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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Marktreife Produkte statt Industriepolitik

Wie die E-Mobilität auf die Erfolgsspur wechseln kann

Von Ansgar Lange +++ Die Elektromobilität kommt in Deutschland nicht richtig in Fahrt. Die SPD entdeckt nun die Industriepolitik als vermeintliches Allheilmittel, um die Stromer auf die Erfolgsspur zu setzen. FAZ-Redakteur Andreas Mihm meint allerdings, das Autoherz der SPD sei aus dem Takt geraten. Statt Vorschläge für einen „automobilen Nationalismus“ zu unterbreiten, sollten die Genossen die Autobranche anspornen, bessere Produkte herzustellen. Wer sich für den Kauf eines E-Autos entscheidet, soll nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten einen Zuschuss von rund 5.000 Euro erhalten (Privatleute). Steuerliche Sonderabschreibungen für Firmenwagen, Quoten für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen in öffentlichen Fuhrparks und eine Selbstverpflichtung der Autoindustrie, Batterien von deutschen Herstellern zu kaufen, gehören außerdem ins „Wünsch-Dir-Was-Programm“ des kleineren Regierungspartners.

Dass mit Industriepolitik alter Schule die Wende erreicht werden kann, bezweifelt der Chef der Beratungsgesellschaft centomo http://www.centomo.de , Michael Zondler. „Wir haben viele Kunden in der Automobilindustrie. Sie ist eine sehr starke Branche in unserem Land, und ich glaube nicht, dass sie den Staat als Retter braucht. Wegen verschiedener Faktoren, zu denen auch der derzeit niedrige Ölpreis gehört, hat es die Autoindustrie momentan schlicht nicht nötig, stärker auf E-Mobilität zu setzen. Die Probleme liegen eher bei der Politik, die wieder einmal die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht“, sagt Zondler.

Merkel bleibt stur bei ihrem „Wir schaffen das“

2014 wurden 13.000 Stromer in Deutschland abgesetzt, 2015 immerhin 23.500. Trotz dieser ernüchternden Zahlen hält Bundeskanzlerin Angela Merkel stur an dem Ziel fest, dass es in Deutschland bis 2020 eine Million Elektroautos geben wird.

„Dieses ambitionierte Ziel ist nicht erreichbar. Die Politik sollte sich endlich von diesem Fetisch lösen. Es bringt nichts, wenn man unbeirrbar nach der Devise „Wir schaffen das“ an Zielen festhält, die illusionär sind. Dies erzeugt nur unnötigen Druck. Wir brauchen mehr Zeit. Zeit, die die Autoindustrie unter anderem dazu nutzen sollte, Elektroautos zu bauen, die von den Kunden angenommen werden. Natürlich können finanzielle Anreize das Kaufverhalten positiv beeinflussen. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass elektrisches Fahren zurzeit nur leichte Umweltvorteile bietet“, sagt der centomo-Chef. Dies liegt unter anderem an der Energiemenge, die für die Herstellung der Batterien benötigt wird.

Vom Kunden her denken

Zurzeit fahren E-Autos erst nach über 20.000 Kilometern die schwarze Umweltnull ein. Nach Prognosen werden die Emissionen bei der Batterieproduktion bis 2020 auf die Hälfte und bis 2030 auf ein Drittel des heutigen Wertes sinken.
„Wir müssen vom Kunden her denken und nicht aus Sicht der Konzerne oder Parteizentralen. Mit marktreifen Produkten werden Begehrlichkeiten geweckt. Zurzeit sind E-Fahrzeuge noch ein Nischenmarkt, weil ihre Umweltbilanz und Reichweite noch nicht optimal ausfallen und die Autos im Schnitt rund 5.000 Euro teurer sind als herkömmliche Autos. Ein E-Auto, das marktreif ist, muss besser sein als herkömmliche Autos. Erst dann ist es für den Massenmarkt geeignet. Das Gesamtpaket muss stimmen, auch beim Preis, denn gerade die Deutschen sind äußerst preissensible Konsumenten“, so der centomo-Geschäftsführer.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

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Goldener Oktober am Arbeitsmarkt

Doch Deutschland darf sich nicht in der Komfortzone einrichten

Von Ansgar Lange +++ Arbeit strukturiert das Leben und stiftet Sinn. Aktuell ist von einem „Goldenen Oktober“ die Rede, wenn der Herbstaufschwung am Arbeitsmarkt beschrieben wird. Auch im November werden die Zahlen nicht völlig anders aussehen. Fakt ist: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten befindet sich auf Rekordhöhe.

Doch ein Verharren in der Komfortzone wäre nun genau der falsche Weg, meint der Personalexperte Michael Zondler, der das Ludwigsburger Personalberatungsunternehmen centomo http://www.centomo.de führt. Ziel müsse es auch weiterhin sein, möglichst viele Menschen in Deutschland in Lohn und Brot zu bringen. Nur so sei das Wohlstandsniveau zu halten und der Sozialstaat zu finanzieren – ganz zu schweigen von Investitionen in Infrastruktur und Bildung, die schon jetzt viel zu kurz kämen.

Herausforderung Flüchtlingskrise: Integration Points als Problemlöser

„Einige Experten befürchten, dass die derzeitige Flüchtlingskrise ein Problem für den Arbeitsmarkt werden könne. Natürlich kann und sollte nicht jeder Flüchtling sofort in unseren Arbeitsmarkt integriert werden. Aber Fakt ist auch, dass wir Zuwanderung benötigen und Integration derjenigen, die eine echte Bleibeperspektive haben, am besten über den Job funktioniert“, so Zondler.

Der Personalexperte sagt, man müsse das Thema mit Realismus, aber auch mit Optimismus und Tatkraft angehen. Ein gutes Beispiel könnten so genannte „Integration Points“ sein. In Düsseldorf hat Anfang September dieses Jahres ein solcher Integration Point seine Arbeit aufgenommen. Er ist bundesweit der erste dieser Art. Andere Kommunen wie Dortmund, Hagen oder Herford wollen diesem Beispiel folgen.

„Wir stehen vor der Herausforderung-, Flüchtlinge schneller in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln. Die Materie ist kompliziert. Viele Flüchtlinge sind mit den unterschiedlichen Zuständigkeiten und Regelungen überfordert, da es in Deutschland sehr viele unterschiedliche Aufenthaltstitel gibt. In einem Integration Point sollen Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Jobcenter und der Kommunen (Jugendamt und Ausländerbehörde) zusammenarbeiten. In dieser gebündelten Form soll der Integrationspunkt eine feste Anlaufstelle für arbeitssuchende Flüchtlinge sein. Angesichts der enormen Herausforderung müssen wir neue Wege gehen“, sagt Zondler.

Lebensalter darf nicht entscheidend für Arbeit sein

In Deutschland existierten aber weiterhin zahlreiche arbeitsrechtliche Regelungen, die den Einstieg der Menschen in den Arbeitsmarkt oder ihre Weiterbeschäftigung über den eigentlichen Ruhestand hinaus erschwerten. „Ich bin mir nicht sicher, ob das nun seit fast zehn Jahren bestehende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wirklich mehr Segen als Fluch gebracht hat“, so der centomo-Chef.

Wie die Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de berichtet, „erregen Fristen für den Ausstieg aus dem Beruf vor allem bei Älteren Unmut“. So sähen viele Arbeits- oder Tarifverträge vor, dass der Job automatisch ende, wenn der Beschäftigte Anspruch auf eine Regelaltersrente habe. „Aber bei vielen reicht die Rente dann eben doch nicht zum Leben. Oder die Leute wollen einfach aus purer Lust noch weiter arbeiten, weil ihnen der Job Spaß macht. Während bei den Flüchtlingen mehr staatliches Engagement nötig ist, um die Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, sollte der Staat sich bei den anderen Arbeitsverhältnissen mehr Zurückhaltung auferlegen. In meiner jahrelangen Erfahrung als Personalberater hat mir jedenfalls noch nie eingeleuchtet, warum so viele arbeitsrechtliche Regelungen an das Lebensalter gebunden sind. Das mag manchmal sein Gründe haben, ist oft aber auch nur Willkür oder reiner Unsinn zum Schaden derjenigen, die arbeiten wollen“, sagt Zondler.

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Auto Verkehr Logistik

Warum Autos nicht mehr nur „Bella Figura“ machen

Beim autonomen Fahren zählen die inneren Werte

Von Ansgar Lange +++ Autonomes Fahren ist der Mega-Trend der Branche. Experten sind davon überzeugt, dass eine Maschine sicherer fährt als der Mensch. Für das Autoland Deutschland ist es wichtig, von dieser Entwicklung nicht abgehängt zu werden. Denn wenn es auch viele Kritiker gibt und klassische Autofans wie der Welt-Kolumnist Henryk M. Broder unverändert der Meinung sind, beim Auto komme es auf „das Aussehen, die Hülle“ an, lässt sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen.

Feuilletonisten wie der SZ-Redakteur Thomas Steinfeld mögen noch eine Hymne auf „la bella macchina“ anstimmen. Ja, früher machten die Autos noch „Bella figura“. Heutige Autos sind zwar nicht unbedingt hässlich, doch mittlerweile kommt es eher auf die inneren Werte an. Moralisch, so Steinfeld, sei das Automobil eh erledigt. Die Freiheit der Fortbewegung stoße an ihre Grenzen. Früher habe es noch elegante Autos gegeben, in denen das schöne und das wahre Fahren möglich gewesen sei.

Sicherheit wichtiger als Design

Doch die vermeintliche Krise des Designs ist modernen Sachzwängen geschuldet. Autos sind immer sicherer geworden. Die Zahl der Assistenzsysteme hat drastisch zugenommen. „Wer einem Jaguar E-Type hinterherschmachtet, sollte wissen, dass die extralange Schnauze mitnichten irgendwelche Sicherheit in Form der Knautschzone bot – die starre Lenksachse bohrte sich bei Frontalzusammenstößen durch den Brustkorb des Fahrers. Der E-Type verfügte weder über Airbags noch über ABS, ASR oder wie all die elektronischen Helferlein sonst noch heißen, die einen Sportwagen mit seinen hohen PS-Zahlen für den Sonntagsfahrer navigierbar machen“, schreibt David Pfeifer in der Süddeutschen Zeitung.

„Wem es auf das ursprüngliche Gefühl beim Fahren ankommt, wem Sicherheit nicht an erster Stelle steht und wer beim Tanken nicht knausern muss, der kann sich in einem gut sortierten Youngtimer-Markt bedienen“, sagt der Personalexperte Michael Zondler vom Ludwigsburger Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de , zu dessen Kunden viele Automobilzulieferer gehören. „Doch ich bin davon überzeugt, dass sich selbstfahrende Fahrzeuge auf lange Sicht in der Breite durchsetzen werden, auch wenn sie zurzeit noch keine großen Emotionen wecken. Doch auch an andere technische Innovationen, die erst umstritten waren, haben sich die Menschen nach und nach gewöhnt.“

Dass ab dem kommenden Jahr eine Teststrecke in Nordrhein-Westfalen für selbstfahrende Autos geplant sei, ist laut Zondler eine sehr gute Nachricht für die Automobilzuliefererindustrie, die in NRW und Baden-Württemberg sehr stark vertreten ist. Bereits heute werden nach Expertenangaben weltweit 30 Milliarden Euro mit Fahrerassistenzsystemen umgesetzt. Der „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer ist der Ansicht, dass sich der Umsatz in den nächsten fünf Jahren sogar auf etwa 55 Milliarden Euro fast verdoppeln werde.

Teststrecke in NRW

„Auch wenn der manchmal sehr blau-weiß denkende Bundesverkehrsminister Dobrindt eine solche Teststrecke vielleicht lieber in Bayern sähe, ist der Standort Wuppertal absolut sinnvoll. Denn in Wuppertal-Elberfeld befindet sich die Deutschland-Zentrale von Delphi Automotive und das Kompetenzzentrum für E-Mobilität. Bosch, Continental, Delphi und viele andere starke Zulieferer haben das Know How und das richtige Personal, um die „Verschmelzung von klassischer Industrie und Digitalwirtschaft“ hinzubekommen. Und sie sind gerade in NRW und im Ländle exzellent vertreten“, so Zondler. „Kein Wunder, dass die Rheinische Post schon über „Google-Autos made in NRW“ jubiliert.“

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Anschlag auf das Recht auf unternehmerische Freiheit

Warum Werkverträge gute Arbeit und kein Lohndumping sind

Von Ansgar Lange +++ Beschäftigte der Automobilindustrie haben jüngst in Leipzig gegen den Missbrauch von Werkverträgen in ihrer Branche demonstriert. An dem Aktionstag beteiligten sich laut Angaben der IG Metall deutschlandweit zehntausende Beschäftigte.

Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.centomo.de , das selbst stark in der Automobilbranche und bei Zulieferern engagiert ist, hält es für überzogen, wenn Gewerkschaften nun generell mobil gegen Werkverträge machen. „Es ist das gute Recht der Arbeitnehmer, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Aber ich denke, dass ein Blick auf die Fakten und ein wenig Aufklärung über den tatsächlichen Charakter von Werkverträgen die Sorgen der meisten Beschäftigten zumindest mindern würde. Natürlich muss der Gesetzgeber gegen Scheinselbstständigkeit vorgehen. Das tut er ja auch schon. Dass aber zurzeit ein Klima erzeugt wird, indem Werkverträge unter Generalverdacht gestellt werden, halte ich für sehr problematisch. Denn Scheinselbstständigkeit gilt in Deutschland rechtlich als Schwarzarbeit. Dies trifft auf die allermeisten Werkverträge aber sicher nicht zu“, so Zondler.

Der Personalexperte aus Baden-Württemberg sieht die derzeitige unklare Rechtssituation mit sehr gemischten Gefühlen: „Unternehmen greifen auf externe Spezialisten wie Ingenieure, Controller und IT-Fachleute in der Regel zurück, um sie für zeitlich befristete Aufträge und Projekte einzusetzen. Von dieser Regelung profitieren sowohl die Unternehmen als auch die externen Experten. Durch die öffentliche Debatte über die Scheinselbständigkeit und einschlägige Urteile entsteht aber nun ein falscher Eindruck. Wir reden in Deutschland leider oft einseitig negativ über Zeitarbeit und Dienstverträge. Dabei ist Zeitarbeit oft ein gutes Mittel, um auch geringer Qualifizierte oder Menschen, die länger ohne festen Job waren, wieder in eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Und auch der Dienstvertrag ist dazu geeignet, hoch qualifizierte freiberufliche Spezialisten in Deutschland adäquat einzusetzen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber die pauschale Geringschätzung oder gar Kriminalisierung dieser Beschäftigungsformen ist kontraproduktiv.“

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) http://www.insm.de wirbt derweil mit einer Imagebroschüre für eine sachliche Diskussion. „Werkverträge sind gute Arbeit!“ lautet das Motto der Kampagne. Und sie lässt Fakten sprechen: So liegt der Durchschnittsverdienst eines Angestellten bei 2.533 Euro im Monat. Ein selbstständiger Werkvertragsnehmer kommt auf 3.501 Euro im gleichen Zeitraum. Mit 1,9 Prozent seien selbstständige Werkvertragsnehmer ein kleiner, aber wichtiger Teil des Arbeitsmarktes. „Die relativ geringe Zahl derjenigen, die als Werkunternehmer tätig sind, zeigt auch, dass hier nun wirklich kein neues Feld für Bürokraten und Durchregulierer ist. In vielen hochspezialisierten Branchen ist das Outsourcing von Dienstleistungen unabdingbar. Wer das nicht begreift, betreibt Sozialromantik und will den Menschen die Freiheit nehmen, die aus voller Überzeugung als Werkunternehmer tätig sind“, sagt der centomo-Chef.

Selbstständige mit Werkverträgen haben überdies auch von allen Erwerbsgruppen das niedrigste Armutsrisiko. Bernhard Steinkühler, Fachanwalt für Arbeitsrecht, kann die Einmischung der Gewerkschaften nicht ganz nachvollziehen. Würden Werkverträge durch weitere Gesetze reguliert, dann sei das grundgesetzlich geschützte Recht auf unternehmerische Freiheit in Gefahr.

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Bildung Karriere Schulungen

Beim Jobwechsel kommt es auf den Faktor Mensch an

Persönliche Kontakte und Personalberater sind wichtiger als soziale Netzwerke

Von Ansgar Lange +++ „Beim Jobwechsel kommt es entscheidend auf den Faktor Mensch an. Arbeitnehmer in Europa erfahren von ihrer neuen Stelle zuerst über persönliche Kontakte und Empfehlungen sowie über Personalberatungen“, kommentiert der Personalexperte Michael Zondler die Ergebnisse der Studie „Stellenwechsel in Europa: Gründe und Wege“. Das berufliche Netzwerk LinkedIn hatte über 2.900 Arbeitnehmer in verschiedenen europäischen Ländern – darunter auch Deutschland – zu den Gründen für ihren Stellenwechsel befragt. Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo recruitment & interim http://www.centomo.de , findet es interessant, dass der persönliche Faktor beim Jobwechsel mehr Bedeutung hat als berufsbezogene soziale Netzwerke oder Stellenbörsen im Internet.

Big is beautiful? – Es kommt nicht unbedingt auf die Größe an

„Unternehmen können einige Lehren aus der Umfrage ziehen. Manche mag überraschen, dass beim Gewinnen qualifizierter Talente kleine und mittelständische Unternehmen derzeit die Nase vorn haben. Große Firmen in Europa haben hier das Nachsehen. Dies ist insbesondere für unsere mittelständisch geprägte Wirtschaftskultur wichtig“, so Zondler, dessen Unternehmen von Focus-Spezial jüngst zu einem der Wachstumschampions 2016 gekürt wurde. Das Nachrichtenmagazin Focus hatte zusammen mit dem Online-Statistik-Portal Statistia http://www.statista.com die 500 Unternehmen mit dem größten Unternehmenswachstum zwischen 2011 und 2014 gesucht.

„Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, sind in erster Linie an größeren Aufstiegschancen und einer anspruchsvolleren Tätigkeit interessiert. Diese beiden Aspekte sind wichtiger als das Gehalt. Die Kommunikation über das eigene Unternehmen ist das A und O beim Werben um die richtigen Talente. Ein Stellenwechsel misslingt oft dann, wenn Arbeitnehmer im Unklaren darüber sind, welche Aufgaben sie beim potenziellen neuen Arbeitgeber erwarten. Und viele reagieren frustriert, wenn sie auf Bewerbungen keine Rückmeldungen erhalten. Hier können Unternehmen durch den Einsatz von Recruitern gegensteuern. Die persönliche Ansprache von möglichen Kandidaten und ein professionelles Bewerber-Management sind hier extrem wichtig“, so der centomo-Chef.

Das eigene Unternehmen als Talentmarke darstellen

Dass 44 Prozent der Befragten angeben, dass ihr Arbeitgeber ihren Weggang hätte verhindern können, nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht und bietet gleichzeitig Chancen, die eigenen Bestandsmitarbeiter zu sichern. „Neue Talente gewinnt man, indem man das eigene Unternehmen transparent als eine Talentmarke darstellt, die auch Arbeitnehmer anderer Unternehmen anspricht. Und die eigenen besten Mitarbeiter bindet man langfristig an das eigene Unternehmen, indem das Management die Leistung dieser Talente permanent würdigt und wertschätzt. Ein kleines Dankeschön für erbrachte Leistung kann Wunder wirken und steigert die Loyalität zum Unternehmen“, so Zondler abschließend.

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Das Auto wird zum Mobile Home

Wie deutsche Konzerne beim „Rennen um das autonome Auto“ die Nase vorn haben können

Von Ansgar Lange +++ Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) neigt nun wirklich nicht zu Übertreibungen. Auch ihr Wirtschaftsteil ist von gediegener Solidität und treibt nicht jede Woche eine neue mediale Sau durchs Dorf. Wenn also die FAZ überspitzt kommentiert „Selbst fahren wird im Jahr 2115 sogar verboten sein, weil es viel zu gefährlich ist“, dann ist das Schlagwort vom autonomen oder selbstfahrenden Auto mehr als eine flüchtige Augenblicksaufnahme oder ein kurzfristiger Trend.

„Was in 100 Jahren sein wird, wissen wir nicht. Als eingefleischter Autofan bin ich jedenfalls froh, dass ich heute noch selbst ins Lenkrad greifen darf. Doch im Ernst: Die Zukunft zeichnet sich schon jetzt klar ab. Das Auto wird zum mobile home. Es wird uns nicht nur von A nach B fahren, sondern zugleich Sekretariat, Büro und Entertainment-Landschaft sein. Der Fahrer kann während der Fahrt Mails lesen und bearbeiten und wird zur nächsten Parkmöglichkeit oder ins Restaurant geführt. Schon jetzt arbeiten BMW, Daimler, Volkswagen und Co. mit Hochdruck an der automobilen Zukunft“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg.

Das autonome Fahren garantiert Arbeitsplatzsicherheit für die nächsten 50 Jahre

„Wenn der Google-Verwaltungsratsvorsitzende Eric Schmidt die Prognose wagt, dass in 100 Jahren jedes (deutsche) Auto von einem Computer gefahren wird, dann wage ich eine aus Personalersicht zumindest eine Vorhersage bis zum Jahr 2065: Die technische Realisierung des autonomen Fahrens bedeutet Arbeitsplatzsicherheit für die Automobilindustrie in den nächsten 50 Jahren“, bekräftigt Zondler. Im Bereich der IT seien die US-Konzerne marktbeherrschend. Dies sei Fakt. Europa habe den Wettbewerb mit Google, Apple und Microsoft unwiderruflich verloren. „Aber warum sollten unsere Premium-Marken, die es schon seit 100 Jahren gibt, in der Transformation der Zukunft, also dem Verschmelzen von IT und Automobil, den Kürzeren ziehen und untergehen? Es mag sein, dass neue Player dazukommen werden. Diejenigen, die die Zeichen der Zeit verschlafen, werden untergehen. So läuft normale Marktwirtschaft. Beim Rennen um das autonome Auto fällt den etablierten Autobauern nicht automatisch die Rolle des Hasen zu, der im Wettkampf mit dem Igel immer wieder verliert und nach der 74. Runde erschöpft zusammen bricht und stirbt.“

Auch Boris Schmidt kann der teilweise grassierenden Fortschrittsangst einiger automobiler Kommentatoren nichts abgewinnen, die unsere Straßen der Zukunft nur noch von Google-Autos und iCars von Apple bevölkert sehen: „Am autonomen Auto arbeiten alle deutschen Hersteller mit Hochdruck. Da lassen sie so schnell nichts anbrennen“. Denn wenn Google für den Weg an die Weltspitze auch nur zehn und nicht hundert Jahre gebraucht hat, eines ist Fakt: Das Auto ist immer noch ein Statussymbol von hoher Emotionalität. Und so schöpfen die deutschen Hersteller Kraft für die Zukunft gerade aus der historischen Kontinuität, auf die sie laut Schmidt sehr stolz sein können: „Sie stärkt die Strahlkraft einer Marke und trägt neben der Qualität des Produktes dazu bei, den Premium-Anspruch zu erfüllen, den sich Audi, Daimler, BMW, Porsche und in gewissem Maß Volkswagen immer wieder auf die Fahne schreiben.“

„Bei diesem Thema wird es entscheidend auf das richtige Personal ankommen. Es ist ja nicht nur so, dass Apple hohe Manager und wichtige Ingenieure aus der Autobranche zu sich holt. Genauso werden die Autobauer um die besten IT-Experten buhlen. Der noch nicht bestätigte Kauf des Datendienstes „Nokia Here“ zeigt, dass die Damen und Herren in den automobilen Chefetagen sich durchaus bewusst sind, dass die Software-Konzerne nicht allein Herr über die Vierräder werden dürfen“; so Zondler abschließend.

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Benzin im Blut schafft Jobs

Von der Pferdekutsche bis zum selbstfahrenden Auto

Von Ansgar Lange +++ „Einige Zeitgenossen haben den Abgesang auf das Automobil angestimmt. Das Auto sei kein Statussymbol mehr. In den Großstädten und Ballungsräumen stecke man viel zu häufig im Stau. Autofahren sei umweltschädlich und werde immer teurer. Die Litanei der Klagen ließe sich beliebig fortsetzen. Dabei spielt das Auto in unserem Leben immer noch eine sehr wichtige Rolle. Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es meistens auch den Autobauern gut – um umgekehrt“, sagt Michael Zondler, dessen Personalberatung centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de vor allem im Automotive-Bereich unterwegs ist.

Diese gegenseitige Abhängigkeit zeigt sich im Guten wie im Schlechten. So setzt die Rezession in Brasilien zurzeit vor allem Massenherstellern wie Volkswagen und Fiat zu, während im Premiumsegment die Nachfrage steigt http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/rezession-brasilien-steckt-in-der-auto-krise/11876526.html. In Europa hingegen ist VW der größte Jobmotor. Der Wolfsburger Automobilkonzern hat in den vergangenen zehn Jahren so viele Jobs geschaffen wie kein anderes Unternehmen auf dem Kontinent. „Einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst und Young (EY) zufolge hat VW 2014 im EU-Ausland mit 22 Projekten mehr als 7.200 neue Arbeitsplätze geschaffen – so viele wie nie zuvor“, so der NDR https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/VW-ist-Europas-groesster-Jobmotor ,volkswagen780.html. Auf Platz fünf liegt Ford mit knapp 14.700 Arbeitsplätzen leicht vor dem indischen Mischkonzern Tata (hierzu gehört Tata-Motors) mit 14.500 Jobs. Den siebten Rang belegt der französische Autobauer Renault (11.200).

„Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig die Automobilindustrie nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa ist. Mit Benzin im Blut werden Jobs geschaffen. Wachstum und Wohlstand sind die Folge, wenn gut ausgebildete Ingenieure und IT-Experten in der Autoindustrie Tempo machen bei technischen Innovationen und bezahlbaren, sicheren und umweltfreundlichen Produkten“, kommentiert Zondler.

„Benz, Daimler und Maybach gehörten zu dem vergleichsweise neuen Berufsstand der Ingenieure, die mit der Industrialisierung immer wichtiger wurden. Geprägt von einer Zeit der technischen Euphorie, gut ausgebildet und voller Ehrgeiz verfolgten sie zielstrebig die Entwicklung eigener Erfindungen“, schreibt Bernd Ingmar Gutberlet in seinem Buch „Tempo. Wie uns das Auto verändert hat“ über die automobilen Anfänge in den 1880er Jahren.

Es lässt sich also ein weiter Bogen spannen vom Siegeszug der zunächst stotternden Motoren in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. „Das Aussehen der Autos hat sich radikal verändert. Von einem Exoten in einer Welt der Pferdekutschen und -fuhrwerke ist das Auto zum stadtbildprägenden Massenprodukt geworden. Doch die Basis des Erfolgs war immer dieselbe: Forschergeist, Freude am Fortschritt und Freude am Fahren und gutes Personal“, so Personalexperte Zondler abschließend.

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Unzufriedenheit als Wettbewerbsvorteil

Wer sich mit dem Erreichten zufrieden gibt, stagniert

Von Ansgar Lange +++ Gemeinhin gelten unzufriedene Mitarbeiter als Störfaktor. Nur zufriedene Mitarbeiter – so die gängige Lesart – steigern den Wert eines Unternehmens. Deutschland ist ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Land, obwohl die Deutschen nicht unbedingt als besonders zufriedene Zeitgenossen gelten. Wie lässt sich dieser Widerspruch auflösen?

„Jammern wie die Weltmeister“ lautet ein FAZ-Kommentar von Sven Astheimer, der sich ein wenig in Völkerpsychologie übt. Die Deutschen, so sein Befund, unterscheiden sich von den meisten anderen Völkern dieser Erde vor allem darin, dass sie selten so richtig mit etwas zufrieden sind. Diese chronische Unzufriedenheit sei ein unheimlich belebendes Element im wirtschaftlichen Alltag. Als Beleg führt Astheimer an, dass es Deutschland mit jährlich 14.000 neuen Patenten „zur Ideenschmiede Nummer eins“ auf der Welt gebracht habe.

„Jammen wie die Weltmeister“

Doch an die Stelle chronischer Unzufriedenheit als Stimulanz für Tüftlergeist und Innovationsfreude scheint nun allgemeine Zufriedenheit und Behäbigkeit zu treten. Nach Dänemark schaut Deutschland nämlich am optimistischsten in die Zukunft, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen http://www.nielsen.com/de/de/insights/news/2015/CCI_Q1_2015.html in einer aktuellen Studie herausgefunden hat. Grund für die Zuversicht der deutschen Verbraucher seien die stabile wirtschaftliche Lage und die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die weiter steigenden Einkommen sowie der anhaltend niedrige Zinssatz deuteten darauf hin, dass das Konsumklima in Deutschland auch auf längere Sicht freundlich bleiben werde.

Laut Astheimer braucht ein rohstoffarmes Land mit hohem Lebensstandard, vergleichsweise hohen Löhnen und einem hohen Maß an sozialer Sicherheit aber weiterhin eine kreative Unzufriedenheit. „Wer sich mit dem Erreichten zufrieden gibt, stagniert“, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg. „Der FAZ-Autor hat Recht“, so Zondler, dessen Personalberatung vor allem im Bereich der Automobilzulieferer tätig ist. „Gerade die Akribie hiesiger Premiumhersteller und das ständige Ringen um die allerbeste Lösung sind der Garant für die enorme Wertschätzung, welche die deutsche Automobilindustrie weltweit genießt.“

Die hervorragenden Produkte dieser deutschen Schlüsselindustrie fußen nach seiner Ansicht auf zwei Grundlagen: „Zum einen auf einer im positiven Sinne kritischen Arbeitskultur mit – so Astheimer – nonkonformen Mitarbeitern und nie zufriedenen Vorgesetzten. Zum anderen auf sehr gut ausgebildeten Fachkräften. Letztlich ist der Faktor Mensch für den Erfolg entscheidend, also das Personal“, sagt der centomo-Chef.

Der Faktor Mensch entscheidet

Kein Wunder, dass deutsche Automobilhersteller ganz oben in der Gunst der europäischen Absolventen stehen. So hat das Trendence-Institut http://www.trendence.com jüngst herausgefunden, dass Google und VW die Wunscharbeitgeber sind. Die IT- und Automobilbranche sowie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dominieren die Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber der Ingenieure, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler, so eines der Ergebnisse des Graduate Barometers, das das Trendence Institut unter rund 300.000 abschlussnahen Studierenden in 24 Ländern Europas durchgeführt hat http://www.markenartikel-magazin.de/no_cache/unternehmen-marken/artikel/details/10011963-google-vw-sind-wunscharbeitgeber-europaeischer-absolventen/. „Während auf den ersten Blick drei Branchen die TOP 10 der beliebtesten Arbeitgeber dominieren“, so Zondler, „sind es auf den zweiten Blick nur noch zwei. Denn die IT und Automobilbranche werden – Stichwort selbstfahrende Autos – in Zukunft immer mehr zusammenwachsen.“

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Politik Recht Gesellschaft

Ein Land im Innovationsstau

Warum wir eine neue Agenda 2010 brauchen

Von Ansgar Lange +++ „Noch geht es unserer Wirtschaft gut. Dies ist die Folge fleißiger deutscher Arbeitnehmer und innovativer Unternehmen. Doch wir laufen Gefahr, als Wirtschaftsstandort zurückzufallen, wenn der Staat nicht bald die Maßstäbe zurecht rückt und mehr in Zukunft und Infrastruktur investiert. Während der Bundesfinanzminister die schwarze Null zum Fetisch erhoben hat, werden den Kommunen immer mehr Aufgaben von Land und Bund übertragen, für deren Finanzierung sie dann zuständig sind. Dies trifft insbesondere für den Sozialbereich zu. Kann es langfristig gut gehen, wenn eine Großstadt fast 40 Prozent ihrer Ausgaben für Soziales verwenden muss, weil es sich um Pflichtaufgaben handelt? Um diese Lasten zu schultern, werden die Steuern und Sozialabgaben zahlenden Bürger und Unternehmen immer stärker zur Kasse gebeten“, sagt der Wirtschaftsexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg.

Vor Ort werden die Probleme am sichtbarsten. Dort sind sie nicht abstrakt. Während die Politelite in Berlin und Brüssel über das x-te Rettungspaket für Griechenland diskutiert, stehen Millionen Pendler täglich im Stau, Schulen und Schwimmbäder verrotten, kulturelle Einrichtungen müssen schließen etc.

Mehr Optimismus wagen

Die Kommunen stöhnen schon lange unter ihrer Belastung, doch der Bund trägt die schwarze Null wie eine Monstranz vor sich her – die sich ringsum auftürmenden Probleme einfach ignorierend. „Wir haben eine Schieflage in Richtung der sozialen Themen“, beklagte jüngst der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, im Gespräch mit dem Bonner General-Anzeiger. „Wir beschäftigen uns auf allen politischen Ebenen fast ausschließlich mit sozialer Gerechtigkeit und schaffen eine riesige Bürokratie. Das wichtige Thema Infrastruktur spielt in den Sonntagsreden eine Rolle, aber im tatsächlichen politischen Handeln immer weniger.“ Laut einer Studie beträgt der Innovationsstau der Kommunen mittlerweile 132 Milliarden Euro.

Doch Trübsal blasen und in Weltuntergangsgefühlen zu schwelgen kann keine Lösung sein, sagt Zondler. Die Politik habe es doch gerade jetzt in der Hand, beherzt zu handeln: „Wenn, wenn nicht jetzt, könnten die Weichen gestellt werden für einen Wechsel weg vom Verfrühstücken der eigenen Zukunft hin zu einer Politik über den Tag hinaus? Wozu braucht man eine Große Koalition im Bund, wenn sie nicht die großen Fragen angeht?“ Anhand der derzeitigen außenpolitischen Herausforderungen (Griechenland, Ukraine, internationaler Terrorismus etc.) blieben leider manchmal die innenpolitischen und wirtschaftlichen Themen auf der Strecke. „Wir brauchen wieder so ein bisschen Aufbruchstimmung wie damals bei der Agenda 2010 von Kanzler Schröder“, fordert der centomo-Chef.

Kinder sind unsere Zukunft

Doch auch die Wirtschaft müsse sich teilweise noch positiver dem Thema Zukunft stellen. „Damit unsere Unternehmen weiter Weltspitze bleiben und die Menschen in Lohn und Brot sind, ist Bildung das A und O“, so Zondler. „Unser System ist langfristig darauf ausgerichtet, dass beide Partner arbeiten. Die klassische Ein-Verdiener-Ehe ist irgendwann in der Ära von Helmut Kohl auf der Strecke geblieben. Doch gerade Unternehmen tun hier noch zu wenig. Nur rund 1,2 Prozent aller Kindergärten sind Betriebskitas. Wer morgen gute Fachkräfte haben will, muss sich heute für Kinderbetreuung in Unternehmen stark machen. Und auch 24-Stunden-Kitas, die es ja teilweise schon gibt, dürfen kein Tabu sein. Wie soll denn sonst die allein erziehende Krankenschwester im Schichtdienst ihr Kind betreuen?“ Eltern wie Unternehmen sähen beim Thema frühkindliche Bildung aber immer noch in erster Linie „Vater Staat“ in der Pflicht.

Doch statt sich mit der Frage zu beschäftigen, wie die Arbeit von morgen aussehen könne, konzentriere sich die bienenfleißige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) darauf, wie man Arbeit staatlich regulieren könne. „Ob es um abschließbare Kleiderschränke am Arbeitsplatz oder die Betriebssicherheit von Paternostern geht – Andrea Nahles kümmert sich darum“, lästert Die Welt.

Die Menschen bräuchten wieder mehr Freiräume, um ihr eigenes (Arbeits-)Leben zu gestalten, so Zondler. Wer immer nur kontrolliere und reguliere, misstraue den eigenen Bürgern und töte Optimismus und Innovationsfreude ab. Aber genau diese Tugenden bräuchten wir, um auch in Zukunft in der ersten Liga mitzuspielen.

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Politik Recht Gesellschaft

Warum in die Ferne schweifen?

Deutschlands Studis verlieren den internationalen Anschluss

Von Ansgar Lange +++ „In der Bildungspolitik läuft einiges schief. Die Folgen werden nicht nur die Studenten, sondern auch die Unternehmen ausbaden dürfen. Deutschland ist einerseits zum Bildungstransitland geworden. Ausländische Studenten studieren zwar in Bonn oder Berlin, gehen danach aber wieder zurück in ihre Heimat. Und bei den Deutschen schwindet die Lust, im Ausland zu studieren“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London, Ludwigsburg und Sindelfingen.

Dies zusammen genommen sei schlecht für den deutschen Arbeitsmarkt, der nicht nur aus Gründen der politischen Korrektheit auf Internationalisierung und Diversity Management angewiesen sei. Eine aktuelle Studie der Altana AG und des Instituts forsa zur Arbeitgeberattraktivität bestätigt, dass es bisweilen schwer ist, deutsche Talente für ausländische Standorte zu finden. Umgekehrt macht Deutschland offenbar zu wenig aus einer Beliebtheit bei ausländischen Studenten. „Mehr als 300.000 Ausländer studieren derzeit an deutschen Unis. Doch dem deutschen Arbeitsmarkt nutzt dies am Ende herzlich wenig“, berichtet n-tv http://www.n-tv.de/politik/Auslaender-gehen-Arbeitsmarkt-verloren-article15222966.html unter Bezug auf den Hochschul-Bildungs-Report des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Unternehmensberatung McKinsey.

„Sie sind offenbar nicht gekommen, um zu bleiben“, hält der Arbeitsmarktexperte Zondler fest. „Es ist ja grundsätzlich schön und belebend, wenn sich viele ausländische Studenten in deutschen Uni-Städten tummeln. Doch wenn sie nach ihrem kostenlosen Studium in Deutschland anschließend zu einem Großteil wieder nach Hause gehen oder ihr Studium abbrechen und dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht als Fachkräfte zur Verfügung stehen, dann geht die Rechnung zumindest fiskalisch nicht auf. Wir lesen und hören täglich neueste Wasserstandsmeldungen zu Griechenland und dem Euro. Dass sich die Internationalisierung der deutschen Unis aber als teurer Flop erweist, rauscht irgendwie unbemerkt an uns vorbei.“

Wie die Tageszeitung Die Welt berichtet, zieht es die deutschen Studenten auch nicht unbedingt in die Ferne. Sie studieren in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien oder Luxemburg. Insgesamt 54 Prozent studierten dort, wo sie im Regelfall ihre eigene Muttersprache benutzen könnten. Und auch das Nachrichtenmagazin Der Spiegel zog vor einem Jahr eine negative Bologna-Bilanz http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/bologna-reform-die-bilanz-der-studienreform-a-976138.html: „Sie wurde kritisiert und gelobt, verwünscht und beworben: Vor 15 Jahren unterzeichneten die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten die Bologna-Erklärung. Die Studienreform krempelte das Hochschulwesen komplett um. Das Ziel: Es sollte schneller, strukturierter und internationaler studiert werden.“ Doch im Ergebnis quälten sich die Studenten mit rigiden Vorgaben herum. Und auch ein Auslandssemester werde nach der europaweiten Angleichung der Abschlüsse nicht erleichtert, da viele Studenten befürchten, dass Studienleistungen im Ausland nicht anerkannt werden.

Experten empfehlen daher, den zeitlichen Druck aus dem Studium zu nehmen und den Studenten auch Zeitfenster einzurichten für Auslandsaufenthalte. „Schnelle Erfolge werden sich beim Bemühen um mehr Internationalität der deutschen Studenten und darum, dass ausländische Studenten in Deutschland bleiben oder ausländische Fachkräfte nach Deutschland kommen, nicht erzielen lassen. Die Mühlen der Bildungspolitik malen nun mal langsam. Letztlich ist die Sprache das A und O. Wir müssen uns stärker für das Englische öffnen. Hier können wir uns von den Holländern und den Skandinaviern eine Scheibe abschneiden“, meint Zondler.

Einen auf den ersten Blick unkonventionellen Vorschlag machte jüngst Uwe Schmitt in der Welt. In einer Kolumne warnte er davor, das wir Deutschen dumm synchronisiert würden http://www.welt.de/kultur/article142211928/Wir-Deutschen-werden-dumm-synchronisiert.html: „Wir geben Milliarden aus für bilinguale Kindergärten, Schulen, „Work and Travel“; keine Nation ist reiselustiger, kein anderes OECD-Land schickt mehr Studenten ins Ausland. Die Resultate sind bescheiden. Dabei wäre es so leicht, die den Rest der Welt in die Kinos und Wohnzimmer zu holen. Die Skandinavier und Niederländer machen es vor, ihr Englisch ist nicht zufällig formidabel. Italiener, Franzosen, Spanier – sämtlich nicht bekannt für ihre Fremdspracheneleganz – leisten uns Gesellschaft.“

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