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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Autoindustrie und Softwareschmieden

Hier wächst zusammen, was langfristig zusammengehört

Von Ansgar Lange +++ Facebook, der amerikanische Finanzinvestor Hellman & Friedman, der Fahrdienstleister Uber sowie die deutschen Autohersteller Audi, BMW und Daimler stehen Schlange: Sie alle haben Interesse an einer Übernahme des zum Verkauf stehenden Nokia-Geschäftes mit digitalen Landkarten. Dass die drei automobilen Rivalen aus Deutschland ihr Interesse am “Kartenschatz für das selbstfahrende Auto” (FAZ) nun gemeinschaftlich bekunden, mag nur auf den ersten Blick erstaunen. Denn die Nokia-Tochtergesellschaft Here stellt digitale Landkarten her und ist neben Google und TomTom einer der größten Anbieter. Vor allem für das selbstfahrende Auto seien solche Daten unverzichtbar, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und diagnostiziert eine Angst der Autoindustrie, von Internetkonzernen wie Google oder Apple immer stärker abhängig zu werden.

“Für das allseits als die Zukunftstechnik angesehene autonome Fahren werden digitale Karten benötigt. Die bieten Google, TomTom oder Nokia. Abhängigkeit kann niemand gebrauchen, smarte junge Entwickler sehr wohl”, kommentiert FAZ-Redakteur Holger Appel. Dieser technische Trend, also das immer stärkere Zusammenwachsen von Autoindustrie und Softwareschmieden, stellt eine besondere Herausforderung für die Personalwirtschaft dar. “Auf Seiten der Wirtschaft werden neue Technologiezentren entstehen, die sich mit Fragen der IT-Sicherheit und Telekommunikation im Fahrzeug beschäftigen”, ist der Personalexperte Michael Zondler überzeugt. Zondler ist Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.cenotmo.de , das 2014 und 2015 vom Magazin Focus http://www.focus.de zu einem von Deutschlands Top-Personaldienstleistern bei der Freelancer-Vermittlung gekürt wurde. Die Zusammenarbeit von Autofirmen und Universitäten dürfte noch enger werden, so der Personalexperte, der viel im automobilen Sektor tätig ist.

Langlebigkeit der Autoindustrie und kurze Innovationszyklen der IT-Branche

Noch scheinen die Spezialisten in der Autoindustrie und in der IT-Industrie in zwei verschiedenen Welten zu leben. Denn “während die einen alle paar Monate ein neues Smartphone auf den Markt werfen und wöchentlich ihre Software aktualisieren, rechnen die anderen in Jahren”, schreibt Appel. Eine neue Fahrzeuggeneration habe sieben Jahre Vorlauf. Da greife man – siehe die geplante Übernahme von Here – besser heute zu.

“Die eigentlich eher auf Langlebigkeit ausgerichtete Automobilindustrie übernimmt in Teilen die extrem kurzen Innovationszyklen der IT-Branche. Auto-Hersteller müssen daher Wege finden, die kurzen IT-Innovationszyklen in die langen Lebenszyklen ihrer Produkte zu integrieren – Autos müssen noch stärker als heute update-fähig werden”, sagt der Automobilexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach http://www.fhdw.de/bratzel.aspx.

Diese Schlacht könne nur mit dem richtigen Personal gewonnen werden, sagt centomo-Chef Zondler: “Der Druck, technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein oder der Zeit sogar einen Tick voraus, ist sehr hoch. Er wird in Zukunft noch stärker wachsen als bisher. Die klassischen Automobilhersteller von heute werden sich daher auch immer mehr zu Software-Konzernen entwickeln.”

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Interim Manager in der Automobilindustrie

Die passenden Experten auf Zeit sind mehr als nur Krisenbändiger

von Ansgar Lange +++ Persönlichkeiten wirken oft prägend. Dies gilt für den Sport, die Gesellschaft, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik. Dieter Zetsche ist so eine prägende Persönlichkeit. Wolfram Weimer hat ihn jüngst zum “Auto-Bismarck” http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Dieter-Zetsche-der-Auto-Bismarck-article14576131.html geadelt. Sein Daimler-Konzern ist erfolgreich: “Mit einem Absatz von 2,5 Millionen Fahrzeugen hat Daimler mehr Fahrzeuge verkauft als je zuvor. Das ist zugleich das vierte Rekordjahr in Folge.”

Dabei ist die Automobilbranche ein besonders hartes Pflaster. Der Wettbewerbs- und Innovationsdruck sind immens. Die Branche ist einem rasanten Wandel unterworfen. Der Innovationsdruck kommt aus der Branche selbst .Neue superpotente Player sorgen zusehends für Druck auf das Establishment. Konzerne wie Google und Apple könnten hier für ordentlich Bewegung sorgen, gerade bei der jüngeren Kundschaft und bei technikaffinen Menschen weltweit. Dies könnte auf lange Sicht zu Lasten etablierter Autokonzerne gehen. Diese neuen Player werden mit eigenen hochattraktiven Mobilitätskonzepten auf den Markt kommen. Die 500 PS-Haubitze braucht niemand mehr in Ballungsräumen und Metropolen. Die PS-Junkies werden weniger. Gerade bei den Vernunftautos und massentauglichen Fahrzeugen zum Beispiel im Kompaktbereich könnten sich Apple und Co. positionieren.

Diese Herausforderungen stellen zugleich ein profitables Geschäftsfeld für Personalvermittler und Personaldienstleister dar. Die Automobilindustrie ist stets auf der Jagd nach klugen Köpfen. Studien zeigen, dass die Branche einer der wichtigsten Kunden für Interim Management Dienstleistungen ist.

“Interim Management stellt oft die schnellste Verbindung zu den besten Fach- und Führungskräften her”, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Personaldienstleisters centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in Ludwigsburg und Sindelfingen. “Interim Manager sind nicht nur in einer klassischen Krisensituation gefragt. Sie helfen, Herausforderungen in unterschiedlichen Bereichen wie Forschung und Entwicklung, Lean Management, Change Management, Internationalisierung, Börsengang oder bei der Überbrückung von Vakanzen zu stemmen. Daneben sind sie auch als Feuerlöscher auf Zeit im Einsatz.”

Interim Management ist im Bereich der Personalauswahl ein Zukunftstrend. “Viele Unternehmen – nicht nur aus der Automobilindustrie – suchen nach Talenten außerhalb ihrer Unternehmen, da die Arbeit zunehmend projektbezogen mit konkreten Ergebnissen organisiert ist. Je nach Bedarf wird spezifisches Fachwissen für einen bestimmten Zeitraum von außen eingekauft”, so der Human Ressources-Experte Zondler.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Die Debatte über die Zuwanderung geht am Wesentlichen vorbei

Gesetzgebung hat Placebo-Effekt

Deutschland debattiert über ein Punktesystem zur Steuerung der Zuwanderung. Dabei richten sich die potentiellen Zuwanderer weniger nach Gesetzen, sondern nach der Sprache. Und hier hat Deutschland immer noch gravierende Nachteile gegenüber Kanada, den USA oder auch den skandinavischen Ländern, meint der Personalexperte Michael Zondler.

Von Ansgar Lange +++ Während in Dresden und anderswo Zehntausende Bürger der Meinung sind, das Boot sei voll, diskutiert die Politik über ein neues Einwanderungsgesetz. Und während man in Sachen Bildung gern auf skandinavische Vorbilder verweist, ist Kanada in der Einwanderungsdebatte für viele Politiker und Zeitungsleute das Maß aller Dinge.

“Von Kanada lernen” war denn auch ein Leitartikel von Dorothea Siems in der Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de/print/welt_kompakt/debatte/article137327255/Von-Kanada-lernen.html überschrieben. In Kanada sei man schon viel weiter als bei uns, meint die Redakteurin: “Staat, Wirtschaft und Ehrenamtliche kümmern sich um jeden Einzelnen, der in das Land kommt. Staatlich unterstützte Organisationen sorgen dafür, dass die Zuwanderer, die mit ihren Familien kommen, vom ersten Tag an in lokale Netzwerke integriert werden. Einheimische Familien werden den Migranten, die das wollen, für ein paar Monate zur Seite gestellt, um ihnen beispielsweise bei Behördengängen zu helfen, aber auch um Kontakte herzustellen.”

CDU-Generalsekretär Peter Tauber will die “richtige Einwanderung” fördern, die der wirtschaftlichen und demographischen Lage Deutschlands gerecht werde. Tauber ist der Meinung, dass wir eine “Debatte über ein deutsches Leitbild, über den gesellschaftlichen Konsens und geltende Werte” bräuchten.

“Die derzeitige Diskussion über Zuwanderung kling häufig stärker nach Feuilleton denn nach Wirtschaftsteil. Letztlich handelt es sich um eine Phantomdebatte. In Deutschland erliegt man dem Irrglauben, man brauche nur ein neues Gesetz, und schon richte sich die Wirklichkeit nach diesem. Meiner Meinung nach ist es aber vor allem die Sprachbarriere, die zum Beispiel Asiaten verleitet, eher nach Kanada oder in die USA zu gehen statt nach Deutschland. Um hieran etwas zu ändern, müsste – wie in den Niederlanden und skandinavischen Ländern auch – die englische Sprache für uns Deutsche so selbstverständlich sein wie unsere Muttersprache”, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London, Ludwigsburg und Sindelfingen.

Zondler zufolge werde ein wie auch immer geartetes neues Zuwanderungsgesetz nur einen Placebo-Effekt haben. Ein Punktesystem wie in Kanada würde nach Ansicht des OECD-Migrationsexperten Thomas Liebig die Zuwanderung nach Deutschland nicht maßgeblich verändern, da die jetzige Gesetzgebung auch nicht als besonders restriktiv zu werten sei. “Österreich hat im Sommer 2011 ein Punktemodell eingeführt, es hat aber bei weitem nicht zu dem Anstieg geführt, den die meisten Leute erwartet haben”, so Liebig gegenüber der Berliner Zeitung.

Englisch muss langfristig zur Amtssprache werden

Zondler hält es für einen Irrglauben, dass Zuwanderer in erster Linie auf die deutsche Gesetzeslage schauen: “Die meisten qualifizierten potentiellen Zuwanderer beherrschen die englische Sprache. Und bei uns ist das Englische leider immer noch nicht selbstverständlich bei Behörden und in Unternehmen.”

Der FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff fordert daher: “Deshalb muss Englisch in Deutschland Verwaltungssprache werden, mittelfristig vielleicht sogar Amtssprache. Englisch ist heute lingua franca, die globale Verkehrssprache. Sie wird in Europa, Asien und Lateinamerika flächendeckend unterrichtet. Schon deshalb ist sie die praktikabelste Lösung. Die Bevölkerung ist aufgeschlossen: Sechzig Prozent der Deutschen fänden es gut, wenn Englisch zweite Amtssprache in ganz Europa würde, die Hälfte, wenn Deutschland voranginge.”

Wichtiger als die aktuelle Gesetzeslage sei auch das Bild, welches man sich im Ausland von Deutschland mache, sagt centomo-Geschäftsführer Zondler. “2006 haben wir mit der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ein tolles Außenbild abgegeben. Die Bilder der Pegida-Demonstrationen sind hingegen absolut kontraproduktiv. Wenn sie über Millionen von Bildschirmen im Ausland flimmern, zerstören sie gleichsam über Nacht jede schöne Imagekampagne für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland, das auf ausländische Fachkräfte durchaus angewiesen ist.”

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Auto Verkehr Logistik

Keine Frage des Ob, sondern nur des Wie

Das autonome Fahren im E-Auto wird kommen

Von Ansgar Lange +++ Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ist überzeugt: “Das selbstfahrende Auto wird sich durchsetzen”. Nun mag der eine oder andere wegen der Maut-Pläne Dobrindts nicht allzu viel vom Sachverstand des bayerischen Politikers halten. Doch es lässt sich nicht leugnen, dass auch die deutschen Automobilhersteller der Ansicht des Ministers sind. Autoindustrie und Politik versprechen sich eine Menge von diesem Zukunftsthema: mehr Verkehrssicherheit, einen besseren Verkehrsfluss, weniger Schadstoffe und eine Entlastung des Fahrers.

Noch sei das autonome Fahren vielen Menschen unheimlich, schreibt Daniela Kuhr in der Süddeutschen Zeitung. Sie widmet dem Thema einen kritischen Kommentar: “Die Autohersteller meinen, der große Vorteil selbstfahrender Autos sei, dass die Reisenden während der Fahrt arbeiten, schlafen oder im Internet surfen können. Doch dabei übersehen sie: Wem das wirklich wichtig ist, hat schon jetzt zwei umweltfreundliche Alternativen – die Bahn und den Fernbus.”

Der Automobilexperte Helmut Becker kann dem Trend hin zum autonomen Fahren nichts Positives abgewinnen http://www.n-tv.de/wirtschaft/Wer-will-autonomes-Fahren-im-E-Auto-article14373461.html. Die Autoindustrie plane am Bedarf der Kunden vorbei, so seine Analyse. Die Autohersteller kämen mit ihren Elektroautos nicht vom Fleck weg. Es fehle an leistungsstarken Batterien und wettbewerbsfähigen Anschaffungspreisen. Das E-Auto sei für junge Leute nicht “sexy” genug. Es wecke keine Emotionen und biete wenig Fahrspaß zu hohen Preisen und bei geringen Reichweiten. Auch das autonome Fahren sei nur “beim Geradeausfahren auf amerikanischen Highways möglich”, nicht aber “im beengten Verkehr europäischer Städte”.

“Hype hin oder her – Fakt ist, dass die Autoindustrie weltweit mit Hochdruck an diesen Themen arbeitet. Als Personalberatungsunternehmen erleben wir dies täglich hautnah. Kunden aus der Automobilindustrie haben einen großen Bedarf an Spezialisten, die die vernetzte Straße der Zukunft benötigt. Hier handelt es sich im weitesten Sinne um IT-Experten. Auch Automobilzulieferer wie Conti, Bosch und ZF Lenksysteme sind längst in der “neuen Welt angekommen”, wie Experten betonen. Es geht also überhaupt nicht mehr um die Frage, ob das autonome Fahren, E-Autos oder andere automobile Trends kommen, sondern wie sie sich dieser Wandel gestaltet. Und hier sollten wir im Interesse des Erhalts von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen in der Autoindustrie und der Marktreife der Produkte dem Wandel genügend Zeit einräumen und nicht zu sehr aufs Gaspedal drücken”, so der Personalberater Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de aus Ludwigsburg / Sindelfingen.

Mit marktreifen Produkten Begehrlichkeiten wecken

Dass die Kunden von heute vielleicht noch nicht “heiß” auf E-Autos oder selbstfahrende Fahrzeuge sind, hält Zondler für unbedenklich. “Große innovative Unternehmen haben es vorgemacht: Man kann auch mit Produkten Begehrlichkeiten wecken. Natürlich wird die Akzeptanz von E-Autos schwach ausgeprägt sein, wenn die Produkte schlechter und teuer sind als herkömmliche Fahrzeuge. Ein E-Auto, das marktreif ist, muss besser sein als herkömmliche Autos. Erst dann ist es für den Massenmarkt geeignet. Das Gesamtpaket muss stimmen, auch beim Preis, denn gerade die Deutschen sind äußerst preissensible Konsumenten.”

Zondler hält das autonome Fahren im E-Auto weder für einen Wunsch- oder Albtraum, wie es Becker ein wenig plakativ an die Wand malt: “Es wird kommen. Dass immer mehr Technik in den Autos verbaut wird, ist ein Trend, der sich nicht mehr umkehren lässt. Wem dies nicht passt, kann auf andere Verkehrsmittel oder ältere Fahrzeuge umsteigen. Bei jeder neuen Technologie gibt es erst einmal Skeptiker und Mahner. Auf Seiten der Wirtschaft werden neue Technologiezentren entstehen, die sich mit Fragen der IT-Sicherheit und Telekommunikation im Fahrzeug beschäftigen. Die Zusammenarbeit von Autofirmen und Universitäten dürfte noch enger werden. Und auch die Frage der geringeren Emissionen dürfte für die Flottenmanager der Konzerne nicht unerheblich sein, die auch auf das “grüne Gewissen” und umweltfreundliche Image ihre Unternehmens bedacht sind.”

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Auto Verkehr Logistik

Jobmotor mobile Zukunft

Selbstfahrende Autos sind keine Utopie mehr – Doch die Automobilindustrie kann auf den Faktor Mensch nicht verzichten

Von Ansgar Lange +++ Las Vegas/Sindelfingen, Januar 2015. Die Technik-Messe CES in Las Vegas macht es deutlich: Selbstfahrende Autos sind kein Stoff für Science Fiction. Während noch darüber diskutiert werde, ob man sie brauche oder nicht, seien sie bereits da, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Insofern markiere die CES einen Meilenstein: “Die Autoindustrie ist soweit, ihre Roboterwagen aus den Labors ins Bewusstsein der Verbraucher fahren zu lassen”.

Stefan Bratzel vom Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach ist sicher: “Schon in den kommenden fünf Jahren birgt der Bereich des teilautonomen Fahrens ein enormes wirtschaftliches Potenzial”. Die Forschungsabteilungen der Automobilkonzerne arbeiten unter Hochdruck an dieser Vision, die den Fahrer entlasten soll. Wie schön wäre es, auf dem Weg zur Arbeit im Auto die Zeitung zu lesen oder während der Fahrt einmal für eine Verschnaufpause die Augen zu schließen, ohne dass das Fahrzeug in die nächste Leitplanke rauscht.

Doch ohne den Faktor Mensch kommt natürlich auch dieser Industriezweig nicht aus. Der Beginn eines neuen Jahres ist immer ein guter Zeitpunkt, um die Jobs mit den besten Zukunftsperspektiven gerade für junge Menschen zu präsentieren. In der Wirtschaftswoche verraten deutsche Top-Manager daher aktuell ihre wichtigsten Karrieretipps http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/erfolg-2015-die-besten-karrieretipps-von-top-managern/11174410.html: Was muss ich können, um im Job voranzukommen? Welche Studienfächer versprechen den besten Einstieg? Und wie überwinde ich Hindernisse?

“Die mobile Zukunft ist ein Jobmotor”, sagt der Personalexperte Michael Zondler vom Sindelfinger Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de. Viele Kunden seines Unternehmens beschäftigen sich derzeit ebenfalls mit der Thematik “autonomes Fahren”. Auch wenn für die meisten Autofahrer das selbstfahrende Fahrzeug heute noch schwer vorstellbar sei, handele es sich hierbei letztlich “nur” um das Zusammenspiel verschiedener Fahrerassistenzsysteme, welche wir heute zum Großteil schon nutzen: Sensoren, Kamerasysteme, Ultraschall, Radar, GPS, Internet, Telekommunikation. Für die Metropolen sei dies die einzige Chance, dem Verkehrskollaps zu begegnen. Verbinde man das Ganze dann noch mit dem Anspruch von Nullemission, sei man wieder dort angelangt, was vor einem Jahrzehnt noch von Science Fiction angedeutet worden sei.

Hinter dieser Entwicklung steckt natürlich grandiose Ingenieurskunst und das Fachwissen von IT-Experten. Und gerade für diese Gruppen biete die Autobranche gute Jobperspektiven, sagt Zondler: “Hier sollten künftige Bewerber nicht nur an die großen Premium- und Volumenhersteller denken, sondern vor allem auch an die vielen kleinen und mittelständischen Zuliefererbetriebe als wichtige Innovationsträger. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) organsiert für potenzielle Interessenten spannende Infoprogramme. Schüler und Studierende können hierbei in Kontakt mit Praktikern aus der Branche treten und Einblicke in die unterschiedlichen Berufsfelder gewinnen.”

So organisiert der VDA für jede Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) das Programm going https://www.vda.de/de/services/veranstaltungen/iaa-going-2014.html für Schülerinnen und Schüler sowie working https://www.vda.de/de/services/veranstaltungen/workING-2014.html für Studierende von Bachelor- und Masterstudiengängen. Die jungen Talente, die auf diesem Wege für die Automobilbranche begeistert werden sollen, werden künftig dafür sorgen, dass aus Visionen (automobile) Zukunftsrealität wird.

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Auto Verkehr Logistik

Autoindustrie profitiert von externen Experten

Geeignetes Personal sichert die Pole Position deutscher Hersteller

Die deutsche Automobilindustrie zeigt sich innovationsstark. Die Anforderungen in puncto technischer und gesellschaftlicher Wandel sind extrem hoch. Das richtige Personal ist der Schlüssel dazu, dass die deutschen Hersteller auch weiterhin die Pole Position behaupten und wirtschaftlich erfolgreich bleiben, meint centomo-Geschäftsführer Michael Zondler.

Von Ansgar Lange +++ Ein Wechsel der Führungsspitze ist immer wichtig für die Zukunft eines Konzerns. Daher sorgte der überraschende Chefwechsel bei BMW http://www.bmw.de dieser Tage für einiges Rauschen im medialen Blätterwald. Auch wenn niemand in die Glaskugel schauen kann: Die meisten Experten machen sich keine Sorgen um die Zukunft der Münchner Autobauer. Das Unternehmen ist ein Beispiel für eine hervorragende Unternehmenskultur.

Dabei sind die Anforderungen an die Führungskräfte von Autofirmen extrem hoch und komplex – egal, ob es sich um Premium- oder Volumenhersteller handelt.

Vorstand eines Autokonzerns gleicht dem Kapitän eines großen Tankers

“Der Vorstand eines Autokonzerns gleicht dem Kapitän eines großen Tankers mit einer enormen Verantwortung. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich deutsche Hersteller als besonders innovationsstark gezeigt. Um auf den globalen Märkten bestehen zu können, müssen sie in einem enormen Tempo immer bessere Innovationen hervorbringen. Doch als Chef einer Automarke muss man nicht nur technische Spitzenleistungen erbringen, sondern auch auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren beziehungsweise ihn sogar antizipieren”, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in Ludwigsburg und Sindelfingen.

Doch das Geschick eines Unternehmens ist natürlich nicht nur von der Figur an der Spitze abhängig. “Deutschland verfügt über eine hervorragende Automobilindustrie. Bei uns in Baden-Württemberg hängt jeder vierte Arbeitsplatz vom Auto ab”, so Zondler. “Gerade in einer so wichtigen Branche kommt dem Thema Personal eine ganz besondere Bedeutung zu. Um bei Innovationen Schritt zu halten, brauchen die Autofirmen hin und wieder neue Köpfe von außen mit frischen Ideen.”

Klassische Personalbeschaffungsmaßnahmen helfen der Branche, kritische Vakanzen wieder zu besetzen. “Damit solche kritischen Vakanzen in einem hochspezialisierten Markt sich nicht zu einem Dauerproblem auswachsen, braucht man externes Know how. Interim Manager können diese Lücke füllen, bis für eine Position beispielsweise wieder eine festangestellte Führungskraft gefunden wird. Solche Experten auf Zeit können im Qualitäts- oder Prozessmanagement, bei der Qualifizierung und Auditierung von Zulieferern und in vielen anderen Bereichen erfolgreich eingesetzt werden”, so der Personalexperte.

Auch der Qualifizierung und Schulung nicht nur der älteren Mitarbeiter komme eine wachsende Bedeutung zu. Der Druck, technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein oder der Zeit sogar einen Tick voraus, sei sehr hoch. “Die eigentlich eher auf Langlebigkeit ausgerichtete Automobilindustrie übernimmt in Teilen die extrem kurzen Innovationszyklen der IT-Branche. Auto-Hersteller müssen daher Wege finden, die kurzen IT-Innovationszyklen in die langen Lebenszyklen ihrer Produkte zu integrieren – Autos müssen noch stärker als heute update-fähig werden”, sagt Professor Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach http://www.fhdw.de/bratzel.aspx.

“Das richtige Personal, ob festangestellt oder temporär “hinzuzgekauft”, ist der Schlüssel dafür, dass die deutsche Automobilbranche auch weiterhin als Innovationstreiber ganz vorne mitfährt”, bestätigt Zondler. Das Innovationstempo sei die Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg der Branche.

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Vom Biedermann zum coolen Typen

Warum die neue Erfolgsgeschichte von Opel mehr vom Personal als vom Produkt abhängt

Von Ansgar Lange +++ “Es ist lange her, dass man sich als Fahrer eines Opel Kapitän, Admiral oder Diplomat wie der Steuermann eines Flaggschiffs auf hoher See fühlen konnte. Opel behauptete aufgrund seiner technisch ausgereiften Modelle bis in die 1960er Jahre einen Platz in der Oberklasse, bis Mercedes-Benz und BMW an dem Rüsselsheimer Konzern vorbeizogen. Die aktuellen Absatzzahlen von Opel, aber vor allem der unter dem Motto “Umparken im Kopf” erfolgreich vollzogene Imagewandel zeigen, dass sich das Unternehmen inzwischen wieder auf einem guten Weg befindet”, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in Ludwigsburg und Sindelfingen.

Überspitzt könnte man sagen, so der Personalexperte Zondler, dass diese neue Erfolgsgeschichte mehr dem Faktor Personal statt dem Faktor Produkt geschuldet sei. Gute Autos habe der Konzern eigentlich schon immer gebaut. Doch am Image habe es gemangelt. Dies habe vor allem Tina Müller, seit rund einem Jahr Marketingvorstand der Opel Group http://media.gm.com/media/de/de/opel/news.detail.html/content/Pages/news/opelcompany/de/opel/executives/tina-mueller.html , positiv verändert. Opel-Fahrer galten lange Zeit als notorische Biedermänner mit Klorolle auf der Ablage, denen das nötige Kleingeld für ein so genanntes Premiumprodukt fehlte. Diese Zeiten sind nun Vergangenheit.

Die Popgruppe “Die Prinzen” hat in dem Song “Mein Fahrrad” denn auch getextet: “Jeder Popel fährt nen Opel”. Allerdings war in dem Lied auch die Rede davon, dass jeder Affe einen Ford und jeder “Arsch” nen “Audi Sport” fahre. Automobile kommen in dem humoristischen Loblied auf das Zweirad also generell nicht gut weg.

Dass etwas dran ist an dem alten Image, zeigt die Überschrift “Opel ohne Popel” in der aktuellen Ausgabe des Magazins Der Spiegel http://www.spiegel.de. Der Artikel beleuchtet das erfolgreiche Wirken der früheren Kosmetikmanagerin Müller, der man wegen dieser Vergangenheit auch den despektierlichen Titel “Shampoo-Prinzessin” verlieh. Ihr erklärtes Ziel: “Künftig sollen die Deutschen einen Opel kaufen, weil sie ihn haben wollen, und nicht, weil sie sich keinen VW leisten können.” Müllers Vorgänger, so der Spiegel, seien allesamt Männer gewesen. Sie seien in der Automobilindustrie groß geworden und hätten sich bestens ausgekannt mit der Technik, den Händlern und den Wünschen der Kunden. Aber dennoch seien sie allesamt gescheitert.

Mittlerweile wächst der Absatz von Opel wieder, zum ersten Mal seit langem, im ersten Halbjahr 2014 um vier Prozent. Nach Studien wollen nur 18,2 Prozent der deutschen Autokäufer, die “Umparken im Kopf” nicht wahrgenommen haben, einen Opel besitzen. Frage man dagegen Autokäufer, die die Werbekampagne wahrgenommen hätten, steige der Anteil potenzieller Kunden auf beachtliche 34,8 Prozent.

“Sicher gibt es mehr als eine Erklärung dafür, dass Opel wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat. Der Erfolg von Tina Müller beweist in meinen Augen jedoch, dass es sich gerade auch in der von Männern, Technikern und Ingenieuren geprägten Autowelt lohnt, ausgetretene Pfade zu verlassen, mehr Geld in ein überraschendes Marketing zu stecken, nicht nur den Verstand, sondern auch Emotionen anzusprechen und Seiteneinsteiger in ein Unternehmen zu holen, die vielleicht zunächst noch nicht viel vom Produkt Auto verstehen”, sagt Zondler.

“Es brauchte den Blick von außen”, kommentiert Der Spiegel. Dieser habe in früheren, weniger erfolgreichen Zeiten gefehlt: “Es war der Blick von Vertriebsleitern, die sich auch um das Marketing kümmerten, es war der Blick von Insidern, die stolz waren auf die Autos, die sie fertigten, und sie wollten nicht sehen, dass sehr viele Deutsche ganz anders fühlten und urteilten.” Der derzeitige Erfolg von Opel scheint also eine Mischung aus guten Produkten und Personalentscheidungen zu sein.

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Mitarbeiter motivieren – Die „innere Kündigung“ ist eine Herausforderung für Führungskräfte

Von Ansgar Lange +++ Eine Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson http://www.towerswatson.de hat jüngst ergeben, dass deutsche Arbeitnehmer viel Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz legen und oft wenig motiviert sind. Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” hat dies auf die Formel gebracht: “Deutsche Arbeitnehmer sind sicherheitsbewusst und bequem”.

“Eine solche allgemeine Arbeitnehmerschelte kann man nicht stehen lassen”, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in Ludwigsburg, Sindelfingen und London. “Dass deutsche Arbeitnehmer weniger wechselbereit sind als zum Beispiel britische Kollegen, kann auch mit unterschiedlichen historischen Traditionen oder einer größeren Bindung an das Unternehmen begründet werden.”

In der Vergangenheit habe es auch schon Studien gegeben, die ganz andere Aussagen getroffen hätten. So erinnere er sich an eine frühere Studie der Internet-Stellenbörse Monster http://www.nachrichten.net/details/39841/Dienst_nach_Vorschrift_und_innere_Emigration.html , wonach ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland den Job wechseln wolle, während ein weiteres Drittel zumindest mit dem Gedanken daran spiele.

Kultur der Wertschätzung ist Schlüssel für engagierte Mitarbeiter

“An sich ist es ja nichts Schlimmes, wenn die Sicherheit des Arbeitsplatzes wichtiger erscheint als die Höhe des Gehaltes. Schließlich hängen viele Entscheidungen daran, nicht prekär beschäftigt zu sein: der Wunsch nach Familie, einem festen Freundeskreis, einem Eigenheim. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Elan und die Spritzigkeit ein wenig verloren gehen, wenn man zu lange für einen Arbeitgeber tätig ist. Doch unser Vergütungssystem setzt diese Anreize. Die Höhe des Gehalts steigt oft proportional zur Dauer der Unternehmenszugehörigkeit. Wer also mit Ende 40 noch den Arbeitgeber wechseln will, geht auch ein finanzielles Risiko ein. Die Unternehmen haben es selbst in der Hand, an dieser Stellschraube zu drehen und ihr Vergütungssystem zu überdenken”, so Zondler.

Dass die Deutschen laut der Studie aber weniger motiviert arbeiten als Angehörige anderer Nationen, ist für Zondler ein “Weckruf für Führungskräfte”. “Zunächst einmal muss man auch diesen Wert relativieren. Der deutsche Arbeitsmarkt ist im Kern gesund. Wenn wir überdurchschnittlich viele unmotivierte Arbeitnehmer hätten, wären unsere Wirtschaft und unsere Unternehmen nicht so erfolgreich. Jeder Mitarbeiter, der innerlich gekündigt hat, ist eine Herausforderung an Führung. Führen erfolgt durch Vorbild, und für die Motivation der Mitarbeiter ist das Verhalten der Führungskräfte oft noch entscheidender als das, was jeden Monat als Gehalt auf ihr Konto überwiesen wird. Eine Kultur der Wertschätzung und Motivation ist der Schlüssel zu motivierten und engagieren Mitarbeitern”, sagt der Personalberater.

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Fachkräftemangel ist oft hausgemacht

“Umparken im Kopf” hat bei vielen Personalern noch nicht stattgefunden

Von Ansgar Lange +++ Sindelfingen, Oktober 2014. Die Werbekampagne des Autoherstellers Opel trägt Früchte. Der Slogan “Umparken im Kopf” hat dazu beigetragen, das Bild von Opel in der Öffentlichkeit zu ändern. Weg vom Biedermann- und Opa-Image, hinzu mehr Frische und Modernität mit sympathischen Werbeträgern.

“”Was wir denken, bestimmt, was wir sehen. Und Dinge, über die wir ein vorgefasstes Urteil haben, sehen wir oft überhaupt nicht mehr.” Diese Sätze aus der Werbekampagne von Opel kann man auch mit einem anderen Thema in Verbindung bringen – dem Fachkräftemangel”, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London, Ludwigsburg und Sindelfingen. “Alle beschwören wie ein Mantra den Fachkräftemangel. Keiner fragt mehr nach, ob er wirklich so gravierend ist und vor allem, für welche Branchen er gilt und für welche nicht. Auch viele Unternehmer stimmen in das Klagelied ein. Dabei ist der Fachkräftemangel keine gleichsam gottgebene Plage wie die Pest. Das ständige Wehklagen hat oft die Funktion eines Feigenblatts. Es ist eine Ausrede für Firmen, die zu wenig in puncto Arbeitgebermarketing investieren und denken, man komme heute auf dem gleichen Weg zu guten Bewerbern wie vor 20 oder 30 Jahren. Natürlich gibt es auch strukturelle Gründe. Bei manchen Berufen herrschen echte Engpässe. Doch ein Gutteil des vermeintlichen Fachkräftemangels ist auch hausgemacht.”

Nach Ansicht Zondlers setzen sich viele Unternehmen nicht genug in Szene. Große und bekannte Firmen könnten es sich vielleicht noch leisten, auf Employer Branding zu verzichten. “Doch gerade die kleineren mittelständischen Unternehmen, die gegebenenfalls auch noch in der Provinz angesiedelt sind, müssen mehr Geld in unternehmensstrategische Maßnahmen investieren, um sich als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Leider hat auch hier eine fatale “Geiz-ist-geil”-Haltung Platz gegriffen. Marketingmaßnahmen dürfen nichts kosten. Man gibt nur Geld für Dinge aus, deren Nutzen direkt messbar ist.”

Doch nicht immer sei nur “Geiz” mit im Spiel. “Zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen werden von Technikern oder Ingenieuren geführt. Sie sind es gewohnt, ihren Blick auf das Produkt zu fixieren. Die Marke wird vernachlässigt. Dabei sind die Voraussetzungen in Deutschland eigentlich gut. Unser Arbeitsmarkt ist im internationalen Vergleich gesund. Unsere Hochschulausbildung, aber vor allem auch unsere duale Ausbildung kann sich sehen lassen. Doch man muss diese qualifizierten Fachkräfte auch gezielt und vor allem modern ansprechen. Als Personalexperte rate ich auch kleineren Betrieben dazu: Ihr müsst mehr trommeln! Setzt Euch mehr in Szene! Leider verzichten kleinere und mittlere Unternehmen oft auf eine strategische Personalplanung. Sie sparen an der falschen Ecke, wenn sie kein Geld für externe Beratung investieren. Dabei ist dieses Geld langfristig gut investiertes Geld und eine Art Prävention gegen drohenden Fachkräftemangel”.

Martin Gaedt bringt es in seinem Buch “Mythos Fachkräftemangel” http://martingaedt.de/mythos-fachkraeftemangel/ auf den Punkt. Selbst manche Weltmarktführer sind “genauso unsichtbar wie eine Bruchbude kurze vor der Pleite”. Dabei sei der Mensch ein Sinneswesen: “Was er nicht wahrnimmt, bleibt versteckt und unsichtbar. Schlimmer noch: Das gibt es für ihn nicht.” Ein Beispiel, wie man es anders und besser machen kann, ist Trigema auf der Schwäbischen Alb. Kein Mensch kennt das “Kaff” Burladingen. Doch Trigema-Chef Wolfgang Grupp ist permanent im Fernsehen oder in Werbespots zu sehen: “Trigema ist Grupp, und Grupp kennt jeder, der diese Sendungen einschaltet”. Dass sich der Textilhersteller aus der Provinz um Fachkräfte keine Sorgen machen muss, versteht sich von selbst.

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Das Generationen-Gerede

Warum Schablonen nicht zur Beschreibung ganzer Generationen und Gesellschaften taugen

Von Ansgar Lange +++ Generationen und Gesellschaften werden oft in Schablonen unterteilt – der besseren Übersichtlichkeit halber. Generation Golf, Generation Silber, Generation Praktikum, Gesellschaft der Angst, nivellierte Mittelstandsgesellschaft, Spaß- und Freizeitgesellschaft: Es wurden und werden immer wieder Versuche unternommen, Generationen und Gesellschaften auf einen Nenner zu bringen. Solche Begriffe eignen sich für steile Thesen oder zum Verkauf von Büchern, zur Beschreibung der gesellschaftlichen Realität taugen sie nicht, meint der Personalexperte Michael Zondler.

Der Soziologieprofessor Heinz Bude hat ein neues Buch geschrieben. “Gesellschaft der Angst” heißt das nur 160 Seiten schlanke Werk http://www.his-online.de/verlag/9010/programm/detailseite/publikationen/gesellschaft-der-angst/. Für die Rheinische Post (RP), die Budes Buch einer kritischen Analyse unterzogen hat, kommt die “große Angst ab 40″. “Die deutsche Mittelschicht hat Angst vor dem Leben” lautet der erste Satz apodiktisch. “Mit Verlaub gesagt, solche generalisierenden Aussagen sind ziemlicher Unsinn. Natürlich gibt es ängstliche Frauen und Männer über 40, aber es gibt genauso auch mutige Damen und Herren, sich den Herausforderungen im Privat- wie Berufsleben beherzt stellen”, sagt der Personalexperte Michael Zondler vom Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de. “Wir bei centomo sind ein eher junges Team. Bei unserer Klientel, also Kandidaten, Interimsmanagern und Freelancern und Personalverantwortlichen, haben wir es mit allen Altersgruppen im erwerbsfähigen Alter zu tun. Es ist eher ein Medienphänomen oder ein Fall fürs soziologische Oberseminar, wenn man so tut, als würden die verschiedenen Generationen auf voneinander weit entfernten Planeten leben.”

Dorothee Krings beschreibt die gesellschaftliche Wirklichkeit in ihrer RP-Analyse anders. Die heute 40-jährigen seien zwar kompetent, kommunikativ und ehrgeizig, steckten aber voller Furcht: “Die Angst vor dem Abstieg, vor der Ausgrenzung aus der mächtigen Mehrheitsgesellschaft mit ihren Konsumansprüchen.” Die Arbeitsverhältnisse würden brüchiger, die Halbwertszeit angeeigneten Wissens sinke. Schon mit 30 erlebten Angestellte, wie Jüngere nachrückten, “die frischer ausgebildet und williger zur Selbstausbeutung sind”. Die aktuellen Leistungsträger gerieten so in schwere Depression und fantasierten ständig über Ausstiege aus ihren Karrieren nach.

“Natürlich gibt es den IT-Experten oder Ingenieur, der zwischenzeitlich mal darüber nachdenkt, ob ein Leben als Heilpraktiker, Romanschriftsteller oder Tantralehrer nicht auch seinen Reiz hätte. Und der eine oder andere wird auch aussteigen und etwas anderes versuchen. Nur: Viele über 40-jährige IT-Experten oder Ingenieure wollen einfach das weiter machen, was sie jetzt tun. Und sie tun es gerne und gut”, so Zondler.

Vor kurzem habe die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass Konzerne wie Daimler und Bosch (laut FAZ der “Pionier der Senior-Experten-Tools”) die Rentner zurückholten. Aus diesen Einzelbeispielen jetzt gleich einen Megatrend für eine ganze Generation oder Gesellschaft abzuleiten, sei kompletter Unsinn, meint Zondler. “Letztlich sind Debatten über frustrierte 40-jährige und fitte 70-jährige ein Luxusproblem einer Wohlstandsgesellschaft – wobei natürlich auch dieser Begriff wieder eine Pauschalisierung beinhaltet, die nicht allen Mitgliedern der Gesellschaft gerecht wird”, so der centomo-Geschäftsführer.

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