Tag Archives: Blutverdünner

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Blitz im Kopf

Schlaganfallpatienten in der Apotheke

Blitz im Kopf

Schlaganfallpatienten müssen bei grünem Gemüse vorsichtig sein (Bildquelle: © SeanPrior/Clipdealer)

Mainz – Wer einen Schlaganfall erlitten hat, ist in der Regel hinterher regelmäßig auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente angewiesen, um einer Wiederholung eines Schlaganfalls entgegenzuwirken. Denn dieses Risiko ist bei Betroffenen deutlich erhöht. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV informiert im Vorfeld des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai worauf Schlaganfallpatienten unter anderem bei ihrer Medikamenteneinnahme achten müssen und klärt über mögliche Wechselwirkungen auf.

„Wichtig ist, dass die Medikamente regelmäßig zur gleichen Zeit eingenommen werden“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, „nur so können sie dauerhaft und konstant wirken.“ Außerdem müssen betroffene Patienten beachten, dass sich gerade die klassischen Blutverdünner mit einigen gebräuchlichen Schmerzmitteln nicht vertragen und es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen kann, so die Apothekerin: „Wer solche Blutverdünner nimmt, sollte keine Schmerzmittel mit Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac einnehmen. All diese Medikamente verdünnen das Blut zusätzlich, was gefährlich sein kann. Bei einmaligen Schmerzen kann in der Selbstmedikation zu Paracetamol gegriffen werden. Wenn Schlaganfallpatienten häufiger Schmerzen haben, sollten sie aber mit dem Arzt besprechen, welche Schmerzmedi-kation geeignet ist.“ Schlaganfallpatienten sollten außerdem bei Ihrer Ernährung darauf achten, dass nicht zu viel grünes Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder Spinat in Folge gegessen wird. Das enthaltene Vitamin K verträgt sich nicht mit diesen Blutgerinnungshemmern und setzt deren Wirkung zum Teil außer Kraft.

Durch die Blutverdünnung sind Menschen nach einem Schlaganfall anfälliger für blaue Flecken. Außerdem wird die Haut dünner und empfindlicher, fasst Engel-Djabarian zusammen. „Gegen die blauen Flecke kann man wenig machen, außer aufzupassen, dass man sich nicht an Ecken und Kanten stößt. Für die dünne, pergamentene Haut kann es hilfreich sein, wenn die Haut an den Händen oder auch am Schienbein mit einer speziellen Hautpflege behandelt wird. Durch reichhaltigere Pflege kann die Haut etwas elastischer und widerstandsfähiger gehalten werden.“

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den gut 1.000 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Kontakt
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV
Frank Eickmann
Terrassenstr. 18
55116 Mainz
06131/2049116
presse@lav-rp.de
http://www.lav-rp.de

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Mehr Therapiesicherheit bei Infarkt- und Schlaganfallvorbeugung

Neuer DNA-Test „Therapiesicherheit Clopidogrel“ ab sofort in jeder Apotheke erhältlich

Mehr Therapiesicherheit bei Infarkt- und Schlaganfallvorbeugung

Neuer DNA-Test ab sofort in der Apotheke erhältlich

„Therapiesicherheit Clopidogrel“ heißt ein neuer DNA-Test (PZN-1546971) aus der Apotheke zur Vorbeugung gegen die Entstehung von Blutgerinnseln und Gefäßverschlüssen. Mit dem Test kann der behandelnde Arzt abklären, ob Clopidigrel bei seinem Patienten wirkt oder ein Wechsel zu einem anderen, effektiveren Wirkstoff zu empfehlen ist. Dieser direkte Nachweis der Wirksamkeit plättchenhemmender Medikamente und daraus resultierend einer individuellen Optimierung der Therapie dient sowohl der Prognose-Verbesserung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung als auch einer sinnvollen Kosten-Nutzen-Analyse der Behandlung.

Clopidogrel wird zur Blutverdünnung eingesetzt. Es hemmt die Blutgerinnung, indem es einen für die Zusammenlagerung der Blutplättchen wichtigen Rezeptor blockiert. Clopidogrel ist ein Prodrug und muss nach der oralen Aufnahme vom körpereigenen Stoffwechsel zu seiner aktiven Form umgebaut werden. Dieser aktive Metabolit wirkt dann, indem er einen für die Blutgerinnung wichtigen Rezeptor blockiert. Sowohl die Aufnahme als auch die Aktivierung können aufgrund genetischer Variationen gestört sein. Erst die aktivierte Form kann an den Rezeptor andocken und ihn hierdurch abschalten. Die Aktivierung erfolgt durch verschiedene Cytochrom P450-Enzyme in der Leber. Hierbei ist der Typ CYP2C19 besonders wichtig. Variationen in dessen genetischem Bauplan, die zu Funktionsverlust des Enzyms führen, haben deutliche Auswirkungen auf die Rate, mit der Clopidogrel zu seiner aktiven Form umgebaut wird.

Auch die Resorption des Wirkstoffes aus dem Darm kann durch genetische Variationen beeinträchtigt sein. Die Aufnahmerate wird durch den Transporter P-Glykoprotein reguliert, der bei manchen Menschen weniger Aktivität zeigt als bei anderen. Hierdurch ist ebenfalls mit Wirkverlust zu rechnen. Während eine verringerte Aufnahmerate durch eine Erhöhung der Clopidogrel-Dosis meist recht gut kompensiert werden kann, wird bei CYP2C19-Funktionsverlust der Wechsel auf ein alternatives Medikament empfohlen. Mit dem Wirkstoff Prasugrel steht eine Alternative zur Verfügung, die von den genetischen Veränderungen nicht beeinträchtigt wird.

„Therapiesicherheit Clopidogrel“ wird ab sofort bundesweit als komplettes Testset über Apotheken (PZN-1546971) angeboten. Im Preis von EUR 166,88 sind die Kosten der Laboranalyse sowie des Proben- und Ergebnisversands enthalten. Die nach Gendiagnostikgesetz notwendigen, begleitenden Leistungen für Beratung und Probenentnahme durch den Arzt werden dem Patienten nach Aufwand gemäß GOÄ(Gebührenordnung für Ärzte) separat in Rechnung gestellt.

Unter der Bezeichnung „Therapiesicherheit“ bietet die humatrix AG noch weitere einfache und schnell durchzuführende, molekulardiagnostische Tests zu Medikamenten an, die bundesweit in allen Apotheken erhältlich sind:
Tamoxifen – adjuvante Brustkrebstherapie (PZN-7783086)
Statine – Cholesterinsenker (PZN-9751535)
Kontrazeptiva – Antibabypille (PZN-9778528)
5-Fluoruracil – Chemotherapie (PZN-9724573)
Aminoglykoside – Antibiotikum (PZN-9724604)

Die humatrix AG ist ein auf die Analyse der menschlichen DNA spezialisiertes Biotechnologie-Unternehmen. Im Bereich der privaten Abstammungsuntersuchung gilt humatrix seit Jahren als eines der führenden Unternehmen und hat qualitative Maßstäbe gesetzt. Inzwischen liegt der Fokus des Unternehmens im Bereich der personalisierten Medizin. Hier bietet humatrix bundesweit in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Apotheken Testsysteme zur Vermeidung von Unwirksamkeiten und Nebenwirkungen bei medikamentösen Therapien und präventive DNA-Diagnostik zur Verbesserung der Lebensqualität an.

Kontakt:
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