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Internet E-Commerce Marketing

Das Geschäft mit Fake News

Im Dark Web angebotene Services und Tools zur Erstellung und Verbreitung von Fake News zielen verstärkt auf Unternehmen

Das Geschäft mit Fake News

München, 20. November 2017 – Seit den US-Wahlen 2016 sind Fake News aus dem politischen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Gefälschte Nachrichten und Informationen dienen jedoch nicht mehr nur zur Manipulation der öffentlichen Meinung. Im Dark Web hat sich daraus ein profitabler Geschäftszweig entwickelt, der auch Unternehmen ins Visier nimmt.

Die Zahl an Services und Tools zur Erstellung und Verbreitung von gefälschten Nachrichten ist nach einem aktuellen Report von Digital Shadows deutlich gestiegen. Insgesamt spürten die Threat-Intelligence Experten über zehn Dienstleister von Software auf, die es Nutzern ermöglicht, Social Media Bots zu steuern. Testversionen standen dabei schon ab 7 US-Dollar zum Download bereit. Weitere Angebote umfassen Toolkits, die über Bots diverse gefälschte Nachrichten in Foren, Blogs, Bulletin Boards und Online-Nachrichtendienste streuen. Die Anbieter werben dabei mit integrierten Funktionen, die Captcha-Sicherheitsmethoden umgehen. Für Bots und automatisierte Skripte ist damit der Weg frei, um ungehindert Inhalte auf Hundertausende von Plattformen zu veröffentlichen.

Wie groß die Nachfrage nach den Fake News-Tools ist, zeigt die Anzahl an Erwähnungen auf kriminellen Foren: Zwischen 2015 und 2017 hat sich diese verdreifacht, von 418 auf 1.381. Ziel sind unter anderem Einzelhändler. So bietet ein Managed Service zum Beispiel gefälschte Amazon-Bewertungen an. Das Angebot reicht von ungeprüften Kundenrezensionen (5 US-Dollar) bis hin zu einem monatlichen Pauschalbetrag (500 US-Dollar).

Medienorganisationen stehen besonders im Visier der Angreifer. Digital Shadows analysierte die Top 40 der globalen Nachrichten-Websites und überprüfte mehr als 85.000 mögliche Varianten ihres Domainnamens. Dabei wurden rund 2.858 Live-Spoof-Domains entdeckt: Dabei wurden die Domainnamen von legitimen Nachrichten-Webseiten minimal verändert, oder die Seiten wurden mit Hilfe von Cloning-Services täuschend echt nachgeahmt.

„Gerüchte und Falschmeldungen gibt es seit jeher. Verändert hat sich jedoch die Technologie und die Geschwindigkeit mit der sich Fake News über das Internet verbreiten lassen“, erklärt Rick Holland, Vice President Strategy bei Digital Shadows. „Das wachsende Angebot an Services und Tools macht es so leicht wie nie, die Öffentlichkeit zu manipulieren und zu betrügen. Dabei geht es um mehr als politische Motive. Fake News haben längst auch die Unternehmen erreicht. Für sie gilt es nun, ihre Kunden zu schützen und sich gegen Rufschädigungen und finanziellen Verluste zu wehren.“

Den vollständigen Report von Digital Shadows “ The Business of Disinformation: A Taxonomy“ finden Sie hier.

Digital Shadows verschafft Unternehmen einen genauen Einblick in die externen Risiken der digitalen Welt und ihren potentiellen Angreifern. Die Lösung SearchLight™ verknüpft skalierbare Datenanalytik mit dem Know-how der Sicherheitsexperten, um Cyberbedrohungen, Daten Leaks und Risiken für Unternehmen zu beobachten. Digital Shadows überwacht das Internet kontinuierlich für ein minutengenaues Lagebild eines Unternehmens und umfassender Threat-Intelligence – im sichtbaren Web, im Deep Web, Dark Web und in anderen Online-Quellen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in London, Großbritannien, und San Francisco, USA. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.digitalshadows.com

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Carbon Black Studie zeigt Wachstumsrate von jährlich 2.500 % beim Ransomware-Business

Die Spezialisierung der Supply Chain von Ransomware nimmt zu und einige Akteure in dieser boomenden Untergrundökonomie erzielen sechsstellige Einnahmen

Carbon Black Studie zeigt Wachstumsrate von jährlich 2.500 % beim Ransomware-Business

Vergleich der Verkaufszahlen von Ransomware – 2016 vs. 2017 (Bildquelle: Carbon Black)

Nürnberg/München, 12.10.2017 – Carbon Black, führender Anbieter für Next-Generation Endpoint Security, gibt heute die Ergebnisse des Reports „The Ransomware Economy: Wie und warum Ransomware Marketplaces im Dark Web mit mehr als 2.500 % pro Jahr wachsen“ bekannt. Carbon Black stellt den Report während der it-sa in Nürnberg und dem größten jährlichen Firmenevent – der Cb Connect – vor.

Carbon Black Threat Analysis Unit (TAU) hat die Studie mit folgenden Erkenntnissen durchgeführt:

– Zurzeit existieren schätzungsweise mehr als 6.300 Marketplaces im Dark Web, auf denen Ransomware gehandelt wird, mehr als 45.000 Produkte werden momentan gelistet

– Der Preis für Do-it-yourself (DIY) Ransomware liegt zwischen 0,50 – 3.000 USD. Der Medianpreis beträgt 10,50 USD.

– 2016 wurde Ransomware im Dark Web für 249.300 USD und 2017 YTD für 6.237.250 USD verkauft. Das entspricht einer Steigerung von 2.502 %. Laut FBI erpressten Hacker mit Ransomware knapp eine Milliarde USD im Jahr 2016.

– Einige Verkäufer von Ransomware erzielen im Jahr Einkünfte von mehr als 100.00 USD.

– Die wichtigsten Innovationen, die zum starken Wachstum von Ransomware beitragen, sind Bitcoins zur Bezahlung des Lösegeldes und das TOR-Netzwerk

– Ransomware-Händler spezialisieren sich zunehmend auf spezifische Bereiche der Supply Chain und tragen damit zum weiteren Boom von Ransomware und der dazugehörigen Ökonomie bei

„Unsere Studie zeigt, dass Ransomware-Angriffe nicht länger als Aktivitäten von unbedeutenden Kriminellen betrachtet werden dürfen“, sagt Rick McElroy, Security Strategist von Carbon Black. Stattdessen ist Ransomware ein extrem schnell wachsender Markt mit Fokus auf Zerstörung und Profit. Heutzutage vermeiden Unternehmen große Investitionen in Infrastruktur – genau wie Hacker. Mit Ransomware haben Hacker ein Model für eine Cloud-basierte, hochprofitable und effektive, schlüsselfertige Service-Ökonomie.

Der Report stellt die verschiedenen Komponenten der Supply Chain bei Ransomware dar, bietet Prognosen für die Weiterentwicklung von Ransomware und enthält mehrere Tipps dazu, wie Unternehmen und Endkonsumenten sich vor Ransomware schützen können.

„Da die Programmierer von Ransomware mehr als 100.000 USD pro Jahr verdienen können, ist es nicht überraschend, dass dieser Markt im Dark Web boomt“, sagt McElroy. „In der harten Realität sind die meisten Unternehmen auf sich alleine gestellt, wenn es um den Schutz ihrer IT geht. Mängel bei grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen wie Backups, Tests, Rücksicherung, Patching, Sichtbarkeit und aktuellen Präventionsstrategien werden für immer mehr Unternehmen schwerwiegende Folgen haben.“

Der komplette Report von Carbon Black TAU steht hier zum Download bereit: https://www.carbonblack.com/2017/10/11/dark-web-ransomware-economy-growing-annual-rate-2500/

Zur Methode des Reports:
Während August und September 2017 haben die Experten 21 der größten Marketplaces im Dark Web beobachtet und auf neue Angebote von Ransomware hin analysiert. Die Beschreibung der Angebote und der Verkaufspreis wurden erfasst. Um die komplette Ökonomie im Dark Web zu repräsentieren, wurden die Ergebnisse von den 21 beobachteten Marketplaces hochgerechnet. Die Hochrechnung basiert auf der Annahme, dass 25 % (Wired, 2014) der Webseiten im Dark Web (nach Tor unique onion Observationen/Tag, erfasst auf der Tor Metrics Seite https://metrics.torproject.org/hidserv-dir-onions-seen.html) ähnliche Marketplaces umfasst. Alle Preise und Werte in USD. Wenn Preise in Bitcoin angegeben wurden, wurden diese an dem Tag in USD umgerechnet, an dem das Angebot erfasst wurde.

Die Vergangenheit betreffende Informationen über Aktivitäten auf Dark Web Marketplaces im Jahr 2016 stammen aus der Analyse von Dark Web Database Dumps. Die Sample-Größe von Websites, die für die zeitliche Perspektive analysiert wurde, beträgt knapp 10.000 .onion Seiten (knapp 20 % des Dark Web) mit Stand Februar 2017.

Das zugrundeliegende statistische Modell für die Generierung von Punktschätzungen basiert auf den gesammelten Samples. Die Anzahl von Beobachtungen in einem Zeitabschnitt wurde mit der gesamten Population multipliziert und das Produkt anschließend durch die Sample-Größe (die beobachtete Population) dividiert.

Carbon Black ist führender Anbieter für Next-Generation Endpoint Security. Carbon Black schützt inzwischen über 13 Millionen Endpoints bei mehr als 3.000 Kunden weltweit; darunter 30 der Fortune 100 Unternehmen. Kunden nutzen Carbon Black, um herkömmliche Antivirus-Lösungen zu ersetzen, kritische Systeme abzusichern, Bedrohungen zu identifizieren und ihre Endpoints vor hochentwickelten Cyberangriffen – einschließlich Non-Malware-Attacken – zu schützen.

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