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Der Braunschweiger Löwe aus Leuchtbakterien

DSMZ-Mitarbeiterin Nicole Reimann mit dem dritten Preis beim Kreativwettbewerb ausgezeichnet

Der Braunschweiger Löwe aus Leuchtbakterien

Das Löwenlogo der Stadt Braunschweig aus Leuchtbakterien des Leibniz-Instituts DSMZ in Braunschweig

Nicole Reimann aus der Abteilung Mikroorganismen des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen hat sich am Kreativwettbewerb der Stadt Braunschweig rund um das Löwenlogo beteiligt und mit ihrem Kunstwerk „Leuchtbakterien in Löwenform“ den dritten Platz erreicht. Für ihre kreative Gestaltung des Braunschweiger Löwen verwendete sie das Leuchtbakterium Aliivibrio fischeri DSM 507T. Nicole Reimann ist im Kuratorium für Gram-negative Bakterien unter der Leitung von Dr. Richard Hahnke tätig. Die landwirtschaftlich-technische Assistentin ist seit neun Jahren bei der DSMZ auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beschäftigt. Zum Preis gratulierte auch der Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Professor Dr. Jörg Overmann, herzlich.

Mit dem Kreativwettbewerb „Mach was draus! Dein Löwenlogo“ hatte das Stadtmarketing der Stadt Braunschweig dazu aufgerufen, die neue Bürgermarke fantasievoll und künstlerisch einzusetzen. Das Löwenlogo stellt das Stadtmarketing im Internet unter www.braunschweig.de/mein-löwe kostenlos zum Herunterladen und Verwenden für alle Braunschweig-Fans zur Verfügung. Die DSMZ ist die vielfältigste Bioressourcensammlung der Welt und eine der größten Sammlungen weltweit dazu.

In der Sammlung des Leibniz-Instituts DSMZ lagern fast 68.000 Bioressourcen – darunter auch Leuchtbakterien – gefriergetrocknet oder in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
sven.david.mueller@dsmz.de
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Rasender Krebsforscher: Professor Dr. Hans G. Drexler absolvierte seinen 600sten Marathonlauf

Der Braunschweiger Forscher lief 75.000 Kilometer in 18 Jahren und publizierte 520 Beiträge

Rasender Krebsforscher: Professor Dr. Hans G. Drexler absolvierte seinen 600sten Marathonlauf

Prof. Dr. med. Hans G. Drexler vom Leibniz-Institut DSMZ nach seinem 600sten Marathonlauf

Braunschweig – 12. April 2019: Am vergangenen Sonntag absolvierte Professor Dr. med. Hans G. Drexler vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen mit dem Hannover Marathon seinen sechshundertsten Marathonlauf. Professor Drexler ist seit dem Jahr 1989 Leiter der Abteilung Menschliche und Tierische Zelllinien an der mit fast 70.000 Bioressourcen vielfältigsten Bioressourcensammlung weltweit. Das Leibniz-Institut DSMZ hat seinen Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Den ersten Marathonlauf bestritt Professor Drexler im Oktober 2001 in Braunschweig. Seine „Läuferkarriere“ führte den 65-jährigen Krebsforscher durch 13 Länder. Auf seinem Marathonkonto stehen insgesamt 75.000 Kilometer, da er neben der klassischen Marathondistanz auch den Ultramarathon, darunter bereits 78-mal die 100 Kilometer Distanz, läuft.

Nach seinem Abitur studierte Hans G. Drexler Medizin an der Universität Ulm. Hier promovierte er 1982 zum Doktor der Medizin. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn an die Loyola University nach Chicago in den USA und die Abteilung für Hämatologie der Royal Free Hospital School of Medicine der University von London in Großbritannien. Seit Beginn seiner Doktorarbeit 1979 in Ulm ist er schwerpunktmäßig in der Leukämie-Lymphom-Forschung tätig. An der TU Braunschweig habilitierte er im Jahr 2001 und seit 2005 ist Hans G. Drexler Professor an der TU Braunschweig. Im Fachbereich Biologie hält der Wissenschaftler regelmäßig Vorlesung zum Thema „Biologie und Erkrankungen der Blutzellen“. Das Publikationsverzeichnis von Hans G. Drexler weist 520 vorrangig in internationalen Fachzeitschriften publizierte Veröffentlichungen aus. Er publizierte unter anderem in renommierten Journalen wie beispielsweise „Nature Genetics“, „Blood“ oder „Leukemia“.

Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist nicht nur die vielfältigste Bioressourcensammlung, sondern auch eine der größten Sammlungen auf der Welt. Die DSMZ versorgt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 81 Ländern mit Bakterien, Viren inklusive Phagen, Pilzen, genomischer Bakterien-DNA, menschlichen und tierischen Zelllinien sowie Pflanzenviren und Antiseren. Im Jahr 2018 lieferte das Leibniz-Institut 43.327 Bestellungen an rund 10.000 Kunden aus. Neben der Sammlung ist die DSMZ ein aktives Forschungsinstitut. Im vergangenen Jahr haben die rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts in Braunschweig 131 Publikationen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften publiziert. Wissenschaftlicher Direktor der DSMZ ist seit 2010 der Mikrobiologe Professor Dr. Jörg Overmann.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Wissenschaft Technik Umwelt

Die Landtagsabgeordnete Annette Schütze lernt die DSMZ in Braunschweig kennen

Das 50jährige Jubiläum der DSMZ und die Zukunft der Mikrobenforschung in Braunschweig standen im Mittelpunkt des Besuchs der SPD-Abgeordneten Annette Schütze bei Prof. Dr. Jörg Overmann

Die Landtagsabgeordnete Annette Schütze lernt die DSMZ in Braunschweig kennen

Prof. Dr. Jörg Overmann im Gespräch mit MdL Annette Schütze, SPD

Ende Februar stattete MdL Annette Schütze dem Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH einen Besuch ab. Die Landespolitikerin der SPD informierte sich im Rahmen einer Führung durch das auf dem Science Campus Braunschweig-Süd ansässige Institut über die Forschungsschwerpunkte und Aufgaben der Bioressourcen-Sammlung sowie das 50-jährige Jubiläum. Der wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts, Prof. Dr. Jörg Overmann, berichtete Annette Schütze unter anderem über die Forschungsarbeit im Bereich der plastikabbauenden Bakterien und anderer umweltrelevanter wissenschaftlicher Projekte an der DSMZ.

Die als gemeinnützig anerkannte und vom Land Niedersachsen getragene Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen wurde 1969 in der Mikrobiologie der Georg-August-Universität Göttingen gegründet. Seit 1987 hat die DSMZ ihren Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. In diesem Jahr feiert die vielseitigste Bioressourcen-Sammlung der Welt ihr 50jähriges Bestehen. Zum Sammlungsfeld der DSMZ gehören Bakterien, Archaeen, Pilze, Hefen, Viren, Protisten und Zelllinien. Neben der sammlungsbezogenen Forschung und drittmittelgeförderten wissenschaftlichen Projekten zählt die Versorgung von Forschungsinstitutionen rund um den Globus mit Bioressourcen zu den wichtigsten Aufgaben des seit 1996 zur Leibniz-Gemeinschaft gehörenden Instituts. Im vergangenen Jahr gingen bei der DSMZ rund 43.500 Bestellungen für Mikroben und Zellkulturen aus 81 Ländern ein. Das Institut beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter fast 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sechs Sammlungs- und Forschungsbereichen. Dazu gehören die Abteilungen für Mikroorganismen, Pflanzenviren, Menschliche und Tierische Zelllinien, Bioökonomie und Gesundheitsforschung, Mikrobielle Ökologie und Diversität sowie die Mikrobielle Genomforschung.

Im Rahmen ihres Besuchs erhielt Annette Schütze auch die Möglichkeit zum Gespräch mit Prof. Dr. Hans G. Drexler, Abteilungsleiter Menschliche und Tierische Zelllinien. In seiner Abteilung erforscht der renommierte Mediziner seit 30 Jahren insbesondere die Entstehung von bestimmten Blutkrebsarten (Lymphomen). Die Landtagsabgeordnete war auch von der Möglichkeit beeindruckt, die der Einsatz von Zelllinien in der pharmazeutischen Forschung bietet. Zelllinien eröffnen die Möglichkeit, in wissenschaftlichen Studien Tierversuche zu reduzieren oder sogar zu ersetzen. Die in Drexlers Abteilung beheimatete Sammlung von Lymphom-Zelllinien ist die größte weltweit. Die DSMZ ist das führende Institut für die Identifizierung und Authentifizierung von Zelllinien. Professor Drexler und seine Mitarbeiter um Dr. Wilhelm Dirks unterstützen mit dem Service der Identifizierung und Authentifizierung Wissenschaftler aus aller Welt, um sicherzustellen, dass Forschungsprojekte mit authentifizierten Zelllinien durchgeführt werden. Nach Einschätzung der Braunschweiger Forscher sind 10 bis 15 Prozent der in den Forschungslaboren eingesetzten Zelllinien nicht authentisch. Der Einsatz von nicht authentischen Zelllinien führt zu falschen, nicht reproduzierbaren Forschungsergebnissen.

DSMZ-Pressekontakt:
Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
sven.david.mueller@dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Die Mikroben- und Zellsammlung DSMZ im Fernsehen

NDR-Sendung Hallo Niedersachsen stellt das Leibniz-Institut DSMZ vor

Die Mikroben- und Zellsammlung DSMZ im Fernsehen

Prof. Dr. Jörg Overmann von der DSMZ im NDR-Interview

Am 23. Februar 2019 strahlte der Norddeutsche Rundfunk im Fernseh-Magazin Hallo Niedersachsen einen ausführlichen Bericht über die vielfältigste Bioressourcen-Sammlung der Welt aus: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Leibniz-Institut-Im-Reich-der-Mikroorganismen,hallonds49990.html

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH hat seinen Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. In diesem Jahr feiert das Institut, das 1969 in Göttingen gegründet wurde und 1987 nach Braunschweig umgezogen ist, sein 50jähriges Bestehen. Wissenschaftlicher Direktor ist seit fast zehn Jahren der renommierte Mikrobiologe Prof. Dr. Jörg Overmann. Zur dualen Führungsspitze des zur Leibniz-Gemeinschaft gehörenden Instituts gehört zudem die administrative Geschäftsführerin Bettina Fischer.

Die NDR-Redakteurin Sabine Hausherr war mit ihrem Team insgesamt zwei Mal zu Gast bei der Sammlung von Mikroben und Zellkulturen. Für den Zuschauer warf Sabine Hausherr einen Blick hinter die Kulissen der DSMZ, die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fast 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beschäftigt. Das Leibniz-Institut ist nicht nur die vielfältigste Sammlung der Welt, sondern gleichzeitig auch eine der größten. Die DSMZ-Sammlung geht weit über ein Archiv hinaus, denn in Braunschweig werden Bioressourcen wie Archaeen, Bakterien, Pilze, Hefen, Viren, Protisten sowie menschliche und tierische Zelllinien nicht nur wie in einer Bibliothek gelagert, sondern vielmehr auch identifiziert, authentifiziert, charakterisiert, katalogisiert, gepflegt, vermehrt und für wissenschaftliche Zwecke auf der ganzen Welt vorgehalten. Im vergangenen Jahr erreichten die Braunschweiger Sammlung rund 43.500 Bestellungen von Wissenschaftlern aus 81 Ländern.

Neben der Sammlungstätigkeit entfalten die DSMZ-Wissenschaftler sammlungsbezogene Forschungsprojekte und drittmittelgeförderte Forschungsvorhaben. Zu den Schwerpunkten gehören die Agrar- und Umweltforschung im Team um Professor Jörg Overmann, Lymphomforschung im Team um Professor Hans G. Drexler sowie verschiedene mikrobielle Forschungsschwerpunkte der drei unabhängigen Nachwuchsgruppen. Neben Sammlung und Forschung bietet die DSMZ Mikroben- und Zelllinienforschern weltweit verschiedene Services an. International höchstes Niveau hat dabei die an der DSMZ angesiedelte, frei zugängliche Datenbank BacDive (The Bacterial Diversity Metadatabase: https://bacdive.dsmz.de). Diese Datenbank ist international führend, da sie in der Aktualität, dem Informationsumfang und der Bedienbarkeit vergleichbaren Datenbanken überlegen ist. Aktuell können Forscher via BacDive auf die Metadaten von mehr als 63.300 Bakterien und Archaeen kostenlos zugreifen. Die Datenbank wird von den DSMZ-Wissenschaftlern laufend erweitert.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Politik Recht Gesellschaft

Matthias Wunderling-Weilbier trifft Jörg Overmann

Der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung informierte sich über die Geschichte und die zukünftigen Projekte des Leibniz-Instituts DSMZ in Braunschweig

Matthias Wunderling-Weilbier trifft Jörg Overmann

Prof. Dr. Jörg Overmann von der DSMZ im Gespräch mit Matthias Wunderling-Weilbier

Vor wenigen Tagen besuchte der Landesbeauftragte Matthias Wunderling-Weilbier den wissenschaftlichen Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, Professor Dr. Jörg Overmann. Im Rahmen des Dialogs erläuterte Professor Overmann die Geschichte der DSMZ, die 1969 in Göttingen begann und sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Male jährt. Seit 1987 ist die DSMZ in Braunschweig auf dem Science Campus ansässig. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fast 100 Wissenschaft-lerinnen und Wissenschaftlern, sind beim vielfältigsten Bioressourcenzentrum der Welt tätig.

Der Landesbeauftragte der niedersächsischen Landesregierung stellte dem renommierten Mikrobenforscher Jörg Overmann unter anderem die Aktivitäten seiner Behörde in der Wissenschaftsförderung für die Göttinger Science Region vor, um Anknüpfungspunkte einer Zusammenarbeit zwischen seiner Behörde und der DSMZ anzuregen. Beispielsweise eröffnete in Göttingen das Welcome Center, das das Land Niedersachsen cofinanziert. Aufgabe des Welcome Centers ist es, Fach- und Führungskräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei allen auftretenden Fragen zu unterstützen, die sich bei einem Zuzug ergeben können. Es soll eine zentrale Anlaufstelle für internationale Fachkräfte sein und damit ein bedeutender Baustein eines funktionierenden Regionalmarketings.

Im Rahmen der 50-Jahres-Jubiläumsfeierlichkeiten des Leibniz-Instituts DSMZ besucht am 14. November 2019 der niedersächsische Landeswissenschaftsminister Björn Thümler die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig. Am 20. November 2019 veranstaltet die DSMZ eine Podiumsdiskussion „Life Science – Gestern, heute und morgen“, an der unter anderem die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Leibnizpräsident Prof. Dr. Matthias Kleiner teilnehmen.

Zu den Aufgaben der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen gehört neben der Bereitstellung von Bioressourcen auch die Mikroben- und Zelllinienforschung. Schwerpunkte setzen die Braunschweiger Wissenschaftler momentan insbesondere in der Lymphomforschung, in der mikrobiellen Agrar- und Umweltforschung sowie für innovative Ansätze zum bakteriellen Abbau von Plastik im Meer.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Science Research Technology

Microbiologists from Vienna and Brunswick discover rare bacteria that counteract methane production and climate change

Microbiologists from Vienna and Brunswick discover rare bacteria that counteract methane production and climate change

Prof. Dr. Michael Pester, DSMZ, Brunswick

The collaboration of microbiologists Prof. Dr. Alexander Loy and Dr. Bela Hausmann of the Department for Microbiology and Ecosystem Science at the University of Vienna, Austria, with Prof. Dr. Michael Pester of the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures in Brunswick, Germany, has unearthed a rare bacterial species (Candidatus Desulfosporosinus infrequens), which counteracts the excessive formation of the greenhouse gas methane in moors. These bacteria produce energy by reducing sulfate to sulfide, and hold an important control function in the process of methane production. The bacteria are locked in a continuous competitive battle for nutrients with methane-producing archaea; in doing so, they reduce the archaea“s activity, thereby preventing the production of even more methane and helping to obviate additional global warming.

In an article recently published in the renowned journal mBio ( https://doi.org/10.1128/mBio.02189-18), the research team from Vienna and Brunswick employed a systems biology based approach to show that the high activity of the new, sulfate-reducing bacterial species (Candidatus Desulfosporosinus infrequens) can counteract the excessive formation of methane in moors, despite their low occurrence. Moors are natural wetlands and as such responsible for around 30 percent of the worldwide emissions of the greenhouse gas methane. But why do these high-activity bacteria not have a higher rate of reproduction? The researchers think it is because the bacteria have to deal with the acidic pH-environment of the moors. It is therefore probable that these organisms invest their whole energy in the survival of the cell, rather than its growth.

Literature:
Hausmann, B.; Pelikan, C.; Rattei, T.; Loy, A.; Pester, M. (2019) Long-Term Transcriptional Activity at Zero Growth of a Cosmopolitan Rare Biosphere Member. MBio 10(1); doi: 10.1128/mBio.02189-18

Press contact Leibniz Institute DSMZ:
Sven-David Müller, Head of Public Relations, Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures GmbH
Phone: ++49 (0)531/2616-300
Mail: sven.david.mueller@dsmz.de

Press contact University of Vienna:
Paulina Parvanov, BA MA
Phone: +43-1-4277-175 40
Mobile: +43-664-60277-175 40
Mail: paulina.parvanov@univie.ac.at

About the Leibniz Institute DSMZ
The Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures is the world’s most diverse collection of biological resources (bacteria, archaea, protists, yeasts, fungi, bacteriophages, plant viruses, genomic bacterial DNA as well as human and animal cell lines). Microorganisms and cell cultures are collected, investigated and archived at the DSMZ. As an institution of the Leibniz Association, the DSMZ with its extensive scientific services and biological resources has been a global partner for research, science and industry since 1969. The DSMZ is the first registered collection in Europe (Regulation (EU) No. 511/2014) and certified according to the quality standard ISO 9001:2015. As a patent depository, it offers the only possibility in Germany to deposit biological material in accordance with the requirements of the Budapest Treaty. In addition to scientific services, research is the second pillar of the DSMZ. The institute, located on the Science Campus Braunschweig-Süd, accommodates more than 69,00 cultures and biomaterials and has 198 employees. www.dsmz.de

The Leibniz Association
The Leibniz Association connects 95 independent research institutions that range in focus from the natural, engineering and environmental sciences via economics, spatial and social sciences to the humanities. Leibniz Institutes address issues of social, economic and ecological relevance. They conduct knowledge-driven and applied basic research, maintain scientific infrastructure and provide research-based services. The Leibniz Association identifies focus areas for knowledge transfer to policy-makers, academia, business and the public. Leibniz institutions collaborate intensively with universities – in the form of „Leibniz ScienceCampi“ (thematic partnerships between university and non-university research institutes), for example – as well as with industry and other partners at home and abroad. They are subject to an independent evaluation procedure that is unparalleled in its transparency. Due to the importance of the institutions for the country as a whole, they are funded
jointly by the Federation and the Länder, employing some 19,100 individuals, including 9,900 researchers. The entire budget of all the institutes is approximately 1.9 billion Euros.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Jetzt haben Mikrobiologen aus Wien und Braunschweig seltene Bakterien entdeckt, die der Methanbildung sowie damit auch dem Klimawandel entgegenwirken

Mit Bakterien gegen den Klimawandel

Jetzt haben Mikrobiologen aus Wien und Braunschweig seltene Bakterien entdeckt, die der Methanbildung sowie damit auch dem Klimawandel entgegenwirken

Prof. Dr. Michael Pester vom Leibniz-Institut DSMZ aus Braunschweig

Die Mikrobiologen Prof. Dr. Alexander Loy und Dr. Bela Hausmann vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien haben in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Michael Pester vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig eine seltene Bakterienart (Candidatus Desulfosporosinus infrequens) entdeckt, die der übermäßigen Bildung des Treibhausgases Methan in Mooren entgegenwirkt. Diese Bakterien setzen zur Energiegewinnung Sulfat zu Sulfid um und nehmen gegenüber dem Prozess der Methanbildung eine wichtige Kontrollfunktion ein. Dabei stehen sie mit methanbildenden Archaeen in einem andauernden Konkurrenzkampf um Nährstoffe, vermindern so deren Aktivität und verhindern dadurch, dass noch mehr Methan gebildet wird. Das beugt einer zusätzlichen Klimaerwärmung vor.

In einem jetzt in der renommierten Fachzeitschrift mBio ( https://doi.org/10.1128/mBio.02189-18) publizierten Artikel konnten die Forscher aus Wien und Braunschweig in einem systembiologischen Ansatz gemeinsam zeigen, dass die neue sulfatreduzierende Bakterienart (Candidatus Desulfosporosinus infrequens) durch ihre hohe Aktivität der übermäßigen Bildung von Methan in Mooren entgegenwirken kann – und das trotz ihrer geringen Häufigkeit. Moore sind als natürliche Feuchtgebiete für etwa 30 Prozent der weltweiten Emissionen des Treibhausgases Methan verantwortlich. Warum sich die Bakterien trotz hoher Aktivität nicht stärker vermehren, erklären die Wissenschaftler mit folgendem Prinzip: Die Bakterien müssen mit den im Moor vorherrschenden sauren pH-Bedingungen zurechtkommen und stecken deshalb vermutlich ihre gesamte Energie in den Erhalt der Zelle statt in ihr Wachstum.

Originalpublikation:
Hausmann, B.; Pelikan, C.; Rattei, T.; Loy, A.; Pester, M. (2019) Long-Term Transcriptional Activity at Zero Growth of a Cosmopolitan Rare Biosphere Member. MBio 10(1); doi: 10.1128/mBio.02189-18

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Einladung zum Journalistenseminar „Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien

Das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig lädt zum Journalistenseminar über Mikroben und Zelllinien ein

Einladung zum Journalistenseminar "Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien

Die Mitarbeiter der Pressestelle (Stabsstelle Presse und Kommunikation) des Leibniz-Instituts DSMZ

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der DSMZ lädt die Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig zu einem eintägigen Journalistenseminar (13. März 2019 von 10.00 bis 17.30 Uhr) ein. Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde verschiedener Bakterienarten. Weniger als ein Prozent davon sind bisher beschrieben. Und nur 538 davon machen krank. Die DSMZ ist die weltweit umfangreichste Bioressourcensammlung. 80 Prozent der beschrie-benen Bakterien befinden sich in der DSMZ-Sammlung in Braunschweig und stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung.

Mikrobensammler forschen in Braunschweig
Neben der Sammlung und Archivierung von Bakterien, Viren/Phagen, Pilzen und menschlichen Zelllinien sind die DSMZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Forschung aktiv. Zu den Forschungsschwerpunkten auf dem Science Campus Braunschweig-Süd gehören Umwelt- und Agrarforschung, Pflanzenvirenforschung, Phagen- und natürlich auch Krebsforschung.

Am Journalistenseminar „Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien abtöten“ des Leibniz-Instituts DSMZ können maximal fünf Journalistinnen und Journalisten teilnehmen. Die Teilnahme am Journalistenseminar ist kostenlos. Die verbindliche Anmeldung ist bis zum ersten März 2019 erforderlich. Die Verpflegung während des Seminars wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Übernahme der Fahrt- und gegebenenfalls Übernachtungskosten ist nicht möglich. Ablauf des Journalistenseminars am 13. März 2019:

10.00 bis 10.45 Uhr
DSMZ – seit 50 Jahren im Dienste der Mikroben, Prof. Dr. Jörg Overmann, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Braunschweig

10.45 bis 11.30 Uhr
Mikroben können mehr als krankmachen – Strom, Therapeutika und Lebensmittel erzeugen

11.30 bis 12.00 Uhr
Bakterien, die Plastik fressen, Schadstoffe und Öl unschädlich machen, Dr. Basak Öztürk, Braunschweig

12.00 bis 13.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

13.00 bis 13.45 Uhr
Pflanzenvirenforschung im Kampf gegen den Hunger und für die Rettung der Tomaten, Dr. Stephan Winter, Braunschweig

13.45 bis 14.30 Uhr
Aus der Besenkammer ins Labor: DNA-Fingerprint

14.30 bis 15.30 Uhr
Biopause mit kleinem Imbiss und Führung (leuchtende Bakterien; ein Blick in den Stickstofftank; Blaualgen sind auch „nur“ Bakterien; die DSMZ-Schatzkammer: 355.000 Ampullen)

15.30 bis 16.00 Uhr
Sind Phagen das Mittel gegen multiresistente Keime?

16.00 bis 16.45 Uhr
Zellen im Mittelpunkt: Tierversuche durch Zelllinien ersetzen – wie Krebs entsteht, Prof. Dr. med. Hans G. Drexler, Braunschweig

16.45 bis 17.00 Uhr
Abschlussdiskussion

Information und Anmeldung:
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Sven-David Müller, DSMZ-Pressesprecher
E-Mail: sven.david.mueller@dsmz.de
Tel.: 0531 /2616-300

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
sven.david.mueller@dsmz.de
http://www.dsmz.de

Science Research Technology

60 years solitary confinement – green test tube biodiversity

Researchers at the Leibniz Institute DSMZ explore metabolic profiles of cyanobacteria

60 years solitary confinement - green test tube biodiversity

Light microscope images of the cyanobacteria © Jörn Petersen & Christian Boedeker, DSMZ

In their quest to find new model systems in cyanobacteria, Associate Professor Dr. Jörn Petersen and Junior Research Group leader Dr. Meina Neumann-Schaal of the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures compared the genome and metabolic profiles of six non-marine cyanobacteria. Their research revealed striking differences in the metabolic repertoire of these organisms und corroborated an entirely unexpected inter-species transfer of primary metabolism genes. Now, the scientists from Brunswick in northern Germany had their findings published in the renowned journal „Genome Biology and Evolution“.

After conducting an extensive comparison of the genome and metabolism of five different cyanobacteria (with Synechocystis sp. PCC 6803 acting as reference strain), the researchers found not only substantial differences regarding the metabolic profiles of these different photosynthetic bacteria, but also demonstrated that the bacteria individually adapt to day-night-cycles. There were large discrepancies between the investigated strains with respect to the assimilation of the greenhouse gas CO2 and its storage in form of carbohydrates. The decrypted genomes form the basis of the understanding of such metabolic variety. For instance, one strain isolated in the Chilean Atacama Desert 60 years ago and ever since practically held in „solitary confinement“, the aptly named Calothrix desertica DSM 106972, contains three times as many genes as the reference organism. The results reveal the urgent necessity to utilise the biodiversity of cultivated cyanobacteria above and beyond the established model systems to allow the full exploitation of their hidden biotechnological potential.

Portrait cyanobacteria
Cyanobacteria are one of the oldest life forms on earth. For a long time, their appearance led scientists to mistakenly rank them among algae („blue-green algae“). But four decades ago, evidence emerged that these organisms represent their own phylum within the world of bacteria. They are one of the most important primary producers of the planet“s oceans and practically invented plant photosynthesis more than three billion years ago. These days they play an important role in biotechnology, including in the production of peptides, amino acids, vitamins and pigments. In the public eye, they mostly make an appearance when producing compounds toxic to humans and animals as a consequence of „algal bloom“ in warm summers. Last year, the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures expanded its collection by incorporating the organism-groups cyanobacteria and protists. Apart from their conservation and supply, the DSMZ in Brunswick also conducts extensive research on these microorganisms.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Contact
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
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Phone: 0531-5312616300
E-Mail: sven.david.mueller@dsmz.de
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Politik Recht Gesellschaft

Niedersächsische Landtagsabgeordnete Susanne Schütz besuchte das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in

50 Jahre im Dienst der Wissenschaft: 1969 – 2019 DSMZ

Niedersächsische Landtagsabgeordnete Susanne Schütz besuchte das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in

MdL Susanne Schütz und Professor Dr. Jörg Overmann, Wissenschaftlicher Direktor der DSMZ

Am sechsten Februar besuchte die Landtagsabgeordnete Susanne Schütz (FDP) das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. Im Gespräch mit dem wissenschaftlichen Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Professor Dr. Jörg Overmann, erfuhr die Braunschweigerin Susanne Schütz unter anderem mehr über das sogenannte Nagoya-Protokoll, eine EU-Regulation, die weltweit die Nutzung von biologischen Ressourcen regelt. Seit Inkrafttreten dieser Regulation in 2014 ist das Sammeln von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen in vielen Ländern deutlich sicherer, aber auch viel komplizierter geworden. Das Leibniz-Institut DSMZ ist die erste „Registrierte Sammlung“. Sie erleichtert dem Kunden die von ihm verlangte sogenannte Sorgfaltspflicht, nämlich das Beibringen und Vorhalten aller notwendigen Genehmigungen und Vereinbarungen, die für den Kauf einer biologischen Ressource erforderlich sind. Ein weiteres Gesprächsthema waren die Aktivitäten aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der DSMZ, das in diesem Jahr begangen wird. Der Höhepunkt des Jubiläumsjahrs werden die Podiumsdiskussion „50 Jahre DSMZ: Life science in Braunschweig gestern, heute und morgen“ mit bundes- und landespolitischer Beteiligung und ein Symposium in Braunschweig sein.

Plastik-abbauende Bakterien
Susanne Schütz traf bei ihrem Besuch auch mit Dr. B. Öztürk zusammen. Die Leiterin der Nachwuchsgruppe Mikrobielle Biotechnologie erforscht mit ihren Kolleginnen an der DSMZ plastik-abbauende Bakterien. Die aus dem Ozean isolierten Bakterien sind in der Lage, handelsübliches Plastik innerhalb von wenigen Wochen zu zersetzen. Die genauen Mechanismen, die hinter dieser Fähigkeit stehen, werden aktuell von Frau Doktor Öztürk erforscht.

50 Jahre im Dienst der Wissenschaft
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Das Institut ist als gemeinnützig anerkannt und beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 96 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Als weltweit vielseitigste Bioressourcensammlung umfasst die DSMZ mehr als 66.500 Bakterien-Stämme, bakterielle genomische DNA, Bakteriophagen, menschliche und tierische Zelllinien, Pilz-Stämme, Pflanzenviren sowie Antiseren und Protisten. Die an der DSMZ gelagerten Bioressourcen werden Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt. In den letzten Jahren wurden jährlich 40.000 Bioressourcen an internationale Forschungsteams verschickt.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
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