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Bildung Karriere Schulungen

Beim Jobwechsel kommt es auf den Faktor Mensch an

Persönliche Kontakte und Personalberater sind wichtiger als soziale Netzwerke

Von Ansgar Lange +++ “Beim Jobwechsel kommt es entscheidend auf den Faktor Mensch an. Arbeitnehmer in Europa erfahren von ihrer neuen Stelle zuerst über persönliche Kontakte und Empfehlungen sowie über Personalberatungen”, kommentiert der Personalexperte Michael Zondler die Ergebnisse der Studie “Stellenwechsel in Europa: Gründe und Wege”. Das berufliche Netzwerk LinkedIn hatte über 2.900 Arbeitnehmer in verschiedenen europäischen Ländern – darunter auch Deutschland – zu den Gründen für ihren Stellenwechsel befragt. Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo recruitment & interim http://www.centomo.de , findet es interessant, dass der persönliche Faktor beim Jobwechsel mehr Bedeutung hat als berufsbezogene soziale Netzwerke oder Stellenbörsen im Internet.

Big is beautiful? – Es kommt nicht unbedingt auf die Größe an

“Unternehmen können einige Lehren aus der Umfrage ziehen. Manche mag überraschen, dass beim Gewinnen qualifizierter Talente kleine und mittelständische Unternehmen derzeit die Nase vorn haben. Große Firmen in Europa haben hier das Nachsehen. Dies ist insbesondere für unsere mittelständisch geprägte Wirtschaftskultur wichtig”, so Zondler, dessen Unternehmen von Focus-Spezial jüngst zu einem der Wachstumschampions 2016 gekürt wurde. Das Nachrichtenmagazin Focus hatte zusammen mit dem Online-Statistik-Portal Statistia http://www.statista.com die 500 Unternehmen mit dem größten Unternehmenswachstum zwischen 2011 und 2014 gesucht.

“Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, sind in erster Linie an größeren Aufstiegschancen und einer anspruchsvolleren Tätigkeit interessiert. Diese beiden Aspekte sind wichtiger als das Gehalt. Die Kommunikation über das eigene Unternehmen ist das A und O beim Werben um die richtigen Talente. Ein Stellenwechsel misslingt oft dann, wenn Arbeitnehmer im Unklaren darüber sind, welche Aufgaben sie beim potenziellen neuen Arbeitgeber erwarten. Und viele reagieren frustriert, wenn sie auf Bewerbungen keine Rückmeldungen erhalten. Hier können Unternehmen durch den Einsatz von Recruitern gegensteuern. Die persönliche Ansprache von möglichen Kandidaten und ein professionelles Bewerber-Management sind hier extrem wichtig”, so der centomo-Chef.

Das eigene Unternehmen als Talentmarke darstellen

Dass 44 Prozent der Befragten angeben, dass ihr Arbeitgeber ihren Weggang hätte verhindern können, nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht und bietet gleichzeitig Chancen, die eigenen Bestandsmitarbeiter zu sichern. “Neue Talente gewinnt man, indem man das eigene Unternehmen transparent als eine Talentmarke darstellt, die auch Arbeitnehmer anderer Unternehmen anspricht. Und die eigenen besten Mitarbeiter bindet man langfristig an das eigene Unternehmen, indem das Management die Leistung dieser Talente permanent würdigt und wertschätzt. Ein kleines Dankeschön für erbrachte Leistung kann Wunder wirken und steigert die Loyalität zum Unternehmen”, so Zondler abschließend.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Das Auto wird zum Mobile Home

Wie deutsche Konzerne beim “Rennen um das autonome Auto” die Nase vorn haben können

Von Ansgar Lange +++ Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) neigt nun wirklich nicht zu Übertreibungen. Auch ihr Wirtschaftsteil ist von gediegener Solidität und treibt nicht jede Woche eine neue mediale Sau durchs Dorf. Wenn also die FAZ überspitzt kommentiert “Selbst fahren wird im Jahr 2115 sogar verboten sein, weil es viel zu gefährlich ist”, dann ist das Schlagwort vom autonomen oder selbstfahrenden Auto mehr als eine flüchtige Augenblicksaufnahme oder ein kurzfristiger Trend.

“Was in 100 Jahren sein wird, wissen wir nicht. Als eingefleischter Autofan bin ich jedenfalls froh, dass ich heute noch selbst ins Lenkrad greifen darf. Doch im Ernst: Die Zukunft zeichnet sich schon jetzt klar ab. Das Auto wird zum mobile home. Es wird uns nicht nur von A nach B fahren, sondern zugleich Sekretariat, Büro und Entertainment-Landschaft sein. Der Fahrer kann während der Fahrt Mails lesen und bearbeiten und wird zur nächsten Parkmöglichkeit oder ins Restaurant geführt. Schon jetzt arbeiten BMW, Daimler, Volkswagen und Co. mit Hochdruck an der automobilen Zukunft”, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg.

Das autonome Fahren garantiert Arbeitsplatzsicherheit für die nächsten 50 Jahre

“Wenn der Google-Verwaltungsratsvorsitzende Eric Schmidt die Prognose wagt, dass in 100 Jahren jedes (deutsche) Auto von einem Computer gefahren wird, dann wage ich eine aus Personalersicht zumindest eine Vorhersage bis zum Jahr 2065: Die technische Realisierung des autonomen Fahrens bedeutet Arbeitsplatzsicherheit für die Automobilindustrie in den nächsten 50 Jahren”, bekräftigt Zondler. Im Bereich der IT seien die US-Konzerne marktbeherrschend. Dies sei Fakt. Europa habe den Wettbewerb mit Google, Apple und Microsoft unwiderruflich verloren. “Aber warum sollten unsere Premium-Marken, die es schon seit 100 Jahren gibt, in der Transformation der Zukunft, also dem Verschmelzen von IT und Automobil, den Kürzeren ziehen und untergehen? Es mag sein, dass neue Player dazukommen werden. Diejenigen, die die Zeichen der Zeit verschlafen, werden untergehen. So läuft normale Marktwirtschaft. Beim Rennen um das autonome Auto fällt den etablierten Autobauern nicht automatisch die Rolle des Hasen zu, der im Wettkampf mit dem Igel immer wieder verliert und nach der 74. Runde erschöpft zusammen bricht und stirbt.”

Auch Boris Schmidt kann der teilweise grassierenden Fortschrittsangst einiger automobiler Kommentatoren nichts abgewinnen, die unsere Straßen der Zukunft nur noch von Google-Autos und iCars von Apple bevölkert sehen: “Am autonomen Auto arbeiten alle deutschen Hersteller mit Hochdruck. Da lassen sie so schnell nichts anbrennen”. Denn wenn Google für den Weg an die Weltspitze auch nur zehn und nicht hundert Jahre gebraucht hat, eines ist Fakt: Das Auto ist immer noch ein Statussymbol von hoher Emotionalität. Und so schöpfen die deutschen Hersteller Kraft für die Zukunft gerade aus der historischen Kontinuität, auf die sie laut Schmidt sehr stolz sein können: “Sie stärkt die Strahlkraft einer Marke und trägt neben der Qualität des Produktes dazu bei, den Premium-Anspruch zu erfüllen, den sich Audi, Daimler, BMW, Porsche und in gewissem Maß Volkswagen immer wieder auf die Fahne schreiben.”

“Bei diesem Thema wird es entscheidend auf das richtige Personal ankommen. Es ist ja nicht nur so, dass Apple hohe Manager und wichtige Ingenieure aus der Autobranche zu sich holt. Genauso werden die Autobauer um die besten IT-Experten buhlen. Der noch nicht bestätigte Kauf des Datendienstes “Nokia Here” zeigt, dass die Damen und Herren in den automobilen Chefetagen sich durchaus bewusst sind, dass die Software-Konzerne nicht allein Herr über die Vierräder werden dürfen”; so Zondler abschließend.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Benzin im Blut schafft Jobs

Von der Pferdekutsche bis zum selbstfahrenden Auto

Von Ansgar Lange +++ “Einige Zeitgenossen haben den Abgesang auf das Automobil angestimmt. Das Auto sei kein Statussymbol mehr. In den Großstädten und Ballungsräumen stecke man viel zu häufig im Stau. Autofahren sei umweltschädlich und werde immer teurer. Die Litanei der Klagen ließe sich beliebig fortsetzen. Dabei spielt das Auto in unserem Leben immer noch eine sehr wichtige Rolle. Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es meistens auch den Autobauern gut – um umgekehrt”, sagt Michael Zondler, dessen Personalberatung centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de vor allem im Automotive-Bereich unterwegs ist.

Diese gegenseitige Abhängigkeit zeigt sich im Guten wie im Schlechten. So setzt die Rezession in Brasilien zurzeit vor allem Massenherstellern wie Volkswagen und Fiat zu, während im Premiumsegment die Nachfrage steigt http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/rezession-brasilien-steckt-in-der-auto-krise/11876526.html. In Europa hingegen ist VW der größte Jobmotor. Der Wolfsburger Automobilkonzern hat in den vergangenen zehn Jahren so viele Jobs geschaffen wie kein anderes Unternehmen auf dem Kontinent. “Einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst und Young (EY) zufolge hat VW 2014 im EU-Ausland mit 22 Projekten mehr als 7.200 neue Arbeitsplätze geschaffen – so viele wie nie zuvor”, so der NDR https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/VW-ist-Europas-groesster-Jobmotor ,volkswagen780.html. Auf Platz fünf liegt Ford mit knapp 14.700 Arbeitsplätzen leicht vor dem indischen Mischkonzern Tata (hierzu gehört Tata-Motors) mit 14.500 Jobs. Den siebten Rang belegt der französische Autobauer Renault (11.200).

“Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig die Automobilindustrie nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa ist. Mit Benzin im Blut werden Jobs geschaffen. Wachstum und Wohlstand sind die Folge, wenn gut ausgebildete Ingenieure und IT-Experten in der Autoindustrie Tempo machen bei technischen Innovationen und bezahlbaren, sicheren und umweltfreundlichen Produkten”, kommentiert Zondler.

“Benz, Daimler und Maybach gehörten zu dem vergleichsweise neuen Berufsstand der Ingenieure, die mit der Industrialisierung immer wichtiger wurden. Geprägt von einer Zeit der technischen Euphorie, gut ausgebildet und voller Ehrgeiz verfolgten sie zielstrebig die Entwicklung eigener Erfindungen”, schreibt Bernd Ingmar Gutberlet in seinem Buch “Tempo. Wie uns das Auto verändert hat” über die automobilen Anfänge in den 1880er Jahren.

Es lässt sich also ein weiter Bogen spannen vom Siegeszug der zunächst stotternden Motoren in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. “Das Aussehen der Autos hat sich radikal verändert. Von einem Exoten in einer Welt der Pferdekutschen und -fuhrwerke ist das Auto zum stadtbildprägenden Massenprodukt geworden. Doch die Basis des Erfolgs war immer dieselbe: Forschergeist, Freude am Fortschritt und Freude am Fahren und gutes Personal”, so Personalexperte Zondler abschließend.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Unzufriedenheit als Wettbewerbsvorteil

Wer sich mit dem Erreichten zufrieden gibt, stagniert

Von Ansgar Lange +++ Gemeinhin gelten unzufriedene Mitarbeiter als Störfaktor. Nur zufriedene Mitarbeiter – so die gängige Lesart – steigern den Wert eines Unternehmens. Deutschland ist ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Land, obwohl die Deutschen nicht unbedingt als besonders zufriedene Zeitgenossen gelten. Wie lässt sich dieser Widerspruch auflösen?

“Jammern wie die Weltmeister” lautet ein FAZ-Kommentar von Sven Astheimer, der sich ein wenig in Völkerpsychologie übt. Die Deutschen, so sein Befund, unterscheiden sich von den meisten anderen Völkern dieser Erde vor allem darin, dass sie selten so richtig mit etwas zufrieden sind. Diese chronische Unzufriedenheit sei ein unheimlich belebendes Element im wirtschaftlichen Alltag. Als Beleg führt Astheimer an, dass es Deutschland mit jährlich 14.000 neuen Patenten “zur Ideenschmiede Nummer eins” auf der Welt gebracht habe.

“Jammen wie die Weltmeister”

Doch an die Stelle chronischer Unzufriedenheit als Stimulanz für Tüftlergeist und Innovationsfreude scheint nun allgemeine Zufriedenheit und Behäbigkeit zu treten. Nach Dänemark schaut Deutschland nämlich am optimistischsten in die Zukunft, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen http://www.nielsen.com/de/de/insights/news/2015/CCI_Q1_2015.html in einer aktuellen Studie herausgefunden hat. Grund für die Zuversicht der deutschen Verbraucher seien die stabile wirtschaftliche Lage und die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die weiter steigenden Einkommen sowie der anhaltend niedrige Zinssatz deuteten darauf hin, dass das Konsumklima in Deutschland auch auf längere Sicht freundlich bleiben werde.

Laut Astheimer braucht ein rohstoffarmes Land mit hohem Lebensstandard, vergleichsweise hohen Löhnen und einem hohen Maß an sozialer Sicherheit aber weiterhin eine kreative Unzufriedenheit. “Wer sich mit dem Erreichten zufrieden gibt, stagniert”, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg. “Der FAZ-Autor hat Recht”, so Zondler, dessen Personalberatung vor allem im Bereich der Automobilzulieferer tätig ist. “Gerade die Akribie hiesiger Premiumhersteller und das ständige Ringen um die allerbeste Lösung sind der Garant für die enorme Wertschätzung, welche die deutsche Automobilindustrie weltweit genießt.”

Die hervorragenden Produkte dieser deutschen Schlüsselindustrie fußen nach seiner Ansicht auf zwei Grundlagen: “Zum einen auf einer im positiven Sinne kritischen Arbeitskultur mit – so Astheimer – nonkonformen Mitarbeitern und nie zufriedenen Vorgesetzten. Zum anderen auf sehr gut ausgebildeten Fachkräften. Letztlich ist der Faktor Mensch für den Erfolg entscheidend, also das Personal”, sagt der centomo-Chef.

Der Faktor Mensch entscheidet

Kein Wunder, dass deutsche Automobilhersteller ganz oben in der Gunst der europäischen Absolventen stehen. So hat das Trendence-Institut http://www.trendence.com jüngst herausgefunden, dass Google und VW die Wunscharbeitgeber sind. Die IT- und Automobilbranche sowie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dominieren die Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber der Ingenieure, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler, so eines der Ergebnisse des Graduate Barometers, das das Trendence Institut unter rund 300.000 abschlussnahen Studierenden in 24 Ländern Europas durchgeführt hat http://www.markenartikel-magazin.de/no_cache/unternehmen-marken/artikel/details/10011963-google-vw-sind-wunscharbeitgeber-europaeischer-absolventen/. “Während auf den ersten Blick drei Branchen die TOP 10 der beliebtesten Arbeitgeber dominieren”, so Zondler, “sind es auf den zweiten Blick nur noch zwei. Denn die IT und Automobilbranche werden – Stichwort selbstfahrende Autos – in Zukunft immer mehr zusammenwachsen.”

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Politik Recht Gesellschaft

Ein Land im Innovationsstau

Warum wir eine neue Agenda 2010 brauchen

Von Ansgar Lange +++ “Noch geht es unserer Wirtschaft gut. Dies ist die Folge fleißiger deutscher Arbeitnehmer und innovativer Unternehmen. Doch wir laufen Gefahr, als Wirtschaftsstandort zurückzufallen, wenn der Staat nicht bald die Maßstäbe zurecht rückt und mehr in Zukunft und Infrastruktur investiert. Während der Bundesfinanzminister die schwarze Null zum Fetisch erhoben hat, werden den Kommunen immer mehr Aufgaben von Land und Bund übertragen, für deren Finanzierung sie dann zuständig sind. Dies trifft insbesondere für den Sozialbereich zu. Kann es langfristig gut gehen, wenn eine Großstadt fast 40 Prozent ihrer Ausgaben für Soziales verwenden muss, weil es sich um Pflichtaufgaben handelt? Um diese Lasten zu schultern, werden die Steuern und Sozialabgaben zahlenden Bürger und Unternehmen immer stärker zur Kasse gebeten”, sagt der Wirtschaftsexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg.

Vor Ort werden die Probleme am sichtbarsten. Dort sind sie nicht abstrakt. Während die Politelite in Berlin und Brüssel über das x-te Rettungspaket für Griechenland diskutiert, stehen Millionen Pendler täglich im Stau, Schulen und Schwimmbäder verrotten, kulturelle Einrichtungen müssen schließen etc.

Mehr Optimismus wagen

Die Kommunen stöhnen schon lange unter ihrer Belastung, doch der Bund trägt die schwarze Null wie eine Monstranz vor sich her – die sich ringsum auftürmenden Probleme einfach ignorierend. “Wir haben eine Schieflage in Richtung der sozialen Themen”, beklagte jüngst der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, im Gespräch mit dem Bonner General-Anzeiger. “Wir beschäftigen uns auf allen politischen Ebenen fast ausschließlich mit sozialer Gerechtigkeit und schaffen eine riesige Bürokratie. Das wichtige Thema Infrastruktur spielt in den Sonntagsreden eine Rolle, aber im tatsächlichen politischen Handeln immer weniger.” Laut einer Studie beträgt der Innovationsstau der Kommunen mittlerweile 132 Milliarden Euro.

Doch Trübsal blasen und in Weltuntergangsgefühlen zu schwelgen kann keine Lösung sein, sagt Zondler. Die Politik habe es doch gerade jetzt in der Hand, beherzt zu handeln: “Wenn, wenn nicht jetzt, könnten die Weichen gestellt werden für einen Wechsel weg vom Verfrühstücken der eigenen Zukunft hin zu einer Politik über den Tag hinaus? Wozu braucht man eine Große Koalition im Bund, wenn sie nicht die großen Fragen angeht?” Anhand der derzeitigen außenpolitischen Herausforderungen (Griechenland, Ukraine, internationaler Terrorismus etc.) blieben leider manchmal die innenpolitischen und wirtschaftlichen Themen auf der Strecke. “Wir brauchen wieder so ein bisschen Aufbruchstimmung wie damals bei der Agenda 2010 von Kanzler Schröder”, fordert der centomo-Chef.

Kinder sind unsere Zukunft

Doch auch die Wirtschaft müsse sich teilweise noch positiver dem Thema Zukunft stellen. “Damit unsere Unternehmen weiter Weltspitze bleiben und die Menschen in Lohn und Brot sind, ist Bildung das A und O”, so Zondler. “Unser System ist langfristig darauf ausgerichtet, dass beide Partner arbeiten. Die klassische Ein-Verdiener-Ehe ist irgendwann in der Ära von Helmut Kohl auf der Strecke geblieben. Doch gerade Unternehmen tun hier noch zu wenig. Nur rund 1,2 Prozent aller Kindergärten sind Betriebskitas. Wer morgen gute Fachkräfte haben will, muss sich heute für Kinderbetreuung in Unternehmen stark machen. Und auch 24-Stunden-Kitas, die es ja teilweise schon gibt, dürfen kein Tabu sein. Wie soll denn sonst die allein erziehende Krankenschwester im Schichtdienst ihr Kind betreuen?” Eltern wie Unternehmen sähen beim Thema frühkindliche Bildung aber immer noch in erster Linie “Vater Staat” in der Pflicht.

Doch statt sich mit der Frage zu beschäftigen, wie die Arbeit von morgen aussehen könne, konzentriere sich die bienenfleißige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) darauf, wie man Arbeit staatlich regulieren könne. “Ob es um abschließbare Kleiderschränke am Arbeitsplatz oder die Betriebssicherheit von Paternostern geht – Andrea Nahles kümmert sich darum”, lästert Die Welt.

Die Menschen bräuchten wieder mehr Freiräume, um ihr eigenes (Arbeits-)Leben zu gestalten, so Zondler. Wer immer nur kontrolliere und reguliere, misstraue den eigenen Bürgern und töte Optimismus und Innovationsfreude ab. Aber genau diese Tugenden bräuchten wir, um auch in Zukunft in der ersten Liga mitzuspielen.

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Politik Recht Gesellschaft

Warum in die Ferne schweifen?

Deutschlands Studis verlieren den internationalen Anschluss

Von Ansgar Lange +++ “In der Bildungspolitik läuft einiges schief. Die Folgen werden nicht nur die Studenten, sondern auch die Unternehmen ausbaden dürfen. Deutschland ist einerseits zum Bildungstransitland geworden. Ausländische Studenten studieren zwar in Bonn oder Berlin, gehen danach aber wieder zurück in ihre Heimat. Und bei den Deutschen schwindet die Lust, im Ausland zu studieren”, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London, Ludwigsburg und Sindelfingen.

Dies zusammen genommen sei schlecht für den deutschen Arbeitsmarkt, der nicht nur aus Gründen der politischen Korrektheit auf Internationalisierung und Diversity Management angewiesen sei. Eine aktuelle Studie der Altana AG und des Instituts forsa zur Arbeitgeberattraktivität bestätigt, dass es bisweilen schwer ist, deutsche Talente für ausländische Standorte zu finden. Umgekehrt macht Deutschland offenbar zu wenig aus einer Beliebtheit bei ausländischen Studenten. “Mehr als 300.000 Ausländer studieren derzeit an deutschen Unis. Doch dem deutschen Arbeitsmarkt nutzt dies am Ende herzlich wenig”, berichtet n-tv http://www.n-tv.de/politik/Auslaender-gehen-Arbeitsmarkt-verloren-article15222966.html unter Bezug auf den Hochschul-Bildungs-Report des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Unternehmensberatung McKinsey.

“Sie sind offenbar nicht gekommen, um zu bleiben”, hält der Arbeitsmarktexperte Zondler fest. “Es ist ja grundsätzlich schön und belebend, wenn sich viele ausländische Studenten in deutschen Uni-Städten tummeln. Doch wenn sie nach ihrem kostenlosen Studium in Deutschland anschließend zu einem Großteil wieder nach Hause gehen oder ihr Studium abbrechen und dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht als Fachkräfte zur Verfügung stehen, dann geht die Rechnung zumindest fiskalisch nicht auf. Wir lesen und hören täglich neueste Wasserstandsmeldungen zu Griechenland und dem Euro. Dass sich die Internationalisierung der deutschen Unis aber als teurer Flop erweist, rauscht irgendwie unbemerkt an uns vorbei.”

Wie die Tageszeitung Die Welt berichtet, zieht es die deutschen Studenten auch nicht unbedingt in die Ferne. Sie studieren in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien oder Luxemburg. Insgesamt 54 Prozent studierten dort, wo sie im Regelfall ihre eigene Muttersprache benutzen könnten. Und auch das Nachrichtenmagazin Der Spiegel zog vor einem Jahr eine negative Bologna-Bilanz http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/bologna-reform-die-bilanz-der-studienreform-a-976138.html: “Sie wurde kritisiert und gelobt, verwünscht und beworben: Vor 15 Jahren unterzeichneten die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten die Bologna-Erklärung. Die Studienreform krempelte das Hochschulwesen komplett um. Das Ziel: Es sollte schneller, strukturierter und internationaler studiert werden.” Doch im Ergebnis quälten sich die Studenten mit rigiden Vorgaben herum. Und auch ein Auslandssemester werde nach der europaweiten Angleichung der Abschlüsse nicht erleichtert, da viele Studenten befürchten, dass Studienleistungen im Ausland nicht anerkannt werden.

Experten empfehlen daher, den zeitlichen Druck aus dem Studium zu nehmen und den Studenten auch Zeitfenster einzurichten für Auslandsaufenthalte. “Schnelle Erfolge werden sich beim Bemühen um mehr Internationalität der deutschen Studenten und darum, dass ausländische Studenten in Deutschland bleiben oder ausländische Fachkräfte nach Deutschland kommen, nicht erzielen lassen. Die Mühlen der Bildungspolitik malen nun mal langsam. Letztlich ist die Sprache das A und O. Wir müssen uns stärker für das Englische öffnen. Hier können wir uns von den Holländern und den Skandinaviern eine Scheibe abschneiden”, meint Zondler.

Einen auf den ersten Blick unkonventionellen Vorschlag machte jüngst Uwe Schmitt in der Welt. In einer Kolumne warnte er davor, das wir Deutschen dumm synchronisiert würden http://www.welt.de/kultur/article142211928/Wir-Deutschen-werden-dumm-synchronisiert.html: “Wir geben Milliarden aus für bilinguale Kindergärten, Schulen, “Work and Travel”; keine Nation ist reiselustiger, kein anderes OECD-Land schickt mehr Studenten ins Ausland. Die Resultate sind bescheiden. Dabei wäre es so leicht, die den Rest der Welt in die Kinos und Wohnzimmer zu holen. Die Skandinavier und Niederländer machen es vor, ihr Englisch ist nicht zufällig formidabel. Italiener, Franzosen, Spanier – sämtlich nicht bekannt für ihre Fremdspracheneleganz – leisten uns Gesellschaft.”

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Autonomes Fahren: Während Techniker und Ingenieure Gas geben, treten Rechtsexperten auf die Euphoriebremse

Zukunftstrend bringt neue Herausforderungen

Von Ansgar Lange +++ Auch Päpste sind nicht unfehlbar. Zumindest gilt dies für “Sprachpäpste”. Ein Beispiel hierfür liefert der so titulierte langjährige Leiter der Hamburger Journalistenschule, Wolf Schneider, in seiner jüngst erschienenen Autobiographie. Denn schon am 5. Februar 1966 sagte er dem Verbrennungsmotor den baldigen Tod voraus, wie er als heute Neunzigjähriger in der Rückschau stolz vermerkt. Die Zukunft könne nur dem Elektroauto gehören. Schneider forderte, der Bundestag solle für die erste deutsche Firma, die ein “gutes und ansprechendes Elektromobil auf den Markt bringe”, eine Prämie aussetzen. Schneiders klares Statement in seinem damaligen Artikel, der in der “Süddeutschen Zeitung” erschien: “Der Verbrennungsmotor ist vermeidbar. Nach der Vernunft wie nach unseren technischen Möglichkeiten gebührt ihm der Tod.”

“Manche Totgesagte leben eben länger”, stellt Michael Zondler fest, dessen Beratungsunternehmen centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de vor allem im Automobilbereich tätig ist. “Und Vorhersagen für die Zukunft sind immer schwierig. Das gilt auch für das Thema autonomes Fahren, das zurzeit in der automobilen Öffentlichkeit stark gehypt wird. Dabei sind noch viele Fragen zu klären, bevor die Vision Wirklichkeit wird auf unseren Straßen.”

Technisch möglich, rechtlich (noch) unklar

Autonomes Fahren sei zwar technisch möglich, aber rechtlich unklar, schreibt der Autoexperte Helmut Becker http://www.n-tv.de/wirtschaft/Autonomes-Fahren-als-finales-Abenteuer-article15092671.html. Während Autobauer und Zulieferer fieberhaft am autonomen Fahren arbeiteten – was der Personalexperte Zondler aus seiner Praxis bestätigen kann -, träten Rechtsexperten auf die Euphoriebremse. “Wir werden in drei bis fünf Jahren kein Regelwerk haben, das autonome Fahren in Gänze erlaubt”, sagt beispielsweise die frühere Richterin am Bundesverfassungsgericht, Christine Hohmann-Dennhardt, die heute im Vorstand eines Stuttgarter Autokonzerns für Recht und Integrität zuständig ist. Ihr Chef Dieter Zetsche sähe dies anders, sagt Becker. Er sehe den Durchbruch bereits für 2020.

“Becker hat Recht. Natürlich sind noch einige Fragen offen. Diese sind weniger technischer, sondern eher moralischer und juristischer Art. Das autonome Fahren wird zum Beispiel Versicherungen vor neue Herausforderungen stellen. Doch der scheinbare Widerspruch zwischen Frau Hohmann-Dennhardt und Herrn Zetsche lässt sich leicht auflösen. Die eine ist dafür zuständig, dass bei allem Feuereifer der Techniker und Ingenieure die Ethik nicht zu kurz kommt. Der andere will mit einer konkreten Jahresangabe ein optimistisches Zeichen setzen und den Wettbewerb in der Branche um die besten technischen Lösungen befördern. Wann genau autonomes Fahren tägliche Realität auf Deutschlands vom Verkehrs- und Innovationsstau heimgesuchten Straßen sein wird, kann heute keiner sagen”, so Zondler. Er ergänzt ironisch: “Und genauso kann heute keiner sagen, wann selbstfahrende Züge Lokführerstreiks überflüssig machen werden.”
Anhand eines konkreten Beispiels macht Becker deutlich, wie anspruchsvoll das Thema ist. Ob und wie könne die Auto-Software abwägen, welche Verkehrsteilnehmer stärker zu schützen sind: “Welches Leben ist wichtiger oder wertvoller, wenn vor dem Auto plötzlich ein Kind oder eine Menschengruppe auftaucht und der Autopilot entscheiden muss: Hindernisschutz und Aufprall oder ein riskantes Ausweichmanöver zu Lasten des Insassenschutzes starten?”

“Der Zukunftstrend autonomes Fahren lässt sich nicht mehr aufhalten. Das Rad kann man nicht mehr zurückdrehen. Aber man das es nicht nur den Damen und Herren mit Benzin im Blut überlassen, sondern Experten aus unterschiedlichen Bereichen hinzuziehen, um vor allem eine Antwort auf Fragen der Ethik, der Schadensregulierung und des Versicherungsschutzes zu finden”, so Zondler.

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Gutes Gehalt und flexible Arbeitszeiten sind wichtiger als der Yogakurs

Was Deutschlands Arbeitgeber attraktiv macht

Von Ansgar Lange +++ Worauf sind Deutschlands Arbeitnehmer scharf? Auf den coolen Kickertisch im Büro, einen Hochseilgarten oder den vom Arbeitgeber gesponserten Yogakurs? Nein, es kommt auf ganz andere, profanere Dinge an. Deutschlands Fachkräfte und TOP-Nachwuchs wollen ein gutes Gehalt, einen sicheren Job und flexible Arbeitszeiten. So in etwa lässt sich das Ergebnis des aktuellen Arbeitgeber-Rankings des Beratungsunternehmens Universum http://universumglobal.com/ zusammenfassen, über das die Wirtschaftswoche (Wiwo) berichtet.

Im Buhlen um die jungen Talente müssen manche Arbeitgeber umdenken, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Chef des Beratungsunternehmens centomo http://centomo.de mit Firmensitzen in London, Ludwigsburg und Sindelfingen. Es seien zum Beispiel neue Gehaltsstrukturen notwendig, die dem Abschied von der Nine-to-five-Mentalität Rechnung tragen. Hier gibt es nach Ansicht Zondlers durchaus noch antiquierte Verfahren, die der Realität kaum Stand halten: “Unternehmen werden ihre Gehaltsmodelle umstellen müssen. Die Anwesenheit im Unternehmen verliert immer mehr den Bezug zur bezahlbaren Leistung”, sagt der Berater, dessen Unternehmen vor allem im Automotive-Bereich tätig ist. Gehalt dürfe sich in vielen Branchen nicht mehr an der Büropräsenz, sondern müsse sich an Arbeitsergebnissen orientieren. Wo Arbeit erledigt wird, ist zweitrangig, so lange Qualität und Professionalität nicht beeinträchtigt werden. “Brillanz statt Präsenz” lautet daher die Devise, und das auch mit Blick auf die Rekrutierung zukünftiger Mitarbeiter, so Zondler: “Beharren Unternehmen auf der Philosophie ‘Anwesenheit gleich Arbeitszeit’, laufen sie Gefahr, viele High-Potentials nicht an Bord zu bekommen.”

Dass unter den sechs beliebtesten Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure fünf Automobilkonzerne sind, wundert Zondler nicht. Dass bei den Informatikern unter den sechs beliebtesten Arbeitgebern vier IT-Unternehmen (Google, Microsoft, Apple, SAP) und zwei Autokonzerne (Audi, BMW) seien, könne sich in naher Zukunft vielleicht noch verschieben. “Der Trend zum selbstfahrenden Auto führt zwangsläufig dazu, dass Autokonzerne und Softwareunternehmen immer stärker zusammenwachsen. Insofern werden BMW, Audi, Porsche, Daimler, Volkswagen und Co. im Arbeitgeber-Ranking der Informatiker noch weiter nach oben rücken. Oder anders ausgedrückt: Automobilhersteller und Softwareschmieden werden in Zukunft gar nicht mehr wie zwei unterschiedliche Paar Schuhe wahrgenommen werden.”

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Autoindustrie und Softwareschmieden

Hier wächst zusammen, was langfristig zusammengehört

Von Ansgar Lange +++ Facebook, der amerikanische Finanzinvestor Hellman & Friedman, der Fahrdienstleister Uber sowie die deutschen Autohersteller Audi, BMW und Daimler stehen Schlange: Sie alle haben Interesse an einer Übernahme des zum Verkauf stehenden Nokia-Geschäftes mit digitalen Landkarten. Dass die drei automobilen Rivalen aus Deutschland ihr Interesse am “Kartenschatz für das selbstfahrende Auto” (FAZ) nun gemeinschaftlich bekunden, mag nur auf den ersten Blick erstaunen. Denn die Nokia-Tochtergesellschaft Here stellt digitale Landkarten her und ist neben Google und TomTom einer der größten Anbieter. Vor allem für das selbstfahrende Auto seien solche Daten unverzichtbar, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und diagnostiziert eine Angst der Autoindustrie, von Internetkonzernen wie Google oder Apple immer stärker abhängig zu werden.

“Für das allseits als die Zukunftstechnik angesehene autonome Fahren werden digitale Karten benötigt. Die bieten Google, TomTom oder Nokia. Abhängigkeit kann niemand gebrauchen, smarte junge Entwickler sehr wohl”, kommentiert FAZ-Redakteur Holger Appel. Dieser technische Trend, also das immer stärkere Zusammenwachsen von Autoindustrie und Softwareschmieden, stellt eine besondere Herausforderung für die Personalwirtschaft dar. “Auf Seiten der Wirtschaft werden neue Technologiezentren entstehen, die sich mit Fragen der IT-Sicherheit und Telekommunikation im Fahrzeug beschäftigen”, ist der Personalexperte Michael Zondler überzeugt. Zondler ist Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.cenotmo.de , das 2014 und 2015 vom Magazin Focus http://www.focus.de zu einem von Deutschlands Top-Personaldienstleistern bei der Freelancer-Vermittlung gekürt wurde. Die Zusammenarbeit von Autofirmen und Universitäten dürfte noch enger werden, so der Personalexperte, der viel im automobilen Sektor tätig ist.

Langlebigkeit der Autoindustrie und kurze Innovationszyklen der IT-Branche

Noch scheinen die Spezialisten in der Autoindustrie und in der IT-Industrie in zwei verschiedenen Welten zu leben. Denn “während die einen alle paar Monate ein neues Smartphone auf den Markt werfen und wöchentlich ihre Software aktualisieren, rechnen die anderen in Jahren”, schreibt Appel. Eine neue Fahrzeuggeneration habe sieben Jahre Vorlauf. Da greife man – siehe die geplante Übernahme von Here – besser heute zu.

“Die eigentlich eher auf Langlebigkeit ausgerichtete Automobilindustrie übernimmt in Teilen die extrem kurzen Innovationszyklen der IT-Branche. Auto-Hersteller müssen daher Wege finden, die kurzen IT-Innovationszyklen in die langen Lebenszyklen ihrer Produkte zu integrieren – Autos müssen noch stärker als heute update-fähig werden”, sagt der Automobilexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach http://www.fhdw.de/bratzel.aspx.

Diese Schlacht könne nur mit dem richtigen Personal gewonnen werden, sagt centomo-Chef Zondler: “Der Druck, technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein oder der Zeit sogar einen Tick voraus, ist sehr hoch. Er wird in Zukunft noch stärker wachsen als bisher. Die klassischen Automobilhersteller von heute werden sich daher auch immer mehr zu Software-Konzernen entwickeln.”

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Interim Manager in der Automobilindustrie

Die passenden Experten auf Zeit sind mehr als nur Krisenbändiger

von Ansgar Lange +++ Persönlichkeiten wirken oft prägend. Dies gilt für den Sport, die Gesellschaft, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik. Dieter Zetsche ist so eine prägende Persönlichkeit. Wolfram Weimer hat ihn jüngst zum “Auto-Bismarck” http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Dieter-Zetsche-der-Auto-Bismarck-article14576131.html geadelt. Sein Daimler-Konzern ist erfolgreich: “Mit einem Absatz von 2,5 Millionen Fahrzeugen hat Daimler mehr Fahrzeuge verkauft als je zuvor. Das ist zugleich das vierte Rekordjahr in Folge.”

Dabei ist die Automobilbranche ein besonders hartes Pflaster. Der Wettbewerbs- und Innovationsdruck sind immens. Die Branche ist einem rasanten Wandel unterworfen. Der Innovationsdruck kommt aus der Branche selbst .Neue superpotente Player sorgen zusehends für Druck auf das Establishment. Konzerne wie Google und Apple könnten hier für ordentlich Bewegung sorgen, gerade bei der jüngeren Kundschaft und bei technikaffinen Menschen weltweit. Dies könnte auf lange Sicht zu Lasten etablierter Autokonzerne gehen. Diese neuen Player werden mit eigenen hochattraktiven Mobilitätskonzepten auf den Markt kommen. Die 500 PS-Haubitze braucht niemand mehr in Ballungsräumen und Metropolen. Die PS-Junkies werden weniger. Gerade bei den Vernunftautos und massentauglichen Fahrzeugen zum Beispiel im Kompaktbereich könnten sich Apple und Co. positionieren.

Diese Herausforderungen stellen zugleich ein profitables Geschäftsfeld für Personalvermittler und Personaldienstleister dar. Die Automobilindustrie ist stets auf der Jagd nach klugen Köpfen. Studien zeigen, dass die Branche einer der wichtigsten Kunden für Interim Management Dienstleistungen ist.

“Interim Management stellt oft die schnellste Verbindung zu den besten Fach- und Führungskräften her”, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Personaldienstleisters centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in Ludwigsburg und Sindelfingen. “Interim Manager sind nicht nur in einer klassischen Krisensituation gefragt. Sie helfen, Herausforderungen in unterschiedlichen Bereichen wie Forschung und Entwicklung, Lean Management, Change Management, Internationalisierung, Börsengang oder bei der Überbrückung von Vakanzen zu stemmen. Daneben sind sie auch als Feuerlöscher auf Zeit im Einsatz.”

Interim Management ist im Bereich der Personalauswahl ein Zukunftstrend. “Viele Unternehmen – nicht nur aus der Automobilindustrie – suchen nach Talenten außerhalb ihrer Unternehmen, da die Arbeit zunehmend projektbezogen mit konkreten Ergebnissen organisiert ist. Je nach Bedarf wird spezifisches Fachwissen für einen bestimmten Zeitraum von außen eingekauft”, so der Human Ressources-Experte Zondler.

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