäufer, wenn der Käufer sich meldet, weil die Ware nicht ankam oder beschädigt ist?

Bei Privatverkäufen trägt das Versandrisiko grundsätzlich der Käufer (§ 447 Abs.1 BGB). Das bedeutet, dass der Verkäufer den Kaufpreis nicht erstatten muss, falls das Paket verloren geht oder der Artikel durch den Versand beschädigt beim Käufer ankommt. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn der Verkäufer das Paket nicht angemessen verpackt hat. Deshalb ist es für Privatverkäufer bei eBay, Kleiderkreisel oder anderen Marktplätzen im Internet ratsam, ihre Ware versichert zu versenden. Dafür stehen ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Verkäufer können beim Versanddienstleister nachfragen, ob die Sendung versichert ist. Zum Teil sind beispielsweise Pakete ohne Aufpreis bis 500 Euro versichert. Ist der Wert der Ware höher, empfiehlt sich eine Transportversicherung. Je nach Deckungssumme staffeln sich hierfür die Preise, die zusätzlich zum Paketpreis anfallen. Der erhöhte Preis für den Versand lohnt sich jedoch, falls doch mal etwas schief geht.
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Auto Verkehr Logistik

„Ein Mietwagen für den Urlaub“ – Verbraucherinformation der ERGO Group

Tipps für die Buchung

"Ein Mietwagen für den Urlaub" - Verbraucherinformation der ERGO Group

Eine Mietwagenbuchung vor Ort ist nicht immer günstiger. (Bildquelle: ERGO Group)

Heute Strand, morgen das Landesinnere erkunden, übermorgen Shoppen: Wer im Urlaub mobil und flexibel sein möchte, bucht meist einen Mietwagen. Viele warten damit bis zur Ankunft am Ferienort. Ob es besser ist, bereits von zu Hause aus zu buchen, worauf Reisende bei der Buchung achten sollten und welche Versicherungen notwendig sind, erklären Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO, und Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice).

Ein Mietwagen macht Reisende an ihrem Urlaubsziel mobil und unabhängig. Damit diese Freiheit nicht zur Kostenfalle wird, ist eine gute Vorbereitung sinnvoll. „Viele Urlauber gehen davon aus, dass die Buchung vor Ort billiger ist“, weiß Michaela Rassat, Juristin bei der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), „aber oft kann eine Buchung von Deutschland aus preisgünstiger sein. Dies hängt vom jeweiligen Urlaubsland und der Reiseplanung ab.“ Preisvergleiche ermöglichen verschiedene Internetportale, über die Reisende zum Teil auch gleich buchen können. Was viele nicht wissen: Derartige Portale sind rechtlich nicht mit einem Reiseveranstalter zu vergleichen, der für Mängel vor Ort haftet. Sie wickeln lediglich die Buchung ab. Wer von Deutschland aus über ein solches Preisvergleichsportal bucht, schließt zunächst einen Vertrag mit einem Mietwagen-Vermittler ab. Dieser regelt, welche Leistungen inbegriffen sind – etwa eine Vollkaskoversicherung. Es gibt eine Reihe solcher Vermittlungsunternehmen, nicht alle haben ihren Sitz in Deutschland. Das Unternehmen vermittelt den Kunden dann an einen Vermieter vor Ort, mit dem der Kunde ebenfalls einen eigenen Vertrag schließt. Das deutsche Portal hat demnach nichts mit der eigentlichen Vermietungsleistung zu tun und haftet nicht für Probleme wie beispielsweise zweifelhafte Kreditkarten-Abbuchungen wegen Schäden am Fahrzeug. Teilweise bieten sie jedoch eine Vermittlung bei Reklamationen an.

Vorsicht vor Lock-Angeboten

Um Fallstricken im Kleingedruckten zu entgehen, lohnt sich ein genauer Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB): „Der Urlauber sollte unbedingt darauf achten, dass die AGB vollständig und transparent zur Verfügung stehen“, empfiehlt Michaela Rassat. „Viele größere, internationale Autovermietungen oder Vermittler stellen Vertragsunterlagen in deutscher Sprache zur Verfügung. Auch an beliebten europäischen Urlaubszielen mit viel deutschem Publikum bürgert sich dies bei den örtlichen Vermietern zunehmend ein.“ Manche Anbieter werben mit Lock-Angeboten und zeigen nur eine günstige Grundmiete an. Bei der Übernahme vor Ort können dann noch teure Zuschläge anfallen, warnt die D.A.S. Juristin: „Wichtig ist daher, das Angebot genau unter die Lupe zu nehmen: Wie sehen die Tankregeln aus? Kommen Servicepauschalen oder Steuern dazu? Kann noch ein Zweitfahrer eingetragen werden und was kostet das?“ Wer weit im Voraus bucht, sollte auch die Stornierungsmöglichkeiten prüfen.

Augen auf beim Versicherungsschutz

Auch auf den Versicherungsschutz sollten Urlauber achten. Einige Mietwagenfirmen bieten Versicherungen bereits im Mietvertrag mit an. „Auf Nummer sicher gehen Urlauber mit einer Vollkaskoversicherung. Da der Versicherungsschutz von dem in Deutschland üblichen abweichen kann, ist es ratsam, auf etwaige Ausschlüsse zu achten“, meint Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO, und ergänzt: „In der Kfz-Haftpflichtversicherung muss der Mieter genau auf die Höhe der vereinbarten Deckungssumme achten. Die Mindestdeckungssummen sind vielfach geringer als in Deutschland üblich.“ Hier kann es von Land zu Land große Unterschiede geben. Es kann ratsam sein, die Deckungssumme in der Kfz-Haftpflicht gegebenenfalls zu erhöhen. Verursacht nämlich der Mietwagenfahrer einen Unfall und der Schaden übersteigt die vertraglich vereinbarte Deckungssumme, muss er den Differenzbetrag selbst bezahlen. „In der Regel ist es am günstigsten, die Kfz-Police von Deutschland aus abzuschließen“, weiß der ERGO Experte. Gut abgesichert ist, wer in seinem heimischen Vertrag die sogenannte „Mallorca-Police“ mitversichert hat. Dies ist eine Erweiterung des heimischen Versicherungsschutzes für Mietfahrzeuge im Ausland. Sie erhöht die ausländische Deckungssumme, falls diese im Schadensfall nicht ausreicht – bis zur Höhe der in Deutschland vereinbarten Deckungssumme. Wichtig zu wissen: Nur der im Vertrag vermerkte Fahrer ist versichert. Wer sich gerade bei längeren Fahrten mit seinem Beifahrer abwechseln möchte, sollte ihn als Zweitfahrer eintragen. Das kostet allerdings oft extra.

Dellen und Kratzer im Übergabeprotokoll vermerken

Egal ob Geländewagen, Familienbus oder schicker Stadtflitzer: Bevor es losgeht, sollte der Urlauber den Mietwagen mit einem Mitarbeiter der Verleihstation von allen Seiten begutachten. Sind Reifen, Beleuchtung, Bremsen, Scheibenwischer und Lack in Ordnung? Funktionieren die Gurte? Gibt es Brandflecken auf den Sitzen? Je präziser der Urlauber prüft, umso besser. „Sofern Schäden oder Kratzer zu erkennen sind, sollte der Mieter sie im Übergabeprotokoll vermerken lassen. Später kann er kaum noch beweisen, dass er die Schäden nicht verursacht hat“, so Michaela Rassat. Bei gravierenden Mängeln oder technischen Defekten empfiehlt es sich, die Finger von dem Auto zu lassen und Ersatz zu fordern. „Bei der Rückgabe sollte sich der Mieter bestätigen lassen, dass er den Wagen ohne Schäden zurückgebracht hat“, rät die D.A.S. Juristin. Auch die letzte Tankquittung besser aufheben. Sonst kann es bei der Endabrechnung zu bösen Überraschungen kommen. Eine Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten sollten Urlauber daher nach Möglichkeit vermeiden.
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ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. ERGO bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. Im Heimatmarkt Deutschland gehört ERGO über alle Sparten hinweg zu den führenden Anbietern. Rund 43.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2015 nahm ERGO 17,9 Mrd. Euro an Beiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen von 16,8 Mrd. Euro.
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Auto Verkehr Logistik

„Tuning von Mopeds und Rollern“ – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Brigitte H. aus Neustadt:
Mein Sohn ist 16 Jahre alt und hat einen Führerschein der Klasse AM. Er will seinen Motorroller tunen, um schneller fahren zu können. Ist das erlaubt?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Ein Führerschein der Klasse AM erlaubt das Fahren von Kleinkrafträdern mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h und einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ oder einer Leistung von 4 KW bei Elektromotoren. Leistungsstärkere Fahrzeuge sind nicht drin. Wer seinen Roller so umbaut, dass er schneller fährt, als es der Führerschein erlaubt, begeht eine Straftat – das Fahren ohne Fahrerlaubnis. Darauf stehen nach § 21 Straßenverkehrsgesetz eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Wichtig: Veränderungen wie das Entfernen der elektronischen Drosselung an einem Roller können sogar zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. Für das Fahren ohne Betriebserlaubnis droht ein Bußgeld von 50 Euro. Bei Gefährdung der Verkehrssicherheit etwa durch ein für die Motorleistung zu schwaches Bremssystem sind es 90 Euro und ein Punkt. Kommt es zu einem Unfall, ist der Versicherungsschutz in Gefahr. Die Haftpflichtversicherung des Halters wird zwar den Schaden des Unfallgegners zahlen. Doch sie kann den Halter für einen Teil des Schadens in Regress nehmen.
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„Kaufrausch im Wohnzimmer“ – Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Was Gäste von Verkaufspartys über Widerruf und Reklamation wissen sollten

"Kaufrausch im Wohnzimmer" - Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Die entspannte Atmosphäre im Wohnzimmer bringt viele Gäste in Kauflaune.
Quelle: ERGO Group

Verkaufspartys im heimischen Wohnzimmer sind immer noch ein Renner: Laut dem Bundesverband Direktvertrieb Deutschland bringen wortgewandte Verkäufer etwa alle 15 Sekunden Haushaltsdosen, Küchenmaschinen, Schmuck, Dessous oder Kosmetik via Privatwohnung unters Volk. Was passiert aber, wenn dem Gast die Ware dann doch nicht gefällt und er sie zurückgeben möchte? An wen können sich Käufer wenden, wenn die bestellte Ware defekt ist? Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) klärt rund um das Thema Verbraucherschutz bei Verkaufspartys auf.

Mit Freunden und Bekannten bei einem Gläschen Sekt einen netten Abend verbringen und nebenbei neue Produkte testen: Die entspannte Atmosphäre in privater Umgebung bringt viele Gäste in Kauflaune. Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), rät jedoch zur Vorsicht: „Teilnehmer einer Verkaufsparty sollten sich über ihre Rechte und den Hersteller informieren, bevor sie ein Produkt kaufen. Nur so vermeiden sie böse Überraschungen, wenn am nächsten Morgen die Shopping-Euphorie verflogen ist.“ Ein wichtiger Tipp: Niemals per Vorkasse zahlen! Diese Zahlungsmethode ist sehr unsicher, denn der Kunde kann nicht absolut sicher sein, die bezahlte Ware auch zu erhalten. Seriöse Anbieter bieten diese Bezahlmöglichkeit daher meist auch gar nicht an.

Ist ein Widerruf des Kaufs möglich?

Stellt der Gast nach der Veranstaltung fest, dass die Bestellung wohl eher ein Fehlkauf war, beruhigt Michaela Rassat: „Bei den sogenannten Verkaufspartys handelt es sich im rechtlichen Sinne meist um Haustürgeschäfte. Das bedeutet für den Käufer, dass er seine Kaufentscheidung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen kann.“ Voraussetzungen sind: Der Kauf findet in der Privatwohnung eines anderen Partyteilnehmers statt. Oder im Rahmen einer Freizeitveranstaltung wie einer Kaffeefahrt, die von einem Unternehmen oder einem vom Unternehmen beauftragten Dritten organisiert wurde. Hat der Veranstalter den Käufer nicht ausführlich auf die 14-tägige Frist hingewiesen, gilt sogar ein Rückgaberecht von einem Jahr plus 14 Tagen. Diese Frist läuft ab dem Zeitpunkt, zu dem der Partygast den Vertrag unterzeichnet oder die Ware erhält. Kosten die Einkäufe nicht mehr als 40 Euro – sogenannte Bagatellgeschäfte – und bezahlt der Käufer direkt, gilt das Widerrufsrecht nicht. Übrigens: Kosmetikprodukte sind Hygieneartikel. Hier gilt das Widerrufsrecht nur dann, wenn das Produkt noch versiegelt, also ungeöffnet ist. Sobald der Käufer die Versiegelung durch Schutzfolie oder den Tubenverschluss öffnet, erlischt das Recht, den Artikel zurückzugeben. Diese gesetzliche Vorgabe ist für Verbraucher oft ein Dilemma: Wie soll ein Käufer beispielsweise beim Kauf einer neuen Hautcreme wissen, ob er sie verträgt? Daher bieten die meisten Anbieter von Kosmetikprodukten aus Kulanzgründen ein Widerrufsrecht an.

Wer ist zuständig für eine Reklamation?

Ist der Verschluss der gekauften Kette kaputt oder das neue Haushaltsgerät verkratzt, greifen die Gewährleistungsfristen. Wie bei Einkäufen im Laden auch stehen den Kunden von Verkaufspartys bei Neuware zwei Jahre Gewährleistung zu. Ist die Ware kaputt, hat der Käufer das Recht, eine Reparatur oder Ersatzlieferung zu verlangen. Sollte das nicht möglich sein, kann er in der Regel vom Kauf zurücktreten oder einen Preisnachlass anstreben. „Wer bei Verkaufspartys für Reklamationen zuständig ist, hängt davon ab, wen der Kaufvertrag als Verkäufer nennt. Ist der Verkauf durch einen Repräsentanten des Herstellers erfolgt, muss sich der Käufer direkt an das Unternehmen wenden. Hat der Gastgeber die Waren gekauft und verkauft sie nun an Partygäste weiter, ist er für die Reklamation zuständig“, informiert Michaela Rassat. Vorsichtig sollten Gäste sein, wenn der Vertragspartner seinen Firmensitz im Ausland hat. In diesem Fall kann es schwierig und langwierig sein, einen Anspruch geltend zu machen. Daher der Rat der D.A.S. Expertin: „Gäste von Verkaufspartys sollten sich am besten vorab darüber informieren, wer im Falle einer Reklamation der richtige Ansprechpartner ist.“
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„Salmonellen durch Ostereier-Ausblasen?“ – Verbraucherfrage der Woche der DKV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Natascha B. aus Aalen:
Zu Ostern will ich mit meinen Kindern Eier ausblasen und bemalen. Kann der Umgang mit rohen Eiern zu einer Infektion mit Salmonellen führen?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Rohe Eier bergen immer die Gefahr einer Salmonelleninfektion. Die Bakterien können sich sowohl auf der Schale als auch im Eigelb befinden. Salmonellen verursachen Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen. Da die Symptome für Kinder besonders gefährlich sind, sollten vor allem diese achtsam mit rohen Eiern umgehen. Das Risiko einer Infektion lässt sich aber leicht minimieren: Zunächst ist darauf zu achten, nur frische und unbeschädigte Eier zu verwenden. Vor dem Auspusten die Eier gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen. Anschließend das Händewaschen nicht vergessen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zum Ausblasen der Eier auch einen dünnen Strohhalm verwenden und so den direkten Kontakt von Mund und Schale vermeiden. Alternativ geben natürlich auch hart gekochte Eier oder Eier aus Holz oder Plastik eine schöne Malfläche ab. Letztere sind außerdem stabiler.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 876

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher Weitere Informationen zur Krankenversicherung finden Sie unter www.dkv.de

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Über die DKV
Die DKV ist seit beinahe 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2015 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.
Die DKV ist der Spezialist für Krankenversicherung der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.dkv.com

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Sonstiges

„Fahrradklau: (k)ein Ende in Sicht“ – Expertengespräch der ERGO Versicherung

Wie Fahrradbesitzer Diebstahl vorbeugen können und was im Ernstfall zu tun ist

Fahrraddiebstahl ist in vielen deutschen Städten ein Massendelikt. 2015 hat die Polizei rund 335.000 gestohlene Drahtesel erfasst. Das bedeutet: Statistisch gesehen verschwindet alle 90 Sekunden ein Fahrrad. Wer lange Freude an seinem Rad haben möchte, sollte daher ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Was hilft, Langfinger effektiv abzuschrecken, was Radfahrer nach einem Diebstahl tun sollten und welche Versicherung im Fall der Fälle greift, weiß Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO.

Ein paar entspannte Stunden im Kino oder im Biergarten – und schon ist es passiert. Das Fahrrad ist weg, das Schloss liegt aufgebrochen am Boden. Wie können Radfahrer ihr Gefährt bestmöglich sichern, damit ihnen so ein teures Ärgernis erspart bleibt?

Grundsätzlich sollten Radfahrer ihr Gefährt nie unabgeschlossen herumstehen lassen – auch nicht, um kurz mal Brötchen zu holen. Fahrraddiebe sind oft Gelegenheitstäter, die Momente der Unachtsamkeit gezielt ausnutzen. Es lohnt sich, in ein gutes Schloss zu investieren. Je stabiler und schwerer, umso besser. Das Speichenschloss allein oder günstige Spiralschlösser bieten keinen ausreichenden Schutz. Als Faustregel gilt: Das Schloss sollte rund zehn Prozent des Neupreises des Rads kosten. Aber selbst das teuerste Schloss hilft nicht, wenn die Diebe das Rad einfach wegtragen können. Wichtig ist daher, den Rahmen des Fahrrades an etwas Unbewegliches zu ketten, zum Beispiel an einen Laternenpfahl oder an einen robusten Fahrradständer. Da sich die Langfinger am liebsten unbeobachtet ans Werk machen, empfiehlt es sich, Fahrräder nicht an verlassenen, schlecht einsehbaren Plätzen abzustellen. Sinnvoll ist auch, das Fahrrad kennzeichnen zu lassen: Hierbei wird ein verschlüsselter, personenbezogener Code auf den Rahmen graviert oder mit einem speziellen Aufkleber aufgeklebt. Dadurch erschwert sich der Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrades erheblich. Das macht das Rad für Diebe unattraktiv. Viele Polizeidienststellen und der ADFC bieten diesen Service für etwa 15 Euro an. Die Codierung und andere wichtige Angaben, zum Beispiel Rahmennummer, Fabrikat, Kaufdatum und -preis sowie besondere Merkmale wie Farbe, Aufkleber oder eventuelle Beschädigungen, können Radbesitzer in einem Fahrradpass eintragen. Im Falle eines Diebstahls haben Bestohlene die wichtigsten Daten auf diese Weise sofort parat.

Schlösser senken das Diebstahlrisiko, bieten aber dennoch keine hundertprozentige Sicherheit. Was sollen Radbesitzer tun, wenn ihr Drahtesel trotz aller Vorsicht gestohlen wird?

Das Wichtigste, wenn das Fahrrad weg ist: Ruhe bewahren! Vielleicht steht es ja eine Straße weiter? Wer sicher ist, dass Diebe am Werk waren, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten. Hilfreich ist es, wenn dann alle wichtigen Daten griffbereit vorliegen. Ein vollständig ausgefüllter Fahrradpass ist in dieser Situation Gold wert. Wer sich die Daten nicht notiert hat, kann sie möglicherweise noch bei seinem Händler erfragen. Die meisten Raddiebstähle klärt die Polizei leider nicht auf, die Erfolgsquote liegt gerade mal bei zehn Prozent. Trotzdem ist eine Anzeige sinnvoll und bei versicherten Rädern unverzüglich erforderlich, damit der Diebstahlschutz der Hausratversicherung greift. Der Leidtragende sollte den Schaden daher auch zügig seiner Versicherung melden – spätestens, wenn das Rad nach drei Wochen nicht wieder aufgetaucht ist. Betroffene können auch selbst aktiv werden: Im Internet gibt es mehrere Datenbanken für gestohlene Räder, etwa www.fahrrad-gestohlen.de oder radklau.org. Fahrradbesitzer können ihr Rad dort mit der Codierung registrieren und es im Falle eines Diebstahls als gestohlen melden. Verkauft dann der Dieb das Rad weiter und gibt der Käufer die Codierung in die Datenbank ein, kann er so den Besitzer ausfindig machen. Es kann sich auch lohnen, bei Fundbüros anzurufen oder an Bahnhöfen und zentralen Haltestellen in der Nähe Ausschau zu halten.

Schon ein einfaches Rad ist kaum unter 500 Euro zu haben, hochwertige Sport-, Holland- oder Treckingräder kosten oft weit über 1.000 Euro. Wie sollten Radfahrer ihre Drahtesel versichern, um zumindest den finanziellen Verlust aufzufangen?

Grundsätzlich stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Die günstigere Alternative ist die klassische Hausratversicherung, die Fahrräder in aller Regel mit einschließt. Anspruch auf Entschädigung haben Versicherte allerdings nur, solange das Rad in der Wohnung oder einem abschließbaren Keller steht. Kommt es im Hof oder vor einem Restaurant weg, geht der Bestohlene leer aus. Für einen relativ geringen Aufpreis ist es aber möglich, zusätzlich Diebstähle zum Beispiel auf offener Straße mit abzudecken. Für hochwertige Räder bietet sich unter Umständen eine spezielle Fahrradversicherung an. Vielfahrer oder Menschen, die ihr Rad häufig an der Straße parken, können von dieser Police profitieren. Denn der Vollkasko-Schutz besteht auch im Fall von Bruchschäden beim Rahmen, Unfällen und Vandalismus. Für die Auswahl der geeigneten Police sollten sich Radbesitzer die Frage stellen, wie viel das Rad wert ist und ob die Deckungssumme ausreicht. Egal, auf welchen Tarif letztlich die Wahl fällt – vor dem Abschluss sind die Versicherungsbedingungen genau unter die Lupe zu nehmen: An welchen Orten gilt der Versicherungsschutz – und gilt er rund um die Uhr?
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 5.315

Die Expertengespräche der ERGO Versicherung und viele weitere Verbrauchertexte stehen für Sie unter www.ergo.com/verbraucher bereit. Sie finden dort aktuelle Beiträge zur freien Nutzung.

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Über die ERGO Versicherung
Mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2015 zählt die ERGO Versicherung zu den führenden Schaden-/Unfall-Versicherern am deutschen Markt. Sie bietet ein umfangreiches Portfolio von Produkten und Serviceleistungen für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an. Ihre zertifizierte Schadenregulierung sorgt für die zügige Abwicklung von Schadenmeldungen. Unter der Marke D.A.S. bietet die ERGO Versicherung seit 2015 auch Rechtsschutzprodukte an. Sie verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung.
Die Gesellschaft gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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„Fitnessclub: Fit werden – gesund bleiben“ – Verbraucherinformation der DKV

Tipps für die Auswahl des passenden Studios und ein gesundes Training

"Fitnessclub: Fit werden - gesund bleiben" - Verbraucherinformation der DKV

Fitnessstudios liegen derzeit voll im Trend.
Quelle: ERGO Group

Der Besucheransturm auf Fitnessmessen wie der FIBO in Köln zeigt, dass der Gesundheits- und Sporttrend nach wie vor anhält. Besonders beliebt sind Fitnessclubs: Fast zehn Millionen Deutsche sind Mitglied – Tendenz steigend. Wer sich in einem Studio anmelden möchte, kann aus einer Flut von Angeboten wählen. Doch welches Fitnessangebot ist für wen geeignet? Und worauf sollten sowohl Neulinge als auch langjährige Studiomitglieder beim Training achten, damit es nicht zu bleibenden körperlichen Schäden oder Verletzungen kommt? Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, gibt Tipps für die Suche nach dem geeigneten Fitnessstudio und für ein gesundes Training.

Welches Studio ist das richtige?

Nicht jedes Fitnessstudio ist für jeden gleichermaßen geeignet. Vor der Entscheidung sollten Interessierte ein paar Dinge prüfen und sich über ihre Vorlieben klarwerden. Zunächst ist es wichtig, auf die Lage zu achten. „Ein Fitnessstudio kann noch so attraktiv sein, liegt es ungünstig, beispielsweise weit entfernt von Wohnung und Arbeitsplatz, verfliegt die Motivation meist sehr schnell“, so Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Weiterhin sollten sich Interessenten überlegen, ob ihnen ein reines Gerätetraining ausreicht oder ob sie auch an Fitnesskursen wie Zumba oder Step-Aerobic teilnehmen möchten. „Für viele ist Sport in der Gruppe und zu mitreißender Musik eine schöne Ergänzung zum reinen Krafttraining“, meint Dr. Reuter. Wer nach dem Sport gerne entspannt, für den darf auch ein gepflegter Wellnessbereich nicht fehlen. Andere wiederum legen Wert auf eine Ernährungsberatung. Vor allem für Fitness-Neulinge empfiehlt es sich, auf eine professionelle Betreuung zu achten. Der Tipp des DKV Experten: Vorab ein Probetraining absolvieren. Nur so können sich Einsteiger ein Bild davon machen, wie umfangreich die Betreuung ist und ob sie sich damit wohlfühlen. Gleichzeitig bekommen die Trainer ein Bild vom Fitnessstand ihrer potenziellen Kunden und können den Trainingsplan auf deren individuelle Bedürfnisse abstimmen. Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, zum Beispiel einem bereits erlittenen Bandscheibenvorfall, sollten den Trainer darauf hinweisen. Sie können dann gemeinsam abklären, welches Training am besten ist.

Tipps für das richtige Training

Egal ob Anfänger oder Profi: Aufwärmen ist Pflicht für jeden Sportler. „Mindestens zehn Minuten auf dem Laufband oder dem Crosstrainer bringen den Puls in Schwung und senken das Verletzungsrisiko beim anschließenden Krafttraining“, so Dr. Wolfgang Reuter. Für Anfänger gilt: Genau dem Trainingsplan und den Anweisungen der Trainer folgen. „Eine korrekte Haltung spielt beim Krafttraining eine große Rolle. Um Verspannungen oder gar Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, zunächst mit geringen Gewichten die Bewegungen sauber zu erlernen“, rät der DKV Gesundheitsexperte. „Kurze, ruckartige Bewegungen und Gewichte, die in die Ursprungsposition zurücksausen, können Verletzungen zur Folge haben.“ Eine Übung sollte idealerweise aus drei Einheiten zu je 15 bis 20 Wiederholungen bestehen. Erst wenn das zu leicht erscheint, ist es ratsam, das Gewicht oder das Tempo zu erhöhen. Weiterhin ist beim Training darauf zu achten, entgegengesetzte Muskelgruppen zu beanspruchen. Wer Übungen für den Bauch macht, für den sind anschließend Übungen für den unteren Rücken empfehlenswert. „Andernfalls kann es zu Fehlhaltungen kommen“, warnt Dr. Wolfgang Reuter. Falls die eine oder andere Übung mal in Vergessenheit geraten ist: Besser nicht in Eigenregie rumprobieren, sondern lieber den Trainer um Rat zu fragen. Denn falsche Bewegungsabläufe sind oft der Grund für Schmerzen und Verletzungen. Zum Abschluss eines jeden Trainings empfiehlt sich eine Stretching-Einheit. Das entspannt die Muskulatur und verhindert, dass sich die Muskeln verkürzen.
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Tourismus Reisen

„Hepatitis A-Impfung bei Reisen innerhalb Europas“ – Verbraucherfrage der Woche der ERV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Markus K. aus Aue:
Ich plane einen Urlaub in Bulgarien. Jetzt habe ich gehört, dass ich mich vor Reiseantritt gegen Hepatitis A impfen lassen muss. Stimmt das? Ich dachte, diese Impfung ist nur bei Reisen nach Asien oder Afrika notwendig.

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Bei Hepatitis A handelt es sich um eine Leberentzündung, die sich durch Symptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen äußert. Im späteren Verlauf der Krankheit kann es zu einer Gelbfärbung von Augen und Haut kommen, daraus leitet sich auch der umgangssprachliche Name „Gelbsucht“ ab. Das Virus kommt nicht nur in tropischen oder subtropischen Gebieten vor. Auch „nahe“ Ziele wie Länder im Südosten Europas zählen zu den Risikogebieten für Infektionen. Ein warmes Klima sowie mangelhafte hygienische Bedingungen begünstigen die Verbreitung des Virus. Daher sollten sich auch Reisende mit Zielen im Mittelmeerraum oder Osteuropa dagegen impfen lassen. Für das Reiseziel Bulgarien empfiehlt das Auswärtige Amt sogar ausdrücklich eine Hepatitis A-Impfung. Am häufigsten stecken sich Urlauber durch verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmittel wie zum Beispiel rohe Muscheln an. Aber auch der Kontakt mit Erkrankten kann die Erreger übertragen. Um für den Urlaub vollständig vor dem Virus geschützt zu sein, ist eine Impfung bis zu 14 Tage vor Reisebeginn ausreichend. Langfristigen Schutz bringt eine zweite Injektion im Abstand von sechs bis zwölf Monaten. Einen „Last-Minute“ Schutz bietet allerdings auch eine einmalige Impfung unmittelbar vor Reisebeginn, denn die Krankheit bricht erst etwa 25 Tage nach Ansteckung aus, die erste Impfdosis wirkt aber bereits nach 14 Tagen. Mit einem RundumSorglos-Paket, das Reiserücktritts- (inklusive Reiseabbruch-), Reisekranken- und Reisegepäckversicherung enthält, besteht ein umfassender Schutz, falls während der Reise doch mal etwas schief geht.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.610

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Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
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