Tag Archives: centomo

Auto Verkehr Logistik

Das selbstfahrende Fahrzeug wird zum mobilen Schlafzimmer

Testosteron, autonomes Fahren und die Lösung der demografischen Frage

Von Ansgar Lange +++ Auf den ersten Blick irritiert es, das männliche Sexualhormon Testosteron, den Trend zum autonomen Fahren und die demografische Frage in einen Topf zu rühren. Doch diese drei Dinge gehören unmittelbar zusammen, wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de herausgefunden hat. Der überraschende Befund: Zwei Drittel der von centomo befragten Bundesbürger im fortpflanzungsfähigen Alter gaben an, die Zeit im autonomen Automobil nicht etwa für das Lesen der Morgenzeitung oder Büroarbeit zu nutzen, sondern dazu, der trauten Zweisamkeit zu frönen.

„Das Ergebnis hat uns absolut erstaunt“, stellt centomo-Chef Michael Zondler fest. „Mein Team und ich sind ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Studienteilnehmer das selbstfahrende Auto vornehmlich als mobiles Büro nutzen möchte. Doch diese Antwort rangierte bei unserer Befragung ganz unten. Nur ein Prozent der Befragten gab an, die gewonnene Zeit im selbstfahrenden Fahrzeug für das Lesen und Bearbeiten dienstlicher Mails etc. nutzen zu wollen. Sogar fünf Prozent wollten die gewonnene Zeit endlich mal dafür nutzen, mit beiden Händen in der Nase zu bohren. Drei Viertel der 18- bis 45-Jährigen sagten, sie würden in einem solchen Auto gerne Sex haben. Dieser Befund könnte der Autoindustrie und IT-Konzernen in der Tat helfen, den Mega-Trend autonomes Fahren mit Emotion und Testosteron quasi aufzuladen. Wir überlegen, eine solche Studie nun auch in Frankreich und Italien zu machen, in Ländern also, deren Bewohner dem Klischee nach heißblütiger erscheinen als die vermeintlich arbeitswütigen Teutonen. Mal schauen, was der Renault-Fahrer aus Paris und der Fiat-Pilot aus Turin bei unserer Studie sagen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort mehr Menschen als in Deutschland das autonome Auto als Büro nutzen möchten.“

Gefahrendwerden als Lustgewinn

Die Ergebnisse der brandaktuellen centomo-Studie widerlegen somit die Aussage des Bremer Verkehrsplaners Michael Glotz-Richter, der im Gespräch mit der österreichischen Wochenzeitung Die Furche gesagte hatte, durch autonom fahrende Autos sei „Kein Testosteron mehr auf der Straße“ http://www.furche.at/system/showthread.php?t=72200 „Genau das Gegenteil ist der Fall“, sagt Zondler. „Nur wird beim autonomen Fahren das Testosteron des Fahrers eben nicht mehr für riskante Überholmanöver, sondern für galante Liebesabenteuer genutzt. Das macht den Verkehr insgesamt sicherer und wird sich langfristig positiv auf die Gesundheit der Menschen und sicher auch auf die Geburtenrate auswirken.“

Berliner Polit-Insider berichten, dass Politiker der Großen Koalition schon fieberhaft versuchen, an die centomo-Studie zu gelangen, die bisher noch nicht öffentlich vorgestellt wurde. „Natürlich ist die Politik daran interessiert. Denn wer findet es schon gut, bis 70, 75 oder 85 zu arbeiten oder die dröge Riester- oder Rürup-Rente zu verteidigen. Nein, mit solchen Thesen verdient man sich als Politiker keinen Blumentopf. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Autoindustrie, die IT-Wirtschaft und die Politik auf den fahrenden Zug aufspringen und nur noch vom Dreiklang aus Testosteron, autonomem Fahren und der Lösung unserer demografischen Frage sprechen werden.“

Der Verkehrsexperte Glotz-Richter hatte diese Entwicklung in seinem Furche-Interview am Ende schon angedeutet, als er nicht die Freude am Fahren, sondern am Gefahrenwerden beschwor: „Nehmen wir doch das Beispiel des Cabrios, das die Küstenstraße entlangbraust. Wenn es da ein Küsschen gibt, war das bislang eine Gefährdung des Verkehrs. Freude kann also auch anders aufkommen. Diese Bequemlichkeit kann auch einen Lustgewinn bringen.“

Drei Viertel der Deutschen scheinen dies laut der centomo-Studie ähnlich zu sehen. Erst geben sie die Kontrolle über das Fahren an eine Maschine ab, dann lassen sie alle Kontrollen und Hemmungen fallen.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Wirtschaft Handel Maschinenbau

Der Manager als Dämon

Der „VW-Boni-Skandal“ zeigt: Personalisierungen verkaufen sich medial oft besser als vielschichtige Erklärungsmuster

von Ansgar Lange. Der sogenannte „Boni-Skandal“ bei VW zeigt wieder einmal: Personalisierungen verkaufen sich medial oft besser als vielschichtige Erklärungsmuster. Doch die derzeitigen Probleme bei Deutschlands größtem Autobauer sind nicht nur auf einzelne Manager wie Martin Winterkorn oder einen „gierigen Vorstand“ zurückzuführen, meint der Personalexperte Michael Zondler.

Die Diskussion über die Boni-Zahlungen an den VW-Vorstand erhitzt die Gemüter. Schnell geraten Manager und andere Führungskräfte unter Raffke-Verdacht. Der Unternehmensberater und Management-Theoretiker Reinhard K. Sprenger hat in der Tageszeitung Die Welt sogar davon geschrieben, dass VW die „Beute der Manager“ sei. In seinem Kommentar kommt Sprenger zu dem Schluss, die „Kartellbrüder von VW“ agierten „mit einer Melange aus Staatsgarantie, IG-Metall-Anbiederung und kriminalisierenden Zieldiktaten“.

„Grundsätzlich halte ich viel vom Faktor Persönlichkeit. Doch ich halte es für zu einfach, wenn man alles, Sieg wie Niederlage eines Unternehmens, nur auf den Faktor Persönlichkeit zurückzuführt. Es ist noch nicht so lange her, da war Martin Winterkorn ein Star und ungekrönter König. Jetzt ist er auf einmal das personifizierte Böse. Das ist mir zu schlicht. Aber in den Medien findet man oft mehr Gehör mit personalisierten Erklärungsmustern. Letztlich projiziert man in Führungsfiguren eine Allmacht hinein, die sie nicht haben“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de

Kommen etwa nur böse Manager in den Himmel beziehungsweise auf der Erfolgsleiter ganz nach oben? Zondler hält eine solche Sichtweise für abwegig, obwohl sie zurzeit aufgrund des „Boni-Skandals“ bei VW und der Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Steueroasen wieder sehr populär sei: „Wer nur über die negativen Eigenschaften des Narzissmus wie Überempfindlichkeit gegenüber Kritik, mangelnde Empathiefähigkeit, Neigung zum Größenwahn etc. verfügt, wird ein Unternehmen langfristig an die Wand fahren. Er landet dann für sein psychotisches Verhalten vielleicht nicht im Knast wie der Schwerverbrecher, wird aber als Unternehmensführer scheitern, weil seine Neigung, sich mit Speichelleckern und Jasagern zu umgeben, zu einem Kontrollverlust führen wird. Ich bin davon überzeugt, dass viele Manager und insbesondere auch Unternehmer aus dem Mittelstand über eine gehörige Portion positive Eigenliebe verfügen. Sie wollen etwas aufbauen und entwickeln Visionen für ihre Unternehmen, mit denen sie sich nicht nur ein Denkmal für die Nachwelt schaffen, sondern auch etwas Positives für die Mitarbeiter schaffen wollen.“ Eine unersättliche Gier nach Macht und Geld allein reiche nicht aus, um in hochkomplexen Unternehmen ganz nach oben zu kommen.

Ähnlich sieht die der Psychotherapeut Thorsten Kienast https://www.therapie.de/psychotherapie/kienast/ In einem Interview mit der FAZ sagte er, der Zusammenhang zwischen Erfolg in einer Spitzenposition und der Persönlichkeit des Leaders können nicht nur auf „dunkle“ Strategien reduziert werden: „Man darf nicht vergessen, dass sich Leader vieler Toppositionen, die sich längerfristig halten, stetig und auf vielen Ebenen täglich mit viel Transparenz bewähren müssen.“ Ein Hang zum Narzissmus möge ausgeprägter sein als bei Otto Normalverbraucher, aber nicht in einem pathologischen Sinne. Außerdem seien nur etwa dreißig Prozent des Erfolgs durch die Persönlichkeitsstruktur erklärt.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Politik Recht Gesellschaft

Die neuen Angstbürger

Politik, Medien, Lebensmittel- oder Gesundheitsindustrie: kein Ort ohne Angst – nirgends

von Ansgar Lange +++ Angst ist ein Grundgefühl des Menschen. Sie erfüllt wichtige Funktionen und kann uns in Gefahrensituationen schützen, indem sie als eine Art Frühwarnsystem fungiert. Angst hilft uns, unnötigen Gefahren aus dem Wege zu gehen. Doch wenn die Angst überhandnimmt und über unser Leben bestimmt, dann spricht man auch von einer Angststörung.

Bezogen auf die politische Situation in Deutschland kann man feststellen: Der Puls dieses Landes rast derzeit. Kalter Angstschweiß klebt auf der Stirn dieses Landes. Nicht zuletzt die Wahlerfolge einer vermeintlichen Alternative für Deutschland in drei Bundesländern belegen dies. Und so haben wir es weniger mit besorgten Bürgern oder mit Wutbürgern zu tun, sondern mit Angstbürgern.

Manchmal haben die Menschen Angst vor Phänomenen, die sie aus eigener Anschauung kaum kennen. So liegt der Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung in Sachsen-Anhalt bei unter drei Prozent. Trotzdem oder gerade deshalb, weil Ängste oft irrational sind, hat die Alternative für Deutschland (AfD), die nicht unbedingt als ausländeraffin gilt, in diesem Bundesland 15 Direktmandate gewonnen und zieht als zweitstärkste Kraft in den Landtag ein. Laut FAZ http://www.faz.net bedeutet das 25-Prozent-Ergebnis für die AfD, dass jedes zehnte Parteimitglied es in den Magdeburger Landtag geschafft hat.

Angst als Erfolgsmodell

Wer Ängste mobilisiert, kann also durchaus politisch erfolgreich sein. Dies gilt für rechte Parteien genauso wie für linke, die zum Beispiel Ängste vor sozialem Abstieg schüren. Auch zahlreiche Medien – vor allem im Internet – leben von dem Schüren von Ängsten. Dort wimmelt es dann von Verschwörungstheorien, es droht die Apokalypse oder zumindest der Untergang des Abendlandes, die EU steht vor dem Zerfall, der Dritte Weltkrieg und die Dschihadisten stehen vor der Tür. Natürlich sind manche Sorgen und Ängste berechtigt. Doch wenn sie – gerade auch von den Medien – überzeichnet und übertrieben werden, dann entsteht eine kollektive Angstneurose.

Auch die vermeintlich so nüchterne Bundeskanzlerin versteht sich darauf, den Menschen Angst zu machen. Dabei wäre es doch gerade ihre Aufgabe, pragmatisch und unaufgeregt zu regieren und den Bürgern vielleicht sogar Orientierung zu geben. In ihrer Regierungserklärung vom 19. Mai 2010 bezeichnete Angela Merkel die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro als „alternativlos“. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“: Ganz großes Angstkino der Kanzlerin! Ob sie durch den Appell an die Emotionen der Sache einen Gefallen getan hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Auch Altkanzler Helmut Kohl verstand es, auf der Klaviatur der Ängste zu spielen. Europa sei eine Frage von Krieg und Frieden und unser Schicksal. Frieden und Freiheit hingen von einem geeinten Europa ab. Wer solche bombastischen Worte findet, darf sich nicht wundern, wenn die Bürger angesichts der kleinkrämerischen Diskussionen innerhalb der EU in der Flüchtlingsfrage in Panik geraten.

Angst als Big Business

Doch auch in der Wirtschaft ist Angst längst ein Thema. „Angst als Big Business“ nennt dies der Personalexperte Michael Zondler. Beispielsweise die Autoindustrie nutze bewusst, aber subtil die emotionale Ansprache und gewinne Kunden durch den Verweis auf immer neue Sicherheitssysteme. Am Ende ist der Mensch das einzige Sicherheitsrisiko. Das selbstfahrende Auto bleibt dann unausweichlich. Medien, die Lebensmittelindustrie, die Pharmaindustrie und Ärzte (Vorsorge als riesiges Geschäftsmodell), Versicherer, Berater, Psychologen, Banken, Parteien, besorgte Eltern etc.: kein Ort ohne Angst, nirgends.

„Wir leben leider mit deutlich mehr Angst- als Mutmachern“, sagt Zondler, dessen Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de von Ludwigsburg aus operiert. „Auch wenn die Wirtschaft häufig selber mit Ängsten spielt, ist Angst letztlich Gift für sie. Nehmen wir das Beispiel Zuwanderung. Jeder weiß, dass unser Land auf lange Sicht auf die Zuwanderung qualifizierter Ausländer angewiesen ist. Doch zurzeit legt sich die Flüchtlingsdiskussion wie Mehltau über das Land. Viele trauen sich daher nicht mehr, einer modernen Zuwanderungsregelung das Wort zu reden. In unserem reichen Bundesland Baden-Württemberg liegt die AfD im ersten Anlauf sogar vor der SPD. Vielleicht schafft es nun ein modernes Zukunftsbündnis aus Grün und Schwarz, den Menschen die Ängste zu nehmen und wieder Lust auf Zukunft zu machen.“

Ob Angst etwas typisch Deutsches ist – so gibt es ja sogar den Begriff der „German Angst“ -, ist zweifelhaft. Starke Männer wie Erdogan, Putin oder Trump bedienen das Sicherheitsbedürfnis ihrer Wähler und schüren Panik, wenn es ihnen politisch in den Kram passt. Und beim täglichen Nachrichtenkonsum drängt sich der Eindruck auf, dass wir in recht hysterischen Zeiten leben. Angstbürger sind die neuen Weltbürger – sie sind überall zuhause.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Wirtschaft Handel Maschinenbau

Rechtsunsicherheit ist Gift für die Personalbranche

Politischer Streit um Leiharbeit und Werkverträge noch nicht ausgestanden

Von Ansgar Lange +++ Der politische Streit um Leiharbeit und Werkverträge ist noch nicht ausgestanden. Für den ersten Gesetzentwurf zur Zeitarbeit hatte die Feder führende Arbeitsministerin Andreas Nahles (SPD) Kritik geerntet. Ihr nachgebesserter Gesetzentwurf zur Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen wird nun jedoch von den mächtigen Industriegewerkschaften unterstützt. Die Zeitarbeitsbranche sieht die geplanten gesetzlichen Neuregelungen aber immer noch kritisch, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. „Wenig Licht, viel Schatten“ sah beispielsweise der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BAP, Thomas Hetz. Werner Stolz vom Nachbarverband IGZ urteilte, der neue Entwurf gehe trotz einiger Verbesserungen über den Koalitionsvertrag hinaus, errichte bürokratische Hürden und missachte die Tarifautonomie der Branche http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ig-metall-und-industrie-tragen-nahles-gesetz-zu-werkvertraegen-mit-14079978.html

Dass derzeit Rechtsunsicherheit herrscht, missfällt dem Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de , Michael Zondler: „Unternehmen greifen auf externe Spezialisten wie Ingenieure, Controller und IT-Fachleute in der Regel zurück, um sie für zeitlich befristete Aufträge und Projekte einzusetzen. Von dieser Regelung profitieren sowohl die Unternehmen als auch die externen Experten. Durch die öffentliche Debatte über die Scheinselbständigkeit und einschlägige Urteile entsteht aber nun ein falscher Eindruck. Wir reden in Deutschland leider oft einseitig negativ über Zeitarbeit und Dienstverträge. Dabei ist Zeitarbeit oft ein gutes Mittel, um auch geringer Qualifizierte oder Menschen, die länger ohne festen Job waren, wieder in eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Und auch der Dienstvertrag ist dazu geeignet, hoch qualifizierte freiberufliche Spezialisten in Deutschland adäquat einzusetzen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber die pauschale Geringschätzung oder gar Kriminalisierung dieser Beschäftigungsformen ist kontraproduktiv.“

Im Koalitionsvertrag von 2013 hatten CDU/CSU und SPD die Bekämpfung des Missbrauchs von Werkverträgen im Niedriglohnsektor vereinbart. Der aktuelle Gesetzesvorschlag von Arbeitsministerin Nahles umfasst nun überraschend auch Regulierungen zum Dienstvertrag, welcher meist die Basis selbstständiger Expertenarbeit ist. „Hochqualifizierte selbstständige Wissensarbeiter und Experten, die zum Beispiel wie Sie als freie Unternehmensberater im Finance Umfeld oder in der IT tätig sind und mit Ihrer Expertise den deutschen Unternehmen projektbezogen zur Seite stehen, sind plötzlich von einer massiven Einschränkung bedroht und laufen Gefahr zum Kollateralschaden aktueller Regulierungstendenzen zu werden“, schreiben die Betreiber des Blogs der Spezialisten-Agentur Krongaard http://blog.krongaard.de

„Wir müssen weiter wachsam sein und die Pläne der Politik kritisch begleitet. Eine arbeitsmarktpolitische Rolle rückwärts in vergangene Regulierungszeiten können wir uns nicht leisten. Sie wäre ein Anschlag auf die unternehmerische Freiheit hochqualifizierter selbstständiger Wissensarbeiter, auf die der Standort Deutschland dringend angewiesen ist“, so Zondler, dessen Beratungsunternehmen vor allem im Automobilsektor tätig ist. Dass die Autoindustrie, das „Rückgrat des deutschen Exportwunders“, am stärksten von drohenden Restriktionen bei Werkverträgen betroffen und daher am verletzlichsten sei, bestätigt auch Christian Kleinhans von der Münchner Managementberatung Berylls Strategy Advisors. Gegenüber der Wirtschaftswoche sagte er, Tausende Arbeitsplätze seien in Gefahr.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Wirtschaft Handel Maschinenbau

Produktivität statt Präsenz

Personalexperte Michael Zondler: Arbeitswelt ist noch vom Fabrikzeitalter geprägt

Von Ansgar Lange +++ „Jeder 3. Deutsche arbeitet zu viel!“. Diese Schlagzeile prangte jüngst unter zwölf mehr oder weniger leicht bekleideten Damen, die sich für den Titel „Bild-Girl des Jahres 2015“ beworben hatten. Glaubt man der Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), auf die sich die Schlagzeile bezieht, dann sieht die deutsche Arbeitswelt nicht so sexy aus. Jeder dritte Vollbeschäftigte arbeite mehr als 45 Stunden pro Woche. Jeder sechste arbeite sogar mehr als 48 Stunden. „Der DGB zieht aus seinem Befund den richtigen Schluss: Arbeitnehmer sollten ihre Arbeitszeit flexibler gestalten können als bisher. Allerdings brauchen wir dafür nicht neue Regeln, wie der DGB reflexartig fordert“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Chef des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de

Das Grundproblem sieht Zondler darin, dass Deutschlands Unternehmen häufig nicht im digitalen, sondern im Fabrikzeitalter angesiedelt seien. „Arbeitnehmer werden häufig nicht nach ihrer Produktivität, sondern nach ihrer Präsenz bewertet. Derjenige, der die meisten Stunden im Büro verbringt, gilt oft als der Beste und Fleißigste. Dabei kann ein Arbeitnehmer viel wertvoller für sein Unternehmen sein, der sein Arbeitspensum in kürzerer Zeit bewältigt“, sagt der centomo-Geschäftsführer.

Nicht nur Stress, auch Langeweile kann ernsthaft krank machen

Dabei gehe es nicht darum, den Druck zu erhöhen und die Daumenschrauben anzuziehen. „In Deutschland kommt es immer gut an, wenn man über zu viel Stress klagt. Wer zugibt, dass er sich langweilt und viel Zeit im Büro mit privaten Dingen oder Surfen im Internet verbringt, erntet eher skeptische Blicke. Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich berichtet, dass sich elf Prozent der Berufstätigen in unserem Land bei der Arbeit unterfordert fühlen. Dies sei die beste Voraussetzung für einen Bore-Out. In deutschen Büros werde Leistung immer noch in Form von Anwesenheit gewertet. Eineinhalb bis drei Stunden Arbeitszeit verbrächten Angestellte im Schnitt pro Tag mit Nichtstun oder Privatem. Dieses Problem müssen wir angehen und beseitigen, unter anderem durch eine andere Art der Personalführung, die Mitarbeitern Freiräume gewährt und Vertrauen höher wertet als Kontrolle“, so Zondler.

Langeweile am Arbeitsplatz macht langfristig krank und führt zu negativem Stress und Erschöpfungssyndromen. „Es ist tatsächlich so, dass wir eine optimale Form von Stress brauchen. Wir haben eine Stressform, die uns guttut, wenn wir gefordert sind“, weiß der Facharzt für psychosomatische Medizin, Wolfgang Merkle.

Jim Thompson, weltbekannter Autor amerikanischer Noir-Romane (z. B. „Getaway“ mit Steve McQueen und Ali Macgraw), hat das Phänomen permanenter Unterforderung, durch die sich Arbeitnehmer wie in einem Hamsterrad befinden, in seinem Thriller „Der Mörder in mir“ plastisch beschrieben: „Es gibt ja verschiedene Sorten von Faulheit. Es gibt Typen, die überhaupt keine Lust zu Arbeiten haben, und es gibt welche, die es einfach nicht fertigbringen, die ausgefahrenen Gleise zu verlassen. Du nimmst einen Job an. Nur vorübergehend, denkst Du, aber dann bleibst Du dabei. Du brauchst noch ein bisschen Geld, ehe Du den Absprung wagen kannst. Und außerdem kannst Du Dich nicht recht entscheiden, wohin der Sprung gehen soll.“

Den Sprung ins Ungewisse wagen

Damit der „Sprung“ in die richtige Richtung geht, müssten sich Arbeitnehmer und Führungskräfte ihrer Verantwortung bewusst sein, sagt Zondler. „Beide Gruppen sollten in regelmäßigen Personalgesprächen abklopfen, ob das Arbeitsverhältnis noch zur beiderseitigen Zufriedenheit verläuft, oder ob man nicht durch neue und positive Leistungsanreize und Herausforderung die Spannung aufrechterhalten kann. Leider verwechseln manche Chefs eine Art Friedhofsruhe ihrer Mitarbeiter häufig mit deren Zufriedenheit. Dabei brodelt es innerlich. Aber auch der einzelne Arbeitnehmer ist gefragt. Er sollte Defizite offen ansprechen und sich um Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen kümmern. Außerdem ist der Job nicht alles. Manchmal helfen schon ein neues Hobby oder mehr Sport, damit die Zufriedenheit auch im Beruf wieder ansteigt. Wenn das alles nicht hilft, sollte man sich externe Hilfe holen und einen Coach oder einen Berater kontaktieren. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, und ein neuer Kontakt von außen kann ein wichtiger Anstoß für eine berufliche oder auch private Neuorientierung sein. Ganz schnell muss aber auch das Tabu weg, dass nur Stress krank machen kann, nicht Langeweile.“

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Wirtschaft Handel Maschinenbau

Marktreife Produkte statt Industriepolitik

Wie die E-Mobilität auf die Erfolgsspur wechseln kann

Von Ansgar Lange +++ Die Elektromobilität kommt in Deutschland nicht richtig in Fahrt. Die SPD entdeckt nun die Industriepolitik als vermeintliches Allheilmittel, um die Stromer auf die Erfolgsspur zu setzen. FAZ-Redakteur Andreas Mihm meint allerdings, das Autoherz der SPD sei aus dem Takt geraten. Statt Vorschläge für einen „automobilen Nationalismus“ zu unterbreiten, sollten die Genossen die Autobranche anspornen, bessere Produkte herzustellen. Wer sich für den Kauf eines E-Autos entscheidet, soll nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten einen Zuschuss von rund 5.000 Euro erhalten (Privatleute). Steuerliche Sonderabschreibungen für Firmenwagen, Quoten für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen in öffentlichen Fuhrparks und eine Selbstverpflichtung der Autoindustrie, Batterien von deutschen Herstellern zu kaufen, gehören außerdem ins „Wünsch-Dir-Was-Programm“ des kleineren Regierungspartners.

Dass mit Industriepolitik alter Schule die Wende erreicht werden kann, bezweifelt der Chef der Beratungsgesellschaft centomo http://www.centomo.de , Michael Zondler. „Wir haben viele Kunden in der Automobilindustrie. Sie ist eine sehr starke Branche in unserem Land, und ich glaube nicht, dass sie den Staat als Retter braucht. Wegen verschiedener Faktoren, zu denen auch der derzeit niedrige Ölpreis gehört, hat es die Autoindustrie momentan schlicht nicht nötig, stärker auf E-Mobilität zu setzen. Die Probleme liegen eher bei der Politik, die wieder einmal die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht“, sagt Zondler.

Merkel bleibt stur bei ihrem „Wir schaffen das“

2014 wurden 13.000 Stromer in Deutschland abgesetzt, 2015 immerhin 23.500. Trotz dieser ernüchternden Zahlen hält Bundeskanzlerin Angela Merkel stur an dem Ziel fest, dass es in Deutschland bis 2020 eine Million Elektroautos geben wird.

„Dieses ambitionierte Ziel ist nicht erreichbar. Die Politik sollte sich endlich von diesem Fetisch lösen. Es bringt nichts, wenn man unbeirrbar nach der Devise „Wir schaffen das“ an Zielen festhält, die illusionär sind. Dies erzeugt nur unnötigen Druck. Wir brauchen mehr Zeit. Zeit, die die Autoindustrie unter anderem dazu nutzen sollte, Elektroautos zu bauen, die von den Kunden angenommen werden. Natürlich können finanzielle Anreize das Kaufverhalten positiv beeinflussen. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass elektrisches Fahren zurzeit nur leichte Umweltvorteile bietet“, sagt der centomo-Chef. Dies liegt unter anderem an der Energiemenge, die für die Herstellung der Batterien benötigt wird.

Vom Kunden her denken

Zurzeit fahren E-Autos erst nach über 20.000 Kilometern die schwarze Umweltnull ein. Nach Prognosen werden die Emissionen bei der Batterieproduktion bis 2020 auf die Hälfte und bis 2030 auf ein Drittel des heutigen Wertes sinken.
„Wir müssen vom Kunden her denken und nicht aus Sicht der Konzerne oder Parteizentralen. Mit marktreifen Produkten werden Begehrlichkeiten geweckt. Zurzeit sind E-Fahrzeuge noch ein Nischenmarkt, weil ihre Umweltbilanz und Reichweite noch nicht optimal ausfallen und die Autos im Schnitt rund 5.000 Euro teurer sind als herkömmliche Autos. Ein E-Auto, das marktreif ist, muss besser sein als herkömmliche Autos. Erst dann ist es für den Massenmarkt geeignet. Das Gesamtpaket muss stimmen, auch beim Preis, denn gerade die Deutschen sind äußerst preissensible Konsumenten“, so der centomo-Geschäftsführer.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Wirtschaft Handel Maschinenbau

Goldener Oktober am Arbeitsmarkt

Doch Deutschland darf sich nicht in der Komfortzone einrichten

Von Ansgar Lange +++ Arbeit strukturiert das Leben und stiftet Sinn. Aktuell ist von einem „Goldenen Oktober“ die Rede, wenn der Herbstaufschwung am Arbeitsmarkt beschrieben wird. Auch im November werden die Zahlen nicht völlig anders aussehen. Fakt ist: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten befindet sich auf Rekordhöhe.

Doch ein Verharren in der Komfortzone wäre nun genau der falsche Weg, meint der Personalexperte Michael Zondler, der das Ludwigsburger Personalberatungsunternehmen centomo http://www.centomo.de führt. Ziel müsse es auch weiterhin sein, möglichst viele Menschen in Deutschland in Lohn und Brot zu bringen. Nur so sei das Wohlstandsniveau zu halten und der Sozialstaat zu finanzieren – ganz zu schweigen von Investitionen in Infrastruktur und Bildung, die schon jetzt viel zu kurz kämen.

Herausforderung Flüchtlingskrise: Integration Points als Problemlöser

„Einige Experten befürchten, dass die derzeitige Flüchtlingskrise ein Problem für den Arbeitsmarkt werden könne. Natürlich kann und sollte nicht jeder Flüchtling sofort in unseren Arbeitsmarkt integriert werden. Aber Fakt ist auch, dass wir Zuwanderung benötigen und Integration derjenigen, die eine echte Bleibeperspektive haben, am besten über den Job funktioniert“, so Zondler.

Der Personalexperte sagt, man müsse das Thema mit Realismus, aber auch mit Optimismus und Tatkraft angehen. Ein gutes Beispiel könnten so genannte „Integration Points“ sein. In Düsseldorf hat Anfang September dieses Jahres ein solcher Integration Point seine Arbeit aufgenommen. Er ist bundesweit der erste dieser Art. Andere Kommunen wie Dortmund, Hagen oder Herford wollen diesem Beispiel folgen.

„Wir stehen vor der Herausforderung-, Flüchtlinge schneller in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln. Die Materie ist kompliziert. Viele Flüchtlinge sind mit den unterschiedlichen Zuständigkeiten und Regelungen überfordert, da es in Deutschland sehr viele unterschiedliche Aufenthaltstitel gibt. In einem Integration Point sollen Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Jobcenter und der Kommunen (Jugendamt und Ausländerbehörde) zusammenarbeiten. In dieser gebündelten Form soll der Integrationspunkt eine feste Anlaufstelle für arbeitssuchende Flüchtlinge sein. Angesichts der enormen Herausforderung müssen wir neue Wege gehen“, sagt Zondler.

Lebensalter darf nicht entscheidend für Arbeit sein

In Deutschland existierten aber weiterhin zahlreiche arbeitsrechtliche Regelungen, die den Einstieg der Menschen in den Arbeitsmarkt oder ihre Weiterbeschäftigung über den eigentlichen Ruhestand hinaus erschwerten. „Ich bin mir nicht sicher, ob das nun seit fast zehn Jahren bestehende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wirklich mehr Segen als Fluch gebracht hat“, so der centomo-Chef.

Wie die Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de berichtet, „erregen Fristen für den Ausstieg aus dem Beruf vor allem bei Älteren Unmut“. So sähen viele Arbeits- oder Tarifverträge vor, dass der Job automatisch ende, wenn der Beschäftigte Anspruch auf eine Regelaltersrente habe. „Aber bei vielen reicht die Rente dann eben doch nicht zum Leben. Oder die Leute wollen einfach aus purer Lust noch weiter arbeiten, weil ihnen der Job Spaß macht. Während bei den Flüchtlingen mehr staatliches Engagement nötig ist, um die Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, sollte der Staat sich bei den anderen Arbeitsverhältnissen mehr Zurückhaltung auferlegen. In meiner jahrelangen Erfahrung als Personalberater hat mir jedenfalls noch nie eingeleuchtet, warum so viele arbeitsrechtliche Regelungen an das Lebensalter gebunden sind. Das mag manchmal sein Gründe haben, ist oft aber auch nur Willkür oder reiner Unsinn zum Schaden derjenigen, die arbeiten wollen“, sagt Zondler.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Auto Verkehr Logistik

Warum Autos nicht mehr nur „Bella Figura“ machen

Beim autonomen Fahren zählen die inneren Werte

Von Ansgar Lange +++ Autonomes Fahren ist der Mega-Trend der Branche. Experten sind davon überzeugt, dass eine Maschine sicherer fährt als der Mensch. Für das Autoland Deutschland ist es wichtig, von dieser Entwicklung nicht abgehängt zu werden. Denn wenn es auch viele Kritiker gibt und klassische Autofans wie der Welt-Kolumnist Henryk M. Broder unverändert der Meinung sind, beim Auto komme es auf „das Aussehen, die Hülle“ an, lässt sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen.

Feuilletonisten wie der SZ-Redakteur Thomas Steinfeld mögen noch eine Hymne auf „la bella macchina“ anstimmen. Ja, früher machten die Autos noch „Bella figura“. Heutige Autos sind zwar nicht unbedingt hässlich, doch mittlerweile kommt es eher auf die inneren Werte an. Moralisch, so Steinfeld, sei das Automobil eh erledigt. Die Freiheit der Fortbewegung stoße an ihre Grenzen. Früher habe es noch elegante Autos gegeben, in denen das schöne und das wahre Fahren möglich gewesen sei.

Sicherheit wichtiger als Design

Doch die vermeintliche Krise des Designs ist modernen Sachzwängen geschuldet. Autos sind immer sicherer geworden. Die Zahl der Assistenzsysteme hat drastisch zugenommen. „Wer einem Jaguar E-Type hinterherschmachtet, sollte wissen, dass die extralange Schnauze mitnichten irgendwelche Sicherheit in Form der Knautschzone bot – die starre Lenksachse bohrte sich bei Frontalzusammenstößen durch den Brustkorb des Fahrers. Der E-Type verfügte weder über Airbags noch über ABS, ASR oder wie all die elektronischen Helferlein sonst noch heißen, die einen Sportwagen mit seinen hohen PS-Zahlen für den Sonntagsfahrer navigierbar machen“, schreibt David Pfeifer in der Süddeutschen Zeitung.

„Wem es auf das ursprüngliche Gefühl beim Fahren ankommt, wem Sicherheit nicht an erster Stelle steht und wer beim Tanken nicht knausern muss, der kann sich in einem gut sortierten Youngtimer-Markt bedienen“, sagt der Personalexperte Michael Zondler vom Ludwigsburger Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de , zu dessen Kunden viele Automobilzulieferer gehören. „Doch ich bin davon überzeugt, dass sich selbstfahrende Fahrzeuge auf lange Sicht in der Breite durchsetzen werden, auch wenn sie zurzeit noch keine großen Emotionen wecken. Doch auch an andere technische Innovationen, die erst umstritten waren, haben sich die Menschen nach und nach gewöhnt.“

Dass ab dem kommenden Jahr eine Teststrecke in Nordrhein-Westfalen für selbstfahrende Autos geplant sei, ist laut Zondler eine sehr gute Nachricht für die Automobilzuliefererindustrie, die in NRW und Baden-Württemberg sehr stark vertreten ist. Bereits heute werden nach Expertenangaben weltweit 30 Milliarden Euro mit Fahrerassistenzsystemen umgesetzt. Der „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer ist der Ansicht, dass sich der Umsatz in den nächsten fünf Jahren sogar auf etwa 55 Milliarden Euro fast verdoppeln werde.

Teststrecke in NRW

„Auch wenn der manchmal sehr blau-weiß denkende Bundesverkehrsminister Dobrindt eine solche Teststrecke vielleicht lieber in Bayern sähe, ist der Standort Wuppertal absolut sinnvoll. Denn in Wuppertal-Elberfeld befindet sich die Deutschland-Zentrale von Delphi Automotive und das Kompetenzzentrum für E-Mobilität. Bosch, Continental, Delphi und viele andere starke Zulieferer haben das Know How und das richtige Personal, um die „Verschmelzung von klassischer Industrie und Digitalwirtschaft“ hinzubekommen. Und sie sind gerade in NRW und im Ländle exzellent vertreten“, so Zondler. „Kein Wunder, dass die Rheinische Post schon über „Google-Autos made in NRW“ jubiliert.“

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Wirtschaft Handel Maschinenbau

Anschlag auf das Recht auf unternehmerische Freiheit

Warum Werkverträge gute Arbeit und kein Lohndumping sind

Von Ansgar Lange +++ Beschäftigte der Automobilindustrie haben jüngst in Leipzig gegen den Missbrauch von Werkverträgen in ihrer Branche demonstriert. An dem Aktionstag beteiligten sich laut Angaben der IG Metall deutschlandweit zehntausende Beschäftigte.

Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.centomo.de , das selbst stark in der Automobilbranche und bei Zulieferern engagiert ist, hält es für überzogen, wenn Gewerkschaften nun generell mobil gegen Werkverträge machen. „Es ist das gute Recht der Arbeitnehmer, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Aber ich denke, dass ein Blick auf die Fakten und ein wenig Aufklärung über den tatsächlichen Charakter von Werkverträgen die Sorgen der meisten Beschäftigten zumindest mindern würde. Natürlich muss der Gesetzgeber gegen Scheinselbstständigkeit vorgehen. Das tut er ja auch schon. Dass aber zurzeit ein Klima erzeugt wird, indem Werkverträge unter Generalverdacht gestellt werden, halte ich für sehr problematisch. Denn Scheinselbstständigkeit gilt in Deutschland rechtlich als Schwarzarbeit. Dies trifft auf die allermeisten Werkverträge aber sicher nicht zu“, so Zondler.

Der Personalexperte aus Baden-Württemberg sieht die derzeitige unklare Rechtssituation mit sehr gemischten Gefühlen: „Unternehmen greifen auf externe Spezialisten wie Ingenieure, Controller und IT-Fachleute in der Regel zurück, um sie für zeitlich befristete Aufträge und Projekte einzusetzen. Von dieser Regelung profitieren sowohl die Unternehmen als auch die externen Experten. Durch die öffentliche Debatte über die Scheinselbständigkeit und einschlägige Urteile entsteht aber nun ein falscher Eindruck. Wir reden in Deutschland leider oft einseitig negativ über Zeitarbeit und Dienstverträge. Dabei ist Zeitarbeit oft ein gutes Mittel, um auch geringer Qualifizierte oder Menschen, die länger ohne festen Job waren, wieder in eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Und auch der Dienstvertrag ist dazu geeignet, hoch qualifizierte freiberufliche Spezialisten in Deutschland adäquat einzusetzen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber die pauschale Geringschätzung oder gar Kriminalisierung dieser Beschäftigungsformen ist kontraproduktiv.“

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) http://www.insm.de wirbt derweil mit einer Imagebroschüre für eine sachliche Diskussion. „Werkverträge sind gute Arbeit!“ lautet das Motto der Kampagne. Und sie lässt Fakten sprechen: So liegt der Durchschnittsverdienst eines Angestellten bei 2.533 Euro im Monat. Ein selbstständiger Werkvertragsnehmer kommt auf 3.501 Euro im gleichen Zeitraum. Mit 1,9 Prozent seien selbstständige Werkvertragsnehmer ein kleiner, aber wichtiger Teil des Arbeitsmarktes. „Die relativ geringe Zahl derjenigen, die als Werkunternehmer tätig sind, zeigt auch, dass hier nun wirklich kein neues Feld für Bürokraten und Durchregulierer ist. In vielen hochspezialisierten Branchen ist das Outsourcing von Dienstleistungen unabdingbar. Wer das nicht begreift, betreibt Sozialromantik und will den Menschen die Freiheit nehmen, die aus voller Überzeugung als Werkunternehmer tätig sind“, sagt der centomo-Chef.

Selbstständige mit Werkverträgen haben überdies auch von allen Erwerbsgruppen das niedrigste Armutsrisiko. Bernhard Steinkühler, Fachanwalt für Arbeitsrecht, kann die Einmischung der Gewerkschaften nicht ganz nachvollziehen. Würden Werkverträge durch weitere Gesetze reguliert, dann sei das grundgesetzlich geschützte Recht auf unternehmerische Freiheit in Gefahr.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2

Bildung Karriere Schulungen

Beim Jobwechsel kommt es auf den Faktor Mensch an

Persönliche Kontakte und Personalberater sind wichtiger als soziale Netzwerke

Von Ansgar Lange +++ „Beim Jobwechsel kommt es entscheidend auf den Faktor Mensch an. Arbeitnehmer in Europa erfahren von ihrer neuen Stelle zuerst über persönliche Kontakte und Empfehlungen sowie über Personalberatungen“, kommentiert der Personalexperte Michael Zondler die Ergebnisse der Studie „Stellenwechsel in Europa: Gründe und Wege“. Das berufliche Netzwerk LinkedIn hatte über 2.900 Arbeitnehmer in verschiedenen europäischen Ländern – darunter auch Deutschland – zu den Gründen für ihren Stellenwechsel befragt. Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo recruitment & interim http://www.centomo.de , findet es interessant, dass der persönliche Faktor beim Jobwechsel mehr Bedeutung hat als berufsbezogene soziale Netzwerke oder Stellenbörsen im Internet.

Big is beautiful? – Es kommt nicht unbedingt auf die Größe an

„Unternehmen können einige Lehren aus der Umfrage ziehen. Manche mag überraschen, dass beim Gewinnen qualifizierter Talente kleine und mittelständische Unternehmen derzeit die Nase vorn haben. Große Firmen in Europa haben hier das Nachsehen. Dies ist insbesondere für unsere mittelständisch geprägte Wirtschaftskultur wichtig“, so Zondler, dessen Unternehmen von Focus-Spezial jüngst zu einem der Wachstumschampions 2016 gekürt wurde. Das Nachrichtenmagazin Focus hatte zusammen mit dem Online-Statistik-Portal Statistia http://www.statista.com die 500 Unternehmen mit dem größten Unternehmenswachstum zwischen 2011 und 2014 gesucht.

„Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, sind in erster Linie an größeren Aufstiegschancen und einer anspruchsvolleren Tätigkeit interessiert. Diese beiden Aspekte sind wichtiger als das Gehalt. Die Kommunikation über das eigene Unternehmen ist das A und O beim Werben um die richtigen Talente. Ein Stellenwechsel misslingt oft dann, wenn Arbeitnehmer im Unklaren darüber sind, welche Aufgaben sie beim potenziellen neuen Arbeitgeber erwarten. Und viele reagieren frustriert, wenn sie auf Bewerbungen keine Rückmeldungen erhalten. Hier können Unternehmen durch den Einsatz von Recruitern gegensteuern. Die persönliche Ansprache von möglichen Kandidaten und ein professionelles Bewerber-Management sind hier extrem wichtig“, so der centomo-Chef.

Das eigene Unternehmen als Talentmarke darstellen

Dass 44 Prozent der Befragten angeben, dass ihr Arbeitgeber ihren Weggang hätte verhindern können, nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht und bietet gleichzeitig Chancen, die eigenen Bestandsmitarbeiter zu sichern. „Neue Talente gewinnt man, indem man das eigene Unternehmen transparent als eine Talentmarke darstellt, die auch Arbeitnehmer anderer Unternehmen anspricht. Und die eigenen besten Mitarbeiter bindet man langfristig an das eigene Unternehmen, indem das Management die Leistung dieser Talente permanent würdigt und wertschätzt. Ein kleines Dankeschön für erbrachte Leistung kann Wunder wirken und steigert die Loyalität zum Unternehmen“, so Zondler abschließend.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

Kontakt
Andreas Schultheis, Text & Redaktion
Andreas Schultheis
Auf den Hüllen 16
57537 Wissen
01714941647
andreas.schultheis@googlemail.com
http://www.xing.com/profile/Andreas_Schultheis2