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Sonstiges

Reform der Betriebsrente : Bundeskartellamt billigt gemeinsames Betriebsrenten-Angebot von fünf Versicherern

Reform der Betriebsrente : Bundeskartellamt billigt gemeinsames Betriebsrenten-Angebot von fünf Versicherern

(Mynewsdesk) „Das Rentenwerk“ kann Gespräche mit Sozialpartnern starten

Das Bundeskartellamt hat das gemeinsame Betriebsrenten-Angebot von fünf genossenschaftlich geprägten Versicherern genehmigt. Nach der heutigen Entscheidung des Bundesrats zur Reform der Betriebsrente ist damit der Weg für „Das Rentenwerk“ frei. Unter diesem Namen starten die Lebensversicherer von Barmenia, Debeka, Gothaer, HUK-COBURG und Die Stuttgarter nun mit ihrem Angebot für Sozialpartner. Ziel ist eine flexible Betriebsrente, die Arbeitgeber und Gewerkschaften an ihre Bedürfnisse anpassen können.

„Über die Entscheidung des Bundeskartellamts freuen wir uns sehr. Jetzt kommt Bewegung in den Markt für betriebliche Altersvorsorge – hier haben bisher wenige Anbieter dominiert“, sagte Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka, dem größten der beteiligten Unternehmen. „Wir sind überzeugt: Durch die neuen Anreize im Gesetz werden mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorsorgen, gerade auch Geringverdiener. Wir werden ein transparentes und kostengünstiges Produkt bieten, um auch im Umfeld niedriger Zinsen attraktive Renditen zu ermöglichen.“

In den folgenden Wochen lädt „Das Rentenwerk“ Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände zu Experten-Gesprächen ein. Auf dem Programm stehen Impulsvorträge und Diskussionen, um auszuloten, wie sich nach der Reform der Betriebsrente das sogenannte Sozialpartnermodell in der Praxis gestalten lässt. Die Themen reichen von der rechtlichen Umsetzung und „Lean Administration“ bis zur Kommunikation an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Termine sind: Dienstag, 5. September, in Berlin; Dienstag, 12. September, in Frankfurt am Main; Donnerstag, 14. September, in München.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.anmeldung.dasrentenwerk.de

Alle am „Rentenwerk“ beteiligten Unternehmen oder deren Obergesellschaften sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und somit vor allem ihren Kunden verpflichtet, nicht externen Aktionären oder dem Votum des Kapitalmarkts. Konkret gehören dem Konsortium drei Versicherungsvereine sowie zwei Aktiengesellschaften an, die sich wiederum zu 100 Prozent im Eigentum von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit befinden: Die Barmenia Lebensversicherung a.G., der Debeka Lebensversicherungsverein a.G., die Stuttgarter Lebensversicherung a.G., die Gothaer Lebensversicherung AG, die HUK-COBURG Lebensversicherung AG. Werte wie Solidarität und Fairness kennzeichnen das Angebot.

Bereits am ersten Juni hatte der Bundestag die Reform der Betriebsrente beschlossen. Zeitgleich hatten die Unternehmen ihre geplante Zusammenarbeit angekündigt.

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Die Barmenia zählt zu den großen unabhängigen Versicherungsgruppen in Deutschland. Das Produktangebot der Unternehmensgruppe reicht von Kranken- und Lebensversicherungen über Unfall- sowie Kfz-Versicherungen bis hin zu Haftpflicht- und Sachversicherungen. Die Barmenia zeichnet sich seit Jahren durch nachhaltiges Wirtschaften und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung aus. Ökonomisches Handeln, soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein sind Leitgedanken der Barmenia und fest in den Unternehmenszielen verankert.

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Politik Recht Gesellschaft

Betriebsrentenstärkungsgesetz: Das ändert sich!

ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer zu den Neuerungen in der bAV

Betriebsrentenstärkungsgesetz: Das ändert sich!

Dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird, um den Lebensunterhalt im Alter zu decken, ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Viele Menschen sorgen aber immer noch zu wenig zusätzlich vor – zum Teil auch, weil ihnen die Mittel dazu fehlen. Deshalb will die Regierung mehr Beschäftigten vor allem in kleineren Unternehmen und mit geringeren Gehältern eine Betriebsrente ermöglichen. Kürzlich wurden erste Formulierungen zum Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) bekannt. Am heutigen 1. Juni hat der Bundestag das Gesetz als eines der letzten in dieser Legislaturperiode beschlossen. Im Anschluss muss noch der Bundesrat der Neuregelung zustimmen, die dann zum Jahresbeginn 2018 in Kraft treten soll. Wichtige Fragen dazu beantwortet der ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer.

Herr Klingelhöfer! Warum ist das Gesetz überhaupt notwendig?
RA Tobias Klingelhöfer: Viele Arbeitnehmer sorgen nicht ausreichend oder überhaupt nicht für das Alter vor. Doch die gesetzliche Rente wird in Zukunft für die meisten Beschäftigten nicht mehr für den Lebensunterhalt reichen. Deshalb muss die Regierung mehr Arbeitnehmern eine Betriebsrente ermöglichen. Bisher haben nämlich mehr als die Hälfte aller Beschäftigten mit weniger als 1.500 Euro Netto-Monatsverdienst weder eine Betriebsrente noch eine staatlich geförderte private Riester-Rente.

Wie soll die betriebliche Altersversorgung (bAV) gestärkt werden?
RA Tobias Klingelhöfer: Um die bAV aus ihrer Nebenrolle bei der Altersversorgung herauszuholen, setzt das neue BRSD vor allem auf die Tarifpartner. Mit dem neuen Tarifpartnermodell sollen sie künftig auf tariflicher Grundlage reine Beitragszusagen einführen dürfen. Dabei sind Mindest- oder Garantieleistungen für Arbeitnehmer verboten. Im Gegenzug können Arbeitgeber von der Haftung befreit werden. So können auch kleine und mittlere Betriebe Betriebsrenten anbieten.

Mit diesem Garantieverbot sind die Arbeitgeber aber fein raus, oder?
RA Tobias Klingelhöfer: Die Arbeitgeber bleiben natürlich in der Verantwortung. Sie werden durch das Gesetz zu einem Zuschuss verpflichtet, wenn ihr Angestellter einen Teil seines Gehalts sozialabgabenfrei in einen Zahlbetrag für die Betriebsrente umwandelt – die sogenannte Entgeltumwandlung. Denn auch der Arbeitgeber spart ja durch die Umwandlung einen geringen Teil der Sozialbeiträge ein, die er sonst für den Arbeitnehmer zahlen müsste. Der Arbeitgeber-Zuschuss beträgt künftig 15 Prozent des Sparbeitrags des Arbeitnehmers zur Betriebsrente. Für Neuverträge gilt dies ab 2018, für bestehende Verträge ab 2022.

Wird die bAV auch steuerlich unterstützt?
RA Tobias Klingelhöfer: Ja! Der Staat erhöht den Förderrahmen für Arbeitnehmer: Künftig können sie von ihrem Lohn bis zu rund 6.000 Euro im Jahr oder acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (West) steuerfrei in Vorsorgebeiträge umwandeln. Bisher lag diese Obergrenze bei der Hälfte.

Was wird gezielt für Geringverdiener getan?
RA Tobias Klingelhöfer: Für Arbeitnehmer, die bis 2.200 Euro brutto im Monat verdienen, erhalten Arbeitgeber einen Steuerzuschuss von 30 Prozent, wenn sie 240 bis 480 Euro im Jahr zusätzlich zum Lohn in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen.

Ändert sich auch etwas bei der Grundsicherung im Alter?
RA Tobias Klingelhöfer: Ja! Wer in eine Betriebsrente eingezahlt hat, aber trotzdem im Alter auf die Grundsicherung angewiesen ist, soll von einem Freibetrag profitieren. Mindestens 100 Euro im Monat und höchstens 202 Euro sollen nicht auf den Hartz-IV-Satz angerechnet werden.

Ist die Betriebsrente als Vorsorge aus Ihrer Sicht denn jetzt der Königsweg für Arbeitnehmer?
RA Tobias Klingelhöfer: Nun, es ist sicher sinnvoll, die gesetzliche Rentenversicherung durch eine kapitalgedeckte Absicherung zu ergänzen. Jedoch wechseln viele Beschäftigte heute den Arbeitsplatz öfter als früher und sogar die Branche, in der sie arbeiten. Diese Flexibilität wird heutzutage von Arbeitnehmern sogar erwartet. Sie benötigen aber eine private Altersvorsorge, die nicht direkt am Arbeitsplatz anknüpft, sondern von diesem unabhängig ist.

Herr Klingelhöfer, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

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Führungskräfte fordern deutliche Nachbesserung der Reform zur betrieblichen Altersversorgung

Das geplante Betriebsrentenstärkungsgesetz stellt die Rahmenbedingungen für eine funktionierende betriebliche Altersversorgung von Führungskräften grundlegend infrage.

(Mynewsdesk) Davor warnt die Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände ULA. „Die Auswirkungen einer solchen Reform auf Führungskräfte wurden bislang nicht ausreichend bedacht, weder von der Bundesregierung noch von ihren Befürwortern aufseiten der Arbeitgeber, Gewerkschaften und Versorgungseinrichtungen“, kritisiert ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „Wichtige Formen der Altersversorgung für Führungskräfte könnten für Arbeitgeber unattraktiv werden und sie zu einem beschleunigten Rückzug aus der Finanzierung veranlassen.“

Das sogenannte Sozialpartnermodell erhebt eine Betriebsrente ohne rechtliche Verpflichtungen für Arbeitgeber und ohne Garantien für die Arbeitnehmer zum neuen Leitbild der betrieblichen Altersversorgung. Dies betrifft Führungskräfte gleich doppelt: Zum einen könnten sie mit ihrer „Grundversorgung“ in den Anwendungsbereich eines neuen Tarifvertrags fallen. Dieser Teil ihrer Altersversorgung würde dann den neuen Regeln folgen: verpflichtungsfrei für Arbeitgeber, ohne Garantien für Arbeitnehmer.

Zur Schließung ihrer Versorgungslücke sind Führungskräfte zum anderen auf zusätzliche Vorsorgebeiträge angewiesen, die aber oberhalb der Grenzen für die steuerfreie Entgeltumwandlung und damit außerhalb des Regelungsbereichs eines Sozialpartnermodells liegen. „Pay and Forget“, das zentrale Ziel der Reform einer Betriebsrente ohne Verpflichtungen und Garantien der Tarifpartner, wäre in diesem Einkommensbereich nicht möglich. „Die Bereitschaft der Arbeitgeber, ergänzende Versorgungszusagen für Führungskräfte auszusprechen, dürfte sinken, da diese nämlich an rechtliche Verpflichtungen und Garantien gebunden blieben“, vermutet ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme. Die angestrebte Reform habe also das Potenzial, weitere, dringend notwendige Vorsorgeformen zu verdrängen.

Die ULA fordert daher Nachbesserungen, zum Beispiel Pay-and-forget-Zahlungen in eine zusätzliche Altersversorgung oberhalb der tariflichen Regelungen steuerfrei zu stellen, um so eine durchgängig nachgelagerte Besteuerung zu ermöglichen. Nach Meinung von Ludger Ramme sei dies für den Fiskus aufkommensneutral, da es keinen Unterschied mache, über welchen Durchführungsweg die Arbeitgeber in die Versorgung der Führungskräfte einzahlten. Denkbar ist auch, mehr Flexibilität in Form von Öffnungsklauseln für betriebliche Vereinbarungen für den übertariflichen Gehaltsbereich zuzulassen.

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Die Führungskräftevereinigung ULA ist das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. In Berlin und Brüssel vertritt die Vereinigunh ihre Interessen in der Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Bildungspolitik gegenüber Regierung und Parlament. Mit dreizehn Mitgliedsverbänden und insgesamt über 50.000 Mitgliedern bildet die ULA als Dachverband den größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

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Reform der Betriebsrente: Führungskräfte Chemie raten zu ehrlicher Risikobetrachtung

Durch das geplante Betriebsrenten-Stärkungsgesetz werden die Handlungsspielräume der Sozialpartner vergrößert. Der Führungskräfteverband Chemie VAA begrüßt das Sozialpartnermodell.

(Mynewsdesk) Gleichzeitig warnt der VAA aber davor, den bisherigen Mindeststandard einer Beitragszusage mit Mindestleistung aufzuweichen. „Beim Sozialpartnermodell Betriebsrente ergeben sich Chancen, die betriebliche Altersversorgung auszubauen und in der Breite zu festigen“, erklärt VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch. Daher stehe der VAA als Berufsgewerkschaft für akademisch gebildete Naturwissenschaftler in der chemisch-pharmazeutischen Industrie dem Modell aufgeschlossen gegenüber. „Allerdings ist die geplante Reform auch mit Risiken verbunden, die nicht zu unterschätzen sind“, mahnt Kronisch. So will die Bundesregierung Tarifverträge zulassen, die den Arbeitgeber von seiner arbeitsrechtlichen Einstandspflicht befreien. Der VAA-Hauptgeschäftsführer warnt: „Durch die Einführung einer reinen Beitragszusage gäbe es keine garantierte Mindestleistung mehr – das Anlagerisiko würde komplett auf den Arbeitnehmer übertragen. Damit fehlt letztlich die nötige Planungssicherheit einer Altersversorgung.“ Dieses Risikos müssten sich Arbeitnehmer unbedingt bewusst werden.

Als Deutschlands größter Führungskräfteverband vertritt der VAA die außertariflichen und leitenden Angestellten in der Chemie- und Pharmabranche. VAA-Hauptgeschäftsführer Kronisch erläutert: „Zwar werden Führungskräfte meist nicht direkt von der Reform betroffen sein, aber wir werden als Interessenvertretung der Außertariflichen und Leitenden darauf achtgeben, dass die gültigen Standards bei der Altersversorgung eingehalten werden.“ Es müsse sichergestellt werden, dass bestehende Versorgungssysteme nicht im Windschatten der Betriebsrentenreform zurückgefahren und entsorgt werden.

Anfang 2016 hatte eine VAA-Studie zur betrieblichen Altersversorgung bestätigt, dass der Versorgungsgrad von Pensionären kontinuierlich absinkt. „Gerade für jüngere Arbeitnehmergenerationen wird sich dieser Abwärtstrend noch einmal deutlich verstärken – bei einem gleichzeitig steigenden Eigenanteil“, betont Gerhard Kronisch. „Deshalb sind wir überzeugt, in einem konstruktiven Dialog mit unseren Sozialpartnern und der Politik tragfähige Lösungen zu finden, um die betriebliche Altersversorgung für wirklich alle Mitarbeitergruppen zu stärken.“

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Die Führungskräfte Chemie sind zusammengeschlossen im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA). Als Berufsverband und Berufsgewerkschaft vertritt der VAA die Interessen von rund 30.000 Führungskräften aller Berufsgruppen in der chemischen Industrie und den angrenzenden Branchen. Zur firmenübergreifenden Branchenvertretung schließt der VAA Tarifverträge und führt einen intensiven Dialog mit den Sozialpartnern und weiteren Organisationen der Chemie.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

bAV-Reform: Beitragszusage kommt

– Sozialpartnermodell steht den meisten Arbeitgebern offen
– Arbeitgeberhaftung entfällt

Der aktuelle Entwurf zum Betriebsrentenstärkungsgesetz ist in den Kernpunkten wie erwartet ausgefallen. Demnach kommen die Beitragszusage und das Opting-Out und es sind Änderungen beim steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Rahmen und Zuschüsse für Geringverdiener geplant. Ausdrückliches Ziel der Reform ist die stärkere Verbreitung der bAV bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie bei Geringverdienern. Dazu sollen sich auch nicht tarifgebundene Arbeitgeber in das „Sozialpartnermodell Betriebsrente“ einklinken können. Voraussetzung dafür ist entweder eine entsprechende Betriebsvereinbarung oder eine einzelvertragliche Regelung mit dem Mitarbeiter. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Beitragszusage in all den Bereichen eingeführt werden kann, in denen es einen übergeordneten Tarifvertrag gibt, auf den der Arbeitgeber verweisen kann. „Das ist ein positives Signal an alle Arbeitgeber, die für ihre Mitarbeiter eine entsprechende Versorgung einführen wollen.“ sagt Dr. Richard Herrmann, Vorstand der Heubeck AG.
Auch Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds, die nicht direkt an den Tarifvertrag angeschlossen sind, dürfen die Beitragszusage durchführen. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass die Tarifparteien ausreichenden Einfluss auf den Versorgungsträger ausüben können.
Da die Arbeitgeber in dem neuen Modell von der arbeitsrechtlichen und wirtschaftlichen Haftung für die Rentenzusagen befreit sein sollen, stellt sich die Frage, welche Schutzmechanismen künftig greifen sollen. „Mit dem Wegfall der Arbeitgeberhaftung wird das Kapitalmarktrisiko praktisch auf die Versorgungsberechtigten übertragen. Der vorgesehene Sicherungsbeitrag könnte dabei als Schwankungsreserve für einen gewissen Ausgleich sorgen. Wer diesen Beitrag am Ende zu zahlen hat, ist allerdings noch offen. Die konkrete Regelung liegt bei den Tarifpartnern.“ fasst Dr. Herrmann den aktuellen Stand zusammen.
Sollte der Sicherungsbeitrag jedoch nicht oder nicht vollständig benötigt werden, wäre auch zu klären, wie mit dem nicht benötigten Teil zu verfahren ist.

Insgesamt sei die Reform zu begrüßen, sowohl das Opting-Out als auch die Beitragszusage auf tarifvertraglicher Grundlage würden zu einer weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung führen. „Wie so häufig steckt allerdings die Tücke im Detail, die jetzt beginnende Diskussion rund um den Gesetzesentwurf wird zeigen an welchen Stellen noch Änderungsbedarf gesehen wird.“ ergänzt Dr. Herrmann.

Die HEUBECK AG gehört zu den führenden unabhängigen Beratungsunternehmen auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland. In den mehr als sechs Jahrzehnten ihres Bestehens hat sie ihren Ruf als kompetenter und zuverlässiger Dienstleister ausbauen und festigen können. Die von HEUBECK entwickelten und immer wieder aktualisierten „Richttafeln“ sind die allgemein anerkannten Rechnungsgrundlagen zur bilanziellen Bewertung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland. Zu den Kunden der HEUBECK AG zählen zahlreiche Pensionskassen, Pensionsfonds, Zusatzversorgungskassen und berufsständische Versorgungswerke sowie Verbände und auch staatliche Institutionen.

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Politik Recht Gesellschaft

Experten für betriebliche Altersversorgung: Risiken für Unternehmen begrenzen

Aon Hewitt Executive Conference beschäftigte sich mit notwendigen Veränderungen der Pensionssysteme

Experten für betriebliche Altersversorgung: Risiken für Unternehmen begrenzen

Die großen deutschen Unternehmen planen keinen Rückzug aus der betrieblichen Altersversorgung. Sie drängen aber darauf, dass die Risiken für die Unternehmen begrenzt werden. Dies ist das Fazit einer Expertenbefragung bei der diesjährigen Aon Hewitt Executive Conference, die jetzt in Frankfurt stattfand. Hier trafen sich die Verantwortlichen für die Alterssicherungssysteme zahlreicher deutscher Großunternehmen mit insgesamt weit über 1,3 Millionen Beschäftigten.

In nur 15 Prozent der Unternehmen gibt es Überlegungen, sich angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen aus der betrieblichen Altersversorgung ganz oder teilweise zurückzuziehen. Über die Hälfte (54 Prozent) der Experten fordert jedoch die Reduzierung von Risiken für die Unternehmen. Lediglich bei weniger als einem Drittel (31 Prozent) steht beides nicht zur Debatte.

Vor allem das niedrige Zinsniveau und die steigende Lebenserwartung machen den Experten Sorgen, da sich hierdurch die zugesagten Pensionen enorm verteuern.

„Wir müssen zu neuen Modellen kommen, die den Aufwand für Unternehmen wieder kalkulierbar machen“, erklärte Fred Marchlewski, Geschäftsführer von Aon Hewitt. Ein Ausweg seien Zielrentensysteme, bei denen der Arbeitgeber seine Beiträge garantiert und eine daraus resultierende realistische Leistung in Aussicht stellt. Sollten sich die langfristigen Erwartungen jedoch nicht erfüllen, können die Leistungen nach oben oder unten angepasst werden, ohne dass der Arbeitgeber im Falle sinkender Renten einspringen muss. Modellrechnungen zeigten, so Marchlewski, dass die Auszahlung fast immer über denen der heutigen Garantiemodelle läge. Die gesetzlichen Grundlagen für derartige Zielrentensysteme werden wohl im Rahmen der von der Bundesregierung derzeit ausgearbeiteten Betriebsrentenreform geschaffen. Fehlende Arbeitgebergarantien sowie die bislang nicht übliche Möglichkeit sinkender Renten werden aber sicherlich noch ein erhebliches Umdenken erfordern.

Diese Einschätzung stützen auch die in Frankfurt versammelten Experten. Über die Hälfte von Ihnen (52 Prozent) antwortete klar mit „nein“ auf die Frage, ob Altersversorgungssysteme ohne Garantien und externe Sicherungsmaßnahmen den Arbeitnehmern vermittelbar seien. Es wird also noch eine Menge Überzeugungsarbeit zu leisten sein, um die notwendigen Veränderungen der Alterssicherungssysteme in die Wege zu leiten.

Über Aon Hewitt
Aon Hewitt ist weltweit einer der führenden Berater und Dienstleister im Bereich Human Resources. Das Unternehmen ermöglicht Kunden eine bessere Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit durch vielfältige und umfassende Vorsorge-, Talent- und Gesundheitslösungen. In Deutschland wird ein breites Spektrum an Lösungen mit den Schwerpunkten Betriebliche Altersversorgung, Vergütung und Talentmanagement angeboten. Weltweit ist Aon Hewitt mit fast 34.000 Mitarbeitern in 90 Ländern vertreten. In Deutschland arbeiten etwa 450 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg, Mülheim an der Ruhr, München, Stuttgart, Wiesbaden. Weitere Informationen zu Aon Hewitt finden Sie unter www.aonhewitt.de.

Über Aon
Aon ist ein führender globaler Anbieter für Risikomanagement, Versicherungsund Rückversicherungsmakler sowie Berater und Dienstleister für Human-Resources-Lösungen und Outsourcing-Services. Weltweit arbeiten für Aon mehr als 72.000 Mitarbeiter in über 120 Ländern. Weitere Informationen zu Aon finden Sie unter www.aon.com.
Unter www.aon.com/manutd können Sie sich zudem über die globale Partnerschaft zwischen Aon und Manchester United informieren.

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Hoffen auf eine kluge Rentenreform

Experten diskutierten über die Lage der Altersvorsorge beim 27. Heubeck Kolloquium in Köln

Ein Jahr vor der Bundestagswahl werden erste Konturen der geplanten Rentenreform sichtbar. Kernstücke sind Verbesserungen beim steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Rahmen der betrieblichen Altersversorgung und Zuschüsse für Geringverdiener sowie das neue „Sozialpartnermodell Betriebsrente“. Über die Details herrscht zwar noch keine Klarheit, dennoch kristallisieren sich bereits einige Eckpunkte heraus. So könnten die Arbeitgeber künftig aus der Haftung für die Betriebsrenten entlassen werden, sie müssten dann nicht mehr für die Höhe der Leistungen, sondern nur noch für die Beiträge garantieren.
Allzu hohe Erwartungen sollten daran jedoch nicht geknüpft werden: „Wenn die reine Beitragszusage tatsächlich kommen sollte, dann sehr wahrscheinlich nur mit tariflicher Bindung und nicht im Rahmen von Betriebsvereinbarungen. Der Fürsorgegedanke in der betrieblichen Vorsorge wird nicht einfach beiseitegeschoben werden.“ sagte Dr. Richard Herrmann vor mehr als 200 Gästen auf dem 27. Heubeck Kolloquium gestern in Köln. Der Vorstand der Heubeck AG stellte zudem in Frage, ob die reine Beitragszusage tatsächlich den erhofften Durchbruch bringt. Schließlich sehe die Beitragszusage mit Mindestleistung bereits heute eine weitgehende Enthaftung der Arbeitgeber vor. „Viel wichtiger wäre es, den steuerlichen Rahmen angemessen zu vergrößern. Die bisher bekannt gewordenen Vorschläge dazu, reichen bei weitem nicht aus.“ So soll der steuerliche Förderrahmen von derzeit 4% Prozent der Beitragsbemessungsgrenze auf 6,5% erhöht werden (sozialversicherungsfrei sollen weiterhin nur 4% sein). Dafür die bislang zusätzlich gewährten 1.800 Euro jedoch entfallen. „Eine Dotierung auf mindestens zweimal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze wäre allein deshalb erforderlich, um die zinsbedingten Einbußen bei den Betriebsrenten durch höhere Beitragsleistungen zu kompensieren und die wechselseitige Blockade der Entgeltumwandlung und der arbeitgeberfinanzierten bAV zu beseitigen.“ forderte Herrmann. Der Vorschlag der Gewerkschaften, für tarifvertragliche Regelungen noch einmal 2% steuerfrei zu gewähren, sei dagegen eine rechtlich fragwürdige Bevorzugung tariflicher Modelle.
Dr. Ulrich Kater dämpfte bei seinem Vortrag die Erwartungen der Zuhörer an ein baldiges Ende des Zinstiefs. „Die Notenbanken tun alles dafür, um die Inflationserwartungen aufrecht zu halten. Eine deflationäre Entwicklung soll um jeden Preis verhindert werden. Die Phase real negativer Zinsen wird noch eine ganze Weile andauern.“ sagte der Chefvolkswirt der DeKa Bank.

Auf dem alljährlichen Kolloquium informiert die Heubeck AG ihre Kunden über die wichtigsten aktuellen Themen und Entwicklungen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. Das 27. Heubeck Kolloquium fand am 27. September in Köln statt.

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Linnemann: „Die Politik stellt die Betriebsrente auf den Kopf“

Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/ CSU kritisiert aktuelle bAV-Reformdebatte

Während die Diskussion um die Zukunft der Rentenpolitik nach der parlamentarischen Sommerpause in die entscheidende Phase eintreten soll, meldet sich der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/ CSU Dr. Carsten Linnemann mit klaren Worten zu den Reformideen in der betrieblichen Altersversorgung zu Wort.

Gegenüber dem Webmagazin www.deutsche-betriebsrente.de sagte Linnemann auf die Frage, was bei den derzeitigen Vorschlägen zur Stärkung der betrieblichen Vorsorge von der Idee der Betriebsrente als Ausdruck unternehmerischer Verantwortung übrig bleibe: „Leider zu wenig. Mit den aktuellen Vorschlägen, wie dem Sozialpartnermodell und Opting-Out stellt die Politik die Betriebsrente auf den Kopf. Die betriebliche Altersvorsorge droht vom personalpolitischen Instrument mit einer sozialpolitischen Komponente zur Sozialpolitik mit personalpolitischen Auswirkungen zu werden.

Zudem wären die meisten Mittelständler keineswegs auf neue Förderungen oder Erleichterungen aus. Sie möchten vor allem von der Bürokratie und der Komplexität der gesetzlichen Rahmenbedingungen befreit werden, so Linnemann. Außerdem erwarten auch die Arbeitgeber, dass zukünftig vom Ersparten mehr beim Arbeitnehmer ankommt und dazu Themen wie die Steuerlast, Doppelverbeitragung oder die Anrechnung auf die Grundsicherung endlich angepackt würden. „Politischen Handlungsbedarf sehe ich vor allem beim Abbau von steuerlichen, beitragsrechtlichen und bürokratischen Hürden sowie bei der Handlungs- und Haftungssicherheit“,so Lindemann.

Eine weitere Notwendigkeit sieht der wirtschafts- und sozialpolitische Experte in einem klaren Bekenntnis zur privaten Vorsorge und dem 3-Säulen-Modell. “ Wir brauchen ein Ende der Debatte über die Abschaffung der Riester-Rente. Ohne private Vorsorge wird eine auskömmliche Altersversorgung nicht funktionieren. Generell brauchen wir mehr Transparenz bei den Rentenansprüchen über alle Säulen hinweg“, sagt Linnemann.

Das vollständige Interview lesen Sie unter www.deutsche-betriebsrente.de

Herausgeber des DBR-Webmagazins ist der Verein „Deutsche Betriebsrente Datentreuhand e.V.“. Der Verein agiert unabhängig, gemeinnützig und ohne Gewinnerzielungsabsicht. Initiator des Vereins ist der Versorgungsverband deutscher Wirtschaftsorganisationen – VdW.

Der Verein ist eine offene Arbeitgeberinitiative zur Förderung, Verbreitung und Professionalisierung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in Deutschland.

Unser Leitbild ist eine soziale und effiziente Betriebsrente, die ihren Namen auch zur recht trägt – als eine gemeinsame Initiative des Arbeitgebers und seiner Mitarbeiter.

Eine echte Betriebsrente vereint die soziale und ökonomische Verantwortung des Unternehmens und ist unverzichtbar für Mitarbeiterbindung und Fachkräftegewinnung.

Kontakt
Deutsche Betriebsrente e.V.
Riccardo Wagner
Solinger Straße 22
40764 Langenfeld
0151-22629924
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Politik Recht Gesellschaft

Führungskräfte: Stärkung der Betriebsrente hat Vorrang

Die Führungskräftevereinigung ULA kritisiert Überlegungen der Politik zur Anhebung des Rentenniveaus und spricht sich stattdessen für eine Stärkung der Betriebsrente aus.

(Mynewsdesk) In der Politik wird zurzeit intensiv über eine deutliche Anhebung des Rentenniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung diskutiert. Die Führungskräftevereinigung ULA kritisiert diese Überlegungen und spricht sich stattdessen für eine Stärkung der Betriebsrente aus.

„Die vor rund fünfzehn Jahren eingeleiteten Rentenreformen beruhten auf der Überlegung, dass die Leistungsfähigkeit einer umlagefinanzierten Rentenversicherung aus demografischen Gründen sinken wird“, so ULA-Präsident Dr. Roland Leroux. „Die aktuelle Niedrigzinsphase hat an der Richtigkeit dieser Feststellung nichts geändert.“ Die ULA setzt sich dafür ein, vorrangig bestehende Probleme im Bereich der kapitalgedeckten Altersvorsorge anzugehen. Dazu Leroux: „Bessere Anreize, mehr Kosteneffizienz und – am Ende dieser Reformen – auch mehr Verbindlichkeit müssen für eine höhere Verbreitung ergänzender kapitalgedeckter Vorsorgeansprüche sorgen.“

Aus Sicht der Führungskräfte gebührt der Vorrang dabei der betrieblichen Altersversorgung. Wirksamere Anreize sind hier vor allem im Steuerrecht erforderlich. Vor allem muss sichergestellt werden, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge im Rahmen der politisch gewollten nachgelagerten Besteuerung durchgängig steuerfrei gestellt werden. Für mehr Verbindlichkeit könnte ein Opting-out-Modell sorgen. Für Arbeitnehmer würde dann automatisch ein Teil ihres Gehalts in einen Versorgungsanspruch umgewandelt, es sei denn sie widersprechen dem.

In Bezug auf die gesetzliche Rentenversicherung sieht die ULA nur punktuellen Reformbedarf. „Das Rentenniveau sollte bis zum Jahr 2030 nicht schneller und nicht stärker sinken, als es der derzeitige gesetzgeberische Rahmen vorsieht“, betont ULA-Präsident Leroux. Auch sollte schon jetzt darüber nachgedacht werden, wie ein weiteres Absinken nach 2030 verhindert werden kann. Leistungsverbesserungen oder Korrekturen vergangener Reformen sind nach Meinung der Führungskräfte nicht pauschal, sondern nur in wenigen Teilbereichen erforderlich, vor allem bei Erwerbsminderungsrenten.

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Die Führungskräftevereinigung ULA ist das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. In Berlin und Brüssel vertritt die Vereinigunh ihre Interessen in der Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Bildungspolitik gegenüber Regierung und Parlament. Mit dreizehn Mitgliedsverbänden und insgesamt über 50.000 Mitgliedern bildet die ULA als Dachverband den größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

DIE 5 WICHTIGSTEN FAKTOREN ERFOLGREICHER BETRIEBLICHER ALTERSVORSORGE

In Unternehmen aller Größenordnungen herrscht ein uneinheitliches Verständnis, wie die betriebliche Altersvorsorge erfolgreich umgesetzt werden sollte. Die Bielefelder EMPLOY AG hat die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren analysiert.

DIE 5 WICHTIGSTEN FAKTOREN ERFOLGREICHER BETRIEBLICHER ALTERSVORSORGE

Vorstände Marc-André Arens und David Christian Tappe

Bielefeld. Täglich werden in deutschen Unternehmen neue Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen. Ein Erfolgsmodell, sollte man meinen. Dennoch herrscht im direkten Vergleich ähnlicher großer Unternehmen oftmals ein auffälliges Ungleichgewicht hinsichtlich tatsächlicher Teilnahmequoten von Arbeitnehmern. Werden in einigen Unternehmen Teilnahmequoten von über 90% erreicht, sind es in Vergleichsbetrieben oftmals lediglich 10%. Welche Punkte sind es, die ein erfolgreiches bAV-System ausmacht und wie können Unternehmen ihre Angebote zukünftig optimieren? Die Bielefelder EMPLOY AG hat die 5 wichtigsten Faktoren zur erfolgreichen Umsetzung der betrieblichen Altersvorsorge analysiert:

1. Soziale Verantwortung
Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches bAV-System ist das Selbstverständnis in einem Unternehmen, die eigenen Arbeitnehmer über ihren vorhandenen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge und über die damit verbundenen Vorteile aufklären zu wollen. Mit diesem Bewusstsein ist es möglich, proaktiv die Rahmenbedingungen innerhalb des Unternehmen so zu gestalten, dass durch eine hohe Teilnahmequote neben den Arbeitnehmern auch das Unternehmen durch die betriebliche Altersvorsorge finanziell profitieren kann.

2. Attraktive Rahmenbedingungen
Bevor interessierte Arbeitnehmer von sich aus auf den Arbeitgeber mit eigenen Wunschprodukten zugehen, sollten Unternehmen die Kontrolle behalten und selbstbestimmt eigene und vor allem einheitliche Produktlösungen anbieten. Über Gruppenverträge können Arbeitgeber Ihren Arbeitnehmern konkurrenzlose Vorteilskonditionen anbieten und laufen nicht Gefahr, einzelnen Arbeitnehmern „bessere“ Produkte zu ermöglichen und so den rechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz zu missachten. Die Sozialversicherungsersparnisse in Höhe von arbeitgeberseitig ca. 25% sollten größtenteils als Arbeitgeberzuschuss an die Arbeitnehmer reinvestiert werden. 10% oder 20% Arbeitgeberzuschuss erhöhen die Attraktivität und die Rentabilität des bAV-Systems, die tatsächlichen Teilnahmequoten und somit auch die möglichen arbeitgeberseitigen Ersparnisse.

3. Kontinuierliche Kommunikation
Einmalige Informationsveranstaltungen zum Thema bAV haben sich in der Vergangenheit als ineffizient erwiesen. Nur eine kontinuierliche und selbstverständliche unternehmensinterne Präsenz des Themas verspricht langfristigen Erfolg. Online-Informationsportale mit persönlichen Log-Ins und individuellen Berechnungsmöglichkeiten, bAV-Broschüren, regelmäßige Informations- und Servicetage, dauerhaft eingerichtete Beratungshotlines und frei zu vereinbarende Beratungstermine führen sukzessive zu einer hohen Akzeptanz und somit zu einer zufriedenstellenden betriebswirtschaftlichen Effizienz des bAV-Systems.

4. Individuelle Beratungen
Einer der in der konkreten Praxis entscheidenden Erfolgsfaktoren ist die arbeitnehmerseitig einzufordernde persönliche Beratung. Wer große Teile seines Bruttoeinkommens über einen sehr langfristigen Zeitraum über seinen Arbeitgeber an eine Versorgungseinrichtung einzahlen soll, der muss auch einen Anspruch auf eine damit verbundene detaillierte und professionelle Beratung erhalten. Anhand der individuelle persönlichen Gehalts- und Steuersituation können präzise alle Vorteile und Möglichkeiten betrachtet und alle individuellen Fragen kompetent beantwortet werden. Diese Maßnahmen schaffen Vertrauen und führen zu einer hohen Akzeptanz und Teilnahmebereitschaft der Arbeitnehmer.

5. Effiziente Verwaltung
Um in größere Belegschaften und über eine Vielzahl bereits vorhandener und neuer
Versorgungsverträge die Übersicht zu behalten und um eine effiziente Verwaltung sicherzustellen, ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten bAV-Servicedienstleister und der gemeinsame Einsatz einer anbieterübergreifenden digitalen bAV-Verwaltungssoftware ein sinnvolles Werkzeug für die Personalabteilung. Bisher bürokratische Vorgänge aus Briefen, Emails, Faxen und je nach Anbieter unterschiedlichen Formularen, werden einheitlich und schlank per Mausklick abgewickelt.

Unternehmen sollten zukünftig zur Etablierung einer starken Arbeitgebermarke und zur Schaffung einer wahrgenommenen unternehmensinternen sozialen Verantwortung ihre bestehenden bAV-Systeme regelmäßig auf betriebswirtschaftliche Effizient, auf Rechtssicherheit und auf den Einsatz moderner Kommunikationsmedien hin optimieren.

Die EMPLOY AG ist ein deutschlandweit tätiger Full-Service-Dienstleister für Pensionsmanagement. Neben der Planung, Einrichtung und Organisation von bAV-Systemen, bietet die EMPLOY AG Arbeitgebern ein ganzheitliches bAV-Verwaltungs- und Outsourcingkonzept.

Kontakt
EMPLOY AG
David Christian Tappe
Gadderbaumer Str. 14
33602 Bielefeld
0521-557551-0
0521-557551-10
info@employ.ag
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