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Ryanair steht am Mittwoch vor einem Streik – Passagiere müssen entschädigt werden

Nach einem turbulenten August steht Ryanair ein ähnlich aufreibender September bevor. Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat am Mittwoch einen 24-stündigen Streik angekündigt. Davon betroffen sind alle Ryanair Flüge aus Deutsch

Ryanair steht am Mittwoch vor einem Streik - Passagiere müssen entschädigt werden

Skycop-CEO Marius Stonkus

Der Streik dauert von Mittwoch 03:01 Uhr bis Donnerstag 2:59 Uhr deutscher Zeit. Diese Maßnahme wird ergriffen, da laut VC bei den Verhandlungen mit Ryanair bisher keine Fortschritte erzielt wurden. Außerdem fügt die Gewerkschaft hinzu, dass die Vereinbarungen, die mit den italienischen und irischen Ryanair-Piloten getroffen wurden, den deutschen Mitarbeitern nicht helfen, da zentrale Fragen der Arbeitsbedingungen und Bezahlung nicht berücksichtigt seien.

„Da wir bereits lokale Verträge und eine bessere Bezahlung angeboten haben, gibt es keine Rechtfertigung für weitere Störungen und daher fordern wir unsere deutschen Piloten auf, an diesem Mittwoch zu arbeiten“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von Ryanair.

„Bei dem von Ryanair angeschlagenen Ton ist es kein Wunder, dass inzwischen sieben weitere Gewerkschaften, die Kabinenbesatzungen aus fünf Ländern vertreten, im September mit weiteren Streiks drohen“, so Marius Stonkus, CEO des Flugentschädigungs-Spezialisten Skycop.

Eine zentrale Frage ist natürlich, ob Passagiere eine Entschädigung erhalten, wenn ihr Flug im Rahmen dieses Streiks gecancelt wird. In der Regel gilt gemäß der EU-Verordnung 261/2004, dass ein Flug, der später als 14 Tage vor dem Abreisedatum annulliert wurde, entschädigt werden muss. Fluggesellschaften machen hier jedoch gerne geltend, dass sie gemäß Artikel 5 Absatz 3 der Verordnung nicht zahlen müssen, wenn die Störung aufgrund außergewöhnlicher Umstände erfolgt, die auch bei Ergreifen aller erdenklichen Maßnahmen nicht hätten vermieden werden können. Dazu gehören unter anderem auch Streiks.

Die Rechtsexperten von Skycop weisen darauf hin, dass der europäische Gerichtshof im April im Fall TUIfly sogar „wilde Streiks“ der Mitarbeiter von Fluggesellschaften – im Gegensatz zu etwa Fluglotsen – für nicht „außerhalb der Kontrolle einer Fluggesellschaft“ erklärte.

„Bei Ryanair scheint die Situation noch einfacher zu sein: Erstens handelt es sich hier nicht um spontane Streiks sondern um angekündigte Aktionen, zweitens dreht sich der Streit um die Bezahlung, was einer der häufigsten Fälle von Streitigkeiten mit Gewerkschaftsvertretern ist. Die Staatliche Agentur für Flugsicherheit in Spanien, die britische Zivilluftfahrtbehörde und andere Institutionen sind sich einig in der Bewertung, dass solche Streiks nicht als außergewöhnlich zu betrachten sind. Wenn Sie also ein Ryanair-Fluggast sind, der aufgrund von Flugverspätungen oder Ausfällen im Zusammenhang mit Streiks der Mitarbeiter der Airline gestrandet ist, sollten Sie auf jeden Fall eine Anfrage auf Entschädigung bei Skycop einreichen“, so Skycop CEO Stonkus.

Das Unternehmen Skycop steht für Flugpassagiere und ihr Recht auf Entschädigungszahlungen bei Flugausfällen nach EU-Recht ein.

Skycop berechnet nur bei erfolgreicher Entschädigungszahlung eine Provision. Skycop bearbeitet momentan europäische Entschädigungsansprüche in Höhe von drei Millionen Euro. Über die globale Onlineplattform www.skycop.com können Entschädigungsansprüche für ausgefallene, verspätete oder überbuchte Flüge unkompliziert von Passagieren auf der ganzen Welt angemeldet werden.

Skycop und sein Team aus Experten mit über 10 Jahren Erfahrung in den Branchen Luftfahrt, Recht und Kreditmanagement hat sich zum Ziel gesetzt, für Gerechtigkeit zwischen Airline und Fluggast zu sorgen und denjenigen zu helfen, die dabei ihrer persönlichen Rechte beraubt wurden.

Fordern Sie jetzt, was Ihnen zusteht: www.skycop.com

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Reiserecht

Flugverspätung wegen Nägel im Reifen: Fluggäste erhalten Entschädigung

Verspätet sich der Rückflug aus dem Urlaub um mehr als drei Stunden, weil das Flugzeug wegen Nägeln im Reifen einen Platten hat, können Fluggäste eine Entschädigung verlangen. Fremdkörper auf der Start- und Landebahn sind kein „außergewöhnlicher Umstand“, für den die Fluggesellschaft nicht haftet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Amtsgericht Hannover.
AG Hannover, Az. 462 C 3790/17

Hintergrundinformation:
Die Europäische Verordnung über Fluggastrechte gewährt Flugreisenden bei Verspätungen von mehr als drei Stunden einen Anspruch auf Entschädigung gegen die Fluggesellschaft. Die Höhe des Anspruches ist nach der Flugstrecke gestaffelt. Eine Ausnahme gilt allerdings, wenn ein sogenannter „außergewöhnlicher Umstand“ vorliegt, auf den die Fluggesellschaft keinerlei Einfluss hat. Der Fall: Ein deutsches Paar hatte aus dem Urlaub auf Teneriffa wieder nach Hause fliegen wollen. Sie kamen mit mehr als 18 Stunden Verspätung am Flughafen Hannover an. Der Grund: Bei der Vorflugkontrolle auf Teneriffa hatte der Pilot Nägel in einem der Flugzeugreifen entdeckt. Offenbar hatten diese beim vorherigen Flug auf der Start- oder Landebahn herumgelegen. Ein Reifenwechsel war unvermeidlich. Da auf Teneriffa kein Reifen vorrätig war und Flugzeuge kein Reserverad haben, musste die Fluggesellschaft den Reifen erst aus Deutschland einfliegen. Die Fluggäste forderten nun von der Fluggesellschaft eine Entschädigung wegen der Verspätung. Diese berief sich jedoch auf einen außergewöhnlichen Umstand. Niemand habe damit rechnen können, dass auf einer Landebahn Nägel herumliegen könnten. Das Urteil: Das Amtsgericht Hannover gestand den Fluggästen nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice eine Entschädigung von insgesamt 800 Euro zu. Nur bei Vorliegen eines außergewöhnlichen Umstandes außerhalb ihres Einflussbereiches könne die Fluggesellschaft die Zahlung verweigern. Die Benutzung von Start- und Landebahnen sowie Stellflächen auf Flugplätzen und die mit der Nutzung solcher Flächen verbundenen Probleme gehörten aber zum Tagesgeschäft jeder Fluggesellschaft. Dass sich auf diesen Flächen metallene Fremdkörper befinden könnten, die die Reifen beschädigten, sei kein außergewöhnlicher Umstand. Auf solche Situationen müsse sich die Fluggesellschaft einstellen.
Amtsgericht Hannover, Urteil vom 7. Februar 2018, Az. 462 C 3790/17

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Tourismus Reisen

Entschädigungsservice von BCD Travel verhilft Flugreisenden zu ihrem Recht

Neuer Service für alle europäischen Kunden von BCD Travel

Entschädigungsservice von BCD Travel verhilft Flugreisenden zu ihrem Recht

UTRECHT, 09. Januar 2018 – Air Disruption Compensation von BCD Travel, einem der weltweit führenden Geschäftsreiseunternehmen, ist jetzt für alle Kunden in Europa verfügbar. Der Service hilft Geschäftsreisenden, im Falle einer Annullierung oder Verspätung eines Fluges eine Entschädigung zu erhalten. Der Bedarf ist hoch: Derzeit werden lediglich 5 % der möglichen Entschädigungen in Anspruch genommen – 793 Millionen Euro werden nicht ausgeschöpft.

Störungen bei Flugreisen betreffen etwa 8 % aller Flüge weltweit. Schätzungsweise 2,4 % der Flüge, die den europäischen Vorschriften unterliegen, sind von einer Annullierung oder Verspätung von mehr als drei Stunden betroffen. Das verursacht nicht nur Stress für die Reisenden, die dadurch ihre Anschlussflüge verpassen oder zu spät zu wichtigen Meetings erscheinen, sondern auch zusätzliche Kosten, z. B. für Verpflegung während des Wartens am Flughafen oder sogar einen Hotelaufenthalt.

Die EU-Verordnung 261/2004 (EG 261) zu Fluggastrechten, die für Flüge aus einem bzw. in eines der 28 Länder der EU und das europäische Hoheitsgebiet gilt, sieht im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder längerer Verspätung von Flügen eine Entschädigung für Passagiere vor. Je nach Länge des betroffenen Fluges beträgt die Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro. Viele Reisenden sind sich dieser Verordnung nicht bewusst und jede Fluggesellschaft hat ihren eigenen Entschädigungsprozess, der oft zeitaufwendig und kompliziert ist. Infolgedessen werden bis zu 95 % der 835 Millionen Euro an Entschädigungsgeldern, die jedes Jahr von Passagieren eingefordert werden könnten, nicht in Anspruch genommen.

Um Reisende über ihre Rechte zu informieren und den Prozess zu vereinfachen, hat BCD Travel Air Disruption Compensation zu einem Standardangebot für alle Kunden gemacht. In der Praxis überwacht BCD Travel automatisch alle Flüge, für die ein Anspruch nach EG 261 geltend gemacht werden können und sendet den Reisenden eine E-Mail-Benachrichtigung mit Anweisungen, wie der rechtmäßige Anspruch auf Entschädigung erhoben werden kann. Dies geschieht über AirHelp, einem Partner von BCD, der den rechtmäßigen Anspruch bei der jeweiligen Fluggesellschaft durchsetzt. Für diesen Service von BCD wird nur im Erfolgsfall ein Entgelt erhoben. Wurde keine Entschädigung gezahlt, wird nichts berechnet.

„Die Höhe der nicht geltend gemachten Ansprüche macht deutlich, dass den Reisenden unserer Kunden erhebliche Benefits verloren gehen, die sie eigentlich für die verursachten Unannehmlichkeiten entschädigen sollten. Unsere Standardlösung für all unsere Kunden in Europa sieht eine entsprechende Information zur Anspruchsberechtigung sowie einen einfacheren Entschädigungsprozess für ihre Reisenden vor, damit diese von ihrem Recht auch tatsächlich Gebrauch machen“, erklärt Stewart Harvey, President EMEA bei BCD Travel.

BCD Travel hilft Unternehmen, das Potenzial der Reisekosten voll auszuschöpfen: Wir sorgen dafür, dass Reisende sicher und produktiv unterwegs sind und auch während der Reise umsichtige Entscheidungen treffen. Travel Manager und Einkäufer unterstützen wir dabei, den Erfolg ihres Geschäftsreisekonzepts zu steigern. Kurz gesagt: Wir helfen unseren Kunden, clever zu reisen und mehr zu erreichen – in 108 Ländern und dank ca. 13.000 kreativer, engagierter und erfahrener Mitarbeiter. Mit 95 % über die letzten zehn Jahre haben wir die beständigste Kundenbindungsrate der Branche – mit 24,6 Milliarden USD Umsatz 2016. Mehr über uns erfahren Sie unter www.bcdtravel.de

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Politik Recht Gesellschaft

Abgelehnte Bewerbung wegen Kopftuchs: Entschädigung für Berliner Lehrerin

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Abgelehnte Bewerbung wegen Kopftuchs: Entschädigung für Berliner Lehrerin

Arbeitsrecht

Bewerbung wegen Kopftuchs abgelehnt: Eigentlich werden in Berlin händeringend Lehrerinnen und Lehrer gesucht. Trotzdem wurde vor kurzem wieder eine Bewerberin abgelehnt, weil sie in Aussicht stellte, ihr muslimisches Kopftuch aus religiösen Gründen auch im Unterricht tragen zu wollen. Es folgt die Ablehnung, woraufhin die Betroffene vom Land Berlin eine Entschädigung wegen Diskriminierung verlangt. Nach Ansicht des Landesarbeitsgerichtes Berlin-Brandenburg auch zu Recht.

Berliner Neutralitätsgesetz als Grundlage für Ablehnung: Das Land Berlin hatte sich bei der Ablehnung auf das Berliner Neutralitätsgesetz gestützt. Der § 2 des Gesetzes sieht vor, dass Lehrkräfte und andere Beschäftigte mit pädagogischem Auftrag in den öffentlichen Schulen nach dem Schulgesetz innerhalb des Dienstes keine sichtbaren religiösen oder weltanschaulichen Symbole, die für die Betrachterin oder den Betrachter eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft demonstrieren, und keine auffallenden religiös oder weltanschaulich geprägten Kleidungsstücke tragen dürfen. Diese Norm sei jedoch entsprechend der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu dem Thema im Lichte der Religionsfreiheit verfassungskonform so auszulegen, dass eine Untersagung nur bei einer konkreten Gefahr für die Neutralität an der Schule in Betracht komme.

Das LAG Berlin-Brandenburg: § 2 Satz 1 des Berliner Neutralitätsgesetzes ist verfassungskonform dahin auszulegen, dass das Land Berlin Lehrkräften das Tragen religiös geprägter Kleidungsstücke dann untersagen kann, wenn dadurch die weltanschaulich-religiöse Neutralität einer öffentlichen Schule oder sämtlicher öffentlicher Schulen in einem bestimmten Bezirk gegenüber Schülerinnen und Schülern gefährdet oder gestört wird (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 09.02.2017 – 14 Sa 1038/16).

Entschädigung in Höhe von zwei Monatsgehältern: Da eine solche Gefahr im konkreten Fall der angehenden Lehrerin nicht geltend gemacht worden war, verurteile das LAG das Land Berlin zur Zahlung einer Entschädigung von zwei Brutto-Monatsgehältern (8.680,00 €).

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens in Ihrem Fall. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

2.10.2017

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Politik Recht Gesellschaft

Zukünftige Lehrerin wegen Kopftuchs diskriminiert: Entschädigung vom Land Berlin

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Berlin braucht Lehrer. Und Lehrerinnen. Dennoch wurde kürzlich eine offenbar gut qualifizierte Bewerberin abgelehnt. Warum? Sie trug ein Kopftuch, ein religiös-kulturell islamisches Kopftuch. Und die Bewerberin stellte klar: Sie will das Kopftuch auch im Unterricht tragen. Nachdem sie aus dem Rennen war, verklagte sie das Land Berlin auf Schadensersatz wegen Diskriminierung. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg gab der Klage statt und verurteilte den Arbeitgeber zur Zahlung von 2 Brutto-Lehrer-Monatsgehältern.

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg betonte in ihrer Entscheidung vom 09.02.2017 (Az. 14 Sa 1038/16): Das Land Berlin verstößt gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, wenn es zukünftige Lehrerinnen ablehnt, nur weil sie ein Kopftuch tragen. Nicht berufen darf sich das Land Berlin auf das Berliner Neutralitätsgesetz, so die Richter. Dieses Gesetz schreibt eigentlich vor, dass Lehrerinnen keinerlei Kleidung mit religiöser Symbolik tragen dürfen bei der Arbeit. Nur auf Grundlage des Berliner Neutralitätsgesetzes hätte das Land Berlin die Bewerberin wegen des Kopftuchs eigentlich ablehnen dürfen.

Allerdings, so das höchste Berliner Arbeitsgericht: Die Glaubensfreiheit des Grundgesetzes „überstimmt“ dieses Gesetz. Unter normalen Umständen, wenn also keine konkrete Gefahr ausgeht von der Bewerberin, darf das Land Berlin sie nicht diskriminieren im Bewerbungsprozess, das wäre unverhältnismäßig und würde deshalb ihr Grundrecht verletzen auf Glaubensfreiheit. Eine konkrete Gefahr ging nicht aus von der Bewerberin, die Richter verurteilten deshalb das Land Berlin zur Schadensersatz-Zahlung.

Das Thema Kopftuch und Arbeitsrecht ist weiterhin in Bewegung. Das Landesarbeitsgericht hat die Revision zugelassen beim Bundesarbeitsgericht, dem höchsten deutschen Arbeitsgericht. Es bleibt spannend: Eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zu dem Thema steht noch aus.

Hat man Sie diskriminiert im Bewerbungsverfahren? Dann steht Ihnen gegebenenfalls Schadensersatz zu aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Rufen Sie mich gern an in meiner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht in Berlin, 030.40004999. In vielen Fällen lohnt es sich, in einem Beratungsgespräch herauszufinden, wie hoch der Schadensersatz sein kann bei einer Diskriminierung im Bewerbungsverfahren. Bei zukünftigen Lehrerinnen beispielsweise geht es um ernst zu nehmende Summen: Immerhin über achteinhalb Tausend Euro hat das Landesarbeitsgericht der Bewerberin zuerkannt.

Mein Team und ich freuen uns auf Ihren Anruf!

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Auto Verkehr Logistik

Der aktuelle Vogelschlag-Vorfall bei CONDOR zeigt: Die Rechtslage bei Fluggastrechten ist noch immer nicht zufrieden stellend

Der Fluggastrechtsexperte FairPlane klärt über die Krux der aktuellen Rechtsbestimmungen auf und erklärt, warum große Verspätungen auch in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden können

Der aktuelle Vogelschlag-Vorfall bei CONDOR zeigt: Die Rechtslage bei Fluggastrechten ist noch immer nicht zufrieden stellend

Ein häufiges Bild der letzten Tage lange Warteschlangen an den Flughäfen in Frankfurt und Teneriffa

München, 4. Juli 2017 (ar) – Frustration und Verärgerung in Frankfurt am Main und auf Teneriffa: Aufgrund eines Vogelschlags bei einer CONDOR-Maschine am vergangenen Freitag konnten zahlreiche Passagiere ihren Rückflug nach Deutschland nicht wie geplant wahrnehmen und steckten mehr als zwei Tage am Flughafen in Teneriffa fest. Gleichzeitig konnten 170 weitere Fluggäste in Frankfurt erst mit rund 44-stündiger Verspätung in den lang ersehnten Urlaub starten. Der Grund für die massiven Verspätungen bei CONDOR: Ein Vogelschlag am rechten Triebwerk eines Airbus A321 sorgte für den Ausfall einer Maschine im bulgarischen Burgas. Die in der Folge langwierige Reparatur (Techniker und Ersatzteile mussten erst eingeflogen werden) und das Beschaffen eines Ersatzflugzeuges kosteten die genervten Reisenden zwei ihrer Urlaubstage. Warum dieser Fall beim marktführenden Anbieter für Fluggastrechte-Services FairPlane gleich doppelt sauer aufstößt und warum eine solche massive Verspätung nach derzeitiger Rechtslage immer wieder vorkommen kann, erklärt der Reiserechtsexperte und Unternehmenssprecher von FairPlane Prof. Dr. Ronald Schmid.

Herr Prof. Dr. Schmid, wie beurteilen Sie den neuesten Vogelschlag-Vorfall bei der CONDOR?

Der aktuelle Vorfall zeigt deutlich, dass die Entscheidung des EuGH vom Mai 2017 Vogelschlag als „außergewöhnlichen Umstand“ zu bewerten und Fluggästen daher in der Regel keinen Anspruch auf Ausgleichzahlungen nach europäischem Recht zu gewähren, vor allem für die betroffenen Passagiere einen doppelten Nachteil bedeutet. Nicht nur kommen diese verspätet an ihrem Zielort an, sie haben zudem in der Regel auch keinen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung.

Die Formulierung „in der Regel“ deutet darauf hin, dass in Ausnahmefällen eine Ausgleichszahlung möglich ist?

Richtig, denn auch bei einem Vogelschlag ist m.E. keineswegs sicher, dass Fluggäste generell keinen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung haben. Zum einen ist nicht ausgeschlossen, dass die große Kammer des EuGH anders entscheidet. Zum anderen muss das Luftfahrtunternehmen im Einzelfall nachweisen, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Vermeidung der Verspätung ergriffen hat. Abwarten bis die Reparatur des betroffenen Flugzeugs abgeschlossen ist, reicht da nicht aus. Es muss beispielsweise geklärt werden, ob eine anderweitige Beförderung z.B. durch Umbuchung auf andere Flüge möglich ist.

Viele Airlines erklären die langen Wartezeiten der Passagiere an Flughäfen durch die Dauer der Reparaturarbeiten. Ließe sich das optimieren?

Hier müsste natürlich jeder Vorfall im Detail betrachtet werden. Jedoch ist das oben genannte Urteil des EuGH auch in einem weiteren Sinne für den Verbraucher ungünstig: Da Airlines bei Vogelschlag meist nicht haften müssen, spielt es nach Ansicht dieser hinsichtlich möglicher Ausgleichszahlungen weniger eine Rolle, ob sie das Flugzeug in 3 oder in 30 Stunden wieder einsetzen können. Die Dauer der Verzögerung ist für den Passagier jedoch von größter Bedeutung und entscheidet oftmals über das Ausmaß seiner Verärgerung.

Bei einem Flugausfall ist meist eine größere Anzahl von Passagieren betroffen. Eine Umbuchung aller Passagiere auf andere Flüge ist schwierig. Was passiert in dieser Situation?

Ein Ersatzflugzeug muss beschafft werden. Und genau hier zeigt sich die Schwäche der bisherigen Rechtsprechung. Nach Ansicht des BGH sind Airlines derzeit nicht verpflichtet, ein Ersatzflugzeug bereit zu halten. Das bedeutet im Klartext: Ein Luftfahrtunternehmen muss erst dann reagieren, wenn ein Schaden eingetreten ist. Bemüht es sich aber erst im Anschluss an den Zwischenfall um ein Ersatzflugzeug ist es sehr schwierig bis ausgeschlossen, kurzfristig ein Flugzeug anzuchartern. Das gilt insbesondere in der Hochsaison. Zudem muss das Flugzeug an den benötigten Flughafen geflogen werden, wertvolle (Urlaubs-)Zeit geht dem Fluggast verloren. Die bisherige Rechtsprechung des BGH erlaubt Airlines somit ein „just in time“-Management, das zulasten des Verbrauchers geht. Wir von FairPlane plädieren daher seit Jahren dafür, dass Airlines Ersatzflugzeuge in angemessenem Umfang bereit halten müssen und berufen uns dabei auf einen Urteilsvorschlag des Generalsanwalts beim Europäischen Gerichtshof. Das Luftfahrtunternehmen hat in dem damaligen Fall die Forderung schnell bezahlt, um ein verbindliches Urteil zu verhindern. FairPlane wird das aber bei nächster Gelegenheit vom EuGH überprüfen lassen. Der vorliegende Condor-Flug könnte dafür geeignet sein.

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Wertsachen im Keller: Leichte Beute für Einbrecher

R+V-Infocenter: Versicherungsschutz hängt von der Art des Kellers ab – Bretterverschläge machen den Einstieg besonders einfach

Wertsachen im Keller: Leichte Beute für Einbrecher

Hanna Harsche, Expertin beim Infocenter der R+V Versicherung

Wiesbaden, 2. März 2016. Fahrräder, Skier oder Werkzeug: Viele Mieter bewahren im Keller all das auf, was in der Wohnung keinen Platz findet. Doch bei einem Einbruch können die Besitzer nicht immer auf Entschädigung hoffen. „Ob und in welchem Umfang die Hausratversicherung einspringt, hängt von der Art des Kellerraums ab und wie das Hab und Gut darin vor Diebstahl geschützt ist“, sagt Hanna Harsche, Expertin beim Infocenter der R+V Versicherung in Wiesbaden. Sie rät, grundsätzlich keine wertvollen Gegenstände im Keller zu lagern.

Alle fünf Minuten sind Einbrecher in Deutschland aktiv – und sie wissen genau, dass auch in vielen Kellern etwas zu holen ist. Oft haben sie hier leichtes Spiel. „In Mehrfamilienhäusern sind abgetrennte Bretterverschläge die Regel. Meistens lassen sich die Schlösser leicht knacken, oder die Einbrecher treten einfach die Bretter ein“, so R+V-Expertin Harsche.

Zwar gehören die Gegenstände aus dem Keller zum Hausrat und sind deshalb auch über die Hausratversicherung mitversichert. Das gilt aber nur, wenn der Keller abgetrennt und abgeschlossen ist. Und bei Kellerverschlägen gibt es weitere Einschränkungen. „Wenn die Einbrecher wertvolle Sachen durch die Bretter sehen können, gilt das als grob fahrlässig. Dann kann die Versicherung die Entschädigung möglicherweise kürzen“, erklärt Hanna Harsche. „Das ist vergleichbar mit Autoaufbrüchen: Wenn das Laptop offen auf dem Rücksitz liegt, ist das fast schon eine Einladung an Diebe.“

Gegenstände im Keller sichern
Die R+V-Expertin rät Mietern deshalb, ihren Keller zu überprüfen: Was können Fremde von außen sehen? Wie weit stehen die Latten auseinander? Eine einfache und sichernde Maßnahme ist, den Keller von innen „blickdicht“ zu machen, also mit Platten oder Stoffen zu behängen. Zusätzlich können die Besitzer auch die Gegenstände selbst sichern, also beispielsweise das Fahrrad abschließen oder Werkzeug in einem Schrank mit Schloss deponieren. Besonders wertvolle Gegenstände gehören gar nicht in den Keller.

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Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1991 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Der Einbruch bei Dunkelheit

Schon ein paar einfache Vorkehrungen können helfen, Einbrecher abzuhalten, wenn man verreist ist

Der Einbruch bei Dunkelheit

Scheinbar belebte Häuser sind der beste Einbruchschutz.

Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche – alle zwei Minuten wird in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung aufgebrochen. Wer so etwas schon einmal erlebt hat weiß, wie stark sich das unangenehme Gefühl einbrennt: Ein Fremder ist in das eigene Zuhause eingedrungen, hat persönliche Sachen durchwühlt und mitgenommen. Dieses Trauma wiegt oft schwerer als der materielle Verlust. Doch schon ein paar einfache Vorkehrungen können helfen, Einbrecher abzuhalten, wenn Sie verreist sind.

Auch Winterzeit ist Reisezeit
Egal ob Sie Skifahren, Ihre Familie über Weihnachten besuchen oder eine Reise ins Warme machen: Gerade im Winter ist ein leer stehendes Zuhause eine gute Gelegenheit für Einbrecher. Sie finden Schutz in der frühen Dunkelheit und können leicht ausmachen, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Ist jemand da, ziehen sie meist weiter. Scheinbar belebte Häuser sind der beste Einbruchschutz.
Ziel ist also, das Zuhause so aussehen zu lassen, als wäre jemand anwesend oder käme zumindest jeden Moment zurück.

Nichts auf einen Urlaub hindeuten lassen
Vermeiden Sie deutliche Zeichen für eine längere Abwesenheit und machen sich einige einfache Tricks zu eigen:

-Geben Sie den genauen Urlaubstermin weder auf dem Anrufbeantworter, in sozialen Netzwerken, noch auf dem Briefkasten bekannt. Informieren Sie eine Vertrauensperson über Ihre Reise und hinterlassen Ihre Kontaktdaten, zumindest eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.
-Vermeiden Sie überquellende Briefkästen: Bitten Sie einen anderen Hausbewohner nach der Post zu sehen und überlassen ihm Ihre Tageszeitung oder bestellen diese vorübergehend ab.
-Stellen Sie sich gut mit Nachbarn, sie sind die mächtigsten Feinde von Einbrechern. Bitten Sie jemanden, die geleerten Mülltonnen vom Straßenrand zu holen und die Jalousien regelmäßig hoch und runterzuziehen. Stehen die Tonnen tagelang an der Straße und sind Rollläden dauerhaft geschlossen, ist klar, dass keiner da ist.
-Fehlen Spuren im Schnee oder ist der Gehweg nicht geräumt, sieht das verdächtig aus. Auch hier können Sie vielleicht einen Bekannten bitten zu helfen. Alles was Anwesenheit vortäuscht, verunsichert Einbrecher.
-Mit Zeitschaltuhren in verschiedenen Räumen können Sie verhindern, dass Ihre Fenster tagelang unbeleuchtet sind. Dabei sollte sich die Beleuchtung an den üblichen Rhythmus anpassen: Wenn morgens zur gewöhnlichen Frühstückszeit und nach Feierabend für eine kurze Zeit Licht brennt, kommen Einbrecher auf keine dummen Gedanken.
-Wenn Sie die Garage schließen und die Fenster abdecken, sieht niemand, dass Ihr Auto nicht da ist.

Haus oder Wohnung bei Abreise richtig verschließen
Natürlich sollten Sie die Haustür sowie Terrassen- und Kellertüren sorgfältig – also zweimal – abschließen und alle Fenster fest verriegeln. Gekippte Fenster sind im Winter ohnehin ein Tabu wegen möglicher Frostschäden. Wie viel Sie darüber hinaus in die Sicherheit Ihres Heims investieren wollen, ist auch eine Frage des Geldbeutels. Schlösser und stabile Verankerungen an Fenstern und Türen, strategisch platzierte Bewegungsmelder und Licht im Außenbereich sowie eine Alarmanlage lassen die meisten Einbrecher kapitulieren.

Besondere Wertgegenstände extra schützen
Falls es doch ein Dieb in die Wohnung schafft, sollten Sie es ihm möglichst schwer machen, Wertgegenstände wie Schmuck, Bargeld und Laptops zu finden. Seien Sie kreativ bei der Suche nach Verstecken. Größere Mengen Bargeld, Wertpapiere, teuren Schmuck und Kunstgegenstände lagern generell am besten in einem Bankschließfach. Kunstwerke, Antiquitäten und andere wertvolle Gegenstände sollten Sie fotografieren. Damit haben Sie nicht nur einen Nachweis für die Hausratversicherung, sondern vielleicht auch die Möglichkeit, die gestohlenen Gegenstände wiederzufinden. Werden Täter auf ihrem Beutezug überrascht, flüchten Sie meist. Bringen Sie sich also nicht unnötig in Gefahr. Wenn Sie einen Einbruch entdecken, informieren Sie die Polizei und warten am besten außerhalb der Wohnung auf die Beamten. Lassen Sie bis zu deren Eintreffen alles unberührt.

Reiseabbruchversicherung hilft bei vorzeitiger Rückkehr
Werden Sie im Urlaub von einer Einbruchsmeldung überrascht, springt eine Reiseabbruchversicherung ein. Sie wird häufig im Paket mit einer Reiserücktrittsversicherung angeboten und sorgt dafür, dass Sie ohne finanzielle Nachteile sofort zurückreisen können – Einbruch gilt meist als versicherter Grund für einen vorzeitigen Abbruch der Reise. Der Versicherer zahlt dann neben den Rückreisekosten auch eine Entschädigung für die entgangenen Urlaubstage.
Übrigens: Wird bereits vor Ihrem Urlaub zu Hause eingebrochen, übernimmt eine Reiserücktrittsversicherung die Stornierungskosten, falls Sie eine Reise deshalb nicht antreten können.

Zur Reiserücktrittsversicherung mit Reiseabbruch
http://www.reiseversicherung.com/vergleich/vergleich_reiseruecktrittskostenversicherungen.html

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ist das Vergleichsportal für Reiseversicherungen. Der Versicherungsmakler Dr. Walter ist seit über 55 Jahren Experte für die Absicherung von jährlich über 70.000 Urlaubsreisenden, Studenten, Au-pairs, Mitarbeitern im Ausland sowie ausländischen Gäste in Deutschland und Europa. Zu den Leistungen des Unternehmens gehören neben der klassischen Reiserücktritts- und Reisekrankenversicherung auch individuelle Versicherungslösungen für langfristige Auslandsaufenthalte.

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Auto Verkehr Logistik

Die D.A.S. informiert: Urteile in Kürze – Gewährleistungsrecht

Falschberatung in der Autowerkstatt

Eine falsche Beratung in der Autowerkstatt kann dazu führen, dass die Werkstatt dem Kunden den Nutzungsausfall seines PKW ersetzen muss. Darauf wies nach D.A.S. Angaben das Oberlandesgericht Oldenburg hin. Eine Kundin hatte auf Anraten der Werkstatt ihren Wagen wegen der angeblichen Gefahr eines Motorschadens über einen längeren Zeitraum nicht genutzt.
OLG Oldenburg, Az. 1 U 132/13

Hintergrundinformation:
Das Thema „Nutzungsausfall“ wird normalerweise dann aktuell, wenn ein Auto aufgrund eines Unfalls einige Zeit in der Werkstatt verschwindet und vom Eigentümer nicht genutzt werden kann. Nimmt der Unfallgeschädigte keinen Mietwagen in Anspruch, kann er eine Entschädigung für den Nutzungsausfall fordern. Diese wird für den Zeitraum bezahlt, der für die Reparatur erforderlich ist – oder für die Ersatzbeschaffung, falls es sich um einen Totalschaden handelt. Der Fall: Eine Kundin war mit ihrem VW T4 in die Werkstatt gekommen. Der Bus hatte zuvor in einer anderen Werkstatt einen Austauschmotor erhalten. Auftrag war nun, die Ursache für einen Ölverlust festzustellen. Die Werkstatt erklärte, dass wahrscheinlich ein erheblicher Motorschaden vorliege. Bis zur genauen Klärung solle das Auto nicht für längere Strecken benutzt werden. Die Frau ließ den Bus daraufhin stehen – und leitete gegen die andere Werkstatt ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren ein, das 197 Tage dauerte. Schließlich stellte sich heraus, dass kein Motorschaden vorlag. Es handelte sich lediglich um das sogenannte „Schwitzen“ von Dichtungen. Die erboste Kfz-Halterin verlangte von der zweiten Werkstatt daraufhin eine Entschädigung für den Nutzungsausfall. Das Urteil: Das Oberlandesgericht Oldenburg gestand ihr nach Angaben der D.A.S. Rechtsschutzversicherung eine Entschädigung in Höhe von 6.250 Euro zu – 50 Euro pro Tag für 125 Tage nach einer einschlägigen Tabelle. Der Zeitraum wurde verkürzt, da die Werkstatt nicht für die verspätete Einleitung des Beweissicherungsverfahrens verantwortlich war.
OLG Oldenburg, Urteil vom 26.06.2014, Az. 1 U 132/13

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Kinderbetreuung: Tagesmutter braucht umfassende Haftpflichtversicherung

R+V-Infocenter: Eltern sollten im Vorfeld klären, ob Versicherungsschutz der Tagesmutter ausreicht

Wiesbaden, 10. Oktober 2013. Seit dem 1. August 2013 haben Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz – zum Beispiel in der Tagespflege. Wichtig für die Eltern: Eine Tagesmutter braucht eine Haftpflichtversicherung, die auch die ihr anvertrauten Kinder einschließt. Sie muss sonst mit ihrem privaten Vermögen für schwere Verletzungen und Folgeschäden aufkommen. „Das hat auch für Eltern und Kind Folgen. Denn sie bekommen nach einem Unfall unter Umständen keine Entschädigung“, sagt Ferenc Földhazi, Haftpflicht-Experte beim Infocenter der R+V-Versicherung. Er rät den Eltern, diesen Punkt unbedingt im Vorfeld zu klären.

Grundsätzlich gilt: Eine Tagesmutter übernimmt die Aufsichts- und Sorgfaltspflichten der Eltern. „Passiert dem Kind etwas, hängt die Haftung der Tagesmutter davon ab, ob sie fahrlässig gehandelt hat. Wenn ja, springt ihre Haftpflichtversicherung ein – aber nur dann, wenn die Kinderbetreuung eingeschlossen ist“, so R+V-Experte Földhazi. Falls nicht, muss die Tagesmutter den Schaden aus eigener Tasche begleichen und eventuell sogar eine lebenslange Rente zahlen. Ist die Tagesmutter damit finanziell überfordert, kann dies erhebliche Konsequenzen für die Eltern haben. Denn neben den Sorgen um das verletzte Kind kommen finanzielle Probleme hinzu – wenn beispielsweise ein Elternteil seinen Beruf aufgeben muss, um das Kind zu pflegen.
Die Haftung für die Tagesmutter geht sogar noch weiter. Sie ist auch verantwortlich, wenn ein Kind das andere verletzt. Grund hierfür: Kinder unter sieben Jahren haften nicht selbst für Schäden, die sie verursachen. Tipp des R+V-Infocenters: Eine private Unfallversicherung für das Kind bietet zusätzliche Sicherheit. Diese springt bei einem Unfall immer ein.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1991 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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